von Münchner Löwe | Mai 31, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Oklahoma City Thunder – SAN ANTONIO SPURS 103:11 (3:4)
Der Titelverteidiger ist entthront. Von einem Team, das eigentlich erst in ein, zwei Jahren für das ganz große Ding bereit zu sein sollte. Doch die Spurs und deren Superstar Victor Wembanyama kümmern sich nicht um am Reißbrett entworfene Karriere-Pläne. Im Hexenkessel von Oklahoma City behielten sie im 7. und entscheidenen Spiel dieser aufsehenerregenden Serie stets die Nerven und schafften am Ende einen fast souveränen Auswärtssieg.
Wie so oft in dieser Serie hatten die Texaner den besseren Start, führten im 1. Viertel schon mit 14 Punkten. Doch die Thunder ließen sich auch diesmal kaum aus der Ruhe bringen und knabberten Punkt für Punkt weg. Gegen Ende des 2. Viertels gingen sie sogar selbst in Führung, aber jetzt bewahrte San Antonio die Ruhe und schafften dank einen 7:0-Laufes die knappe 56:53-Halbzeitführung.
Diese sollte auch nach dem 3. Viertel Bestand haben. Beide Teams hatten ihre Auf und Abs, keines konnte sich absetzen, keines fiel aussichtlos zurück. Brillante Aktionen wechselten sich mit stupiden Fehlern ab, ein typisches Game 7, das gleichzeitig das Beste und Schlechteste herauskehrt
Die Entscheidung fiel dann Anfang des 4. Viertels, als die Spurs 11 Zähler zwischen sich und dem Gegner legten, was trotz größter Benühungen des Titelverteidigers nicht mehr aufzuholen war. Fast schon erschreckend, wie cool das die fast durchgehend jungen Kerle der Gäste herunterspielten; wenn ich bedenke, dass das für fast alle im Kader das erste Spiel 7 in einer Play-of-Serie war: noch dazu auswärts, noch dazu beim Titelverteidiger und bestem Team der Saison. Das allerdings einen entscheidenden Nachteil hatte: Es musste auf seine beiden nominellen Spielmacher Jalen Williams und Ajaj Mitchell verletzungsbedingt verzichten.
Aktion des Spiels
Kormets Monsterblock: 4. Viertel, sechseinhalb Minuten sind noch zu spielen, die Spurs führen mit 97:91, also wahrlich nicht komfortabel. Thunder-Center Isaiah Hartenstein fängt einen Pass ab und strebt zum gegnerischen Korb. De Deutsche versucht einen Dunk, doch Luke Kornet ist zurückgeeilt und verhindert die sicheren Punkte. Ausgerechnet Kornet, im Kader immer „nur“ der Ersatz von Victor Wembanyama. Aber so wertvoll mit seiner Erfahrung aus seinen Zeiten bei den Boston Celtics, mit denen er 2024 den Titel holte. Jetzt der Block für die Ewigkeit.
https://www.nba.com/stats/events?CFID=&CFPARAMS=&GameEventID=622&GameID=0042500317&Season=2025-26&flag=1&title=Kornet%20BLOCK%20(1%20BLK)
Bester der Sieger
Victor Wembanyama: Fast sträube ich mich, für diese Partie einen Spieler der Spurs herauszupicken. Aber was der Franzose mit seinen 21 Jahren schon für eine Ausstrahlung hat und welchen Einfluss seine 2,24 Meter in der Verteidigung haben, ist bemerkenswert. Mit 22 Punkten war er auch Topscorer seines Teams, dazu 7 Rebounds. Gute Zahlen, gewiss, aber gar nicht sooo herausragend in einer Mannschaft, in der 7 Profis zweistellig punkteten.
