von Münchner Löwe | Apr. 8, 2024 | Allgemein, basketball, bundesliga, Formel 1, Fußball, Radsport, Wochenrückschau
Vorbemerkung: I mittlerweile exch war diese Woche auf der wirklich wunderschönen Insel Lanzarote. Absolute Reiseemphehlung, gerade der Nordwesten. Deshalb habe ich wenig gesehen, aber mich doch über das Geschehen auf dem Laufenden gehalten. Und manche Dinge konnte ich via Wlan und diverse Streams auch verfolgen., notfalls relive.
Bayer praktisch Meister
Bayer gewinnt, Bayern verliert. Jetzt sind es also 16 Punkte Vorsprung bei och 6 Spielen. Leverkusen kann also am Sonntag mit einem Sieg gegen Bremen bereits auch rechnerisch Meister werden. Vielleicht sind sie es aber schon tags zuvor auf der Couch geworden, wenn nämlich die Münchner zuhause gegen den 1. FC Köln verlieren. Das ist für mich gar nicht sooo abwegig, denn die Partie ist genau zwischen den beiden Champions-League-Spielen des FCB gegen Arsenal. Und die Unlust in der Liga ist mittlerweile mehr als deutlich, siehe das 2:3 am Samstag in Heidenheim nach 2:0-Führung. Tatsächlich muss man sich in München mehr um Platz 4 und die sichere CL-Teilnahme in der nächsten Saison sorgen. Den einen oder anderen Sieg werden sie schon noch benötigen.
Und der FC kommt mit bester Laune nach München. Am Samstag war der Club gefühlt bereits abgestiegen, als er kurz vor Schluss mit 0:1 gegen den VfL Bochum zurücklag und wirklich nichts auf eine Wende hindeutete. Doch die beiden eingewechselten Stürmer Stefan Tigges und Lucas Waldschmidt schafften die nicht mehr für möglich gehaltene Wende. Jetzt ist sogar der direkte Nichtabstieg nicht mehr völlig illusorisch bei nur 4 Punkten Abstand auf den taumelnden VfL und Platz 15. Einen Punkt Vorsprung auf die Kölner haben noch die Mainzer nach dem deutlichen Sieg gegen Darmstadt. Für die ist der Abstieg praktisch besiegelt.
Seltenes Doppel für Matthew van der Pool
Der Holländer gewann auch den Radklassiker aller Radklassiker Paris-Roubaix. Er verteidigte damit nicht nur seinen Titel als erster Profi nach Tom Boonen 2008/09, sondern auch das Doppel Roubaix-Flander-Rundfahrt in einem Jahr, was zuletzt Fabian Cancallara 2013 glungen ist. Wieder gewann er mit einem beeindruckenden Soloritt, und in dieser Form dürfte er auch bei den anstehenden Klassikern Lüttich-Bastogne-Lüttich und Amstel Gold Race klar favorisiert sein, zumal potenzielle Konkurrenten wie Wout van Aert und Primoz Roglic verletzungsbedingt passen müssen. Nach der Sturzserie in den vergangenen Wochen ging die Fahrt über die gefürchteten Pflastersteine offenbar glimpflich für alle Beteiligten aus. Nils Pollit wurde diesmal Vierter, eine weitere Top-Platzierung nach dem 3. Rang in Flandern.
Caitlin Clarks Niederlage zum Abschied
Die College-Basketballerin ist ja so etwas wie der heißeste Scheiß zurzeit im (Frauen)-Sport. Dabei spielt sie „nur“ College-Basketball, aber das halt so erfolgreich wie bisher noch niemand, mit zahllosen Statistik-Rekorden, egal ob Männlein oder Weiblein. Plötzlich haben alle mitbekommen, dass auch die Studentinnen ihre March-Madness haben. Deren Finale war also gestern, in ihr Team aus Iowa musste sich trotz einer Glanzleistung von Clark (30 Punkte) dem favorisierten Team aus South Carolina geschlagen geben. Jetzt wechselt sie in die WNBA, und das Interesse an ihr wird der gesamten Liga einen enormen Schub geben. Mal sehen, wo das endet.
