von Münchner Löwe | Jan. 15, 2024 | Allgemein, basketball, EM, Fußball, Handball, NBA, NHL, Wintersport
Kildes Glück im Unglück und viele Ciskussionen
Es hätte alles so schön sein können; ein grandioses Skiwochenende in Wengen. Kaiserwetter, also strahlender Sonnenschein, und eine diesmal sehr anspruchsvolle Lauberhorn-Abfahrt. Marco Odermatt gewann am Donnerstag in der leicht verkürzten Abfahrt sowie am Donnerstag als auch am Samstag – heweils vor dem unglaublichen Cyprien Sarrazin, der am Freitag mit einerm Traumlauf den Super-G gewann. Die beiden fuhren in der eigenen Liga an den drei Tagen. Die Österreicher erlebten ein Speed-Desaster ohne Podestplatz. Am Samstag starteten nur 4 Ösis zur Abfahrt, wann hat es denn das zuletzt gegeben? Wenigstens im Slalom rettete Manuel Feller, der nach Adelboden vor einer Woche auch den zweiten Schweizer Klassiker für sich entschied. Über die Deutschen decken wir nach Linus Straßers Ausfall den Mantel des Schweigens. Ich fürchte, dass wir Thomas Dreßen nicht mehr in Topform wiedersehen auf den Strecken.
Doch beherrschendes Thema waren die Stürze, die die beiden wohl letzten Kontrahenten Odermatts im Kampf um den Gesamtweltcup betraf. Alexis Pintaurault zog sich einen Kreuzbandriss zu, Alexander Kilde eine Schnittverletzung am Bein sowie eine ausgekugelte Schulter zu. Gott sei Dank nicht der befürchtete Beinbruch. Und lieben Trost erfuhr er schnell, denn die an diesem Wochenende pausierende Ski-Ikone Mikaela Shiffrin eilte umgehend zu ihrem Freund ans Krankenbett.
Schnell kamen Diskussionen über das offenbar zu kräftezehrende Programm auf. Drei Speedrennen auf dieser anspruchsvollen Strecke sind schon extrem zehrend. Und das Problem ist, ddass man mit angezogener Handbremse keinen Blumentopf gewinnt. Also riskieren die Fahrer alles, und dann passieren eben diese Stürze.Angeblich war Kilde ja verkühlt; das hat ihn nicht daran gehindert nach mehr als zwei Minuten völlig entkräftet das Schluss-S voll anzugehen, obwohl er kurz vorher nur mit Mühe und Glück einen Sturz verhindern konnte.
Aber was wäre die Alkternative, um zumindest diese Dreierpacks zu verhindern, die ja nicht im Kalender stehen, sondern nur aus Nachholrennen resultieren. Der Vorschlag von Renn-Chef Waldner ist radikal: Ausgefallene Rennen werden nicht nachgeholt. Kann man sicher überlegen, aber dann lohnt es sich noch weniger, die Speedrennen ernsthaft anzugehen. Jedes Rennen ist ja auch eine mittlerweile zumindest für die Spitzenfahrer finanziell lohnende Angelegenheit. Von den praktisch auf null schwindenden Chancen der Speedfahrer auf den Gesamtweltcup. An den Strecken selbst wird man wohl kaum was machen können, vielleicht insgesamt eine etwas „fahrbarere“ Präparierung, also nicht überall blankes Eis. Dieses allerdings sorgt für einigermaßen faire Bedingungen für alle.
Eines alledings scheint mir unumgänglich. Denn Rennkalender so zu gestalten, dass komplette Ausfälle am unwahrscheinlichsten Sinn, vielleicht auch immer mit einem Ersatztag an Ort und Stelle. So ein Irrsinn wie die Rennen am Matterhorn gehört abgeschafft. Zwei Jahre, 0 von acht (?) geplanten Rennen, es geht dort halt nicht. An den Traditionsterminen in Wengen und Kitz wird man kaum rütteln können. Jetzt geht es in Kitz weiter ebenfalls mit vollem Programm: hoffen wir das Beste.
