Auswärtssiege bestätigt

Blick über den Teich, NBA

Die Dallas Mavericks und die Indiana Pacers haben nach ihren Auswärtssiegen bei den Clippers und den Milwaukee Bucks auch das 3. Spiel zu Hause gewonnen. Vor dem Aus stehen die Phoenix Suns, denen gegen die Minnesota Timberwolves sogar ein Sweep droht

Indiana Pacers – Milwauklee Bucks 121:118 OT (2:1)
Was für ein Thriller in Indy, da kommt kein Autorennen mit. Die Partie begann ja zumindest für deutwsche Nachteulen zu einer noch einigermaßen vernünftigen Zeit (23.30). Wer dann nach dem ersten ganz klaren Viertel für die Pacers sich doch zur Nachtruhe begab ohne Relive-Absicherung, hat einiges versäumt undn dürfte ein böses Erwachen gehabt haben. Im 1. Viertel spielten die Pacers die Bucks (ohne Giannis) in Grund un Boden und führten mit 18 Punkten. Noch dazu war Damian Lillard angeschlagen. Doch Schritt für Schritt kam Milwaukee näher, obwohl sie die Dreier nicht trafen (am Ende 33%). Doch sie hatten einen Khris Middleton, der eine unglaubliche Partie hinlegte und mit seinem Dreier Sekündchen vor der Schlusssirene die Overtime fixierte. Auch dort war er kaum zu stoppen. Fast tragisch für ihn, dass er am Ende den entscheidenden Wurf verfehlte.

Mann des Tages
Myles Turner, sonst eher im Schatten eines Siakam und Haliburton, legte eine tolle Partie hin mit 29 Punkten und 9 Rebounds. Er traf 4 von 10 Dreiern und sprang für den diesmal reichlich unauffälligen Pascal Siakam in die Bresche.

Stark trotz Niederlage
Die Untertreibung des Tages, denn Khris Middleton spielte vielleicht seine beste Partie in den Play-offs. Am Ende legte er 42 Punkte, traf 16 seiner 29 Würfe und angelte sich 10 Rebounds. Lillard spielte sichtlich angeschlagen, kam trotzdem aufn 28 Punkte

Ausblick
Auf keinen Fall schreibe ich die Bucks ab. Wenn Giannis zurückkommt und Damian Lillard einigermaßen fit ist, ist in dieser Serie alles möglich. Doch der kleine Vorteil liegt jetzt eben bei den Bucks

Dallas Mavericks – Los Angeles Clippers 101:90 (2:1)
Angesichts ihrer Möglichkeiten war es eine indiskutable Leistung des Star-Ensembles aus Kalifornien. Fast sinnbildlich war der furchtbare Auftritt von Russell Westbrook, der gerade mal einen Freiwurf traf, aber keinen seiner 7 Versuche aus dem Feld. Er kassierte zunächst ein technisches Foul und um 3. Viertel wurde er rausgeworfen – völlig zu Recht, acu wenn in den Play-offs eine härtere Gangart erlaubt ist. Schrecksekunde bei den Mavs, als Luka Doncic Ende des ersten Viertels mit schmerzverzerrtem Gesicht das Parkett verließ. Doch er kam wieder, hielt sich aber zurück und traf auch nur 3 seiuner 14 Dreier. Und doch war der Sieg spätestens im 3. Viertel besiegelt.

Mann des Tages
Kyrie Irving, der in der 2. Halbzeit das Heft des Handelns an sich riss und nach der Pause 19 seiner 21 Punkte markierte.

Stark trotz der Niederlage
Am ehesten noch Ivica Zubac, der sich als einziger Clipper gegen die Niederlage stemmte. Die Offensiv-Zahlen von Harden stimmen zwar, aber er leistete sich auch 5 Ballversuste und vertidigte nicht wirklich lustvoll. Und von einem Paul George ist noch am Positivsten anzumerken, dass er das gesamte letzte Viertel mit 5 Fouls auf dem Konto überstand.

🇩🇪Deutsche Brille 👓
Maxi Kleber durfte wenigstens 15 Minuten ran und trafseinen einzigen Wurf, und das auch noch als Dreier. Wieder nur auf der Bank saß Daniel Theis, der Himmel weiß warum, denn zumindest als Ersatz für Zubac kann er mE mehr einbringen als Mason Plumlee. Aber Coach Tyronn Loo verzichtet ja unverständlicherweise auch auf PJ Tucker und weitgehen auf Bones Hyland.

Ausblick
Meine Zweifel an den Clippers sind nicht weniger geworden, und das ist noch sehr vorsichtig ausgedrückt. Mir fehlt der Glaube, dass sie sich noch mal zusammenreißen.Theoretisch ist es natürlich möglich, dass Leonard, George und Harden alles einreißen.

Phoenix Suns – Minnesota Timberwolves 109:126 (0:3)
Für mich machen die Timberwolves bisher den stärksten Eindruck aller Teams in den Play-offs. Offensiv und defensiv schaut das schon sehr gut aus. Dass sie die vermeintlich so haarige Hürde Phoenix Suns bisher so souverän nehmen, überrascht wohl nicht nur mich. Sie sind extrem variabel und schwer auszurechnen (6 Spieler punkteten zweistellig. Sie kommen letztlich mit einer 7er-Rotation aus, und wenn alle Stricke reißen, dann übernimmt Anthony Edwards. Bis zur Pause konnten die Suns, frenetisch angefeuert von den Fans, noch einigermaßen mithalten, doch ein für sie deprimierendes 3. Vier. tel brachte die Entscheidung. Dabei kamen die Top-Stars Kevin Durant, Devin Booker und Bradley Beal alle auf 20+ Punkte.

