von Münchner Löwe | Mai 3, 2024 | basketball, Eishockey, NBA, NHL
Blick über den Teich, NBA und NHL
Was für ein Spiel in Philadelphia zwischen den 76ers und den Knicks. Unbedingt anschauen. Wer die Spannung erhalten will, möge bitte danach zurückkommen
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INDIANA PACERS* – Milwaukee Bucks 120:98 (4:2)
Die gute Nachricht für die Bucks war, dass Damian Lillard wieder aufs Parkett zurückkehrte. Die Schlechte, dass das trotz seiner am Ende 28 Punkte wenig half.die Bucks fanden gegen das Höllentempo der Pacers kaum ein Mittel, obwohl neben Lillard auch Bobby Portis und Brook Lopez 20+ Punkte auflegten. Den Hauptunterschied machten aber die Bankspieler. Während Bei den Pacers scorten Obi Toppin (21) und TJ McConnell (20) grandios, während alle Ersatzspieler der Bucks gerade mal 10 Punkte zusammenstotterten.
Mann des Spiels
Ich wähle das Duo Obi Toppin/TJMcConnell. Das sind die Rollenspieler, die man in einer solch engen Serie braucht.
Stark trotz der Niederlage
Damian Lillard war gleich wieder ein bestimmender Faktor. Allerdings war seine Dreierquote für seine Verhältnisse weit unterdeurchschnittlich (4 von 12)
Analyse der Serie
Kein Zweifel: Der Ausfall von Giannis Antetokuonpo war für die Bucks auf Dauer nicht zu kompensieren. Er fehlte vor allem als Rammbock vorn und hinten. Bei den Pacers lief auch nicht alles völlig rund, Tyrese Haliburton nahm sich auch verletzungsbedingt einige Pausen. Indiana ist zum ersten Mal seit 10 Jahren in einer 2. Play-off-Runde. Zuletzt waren sie fünfmal in Folge in Runde 1 gescheitert.
Und der Verlierer?
Die Bucks müssen sich jetzt überlegen, wie sie weitermachen wollen. Das Team ist doch ziemlich in die Jahre gekommen. Drei Starter (Giannis nicht gerechnet) sind jenseits der 30, und die Bank ist zu dünn besetzt und war nie ein Faktor.
Philadelphia 76ers – NEW YORK KNICKS 115:118 (2:4)
Was für ein Abschluss einer insgesamt fantastischen Serie, mit Sicherheit die Spannendste der 1. Play-off-Runde. Spiel 6 brachte noch mal alles, was das Basketball-Herz erfreut. Daei schienen die Knicks mit den Sixders kurzen Prozess machen zu wollen, lagen im 1. Viertel schon mit 22 Punkten vorn. Das verwöhnte Publikum in Phillie buhte bereits. Doch die Sixers kamen zurück – und wie. Noch im zweiten Vietel hatten sie den Rückstand egalisiert. Im 3. Viertel lagen sie gar mit bis zu 10 Punkten in Front angetrieben vom jetzt fanatischen Publikum (und der so ungemein nervenden Orgelbegleitung). Doch die Knicks, namentlich durch Jalen Brunson, behielten die Nerven, glichen aus, gingen in Führung, die sie über die Zeit retteten.
Mann des Tages
Letztlich war es wieder jalen Brunson, der eine Monster-Serie gespielt hat. Er sammelte 41 Punkte und behielt vor allem im vierten Viertel im Hexenkessel die Nerven und zog den Sixers mit zwei tollen Dreiern den Zahn.
Stark trotz der Niederlage
Joel Embiid war Turm in der Schlacht, vorne und hinten. 39 Punkte und 13 Rebounds sammelte er, doch zunächst blieb die Hilfe vor allem von Tyrese Maxey aus
🇩🇪 Deutsche Brille 👓
Isaiah Hartenstein war ein ganz wichtiger Faktor bei den Knicks. Gerade als die Felle davonzuschwimmen drohten für die Knicks, war er mit seiner Ruhe zur Stelle. Am Ende schaffte er 14 Punkte und 9 Rebounds, dabei rieb er sich in der Verteidigung mit Embiid richtiggehend auf, der ihm mehrere Fouls anhing. ein weiteres Bewerbungsschreiben an den deutschen Bundestrainer Gordie Herbert.
