von Münchner Löwe | Juni 6, 2024 | basketball, NBA
Boston oder Dallas, Celtics oder Mavericks – das ist die große Frage vor den NBA Finals, die in der Nacht zu Freitag im Bostoner TD Garden beginnen.
Eine Finalserie voller Unwägbarkeiten. Da ist erst mal die ungewöhnlich lange Spielpause, die die Teams seit den Conference Finals hinter sich haben. So haben die Celtics die letzte Partie gegen die Indiana Pacers vor 10 Tagen bestritten, die Mavs gegen die Wolves vor einer Woche. Einerseits schön, dass Verletzungen und Wehwehchen auskuriert werden, andererseits, kann da auch der Spielfluss verlorengehen, der auch im Trining schwer zu simulieren ist.
Das spricht für die Celtics
– Eine extrem starke erste 5, vorne und hinten. Vor allem in der Verteidigung könnten vor Jrue Holiday und Jaylen Brown die Kreise von Luka Doncic und Kyrie Irving entscheidend einschränken.
– Kristaps Porzingis: Einer meiner x-Faktoren vor der Serie. Findet er nach seiner langen Verletzungspause auch nur annähernd seine Topform, ist er eine enorme Verstärkung des Kaders im Vergleich zu den bisherigen Play-offs. Für ihn war es bestimmt sehr gut, dass er gegen die Pacers nicht benötigt wurde
– der Heimvorteil: 37:4 lautete die Bilanz der regulären Saison im TD Garden, mit Abstand die beste der Liga. Und auch wenn die Celtics in den Play-offs ihre einzigen beiden Niederlagen gegen die Heat und die Cavaliers zu Hause bezogen – wenn es erst, werden die Fans zum Faktor. Erst recht in einem entscheidenden 7. Spiel, wenn ich soweit vorausschauen darf.
– Jayson Tatum: der Beste der Guten. Der Mann kann alles, und diesmal zeigt er das auch in den Play-offs. Wenn er heiß läuft, wird es für jeden Gegner schwer.
Das spricht für die Mavericks
– Luka Doncic und Kyrie Irving: Schon einer der beiden stellt die Gegner vor unlösbare Gegner, zusammen sind sie eine Macht. Doncc spielt eine fabulöse Saison und unglaubliche Play-offs, obwohl er angeschlagen ist. Die Pause wird ihm sehr gut getan haben. Irving, zwei Jahre bei den Celtics, kann sich ebenfalls jederzeit Würfe selbst erarbeitet. Beide haben auch ein Auge für ihre Nebenleute, die gerade Doncic mit magischen Pässen zu bedienen weiß.
– die bessere Bank: vor allem Derreck Lively und Jaden Hardy bringen oft viel Schwung ins Spiel, wenn sie hereinkommen. Lively war in den 5 Partien gegen die Minnesota Timberwolves ohne jeden Fehlwurf. Okay – alle unmittelbar in Korbnähe, aber dennoch.
– Winterverstärkungen: PJ Washington und Daniel Gafford waren genau die Puttleteile, die die Mavs gebraucht haben. Gafford an den Brettern, Washington als gefährlicher Schütze. Die Dreier müssen natürlich auch fallen.
– der Trainer: Jason Kidd hat als Spieler mit den Mavs 2011 an der Seite von Dirk Nowitzki den Titel gewonnen. Seine überdurchschnittliche Basketball-Intelligenz bringt er jetzt auch von der Trainerbank ein. Mike Machulla von den Celtics haftet dagegen immer noch der Ruf an, sich in heiklen Schlussphasen zu vercoachen. Allerdings hat er seine Kritiker verstummen lassen
Mein Fazit
Es könnte eine durchaus interessante und unterhaltsame Serie werden. Die Mavs waren bisher immer Außenseiter bei ihrem Weg ins Finale, ließen sich dadurch nicht beirren. Gerade auswärts enorm stark, ich hätte ihnen 3 Siege bei 3 Auftritten bei den Minnesota Timberwolves nicht zugetraut. Auf der anderen Seite wurden die Celtics in den Play-offs bisher nicht richtig gefordert, auch weil die jeweiligen Gegner auf ihre besten Spieler ganz oder teilweise verzichten mussten (Butler/Miami, Mitchell/Cleveland, Haliburton/Indiana).