Mann des Tages
Anthony Edwards legte 36 Punkte, 9 Rebounds und 5 Assists auf. Und der Auftritt ist sogar noch verbesserungswürdig, denn er traf nur einen seiner 5 Dreierversuche (insgesamt 12 von 23).

Stark trotz der Niederlage
Besagtes Top-Trio Durant, Booker und Beal enttäuschte nicht, aber es fehlte halt der Kick. Und Beal kam erst richtig in Fahrt, als alles zu spät war. Und im 3. Viertel sind sie alle untergegangen.

Ausblick:
Für die Suns wird es jetzt erst mal darum gehen, wenigstens ein Spiel zu gewinnen und noch mal nach Minneapolis zu dürfen. Aber ein 0:3 hat eben noch kein Team in 150 Versuchen aufgeholt, und ich sehe nicht, wie sich das gegen dieses Minnesota ändern kann.

Ansetzungen heute
19.00: Orlando Magic – Cleveland Cavaliers (1:2)
21:30: New Orleans Pelicans – Oklahoma City Thunder (0:2)
00.00: Miami Heat – Boston Celtics (1:1)
03:30: Los Angeles Lakers – Denver Nuggets (0:3)

 

Embiids Glanztag

Blick über den Teich, NBA

Die Nuggets stehen vorm Sweep, die Magic und Sixers machen ihre Serien spannend

Orlando Magic – Cleveland Cavaliers 121:83 (1:2)
Glanzvolle Heimpremiere in Play-offs  für die meisten Spieler der Magic. Der Erfolg gegen die Cavaliers stand letztlich nie in Frage. Während sich Orlando vor heimischen Publikum gegenüber den ersten beiden Spielen extrem steigerte, fiel Cleveland am Ende richtiggehend auseinander. Vor allem ihre Dreierquote war mit 8 von 34 erschütternd. Die Magic sind in dieser Disziplin auch kein Überteam (13 von 37), hatten aber insgesamt eine gute Wurfquote ((51,1 Prozent)eine gute

Mann des Spiels
Paolo Banchero war der beste unter vielen Guten und legte 31 Punkte und 14 Rebounds auf. Magic-Rekord für ein erstes Play-off-Spiel zu Hause und damit besser als ein Shaquille O´Neal. Großartig auch Jalen Suggs mit 24 Zählern.

Stark trotz der Niederlage
Am ehesten noch Center Jared Allen mit 5 von 6 Treffern aus dem Feld und 8 Rebounds

🇩🇪 Deutsche Brille 👓
In seinem ersten Play-off-Heimspiel kam Franz Wagner auf 16 Punkte und 8 Assists. Bestwert des Teams bei der +/–Bilanz mit +32. Mo Wagner diesmal nicht so auffällig mit nur 2 Punkte und immerhin 6 Rebounds.

Ausblick
Bisher 3 letztlich klare Heimsiege. Die Magic müssen jetzt auch Spiel 4 für sich entscheiden. Dann traue ich ihnen den notwendigen Auswärtssieg in Cleveland zu.

Philadelphia 76ers – New York Knicks 125:114 (1:2)
Diese Serie galt im Osten als die spannendste und hochklassigste, und wie es aussieht, werden die Erwartungen sogar übererfüllt. Bei knapper Führung von den Knicks zur Pause brachte ein nahezu perfektes drittes Offensiv-Viertel die Vorentscheidung. Für eine Play-off-Partie unglaublche 43 Punkte sammelten sie Sixers in diesen 12 Minuten. 17 ihrer 22 Würfe fanden das Ziel, davon 9 von 12 Dreierversuchen. Die Knicks hielten tapfer dagegen, doch die Sixers trafen auch die unmöglichsten Würfe

Mann des Spiels
Joel Embiid. Obwohl er an seiner halbseitigen Gesichtslähnmung leidet und auch an den Nachwirkungen seiner Knieverletzung. Was der Center ablieferte, war schlicht atemberauben. In besagten 3. Viertel traf er 4 von 4 Dreiern und 7 seiner 8 Würfe.. Am Ende standen für ihn 50 Punkte (Karriere-Bestwert in Play-offs) und 8 Rebounds. Aber es war die starke Mannschaftsleistung, die den Erfolg brachte.

Stark trotz der Niederlage
Jalen Brunson ist das Herz und de Kopf der Knicks und wehrte sich fast bis zuletzt. Er legte 39 Punkte und 13 Assists auf. Insgesamt lesen sich die Zahlen gut, aber diesmal halt nicht gut genug

🇩🇪 Deutsche Brille 👓
Isaiah Hartenstein hatte ein problematisches Spiel, weil er schnell in Foul-Schwierigkeiten kam. Deswegen nur 25 Minuten Einsatzzeit. Joel Embiid ist ja auch ein Meister darin, seinen Gegnern Fouls anzuhängen, wobei nicht jeder Pfiff für mich nachvollziehbar war. Starbonus halt. Immerhin verbuchte Hartenstein solide 14 Punkte, konnte aber nicht so aggressiv verteidigen wie üblich.

Ausblick
Die Frage stellt sich, ob die Sixers eine derartige Glanzleistung wie im 3. Viertel wiederholen können. Embiid jedenfalls scheint trotz seiner Handicaps der Mann zu sein, den es zu stoppen gilt. Aber gerade die erste Halbzeit, als Phillie „normale“ Werte hatten, zeigte die Klasse der New Yorker. Eine echte Prognose wage ich nicht.
Noch eine Anmerkung: Die Orgelbegleitung der Sixers bei Heimspielen ist mit Abstand die nervigste der Liga. Aber das ist wahrscheinlich der Sinn der Sache, die Gäste bis aufs Blut zu reizen.

