von Münchner Löwe | Apr. 29, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Während im Westen die Top-Feavoriten Thunder und Spurs schon in die 2. Runde gestürmt sind, schaut es im Osten nach mehreren (sehr) langen Serien aus. Deshalb möchte ich mich auf die Spiele dort beschränken.
Orlando Magic – Detroit Pistons 94:88 (3:1)
Mit Zähnen und Klauen haben die Magic den geklauten Heimvorteil verteidigt. Gegen das beste Team der Vorrunde zeigten sie eine außergewöhnliche Abwehrleistung (zumindest für dieses Jahr). Vorn kam zwar die gewohnte Dreier-Schwäche zurück außer bei Desmond Bane (5 von 10), aber die für ihre Distanzwürfe ebenfalls nicht berühmten Pistons waren diesbezüglich sogar noch schwächer.
Ein Wermutstropfen: Franz Wagner verletzte sich nach veritabler erster Halbzeit (17 Punkte) an der Wade. sein Einsatz zumindest heute Nacht in Detroit ist fraglich. Gerade mit Wadenblessuren ist nicht zu spaßen
Mann des Spiels
Desmond Bane: Topscorer der Magic mit 22 Punkten und wie geschrieben der einzige, der auch aus der Distanz traf (besser im übrigen als bei den zweiern 2/8).
Stark trotz der Niederlage
Cade Cunningham legte 25 Punkte auf. Allerdings war das eine für seine Verhältnisse eher durchwachsene Partie, denn die Treffsicherheit ließ doch sehr zu wünschen übrig (7 von 23).
X-Faktor
Jamal Cain: Ersatz für Wagner, und im 3. Viertel verschaffte er den mit ganz wichtigen Aktionen immer wieder Luft. Am Ende 8 Punkte und 9 Assists.
🇩🇪👓
Franz Wagner hatte seine vielleicht beste Halbzeit in den Play-offs. Endlich wurde er öfter eingesetzt, endlich schien er den bewährten Drive zum Korb wiedergefunden zu haben. 17 Punkte sammelte der Berliner und stibitzte gleich viermal den Ball. Ausblick
Ein Sieg fehlt den Magic noch, und sie reihen sich in die immer noch überschaubare Anzahl von Teams ein, die in der 1. Runde das bestgesetzte aus den Play-offs nehmen. Doch dieser letzte Sieg ist der schwerste, vor allem wenn Franzn Wagner tatsächlich ausfallen sollte. Aber die Pistons scheinen angeschlagen, und das Spiel wird trotz des Heimvorteils zur Nervenprobe.
Nächstes Spiel: Do., 01:00: Pistons – Magic
New York Knicks – Atlanta Hawks 126:97 (3:2)
Eine ganz klare Angelegenheit: Schon zur Pause waren fast alle zweifel beseitigt, dass die Fans im Madison Square Garden einen ungefährdeten Heimsieg feiern durften. Offenbar hat Traine Mike Brown tatsächlich das Mittel gegen den kombinationsstarken Gegner gefunden.
Bester der Sieger
Jalen Brunson hatte endlich einen seine Play-off-Sahne-Tage. Der Spielmacher war von den Hawks nie zu stoppen. 39 Punkte legte er auf, servierte dazu noch 8 Assists.
Stark beim Verlierer
Am ehesten noch Jalen Johnson, der mit 18 Punkten, 10 Rebounds und 6 Assists sich nach Kräften wehrte. Leider fast ein Total-Ausfall: CJ McCollum mit bescheidenen 6 Zählern.
Zahlereien
48:27 Rebounds schnappten sich die Knicks. Endlich haben sie aus ihrem Größenvorteil etwas gemacht. Karl-Anthony Towns mit 14 Boards tat sich besonders hervor.
Ausblick
Alles spricht nach den zuletzt 2 ungefährdeten Siegen für die Knicks. Ob sich die Hawks noch mal aufraffen können, hängt auch von ihrer Treffsicherheit ab. Und die lässt gerade sehr zu wünschne übrig
Nächstes Spiel: Fr., 01:00: Hawks – Knicks
Boston Celtics – Philadelphia 76ers 97:113 (3:2)
Diesen Auswärtssieg hatte wohl niemand im TD Garden erwartet, erst recht nicht zur Pause, als die Celtics noch mit 7 Punkten in Führung lagen und die Partie im Griff zu haben schienen. Auch nach dem 3. Viertel führten sie noch, doch ein unterirdischer Schlussabschnitt brachte die unverhoffte Wende. 11 Pünktchen gelangen da nur noch, und die Stars Jayson Tatum und Jalen Brown trafen aus dem Feld überhaupt nicht mehr (zusammen: 0 von 8).
Die Sixers ihrerseits wurden für ihren Kampfgeist belohnt. Abzuwarten bleibt, ob sie diesen Rückenwind zumindest fürs Heimspiel am Freitag mitnehmen können.
Beste der Sieger
Joel Embiid sammelte 33 Punkte und erinnerte fast an alte zeiten. fast insofern, dass er jenseits der Dreierlinie alle fünf Würfe vergab.
Tyrese Maxey traf wenigsten 3/10 Dreier und insgesamt für 25 Punkte. Als Spielmacher unentbehrlich.
Stark trotz der Niederlage
Jayson Tatum: Drei Viertel war das wieder der Tatum der vergangenen beiden jahre (vor dem Achillessehnenriss). 24 Punkte sammelte er in dieser Zeit. Im Schluss-Abschnitt ging ihm sichtlich die Kraft aus, trotzdem beließ ihn Trainer Mike Machulla 7:30 Minuten auf dem Feld. Zeichen der Wertschätzung, aber auch Alarmsignal, dass ohne ihn offenbar wenig geht.
