von Münchner Löwe | Mai 13, 2024 | bundesliga, Fußball, MLB, Tennis, Wochenrückschau
Koan Titel
Erstmals seit 2012, als die Bayern in Champions League, DFB-Pokal und Meisterschaft jeweils Zweite wurden, schaut dieses Jahr also keine Trophäe heraus. Die letzte Chance vergaben die Münchner durch das 1:2 bei Real Madrid am Mittwoch. Ausgerechnet mit die beiden besten Akteure auf dem Platz patzten entscheidend. In der 89. Minute ließ der bis dato überragende Manuel Neuer, der zwei sog. „Unhaltbare“ entschärft hatte, einen harmlosen Ball nach vorne prallen, und Joselu verwertete. Sekunden vor Schluss, pfiff der bis dato gute Schiri Machiniak eine verheißungsvolle Aktion der Münchner wegen vermeintlichen Abseits ab, die den Ausgleich hätte bedeuten können. Der Ball landete tatsächlich im Tor, allerdings machte vor allem Real-Torwart Lunin keinerlei Abwehrgestalten nach dem Pfiff. Der absolut vorschnell war, denn in Zeiten des VAR sind die Unparteiischen strikt angehalten, in kniffligen Szenen mit Pfiffen abzuwarten, damit die Situation notfalls am Bildschirm kontorlliert werden kann. Die Geschrei vor allem in München ist riesig. Bei allem verständlichem Ärger: Gerade Überschriften „Schiri-Versager“, „Skandal-Schiri“ „Größter Torraub seit Wembley 66“ schießen doch weit übers Ziel hinaus. Den Vogel schoss die tz ab, die 4 vermeintliche Fehlentscheidungen jeweils zu Ungunsten des FCB fand, um dann scheinheilig zu konstatierenman wisse, ob diese Fehler auch spielentscheidend waren. Erbärmlich, bei aller auch von mir zugestandenen Parteilichkeit.
Besser als die Münchner machten es die Dortmunder, die auch in Paris mit 1:0 gewannen. Mats Hummels köpfte das Goldtor, das den BVB ins Endspiel von Wembley am 1. Juni gegen Real brachte. Und der neben Hummels überragende Abwehrmann Nico Schlotterbeck erhält zur Belohnung ein EM-Ticket, wie die 20 Uhr-Tagesschau, offenbar händeringend nach relevanten Themen suchend, exklusiv vermeldete. Gibt in dieser vollkommen heilen Welt ja keine Krisenherde, gibt es doch?
Und auch in der Europa League ist ein deutsches Team beteiligt. Bayer Leverkusen rettete in letzter Minute gegen die Roma die niederlaglose Saison mit Stanisics Tor und trifft im Endspiel in 2 Wochen auf Atalanta Bergamo.
Nordclubs steigen auf.
Der FC St. Pauli und Holstein Kiel machten am vorletzten Spieltag den Bundesliga-Aufstieg auch rechnerisch perfekt. Pauli kehrt nach 2011 ins Oberhaus zurück, Holstein ist Bundesliga-Neuling und erstes Team aus Schleswig-Holstein. Den Kielern genügte ein 1:1 zu Hause gegen Düsseldorf, das eine für norddeutsche untypisch ausgelassene Feier zur Folge hatte. Eine schier unglaubliche Leistung, weil die Mannschaft vor der Saison einen enormen personellen Aderlass vekraften musste. Pauli dagegen war nach dem im letzten Jahr verpatzten Aufstieg Mitfavorit und schaffte es letztlich souverän trotz unerklärlicher Aussetzer.
Fortuna Düsseldorf haderte mit den Unparteiischen, die ihnen einen klaren Handelfmeter versagten. Darf sich aber mit der Relegation täuschen
Kölner Wunder
Auf wen die Fortuna dort trifft, ist völlig ungewiss. Die Abstiegsfrage ist der letzte richtige Spannungsmoment in der 1. Liga. In die der 1. FC Köln sogarnoch eingreifen kann. Mausetod schien das Team nach dem frühen 0:2 zu Hause gegen Union. Doch ein völlig überflüssiger Foulelfer und zwei nicht mehr für möglich gehaltene Treffer in der Schlussphase erhielten die Chancen am Leben. Ein echtes Wunder. Ein zweites werden sie allerdings brauchen, nämlich einerseits einen Sieg beim souverän geretteten Aufsteiger 1. FC Heidenheim und gleichzeitig eine Niederlage des 1. FC Union zu Hause gegen den SC Freiburg. Die Breisgauer ihrerseits brauchen einen Sieg fürs internationale Geschäft und wollen ihre scheidende Trainerlegende Christian Streich nicht mit einer Niederlage in den vorläufigen (?) Ruhestand schicken.