Kein Zweifel besteht darin, dass Victor Wembanyama völlig zu Recht zum MvP der Serie gewählt wurde
Stark beim Verlierer
Shai Gilgeous-Alexander: Fast wirkte es so, als habe sich der MvP der Saison sein Bestes für die wichtigste Partie der Saison aufgespart. 31 Punkte hatte er in den ersten drei Vierteln gesammelt und sein Team teilweise im Alleingang im Spiel gehalten. Doch in der entscheidenen Phase hatte er wenig zuzusetzen (nur 4 Zähler im Schlussabschnitt), die sehr starke Verteidigung gegen ihn hatte zu viele Kräfte gekostet.
X-Faktoren
De’Aaron Fox: Mit Abstand sein bestes Spiel der Serie. 15 Punkte und 5 Assists hatte der 28-Jährige. Genau diese Unterstützung hatten die Spurs bei seiner Verpflichtung im vorvergangenen Winter (von „meinen“ Kings, seufz) im Auge.
Julian Champagnie: Seine Dreier trafen die Thunder ins Mark. 6 von 10 waren erfolgreich, eine außergewöhnlich hohe Quote bei dieser Quantität. Allein dass er draußen steht, macht das Spiele der Spurs so gefährlich, weil sich die Defense dann nicht allein auf die Mitte konzentrieren darf.
Dylan Harper: Es mag noch bessere und talentiertere Rookies (Neuprofis) in diesem Jahrgang geben (Cooper Flagg, Kon Knüppel), aber bestimmt keinen abgezockteren. Der trotz der so starken und aggressiven Thunder-Abwehr toll auf den Ball aufpasst (nur zwei Turnovers bei Dauerdruck gegen ihn). Die trotz seiner „nur“ 1,96 Meter in de Schlussphase zwei eminent wichtige Offensiv-Rebounds schnappt und gleich zu Punkten verwandelt. Die Spurs-Verantwortlichen wurden durchaus kritisiert (zumindest argwöhnisch betrachtet), als sie im vergangenen Juni Dylan Harper als 2. Draft-Pick aufriefen – diese Stimmen sind längst verstummt.
🇩🇪👓
Isaiah Hartensten hat vielleicht nicht die denkwürdigsten Zahlen aufgelegt (7 Punkte, 5 Rebounds). Aber mit seiner Länge und Spielübersicht ist er defensiv und offensiv kaum noch wegzudenken. Bedenklich diesmal allerdings seine Flutschfinger, als er einige Pässe von SGA durch die Hände rutschen ließ.
Ein Trost trotz der Niederlage: Er wird Posterboy des Jahres sein, wenn auch unfreiwillig (siehe Aktion der Partie)
Ausblick der Sieger
Die Spurs im NBA-Finale, trotz allen Talents und Klasse kommt das für mich überraschend. Ich sehe die Endspielserie gegen die New York Knicks relativ ausgeglichen, mit kleinen Vorteilen für die Spurs, wenn überhaupt (eine ausführliche Vorschau folgt …).
Und die Verlierer?
Klar, das Verpassen der Finalserie ist eine große Enttäuschung. Viel vorzuwerfen hat sich das Team nicht, und wer weiß, wie es mit Jaylen Williams und Ajaj Mitchell ausgesehen hätte. Wobei ebenfalls anzumerken sei, das Leistungsträger wie Chet Holmgren (4 Pünktchen) und Lou Dort (weit) unter ihren Möglchkeiten geblieben sind.
Ein Jahr dürfte die Mannschaft in ihrem Kern noch zusammenbleiben (danach wird es kaum noch zu finanzieren sein), und dank einiger Draft-Picks können sie mit hochveranlagten Talenten nachlegen.
von Münchner Löwe | Mai 30, 2026 | Tennis
Plötzlich steht die Tür zum ersten Grand-Slam-Titel weit offen. Plötzlich gilt Alexander Zverev als der große Favorit auf den Triumph bei den French Open, und damit würde der beste deutsche Tennisspieler seit Boris Becker und Michael Stich in dern 90er-Jahren seine überaus erfolgreiche Karriere krönen.