X-Faktor
Quentin Grimes: Bis dato in der Serie fast ein Null-Faktor, jetzt mit seinen 18 Punkten (6 davon im Schlussabschnitt) einer der wichtigen Ergänzungsspieler. Hielt die Sixers mit seinen dreiern im Spiel und übernahm Verantwortung, als die Partie zu entgleiten drohte.
Zahlereien
Nur 14 von 23 Celtics-Freiwürfe fanden das Ziel. 61 Prozent Erfolgsquote (im letzten Vietel gar nur 43%) sind eines NBA-Teams unwürdig (Sixers: 87 Prozent und im 4. Viertel 7 von 7.
Ausblick
Die nächste Partie wieder in Philly. Doch in fremder Halle fühlen sich die Celtics durchaus wohl, wie die beiden klaren Auswärtshalle belegen. Allerdings ist Joel Embiid wieder in Top-Form, sollte seine Kraft halten, könnte das ein richtig schwieriger Gang werden.
Nächstes Spiel: Fr., 02:00: Sixers – Celtics
Thunder und Spurs weiter
Oklahoma City Thunder schaffte gegen die Phoenix Suns einen Sweep, gewann also alle 4 Partien (und zwar durchweg recht souverän. In der Form der klare Favorit.
Nach den bisherigen Leistungen kännen ihnen allenfalls die San Antonio Spurs gefährlich werden, die im fünften Spiel gegen die Portland TrailBlazers (114:95)von Beginn keine Zweifel auf,kommen ließen, wer das Parkett als Sieger verlässt. Victor Wembanyama hat die Auswirkungen seine leichten Gehirnerschütterung vollständig überstanden, und De’Aaron Fox übernimmt zunehmend Verantwortung.
Ansetzungen
Do., 01:00: Pistons – Magic (1:3)
Do., 01:30: Cavaliers – Raptors (2:2)
Do., 04:00: Lakers – Rockets (3:1)
Fr., 01:00: Hawks – Knicks (2:3)
Fr., 02:00: Sixers – Celtics (2:3)
Fr., 03:30: Timberwolves – Nuggets (3:2)
In Spiel 5 in Denver waren die Wolves ohne Edwards und Divicenzo völlig überfordert. Mal sehen, ob der Heimvorteil im Target Center diese beiden Ausfälle kompensieren kann.
von Münchner Löwe | Apr. 27, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Wieder 4 Spiele, wieder werde ich mich zumindest bei zweien eher kurz halten. Das Match des Tages lieferten sich die Toronto Raptors und Cleveland Cavaliers, nicht unbedingt wegen der Qualität (die war eher unterirdisch), aber die Spannung war rieseig.
Toronto Raptors – Cleveland Cavaliers 93:89 (2:2)
Spätestens jetzt werden die Cavaliers ins Nachdenken kommen. Dass diese Serie doch nicht so einfach ist, wie sie sich das nach den beiden ehe lockeren Heimerfolgen vorgestellt haben. Trotz unfassbarer Abschlussschwächen (wie zur Hölle kann man trotz einer desaströsen Dreierquote von 13,3 Prozent gewinnen?), schafften die Raptors den Ausgleich nach Siegen.
Bester der Sieger
Scottie Barnes: Er begann, als wolle er die Cavs alleine erledigen, kühlte allerdings genauso schnell ab, wie er sich erhitzt hatte. Immerhin fing er sich im Schlussabschnitt (10 Punkte), als er vor allem an der Freiwurflinie die Nerven behielt (6 von 6). Das Schöne für Toronto: Es besteht Steigerungspotenzial.
Stark beim Verlierer
Donovan Mitchell: 3 eher desaströse Viertel schüttelte er ab, wie es nur ein Superstar vermag. War allerdings fast Alleinunterhalter eines langsam, aber sicher zerbröselnden Teams, in dem zum Beispiel Co-Star James Harden kaum mehr zu sehen war, zumindest nicht als Schütze (1 Dreier). Am Ende standen für Mitchell 20 Punkte zu Buche, für ihn unterdurchschnittlich gerade wegen der grauenhaften Quote (6/24).
X-Faktor
Brandon Ingram: Kam ebenfalls auf 23 Punkte: Stark an der Freiwurflinie (8 von 9), eher ineffizient aus dem Feld (6 von 23). Doch 3 Dreier zur rechten Z halfen den kanadiern sehr weiter.
Zahlereien
0/11 Dreier der Raptors fanden im 1. Viertel das Ziel. Da sind die 2/10 erfolgreichen Distanzwürfe der Cavs fast schon lobend zu erwähnen. Am Ende waren es 4/30 der Raptors und 10/40 der Cavs. Noch Fragen?
🇩🇪🇦🇹👓
Dennis Schröder bekam 13:12 Minuten Einsatzzeit, in denen er immehin 8 Punkte (Wurfquote: 4/7) und 5 Rebounds schaffte. Andgesichts der eher mauen Vorstellung von anderen, stellt sich schon die Frage, warum es nicht ein bisschnen mehr sein durfte.
Jakob Pöltl: Zuverlässig wie immer (und das Dreierwerfen untelässt er von vornherein). 10 Punkte, 6 Rebounds und je 1 Asssist, Block udnd Steal trug der österreichische Center bei.
Ausblick
In Cleveland geht die Angst um, dass die Cavs nach 2025 wieder viel zu früh scheitern. Schlüsselspiel wird Game 5 in der Nacht zu Donnerstag, und die Nerven dürften gewaltig flattern. Von kantersieg bis Auswärts-Erfolg ist da alles drin.