Heute Nacht dann das Finale bei den Männern, wie immer Pausiert deshalb an diesem Tag die NBA.
Und sonst?
– ein elektrisierender Titeldreikampf in der Premier League. Da der bisherige Spitzenreiter FC Livepool trotz klaren Chancenplus beim Erzrivalen Manchester United über ein 2:2 nicht hinauskam, musste er Platz 1 an den FC Arsenal aufgrund der um 9 Tore schlechteren Tordifferenz abgeben. Einen Punkt dahinter lauert Manchester City. 7 Spieltage sind es noch.
– Vorentscheidungen im DEL-Halbfinale. Sowohl Bremerhaven gegen München als auch die Eisbären gegen Straubing gehen mit einer 3:1-Führung in das morgige 5. Spiel der Best-of-7-Serien jeweils zu Hause. Die Endspielserie kann also morgen eingetütet sein. Allerdings sind die Partien bisher alle ziemlich knapp, sodass Spannung auf jeden Fall gewährleistet ist.
– Handball-Spitze im Gleichmarsch: Sowohl die Füchse Berlin (in Göppingen) und der SC Magdeburg (gegen Stuttgart)gewannen ihre Schwaben-Spiele. Eine Vorentscheidung könntenächstes Wochenende fallen. Da muss der SC beim Dritten Flensburg-Handewitt antreten und die Füchse zuhause gegen den THW Kiel. Sollten die Magdeburger auch diese Hürde siegreich bestehen, ist das höchste Hindernis aus dem Weg geräumt.
Verstappen wieder in der Erfolgsspur: Der Holländer gewann in Suzuka klar vor seinem Red-Bull-Teamkollegen Sergio Perez und Carlos Sainz und führt in de WM-Wertung.
– Deutsche Eishacklerinnen im WM-Viertelfinale. In der Gruppe B steht schon vor ihren beiden letzten Spielen fest, dass sie als eine der drei besten Teams die nächste Runde erreichen. Es geht also nur noch um die Platzierung und den Gegner dort. Der Gruppensieg würde ihnen im Viertelfinale USA oder Kanada ersparen und damit das fast sichere Ausscheiden. Die anderen Teams Finnland, Tschechien und Schweiz erscheinen an einem guten Tag nicht völlig außer Reichweite.
– Auch die Fußball-Frauen haben ein Erfolgserlebnis. Am Freitag gewannen sie zum Auftakt der EM-Qualifikation in Österreich mit 3:2 taten sich aber schwerer als erwartet, als sie schon mit 0:2 zurücklagen. Morgen geht es zuhause gegen Island.
– Beginn der Sandplatzsaison: Turniersiege gingen an Hubert Hurkacz (Estoril), Bryan Shelton (Houston) und Matteo Berrettini (Marakesch) sowie Camila Osorio (Bogota) und Danielle Collins (Charleston), die damit nach Miami vor einer Woche gleich ihr nächstes Turnier gewann. Was für ein Lauf für die Amerikanerin.
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von Münchner Löwe | Apr. 5, 2024 | basketball, Fußball, NBA, Radsport
In einer Ruhephase von der Lanzarote-Ruhe hier ein paar Eindrücke des Sportgeschehens ohne (Live)Bilder
Sturzorgie der Radprofis
Das war eine Woche horribilis für die Radprofis. Gleich fünf namhafte Fahrer hat es bei Stürzen ziemlich schwer vermischt und müssen alle eine längere Pause einlegen.
