von Münchner Löwe | Jan. 17, 2025 | Allgemein, bundesliga, Fußball, ski alpin, Tagesrückschau, Tennis, Wintersport, WNBA
Ski-Klassiker in Wengen, Biathlon in Ruhpolding und viel (Transfer-)Wahnsinn im Fußball.
Nächster Schweizer Weltcup-Sieger
Franjo van Almen ist diese Saison der Durchbruch bei den Alpinen geungen Nach zwei zweiten Abfahrts-Plätzen in Gröden und Bormio fuhr er am Freitag im Super-G in Wengen zu seinem ersten Weltcup-Sieg. Das ist mittlerweile schon unglaublich, was die Eidgenossen vor allem in den Speed-Disziplinen für eine Auswahl haben. Da kann ich dem Teamchef nur viel Glück wünschen, jeweils nur vier Fahrer für die WM-Rennen in Abfahrt und Super-G zu mominieren. Möge er die richtigen auswählen (die Konkurrenz hofft eher nicht darauf).
Van Almen profitierte ,it seiner frühen Startnummer 3 allerdings auch von einer nachlassenden Piste, gerade im eher flachen und doch entscheidenden Mittelteil gab es schnell hindernde Schläge. Das allein allerdings kann den enttäuschenden 7. Platz von Marco Odermatt nicht erklären, der einen wilden allerdings auch fehlerbehafteten Ritt am Lauberhorn hinlegte.
Zweiter wurde Vincent Kriechmayr mit gerade mal einem Zehntel Rückstand vor dem Schweizer Stefan Rogentin und dem Kanadier James Crawford. Am Samstag steht die traditionelle Lauberhorn-Abfahrt auf dem Programm, mit 4,2 Kilometern die längste im Weltchupzirkus.
Die Frauen sind ebenfalls auf einer absoluten Traditionsstrecke am Start, auf der Tofana in Cortina, wo 2026 auch die Olaympischen Ski-Wettbewerbe ausgetragen werden. Lindsey Vonn hatte beim Training einen Sturz. Schwerwiegende Verletzungen hat sie offenbar nicht davongetragen. Im 2. Trainingslauf ließ sie es ruhig angehen, mal sehen wie mutig sich die Amerikanerin morgen und übermorgen auf ihre Lieblingsstrecke stürzt. Favoritinnen sind die Etablierten wie Sofia Goggia, Lara Gut-Behrami und Federica Brignone
Preuß zurück in der Erfolgsspur
Nach dem missglückten Heimauftritt in Oberhof schaffte sie im noch heimischeren Ruhpolding im Einzel einen hervorragenden zweiten Platz und verteidigte die Weltcup-Führung vor der am Donnerstag siegreichen Lou Jeanmonnot. Ein Schießfehler kostete sie den Sieg, aber so dürfen Biathletinnen und Biathleten nicht rechnen. Die Laufform stimmt, nur Elvira Öhberg war in der Loipe noch ein bisschen schneller.
Die deutschen Staffel-Männer schafften heute den ersten Podestplatz der Saison. Sie wurden Dritte hinter Frankreich und Schweden. Das klar favorisierte Norwegen leistete sich insgesamt drei Strafrunden und kam nur noch auf Rang 4 heran.
Am Samstag folgt die Frauen-Staffel und am Sonntag die beiden Massenstarts.
Apropos Biathlon: Der Weltverband gab bekannt, dass der Saisonstart 2025 in München in München erfolgen wird. Im Oktober im Olympiapark, allerdings auf Skirollern.
Mega-Vertrag für Haaland, Marmoush im Anflug
Der Norweger verlängerte seinen Kontrakt bei Manchester City vorzeitig bis 2034 (!). Dem Vernehmen nach („The Athletic“) kassiert er pro Woche 600.000 Euro, das beläuft sich auf ein Gesamtvolumen von 310 Millionen Euro. Nehme ich die absurden verträge in Saudi-Arabien aus (Neymar, Ronaldo), dürfte das Rekord für einen Fußballprofi sein. Der sich allerdings im Vergleich zu Basketball- und Baseball-Superstars wie ein armer Schlucker vorkommen muss (haja …).
Trotz der Haaland-verlängerung verdichten sich die Anzeichen, dass City mit Omar Marmoush einen weiteren Top-Angreifer verpflichten wird, und zwar schon jetzt im Januar. Laut „Kicker“ wird der Ägypter heute nicht im Kader von Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund stehen. Offenbar ist den Verantwortlichen der Hessen die Gefahr zu groß, dass eine Verletzung den auf mindestens mit 80 Millionen Euro taxierten Wechsel verhindern könnte. Sportlich wäre das eine herbe Schwächung der Eintracht, die allerdings in der Vergangenheit gezeigt hat, dass sie gerade für Offensiv-Positionen immer wieder Weltklassespieler findet.
Zverev schlägt sich bestens
Der Hamburger ist bei den Australian Open als einziger der Top-Spieler nach 3 Spielen noch ohne Satzverlust, ließ in seinen Partien Louis Poille, Paolo Portero-Martinez und Jacob Fiernley (zugegeben nicht die härtesten Brocken) keine Chance. Das spart Kraft, die er sonst bei Grand Slams in ermüdenden Vier- oder Fünfsatzpartien in den ersten Runden vergeudete. Jetzt wartet der Franzose Ugo Humbert, auch eine lösbare Aufgabe, zumal Zverevs Aufschlag glänzend funktioniert. Ebenfalls mehr ode weniger souverän das Achtelfinale erreicht haben in der unteren Hälfte Carlos Alcáraz und Novak Djokovic. Jannik Sinner bestretet erst huete Nacht sien Drittrunde-Spiel gegen Marcos Giron. Asgeschieden ist dagegen schon Vorjahresfinalist Daniil Medwedew gegen den amerikanischen Qualifikanten Tien.