Nächstes Spiel: Do., 01:30: Cavaliers – Raptors
Portland TrailBlazers – San Antonio Spurs 93:114 (1:3)
Zur Pause führten die Blazers noch mit 18 Punkten, doch dieser Vorsprung war im 3. Viertel innerhalb von nur acht MinutenMinuten aufgebraucht. Da trafen die Spurs nach Belieben, unter anderem gleich 4 von 7 Dreier. Ein weiterer Zwischenspurt Ende 3. Anfang 4. Vierel beseitigte alle Zweifel am Auswärtssieg der Spurs, bei denen Victor Wembanyama wieder dabei war.
Bester der Sieger
Victor Wembanyama: Starke Rückkehr nach der leichten Gehirnerschütterung in Spiel 2: 27 Punkte sammte er und 12 Rebounds. Doch vor allem in der Verteidigung war er teilweise unüberwindlich: 4 Steals und 7 Blocks sind reif fürs Rekordbuch (nicht wörtlich nehmen).
Stark trotz der Niederlage
Deni Avidja: 26 Punkte schaffte der Israeli, dazu 7 Rebounds und 3 Assists (aber auch 5 Ballverluste). Allein war er überfordert, und nur Jrue Holiday und Jeremi Grant gaben ein bisschen Unterstürzung.
X-Faktor:
De’Aaron Fox: Der einzige in der Starting Five mit größerer Play-off-Erfahrung, die er noch bei den Sacramento Kings sammelte. Dieses Mal zeigte er endlich seine ganze Klasse 7 Assists und 6 Rebounds. So haben sich die Spurs das bei der Verpflichtung vorgestellt.
Ausblick
Alles spricht dafür, dass die Spurs den Sack in Spiel 5 zumachen. Kräftesparen für Wembanyama wäre nicht das Schlechteste.
Nächstes Spiel: Mi., 03:30: Spurs – Blazers
Philadelphia 76ers – Boston Celtics 96:128 (1:3)
Nie hatten die Sixers den hauch eine Chance. Zunächst war die vermeintlich 2. Garde der Celtics um e Peyton Pritchard erfolgreich, später übernahm Top-Star Jayson Tatum (25 Punkte in der 2. Halbzeit).
Bester der Sieger
Peyton Pritchard: 32 Punkte legte er auf, davon 13 im 1. Viertel, als er mit 4 Dreiern die Sixers entnervte. Solche Leute in der Hinterhand helfen ungemein.
Stark beim Verlierer:
Joel Embiid: Endlich wieder dabei, und der Center war der einzige der Sixers, der sich gegen die Niederlage stemmte (26 Punkte, 10 Rebounds).
Ausblick
Hier ist für mich die Sache noch klarer als die für San Antonio. Boston wird in die nächste Runde einziehen.
Nächstes Spiel: Mi., 01:00: Celtics – Sixers
Houston Rockets – Los Angeles Lakers 115:96 (1:3)
Start einer Aufholjagd ode doch nur Verschnaufpause der Lakers? Früh fiel die Entscheidung, un d niemand in LA sah sich genötigt, wirklich ernsthaft dagegen einzuschreiten.Sehr ausgeglichene Rockets, bei denen alle 5 Startspieler 16+ Punkte sammelten. Deandre Ayton (19 Punkte) zeigte bei den Lakers noch am ehesten auf.
Ausblick
Im nächsten Spiel zuhause sollte es die Lakers dann schon richten, wenn sie sich eine Nervenprobe ersparen wollen. Offenbar allerdings weiterhin ohne Luka Doncic und Austin Reaves
Nächstes Spiel: Do., 04:30: Lakers – Rockets
Ansetzungen
Di., 02:00: Magic – Pistons (2:1)
Di., 03:30: Suns – Thunder (0:3)
Di., 04:30: Nuggets – Timberwolves (die Wolves ohne Edwards und wahrscheinlich auch ohne DiVincenzo)
Mi., 01:00: Celtics – Sixers (3:1)
Mi., 02:00: Knicks – hawks (2:2)
Mi., 03:30: Spurs – Blazers (3:1)
von Münchner Löwe | Apr. 27, 2026 | Formel 1, Fußball, Snooker, Tennis, Wochenvorschau
Champions-League-Halbfinale (Männer und Frauen), Tennis in Madrid (ohne Carlos Alcáraz), und die Formel 1 kehrt nach kriegsbedingter Pause in Miami zurück.
Alles Bayern oder was?
Für viele Experten ist das Halbfinale in der Fußball-champions-League zwischen Paris Saint Germain und dem FC Bayern das vorweggenommene Finale. Beide Teams sind mit abstand die offensivstärksten in Europa. Sie haben fantastische Einzelspieler (Vitinha, Kvaratskhelia, Dembélé respektive Olise, Diaz, Kane) die auch noch hervorragend zusammenspielen. Die große Frage wird sein, wie die nicht ganz so top besetzten Abwehr- und defensive Mittelfeldreihen mit dieser Angriffs-Power zurechtkommen. Vielleicht entscheiden die Torhüter, und dann wäre es für die Münchner natürlich von großem Vorteil, wenn sie den Manuel Neuer aus dem Hinspiel gegen Real Madrid bekämen und nicht den Manuel Neuer aus dem Rückspiel. Dass PSG aufgrund des Wunsches von Trainer Luis Enrique sich vor der Saison von Gianluigi Donnarumma getrennt hat, ist für mich immer noch ein unfassbares Faszinosum.
