Das war die Woche, die war

Glücklich ungeschlagen

Erneut in der Nachspielzeit schaffte Bayer Leverkusen noch den Ausgleic h gegen einen großartigen VfB Stuttgart. Sie bleiben damit in der Saison ohne Pflichtspielniederlage, 46 Partien – and counting? Der Ausgleich war mehr als glücklich. Ein vollkommen überflüssiges Foul von Stenzel, man ahnte das Tor fürmlich, das letztlich Robert Andrich erzielte. Heftige Proteste beim VfB, das ein Foulspiel von Boniface und darüberhinaus auch noch ein Handspiel vor der Torerzielung monierte. Aber mein absoluter Schiri-Liebling (Achtung!Ironie) hatte bei bester Sicht nichts regelwidriges erkannt. Offenbar der VAR auch nichts und zwar so eindeutig, dass er Zwayer nicht zum Videostudium schickte. Mindestens unglücklich, dass er sich nicht selbst ein Fernsebild machte. Doch Schiri-Boss Fröhlich gab Zwayer die Absolution „alles richtig gemacht“. Kicker Note: 5,5) und „Bild (6) sahen es geringfügig anders. Und immer wieder stellt sich mir die Frage, was Zwayer gegen die Schiri-Verantwortlichen in der Hand hat, dass er solche Topspiele leiten darf (meist mit großem Ärger verbunden) und auch noch als einer von zwei Deutschen die Heim-EM (ver)pfeifen.
Wer Bayern Hoeneß-Absurdistan vermisst, sei auf die morgige Wochenvorschau oder sogar einen eigenen Beitrag vertröstet

Darmstadt abgestiegen, Köln fast

Nach einem fußballerisch insgesamt trostlosem Sonntag steht fest, dass Aufsteiger Darmstadt 98 durch das 0:0 gegen Heidenheim die Liga wieder verlassen muss. Der FC verpasste den Sieg bei Mainz 05 (lange hätte es für die Rheinhessen nicht mehr dauern dürfen) und hat 3 Spieltage vor Schluss fünf Punkte Rückstand sowie das schlechtere Torverhältnis. Zumindest die Gladbacher und Unioner werden nach ihrem unterirdischen 0:0 aufatmen, dass die Mainzer nicht gewonnen haben.

Muss Kiel zittern?

Zumindest beruhigt die Heimniederlage gegen Kaiselsautern nicht die Nerven. Andererseits ist der Vorsprung auf Fortuna Düsseldorf mit 5 Punkten nicht wirklich besorniserregend. st. Pauli machte es besserbeim hauchzarten 1:0 gegen Rostock und ist praktisch durch. Der HSV klammert sich an den Strohhalm Relegation, aber bei 4 Punkten Rückstand (und weit schlechterem Torverhältnis) muss da schon viel zusammenkommen.
Im Abstiegskampf ist Osnabrück so gut wie erledigt, 4 Mannschaften (Braunschweig, Lautern, Wehen-Wiesbaden und Hansa) machen wohl den 2. Fixabsteiger und den Relegationsplatz unter sich aus.

Zwei Titel für Berlin – aber einer ist höchstwahrscheinlich dahin

Die Eisbären haben den notwendigen 4. Sieg im DEL-Finale gegen Fischtown Bremerhaven geschafft und ihren 9. DEL-Titel eingesammelt. Da hat sich das ruhige Arbeiten nach dem Verpüassen der Play-offs vergangene Saison mal sehr ausgezahlt. Bremerhaven hat sich nach Kräften gewehrt in seinem ersten DEL-Finale überhaupt. Die ganze Stadt hat vom Erfolgslauf profitiert.
Im Volleyball geht der Titel doch noch an Abonnement-Meister Berlin Volleys. Nach 0:2-Rückstand und einem Krimi in Friedrichshafen gewannen sie das entscheidende 5. Spiel klar mit 3:0. Bei den Frauen dagegen sichete sich Stuttgart mit dem 3:0 in Schwerin auswärts die dritte Meisterschaft in Folge.

Im Handball dagegen müssen die Füchse Berlin jetzt den Titel mit einiger Sicherheit abschreiben. Sie verloren  mit bei MT Melsungen mit 28:30. Zurzeit sind sie zwar noch punktgleich mit SC Magdeburg, doch die haben zwei Spiele weniger und jetzt schon das klar bessere Torverhältnis. Zumindest Platz 2 und die CL-Quali scheint für Berlin aber abgesichert.

