Was so übrigbleibt

Einen Tag pausiere ich, und schon überrollt mich das Sportgeschehen. Bayers Serienende, Bayern Trainersuche, Eishockey-WM, Basketball-Play-offs. Und am Wochenende volles Programm mit Pokal, Motorsport in Indy und Monte and so on

Serientäter vorgeführt

Nichts ist aus Bayer Leverkusens perfekter Saison geeworden. Im Europa_league-Endspielin Dublin fand die Werkself mit Atalanta Bergamo ihren Meister. Chancenlos war der Deutsche Meister gegen das Dauerpressing der Italiener, der sie zu ungeahnten und folgeschweren Fehlern zwang. Sicher: Bayer hatte nicht den besten Tag, aber das lag halt an der von Trainer Piero Gasperini glänzend eingestellten Bergamasken, die ihren ersten internationalen Titel holten. Mann des Spiels war Antionio Lookman mit drei blitzsauberen Toren.
Bayer bleibt der Trost der Meisterschaft und das Pokalfinale am Samstag in Berlin, wo es gegen den 1. FC Kaiserslautern haushoher Favorit ist. Bergamo kann in der Serie A noch Vierter werden und somit der AS Roma die Champions League kaputtmachen.

Fündige Bayern?

Die unendlich anmutende Trainersuche hat des FC Bayern hat den nächsten angeblich sicheren Kandidaten hervorgebracht. Vincent Kompany soll  sich mit den Münchnern einig sein, jetzt müssen die „nur“ noch mit Kompany derzeitigem Club FC Burnley einig werden. Dieses „nur“ kann aber noch ein bösartiger Stolperstein werden, denn der Absteiger aus der Premier League hat mit dem Ex-HSV- und Ciy-Profi noch einen Vertrag bis 2028, offenbar ohne Ausstiegsklausel. Es ist also auf jeden Fall eine Ablöse fällig, kolportiert wird gerade, dass Burnley so 20 Millionen Euro (Pfund?) aufzurufen gedenkt, und die Verzweiflung der Münchner, endlich zu Potte zu kommen, macht die Sache bestimmt nicht einfacher. Zumal der Tegernsee (Hoeneß) schon grollt, mit Ablösen für Trainer nach den unguten Erfahrungen mit Nagelsmann (25 Mios an RB Leipzig) bitte (=unbedingt) bitte sparsamer umzugehen.
Unterhaltsame Fortsetzung folgt, gerne auch hier zu verfolgen.

Vizeweltmeister draußen

Die deutschen Eishackler haben das Halbfinale bei der WM in Tschechien dieses Mal verpasst. Das 1:3 gegen die Schweiz, zuletzt ein Lieblingsgegner, war trotzdem aller Ehren wert. Hier die Schweizer mit absoluten NHL-Stars wie der grandiose Verteidiger Roman Josi oder der gegen Deutschland zweimal erfolgreiche Nico Hischler, dort die Deutschen, wo die ibei der WM 2023 so überragenden Moritz Seider und Tim Stützle fehlten, von einem Leon Draisaitl, der mit den Edmonton Oilers im NHL-Halbfinale steht, will ich gar nicht erst reden.
Die Schweiz wird morgen im Halbfinale auf Kanada treffen, das sich gegen die Slowakei deutlich mit 6:3 durchsetzte. Das andere Semifinale bestreiten Tschechien (1:0 gegen die USA) und Schweden (2:1 OT gegen Finnland, seufz).

Alba marschiert

Die Berliner stehen nach 3 souveränen Siegen gegen die Telekom Baskets Bonn im Halbfinale der BBL, wo sie auf die Niners Chemnitz treffen, die sich gegen Rasta Vechta mit einiger Mühe mit 3:1 durchsetzen. Heute können die Bayern in Ludwigsburg (2:1) und Würzburg gegen Titelverteidiger Ulm (2:1) nachziehen. Ein Siel 5 würde jeweils am Sonntag stattfinden.
Zumindest die europäischen Basketball-Fans werden mit mehr als einem Auge nach Berlin schauen, wo in der Arena am Ostbahnhof das Final Four der Euroleague stattfindet. Heute im Halbfinale Panathinaikos – Fenerbahnce und Olympiakos – Reaal Madrid. Finale und vorher Spiel um Platz 3 am Sonntag.

