Brignone in der eigenen Riesenslalom-Welt

Alpine Ski-WM in Saalbach, VIII

 

Riesenslalom der Frauen

 

Was für klare Abstände, zumindest auf den ersten beiden Plätzen: Federica Brinonie hatte am Ende 0,90 Sekunden Vorsprung auf Alice Robinson, die Neuseeländerin ihrerseits 1,67 Sekunden auf die Driotte Paula Moltzan. Danach ging es dafür umso enger zu. Hinter Moltzan fehlten der Norwegerin Thea Stjenesund eine Hundertsel auf Bronze und Lara Gut-Behrami sechs Hundertstel.

 

Das Rennen

 

1. Durchgang

 

Meine persönliche Favoritin Sara Hector legte mit einer sauberen, allerdings nicht perfekten Fahrt vor. Fahrt. Dies verdeutlichte die fulminante Federica Brignone, die gleich um 1,43 Sekunden besser war als die Schwedin und am Ende klare Laufbestzeit hinlegte. Allein Alice Robinson blieb mit 67 Hundertstel in der Sekunden-Distanz.
Hervorragend schlug sich Slalom-Spezialistin Lena Dürr mit der Startnummer 20, die bis auf Platz 7 vorfuhr.

 

2. Durchgang

 

Zunächst ein Hunderstelduell zwischen Lara Culturi, Zrinka Ljutic und Lena Dürr, die am Ende gerade mal 6 Hundertel trennten. Klar war allerdings, dass das für die Medaillen nicht reichen würde. Bronze war noch frei, und die sicherte sich am Ende Paula Moltzan hauchdünn vor Stjernesund und Gut-Behrami. Als Alice Robinson im zweiten Durchgang mit Laufbestzeit die ganz klare Führung übernahm, glaubte ich kurz sogar an den Sieg der Neuseeländerin. Doch Brignone zerstreute alle Zweifel und war noch einmal 23 Hundertstel schneller. Der erste WM-Titel der Italienerin, und dementsprechend groß war der Jubel auch bei der Mutter: Rosa Maria Quario war in den frühen 80ern eine der besten Slalomfahrerin der Welt und schaffte zwischen 1979 und 1983 4 Weltcupsiege im Slalom.

 

Ergebnis

 

Gold: Federica Brignone (ITA).   2:22,71
Silber: Alice Robinson (NZL)        + 0,90
Bronze: Paula Moltzan (USA).         2,62

4. Thea Stjernesund (NOR) 2,63, 5. Lara Gut-Behrami (2,68), 6. Sara Hector (SWE) 2,88, … 9. Lena Dürr (GER) 3,56

 

Riesenslalom der Männer, Freitag, 10/13 Uhr

 

Favorit

 

Alles Odi oder was, Odermatt. Der Schweizer ist auf jeden Fall der top-Favorit auf die Titelverteidigung: Wenn Marco Odematt nur einigermaßen runterkommt, da muss auch er erst mal schaffen, dürfte er nicht zu bezwingen sein.

 

Medaillenkandidaten

 

Im Schatten von Odermatt hat sich sein Landsmann Loic Meillard noch einmal gesteigert. Wenn alles wirklich top, top, tiop läuft kann er sogar Odermatt gefährlich werden. Ich habe auch die Norweger Alexander Steen-Olsen und Henrik Kristoffersen auf dem Zettel. Un d warum soll sich Luca Alipandrini nicht von seiner Landsfrau Brignone inspirieren lassen?

 

Sehr zu beachten

 

Lucas Braaten: der gebürtige Norweger, der nun nach einem Jahr Pause für Brasilien startet, dem Heimatland seiner Mutter. Im Slalom vielleicht noch stärker, aber auch im RS mit zwei guten Läufen für eine Medaille gut. Insgesamt scheint das Feld eh viel offener zu sein als das der Frauen: warum also nicht die Krances oder Zubcics dieser Welt.
Thomas Tumler: 35 Jahre musste der Schweizer alt werden für den ersten Weltcupsieg. Erstaunlich, dass ihn die Skigroßmacht Schweiz so lange eine Chance gegeben hat.