Los Angeles Lakers – Denver Nuggets 105:112 (0:3)
Wie sich die Bilder gleichen. Erneut führten die Lakers zu Pause, lagen zwischenzeitlich mit 10 Punkten vorn. Um dann wie in den beiden ersten  Spielen stark nachzulassen. LeBron James und Anthony Davis sind auf die gesamte Partie schlicht zu wenig, vor allem wenn ein DÁngelo Russell nicht einen Punkt beisteuert bei auch nur 7 Wurfversuchen. Die Frage stellt sich, ob das so gewollt ist vom Coach oder es sich aus dem Spiel her ergibt. Und wenn dann ein James nur einen von 6 Dreiern trifft …
Die Nuggets dagegen zeigen, dass sie ein extrem homogenes Team vorne und hinten sind mit Nikola Jokic als Leuchtturm.

Mann des Spiel
Tatsächlich aber nicht Jokic, sondern erstaunliche Aaron Gordon, einer der X-Faktoren im Spiel der Nuggets. Er legte 29 Punkte auf und sammelte 15 Rebounds, davon 5 in der Offensive. Überhaupt waren die Nuggets an den Brettern klar überlegen (51:38).

Stark in der Niederlage
Anthony Davis. Wieder mehr als 30 Punkte und 15 Rebounds. Diesmal wusste auch Austin Reaves mit 22 Punkten zu überzeugen.

Ausblick
Für mich geht es letztlch nur noch um die Frage, ob die Nuggets sich die Serie in 4 oder 5 Spielen holen. Dass die Lakers in ihrer Verfassung jetzt 4 Spiele hintereinander gegen den Titelverteidiger gewinnen, glaubt wohl nicht mal der größte Fan.

Ansetzungen heute
23:30: Indiana Pacers – Milwaukee Bucks (1:1/DAZN) Die Bucks wahrscheinlich ohne Giannis.
02:00: Dallas Mavericks – LA Clippers (1:1)
04:30: Phoenix Suns – Minnesota Timberwolves (0:2)

 

Überraschung in Boston

Blick über den Teich, NBA und NHL

NBA

In der Nacht zu Donnerstag wurden die zweiten Spiele der acht Serien abgeschlossen. Die beiden Conference-Sieger hatten jeweils den Achten zu Gast, doch zur einer wurde seiner Favoritenrolle gerecht

Boston Celtics – Miami Heat 101:111 (0:2)

Von Beginn an war es ein enges Spiel, was auch daran lag, dass diesmal die Heat ihre Dreier sehr viel besser versenkten. Am Ende hatten sie insgesamt 23 verwandelt (Play-off-Teamrekord) bei nur 43 Versuchen. Und es war nicht der der eine Spieler, der heiß lief, sondern mehrere. Herausragend trotzdem Caleb Martin (5 von 6) und Tyler Herro (6 von 11). Im 3. Viertel konnten sich die Heat dann entscheidend absetzen auf bis zu 12 Punkte, und auch wenn die Celtics fast bis zuletzt nicht aufgaben, kamen sie nie mehr richtig heran. Für ihre Verhältnisse war die Dreierquote schwach (12 von 37). Auffallend noch die desaströse +/- Bilanz bei Kristian Porzingis (-32), Jalen Brown (-22 trotz 32 eigener Punkte) und Derrick White (-23), der erst im Schlussabschnitt mit zwei Dreiern und einem Dreipunktespiel (Zweier+Foul) richtig aufwachte.

Mann des Spiels
Schwer zu entscheiden bei der sehr ausgeglichenen Heat-Mannschaft. Tyler Herro (24 Punkte, 14 Assists) würde ich herausheben. Bam Adebayo war in der Defense hervorragend und am gegnerischen Brett immer eine Gefahr (21 Punkte)
Stark trotz der Niederlage
Jason Tatum machte zwar nicht so viele Punkte wie Jaylen Brown, war aber in der Defense verlässlicher. Er hatte ein +/- von +6. Schon ein signifikanter Unterschied zu Brown.
Ausblick
Spiel 2 muss die Blaupause für die Heat sein. Zu Hause können sie ihre schon gefürchtete „Heat Culture“, also besondere Play-off-Leistung, noch besser abrufen. Allerdings dürfte die Leistung in Boston schon fast das Maximum sein, während die Boston doch viel Luft nach oben haben, vor allem auch ein Kristian Porzingis, der in Spiel 2 überhaupt kein Faktor war.

Oklahoma City Thunder – New Orleans Pelicans 124:92 (2:0)
Nur gut die Hälfte des ersten Viertels konnten die Pelicans mithalten, auch wegen dem tollen Start von Jonas Velenciunas, der in den ersten 4 Minuten schon 11 Punkte aus sein Konto lud. Doch gegen die variablen und vor allem in der Defensive enorm schnellen und aggressiven Thunder hatte New Orleans dann kaum mehr etwas zu bestellen. Shai Gilgeous-Alexander hielt sich dabei im ersten Vietel noch vornehm zurück und kam „nur“ auf 7 Zähler. Umso treffsichere zeigte sich Rookie Chad Holmgren, der in der ersten Hälfte 20 Punkte beisteuerte. In der 2. Hälfte fielen die Pelicans dann zunehmend auseinander, am Ende kamen noch die Ersatzspieler hüben wie drüben zu Einsatzminuten, die sogenannte Garbage Time.

