von Münchner Löwe | Aug. 17, 2023 | MLB
Blick über den Teich, MLB.
Mittlerweile haben die Teams 120 Spiele absolviert, also etwa drei Viertel der regulären Saison. Trends sind doch schon absehbar, und manche Überraschung verfestigt sich. Noch ist es zu früh für ein Play-off-Roster, aber ein paar Kandidaten können schon planen bzw die Saison abschreiben.
American League
East
Die Orioles führen mit 2 Siegen vor den Rays und immerhin schon 7,5 Spiele vor den Blu Jays. Große Verlierer der letzten Zeit sind die Yankees, die mittlerweile einen negativen Rekord haben, sie sind bereits 14 Siege hinter den Orioles und haben und nur noch theoretische Chancen, zumindest die Wild-Card-Spiele zu erreichen. Auch für die Red Sox brauchen bei 10,5 Siegen Rückstand eine Siegesserie. Nicht sehr wahrscheinlich.
Central
Die Twins halten ihre 4,5 Siege Vorsprung auf die Guardians. Tigers sind wahrscheinlich, White Sox und Royals mit ziemlicher Sicherheit sind aus dem Rennen für die Play-offs.
West
Die Rangers haben vor der Trade-Deadline ziemlich zugeschlagen und führen mittlerweile mit 2,5 Siegen vor den Astros und mit 6,5 vor den Mariners. Angels und Athletics sind weg.
Wild Card
Die Rays haben ziemlich sicher ihren Spot sicher. Für die Astros schaut es auch gut aus, Mariners und Blue Jays trennt gerade ein Sieg. Die Twins kommen als schlechtester Divisionssieger dazu.
National League
East
Die Braves ziehen weiter einsam ihre Kreise. Zuletzt 8:2 Siege und mittlerweile 12,5 Siege vor den Phillies, die aber wie die Marlins noch im Wild-Card-rennen sind.
Central
Die Brewers führen mit 2,5 Siegen vor den Cubs und Reds, wären aber der schlechteste Divisiosionssieger. Über Pirates und Cardinals schweigen wir besser.
West
Die Dodgers drehen auf, zuletzt 10 Siege in Folge. Der Divisionssieg ist klar (10,5 vor den Giants). Jetzt geht es vielleicht noch darum, die Braves als bestes Team der Liga noch abzufangen. Derzeit sind es noch 4,5 Siege Rückstand, das ist nicht unmöglich.
Wild Card
Phillies und Giants im Rennen knapp vorne. Die Marlins, Cubs, Reds und vielleicht sogar die Diamondbacks können sich noch Chancen ausrechnen. Hübscher Sechskampf um drei Plätze.
Stats
Matt Olsen von den Braves führt mit 43 Homeruns vor Ohtani von den Angels (42). Er hat mit 107 auch klar die meisten RBIs. Zur Triple Crown wird es nicht langen, der Schlagdurchschnitt ist weit unter .300. Arraez von den Marlins ist mit 0.361 der beste.
Kepler Watch
20 Homeruns, 47 RBIs und Schlagdurchschnitt .239. Der Berliner hat sich klar gefangen. Doof, dass er häufig nur Solo-Homeruns schlägt.
von Münchner Löwe | Aug. 16, 2023 | Fußball
Das schier nicht enden wollende Transfertheater um Harry Kane mit Wendungen noch und nöcher hat am Freitag endlich ein Ende gefunden (ob und für wen es glücklich wird, muss sich zeigen), doch der Transferwahnsinn feiert weiter fröhliche Umstände, der durch die Öl-Milliarden aus Saudi Arabien kräftig angeheizt wird.
Neymar in die Wüste
So wechselt Neymar mit seinen gerade mal 31 Jahren zu Al Hilal. Kolportiert wird eine Ablöse von 80 Millionen Euro an PSG, die 2017 den Brasilianer für 222 Millionen von Barca loseiste. Er trifft dort auf Trainer Jorge Jesus und unter anderem auf Mitspieler wie Milinkovic-Savic, Ruben Neves und Kalidou Koulibaly. Angeblich wird er 100 Millionen per anno plus Annehmlichkeiten wie Privatjet, Luxusautos, olympiareifes Pool etc, etc. Und wenn er positives über Land und Verein posten, ist das ebenfalls klingende Münze wert.