Richtig aufregend wird der Kampf um den Relegationsplatz 16, besser gesagt, ihn zu vermeiden. Durch das klare 3:0 gegen unterirdische Dortmunder hat der FSV Mainz plötzlich gute Karten auf den sicheren Klassenerhalt. Ein Punkt n Wolfsburg reicht. Den braucht auch der VfL Bochum, um sicherzugehen. Union kann sich nur noch direkt retten, wenn sie gewinnen und Mainz und Bochum verlieren. Durchaus möglich, dass das Torvehältnis entscheidet, doch die Höhe der Ergebnisse bächsten Samstag sind irrelevant.
Verdammtes Handgelenk
Dies behindert Dominic Thiem seit 3 Jahren so stark, dass er jetzt entschied: am Ende der Saison ist Schluss, und zwar beim Heimturnier im Oktober in Wien. Drei jahre ist es her, als er bei einem Rasenturnier auf Mallorca so große Schmerzen in der rechten Hand hatte, dass er sich operieren lassen musste. Knapp ein Jahr später kehrte er zurück, aber er fand nie wieder in seine grandiose Form zurück, die ihn zum zweitbeten Sandplatzspieler der Welt hinter Rafael Nadal werden ließ. Der Spanier war es auch, der einen Triumph des Österreichers bei seinem Lieblingsturnier in Roland Garros verhinderte, zweimal im Endspiel. Dafür schaffte er den Erfolg bei den US Open 2020, allerdings wegen Corona vor leeren Rängen. Im Endspiel rang er Alexander Zverev nieder, der immer noch auf einen Grand-Slam-Erfolg wartet.
17 Turniere hat er gewonnen, und gerade gegen die Großen Drei Federer, Nadal und Djokovic hat er eine tolle Bilanz, konnte jeden der Drei mindestens fünfmal bezwingen. Schade um einen großartigen Sportler, vielleicht nicht immer optimal betreut, weil er wohl zu sehr an seiner Familie hing, die ihn für meine Begriffe zu sehr einschränkte.
Der Djoker sucht die Form
Ein frühes Aus ereilte Novak Djokovic am Sonntag in Rom. Dort unterlag er völlig überraschend dem Chilenen Alejandro Tabilo mit 2:6 und 3:6. Nochnie hatte der Djoker in Rom gegen einen schlechter platzierten Spieler (32) verloren. Für Rafa Nadal geht die Abschiedstournee relativ erfolglos weiter. Gegen Hubert Hurkacz sah er in der 2. Runde beim 1:6 und 3:6 kein Land.
Kepler trifft und trifft
Der einzige Deutsche in der Major League Baseball schaffte die zweite komplette Woche mit mindestens einem Hit pro Spiel. Insgesamt jetzt 14 Partien hintereinander, persönlicher Bestwert. Sein Durchschnitt beträgt in dieser zurzeit 0.325, das ist schon echte Klasse und um Längen besser als das, was er bisher produzierte (ca 0.250). Seine Minnesota Twins haben sich nach durchwachsenem Start bis auf einen halben Siege an Divisionsanführer Cleveland Guardians herangekämpft.
Und sonst
– Ein Turniersieg für Golfprofi Rory McIroy in Charlotte. Er siegte mit 5 Schlägen Vorsprung auf Xander Schauffele. Gelungene generalprobe fürs PGA Championships, dem 2. Major des Jahres.
– (erst mal?) vepasste Meisterschaft. Sturm Graz vergab den Mattchball in Österreich durch ein 2:2 beim Linzer ASK. Nächsten Sonntag haben die Steirer allerdings zu Hause gegen Austria Klagenfurt die zweite (und viel) bessere Chance, brauchen aber einen Sieg.
– Tadej Pogacar auf dem Weg zum Giro-Sieg. Bester am Berg, Bester im Zeitfahren. Der Slowene ist in seiner eigenen Liga. Nur großes Pech (Sturz, Krankheit) kann den Sieg bei der Italien-Rundfahrt und damit Teil 1 des Doubles /Giro/Tour verhindern.
von Münchner Löwe | Mai 13, 2024 | basketball, Eishockey, NBA, NHL
Blick über den Teich, NBA und NHL
Nach der Pause gestern erst mal die Kurzzusammenfassung : Die Denver Nuggets sind wieder in der Spur, die Knicks taumeln, und das Kanada-Duell in der NHL hat die nächste Wendung.
NBA
Indiana Pacers – New York Knicks 121:89 (2:2)
Von Beginn an klare Verhältnisse. Nach dem 1. Viertel waren alle Messen gesungen. Die Pacers überrannten die Knicks mit 34:14. Sie trafen, wie sie wollten, die Knicks nicht mal einen Autobus. Jalen Brunson (0 von 5), Donte DiVicenzo (1 von 6), 1 von 8 Dreier. Auf der anderen Seite glänzte Tyrese Haliburton mit 8 Punkten, das Team insgesamt mit einer Wurfquote von 61 Prozent. Das zweite Vietel lief für die Knicks etwas besser, „nur“ 27:35. Der Dreier allerdings weiter quasi non-existent (1 von 5) noch schlimmer im 3. Viertel (1 von 13) macht 3 von 26. Donte Di Vicenzo leider fast ein Totalausfall mit 7 Punkten und einem +/- von -40 in 32 Minuten.
