Das war die Woche, die war

Mut zu Lücke heißt meine Devise, sonst komme ich zu überhaupt keinem Ende mehr angesichts der Vielfalt der Geschehnisse.

Ach Tuchel

Eine Woche zum Vergessen der Bayern mit der Niederlage beim VfL Bochum gestern fast als negativen Höhepunkt. Okay, sie hatten diesmal sogar Torchancen und haben sogar 2 Tore erzielt und mit ein bisschen mehr Spielglück auch einen Punkt oder gar einen Sieg schaffen können. Aber insgesamt war das wieder extrem wenig nach der guten Anfangsviertelstunde. Und einige Spieler sind halt in einer veritablen Formkrise wie zB Harry Kane, der in der Verfassung der Hinrunde gestern mindestens 3 Tore geschossen hätte.Undfassbar sein Fehlschuss frei vor Riemann, der jedem Football-Kicker Ehre gebracht hätte. Er liebäugelt angeblich ja mit einer NFL-Karriere nach dem Fußball.  Dazu die üblichen Tuchelschen Fehler. Warum um Himmelswillen kam Tel erst in der 79. Mnute. Der hat in seiner kurzen Eissatzzeit für extrem viel Alarm gesorgt genauso übrigens wie auch Sané, der ebenfalls viel zu spät zum Einsatz kam.

Thomas Müller und Joshua Kimmich bestätigten allerdings mit ihrer mehr als mauen Leistung nachträglich Tuchels Entscheidung vor einer Woche, sie bei Bayer nicht von Anfang an zu bringen.

Schaut man rein auf die Zahlen, stehen die Münchner mit 50 Punkte, einem zumindest zurzeit sicheren Platz 2 und einem tollen Torverhältnis gar nicht so schlecht da. Aber Bayer Leverkusen spielt halt eine fast unwirklich gute Saison. Aber jetzt geht halt gerade gar nicht mehr, und keiner symbolisiert das wohl mehr als Upamecano, der in 2 Spielen in Rom und Bochum durch völlig unsinnige Aktionen im eigenen Strafraum zwei Elfmeter verursachte und jeweils Gelb-Rot sah. Vielleicht ganz gut für ihn und die Münchner, dass er jetzt gegen RB Leipzig und später im Rückspiel gegen Lazio pausieren muss.

Tuchel fand die Niederlage sehr ungerecht. Witzig, dass er diesmal die expected Goals und so bemühte. Von denen war gerade bei der Bayer-Partie, als sie knapp über 0 lagen von ihm weniger die Rede … Offenbar darf er jetzt sogar im Amt bleiben auch mangels Alternativen und weil die Bayern nicht jedes Frühjahr den Trainer rausschmeißen wollen. Aber es knirscht schon gewaltig und die Tuchelsche Art, seine Spieler zu kritisieren wie zuletzt Tel trägt nicht gerade zur Verbesserung des Binnenklimas bei. Und dabei schließe ich Tuchels abgeblichen Satz „ihr seid nicht so gut, wie ihr denkt“ ausdrücklich gar nicht mit ein, weil der mir doch reiclich unbestätigt scheint

Bayer hat auch die hohe Hürde Heidenheim, zuletzt acht Spiele in Folge unbesiegt, genommen. Acht Punkte Vorsprung hat das Team, alle Trümpfe für den ersten Meistertitel in der Hand. Sie müssen nur bei ihrer Maxime Spiel-für-Spiel bleiben. Gerade das gerade aufploppende Thema „keine Niederlage in der Saison?“ darf für die Truppe überhaupt kein Thema sein. Da habe ich bei Trainer Alonso aber auch wenig Bedenken.

Mainz, wie es siegt und bangt

Ein sehr lebhaftes Lebenszeichen haben die Rheinhessen im Abstiegskampf von sich gegeben mit dem erkämpften 1:0 gegen den FC Augsburg. Trainereffekt mit dem gerade geholten Bo Hendrickson. Mal sehen, wie nachhaltig der ist. Jetzt geht es am Freitag nach Leverkusen. Erwähnenswert ist die Partie noch leider wegen dem attentat-mäßigen Foul von Augsburgs Pedersen, für das er vollkommen zu recht Rot sah und hoffentlich für lange Zeit aus dem Verkehr gezogen wird. Will niemand sehen.

Union und Bochum haben sich erst mal aus der größten Gefahrzone entfernt mit ihren Siegen in Hoffenheim und gegen Bayern. Köln, Mainz und Darmstadt kämpfen realistisch gesehen nur noch um den Relegationsplatz. Gladbach sollte aber mal wieder punkten, möglichst dreifach, um din den Strudel gar nicht erst zu geraten

Zu den Protesten mit Tennisbällen habe ich bereits gestern einen Text fabriziert.

https://blickueberdenteich.de/ein-versuch-ueber-tennisbaelle/

Hübscher Rekord, aber wen kümmert es?