Trotz einiger Bedenken
Boston Celtics in 6
von Münchner Löwe | Mai 30, 2024 | basketball, Eishockey, NBA, NHL
Blick über den Teich, NHL und NBA
Hochspannung in den Conference Finals in der NHL sowohl im Osten als auch im Westen steht es 2:2. Und die Timberwolves wehren in Dallas den ersten Matchball ab. (Nachtrag zu gestern, als ich einfach nicht mehr dazu kam.
NHL
Florida Panthers – New York Rangers 3:2 OT (2:2)
Das dritte Spiel der Serie in der Verlängerung, doch diesmal hatten die Panthers das bessere Ende für sich und glichenzum 2:2 aus. Sam Reinhard traf nach 12:16 Minuten in der 1. Overtime mit dem zweiten Powerplay-Tor für Florida.
Meine 🇫🇮 Finnen
Alexander Barkov gab zwei 2 Assists in Überzahl. Niko Mikkola sah beim 2. Treffer für New York nicht besonders gut aus, als er die Scheibe nicht klären konnte.
Ausblick
2 Spiele sind jetzt noch sicher, und es würde mich nicht wundern, wenn es im Madison Square Garden auch zum Showdown eines 7. Spiels käme.
Edmonton Oilers – Dallas Stars 5:2 (2:2)
Letztlich ein klares Ergebnis, obwohl es für die Oilers furchtbar begann mit zwei Gegentreffern in den ersten 5:29 Minuten. Doch noch im ersten Drittel fand Edmonton in die Spur und konnte das Spiel ausgleichen. Im 2. Drittel waren sie dann hochüberlegen, und trafen erst in Unterzahl und dann durch Leon Draisaitl zum 4:2. Ein Schuss ins leere Dallas-Tor beseitigte letzte Zweifel am Sieg der Oilers.
Draisaitl Watch
Der Kölner erzielte einen Treffer und stand fast 20 Minuten auf dem Eis. Er ist der Buzllyspezialist der Oilers, von denen er 59 Prozent gewann.
Meine 🇫🇮 Finnen
Für die Stars traf Esa Lindell auf Zuspiel von Miro Heiskanen, die auch die erste Verteidungslinie der Stars bildeten, zusammen mit Mittelstürmer und Kapitän Roope Hintz.
Ausblick
Auch hier scheint mir alles offen. Viel wird für die Oilers von Goalie Stuart Skinner abhängen, der für mich den unsichersten Eindruck der vier vebliebenen Goalies macht. Während ein Igor Schesterkin (Rangers) stoische Ruhe ausstrahlt, wirkt das bei Skinner immer ein wenig hektisch. Wobei Jake Oettinger (Stars) gestern auch nicht den allerbesten Eindruck machte.
NBA
Dallas Mavericks – Minnesota Timberwolves 100:105 (3:1)
Tja, so ist das mit den Vorhersagen im Sport, oft treffen sie halt nicht zu. Wie jetzt, als die Timberwolves in der Schlussphase den Sieg sicherstellten, was ich ihnen nicht zugetraut habe, weil sie es zuvor dreimal in der Crunchtime vegeigt haben.
Wieder war es praktisch die ganze Partie ausgeglichen mit auch nur kleinen Wellenbewegungen Auf und Ab. Wobei die Timberwolves insgesamt einen aggressiveren Eindruck machten. Sie haten auch die bessere Trefferquote, die sie allerdings durch eine haarsträubende Freiwurfbilanz (nur 64%) selbst einrissen.
Mann des Tages
Anthony Edwards: Mit etwas Bauchweh, weil er zwar mit 29 Punkten treffsicherster Wolf war, sich allerdings auch 6 zum Teil unfassbare Ballverluste leistete.
