Er kam, traf und siegte

Blick über den Teich, NBA

Klarer Heimsieg: Spiel 1 der Finalserie zwischen den Boston Celtics und den Dallas Mavericks war letztlich eine reichlich unspannende Angelegenheit. Doch es gibt Hoffnung

Boston Celtics – Dallas Mavericks 107:89 (1:0)

Es gab einen ganz kurzen Moment, als ich glaubte, das Spiel könne doch noch spannend werden. Das war im 3. Viertel, als die Mavs in kürzester Zeit einen Rückstandvon  24 Punkten auf 8 reduzierten. Sollten cie Celtics die Nerven verlieren, weil sie sogar schon mit 29 Zählern im 2. Viertel geführt hatten? Die Antwort war für alle Dallas-Fnas ernüchternd. Ein 14:0-Lauf der Celtics beseitigte etwaige Zweifel am Sieg bemerkenswert eindrucksvoll.

Mann des Tages
Die Ausgeglichenheit der Celtics: Es gab nicht den überragenden Akteur, sondern sowohl in Offense als auch Defense veteilte sich die Last auf mehrere Schultern. 6 Spieler punkteten zweistellg, gar sieben hatten mindestens 2 erfolgreiche Dreier. Zum Vergleich die Mavs: Nur 4 Spieler zweistellig und nur Luka Doncic hatte mit 4 (von 12 Versuchen) 2+ Dreier. In der Verteidigung kümmerten sich vor allem Jaylen Brown und Jrue Holiday um Doncic. Auszuschalten ist der Slowene zwar nicht, aber es gelang hervorragend, die Passwege zuzustellen, vor allem die zu den langen Spielern unter dem Korb.

Stark trotz der Niederlage
Luka Doncic: Trotz de intensiven Bewachung legte er 30 Punkte auf und verbuchte 10 Rebounds, allerdings nur einen Assist. Da kann ich mich nicht erinnern, wann es das zum letzten Mal gegeben hat. Stark bei den Zweiern (8 von 14).

x-Faktor
Kristaps Porzingis: Was für ein Comeback nach mehr als einem Monat Verletzungspause. Er war der mitentscheidene Mann, das sich die Celtics ab Mitte des ersten Viertels mit einem 23:5-Run absetzten. 11 Punkte erzielte er im 1. Viertel (5 von 7), legte 7 im 2. Viertel nach. Nach einem erfolgreichen Dreier strahlte er über das ganze Gesicht, wohlgemerkt im 2. Viertel, als noch nicht entschieden war. Erleichterung und echte Freude am Spiel. Und auch in der Defensive war er enorm stark und hob das Niveau der Celtics enorm, nix für ungut, Al Horford. Im 2. Durchgang kühlte er zumindest in der Defensive ab, doch letztlich tolle Stats für ihn: 20 Punkte (8 von 13), 6 Rebounds und 3 Blocks.

🇩🇪 Deutsche Brille 👓
Maxi Kleber durfte für die Mavs 18:40 Minuten ran. Er nahm einen Wurf (und traf) und verbuchte einen Assist. Da muss mehr kommen

Und sonst
– pfiffen die Celtics-Fans ihren Ex-Spieler Kyrie Irving (2 Jahre in Boston) leidenschaftlich aus bei jedem Ballkontakt. Offenbar ging das nicht spurlos am Dallas-Guard vorbei. Keinen einzigen Dreierversuch von fünf traf er und insgesamt nur 6 von 19 Würfen zu nur 12 Punkten.
– furchtbare Dreierquote der Mavs: 7 von 25
– blasse Mavs-Center: Daniel Gafford brachte es auf 8 Punkte Dereck Lively nur auf 2. Und das bei einer Wurfquote von 100 Prozent. Gafford 3/3, Lively 1/1. Es fehlten also die geeigneten Anspiele.
– schwache Freiwurfquoten hier wie dort: 12/19 Mavs, 13/19 Celtics – dafür würde man jedes Oberliga-Team schelten. Negativ stach hier Jaylen Brown 6/11 heraus.

