Judge trift – Yankees jubeln

besser hätte der Abend für die New York Yankees nicht laufen können. Sie selbst lösten mit einem 3:1 bei den Kansas City Royals das Ticket für die Conference Finals. Ihr Gegner findet sich erst am Samstag, wenn sich die Cleveland Guardians und Detroit in Spiel 5 beharken, viele Pitcher verbrauchen, und sich der Sieger dann noch von Cleveland/Ohio in die Bronx begeben darf. Das ist für USA-Verhältnisse allerdings ein Katzensprung mit 650 Kilometern.

Detroit Tigers – Cleveland Guardians 4:5 (2:2)

Die Tigers durften am Sieg schnuppern, als sie im 6. Inning durch Wenceel Perez´ Single mit 3:2 in Führung gingen. Die Chancen stiegen gar, weil im 7. Inning die Guardians-Schlagmänner zwei Outs produzierten. Dann allerdings trat der eingewechselte David Fry an die Platte mit einem Runner auf Base, und er beförderte den Ball zum Entsetzen der Heimfans über den Zaun. Im 9. Inning war es erneut Fry, der mit einem perfekten Sacrifice Bunt die Führung auf 5:3 erhöhte.
Im unteren 9. Inning kam bei Detroit noch mal Hoffnung auf, als Justyn-Henry Malloy ein  Lead of-Hitter Double gewann. Doch geradezu läppisch ließen sich die folgenden Schlagmänner ausmachen. Cleveland-Closer Emmanuel Clase benötigte insgesamt nur 7 Würfe, um 3 Schlagmänner auszumachen, und dass dabei noch Mally noch einen 4. Detroiter Punkt schaffte, konnte Cleveland egal sein.

Jetzt kommt es Samstagnacht also zum 5. Spiel der beiden, wieder in Cleveland. Für die Tigers wird der bisher in der Post Season so brillierende Tarik Skubal pitchen. Sollte Detroit gewinnen, käme er im Conference Final gegen die Yankees frühestens in Spiel 3 zum Einsatz.

Kansas City Royals – NEW YORK YANKEES 2:3 (1:3)
Dieses Spiel wird auch nicht in die Baseball-Annalen kommen. Die Yankees scorten im 1., 4., und 6. Inning, die Royals kamen nur im unteren 6. Inning zu ihrem Ehrenpunkt (falls es sowas im Baseball gibt). Die Royals hatten immer wieder Läufer auf Base, aber sie brachten diese bis auf eine Ausnahme nicht nach Hause. Einige gefährliche Hits wurden kurz vor der Plane noch abgefangen. Gerrit Cole pitchte für die Yankees 7  starke Innings, ließ nur einen Runzu bei 6 Hits und keinen Walk, der Bullpen mit Holmes und Weaver ließ in jeweils einem Inning gar nichts mehr zu.
Bemerkenswert: Aaron Judge schaffte den ersten Extra-Base-Hit (Double) der Serie und punktete auch zum ersten Mal. Langsam wrd das wieder, zumal er keinen Strikeout (Überraschung!) hinnehmen musste.
Die Yankees können jetzt am Samstagabend gemütlich auf dem Sofa warten, wer sich als ihr Gegner fürs Conference Final qualifiziert. Diese Serie beginnt am Sonntag im Yankee Stadium. Fun Fact Sowohl am Sonntag als auch am Montag laufen gleichzeitig in New York NFL-Heimspiele der Giants und Jets

Ansetzungen
Fr., 02:00: Los Angeles Dodgers – San Diego Padres (2:2)
Japanisches Pitcher-Duell: Für die Padres wird der in Spiel 2 bärenstarke Yu Darvish werfen, für die Dodgers der in Spiel 1 nicht
überzeugende Yoshinobu Yamamoto.
Sa., 02:00: Cleveland Guardians – Detroit Tigers (2:2)