Stark trotz der Niederlage
Luka Doncic: 28 Punkte, 15 Rebounds, 10 Assists, in allen Kategorien Bester seines Teams. Jeder Angriff läuft über ihn. Allerdings war diesmal seine Trefferquote mit nur 7 von 21 Versuchen ausbaufähig, um es freundlich auszudrücken.
x-Faktor
Karl-Anthony Towns: Bisher schwache Serie, der geschätzte Dre Voigt verstieg sich bei DAZN sogar zum Begriff „unterirdisch“. Diesmal war er offensiv stets eine Gefahr, traf 9 seiner 13 Versuche, davon 3 enorm wichtige Dreier im letzten Viertel. Allerdings mal wieder früh in Foulproblemen, und er musste tatsächlich in der Endphase nach dem 6. Foul das Parkett verlassen.
🇩🇪 Deutsche Brille 👓
Maxi Kleber kehrte nach langer Verletzungspause zurück. 2 Punkte und zwei verschossene Dreier sind die eher magere Bilanz,
Und sonst?
– apropos Fouls: auch die Wölfe Anthony Edwards und Rudy Gobert schwebten mit 5 in hächster Gefahr, rissen sich aber zusammen. Die Mavs hatten am Ende zwar fast genauso viele (22:23) aber sie verteilten sie „besser“.
– Jaden Hardy trumpfte auf: In 12:05 Minuten traf er drei von vier Dreier und legte 13 Punkte auf. Braucht es mehr Einsatzzeit?
Ausblick
Es geht wieder nach Minneapolis ins Target Center. Die Wolves haben Blut geleckt und müssen zu Hause erst mal geschlagen werden. Ohne einen Towns in Normalform wird es für sie allerdings schwer. Ein Fragezeichen bei den Mavs ist Kyrie Irving, der diesmal wieder arg zurückhaltend blieb.
Ansetzung heute
02:30: Minnesota Timberwolves – Dallas Mavericks (1:3)
Spiel 6 wäre in der Nacht zu Sonntag in Dallas, Spiel 7 in der Nacht zu Dienstag in Minneapolis. Und die Boston Celtics schauen als bereits sicherer Finalteilnehmer gemütlich zu und warten auf den Gegner.
von Münchner Löwe | Mai 28, 2024 | basketball, Eishockey, NBA, NHL
Blick über den Teich, NBA und NHL
Die Boston Celtics haben durch einen weiteren Sieg gegen die Pacers die NBA-Finals erreicht. In der NHL sichern sich die Dallas Stars den Heimvorteil gegen die Oilers zurück
Indiana Pacers – BOSTON CELTICS* 102:105 (0:4)
4. Spiel, 4. Sieg, also ein sogenannter Sweep der Celtics in den East Finals. Doch das klingt klarer, als es war, denn drei der Partien hätten die Pacers ebenso gewinnen können und die erste mussten sie gewinnen bei 3 Punkten Vorsprung und bei noch 7 Sekunden eigenem Ballbesitz. Verhühnert.
Das kann ich auch von Spiel 4 behaupten. Fünfeinhalb Minuten vor Schluss führten die Pacers noch mit 9 Punkten. die Bilanz danach: 4 zu 15. Den Pacers gelang praktisch nichts mehr, und auch wenn die Celtics einige Fehler einbauten, so zeigten Jaylen Brown, Jayson Tatum ihre außergewöhnliche Klasse.
Männer des Tages
Jayson Tatum und Jaylen Brown: Ich kann mich zwischen den beiden Co.-Stars nicht entscheiden. Jayson Brown mit mehr Punkten (29:26) und der besseren Wurfquote, Tatum dafür mit 13 Rebounds, drei in der Offensive, und 8 Assists, also vielseitiger.
Stark trotz der Niederlage
Andrew Nembhard: Die Entdeckung bei den Pacers in den Play-offs, gerade in den Partien 3 und 4 ohne Tyrese Haliburton. 24 Punkte sammelte er diesmal, dazu legte er 10 Assists auf.
x-Faktor
Jrue Holiday: Wieder eklig in der Verteidigung mit 5 Steals und 3 Blocks. Dazu wieder eine Wurfquote von mehr als 50 Prozent zu 17 Punkten. Und ebenfalls in der Crunchtime stark.
Und sonst
– echtes Unverständnis über eine Ref-Entscheidung. Brown drischt Nembhard die Hand ins Gesicht. Für mich ein klares absichtsvolles Foul, auch weil der Ball weit weg war. Doch auch nach der Review blieben die Schiedsrichter der Meinung: normales Foul und „nur“ ein einfacher Ballbesitz der Pacers.
