Blick über den Teich, NBA
Wieder 4 Spiele, wieder werde ich mich zumindest bei zweien eher kurz halten. Das Match des Tages lieferten sich die Toronto Raptors und Cleveland Cavaliers, nicht unbedingt wegen der Qualität (die war eher unterirdisch), aber die Spannung war rieseig.
Toronto Raptors – Cleveland Cavaliers 93:89 (2:2)
Spätestens jetzt werden die Cavaliers ins Nachdenken kommen. Dass diese Serie doch nicht so einfach ist, wie sie sich das nach den beiden ehe lockeren Heimerfolgen vorgestellt haben. Trotz unfassbarer Abschlussschwächen (wie zur Hölle kann man trotz einer desaströsen Dreierquote von 13,3 Prozent gewinnen?), schafften die Raptors den Ausgleich nach Siegen.
Bester der Sieger
Scottie Barnes: Er begann, als wolle er die Cavs alleine erledigen, kühlte allerdings genauso schnell ab, wie er sich erhitzt hatte. Immerhin fing er sich im Schlussabschnitt (10 Punkte), als er vor allem an der Freiwurflinie die Nerven behielt (6 von 6). Das Schöne für Toronto: Es besteht Steigerungspotenzial.
Stark beim Verlierer
Donovan Mitchell: 3 eher desaströse Viertel schüttelte er ab, wie es nur ein Superstar vermag. War allerdings fast Alleinunterhalter eines langsam, aber sicher zerbröselnden Teams, in dem zum Beispiel Co-Star James Harden kaum mehr zu sehen war, zumindest nicht als Schütze (1 Dreier). Am Ende standen für Mitchell 20 Punkte zu Buche, für ihn unterdurchschnittlich gerade wegen der grauenhaften Quote (6/24).
X-Faktor
Brandon Ingram: Kam ebenfalls auf 23 Punkte: Stark an der Freiwurflinie (8 von 9), eher ineffizient aus dem Feld (6 von 23). Doch 3 Dreier zur rechten Z halfen den kanadiern sehr weiter.
Zahlereien
0/11 Dreier der Raptors fanden im 1. Viertel das Ziel. Da sind die 2/10 erfolgreichen Distanzwürfe der Cavs fast schon lobend zu erwähnen. Am Ende waren es 4/30 der Raptors und 10/40 der Cavs. Noch Fragen?
🇩🇪🇦🇹👓
Dennis Schröder bekam 13:12 Minuten Einsatzzeit, in denen er immehin 8 Punkte (Wurfquote: 4/7) und 5 Rebounds schaffte. Andgesichts der eher mauen Vorstellung von anderen, stellt sich schon die Frage, warum es nicht ein bisschnen mehr sein durfte.
Jakob Pöltl: Zuverlässig wie immer (und das Dreierwerfen untelässt er von vornherein). 10 Punkte, 6 Rebounds und je 1 Asssist, Block udnd Steal trug der österreichische Center bei.
Ausblick
In Cleveland geht die Angst um, dass die Cavs nach 2025 wieder viel zu früh scheitern. Schlüsselspiel wird Game 5 in der Nacht zu Donnerstag, und die Nerven dürften gewaltig flattern. Von kantersieg bis Auswärts-Erfolg ist da alles drin.
Nächstes Spiel: Do., 01:30: Cavaliers – Raptors
Portland TrailBlazers – San Antonio Spurs 93:114 (1:3)
Zur Pause führten die Blazers noch mit 18 Punkten, doch dieser Vorsprung war im 3. Viertel innerhalb von nur acht MinutenMinuten aufgebraucht. Da trafen die Spurs nach Belieben, unter anderem gleich 4 von 7 Dreier. Ein weiterer Zwischenspurt Ende 3. Anfang 4. Vierel beseitigte alle Zweifel am Auswärtssieg der Spurs, bei denen Victor Wembanyama wieder dabei war.
Bester der Sieger
Victor Wembanyama: Starke Rückkehr nach der leichten Gehirnerschütterung in Spiel 2: 27 Punkte sammte er und 12 Rebounds. Doch vor allem in der Verteidigung war er teilweise unüberwindlich: 4 Steals und 7 Blocks sind reif fürs Rekordbuch (nicht wörtlich nehmen).
Stark trotz der Niederlage
Deni Avidja: 26 Punkte schaffte der Israeli, dazu 7 Rebounds und 3 Assists (aber auch 5 Ballverluste). Allein war er überfordert, und nur Jrue Holiday und Jeremi Grant gaben ein bisschen Unterstürzung.
X-Faktor:
De’Aaron Fox: Der einzige in der Starting Five mit größerer Play-off-Erfahrung, die er noch bei den Sacramento Kings sammelte. Dieses Mal zeigte er endlich seine ganze Klasse 7 Assists und 6 Rebounds. So haben sich die Spurs das bei der Verpflichtung vorgestellt.
Ausblick
Alles spricht dafür, dass die Spurs den Sack in Spiel 5 zumachen. Kräftesparen für Wembanyama wäre nicht das Schlechteste.
Nächstes Spiel: Mi., 03:30: Spurs – Blazers
Philadelphia 76ers – Boston Celtics 96:128 (1:3)
Nie hatten die Sixers den hauch eine Chance. Zunächst war die vermeintlich 2. Garde der Celtics um e Peyton Pritchard erfolgreich, später übernahm Top-Star Jayson Tatum (25 Punkte in der 2. Halbzeit).
Bester der Sieger
Peyton Pritchard: 32 Punkte legte er auf, davon 13 im 1. Viertel, als er mit 4 Dreiern die Sixers entnervte. Solche Leute in der Hinterhand helfen ungemein.
Stark beim Verlierer:
Joel Embiid: Endlich wieder dabei, und der Center war der einzige der Sixers, der sich gegen die Niederlage stemmte (26 Punkte, 10 Rebounds).
Ausblick
Hier ist für mich die Sache noch klarer als die für San Antonio. Boston wird in die nächste Runde einziehen.
Nächstes Spiel: Mi., 01:00: Celtics – Sixers
Houston Rockets – Los Angeles Lakers 115:96 (1:3)
Start einer Aufholjagd ode doch nur Verschnaufpause der Lakers? Früh fiel die Entscheidung, un d niemand in LA sah sich genötigt, wirklich ernsthaft dagegen einzuschreiten.Sehr ausgeglichene Rockets, bei denen alle 5 Startspieler 16+ Punkte sammelten. Deandre Ayton (19 Punkte) zeigte bei den Lakers noch am ehesten auf.
Ausblick
Im nächsten Spiel zuhause sollte es die Lakers dann schon richten, wenn sie sich eine Nervenprobe ersparen wollen. Offenbar allerdings weiterhin ohne Luka Doncic und Austin Reaves
Nächstes Spiel: Do., 04:30: Lakers – Rockets
Ansetzungen
Di., 02:00: Magic – Pistons (2:1)
Di., 03:30: Suns – Thunder (0:3)
Di., 04:30: Nuggets – Timberwolves (die Wolves ohne Edwards und wahrscheinlich auch ohne DiVincenzo)
Mi., 01:00: Celtics – Sixers (3:1)
Mi., 02:00: Knicks – hawks (2:2)
Mi., 03:30: Spurs – Blazers (3:1)
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