Bei den Frauen ist von den Deutschen nur noch Eva Lys im Einzel dabei. Die kam nur als Lucky Loserin ins Hauptfeld, weil eine andere Spielerin ihre Teilnahme abgesagt hat. 15 Minuten vor der Abreise hat sie angeblich ewrst von ihrem Glück erfahren. Danach gewann sie zwei Partien gegen Birrell und Gracheva und hat heute Nacht gegen die Rumänin Jaquelin Christian auch keine unlsbare Aufgabe. Alle Mitfavoritinnen sind noch im Rennen. Das mit Spannung erwartete Duell der Mütter entschied die Schweizerin Belinda Bencic gegen die Japanerin Naomi Osaka für sich.
Und sonst?
- Transfer-Gerüchte im Fußball: Der FC Bayern geht die Torwartfrage, also die irgendwann tatsöchlich eintretende Nachfolgeregelung für manuel Neuer, offensiv an. Offenbar stehen die Münchner unmittelbar vor einer Verpflichtung des Kölners Jonas Urbig (22), der als größtes deutsches Torwart-Talent gilt. Allerdings war er zuletzt beim Zweitligisten 1. FC Köln nicht mehr erste Wahl, sondern nur Ersatz hinter Martin Schwäbe. Das befeuert natürlich die Wechsel-Gerüchte. Offenbar sind die Münchner auch nicht vollends von den bisher als Neuer-Nachfolger ausgeguckten und sogar verpflichteten Alexander Nübel überzeugt, der bei Stuttgart und auch im Nationalteam nicht immer brillierte, um es noch freundlich auszudrücken.
Dass der ohnehin ins Auge gefasste Wechsel von Uhrig zu den Bayern jetzt schon erfolgt (noch ist ein kleines Fragezeichen wg der Ablöse), hängt damit zusammen, dass zum einen Manuel Neuer tatsächlich dem Alter Tribut zollt, vor allem aber die Ersatzmänner Sven Ulreich (wg privater Angelegenheiten) und Daniel Peretz (verletzt) derzeit nicht einsatzfähig sind.
Tedesco gefeuert: Die Nachricht kommt wahrlich nicht überraschend. Der belgische Verband hat Domenico Tedesco von seinen Aufgaben suspendiert, wie es so hübsch heißt. Das eher schwache Abschneiden bei der EM und jetzt in der Nations League, als die „Roten Teufel“ gegen Italien und Frankreich chancenlos waren und nur mit Mühe den Abstieg in die 2. Leistungsklasse verhinderten, war das eine: Dass er aufgrund von Unstimmigkeiten auf Thibault Courtois verzichtete, für mich der beste Schlussmann weltweit, war nicht förderlich. Offenbar gibt es auch mit dem neuen Sportdirektor Vincent Mannert unterschiedliche Auffassungen, und wer hat wohl in einer solchen Konstellation das Nachsehen? Ein Nachfolger steht noch nicht fest: Er muss mit dem immer noch hochgeschätztem Team zum einen die Nations-League-Relegation gegen die Ukraine schaffen, vor allem aber auch die WM-Qualifikation für 2026, in der Wales wohl der stärkste Gegner sein wird.
- Arsenal beschwichtigt die Fans: Das Aus im FA Cup zu Hause gegen Manchester United tat sehr weh, da ist der Sieg im Nordlondon-Derby gegen Tottenham Hotspur sehr lindernder Balsam. Die Gunners drehten noch vor der Pause einen 0:1-Rückstand, verplemperten aber im 2. Durchgang beste Konterchancen und strapazierte unfreiwillig das Nervenkostüm aller Beteiligten. Die Spurs ihrerseits haben auf Platz 14 jeglichen Kontakt zu deninternationalen Plätzen verloren, haben aber (noch) genug Abstand auf die Abstiegszone.
Manchester United, im Pokal siegreich bei Arsenal, verhinderte mit Mühe eine Blamage gegen den abgeschlagenen ´Letzten Soiuthampton. Erst ein ganz später Hattrick von Amad Diallo (81./90./90+4) stellte die Weichen auf Sieg.
- Dreikampf in Italien: Ohne zu spielen, darf sich die SSC Neapel als Siegerin fühlen. Denn die beiden Meisterschafts-Konkurrenten Inter (vs Blogna) und Atalanta Bergamo (vs Juventus) kamen nicht über Heim-Unentschieden hinaus. Napoli fhrt jetzt mich 3 Punkten Vorsprung auf Inter (das ein Spiel weniger hat) und vier auf Atalanta.
Beste Stimmung also in Neapel? Im Prinzip schon, aber der von Cwitscha Kwarazchelia forcierte Wechsel zu Paris Saint Germain, der unmittelbar bevorstehen soll, bringt natürlich Unruhe. Der Georgier war mit insgesamt 25 Torbeteiligung maßgeblich beteiligt am Meistertitel für Neapel 2023 (die Feier mit den lautesten Kanonenböllern klingt mir immer noch in den Ohren). Kvaradona wurde er liebevoll genannt in Anlehnung an Diego Maradona, aber jetzt folgt er dem Ruf des Geldes, soll das fünffache bei PSG verdienen (11 statt 2 Millionen /Jahr). Das nimmt er lieber, als in Napoli (vielleicht) zur zweiten unsterblichen Legende zu werden.
von Münchner Löwe | Jan. 14, 2025 | Allgemein, basketball, NFL, Radsport, Turnen
Blick über den Teich, NFL
Für viele Football-Fans ist das Wild-Card-Wochenende das schönste in der gesamten Saison. Sechs K.-o.-Spiele, was will man mehr. Da kann ich nach den Partien 2025 nur leidvoll konstatieren: fast alles. Nicht nur, dass in 5 von 6 (fast) jeglichje Spannung fehlte, es war auch oft ein einziges Fehler-Festival. Gerade die 3 AFC-Partien werden nicht in Erinnerung bleiben, höchstens als abschreckendes Kuriosum. Nach dieser Werbung für die kommenden Zeilen werde ich mich kurz fassen bei den Spiel-Zusammenfassungen
Wild Card
Houston Texans – Los Angeles Chargers 32:12 (AFC)
Die Chargers galten aufgrund der besseren Saison-Bilanz als leichter Favorit, und dieser Rolle wurden sie überhaupt nicht gerecht. Dabei beherrschten sie fast die gesamte erste Hälfte klar das Geschehen, waren nur nicht effizient genug in der Red Zone. Es hätte sehr viel mehr herausspringen müssen als eine 6:0-Führung durch zwei Field Goals. Die Texans-Offensive fand praktisch nicht statt, ja bis zu einem Houdini-Spielzug von CJ Strout tief in der eigenen Hälfte im 3rd Down, der die Wende brachte. Plötzlich liefs wie am Schnürchen, und zu aller Überraschung stand es nur Pause 10:7 für die Texans.