– Celtics ohne Bank-Unterstützung: Nur 10 Punkte steuerten Payton Pritchard, Sam Hauser und Xavier Tillman bei. Doch die großartige Starting Five federt das ab.
Analyse der Serie
In den entscheidenden Momenten waren die Celtics einfach das reifere Team. Und sie konnten den Ausfall von Kristaps Porzingis viel besser kompensieren als die Pacers in den Spielen 3 und 4 Tyrese Haliburton. Schade, dass Indiana nicht wenigstens eines der Spiele gezogen hat.
Die Celtics warten jetzt auf den Finalgegner. Ob Dallas Mavericks oder doch Minnesota Timberwolves. Sie sind gewappnet, zumal sie sich jetzt ausruhen können und dann wahrscheinlich wieder Porzingis aufbieten können.
Und der Verlierer?
Die Pacers sind weit gekommen, weiter, als man vermuten durfte. Und die Zukunft ist für das junge Team (bis auf Pascal Siekam) äußerst vielversprechend. Sie dürften zusammenbleiben und haben viel Potenzial nach oben.
Ansetzung heute
02:30: Dallas Mavericks – Minnesota Timberwolves (3:0)
Edmonton Oilers – Dallas Stars 3:5 (1:2)
Die Stars haben sich den Heimvorteil zurückgeholt, die Oilers stehen jetzt gewaltig unter Druck. Dabei sah es nach dem schnellen 2:0 , doch das Elend in Abwehr und auch torwartpositiion ist immer noch nicht völlig ausgemerzt. Saublöde Gegentore sind die Folge, weil die Oilers den Puck nicht aus dem eigenen Drittel bekommen und sich Stuart Skinner bei all seinen guten Paraden sich immer wieder extrem unglückliche Treffer einfängt. Wie beim vorentscheidenden 3:4, als er eine Scheibe von hinten sich in den eigenen Kasten lenkte.
Matchwinner war Jason Robertson mit 3 Toren, seine ersten in der Serie. Jale Pettinger entschärfte 27 von 30 Schüssen.
Draisaitl Watch
Erneut ohne Scorerpunkt und insgesamt nicht mehr so in Fahrt. +/–Bilanz von -2.
Meine 🇫🇮 Finnen
Spielen ja alle für die Stars. Roope Hintz war nach seiner Obekörperverletzung wieder dabei und gab zu 2 der Robinson-Treffer einen Assist. Miro Heiskanen traf ins leere Tor zum 5:3 praktisch von der eigenen Toraus-Linie, und Esa Lindell gab einen Assist.
Ausblick
Spiel 4 wird für die Oilers schon zum Pflichtsieg. Dallas zeigte erneut seine Auswärtstärke. Die Oilers haben natürlich ihre Chancen, müssen aber ihre zweite Reihe mit Draisaitl wieder ins Rollen bekommen.
Und Dallas darf weiter vom Finaldoppel Stars (NHL) und Mavs (NBA) träumen.
Ansetzungen
Mi., 02:00: Florida Panthers – New York Rangers (1:2)
Do., 02:30: Edmonton Oilers – Dallas Stars (1:2)
von Münchner Löwe | Mai 27, 2024 | basketball, Eishockey, NBA, NHL
Blick über den Teich, NBA und NHL
Die Mavs gewinnen auch Spiel 3 gegen die Timberwolves. Die New York Rangers schaafen den zweiten Overtime-Erfolg in Folge gegen die Panthers
Dallas Mavericks – Minnesota Timberwolves 116:107 (3:0)
Das Ergebnis klingt letztlich klarer, als die Partie insgesamt war. Bis zwei Minuten vor Schluss stand es Spitz auf Knopf, also Crunchtime at its best, doch dann setzten sich erneut die Mavericks durch. Dreimal ging es jetzt also sehr eng zu, und dreimal schaffte Dallas den Sieg. Da darf ich schon schlussfolgern, dass das sehr wenig mit Zufall, Glück oder Pech zu tun hat, vielmehr: Die Dallas Mavericks können knappe Spiele.