 

Die Gastgeber

 

Riesenslalom ist eine eher traurige Disziplin der Österreicher. Lucas Feurstein und Stefan Brennsteiner verdanken ihre beiden Podestplätze in Kransjgar Gora nur den irregulären Bedingungen gerade im 2. Durchgang. Top 5 wäre schon ein tolles Ergebnis.

 

🇩🇪 👓

 

Immerhin: 3 Fahrer kann der DSV auf die Piste bringen. Anton Grammel, Jonas Stockinger und Fabian Gratz können ohne Erwartungsdruck an den Start gehen. Top 15 ist für alle Drei drin. Seids mutig, Burschen!

 

Startliste

 

1 Alexander Steen Olsen (NOR)
2 Loic Meillard (SUI)
5 Marco Odermatt (SUI)
Henrik Kristoffersen (NOR)
7 Thomas Tumler (SUI)
10 Luca De Alipandrini (ITA)
18 Lucas Pinheiro Braathen (BRA)
24 Anton Grammel (GER)
26 Jonas Stockinger (GER)
27 Fabian Gratz (GER)

 

WM 2023 in Courchevel

1. Marco Odermatt (SUI)
2. Loic Meillard (SUI)
3. Marco Schwarz (AUT)

 

WM 1991 in Saalbach

1. Rudi Nierlich (AUT)
2. Urs Kaelin (SUI)
3. Johan Wallner (SWE)

Rudi Nierlich war in dieser Zeit mit Abstand der beste Techniker im österreichischen Team. 2 Jahre zuvor hatte er in Vail die WM-Titel in Slalom und Riesenslalom gewonnen, in Saalbach verteidigte er sein Gold. Doch im Mai desselben Jahres hatte er einen tödlichen Auto-Unfall, als er bei nasser Strecke von der Fahrbahn abkam und gegen eine Hausmauer prallte. Nierlich wurde nur 25 Jahre alt.
Urs Kaelin sollte 1996 eine weitere WM-Silbemedaille gewinnen. Auch bei Olympia in Lillehammer wurde er Zweiter im RS, gerade mal 2 Hundertstelsekunden hinter dem Deutschen Markus Wasmeier.
Johan Wallner: Ich gebe zu, den Namen habe ich völlig verdrängt. Dabei holte er auch in Morioka 1993 (die schauderhaften Wind-und-RegenTitelkämpfe) WM-Bronze. Einen Weltcupsieg errang der Schwede, 1986 berim Slalom in Berchtesgaden.

 

 

Schweiz I vor Schweiz II vor Schweiz IV – wer hats erfunden?

Alpine Ski-WM in Saalbach, VII

 

Team-Kombination der Männer

 

Mit dem totalen Triumph der Eidgenossen endete die Team-Kombi der Männer. Nur die beiden Jugendfreunde Jules Murisier und Daniel Yule schieden aus und trübten ein wenig die Laune. Abfahrtsweltweister Franjo van Allmen durfte über seinen zweiten Titel jubeln – gemeinsam mit Loic Mellard.

 

Die Abfahrt (Slalompartner)

 

Wenig zu gewinen, viel zu verlieren hieß es auf der Spezialstrecke. Hier legten die Schweizer schon den Grundstein als der WM-Dritte Alexis Monney (Tungay Nef) vor Franjo van Allmen (Mellaiard) einkam. Der WM-Zweite Vincent Kriechmayr (Manuel Feller) kam dagegen diesmal mit der Strecke nicht zurecht und landete nur auf Platz 13. Noch schlechter erging es dem Norweger Fredrik Möller (Atle McGrath), der mit Startnummer 30 gut unterwegs war, allerdings am Ende einen Reisenbock einbaute.
Der Deutsche Simon Jocher (Linus Straßer) hatte einen beherzten Anfang, dann verlor er zeitweise völlig die Idealinie und gut 2 Sekunden auf den Spitzenreiter.