Diese Irrsinnssummen täuschen aber nicht drüber hinweg, dass er ins sportlich praktisch unbedeutende Nirwana verschwindet. Er galt ja als das größte brasiliansiche Talent seit Pelé konnte diesen unfassbaren Vertrauensvorschuss nicht wirklich erfüllen. Kein WM-Titel bei drei Teilnahmen, kein Südamerika-Titel, und mit PSG kein CL-Sieg. Zuletzt litt er sehr unter Verletzungspech. Nicht falsch verstehen: Neymar war zumindest ein grandioser Spieler, der mit seiner exaltierten Art, seiner furchtbaren Fallsucht und nicht zuletzt mit seinem zumindest diskutablen Lebenswandel (mir aber völlig egal) und der Unterstützung des rechtsradikalen Bolsonaro extrem polarisierte.
Union rüstet auf
Es spricht für die Verantwortlichen bei den Eisernen, dass zwei Wechsel von deutschen Nationalspielern nahezu geräuschlos über die Bühne gingen. Robin Gosens und Kevin Volland unterschrieben am Dienstag bei den Berlinern, zwei gestandene Profis mit Erfahrung in den großen Ligen Europas. Stürmer Volland hat ja bei Leverkusen und Hoffenheim in der Bundesliga durchaus Eindruck hinterlassen, ehe er zur AS Monaco wechselte. Mittelfeldabräumer Gosens in der Serie A bei Bergamo und zuletzt bei Inter, wo er auch aufgrund von Verletzungen nicht wirklich auftrumpfen konnte. Union kehrt damit von der bisherigen Linie ein wenig ab und verstärkt sich mit namhaften Spielern.
Bayern auf Torwartsuche
Die Neuer-Verletzung und die immer noch reichlich unsichere Zukunft des Nationaltorhüters bringen die Münchner weiter in die Bredoullie. Noch immer weiß man nicht, was man eigentlich wirklich sucht. Eine echte Nummer 1, weil man Neuer ein starkes Comeback nicht wirklich zutraut oder nur ein Platzhalter bis zu dessen Rückkehr. Bisher gab es reichlich Absagen. Mit Kepa war man sich schon fast einig, doch dann verletzte sich Reals Courtois schwer am Knie, und Kepa zog es in die spanische Heimat und heuerte bei den Madrilenen an. Rulli war ebenfalls vielversprechend, eine schwere Verletzung durchkreuzte die Pläne. Und Marokkos Torwartheld Bono zieht es offenbar ins neue gelobte Land Saudi Arabien.
Noch gibt es Kandidaten wie etwa Ortega, Ersatz bei ManCity. Charmant vor allem für den Münchner Boulevard: Er spielte einige Jahre bei den Münchner Löwen. Doch zurzeit gibt es noch ein striktes Transfer-Veto von City-Trainer Pep Guardiola. Außerdem in der Verlosung ist der zurzeit vertragslose David de Gea, der allerdings exorbitante Gehaltsvorstellungen hat und bei all seiner Klasse auf der Linie spielerisch doch arg limitiert ist.
Es würde hier zu weit führen, alle kolportierten Namen aufzulisten: Die Liste geht quer durch alle Ligen, doch die Konkurrenz bei der Torwartsuche ist groß, zumal die Araber auch an Stammkeepern der großen Ligen dran sind. Zunächst muss es also Sven Ulreich richten. Ihm sollte nach Möglichkeit nix passieren.
von Münchner Löwe | Aug. 16, 2023 | Frauen-WM, Fußball
Zwei zumindest in der Schlussphase ziemlich aufregende Halbfinals sind gestern und heute bei der Frauen-WM gespielt worden. Und durchgesetzt haben sich die Teams, die ich am Ende leicht favorisiert habe. Wobei es sowohl bei Spanien vs Schweden als auch bei Australien vs England auch anders herum hätte laufen können.