Wird man so Meister?
Ab dem Wochenende rollt auch in Deutschland wieder der Fußball, zumindest in der Bundesliga. Bayer Leverkusen gewann durch ein schön herausgespieltes Tor in der 4. Minute der Nachspielzeit. Solche Spiele muss man gewinnen, dann kann es mit der Meisterschaft klappen. Allerdings fehlen unter anderem mit Victor Boniface und Tapsoba sehr wichtige Spieler wg des gleichzeitig ausgetragenen Asien-Cuö/Afrika-Cup.Dass die Afrikaner wegen des Klimas im Winter spielen müssen, leuchtet ja noch ein, aber warum in Asien? Die Bayern sind zwar auch, aber längst nicht so heftig betroffen. Die Pflichtaufgabe am Freitag, ganz im Zeichen von Franz Beckenbauer, haben sie souverän mit 3:0 gewonnen gegen Hoffenheim, dazu verkündeten sie mit Eric Dier von Tottenham den ersten Neuzugang im Winter.
Ansonsten war es ziemlich mau am letzten Spieltag der Vorrunde. Zwei recht spannende Transfers: Timo Werner wechselt zu Tottenham und zeigte am Sonntag bei ManUnited ein ansprechendes Debüt. Und Leo Bonucci beendet sein wenig ruhmreiches Kapitel bei den Eisernen.
Blick über den Teich, NHL und NBA
Nach ihrem Katastrophenstart rollen die Edmonton Oilers die NHL von hinten auf. Sie stehen jetzt bei zehn Siegen en suite, und 19 der vergangenen 20 Partien haben sie gewonnen und stehen schon auf einem Play-off-Platz in der Western Conference. Der Trainerwechsel hat sich also gelohnt. Vor allem Conor McDavid und auch Leon Draisaitl haben ihre Form wiedergefunden. Alle Teams haben jetzt etwa die Hälfte ihrer 82 Partien absolviert. Beste Teams im Westen sind die Winnipeg Jets und die Vancouver Canucks sowie im Osten die Boston Bruins und die NY Rangers. Aber da kann noch viel passieren, allerdings nicht bei allen Teams wie etwa die Sharks und die Blackhawks.
Auch in der NBA rückt die Saisonhalbzeit nahe. Bestes Team der Liga sind die Boston Celtics im Osten (vor den Milwaukee Bucks und den Philadelphia 76ers sowie die weiterhin erstaunlichen Minnesota Timberwolves (knapp vor den Oklahoma Thunder und TV Denver Nuggets. Gerade im Westen ist es verdammt knapp. Zurzeit wären sowohl die LA Lakers als auch die GS Warriors noch nicht einmal in den Play-Ins. Bei Golden State steht Draymond Green vor dem Comeback, die Kalifornier erwarten ihn trotz aller Fehltritte sehnlichst
Und sonst
– Österreichs Rodler haben bei der Heim-EM in Innsbruck-Igls 4 Titel eingesammelt. Allein im Doppelsitzer der Frauen gab es für die dominierende Rodelnation Deutschland einen Titel für Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal.
– ein Biathlonfest in Ruhpolding mit vielen guten Norwegern und Französinnen. Die Deutschen vorne dabei aber nicht ganz
– ein Handballfest in Deutschland. Tolle Stimmung auch bei Nichtdeutschen Partien, die das lineare Fernsehen noch nicht mal ignoriert – eine Schande auch angesichts der endlosen Wintersportstrecken bei ARD und ZDF. Dyn hilft mit dem faden Beigeschmack, dass Springer voll die Nationalitätenkeule schwingt. Mal sehen, wie weit es geht für die deutschen Jungs. Zumindest die Vorrunde ist geschafft.