Gleich drei potenzielle Tour-Favoriten kamen bei der Katalonien-Rundfahrt bei ein und demselben Massensturz zu Fall: der zweifache Toursieger Jonas Vingegaard, Primoz Roglic, die große Hoffnung von Bora, sowie der belgische Top-Rundfahrer Remco Evenepool. Dieser und Vingegaard das Schlüsselbein gebrochen, die heikle Stelle aller Radfahrer und dabei von elementarer Bedeutung. Ohne eine gesunde Schulter geht nämlich nix.Zwar sind es bis zur Tour fast noch drei Monate, aber erst mal ein Monat fällt völlig flach mit intensiven Training. Und diese Kilometer fehlen dann eben, wie letztes Jahr Tadej Pogacar erleben musste, der ebenfalls im Frühjahr stürzte und nicht mehr zu seiner absoluten Topform fand.
Bei einem Trainingssturz in Spanien erwischte es auch den besten deutschen Rundfahrer Lennart Kämna bei seiner Vorbereitung auf den Giro. Die Ausfallzeit ist noch nicht klar, aber ein schwerer Rückschlag ist es auf jeden Fall.
Zu schlechter letzt stürzte schon vor gut einer Woche das Tausendassa Wout van Aert, bei der „kleinen“ Flandern-Rundfahrt. Zumindest die Klassiker sind dieses Jahr Geschichte für ihn.
, Und am Sonntag steht erst noch das für seine Stürze berüchtigte Paris-Roubaix an. Es hat zuletzt ziemlich geregnet, eine Grundrutschigkeit ist damit gegeben. Eine Stelle vor einer berüchtigten Kopfsteinplaster-Passage wurde mittels einer Schikane entschärft, zumindest ist das die Intention der Veranstalter. On verra. Flandern-Sieger Van der Poel ist erneut Top-Favorit, denn der letzte verbliebene der Super-Radfahrer Pogacar verzichtet offenbar dankend und denkend.
Embiid wieder da, und die Sixers hoffen
Bis zum Ende der egulären Saison der NBA sind es nur noch 5+/- Spiele, und das Play-of-Rennen spitzt sich in Ost und West weiter zu. Da Joel Embiid, der MvP der vergangenen Saison, nach 2 Monaten Verletzungspause wieder fit ist, gibt es mit den Philadelphia 76ers einen weiteren sehr ernstzunehmenden Contender, mindestens fürs Conference Finale des Ostens, wenn nicht sogar (viel) mehr. Denn neben Embiid hat Philly alles, was so ein Team in den Play-offs benötigt und mit Tyrese Maxey einen der besten Spieler der Liga. Ich sehe sie direkt in den Play-offs. Die Orlando Magic kämpfen sogar um den Heimvorteil in der 1. Runde.
Im Westen bange ich mit „meinen“ Sacramento Kings, mehr denn je, zumal sie jetzt lange auf Malik Monk und Kevin Huerter verzichten müssen.Die Top 6 und die direkten Play-offs sehe ich schon außer Reichweite. und in den Play-Ins wären sie für mich gegen die LA Lakers und GS Warriors, die klar aufsteigende Form zeigén, nur als klarer Außenseiter. Andererseitsd kann jeweils in einem Spiel alles passieren.
Die Warriors erinnern mich stark an die Houston Astros im Baseball und den Kansas City Chiefs im Football. Irgendwie durch die Saison wurschteln, und in den Play-offs sind sie das Team, das die anderen erst mal rauskegeln müssen. Und falls Klay Thompson etwa mal in einem Formtief war – das hat er überwunden. Splash Brothers reloaded, Teil soundso.
Und sonst
– ein Pokalfinale Bayer Leverkusen gegen 1. FC Kaiserslautern. Bayer mit der nächsten Gala gegen Fortuna Düsseldorf, die auch den Fortuna-Trainer Seouane zu Lobeshymnen veranlasste. Mittlerweile frage ich mich ernsthaft, wer dieses Team überhaupt noch schlagen soll in dieser Saison, vor allem auch deshalb, weil dieses Thema für Bayer zumindest nach außen überhaupt kein Thema zu sein scheint. Offen ist also nur, ob am Ende ein, zwei oder gar drei Titel herausschauen. Lautern dagegen kämpft noch extrem gegen den Abstieg aus der 2. Liga. Parallelen zu 96 kommen auf (damals Pokalsieg und Abstieg aus Liga 1 (und sofortiger Wiederaufstieg und Meisterschaft, jaja …). Ganz doof wäre die Relegation, weil nach der bisherigen Terminierung das Pokalfinale zwioschen den beiden Partien angesetzt wäre. Ein Verschieben insgesamt nach hinten fände ich da die bessere Lösung. viele Nationalspieler dürfte es hier wie dort ja nicht gegben.
