von Münchner Löwe | Juni 16, 2024 | Allgemein, Eishockey, NHL
Blick über den Teich, NHL
Edmonton Oilers – Florida Panthers 8:1 (1:3)
Es ist schon witzig, wie ähnlich sich die Finalserien in der NBA und NHL sind. In der Nacht zum Samstag demontierten die Dallas Mavericks die Boston Celtics und vermieden den Sweep, gestern Nacht gelang den Edmonton Oilers gegen die Florida Panthers das gleiche. Plötzlich zeigten die Kanadier, warum ihr Angriff so gefürchtet ist. Wobei erneut festzuhalten ist, dass die beiden vermeintlichen Superstars Conor McDavid und Leon Draisaitl erneut nicht die Hauptdarsteller waren. Immerhin gelang McDavid neben 3 Assists das erste Tor und Draisaitl schaffte mit 2 Assists die ersten Scorerpunkte überhaupt in der Finalserie.McDavid seinerseits brach mit seinem 32. Assist den vermeintlich unerreichbaren Rekord eines gewissen Wayne Gretzky. Ein Oiler in der Gretzky-Town Edmonton – wie passend.
Das Glück half den Oilers. So begannen die Panthers sehr stark und hatten Pech mit 2 Stangentreffern in Überzahl. Praktisch im Gegenzahl, noch im Powerplay, kassierten sie das 0:1, als Supertorwart Sergej Bobrowski sich von Brown verladen ließ und Janmark einnetzte. Die Schlüsseszene für Sky-Experte Patrick Ehelechner, der richtig mutmaßte, dass der Russe an diesem Gegentreffer zu knabbern hätte. Bobrowsky blieb weit hinter seiner Glanzform in den bisherigen Play-offs zurück. Nach dem 1:5 nach nur 25 Minuten hatte er genug und verließ entnervt das Eis, wie es im Hockey-Jargon so schön heißt. Auf de anderen Seite eine weitere Schlüsselszene, als der ziemlich kritisierte Stuart Skinner mit einem Monstersave den Ausgleich der Panthers zum 2:2 verhinderte.
Draisaitl-Watch
Der Kölner spielte diesmal in einer Reihe mit Ryan Nugent-Hopkins und Dylan Holiday, denen er jjeweils zu einem Tor assistierte. Positive Bullybilanz, viel Engagement, nur ein Tor wollte ihm nicht gelingen
Meine 🇫🇮 Finnen
Kapitän Alexander Barkov ging genauso unter wie Eero Luostarinen, Niko Mikkola und Anton Lundell, dem immerhin der Assist zum 1:2 durch Vladimir Tarasenko gelang.
Ausblick
Den Sweep vermieden, die Angriffsflaute vertrieben. Und die Oilers sind Aufholjagden gewohnt, man nehme allein ihr Comeback nach dem furchtbaren Saisonstart, der zum Trainerwechsel führte. Die Frage wird halt sein, wie die Panthers diese Niederlage verkraften; insbesondere Sergej Bobrowski wird einigen Stoff zum Nachdenken haben. Zumal er ja schlechte Erinnerungen an die Finalserie gegen die Las Vegas Knigths im vergangenen Jahr hat. Andererseits: Eigentlich ist nichts passiert, und die Panthers haben weiter alle Trümpfe in der Hand.1
von Münchner Löwe | Juni 14, 2024 | Eishockey, NHL
Blick über den Teich, NHL
Edmonton Oilers – Florida Panthers 3:4 (0:3)
Die Parallelen zum NBA Final sind unvekennbar. Hier wie dort erst je zwei Heimsiege und im 3. Spiel eine Heimniederlage, die nach klarem Rückstand noch erträglich gemacht wurde durch einen veritablen, aber letztlich erfolglosen Schlussspurt. Und jetzt sowohl für die Dallas Mavericks (gegen die Boston Celtics) und die Edmonton Oilers das fast unmögliche Unterfangen, nach einem 0:3 die Trophäe doch noch zun holen. Immerhin: In der NHL hat das mal ein Team geschafft – 1955 die Toronto Maple Leafs gegen die Detroit Red Wings.
Über das gestrige Spiel möchte ich mich gar nicht länger aufhalten. Für mich war entscheidend, wie fantastisch die gesamte Verteidigung der Panthers Conor McDavid und Leon Draisaitl erneut aus dem Spiel genommen haben. Nach drei Spielen sind die bisherigen Topscorer der Play-offs beide noch ohne Tor, McDavid leistete gestern wenigstens zwei Assists. Der gesamte Angriff kommt nicht ins Rolen, auch das Powerplay versandet. Dazu vorne eine großartige Effizienz und mit Sergej Bobrowsky der zurzeit wahrscheinlich beste Keeper der Liga.