Spanien vs Schweden 2:1
Lange Zeit war es ein Abtasten. Kein Team wollte ins offene Messer laufen, die Stärken des Gegners wirkten sich fast lähmend auf die Aktionen aus. Echte Chancen kamen lange nicht zu Stande. Es war das die kurz zuvor eingewechselte Paralluelo – für die ziemlich blasse Putellas – die bei den Spanierinnen für frischen Wind sorgte. und fast folgerichtig die Führung erzielte. Erst jetzt legte Sverige die Fesseln ab und brachte die gegnerische Abwehr gehörig durcheinander. Der Ausgleich von Blomquist entsprach dem Spielverlauf.
Und dann entschied eine ziemlich unerklärliche Unachtsamkeit von Schweden die Partie. Bisher so sicher bei gegnerischen Ecken, „vergaßen“ sie Carmona am Strafraumeck, die die bisher so starke Torhüterin Mukovic mit einem Sonntagsschuss via Querlatte bezwang. War er haltbar? Ich will es nicht komplett ausschließen, aber die Tore sind halt verdammt groß für die vergleichsweise kleinen Keeperinnen.
Australien vs England 1:3
Das war die beste Turnierleistung der Lionesses, die sich auch von der Riesenkulisse in Sidney nicht beeindrucken ließen. Von Beginn an hatten sie die Initiative in der Hand, kamen auch zu einigen Chancen, die sie aber zunächst nicht nutzen konnten. Australien hatte dem nur großen Kampfgeist entgegenzusetzen. Die erstmals von Beginn an agierende Sam Kerr konnte zunächst keine Akzente setzen. Die Führung von Toone von der Strafraumkante war die verdiente Führung der Engländerinnen.
Nach der Pause kam Australien mit neuem Elan und verstärktem Druck besser ins Spiel, und eine grandiose Einzelleistung von Kerr samt fantastischem Abschluss ins Kreuzeck brachte den Ausgleich und die Fans schier in Raserei. Das Spiel wogte hin und her mit Chancen auf beiden Seiten, dann brachte ein übler Abwehrpatzer von Carpenter die Vorentscheidung für die Lionesses. Sie war zu unentschlossen und brachte den Ball nicht weg, Hemp ließ sich nicht lange bitten und schob überlegt zur Führung ein. Australien drängte noch mal vehement, vergab aber durch Vine und Kerr beste Chancen, ehe Russo nach feinem Steckpass von Hemp für die Entscheidung sorgte.
Jubel hier, Trauer dort, so ist das halt im Sport
Also England vs Spanien am Sonntag abermals in Sidney. Ich wage keine Vorhersage. England wirkte sehr abgezockt, und Trainerin Sarina Wiegman hat noch für jede Gegnerin die passende Taktik gefunden. Zurückkehren nach ihrer Rotsperre wird Laura James, und man darf gespannt sein, wen Wiegmann herausnimmt, wenn überhaupt. Für die holländische Trainerin ist es die vierte Endpielteilnahme bei einem großen Turnier in Folge. Zuvor wurde sie mit Holland Europameisterin 2017 und Finalistin bei der WM 2019. Mit England triumphierte sie 2022 im Finale gegen Deutschland. Spanien hat sich dagegen als spielstärkste Mannschaft etabliert mit vielen Möglichkeiten in der Offensive, die nie so ganz auszuschalten ist. Und wenn dann Putellas auch noch in Fahrt kommt …
Tags zuvor gibt es noch das Spiel um Platz 3 zwischen Australien und Schweden. Beide Teams versichern, dass sie sich mit einem Sieg aus dem Turnier verabschieden wollen, aber die Schwedinnen wollen wahrscheinlich nur noch heim. Immerhin: 2011 und 2019 gewannen sie das Spiel um Platz 3, das damals aber auch für die Olympia-Quali von Bedeutung war. Gerade die Australierinnen wollen daheim für einen für einen schönen Abschluss sorgen und die Fußballbegeisterung im Land aufrechterhalten. Das Ganze erinnert mich ein bisschen an die Männer-WM 2006 in Deutschland, als das Heimteam Deutschland es einfach mehr wollte als Portugal. Deshalb würde ich die Matildas leicht favorisieren.