– die Final 4 im US-Basketball bei Weiblein und Männlein der Marc Madness wie immer im April. Der Fokus liegt klar auf Caitlin Clark, die jetzt schon zur neuen Super-Hoffnung des gesamten Frauensports weltweit hochgejazzt wird. Zumindest ich habe in den vergangenen Wochen wohl noch nie so oft das Wort Iowa, ihre Uni, gelesen, Vorwahlen und Johnny Depp alias Gilbert Grape inklusive.
Hasta luego
Leon de Munich
von Münchner Löwe | Apr. 1, 2024 | Wochenvorschau
Vorweg in eigener Sache. Ich fliege morgen für eine Woche nach Lanzerote in eine Haus wahrscheinlich ohne Wlan. Deshalb werde ich schauen müssen, ob und wie ich das Geschehen verarbeite.
Pokal der Außenseiter
Wer vor der Saison getippt hatte, dass der 1. FC Saarbrücken, der1. FC Kaiserslautern, Fortuna Düsseldorf und #bayer Leverkusendas Halbfinale des DFB-Pokals erreichen würden, den hätte nicht nur ich für verrückt erklärt. Doch tatsächlich treffen in der Runde der besten 4 morgen Sarbrücken auf Lautern, sofern der Regen nicht ganz so heftig fällt auf den maroden Rasen ohne Drainage des Ludwigparks. Ein Saar-pfälzisches Duell. Ausgang für mich völlig offen. Nominell der leichteste Gegner der Saarbrücker nach den Heimsiegen gegen Bayern, Frankfurt und Gladbach. Außerdem gibt es das Rheinderby in der BayArena zwischen dem designierten Meister Leverkusen und Düsseldorf. Sollte die Fortuna gewinnen, und warum soll das in dieser verückten Pokalsaison nicht passieren, naja?, wäre erstmals kein Erstligist im Finale.
Beginn der Sandplatzsaison
Nach Miami wechseln die Tennisprofis traditionell auf Sand. Es geht gemäßigt los mit Frauen-Turnieren in Bogota und Charleston und Männerturniere in Marrakesch, Estoril und Houston. Maximilian Marterer ist in Estoril schon raus nach einer Dreisatzniederlage gegen Dominic Thiem. Die absoluten Topstars machen noch Pause. Christian Ruud und Hubert Hurcacz sind in Estoril an Nummer 1 und 2 gesetzt.
DEL spielt Halbfinale
Schon heute fanden die ersten Partein der Best-of-7-Serien statt. Es kam zu zweio klaren Heimsiegen der Bremerhaven Pinguinsgegen Red Bull München und der Eisbären Berlin gegen die Straubing Tigers. Im Zweitagesrhythmus geht es mit jeweils wechselnden Gastgebern weiter.
Die Mutter aller Klassiker
Am Sonntag findet Paris-Roubaix statt, immer noch der wohl wichtigste Frühjahrsklassiger der Radprofis, trotz oder gerade wegen des gefürchteten Kopfsteinpflasters. da Wout van aert verletzungsbedingt pausieren muss, ist Flandern-Rundfahrt-Sieger erneut zu favorisieren, zumal Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard nicht genannt habe.
Und sonst?
– die Fuzßballligen mit vollem Programm. In England eine englische Woche unter anderem mit ManCity vs Aston Villa, Arsenal gegen Luton (Mittwoch) sowie Liverpool vs Sheffield United. In Deutschland spielt Bayer Leverkusen beim 1. FC Union und Bayern bei Heidenheim. Im Abstiegskampf sind die letzten 4 unter sich. Köln empfängt Bochum und Mainz Darmstadt. Das Topspiel am Samstagabend zwischen Dortmund und Stuttgart.