Das Fehlerfestival ging auch im 2. Durchgang munter weiter. Chargers Quarterback Justin Herbert, der in der gesamten Saison nur 3 Interception fabrizierte, warf gleich viermal den Ball zum Gegner, wobei ihm dabei zweimal die eigenen Receiver böse im Stich ließen und abslout fangbare Balle durch die Hände gleiten ließen. Die Texans dagegen minimierten ihre Fehler.
Den Höhepunkt der Absurditäten leisteten sich die Chargers zu Beginn des 4. Viertels. Nachdem Herbert mit einem Verzweiflungswurf einen 86-Yard-touchdown erzielt hatte, gab es einen sogenannten Point after Touchdown. Der wurde nicht nur geblockt (kommt immer wieder vor), sondern von den Texans in die gegnerische Endzone zurückgetragen (kann ich mich nicht erinnern, je gesehen zu haben) https://x.com/NFL/status/1878236185778114869?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1878236185778114869%7Ctwgr%5E37215b2349a128d815dfc227d51e0b719b68d1fb%7Ctwcon%5Es1_&ref_url=https%3A%2F%2Fiframe.nbcnews.com%2FhvU3G90%3F_showcaption%3Dtrueapp%3D1&mx=2. Damit waren sämtliche Hoffnungen der Chargers auf eine Aufholjagd Makulatur (statt 13:23, stand es 12:25), die ohnehin schwer genug geworden wäre.
Baltimore Ravens – Pittsburgh Steelers 28:14 (AFC)
Vielleicht war das brisante AFC-North-Duell überfrachtet mit Erwartungen. Letztlich hatten die Steelers nicht den Hauch einer Chance. Vor allem das Laufspiel der Ravens mit Derrick Henry und Quarterback stellte (letztlich wie allseits erwartetsie vor unlösbare Probleme. Am Ende standen 299 Rushing Yards auf der Habenseite der Gastgeber. Dafür waren die 28 Punkte von Baltimore fast wenig, zumal es zur Pause schon 21:0 stand. Die Steelers begehrten zwar kurz auf, doch letztlich waren Offense und Defense gleichsam überfordert.
Buffalo Bills – Denver Broncos 31:7 (AFC)
Die Broncos gingen zwar durch einen formidablen Touchdownpass von Bo Nix auf Troy Franklin (samt PAT) mit 7:0 in Führung, aber das war es mit der Denver-Herrlichkeit beim Punkten. In der 1. halbzeit gestalteten sie Partie noch ausgeglichen und hatten sogar die Chance, curch ein Fieldgoal auf 10:10 zu stellen, der Ball knallte aber nur auf den Pfosten und von da zurück ins Feld.
Im zweiten Durchgang beseitigten die Bills sämtliche Zweifel. Die Offense war nicht mehr zu stoppen und punktete viermal in vier Drives (2 Touchdowns und 2 Field Goals), während die Broncos überhaupt nichts mehr auf die Reihe brachten.
Philadelphia Eagles – Green Bay Packers 22:10 (NFC)
Es begann furchtbar für die Packers mit einem Fuble beim Kick-of-Return und wurde nicht viel besser. Die Eagles bedankten sich per Touchdown und legten in der ersten Hälfte mit einem Fieldgoal nach. Packers-Quarterback Jordan Love produziertegleich zwei Interceptions, immerhin verhinderte eine gute Abwehr (sowie eine äußerst durchschnittliche Eagles-Offensive) größeres Unheil. Spannung mochte trotzdem nicht aufkommen, das Spiel plätscherte im zweiten Durchgang dem Ende entgegen, was auch an den zahllosen Verletzungen auf Packers-Seite lag. Nur Freunde des Minimal-Footballs werden auf ihre Kosten gekommen sein.
Tampa Bay Buccaneers – Washington Commanders 20:23 (NFC)
Hurra! Spannung, sogar Höchstspannung bis zum buchstäblich letzten Field-Goal-Vesuch. Keine Interception oder andere Katastrophen-Spielzüge gute Leistungen in Abwehr und Angriff auf beiden Seiten.
Am Ende waren die Commanders die Glücklicheren, und das ist wörtlich zu nehmen. Der fehlerlose Quarterback (klarer Anwärter auf die Auszeichnung zum Rookie des Jahres) Jayden Daniels hatte sein Team mit ruhiger Hand über 51 Yards klar in Field Goal Range geführt. Zur Tat schritt Kicker Zane Gonzales, bis dato fhlerlos mit 2 Field goals und 2 PATs, aber das speilt bei einem spielentscheidnenden Versuch aus 37 Yards (normalerweise eine Pflichtübung) keiene Rolle, sondern nur das Nervenkostüm. Gonzales also kickte den Ball, der flog an die Torstange und von da über die Quaerstange ins Ziel. Heartbreaking und grenzelnlose Jubel bei den Commanders, die zum ersten Mal seit 2005 die 2. Play-off-Runde erreichten.