Mann des Tages
Tyrese Haliburton. Er kam auf 20 Punkte, 6 Assists, und das, obwohl er wie wie praktisch alle Start-Spieler auf beiden im letzten Viertel komplett auf auf der Bank verbrachte.
Stark trotz der Niederlage
Alec Burks. Nur aufgrund der großen Personalnot der Knicks kommt er überhaupt zum Einsatz und rechtfertigt das notgedrungene Vertrauen mit mehr als soliden Leistungen. 20 Punkte sammelte er in 23 Minute an. Trainer Tom Tibedeau sollte ihn noch viel mehr Verantwortung überlassen, vor allem wenn OJ Amunoby weiter fehlt, was ich für ihn befürchte.
x-Faktor
Die Dreierquote: Die Knicks am Ende 7 von 37 (18,9), die Pacers 14 von 31 (45,2), also doppelt so viele Punkte trotz 6 Versuchen weniger
🇩🇪 Deutsche Brille 👓
Isaiah Hartenstein ging mit unter. Hatte dem Angriffswirbel wenig entgegensusetzen. Ganze 4 Punkte und kein einziger Assist.
Ausblick
Spiel 5 im Garden dürfte Aufschluss geben, ob die Knicks trotz der Personalnot mit dem Heimvorteil im Rücken zu Außergewöhnlichem fähig sind. Ddazu würde ein fitter Amunoby enorm viel helfen, doch der Einsatz ist noch ungewiss. Ansonsten liegen alle Vorteile bei den Pacers.
Minnesota Timberwolves – Denver Nuggets 107:115 (2:2)
Die Wolves hatten einen glänzenden Start, führten mit 20:13, doch noch im ersten Viertel verwandelten die Nuggets diesen Rückstand in einen 5-Punkte-Vorsprung. Diesen bauten sie im 2. Viertel auf bis zu 16 aus, bevor die Timberwolves wieder auf 7 herankamen. Doch dann der kollektive Blackouts der Gastgeber in den letzten 30 Sekunden. Da legten die Nuggets dank zwei Steals (nach absurden Fehlpässen der Wolves) und einem Buzzerbeater von Jamal Murray von der MIllellinie aus noch einen 7:0-Run hin. Echte Wirkungstreffer zum psychologisch schlechtesten Zeitpunkt, wie sie zumindest im Fußball ein Tor kurz vor der Pause nennen. Schaut euch die letzten 30 Sekunden der ersten Halbzeit an und ihr werden weinen, wenn ihr keine Nuggets-Fans seid.
Von diesem Tiefschlag erholten sich die Wolves nicht mehr. Nur Anthony Edwards stemmte sich wirkungsvoll dagegen – zu wenig. Am Ende betrieben die Gastgeber wenigstens Ergeniskosmetik und konnten das 4. Viertel knapp für sich entscheiden.
Mann des Tages
Nikola Jokic mit 35 Punkten, allerdings davon 16 im 4. Viertel, als mehr oder weniger alles entschieden war.
Stark trotz der Niederlage
Anthony Edwards. Eine weitere grandiose Vorstellung, aber diesmal erhielt er zu wenig Unterstützung
X-Faktor
Aaron Gordon. Er traf 9 von 10 Würfe aus dem Feld für insgesamt 27 Punkte. Und es waren nicht nur Korbleger dabei.
Ausblick
Mit der Erfahrung des Titelverteidigers haben die Nuggets die beiden Heimniederlagen weggesteckt. Offenbar haben die Nuggets einen Schlüssel gegen die bisher so starke Wolves-Defense gefunden. Das ist ja das Spannende an solch langen Serien, dass die Trainer auf Stärken und Schwächen reagieren können. Findet Minnesota ein neues Kryptonid für Jokic und Co?
Ansetzungen heute
01:00: Cleveland Cavaliers – Boston Celtics (1:2)
Wie in der Serie gegen die Miami Heat haben die Celtics nach ihrer Heimniederlage in Spiel 2 die Verhältnisse schnell wieder geradegerückt und den Cavaliers beim 106:93 die erste Heimniederlage in den diesjährigen Play-offs zugefügt. Für Cleveland ist ein Sieg heute Nacht Pflicht.
03.30: Dallas Mavericks – Oklahoma Thunder (2:1)
Die Mavs haben dagegen am Samstag ihren Auswärtssieg in einer äußerst spannenden Partie bestätigt. Für die Thunder könnte tatsächlich das eher schwache Rebounding (6:15 in der Offensive) zum Verhängnis werden.
NHL
Boston Bruins – Florida Panthers 2:3 (1:3)
Diesmal reichte den Bruins noch nicht mal eine 2:0-Führung, die sie im ersten Drittel herausschossen. Nachdem Anton Lundell im 2. Drittel den Anschluss herstellte und Sam Bennett ausglich, war es Kapitän Alexander Barkov höchstpersönlich, der mit einem unwiderstehlichen Solo von der Blauen Linie an zwei Verteidigern vorbei und mit platziertem Schuss die Entscheidung herbeiführte.