Was bleibt den Oilers? Zumindest das 3. Drittel, das erste, das sie gewonnen haben in der Serie, gibt etwas Hoffnung. Und vielleicht löst das klare Ergebnis die Fesseln. Aber es ist halt auch eine Kraftfrage, und gerade McConor und Draisaitl haben enorm viel Eiszeit in den Knochen.
Draisaitl Watch
Er kämpfte, ackerte, schoss dreimal aufs Tor. Aber die Leichtigkeit, die alles so einfach für ihn zu machen schien, ist dahin. Diesmal wenigtens ohen Aussetzer
Meine 🇫🇮 Finnen
Waren wieder sehr auffällig. Alexander Barkov und Eero Luostarinen bereiteten durch tolle Puckeroberung das erste und zweite Panthers-Tor vor. Fürs 2:1 gab es auch einen Assist für Anton Lundell, und Kapitän Barkov überwand Stuart Skinner mit überlegtem Schlenzer zum 4:1, den die Sky-Crew übrigens als nicht unhaltbar erachtete. Wage ich persönlich kein Urteil drüber.
Ausblick
Die Trophäe für die Panthers steht bereit, jetzt müssen sie nur noch zugreifen. Dass sie 4 Spiele am Stück jetzt plötzlich verlieren, ist sehr unwahrscheinlich. Die Oilers müssen es Spiel für Spiel, _Drittel für Drittel, Shift für Shift angehen und nicht ans Große Ganze denken. Wird schon schiefgehen.
Ansetzung
So., 02:00: Edmonton Oilers – Florida Panthers (0:3)
Noch eine Anmerkung zur deutschen Übertragung. Sky macht in der NHL einen um Längen besseren Job als DAZN in der NBA. Damit meine ich gar nicht den Live-Kommentar, der ist Geschmackssache. Aber die Spielpausen nutzt Sky mit aufwändiger Analyse, während bei DAZN nichts dergleichen kommt, sondern der Zuschauer schauen muss, wie eer sich die Zeit vertreibt. Für mich ist das vielleicht nicht so entscheidend, weil ich die Partien jeweils relive am nächsten Morgen anschaue und vorspulen kann, aber diesen Service darf ich als Premium-Sender, der DAZN ja sein will und sich dementsprechend bezahlen lässt, schon anbieten.
von Münchner Löwe | Juni 11, 2024 | Eishockey, NHL
Blick über den Teich, NHL
Florida Panthers – Edmonton Oilers 4:1 (2:0)
Zweites Spiel, zweiter Heimsieg: Die Florida Panthers sind auf dem besten Weg zu ihrem ersten Stanley-Cup. Erneut bissen sich die Oilers an der durchgehend starken Verteidigung die Zähne aus. Namentlich auch die beiden Superstars Conor McDavid und Leon Draisaitl, die nach zwei Spielen genau bei einem Assist durch McDavid halten. Noch trauriger liest sich die Schussbilanz. Im zweiten Spiel schafften die Oilers gerade mal sieben Schüsse, die Panthers-Torwart sergej Bobrowski auch zu einer Parade zwangen.
Das zerrt offenbar an den Nerven. Draisaitl, mit insgesamt 2 Schüssen nicht erfolgreich, fiel Mitte des dritten Drittels durch einen üblen Check gegen Panthers-Kapitän Alexander Barkov auf. Der Finne musste das Feld verlassen, sein Status für die kommenden Spiele ist ungewiss. Draisaitl kam mit einer Zweiminutenstrafe noch glimpflich davon. Die Regel Foul mit Verletzungsfolge (= 5 Miniuten) scheint es in dieser stringenten Form nicht mehr zu geben. Auf jeden Fall kein Ruhmesblatt des Deutschen.
Spieler des Spiels war Evan Rodrigues mit 2 Toren zum 2:1 und 3:1 für die Panthers.
Meine 🇫🇮 Finnen
Anton Lundell brillierte durch zwei sehenswerte Assists. Einen verwertete Niko Mikkola. Alexander Barkov verließ das Eis, sein Ausfall wäre eine deutliche Schwächung der Panthers
Draisaitl Watch
Siehe oben. Mehr gibt es auch nicht mehr zu sagen
Ansetzungen
Fr., 02:00: Edmonton Oilers – Florida Panthers (0:2)
So., 02:00: Oilers – Panthers
Mi., 02:00: Panthers – Oilers (wenn nötig)
Sa., 02:00: Oilers – Panthers
Di., 02:00: Panthers – Oilers
von Münchner Löwe | Juni 8, 2024 | Eishockey, NHL
Blick über den Teich, NHL
Its Stanley-Cup-time. Und während ich bei den NBA-Finals nur leicht für die Dallas Mavericks bin gegen die Boston Celtics und mir vor allem spannende Spiele erhoffe, verhält es sich bei den NHL-Finals anders. Hier bin ich voll und ganz auf der Seite der Edmonton Oilers in der Serie gegen die Florida Panthers. Dabei habe ich überhaupt nichts gegen das Team aus Sunrise, habe ihnen in den Play-offs gegen die Rangers, die Bruins und die Lightning jeweils die Daumen gedrückt (wofür mich wahrscheinlich jeder echte NHL-Fan verachtet, aber halt meine Finnen (wenn viele von ihnen im Team sind, haben sie meine Sympathie). Und kaum ein Team hat mehr Finnen als das der Panthers: neben Kapitän Alexander Barkov auch Anton Lundell und Eero Lusorainen. Und trotzdem will ich den Oilers-Triumph. weil
– zum einen würde ich es sehr einem Team aus Kanada wünschen, nach 1993 (Montreal Canadiens) die Trophäe des Lord Stanley wieder ins Mutterland des Hockeys zu bringen.
