von Münchner Löwe | Aug. 10, 2023 | Frauen-WM, Fußball
Vor dem Powerranking der Viertelfinalistinnen noch eine ‚Anmerkung: Wie fast erwartet ist Donald Trump über seine Lieblingsfeindin Megan Rapinoe nach ihren Fehlschuss hergezogen. „Guter Schuss, Megan. Die USA fahren in die Hölle. Mehrere der Spieler stehen den USA feindlich gegenüber“, verkündete der Ex-Präsident. Und auch Joe Biden bekam sein Fett ab. „Die schockierende Niederlage gegen Schweden ist ein Symbol dafür, was unserem Land unter den Schurken Joe Biden widerfährt.“ Naja, wenn der Rant denn seiner Seele guttut …
Und jetzt das Powerranking
1. Japan
Weiter ist Nippon ziemlich souverän. Zwar haben die Asiatinnen vs Norwegen ihr erstes Gegentor kassiert, aber das steckten sie weg und erdrückten Norge zeitweise, so dass die Tore fast zwangsläufig fielen. In dieser Form bleiben sie mein WM-Favorit.
2. Frankreich
Es war schon beeindruckend, wie Les Bleues das Überraschungsteam aus Marokko auseinandernahm. Klar der Spielverlauf war ganz nach ihrem Geschmack und die Partie nach knapp einer halben Stunde entschieden, doch die Spielfreude das Können offensiv wie defensiv beeindruckt und haben hier wie dort Ausnahmekönnerinnen wie Renard und Diani.
3. Spanien
Aitana Bonmati ist für mich bisher die überragende Spielerin des Turniersw. Technisch perfekt, erfindungsreich und torgefährlich, was will man mehr. Und Espana hat bestimmt die Lehre aus dem 0:4 gegen Japan in der Vorrunde gezogen. Für mich sind sie deshalb leichter Favorit gegen Holland. Interessant wird sein, ob und wie Alexia Putellas eine Rolle spielt.
4. England
Immer noch ist mir nicht klar, wie stark die Lionesses wirklich sind. Aber eines steht fest: man muss sie erst mal bezwingen. Nigeria war nah dran, aber das reicht eben nicht. Auch wenn sie die spielerische Klasse des vergangenen Jahres vermissen lassen, ihr Kampfgeist ist ungebrochen. Der Ausfall von Laura James wiegt aber schwer.
5. Holland
Die gefährliche Hürde Südafrika hat Oranje mit etwas Mühe, aber letztlich verdient übersprungen. Auch wenn Miedema fehlt, mit Jill Roord, Lieke Martens und anderen haben sie genug Klasse, um Spanien einen heißen Tanz zu bieten. Auch wenn sie mE Außenseiter sind, Holland ist brandgefährlich und wird Nachlässigkeiten bestrafen.
6. Schweden
Gegen die USA waren sie klar das schlechtere Team und konnte sich nur dank der überragenden Torhüterin Zecira Musovic und einer gehörigen Portion Glück durchsetzen. Brandgefährlich bleiben die Standards, und man muss sehen, ob sie ihre körperliche Überlegenheit gegenüber Japan ausnutzen können. Das ist ihre einzige Chance gegen die flinken und vor Spielfreude sprühenden Asiatinnen.
7. Australien
Mit Mühe kamen sie ins Achtelfinale, doch spätestens jetzt ist allenthalben ‚Begeisterung im Land. Das kann die Wallabies zu noch größeren Taten inspirieren, zumal Sam Kerr jetzt tatsächlich wieder fit zu sein scheint. Dennoch sind sie vs Frankreich Außenseiter, aber ein gefährlicher Außenseiter im Hexenkessel zu Sydney vor wieder 75 000 Fans.
8. Kolumbien
Immerhin – anders als die Großmächte Frankreich und Brasien haben sie den Panzer von Jamaika geknackt. Sie bringen viel Körperlichkeit ins Spiel, hier werden sie gegen England dagegenhalten können. Wahrscheinlich werden sie es eher defensiv angehen und auf Konterchancen warten. Diese müssen sie dann halt anders als Nigeria auch nützen, dann könnten sie eine weitere Überraschung schaffen.
von Münchner Löwe | Aug. 9, 2023 | Fußball
Der Name dieser Kolumne spricht für sich. Kleine Meldungen, hoffentlich auch mal was Nettes. Obs wirklich täglich wird, muss ich sehen.