Blick über den Teich, NHL

Mit den NY Rangers steht das erste Team in der 2. Play-off-Runde nach einem Sweep gegen die Washington Capitals. 6 Serien stehen 3:1, darunter auch die der Edmonton Oilers bei den LA Kings. Die 4. Partie gewannen sie hauchzart mit 1:0 – der 1. Play-off-Shutout des vielgescholtenen Goalies Skinner.

Hirscher will wieder fahren

Nach 5 Jahren plant der Ausnahme-Skifahrer sein Comeback. Und zwar will er für Holland, dem Geburtsland seine Mutter, antreten, um keinem Österreicher einen Platz wegzunehmen. Zumindest der Weltcup wird kompliziert, weil er sich dafür erst qualifizieren muss in kleineren Rennen Wild Cards gibt es nicht. Das große Ziel ist die Heim-WM in Saalbach nächsten Winter. Es kann dort zu einem „Länderkampf“ Holland gegen Brasilien kommen, weil Lucas Braaten bei seinem Comeback für das Geburtland seiner Mutter antreten will.

Und sonst?

  • Nadal schlägt sich durch. Bei seinem Comeback nach langer Pause in Madrid hat der Spanier das Achtelfinale erreicht und immerhin Alex de Minaur bezwungen, gegen den er in Monte Carlo noch chancenlos war. Bei den Männern sind alle Favoriten noch dabei, auch Sascha Zverev und Jan-Lennard Struff. Der muss morgen in einer Neuauflage des Madrider Finales vergangenes Jahr gegen Carlos Alcaraz antreten. Für mich ist er dabei nicht chancenlos.
  • Francesco Bagnaia gewann die MotoGP in Jerez vor Spaniens Volkshelden Mark Marquez.
  • Toller Auftritt der Hindernisläuferin Gesa-Felicitas Krause bei ihrer Rückkehr nach der Geburt ihrer Tochter. In China löste sie mit glänzenden 9:16 Minuten das Olympia-Ticket.
  • Turniersieg der Beachvolleyballerinnen Sandra Ittlinger und Karla BorgerXiamen. Damit haben sie in der nationen-internen Olympia-Quali viele Punkte gemacht.
  • Brillanter Auftritt von Schwimmer Lukas Märtens bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin. Er kratzte am Weltrekord über 400 Meter von Paul Biedermann (zu seligen Ganzkörperanzugs Zeiten aufgestellt. Auch über 200 Meter Freistiil schwamm er Weltjahresbestleistung. Ein echter Hoffnungsträger für Paris

 

Tag der Superschützen

Blick über den Teich, NBA

Das erste Team steht mit den Timberwolves in der 2. Runde. Einige Scharfschützen standen im Blickpunkt.

Philadelphia 76ers – New York Knicks 92:97 (1:3)
Was für ein Fight! Das Ergebnis 92:97 sagt schon alles. Jeder Ballbesitz war umkämpft, leichte Körbe praktisch ausgeschlossen. Dazuz eine fanatische Stimmung in Phillie, mit einer lautstarken Knicks-Fraktion. Das war schon was fürs Basketballherz.
Die Sixers lagen drei Viertel vorn, aber nie höher als mit 9 Punkten. Immer wenn ich glaubte, sie wärden sich absetzen, kamen die Knicks wieder heran. Und im Schlussabschnitt errangen sie die Führung. . Problem bei den Sixers. Von der Bank kommt praktisch nichts. Warum Bobby Hield nicht spielt, würde ich aber schon gerne mal wissen.

Mann des Tages
Jalen Brunson, der das Zeug zum Franchise-Spieler hat. 47 Punkte, Team- und Karriere-Bestwert für Play-off-Partien, dazu 10 Assists. Immer ein Gefahrenherd – praktisch ohne Pause.

Stark trotz der Niederlage
Mal wieder Joel Embiid und Tyrese Maxey. In mancen Szenen hat man schon gesehen, dass er nicht völlig fit ist und paar Drives zum Korb nicht wagt.

🇩🇪Deutsche Brille👓
Isiah Hartenstein legte zwar in der Offensive diesmal nicht so spektakuläre Zahlen auf, ist aber mit seiner Große und seinem Einsatz ein enorm wichtiger Faktor.