Wagner kann auch Judo

Wahrscheinlich auch der Basketball-Franz. Auf jeden Fall sicherte sich die Ravensburgerin Anna Maria Wagner in der Kategorie -79 kg zum zweiten Mal den WM-Titel nach 2021 und ist Deutschlands erste Doppelweltmeisterin. Gleichzeitig sicherte sie sich in der beinharten nationalen Qualifikation den Platz für Olympia. Wie ich mir von einem Experten sagen ließ, viele Grüße an Elias Frank, ist die Klasse die dichteste bei den Frauen, auch international.

Und sonst? (Vorschau und Rückschau)
Hammerlos für Zverev: Der Hamburger hat bei den French Open ab Sonntag die zweifelhafte Ehre, gleich zum Auftakt den 14-maligen Champion Rafael Nadal zu fordern, der ja in diesem Jahr auf Abschiedsturnee ist. Auch wenn der Spanier nicht mehr in Topform ist, rein körperlich – Nadal auf Sand und das auch noch im Wohnzimmer Roland Garros, das ist ein Kapitel für sich. Einzig Robin Söderling 2009, wofür ihn der spätere Turniersieger Roger Federer auf ewig dankbar sein müsste) und zweimal Novak Djokovic konnten ihn überhaupt auf der Pariser Asche bezwingen. Zverev war vor zwei  Jahren im Halbfinale (vielleicht?) dicht davor, bevor er seinen schweren Bänderriss erlitt. Zumindest stimmt seine Form, wie der Turniersieg beim Masters in Rom belegt.
Bochum praktisch abgestiegen: Im Relegations-Hinspiel kassierte der VfL eine empfindliche 0:3-Niederlage zu Hause gegen Fortuna Düsseldorf. Schwer vorstellbar, dass sie das am Montag in Düsseldorf drehen können.
Littlers Durchmarsch: Bei seiner ersten Teilnahme an der Premier League im Darts und in seiner ersten Profisaison überhaupt gewann der 17-Jährige souverän. In einem hochklassigen  Endspiel am Donnerstag in London setzte er sich in einer Neuauflage des WM-Finals gegen Weltmeister Luke Humphries mit 11:7 Legs durch. Er schaffte einen Schnitt von 105 (Humphries auch tolle 102)
Motorsport satt: Es stehen am Sonntag an: die Klassiker Indy 500 und der Grand Prix von Monaco. Außerdem MotoGP in Barcelona und DTM am Lausitzring.
Pokalteilnehmer gesucht: Wie immer am Pokalwochenende gibt es den sogenannten Tag der Amateure mit den Landespokalendspielen zu verschiedenen Anstoßzeiten in allen Verbänden. Die ARD ist wie immer live dabei.
Manchester-Derby: Pokalfinale auch in England wie immer in Wembley zwischen den Manchester-Clubs City und United. City kann das Double fixieren, United mit einem Sieg die desaströse Saison retten, der dann auch die Europa League Qual für die nächste Saison bedeuten würde.

Dallas, wohin man schaut

Blick über den Teich, NBA und NHL

4 Conference Finals, jeweils Ost und West, forden uns Mitteleuropäer entweder in der Nacht oder relive am morgen. Für alle Fans von Dallas, nicht unbedingt der Serie wirklich anstrengend, denn die Stadt ist als einzige mit 2 Vertretern – Stars und Mavericks – dabei.

NBA

Minnesota Timberwolves – Dallas Mavericks 105:108 (0:1)

Gleich das erste Spiel in Minnesota haben die Mavs geklaut und damit den Heimvorteil. Bis zum vierten Viertel wogte die Partie hin und her, ehe ein 13:0-Lauf die Texaner im 97:89 in Führung brachte. Aber auchndas war noch nicht die Entscheidung. Die Wolves gingen ihrerseits mit 4 in Führung, ehe die Mavs den Sack zumachten.

Mann des Spiels
Luca Doncic: Drei Viertel war es ein eher mediokres Spiel des Slowenen, doch als es darauf ankam, war der Spielmacher zur Stelle: 15 Punkte, 2 von 3 Dreier und tatsächlich auch engagiert in der Veteidigung.