Leider wieder mal einige Verletzte.
Stürmer Christopher Nkunku fällt nach seinem Wechsel von den Leipziger Bullen zu Chelsea mindestens vier Monate aus; er wurde am Knie operiert. Sehr bitter für ihn, er musste ja schon in der vergangenen Saison lange pausieren.
Der deutsche Vize-Europameister, Stabhochspringer Bo Kanda Lita Baehre, eine der wenigen deutschen Medaillen-Hoffnungen, musste für die WM in Budapest ab 19. August absagen. Offenbar hat er sich bei seinem Sturz in Monaco einen Meniskussriss zugezogen. Das wird nach dem Ausfall von Olympiasiegerin Malaika Mihambo ziemlich finster für den DLV. Ebenfalls in Budapest wird Reanud Lavellenie nicht dabei sein.
von Münchner Löwe | Aug. 9, 2023 | MLB
Mein erster Blick über den Teich bei blickueberdenteich.de.
Musste sein, tut mir leid
Mittlerweile sind wir bei etwa 115 Spielen, also fast 2/3 der regulären Saison, die Trends verfestigen sich. Doch es noch Abstürze, aber auch Aufholjagden durchaus möglich bei noch etwa 45 Partien.
American League
East
Die Orioles halten konstant die Spitze. Zumindest die Wild Card, aber sogar der Divisionssieg, gleichbedeutend dann mit einem ziemlich sicheren Play-off-Platz, ist in greifbare Nähe gerückt. Sie bleiben konstant stark bei zuletzt 7:3 Siegen. Wenig deutet auf eine Ergebniskrise hin. Dahinter haben die Rays und die Blue Jay noch gute Chancen auf die Wild Card. Die Yankees und Red Sox müssen endlich eigene Serien hinlegen und auf Fehler der anderen hoffen.
Dabei sind die Yankees ein ganz besonderer Fall. Die Bronx Bombers haben den 29. schlechtesten Schlagdurchschnitt der Liga. Meine Trauer darüber hält sich in sehr engen Grenzen.
Mitte
Hier haben sich die Twins etwas abgesetzt von den Guardians mit 4,5 Siegen Vorsprung. Das müsste sich für den Divisionssieg ausgehen, aber als drittbester Sieger, mehr wird es höchstwahrscheinlich nicht, müssten sie in die Wild Card gegen einen von der Form mindestens gleichwertigen Gegner. Der Rest ist ziemlich trauriges Schweigen.
West
Ein hübscher texanischer Zweikampf zwischen den Rangers und den Astros. Drei Siege haben die Rangers Vorsprung, und im trade noch mal richtig zugeschlagen. Sie holten unter anderem Closer Araldis Chapman und Pitching Ace Max Scherzer. Die Astros dagegen holten Justin Verlander zurück – Mets-Ausverkauf, praktisch ohne Gegenleistung, und auf der Tasche liegen die beiden den New Yorkern auch noch; wer schließt solche Veträge ab?
Und obwohl die Mariners sich eigentlich schon aus dem Wild-Card-Rennen verabschiedet haben – sie sind noch mitten drin im Kampf (2 Siege hinter den Blue Jays).
National League
East
Die Braves ziehen weiter ihre Kreise und werden mit ziemlicher Sicherheit Erster in der AL und auch bestes Team in der MLB, das ihnen Heimrecht für alle Play-off-Runden sichern würde. Die Phillies als Zweiter sind bereits 10,5 Siege zurück, haben aber beste Chancen auf die Wild Cards als zurzeit zweitbestes Team mit 3 Siegen Vorsprung auf Platz 4.Die Marlins sind auch noch im Rennen, das wird noch ein beinhartes Rennen in den letzten 45 Partien. Die Mets dagegen unterirdisch. 350 Millionen, Luxussteuer, und dann solch eine Desaster und wenig Aussicht auf Besserung auch in der nächsten Saison. Vielleicht 2025 oder noch später. Das Hertha BSC der MLB.
Middle
Dreikampf an der Spitze um den Divisionssieg zwischen den Brewers, Cubs und Reds, die zurzeit nur 1,5 Siege trennen. Der Trend spricht nach einer Aufholjagd für die Cubs. Zumindest der Zweite kann sich noch reelle Chancen auf die Wild Cards machen. Prognosen sind zumindest für mich unmöglich.