X-Faktoren
Eine Rubrik, die ich hiermit einführe. Also so etwas wie die oft unbesungenen Helden. Bei den Knicks war es Donte DiVicenzo. Bisher trotz seines Siegdreiers in Spiel 2 mit seinen Versuchen eher unglücklich, hatte er endlich sein Visier richtig eingestellt und versenkte 5 von 9 Würfen. Insgesamt kam er auf 23 Punkte, 7 Assists. Eine besondere Bermerkung vedient sein unglaublicher Block gegen Embiid.
Auch die Sixers hatte einen besonderen Trumpf. Bobby Hield erhielt endlich Spielzeit, und in der zeigte er seine große Stärke des Scharfschützen. Seine Dreier erst ermöglichten die fulminante Aufholjagd. Am Ende fanden 6 seiner 9 Versuche das Ziel. Umso erstaunlicher, dass er im 3. Viertel überhaupt nicht zu Einsatz kam und ihm die Spielzüge der Sixers im 4. Viertel nur zwei Würfe gestatteten. Aber auch Nicolas Batum war mit seinen 16 Punkten (3 Dreier) ein Pfund der Sixers.
Analyse der Serie
Von vornereinwar klar, das das die Serie werden würde zwischen zwei erbitterten Rivalen, die in der Vergangenheit schon so manchen Strauß ausgefochten haben. Kleinigkeiten entschieden die einzelnen Partien. Allein die fast unwirklichen Spielenden in Partie 2 (für die Knicks ) und 5 (Sixers) boten viel Gesprächsstoff. Ein Faktor war sicher, dass Embiid nicht völlig fit war, aber das gehört halt leider zum Sport.
Und der Verlierer?
Die Sixers lecken jetzt erst mal ihre Wunden. Das Team ist aber jung genug, um auch in den kommenden Jahren ein ernsthafter Konkurrent zu bleiben. Aber Coach Nick Nurse wird sich mit seiner Spielerauswahl (wo blieb Bobby Hield so lange??) schon einige Fragen gefallen lassen müssen
Ansetzungen heute
01:00: Orlando Magic – Cleveland Cavaliers (2:3)
03.30: Dallas Mavericks – Los Angeles Clippers (3:2) Kawhi Leonard wird wieder nicht dabei sein.
NHL
Die Toronto Maple Leafs haben gegen die Boston Bruins ein 7. Spiel erzwungen.. In einem von Defensivreihen und tollen Torhütern geprägten Partie gewannen sie äußerst mühevoll mit 2:1. William Nylander war mit seinen beiden Treffern der gefeierte Held, und nur ein Boston-Tor 0,2 Sekunden vor Schluss verhindete einen Shutout für Joseph Woll. In der Nacht zu Samstag fällt dann im TD Garden von Boston die Entscheidung
von Münchner Löwe | Mai 2, 2024 | basketball, NBA, NHL
Blick über den Teich, NBA und NHL
Ligaübergreifend: Freude in Dallas, Frust in Los Angeles, so lässt sich der Play-off-Mittwoch (US Zeit) zusammenfassen.
NBA
Spannung geht anders. Zwei klare Siege für die Boston Celtics und die Dallas Mavericks
BOSTON CELTICS* – Miami Heat 118:84 (4:1)
Eine von Anfang bis Ende klare und später sehr klare Angelegenheit. Der Sieg der Celtics stand nie infrage. Die Heat ohne Jimmy Butler chancenlos, zumal auch Jaime Jaquez fehlte und Duncan Robertson seinen Wurf nicht fand.
Mann des Tages
Die Stars der Celtics wurden in der 2. Halbzeit weitgehend geschont für die kommenden Aufgaben. Erneut legte Derrick White sehr gute Zahlen auf.
Stark trotz der Niederlage
Bam Adebayor (fast) auf sich alleine gestellt. Tyler Herro ohne Zielwasser von der Dreierlinie (1 von 8).
Serien-Analyse
Bis auf den zumindest einmal üblichen Ausrutscher war das Ganze wie erwartet eine äußerst klare Angelegenheit der Celtics. Und auch wenn Kristaps Porzingis in der 2. Runde gegen Orlando/Cleveland erst mal ausfällt, sind sie auch hier klar favorisiert.
Und die Verlierer?
Es wird interesant, ob das Team zusammenbleibt. Im Prinzip ist alles da, und ein Jaime Jaquez wird in seinem zweiten Jahr bestimmt noch besser. Jimmy Butler sollte noch ein paar gute Jahre haben, enn er gesund wird und bleibt. Ein Fragezeichen sei hier aber angebracht. Mit Eric Spoelstra haben sie einen der besten Coaches der Liga.