Denn der in diesem Jahr Unbesiegbare Jannik Sinner ist raus aus dem Turnier (und der andere vermeintlich unbezwingbare Top-Mann Carlos Alcáraz fehlt wegen einer Handverletzung). Besiegt von einem Kontrahenten, gegen den der Italiener kein Mittel hat. Das Wetter, besser: die ungewöhnliche Hitze, die Paris in der ersten Turnierwoche heimgesucht hat. Dass der rothaarige und hellhäutige Sinner mit hohen Temperaturen seine Schwierigkeiten hat, ist schon länger bekannt; spätestens seit seinem Zweitrunden-Drama in Melbourne im Januar, als ihn nur glückliche Umstände, ein gnädiger Schiedsrichter und ein plötzlich zugezogenes Dach vor einem frühen Aus bewahrten.
Am Donnerstag half ihm niemand, auch nicht die zunehmend verzweifelte Entourage auf der Tribüne. Er musste seinen Kampf allein ausfechten und er vorlor ihn auf fast tragische Weise. Mit 2:0 Sätzen und 5:1 hatte Sinner gegen den zähen Argentinier Juan Manuel Cerundolo geführt, ein winziges Game fehlte also noch zu einem eher lockeren Dreisatzsieg trotz brütender Hitze in Roland Garros mit Temperaturen weit über 30 Grad. Und dann? Der Komplett-Zusammenbruch. Sinner hielt sich nur noch mühsam auf dem Beinen, und Cerundolo kannte kein Erbarmen, holte Spiel für Spiel auf, sicherte sich den 3. Satz noch mit 7:5 und die folgenden Durchgänge jeweils mit 6:1. „Ich habe mich schon am Morgen schlecht gefühlt. Die Hitze war nicht der Grund“, behauptete Sinner, der sich nicht auf die Umstände herausreden wollte. Aber jetzt weiß jeder: Der unangreifbare Italiener hat eine riesige Schwachstelle.
Mit der Nummer 1 ist also der Top-Favorit aus dem Turnier, und da gestern auch der Rekord-Champion Novak Djokovic in einem sagenhaften Fünfsatz-Thriller (allein darüber könnte ich seitenlang schreiben) gegen den aufstrebenden Brasilianer Joao Fonseca die Segel streichen musste, scheint der Weg frei für Zverev. Kein einziger Grand-Slam-Sieger ist mehr im Rennen, so früh im Turnier hat es das seit der Open Ära (1968) noch nie bei einem Grand Slam gegeben, wie die offizielle Website der French Open schreibt. Überhaupt ist in diesem durchs Extrem-Wetter beeinflussten Turnier neben Zverev ist nur noch ein weiterer Top-10-Spieler im Rennen: der Kanadier Felix Auger-Alliasime, für Heldentaten in Paris wahrlich nicht bekannt.
Zverev selbst kam bisher sehr gut durchs Turnier, musste nur einen Satz abgeben gestern Abend gegen den Lokalmatadoren Quentin Halys und hat enorm Kräfte sparen können, auch weil er zweimal in der nicht mehr so heißen Nacht-Session spielen durfte. Geht es nach Papierform und den Wettanbietern, ist er nun der klare Favorit; die Quote ist auf 2,35 gefallen. Aber der Kopf muss mitspielen, mehr denn je gilt: Runde für Runde angehen, und die werden kompliziert genug, denn jetzt wittert quasi jeder im Feld die einmalige Grand-Slam-Chance, die durch „Sincaraz“ auf Jahre verbaut schien. Und das Wetter hat die nächste Pointe bereit. Ab morgen sinken die Temperaturen dramatisch, es wird regnerisch und kühl, und damit wird der Sport ein ganz anderer, die Bälle schwerer, die Plätze langsamer. Was Zverev wiederum gar nicht entgegenkommt, denn der Hamburger liebt die Hitze (Hamburger liebt Hitze: ein Treppenwitz für sich), die jetzt aber verschwindet. Bevor „wir“ also schon den ersten Grand-Slam-Triumph eines deutschen Mannes im Einzel feiern seit Boris Beckers Triumph in Melbourne 1996, sind noch 4 sehr komplizierte Spiele zu bewältigen, das erste am Sonntag gegen den erstaunlichen holländischen Lucky Loser Jesper de Jong.