Start trotz der Niederlage
Jaden McDaniels: Eine fulminante erste Hälfte mit  19 Punkten und 5 von 6 Dreiern. Das konnte  er nicht halten, aber der Forward war bester Punktesammler seines Teams.

x-Faktor
Kyrie Irving: Bisher war es ja so, dass er erst nach der Pause auftauchte, diesmal war es genau umgekehrt. In der ersten Hälfte legte er 24 Punkte auf,  so viele wie in der 2. Runde gegen die Thunder insgesamt bei 6 Spielen. Danach tauchte er erst mal ab, steuerte im gesamten 2. Durchgang nur noch 5 Punkte bei, traf bei 9 Versuchen nur noch ein einziges Mal. Dennoch half er mit seiner Energie und guter Defense.

Und sonst?
– Blieb Anthony Edwars seltsam blass mit nur 19 Punkten
– krasses Missverhältnis bei der Freiwurfquote: Maves 16/17,         Wolves 11/18 (einer wohl mit Absicht daneben)

Ausblick
Dass es spannend würde, war fast allen Experten klar. Es würde mich wundern, wenn dieser eine Auswärtssieg die Serie schon entscheiden würde, weil nur Nuancen ihn ermöglichten und das Spielglück auch auf die andere Seite fallen kann. Allerdings sind jetzt die Wolves in Spiel 2 heute Nacht schon zeimlich unter Druck

Boston Celtics – Indiana Pacers 126:110 (2:0)

Nach der für die Pacers so unglücklichen Niederlage in Spiel 1 erst in der Verlängerung, war es diesmal eine klare Sache. Letztlich entschied ein 20:0 Lauf der Celtics Ende des 1. und Anfang des 2. Viertels die Partie, die aus einem 5-Punkte-Rückstand einen 15-Punkte-Vorsprung machten.Und genau dieser Abstand hielt +/- 5 die gesamte Partie

Mann des Tages
Jaylen Brown: Von Beginn an voll da mit 7 ganz schnellen Punkten. Am Ende legte er 40 Zähler auf, Karriere-bestwert in Play-offs.

Stark trotz der Niederlage
Pascal Siakam: 28 Punkte, Wurfquote 13/17 – Werte des Kameruner Winter-Neuzugang, die sich sehen lassen können.

x-Faktor
Jrue Holiday: Sehr stark in der Verteidigung vor allem gegen Haliburton. Und dazu 15 Punkte bei 6/7 Würfen. Deswegen haben die Celtics ihn geholt.

Und sonst?
Tyrese Haliburton angeschlagen und deshalb längst nicht auffällig wie gewohnt. 10 Punkte und in de 2. Halbzeit nur 2 bei 3 Würfen überhaupt. Sein Start in Spiel 3 ist fraglich

Ausblick
Die Serie geht jetzt nach Indiana. Die Celtics sind in den diesjährigen Play-off auswärts noch unbesiegt. Den Pacers helfen letztlich nur zwei Siege. Was ohnehin schwer genug ist, aber ohne   Haliburton in Bestform fast unmöglich. Zumal die Celtics wohl auf Kristaps Porzingis wieder zurückgreifen können.

Ansetzung heute
02:30: Minnesota Timberwolves – Dallas Mavericks (0:1)

NHL

New York Rangers – Florida Panthers 0:3 (0:1)

Eine Shutout-Niederlage für die Rangers im Madison Square Garden, darüber müssen sie erst mal hinwegkommen. Letztlich entschied ein Eigentor von Alexis Lefreniere 3:48 vor Schluss, der mit dem Stock einen eher harmlosen Schuss ins Tor lenkte (offiziell wird der Treffer Carter Verhaege zugesprochen). Florida beschränkte sich auf einfaches, aber effektives Spiel. Und hinten wehrte der starke Sergej Dobrowski alle 24 Schüsse zu seinem 2. Play-off-Shutout ab.

Meine 🇫🇮 Finnen
Anton Lundell stand bei allen Panthers-Toren auf dem Eis, allerdings jeweils ohne direkte Beteiligung

Ausblick
Die Rangers sehr unter Druck. Die Panthers wirken sehr gefestigt und sind auch bereit für sogenanntes dirty Hockey.