West
Die Dodgers führen mit 5 Siegen vor den Giants. Ziemlich sicher werden sie als zweitbestes Team der AL den zweiten Play-off-Platz hinter den Braves sichern. Und dann geht die Zitterei wahrscheinlich wieder los. Die Giants sind bestens im Wild-Card-Rennen, der Rest der West kann für die nächste Saison planen.
Kepler Watch
Der Deutsche kommt richtig in Fahrt. Die letzten 7 Spiele hatte er einen Schlagdurchschnitt von .304, er produzierte 3 Homeruns und RBIs. Ist halt blöd, wenn er oft bei leeren Bases an den Schlag kommt. Mittlerweile hält er bei 18 Home Runs.
Stats (ligaweit)
Ohtani von den Angels führt mit 40 Homeruns. Matt Olsen von den Braves hat die 100 RBIs geknackt.
von Münchner Löwe | Aug. 8, 2023 | Frauen-WM, Fußball, Radsport, Tennis
Das Wichtigste zuerst. Heute ist Weltkatzentag. Grüße an alle Besitzer und Liebhaber der süßen Stubentiger. Und alle anderen: Mit Sicherheit gibt es auch einen Welttag für Euer Lieblingstier.
Zum Spocht. Ich stelle jetzt mal eine gewagte These in den Raum. Noch nie ist ein Fußball-Team, egal ob Männlein oder Weiblein, nach der ersten K.-o.-Runde mit einem Torverhältnis von 2:10 ausgeschieden wie heute Marokko. Man möge mich eines Besseren belehren.
Nach 25 Minuten war die Sache entschieden, da führten die Französinnen bereits mit 3:0. An allen drei Toren war Kadidiatou Diani (1 Treffer, zwei Vorlagen) beteiligt, bisher ohnehin schon die Auffälligste der equipe tricolore. Den letzten Treffer markierte Beche Desbonne. Musste im Hinblick auf meinen kicktipp echt nicht mehr sein. Frankreich war nie gefährdet; das wird schon schwieriger am Samstag in Sydney vs Australien, aber für mich sind Les Bleues die Favoritinnen in der unteren Hälfte.
In einem äußerst zähen Spiel setzte sich zuvor Kolumbien mit 1:0 vs Jamaika durch. Deren Torverhältnis nach insgesamt vier Spielen klingt mit 1:1 so traurig, wie es offenbar auch war. Hinten sehr dicht, vorne ziemlich schlicht. Fußballfeste waren das nicht; trotzdem natürlich ein Achtungserfolg der Reggae Girlz.Und Kolumbien trifft ebenfalls am Samstag auf England; ich erwarte eine weitere zähe Partie.
Mehr zur Frauen-WM morgen oder übermorgen mit einem Power Ranking der Vierelfinalistinnen.
Noch zwei Sachen
Federico Bahamontes, der älteste Toursieger, ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Er fuhr vor meiner Zeit, aber jeder, der sich auch nur ein wenig mit der Tour beschäftigt hat, ist über diesen Namen gestolpert. Noch immer gilt er als der beste Kletterer, den es je gegeben hat, aber er war auch ein lausiger Abfahrer und hat deshalb nur einmal die Tour gewonnen, dafür sechsmal das Bergtrikot. Mehr in einem sehr lesenswerten Nachruf auf spiegel.de
https://www.spiegel.de/sport/federico-bahamontes-ist-tot-der-adler-von-toledo-fliegt-nicht-mehr-a-e8d6a431-71b1-43fd-a486-a95b53a83c03
von Peter Ahrens, der überhaupt sehr gute Nachrufe schreibt. Offenbar keine Bezahlschranke.
Und Tennis: Gael Monfils hat mal wieder gezeigt, warum die Zuschauer ihn und sein Tennisspiel so liebten. Schaut euch im Internetz die Höhepunkte seiner Partie gegen Eubanks an. Schade, dass seine Zeit bald in absehbarer Zeit vorbei sein wird. Ich werde ihn sehr vermissen, aber noch ist er ja dabei. Zverev muss heute (anvisierte Zeit: 20 Uhr) übrigens vs Griekspoor ran, der gerade in Washington erst im Finale von Evans geschlagen wurde.
von Münchner Löwe | Aug. 7, 2023 | Allgemein, Frauen-WM, Radsport, Turnen
In dieser Rubrik picke ich völlig subjektiv sportliche Begebenheiten aus, die vielleicht im Wust der Sportwelt untergegangen sind oder es Wert sind, kommentiert zu werden.