– auch die übrigen Sportligen sind voll dabei.In der European League der Handballer können sich Berlin, die Rhein-Neckar Löwen sowie Nannover-Burgdorf fürs Viertelfinale qualifizieren. In der Euroleague treffen die Bayern-Basketballer auf Panathinaikos, haben aber nur noch theoretische Chancen auf Platz 10.
von Münchner Löwe | Apr. 1, 2024 | bundesliga, Fußball, Golf, MLB, NBA, NHL, Radsport, Tennis, Wochenrückschau
Des Jägers Trophäe
Ganz am Ende dieser Sportwoche gab es dann noch eine aus deutscher Sicht erfreuliche Überraschung. Golfprofi Stephan Jäger gewann das Turnier in Houston und landete seinen ersten Turniersieg auf der PGA-Tour. De Triumph wurde nicht nur mit einer Trophäe und gut 1,5 Millionen Dollar Preisgeld versüßt, sondern auch mit einer Last-Minute-Einladung zum Masters diese Woche in Augusta, immer noch der Heilige Gral der Golfer. Dort ist er dann der einzige deutsche Starter, weil Bernahrd Langer auf sein persönliches Startrecht wegen eines Achillssehnenrisses verzichten muss.
Der Sieg war hochdramatisch. Nachdem er selbst auf dem letzten Loch den Siegputt knapp verfehlt hatte, hatte Scottie Sheffler seinerseits die Chance aufs Stechen. Doch er schob einen 1,5-Meter-Putt – für ihn eigentlich nur eine lästige Pflichtübung – daneben und verpasste somit die Chance auf seinen dritten Turnier-Erfolg in Serie, was es seit sieben Jahren nicht mehr gegeben hat. Dennoch muss er mit seiner Glanzform als Favorit für das Masters gelten. Jäger darf mindestens zwei Runden genießen ohne jeden Druck.
Sinners Demonstration
der Italiener gewann das Masters-Turnier in Miami und zeigte dabei grandioses Tennis. Vor allem im Halbfinale und Finale, als der Daniiel Medwedew und den dato sostarken Grigor Dmitrow dominierte. Bisher ist Sinner in diesem Jahr das Maß, hat 3 Turniererfolge auf dem Konot, davor Melbourne und Rotterdam, und überhaupt nur eine Niederlage in Indian Wells gegen Carlos Alcaraz kassiert. Mein Spieler des Turniers ist dennoch Dmitrow, der im Viertelfinale gegen Alcaraz nahe der Perfektion spielte (ein sehr großes Wort, ich weiß, und auch im Halbfinale gegen Sascha Zverev Herr auf dem Court ist. Die einhändige rückhand ist einfach eine Augenweide, wenn sie so funktioniert.
Jetzt beginnt die Sandplatzsaison. da werden die Karten neu gemischt, aber Sinner muss erst mal geschlagen werden. Und die echten Sandplatzwühler gibt es in dieser Form eh nicht mehr. Mal schauen, was noch von Novakl Djokovic kommt, nominell noch die Nummer 1, aber von seiner Bestform laut eigener Auskunft weit entfernt. Und der große Sandplatzspezialist war er auch nicht.