Ausblick
Die Serie wandert zurück nach NY in den Garden. Ich glaube nicht mehr so richtig an eine Wende, ddafür scheint mir die Tiefe der Sixers nicht tief genug. Und wenn ich ehrlich bin, kann ich auf die furchtbare Orgelbegleitung in Philadelphia verzichten …

Dallas Mavericks – Los Angeles Clippers 111:116 (2:2)
Historisches lag in der Luft, denn die Mavericks waren drauf und dran einen 31-Punkte-Rückstand mitte des 2. Viertels noch zu drehen. Sie führten sogar im Schlussabschnitt, mussten sich dann doch den Clippers beugen, die im Dallas-Hexenkessel die Nerven behielten, auch weil Luka Doncic mit 5 Fouls belastet in der Defensive nicht mehr wirklich eingreifen konnte. Bis dato war er in der Verteidigung so engagiert, wie ich ihn selten gesehen habe. Die Clippers konnten dagegen den Ausfall von Kawhi Leonard gut kompensieren.

Mann des Tages
Hat diesmal 2 Köpfe, die beide 33 Punkte sammelten: Paul George brillierte in der ersten Halbzeit mit 26 Punkten, hielt sich danach aber seltsam zurück.. James Harden war Garant dafür, dass die Partie für die Clippers nicht gänzlich aus dem Ruder lief.12 von 17 Versuchen traf er und war von den Mavs kaum zu stoppen.

Stark trotz der Niederlage
Kyrie Irving brachte die Mavs erst wieder auf Kurs. Im ersten Viertel ohne Punkt, war er danach von den Clippers überhaupt nicht m,ehr zu stoppen und brachte es letztlich auf 40 Punkte. Eigentlich hätte er am Ende jeden Ball bekommen müssen, doch es ist halt ein Mannschaftssport mit Luka Doncic. Und der traf halt nur einen von 9 Dreierversuchen.

🇩🇪Deutsche Brille👓
Maxi Kleber durfte für die Mavs 22 Minuten ran. Er nahm einen Wurf und traf für 3 Punkte. So was nennt man effizient, aber warum eigentlich nicht öfter? Daniel Theis spielte erneut nicht. Die Clippers-Center Ivica Zubac und Mason Plumlee genießen den Vorzug, und gerade Plumlee steuerte in der hektischen Schlussphase wichtige Punkte bei.

Ausblick
Die Clippers haben wieder den Heimvorteil zurück. Ich sehe die Chancen trotzdem weiter bei 50 zu 50. Wäre halt günstig für die Mavs, wenn sie den Anfang nicht wieder so verschlafen wie bei den Niederlagen in Spiel 1 und 4. Leonard wird wohl in Spiel 5 fehlen, aber er war bisher eh nicht der wichtige Faktor in der Serie.

Indiana Pacers – Milwaukee Bucks 116:113 (3:1)
Schon vor dem Anwurf lagen die Bucks fast schon aussichtslos zurück. Neben Giannis Antetokuonpo fehlte auch der 2. Superstar Damian Lillard. Und sehr früh im Spiel wurde dann auch noch Bobby Portis mit gleich zwei technischen Fouls nach einer Rangelei mit Andrew Nembhard von der Partie ausgeschlossen. Und doch hielten die Bucks die Partie lange offen, führten zur Pause sogar mit 3 Punkten. Doch da auch Khris Middleton angeschlagen war und die Kräfte langsam weniger wurden bei den Gästen, kamen die Pacers immer besser in Fahrt und sicherten sich letztlich ungefährdet den Sieg

Mann des Tages
Myles Turner ist der X-Faktor der Serie, der mit seinen Dreiern (7 von 9) die Bucks vor unlösbare Aufgaben stellte. Insgesamt punkteten 6 Spieler zweistellig. Tyrese Haliburton spielte zwar auch nur 32 Minuten, kam jedoch auf 24 Punkte, aber für ihn magere 4 Assists.

Stark trotz der Niederlage
Brook Lopez wehrte sich, solange die Kräfte hielten. 27 Punkte, 9 Rebounds. 12 von 18 vVersuchen landeten zwischen der Reuse, davon 3 von 5 Dreiern. Malik Beasley, in die Startformation gerückt, legte für ihn großartige 20 Punkte auf.

Ausblick
Es geht wieder nach Milwaukee, aber der Einsatz von Giannis und Lillard ist höchst ungewiss. Wenn erneut beide fehlen, dürfte sich das Ganze schon in Spiel 5 entscheiden. Ich bin kein Fan der Bucks, aber das ist schon ein wenig schade für die Serie.