Los Angeles Rams – Minnesota Vikings 27:9 (NFC)
Die Partie fand wegen der verheerenden Brände rund um LA nicht im Sofi-Stadium statt, wo die Rams übliocherweise ihre Heimspiele austragen, sondern in Glendale/Arizona. Und einmal mehr zeige sich: Letztlich ist die Vorleistunfg der Saison fast egal. 4 Siege mehr hatten die Vikings aufzuweisen als die Rams – und was geschah? Sie wurden regelrecht auseinandergenommen vom von einer anfangs praktisch fehlerlosen LA-Offensive, angeleitet vom erfahrenen Quarterback Matthew Stafford. Das nötige Glück kam hinzu, denn einen vermeintlichen Fumble-Return-Touchdown der Vikings, der den 10:10-Ausgleich bedeutet hätte, pfiffen die Refs zurück, weil sie tatsächlich einen. Vorwärtspass von Stafford sahen, was nicht nur die Viking-Fans anders sahen. Die Ramns bedankten sich auf ihre Weise, erhöhten noch vor der Pause durch zwei weitere Touchdowns auf 24:3. Vikings-Quarterback Sam Darmold bestätigte mit einer zunächst wenig glanzvollen Leistung (allerdings auch Folge einer frmidablen LA-Defense) seine Zweifler, die es trotz der 14:3-Bilanz der Vikings immer noch gab und gibt.
Im 2. Durchgang verwalteten die insgesamt sehr übezeugenden Rams das Ergebnis, Spannung kam trotz eines Touchdown-Passes von Darmold nicht mehr auf.
Divisional Finals
All das ergibt für die Divisional Finals am Wochenende folgendes Programm (MEZ, Gastgeber zuerst). Hier erst mal nur die Spiele, gesonderte Vorschau samt Tipps (seufz) folgen am Freitag oder Samstag.
Sa., 22.30: Kansas City Chiefs – Houston Texans (AFC)
So., 02:00: Detroit Lions – Washington Commanders (NFC)
So., 21:00: Philadelphia Eagles – LA Rams (NFC)
Mo., 00:30: Buffalo Bills – Baltimore Ravens (AFC)
von Münchner Löwe | Jan. 12, 2025 | Allgemein
Eine Englische Woche in der Bundesliga, Ski-Klassiker in Wengen und Cortina, ansonsten viel Wintersport und die Divisional Finals in der NFL sowie die Handball-WM
Frieren wegen Terminhatz
Nach dem Jahres-Auftakt steht für die Fußball-Bundesliga gleich ein Spieltag mitten in der Woche an (si ein Abendspiel im Januar, das kann knackig kalt werden. Am Dienstag/Mittwoch wird dann die Vorrunde abgeschlossen. Der Herstmeistertitel geht an den FC Bayern nach dem 1:0 bei Borussia Mönchengladbach. Das Heimspiel gegen Hoffenheim am Mittwoch überträgt neben Sky auch Sat.1 live.
Gefordert ist Borussia Dortmund, das am Dienstag in Kiel und am Freitag in Frankfurt zwei knifflige Auswärtshürden zu nehmen hat. Meister Leverkusen empfängt am Dienstag das Überraschungsteam aus Mainz und am Samstag zum Topspiel Borussia Mönchengladbach.
Die 2. Liga beginnt am Freitag mit der Rückrunde. Herbstmeister ist ja nach tollem Endspurt der 1. FC Köln. Am Samstagabend (20.30 Uhr) gibt es gleich das Spitzenspiel HSV vs Kölle.
Lindsey Vonn zum Lieblingshang
In St. Anton brillierte die 40jährige Rückkehrerin mit Platz 6 in der Abfahrt und Platz 4 im Super-G (mwehr dazu in einem gesonderten Text am Montag). Jetzt steht für die Speedfahrerinnen das Wochenende in Cortina an. Der Tofana-Kurs ist dann auch Olympiastätte 2026. Im Cortina ist Vonn immer glänzend zurechtgekommen, neben Lake Louise (nicht mehr im Kalender) sicher ihre Lieblingsstrecke. Das würde ich nichts ausschließen.
Schon am Dienstag findet in der Flachau der spektakuläre Nacht-Slalom statt.
Die Männer siedeln nach Wengen um. Am Lauberhorn dürfte der Sieg in Abfahrt und Super-G nur über Marco Odermatt gehen, zumal sein härtester Konkurrent Cyprien Sarrazin nach seinem schweren Sturz zumindest in dieser Saison, wahrscheinlich nie mehr zurückkehren wird. Im Slalom ist der dreifache Saisonsieger Clement Noel das Maß aller Dinge.
Deutscher Biathlon-Klassiker, Teil II
Nach den Rennen in Oberhof gibt sich jetzt Ruhpolding die Ehre und empfängt die Weltelite.Auf dem Programm für Frauen und Männer stehen Einzel, Staffel und Massenstart. Volles Programm also wieder. Die gastgebenden Deutchen hoffen auf bessere Ergebnisse als beim Heim-Event in Oberhof.
Kansas City und Detroit greifen ein
In der 2. Play-off-Runde der NFL wird es auch für die ersten der AFC und NFC erst. Die Chiefs sind in der AFC zu Hause gegen die Houston Texans klarer Favorit. Die Lions treffen auf die Washington Commanders, die sich Sonntagnacht im bisher besten Spiel der Wild Cards mit einem Fieldgoal in letzter Sekunde gegen die Tampa Bay Buccaneers durchsetzten.
Gestresste Handballer
Unser jährliches Großereignis gib uns im Januar. Diesmal müssen die Handballer zur Weltmeisterschaft anrücken, das heißt die Spieler, die sich fit fühlen. Praktisch jedes Land mit Ambitionen hat einige Ausfälle zu beklagen. Hier wird aus Gewinnsucht die Terminhatz auf die Spitze getrieben. Stattfinden wird das Turnier in Norwegen, Dänemark und Schweden und Kroatien (nahliegend oder?). Das deutsche Team rechnet sich nach Olympia-Silber erneut (mindestens) eine Medaille aus. Die Vorrunde bestreiten die Deutschen in einer rein europäischen Vierergruppe gegen Plen (Mi.), Schweiz (Fr.) und Tschechien (So.). Die besten Drei jeder Gruppe erreichen die Zwischenrunde, das muss machbar sein.
Hoher Favorit ist für mich Olympiasieger Dänemark, trotz der Rücktritte von Mikkel Hansen und Supertorwart Niklas Landin. Das Finale wird am 4. Februar in Oslo stattfinden. ARD (deutsche Spiele), Eurosport auserewählte Partien jeden Abend sowie sportdeutschland.tv (alle Spiel) übertragen.