von Münchner Löwe | Mai 29, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
San Antonio Spurs – Oklahoma City Thunder 118:91 (3:3)
Die Basketball-Fans und alle, die es werden werden wollen, können sich freuen. Denn die Conference Finals zwischen den Spurs und Thunder bekommen ihr 7. und dann alles entscheidende 7. Spiel – in der Nacht zu Sonntag, wenn also in Europa viele Menschen ausschlafen können.
Möglich gemacht haben das die Texaner mit einer von vorn bis hinten ziemlich beeindruckenden Vorstellung. Früh waren sie dank des blendend aufgelegten Victor Wembanyama in Führung gegangen. Die Verteidigung funktionierte, die Dreier fielen, die begeisterte Halle tat ihr Übriges. Dagegen waren die Gäste kaum wiederzuerkennen. Sie wehrten sich zwar nach Kräften (teilweise ähnelte das angeblich so körperlose Basketballspiel eher einem Wettkampf in griechisch-römisch); vor allem unter den Körben ging es sehr hart zur Sache, für meinen Geschmack zu hart. Ein Leidtragender war diesmal Thunder-Star Shai Gilgeous-Alexander, der nicht die Freiwürfe wie sonst erhielt, obwohl die Spurs-Defense mehr als anhänglich war gerade an seinen Armen. Warum da wann was abgepfiffen wird oder eben nicht, bleibt für mich ein Brief mit 7 Siegeln.
Die Entscheidung fiel dann im 3. Viertel, in höchst erstaunlichen 7 Minuten, als den Thunder kein einziger Punkt gelang, den Spurs aber 18 (wahrlich nicht perfekt in der Offensive), mit denen sie auf 91:64 davonzogen. In diesem Zeitpunkt verzeichnete der Titelverteidiger 13 Fehlwürfe, praktisch jeder eingesetzte Spieler durfte sich versuchen und scheiterte.
Der Rest war Schaulaufen, und am Ende kamen dann Spieler zum Einsatz, die wir bis dato in den Partien praktisch noch gar nicht gesehen haben. Eine äußerst ausgedehnte „Garbage Time“.
Bester der Sieger
Victor Wembanyama: Der Franzose hatte sich so viel vorgenommen, und er lieferte. Drei der ersten 4 Dreier saßen (in Spiel 5 kein einziger der 5 Versuche), in der Abwehr extrem aufmerksam, und diesmal zog er mit dem Ball auch zum Korb. 22 Punkte sammelte er in der 1. Halbzeit, am Ende waren es 28, obwohl weil er länger als üblich geschont wurde. Dazu 10 Rebounds und 3 blockierte Würfe.
Stark beim Verlierer
Jared McCain blieb wenigstens im Rahmen seiner Möglichkeiten mit 13 Punkten und 6 Assists.
X-Faktoren
Dylan Harper: So etwas wie der Seismograph bei den Spurs. Nach eher verhaltenen Auftritten bisher in der Serie knüpfte er an seine starken Vorstellungen zuvor an. Mit 18 Punkten zweitbester Scorer der Texaner, nervenstark an der Linie (4 von 4).
Shai Gilgeous-Alexander (negativ): Trotz der 15 Punkte ein sehr durchwachsener Auftritt. Keiner der 5 Dreier fand ins Ziel, und insgesamt reichte es für den MvP nur zu 15 Punkten (natürlich auch, weil er im letzten Viertel nicht mehr zum Einsatz kam).
Zahlereien
Nur 10 von 40 Dreiern der Thunder fanden ihren Weg in den Ring. Besonders fatal die Trefferquaote bei Lou Dort (1/9), SGA (0/5) und Jaylin William (0/4).