Mann des Spiel
Meine rein subjektive Meinung: Chad Holmgren mit am Ende 26 Punkten und 7 Rebounds. Was für ein toller Rookie, der allerdings wohl wegen Victor Wembanyama nicht Rookie of the Year wird. Also mein Trostpflaster, was ihn wahrscheinlich extrem freuen wird.
Stark trotz der Niederlage
Der unermüdliche Jonas Valenciunas und Herb Jones, der als einziger von der Dreierlinie eine Gefahr war (4 von 7), der Rest grausige 3 von 19
Ausblick
Mir fehlt die Fantasie, wie die Pelicans diese Serie gewinnen wollen. Wäre schön, wenn sie zu Hause zumindest ein Spiel gewinnen und zumit den Sweep verhindern. Dass sie dazu imstande sind, haben sie im knapp verlorenen Spiel 1 gezeigt.

Ansetzungen heute

Die jeweils dritten Spiele stehen an

01:00: Orlando Magic – Cleveland Cavaliers (0:2)
01:30: Philadelphia 76ers – New York Knicks (0:2)
04:00: Los Angeles Lakers – Denver Nuggets (0:2) DAZN (wie gnädig, dass ihr wieder hereinschaut)

NHL
Schwarze Tage für Kanadas Teams
Es setzte gestern und heute 4  Heimniederlagen, die die Ahorn-Teams gehörig unter Druck setzen. Gestern verloren die Winnipeg Jets gegen die Colorado Avalanche und die Vancouver Canucks gegen die Nashville Predators. Heute konnten die Toronto Raptors in Spiel 3 ihren Auswärtssieg gegen die Boston Bruins nicht bestätigen, sondern verloren mit 2:4. Und die Edmonton Oilers hatten gegen die ekligen Los Angeles Kings mit 4:5 in der Overtime das Nachsehen. Diese 4 Teams müssen jetzt zumindest einmal in der Fremde gewinnen, um weiterzukommen. Ich würde es ihnen angesichts der in Fanmeilen zu hauf mitfiebernden Fans so gönnen, egal ob in Winnipeg oder Edmonton.
Eine veritable Überraschung zeichnet sich auch noch ab. Die Dallas Stars, bestes Team der Western Conference, verloren auch ihr zweites Heimspiel gegen Titelverteidiger Las Vegas Knights. Jetzt folgen 2 Partien in der Wüste.
Mein Western-Conference-Halbfinale des Grauens wäre: Las Vegas, Los Angeles, Nashvillew und Colorado. Vor allem die ersten beiden und Eishockey kriege ich immer noch schwer zusammen.

Spiele heute
01:00: Tampa Bay Lightning – Florida Panthers (0:2) Sky
01:30: New York Islanders – Carolina Hurricanes (0:2)

 

Thrilla im Garden

Blick über den Teic, NBA

Die Montagsspiele in aller Kürze, weil schon lang her, aber doch bemerkenswert. Erneut nur Heimsiege, aber zumindest die in New York hätten die 76ers im Madison Square Garden bei den Knicks gewinnen müssen 96:94. Und die Lakers ebenfalls bei den Nuggets.

Cleveland Cavaliers – Orlando 96:94 (2:0)
Erneut eine enttäuschende Vorstellung der Magic, die einfach nicht ins Play-off-Rollen kommen. Wieder grauslig von der Dreierlinie (9:35). Von der Bank kam wieder außer von Mo Wagner wenig bis nichts.
Mann des Spiels
An Donovan Mitchell führt kein Weg vorbei. Er ist der dominante Spieler und macht bisher in der ziemlich mauen Serie den Unterschied aus.
Ausblick:
Jetzt zwei Heimspiele für die Magic. In ihrer Verfassung sind 2 Siege Pflicht, sonst ist spätestens in Spiel 5 Schicht im Schacht.

Denver Nuggets – Los Angeles Lakers 101:99 (2:0)
Am Ende war ausgerechnet der lange Zeit ziemlich blasse Jamal Murray, der den Nuggets mit seinen Wurf mit auslaufender Uhr (Buzzerbeater) den zweiten Sieg bescherte. Die Lakers hielten diesmal bis zm Schluss mit, auch dank LeBron James, den diesmal nicht die Kräfte verließen und allein im Schlussabschnitt 12 Punkte markierte. Diemal lag es vor allem Anthony Davis, der nach bis dato überragender Leistung keinen Punkt und nur einen Rebound zusammenbrachte. Im Spiel hielt die Lakers die gute Dreierquote von mehr als 43 Prozent, die Nuggets trafen dagegen nur 8 ihrer 34 Versuche jenseits der Linie.
Mann des Spiels
Nikola Jokic, dem das seltene Play-off-Kunststück gelang, jeweils 20+ Punkte und Rebounds beizusteuern udn dazu noch 10 Assists.
Stark trotz der Niederlage
Anthony Davis mit 32 Punkten und 11 Rebounds. Russell traf im ersten Durchgang 5 Dreier, aber von den anderen muss mehr kommen.
Ausblick: Wenn sich nicht noch ein vierter Spieler bei den Lakers findet, der vor allem James und Davis entlastet, sehe ich LA wenig Chancen. Wahrscheinlicher ist da fast schon ein Sweep.