Das liegt an den zwei Superstars, die dann regelrecht aufblühen. Die Sicherheit, mit der Luka Doncic und Kyrie Irving ihre Würfe verwandelten, raubte mir schlicht den Atem. Und offenbar auch den Wolves, die sowohl in Angriff als auch Abwehr an ihre (weiten) Grenzen stießen.
Dabei hatten sie im Spiel ihre enormen Qualitäten gezeigt, als sie im 3. Viertel einen 10-Punkte-Rückstand aufholten und sogar in Führung gingen. Mit teilweise fantastischen Moves brachte Anthony Edwards die Halle ins Staunen, aber am Ende war er zu sehr auf sich allein gestellt und folgerichtig auch mit den Kräften ziemlich am Ende. gedrade von einem Karl-Anthony Towns, aber auch von Rudy Gobert muss meh kommen.
Männer des Tages
Luka Doncic und Kyrie Irving: Jeder für sich ist schon Klasse, aber wenn sie dann noch zusammenfinden, wird es für jeden Gegner kompliziert. legten 33 Punkte auf, beide mit Trefferquoten besser als 50 Prozent. In diesen Play-offs sind sie das beste Paar, zumindest im Backcourt. Luka mit mehr Magie gerade bei manch zauberhaftem Zuspiel, aber Irving dieses Mal endlich mal auf konstant gutem Level. Klar, Doncic nervt extrem mit seine dauernden Meckerei (erstaunlich, dass er bei einigen Szenen kein technisches Foul kassierte), aber das gehört bei ihm irgendwie dazu. Ich müsste mir fast eher Sorgen machen, wenn er überhaupt ncht ehr meckern würde.
Stark trotz der Niederlage
Anthony Edwards: Er war der Hauptinitiator der Aufholjagd. Trotz besonders intensiver Verteidigung gegen ihn schaffte er 26 Punkte. Doch die Co-Stars Towns und Gobert blieben eher blass.
x-Faktor
David Gafford: Lange sehr zurückhaltend, doch am Ende mit den mit entscheidnen Szenen: ein grandioser Block und im Gegezug sein Korb plus Foul. Und in der Verteidigung stets ein echtes Biest
Und sonst
– Kyle Anderson mit seiner unmöglichen Wurfbewegung traf 5 seiner 6 Vesuche
– Missverhältnis der Freiwürfe: Für die Mavs 31, für die Wolves nur 17.
Ausblick
Dreimal ging es eng zu, dreimal hatten die Mavs das bessere Ende für sich. Dass es nach 3 Spielen 3:0 stehen würde hätte ich ehrlich gesagt nie im Leben für möglich gehaltenDie Wolves können zurückkommen und auch gewinnen, wenn sie mit genug Vorsprung in die letzten 5 Minuten kommen. Dass sie jetzt in Dallas eine Crunchtime für sich entscheiden mit dem Rücken zur Wand, würde mich einerseits ziemlich wundern, andererseits: Hey es ist Basketball, und erwarte hier das Unerwartete.
Ansetzungen
Di., 02:00: Indiana Pacers – Boston Celtics (0:3) Die große Frage: Kann Tyrese Haliburton spielen und in welcher Form?
Mi., 02:30: Dallas Mavericks – Minnesota Timberwolves (3:0)
Florida Panthers – New York Rangers 4:5 1OT (1:2)
Nach den torarmen ersten beiden Partien diesmal fast schon ein Shootout. Das Alec Wennberg nach 5:35 Minuten in der Verlängerung für die Rangers entschied, die damit das Heimrecht zurückeroberten.
Nach 2:2 im ersten Drittel erzielten die Rangers 2 Treffer durch Alexis Lefreniere (was für ein grandioses Solo!)und Barclay Goodrow, die jeweils zum zweiten Mal einnetzten, die Panthers kamen durch Alexander Barkov und Gustav Forsling zurück
Meine 🇫🇮 Finnen
Alexander Barkov hatte ein Tor und einen Assist, Niko Mikkola einen Assist.
Ausblick
Die Serie bleibt eng. Aber jetzt halt wieder laeichte Vorteile für die Rangers.