Eine Geschichte fürs Herz
schrieb das Turnier bei den Frauen. Es siegte Danielle Collins bei ihrem Heimturnier in Florida. Die Amerikanerin hat ihren Rücktritt zum Saisonende angekündigt. Sie hat eine große Leidenszeit hinter sich. Ein tennisball-großer Tumor musste vor knapp zwei Jahren aus ihrer Gebärmutter entfernt werden, muss Medikamente nehmen. Da verschieben sich die Perspektiven. Sie will noch eigene Kinder bekommen, doch die ohnehin nicht sehr große wahrscheinlichkeit sinkt von Jahr zu Jahr. Befreit von Druck, umso mehr angefeuert zeigte sie eine tolle Turnierleistung, in dem sie in 7 Partien nur einen Satz abgab
Bayers Meisterstück
Kurz durften die Bayern am Samstagnachmittag auf einen Ausrutscher der Leverkusener hoffen und damit vielleicht wieder so eine Art Meisterschaftskampf. 0:1 lag die Werkself gegen Hoffenheim zurück. Doch niemand geriet in Panik. Unermüdlich lanciewrte die Mannshaft einen Angriff nach dem anderen. Keine Heiktik, keine verzweifelt hohen Bälle mit der Hoffnung auf den Lucky Punch. Und so verwunderte weder der späte Ausgleich noch das noch spätere Führungstor von Patrik Schick. Offenbar ein großer Schlag für die Münchner, die danach ihr Heimspiel gegen Borussia Dortmund letztlich sang- und klanglos verloren. Ohne Esprit, aber auch ohne den letzten Willen; man sehe sich jeweils die Schlussphase der beiden Partien an und derkenne den Unterschied. Die Dortmunder selbst können die Punkte im Kampf um den 4. Champions-League-Platz bestens gebrauchen, zumal RB Leipzig überraschend über ein 0:0 gegen Mainz nicht hinauskam. Mats Hiummels zeigte eine großartige Verteidigerleistung, doch ihm kam halt auch zupass, dass er hinten auf die Angriffe warten konnte, sodass sein Schnelligkeits-Defizit nicht zum Tragen kam. Allerdings: Wenn er in den letzten Spielen, vor allem auch in der Champions League gegen Atlético, so gute Leistungen zeigt, ist er für die Nationalmannschaft veilleicht doch noch ein Thema.
Apropos Nationalmannschaft: Das Team bestätigte am Dienstag durch eine weitere gute Leistung die Gala in Frankreich. Wie sie den frühen Rückstand wegsteckte, war schon beeindruckend. ebenso, dass sie am Ende fast schon bedingungslos auf das Siegestor drängte. Dass dieses fiel, es lebe die Torlinientechnik, war der verdiente Lohn. Auf jeden Fall haben die beiden Auftritte bei allen Fans endlich Appetit auf die EM im eigenen Land gemacht. Forderungen eines Lothar Matthäus, jetzt „müsse“ der Titel her, sind allerdings wenig dienlich. Fränkische Folklore hat: deutsche Demut, was ist denn das?
DEL-Halbfinale komplett
Die Straubing Tigers lösten das letzte Halbfinal-Ticket durch einen 3:2-Erfolg gegen die Wild Wings aus Schwenningen. In den 7 Spielen gab es nicht einen einzigen Führungswechsel oder gar nur ein Ausgleichstor. Selten hat der Spruch, wer 1:0 führt verliert, weniger gepasst. Zuvor hatten sich die Bremerhaven Pinguins, Red Bull München und die Eisbären Berlin für die Runde der besten 4 qualifiziert.
Ab heute treffen jeweils in Best-of-7-Serien Bremerhaven auf München und Belin auf Straubing.
Blick über den Teich
- In der NHL haben die Edmonton Oilers Platz 4 in der Western Conference übernommen. Damit hättedie Play-off-Plätze sind im Westen praktisch vergeben, im Osten gibt es einen Dreikampfn sie in der 1. Play-off-Runde Heimrecht. Das war nach dem Katastrophen-Saisonstart wirklich nicht zu erwarten. Im Westen sind die Play-off-Plätze praktisch vergeben, im Osten gibt es einen dreikampf zwischen den Washington Capitals, Philadelphia Flyers und den detroit redwings um die Plätze 7 und 8.