Ausblick
Die Celtics haben mit ihrer fantastischen ersten Halbzeit und vor allem dem ersten Viertel (27 Punkte – Franchise-Rekord) eindrucksvoll gezeigt, dass sie mehr als bereit für die Finalserie sind. Mit Porzingis von der Bank haben sie eine vermeintliche Schwäche quais ausgelöscht, zumal auch Sam Hauser durchaus beeindruckte (2/2 Dreier). Doch es wäre ein Riesenfehler, die Mavs abzuschreiben. Sie haben viel Moral gezeigt bei einem vermeintlich aussichtslosen Rückstand. Und immer werden sie nicht so furchtbar danebenwerfen. Allerdings müssen sie schauen, dass sie ihre Center besser ins Spiel einbeziehen. Insgesamt nur 7 Assists sind schlicht zu wenig.

Ansetzung
Mo., 02:00: Boston Celtics – Dallas Mavericks (1:0)

Showdown in der NBA

Boston oder Dallas, Celtics oder Mavericks – das ist die große Frage vor den NBA Finals, die in der Nacht zu Freitag im Bostoner TD Garden beginnen.
Eine Finalserie voller Unwägbarkeiten. Da ist erst mal die ungewöhnlich lange Spielpause, die die Teams seit den Conference Finals hinter sich haben. So haben die Celtics die letzte Partie gegen die Indiana Pacers vor 10 Tagen bestritten, die Mavs gegen die Wolves vor einer Woche. Einerseits schön, dass Verletzungen und Wehwehchen auskuriert werden, andererseits, kann da auch der Spielfluss verlorengehen, der auch im Trining schwer zu simulieren ist.

Das spricht für die Celtics
– Eine extrem starke erste 5, vorne und hinten. Vor allem in der Verteidigung könnten vor Jrue Holiday und Jaylen Brown die Kreise von Luka Doncic und Kyrie Irving entscheidend einschränken.
Kristaps Porzingis: Einer meiner x-Faktoren vor der Serie. Findet er nach seiner langen Verletzungspause auch nur annähernd seine Topform, ist er eine enorme Verstärkung des Kaders im Vergleich zu den bisherigen Play-offs. Für ihn war es bestimmt sehr gut, dass er gegen die Pacers nicht benötigt wurde
der Heimvorteil: 37:4 lautete die Bilanz der regulären Saison im TD Garden, mit Abstand die beste der Liga. Und auch wenn die Celtics in den Play-offs ihre einzigen beiden Niederlagen gegen die Heat und die Cavaliers zu Hause bezogen – wenn es erst, werden die Fans zum Faktor. Erst recht in einem entscheidenden 7. Spiel, wenn ich soweit vorausschauen darf.
Jayson Tatum: der Beste der Guten. Der Mann kann alles, und diesmal zeigt er das auch in den Play-offs. Wenn er heiß läuft, wird es für jeden Gegner schwer.

Das spricht für die Mavericks
Luka Doncic und Kyrie Irving: Schon einer der beiden stellt die Gegner vor unlösbare Gegner, zusammen sind sie eine Macht. Doncc spielt eine fabulöse Saison und unglaubliche Play-offs, obwohl er angeschlagen ist. Die Pause wird ihm sehr gut getan haben. Irving, zwei Jahre bei den Celtics, kann sich ebenfalls jederzeit Würfe selbst erarbeitet. Beide haben auch ein Auge für ihre Nebenleute, die gerade Doncic mit magischen Pässen zu bedienen weiß.
die bessere Bank: vor allem Derreck Lively und Jaden Hardy bringen oft viel Schwung ins Spiel, wenn sie hereinkommen. Lively war in den 5 Partien gegen die Minnesota Timberwolves ohne jeden Fehlwurf. Okay – alle unmittelbar in Korbnähe, aber dennoch.
Winterverstärkungen: PJ Washington und Daniel Gafford waren genau die Puttleteile, die die Mavs gebraucht haben. Gafford an den Brettern, Washington als gefährlicher Schütze. Die Dreier müssen natürlich auch fallen.
der Trainer: Jason Kidd hat als Spieler mit den Mavs 2011 an der Seite von Dirk Nowitzki den Titel gewonnen. Seine überdurchschnittliche Basketball-Intelligenz bringt er jetzt auch von der Trainerbank ein. Mike Machulla von den Celtics haftet dagegen immer noch der Ruf an, sich in heiklen Schlussphasen zu vercoachen. Allerdings hat er seine Kritiker verstummen lassen

Mein Fazit
Es könnte eine durchaus interessante und unterhaltsame Serie werden. Die Mavs waren bisher immer Außenseiter bei ihrem Weg ins Finale, ließen sich dadurch nicht beirren. Gerade auswärts enorm stark, ich hätte ihnen 3 Siege bei 3 Auftritten bei den Minnesota Timberwolves nicht zugetraut. Auf der anderen Seite wurden die Celtics in den Play-offs bisher nicht richtig gefordert, auch weil die jeweiligen Gegner auf ihre besten Spieler ganz oder teilweise verzichten mussten (Butler/Miami, Mitchell/Cleveland, Haliburton/Indiana).