Dallas Stars – Edmonton Oilers 2:3 2. OT (0:1)

Conor McDavid traf nach nur 32 Sekunden in der 2. Verlängerung zum entscheidenden 3:2 für seine Oilers, die damit den Heimvorteil eroberten. Gerade in der Overtime gab es Chancen auf beiden Seiten, McDavid vergab eine Riesenchance, als er die Scheibe nicht über die Kelle des am Boden liegendenen Stars-Goalie Jake Oettinger heben konnte. Die Stars haderten, dass sie bei fünf Überzahlgelegenheiten keinen Treffer zu Stande brachten.
Die Oilers waren im 2. Drittel 2:>0 in Führung gegangen, die Tyler Seguin mit 2 Treffern für die Stars egalisierte

Draisaitl Watch
Der Kölner erzielte das 1:0 sein 9. in den Play-offs. Er schrieb damit auch im 14. Play-off-Spiel dieser Saison an und führt die Wertung mit 25 Zählern vor gleich drei Teamkollegen an. Weiter in eienr anderen Sturmreihe wie Sußerstar McDavid.

Meine 🇫🇮 Finnen
Esa Lindell mit -2 in der statistischen Wertung. Miro Heiskanen insgesamt 33:08 Minuten auf dem Eis so viele wie kein anderer Feldspieler. Stars-Kapitän Roope Hintz fehlte wegen einer Unterkörperverletzung. Sein Status wird nicht weiter mitgeteilt.

Ausblick
Die Oilers haben den Heimvorteil, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Stars haben gezeigt, dass sie auswärts fast stärker sind als zu Hause.

Ansetzung heute
02:00: New York Rangers – Florida Panthers (0:1)

 

 

Ein Ballverlust zu viel

Blick über den Teich, NBA

Vorbemerkung: Ich verbinde die Rückschau auf gestern mit der Vorschau und Tipps für beide Serien.

Boston Celtics – Indiana Pacers 133:128 OT (1:0)

Um es gleich zu sagen: Mein Herz in dieser Serie schlägt für die Pacers. Und so beginne ich mit einem seufzenden Ach menno: Denn Indiana war drauf und dran, das erste Spiel in Boston zu klauen. 8 Sekunden vor Schluss führen sie mit drei Punkten Vorsprung bei eigenem Einwurf. Doch wenn mich eines im Basketball gelehrt hat: Auch so eine vemeintlich konfortable Situation kann noch auf vielerlei Art schiefgehen. Beispielsweise, wenn man wie gestern Tyrese Haliburton den Ball nicht richtig an Pascal Siakam anbringt, der den Ball nicht fangen kann und dieser ins Aus rutscht. Also Einwurf Celtics. der kam zu Jaylen Brown in der Ecke schön jenseits der Dreierlinie, und der Wurf fand natürlich den Weg in den Korb. Fantastisch gewiss, aber musste das sein?Ballbesitz wieder bei den Pacers, doch in den verbleibenden Sekunden brachten sie nicht mehr auf die Anzeigetafel.
Also Overtime, und da erwies sich Boston als cleverer, halt doch die Erfahrung? 3 Turnovers und nur 2 von 8 erfolgreiche Würfe.

Dabei hatten die Pacers viel Moral gezeigt, einen desaströsen Auftakt (0:12) weggesteckt und diesen im zweiten Viertel kompensiert. Herausragend dabei: die Rollenspieler Myles Turner und Obi Toppin, die für 29 Punkte verantwortlich zeichneten und das großartige Zusammenspiel. 22 Assists allein in der 1. Hhalbzeit. Im dritten zogen die Celtics gar mit 13 Punkten davon, wieder kamen die Pacers heran und gingen sogar in Führung. Auffällig dabei: viele zum Teil unbegreifliche Ballverluste bei den Pacers, geschuldet allerdings auch der insgesamt mehr als nervigen Abwehrarbeit

Mann des Tages
Jayson Tatum: Noch immer zweifeln viele an seiner Führungsqualität, gerade in engen Play-off-Spielen. 36 Punkte und 12 Rebounds sowie dauernde Präsenz vorne und hinten sind erst einmal eine passende Antwort. 10 Punkte allein in der Verlängerung, wo er bei einer hundertprozentigen Quote bei Freiwürfen auch Nervenstärke bewies

Stark trotz der Niederlage
Das Team: 8 Spieler setzte Trainer Rick Calyle ein; 7 von ihnen punktenen 12+, und das nach insgesamt 28 Assists.

x-Faktor
Jrue Holiday: In der Abwehr bärenstark, gerade gegen Tyrese Haliburton. Insgesamt 3 Steals gelangen ihm, dazu legte er formidable 28 Punkte auf und traf 62 Prozent seiner Würfe.