Snooker im Ally Pally
Nach der WM ist das Masters wohl das bedeutendste Turnier im Kalender. Nach dem Getöse meist besoffener Zuschauer wird die Atmosphäre beim ruhigen Snooker eine ganz andere sein. Ich gestehe, dass ich das Geschehen kaum mehr verfolgt habe. Ronny O’Sullivan hat seine Teilnahme offenbar kurzfristig zurückgezogen.
Und sonst?
- Internationaler Fußball: Englische Woche auch in England: Im Mittelpunkt am Mittwoch steht das Nordlondon-Derby zwischen Arsenal und Tottenham. Arsenal muss sich für das Pokal-Aus gegen Manchester United rehabilitieren, Tottenham für eine bisher äußerst missratene Saison. Ein Duell für Nostalgiker gibt es in Nottingham, wenn Forest den FC Liverpool empfängt. Die beiden Teams haben 1977 bis 1981 den Europapokal der Landesmeister unter sich ausgemacht.
Am Samstag erwartet Arsenal mit Aston Villa eine heikle Auswärts-Aufgabe.
Nachholspiele stehen für einige Topteams der Serie A an. Dabei empfängt das erstaunliche Atalanta Bergamo Juventusund kann mit einem Sieg zur Spitze zurückkehren. Schlager des Wochenendes ist die Partie am Samstagabend zwischen Atalanta und Napoli, das an die Form der Meisterschafts-Saison anknüpft.
- Basketball: Der FC Bayern bestreitet in der Euroleague zwei Heimspiele, am Mittwoch gegen Monaco, am Freitag gegen Bologna. Zuletzt lief es nicht so gut, die Münchner sind auf Platz 10 zurückgefallen. Zwei Siege im SAP Garden sind fast schon Pflicht, wollen die Bayern in die Top 6 zurückkehren, das wird zumindest gegen Monaco allerdings äußerst schwierig. In der Bundesliga haben sie tatsächlich bis 26. Januar Pause, da bekommt man ja Entzugserscheiungen.Alba spielt in Mailand (Di.) und Villeurbanne-Lyon (Do.).
- Wintersport: Nach der Pause nach der 4-Schanzentournee geht es für die Skispringer mit 2 Großschanzen-Wettbewerben in Zakopane weiter. Können die enteilten Österreicher wieder eingefangen werden?
Die Langläufer treffen sich in La Rousset zu Einzel, Sprint und Massenstart.
- Tennis: Die Australian Open sind noch in der Anfangsphase. Zurzeit scheinen die Temperaturen in Melbourne erträglich.
von Münchner Löwe | Jan. 11, 2025 | Allgemein, Tennis
Schon heute Nacht startet der erste erste Tennis-Grand-Slam: Die Australian Open sind mein Lieblingsturnier vor allem auch wegen der ausgelassenen Stimmung: nicht so rabiat wie die US Open, nicht so feindselig, wie das Pariser Publikum sein kann und auch nicht dieses aufgesetzt vornehme in Wimbledon mit diesem aus der Zeit gefallenen Weiße-Kleidung-Befehl, der Jahr für Jahr strikter zu werden scheint..
Wie in Paris haben die Organisatoren erkannt, dass mit einem 15. Tag noch mehr Geld zu scheffeln ist, weswegen in Melbourne schon am Sonntag begonnen wird. Zumindest an den ersten Tagen wird es sosein, dass es auf den Showcourts am Nachmittag (also in der Nacht-Session unserer Zeit) und am Abend je zwei Partien zur Austragung kommen, im Zweifel je eines bei den Frauen und den Männern.
In Deutschland wird Eurosport übertragen, über den Ableger discovery+ sogar jedes einzelne Spiel, auch die im Doppel und Mixed. Mal sehen, wie das relive funktioniert. Ich werde das Turnier begleiten und mich hier immer melden, wenn außergewöhnliche Dinge passieren.
Meine Vorfreude ist jedoch arg getrübt. Noch immer sind die beiden Doping-Fälle Jannik Sinner und Iga Swiatek nicht vollends geklärt. Bei Sinner steht immer noch die Entscheidung des CAS aus, der über den Einspruch des Tennis-Verbandes der Weltdoping-Agentur gegen den Quasi-Freispruch des Tennis-Verbandes erst im Frühjahr zu befinden gedenkt. Ein echtes Unding, über das ich mich schon genug aufgeregt habe. https://blickueberdenteich.de/der-fall-jannik-sinner-stinkt-zum-himmel/
Der Fall Swiatek scheint gar schon zu den Akten gelegt.
Nun denn: Sinner geht als Favorit ins Turnier nach seinem unglaublichen Jahr mit 2-Grand-Slam-Triumphen und insgesamt nur sechs Niederlagen. Natürlich bleibt abzuwarten, wie er die Tenis-Pause überstanden hat. Als härteste Kontrahenten sehe ich (wie gehabt) Carlos Alcáraz und Sascha Zverev. Beim Deutschen wird es wieder darauf ankommen, dass er in den ersten Runden möglichst wenig Kraft verbraucht.
Extrem gespannt bin ich tatsächlich auf Novak Djokovic. Nach seinem eher missglückten Jahr (für ihn sel bst war allerdings der Olympiasieg von allergrößter Bedeutung) geht er tatsdächlich noch einmal mit frischer Motivation das Unternehmen 25. Grand-Slam-Sieg an. Ende 2024 verblüffte er die Tennis-Welt, als er seinen ehemaligen Kontrahenten Andy Murray ins Trainer-Team holte. Der Brite wird Djokovic nicht das Tennisspielen neu beibringen, aber sicher den einen oder anderen Tipp geben, wie er sich vielleicht in der einen oder anderen Situation anders verhält. Das kann tatsächlich klappen, was ich persönlich allerdings nicht hoffe …
Ein neues Tennis-Jahr bedeutet ja immer auch der Blick auf neue Spieler. Sehr beachtenswert vielleicht schon in Melbourne sind vor allem de Tscheche Jakub Mensik und der Franzose Arthur Fils, die schon an die Weltklasse-Tür anklopfen.