All-Star-Weekend jetzt auch in der NBA, nämlich in Indiana aber in aller gebotenen Kürze. Am unterhaltsamsten war noch der Dreier-Wettstreit zwischen Steve Curry und Sabrina Ionescu von der WNBA, das Curry mit 29:26 für sich entschied. Ionescu sammelte dafür genau so viele Punkte wie der spätere Sieger Damian Lillard beim eigentlichen Dreier-Contest. Geradezu erbärmlich war der Dunk-Wettbewerb. Bezeichnend, das diesen mit Mac McClung ein Spieler gewann, der in der Saison in der NBA keine Rolle spielt.

Das eigentliche All-Star-Spiel Ost gegen West entschied der Osten mit 211:189 für sich. Erstes Mal über 200 Punkte, Verliererteam mit den meisten Punkten so viele Dreier wie noch sowie weitere Rekordeund und … Kurz reingeschaut, natürlich nur relive, sogar beifällig über Lokalmatador Tyrese Haliburtons Dreierserie und am Ende noch mal geschaut, wer denn gewonnen hat und MvP wurde. Damian Lillard und nicht Haliburton, was einige der Indiana-Pacers-Fans mit Pfiffen quittierten. So geht Fairness.

Frankreich und Norwegen top – die Deutschen ordentlich.

Gestern ging die extrem stimmungsvolle Biathlon-WM in Nove Mesto zu Ende mit den Massenstarts, die fast planmäßig eine Französin (Justin Braisaz Bouchet und ein Norweger (Johannes Tignes Boe) gewannen. Am Ende holten die Franzosen 6 Titel und die Norweger 4. Nur die Italienerin Lisa Vitozzi im Einzel bei den Frauen und die schwedische Männerstaffel brachen in die französisch-norwegische Titelphalanx ein. Boe hält nun bei 20 WM-Goldmedaillen, soviele wie sein Landsmann Ole Einar Björndalen. Julia Simon holte gleich 4 Titel

Die Deutschen gewannen am Ende 3 Medaillen, nicht schlecht aber angesichts der Vorleistungen dann doch enttäuschend. Das Gemurre über schlecht laufende Ski wollte die ganze Zeit nicht verstummen, aber auch am Schießstand lief keineswegs alles rund. Fantastisch ist natürlich die Geschichte der Sophia Schneider, die am Samstag schon im Bus nach Hause saß, ehe sie davon erfuhr, dass sie die kurzfristig erkrankte Franzi Preuß bersetzen müsste. Sie tat das sogar als verantwortungsvolle Schlussläuferin und sicherte ihrem Team die Bronzemedaille.

Kasai punktet

Der Skisprung-Weltcup in Sapporo brachte ein schier unglaubliches Ergebnis. Der 51-Jährige Noriaki Kasai schaffte es nicht nur ins nationale Kontingent. Er überstand beim 2. Springen auch die Quali sowie den 1. Durchgang und sammelte als 30. einen Punkt, immerhin vor Leuten wie den slowenischen Mansnchafts-Weltmeister Timi Zajc und dem Deutschen Pius Paschke. Es siegten die Österreicher Stefan Kraft am Freitag und Manuel Fettner am Samstag.

Und sonst?

1. Eine Schwimm-WM in Katar. Allerdings fehlte wegen Olympia im Sommer ein Großteil der Weltelite, sodass sie ein ziemliches Muster ohne Wert ist. Isabell Gose gewann drei Medaillen. Ihr faszinierendes 1500-Meter-Rennen mit einem Zweikampf gegen die am Ende knapp siegreiche Italienerin Quagliarella war nicht nur aus deutscher Sicht ein Höhepunkt. Gose ärgerte sich sehr über den verpassten Titel, denn bei Olympia kommt die vermeintlich unschlagbare Katie Ledecky wieder zurück. Der Chinese Pan Zhanle schaffte als Startschwimmer der 100-m-Staffel den einzigen Weltrekord der Veranstaltung. Zumindest ich kann die Leistungen und was sie für Paris bedeuten nicht wirklich einordnen.

2. Eine Eisschnelllauf-WM auf dem „Sahneeis“ von Calgary, mittlerweile auch schon 36 Jahre alt. Naja nicht das Eis, aber die Halle wurde für Olympia 1988 errichtet. Lief bei mir völlig unter dem Radar. Jordan Stolz aus den USA sammelte gleich 3 Titel über 500, 1000 und 1500 Meter, ein bemerkenswertes Triple. Und der Kerl ist erst 19 Jahre alt.

3. Ein Ösi-Sonntag bei den Alpinen. Die so gebeutelte Skination, noch kein (!) Abfahrtssieg bei den Männern diese Saison, schaffte 2 Erfolge durch Vincent Kriechmayr im Super-G in Kvitfjell und und Stephanie Venier im Super-G von Crans Montana. Kriechmayr holte am Samstag mit Platz 2 in der Abfahrt den ersten Podestrang in dieser Disziplin für Rot-Weiß-Rot. Die deutschen Männer praktisch inexistent. Beim Saisonfinale der besten 25 fehlen sie sowohl in der Abfahrt als auch bei den Männern. Und die Frauen haben auch nur eine Kira Weidle. Wenn die nicht nach vorn fährt wie am Sonntag mit Platz 9, sieht es zappenduster aus. Emma Aicher ist ja ein sehr hoffnungsvolles Talent, aber grade mal wieder nicht in Form

In Abwesenheit von Mikaela Shiffrin konnte sich Lara Gut-Behrami mit einem Sieg und einem 3. Platz in 2 Abfahrten sowie einem 6. Platz im Super-G absetzen. Premierenerfolg in der 2. Abfahrt für Marta Bassino. Und beim Super-G der Männer blieben die ersten 31 innerhalb von einer Sekunde. Der 31. blieb also mit nur 0,99 Sekunden ohne Punkt, das hat es im Weltcup noch nie gegeben.