Abgang der Superstars
Die Brasilianerin Marta, die kanadische Olympiasiegerin Christine Sinclair und Megan Rapinoe aus den USA, drei Ikonen des Frauenfußballs, sind mehr oder weniger glanzlos von der großen Fußballbühne verschwunden. Ihre Verdienste für den Frauenfußball sind nicht hoch genug einzuschätzen; Marta war vielleicht der erste internationale Superstar, der viele Mädchen auf der ganzen Welt fürs Fußballspielen inspiriert hat.
Rapinoe verabschiedete sich mit einem veritablen Fehlversuch im Elfmeterschießen gegen Schweden. Sie lächelte danach – und erntete einen veritablen Shitstorm. Es darf bezweifelt werden, dass dieser rein sportlich motiviert war. Vielmehr hat Rapinoe, die so klar gegen den Trumpismus Stellung genommen hat wie kaum eine andere Sportlerin, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten zahllose Feinde, die jetzt ihr Mütchen kühlen konnten. Ich hoffe, sie wird sich nicht beirren lassen und weiter klar und deutlich ihre Meinung kundtun.
Eine Glanzleistung
Was für ein Parforceritt von Mathieu van der Pool beim Straßen-WM-Rennen in Glasgow. Im Alleingang distanzierte dfer Holländer die Konkurrenz, und nicht einmal ein Sturz konnte ihn aufhalten. Blutverschmiert und mit zerfekten Trikot war er auf dem verwinkelten Kurs der Erste und krönte eine für ihn märchenhafte Saison: Weltmeister im Cross und die grandiosen Erfolge bei den Monument-Klassikern Mailand-San Remo sowie Paris-Roubaix. Die Tour wird er aufgrund seiner Schwäche im Hochgebirge wohl kaum gewinnen, doch er ist ein ganz Großer. Groß war auch die Cottbuserin Emma Hinze, die sich auf der Bahn im Teamsprint mit Weltrekord (gemeinsam mit Pauline Grabosch und Lea Sophie Friedrich) und im 500-m-Einzelzeitfahren Gold sicherte.
Das Comeback der Simone Biles
Bei Olympia 2021 zog sie sich weitgehend zurück, holte „nur“ Bronze statt der zig Goldmedaillen, die alle Welt von der brillanten Turnerin erwartet hatte – die Nerven spielten nicht mehr mit. Klassischer Fall von Burnout; sie war auch eines der Opfer in der unappetitlichen Missbrauchsaffaire im US-Turnen. Doch jetzt, nach gut zwei Jahren Pause und frisch verheiratet mit dem Football-Profi Jonathan Owens, meldete sie sich eindrucksvoll zurück und gewann den Mehrkampf. Es war nur eine nationale Ausscheidung, und man muss sehen, wie sie mit dem jetzt wieder steigenden Erwartungsdruck zurechtkommt. Noch ließ sie offen, wie ihr Weg weitergeht. Doch auf jeden Fall hat sie die Klasse, bei den anstehenden Wettbewerben wie die WM in Antwerpen dieses Jahr und bei Olympia 2024 ein gehöriges Wort mitzusprechen. „Die Fans lieben mich noch immer, und das erwärmt mein Herz“, macht sie Hoffnung auf weitere Großtaten.
Wenn das Wasser krank macht
Als ob ein Triathlon-Wettbewerb nicht schon schwer genug wäre: Gleich 57 Athleten klagten nach einer Veranstaltung in Sunderland über Übelkeit und Durchfall. Das Wasser war offenbar verseucht. „Ich fühle mich seit dem Rennen ziemlich mies, aber ich schätze, das passiert, wenn man in Scheiße schwimmt“, schrieb der Australier Jake Birtwhistle ziemlich drastisch.