Die Wochenorschau erfolgt morgen
Auf eines möchte ich jetzt hinweisen. Eilige können via DAZN oder nba-Pass heute eine volle Ladung NBA genießen, weil am Martin-Luther-Tag wie auch in der NHL schon zur Mittagszeit in den USA gespielt wird.
von Münchner Löwe | Jan. 15, 2024 | NFL
Blick über den Teich, NFL
Desaster für Dallas, Debüt für Detroit, so lässt sich der zweite Wildcard-Abend zusammenfassen. Das mit dem Debüt ist nicht ganz richtig, aber nur sehr ältere Football-Fans werden sich an den letzten Play-off-Sieg der Lions erinnern, der aus dem Jahr 1991 datiert. Das 32:48 der Cowboys gegen die Packers klingt dagegen noch fast human, wenn ich bedenke, dass die Packers schon mit 48:16 führten und es dann halt ein bisschen langsamer angingen.
Cowboys – Packers 32:48
Was für eine Demütigung mussten die Texaner noch dazu in der eigenen Arena erleben. Die Packers ließen nie Zweifel daran, dass sie sich dieses Auswärtsspiel krallen wollten. Zur Halbzeit führten sie bereits mit 28:7, und die Messe war gesungen. Schöner Mix der Punkte: zweimal Lauf, einmal Pass, einmal Interception-Return.
Die Cowboys bemühten sich um Anschluss, das ja: Aber der letzte Funken Hoffnung wurde beim Stand von 10:28 durch zwei weitere Touchdown nach Pässen von Jordan Love bei nur einem Gegentouchdown beseitigt. Danach war nur noch Ergebnisskorrektur aangesagt.
Zumindest in der Offensive waren die Packers nahe an der Perfektion. QB Jordan Love brachte 16 seiner 21 Passversuche beim Mitspieler an: 275 Yards und 3 TD-Pässe standen letztlich zu Buche. Der Mann spielt gerade seine zweite Saison. Wenn ihm also nichts passiert, haben die Packers für knapp ein Jahrzehnt ihren Spielmacher gefunden. Und das mit einem extrem jungen Receiver-Corps. Die verbliebenen NFC-Clubs sollten sich mit ihren Titeln also beeilen.RB Aaron Jones stellte die Cowboys vor unlösbare Probleme und lief für 115 Yards und 3 Touchdowns.
Lions – Rams 24:23
Während die Partie in Dallas zur Pause praktisch entschieden war, blieb es in Detroit praktisch bis zuletzt spannend. Es war alles dabei, was das Football-Herz begehrt, außer Ballverluste. In der ersten Hälfte war es ein Offensiv-Feuerwerk auf beiden Seiten. Beide Quarterbacks Jared Goff und Matthew Stafford spielten brillant und waren mit einem Rating über 130 praktisch fehlerlos. 21:17 war das entsprechende Ergebnis zur Pause.
Im zweiten Durchgang zeigten die Verteidigungen, dass sie auch ihre Berechtigung hatten. So ließen die Rams n ur noch ein Fieldgoal zu. Die Lions wehrten sich am Ende erfolgreich gegen einen Touchdown, der einen Führungswechsel bedeutet hätte.
Ja, es ist ein Mannschaftssport, aber einige individuelle Leistungen waren doch mehr als beeindruckend. So fing der Deutsch-Amerikaner 7 Pässe für insgesamt 110Yards, darunter einige wichtige zum first Down und einen Touchdown. Übertrofffen wurde er auf der anderen Seite von Puca Nacua, der 9 Pässe für 181 Yards (Rookie-Rekord für ein Play-off-Spiel). Er ist ein Fünftrundenpick, und wieder mal frage ich mich, wie das geschehen kann.
Die beiden Heimspielorte in den NFC-Divisional Finals stehen damit fest. In San Francisco empfangen die 49ers die Packers. In Detroit spielen die Lions gegen die Jaguars oder Eagles.
Ansetzungen heute
22.30: Bills – Steelers. Die Partie wurde auf heutge verschoben wg Schneechaos in buffalo. Ich verweise auf meineVorschau vom Samstag ohne das gröbste Wetterunbill. Ungemütlich dürfte werden.