– mit Conor McDavid spielt der mit Abstand beste Eishockeyspieler der Welt für die Oilers
– last but not least: Leon Draisaitl, der Kölner, der Sohn des auf Ewigkeit penalty-berühmten Peter Draisaitl https://www.youtube.com/watch?v=517a_I559N0 (8:00). Leon hat eine großartige Saison hinter sich, ist der zweitbeste Scorer in den Play-offs (hinter McDavid). Klar, es hat schon deutsche Stanley-Cup-Sieger gegeben, aber ohne Uwe Krupp, Tim Kühnhackl und Dennis Seidenberg nahetreten zu wollen: noch nie in einer so tragenden Rolle: 2. Co-Star, einer der besten 10 Spieler der Welt (sach ich jetzt mal).
Auf was kommt es an?
Ich habe die Play-offs in der NHL lange nicht so intensiv verfolgt wie die der NBA, aber ein paar Dinge sind mir schon aufgefallen
für die Oilers spricht
– ihre immense Angriffspower: nicht nur McDavid und Draisaitl: Mit Zach Hyman (14 Tore) haben sie den treffsichersten Schützen in ihren Reihen, mit Evan Boucard den gefährlichsten Verteidiger ((27 Scorerpunkte).
– das Powerplay: Sowohl in der Offensive als auch im Penalty-Killing sind die Oilers das beste Team der Liga. Mehr als jedes dritte Überzahlspiel führt zu einem eigenen Treffer. Während McDavid und Draisaitl grundsätzlich in getrennten Linien spielen, setzt Trainer Kris Knoblauch im Powerplay auf gemeinsame Power.
– die Leidenschaft: Edmonton ist Eishockey-Town mit unfassbarer Tradition. Es gibt dort nichts Wichtigeres. Gretzky, Messier, Kurri und andere sind Legenden. Dagegen Florida, der Sunshine State: nicht viel, was ich dort mit Eishockey in Verbindung bringe auf den ersten Blick.
für die Panthers spricht
– der Torwart: Sergej Bobrowski spielt grandiose Play-offs, praktisch fehlerlos und mit ein paar Wunderparaden. Außerdem strahlt er eine enorme Ruhe aus. Stuart Skinner von den Oilers ist dagegen immer wieder einen Bock, ja einen Aussetzer gut. Und wirkt für mich immer ein bisschen hektisch. Seine Jugend (25) könnte ihm helfen (Unbekümmertheit) oder behindern (Unerfahrenheit).
– die Ausgeglichenheit: gleich starke Linien, gerade auch in der Abwehr, die zum Bollwerk werden kann. Und doch auch viel individuelle Klasse eines Tkachuk und Barkov.
– die Stanley-Cup-Erfahrung: Die meisten Panthers waren im vergangenen Jahr schon dabei, als sie im Finale gegen die Las Vegas Knights verloren, auch weil sie mit den Kräften ziemlich am Ende waren. Daraus und dieser besonderen Endspiel-Situation haben alle Beteiligten gelernt. Fraglich ist halt, ob das dann wirklich ausschlaggebend ist.
Und sonst?
– stellt sich die Frage, wer mit den Reisestrapazen am besten umgeht. 4100 Meilen liegen zwischen den beiden Hallen in Sunrise und Edmonton, soviele wie noch nie in einer Finalserie. Bei einer Best-of-7-Serie müssten die Teams bis zu viermal hin und her reisen. Für die Fans ist somit ein Mitreisen sehr schwierig (keine Direktverbindung). Auswärtsunterstützung wird es also kaum geben.