4.In einem dramatischen Spiel verlor der SC Magdeburg mit 27:28 bei Hannover Burgdorf und kassierte in der Handball-Bundesliga die erste Niederlage. Spitzenreiter sind damit die Füchse Berlin mit 2 Punkten Vorsprung. Jetzt können sie ernsthaft von der Meisterschaft träumen, jetzt aber eine schwere Auswärtshürde bei Flensburg-Handewitt.

5. Und doch was zu feiern bei Bayern: nämlich den Pokalsieg der Basketballer mit zwei letztlich ungefährdeten Siegen im Final Four in München gegen Brose Bamberg und ratiopharm Ulm. In der Form auch klarer Meisterschafts-Favorit.

Ganz am Ende noch eine sehr traurige Nachricht: Der Kenianer Kelvin Kiptum, Weltrekordler im Marathonlauf, ist im Alter von nur 24 Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Er hätte dieses Jahr höchstwahrscheinlich die 2-Stunde-Marke geknackt. Verdammtes Autofahren in Kenia, ja ganz Afrika.

Die Wochenvorschau folgt …

 

Ein Versuch über Tennisbälle

Die gute Nachricht zuerst. Auch heute (Stand 18.30 Uhr) sind alle Spiele in der 1. und 2. Bundesliga beendet worden. Doch wieder flogen Tennisbälle, fuhren ferngesteuerte Autos sogar mit Pyrotechniküber den Rasen. Wieder standen einige Partien vor dem Abbruch, aber eben nur kurz davor, weil die Schiris Geduld zeigen und es auch von den Fans nicht zum Äußersten geht. 20 bis 25 Minuten scheinen gerade eine Schmerzgrenze zu sein. Für mich war das heute in einer ansonsten mal wieder recht lahmen Konferenz ein neuer Spannungsmoment. Der Übersicht allerdings ist es nicht dienlich, wenn die Spiele zu einem so großen Zeitunterschied abgepfiffen werden.

Und noch eine gute Nachricht: Widerliche Fadenkreuzplakate, in denen eine bestimmte Person abgebildet wurde wie vergangene Woche Martin Kind von den eigenen 96er-„Fns“, hab ich nicht gesehen. So eine entwürdigende Entgleisung gibt es auch gar nichts zu beschönigen, wie das in der vergangenen Woche ein Fanvertreter im Doppelpass versucht hat. Auch wenn das kein Aufruf zum Mord ist, wie die Bild etwa geifert, eine strafwürdige schwere Beleidigung ist das allemal. Und das Gefasel, das Fadenkreuz sei nunmal das Kennzeichen des Protestes allgemein gegen die Professionalisierung des Fußballs, finde ich niur noch hanebüchen. Warum nicht zugeben, dass man damit weit übers Ziel hinausschießt und es zudem der Sachen absolut nicht dienlich ist.

Ansonsten kann ich die Proteste gut verstehen. Die Art und Weise, wie die DFL ihren Investor an Land ziehen will, ist immer noch sehr intransparent. Sie hat keine offene und nachvollziehbare Abstimmung gemacht, sondern eine Geheimabstimmung abgehalten. Doch diejenigen, die abgestimmt haben, hatten eigentlich jeweils einen klaren Stimmauftrag ihrer Vereine, und jetzt weiß niemand (zumindest offiziell nicht), wer wie abgestimmt hat und ob alle ihren Vereinsvoten gefolgt sind.

Dann ist es natürlich ultrablöd für die DFL gelaufen, dass die erforderliche 2/3-Mehrheit auf die Stimme gerade so erreicht wurde mit 24 Ja-Stimmen und zumindest sehr große Indizien dafür sprechen, dass zumindest Martin Kind nicht im Sinne seines Vereins Hannover 96 mit Ja gestimmt hat: Das wäre aber ein klarer Verstoß zumindest intern gegen die von der DFL angeblich so heilige 50+1-Regel (kein Investor oder Einzelperson oder Werbe-Gremien dürfen eine Mehrheit haben), diese bleibt dem Mutterverein.