Los Angeles Clippers – Dallas Mavericks 93:123 (2:3)
Einen Kantersieg in dieser Form habe ich wirklich nicht vorausgesehen. Nach ausgeglichenem ersten Vietel brachen die Clippers förmlich auseinander. In der 2. Halbzeit: null Gegenwehr. Da konnten sie es verschmerzen, dass die Stars Luka Doncic (2 von 8) und Kyrie Irving (1 von 7) von der Dreierlinie eher die Lampen ausschossen als den Korb trafen.
Mann des Tages
Trotz der Dreierschwäche Luka Doncic, den angeschlagenes Knie offenbar wenig behinderte. 35 Punkte sammelte er, dazu 10 Assists und 6 Rebounds. Zieht man die Dreier ab, traf er aus dem Feld 12 von 18 Würfen, ein Spitzenwert
Stark trotz der Niederlage
Auch hier am ehesten noch der Center: Ivica Zubac, der zumindest am Anfang seine Größenvorteile ausnutzte. Allein auf weiter Flur konnte er wenig ausrichten.
🇩🇪Deutsche Brille👓
Maxi Kleber erhielt diesmal knapp 20 Minuten. Und in denen zeigte er, dass er mit seinem Wurf durchaus eine Alternative sein kann. 5 von 7 Dreierversuchen fanden das Ziel. Abwehrstark ist er ohnehin.
Wunder geschehen: Daniel Theis durfte tatsächlich 3 Minuten ran. Zur völligen Überraschung konnte er die Wende nicht herbeiführen für die Clippers. Ernsthaft: Eine gebrauchte Serie für den Center.
Ausblick
Die Serie mit ihren Wendungen lässt mich ziemlich ratlos zurück. Eines scheint allerdings klar. Ohne Kawhi Leonard wird es für die Clippers sehr schwer, jetzt 2 Spiele zu gewinnen. Andererseits habenhat LA auch ohne Leonard genug Waffen, um den Mavs wehzutun, sie müssen halt scharf sein und nicht so unterirdisch stumpf wie etwa James Harden in Spiel 5.
Ansetzungen heute
00.30: Indiana Pacers – Milwaukee Bucks (3:2)
03:00 Philadelphia 76ers – New York Knicks (2:3)
NHL
Die Edmonton Oilers haben die immer heikle Hürde Los Angeles Kings letztlich souverän überwunden. In Spiel 5 gewannen sie mit 4:3. Leon Draisaitl erzielte 2 Tore, Evan Bouchard legte 3 Assists auf. Goalie Skinner nicht so überragend wie in Spiel 4, aber doch ein guter Rückhhalt. In der 2. Play-off-Runde treffen die Oilers auf den Sieger Canucks/Predator. Deren Spiel 6 ist heuteNacht in Nashville.
Im zweiten Spiel gewannen die Dallas Stars nach großem Kampf gegen Titelverteidiger Las Vegas Knights mit 3:2 und liegen in der Serie nach 0:2-Rückstand jetzt 3:2 vorn.. Erneut eine überaus umkämpfte Partie, die Dallas letztlich durch zwei Powerplay-Tore für sich entschied.
von Münchner Löwe | Mai 1, 2024 | basketball, Eishockey, NBA, NHL
Blick über den Teich, NBA und NHL
NBA
Drei Spiele im Osten, zweimal Höchsspannung und ein für mich ein überraschend klarer Sieg der Milwaukee Buck, weil denen mit Giannis und Lillard die beiden Superstars fehlten
New York Knicks – Philadelphia 76ers 106:112 OT (3:2)
Die Sixers leben noch – und wie. In einem echten Thriller im Madison Square Garden schafften sie den nicht unbedingt erwarteten Auswärtserfolg, der die Serie zurück nach Philadelpha bringt. Es war eine Partie Spitz auf Knopf mit etlichen Führungswechseln. Niemals betrug der Vorsprung eines Teams mehr als 10 Punkte – im Basketball ist das nichts. Tyrese Maxey brachte die Sixers mit einem spektakularen Wurf weit hinter der Dreierlinie in die Verlängerung, in der sie dann das bessere Ende für sich hatten. Das wird vor allem Joel Embiid schwer beruhigen, der im Schlussabschnitt zur tragischen Figur zu werden drohte. Nur zwei Punkte, dafür aber gleich 4 haarsträubende Ballverluste unterliefen ihm. Immerhin schaffte er ein Triple Double.