Ausblick
Die Pacers hatten am Sieg schon mehr als eine Hand. das sie das im Wortsinn noch weggeworfen haben, wird ihnen zu knabbern geben. Sie werden aber auch sehen, dass sie dem Favoriten trotzen können, auf Augenhöhe sind. Auf beiden Seiten wird es auf die Dreier ankommen, diesmal hier wie dort ziemlich mau.
Die Celtics wollen ja spätestens in Spiel 3 in Kndiana wieder auf Kristaps Porzingis zurückgreifen, der mit seine Größe und trotzdem Geschmeidigkeit mehr als ein x-Faktor sein könnte. Allerdings steht hinter seiner Form natürlich ein Fragezeichen.

Aufgrund der erheblich besseren Boston-Verteidigung

Celtics in 5

Ansetzung heute

02:30: Minnesota Timberwolves – Dallas Mavericks

Die Nummer 3 der Setzliste gegen die Nummer 5. Eine Frage wird sein: Wie angeschlagen ist Luca Doncic wirklich? Auf jeden Fall wird der Slowene eine der Zentralfiguren sein. Er und Kyrie Irving müssen die Abwehr von innen attackeren, möglichst viele Fouls herausholen (Towns ist für blöde Fouls gerne zu haben), und dann die Außen bedienen, die dann den Dreier treffen müssen. So weit der Play, doch die Timberwolves sind ein ganz anderes Abwehr-Kaliber wie zuletzt die Oklahoma Thunder. Extrem bewegliche und schnelle Spieler haben sie und hinten dann die „Twin Towers“ Karl-Anthony Towns und Rudy Robert, entschuldigung liebe Spurs und die originalen Tim Duncan und David Robinson).
Die Wolves ihrerseits müssten gerade durch den sieg in  Spiel 7 bei Titelverteidiger Denver Nuggets trotz 20 Punkte Rückstand sehr viel Selbstvertrauen haben. Mit Anthony Edwards haben sie den für mich besten Spieler der diesjährigen Play-offs in ihren Reihe. Deshalb
Timberwolves in 6

Das wird die Woche, die wird

Zwei Bayer-Endspiele

Nach der Meisterschaft kann Byer Leverkusen diese Woche zwei weitere Titel holen.
1. Die zumindest auf dem Papier ungleich schwerere Aufgabe steht am Mittwochabend in Dublin gegen Atalanta Bergamo an. Die Italiener haben sich gerade im Halbfinale sehr souverän gegen Olympique Marseille durchgesetzt. Gerade das Rückspiel zu Hause (3:0) bot Fußball vom Feinsten. Atalanta ist als Fünfter der Serie A sicher für die Champions League qualifiziert. Wenn ich das richtig sehe, würde bei einem Sieg auch der Sechste (Roma) in der Königsklasse landen. Für Bayer spricht natürlich die niederlagenlose Saison, wobei schon anzumerken sei, dass es gerade in der Europa League ab der K.o.-Phase manchmal äußerst eng war und auch das Glück half.
Atalanta ist seit ein paar Jahren mein italienischer Lieblingsclub. Damals, als sie unter anderem auch mit Robin Gosens die Liga aufmischten. Nach verhaltenem Start diese Saison sind sie jetzt richtig gut in Form. Trotzdem würde ich Bayer favorisieren, allerdings wäre eine Niederlage für mich jetzt keine absolute Sensation.

2. Viel einfacher scheint die Aufgabe am Samstag im Berliner Olympiastadion im Pokalendspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern. Mir fällt kein vernünftiger Grund ein, warum den Pfälzern ein Coup gelingen sollte, auch wenn mit Friedhelm Funkel ein Pokalfuchs auf der Bank sitzt. Der sich mit Überraschungen auskennt, war es doch Bayer Uerdingen unter seiner Führung, der 1985, dem ersten „Berliner“ Endspiel, die Bayern düpierte. Ein Sieg am Samstag wäre aber sehr viel überraschender, Pokal-Gesetze hin oder her.

Pokalfinale auch in Wembley

In London treffen die beiden Clubs aus Manchester aufeinander. City möchte das Double, United eine furchtbare Saison mit wenigstens einer Trophäe retten. Ein Pokaltriumph würde United außerdem doch noch in die nächstjährige Europa League spülen, die sie über die Liga verpasst haben.