 

Slalom (Abfahrtspartner)

 

Großangriff der hinteren Reihe war erst mal angesagt, und die endete in vielen Einfädlewrn. Ob Manuel Feller, Daniel Yule (Murisier) oder Clement Noel (Nils Allegre) – sie alle erreichten das Ziel nicht. Einen tollen Lauf erwischte Linus Straßer (Simon Jocher), der sein Team mit der zweitbesten Laufzeit immerhin auf Platz 8 brachte. Außer Konkurrenz brillant war der nach der Abfgahrt von Felix Monsén aussichtslos zurückliegende Schwede Kristoffer Jakobssen, der sage und schreibe noch mal 1,63 Sekunden schneller war als Straßer.
ERstaunlich war der US-Amerikaner Benjamin Ritchie ((Ryan Cochran Siegle) mit einem fast tehrlerlosen Lauf. Das reichte zu Platz 4 oder positiv ausgedrückt: zum besten Rang eines Nicht-Schweizers, die letztlich die Entschedung unter sich ausmachten.
Gar nicht auf dem Zettel hatte ich dabei Schweiz IV. Aber Slalomartins Marc Rochat fuhr wahrscheinlich sein bestes Rennen seit Jahren, rückte von Platz 8 kommend Rang für Rang vor, sodass schon vor den beiden letzten Fahrern feststand, dass der Titel an die Schweiz ginge.
Der Kampf um Gold auaf der nicht mehr perfekten Piste war dann hpchst spannend. Luc Meillard legte vor, aber jeder sah, dass da noch einiges drin wäre, zumindest in der Theorie. In der Praxis wechselte beim Schlussläufer Nungay Nef (Alelix Monney) die Führung von Zwischenzeit zu Zwischenzeit, am Ende fehlten Nef, Bruder der viel bekannteren Sonja Nef, 27 Hunderststel. Am Ende feierten die sechs sechs Schweizer Medaillengewinner gemeinsam und ausgelassen; die Männer siegten auch im dritten Wettbewerb nach Abfahrt (van Allmen) und Super-G (Marco Odermatt) führen mittlerweile den Medaillenspiegel klar an.

 

Riesenslalom der Frauen, Donnerstag, 10/13 Uhr (ZDF, ORF1, Eurosport)

 

Favoritinnen

 

Die Schwedin Sara Hector ist die Frau, die es meines Erachtens zu schlagen gilt. Sie gewann 2 der 5 Saisonrennen und wurde einmal Zweite. Sehr zu beachten ist auch die Neuseeländerin Alice Robinson, die nach eher durchwachsenen Jahren diese Saison an allerbeste Zeiten anknüpft und die Weltcupwertung vor Hector anführt. Federica Brignone und Lara Gut-Behrami haben schon oft gezeigt, auch in dieser Saison, dass sie im Riesenslalom top sind, aber gerade Gut-Behrami hat bisher eine eher enttäuschende WM hinter sich, terotz Silber in der Team-Kombi.

 

Außenseiterinnen

 

Zrinka Ljutic: Zwar ist die Kroatin im Slalom noch viel stärke einzuschätzen, aber genau deshalb kann sie es morgen ohne den ganz großen Nervendruck angehen. Auf dem Zettel habe ich auch Julia Scheib, wenn denn die Österreicherin wie schon so oft den ersten Durchgang nicht verschläft. Die Schweizerin Camille Rast hat eine geradezu unwirklich erfolgreiche Saison hinter sich, warum soll es dann nicht auch im RS flutschen?

 

Spannend zu sehen

 

Lara Culturi: Die 18-Jährige fuhr diese Saison Albanien auf die Ski-Landkarte, schaffte erste Podiumsplätze für dieses Land im Wintersport überhaupt. Ihre Mutter ist die frühere Olympiasiegerin Daniela Checharelli. Im Slalom sogar noch stärker einzustufen.