Trotz einiger Bedenken
Boston Celtics in 6

Siebte Spiele in Sicht

Blick über den Teich, NHL und NBA

Hochspannung in den Conference Finals in der NHL sowohl im Osten als auch im Westen steht es 2:2. Und die Timberwolves wehren in Dallas den ersten Matchball ab. (Nachtrag zu gestern, als ich einfach nicht mehr dazu kam.

NHL

Florida Panthers – New York Rangers 3:2 OT (2:2)
Das dritte Spiel der Serie in der Verlängerung, doch diesmal hatten die Panthers das bessere Ende für sich und glichenzum 2:2 aus. Sam Reinhard traf nach 12:16 Minuten in der 1. Overtime mit dem zweiten Powerplay-Tor für Florida.

Meine 🇫🇮 Finnen
Alexander Barkov gab zwei 2 Assists in Überzahl. Niko Mikkola sah beim 2. Treffer für New York nicht besonders gut aus, als er die Scheibe nicht klären konnte.

Ausblick
2 Spiele sind jetzt noch sicher, und es würde mich nicht wundern, wenn es im Madison Square Garden auch zum Showdown eines 7. Spiels käme.

Edmonton Oilers – Dallas Stars 5:2 (2:2)
Letztlich ein klares Ergebnis, obwohl es für die Oilers furchtbar begann mit zwei Gegentreffern in den ersten 5:29 Minuten. Doch noch im ersten Drittel fand Edmonton in die Spur und konnte das Spiel ausgleichen. Im 2. Drittel waren sie dann hochüberlegen, und trafen erst in Unterzahl und dann durch Leon Draisaitl zum 4:2. Ein Schuss ins leere Dallas-Tor beseitigte letzte Zweifel am Sieg der Oilers.

Draisaitl Watch
Der Kölner erzielte einen Treffer und stand fast 20 Minuten auf dem Eis. Er ist der Buzllyspezialist der Oilers, von denen er 59 Prozent gewann.

Meine 🇫🇮 Finnen
Für die Stars traf Esa Lindell auf Zuspiel von Miro Heiskanen, die auch die erste Verteidungslinie der Stars bildeten, zusammen mit Mittelstürmer und Kapitän Roope Hintz.

Ausblick
Auch hier scheint mir alles offen. Viel wird für die Oilers von Goalie Stuart Skinner abhängen, der für mich den unsichersten Eindruck der vier vebliebenen Goalies macht. Während ein Igor Schesterkin (Rangers) stoische Ruhe ausstrahlt, wirkt das bei Skinner immer ein wenig hektisch. Wobei Jake Oettinger (Stars) gestern auch nicht den allerbesten Eindruck machte.

NBA

Dallas Mavericks – Minnesota Timberwolves 100:105 (3:1)
Tja, so ist das mit den Vorhersagen im Sport, oft treffen sie halt nicht zu. Wie jetzt, als die Timberwolves in der Schlussphase den Sieg sicherstellten, was ich ihnen nicht zugetraut habe, weil sie es  zuvor dreimal in der Crunchtime vegeigt haben.
Wieder war es praktisch die ganze Partie ausgeglichen mit auch nur kleinen Wellenbewegungen Auf und Ab. Wobei die Timberwolves insgesamt einen aggressiveren Eindruck machten. Sie haten auch die bessere Trefferquote, die sie allerdings durch eine haarsträubende Freiwurfbilanz (nur 64%) selbst einrissen.

Mann des Tages
Anthony Edwards: Mit etwas Bauchweh, weil er zwar mit 29 Punkten treffsicherster Wolf war, sich allerdings auch 6 zum Teil unfassbare Ballverluste leistete.