WNBA

New York Liberty – Minnesota Lynx 93:95 OT (0:1)
So geht Spannung, meine Baseball-Herrschaften. Wobei es ehrlich gesagt lange nicht danach aussah, denn die New Yorkerinnen führten schon mit bis zu 18 Punkten, ehe sich die Lynx zu einer Aufholjagd bequemten. Grandios aber die Endphase: 9 Sekunden vor Schluss traf Williams nicht nur mit einem Dreier zum 83:83-Ausgleich, sie wurde dabei auch noch gefoult und verwandelte den Freiwurf zur Führung. Ein seltenes 4-Punkte-Spiel. New York antwortete, und Breanna Stewart wurden in der Schlusssekunde nach einem Foul gegen sie 2 Freiwürfe zugesprochen. Den ersten vewandelte sie eiskalt, der zweite Ball sprang wieder aus dem Korb. Also Velängerung, und in der sollten die Lynx das bessere Ende für sich haben.
Gerade im 1. Viertel trumpften die Liberty wie entfesselt auf und schafften 32 Punkte (in 10 Minuten wohlgemerkt). Doch danach verließ sie das Trefferglück und die Lynx konnten Punkt für Punkt abknabbern.
Leonie Fiebich hatte einen glänzenden Tag. Die Scharfschützin verwandelte 5 von 9 Dreier (allerdings von nur einen von) Zweiern, schnappte sich 6 Rebounds und gab 4 Assist. Sie leistete sich aber auch wieder mal 4 Fouls, das muss sie abstellen.

Ansetzung Samstag
21.00: New York Liverty – Minnesota Lynx (0:1)

Liberty und Fiebich schon ab heute in den Finalspielen

Blick über den Teich

WNBA

Schon heute beginnt die best-of-5-Finalserie der Frauen zwischen den New York Liberty und den Minnesota Lynx. Das logische Endspiel, denn nach der regulären Spielzeit belegten diese Teams die Plätze 1 und 2. Ich sehe die Liberty als Favoritinnen, was nicht allzu viel heißen muss. Aber mit Breanna Stewart und Sabrina Ionescu haben sie zwei herausragende Spielerinnen. Die Deutsche Leonie Fiebich steht in der Starting Five: Mal sehen, ob die 1,93-Meter-Frau neben Verteidgungsarbeit auch den einen oder anderen Wurf nehmen darf.
Bei den Lynx sind vor allem Napheesa Collier, Courtney Williams und Kayla McBride zu beachten.

NHL

Wie schon geschrieben: ich werde die Liga zunächst hier nur unregelmäßig begleiten und  den Blick eher Blick auf außergewöhnliche Ergebnisse, Stats und Ähnliches sowie und die deutschen Spieler (inkl Marco Rossi von den Minnesota Wild aus Austria) richten (auch nicht immer alles) und natürlich „meine Finnen“. Mittwochnacht erlebte Leon Draisaitl mit den Edmonton Oilers beim Auftakt  schon tradtionellen inner-kanadischen Duell gegen die Winnipeg Jets ein 0:6-Debakel – und das zu Hause. Draisaitl stand dabei bei 2 Gegentreffern auf dem Eis und schoss dreimal erfolglos aufs Tor.
Außerdem bemerkenswert: Das neue Team aus Utah, das noch keinen Namen hat, sondern diese Saison unter Utah Hockey Club firmiert, gewann sein erstes Spiel mit 5:2 gegen die Chicago Blackhawks. Gut 11 000 Zuschauer waren ins Delta Center gekommen. Zu den NBA-Basketballern der Jazz sind es durchschnittlich mehr als 17 000, das ist also noch ausbaufähig. Utah Hockey Club hat die Franchise der Arizona Coyotes mit allen Rechten und Spielern übernommen.

Klopp zu Red Bull – ein normaler Fußball-Move

Diese Nachricht versetzte ganz (Fußball)-Deutschland in helle Aufregung: Jürgen Klopp, der gefeierte Trainer, der den FC Liverpool und davor Borussia Dortmund in lange vergangene Höhen zurückführte, kehrt auf die Fußball-Bühne zurück, die für ihn die Welt bedeutet. Unerwartet früh nach seiner selbst auferlegten Pause im Mai, weil seine Batterien leer waren. Aber Klopp und Nichtstun, das passt nicht zusammen, und vielleicht hat (reine Spekulation!) auch seine geliebte Ulla den freundlichen Rat gegeben, nicht ständig zu Hause zu sein …
Doch dass er ausgerechnet beim als Kunstprodukt verschrienes und rein kommerziell arbetenden Red-Bull-Konzern anheuert, wo er als Leiter der Fußball-Abteilung fürs Große Ganze zuständig sein wird, stößt vielen Fans sehr sauer auf. Wie kann „unser Kloppo“ nur der Spur des Geldes folgen?, klagt es allenthalben. Borussia Dortmund, das war und ist doch die „wahre Liebe“, die Reds leben doch Fußball pur in ihrer Anfield Road. Red Bull dagegen? puh: Nur der Gewinnmaximierung dem schnöden Mammon hinterher, das die Roten Bullen mit ihrer widerlichen Plörre (das Zeug ist wirklich ungenießbar) ohnehin mehr als genug verdienen.