Phoenix Suns – MINNESOTA TIMBERWOLVES* 116:122 (0:4)
Die Suns bäumten sich noch mal auf und hätten die vis fast zuletzt äußerst spannende und unterhaltsame Partie auch gewinnen können. Doch das Super-Dreigestirn Booker-Durant-Beal war nur ein Zweier, weil Bradley Bealeinen gebrauchten Tag hatte. Natürlich ist nie ein einzelner Spieler „Schuld“ an einer Niederlage, doch zwei furchtbare Ballverluste in der absoluten Schlussphase und ein unsinniges 6. Foul, das seinen Auftritt beendete, waren der Genickbruch für die Suns. Schade – ein 5. Spiel und noch mehr hätte diese Serie durchaus verdient gehabt.

Mann des Spiel
Anthony Edwards war der Beste unter vielen Guten bei den Wolves und erzielte brillante 40 Punkte, traf dabei 7 von 13 Dreiern.

Stark in der Niederlage
Bisher konnte Devin Booker seinen Stempel nicht so aufdrücken. Jetzt sammelte er 49 Punkte, traf 13 von 21 Würfen und 20 von 21 Freiwürfen. Auch Kevin Durant glänzte mit 33 Punkten, aber auch hier gilt: die Bank, die traurige Bank …

Analyse der Serie
Auf verdienten Aufstieg in die 2. Runde der Timberwolves gibt es hoffentlich keien zwei Meinungen. Sie sind sehr variabel, lästig in der Verteidigung und haben mit Anthony Edwards einen überragenden Spieler in Top-Form. Der Weg der T-Wolves muss noch nicht zu Ende sein, auch wenn (höchstwahrscheinlich die Denver Nuggets) schon eine Herausforderung sind.

Und die Ausgeschiedenen?
3 Stars, ein guter Center mit Jusuf Nurcic und vielleicht noch ein Eric Gordon (mal so, mal so): Diese Rechnung kann nur aufgehen, wenn alle Stars in Top-Form sind und diese auch aufs Parkett bringen. Theoretisch denkbar, aber in der Praxis ist es halt schiefgegangen.

 

 

 

 

Die Fabelhaften Wagner-Boys

Blick über den Teich, NBA und NHL

NBA

Orlando Magic – Cleveland Cavaliers 112:89 (2:2)
4. Spiel der Serie, 4. deutlicher Heimsieg. Und diesmal war es die Show von Franz Wagner, der jegliche Zurückhaltung ablegte und klar seine beste Play-off-Leistung zeigte. Dabei sah es zur Pause überhaupt nicht gut aus für die Magic, sie lagen 49:60 zurück. Doch ein überagendes 3. Viertel drehte die Partie komplett, die Cavs trafen nichts, die Magic viel, also 37:10 und mehr als die Vorentscheidung.

Mann des Spiel
Unzweifelhaft Franz Wagner mit für ihn grandiosen Zahlen: 37 Punkte, 13 Rebounds, Wurfquote 13 von 17, und er traf sogar zwei seiner 3 Dreierversuche. Überhaupt war die Dreierquote der Magic für ihre Verhältnisse überragend mit 12 von 26.

Stark trotz der Niederlage
Center Jarret Allen bereitete den Magic gerade in der 1. Halbzeit viel Kopfzerbrechen und sammelte letztlich 22 Punkte und 9 Rebounds. Donovan MItchell war diesmal kein Faktor und leistete sich gar 6 Turnover

🇩🇪Deutsche Brille👓
Neben Franz trumpfte auch sein älterer Bruder Moritz auf, gar nicht so wegen seiner Zahlen, sondern weil er immer viel Energie von der Bank bringt.

Ausblick
Die Magic brauchen unbedingt einen Auswärtssieg. Die Frage wird sein, ob sie ihre Heimstärke jetzt auch nach Cleveland bringen. Dann sehe ich schon fürs 5. spiel gute Chancen. Doch der Heimvorteil der Cavs wiegt gerade in dieser Serie schwer.

New Orleans Pelicans – Oklahoma City Thunder  85:106 (0:3)
Fast schon eine Demonstration und diese Asgeglichenheit: Die Thunder dominieren die Serie gegen die Pelicans fast nach Belieben.Die 1. Halbzeit war ja noch ausgeglichen, doch dann hatten die Pels nichts mehr entgegenzusetzen.Stück für Stück bauten sie den Vorsprung in der 2. Hälfte aus, am Ende resignierten die Pels, die Zion Williamson nicht ersetzen können. Und dann musste auch noch der zweite Big Man Jonas Valenciunas früh raus.