Meine 🇫🇮 Finnen
Alexander Barkov mit dem Siegestor und Anton Lundell mit Tor und Assist
Edmonton Oilers – Vancouver Canucks 3:4 (1:2)
Große Enttäuschung in Gretzky Town. Schon im ersten Drittel stellten die Canucks die Weichen auf Auswärtssieg, weil Brook Boeser mit zwei Toren und einem Assist (der offenbar erst nachträglich als Assist und nicht als Tor gewertet wurdeeinen 0:1-Rückstand drehten. Nach 1:1 im 2. Drittel veranstalteten die Oilers im Schlussabschnitt ein wahres Powerplay, doch der Anschlusstreffer nach 58:44 Minuten kam zu spät. 22 Schüsse feuerten die Oilers ab, doch der überragende Arturs Silovs parierte 21 davon. Ein würdiger Fortsetzer lettischer Torwart-Tradition (Arturs Irbe, seufz). Auf der anderen Seite hatte Stuart Skinner erneut nicht seinen besten Tag (ich befürchte, es ist eher seine Normalform), ließ bei 15 Schüssen 4 passieren und wurde danach von Calvin Pickard ersetzt. Die Oilers und ihr Torwartproblem, so muss ich das nennen, eine unendliche Geschichte. Kostet sie den Titel?
Draisaitl-Watch
Mit einem 1 Tor (zum 2:3) und einem Assist trug er sich in die Scorerwertung ein, allerdings auch ein Strafbankaufenthalt, der zu einem Gegentor führte.
von Münchner Löwe | Mai 11, 2024 | basketball, Eishockey, NBA, NHL
Blick über den Teich, NBA und NHL
So einfach macht es Titelverteidiger Denver Nuggets den Minnesota Timberwolves dann doch nicht. In deren Halle schafften sie einen mehr als souveränen Auswärtssieg. Und die Combo Leon Draisaitl/Conor McDavid geigt in Vancouver groß auf.
NBA
Indiana Pacers – New York Knicks 111:106 (1:2)
Die Knicks mit einem weiteren Handicap, denn sie mussten ohne OJ Amunoby auskommen, der wahrscheinlich auch morgen in Spiel 4 fehlt.. Und dafür schlugen sie sich hervorragend, führten gar Ende des 3. Viertels. Auch dank eines überragenden Donte DiVicenzo, der am Ende 35 Punkte auflegte. Matchwinner war dann für die Pacers ein Mann, der bis dato offensiv überhaupt nicht in Erscheinung getreten war. Beim Stand von 106:106 nagelte Andrew Nembhard von weit draußen in der Schlussminute einen Dreier in die Reuse. Einen unwahrscheinlicheren Matchwinner kann ich mir kaum vorstellen.
Mann des Tages
Tyrese Haliburton. Wenn ihn zuletzt etwas gehemmt hat, dann hat er das abgestreift. Sehr spielfreudig und sehr treffsicher, allerdings für seine Verhältnisse wenig Assists (7).
Stark trotz der Niederlage
Donte DiVicenzo. Er spielt bisher ohnehin eine bärenstarke Serie gegen die Knicks. 7 von 11 Dreier fanden das Ziel, eine weit bessere Quote als die der Zweier (5 von 15) Einfach ist zu einfach für ihn.
X-Faktor
Myles Turner von den Pacers ist mittleweile für Freund und Feind eine Wundertüte. Wird er liefern oder nicht. Diesmal lieferte er wichtige Punkte, am Ende 21, und 10 Rebonds.
🇩🇪 Deutsche Brille 👓
Wieder ackerte Isaiah Hartenstein wie ein Pferd, vorne und hinten. Wieder arg viel Spielzeit (38 Minuten), zu viel? 6 Punkte, 8 REbounds und 8 Assists – und eine strke verteidigungsleistung sind ein guter Arbeitsnachweis des deutshen 2,16-Meter-Mannes.
Ausblick
Die Frage wird auch sein, wie die Knicks ihre Ausfälle kräftemäßig wegstecken. Die notgedrungene 7er-Rotation verlangt von allen sehr viel Energie, die irgendwann fehlt. So nahm Josh Hart im dritten Drittel zum ersten Mal überhaupt auf der Bank Platz. Und zumindest zu Hause sind die Pacers eine Macht. Doch sie brauchen eben auch mindestens einen Sieg im Madison Square Garden.
Minnesota Timberwolves – Denver Nuggets 90:117 (2:1)
Wer geglaubt hat, die Nuggets würden sich nach zwei Heimniederlagen in ihr Schicksal fügen, sah sich getäuscht. Nach einem noch relativ ausgeglichenen ersten viertel zeigten dder Titelverteidiger seine ganze Klasse. Denver ließ den Timberwolves nicht den Hauch einer Chance baute den Vorsprung kontinuierlich aus. 41:56 hieß es zur Pause, und im 3. Viertel legten die Nuggets 37:25 Punkte nach. Das erwartungsfrohe Publikum war sichtlich unzufrieden, es gab im Target Center sogar vereinzelte Pfiffe gegen das eigene Team.