Während bei PSG-Bayern allseits ein Offensiv-Feuerwerk mit unbekannten Ausgang erwartet wird, dürfte die zweite Begegnung zwischen Atlético und dem FC Arsenal eher pragmatisch geführt werden. Atlético ist etwas überraschend der letzte Vertreter der spanischen Armada, Trainer Diego Simeone in seiner 16. (!) Saison beim „kleinen“ Madrider Verein hat zwar mit Julian Alvarez und Antoine Griezmann herausragende Offensiv-Kräfte, doch nach seinem Naturell legt er immer viel Wert auf Sicheheit. Meistens zumindest, denn manchmal lässt er die Seinen von der Leine wie beim unglaublichen Pokal-Halbfinale gegen Barca, als die „Colchoneros“ im Hinspiel zur Pause 4:0 führten.
Dem FC Arsenal hingegen scheint nach dem brillanten Herbst und Winter die Luft auszugehen. In den nationalen Pokal-Wettbewerben sind die Londoner schon ausgeschieden, im Meisterschaftsrennen scheint Manchester City mittlerweile die bessere Form zu haben (es droht ein Wettschießen ums bessere Torverhältnis). Mit dem extrem pragmatischen Spiel, dass vermeintlich allein von großartigen Standards lebt, hat Arsenal die neutralen Fußball-Fans schon gegen sich aufgebracht. Wenn das jetzt nicht mindestens zu einem Titel führt, könnte es für Trainer Miguel Arteta tatsächlich eng werden.
Kuriosum am Rande: Nicht eine der vier Halbfinalisten wird von einem Trainer, der die Staatsbürgerschaft des Landes hat (krude ausgedrückt, man ahnt, was ich sagen will …. FC Bayern: Kompany/Belgien, PSG: Enrique/Spanien, Arsenal: Ateta/Spanien, Atlético: Simeone/Argentinien.
Di., 21:00: PSG – FC Bayern
Mi., 21:00: Atl´ßetico – Arsenal
Die Frauen bestreiten am Wochenende bereits die Halbfinal-Rückspiele, ebenfalls mit vier Vertreterinnen aus Deutschland, Spanien England und Frankreich. Der FC Bayern hat am Sonntag im ausverkauften Camp Nou (So., 16:30) die nahezu unlösbare Aufgabe gegen den FC Barcelona, das mit Abstand beste Team Europas. Im Hinspiel am Samstag wehrten sich die Münchnerinnen im WM-Stadion sehr tapfer und holten ein insgesamt verdientes 1:1. Ob das aber reicht, erscheint mir sehr zweifelhaft, auch wenn es wahrscheinlich nicht zu einem 1:7-Desaster kommt wie beim letzten Aufeinandertreffen im Oktober.
Völlig offen erscheint mir die zweite Begegnung zwischen Olympique Lyon und dem FC Arsenal (Sa., 15:00). Die Londonerinnen profitierten bei ihrem 2:1 am Sonntag von veritablen Abwehrfehlern von Lyon.
Freies Geleit für Jannik Sinner?
Zumindest fehlt dem Italiener mit Carlos Alcáraz der nominell stärkste Gegner. Der Spanier leidet an einer Handgelenks-Verletzung und zog nicht nur für dieses Turnier zurück, sondern für die komplette Sandplatzsaison und damit auch für die French Open in einem Monat. Handgelenks-Verletzungen sind tatsächlich mit das Übelste, was einem Tennisspieler passieren kann. Dominik Thiem etwa fand danach nie wieder zu alter Form, auch als er sich nach einer langen Pause zurückmeldete. Bleibt im Sinne aller Tennisfreunde zu hoffen, dass das beim Spanier nicht so dramatisch endet.
Von der Abwesenheit von Alcáraz könnte Alexander Zverev profitieren, der im Madrid hinter Sinner an Nummer 2 gesetzt ist. Die bisherigen Vorstellungen waren durchwachsen, aber erfolgreich. Ich habe trotzdem meine Zweifel, dass Zverev das Finale erreicht oder gar triumphiert, obwohl das Turnier in der spanischen Hauptstadt schon zweimal gewonnen hat (2018, 2021).
Bei den Frauen läuft erneut alles wieder auf ein Finale Aryna Sabalenka gegen Lena Rybakina hinaus. Es sind die mit Abstand besten Tennisspielerinnen in diesem Jahr, die auch auf Sand eine Klasse für sich sind. Zumindest im Doppel ist Laura Siegemund noch dabei an der Seite der 41-jährigen (!) Vera Zwonarewa.
Die Formel-1-Motoren heulen wieder
Nachdem die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien wegen des US- und Israel-Krieges und gegen den Iran und der damit verbundenen unsicherren Lagen in den Golf-Staaten ausgefallen waren, kehrt die Königsklasse zurück. Mit dem Rennen in Miami rund ums Football-Stadion, in dem für Sommer auch Fußball-WM-Partien geplant sind. In de Pause wurde das Reglement leicht geändert. So soll in der Qualifikation wieder mehr Wert auf Speed gelegt werden und weniger auf Motoren-Management. Es war ja regelrecht eine Farce, wenn die Fahrer weit vor Ende der Geraden vom Gas gegangen sind, weil keine Energie mehr vorhanden war.
Ob die Änderungen an der Herrschaft der Mercedesse großartig beenden, glaube ich eher nicht. Das ganze Paket stimmt, die Fahrer Kimi Antonelli und George Russell sind der Konkurrenz weit voraus. Vielleicht kann der viermalige Weltmeister dank seiner fahrerischen Ausnahmestellung den Rückstand verkürzen. Der Holländer hatte sichtlich wenig Spaß am Spar-Fahren; geradezu glücklich wirkte er, als er für ein Wochenende zur Langstrecken-Meisterschaft auf den Nürburgring wechselte.