- Die MLB hat ihr Opening Weekend absolviert. Titelverteidiger Houston Astros musste zu Hause gleich 4 Niederlagen gegen die New York Yankees hinnhemen. Außerdem noch ohne Niederlage sind die Detroit Tigers, Pittwsburgh Pirates und Milwaukee Brewers. Der einzige deutsche Profis fehlte zuletzt bei den Twins in der Aufstellung, nachdem er zum Auftakt bei den KC Royals bei 4 At Bats keinen Hit landete. Ihn plagt auch eine Beinverletzung, weswegen er mindestens bis morgen ausfällt.
- Auch in der NBA stehen die P.ay-offs (und davor die Play-Ins) bald an (noch rund 8 Spiele für die Teams). Jeweils die ersten 6 Teams haben sich ein bisschen abgesetzt und wären sicher in den Play-offs. Im Westen haben die Hoston Rockets nach 11 Siegen in Folge gegen die Dallas Mavericks wieder verloren (Mavs Luka Doncic allein im ersten Viertel mit 22 Punkten) und jetzt 2 Siege Rückstand auf den 10. und letzten Platz der Play-Ins, den gerade die GS Warriors innehaben. Bei den Platzierungen kann es aber noch zu vielleicht sogar gravierenden Änderungen kommen.
Und sonst?
– Eine beeindurckende Leistung zeigte Mathieu van der Pool. Der holländische Radprofi siegte im Alleingang bei der Flndern-Rundfahrt, dem 2. Monument der Klassiker nach Mailand-San Remo. Es war sein dritter Sieg dort bei strömenden Regen, das gehört bei „Flanderns Schönster“ irgendwie dazu, und damit Rekordsieger neben 6 anderen Fahrern.Nils Pollit belegte den hervorragenden dritten Platz
– Ein zweiter Platz für das Beach-Volleyball-Duo Laura Ludwig und Louisa Lippmann in Brasilien. Damit verbesserte Karten im Kampf um ein Olympia-Ticket. Je Land und Geschlecht gibt es nur zwei Startplätze
– Vorentscheidung in Österreich: Die Fußballer von RB Salzburg gewannen das Spitzenspiel bei Zweiten Sturm Graz mit 1:0 und hat jetzt 5 Punkte Vorsprung auf die Steirer
– Torloses Spitzenspiel: Die Partie zwischen ManCity und dem FC Arsenal war zwar temporeich, aber ohne große Höhepunkte und Chancen. In der Premier League tobt weiter der Dreikampf zwischen dem FC Liverpool (2:1 vs Brighton/67 Punkte), Arsenal (65) und City (64). Direkte Vergleiche gibt es jetzt nicht mehr.
von Münchner Löwe | März 30, 2024 | basketball, Fußball, Tagesrückschau, Tennis
Alonso bleibt Bayer und geht nicht zu Bayern
Der spanische Trainer hat sich am Karfreitag über seine Zukunft erklärt und ein Bekenntnis zu Bayer Leverkusen gekräftigt. Zu Ende sind also erst mal die Spekulationen, ob er nach Saisonende vielleicht doch zum FC Liverpool oder gar Bayern München wechselt. Er sei noch nicht am Ende. Eine Champions-League-Saison steht mit der immer noch jungen Truppe bevor, die noch Steigerungspotenzial hat.
Für mich ist das eine absolut nachvollziehbare und letztlich auch von mir erwartete Entscheidung. Mag sein, dass ihn die Bayern und wahrscheinlich auch sehr viel Geld geboten haben und er dort sehr gute Zeiten als Spieler erlebt hat. Doch jetzt ein Wechsel würde nicht zum Naturell des Spaniers passen,, der klare Vorstellungen hat. Erstens wird er in Leverkusen nicht verhungern. Zweitens ist er dort bestens aufgehoben, kann sich weiter entwickeln und dann in zwei, drei Jahren den großen Schritt wagen. Und der führt unweigerlich zu Real Madrid. Sein Herzensclub, seine spanische Heimat, der Heilige Gral des Fußballs.
Bei Real hat Carlo Ancelotti noch einen Zweijahresvertrag, liefe also 2026 aus, der perfekte Zeitpunkt für den dann um mehr Profitrainer-Erfahrung halbende Alonso.