Ansetzungen
Di., 02.30: Edmonton Oilers – Dallas Stars (1:1) Die Stars vielleicht wieder mit Kapitän Roope Hintz
Mi., 02:00: Florida Panthers – New York Rangers (1:2)
von Münchner Löwe | Mai 26, 2024 | Allgemein, basketball, Eishockey, NBA, NHL
Blick über den Teich, NBA und NHL
Die Celtics vorm Einzug in die NBA Finals, Rückschlag für die Oilers und Leons Serienende
Indiana Pacers – Boston Celtics 111:114 (0:3)
Die Pacers mussten auf Tyrese Haliburton verzichten, die Celtics weiter auf Kristaps Porzingis und auch Luke Kornet.. Zunächst dominierte Celtics, traf 7 der ersten 9 Würfe und hatte nach 3 Minute schon 16 Punkte auf der Anzeigentafel. Doch die Pacers blieben dran, trafen ihrerseits ebenfalls hochprozentig und lagen nach dem ersten Viertel nur 31:32 zurück. Im zweiten Viertel setzten sich die Pacers ab, vor allem auch dank Andrew Nembhard, der 6 von 7 Würfen zu 17 Punkten auflegte.
Im dritten Abschnitt betrug der Abstand sogar 18 Punkte, ehe die Celtics in der Verteidigung deutlich inteensiver spielten und nicht mehr so einfache Körbe zuließen.
Dennoch sah nlange alles nach einem Heimsieg aus, als die Pacers kurz vor Schluss immer noch mit 5 Zählern führten. Doch mit einem 8:0-Run drehten die Celtics die Partie. Jrue Holiday wurde mit einem Dreier und einem Steal letztlich zum Matchwinner. Ausgerechnet der so starke Nemhard hatte den Ausgleich in der Hand, aber sein Dreierversuch traf nur den Ring
Mann des Tages
Jayson Tatum: 36 Punkte, 10 Rebounds und 8 Assists – er ist die Konstante im Celtics-Spiel. Auf beiden Seiten des Feldes. Und dabei unterlief ihm kein Ballverlust.
Stark trotz der Niederlage
Andrew Nembhard: 32 Punkte sind klarer Bestwert für Play-offs, dazu 9 Assists. Tragisch für ihn, dass er mit seinem (sehr schwierigen) Dreier am Ende scheiterte.
x-Faktor
Al Horford: Mit 38 Jahren der Veteran, doch Alter schützt vor Dreiern nicht. Gleich 6 versenkte er, davon 2 bei der Aufholjagd im letzten Viertel. Auf den kann sich Boston auch in der größten Hektik verlassen.
Und sonst
– Dreierflaute: In den ersten 16 Minuten nahmen dien Pacers nur 4 Dreierversuche, unglaublich in diesen Basketballzeiten seit ein paar Jahren, von denen sie auch nur einen trafen. Die Celtics kamen im selben Zeitraum auf 16 Würfe (7 erfolgreich). Das gehörte aber offenbar zum Spielplan, denn mit ihrer starken Zweierquote (22 von 31 und zeitweise über 70%) waren die Pacers äußerst erfolgreich
– Bank, welche Bank? Die der Celtics war jedenfalls fast verzichtbar, zumindest beim Scoren. Nur je zwei Punkte steuerten Payton Pritchard und Xavier Tillman zum Sieg bei. Den Rest erledigte die Startfünf.
– Ausgeglichene Pacers: Gleich 4 Profis kamen auf 20+ Punkte. Neben Nembhard auch Pascal Siakam, Myles Turner (je 22) und TJ McConnell (23). Der Rest allerdings blieb doch arg zurückhaltend.
Ausblick
Einen 3:0-Vorsprung werden sich die Celtics kaum noch nehmen lassen. Zumal Haliburton zumindest für Spiel 4 fraglich ist. Die Pacers hätten es verdient, in der Nacht zum Dienstag den Sweep zu vermeiden am Indy-Wochenende, denn heute Nacht sind zwischen den beiden Partien noch die Indy 500.