Die Proteste zeitigen Wirkung. Einige Clubs drängen auf eine neue, dann transparentere Abstimmung. Juristisch scheint die DFL sogar auf sicherem Boden, weil sich das Innenverhältnis Kind/Hannover nicht aufs Außenrhältnis, also die Gültigkeit der Abstimmung, haben soll. Schon das finde ich offen gesagt zumindest strittig, denn im allgemeinen Vertretungsrecht, remember meine 1. Jura-Hausarbeit im Frühjahr 1985 (seufz) ist zumindest dann der Makel dann von Belang, wenn die andere Vertragspartei davon Kenntnis hatte. Und 1. wusste die DFL, also der Vertragspartner, wie die Meinung der 96-Mitglieder ist, sie wusste, dass ihr Vertreter Martin Kind ein Befürworter des Inverstors ist. Was sie nicht positiv weiß und offensichtlich auch nicht wissen wollte ist, wie letztlich Kind tatsächlich gestimmt hat. was ich nicht weiß, ob sich das so 1 zu 1 aufs Vertrags- oder Stimmrecht übertragen lässt

Klar muss doch jeden sein, dass der Investor, es ist ja nur noch ein Kandidat übriggeblieben, mit dieser Bürde ein riesiges Handicap hat, weil das Mandat nicht eindeutig ist. Und auch wenn es juristisch vielleicht sogar schwierig ist:  Angesichts der immensen Bedeutung dieser Abstimmung, sie wirkt 20 Jahre nach, muss doch doch alles getan werden, damit nicht der Hauch eines Zweifels am richtigen Zustandekommen der Entscheidung dazu besteht, und damit meine ich nicht nur juristisch sattelfest, sondern auch moralisch. Und die habe nicht nur ich extrem große Zweifel.

Noch ein Nebengeräusch

Sky, dem derzeitigen Rechteinhaber der Konferenz, können diese zeitversetzt endenden Spiele überhaupt nicht gefallen. Bisher konnte man in der Pause vor und nach der Analyse, die aufgrund ihrer erbärmlich kurzen Dauer von höchstens 2 Minuten diesen Namen eh nicht verdient hat, einige Werbesports zeigen. Kann man ja immer noch, aber die Zuschauer können jetzt zu einem noch laufenden Spiel indie Einzeloption wechseln. Das werden sich die Werbepartner nicht mehr lang anschauen.

Interessant wird das vor allem deshalb, weil im Frühjahr die die Fernsehrechte ab 2025 vergeben werden. Da könnte ich mir vorstellen, dass, wenn nicht sogar schon geschehen, die Werbepausen ohne Konkurrenz zu laufenden Spielen zu geschehen haben. Zumindest ich als Firmen-Verantwortlicher würde mir das in den Vertrag einschreiben lassen.

Es bleibt also spannend. Vielleicht kann man ja wetten, wann die Proteste aufhören, ob die DFL einknickt, ob de letzte vebliebene Interessent auch noch abspringt ode ob es gar zu einem Spielabbruch kommt.

Was vom Tage übrigblieb

Rehabilitation für die Biathletinnen bei der WM in Nove Mesto

Bis gestern lief es für die deutschen Biathleten und Biathletinnen wahrlich nicht nach Plan. Doch das Einzel der Frauen entschädigte für die bisherigen Enttäuschungen und brachte ein Ergebnis, das die Erwartungen weit übertraf. Platz 2, 3, 5 und 15 standen am Ende in der Ergebnisliste. Ausgerechnet Franziska Preuss war konnte nicht zufrieden sein mit ihrem 15. Platz und schoss als Einzige überhaupt zwei Fahrkarten. Umso glücklicher war das übrige Trio. Janina Hettich-Walz sicherte sich gar Silber, ihr bestes Ergebnis überhaupt nicht nur bei einer WM, sondern das hat sie auch noch nie bei einem Weltcup geschafft. Selina Grotian konnte es letztlich ziemlich egal sein, dass sie als Vierte an den Medaillen vorbeilief. Eine gradiose WM-Premiere. Und Vanessa Vigt, für sie als exzellente Schützin stand natürlich auch die Null. Allerdings verliert sie am Schießstand im Vergleich zur Konkurrenz enorm viel Zeit.

Der Titel ging an Lisa Vitozzi, die schon in der Vefolgung Silber geholt hatte. Ihr Skiteam hat ihr perfekte Bretter unter die Füße geschnallt. Doppelweltmeisterin Julia Simon gewann noch Bronze, das bisher überaus erfolgreiche Team wird es verkraften. Justine braizaz-Bouchet war zwar die Schnellste in der Loipe, doch gleich 3 Schießfehler ware an diesem Tag mit fast Laborbedingungen schlicht zu viel. So kam sie nur auf Platz 7 hiter ihrer LandsfrauLou Jeanmonnot-Laurent.

Gose nutzt die Gunst der Stunde

Die Top-Schwimmerinnen über 1500 Meter Katie Ledecky, Ariarnse Titmus und Summer McIntosh waren nicht am Start bei der WM in Katar. Das nutzte die Deutschte Isabell Gose und holte mit Bronze hinter Simona Quadarella und Li Bingjie ihre 2. Medaille nach Bronze üüber 400 Meter. Als 4. und 5. schrammten Lukas Märtens und Rafael Miroslav an den Medaillen vorbei.

Real im Glück und starkem Dritt-Torwart

Zwei Auswärtssiege gab es beim ersten von 4 Turns der Achtelfinal-Hinspile. Während der 3:1-Sieg von Manchester City in Kopenhagen mehr als verdient war, benötigte Real Madrid beim 1:0 viel Glück, ein wenig die Hilfe des Schiri-Teams und einen grandiosen Torwart. Dabei ist der Ukrainer Lunin nominell nur die Nummer 3 hinter dem verletzten Thibault Courtois und dem als Ersatz verpflichteten Kepa, der aber nur auf der Bank saß.