Die Bayern wären also gut beraten, nicht auf Alonso 2025 oder 2026 zu spekulieren. Überhaupt wäre jetzt ein Übergangstrainer nicht zielführend angesichts des munteren Trainerwechselns in den vergangenen Jahren. Die gehandelten Nagelsmann und Rangnick (really?) sind sicher nachdenkenswerte Optionen. Doch bei beiden gibt es den großen Nachteil, dass sie mit Deutschland und Österreich eine EM vor der Brust haben, die sie gerade sehr beschäftigen sollte. Davon abgesehen, dass bei erfolgreichem Turnierverlauf hier wie dort sie erst im Juli, also nach dem Start der Saisonvorbereitung, zur Verfügung stünden und danach erst mal Urlaub brauchen. Das dürfte gerade bei Nagelsmann, der nach der EM vertragslos ist, überhaupt zum Problem werden, einen Verein zu finden. Also doch bleiben beim DFB, wo er ja echte Aufbruchstimmung erzeugt hat.
Dimitrow weiter auf der Wolke
Wie jeder Sportler weiß, sind die Auftritte nach einer außerordentlichen Leistung wie die des Bulgaren gegen Carlos Alcaraz die Schwierigsten. Doch andererseits geben sie auch enormes Selbstvertrauen. So beim Bulgaren, der mit einer weiteren Gala in einem hochklassigen Spiel gegen Alexander Zverev das Finale des Masters-Turniers von Miami erreichte. Zverev leistete erheblich mehr Gegenwehr als Alcaraz, kann sich wenig vorwerfen. Vielleicht war er in der entscheidnen Phase des 3. Satzes ein wenig zu passiv, aber insgesamt lässt sich darauf gut aufbauen für die Sandplatzsaison. Dimitrow ist dagegen weiter auf der Wolke 7, in der Form seines Lebens. Die wird er auch brauchen gegen Jannik Sinner, der Daniil Medwedew im zweiten Halbfinale mit 6:1 und 6:2 förmlich deklassierte. Aber ich traue Dimitrow in dieser Woche alles zu.
Bereits heute bestreiten Lena Rybakina und die erstaunliche Danielle Collins das Finale der Frauen. Collins steht für das Auf und Ab, das viele der jeungen Spielerinnen auf der Tour durchstehen müssen.
Die Show von Wemby und Brunson
Die NBA-Partie zwischen den San Antonio Spurs und New York Knicks stand jetzt wirklich nicht auf meiner To-Do-Liste. Die Spurs sind längst aus dem Play-off-Rennen, die Knicks im Osten ziemlich sicher unter den besten 6. Doch dann wurde die Partie zu Show des Vicor Wembanyama und Jalen Brunson. Zumindest die Zahlen wirken ziemlich unwirklich. Das Supertalent Wemby legte 40 Punkte (NBA-Bestwert) und 20 Rebounds auf. Brunson war Alleinunterhalter der Knicks und kam bei der 126:130-Niederlage auf 61 Punkte, ebenfalls Karriere-Bestwert und bereits das fünfte 60+-Punktespiel eines Profis in dieser Saison. Allerdings nahm er dafür auch sage und schreibe 47 Würfevon insgesamt 110 des New Yorker Teams. Davon traf er 25. Allerdings war auf beiden Seiten das harte vertidigung nicht das Motto des Abends.
Und sonst Die Minnesota Timberwolves gewannen bei den Denver Nuggets klar, was wirklich nicht zu erwarten war. Und die Dallas Mavericks siegten in einem Krimi bei den Sacramento Kings und festigten damit Platz 6, zumal auch die Phoenix Suns gegen die Oklahoma Thunder deutlich verloren, obwohl bei denen der beste Spieler Shay Gilgeous-Alexander fehlte. Immer mehr zeichnet sich ab, dass im Westen die Suns, die Kings, die Lakers und Warriors/Rockets das In-Tournament bestreiten. Könnte auch ein Halbfinale sein.
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