Freiburger Märchen
Das Team von Trainer Julian Schuster steht im Halbfinale der Europa League. Die Aufgabe Sporting Brava scheint lösbar, auch wenn die Portugiesen nie abzuschreiben sind (man frage die Kicker von Betis Sevilla). Das Hinspiel findet am Donnerstag (21 Uhr) in Braga im wunderschönen EM-Stadion vn 2004 statt, das Rückspiel dann eine -woche Später zu Hause. Sollten die Breisgauer tatsächlich das Endspiel erreichen wartet in Istanbul mit Aston Villa oder Nottingham Forest auf jeden Fall ein englischer Club. Die Conference-League-Halbfinales am Donnerstag lauten: Rayo Vallecano – Racing Straßburg und Schachtjor Donezk – Crystal Palace (in Krakau).
Insgesamt geht es für die deutschen Teams im Europapokal auch darum, Spanien in der 1-Jahreswertung noch abzufangen. Mit Rang 2 hinter England wäre das ein 5. Champions-League-Platz für die Bundesliga. Sollte der SC tatsächlkch die Europa League gewinnen, hätte er ein persönliches (eigenes?) Sartrecht in der Königsklasse 26/27.
Und sonst?
- Bundesliga: Ein „Endspiel um Platz 4 zwischen 1899 Hoffenheim (5./57 Punkte) und dem VfB Stuttgart (4./57) VfB Stuttgart (4./57). Wer gewinnt, hatbeste Chancen auf den letzten Champions-League-Platz. Dahinter lauert Bayer Leverkusen (55 Punkte), das zu Hause gegen RB Leipzig im Topspiel des Tages (Sa., 18.30) zum Siegen verdammt ist.
Im Abstiegskampf braucht der vfL Wolfsburg jeden Sieg, da kommt ein Gegner wie Freiburg zwischen dessen beiden Europa-League-Halbfinals vielleicht wie gerufen, sogar auswärts (So., 19:30). Aufgrund des Mai-Feiertags gibt es wie gehabt am Freitag kein Spiel, die Polizei wird anderswo gebraucht.
- England, Premier League: Fernduell um die Meisterschaft zwischen Arsenal und Manchester City. City mit 3 Punkten Rückstand, aber einem Spiel weniger. Arsenal kann gegen Fulham vorlegen (Sa., 18:30), City müsste am Montag (21:00) in Everton nachlegen. Im Abstiegskampf brauchen die Tottenham Hotspur unbedingt einen Sieg gegen Aston Villa (So., 20:00!).
Championship: Der letzte von 46 (!) Spieltagen in der 2. englischen Liga. Coventry City steht als Aufsteiger fest, dahinter hofft noch ein Quartett auf den direkten Aufstiegsrang 2. Könnte eine extrem wilde Angelegenheit werden ab Samstag um 13:30 Uhr. Apropos: Leicester City muss den Gang in die 3. Liga antreten, 2015 wurde das Team noch Sensationsmeister. Einen derartigen Abstieg hat es meines Wissens zumindest auf sportliche Art und Weise noch nie gegeben.
- DEL: Die Eisbären Berlin haben die ersten beiden Spiele der Finalserie gegen die Adler Mannheit klar gewonnen (6:3, 5:1). Spiel 3 am Dienstag in Mannheim ist schon ein Pflchtsieg für die Gastgeber.
- Basketball: Die Euroleague hat endlich die 8 Tams der Play-offs gefunden – ohne deutsche Beteiligung. 4 Serien nach em Modus Best of 5, die ersten beiden Spieltage verteilt auf Dienstag bis Freitag. Nach meinem Kurzaufenthalt in der griechischen Hauptstadt schlägt mein Herz für die Athener Clubs Panathinaikos (vs Valencia) und Olympiakos (vs Monaco). Außerdem: Fenerbahce – Kaunas und Real Madrid gegen hapoel Tel Aviv.
- Handball: Auch hier Viertelfinale der Champions League, hier der Modus Hin- und Rückspiel. SC Magdeburg bei Szeged (Mi., 18:45) und Füchse Berlin in Vezprem (Do., 18:45) sind jeweils in Ungarn zu favorisieren. Außerdem: Sporting Lissabon Mi., 20:30) – Aalborg und Nantes – FC Barcelona (Do., 20:30).
- Snooker: Die WM in Sheffield geht in die entscheidende Woche. Wie gehabt wird der Titel erst am ersten Mai-Montag in de 3. oder 4. Finalsession ermittelt. Titelverteidiger Zhao Xintong steht schon m Viertelfinale.
von Münchner Löwe | Apr. 26, 2026 | Allgemein
Blick über den Teich, NBA
4 Spiele standen am Samstag an. Ihr habt sicher Verständnis, dass ich nicht auf alle gleich lang eingehe.
Orlando Magic – Detroit Pistons 113:105 (2:1)
Die Riesen-Überraschung rückt näher. Mit einer erstaunlichen Leistung schafften die Magic den Heimsieg. Ausschlaggebend die erstaunliche Leistung bei den Distanzwürfen. Was die gesamte Saison das größte Problem war, entschied diese hartumkämpfte Partie.
Bester der Sieger
Paolo Banchero: Mit 25 Punkten war er Top-Scorer seines Teams dazu schnappt er 10 Rebounds und servierte 9 Assists. Manchmal etwas eigensinnig, aber das gehört zu seinem Spiel. Und nur 3 Ballverluste zeugen davon, dass er in seinen 38 Minuten Spielzeit nur selten den Überblick verlor.