Die Knicks haben sich wenig vorzugwerfen im sehr stimmungsvollen Garden, der am Ende allerdings verstummte
Mann der Tages
Tyrese Maxey war überhaupt nicht aufzuhalten. Die Dreier fielen, er kann sich Würfe kreieren und zum Korb ziehen. 46 Punkte sammelte er, dabei versenkte er 7 Dreier bei nur 12 Versuchen. Diesmal ein großer Faktor war auchn Tobias Harris mit 19 Punkten und 8 Rebounds.
Stark trotz der Niederlage
Am Anfang hielt sich Jalen Brunson noch auffallend zurück nur 2 Punkte bei 4 Wurf-Versuchen), davon konnte im Verlauf der Partie keine Rede mehr sein. Am Ende legte er 40 Zähler auf. Unterstützung fand er vor allem in OG Anuoby und Josh Hart
🇩🇪Deutsche Brille👓
Isiah Hartenstein beschränkte sich weitgehend auf die Defensive und verrichtete dort gegen Embiid großartiege Arbeit (im Wechsel mit Mitchell Robinson
Ausblick
In der durch die penetrante Orgelbegleitung extrem nervenden Phillie-Halle gilt es jetzt für alle Beteiligten, die Nerven zu behalten. Ziemlich schwer wiegt für die Knicks der Ausfall von Scharfschütze Bojan Bogdanovic. Und sie warten sehnlichst darauf, dass Donte DiVincenco seinen Wurf findet. Die Sixers müssen auf einen einigermaßen fitten Embiid und einen weiteren Glanztag von Maxey hoffen. Mittlerweile haben sich beide Coaches für eine 7er-Rotation entschieden.
Cleveland Cavaliers – Orlando Magic 104:103 (3:2)
Nach den 4 klaren Heimsiegen war es diesmal praktisch bis zu letzten Sekunde spannend. Franz Wagner hatte 3 Sekunden vor Schluss den Ausgleich in der Hand, doch der spektakuläre Block von Evan Mobley verhginderte vermeintlich sichere 2 Punkte. Dank eines im 1. Viertel unglaublichen Darius Garland (17 Punkte, 6 von 8 Dreiern) führten die Cavs 33:23, doch die Magic verkürzten nach und nach und gingen ihrerseits im 4. Viertel in Führung. Mal wieder blieb allerdings ihre Dreierquote unter 30 Prozent, und gegen Ende ließen sie zwei reichlich überflüssige Offensiv-Tebounds von Cleveland zu.
Mann des Tages
Letztlich war Donovan Mitchell mal wieder die Versicherung für Cleveland. 14 seiner 28 Punkte sammelte er im Schlussabschnitt, also als es drauf ankam. Mobley leistete in der Defensive wertvollen Beitrag, nicht nur wegen seines letztlich spielentscheidenden Blocks
Stark trotz der Niederlage
Paolo Banchero spielte herausragend, davon 16 im 4. Viertel sprechen für sich und den Nr-1-Pick der vergangenen Saison. Insgesamt allerdings trafen nur 3 Spieler der Magic zweistellig
🇩🇪Deutsche Brille👓
Nach der Gala von Spiel 4 war es diesmal nicht die Partie von Franz Wagner. Nur 3 von 11 Würfen fanden das Ziel und nur einer von 6 Dreiern. Auch Mo Wagner konnte sich nicht so einbringen wie sonst. Er erhielt aber auch nur 14 Minuten Einsatzzeit.
Ausblick
Wer schafft den Auswärtssieg, das ist die große Frage. Die Magic haben jetzt nur noch eine Chance und müssen in Orlando erst mal dafür sorgen, dass es zum Showdown kommt.
Milwaukee Bucks – Indiana Pacers 115:92 (2:3)
Viel habe ich erwartet, aber keinen Kantersieg der Bucks, dafür schien das Handicap der fehlenden Antetokuonpo und Lillard zu groß. Doch der Rest zeigte eine tolle Mannschaftsleistung, die gesamte erste Fünf punktete zweistellig.
Mann des Tages
Bobby Portis: In Spiel 4 noch im ersten Viertel ausgeschlossen, trumpfte er groß auf mit 29 Punkten und 10 Rebounds sowie extremen Kampfeswillen. Da hatte jemand etwas gutzumachen – und das gelang glänzend. Auch Khris Middleton legte 29 Zähler auf, und Patrick Beverley führte klug Regie und glänzte mit 12 Assists.
Stark trotz der Niederlage
Letztlich erreichte kein Spieler Normalform. Gerade Pascal Siakam und Tyrese Haliburton gingen in der 2. halbzeit regelrecht unter.