Mann des Tages
Um hier nicht immer Shai Gilgeous-Alexander zu erwähnen: Jalen Williams legte ebenfalls eine starke Partie hin mit 21 Punkten, 9 Rebounds und 5 Assists. dabei erlitt er im 1. Viertel eine Kopfverletzung, die ihn aber offenbar nicht behinderte.

Stark trotz der Niederlage
Brandon Ingram, lange verletzt, legte durchaus solide Zahlen auf. 19 Punkte (7/14).

Ausblick
Die Serie dürfte durch sein. Den Pelicans fehlen die Mittel gegen die Thunder. Und ein Shai kann immer noch viel zulegen. Vielleicht können die Pels den Sweep verhindern, mehr ist aber nicht drin.

Miami Heat – Boston Celtics 84:104 (1:2)
Da war schlichtweg nix zu holen für die Heat, die nie an ihren Glanztag von Spiel 2 anknüpften.. So genügte den Celtics eine durchschnitlliche Leistung, um die Dinge wieder geradezurücken. Diesmal traf Miami eben nicht so überragend jenseits der Dreierlinie, und Boston hat enorm viele Waffen.

Mann des Spiel
Jason Tatum oder Jaylen Brown, das nimmt sich wenig im ohnehin sehr ausgeglichem Team. Tatum sammelte mehr Rebounds, Brown hatte die bessere Wurfquote. Und weil ich Tatum lieber mag …

Stark trotz der Niederlage
Am ehesten hielt noch Bam Adebayo dagegen, während ein Tyler Herro doch enorm abbaute im Vergleich zu Spiel 2.Der Center verbuchte 20 Punkte und 9 Rebound, davon 5 am offensiven Brett.

Ausblick
Die Celtics haben jetzt wieder alle Trümpfe in der Hand. Wahrscheinlich war Spiel 2 eher ein Betriebsunfall.

Los Angeles Lakers – Denver Nuggets 119:108 (1:3)
Hurra, die Lakers  leben noch, und wie. Diesmal brachten sie ihre Führung auch über die Zeit. Diesmal bekamen LeBron James und Anthony Davis die nötige Hilfe. 6 Spieler hatten 9+ Punkte, und sogar ein Hachimura traf einen dreier, den ersten dieser Serie. Bei den Nuggets kam dagegen von der Bank praktisch nichts, da reichen halt Jokic, Murray und Porter jr. nicht aus

Mann des Spiel
Anthony Davis. Immer präsent auf dem Parkett mit 25 Punkten und gleich 23 Rebounds. Lebron James auch stark (wieder mal 30 Punkte in einem sogenannten Elimination-Spiel, aber mE nicht so gut in der Abwehr.

Stark trotz der Niederlage
Nikola Jokic tat, was er konnte mit 33 Punkten und je 14 Assists und Rebounds, und auch Michael Porter Junior (27 Punkte) leferte mehr als sonst.

Ausblick
Die Lakers wissen jetzt, dass sie auch gegen die Nuggets gewinnen können (zuletzt 7 Niederlagen am Stück – und das, obwohl Jokic einen guten Tag hatte. Ob sie den Coup in der Höhe von Denver aber gleich zweimal wiederholen können, wage ich zu bezweifeln.

Ansetzungen heute:
19:00: Philadelphia 76ers – New York Knicks (1:2) DAZN
21:30: Dallas Mavewricks – Miami Heat (2:1) DAZN
01:00: Indiana Pacers – Milwaukee Bucks (2:1)
03:30: Phoenix Suns – Minnesota Timberwolves (0:3)

NHL
Sowohl die New York Islanders (gegen Carolina Hurricanes) als auch die Tampa Bay Lightning (Florida Panthers) vermieden das Ausscheiden ohne Sieg. Die Islanders brauchten dafür zwei Verlängerungen. den entscheidenden Treffer erzielte Mathew Barzel nach 81:25 Minuten mit seinem zweiten Tor der Partie.
Im Florida-Duell setzten sich die Lightning gleich mit 6:3 gegen die Panters durch. Brendan Hagel erzielte zwei Tore und leixstete einen Assist.
Die Boston Bruins schafften in Toronto den zweiten Auswärtssieg in Folge und führen nunmehr die Serie mit 3:1 an. Die Dallas Stars schafften einen äußerst mühevollen 3:2-Sieg in Overtime. Sie erspielten sich dabei Chancen zu Hauf, scheiterten aber immer wieder am überragenden Goalie Logan Thompson, der 43 Schüsse abwehrte. Wyatt Johnson traf mit seinem zweiten Treffer entscheidend.