Welche Gründe Jürgen Klopp tatsächlich für den Schritt zu Red Bull bewogen haben, sind letztlich seine Sache. Das Projekt klingt nicht uninteressant, zurzeit kriselt es ja ein bisschen bei Red Bull und in den Dependancen Salzburg, Leipzig, New York. Doch die Fußball-Romantiker überhöhen Jürgen Klopp und seine reine Fußball-Liebe ohne jedes finanzielle Interesse ohnehin gewaltig. Man schaue nur in einen normalen Werbeblock (nicht nur) bei Fußball-Übertragungen, wo uns Jürgen Klopp mit seinem markanten Zähne-Grinsen die Vorzüge dieser Biermarke, jener Geldanlage und vieler Produkte mehr anpreist. Sein gutes Recht, derlei Angebote anzunehmen, aber halt auch finanzielle Gewinn-Maximierung.
Und die vermeintlichen allein dem Fußball-Herzen sich verpflichtenden Ex-Vereine? Borussia Dortmund: der einzige börsennotierte Club in Deutschland. FC Liverpool: Seit Jahren in den Händen eines US Investors, der weltumspannenden Fenway Gruppe, der unter anderem auch die Baseballer der Boston Red Sox gehören. Hier wie dort hat er sich fürstlich alimentieren lassen.

Es ist also ein ganz gewöhnlicher Schritt des selbsternannten „Normal One“, den Jürgen Klopp gegangen ist. Interessant wird sein, ob er sich tatsächlich wie angekündigt aus dem Tagesgeschäft heraushält. Salzburg anywhere, wo sein Liverpool-Assistent Pep Lijnders anheuerte und große Probleme hat. Dann ist ja noch das Projekt deutsche Nationalmannschaft, von dem zumindest der Boulevard spätestens für die Zeit nach Julian Nagelsmann träumt (also 2026 oder 28). Erst hieß es, Jürgen Klopp habe eine Ausstiegsklausel für den DFB, doch zumindest das Fachblatt „Kicker“ bestreitet das Existieren einer solchen. Letztlich egal, denn wenn es Klopp tatsächlich Richtung Nationalmannschaft drängt, werden sich auch hier Lösungen finden, egal was in Verträgen so steht. Fußball 2000 halt.

Die Mets bleiben auf Mission

AMERICAN LEAGUE

Detroit Tigers – Cleveland Guardians 3:0 (2:1)
Ein Spiel, das sich geradezu wie Kaugummi hinzog. Klar, im Baseball kann es immer zu einer Offensiv-Explosion kommen, aber was die Guardians-Schlagmänne an der Platte veranstalteten, war an Harmlosigkeit kaum noch zu überbieten. 6 Hits, alles Singles standen am Ende zu Buche. Die Tigers selbst vertrauten auf ihr schon in den Wild Cards bewährtes Rezept, viele Pitcher einzusetzen, so dass es die Schlagmänner der Guardians immer wieder mit neuen Gesichtern zu tun hatten.
Selbst waren sie an der Platte nicht besser, aber sie nutzten ihre wenigen Chancen wesentlich effizienter, so dass am Ende ein 3:0 heraussprang.
Es war der 2. Zu-Null-Sieg der Tigers in Folge. Die Offensive der Guardians ist nach dem unglaublichen 1. Inning in Spiel 1 praktisch völlig zum Erliegen gekommen. Das lässt für die Serie nichts gutes Erahnen.