Zumindest auf dem Papier eine klare Angelegenheit, meines Erachtens die klarste der Wild Cards. Gerade noch rechtzeitig haben die Bills zu ihrer Form gefunden und mit einem beeindruckenden Endspurt die Play-offs noch klargemacht. Sie sind vielleicht zurzeit sogar das formstärkste Team der gesamten NFL. Voll im Rhythmus und ohne echte Schwäche. Andererseits können die Steelers eigentlich nicht mehr überaschen, so oft haben sie überrascht. Wer häte in der AFC ernsthaft damit gerechnet, dass sie die Play-offs erreichen. Das schafften sie mit einer knallharten Defense und exzellentem Laufspiel. Und hier und da streute QB Mason Rudolph den einen oder anderen überraschenden Pass ein. Klar ist Bill QB Josh Allen in fast allen Belangen der bessere Mann, aber er neigt auch zur einen oder anderen äußerst fragwürdigen Aktion. Und dazu kommt eben noch ein wahrscheinlich schneebedecktes, auf jeden Fall knochenhartes Spielfeld und offenbar ein tückischer Wind. Lotterie ist es dann zwar noch nicht, aber es können schon einige absurde Situationen entstehen.
Trotzdem: Vorteil Bills
02:15: Buccaneers – Eagles
Heimspiel der Bucs in Jacksonville, also bei ziemlich angenehmen Bedingungen in Florida. Meines Erachtens eine völlig offene Partie, die Eagles zwar insgesamt mit der besseren Saisonbilanz, aber zuletzt strauchelten sie doch immens.. Der glänzende Saisonstart mit 9:1 Siegen ist halt im Januar nix mehr wert. Vom Potenzial her sind die Eagles zu favorisieren, aber ich zweifle langsam, ob sie ihre PS auf die Straße bekommen, noch dazu in der Fremde. Die Bucs dagegen haben grundsolide, wennauch reichlich unspektakulär gespielt. Wenn ihr QB Baker Mayfield keine Fehler produziert und ein paar Highlights setzen kann – why not. Dennoch tendiere ich zu
Vorteil Eagles
was angesichts meiner bisherigen Tipps eher kein gutes Zeichen für das Team aus Philly ist, was mir dagegen nur recht wäre.
von Münchner Löwe | Jan. 14, 2024 | NFL
Blick über den Teich, NFL
Spannung geht anders, liebe Play-offs. Zumindest das vierte Viertel konnte man sich Samstagnacht bei den Begegnungen Chiefs gegen Dolphins und Texans gegen die Browns getrost schenken. Wobei das Spiel in Kansas City extrem unter der Kälte von mehr als minus 20 Grad litt, mit dem das Team aus dem, sushine Staat Florida überhaupt nicht zurecht kam. Jedenfalls verdanke ich dem Spiel einen unschlagaren Kommentar: „Zum Aufwärmen gehen die Spieler in der Halbzeit in die Eistonne.“
Große Spielberichte werde ich hier nicht abliefern, man schaue auf entsprechende Seiten, aber das, was mir so aufgefallen ist.
Texans – Browns 45:14
Vor allem in der ersten Halbzeit war es eine sehr unterhaltsame Partie, bei der beide Offensiven glänzen konnten. Beide Quarterbacks konnten glänzen mit tollen Pässen. CJ Strout und Joe Flacco könnten ja unterschiedlicher nicht sein. Strout ist Rookie, was man seiner fast furchterregend abgekärten Spielweise überhaupt nicht ansieht, Joe Flacco ist ein Veteran, der quai aus dem Vorruhestand von den Browns verpflichtet wurde, als nach der Verletzung von Deshaun Watson überhaupt nichts mehr zusammenlief. Zeitweise hatten beide QBs ein rating von mehr als 130 – absolute Spitzenklasse.