Die Leipziger erzielten ein frühes Tor, das allerdings wegen vermeintlichem aktiven Abseits aberkannt wurde, eine mehr als zweifelhafte, für mich auch falsche Entscheidung, was auch der deutsche Schiri Lutz Wagner so sah. Die Leipziger hatten durchaus Chancen, scheierten aber wiederholt am Abschluss und an Lunin. Grandios war allerdings das Siegestor von Brahim Diaz, der den angeschlagenen Jude Bellingham ersetzte. Ein herrliches Solo, bei dem er einigen Foul-Versuche wiederstand und auf den Füßen blieb, krönte er mit einem unhaltbaren Schuss ins linke Kreuzeck.

McDavid mit 6 Assists

Beim 8:4 seiner Edmonton Oilers gegen die Detroit Red Wings mit Moritz Seider zeigte der beste Eishockeyspieler der Welt eine außergewöhnliche Leistung. Gleich sechs Assists schrieb er in seine Spielerstatistik; einen davon verwertete Leon Draisaitl, dem ein zweiter Scorerpunkt mit einem Assist gelang.

Das wird die Woche, die wird

Biathlon-WM in Nove Mesto und Schwimm-WM in Doha, ansonsten viel Business as usual und der Beginne der K.-o.-Runden im internationalen Fußball.

Fortsetzung der französisch-norwegischen Festspiele

Nach dem Ruhetag gestern geht es heute in die zweite und letzte Woche bei der Biathlon-Weltmeisterschaft in Nove Mesto. Wieder werden erneut die Massen in Strönen kommen. Das Wetter könnte etwas besser mit nicht ganz so viel Regen werden, hat aber bei klaren Plusgraden mit Winter nix zu tun. 7 Wettbewerbe stehen noch aus, je 3 bei Frauen und Männer und die Single-Mixed-Staffel mit je einer Frau und einem Mann und offenbar nur einem Team pro Land. Die Frage lautet, ob und wer in die französisch (Frauen)-norwegische (Männer) Titel-Phalanx einbrechen kann. Echte Kandidaten sehe ich nicht, vor allem wenn die Superstars Julia Simon (3x Gold) und JT Boe) 1x Gold, zweimal Silber) weiter ihre Glanzform in die aufgeweichte Loipe bringen mit vernünftigen Latten unter den Füßen. Die Deutschen wären über jede Medaille froh. In allen Staffeln haben sie Chancen, in den Einzelwettbewerben muss schonn viel zusammenlaufen, vor allem die Skier, dass es sich mit Edelmetall ausgeht.

Folgt jemand Angelina Köhler

Was waren das für ergreifende Bilder aus Katar, Angeline Köhler vor lauter Freude nach ihrem WM-Titel über 100 Meter Schmetterling heulend kaum einen Ton herausbrachte und auch bei der Siegerehrung hemmungslos weinte. Ging ans Herz. Bis Sonntag läuft die Schwimm-WM, und es ist durchaus Stimmung, obwohl die Felder zum Teil sehr reduziert sind wg der Olympischen Spiele schon im Juli/Anfang August. Aus deutscher Sicht stellt sich die Frage, ob jemand Köhler auf dem Einser-Podest folgt. Zumindest Medaillenchancen räume ich heute über 200 Meter den beiden Lucas´Märtens und/oder Matzeroth ein. Ansonsten halte ich mich mit Vorhersagen vornehm zurück. Ein Augenmerk verdient der Chinese Pan Zhanie, der in Doha neuen Weltrekord über 100 Meter Freistil schwamm als Startschwimmer der Staffel. Das Finale über 100 Meter wäre am Donnerstag (Abendsession ab 17 Uhr)

Wer verliert, ist raus

Endlich beginnt bei den Männern die K.-o.-Phase in den europäischen Fußball-Wettbewerben, das Taktieren und Abwarten hat ein Ende. _Allerdings nicht für die Zuschauer – zumindest in der Champions League. Wie seit ein paar Jahren üblich, streckt sich das Achtelfinale über 5 Wochen. Die Hinspiele diese und nächste Woche jeweils Dienstg und Mittwoch. Es folgt die noblgatorische Pause für die Länderspiele und danach in wieder zwei Wochen die Rückspiele. Die Leipziger bekommen es heute mit Real Madrid zu zun, der FC Bayern muss morgen bei Lazio antreten. Auch wenn es noch ein Rückspiel zum Korrigieren gibt – eine Niederlage würde das Team und vor allem Trainer Thomas Tuchel extrem unter Druck setzen. Und Lazio ist wie fast alle italienischen Teams in der Abwehr ziemlich schwer zu knacken.
Nächste Woche ist dann Dortmund dran am Dienstag bei der PSV Eindhoven. A bin ich aber in einem Konzert.
In der Europa und der Conference League steht die Zwischenrunde an. Mit je acht Spiele jeweils am Donnerstag diese und nächste Woche. Der SC Freiburg trifft dabei auf RC Lens, wo mit das stimmungsvollste Stadion der französischen Liga wartet. Duell auf Augenhöhe, würde ich sagen. Bayer Leverkusen ist schon fürs Achtelfinale qualifiziert. Eintracht Frankfurt tritt gegen Union St. Gillouse an. Die Belgier warfen vergangene Saison den 1. FC Union aus der Europa League und machten auch Bayer Leverkusen das Leben schwer. Einer der auffälligsten Spieler war da Victor Boniface, der damit letzte Zweifel bei Bayer beseitigte und beim Werksclub jetzt unter Vertrag steht, leieder abe zurzeit verletzt ist nach einer großartigen Hinrunde.