Pogacars Show

Der Slowene radelt dem Trio-Sieg entgegen. Heute gelang ihm auf einer veränderten Begetappe (Schnee, Eis) der bereits fünft Etappensieg.

Paris wartet

Ab Sonntag spielen die Tennisfrauen und -Männer um die wichtigste Sandtrophäe des Jahres. Bei den Frauen läuft alles auf ein Duell Iga Swiatek gegen Aryna Sabalenka hinaus, die zuletzt in Madrid (Sabalenka) und Rom (Swiatek) jeweils das Endspiel bestritten. Je nach Auslosung kann Angie Kerber durchaus ins Achtel- oder Viertelfinale kommen. Sie steigert sich von Woche zu Woche nach ihrer Babypause. Alle anderen Deutschen werden glücklich über jeden einzelnen Sieg sein.
Bei den Männern sehe ich die Sache völlig offen, zumal reichlich unsicher ist, in welcher Form die zuletzt angeschlagenen Jannik Sinner und Carlos Alcaraz sind. Ein noch größeres Fragezeichen steht hinter Novak Djokovic. Findet er wirklich den Schalter zu alter Topform? – dann wäre er natürlich ein Titelkandidat.
In diese mögliche Lücke könnte Alexander Zverev stoßen, der gerade das  Masters in Rom gewonnen hat und dabei durchaus einen guten Eidruck machte. Allerdings musste er die ganz großen Namen nicht aus dem Weg räumen, nichts für ungut ihr Chilenen.
Jan-Lennard Struff ist durchaus für Überraschungen gut nach einer sehr ansprechenen Sandplatzsaison und dem Turniersieg in München. Und dannist da noch Rafael Nadal, der König von Paris, der aller Wahrscheinlichkeit nach zum letzten Mal bei den French Open aufschlägt. Mir fehlt aber doch die fantasie, wie er dieses Turnier zum 15. Mal gewinnen will. Den letzten Auftritt wird er dann im Sommer bei Olympia im Stadion Roland Garros haben, mit dann deutlich besseren Chancen

K.o-Phase der Eishockey-WM

Nach den letzten Vorrundenspielen gibt es von Donnerstag bis Sonntag Viertelfinale, Halbfinale und Finale in Prag und Ostrau. Den besten Eindruck machte bisher Schweden, noch ohne jeden Verlustpunkt. Im Viertelfinale gegen Finnland gelten dann aber wieder die eigenen skandinavischen Gesetze. Deutschland hat mit 5 klaren Siegen und 2 klaren Niederlagen das Viertelfinale erreicht. Dort trifft man auf die Schweiz oder Tschechien.

Und sonst
– NHL und NBA beginnen die Conference Finals (ausführliche Begleitung und auch Vorschau ab morgen in gesonderten Texten). Aber schon heute Nacht NBA mit Boston Celtics gegen Indiana Pacers
– Champions League der Frauen am Samstag FC Barcelona gegen Olympique Lyon in Bilbao
– Final Four der Euroleague im Basketball in Berlin. Am Freitag Panathinaikos – Fenerbahce (18.00) und FC Barcelona – Olympiakos (21.00).  Fulminante Stimmung in der Arena am Ostbahnhof garantiert, zu sehen auch bei Magenta.
– Premier League im Darts Final Four in London, Halbfinale: Luke Littler – Michael Smith, Luke Humphries – Michael van Gerwen

Das war die Woche, die war

Viele Fußball-Entscheidungensind , ein umstrittenes EM-Aufgebot, ein starker Zverev, ein noch stärkerer Pogacar und rührseliger Abschied in Anfield.

City Meister, Sturm auch
Die Spannung in England hielt sich doch in argen Grenzen nach dem Sieg von Manchester City während der Woche bei den Tottenham Hotspur. Das Heimspiel gegen West Ham United war dann eher eine Pflichtüubung, die City mit 3:1 souverän bewältigte. Zum 4. Mal hinterander sind die Skyblues damit Meister, das hat in England noch niemand geschafft.