Stark trotz der Niederlage
Luka Doncic: 28 Punkte, 15 Rebounds, 10 Assists, in allen Kategorien Bester seines Teams. Jeder Angriff läuft über ihn. Allerdings war diesmal seine Trefferquote mit nur 7 von 21 Versuchen ausbaufähig, um es freundlich auszudrücken.

x-Faktor
Karl-Anthony Towns: Bisher schwache Serie, der geschätzte Dre Voigt verstieg sich bei DAZN sogar zum Begriff „unterirdisch“. Diesmal war er offensiv stets eine Gefahr, traf 9 seiner 13 Versuche, davon 3 enorm wichtige Dreier im letzten Viertel. Allerdings mal wieder früh in Foulproblemen, und er musste tatsächlich in der Endphase nach dem 6. Foul das Parkett verlassen.

🇩🇪 Deutsche Brille 👓
Maxi Kleber kehrte nach langer Verletzungspause zurück. 2 Punkte und zwei verschossene Dreier sind die eher magere Bilanz,

Und sonst?
– apropos Fouls: auch die Wölfe Anthony Edwards und Rudy Gobert schwebten mit 5 in hächster Gefahr, rissen sich aber zusammen. Die Mavs hatten am Ende zwar fast genauso viele (22:23) aber sie verteilten sie „besser“.
– Jaden Hardy trumpfte auf: In 12:05 Minuten traf er drei von vier Dreier und legte 13 Punkte auf. Braucht es mehr Einsatzzeit?

Ausblick
Es geht wieder nach Minneapolis ins Target Center. Die Wolves haben Blut geleckt und müssen zu Hause erst mal geschlagen werden. Ohne einen Towns in Normalform wird es für sie allerdings schwer. Ein Fragezeichen bei den Mavs ist Kyrie Irving, der diesmal wieder arg zurückhaltend blieb.

Ansetzung heute
02:30: Minnesota Timberwolves – Dallas Mavericks (1:3)
Spiel 6 wäre in der Nacht zu Sonntag in Dallas, Spiel 7 in der Nacht zu Dienstag in Minneapolis. Und die Boston Celtics schauen als bereits sicherer Finalteilnehmer gemütlich zu und warten auf den Gegner.

Knapp und doch sicher

Blick über den Teich, NBA und NHL

Die Boston Celtics haben durch einen weiteren Sieg gegen die Pacers die NBA-Finals erreicht. In der NHL sichern sich die Dallas Stars den Heimvorteil gegen die Oilers zurück

Indiana Pacers – BOSTON CELTICS* 102:105 (0:4)

4. Spiel, 4. Sieg, also ein sogenannter Sweep der Celtics in den East Finals. Doch das klingt klarer, als es war, denn drei der Partien hätten die Pacers ebenso gewinnen können und die erste mussten sie gewinnen bei 3 Punkten Vorsprung und bei noch 7 Sekunden eigenem Ballbesitz. Verhühnert.
Das kann ich auch von Spiel 4 behaupten. Fünfeinhalb Minuten vor Schluss führten die Pacers noch mit 9 Punkten. die Bilanz danach: 4 zu 15. Den Pacers gelang praktisch nichts mehr, und auch wenn die Celtics einige Fehler einbauten, so zeigten Jaylen Brown, Jayson Tatum ihre außergewöhnliche Klasse.

Männer des Tages
Jayson Tatum und Jaylen Brown: Ich kann mich zwischen den beiden Co.-Stars nicht entscheiden. Jayson Brown mit mehr Punkten (29:26) und der besseren Wurfquote, Tatum dafür mit 13 Rebounds, drei in der Offensive, und 8 Assists, also vielseitiger.

Stark trotz der Niederlage
Andrew Nembhard: Die Entdeckung bei den Pacers in den Play-offs, gerade in den Partien 3 und 4 ohne Tyrese Haliburton. 24 Punkte sammelte er diesmal, dazu legte er 10 Assists auf.

x-Faktor
Jrue Holiday: Wieder eklig in der Verteidigung mit 5 Steals und 3 Blocks. Dazu wieder eine Wurfquote von mehr als 50 Prozent zu 17 Punkten. Und ebenfalls in der Crunchtime stark.

Und sonst
– echtes Unverständnis über eine Ref-Entscheidung. Brown drischt Nembhard die Hand ins Gesicht. Für mich ein klares absichtsvolles Foul, auch weil der Ball weit weg war. Doch auch nach der Review blieben die Schiedsrichter der Meinung: normales Foul und „nur“ ein einfacher Ballbesitz der Pacers.
– Celtics ohne Bank-Unterstützung: Nur 10 Punkte steuerten Payton Pritchard, Sam Hauser und Xavier Tillman bei. Doch die großartige Starting Five federt das ab.