Wintersport trotz Frühlingst-Dartsemperaturen

– Die Alpinen fahren in Kvitfjell (Männer/Abfahrt, Super-G) und in Crans Montana (Frauen/2 Abfahrten, Super-G). Heimspiel für Marco Odermatt und die Frage, ob Mikaela Shiffrin schon bereit ist.
– Die Skispringer sind in Sapporo tätig
– die Langläufer heute noch mal in Canmore und am Wochenende in Minneapolis

Und sonst?

– nach dem Topspiel Bayer gegen Bayern hat uns der Bundesliga-Alltag wieder. Interessant wird es in Heidenheim, wo der seit 8 Spielen ungeschlagene Aufsteiger den gegen Bayern so überzeugenden Spitzenreiter Bayer Leverkusen empfängt. Die Münchner ihrerseits wollen sich am Sonntag beim VfL Bochum rehabilitieren.
– auch die übrigen Fußball-Ligen in Europa und anderswo haben volles Programm. Vom Namen her spannend: Manchester City vs FC Chelsea am Samstagabend. Sonst haut mich wenig vom Hocker, zumal in den großen Ligen außer eben in England zumindest die Tielfrage zu Gunsten von Real, Inter und PSG entschieden scheint.
– Eine besondere Erwähnung verdienen die Basketballer, bei denen am Wochenende das Final Four im Pokal in München stattfindet. Im Halbfinale trifft der FC Bayern auf Brose Bamberg und Alba Berlin auf Meister Ratiopharm Ulm. Dürfte schon zeimlich ausverkauft sein.
– weil wir schon beim Basketball sind: In der NBA kommt es zum Allstar-Weekend. Das Hauptspiel bestreiten am Sonntag die Auswahlteams der Eastern und Western Conference. Deutsche Profis sind nicht dabei dafür Größen wie LeBron James, Steve Curry und Giannis Antetokuonpo. Tags zuvor die üblichen Skills im Dreipunkte-Shoutout, Dunking und ein Spiel der Rookies (1. Jahr)  gegen die Sophomores (2. Jahr). Sicher alles nett anzuschauen, aber ohne wirklichen sportlichen Wert. Außerdem kommt es zu einem Dreier-Wettbewerb zwischen dem in dieser Beziehung unvergleichlichen Steve Curry und Sabrina Ionescu von den New York Liberty, die vergangenes Jahr beim WNBA-Dreier-Contest 37 von 40 möglichen Punkten sammelte und damit Currys NBA-Rekord übertraf. Curry spielt mit NBA-Bällen von der NBA-Distanz, Ionesco mit WNBA-Bällen von der etwas kürzeren WNBA-Distanz, die der europäischen Distanz gleicht.
– DEL mit zwei Spieltagen verteilt über die ganze Woche
– HBL wie gehabt national (Donnerstag bis Freitag) und international (Champions un d European League)
– Im Darts 3. Spieltag der Premier League in Glasgow
– im Snooker die Welsh Open in Cardiff
– Tennisturniere in Rotterdam, Delray Beach und Buenos Aires (Männer) und Doha (Frauen). In Doha ist praktisch die gesamte Weltelite am Start. Keine Deutsche nirgends im Einzel, und Laura Siegemund hat fürs Doppel offenbar zurückgezogen.

Und keine NFL mehr bis September. Seufz

 

 

Die Chiefs – Herrscher des American Football

Was vom Super Bowl übrigbleibt

Die Schlacht ist geschlagen, die Kansas City Chiefs haben das Kunststück geschafft und den Titel durch den 25:22-Erfolg in Las Vegas über die San Francisco 49ers verteidigt. Das schafften zuletzt die New England Patriots mit Quarterback-Legende Tom Brady. Ich will mich und euch jetzt am späten Montagabend nicht lange mit Spielberichten aufhalten. Ein paar Dinge sind (wahrscheinlich nicht nur) mir jedoch aufgefallen. Okay, es ist doch etwas länger geworden …

Das Rekordspiel

Lange hats gedauert, sehr lange, ja so lange wie noch nie ein Super Bowl zwischen Kick-off und dem entscheidenden Touchdown respektive Ende der Spielzeit. Mehr als 4 Stunden, in Deutschland war es kurz vor 5 Uhr morgens, als Patrick Mahomes drei Sekunden vor Schluss der Overtime den entscheidenden Wurf auf Mecole Hardman ansetzte. Der fing sogar den Ball, das war nicht schwer, aber angesichts der unzähligen Drops, also Nicht-Fänge fangbarer Bälle, die die Ballempfänger der Chiefs sich diese gesamte Saison leisteten, dennoch bemerkenswert. Dass Hardman und nicht Travis Kelce, der Boyfriend der sagenhaften Taylor Swift, den entscheidenden Ball fing, belegt die Tatsache, dass es kein Scripted Game war, wie Veschwörer schon länger vermuten.