Ausblick
Ohne Chance bei Matchball Nummer 1, und spätestens jetzt wissen die Pacers, dass die Bucks auch ohne ihre beiden Topstars brandgefährlich sind. Zumindest bei Lillard scheint eine Rückkehr in Spiel 6 nicht ausgeschlossen, das würde den ohnehin großen Druck auf Indiana vergrößern.
NHL
Matchball auswärts abgewehrt, das eint die Toronto Maple Leafs (in Boston) und Nashville Predators (in Vancouver). Sie gewannen jeweils mit 2:1 und bringen damit ihre Serie zurück nach Hause. Matthew Knees (für die Leafs in der Overtime) und Alexandre Carrier (für die Predators im 3. Drittel) waren die umjubelten Siegtorschützen.
Weitergekommen im jeweils 5. Spiel sind dagegen die Colorado Avalanche (6:3 bei den Winnipeg Jets) und die Carolina Hurricans (6:3 gegen die New York Islanders). Schade vor allem für die eishockey-verrückten Fans in Winnipeg, die die Partie nicht nur in der Halle, sondern auch an öffentlichen Leinwänden verfolgten und wie erstarrt die Entscheidung für Colorado im letzten Drittel waren.
von Münchner Löwe | Apr. 30, 2024 | basketball, Eishockey, NBA, NHL
Blick über den Teich, NBA und NHL
NBA
Das Tableau der 2. Play-off-Runde nimmt Formen an. Im Westen haben nach den Minnesota Timberwolves auch die Denver Nuggets und Oklahoma City Thunder das Ticket gelöst. Im Osten haben die Boston Celtics die Verhältnisse sehr zu ihren Gunsten geradegerückt.
Miami Heat – Boston Celtics 88:102 (1:3)
Die Anzeichen verdichten sich, dass für die das verlorene zweite Spiel ein Ausrutscher war, der gerade bei ihnen so gerne mal vorkommt. Letztlich gab es am Sieg von Boston nie vernünftige Zweifel, obwohl sie für ihre Verhältnisse eine schwache Wurfausbeute (gerade von der Dreierlinie) hatten.Nur Derrick White traf mehr als ein Drittel der Versuche
Mann des Tages
Folgerichtig Derrick White, der am Ende 38 Punkte auf dem Konto hate. 8 der 15 Dreier fanden das Ziel, insgesamt 15 der 26 Würfe. Dazu gewohnt eklig in der Verteidigung.
Stark trotz der Niederlage
Wieder mal Bam Adebayo mit 25 Punkten und 17 Rebounds, davon 4 am offensiven Brett. Doch er fand nur durch Tyler Herro und Caleb Martin echte Unterstützung.
Ausblick
Alles andere als ein Sieg im 5. Spiel im Bostoner TD Garden wäre höchst erstaunlich. zwar dürfte Kristaps Porzingis ausfallen, doch auch ohne ihn sind die Celtics klar favorisiert. Dann darf sich das Publikum von Miami ganz auf das Formel-1-Wochenende freuen und konzentrieren.
New Orleans Pelicans – OKLAHOMA CITY THUNDER* 89:97 (0:4)
Mit einem Sweep sind die Thunder über die Pelicans hinweggefegt, das war so nicht unbedingt zu erwarten. Zumindest die 4. Partie konnten die Pelicans ausgeglichen gestalten und durften im 4. Viertel beim Stand von 80:75 auf einen Sieg hoffen. Gerade in der 1. Hälfte war es ein reichlich zerfahrenes Spiel mit fürchterlichen Dreierquoten hüben wie drüben.
Die Qualität besserte sich zunehmend, und letztich entschied die Variabilität und bessere Breite die Partie für Thunder.
Mann des Tages
Wieder sehr beeindruckend war Jalen Williams mit einer Feldwurfquote von 52 Prozent. 24 Punkte und 8 Rebounds sammelte er für die Thunder. Und Shai Gileous Alexander? Hielt sich zurück mit „nur“ 24 Punkten. Aber er wird da sein, wenn es wirklich auf ihn ankommt.
Stark trotz der Niederlage
Endlich hatte CJ McCullum, den ich seit seiner Blazers-Zeit sehr schätze, ein bisschen seine Wurfseuche abgelegt und traf 9 der 16 Feldwurf-Versuche (allerdings auch nur 2 von 7 Dreiern). Er und Jonas Valenciunas allein, das war letztlich zu wenig.