New York Knicks – Philadelphia 76ers 104:101 (2:0)
Eis unfassbares Ende, das den Garden explodieren ließ. 12 Sekunden vor Schluss führten die Sixers mit fünf Punkten. Den Knicks gelang durch einen sehr Dreier von Brunson, der erst an den Ring und dann zwischen der Reuse landete, den Anschluss. Danach verhünerten die Sixers fast sofort den Ball. DiVincenzo versuchte einen Dreier, daneben, aber Isaiah Hartenstein sicherte den Rebound und passte im Liegen zu DiVincenzo. Zweiter Versuch jenseits der Linie, drin und Führung der Knicks. Die Entscheidung? Die Sixers hatten die Chance auf die Führung, doch Hartensteins grandioser Block verhinderte zwei sichere Punkte. Jetzt erst war es um die Sixers geschehen.
Mann des Spiels
Auch wenn andere Spieler noch bessere Zahlen aufgelegt haben: Ohne Isaiah Hartenstein wäre es nichts geworden mit dem Comeback-Sieg der Knicks. Im der 1. Hälfte noch sehr unauffällig, drehte er mit Fortgang der Partie immer mehr auf und hatte mit den oben beschriebenen Szenen zwei matchentscheidende Szenen. Ein bisschen deutsche Brille sei mir gestattet: Apropos deutsche Brille: In dieser Form wäre er auch für die Weltmeister für Olympia eine klare Verstärkung vorne und hinten. Das sieht Dre von Got Nexxt anders, der den Weltmeistern einen riesigen Bonus einräumt, zum Teil auch berechtigt. Aber erstens kommen die anderen Teams wesentlich stärker – zumindest vom Namen her und zweitens war auch reichlich Glück dabei auf dem Weg zum Titel, wenn ich an Bertrans knapp verfehlten Buzzerbeater denke aus einer Position, aus der er zuvor schon mehrere Bälle versenkt hat. Auch eine starke Mannschaft kann und muss weiter verstärkt werden.
Stark in der Niederlage
Joel Embiid und Tyrese Maxey legten jeweils über 30 Punkte auf. Dieses Duo kann sehr viel Unheil ausrichten, zumal Embiid beweglicher wirkte.
Ausblick: Der Garden-Vorteil für die Knicks ist erst mal weg, die Stimmung in Phillie wird nicht weniger fanatisch sein. Es würde mich nicht wundern, wenn die Sixers sich beide Heimspiele schnappen, vorausgesetzt natürlich, Embiid und Maxey bleiben fit. Und vielleicht mehr Unterstützung der anderen?

Und damit zu den Spielen gestern Nacht, die dann endlich die ersten Auswärtssiege dieser Play-offs brachten.

Minnesota Timberwolves – Phoenix Suns 105:93 (2:0)
Das Ergebnis klingt klarer, als das Spiel lange Zeit war. Zur Pause stand es noch 51:50 für die Suns, doch im 3. Viertel setzten sich die Wolves ab und bauten die Führung kontinuierlich aus. Entscheidend waren die besseren Zweier und vielleicht auch der frühe Ausfall von Grayson Allen zu Beginn des 3. Viertels. Letztlich entscheidend war die viel bessere Bank
Mann des Spiels
Reichlich überraschend nicht eine der Bit Three (Gobert, Edwards, Towns), sondern Jalen McDaniels, der 25 Punkte sammelte, davon 10 im 4. Viertel
Stark in der Niederlage
Eigentlich niemand, auch keine von den Stars.
Ausblick
Die Hoffnung der Suns kann nur sein, dass ein Kevin Durant nicht wieder so einen für seine Verhältnisse schwachen Tag hat. Aber das ganze Team muss sich steigern und ihre prominente Namen durch Leistung bestätigen. Das Brett gegen die Timbewolves wrd aber mE zu dick zum erfolgreichen Bohren sein.

Milwaukee Bucks – Indiana Pacers 108:125 (1:1)
Da ist er, der erste Auswärtssieg. Und der war klar verdient wegen der bärenstarken Leistung der Pacers gerade im Schlussabschnitt, als zunächst gefühlt jeder Wurf ins Ziel fand (tatsächlich bärenstarke 4 von 6 Dreiern und 14 von 20 insgesamt aus dem Feld). Die Bucks spielen ohne Giannis vielleicht attraktiver und variabler, an den Brettern zu ersetzen auf beiden Seiten ist der Grieche aber nicht.
Mann des Spiels:
Pascal Siakam, der während der Saison von den Raptors kam. Jetzt hat er gezeigt, was er kann und wie er seinem Team hilft. 37 Punkte standen am Ende zu Buche, eine herausragende Wurfquote von 16 aus 23 (69,6 Prozent). In der Defensive war er der Prellbock und sammelte 10 D-Rebounds.
Stark in der Niederlage
Damian Lillard, der diesmal 34 Punkte auflegte. Wieder in der 1. Halbzeit unnachahmlich mit 26 Zählern und 6 von 11 Dreiern. Dann erneut schwächer, aber wenigstens mit Punkten. Allerdings ein Minus von 26
Ausblick
Die Pacers haben ihr Auswärtsspiel geklaut. Ohne Giannis (Spiel 3 ist äußerst fraglich bei ihm) wird es für die Bucks enorm schwer gegen das Tempospiel der Pacers, bei denen ein Tyrese Haliburton eine Abwehr ideenreich aushebeln kann und sogar noch Steigerungspotenzial hat.