Ansetzungen
So., 02:00: Dallas Mavericks – Minnesota Timberwolves (2:0)
Mo., 02:00: Indiana Pacers – Boston Celtics (0:3)
Dallas Stars – Edmonton Oilers 3:1 (1:1)
Die Stars konnten die zweite Heimniederlage mit einem Kraftakt und einer glänzenden Torhüterleistung vermeiden. Die Oilers versäumten es, nach dem schnellen 1:1 ihr starkes erstes Drittel (16:4 Schüsse) in weitere Tore umzumünzen. Auf beiden Seiten standen die Goalies Jake Oettinger und im Vordergrund und Stuart Skinner im Blickpunkt, die sich im zweiten Drittel nicht überwinden ließen. Mason Marchmant brach im 3. Abschnitt mit seinem Schuss durch ein Menschenknäuel den Bann, ehe Esa Lindell mit seinem Schuss ins leere Tor die Entscheidung herbeiführte.
Draisaitl Watch
Seine Punkteserie in den Play-offs hat im 15. Spiel ein Ende gefunden. Er gab auch nur zwei Schüsse ab und stand bei einem Gegentor auf dem Eis.
Meine 🇫🇮 Finnen
Lindell traf zum 3:1, Verteidiger Miro Heiskanen gab den Assist zum 1:0 der Stars.
Ansetzungen
So., 21.00: Florida Panthers – New York Rangers (1:1)
Mo., 02:00: Edmonton Oilers – Dallas Stars (1:1)
von Münchner Löwe | Mai 25, 2024 | basketball, Eishockey, NBA, NHL
Blick über den Teich, NBA und NHL
Ein Top-Top-Top-Basketballspiel und ein Eishockey-Thirller hinterher. Ich habe den trüben Samstagvormittag bestens unterhaltend verbracht. Relive versteht sich und ohne mich vorher gespoilert zu haben.
Minnesota Timberwolves – Dallas Mavericks 108:109 (0:2)
Ihr wollt jemanden die Faszination Basketball näherbringen. Zeigt dieses Spie! Ich bin immer noch hin und weg von diesem grandiosen Spektakel, das alles bot, was das Herz begehrt. Wunderbare Angriffszüge, großartige Verteidigungsaktionen, Spannung bis zum buchstäblich letzten Wurf – und das vor einer tollen Kulisse, die bis zum Schluss leidenschaftlich mitging und am Ende zum größten Teil leiden musste und hoffen muss, aber auch noch hoffen darf.
Schon das erste Viertel war an Tempo und Spielwitz kaum zu überbieten. Minnesota fast immer leicht in Führung, setzte sich im zweiten Viertel auf bis zu 18 Punkte ab. Doch die Mavs blieben dran, angeführt von Luka Doncic, von dem noch die Rede sein wird. Zur Pause führten die Wolves mit 12, nur vermeintlich komfortabel.
Erst mal hielt die zweistellige Führung, doch Mitte des 3. Viertels begannen die Mavs, an ihr zu knabbern, am Ende des Abschnitts waren es nur noch 7.
Das 4. Viertel bot dann unvergleichliche Spannung mit mehreren Führungswechseln. Die vorzeitige Vorentscheidung schien beim 108:103 in der Schlussminute für die Timberwolves gefallen, doch dann folgte der große Auftritt der großen 2 der Mavs. Erst versenkte Kyrie Irving einen Dreier, die Wolves produzierten durch Anthony Edwards einen haarsträubenden Ballverlust, und 3 Sekunden vor Schluss verwandelte Doncic den nächsten Dreier aus Mittelposition im Zurückfallen, so wie er das am liebsten mag. Remember Dirk, gerade in Dallas.
3 Sekunden, da kann noch viel passieren, gerade wenn man wie die Wolves mit Naz Reid einen an diesem Tag vortrefflichen Schützen in ihren Reihen weiß. Der Ball kam dann auch zu Reid, der drückte mit der Schlusssirene ab – und traf nur den Ring, einmal, zweimal, dann sprang die Kugel raus. In and out, wie der Basketball-Jargon das so hübsch-schlimm nennt.
Und der zweite ganz knappe Auswärtssieg der Mavs war perfekt.