Eine Meisterserie endete dagegen in Österreich. Nach 10 Titeln in Folge musste Red Bull Salzburg diesmal Sturm Graz den Vortritt lassen. Das letzte Spiel wurde für Sturm zur Nervenprobe, denn lange stand es gegen denAustria Klagenfurt nur 0:0, was zu wenig gewesen wäre. Doch zwei Tore Tote von wüthrich nach einem Corner und Camara (jeweils der erste Saisontreffer) beseitigten die Sorgen, dass es Sturm so erginge wie der BVB im vergangenen Jahr. Grenzenloser Jubel und das sichere CL-Ticket. Salzburg half auch das 7:1 gegen den LASK nichts mehr. Sie müssen in der CL in die Qualfikation (ab 3. Runde).

Kölner Wunder blieb aus

Gleich mit 1:4 verlor der FC nach einer mehr als bescheidenen Leistung beim Aufsteiger 1. FC Heidenheim und muss in die 2. Liga. Dramatisch ging es im Fernduell gegen Platz 16 zu. Mainz schaffte einen letztlich souveränen 3:1-Erfolg und überholte sogar noch Gladbach. Union vermied die Relegation mit einem 2:1 gegen Freiburg. Der Siegtreffer fiel in der Nachspielzeit durch einen Elfer im Nachschuss. Platz 16 geht damit an den VfL Bochum, der auf Fortuna Düsseldorf trifft. Allerdings ohne Stammtorwart Riemann, der wegen ungebührlichen Verhaltens dsuspendiert wurde.

Auf Wiedersehen, Hansa

Die Rostocker verloren zu Hause gegen Paderborn und verblieben auf Platz 17. Ein paar Chaoten warfen mit Feuerwerkskörpern und sorgten für eine Spielunterbrechung. Diese Idioten wird niemand in der 2. Liga vermissen

Und sonst
– Preussen Münster steigt direkt in die 2. Liga auf, Regensburg spielt Relegation gegen Wehen-Wiesbaden
– Energie Cottbus  steigt als Meister der Regionalliga Nordost in die 3. Liga auf. Da freue ich mich schon ein bisschen, denn diesen Club habe ich während seiner Zeit in der 1. und 2. Liga als MOZ-Redakteur betreut.

Kader steht, Fragen bleiben

Tröpfchenweise haben mehr oder weniger bekannte Persönlichkeiten die nominierten Spieler für den deutschen EM-Kader bekannt gegeben. Eine nette Spielerei, nicht mehr, nicht weniger.
Viel wichtiger ist der Kader selbst: Es gibt wohl keinen Fußball-Fan, der vor einem Großereignis hundertprozentig mit den auserwählten Spielern konform geht. Diesmal blieben die ganz großen Überraschungen Aus. Die Diskussion entzündete sich hauptsächlich, ob es richtig ist, dass Julian Nagelsmann auf Mats Hummels und auch Leon Goretzka verzichtet. Ich hätte Hummels auf alle Fälle mitgenommen. Er ist auf jeden Fall formstärker als die berücksichtigten Nico Schlotterbeck und vor allem Robin Koch. Außerdem hat er Turniererfahrung und hat gerade in nervenaufreibenden Champions-League-Spielen gezeigt, dass eer vor allem in heiklen Phasen kühlen Kopf bewahrt. Und er ist noch torgefährlich. Nagelsmanns Begründung, Hummels sei schlechter für die Teamchemie und nicht so gut zu integrieren, wenn er nicht von Beginn an spielt, ist durch nichts belegt. Der Bundestrainer hat sich damit freiwillig eines echten Abwehrtrumpfes beraubt. Gerade wenn es gilt, einen Vorsprung über die Zeit zu retten, ist Hummels mit seiner Erfahrung, Zweikampf- und Kopfballstärke geradezu prädestiniert.
Und wenn jetzt ins Feld geführt wird, dass die jüngeren Turnier-Erfahrung sammeln für die WM 26, dann halte ich das, entschuldigung, für echten Blödsinn. Diese Heim-EM ist viel zu wertvoll und wichtig für den deutschen Fußball, um hier Vesuchballons im Hinblick auf später zu starten. Ich wünsche Tah und Rüdiger alles Gute und vor allem Gesundheit.
All das, vielleicht nicht ganz so zwingend, gilt auch für Goretzka.
Und damit komme ich zu einem Spieler, den ich auch sehr gerne dabei gesehen hätte. Torwart Stefan Ortega. Ich glaube, es ist nicht vermessen zu behaupten, dass er wesentlichen Anteil am Titel von Manchester City hat mit Glanzleistungen am Dienstag gegen Tottenham und zuvor in den Titelspielen gegen Arsenal und Liverpool. Und vor allem: Er ist der ideale Ersatztorwart, ist sofort zur Stelle, wenn er eingewechselt wird. Und angesichts der Leistungen des in Deutschland ach so unantastbaren Manuel Neuer, muss einem eh Angst und Bange werden. Schaut das Heidenheim-Spiel, wenn ihr euch gruseln wollt über eine Torhüterleistung.