 

🇩🇪 👓

 

Lena Dürr nimmt den RS quasi als Test unter Wettbewerbsbedingungen für den Slalom in Angriff. Mehr als ein Top-10-Platz ist beim besten Willen nicht drin. Allrounderin Emma Aicher kann erneut zeigen, dass der Zwölferkogel ihr Lieblingsberg ist, fabiana Rodigo ist nur zum Lernen da und zum Atmosphäre-Schnuppern in einem ausverkauften Ski-Stadion.

 

Startfolge

 

1 Thea Louise Stjenesund (NOT)
2 Sara Hector (SWE)
3 Zrinka Ljutic (CRO)
4 Federica Brignone (ITA)
5 Alice Robinson (NZL)
6 Lara Gut-Behrami (SUI)
9 Julia Scheib (AUT)
11 Lara Culturi (ALB)
12 Camille Rast (SUI)
20 Lena Dürr (GER)
35 Emma Aicher (GER)

 

WM 2023 in Courchevel

 

1. Mikaela Shiffrin (USA)
2. Federica Brignone (ITA)
3. Ragnhild Mowinckel (NOR)

Shiffrin wird im Riesenslalom nicht starten, da sie nach ihrer Verletzung vor jnapp zwei Monaten sich noch nicht fit genug für RS-Schwünge fühlt (mit Kombi-Gold hat sie glänzenden Ersatz gefunden. Mowinckel hat nach der vergangenen Saison irhe Karriere beendet.

 

WM 1991 in Saalbach

  1. Pernilla Wiberg (SWE)
  2. Ulrike Maier (AUT)
  3. Traudl Hächer (GER)

Pernilla Wiberg war zu ihrer Zeit eine der besten Slalom- und Riesenslalomfahrerinnen der Welt. Drei weitere WM-Titel sollten folgen. Auch bei Olympia war sie äußerst erfolgreich, holte Gold 1992 im Riesenslalom und 1994 in der Kombination.
Ulli Maier krönte ihre tolle WM (vorher Sieg im Super-G). Ihr Tod 1994 bei der Abfahrt ist unvergessen.
Traudl Hächer gehörte in den 80er-Jahren zu den deutschen Top-Fahrerinnen, stand allerdings immer ein wenig im Schatten von Marina Kiehl und Michaela Gerg. Umso erstaunlicher ihr Ritt zu Bronze, fast fünf Jahre nach ihrem vierten und letzten Weltcupsieg und nach fast einem Jahr ohne Top-Ten-Platz im weltucp in dieser Disziplin.

 

 

 

 

Wer will am Donnerstag zum Eishockey in den SAP Garden?

Liebe alle,

wie das Leben so spielt: Mit einem sehr guten Freund wollte ich zum Eishockeyspiel RB München vs Schwenningen Wild Wings in den noch neuen (naja) SAP Garden. Besagter Freund hat sich ausgerechnet beim Eishockeyspielen das Syndesmoseband gerissen und hat mir mir seinem größtem Bedauern (und meinen) abgesagt. Das Bein (in einem sog. Elefantenfuß steckend macht ihm zu große Probleme für ein Live-Erlebnis auf nicht allzu bequemen Sitzen, das ja auch längere Zeit braucht.

Ich habe also eine Karte übrig: RB München – Schwenningen Wild Wings, SAP Garden, Donnerstag, 19:30, sehr guter Platz auf der Längsseite etwa auf Höhe einer Drittellinie. Wer Interesse hat, bitte bei mir melden am besten per Kommentar, dann habe ich automatisch die E-Mail und kann mich mit dem/der Betreffenden in Verbindung setzen. Sollten sich mehrere Interessenten melden, gilt das Windhundprinzip*.