Analyse der Serie
Wie befürchtet, war für die Pelicans der Ausfall von Zion Williamson nicht zu kompensieren. Gerade er hätte gegen die körperlich nicht allzu großen Thunder viel Unheil ausrichten können. Ob es dann zum Weiterkommen gereicht hätte, sei dahingestellt. Die Thunder haben keineswegs alles abrufen müssen. Jetzt können sie in Ruhe abwarten, wie sich ihr nächster Gegner, die LA Clippers und Dallas Mavericks, im direkten Duell aufs Blut bekämpfen. Das Hauptproblem wird sein, den Fokus aufrechtzuerhalten.
Und der Verlierer?
Als letztes Team in die Play-offs gerutscht, da durfte man in New Orleans realistischerweise nicht mehr erwarten, zumal ohne den besten Mann, den sie in Glanzform verloren und so vermissten. Mit Williamson sieht es für die nächsten gar nicht so schlecht aus.
DENVER NUGGETS* – Los Angeles Lakers 108:106 (4:1)
Und wieder war Murmeltiertag. Erneut hatten die Lakers lange geführt, und wieder haben sie das Spiel noch aus der Hand gegeben. Ein Treppenwitz, dass sie in 5 Spielen aus dem Titelrennen rausgegangen sind.
Knackpunkt dieser Partie war ohne Zweifel die Schulterverletzung von Anthony Davis im 3. Viertel, die ihn sichtlich behinderte, gerade beim Wurf, aber auch beim Rebounding. Damit fehlte der außerordentliche Imput eines der beiden Superstars der Lakers. LeBron James tat alles, vielleicht zu viel, auch zu viel Einsatzzeit, weil die Körner am Ende schwanden. Aber bei der Bank vertraute Chefcoach Ham leiber seiner Starting Five, die durchgehend zweistellig traf.Trotzdem waren sie drauf und dran, die Partie zu gewinnen, aber in der Schlussphase hatten die Nuggets zwei ganz wichtige Offensiv-Rebounds. Die Schulter von Davis?
Auch die Nuggets mussten sich allerdings hauptsächlich auf die Starformation verlassen. Jokik, Murray und Porter sammelten alle 25+ Punkte. Und erneut war es Jamal Murray mit dem entscheidenden Wurf.
Mann des Tages
Ich würfele, und die Augen zeigen auf Michael Porter jr. Imponierend, wie er seine Dreier versenkte. So einen 3. Mann, wenn ich ihn so bezeichnen darf, wünscht sich jedes Superstar-Duo (hier Jokic und Murray)
Stark trotz der Niederlage
Letztlich doch LeBron James. Er wollte nicht verlieren, und vielleicht wollte er manchmal ein bisschen zu viel des Guten. Aber was er immer noch leistet, nötigt mir höchsten Respekt ab, obwohl ich ihn nicht besonders gut leiden kann (diese finster Miene!). Mein Problem.
Analyse de Serie
In so gut wie allen fünf Spielen hätten die Lakers gewinnen können. Sie lagen insgesamt weitaus länger in Führung als die Nuggets. Doch viermal erwischte sie es im letzten Viertel. Zu Viel Last auf den Schultern von James und Davis. Zu wenig Entlastung gerade in den ersten Spielen von Rui hachimura und auch Austin Reaves.
Und die Nuggets? Meine leichten Zweifel an ihnen sind nicht verflogen. Natürlich ist ein Nikola Jokic praktisch nicht aufzuhalten, hat ein Jamal Murray keine Nerven, wenn es drauf ankommt und kann ein Michael Porter Junior allen Gegnern das Licht ausblasen. Aber reicht das gegen die Timberwolves? In meinem Play-off-Bracket tippte ich ja auf die Timberwolves. Der Verlauf der 1. Runde hat diesen Tipp eher verstärkt.
Und der Verlierer?
Die Lakers lecken erst mal ihre Wunden. Und die Off-Season wird äußerst spannend in LA. Bleibt James, was wird mit Anthony Davis, kommt ein dritter Star und wenn ja wer (Trae Young, Donovan Mitchell) und für welchen Preis bzw welche Spieler. Und darf Ham weitermachen? Nix Bestimmtes weiß man nicht. Wird auf jeden Fall aber luschtig.
Ansetzungen heute
01:00: New York Knicks – Philadelphia 76ers (3:1) Die stete Frage der Serie: Wie fit wird Joel Embiid sein
08:00: Cleveland Cavaliers – Orlando Magic (2:2). Wird Zeit für einen Auswärtssieg, sagen die Wagner-Brüder.
03:30: Milwaukee Bucks – Indiana Pacers (1:3). Die Bucks höchstwahrscheinlich ohne Giannis und Lillard. Fast ein Ding der Unmöglichkeit, die Serie zu drehen.