Bei den Frauen sehe ich Aryna Sabalenka mindestens so weit vorne wie Sinner bei den Männern. Wenn die Weißrussin ihr Spiel auch nur einigermaßen zusammenhält, ist sie nur ganz schwer zu schlagen. Am ehesten eben noch von Swiatek und Coco Gauff, die mit dem Selbstvertrauen des Erfolgs im United Cup nach Melbourne gekommen ist. Motiviert genug, ihr eher grausamnes Jahr 2024 vergessen zu machen, ist sie auch dank des neuen Trainers Matt Daly.
Deutsche Teilnehmer
Gerade mal acht sind im Hauptfeld, fünf Männer und 3 Frauen. Dominic Köpfer hat die Quali überstanden und wird gleich mit einem Abendspiel oin der Margaret-Court-Arena gegen den Australier Jordan Thompson und Gänsehaut-Atmosphäre belohnt. Für Daniel Altmaier (vs Francisco Comesana), Jan-Lennard Struff (Felix Auger-Aliassime) und Yannik Hanfmann (Marcos Giron) wäre jeder Rundengewinn schon ein Erfolg. Gleiches gilt für Tatjana Maria (Bernarda Pera), Laura Siegemund (Hailey Baptiste) und Jule Niemeier (Maja Chawinska). Alexander Zverev wiederum beginnt sein Unternehmen Grand-Slam-Erfolg schon morgen früh in der Rod-Laver-Arena gegen den unberechenbaren Franzosen Louis Pouille.
von Münchner Löwe | Jan. 7, 2025 | Allgemein
Fußball, Football, Winter- und Hallensport, das erwartet uns nach Weihnachts- und Silversterfeierei.
Bayer jagt Bayern – und wer sonst?
Die einen haben schon Entzugs-Erscheinungen, für andere wie mich kommt die Rückkehr der Fußball-Biundesliga mindestens eine Woche zu früh. Doch um ihren pickepackevollen (Wording by Arnd Zeigler) Spielplan durcgibt es gleich einen echten Schlagerhzubekommen, beginnt das Oberhaus jetzt schon. Zumal noch zwei HJinrundenspieltage auf dem Programm stehen. Am Freitag empfängt Borussia Dortmund Meister Bayer Leverkusen, das sich nach eher verkorkstem Start nach zuletzt 6 Siegen in Folge als Bayern-Verfolger Nummer 1 positioniert hat mit nur noch 4 Punkten Rückstand. Borusia Dortmund dagegen braucht unbedingt selbst einen Sieg, um überhaupt noch seriös in den Titelkampf einzugreifen . Auf die Vorbereitung und vor allem die Testspiele gebe ich wenig bis nichts.
Die Bayern ihrerseits haben am Samstagabend die Partie bei Borussia Mönchengladbach – eine für sie immer recht heikle Aufgabe, die sie nicht immer siegreich bewältigen. Gleich ein echter Wahrsager steht dem 1. FC Union und dem neuen Trainer Steffen Baumgart beim 1. FC Heidenheim bevor.
NFL macht ernst
Siegen oder fliegen, heißt es ab Samstag in der NFL, wenn die erste K.o.-Runde ansteht. Hier erst mal nur die Ansetzungen, mehr dazu in einem gesonderten Text wahrscheinlich am Freitag.
AFC
Freilos: Kansas City Chiefs
Sa., 22.30: Houston Texans vs Los Angeles Chargers
So., 02:00: Baltimore Ravens – Pittsburgh Steelers
So., 19:00: Buffalo Bills – Denver Broncos
NFC
Freilos: Detroit Lions
So., 22.30: Philadelphia Eagles – Green Bay Packes
Mo., 02:00: Tampa Bay Buccaneers – Washington Commanders
Di., 02:00: Los Angeres Rams – Minnesota Vikings
Linus Strasser unter Druck
Der Januar ist für die Männer immer auch der Monat der Slalom-Artisten mit einigen Traditionsrennen (Wengen, Kitz, Schladming). Den Anfang macht schon am Mittwoch Madonna di Campiglio, das ausnahmsweise erst jetzt und nicht schon im Dezember zur Austragung kommt. Es folgen zwei Rennen in Adelboden (Riesenslalom, Slalom) mit dem fantastischen wie furchteinflößenden Schluss-Steilhang hinab in eine echte Stadion-Kuli, Manuel Feller hat dagegen ebenfalls noch Nacholbedarf nach einigen Ausfällen.sse, Schweizer Kuhglocken inklusive.
Linus Strasser muss nach sehr mäßigem Saisonstart (noch kein Podestplatz) jetzt liefern, sonst wird es mit Sicherheit nichts mehr mit dem angestrebten Sieg in der Slalom-Weltcup-Wertung. Clement Noel ist bisher das Maß aller Dinge. Im Riesenslalom hat Marc Odermatt die Verhälnisse nach dem Ausfall im ersten Rennen wieder geradegerückt: Er ist in der Heimat klar favorisiert.
Die Frauen bestreiten zwei Speedrennen in St. Anton, am Samstag die Abfahrt, am Sonntag den Super-G. Mal sehen, wie sich Rückkehrerin Lindsey Vonn beim 2. Auftritt schlägt, ansonsten sehe ich Lara Gut-Behrami und die mannschaftlich extrem starke italienische Mannschaft um Sofia Goggia vorn.
Festwochen im Biathlon
In Oberhof gibt es zwar wenig Schnee, dafür aber umso mehr Begeisterung. Und gerade das deutsche Frauen-Team um Selcup-Leaderin Franziska Preuß gibt Anlass zur Hoffnung auf den einen oder anderen Podestplatz. Die gute Nachricht: Bisher gibt es keine Nachrichten um gesundheitliche Beschwerden der Franzi, die sie sonst in hässlicher Regelmäßgkeit gerade um die Jahreswende ereilen. Sie dürfte also fit sein, ob sie ihre Dezember-Topform ins neue Jahr transportiert hat, bleibt allerdings abzuwarten, denn gerade dien französischen Frauen um Julia Simon sehen Aufholbedarf.