Los Angeles Clippers – Dallas Mavericks 93:96 (1:1)
Auch die Mavs haben es jetzt zu Hause in der Hand. Trotz des am Ende knappen Ergebnisses (3 Clippers-Punkte mit der Schlusssirene) war der Erfolg ab Mitte des 4. Viertels kaum noch gefährdet. Entscheidend war auch, dass die Texaner diesmal den Start nicht so verschliefen wie in Spiel 1 und James Harden von den Clippers nicht so traf wie wollte (diesmal nur 2 von 10 Dreiern).
Mann des Spiels
Letztlich dann doch mal wieder Luka Doncic, der fast durchspielte und 32 Punkte und 9 Assists auflegte. Vor allem ab dem 2. Viertel kam auch der zweite Topstar Kyrie Irving in die Gänge
Stark in der Niederlage
Am ehesten noch Paul George, obwohl er schnell in Foulnöte kam. Kawhi Leonard war diesmal zwar dabei, blieb aber reichlich unauffällig. Bemerkenswert: Weder PJ Tucker noch Daniel Theis erhielten auch nur eine Minute Einsatzzeit.
Ausblick
Die Vorteile liegen klar bei den Mavericks, denn aus verschiedenen Gründen bringen die Clippers ihre PS nicht aufs Parkett und sind in den Leistungen ziemlich schwankend. Wenn sich das ändert, dann können die Clippers natürlich auch in Dallas nicht nur bestehen, sondern auch gewinnen.

Programm heute Nacht
Die jeweils zweiten Partien werden komplettiert
01:00: Boston Celtics – Miami Heat (1:0)
03:30: Oklahoma City Thunder – New Orleans Pelicans (erneut ohne Zion Williamson)
DAZN verzichtet erneut und steigt erst in der Nacht zu Freitag wieder ein. Vielen Dank auch, aber wir haben ja den League Pass, haben wir nicht?

 

 

 

Weiße Weste der Heimteams

Blick über den Teich, NBA

Jeweils Spiel 1 der Best-of7-Serien ist gespielt, und die Heimteams gaben sich durch die Bank keine Blöße. Und ausgerechnet beim Ersten im Westen lag noch am ehesten eine Überraschung im, Bereich des Möglichen. Eine Erklärung ist vielleicht, dass in der Post Season das Heimpublikum sehr viel fanatischer ist. Die ungewohnte Atmosphäre, in der regulären Saison höchstens mal in einer engen Crunchtime, erklärt vielleicht auch die zum Teil brutalen Fehlstarts der Auswärtsteams

Boston Celtics – Miami Heat 114:94 (1:0)
Die Celtics starteten mit einem 14:0-Run, und man musste Schlimmstes für die Heat befürchten. Doch sie berappelten sich und verkürzten den Rückstand noch im ersten Viertel auf 21:26. Doch wenn ich ehrlich bin: Zu keiner Zeit habe ich ernsthaft an einen Auswärtscoup gedacht. Immer, wenn Boston die Punkte brauchte, landeten die Bälle wie ferngesteuert in der Reuse. Alle acht eingesetzten Spieler steuerten mindestens einen Dreier ein, 6 von ihnen punkteten zweistellig. Jimmy Butler fehlte den Heat an allen Ecken und Enden, zu zumindest der Butler in Play-off-Form, der das Team vergangenes Jahr bis in die NBA Finals geführt hatte. Eine Wiederholung scheint mehr als unwahrscheinlich.
Mann des Spiels
Aus dem Kollektiv einen herauszuheben, ist fast unfair. Ich entscheide mich für Derrick White, immer etwas im Schatten der Superstars Tatum und Brown. Er gibt immer volle Energie und ist ein Eckstein der formidablen Verteidigung.
Ausblick: Mir fehlt gerade die Fantasie, wie die Heat diese Serie gewinnen wollen ohne ihren vielleicht besten Mann. Die Celtics sind dermaßen breit aufgestellt, dass sie als wohl einziges Team auch den Ausfall eines ihrer Schlüsselspieler kompenieren könnten. Und ihre Dreierquote von fast 45 Prozent muss jedem Gegner Angst machen.

Milwaukee Bucks – Indiana Pacers 109:94 (1:0)
Die Bucks wie erwartet ohne Giannis, doch das erwies sich zumindest in der ersten Partie gegen die Pacers nicht als großes Problem. Fast könnte man sagen: im Gegenteil. Für Damian Lillard trifft das auf jeden Fall zu. In der ersten Hälfte legte er sagenhafte 35 (!) Punkte auf, und Spannung war eigentlich nur, ob er alleine mehr Punkte auf die Anzeigetafel bringen würde als das gesamte Pacers-Team. Nein, das schaffte er dann doch nicht: Er „verlor“ mit 35:42.Am Ende der Partie hatte Lillard immer noch 35 Punkte auf der Scorekarte, und gerade an den Brettern hätten die Bucks einen Antetokuonpo gut brauchen können. So lautete das Verhältnis der Offensiv-Rebounds 5:14, und allein die zweiten Chancen hielten die Pacers am Leben. Deren Dreierquote war allerdigs indiskutabel  mit 8:38 und in der 1. Hälfte gar 3 von 18. So lässt sich ein Play-off-Spiel auswärts nur schwer gelingen.
Mann des Spiels
Trotz der fast unsichtbaren Leistung in der 2. Halbzeit kann das nur Damian Lillard sein. Im ersten Durchgang traf er fast nach Belieben seine wilden Dreier ebenfalls wie nach einem unwiderstehlichen Solo zum Korb. Auf der Gegenseite hielt Pascal Siakam mit 36 Punkten und einer Wurfquote von 60% glänzend dagegen, aber das alleine war zu wenig.
Ausblick: Diese Serie sehe ich enger, zumal Giannis wohl erst mal weiter ausfallen wird. Indiana dürfte sich was gegen Lillard überlegen, das hat ja in der 2. Halbzeit schon gut geklappt. Wichtig wird allerdings sein, dass ihr Allstar Tyrese Haliburton seine gewohnte Form abliefert, dann sehe ich schon Chancen für Spiel 2.