Mann des Tages
Jamal Murray konnte ja froh sein, dass er nach seinem Ausraster in Spiel 2, als er während der laufenden Partie Gegenstände aufs Parkett geworfen hatte, überhaupt dabei sein durfte. Offenbar sah auch die NBA, dass sein Frust über die Refs, die einfach keine Fouls gegen ihn pfeifen wollten, schon ihren Grund hatte und ließ ihn mit 100 000 Dollar Strafe davonkommen, eine absurd niedrige Summe angesichts seines Einkommens. Murray wurde folgerichtig bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen, doch das inspirierte ihn. 24 Punkte sammelte er, 18 davon in der 1. Halbzeit.
Stark trotz der Niederlage
Karl-Anthony Towns traf am Anfang 3 Dreier, dann ging er mit unter.
X-Faktor
Die Dreier-Quote: Bei den Nuggets fast 50 Prozent, bei den Wolves 30,3
Ausblick
Wie verkraften die Timberwolves dieses Debakel. Sie wissen jetzt, dass die Nuggets in der Serie voll angekommen sind. Andererseits haben sie weiterhin die Möglichkeiten, Denver wehzutun. Spiel 4 bringt mE die Vorentscheidung. Schlau und mutig von mir, nicht wahr 😀
Ansetzungen heute
21.30: Dallas Mavericks – Oklahoma City Thunder (1:1) DAZN
02.30: Cleveland Cavaliers – Boston Celtics (1:1)
NHL
Boston Bruins – Florida Panthers 2:6 (1:2)
Diesmal brachte das 1:0 kein Unglück, sondern war Auftakt eines so kaum erwarteten Heimdebakels der Bruins. 4:0 stand es bereits nach dem 2. Drittel, auchn weil Florida drei blendend herausgespielte Powerplay-Tore erzielten Zwei Treffer der Bruins brachten nur kurz Hoffnung zurück, weil gleich zweimal die Panthers in den verlassenen Kasten trafen.
Meine 🇫🇮 Finnen
Panthers-Kapitän Alexander Barkov steuerte 2 Assists bei, Eetu Luokarinen den zum 6:2-Endstand.
Ausblick
Torreich geht es zu. Die Panthers haben jetzt zweimal ein halbes Dutzend mal eingenetzt. Diese Torflut müssen die Bruins schleunigst eindämmen, sonst wird es verdammt schwer für sie.
Vancouver Canucks – Edmonton Oilers 3:4 OT (1:1)
Diese kanadische Serie bietet alles, was das Eishockey-Herz begehrt. Vor allem Höchstspannung. Dreimal gingen die Canucks in Führung, dreimal glichen die Oilers aus. Und in der Verlängerung fälschte Verteidiger Evan Bouchard vorm Canucks-Tor einen Schuss von Leon Draisaitl entscheidend ab. Apropos Draisaitl. Diesmal bildete er wieder mit Superstar Conor McDavid eine Sturmreihe, und das war ein entscheidender Kniff von Cheftrainer Kris Knoblauch, denn das Duo war an allen 4 Treffern mit je einem Tor und 3 Assists beteiligt, und nur einmal waren sie dabei in Überzahl.
Ausblick
Die Serie wandert nach Edmonton. Und dort können die Canucks ebenso ein Spiel klauen wie die Oilers in Vancouver. Tippen oder würfeln, das kommt fast aufs Gleiche raus.
Ansetzungen heute
01:00: Carolina Panthers – New York Rangers (0:3)
04:00: Colorado Avalanche – Dallas Stars (1:1)
von Münchner Löwe | Mai 10, 2024 | basketball, Eishockey, NBA, NHL
Blick über den Teich, NBA und NHL
Zweimal mussten sich die NBA-Conference-Sieger im Osten und Westen geschlagen geben. Die New York Rangers gewannen zum zweiten Mal iin Folge in der Overtime.
NBA
Boston Celtics – Cleveland Cavaliers 94:118 (1:1)
Es wurde der erwartete klare Sieg, allerdings für das unerwartete Team. Denn die Cavaliers zzeigten eine blitzsaubere Leistung und zerlegten die Celtics in deren Halle in der zweiten Halbzeit förmlich. Denn zur Pause hatte es noch 54:54 geheißen. Damit gelang den cavs der Auswärtssieg, der ihnen in der 1. Runde in Orlando noch versagt blieb. Mitentscheidend war die miserable Dreierquote der Celtics (8 von 35).
Mann des Tages
Donovan Mitchell – mal wieder. Doch der brauchte gar keine Ausnahmeleistung, damit die Cavs den Überraschungssieg beim haushohen Favoriten einfahren konnten. In der 1. Halbzeit nahm er nur 6 Würfe, die lediglich zu 6 Punkten führten. Doch insgesamt punkteten gleich 6 Cleveland-Profis zweistellig, und doch machte der im zweiten Durchgang wieder wie aufgedrehte Mitchell (23 Zähler) den Unterschied.