Mit Gustavsson (Australien) und Gerhardsson (Schweden) kommt es zu einem schwedischen Trainerduell, was immer das bedeuten mag.
von Münchner Löwe | Aug. 14, 2023 | Allgemein, basketball, Frauen-WM, Fußball, Radsport, Tennis
Transferwahnsinn feiert fröhliche Umstände
Harry Kane ist jetzt also ein Bayer nach einem am Ende schier unerträglichen Hin und her. 100 Millionen plus etwaige Boni sind ein Brett.. Nicht einmal 24 Stunden nach der Vertragsunterzeichnung in der Nacht zum Samstag gab er sein Debüt. Während ihm der Münchner Boulevard zum Einstand einen Gnaden-Dreier gab, erhielt er vom Kicker eine 5. „Nur 3 Ballkontakte“, notierte das Fachblatt. Das kann also nur besser werden.
Und auch sonst ging es hoch her. Den Vogel schoss – mal wieder – der FC Chelsea ab, der den 21-jährigen Mittelfeldmann Moses Caicedo für sage und schreibe 116 Millionen Euro von Brighton loseisteund damit den ebenfalls sehr interessierten FC Liverpool ausstach. Etwaige Boni nicht eingerechnet, weswegen er zum teuersten Transfer der Premier League aufsteigen dürfte. Wohlgemerkt – Calcedo ist 21 und hat bisherinternational noch sehr wenige Spuren hinterlassen. But what shells, wie der Engländer nicht sagt.
Schließlich verdichten sich die Anzeichen, dass Frankfurts Kolo Muani sich in Richtung P’SG verabschiedet. Geschätzte Abööse wären 100 Millionen. Noch ziert sich die Eintracht, aber bei dieser Summe …
Und noch mal die Bayern, deren Torwartsuche skurille Züge annimmt. Was so ein Skiunfall von Neuer so bewirkt. Angeblich war man sich mit Kepa einig, doch dann musste sich Reals Courtois unbedingt das Kreuzband reißen, und Kepa folgte dem Ruf der spanischen Heimat und heuerte bei den Madrilenen an. Also Rulli von Ajax? War ein vielvesprechender Kandidat, doch auch er fällt mit einer schweren Verletzung erst mal aus. Jetzt ist guter Rat – vielleicht tatsächlich – teuer. Es stehen unter anderem der marokkanische WM-Held Bono, der allerdings 20 Millionen kosten würde, und David de Gea zur Verfügung. Theroretisch ist der sehr gut, aber er hat seit mehr als einem Jahr kein wichtiges Spiel mehr bestritten.
Ach ja, und Neymar zieht es in die Wüste nach Saudi Arabien. Ich würde ihm keine Träne nachweinen.
Mancini wirft hin – für 40 Millionen per anno?
Völlig überraschend ist Roberto Mancini als italienischer Nationaltrainer mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Unter seiner Ägide holte die Squadra Azurra den EM-Titel 2021, verpasste aber die WM 2022. Trotzdem war er mit allen Vollmachten bis hinunter zu den Juniorenteams ausgestattet. Kolportiert wird, dass er als saudischer Nationaltrainer anheuert, angeblich für die Kleinigkeit von 40 Millionen Euro per anno, das zehnfache, was er jetzt verdient.
Pokal macht nicht nur Freude
Für die Erstligisten Werder Bremen, VfL Bochum und dem FC Augsburg hat sich das Thema nach Pleiten gegen niederklassige Vereine bereits erledigt. Am Montag kam dann noch das desaströse 0:3 von Darmstadt 98 beim Regionalligisten FC Homburg, Spezialist im Pokal, hinzu. Da gilt es, einiges aufzuarbeiten.
Kopecky feiert drei Rad-Titel, Deutsche Rad-Künstler räumen ab.
Ein Star der am Sonntag beendeten Rad-WM in Glasgow mit fast 200 Entscheidungen war die Belgierin Laura Kopecky. Nach ihren Titel auf der Bahn im Punktefahren und dem Ausscheidungsrennen gewann sie am Sonntag auch das Straßenrennen. Sie revanchierte sich damit an Demi Voltering, die vor knapp einem Monat die Tour de France vor ihr für sich entscheiden konnte – vor Kopecky
Während die Deutschinnen auf der Straße keine Rolle spielten, räumten sie bei den Kunstrad-Wettbewerben alle Titel ab. Radball, Einer, Zweier – eine deutsche Domäne fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Remember selige Sportschau-Zeiten.