Bei den Männern sind die Deutschen bestenfalls Außenseiter; es geht wie immer nur um die Frage, ob und in welcher Art Überflieger Johannes Tignes Boe die Rennen dominiert. Auf dem Programm stehen ab Donnerstag Sprint, Verfolgung sowie am Sonntag Mixed-Staffel und Single-Mixed-Staffel. Nächste Woche folgt dann der Ruhpolding-Roar.
Und sonst?
- Internationaler Fußball: Heute und morgen finden die Halbfinali im englischen Liga-Cup statt. Heute empfängt der FC Arsenal Newcastle United, am Mittwoch kopmmt es zum Duell der in der Liga darbenden Tottenham Hotspur gegen Tabellenführer FC Liverpool.
Am Wochenende greifen Erst- und Zweitliga-Clubs erstmals ins Geschehen des FA-Cups ein.
Super-Cup in Saudi-Arabien: Nach Italien und dem spektakulärem Final-Triumph von Milan im Mailänder Stadtderby gegen Intersind jetzt die Spanier mit ihrem Final Four am Start, nicht in Riad, sondern in Dschiddah. Am Mittwoch spielt Athletic Bilbao gegen den F Barcelona, tags darauf Real Madrid gegen RCD Mallorca. Die Daheimgebliebenen bestreiten Ligaspiele. Dabei kann Atlético mit einem Sieg gegen Osasuna die Tabellenführung wieder übernehmen.
- Basketball: Weiter geht die Hatz zwischen BBL und europäischen Wettbewerben. Bayern München zeigte bei Alba Berlin klaren Kräfteverlust, die Aufgaben in Euroleague (Donnerstag bei Olympiakos Piräus) und BBL (Sonntag beim Sensationsclub Heidelberg) werden nicht einfacher.
- Handball: Die Männer bestreiten letzte Testspiele vor der WM ab 14. Januar in Norwegen, Dänemark und Kroatien. Das deutsche Team hat am Donnerstag in Hamburg den letzten Test gegen Brasilien (18.30/zdf livestream)
- Motorsport: Im Mittelpunkt steht die Wüstenrallye Paris-Dakar die schon in der zweiten Woche ist. Wens interessiert …
von Münchner Löwe | Dez. 30, 2024 | Allgemein, Wochenrückschau
Viel Wintersport, die NFL biegt in die Zielgerade ein. Außerdem fliegen weltmeisterliche Darts-Pfeile im Ally Pally
Bormio zu heftig?
Um es gleich zu sagen. Die Stelvio-Abfahrt in Bormio ist meine liebste im Kalender. Ich finde sie noch attraktiver und auch schwieriger als Hahenkamm in Kitzbühel (als Nicht-Österreicher darf ich das schreiben). Doch der Grat zwischen schwierig zu fahren und zu schwierig zu fahren ist äußerst schmal. Und wenn dann am Renwochenede ein halbes Dutzend der besten Skifahrer der Welt ins Krankenhaus müssen mit zum Teil zumindest saisonbeendenden Verletzungen, wirft das natürlich kein gutes Licht auf die Strecke.
Gerade weil mein absoluter Downhill-Liebling Cyprien Sarrazin sich bei einem Trainingssturz so schwere Kopfverletzungen zu gefügt hat, dass er zeitweise in ien künstliches Koma versetzt werden musste, ist meine Freude an der Abfahrt doch getrübt. Das Hauptproblem ist: Jeder Rennfahrer riskiert alles, muss eben halt alles riskieren, um ganz vorn dabei zu sein. Das Material wird bis zur Grenze des Erlaubten ausgereizt (Sarrazin fährt seit letztem Winter mit eine künstlichen Karbonschiene am Schienbein, um noch mehr Druck auf die Skier geben zu können). Natürlkch könnten und sollten die Streckenbauer, setzter und -Präparierer. die Pisten sicherer machen, aber hundertprozentige Sicherheit wird es im alpinen Skisport nie geben. So zog sich Mikaela Shiffrin im Riesenslalom eine offenbar schwere Unterleibsverletzung zu (weil sie sich an einer Stange aufgespießt hat, die sie zu einer längeren, vielleicht sogar saisonbeendenden Pause zwingt.
Der Zwiespalt bleibt und s für mich nicht aufzulösen. Die Abfgahrt und der Super-G am Wochenende waren zwei fantastische Rennen, die den fahrern alles abverlangt haben. Es gab zwei erstaunliche Premierensieger: Der Schweizer Alexis Monney gewann die Abfahrt, den Super-G sicherte sich ebenfalls überrasschend der norwegische Shooting-Star Fredrik Moeller, der diese Saison schon starke Ergebnisse hatte, vor dem Österreicher Vincent Kriechmayr und dem erneut unglaublichen Monney. Die Schweizer Speedfahrer dominieren: In beiden Rennen kamen vier Eidgenossen unter die ersten Sechs. Ein Achtungszeichen des gerupften deutschen Teams setzte Simon Jocher mit Rang 13 in der Abfahrt.
Die Frauen bestritten traditionsgemäß zwischen den Jahren Riesenslalom und Slalom am Semmering. Federica Brignone gewann den RS souverän vor der Schwedin Sara Hector und Alice Robinson aus Neuseeland.. Eine Klasse für sich war im Slalom die Kroatin Zrinka Ljutic, die bei ihrem ersten Weltcupsieg überhaupt 1,75 Sekunden Vorsprung auf Lena Dürr aus Germering hatte. In Abwesenheit der beiden absoluten Slalom-Dominatorinnen der vergangenen Jahre Mikaela Shiffrin und Petra Vlhova fand Dürr erneut ihre Meisterin. Emma Aicher als Achte schaffte das direkte WM-Limit, aber die Allrounderin braucht mal ein absolutes top-Ergebnis
Österreichs Adler fliegen weeeiiit
Pius Paschke durfte und darf sich auch noch Hoffnungen auf den ersten deutschen Sieg bei der Vierschanzentounee machen, führt er doch als einer Reihe von top-Resultaten auf seine alten Tage (34) die Weltcup-Wertung an. Doch das erste Springen auf der Schattenbergschanze in Oberstdorf zeigt: Der Sieg führt nur übers Team Austria. Dieses feierte durch Stefan Kraft, Jan Hörl und Daniel Tschofenig einen Dreifach-Erfolg. Schon bei der Generalprobe vor einer Woche in Engelberg belegten Österreichs Athleten bei zwei Wettbewerben fünf von sechs möglichen Podestplätze. Die Form ist zudem stark steigend.