Los Angeles Clippers -Dallas Mavericks 109:97 (1:0)
Auch so ein Spiel, wo die Gäste sehr schwer in die Gänge kamen, namentlich Luka Doncic, der an seinem Wurf schier verzweifelte. In der 1. Halbzeit traf er nur 1 von 7 Dreiern, die Bilanz des gesamten Teams war desaströse 2 von 18. Das brachte ihnen einen 30:56 Halbzeitstand ein. 30 Punkte schaffen sie normalerweise in einem Viertel. Ganz anders die Clippers, die in Durchgang 7 von 15 Versuchen vesenkten. James Harden allein die ersten 4 seiner 4  Versuche. Die Mavs bestanden letztlich in der Offensive praktisch nur aus Doncic (33 Punkte) und Kyrie Irving (31). Nur PJ Washington punktete überhaupt noch zweistellig. Die Clippers dagegen auch ohne Kawhi Leonard sehr ausgeglichen. Harden, Gleich 4 Spieler hatten 20+ Punkte.
Mann des Spiels
Schwere Entscheidung, also entscheidet auch die Sympathie. Und zwar für Ivica Zubac, trotz seiner Größe immer ein wenig im Hintergrund. 20 Punkte und 15 Rebounds belegen seine Klase und Überlegenheit an den Brettern. Aber natürlich hatte man auch Harden mit seiner Glanzvorstellung vor allem in der ersten Hälfte (19 Punkte) wählen können.
Ausblick: bei den Mavs kann es eigentlich nur besser werden, vor allem ihre Wurfquote. Wenn dann noch Doncic und Irving mehr Unterstützung erfahren, wird es höchstwahrscheinlich wesentlich enger.

Oklahoma City Thunder – New Orleans Pelicans 94:92 (1:0)
Die einzig wirklich spannende Partie der ersten zwei Spieltage, die folgerichtig erst nach dem letzten Angriff entschieden war. Doch CJ McCallum verfehlte hart bedrängt von der Thunder-Defense das Ziel und zumindest die Overtime. Wie schon das auf beiden Seiten nur zweistelige Ergebnis zeigt. Es war der Tag der Verteidigungen. Jeder Wurf musste hart erarbeitet werden. Zweimal zogen die Thunderim zweiten Durchgang auf 10+ Punkte davon, zweimal schlugen die Pelicans zurück. Fast 20-mal wechselte die Führung.
Die Thunder legten auch den Schwachpunkt bloß, der den Thunder schon vorher attestiert wurde. Sie sind im Rebounding zu knacken. 52:44 lautete die Bilanz für die Pels, gar 18:8 bei den Offensiv-Rebounds. Und dabei fehlte ihnen mit Zion Williamson der beste Mann an den Brettern. Der hätte sehr viel Unheil anrichten können.
Mann des Spiels
Wie unoriginell, aber letztlich war es der unwiderstehliche Allstar Shay Gilgeous-Alexander, der für die Thunder den kleinen Unterschied ausmachte. 28 Punkte bei fast 50 Prozent Wurfquote, allerdings von der Dreierlinie 3 Fahrkarten bei 3 Versuchen. Bei den Pelicans hielte vor allem Jonas Valenciusas mit 20 Rebounds (9 OR!) prächtig dagegen.
Ausblick: Spätesten jetzt sind die Thunder gewarnt, dass das alles andere als ein Selbstgänger wird. Andererseits hat jeder der Thunder noch Steigerungspoztenzial. Doch die Pelicans dürften letztlich doch positiv aus der ersten Partie gehen und noch mehr überzeugt sein, dass auch in Oklahoma City was zu holen ist.

Programm heute
01:00: Cleveland Cavaliers – Orlando Magic (1:0)
01:30: New York Knicks – Philadelphia 76ers (1:0)
04:00 Denver Nuggets – Los Angeles Lakers (1:0)

DAZN macht übrigens laut eigener Vorschau für die jeweils 2. Spiele Pause und meldet sich erst in der Nacht zu Freitag zu Spiel 3 der Lakers vs Nuggets zurück. Premium-Sender halt, aber nur am Wochenende. Der NBA-Pass ist davor unser aller Freund.

Blick über den Teich, NBA

Vorbemerkung. Ich versuche, jedes Spiel kurz zu analysieren. Anhand von Statistiken, Spielverläufen und meine Schlüsselmomente -Stats. Ob mir das wirklich bei jedem Spiel gelingt, bleibt abzuwarten. Und ich glaube nicht, dass ich für meine Leser die Ergebnisse verbergen oder gar auf Spannung machen muss.
Der erste Spieltag der Play-offs brachte keine großen Überraschungen und auch kein Drama. Vier Spiele, vier mehr oder weniger klare Heimsiege, lautet die Bilanz. Auffällig: Es war nicht der Tag der Dreierschützen: Kein Team kam auch nur annähernd auf 40 Prozent.

Cleveland Cavaliers- Orlando Magic 97:83 (Play-off-Stand 1:0)
Insgesamt ein vor allem offensiv ziemlich wildes Spiel mit traurigen Wurfquoten, gerade jenseits der Dreierlinie. Das ist man bei den Magic ja schon die gesamte Saison gewohnt. Aber selbst für sie sind 8 von 37, also 21,6 Prozent, indiskutabel. Dazu kam kaum Unterstützung von der Bank, Cole Anthony traf nicht einen seiner 7 Würfe, nur Mo Wagner punktet zweistellig. Apropos Wagner: Der jüngere Bruder Franz begann sehr stark und konzentriert, brachte aber im 2. und 3. Viertel sehr wenig Produktives zustande. Zeitweise erinnerte das ganze weniger an ein NBA-Spiel, sondern ein übles Klassenspiel ohne Plan hüben wie drüben.
Mann der Partie
Für mich klar Donovan Mitchell, der 30 Punkte auflegte und kaum zu stoppen war. Das kompensierte die ebenfalls ziemlich traurige Dreierquote.
Ausblick: Für die Magic kann es nur besser werden. Wenn sie ihren Dreier nur einigermaßen finden und Mitchell stoppen können, sehe ich noch Chancen.