Auch in Paris mussten sich die Veranstalter der schlechten Wasser-Qualität beugen. Die Olympia-General-Probe der Freiwasserschwimmer fiel ins Wasser. Zu viel Regen hatte die Seine in eine gesundheitsgefährdende Kloake verwandelt.
Ärger der Woche (angelehnt an den sonntäglichen Stammtisch im BR und andere)
Wenn die Fußballer Pause machen – es gibt immer noch Ignoranten, für die die Frauen-WM noch nicht einmal Methadon ist – erfreuen uns die Gerüchte von tatsächlichen oder vermeintlichen Transfers über Summen, die unser Vorstellungsvermögen überfordern (700 Millionen für Mbappe?!). Doch irgendwann ist es dann auch gut, und meine Geduld in Sachen Harry Kane von den Tottenham Hotspur, den die Bayern so gerne haben wollen, ist mittlerweile erschöpft. Ich kann das mit angeblichen Ultimaten, immer noch höheren Offerten und nichtssagenden Deutungen von tatsächlichen oder vermeintlichen Experten nix mehr hören.Ich persönlich halte es ohnehin für Irrsinn, die kolportierten 100 Millionen+ Euro für einen noch so begabten Stürmer auszugeben, den man im nächsten Jahr kostenlos haben könnte. Warum probieren sie es diese Saison nicht mit ihrem Supertalent Tel und dem altgedienten Choupo-Moting und investieren das Geld nicht in einen Sechser, den Trainer Thomas Tuchel ohnehin einfordert? Aber mittlerweile ist das Gerangel auch ein persönlicher Wettstreit voller Eitelkeiten auf beiden Seiten (Hoeneß, Rummenigge bzw Levy), in dem offenbar niemand sein Gesicht verlieren will und sei es betriebswirtschaftlich gesehen noch so sinnlos. Aber wahrscheinlich darf man dem Fußball und auch andere Sportarten nicht mit Vernunftsargumenten kommen. Oder warum protzen die LA Lakers damit, dass sie sich mit dem verletzungsanfälligen Anthony Davis und auch schon 31-jährigen vorzeitig auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung ab 2025 geeinigt haben, die ihm drei Jahre jedes Jahr 62 Millionen Dollar per anno (Rekord für die NBA!) garantiert.
Freude der Woche
Erst im Winter gab die Hallen-Volleyballerin Louise Lippmann ihren Wechsel zum Beach bekannt und versucht sich seitdem mit der Spezialistin Laura Ludwig, Olympiasiegerin 2016 und mittlerweile zweifache Mama.. Es ist eine gewaltige Umstellung. Sand anstatt fester Boden und beim Beachvolleyball ist man viel mehr gefordert. Gerade bei der Annahme, in der Halle für sie kein Thema, ist sie jetzt viel mehr involviert und offenbarte auch noch gewisse Schwächen. Doch bei der EM in Wien zeigte Lippmann ihre Fortschritte und spielte ihre Größe und Klasse am Netz aus, und das Paar sicherte sich Bronze. Ein wichtiger Schritt in Richtung Olympia-Qualifikation. Wenn es blöd läuft, steht dem deutschen Verband nur ein Startplatz zu. Insbesondere der Sieg im Achtelfinale über das vermeintlich beste deutsche Paar, Svenja Müller und Cinja Tillmann, immerhin WM-Dritte im vergangenen Jahr, ließ aufhorchen. Im Halbfinale mussten sich sich den späteren Schweizer Europameisterinnen Tanja Hüberli und Nina Brunner nur ganz knapp geschlagen geben. „Bronze scheint ein wenig wie Gold“, sagte Lippmann nach der Partie mit einem breiten Lächeln im Gesicht. Ludwig ergänzte: „Ich habe Gänsehaut. Wir hatten harte Wochen und Monate. Ich bin so stolz.“
Ausblick für diese Woche
Frauen-WM Halbfinale, Pokal Männer, 1. Runde, CL-Qualifikation, 3. Runde Hinspiele unter anderem morgen mit der Partie Sturm Graz vs PSV Eindhoven und die Masters-Turniere im Tennis in Toronto (Männer) und Montreal bei den Frauen sind zu beachten. Außerdem die Rad-WM in Glasgow mit unzähligen Entscheidungen. Bemerkenswert: Hier wird Inklusion groß geschrieben; es starten auch (seh)behinderte Sportlerinnen und Sportler.
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