So ausgeglichen die erste Halbzeit verlief, so einseitig war die zweite. Und das lag dann eben auch an Flacco, für seine Interceptions bekannt und berüchtigt. Zweimal warf er im 3. Viertel den Ball zum Gegner, zweimal trug ihn der verteidiger direkt zum Touchdown. wobei die angesagten Spielzüge auch nicht unbedingt zu verstehen waren.
Strout blieb dagegen fehlerlos, warf drei Touchdownpässe und durfte sich vorzeitig ausruhen, als alles entschieden. Die Texans werden ihn brauchen – aller Wahrscheinlichkeit nach in Baltimore
Chiefs – Dolphins 26:7
Wie gesagt, mehr als minus 20 Grad in Kansas City, laut NFL, das viertkälteste Spiel in der NFL-Geschichte. Weshalb sich eine normale Spielbetrachtung ohnehin erübrigt. Mir als Betrachter machen solche Spiele keinen Spaß, auch im warmen Wohnzimmer nicht.
Jedenfalls kamen die Chiefs mit der Witterung erheblich besser zurecht – und zwar von Beginn an. Sie waren von der Dolphins-Defense kaum zu stoppen. Dass es zur Pause „nur“ 16:7 stand, verdankten die Dolphins nur der Ineffiziens der Chiefs, die dreimal in extrem aussichtsreicher Position jeweils nur ein Fieldgoal zustandebrachten. Und einen magischen Moment hatten die Dolphins selbst in der Offensive, als Hill einen Pass von Tua über 53 Yards zum Touchdown verwertete. Neben der Kälte waren die Dolphins personell sehr gehandicapt. Zahlreiche Spieler fehlten, und die Stars Hill, Waddle und Mostert waren sichtlich angeschlagen.
Und einer stach bei den Chiefs heraus. Wide Receiver Rashee Rice fing acht Pässe von Patrick Mahomes, insgesamt für 130 Yards und einen Touchdown. Bei Rice und Wide Receiver kommt bei jedem Football-Fan sofort an Jerry Rice hoch, dem legendären Footballer der 49ers und höchstwahrscheinlich der bekannteste Nicht-Quarterback in dieser Sportart. Ansonsten wurden mal wieder von den Empfängern einige Bälle fallengelassen, bei der Kälte verständlich, aber eine echte Chiefs-Desease.
KC hat jetzt zwei mögliche Gegner. Gewinnen die Bills das wg Schnee verschobene Spiel gegen die Steelers, müssen sie nächste Woche nach Buffalo. Sollten sich die Steelers durchsetzen, haben sie Heimrecht gegen die Texans
Das heutige Programm:
So., 22.40: Cowboys – Packers
Ich habe ja in einem Tippspiel die Cowboys als super-Bowl-Sieger getippt, man traut sich ja sonst nichts. Mir gefällt die ausgezeichnete Mischung aus guter Offense und Defense. An einem guten Tag ist Dan Prescott einer der Top-3-Quarterbacks der Liga (mindestens) und hat mit CJ Lamb einen einzigartigen Empfänger. Zumindest zuhause sind sie eine Bank.
Die Packers sind aber wahrlich nicht zu unterschätzen. Allein das Erreichen der Play-offs ist ein großer Erfolg dieser sehr jungen Mannschaft, die so viel für die Zukunft verspricht. Quarterback Jordan Love spielt seine erste volle Saison und wusste vor allem am Ende der regular season sehr zu überzeugen. Auch seine Stats sind überdurchschnittlich, allerdings nicht ganz so gut wie die von Prescott.