Großer Abschied für Klopp
näheres hier
https://blickueberdenteich.de/juergen-klopp-so-geht-abschied/

Zverevs Statement

Der Hamburger gewann das Turnier in Rom und damit sein erstes Masters seit der Zwangspause aufgrund seines Bänderisses vor zwei Jahren in Paris. Er zeigte durchweg solides bis überdurchschnittliches Sandplatztennis. Natürlich hat er auch profitiert, dass Sinner und Alcaraz nicht dabei waren und Djokovic früh die Segel streichen ließ, aber diese Chance nutzte er in beeindruckender Weise. In dieser Form ist er für mich Mitv+favorit für die French Open ab Sonntag.
Bei den Frauen gewann Iga Swiatek und revanchierte sich im Finale am Samstag für die Niederlage gegen Aryna Sabalenka zwei Wochen zuvor in Madrid. Diese zwei stehen auf Sand über allen anderen oder können Lena Rybakina und Coco Gauff noch mal eingreifen?

Solo Pogacar
Dass der Slowene den Giro gewinnen würde, war für fast alle Experten klar. Die Art und Weise wie er das Feld dominiert, beeindruckte mich dann doch sehr. Auf schwierigen Bergetappen spielt er sich gerade mit der Konkurrenz, sein Team hat das Feld jederzeit unter Kontrolle, und auch im Zeitfahren wird ihm höchstens der ausgemachte Spezialist Ganna gefährlich, der aber für die Gesamtwertung keine Rolle spielt. 4 Etappensiege hat er schon eingefahren, und wenn er wirklich will, werden es in dieser Woche in den Bergen noch mehr.

Souverän im Viertelfinale
Nach den beiden klaren Niederlagen des deutschen Teams zu Beginn der Eishockey-WM gegen USA und Schweden durfte man sich leichte Sorgen machen. Unbegründet, denn zumindest das Vietelfinale hat das Team danach durch klare Siege eindrucksvoll geschafft. Der Gegner dort steht noch nicht fest, Schweiz oder Tschechien, das ist die Frage, die erst heute Abend geklärt ist.
Für das bisher so fulminante österreichische Team hat sich das Viertelfinale dagegen durch das 2:4 gegen Absteiger Großbritannien erledigt. Der Sieg in buchstäblich letzter Sekunde und die Aufholjagd gegen Kanada zum 6:6 nach 1:6 werden als absolute Höhepunkte des österreichischen Eishockeys in erinnerung bleiben.

Und sonst
– begannen die Basketball-Play-offs mit Überraschungen. Vor allem die Heimniederlage des FC Bayern gegen Ludwigsburg kam unerwartet, konnte aber am Montag repariert werden. Allein Alba Berlin hat zwei Heimsiege auf dem Konto. Ab heute geht es in die dritten Spiele
– zu NBA und NHL verweise ich auf meine Blicke über den Teich: Hier nur soviel: Die Conference Finals stehen ab sofort auf dem Programm. Dallas ist die einzige Stadt, die noch in NBA und NHL dabei ist. Die Titelverteidiger Las Vegas (NHL) und Denver (NBA) sind raus.
– Max Verstappen hat mal wieder gewonnen. Doch Mc Laren ist seinem Red Bull ziemlich auf die Pelle gerückt. Könnte man vielleicht ein Auge drauf werfen zumal jetzt Monte Carlo ansteht
– Xander Schauffele der erste Major Sieg im Golf bei den PGA Championships. Er siegte mit einem Schlag Vorsprung auf Bryson DeChambeau. Vor 3 Jahren gab es ernsthafte überlegungen, ob der deutschstämmige Profi nicht fürs deutsche Olympia-Team antreten könnte. Die Idee hat sich dann zerschlagen, schade eigentlich.