Stark trotz der Niederlage
Jayson Tatum: Er wehrte sich am am meisten gegen die Pleite mit 25 Punkten und 7 Rebounds. Doch Hilfe fand er keine. So versiebte Jaylen Brown alle 6 Dreierquote und dmr bisher so starken Derrick White (1 von 8) erging es nicht viel besser.
X-Faktoren
Evan Mobley und Chris LeVert, die beide 21 Punkte sammelten (Mobley in der 1. Halbzeit 15. Und Darius Garland verwandelte in Durchgang 2 3 von 3 Dreier.
Ausblick
Wie in Runde 1 gegen Miami Heat haben die Celtics das 2. Heimspiel verloren. Doch anders als die Heat mit ihrer unfassbaren Dreierquote brauchten die Cavaliers gar keine außergewöhnlich gute Trefferquote. Allerdings werden die Celtics wohl nicht noch einmal so furchtbar von draußen treffen, ansonsten ihre große Stärke. Aber einen Kristaps Porzingis könnten sie jetzt schon gut brauchen.
Oklahoma City Thunder – Dallas Mavericks 110:119 (1:1)
Auch die Mavericks konnten also ein Spiel in OC klauen. Eine ziemlich seltsame Partie, ein Auf und Ab. Die Mavs führten bis ins 3. Viertel die gesamte Partie mit bis zu 14 Punkten. Den machten die Thunder binnen küzester Zeit wieder wett, und als alle auf den Zusammenbruch der Texaner warteten, zogen sie wieder unwiderstehlich davon und ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Erstaunlich:
Mann des Tages
PJ Washington versenkte insgesamt 7 Dreier, davon 5 in der 1. Halbzeit. Dass er am Ende sich sein 6. Foul leistete und fortan zusehen musste, war unerheblich. Das ist genau der Input, den die Stars Luka Doncic (selbst glänzend mit 29 Punkten und 10 Rebounds und Kyrie Irving (nur 9 Punkte) brauchen.
Stark trotz der Niederlage
Shai Gilgeous-Alexander mit 33 Punkten. (Nicht so) kleiner Schönheitsfehler: Ihm gelang nur ein erfolgreicher Dreier. Überhaupt war die Dreierquote (10 von 30) überaus bescheiden bei den Thunder.
X-Faktor
Tim Hardaway. Bisher praktisch unsichtbar in den Play-offs, waren es vor allem seine Punkte, die Dallas im 3. und 4. Viertel auf die Siegesstraße brachten.13 seiner 17 Punkte sammelte er da mit einer Wurfquaote von 57 Prozent.
Ausblick
Viel wird darauf ankommen, wie fit Luka Doncic ist. Gut, er hat immer einen etwas leidenden Gesichtsausdruck, aber er bekam schon viel ab. Jetzt warten jedenfalls zwei heiße Spiele in Dallas, und die Thunder sollten tunlichst mindestens eine davon gewinnen.
NHL
Carolina Hurricanes – New York Rangers 2:3 OT (0:3)
Wieder extrem knapp, wieder das bessere Ende für die Rangers, die jetzt alle Trümpfe in der Hand halten. Artemi Panarin erzielte nach 1:43 Minuten in der Verlängerung das entscheidende Tor. Erstaunlich, wie viele Overtime-Partien sich dann so schnell entscheiden (bereits das 6. innerhalb der ersten 2 Minuten, wenn ich mich nicht verzählt habe). Und ein anderer Russe brachte im Rangers-Tor Carolina zur Verzweiflung, Igor Schesterkin wehrte insgesamt 45 Schüsse ab. Überhaupt erstaunlich viele Russen in den NHL-Kästen.
Meine 🇫🇮 Finnen
Sebastian Aho steuerte den Assist zum 2:2 bei.
Ausblick
3:0 – das ist schon ein beruhigender Vorsprung. Allerdings waren alle Spiele Spitz auf Knopf. Die Hurricanes müssen von Spiel zu Spiel denken.
Dallas Stars – Colorado Avalanche 5:3 (1:1)
Nachdem den Stars im ersten Spiel eine 3:0-Führung nicht zum Sieg reichte, dachten sie sich offenbar, sie müssten ein 4:0 vorlegen, das sie kurz vor Ende des 2. Drittels erzielten. Und dieser Treffer war auch eminent wichtig, denn im dritten Drittel erzielte Colorado 3 Treffer und war drauf und dran, noch den Ausgleich zu schaffen, ehe Esa Lindell ins leere Avalanche-Tor traf.
Meine 🇫🇮 Finnen
Ein Fest für die Suomi-Spieler auf beiden Seiten. Dallas-Kapitän Roope Hintz legte 4 Punkte auf (1 Tor, 3 Assists), Verteidiger Miro Heiskanen traf zweimal mit Schlagschüssen und Lindell eben ins leere Tor. Für die Avalanche eröffnete Joel Kiviranta mit seinem Tor die Aufholjagd, Artturi Lehkonen wurde ein Assist gutgeschrieben.