🇩🇪👓
Isaiah Hartenstein begann recht treffsicher (6 Punkte im 1. Viertel), doch in der Verteidigung hatte er sehr viel mehr Mühe als zuletzt und hatte nicht nur gegen Wembanyama das Nachsehen Trotz seiner Länge schnappte er sich nur 5 Rebounds (im 5. Spiel waren es noch 15).
Ausblick
Alles ist drin: ein klarer Sieg hier wie dort, aber auch eine knappe Partie, in der dann auch die Nerven entscheiden. Noch immer haben die beiden Trainer Antworten gefunden, wenn etwas nicht klappte, bis dann der Kontrahent an der Seitenlinie eine Gegen-Antwort fand. Der Heimvorteil und die Erfahrung in einem 7. Spiel sprechen für die Thunder, der Enthusiasmus und die jungen, kraftstrotzenden Kerle sind Trümpfe der Spurs.
Auf die Stars wird es natürlich ankommen; gerade wenn Gilgeous-Alexander ins Rollen kommt, ist er kaum zu verteidigen. Andererseits wird Wembanyama nicht umsonst „Außerirdischer“ genannt.
Auf die neutralen Fans wartet ein Basketball-Fest, allerdings ohne Spannungs-Garantie. Nach der ersten Partie, die über 2 Verlängerungen ging, waren alle 5 Spiele dieser Serie doch eine mehr oder weniger klare und früh entschiedene Angelegenheit.
Ein Sieger steht jetzt schon fest: Es sind die New York Knicks, die gemütlich am Fernseher zuschauen können, wie sich der Finalgegner (ab Donnerstagmorgen) physisch und auch psychisch vorausgabt.
Spiel 7: So., 02:00 Thunder – Spurs (Sky)
von Münchner Löwe | Mai 28, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Oklahoma City Thunder – San Antonio Spurs 127:114 (3:2)
Der Titelverteidiger nimmt Kurs auf die erneute Finalteilnahme.Die Entscheidung fiel schon im 2. Viertel, als OKC nach Belieben punkten konnte und gleich 40 Zähler verbuchte. Die Spurs hatten immer wieder gute Phasen, aber letztlich fehlte die Konstanz und gerade auch in der Defense ein Mittel gegen Shai und Co.
Ein Schlüssel zum Thunder-Sieg: die beinharte Verteidigung gegen Spurs-Superstar Victor Wembanyama. Vor allem Center Isaiah Hartenstein machte dem Franzosen das Leben extrem schwer, ohne dass er über Gebühr zu unfairen Mittelm greifen musste. Irgendwie wirkte Wemby auch ausgelaugt, kaum einmal zog er zum Korb, und seine Distanzwürfe blieben allesamt erfolglos (0/5 Dreier).
Bester der Sieger
Shai Gilgeous-Alexander: die beste Partie des MVPs in dieser Serie mit 32 Punkten und 9 Assists. Die Spurs fanden gegen den Kanadier kein Mittel, und die Refs meinten es recht gut mit ihm und gaben sehr viele Fouls zu seinen Gunsten. Insgesamt durfte sich SGA 17-mal von der Freiwurflinie versuchen und traf 16-mal. Die Diskussion um die angebliche „Fallsucht“ wird dadurch nicht weniger, zumal auf der Gegenseite die Pfeife bei ähnlichen Situationen stumm blieb.
Stark beim Verlierer
Stephon Castle: Wehrte sich nach Kräften und passte auch viel besser auf den Ball auf als in den Partien zuvor (nur 3 Turnover). 24 Punkte, einigermaßen zuverlässig aus der Distanz (3 von 5 Dreier).
Gerade in der 1. Halbzeit zeigte auch Julian Champagnie auf mit 17 Punkten. In der 2. Halbzeit allerdings praktisch kein Faktor mehr, und in der Verteidigung offenbart er viele Schwächen.