New York Knicks – Philadelphia 76ers 111:104 (1:0)
So stelle ich mir ein Eastern-Play-off-Spiel zweier Erzrivalen vor. Jeder Angriff umkämpft, wenig freie Punkte. Da entscheiden Kleinigkeiten, und diesmal war es nicht eine Kleinigkeit: Joel Embiid verletzte sich an dem ohnehin schon maladen Knie, er kam zwar zurück, war aber deutlich angeschlagen und weit von seiner Bestform zurück. Sprungwürfe bereiteten ihm große Mühe. Tyrese Maxey legte zwar 31 Punkte auf, konnte den Ausfall allein aber nicht kompensieren.
Bei den Knicks erwischte der zuletzt überragende Jalen Brunson keinen guten Tag. Er traf nur einen seiner 6 Dreier und nur gut 30 Prozent der Würfe überhaupt
Mann der Partie
Josh Hart. Der Forward warf im Schlussabschnitt 3 Dreier und legte insgesamt 22 Punkte auf. Das machte den Unterschied der engen Partie aus.
Außerdem war die starke Bank der Knicks entscheidend. Miles McBride versenkte 5 von 7 Dreier, Bojamn Bogdanovic 3 von 6. McBride kam auf den angesichts der knappen Partie wirklich erstaunlichen Pluswert von 37. Mit ihm auf dem Parkett haben die Knicks also 37 Punkte mehr erzielt als der Gegner. Und Mitchell Robinson war in der Defensive ein Anker und spielte auch vor Embiids Verletzung toll gegen den Olympiastarter, diesmal noch auffälliger als Isiah Hartenstein, der diesmal nicht so glänzen konnte
Ausblick: Offenbar kann Embiid weiterspielen. Aber wenn er seine Beweglichkeit nicht wiedererlangt, sehe ich für die Sixers kaum Chancen. Ein Maxey allein kann es nicht richten. Aber auch gegen einen fitten Embiid sehe ich die Knicks letztlich klar vorn. Zumal gerade ein Brunson Steigerungspotenzial hat.

Minnesota Timberwolves – Phoenix Suns 120:95 (1:0)
Nach ausgeglichenem ersten Viertel übernahmen die Timberwolves das Kommando. Rudy Gobert räumte hinten auf und war am Brett bärenstark (16 Rebounds, sechs OR), vorne kam Anthony Edwards immer besser in die Partie. Ein Faktor war auch Karl-Anthony Towns, der nach langer Verletzngspause immer besser seinen Rhythmus fand. Die Suns hatten dagegen nur Kevin Durant (31 Punkte). Von der Bank kam kaum Input, nur Royce O´Neale überzeugte mit 4 Dreiern bei acht Versuchen. Bei den Wolves dagegen glänzte Nickeil Alexander-Walker mit 13 Punkten bei 13:44 Minuten Einsatzzeit. Ein zumindest offensiv Totalausfall war bei den Suns Scharfschütze Grayson Allen. Er nahm überhaupt nur 3 Würfe und traf davon keinen einzigen
Mann der Partie
Anthony Edwards: Er kam zwar schwer in die Partie (1. Halbzeit nur 10 Punkte), war dann aber kaum mehr zu stoppen und legte am Ende 31 Punkte auf.
Doch spielentscheidend war die für mich von Gobert angeführte Defensive der Wolves, die die Suns mit ihrer Beweglichkeit die gesamte Spielzeit extrem forderte.
Ausblick: Sollte Kevin Durant nicht mehr Hilfe gerade von seinen Co-Stars Devin Booker und Bradley Beal erhalten, sehe ich schwarz für das Team aus Arizona. Doch wenn etwa ein Allen seine Dreier wie schon so oft in Serie verwandelt, kann das eine sehr enge und unterhaltsame Serie werden. Entscheidend wird sein, ob die Wolves-Defense ihre tolle Vorstellung wiederholen kann.

Denver Nuggets – Los Angeles Lakers 114:103 (1:0)
Es kam, wie es die Lakers-Fans fast befürchten mussten. Am Ende ging dem 39-jährigen LeBron James schlicht die Kraft aus, und auch ein Anthony Davis hatte nichts mehr zuzusetzen.
Die erste Halbzeit gehörte den Lakers. Angeführt von James (19) und Davis (18) führten sie mit bis zu 10 Punkten. Doch in der zweiten Halbzeit hatten sie nichts zuzusetzen gegen die ausgeglichenen Nuggets, bei denen (natürlich) Nikola Jokic und Jamal Murray herausragten. Bei beiden Teams war auffällig, wie wenig von der Bank kam, Nuggets 17 Zähler, Lakers 11 (alle von taurean Prince.
Mann der Partie
Langweilig zu schreiben, aber an Nikola Jokic komme ich nicht vorbei. 32 Punkte, 15 von 23 aus dem Feld, 12 Rebounds und eine allgegenwärtige Präsenz.
Ausblick: Sofern die Regeln nicht geändert werden und die Spielzeit nicht halbiert wird, sehe ich wenig Chancen für die Lakers. Sie haben eine Halbzeit gezeigt, dass sie mit dem Titelverteidiger mithalten können. Zu mehr reicht es nur, wenn Leute wie Hachimura, Austin Reaves und DÁngelo Russell sich sehr viel bessereinbringen und die beiden Topstars wirklich entlasten.