Stark trotz der Niederlage
Cade Cunningham: Mit 27 Zählern bester Schütze der Partie. Allerdings drehte er erst im Schlussviertel so richtig auf, als er mt 12 Punkten gemeinsam mit Tobias Harris (10) die Pistons allein im Spiel hielt. Zuvor mit großen Schwächen und insgesamt gleich mit 9 (!) Ballverlusten. Viel zu viel für einen Spieler seiner Klasse.
X-Faktor
Desmond Bane: Vor Saisonbeginn holten ihn die Magic aus Memphis, weil er mit seinen Distanzwürfen helfen sollte. Das gelang grundsätzlich, aber nie war er so wertvol wie am Samstag. Nenmal versuchte er es jenseits der Dreierlinie, siebenmal war er erfolgreich, und dabei waren die ersten sechs Würfe makellos. So oder zumindest so ähnlich hat man sich das in Florida wohl vorgestellt.
Zahlereien
45 Prozent der Orlando-Dreier flogen durch die Reuse, das war wirklich magisch von den Magic, die ansonsten Schweirigkeiten haben, die 30-Prozent-Marke zu knacken. Sogar wenn ich Bane herausrechne, waren es 8/24, für Magic-Verhältnisse überdurchschnittlich. Geradezu sinnbildlich Bancheros Versuch in der Schlussphase, als der Ball hoch von der Ringkante absprang und beim Fallen direkt durchs Ziel flog. Glück braucht der Mensch.
🇩🇪👓
Franz Wagner legte offensiv ordentliche Zahlen auf mit 17 Punkten, 5 Rebounds und 6 zum Teil sehr schöne Assists. Viel wichtiger war der Berliner in der Abwehr, als er Cunningham das Lebens äußerst sauer machte und einige der Turnovers provozierte. Noch immer hält er sich nach seiner Verletzung zurück, wie es scheint, aber es wird besser und besser. Herausragend der +/–Wert von 19, der beste aller eingesetzten Profis.
Tristan da Silva trat diesmal kaum in Erscheinung, Moe Wagner wurde erneut nicht berücksichtigt.
Ausblick
Die große Frage lautet: Können die Magic und vor allem Bane ihre Dreier-Quote wenigstens annähernd halten? Dann haben sie wirklich gute Chancen, dass sie den Conference-Ersten eliminieren. Denn die Defense erinnert fast schon ans vergangene Jahr, als sie zu den besten der Liga gehörte. Aber niemand sollte die Pistons abschreiben. Cunningham und auch Duren und Harris stellten die Magic oft vor große Rätsel
Nächstes Spiel: Di., 02:00: Magic – Pistons
Phoenix Suns – Oklahoma City Thunder 109:121 (0:3)
Nie waren die Thunder ernsthaft gefährdet, obwohl mit Jaylen Williams ihr zweitbester Mann fehlte. Shai Gilgeous-Alexander legte 42 Punkte auf. Isaiah Hartenstein hielt sich mit 9 Zählern und 3 Rebounds zurück. Bei den Sus gefiel erneut Dillon Brooks mit 33 Punkten.
Schon am Dienstag dürfte OKC erneut in Phoenix die Serie klarmachen.
Atlanta Hawks – New York Knicks 98:114 (2:2)
Nicht einmal ein Viertel konnten die Hawks mithalten, danach setzten sich die Knicks Schritt für Schritt ab und brachten die Partie sicher nach Hause. New York war viel konsequenter in der Abwehr und gabern längst nicht mehr so viele freie Würfe ab.
Bester der Sieger
Karl-Anthony Towns: Am Ende stand sogar ein Triple Double auf der Anzeigentafel (zweistellige Werte in drei kategorien), nämlich 20 Punkte und je 10 Rebounds und Assists. Diesen Input brauchten die Knicks, und die Stärke in der Verteidigung.
Stark beim Verlierer
Keiner stach wirklich heraus. Immerhin 6 Spieler punkteten zweistellig.
X-Faktor
Die Dreier: Hier war der Unterschied am elementarsten. Die Hawks verwandelten nur 25 Prozent der Distanzwürfe, be den Knicks waren es starke 45 Prozent. Und die Last verteilte sich auf mehrere Spieler, die zuverlässig trafen.
Ausblick
Nach 2 Tagen Pause geht es in New York mit Spiel 5 weiter, das bei ausgeglichenem Stand gerne als Wahrsager herhält. Für mich ist die Serie aber weiterhin völlig offen, das Pendel kann auch wieder zurückschwingen. Aber offensichtlich hat Knicks-Trainer Mike Brown einen Schölüssel gefunden.
Nächstes Spiel: Mi., 02:00: Knicks – Hawks
Minnesota Timberwolves – Denver Nuggets 112:96 (3:1)
Nach zweieinhalb Vierteln sprach sehr vieles für die Nuggets. Nicht nur führte das Team um Nikola Jokic mit 6 Zählern, bei den Timberwolves fehlten mit Donte DiVicenzo und vor allem Anthony Edwards verletzungsbedingt zwei ganz wichtige Akteure. Doch wenn ein Kader Ausfälle verkraften kann, dann der von Minnesota. Angeführt von Ayo Dosunmo überrannte das Team den fAvoriten förmlich, das im Schlussviertel nichts mehr entgegenzusetzen hatte.
Bester des Siegers
Ayo Dosunmo: Am Ende standen 43 Punkte (!) auf der Habenseite. Erst zum vierten Mal seit 1970 hatte ein Bankspieler ein 40+-Spiel in den Play-offs geschafft. Die MvP-Rufe bei jedem Freiwurf waren hatten zumindest in dieser Partie ihre Berechtigung.