Ausblick
Alles offen, würde ich sagen. Das beste Westteam Dallas kann auch in der Höhe von Denver bestehen und sich den Heimvorteil zurückholen
von Münchner Löwe | Mai 9, 2024 | Fußball
Das war es mit Wembley reloaded. Nachdem der BVB auch das Rückspiel gegen Paris St Germain mit 1:0 gewann und ins Londoner Champions-League-Finale einzog, verpasste Bayern München das Weiterkommen bei Real Madrid nur knapp. Nur ein paar Minuten fehlten zum Coup und der Wiederholung des rein deutschen Finales, doch zwei späte Tore für Real, die ihre 267. remontada (Aufholjagd) in ihrem lauten und gerade modernisierten Fußballtempel feierten.
Es war das erwartete Spiel auf Augenhöhe, allerdings doch mit durchgehenden Vorteilen bei Real, die deutlich mehr Aktivität in Richtung Bayern-Kasten offenbarten als umgekehrt. Doch dieses mal agierte die Münchner Abwehr nahezu fehlerfrei, und was aufs Tor kam, das wurde zur Beute des famosen Manuel Neuer, von dem noch die Rede sein soll …
In der 2. Halbzeit erhöhten die Madrilenen den Druck, doch zwei fabulöse Neuer-Paraden, verhinderten die Führung. Die Münchner verlegten sich aufs Konter, und einer von ihnen führte zum Erfolg. Harry Kane schlug einen Toni-Kroos-Gedächtnis-Pass über 40 Meter direkt in den Lauf von Anthony Davies. Der. Kanadier, früh für Serge Gnabry ins Spiel gekommen, nahm Fahrt auf, wackelte den deutschen Nationalverteidiger Toni Rüidger aus und bezwang Sergej Lunin mit einem satten Schuss.
Doch Real Madrid ist in Dutzenden Schlachten Rückschläge gewohnt. Doch nachdem der vermeintlich schnelle Ausgleich wegen eines klaren Foulspiels an Kimmich zurückgenommen wurde, schienen die Felle davonzuschwimmen. Denn wer sollte denn Manuel Neuer bezwingen? Die Antwort folgte in der 89. Minute: praktisch er selbst: Nachdem er völlig unnötig mit einem weiten Abwurf nur einen Real-Spieler fand, kam Reals Vini jr zum Schuss. Völlig harmlos aus weiter Entfernung, doch Neuer schätzte den Ball falsch ein, dieser sprang von seiner Brust vor die Füße des schnell reagierenden Joselu, der keine Mühe mehr hatte. Das grausame Torwart-Los, es hatte wieder zugeschlagen. Die grandiose Leistung war kaum mehr etwas wert. Ich mag ja Neuer nicht besonders, das Hofieren zu ihm geht mir seit Langem auf die Nerven, insgesamt finde ich, dass er dietolle Klasse von einst schon länger nicht mehr hat. Aber jetzt spielte er seine beste Partie seit Jahren und dann dieser lächerliche Fauxpas, der ihm in dieser Form bei 10 000 Bällen nicht wieder widerfahren wird. Ein kleiner Maulwurfshügel sei Schuld gewesen, analysierte er mit einem Anflug von Galgenhumor. Tja: Seine Monsterleistung geriet ins Hintertreffen. Schnell kamen (nicht nur) bei mir Erinnerungen an Oliver Kahn bei der WM 2002 hoch. Allein dem damaligen Nationaltorwart war es zu verdanken, dass eine äußerst limitiete deutsche Mannschaft ins WM-Finale einzog. Dort zeigte sie die beste Turnierleistung, bis ein ähnlich läppischer Kahn-Abpraller die brasilianische Führung ermöglichte. Die alte Fußball-Weisheit hat immer noch Gültigkeit: Ein Stürmer kann Chance um Chance jämmerlich verhühnern, wenn er zum Siegtor angeschossen wird, ist er der Held, ein Torwart kann Wunderdinge zaubern, macht er einen entscheidenden Fehler, ist er der Depp. Man schaue sich die Notengebung der Zeitungen an, egal ob Boulevard oder Fachblatt.
Bernabeu explodierte, und in diesem Tohuwabohu setzte Joselu noch den zweiten Streich und verwertete eine scharfe Hereingabe von Rüdiger. Ausgerechnet Joselu, der bei Real begann, dann eine jahrelange Odyssee bei verschiedenen europäischen Clubs (u. a. Hoffenheim, Bremen, Frankfurt) unternahm, ehe er dieses Jahr zu Real zurückkehrte, aber auch nur, weil zuvor Harry Kane nicht nach Madrid, sondern nach München wechselte.