Münchner Löwe

* Windhundprinzip: Wer zuerst schreibt, mahlt zuerst. Für eine Versteigerung an Höchstbietende reicht die Zeit leider nicht😄

Lena Dürr verbläst die Medaille

Ski-WM in Saalbach, VII

 

Team-Kombination der Frauen

 

Der kurzfristige Meinungsumschwung, doch an der Kombi teilzunehmen, hat sich gelohnt: Slalom-Legende Mikaela Shiffrin gewann zusammen mit Abfahrtsweltmeisterin Breezy Johnson die Premiere der Team-Kombi. Platz 2 holte sich die Schweizer Paarung Lara Gut-Behrami/Wendy Holdener vor den Österreicherinnen Stephanie Venier/Katharina Truppe. Beide deutschen Teams fielen aus.

 

Die Abfahrt

 

Diesmal erwischte Emma Aicher eine gute Startnummer (4), und erneut demonstrierte sie, wie gut sie die Strecke am Zwölferkogel behrrscht. Letztlich war sie die Zweitschnellste, besser als die Abfahrts-Medaillen-Gewinnerinnen Breezy Johnson und Mirjam Puchner. Die Tschechin Ester Ledecka war gar nicht am Start, sie zieht es offenbar schon zum Snowboard.
Eine war allerdings noch schneller: die US-Amerikanerin Lauren Macuga, schon in der Abfahrt besser als Aicher. Einen ganz starkenAuftritt hatte Kira Weidle als Vierte der Abfahrt.

 

Der Slalom

 

Eines war klar: Die Schweizerinnen Wendy Holdener und Camille Rast würden nach dem eher dürftigen Auftritt ihrer Partnerinnen Lara Gut-Behrami und Corinne Suter zur Aufholjagd blasen. Dies gelang vor allem Holdener mit zunächst klarer Bestzeit. An der sich erst mal alle die Zähne ausbissen, auch weil die Piste nicht besser wurde, sondern do h ziemlich nachließ. doch Mikaela Shiffrin genügte ihr großer Vorsprung von fasst 8 Zehntelsekunden und rettete 39 Hunderstel ins Ziel. Würde das reichen, war die große Frage. Katharina Liensberger für Österreich schaffter es nicht. Lena Dürr war auf einem guten Weg, auch wenn sie etwas verhalten fuhr (wie sie es so oft macht in entscheidenden Durchgängen). Doch dann baute sie einne schweren Fehler ein und vergab ihre (und Aichers) Medaillenchance. Blieb die Amerikanerin Paula Moltzan und die Gewissheit, dass der Titel an die USA fallen würde. Auch sie war etwas zu zögerlich und fiel auf Platz 4 noch hinter den Österreicherinnen Steffi Venier und Katharina Truppez urück, nur Blech; dafür durften ihre Landsfrauen Shiffrin jubelnüber ihr insgesamt 8. WM-Gold) und Breezy Johnson über den zweiten Titel in Saalbach.

Insgesamt eine gelungene Premiere des Wettbewerbs. Schön waren die Bilder, als die Abfahrerinnen unten am Zie. it ihrer Slalom-Kollegin bangten.

 

Team-Kombination der Männer, Mittwoch, 10 Uhr (Abfahrt)/13.15 Uhr (Slalom)

 

Die Favoriten

 

Enttäuschung schon vorher: Der Schweizer Überflieger Marco Odermatt verzichtet auf einen Start und konzentriert sich auf den Riesenslalom am Freitag. Extrem zu beachten sind die Österreicher Vincent Kriechmayr und Manuel Feller. Sehr gespannt bin ich auf die Norweger AD Sejersted/Timon Haugen, vielleicht der beste der Slalomfahrer. Die Schweizer setzen hauptsächlich auf Abfahrtsweltmeister Franjo van Allmen/Luc Meillard.