Analyse der Serie
In den entscheidenden Momenten waren die Celtics einfach das reifere Team. Und sie konnten den Ausfall von Kristaps Porzingis viel besser kompensieren als die Pacers in den Spielen 3 und 4 Tyrese Haliburton. Schade, dass Indiana nicht wenigstens eines der Spiele gezogen hat.
Die Celtics warten jetzt auf den Finalgegner. Ob Dallas Mavericks oder doch Minnesota Timberwolves. Sie sind gewappnet, zumal sie sich jetzt ausruhen können und dann wahrscheinlich wieder Porzingis aufbieten können.

Und der Verlierer?
Die Pacers sind weit gekommen, weiter, als man vermuten durfte. Und die Zukunft ist für das junge Team (bis auf Pascal Siekam) äußerst vielversprechend. Sie dürften zusammenbleiben und haben viel Potenzial nach oben.

Ansetzung heute
02:30: Dallas Mavericks – Minnesota Timberwolves (3:0)

Edmonton Oilers – Dallas Stars 3:5 (1:2)
Die Stars haben sich den Heimvorteil zurückgeholt, die Oilers stehen jetzt gewaltig unter Druck. Dabei sah es nach dem schnellen 2:0 , doch das Elend in Abwehr und auch torwartpositiion ist immer noch nicht völlig ausgemerzt. Saublöde Gegentore sind die Folge, weil die Oilers den Puck nicht aus dem eigenen Drittel bekommen und sich Stuart Skinner bei all seinen guten Paraden sich immer wieder extrem unglückliche Treffer einfängt. Wie beim vorentscheidenden 3:4, als er eine Scheibe von hinten sich in den eigenen Kasten lenkte.
Matchwinner war Jason Robertson mit 3 Toren, seine ersten in der Serie. Jale Pettinger entschärfte 27 von 30 Schüssen.

Draisaitl Watch
Erneut ohne Scorerpunkt und insgesamt nicht mehr so in Fahrt. +/–Bilanz von -2.

Meine 🇫🇮 Finnen
Spielen ja alle für die Stars. Roope Hintz war nach seiner Obekörperverletzung wieder dabei und gab zu 2 der Robinson-Treffer einen Assist. Miro Heiskanen traf ins leere Tor zum 5:3 praktisch von der eigenen Toraus-Linie, und Esa Lindell gab einen Assist.

Ausblick
Spiel 4 wird für die Oilers schon zum Pflichtsieg. Dallas zeigte erneut seine Auswärtstärke. Die Oilers haben natürlich ihre Chancen, müssen aber ihre zweite Reihe mit Draisaitl wieder ins Rollen bekommen.
Und Dallas darf weiter vom Finaldoppel Stars (NHL) und Mavs (NBA) träumen.

Ansetzungen
Mi., 02:00: Florida Panthers – New York Rangers (1:2)
Do., 02:30: Edmonton Oilers – Dallas Stars (1:2)

Mavs können enge Spiele

Blick über den Teich, NBA und NHL

Die Mavs gewinnen auch Spiel 3 gegen die Timberwolves. Die New York Rangers schaafen den zweiten Overtime-Erfolg in Folge gegen die Panthers

Dallas Mavericks – Minnesota Timberwolves 116:107 (3:0)

Das Ergebnis klingt letztlich klarer, als die Partie insgesamt war. Bis zwei Minuten vor Schluss stand es Spitz auf Knopf, also Crunchtime at its best, doch dann setzten sich erneut die Mavericks durch. Dreimal ging es jetzt also sehr eng zu, und dreimal schaffte Dallas den Sieg. Da darf ich schon schlussfolgern, dass das sehr wenig mit Zufall, Glück oder Pech zu tun hat, vielmehr: Die Dallas Mavericks können knappe Spiele.
Das liegt an den zwei Superstars, die dann regelrecht aufblühen. Die Sicherheit, mit der Luka Doncic und Kyrie Irving ihre Würfe verwandelten, raubte mir schlicht den Atem. Und offenbar auch den Wolves, die sowohl in Angriff als auch Abwehr an ihre (weiten) Grenzen stießen.

Dabei hatten sie im Spiel ihre enormen Qualitäten gezeigt, als sie im 3. Viertel einen 10-Punkte-Rückstand aufholten und sogar in Führung gingen. Mit teilweise fantastischen Moves brachte Anthony Edwards die Halle ins Staunen, aber am Ende war er zu sehr auf sich allein gestellt und folgerichtig auch mit den Kräften ziemlich am Ende. gedrade von einem Karl-Anthony Towns, aber auch von Rudy Gobert muss meh kommen.