Die Entscheidung? Mochte man glauben, weil Bayern-trainer Thomas Tuchel alle Offensiv-Kräfte (Kane, Sané, Musiala) entkräftet und angeschlagen vom Feld nehmen musste (so seine Version. Doch dann die Szene, die jetzt schon allen Stoff zur Legendenbildung innehat. Ein weiter Schlag der Münchner, Mazraoui gewinnt ein Kopfball-Duell, der Ball gelangt über Umwege zu Eric Dier, der den Ball per Direktschuss ins Tor beförderte. Soweit klingt das schon ganz gut. Der große Haken war nur, dass der Schiedsrichter-Assistent Mazraoui im Abseits sah, seine Fahne hob und Schiri Szyman Marciniak aus Polen die Szene hörbar lange vor dem Dier-Schuss abpfiff. Vorschnell, wie sich herausstellte, denn zumindest die ersten Fernsehbilder legten eher den Schuss nahe, dass Mazraoui nicht im abseits stand. Und gerade in solch knappen Situationen ist es strikte Anweisung ans Schiedsrichter-Gespann, die Szene erst mal weiter laufenzulassen, um gegebenenfalls die Fernsehbilder per Videoreview zu konsultieren. Dieses war jetzt eben nicht mehr möglich, weil mit dem Schiri-Pfiff das Spiel formell unterbrochen war.
Die Bayern tobten und toben wahrscheinlich immer noch. Michael Ballack am DAZN-Mikrofon überschlug sich förmlich vor Empörung über diesen unmöglichen Fehler. Es war fast lustig zu sehen, wie er sich mehr und mehr in Rage redete, die Sätze lkaum mehr zusammenbekam und mehr und mehr auch ins Sächsische verfiel. Der Chemnitzer dachte mit Grausen an ein Champions-League-Spiel 2009 mit Chelsea, als der Schiri im Rückspiel gegen den FC Barcelona einfach trotz mehrerer reichlich eindeutiger Szenen schlichtweg keinen Elfer geben wollte.
https://www.kicker.de/oevreboes-skandalspiel_ballacks-boesen-sprint-uebersah-er-auch-717684/artikel
Die Spieler tobten (nicht ganz so schlimm) Max Eberl, gerade gut zwei Monate als Sportvorstand verstieg sich gar in die Behauptung, alle hätten das deutsche Finale dringend gewünscht, nur die Polnischen (sid!) Schiedsrichter nicht. und die „Bild“ verstieg sich gar zum „schlimmsten Torraub“ seit Wembley 66, gnädig ein paar ähnliche Fälle (Lampard 2010 gegen Neuer) ignorierend.
Ich kann den Ärger sehr gut verstehen, aber:
- Wie gesagt: Die Szene war abgepfiffen, und einige Real-Spieler nicht mehr bei der Sache. Vor allem ihr Torwart Lunin ließ den Ball von Dier teilnahmslos relativ nah an sich vorbei ins Tor rollen, der weder besonders fest noch platziert geschossen war. Nach Lage der Dinge hätten vollkonzentrierte Madrilenen und insbesondere Lunin den Treffer mit Leichtigkeit verhindert.
- Und sogar wenn dieses Tor gefallen wäre. Wenn wir schon im Spekulatius sind, dann bitte auch über die dann erforderliche Verlängerung, lange 30 Minuten gegen völlig erschöpfte Münchner, die von der Bank nichts mehr hätten nachlegen können. Klar, den Neuer hätte real erst mal bezwingen müssen
Die Münchner täten also sehr gut daran, sich jetzt allein auf diese Szene zu kaprizieren. Natürlich war das Verhalten vom Schiri (auf Eberls Herumreiten aufs „Polnische“ möchte ich lieber nicht eingehen) ein furchtbarer Fehler, zumal er bei Joselus zweitem Tor bei einer ähnlich knappen Abseitsfrage nicht abpfiff, so dass eine Kontrolle möglich war. Aber insgesamt waren die Münchner den Madrilenen doch ziemlich unterlegen, und da gilt es jetzt, den Hebel anzusetzen.
Und Tuchel muss sich bei allem Lob über die Taktik gegen Real schon fragen lassen, warum all seine Offensiv-Kräfte aus dem letzten Loch pfiffen. Klar, Veletzungen bei Sané und Musiala, aber musste ein Harry Kane in letztlich belanglosen Bundesliga-Spielen wirklich praktisch immer von der ersten bis zur letzten Minute spielen?
Die Analyse wird folgen, die der eigenen Fehler auch (nicht der von Neuer, der wird nie mehr passieren). Jetzt muss aber schleunigst ein neuer Trainer gefunden werden, denn erst danach erscheint mir die Verpflichtung neuer Spieler sinnvoll mal abgesehen davon, dass diese schon gerne wüssten, unter wem sie trainieren und spielen müssen und welche Idee des Fußballs der Coach hat. Spannende Zeiten, versprechen große Unterhaltung (für die unbeteiligten Betrachter zumindest). Und Borussia Dortmund hat die zweifelhafte Ehre, Real am Samstag in 3 Wochen herauszufordern in Wembley.
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