 

Beachtliche Außenseiter

 

Jeweils ein zweites Paar aus Österreich (Stefan Babinsky/Marco Schwarz, Schweiz (Tungay Nef/Alexis Monney und Norwegen (Fredrik Möller/Atle McGrath).Gerade auf diese Norweger bin ich sehr gespannt, wobei Möller mit der 30 eine äußerst ungünstige Startnummer erwischt hat.
Zu nennen wären noch die italienische Paarung Dominik Paris/Alex Vinatzer und vielleicht sogar noch die Franzosen Nils Allegre/Clemens Noell, de überragende Slalomartist

 

🇩🇪 👓

 

Ein Paar nimmt die Heusforderung an. Allerdings haben Simon Jocher/Linus Straßer kaum realistische Medaillenchancen. Andereseits: Wenn Straßer im Slalom relativ früh starten kann aufgrund Jochers Vorplatzierung, er einen absoluten Traumlauf erwischt und dann noch die Piste bricht. Viele Wenns, aber die Hoffnung stibt zuletzt

 

Die wichtigsten Startnummern Abfahrt

 

3 Norwegen 2 (Sejersted/Haugen)
6 Italien I (Paris/Vinatzer)
9 Schweiz II (Monney/Nef)
12 Frankreich I (Allegre/Noel)
14 Österreich I (Kriechmayr/Feller)
15 Schweiz I (van Allmen/Meillard)
16 Österreich II (Babinsky/Schwarz)
25 Deutschland (Jocher/Straßer)

Insgesamt sind 37 Paare am Start

Der Slalom in gestürzter Reihenfolge der Abfahrt von 30. bis zum 1.

 

 

 

 

 

 

Das war die Woche, die war

Etwas spät, dafür ziemlich kurz (naja): Aber das Wichtigste aus meiner Sicht (Ski-WM, Super Bowl, NBA Trades) habe ich ja schon in gesonderten Texten behandelt.

 

Bayern (fast schon) Meister

 

Die Münchner gewannen ihre Pflichtaufgabe mit etwas Mühe gegen Werder Bremen mit 3:0. Alle Tore fielen erst nahc der Pause, davon zwei Elfer von Harry Kane, der weiter in der Bundesliga ohne Fehlschuss vom Punkt ist (bei nunmehr 29 Versuchen).
Der einzige verblieben Konkurrent Bayer Leverkusen büßte dagegen beim 0:0 zwei weitere Punkte ein. Meistertrainer Xavi Alonso setzte nach dem Pokathriller gegen Köln (3:2 nach Verlängerung) auf starke Rotation. Ohne Wirtz und andere Topspieler blieb Leverjusen die gesamte Partie sehr harmlos, daran konnte auch der eingewexchselte Wirtz nichts mehr ändern.. Vor dem Gipfeltreffen in der BayArena am Samstag trennen die beiden Clubs 8 Punkte, die ganz große Brisanz ist raus.
Völlig missglückt ist das Trainer-Debüt von Nico Kovac bei Borussia Dortmund. Der BVB verlor in der eingenen Arena gegen den VfB Stuttgart mit 1:2. Engagiert waren die Westfalen ja, aber nicht effizient. Ausgerechnet der Ex-Stuttgarter Waldemar Anton leitete die Niederlage mit einem Eigentor ein.
Mein Aufreger: Mal wieder mein Lieblings-Schiedsrichter Felix Zwayer. Seine schlimme Leistung im Abstiegsduell Hlstein Kiel gegen VFL Bochum „krönte“ er gemeinsam mit den Viedeo-Schiedsrichter als er ein Tor der Kieler wieder aberkannte, weil er eine harmlose Situation vorher im Mittelfeld nachträglich als Foul bewertete. Ich bin ja echt Fan des Videobeweises, aber der soll wirklcih nur einschreiten, wenn es eine „klare!“ Fehlentscheiung auf dem Platz gegeben hat.