Auswärtssiege bestätigt

Blick über den Teich, NBA

Die Dallas Mavericks und die Indiana Pacers haben nach ihren Auswärtssiegen bei den Clippers und den Milwaukee Bucks auch das 3. Spiel zu Hause gewonnen. Vor dem Aus stehen die Phoenix Suns, denen gegen die Minnesota Timberwolves sogar ein Sweep droht

Indiana Pacers – Milwauklee Bucks 121:118 OT (2:1)
Was für ein Thriller in Indy, da kommt kein Autorennen mit. Die Partie begann ja zumindest für deutwsche Nachteulen zu einer noch einigermaßen vernünftigen Zeit (23.30). Wer dann nach dem ersten ganz klaren Viertel für die Pacers sich doch zur Nachtruhe begab ohne Relive-Absicherung, hat einiges versäumt undn dürfte ein böses Erwachen gehabt haben. Im 1. Viertel spielten die Pacers die Bucks (ohne Giannis) in Grund un Boden und führten mit 18 Punkten. Noch dazu war Damian Lillard angeschlagen. Doch Schritt für Schritt kam Milwaukee näher, obwohl sie die Dreier nicht trafen (am Ende 33%). Doch sie hatten einen Khris Middleton, der eine unglaubliche Partie hinlegte und mit seinem Dreier Sekündchen vor der Schlusssirene die Overtime fixierte. Auch dort war er kaum zu stoppen. Fast tragisch für ihn, dass er am Ende den entscheidenden Wurf verfehlte.

Mann des Tages
Myles Turner, sonst eher im Schatten eines Siakam und Haliburton, legte eine tolle Partie hin mit 29 Punkten und 9 Rebounds. Er traf 4 von 10 Dreiern und sprang für den diesmal reichlich unauffälligen Pascal Siakam in die Bresche.

Stark trotz Niederlage
Die Untertreibung des Tages, denn Khris Middleton spielte vielleicht seine beste Partie in den Play-offs. Am Ende legte er 42 Punkte, traf 16 seiner 29 Würfe und angelte sich 10 Rebounds. Lillard spielte sichtlich angeschlagen, kam trotzdem aufn 28 Punkte

Ausblick
Auf keinen Fall schreibe ich die Bucks ab. Wenn Giannis zurückkommt und Damian Lillard einigermaßen fit ist, ist in dieser Serie alles möglich. Doch der kleine Vorteil liegt jetzt eben bei den Bucks

Dallas Mavericks – Los Angeles Clippers 101:90 (2:1)
Angesichts ihrer Möglichkeiten war es eine indiskutable Leistung des Star-Ensembles aus Kalifornien. Fast sinnbildlich war der furchtbare Auftritt von Russell Westbrook, der gerade mal einen Freiwurf traf, aber keinen seiner 7 Versuche aus dem Feld. Er kassierte zunächst ein technisches Foul und um 3. Viertel wurde er rausgeworfen – völlig zu Recht, acu wenn in den Play-offs eine härtere Gangart erlaubt ist. Schrecksekunde bei den Mavs, als Luka Doncic Ende des ersten Viertels mit schmerzverzerrtem Gesicht das Parkett verließ. Doch er kam wieder, hielt sich aber zurück und traf auch nur 3 seiuner 14 Dreier. Und doch war der Sieg spätestens im 3. Viertel besiegelt.

Mann des Tages
Kyrie Irving, der in der 2. Halbzeit das Heft des Handelns an sich riss und nach der Pause 19 seiner 21 Punkte markierte.

Stark trotz der Niederlage
Am ehesten noch Ivica Zubac, der sich als einziger Clipper gegen die Niederlage stemmte. Die Offensiv-Zahlen von Harden stimmen zwar, aber er leistete sich auch 5 Ballversuste und vertidigte nicht wirklich lustvoll. Und von einem Paul George ist noch am Positivsten anzumerken, dass er das gesamte letzte Viertel mit 5 Fouls auf dem Konto überstand.

🇩🇪Deutsche Brille 👓
Maxi Kleber durfte wenigstens 15 Minuten ran und trafseinen einzigen Wurf, und das auch noch als Dreier. Wieder nur auf der Bank saß Daniel Theis, der Himmel weiß warum, denn zumindest als Ersatz für Zubac kann er mE mehr einbringen als Mason Plumlee. Aber Coach Tyronn Loo verzichtet ja unverständlicherweise auch auf PJ Tucker und weitgehen auf Bones Hyland.