Männer des Tages
Luka Doncic und Kyrie Irving: Jeder für sich ist schon Klasse, aber wenn sie dann noch zusammenfinden, wird es für jeden Gegner kompliziert. legten 33 Punkte auf, beide mit Trefferquoten besser als 50 Prozent. In diesen Play-offs sind sie das beste Paar, zumindest im Backcourt. Luka mit mehr Magie gerade bei manch zauberhaftem Zuspiel, aber Irving dieses Mal endlich mal auf konstant gutem Level. Klar, Doncic nervt extrem mit seine dauernden Meckerei (erstaunlich, dass er bei einigen Szenen kein technisches Foul kassierte), aber das gehört bei ihm irgendwie dazu. Ich müsste mir fast eher Sorgen machen, wenn er überhaupt ncht ehr meckern würde.

Stark trotz der Niederlage
Anthony Edwards: Er war der Hauptinitiator der Aufholjagd. Trotz besonders intensiver  Verteidigung gegen ihn schaffte er 26 Punkte. Doch die Co-Stars Towns und Gobert blieben eher blass.

x-Faktor
David Gafford: Lange sehr zurückhaltend, doch am Ende mit den  mit entscheidnen Szenen: ein grandioser Block und im Gegezug sein Korb plus Foul. Und in der Verteidigung stets ein echtes Biest

Und sonst
– Kyle Anderson mit seiner unmöglichen Wurfbewegung traf 5 seiner 6 Vesuche
– Missverhältnis der Freiwürfe: Für die Mavs 31, für die Wolves nur 17.

Ausblick
Dreimal ging es eng zu, dreimal hatten die Mavs das bessere Ende für sich. Dass es nach 3 Spielen 3:0 stehen würde hätte ich ehrlich gesagt nie im Leben für möglich gehaltenDie Wolves können zurückkommen und auch gewinnen, wenn sie mit genug Vorsprung in die letzten 5 Minuten kommen. Dass sie jetzt in Dallas eine Crunchtime für sich entscheiden mit dem Rücken zur Wand, würde mich einerseits ziemlich wundern, andererseits: Hey es ist Basketball, und erwarte hier das Unerwartete.

Ansetzungen
Di., 02:00: Indiana Pacers – Boston Celtics (0:3) Die große Frage: Kann Tyrese Haliburton spielen und in welcher Form?
Mi., 02:30: Dallas Mavericks – Minnesota Timberwolves (3:0)

Florida Panthers – New York Rangers 4:5 1OT (1:2)

Nach den torarmen ersten beiden Partien diesmal fast schon ein Shootout. Das Alec Wennberg nach 5:35 Minuten in der Verlängerung für die Rangers entschied, die damit das Heimrecht zurückeroberten.
Nach 2:2 im ersten Drittel erzielten die Rangers 2 Treffer durch Alexis Lefreniere (was für ein grandioses Solo!)und Barclay Goodrow, die jeweils zum zweiten Mal einnetzten, die Panthers kamen durch Alexander Barkov und Gustav Forsling zurück

Meine 🇫🇮 Finnen
Alexander Barkov hatte ein Tor und einen Assist, Niko Mikkola einen Assist.

Ausblick
Die Serie bleibt eng. Aber jetzt halt wieder laeichte Vorteile für die Rangers.

Ansetzungen
Di., 02.30: Edmonton Oilers – Dallas Stars (1:1) Die Stars vielleicht wieder mit Kapitän Roope Hintz
Mi., 02:00: Florida Panthers – New York Rangers (1:2)

Doch die Celtics

Blick über den Teich, NBA und NHL

Die Celtics vorm Einzug in die NBA Finals, Rückschlag für die Oilers und Leons Serienende

Indiana Pacers – Boston Celtics 111:114 (0:3)