Mann des Tages
Luka Doncic: Schlichtweg fabulös, was der Slowene zeigte und nicht nur zur Show, sondern als es wirklich drauf ankm. Am Ende legte er 32 Punkte, 10 Rebounds und 13 Assists aus, das 5. Triple Double in diesen Play-offs. Und einige dieser Assists waren nicht nur ein Weitergeben an einen Schützen, der dann halt traf, sondern messerscharfe Zuspiele an den eigenen Mann vorm gegnerischen Korb, perfekt getimt. Einer war schier unwirklich über das gesamte Feld, nur um Millimehter über den Verteidiger zu eigenen Mann – natürlich auch Glück dabei.
Stark trotz der Niederlage
Naz Reid: Die Bezeichnung „tragischer Held“ hat selten besser gepasst. Der beste sechste Mann hatte ein fast goldenes Händchen verwandelte 7 von 9 Dreiern, eine unglaubliche Quote. Im Gedächtnis bleiben wird allerdings sein ganz knapp verpasster Wurf am Ende aus vermeintlich guter und auch freier Position, der den Wolves-Sieg bedeutet hätte. Erstaunlicherweise nahm er außer den 9 Dreiern nur 4 Würfe aus dem Feld, von denen er lediglich einen verwandelte.
x-Faktoren
Daniel Gafford und Dereck Lively: Die beiden Center waren die idelae Ergänzung im Spiel de Mavs, vor allem unter dem Korb immer eine Bedrohung. Gafford sammelte 16, Lively 14 Punkte, unsgesamt trafen sie 14 ihrer 16 Würfe, profitierten natürlich auch von tollen Zuspielen.
Und sonst?
– Kyrie Irving wieder normal: Sprich – lange wenig zu sehen vom Co-Star der Mavs, um dann im letzten Viertel mächtig aufzudrehen. Dort verbuchte er 13 seiner 20 Punkte, traf 4 von f Dreier und servierte 3 astreine Assists.
– die unsichtbaren 2: So nannten die TNT-Reporter im zweiten Durchgang Karl-Anthony Towns und Anthony Edwards. Superstar Edwards schaffte im 3. Viertel nur 2 Punkte. Towns im vierten gar keinen und Edwards auch nur 6, dafür zwei furchtbare Ballverluste, als er das Spielgerät unbedrängt einfach wegwarf. Der dritte unsichtbare Mann war der im ersten Spiel so brillante Jaden McDaniels, der insgesamt gerade mal 2 Punkte beisteuerte.
Ausblick
Die Mavs kehren mit 2:0 Siegen zurück nach Dallas, das hätten wohl die größten Optimisten kaum zu hoffen gewagt. Entschieden ist nach diesen beiden Siegen Spitz auf Knopf zwar noch nichts, aber der Druck für die Wolves ist jetzt enorm. Sie können ja bei den Nuggets nachfragen, wie man nach zwei Heimniederlagen auswärts zweimal gewinnt, die das ja selbst gegen Minnesota geschafft haben. Alle Vorteile also bei den Mavs.
Die dritten Spiele (MESZ)., 02:00
So., 02:30: Indiana Pacers – Boston Celtics (0:2)
Ein Fragezeichen von mir aus der Ferne in punkto des angeschlagenen Tyrese Haliburton
Mo., 02:00: Dallas Mavericks – Minnesota Timberwolves (2:0)
New York Rangers – Florida Panthers 2:1 1. OT (1:1)
Ein Abnutzungskampf, der nach insgesamt 74:01 Minuten sein Ende fand. Barklay Goodrow erzielte im Madison Suare Garden den umjubelten Siegtreffer für die Rangers, die damit die Serie ausglichen. Zuvor war es die Partie der beiden russischen Goakies Igor Schesterkin (Rangers) und Sergej Dobrowski (Panthers) gewesen, die 26 respektive 28 Schüsse entschärften.
Die Rangers sind Spezialisten für Verlängerungen: Die Bilanz in diesen Play-offs ist 3:0. Sie wird übrigens im Format 5 gegen 5, also ganz normal, gespielt und nicht wie bei der WM im Micky Mouse Format 3 gegen 3, das eine völlig andere Sportart ist.
Meine 🇫🇮 Finnen
Anton Lundell verbuchte den Assists für den Ausgleich der Panthers Kapitän Alexander Barkow scheiterte mit einer Riesenchance am grandios reagierenden Schesterkin.
Ansetzung heute:
02:00: Dallas Stars – Edmonton Oilers (0:1)
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