Ausblick
Meine Zweifel an den Clippers sind nicht weniger geworden, und das ist noch sehr vorsichtig ausgedrückt. Mir fehlt der Glaube, dass sie sich noch mal zusammenreißen.Theoretisch ist es natürlich möglich, dass Leonard, George und Harden alles einreißen.

Phoenix Suns – Minnesota Timberwolves 109:126 (0:3)
Für mich machen die Timberwolves bisher den stärksten Eindruck aller Teams in den Play-offs. Offensiv und defensiv schaut das schon sehr gut aus. Dass sie die vermeintlich so haarige Hürde Phoenix Suns bisher so souverän nehmen, überrascht wohl nicht nur mich. Sie sind extrem variabel und schwer auszurechnen (6 Spieler punkteten zweistellig. Sie kommen letztlich mit einer 7er-Rotation aus, und wenn alle Stricke reißen, dann übernimmt Anthony Edwards. Bis zur Pause konnten die Suns, frenetisch angefeuert von den Fans, noch einigermaßen mithalten, doch ein für sie deprimierendes 3. Vier. tel brachte die Entscheidung. Dabei kamen die Top-Stars Kevin Durant, Devin Booker und Bradley Beal alle auf 20+ Punkte.

Mann des Tages
Anthony Edwards legte 36 Punkte, 9 Rebounds und 5 Assists auf. Und der Auftritt ist sogar noch verbesserungswürdig, denn er traf nur einen seiner 5 Dreierversuche (insgesamt 12 von 23).

Stark trotz der Niederlage
Besagtes Top-Trio Durant, Booker und Beal enttäuschte nicht, aber es fehlte halt der Kick. Und Beal kam erst richtig in Fahrt, als alles zu spät war. Und im 3. Viertel sind sie alle untergegangen.

Ausblick:
Für die Suns wird es jetzt erst mal darum gehen, wenigstens ein Spiel zu gewinnen und noch mal nach Minneapolis zu dürfen. Aber ein 0:3 hat eben noch kein Team in 150 Versuchen aufgeholt, und ich sehe nicht, wie sich das gegen dieses Minnesota ändern kann.

Ansetzungen heute
19.00: Orlando Magic – Cleveland Cavaliers (1:2)
21:30: New Orleans Pelicans – Oklahoma City Thunder (0:2)
00.00: Miami Heat – Boston Celtics (1:1)
03:30: Los Angeles Lakers – Denver Nuggets (0:3)

 

Embiids Glanztag

Blick über den Teich, NBA

Die Nuggets stehen vorm Sweep, die Magic und Sixers machen ihre Serien spannend

Orlando Magic – Cleveland Cavaliers 121:83 (1:2)
Glanzvolle Heimpremiere in Play-offs  für die meisten Spieler der Magic. Der Erfolg gegen die Cavaliers stand letztlich nie in Frage. Während sich Orlando vor heimischen Publikum gegenüber den ersten beiden Spielen extrem steigerte, fiel Cleveland am Ende richtiggehend auseinander. Vor allem ihre Dreierquote war mit 8 von 34 erschütternd. Die Magic sind in dieser Disziplin auch kein Überteam (13 von 37), hatten aber insgesamt eine gute Wurfquote ((51,1 Prozent)eine gute

Mann des Spiels
Paolo Banchero war der beste unter vielen Guten und legte 31 Punkte und 14 Rebounds auf. Magic-Rekord für ein erstes Play-off-Spiel zu Hause und damit besser als ein Shaquille O´Neal. Großartig auch Jalen Suggs mit 24 Zählern.

Stark trotz der Niederlage
Am ehesten noch Center Jared Allen mit 5 von 6 Treffern aus dem Feld und 8 Rebounds

🇩🇪 Deutsche Brille 👓
In seinem ersten Play-off-Heimspiel kam Franz Wagner auf 16 Punkte und 8 Assists. Bestwert des Teams bei der +/–Bilanz mit +32. Mo Wagner diesmal nicht so auffällig mit nur 2 Punkte und immerhin 6 Rebounds.

Ausblick
Bisher 3 letztlich klare Heimsiege. Die Magic müssen jetzt auch Spiel 4 für sich entscheiden. Dann traue ich ihnen den notwendigen Auswärtssieg in Cleveland zu.