Die Pacers mussten auf Tyrese Haliburton verzichten, die Celtics weiter auf Kristaps Porzingis und auch Luke Kornet.. Zunächst dominierte Celtics, traf 7 der ersten 9 Würfe und hatte nach 3 Minute schon 16 Punkte auf der Anzeigentafel. Doch die Pacers blieben dran, trafen ihrerseits ebenfalls hochprozentig und lagen nach dem ersten Viertel nur 31:32 zurück. Im zweiten Viertel setzten sich die Pacers ab, vor allem auch dank Andrew Nembhard, der 6 von 7 Würfen zu 17 Punkten auflegte.
Im dritten Abschnitt betrug der Abstand sogar 18 Punkte, ehe die Celtics in der Verteidigung deutlich inteensiver spielten und nicht mehr so einfache Körbe zuließen.
Dennoch sah nlange alles nach einem Heimsieg aus, als die Pacers kurz vor Schluss immer noch mit 5 Zählern führten. Doch mit einem 8:0-Run drehten die Celtics die Partie. Jrue Holiday wurde mit einem Dreier und einem Steal letztlich zum Matchwinner. Ausgerechnet der so starke Nemhard hatte den Ausgleich in der Hand, aber sein Dreierversuch traf nur den Ring

Mann des Tages
Jayson Tatum: 36 Punkte, 10 Rebounds und 8 Assists – er ist die Konstante im Celtics-Spiel. Auf beiden Seiten des Feldes. Und dabei unterlief ihm kein Ballverlust.

Stark trotz der Niederlage
Andrew Nembhard: 32 Punkte sind klarer Bestwert für Play-offs, dazu 9 Assists. Tragisch für ihn, dass er mit seinem (sehr schwierigen) Dreier am Ende scheiterte.

x-Faktor
Al Horford: Mit 38 Jahren der Veteran, doch Alter schützt vor Dreiern nicht. Gleich 6 versenkte er, davon 2 bei der Aufholjagd im letzten Viertel. Auf den kann sich Boston auch in der größten Hektik verlassen.

Und sonst
– Dreierflaute: In den ersten 16 Minuten nahmen dien Pacers nur 4 Dreierversuche, unglaublich in diesen Basketballzeiten seit ein paar Jahren, von denen sie auch nur einen trafen. Die Celtics kamen im selben Zeitraum auf 16 Würfe (7 erfolgreich). Das gehörte aber offenbar zum Spielplan, denn mit ihrer starken Zweierquote (22 von 31 und zeitweise über 70%) waren die Pacers äußerst erfolgreich
– Bank, welche Bank? Die der Celtics war jedenfalls fast verzichtbar, zumindest beim Scoren. Nur je zwei Punkte steuerten Payton Pritchard und Xavier Tillman zum Sieg bei. Den Rest erledigte die Startfünf.
– Ausgeglichene Pacers: Gleich 4 Profis kamen auf 20+ Punkte. Neben Nembhard auch Pascal Siakam, Myles Turner (je 22) und TJ McConnell (23). Der Rest allerdings blieb doch arg zurückhaltend.

Ausblick
Einen 3:0-Vorsprung werden sich die Celtics kaum noch nehmen lassen. Zumal Haliburton zumindest für Spiel 4 fraglich ist. Die Pacers hätten es verdient, in der Nacht zum Dienstag den Sweep zu vermeiden am Indy-Wochenende, denn heute Nacht sind zwischen den beiden Partien noch die Indy 500.

Ansetzungen
So., 02:00: Dallas Mavericks – Minnesota Timberwolves (2:0)
Mo., 02:00: Indiana Pacers – Boston Celtics (0:3)

Dallas Stars – Edmonton Oilers 3:1 (1:1)

Die Stars konnten die zweite Heimniederlage mit einem Kraftakt und einer glänzenden Torhüterleistung vermeiden. Die Oilers versäumten es, nach dem schnellen 1:1 ihr starkes erstes Drittel (16:4 Schüsse) in weitere Tore umzumünzen. Auf beiden Seiten standen die Goalies Jake Oettinger und  im Vordergrund und Stuart Skinner im Blickpunkt, die sich im zweiten Drittel nicht überwinden ließen. Mason Marchmant brach im 3. Abschnitt mit seinem Schuss durch ein Menschenknäuel den Bann, ehe Esa Lindell mit seinem Schuss ins leere Tor die Entscheidung herbeiführte.

Draisaitl Watch
Seine Punkteserie in den Play-offs hat im 15. Spiel ein Ende gefunden. Er gab auch nur zwei Schüsse ab und stand bei einem Gegentor auf dem Eis.

Meine 🇫🇮 Finnen
Lindell traf zum 3:1, Verteidiger Miro Heiskanen gab den Assist zum 1:0 der Stars.

Ansetzungen
So., 21.00: Florida Panthers – New York Rangers (1:1)
Mo., 02:00: Edmonton Oilers – Dallas Stars (1:1)