Pius Paschke enttäuschte keineswegs, wahrte mit Platz 4 und 13 Punkten Rückstand auf Kraft die Chance auf den Gesamterfolg. Aber der wird kompliziert, Wie es aussieht, muss er über sich hinauswachsen, denn auf einen Komplettausfall sollte er nicht hoffen, und das will er wahrscheinlich auch nicht. Was auffällt und zu denken gibt aus deutscher Sicht: Außer Paschke schafften es lediglich Karl Geiger und Andreas Wellinger in den 2. Durchgang, in dem Geiger mit einem großartigen Versuch noch auf Platz 8.
Weltmeister Humphries raus
Das Favoritensterben im Ally Pally fand am Sonntag den vorläufigen Höhepunkt. Bereits nach dem Achtelfinale muss Weltmeister Luke Humphries seine Dartspfeile einpacken. Er unterlag Peter Wright, wie immer mit auffälliger Haarpracht und Schlangen-Tattoo, und kann somit seinen Titel nicht verteidigen.
Die zahlreichen deutschen Fans im Ally Pally müssen ohne nationalen Favoriten auskommen. Als Letzter scheiterte ebenfalls im Achtelfinale Ricardo Pietreczko, der beim 0:4 gegen den Engländer Nathan Aspinall keine Chance hatte, abe auch an die guten Vorstellungen der vergangenen Runden nicht herankam. Top-Favorit Luke Littler ist dagegen ebenso noch im Rennen wie Michael van Gerwen.
Schaffen die Bengals das Play-off-Wunder
Vor dem 17. und vorletzten Spieltag der NFL wurden die Chancen dafür mit 5 Prozent taxiert. Die sind immerhin nach einem absurden Overtime-Sieg gegen die Denver Broncos nicht auf Null gesunken. Eine derartige Overtime habe ich noch nie gesehen. Etwa Zwei Minuten vor Schluss hatte Bengals-Kicker Cade York beim Stand von 24:24 die Chance auf ein game-winning Field Goal, er setzte den Ball an die Stange. Ein echtes Drama für York, der erst während der Saison den enttäuschenden Evan McPherson als Kicker abläste. Doch die Benglas brauchten unbedingt einen Sieg, um die theoretische Chance zu wahren. Tatsächlich hielten sie den Broncos-Angriff in Schach und ließen nur drei Versuche und einen Punt zu. Danach führte der überagende Joe Burrow Cinci übers Feld. Diesmal verließen sie sich nicht auf ein Field Goal. Vielmehr bediente Burro Ty Higgins in der Endzone zum Touchdown und den Sieg.
Um tatsächlich noch in die Play-offs zu rutschen, müssen sie nicht nur gegen den Erzrivalen Pittsburgh Steelers gewinnen, sondern auch auf eine Niederlage der Broncos gegen die Chiefs hoffen , die vielleicht/wahrscheinlich in zweiter Besetzung spielen. Und damit nicht genug: Zudem dürfen die Miami Dolphins nicht bei den New York Jets gewinnen. Gegen die Jets, diese entsetzliche Trümmertruppe. Die Chancen leigen jetzt bestenfalls bei 6 Prozent
In brillanter Manier haben sich mal wieder die Indianapolis Colts um ihre Play-off-Chancen gebracht. Sie verloren nach einer absolut indiskutablen Leistung vor allem in der Defensive bei den New York Giants mit 33:45. Nieman war wahrscheinlich mehr ob dieses Sieges erstaunt als die New Yorker selbst. Drake Maye brachte 4 Touchdown-Pässe an den Mann. Der Sieg kam gar ungelegen für die Giants, die jetzt nicht mehr dass allerschlechteste Team der Liga ist: die zweifelhafte Ehre, die mit dem Nummer-1-Draftpick belohnt wird.
Immer noch spannend ist das Rennen um den 1. Platz in der NFC: Die Minnesota Vikings bezwangen dank eines formidablen Sam Darmold die Green Bay Packers, die es am Ende allerdings noch mal erstaunlich spannend machten. Ebenfalls im Rennen sind die Philadelphia Eagles und die Detroit Lions, die allerdings heute Abend noch bei den ersatzgeschwächten San Francisco 49ers (zum letzten Monday Night Game der Saison) antreten. Nächsten Sonntag kommt es dann in Detroit zu direkten und entscheidenden Duell.
Weihnachtszeit – schlecht für manchen Fußball-Trainer
Der 1. FC Union jedenfalls hatte den Schuldigen für die sieglose Zeit parat und feuerte Trainer Bo Svensson, der erst seit Saisonbeginn die Wuhlheider trainierte. Der Nachfolger steht schon fest. Heute gaben die Eisernen bekannt, dass künftig Steffen Baumgart das sportliche Sagen hat. Der gebürtige Rostocker hatte 2002 bis 2004 für die Köpenicker als Stürmer und sich in die Herzen der Fans gespielt. Kurios: Sportdirektor Horst Heldt hat Baumgart schon einmal als Trainer verpflichtet. 2021 holte er ihn zum 1. FC Köln, wo Baumgart zunächst eine durchaus erfolgreiche Zeit hatte. Gleich die ersten Spiele werden jetzt für Baumgart und Union wegweisend. Nach der Winterpause geht es gegen die Kellerkinder 1. FC Heidenheim und FC Augsburg.
In der 2. Liga feuerte Hannover 96 Stefan Leitl und holte Andre Breitenreiter zurück, der mit Hannover bereits 2017 den Aufstieg geschafft hatte. Die Niedersachsen haben auch jetzt noch alle Chancen, stehen sie doch nur 2 Punkte hinter Platz 3. Trotzdem den Trainer zu entlassen, das muss auch nicht jeder verstehen.
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