Der Wichtigste (?!)

Neben dem Super-Bowl-Sieger steht auch die Wahl zum MvP, also den wertvollsten Spieler der Partie im Fokus. Diese gewinnt grundsätzlcih jemand aus dem Siegerteam, und dieser Jemand ist meistens der Quarterback. Folgerichtig wurde Chiefs-Quarterback Patrick Mahomes MvP, zum dritten Mal beim dritten Sieg der Chiefs mit ihm. Klar, der Quarterback ist bestimmt die wichtigste Person bei einem Football-Team auf dem Feld. Und nimmt man allein seine Leistung in der Overtime zur Grundlage, als er mit neun Pässen bei neun Versuchen plus zwei tollen Läufen jeweils zu first Downs bis ins gelobte Land führte, brauchen wir über die Wahl nicht zu reden.

Und dennoch bin ich mit der Wahl nicht glücklich, und ich versuche das zu begründen.

– Mehr als zwei Viertel war es für ihn eine bestenfalls durchschnittliche Partie von Mahomes. Er warf dabei eine haarsträubende Interception, und auch sonst hatte er gegen die fulminante 49ers große Schwierigkeiten, Lücken zu finden.
– Gerade bei diesem Spiel, in dem die Abwehrreihen sehr lange dominierten auf beiden Seiten, hätte es endlich ein Defensivmann vedient, zum MvP gewählt zu werden. Allein das Halbzeitergebnis von 10:3 spricht Bände. Es gab allein im 1. Durchgang 5 Punts, ein lost Fumble, aber nur einen Touchdown und 2 Fieldgoals. Defense wins Championships, you know. Es hätte auch insgesamt zu dieser NFL-Saison gepasst, die weniger von grandiosen Quarterbacks geprägt wurde als von großartigen Verteidigungen. Und es war gerade die Chiefs-Verteidigung, die das Team im Spiel hielt. Aber es hat sich halt keiner wirklich aufgedrängt und keiner hat bei aller Klasse sich schon einen großen Namen gemacht wie einst ein Reggie White oder Warren Sapp.
Oder gar jemand von den Special Teams? Immerhin war es Punt-Einheit, die tief in der 49ers-Hälfte den Ball nach einem Fehler der 49ers eroberte und die Tür sperrangelweit für den ersten Touchdownpass von Mahomes aufriss. Dazu gelang ein grandioser Punt der Chiefs an die 1-Yard-Linie – der Heilige Gral eines jeden Punters und sein Team. Und nicht zuletzt blockte Chenall von den Chiefs einen Extrapunkt-Versuch der 49ers. Der Punkt, der fehlen sollte, who knows. Oder gar Chiefs-Kicker Harrison Butker! Die Nerven behalten, als er in ganz am Ende der regulären Spielzeit treffen MUSSTE, um die Chiefs im Spiel zu halten. Ansonsten fehlerlos und souverän und ein Field Goal aus 57 Yards, dem zweitlängsten der SB-Geschichte.

Die tragischen Helden

  • die gesamte 49ers-Defense, die 3 Viertel die Chiefs-Offense in Schach hielt. Kansas City gelang wenig bis gar nicht. Sie jagte Mahomes wie einen Hasen übers Feld und schaffte mehrere Sacks und Tackles für Raumverlust. Am Ende ging ihr allerdings die Puste aus, und Mahomes zerlegte sie zweimal nach allen Regeln der Kunst.
  • Besonders tragisch hierbei: Linebacker Dre Greenslaw. Bei einer Einwechslung stolperte er und blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Mit dem Krankenwagen wurde er abtransportiert: erste Diagnose, Achillessehnenriss. Im 3. Viertel kam er wieder mit einem Spezialverband und sah sich das Drama von der Seitenlinie an. Gute Besserung.
  • Jauan Jackson gelang etwas Besonderes. Der Wide Receiver der 49ers fing einen Touchdownpass (das ist seine Stellenbeschreibung) und er WARF nach einem Trickspielzug einen Touchdownpass. Dieses gleichzeitige Kunststück schaffte er erst als zweiter Spieler in einem Super Bowl nach Nick Foles von den Philadelphia Eagles 2018. Das wäre bei einem 49ers-Sieg vielleicht der MvP geworden und nicht der durchaus überzeugende SF-Quarterback Brock Purdy.

Travis Kelce

– der Sportliche

Auch ohne Taylor Swift wäre Kelce Gesprächsthema gewesen. Wobei man durchaus trennen darf zwischen dem praktisch nicht vorhandenen Kelce in der 1. Halbzeit (1 Catch für 1 Yard – für ihn indiskutabel). Das frustrierte ihn dermaßen, dass der 2-Meter-Mann nach einem Spielzug, der ihn nicht berücksichtigte, obwohl er ziemlich frei stand, seinen Trainer Andy Reed im Wortsinn an die Wäsche ging. Das brauchte er offenbar zum Wutablassen. Nur kurze Zeit später umarmte er Reed (der nach dem Spiel die Aktion mit einem Lächeln abtat, wobei Reed und Lächeln …). In der 2. Halbzeit wurde er zu dem großartigen Tightend, dem wohl besten seiner Zunft-  aller Zeiten (?). Jetzt war er wieder der kongeniale Partner von Mahomes, wie auch bei den vorigen 2 Super-Bowl-Triumphen. Am Ende standen für ihn 9 Catches für 93 Yards zu Buche, zwar keinTouchdown, aber wichtige zu first downs.