X-Faktoren
Alex Caruso: Nachdem fast „unsichtbaren“ Spiel 4 war er diesmal wieder zur Stelle. Verteidigen kann er eh, und am Mittwoch war er auch offensiv gefährlich mit 22 Punkten und 6 Assists.
Jared McCain: Viel mehr als nur die „Aushilfe“ fr die veletzten jaylen Williams und Ajaj Mitchell. Seine Verpflichtung im Winter war Gold wert.
🇩🇪👓
Isaiah Hartenstein hatte einen sehr guten Tag. Verteidigte zäh und hart gegen Wembanyama, aber immer im sportlichen Rahmen. In der Offensive im Spielaufbau, aber auch mit seinem Floater ein wichtiger Faktor. Sein Kampfgeist unter dem Korb ist ohnehin vorbildlich. Gleich 15 Rebounds schnappte er sich, immerhin 6 am offensiven Brett.
Ausblick
Spiel 6 heute Nacht in San Antonio. Die Spurs brauchen in der Offensive einen stark verbesserten Wembanyama, der auch mal zum Korb zieht und vielleicht Hartenstein und den anderen das eine oder andere Foul mehr anhängt. Die Thunder scheinen die richtigen Lehren aus den verlorenen Partien gezogen zu haben, doch ob das in der hitzigen texanischen Atmosphäre so bleibt, müssen wir abwarten.
Ansetzungen
Fr., 02:30: Spurs – Thunder (2:3)
So. 02:00: Thunder – Spurs (wenn nötig)
von Münchner Löwe | Mai 27, 2026 | basketball, Eishockey, Fußball, Radsport, Tennis
Kampf um Europas Krone
Titelverteidiger Paris St. Germain oder FC Arsenal – das ist in Budapest die Frage im Endspiel der Fußball-Champions-League. Während die Franzosen duch herrlichen Kombinationsfußball begeisterten und in einem flulminanten Halbfinale den FC Bayern eliminierten, mögen es die Londoner eher pragmatisch. Eine gesichete Abwehr, und vorne helfen oft Standardsituationen.
Beide Teams haben ihre nationalen Meisterschaften gewonnen. Während das bei PSG Gewohnheit ist, war es für Arsenla das erste Mal seit 2004, als sie als die sogenannten Invincibles ungeschlagen die Premier League beendeten. Die Laune könnte vortrefflicher nicht sein, einem Fußballfest in der ungarischen Hauptstadt steht also nichts entgegen.
Ungewöhnlich ist allerdings die Anstoßzeit, denn die Partie beginnt schon um 18 Uhr und wird damit vollständig bei Tageslicht stattfinden – das hat es schon sehr, sehr lange nichtmehr gegeben.
Besonderes Augenmerk für Kvisha Kvaratshkelia: Der außergewöhnliche Georgier wird bei der WM nicht dabei sein, ein Jammer und das Los von Top-Fußballern aus kleineren Ländern
Crystal Palace als Londoner Vorspiel
Die Conference League ist der drittwichtigste europöische Wettbewerb. Und doch könnte das heutige Finale in Leipzig zwischen Crystal Palace und Rayo Vallecano ein Leckerbissen werden. Ohne die ganz großen Topstars treffen eher kleine Teams aus London und Madrid aufeinander, die aber durchaus gepflegt Fußball spielen können.
Palace ist zu favorisieren im letzten Spiel unter ihrem Trainer Oliver Glasner. Die Österreicher ist Cup-Spezialist, holte mit Eintracht Frankfurt die Europa League. Die Londoner waren eigentlich für die Europa League qualfiziert, doc h ihr Eigner war schon mit Olympique Lyon vertreten, deshalb mussten sie in die Conference League ausweichen. Die Saison in der Premier League verlief nach verheißungsvollen Beginn eher holprig, den Abgang mehrerer Stars war nicht zu kompensieren.
Entscheidung auf dem Eis
Die Eishockey-WM in der Schweiz geht in die entscheidende Phase. Allerdings finden die Viertelfinali ohne deutsche Beteiligung statt, die in ihrer Vorrundengruppe nur den fünften Platz belegten. Gastgeber Schweiz hinterließ bisher einen glä zenden Eindruck, gewann erstmals alle sieben Vorrundenpartien.