Stark beim Verlierer
Jamal Murray und Nikola Jokic: Stemmten sich lange gegen die Niederlage, doch sie fanden viel zu wenig Unterstützung und hatten in entscheidnen Phasen auch ihre Schwächen. So traf Jokic nicht einen seiner 3 Dreier-Versuche und leistete sich erstaunliche Abspielfehler.
Zahlereien
72 von 112 Punkten der Wolves erzielten die Bankspieler, also fast zwei Drittel. Natürlich dem frühen Ausfall von Edwards und DiVincenzo geschuldet, aber neben Dosunmo hatten auch Naz Reid (17 Punkte + 9 Rebounds) und Bones Hyland (8 Punkte, 7 Assists einen guten Tag erwischt.
Und sonst?
Die Partie endete mit dem Ausschluss von Nikola Jokic und Julian Randle. Nachdem Jalen McDaniels 2 Sekunden vor Schluss trotz entschiedener Partie einen Korbleger verwandelt hatte (gegen alle ungeschriebenen Usancen in solchen Fällen) rastete Jokic aus und schubste McDaniels, was wiederum Randle auf den Plan rief. Eine völlig überflüssige Aktion, aber die Gemüter beruhigten sich schnell, und das Ganz dürfte sich nicht über Gebühr auf den Rest der Serie auswirken. Zündstoff genug ist schon vorhanden
Ausblick
Einen 1:3-Rückstand haben bisher nur wenige NBA-Teams umgebogen. Abzuwarten bleibt, ob und wie lange Edwards und DiVincenzo ausfallen. Zumindest dürfte Nuggets-Trainer Adelman sich ein Konzept gegen Dosunmo überlegen.
Nächstes Spiel: Di., 04:30: Nuggets – Timberwolves
Ansetzungen
So., 19:00: Raptors – Cavaliers (1:2)
So., 21:30: Trailblazers – Spurs (1:2)
Mo., 01:00: 76ers – Celtics (1:2)
Mo., 03:30: Rockets – Lakers (0:3)
von Münchner Löwe | Apr. 25, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Falls jemand Fan der Houston Rockets ist, wird er nach der Partie gegen die LA Lakers eine schlechte Zeit verbracht werden. Die Bezeichnung „verschenkter Sieg“ erhält eine neue Dimension. Ich habe in meiner langen Zeit als Basketball-Fan noch nie einen derart verhühnerten Erfolg gesehen. Bei mir kamen aber schnell Erinnerungen an das Handball-Viertel-Finale bei Olympia in Paris auf, als die Franzosen den fast sicheren Triumph durch einen ähnlich stümperhaften Fehler wie den von Smith weggeschmissen haben.
Houston Rockets – Los Angeles Lakers 108:112 OT (0:3)
Alles schien entschieden. Ein Wurf der Lakers ging daneben, Houstons Jabari Smith schnappt sich den Ball: 25 Sekunden sind noch zu spielen, die Rockets sind 6 Punkte (101:95) vorn, was kann da passieren? Es passierte Folgendes, eine unfassbare Fehlerkette:
Jabari Smith versucht einen Lob-Pass zu: ja wen eigentlich? Markus Smart von den Lakers schnappt sich den Ball und wird bei seinem sofortigen Dreier-Wurfversuch sinnbefreit gefoult – 3 Freiwürfe, die Smart alle verwandelt zum 98:101. Nächster Angriffsversuch der Rockets. Reed Shepard verliert fast umgehend den Ball, ein Pass zu LeBron James, der versenkt einen Dreier zum Ausgleich.
Immer noch 20 Sekunden zu spielen, und die Rockets können trotz des Desasters die Partie noch für sich entscheiden. Wenig überraschend haben sie allerdings völlig den Faden verloren, Alperin Sengün hat trotzdem eine kleine Wurfchance, der Ball verfehlt klar das Ziel.
Also Verlängerung, und hier machen die Lakers kurzen Prozess. Sie führen damit praktisch uneinholbar mit 3:0 Siegen, diesen Rückstand hat in der Play-off-Geschichte noch nie ein NBA-Team gedreht.
Bester bei den Siegern
LeBron James: Der 41-Jährige blüht in Abwesenheit von Lika Doncic regelrecht auf. Obwohl er mit den Kräften völlig am Ende schien, verwandelte er eiskalt seinen Dreier zum Ausgleich. Letztlich kam er auf glänzende 29 Punkte und 13 Rebounds.
Stark trotz der Niederlage
Alperin Sengün: Endlich hat der türkische Nationalspieler auch in der NBA den Schlüssel gefunden und konnte seine überragende Klasse ausspielen. Kaum zu stoppen war er unterm Korb. 33 Punkte legte er auf, holte 16 Rebounds und klaute dreimal den Ball. Wäre dank seines grandiosen vierten Viertels der bejubelte Matchwinner gewesen, aber die fette Dame hatte eben noch nicht gesungen …
X-Faktoren
Rui Hachimura: Sein unglaubliches 1. Viertel hielt die Lakers auf Kurs. 16 Punkte schenkte der Japaner ein, blieb bei 6 Versuchen ohne Fehlwurf (3 Dreier).
Und sonst?
- Spiel ohne Stars: Bei den Lakers fehlten weiter Luka Doncic und Austin Teaves, bei den Rockets Kevin Durant. Ob sie in dieser Serie wiederkommen, bleibt ungewiss.