Kansas City Royals – New York Yankees 2:3 (1:2)
Auchn in diesem Spiel dominierten die Defensiv-Reihen. Giancarlo Stanton mit einem Double und Juan Soto mit einem Sacrifice Fly brachten die Yankees mit 2:0 in Führung. Kyle Isbel und Michael Massey glichen im unteren 5. Inning aus. Mike Stanton wurde dann zum Mann des Tages für die Yankees, als er mit seinem Solo Home Run im 8. Inning den entscheidenden Run scorte. Die Royals hatten zwar im unteren 8. Inning mit 2 Mann auf Base noch einmal eine große Chance, doch Yuli Gurriel gelang nur nooch ein harmloses Fly out.
Aaron-Judge-Watch: Er blieb in 4 At Bats ohne Hit (1 Walk), kassierte allerdings auch „nur“ ein Strike out, besser als sein Play-off-Durchschnitt …

NATIONAL LEAGUE

NEW YORK METS – Philadelphia Phillies 4:1 (3:1)
Der Held des Spiel war Francisco Lindor, der im 6. Inning mit einem Grand Slam aus dem 0:1 ein 4:1 machte. Bis dahin verzweifelten die Mets-Fans an vergebenen Chancen. In den ersten beiden Innings schafften die Mets-Schlagmänner das traurige Kunststück, jeweils 3 geladene Bases ohne Run zu verlassen. Am Ende strandeten, wie es so schön heißt, insgesamt 10 Läufer auf den Bases. NY-Closer Edwin Diaz machte es im 9. Inning noch mal spannend, als er 2 Runner auf Base ließ, doch Kyle Schwarbers Out beendete die heikle Situation.
Damit setzen die Mets ihre fabulöse Reise, die im August in fast aussichtsloser Lage begonnen hatte. Sie stehen zum ersten Mal seit 2015 in einem Conference Finale, beendeten erstmals seit 24 Jahren eine Play-off-Serie zu Hause siegreich. In dieser Form werden sie auch gegen die LA Dodgers oder San Diego Padres ihre Chance haben.

San Diego Pardes – Los Angeles Dodgers 0:8 (2:2)
Dass die Dodgers mit ihrer tollen Offensive jederzeit Runs scoren konnten, war bekannt, das hatten sie auch schon in 2 der 3 Spiele gegen die Padres gezeigt. Was jetzt dazu kam: Die Defensive und insbesondere die Pitcher hielten diesmal jedem Angriff des kalifornischen Rivalen stand. Auch hier bewährte sich die Taktik Tigers-Taktik, viele Werfer einzusetzen. Gleich 8 Pitcher traten für die Dodgers auf den Mound, nur Blake Treinen kassierte mehr als einen Hits. Und bei Runner in Scoring Position (mindestens auf der 2nd Base) blieben die Dodgers bei acht Versuchen der Padres makellos.
Selbst punkteten die Dodgers früh durch den Homerun von Mookie Betts im 1. Inning, dem sie jeweils 2 Runs in Durchgang 2 und 3 folgen ließen. Auch von einer unglücklichen Situation ließen sie sich nicht beeinträchtigen: Ein Hit hätte mit Sicherheit für einen weiteren Run durch Shohei Ohtani geführt, doch der Ref an der 3. Platte bremste den Ball, so dass der Japaner an der Home Plate ausgemacht werden konnte.
Jetzt kommt es am Freitag (2:08 Uhr Samstagfrüh MESZ) zum Showdown in LA, die Mets werden interessiert auf ihren Gegener in der NLCS warten …

Ansetzungen heute
00:08: Detroit Tigers – Cleveland Guardians (2:1)
Die Tigers überlegen noch den Starting Pitcher. In einem eventuellen Spiel 5 am Samstag würde der zurzeit so unglaublich starke
Tarik Skubal auf den Mound zurückkehren. Im Hinblick auf die Conference Series wäre es für die Tigers natürlich toll, wenn sie ihn dafür
schonen könnten.
02:08: Kansas City Chiefs – New York Yankees (1:2)
Für die Yankees ist der vernmeintlich beste Pitcher Gerrit Cole am Start.