Sinner und Pegula jubeln in Kanada
Yannick Sinner hat endlich seinen ersten Msasters-Titel gewonnen. Im Endspiel von Toronto bezwang er den Australier Alex de Minaur klar in zwei Sätzen und meldete seine Ansprüche für die US Open an. Gleiches gilt für Jessica Pegula in Montreal. Sie bezwang im Finale Samsonowa, nachdem sie zuvor ihre US-amerikanische Landsfrau Coco Gauff und die Weltranglistenerste Iga Swiantek bezwungen hatte. Caroline Wozniacki feierte nach dreieinhalb Jahren ihr Comeback. Nach dem Sieg über Birell erwies sich die Hürde Vondrousova, immerhin Wimbledonsiegerin als zu hoch. Doch die zweifache Mama ist voller Ehrgeiz.
Ehrung der Woche
Dirk Nowitzki ist jetzt offiziell in der Hall of Fame im Basketball. In einer ergreifenden Zeremonie wurde er am Samstag in Sprigfield geehrt, im Beisein der gesamten Familie. Auch die europäoischen Ikonen Tony Parker unbd Pau Gasol erhielten die Ehre. Was für eine geile Generation, die unter anderem mit Giannis und Luca Magic würdige Nachfolger hat. Und Nowitzki gehört für mich zu den drei größten Sportlern, die Deutschland je hervorgebracht hat. Und der sympathiste ist er sowieso.
Das wird die Woche, die wird
Am Samstag beginnen die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Budapest. Die deutschen Medaillenhoffnungen sind an den Fingern einer Hand abzulesen, erst recht nach den Absagen von Weitspringerin Malaika Mihambo und Stabhochspringer Liga Bahre sowie Langstrecklerin Konstanze Klosterhalfen, die aber ohnehin ohne Form war. Mehr dazu am Donnerstag oder Freitag.
Die Frauen-WM trägt Dienstag und Mittwoch die Halbfinals zwischen Schweden und Spanien sowie Australien und England aus (siehe voriger Beitrag) Am Wochenende dann das Spiel um Platz 3 und am Sonntag in Sidney das Finale.
Die Bundesliga der Männer öffnet ihre 61. Saison mit der Partie am Freitag zwischen Werder und dem FC Bayern. Beide sind wahrlich nicht nach Wunsch in die Saison gestartet (Werder Pokalaus, Bayern-Klatsche im Super-Cup). Der Verlierer hat gleich hübsche Sorgen. Auch Italien startet in die Saison. Die Ligen in Frankreich, Spanien und England bestreiten schon den zweiten Spieltag
Im Tennis treffen sich sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen in Cincinatti. Hier wie dort ist fast die komplette Weltelite am Start -. ein letzter Formtest vor den US Open ab 28. August.
Und die Golfer biegen in die Zielgerade ihrer Fed-Ex-Saison ein. Die BMW Championships ab Donnerstag sind das vorletzte Turnier. 50 Profis sind dabei, die besten 30 qualifizieren sich fürs Finale. Geld gibt es zu Hauf.
von Münchner Löwe | Aug. 14, 2023 | Frauen-WM, Fußball
Die Frauen-WM geht mit Halbfinale morgen und am Mittwoch in die entscheidende Phase, und es steht fest, dass am Sonntag eine neue Titelträgerin die Trophäe in Empfang nehmen kann. Eine klare Favoritin hat sich für mich nach dem bisherigen Turnierverlauf nicht herauskristallisiert. Alle vier Teams haben ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen. Das versuche ich jetzt zu analysieren. Die Reihenfolge ist keine Wertung.