Ausblick
Alles spricht für die Lakers. Es wäre für mich wenig verwundelich, wenn sie nach diesem Sieg die Serie schon im nächsten Spiel in Houston für sich entscheiden würden. Dem 41-Jährigen LeBron James käme eine vorzeitige Spielpause bestimmt willkommen, bevor es dann höchstwahrscheinlich gegen die Oklahoma City Thunder geht, wenn ich so weit vorgreifen darf.
Nächstes Spiel: Mo., 03:30: Rockets – Lakers
Philadelphia 76ers – Boston Celtics 100:108 (1:2)
Die große Frage nach Spiel 2 lautete: War das nur ein Ausrutscher der Celtics oder ein echter Swing. Boston gab die Antwort und holte sich mit einem Sieg in Philly den Heimvorteil zurück. Die Entscheidung fiel allerdings erst in der Schlussphase ,als vor allem Starspieler Jayson Tatum nach zuvor eher durchwachsener Partie 11 seiner insgesamt 25 Punkte markierte, darunter 2 Dreier mtten ins Herz der Sixers versenkte.
Beste der Sieger
Jayson Tatum und Jalen Brown: Das kongeniale Duo der Celtics findet langsam, aber sicher zur Meisterform 24. Je 25 Punkte, dazu zusammen noch 11 Rebounds und 11 Assists. Auf diese beiden kann sich die Celtics-Gemeinde verlassen. Allerdings doch mit dem kleinen Fragezeichen, denn zeitweise war vor allem Tatum seine lange Verletzungspause anzusehen.
Stark beim Verlierer
Tyrese Maxey: eine bärenstarke Vorstellung. 31 Punkte (10 im letzten Viertel) sammelte der Spielmacher, der mit seiner Schnelligkeit mehrere Fastbreaks abschloss. Am Ende erhilet er schlicht keine Unterstützung mehr.
X-Faktoren
Peyton Pritchard: Der Scharfschütze hatte endlich sein Visier richtig eingestellt. 5 von 10 Dreierversuchen fanden das Ziel, das erinnerte an den Peyton Pritchard der vergangenen Saison, als er wegen seiner Distanzwürfe zum besten sechsten Mann der Liga gewählt wurde.
Zahlereien
0 von 7 Dreier verwandelte VJ Edgecombe. Los eines Rookies (Neuling in der 1. Saison), der seine fabulöse Leistung aus Spiel 2 nicht wiederholen konnte. Nächstes Mal wirds besser.
Ausblick
Die Celtics haben also den Heimvorteil wieder, aber die Serie gegen den Erzrivalen bleibt haarig. Insgesamt scheint mir Boston stärker aufgestellt, zumal Phillies Superstar Joel Embiid wegen einer Blinddarm-Entzündung ausfällt.
Nächstes Spiel: Mo., 01:00: 76ers – Celtics
Portland TrailBlazers – San Antonio Spurs 108:120 (1:2)
Lange sah es wahrlich nicht nach einem derart klaren Ergebnis für die Spurs aus, im Gegenteil: Mitte des 3. Viertels führten die Blazers mit 82:67, denn gegen die Spurs-Abwehr ohne Victor Wembayama hattensie oft sehr geringe Probleme, frei zum Abschluss zu kommen. Doch San Antonio blieb hellwach und zeigte, dass sie auch ohne ihr „Alien“ vernünftigen Basketball spielen können (das hatten sie auch in der regulären Saison oft genug demonstriert). Innerhalb von nur vier Minuten hatten sie noch im 3. viertel den hohen Rückstand in eine Führung (88:87) verwandelt, und im Schlussabschnitt hatte Portland nichts mehr entgegenzusetzen.
Beste beim Sieger
Top-Scorer war Stephon Castle mit 33 Punkten und hervorragender Wurfquote (10/18, 3/4 Dreier). Sein Gesellenstürck machte Rookie Dylan Harper, der 27 Zähler beisteuerte und zeigte, warum ihn die Spurs vor de Saison an Nummer 2 gedraftet haben.
Stark trotz der Niederlage
Jrue Holiday: Eigentlich war der Veteran vor zwei Jahren zu den Blazers gekommen, um das Team zu konsolidieren. Jetzt hatte der 35-HJährige plötzlich Lust am Punkten und traf zeitweise, wie er wollte. 29 Punkte sammelte er letztlich, aber auch in der Verteidigung stand er seinen Mann und stahl gleich vier Bälle.
X-Faktor
Luke Kornet: Ohne Wemby stand plötzlich der Ersatz-Center im Blicküunkt, der vor 2 Jahren noch zusammen mit Holiday für die Boston Celtics den Titel geholt hatte. ER machte seine Sache mehr als ordentlich, punktete zuverlässig (14) und stemmte sich den Angriffen entgegen. Luke Kornet ist natürlich kein Alien wie Wembanyama, aber sehr verlässlich.
Ausblick
Die Spurs sind wieder in der Oberhand, und wie es aussieht, wird fürs nächste Spiel Victor Wembanyama nach seiner offenbar nicht zu heftigen Gehirnerschütterung wieder dabei sein. Trotzdem dürfte niemand die Blazers unterschätzend, die mehr als angedeutet haben, wie gefährlich sie sind.
Nächstes Spiel: So., 21:30: Blazers – Spurs
Ansetzungen
Sa., 19:00: Magic – Piston (1:1)
Sa., 21:30: Suns – Thunder (0:2)
So., 00:00: Hawks – Knicks (2:1)
So., 02:30:Timberwolves – Nuggets (2:1)
So., 19:00: Raptors – Cavaliers (1.2)
So., 21:30: Blazers – Spurs (1:2)
Mo., 01:00: 76ers – Celtics (1:2)
Mi., 03:30: Rockets – Lakers (0:3)
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