NHL
In ziemlicher Kürze. Den Dallas Stars ist das Kunststück gelungen, zwei Heimniederlagen gegen die Las Vegas Knights wettzumachen. Wieder war es sauknapp in Vegas, und erst der Schuss von Roope Hintz ins leere Tor entschied die Partie für Dallas.
Die Florida Panters stehen in der 2. Play-off-Runde. Im Florida-Duell gewannen sie gleich mit 6:1 gegen Tampa Bay Lightning. Allerdings stand es nach dem 2. Drittel nur 2:1, und am Ende erzielten die Panthers zwei Tore ins vom Torwart verlassene Gehäuse.
von Münchner Löwe | Apr. 29, 2024 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Das erste Team steht mit den Timberwolves in der 2. Runde. Einige Scharfschützen standen im Blickpunkt.
Philadelphia 76ers – New York Knicks 92:97 (1:3)
Was für ein Fight! Das Ergebnis 92:97 sagt schon alles. Jeder Ballbesitz war umkämpft, leichte Körbe praktisch ausgeschlossen. Dazuz eine fanatische Stimmung in Phillie, mit einer lautstarken Knicks-Fraktion. Das war schon was fürs Basketballherz.
Die Sixers lagen drei Viertel vorn, aber nie höher als mit 9 Punkten. Immer wenn ich glaubte, sie wärden sich absetzen, kamen die Knicks wieder heran. Und im Schlussabschnitt errangen sie die Führung. . Problem bei den Sixers. Von der Bank kommt praktisch nichts. Warum Bobby Hield nicht spielt, würde ich aber schon gerne mal wissen.
Mann des Tages
Jalen Brunson, der das Zeug zum Franchise-Spieler hat. 47 Punkte, Team- und Karriere-Bestwert für Play-off-Partien, dazu 10 Assists. Immer ein Gefahrenherd – praktisch ohne Pause.
Stark trotz der Niederlage
Mal wieder Joel Embiid und Tyrese Maxey. In mancen Szenen hat man schon gesehen, dass er nicht völlig fit ist und paar Drives zum Korb nicht wagt.
🇩🇪Deutsche Brille👓
Isiah Hartenstein legte zwar in der Offensive diesmal nicht so spektakuläre Zahlen auf, ist aber mit seiner Große und seinem Einsatz ein enorm wichtiger Faktor.
Ausblick
Die Serie wandert zurück nach NY in den Garden. Ich glaube nicht mehr so richtig an eine Wende, ddafür scheint mir die Tiefe der Sixers nicht tief genug. Und wenn ich ehrlich bin, kann ich auf die furchtbare Orgelbegleitung in Philadelphia verzichten …
Dallas Mavericks – Los Angeles Clippers 111:116 (2:2)
Historisches lag in der Luft, denn die Mavericks waren drauf und dran einen 31-Punkte-Rückstand mitte des 2. Viertels noch zu drehen. Sie führten sogar im Schlussabschnitt, mussten sich dann doch den Clippers beugen, die im Dallas-Hexenkessel die Nerven behielten, auch weil Luka Doncic mit 5 Fouls belastet in der Defensive nicht mehr wirklich eingreifen konnte. Bis dato war er in der Verteidigung so engagiert, wie ich ihn selten gesehen habe. Die Clippers konnten dagegen den Ausfall von Kawhi Leonard gut kompensieren.
Mann des Tages
Hat diesmal 2 Köpfe, die beide 33 Punkte sammelten: Paul George brillierte in der ersten Halbzeit mit 26 Punkten, hielt sich danach aber seltsam zurück.. James Harden war Garant dafür, dass die Partie für die Clippers nicht gänzlich aus dem Ruder lief.12 von 17 Versuchen traf er und war von den Mavs kaum zu stoppen.
Stark trotz der Niederlage
Kyrie Irving brachte die Mavs erst wieder auf Kurs. Im ersten Viertel ohne Punkt, war er danach von den Clippers überhaupt nicht m,ehr zu stoppen und brachte es letztlich auf 40 Punkte. Eigentlich hätte er am Ende jeden Ball bekommen müssen, doch es ist halt ein Mannschaftssport mit Luka Doncic. Und der traf halt nur einen von 9 Dreierversuchen.
🇩🇪Deutsche Brille👓
Maxi Kleber durfte für die Mavs 22 Minuten ran. Er nahm einen Wurf und traf für 3 Punkte. So was nennt man effizient, aber warum eigentlich nicht öfter? Daniel Theis spielte erneut nicht. Die Clippers-Center Ivica Zubac und Mason Plumlee genießen den Vorzug, und gerade Plumlee steuerte in der hektischen Schlussphase wichtige Punkte bei.