Deshalb Vorteil: Cowboys
Mo, 02:30: Lions – Rams
das könnte eine wirklich attraktive Partie in Detroit werden. Beide Teams haben ihre Stärken in der Offensive und die Schwächen in der Defensive. Und es birgt wahrscheinlich die Geschichte der Wildcard-Spiele. Denn die beiden Quarterbacks Matthew Stafford (Rams) und Jared Goff (Lions) spielten bis vor zwei Jahren jeweils fürs andere Team, ehe sie getauscht wurden, was sich als Gewinn für alle Beteiligten herausstellen sollte Die Rams schafften mit Stafford den Super-Bowl-Triumph, die Lions bauten ihr Team auch dank der erhaltenen Draftpicks um den immer besser werdenden Goff klug zusammen und haben sehr viel Potenzial. Aus deutscher Sicht interessant ist natürlich Ballempfänger Amon Ra St. Brown, deutsche Mutter und amerikanischer Vater. Der spielte erneut eine großartige Saison 1515 Receiving Yards, 10 TDs.
Und doch favorisiere ich leicht die Rams, die nach wackligem Saisonstart immer besser in Fahrt kommen. Und Superstars wie WR Cooper Kupp und DefenseTackle Aaron Darmold, wie es ist, einen Super Bowl zu gewinnen, also in wichtigen Partien zu bestehen. Für die Lions ist es dagegen das erste Play-off-Heimspiel seit einer Ewigkeit
Vorteil: Rams
von Münchner Löwe | Jan. 13, 2024 | NFL
Blick über den Teich, NFL
Heute Abend beginnen die Play-offs mit sechs Begegnungen in den Wild Cards, also für jeden Football Fan die schönste Zeit des Jahres Und wie es sich für Anfang Januar gehört, spielt das Wetter zumindest teilweise eine gewichtige Rolle. So soll es heute Nacht (MEZ) beim Spiel der Kansas City Chiefs gegen die Miami Dolphins bis zu minus 20 Grad werden. Das wirkt sich schon aus, weil der Football schwerer wird und schwerer zu greifen ist mit ohnehin schon klammen Fingern. Und in Buffalo werden große Schneemengen erwartet. Ergänzung: Die NFL hat aufs Wetter zumindest in Buffalo reagiert und die Partie von Sonntag auf Montag 22.30 Uhr verschoben.
Das Programm. Alle Spiele live bei RTL, DAZN und im NFL Player mit amerikanischen Originalton
Sa., 22.30: Houston Texans – Cleveland Browns
Zwei mir im Grunde sympathische Teams. Texans Rookie-QB spielt eine grandiose Saison. Er hat auch ein paar gute Anspielstationen, und auf seinen Wurf wird es auch ankommen, denn das Laufspiel dümpelt eher so dahin. Bei den Browns erlebt Ersatz-Quarterback, im November als letzte Verzweiflungstat aus dem Ruhestand geholt, den xten Frühling. Und die Defense der Browns ist eh ein Prunkstück.
Deshalb: Vorteil Browns
So., 02:30: Kansas City Chiefs – Miami Dolphins
Wäre das Spiel in Miami, noch dazu bei dann angenehmeren Wetter, wäre mein Tipp glasklar Dolphins. Doch der Divisionssieger Chiefs genießt halt Heimrecht, der aufgrund der erwarteten arktischen Kälte durchaus ein Heimvorteil werden kann. Zumal ein Patrick Mahomes mit einem Sahnetag ohnehin jede Defense auseinandernehmen kann, wenn denn seine Receiver geruhen, den einen oder anderen Ball auch zu fangen. Der Jolly Joker der Chiefs dürfte Running Back Pacheco sein, der eine formidable Saison hingelegt hat und wichtigster Mann der Offense wurde. Und Laufspiel ist bei hohen Minusgraden angesagt, und da ist bei den Dolphins der Einsatz von RB Mostert fraglich (wie auch der von WR Waddle, der kongeniale Partner von Ex-Chiefs Tyreek Hill). Letztlich wird es darauf ankommen, wer sie fit ist und wer wie mit dem Wetter zurechtkommt.