– mein Tipp: Oilers in 6
von Münchner Löwe | Juni 3, 2024 | Eishockey, NHL
Blick über den Teich, NHL
Edmonton Oilers – Dallas Stars 2:1 (4:2)
Wenn noch jemand den geringsten Zweifel daran hat, dass Connor McDavid zurzeit der beste Eishockey-Spieler des Planeten ist, möge sich das 1:0 anschauen, das sich jeder Fan am liebsten einrahmen würde.
https://www.nhl.com/de/video/dal-edm-mcdavid-scores-goal-against-jake-oettinger-6354182791112
Ein Treffer für die Ewigkeit, und er war der Türöffner für den harterkämpften Sieg der Oilers gegen die Dallas Stars und den Einzug ins Stanley-Cup-Finale als bestes West-Team. Dass es in Überzahl erzielt wurde, tut der Schönheit nicht den geringsten Abbruch. Noch im ersten Drittel assistierte McDavid zum 2:0 durch Zach Hyman, ein Ergebnis, das sämtliche Statistiken verhöhnt. 3:12 Schüsse im ersten Drittel aus Oilers-Sicht, am Ende waren es 10:35, und nur einer dieser 35-Dallas-Schüsse überwand Stuart Skinner Mitte des 3. Drittels – und bei diesem Gegentor sah der Goalie nicht besonders gut aus.
Den Oilers war es einerlei, erstmals steht Gretzky-Town in der Ära McDavid in den NHL Finals. Dort treffen sie auf die Florida Panthers, die allerdings den Heimvorteil haben.
Draisaitl-Watch
Der Kölner durfte bei 21:27 Eiszeit einen Assist für den McDavid-Zaubertreffer verbuchen, (es war der Assist für den Assist). Er hält nun bei bei 28 Scorerpunkte und auf Platz 2 hinter (natürlich!) McDavid (31) und vor evan Bouchard(27/ebenfalls Oilers).
Meine 🇫🇮 Finnen
Haben sich ohne Scorerpunkt verabschiedet. Miro Heiskanen war einer der beiden Verteidiger, die McDavid austanzte vor seinem Tor. Insgesamt kam er auf sagenhafte 30:28 Minuten Eiszeit – zuviel des Guten?
Ausblick
Florida Panthers vs Edmonton Oilers, das ist nominell die Nummer 3 des Ostens und die Nummer 5 des Westens. In Dallas dürfte der eine oder andere froh sein, dass es dort nicht zu einem Doppel-Finale Stars (NHL) und Mavs (NBA) kommt. Los geht es erst in der Nacht zu Montag MESZ. Interessant ird sein, wie nach der extrem engen Taktung der Play-offs die Teams mit der vergleichsweise langen Pause (5 bzw 6 ganze Tage) zurechtkommen, wer vielleicht die Reha besser nutzen kann und welche Trainer sich was richtig Nettes einfallen lässt. Personelle Ausfälle gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keine, wer wie fit ist, steht auf einem anderen Blatt.
Ansetzungen (MESZ)
So. 09/06, 02:00: Panthers – Oilers
Di., 11/06, 02:00: Panthers – Oilers
Fr., 14/06, 02:00: Oilers – Panthers
So., 16/06, 02:00: Oilers – Panthers
Mi., 19/06, 02:00: Panthers – Oilers (wenn nötig)
Sa., 22/06, 02:00: Oilers – Panthers (wenn nötig)
Di., 25/06, 02:00: Panthers – Oilers (wenn nötig)
von Münchner Löwe | Juni 2, 2024 | Eishockey, NHL
Blick über den Teich, NHL
FLORIDA PANTHERS* – New York Rangers 2:1 (4:2)
Die Gart(d)en-Partie in New York fällt aus i, dafür sind die Florida Panthers zum dritten Mal in ihrer Geschichte im NHL Final. Im 6. Spiel zu Hause in Sunrise standen wie immer in dieser Serie die beiden russischen Torhüter Igor Schesterkin und Sergej Bobrowski im Mittelpunkt des Geschehens. Am Ende wehrte Schesterkin 32 von 34 Schüssen ab derinsgesamt überlegenen Panthers ab, Bobrowski 23 von 24.
Doch auch der starke Schesterkin war nicht unüberwindbar. Ende des ersten Drittels musste er einen Schlagschuss von Sam Bennett passieren lassen, Vladimir Tarasenko traf Mitte des 3. Drittels nach großartiger Vorarbeit von Eetu Luostarainen und Anton Lundell. Der Anschluss von Artemi Panarin (58:20) , der erstmals in der Serie traf, kam zu spät.
Auffällig: Insgesamt gab es trotz (oder wegen?) der Bedeutung der Partie nur je eine kleine Bankstrafe
Meine 🇫🇮 Finnen
Eetu Luostarinen und Anton Lundell verbuchten die Assists zum 2:0.
Ansetzungen
Mo., 02:00: Edmonton Oilers -Dallas Stars (3:2)
Mi., 02:30: Dallas Stars – Edmonton Oilers (wenn nötig)
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