– wegen Taylor und so

Im Vorfeld des Spiel gab es für den Boulevard ja nur ein Thema, naja. Schafft es Kelce-Freundin Taylor Swift rechtzeitig von ihrem Konzert in Tokio nach Vegas? Laut Flugplan war das ohne Problem möglich. Und so verfolgten Tausende, wahrscheinlich hunderttausende per Flightradar Taylors Flug nach LA. Dort landete sie pünktlich, auf jeden Fall rechtzeitig. Und weil sie eben der Weltstar ist, der sie ist und zurzeit vielleicht Americas Most Important Person, fand sich auch für ihren Privatflieger auf dem eigentlich überfüllten Vegas-Flughafen noch ein Plätzchen. Taylor Swift war also da, jubelte in der Chiefs-Box neben Kelces Mama und Mahomes Frau und all den anderen. Die Kameras hielten darauf und uns Zuschauer über praktisch jede (Er)Regung auf dem Laufenden, ob ich wollte oder nicht (eher nicht). Und nach Spielschluss war sie natürlich auf dem Spielfeld; es gab Bussis und mehr, und danach eine große Partie und mehr und danach …

Die NFL kann sich über den Glücksfall Kelce/Swift gar nicht genug bedanken. Angeblich schauen so viel Frauen wie noch nie die in Amerika doch eigentlich auf höchstem Niveau ausgereizte Sportart. Angeblich haben die Chiefs (Mehr!)-Einnahmen in dieser Saison von 300 Millionen Euro. Das Kelce-Trikot ist das Meistverkaufte. Kein Wunder, dass Zyniker von einem von vorn bis hinten abgekarteten Spiel sprechen. So ein Zufall, sagen sie, dass die in der Saison so schwachen Chiefs den Super Bowl gegen viele Wahrscheinlichkeiten erreichen und dann noch gewinnen. Ich hoffe inständig, dass es ein echtes Liebesmärchen ist. Seufz. Und siehe da, ein erstes Wölkchen. Zur Konfettiparade diese Woche in Kansas City wird Taylor Swift nicht dabei sein können, sie hat Verpflichtungen in Australien und Neuseeland, also nicht gerade um die Ecke. Ihr ökologischer Abdruck, ach lassen wir das.

Und was wäre wenn

der Extra Punkt von Jake Moody nicht geblockt worden wäre, das wären 4 Punkte Vorsprung für die 49ers gewesen. Dann hätten die Chiefs am Ende der regulären Spielzeit einen Touchdown gebraucht, um zu gewinnen. Ein Field Goal hätte nicht zur Verlängerung gereicht. Müßig darüber zu spekulieren, weil dann die Spielanlage beider Teams eine ganz andere gewesen wäre. Und doch wird der Fehlschuss Moody länger verfolgen. Passt zur ziemlich unglücklichen Saison für die Kicker-Gilde fast der gesamten NFL.

Last and Least die Halbzeitshow

Es ist ein Relikt des Superbowls, die Halbzeitshow, in der ein nicht zwingend US-amerikanischer Musikstar auf einer eilends zusammengezimmerten Bühne auftritt und seine bekanntesten und vielleicht auch nicht so bekannten Werke zum Besten gibt. Für viele unverzichtbar und sogar wichtiger als das Spiel selbst. Für mich verzichtbar, und wenn ich mit dem Künstler wie Usher, der diesmal die Ehre hatte, wenig anfangen kann, ist das nicht gerade hilfreich. Überhaupt nichts R&B,  Marvin Gaye und Diana Ross liebe ich, und da kommt der liebe Usher halt um Längen nicht hin. Traditionell miserabel beim Pausenact ist die Ton-Qualität, was die Sache nicht besser macht. Für mich ein im wahrsten Wortsinn ein Lichtblick war die in fulminantes Rot gewandete Alicia Keys, die auf einem ebenso roten Klavier den für mich schönsten Act ablieferte auch im Duett mit Usher. Ansonsten Show as Show can mit Rollerblade und einem schwitzenden Usher, der sich das Hemd von seinem nassen Leibe riss, die nackte Brust entblößte. Und niemand schrie auf oder schrieb empört, soweit für mich erkennbar, „Nipplegate!“, remember 2002, als Justin Timberlake die Brust von Janet Jackson entblößte. Das war ein Skandal, und seitdem ist Live bei Super Bowl und Ähnlichen nicht mehr Live, sondern 5 Sekunden Verzug, damit man, wer auch immer „man“ ist, einschreiten kann im Fall der Fälle.
Egal wie: An die Shows von Michael Jackson und vor allem Prince (Doppelseufz mit Blick in den Himmel) kam diese Halbzeitshow nicht heran.

Remember 2007. Noch mal seufz.

https://www.youtube.com/watch?v=-WYYlRArn3g