Deshalb: Vorteil Chiefs
So., 19.05: Korrektur: versoben auf Mo., 22.30: Buffalo Bills – Pittsburgh Steelers
Zumindest auf dem Papier eine klare Angelegenheit, meines Erachtens die klarste der Wild Cards. Gerade noch rechtzeitig haben die Bills zu ihrer Form gefunden und mit einem beeindruckenden Endspurt die Play-offs noch klargemacht. Sie sind vielleicht zurzeit sogar das formstärkste Team der gesamten NFL. Voll im Rhythmus und ohne echte Schwäche. Andererseits können die Steelers eigentlich nicht mehr überaschen, so oft haben sie überrascht. Wer häte in der AFC ernbsthaft damit gerechnet, dass sie die Play-offs erreichen. Das schafften sie mit einer knallharten Defense und exzellentem Laufspiel. Und hier und da streute QB Mason Rudolph den einen oder anderen überraschenden Pass ein. Klar ist Bill QB Josh Allen in fast allen Belangen der bessere Mann, aber er neigt auch zur einen oder anderen äußerst fragwürdigen Aktion. Und dazu kommt eben noch ein wahrscheinlich schneebedecktes, auf jeden Fall knochenhartes Spielfeld und offenbar ein tückischer Wind. Lotterie ist es dann zwar noch nicht, aber es können schon einige absurde Situationen entstehen.
Trotzdem: Vorteil Bills
2. Teil der Vorschau morgen. jetzt nur die Ansetzungen mit Tipps
So., 22:40: Dallas Cowboys – Green Bay Packers
Mo., 02.15: Detroit Lions – LA Rams
Di., Tampa Bay Buccaneers – Philadelphia Eagles
von Münchner Löwe | Jan. 12, 2024 | ski alpin
Wengen bei strahlendem Sonnenschein, das gibt die schönsten Bilder der Wintersportsaison. Nach dem gestrigen Triumph in der (verkürzten“ Abfahrt, nur Samstag ist volles Lauberhorn über die gesamte Strecke, wie ich gelernt habe, galt Lokalmatador Marco Odermatt auch für den Super-G als hoher Favorit. Doch der Schweizer fand seinen Meister in Gesalt von Cyprien Sarrazin. Der legte mit der Nummer 3 einen fulminanten Lauf hin mit vollem Risiko, in dem aber praktisch alles aufgegangen ist. Am Ende hatte der Franzose gleich 58 Hundertstelsekunden Vorsprung auf den Schweizer, obwohl dem kein erkennbarer Fehler unterlaufen ist. Auf Platz 3, den sich der an einer Erkältung leidende Alexander Kilde sicherte, hatte er eine glatte Sekunde herausgefahren.
Und die Deutschen? Die enttäuschten erneut in einem Speedrennen – und zwar auf der ganzen Linie. Andreas Sander war noch der Beste auf Platz 25. Sepp Ferstl schied aus, und Thomas Dreßen verzichtete auf einen Start. Offenbar wurde die Entwicklung völlig verpasst, nämlich dass die RS-Spezialisten sich einige Muskeln und damit Gewicht antrainiert haben, um auch in der Abfahrt zu reüssieren. Die reinen Spezialisten, und dazu zählen halt alle Deutschen, geraten da ins Hintertreffen. Das beklagen sie auch in Österreich, wo nach dem Saisonaus für Marco Schwarz ebenfalls eine erhebliche Lücke entstanden ist, wenn Vincent Kriechmayer nicht einen raushaut. Morgen bei der Abfahrt werden insgesamt nur 4 Österreicher starten, ich kann mich nicht erinnern, dass es das bei einer Männer-Abfahrt im Weltcup je gegeben hat.
Dagegen trumpften Austrias Frauen beim Heim-Super-G in Alpenmarkt-Zauchensee groß auf. Cornelia Hütter triumphierte vor Kajsa Vickhoff Lee und Lara Gut-Behrami. Vier Ösinnen kamen unter die besten Acht. Pech hatte die Deutsche Emma Aicher, die toll unterwegs war, aber mit sechstbester Zwischenzeit an einem Tor vorbeifuhr. Schade, aber Aicher ist das einzige deutsche Talent, das für die Zukunft Hoffnung macht. Sie möge bitte von Verletzungen verschont bleiben.
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