Philadelphia 76ers – New York Knicks 125:114 (1:2)
Diese Serie galt im Osten als die spannendste und hochklassigste, und wie es aussieht, werden die Erwartungen sogar übererfüllt. Bei knapper Führung von den Knicks zur Pause brachte ein nahezu perfektes drittes Offensiv-Viertel die Vorentscheidung. Für eine Play-off-Partie unglaublche 43 Punkte sammelten sie Sixers in diesen 12 Minuten. 17 ihrer 22 Würfe fanden das Ziel, davon 9 von 12 Dreierversuchen. Die Knicks hielten tapfer dagegen, doch die Sixers trafen auch die unmöglichsten Würfe

Mann des Spiels
Joel Embiid. Obwohl er an seiner halbseitigen Gesichtslähnmung leidet und auch an den Nachwirkungen seiner Knieverletzung. Was der Center ablieferte, war schlicht atemberauben. In besagten 3. Viertel traf er 4 von 4 Dreiern und 7 seiner 8 Würfe.. Am Ende standen für ihn 50 Punkte (Karriere-Bestwert in Play-offs) und 8 Rebounds. Aber es war die starke Mannschaftsleistung, die den Erfolg brachte.

Stark trotz der Niederlage
Jalen Brunson ist das Herz und de Kopf der Knicks und wehrte sich fast bis zuletzt. Er legte 39 Punkte und 13 Assists auf. Insgesamt lesen sich die Zahlen gut, aber diesmal halt nicht gut genug

🇩🇪 Deutsche Brille 👓
Isaiah Hartenstein hatte ein problematisches Spiel, weil er schnell in Foul-Schwierigkeiten kam. Deswegen nur 25 Minuten Einsatzzeit. Joel Embiid ist ja auch ein Meister darin, seinen Gegnern Fouls anzuhängen, wobei nicht jeder Pfiff für mich nachvollziehbar war. Starbonus halt. Immerhin verbuchte Hartenstein solide 14 Punkte, konnte aber nicht so aggressiv verteidigen wie üblich.

Ausblick
Die Frage stellt sich, ob die Sixers eine derartige Glanzleistung wie im 3. Viertel wiederholen können. Embiid jedenfalls scheint trotz seiner Handicaps der Mann zu sein, den es zu stoppen gilt. Aber gerade die erste Halbzeit, als Phillie „normale“ Werte hatten, zeigte die Klasse der New Yorker. Eine echte Prognose wage ich nicht.
Noch eine Anmerkung: Die Orgelbegleitung der Sixers bei Heimspielen ist mit Abstand die nervigste der Liga. Aber das ist wahrscheinlich der Sinn der Sache, die Gäste bis aufs Blut zu reizen.

Los Angeles Lakers – Denver Nuggets 105:112 (0:3)
Wie sich die Bilder gleichen. Erneut führten die Lakers zu Pause, lagen zwischenzeitlich mit 10 Punkten vorn. Um dann wie in den beiden ersten  Spielen stark nachzulassen. LeBron James und Anthony Davis sind auf die gesamte Partie schlicht zu wenig, vor allem wenn ein DÁngelo Russell nicht einen Punkt beisteuert bei auch nur 7 Wurfversuchen. Die Frage stellt sich, ob das so gewollt ist vom Coach oder es sich aus dem Spiel her ergibt. Und wenn dann ein James nur einen von 6 Dreiern trifft …
Die Nuggets dagegen zeigen, dass sie ein extrem homogenes Team vorne und hinten sind mit Nikola Jokic als Leuchtturm.

Mann des Spiel
Tatsächlich aber nicht Jokic, sondern erstaunliche Aaron Gordon, einer der X-Faktoren im Spiel der Nuggets. Er legte 29 Punkte auf und sammelte 15 Rebounds, davon 5 in der Offensive. Überhaupt waren die Nuggets an den Brettern klar überlegen (51:38).

Stark in der Niederlage
Anthony Davis. Wieder mehr als 30 Punkte und 15 Rebounds. Diesmal wusste auch Austin Reaves mit 22 Punkten zu überzeugen.

Ausblick
Für mich geht es letztlch nur noch um die Frage, ob die Nuggets sich die Serie in 4 oder 5 Spielen holen. Dass die Lakers in ihrer Verfassung jetzt 4 Spiele hintereinander gegen den Titelverteidiger gewinnen, glaubt wohl nicht mal der größte Fan.

Ansetzungen heute
23:30: Indiana Pacers – Milwaukee Bucks (1:1/DAZN) Die Bucks wahrscheinlich ohne Giannis.
02:00: Dallas Mavericks – LA Clippers (1:1)
04:30: Phoenix Suns – Minnesota Timberwolves (0:2)