Ausblick
Die Clippers haben wieder den Heimvorteil zurück. Ich sehe die Chancen trotzdem weiter bei 50 zu 50. Wäre halt günstig für die Mavs, wenn sie den Anfang nicht wieder so verschlafen wie bei den Niederlagen in Spiel 1 und 4. Leonard wird wohl in Spiel 5 fehlen, aber er war bisher eh nicht der wichtige Faktor in der Serie.
Indiana Pacers – Milwaukee Bucks 116:113 (3:1)
Schon vor dem Anwurf lagen die Bucks fast schon aussichtslos zurück. Neben Giannis Antetokuonpo fehlte auch der 2. Superstar Damian Lillard. Und sehr früh im Spiel wurde dann auch noch Bobby Portis mit gleich zwei technischen Fouls nach einer Rangelei mit Andrew Nembhard von der Partie ausgeschlossen. Und doch hielten die Bucks die Partie lange offen, führten zur Pause sogar mit 3 Punkten. Doch da auch Khris Middleton angeschlagen war und die Kräfte langsam weniger wurden bei den Gästen, kamen die Pacers immer besser in Fahrt und sicherten sich letztlich ungefährdet den Sieg
Mann des Tages
Myles Turner ist der X-Faktor der Serie, der mit seinen Dreiern (7 von 9) die Bucks vor unlösbare Aufgaben stellte. Insgesamt punkteten 6 Spieler zweistellig. Tyrese Haliburton spielte zwar auch nur 32 Minuten, kam jedoch auf 24 Punkte, aber für ihn magere 4 Assists.
Stark trotz der Niederlage
Brook Lopez wehrte sich, solange die Kräfte hielten. 27 Punkte, 9 Rebounds. 12 von 18 vVersuchen landeten zwischen der Reuse, davon 3 von 5 Dreiern. Malik Beasley, in die Startformation gerückt, legte für ihn großartige 20 Punkte auf.
Ausblick
Es geht wieder nach Milwaukee, aber der Einsatz von Giannis und Lillard ist höchst ungewiss. Wenn erneut beide fehlen, dürfte sich das Ganze schon in Spiel 5 entscheiden. Ich bin kein Fan der Bucks, aber das ist schon ein wenig schade für die Serie.
Phoenix Suns – MINNESOTA TIMBERWOLVES* 116:122 (0:4)
Die Suns bäumten sich noch mal auf und hätten die vis fast zuletzt äußerst spannende und unterhaltsame Partie auch gewinnen können. Doch das Super-Dreigestirn Booker-Durant-Beal war nur ein Zweier, weil Bradley Bealeinen gebrauchten Tag hatte. Natürlich ist nie ein einzelner Spieler „Schuld“ an einer Niederlage, doch zwei furchtbare Ballverluste in der absoluten Schlussphase und ein unsinniges 6. Foul, das seinen Auftritt beendete, waren der Genickbruch für die Suns. Schade – ein 5. Spiel und noch mehr hätte diese Serie durchaus verdient gehabt.
Mann des Spiel
Anthony Edwards war der Beste unter vielen Guten bei den Wolves und erzielte brillante 40 Punkte, traf dabei 7 von 13 Dreiern.
Stark in der Niederlage
Bisher konnte Devin Booker seinen Stempel nicht so aufdrücken. Jetzt sammelte er 49 Punkte, traf 13 von 21 Würfen und 20 von 21 Freiwürfen. Auch Kevin Durant glänzte mit 33 Punkten, aber auch hier gilt: die Bank, die traurige Bank …
Analyse der Serie
Auf verdienten Aufstieg in die 2. Runde der Timberwolves gibt es hoffentlich keien zwei Meinungen. Sie sind sehr variabel, lästig in der Verteidigung und haben mit Anthony Edwards einen überragenden Spieler in Top-Form. Der Weg der T-Wolves muss noch nicht zu Ende sein, auch wenn (höchstwahrscheinlich die Denver Nuggets) schon eine Herausforderung sind.
Und die Ausgeschiedenen?
3 Stars, ein guter Center mit Jusuf Nurcic und vielleicht noch ein Eric Gordon (mal so, mal so): Diese Rechnung kann nur aufgehen, wenn alle Stars in Top-Form sind und diese auch aufs Parkett bringen. Theoretisch denkbar, aber in der Praxis ist es halt schiefgegangen.
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