Spanien
Es ist wahrscheinlich die spielstärkste Mannschaft des gesamten Turniers mit glänzenden Einzelkönnerinnen wie Bonmati und Redondo sowie die pfeilschnelle Siegtorschützing gegen Holland Paralluelo (was für ein schöner Name), die auch vor einer verheißungsvollen Sprinterkarriere stand, bevor sie sich für Fußball entschied. Nicht zu vergessen die Weltfußballerin Putellas, die meist eingewechselt wird und für neuen Schwung sorgt. Dagegen scheint die Abwehr manchmal etwas leichtfertig und anfällig für Konter zu sein.
Schweden
Die körperlich wohl stärkste Mannschaft der verbliebenen Teams. Und sie haben mit Musovic die beste Torhüterin des Turniers, die sowohl die USA und Turnierfavorit Japan zur Verzweiflung gebracht hat. Eine weitere Stärke sind neben ihrer mannschaftllichen Geschlossenheit die stets gefährlichen Standards, wo Ilestedt eine zuverlässige Abnehmerin ist, die bereits viermal getroffen hat und als Abwehrspielerin tatsächlich die Torschützenwertung gewinnen könnte. Das kaschiert eigene Schwächen im Spielaufbau. Gerade die Partie gegen die USA wurde zur reinen Abwehrschlacht, die Nummer Glück überstanden wurde.
Ausblick auf die Partie Spanien vs Schweden (morgen 09.30)
Spanien hat es in der eigenen Hand, wenn sie ihr Offensivspiel ins laufen bringen, können sie die schwedische Abwehr in Not bringen. Wenn sie dann doch besser abschließen als die USA und Japan … Auf der anderen Seite kann Schweden jederzeit damit rechnen, nach einer Ecke oder so zum Erfolg zu kommen. Und Musovic ist ein echter Faustpfand. Und Selbstvertrauen müssten die Skandinavierinnen nach den Erfolgen gegen die vermeintlichen Turnierfavoriten genug haben.
Mein Verstand würfelt noch, mein Herz schlägt für Spanien
England
Als amtierende Europameisterin haben die Lionesses die größte Erfahrung in der Endphase eines Turniers. Und auch wenn sie spielerisch nicht immer überzeugt haben – man muss sie erst einmal schlagen. Trotz der vielen Ausfälle gibt es noch genug Klasse auf dem Feld wie Bayern-Legionärin Standway, die Antreibern im Mittelfeld, Bronze und Russo. Gerade die Kolumbianerinnen haben aber gezeigt, dass man mit schnellen technisch hochwertigem Spiel gegen England zu Chancen kommen kann: Die muss man dann halt nutzen.
Australien
Spätestens jetzt ist Euphorie im ganzen Land. Und diese Euphorie beflügelt die Matildas, die sich im Turnier nach einem ziemlichen Stotterstart klar gesteigert haben. Natürlich hatten sie in der Elferlotterie vs Frankreich auch das nötige Glück, aber das braucht jede Weltmeisterin (und auch jeder Weltmeister) im Laufe eines Turniers. Und die nötige Nervenstärke im Elfmeterschießen haben sie auch gezeigt, als Gorry, Yallup und Carpenter treffen mussten und es auch mehr oder weniger glücklich schafften..
Die Wundertüte heißt weiterhin Sam Kerr. Australien hat den Ausfall ihres absoluten Superstars überraschend gut weggesteckt, und vor allem in der Partie gegen Frankreich hat sie nach ihrer Einwechslung gezeigt, dass sie dass Spiel noch einmal beleben kann.
Ausblick England vs Australien
Es wird eine fantastische Stimmung sein in Sidney vor mehr als 75 000 Zuschauern. Natürlich genießen die Aussies Heimvorteil, aber England hat im Viertelfinale gegen Kolumbien gezeigt, als der Großteil der Zuschauer die Südamerikanerinnen anfeuerten, dass sie mit der Atmosphäre zurechtkommen, zumal diese nie in Feindseligkeit ausartet. Für Australien spricht die Euphorie und der Umstand, dass sie mit der größtmöglichen Drucksituation schon fertig geworden sind. England hat dagegen den unbedingten Siegeswillen und insgesamt die besseren Einzelkönnerinnen auf dem Platz stehen.
Mein Verstand neigt eher zu England, mein Herz umso klarer zu Australien.
Schaun mer mal.
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