Was so übrigbleibt

Trauer um Johan Neeskens

Der Holländer gehörte zu den (auf hohem Niveau) bedauernswerten Fußballern, die zwei WM-Endspiele verloren, aber keinen Titel gewonnen haben. Wie Toni Schumacher, Kalle Rummenigge und andere Deutsche 1982und 1986.  Zweimal scheiterte er mit Oranje am Gastgeber, 1974 in Deutschland und 1978 in Argentinien. Neeskens stand immer ein wenig im Schatten von Cruyff, König Johan, den II. nannten sie ihn, und er selbst konnte damit gut leben. „Ich bin sehr zufrieden, nur der zweitbeste Spieler der Welt zu sein“, sagte er mit einem Augenzwinkern auf das Verhältnis zu Cruyff angesprochen. Mit dem prägte er nicht nur im holländischen Trikot, sondern auch bei Ajax und später beim FC Barcelona das Mittelfeld prägte.
Unvergessen für die deutschen Fans ist natürlich sein Elfmeter gegen Deutschland, als er beim Schuss mehr in den Boden hieb statt den Ball traf, der deshalb unhaltbar für Sepp Maier in der Mitte des Tores einschlug.
Neeskens war die Pferdelunge im Holland-Spiel, lebte das Voetball totaal von Trainer Rinus Michels vorbildlich, war Abfangjäger und Ballschlepper und mit seinem gewaltigen Schuss eine stete Bedrohung. Ein fantastisches Tor gelang ihm im WM-Halbfinale 1974 gegen Brasilien (das nur das letzte Zwischenrundenspiel und kein echtes Halbfinale war, für die Schlaumeier).
https://www.youtube.com/watch?v=jcW-dUXfQrc

Das war der Fußball, in dem ich mich verliebte, und es gehört zu den vielen Ungerechtigkeiten dieses Sports, dass dieses Oranje nicht Weltmeister wurde.

Jetzt ist Johan Neeskens im Alter von 73 Jahren gestorben. Bis zuletzt war er als Trainer in Algerien tätig. So große Spuren wie als Spieler hat König Johan, der Zwote allerdings nie hinterlassen.

Tina Herrmann beendet Karriere

Mit nur 32 Jahren hängt die Hessin den Skeleton-Schlitten an den sprichwörtlichen Nagel. Skeleton: Das sind die „Verrückten“ Frauen und Männer, die sich kopfüber in einen Eiskanal stürtzen, Kinn-  und Nasenspitze nur Zentimeter über dem Boden. Gleich siebenmal gewann Herrmann bei Weltmeisterschaften einen Titel, gewann zweimal den Gesamtweltcup. Nur bei Olympia wollte es bei ihr nicht klappen. Obwohl immer als Mitfavoritin gestartet, fuhr sie 2018 als Fünfte und 2022 als Vierte jeweils an einer Medaille vorbei. Ein dritter Anlauf im Februar 2026 will sie nicht mehr in Angriff nehmen, obwohl sie dann mit knapp 34 Jahren, am 5. März hat sie Geburstagdurchaus noch jung genug für den Eiskanal wäre. Welcher das ist, steht im übrigen immer noch nicht fest, aber das hat die Entscheidung sicher nicht beeinflusst.

Si tacuisses …

Also sprach: Alexander Zverev, Tennisprofi.
„Ihr versaut das komplette Turnier!“, motzte er in Richtung Stuhlschiedsrichter Mohamed Lahyani. Nicht nur maßlos übertrieben war die Klage, sondern auch ungerecht, denn der Ref erkannte völlig zurecht, dass Zverev einen Stop von Griekspoor nicht mehr rechtzeitig erreicht hatte und legte während der kommenden Pause nach: „Du sitzt bequem auf Deinem Stuhl, während ich mir den Arsch abrenne … Jedes Grand-Slam-Finale, in dem ich stehe, verliere ich wegen Euch (Schiedsrichtern). Anmerkung: Zweimal stand er in einem Endspiel: 2020 war er zu doof, gegen Dominic Thiem einen 2:0-Satzvorsprung nach Hause zu bringen, dieses Jahr verlor er in Paris gegen Carlos Alcáraz ebenfalls in 5 Sätzen und wurde tatsächlich durch eine sehr zweifelhafte Entscheidung benachteiligt.

Also sprach: Kevin Behrens, Fußball-Profi
„So eine schwule Scheiße unterschreibe ich nicht.“ Der Nationalspieler (tatsächlich) meinte damit ein Regenbogen-Trikot, das er wie alle anderen Wolfsburg-Profis mit einem Autogramm versehen sollte. Das widerspreche jeglichen Grundsätzen der Vereinsphilosphie, hieß es in eienr Stellungnahme des Vereins auf Nachfrage. Behrens selbst gibt den Zerknirschten: „Meine spontanen Äußerungen waren nicht in Ordnung“, bekannte er in der Sport Bild, die den Fall aufgriff. Die Entschuldigung kann ich glauben oder auch nicht. Es passiert schon auffallend häufig, dass erst unerträgliche Äußerungen in die Welt geblasen werden, die dann der Betreffende versucht wieder einzufangen, wenn das Geschrei allzu groß wird.