 

Rodel-WM – eine deutsch-österreichische Angelegenheit mit internationaler Beteiligung

 

7 Wettbewerbe standen in Whistler Mountain auf dem Programm, fünf Titel gingen nach Germany, zwei nach Austria. Dazu 7 respektive 3 Medaillen. Für den Rest der Welt blieb insgesamt viermal Edelmetall, das sich die USA (2), Lettland und Kanada (je einmal Bronze) aufteilten. Man merkt, welche 2 Nationen als mittlerweile einzige das Rodeln professionell beteiligen. Die Ösis mit Berater und Kufengott Hackl Schorsch waren angesichts der Vorleistungen nicht mal hundertprozentig zufrieden mit der Ausbeute. Eine Sportart macht sich überflüssig …

 

Und sonst?

  • Internationaler Fußball: Doppeltes Pokal-Aus für die Tottenham Hotspur. Zunächst am Donnerstag in Ligacup-Halbfinale gegen den FC Liverpool, dann im FA Cup beim 1:2 bei Aston Villa. Liverpool war denn im FA Cup auch für die einzig wirkliche Überraschung beteiligt. Mit der B_Elf angetreten, verlor der klare PL-Tabellenführer mit 0:1 beim Letzten der 2. Liga Plymouth. Ein erster Rückschlag für Klopp-Nachfolger Arne Slot.
    Madrid-Derby Remis. Im Bernaubeu Stadion trennten sich Gastgeber Real und Atlético mehr oder weniger friedlich mit 1:1. Real hatte in der Woche Aufsehen erregt, als man nach einer vermeintlichen Fehlentscheidung es für nötig hielt, einen offenen Beschwerdebrief in Richtung Verband zu verfassen, in dem Real die „eklatante“ Benachteiligung beklagte. Ausgerechnet Real Madrid, das seit Jahrzehnten von den Schiris eher sehr zuvorkommend behandelt wird, um es noch sehr vorsichtig auszudrücken.
    In Italien schließlich setzt sich der Titel-Zweikampf zwischen SSC Neapel  und Inter Mailand fort. Beide schwächelten allerings am Wochenende: Napoli spielte zu Hause gegen Udinese nur 1:1, Inger verlor ein Nachholspiel bei der Florentina gleich mit 0:3, revanchierte sich aber am Montag daheim mit 3:1.
  • Hallensport: Nicht mal eine Woche nach dem WM-Finale mussten die Handballer wieder in der Bundesliga ran. Meister Magdeburg verlor den Schlager beim THW Kiel und damit fast alle Titelchancen. Mit Mühe setzte sich Tabellenführer MT Melsungen gegen Leipzig durch und wahrte seinen 4-Punkte-Vorsprung auf das Trio Berlin Füchse, Kiel und Hannover-Burgdorf.
    Der FC Bayern Basketball verbesserte durch 2 Heimsiege gegen Milano und Villeurbanne seine Situation in der Euroleague und ist jetzt Sechster, was die direkte Qualifaikation fürs Viertelfinale bedeuten würde.8 Spieltage sind noch zu absolvieren, ein kleines Polster (3 Siege) auf Platz 11 (Real Madrid) ist schon vorhanden. Alba Berlin ist dagegen  abgeschlagen Letzter und ohne Chance aufs Weiterkommen.
  • Erfreuliches für die Eishockey-Frauen: Die setzten sich in einem nervenaufreibenden Qualifikationsturnier gegen Ungarn, Österreich und die Slowakei durch und dürfen zum zweiten Mal nach 2014 zu Olympia.
  • Tennis:Turniersiege feierten Denis Schapovalov (im Finale gegen Casper Ruud) in Dallas, Carlos Alcáraz in Rotterdam (vs Alex Di Minaursowie Belinda Bencic (zum ersten Mal als Mama) in Abu Dhabi (Ashlyn Krüger) und Anastasia Potapova (Laura Bronzetti) in Cluj. Dort, in ihrer rumänischen Heimat, beendete Simona Haep ihre erfolgreiche Karriere, in der sie Grand-Slam-Siege in Paris und Wimbledon feierte. Eine lange heftig diskurierte Dopingsperre (sie wurde gesperrt im Gegensatz zu Iga Swiatek und Jannik Sinner) sowie Verletzungen zwangen sie mit  33 jahren zu diesem Schritt.