Seit Jahren ein echtes Ärgernis: Jeweils zwei Viertelfinal-Partien finden am Donnerstag parallel statt in Fribourg und Zürich, die Halbfinali dann am Samstag in Zürich wie auch das Endspiel am Sonntag. Drei Top-Partien innerhalb von vier Tagen – ein Zeitplan des Irrsinns. Es gewinnt das nicht das beste Team, sondern das die Anstrengungen am besten verkraftet hat. Warum das Turnier nicht um ein oder zwei Tage verlängert wird, wissen die Götter.
Viertelfinale
Do., 16:20: Finnland – Tschechien (Zürich)
Do., 16:20: Kanada – USA (Fribourg)
Do., 20:20: Schweiz – Schweden (Zürich)
Do., 20:20: Lettland – Norwegen (Fribourg)
In Nordamerika interessiert die WM traditionell nur wenige. Im Blickpüunkt stehen die Play-offs der NHL. Dort haben etwass überraschend die Vegas Golden Knights das Stanley-cup-Finale erreicht. Gegner werden die Carolina Panthers oder die Montreal Canadiens sein. Zurzeit steht es in der Best-of-7-Serie 2:1 für Carolina.
Erste Woche der French Open
Ab Mittwoch die 2. Runde. Zum Auftakt hat es schon einige prominente Ausfälle gegeben. Arthur Fils, wohl die größte französische Hoffnung, musste wegen einer Verletzung passen. Ausgeschieden sind schon unter anderem Daniil Medwedew und Alexander Bublik (gegen Jan-Lennard Struff). Dessen deutscher Landsmann Daniel Altmaier zwang den weit höher eingeschätzten Felix Auger-Alliasime in den Tiebreak des 5. Satzes, wo er sich allerdings mit 7:10 geschlagen geben musste.
Die große Frage bei den Männern: Wer schlägt Jannik Sinner? Der Italiener ist haushoher Favorit nach der Absage von Carlos Alcaraz, zum erweiterten Favoritenkreis zähle ich Alexander Zverev. Der Hamburger darf in den ersten Runden nicht zu viele Kräfte verpulvern.
Offen dagegen ist das Feld bei den Frauen, wo es mehr als eine Handvoll echter Sieg-Kandidatinnen gibt.
Die derzeit große Hitze in Paris könnte durchaus eine Rolle spielen. Vielleicht ist tatsächlich das Wetter das einzige, was Sinner stoppen kann
Und sonst?
- WM-Test: Die deutsche Nationalmannschaft empfängt am Sonntag Finnland. Die Nordeuropäer sind im Fußball nur zweitklassig, dürften kein ernsthafter Gegner sein. Das Spiel beginnt um 20:45, parallel zum WM-Endspiel im Eishockey, dem Nationalsport Finnlands. Wer zum Teufel macht solche Terminierungen?
- Basketball: Am Mittwoch zwei fünfte Spiele er ersten Ko-Runde der BBL. Ab 18:30 empfängt Alba Berlin Rsgta Vechta, es folgt die Partie zwischen Bonn und Würzburg. Bereits im Halbfinale (ab Sonntag) stehen der FC Bayer und die Bamberg Baskets, die noch auf ihre Gegner warten.
- Radsport: Entscheidung im Giro d’Italia. Jonas Vingegaard dürfte der Sieg nicht mehr zu nehmen sein. Der Däne gewann alle vier Bergetappen (jewis vor dem Österreicher Felix Gall) und führt das Gesamtklassemnt mit mehr als 4 Minuten Vorsprung auf Gall an. Zwar stehen vor allem am Freitag und Samstag noch extrem schwierige Etappen an, aber Vingegaard scheint unantastbar und könnte sogar Kräfte für die Tour de France im Juli sammeln.
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