Das war die Woche, die war

Vertane Chance(n)

Ach Borussia. So eine gute erste Halbzeit, und dann steht sie doch mit leeren Händen da. Real Madrid in einem Endspiel zu bezwingen, das ist eine besondere Aufgabe, die besonderer Leistung bedarf. Die war grundsätzlich da, vor allem in der ersten Halbzeit, aber außerdem müssen die Chancen halt genutzt werden, und da hat halt der Karim Adeyemi frei vor Thibaut Courtois nicht geknipst. Man musste kein Prophet sein, um zu ahnen, das sich das rächen würde. Real war viel besser im zweiten Durchgang, ließ weniger zu – und traf halt dann nach einem Standard und einem schlimmen Abwehrfehler.
Niemand weiß, wie die Partie mit einer Dortmunder Führung gelaufen werden. „völlig unverdient“, wie der Boulevard in Richtung Real pöbelt, war der Sieg natürlich nicht, dafür haben die Madrilenen sich schon aus ganz anderen Situationnen befreit.
Folge-Effekt: Eintracht Frankfurt spielt Europa League, und nicht Champions League, schade ums Geld, das die Verantwortlichen hoffentlich noch nicht erwartungsfroh ausgegeben haben.

Magdeburg Meister

Die Handballer des SCM haben auch die Aufgaben Rhein-Neckar Löwen und Wetzlar mehr oder weniger souverän siegreich gelöst. 30 Siege, je 2 Unentschieden und Niederlagen lautet die beeindruckende Bilanz. Zuletzt 14 Siege in 15 Partien sind Beleg der Ausnahmestellung in der Bundesliga. Das Double ist dank des Pokalsiegs schon sicher, nächstes Wochenende wird das Triple im Final Four der Champions League angegangen.

Bayern-Basketballer in der Endspielserie

Drei souveräne Siege gegen extrem ersatzgeschwächte, aber sich dennoch tafer wehrende Würzburger stellten kein echtes Problem dar. Jetzt warten sie entspannt auf den Finalgegner. Die Niners Chemnitz führen mit 2:1 Siegen gegen Alba Belin und haben morgen in eigener Halle einen Matchball. Eindrucksvoll war ihr Sieg gestern gegen die Berliner. Nach dem 3. Vietel lagen sie noch mit 8 Punkten zurück, um sich dann mit einem sagenhaften 31:11-Lauf den Sieg zu sichern. Und das, obwohl ihr bester Spieler Yebo früh ausgeschlossen wurde.

US-Finalserien stehen

Nur kurz hier zu NBA und NHL: An anderer Stelle ausführlich genug. In der NBA haben sich in den Conference Finals die Boston Celtics im Osten (4:0 gegen die Indiana Pacers) und die Dallas Mavericks im Westen (4:1 gegen die Minnesota Timberwolves) recht klar (überraschend?) durchgesetzt. Die Finalserie beginnt in der Nacht zu Freitag in Boston.
NHL: Hier setzten sich in den Conference Finals die Florida Panthers (4:2 gegen die New York Rangers) und Edmonton Oilers (4:2 gegen die Dallas Stars durch: zweimal das schlechter klassierte Team. Hier beginnt die Endspielserie in der Nacht zum Sonntag in Sunrise/Florida.

Favoritinnen souverän
Spannungslos verlief das Achtelfinale der Frauen bei den French Open gestern . In acht Partien gab es nur ein Dreisatzspiel. Die Top 4 sind allesamt noch dabei. Bisher mit Abstand die aufregendste Partie bei den Frauen war der Thriller in der 2. Runde zwischen Titelverteidigerin Iga Swiatek und der nach Babypause zurückgekehrten Naomi Osaka, in der die Japanerin einen Matchball vergab und vor allem einen vermeintlich ganz leichten Volley, der ihr bei eigenem Aufschlag zwei weitere Matchbälle gebracht hätte. Im Achtelfinale gewann die fast schon ausgeschiedene Polin 6:0, 6:0 und gab bei 58 gespielten Punkten nur 10 ab, das heißt kein einziges Game führte über Einstand. Eine verkürzte Trainerstunde, die nur 40 Minuten dauerte.

Houdini Djokovic

Ganz anders bei den Männern.Novak Djokovic entpuppt sich als Entfesselungskünstler. Nach dem nächtlichen Thriller am Samstag brauchte er heute wieder 5 Sätze, um sich gegen den Argentinier Francisco Cherundolo durchzusetzen. Wieder lag er 1:1 Sätze zurück, und diesmal sogar im 5. Satz 2:4. Stört ihn nicht. Er bewahrte wieder die Nerven und gewann mit 6;3.
Erwischt hat es dagegen Daniil Medwedew. Er unterlag in vier Sätzen dem Australier Alex de Minaur, der eine Runde zuvor Jan-Lennard Struff ausgeschaltet hatte.
Heute Abend spielt noch Sascha Zverev gegen Holger Rune. Auf ihn würde im Viertelfinale Di Minaur warten. In der anderen Tableau-Hälfteläuft alles auf ein Halbfinale Jannik Sinner vs Carlos Alcaraz hinaus, die bisher sehr souverän auftraten.

Leichtathleten in Fahrt
Ein grandioses Duell schon im Hinblick auf Olympia zeichnet sich über 400 Meter Hürden der Frauen ab. Sydney McLaughlin legte in Atlanta 52, 70 Sekunden vor, Femke Bol antwortete am Sonntag in Stockholm mit 53,07. Beide haben noch Potenzail nach oben.
Der Brite Matthew Hudson-Smith vebesserte in Oslo seinen eigenen Europarekord auf 44,07 Sekunden, der Äthopier Hagos Gebrhiwet lief über 5000 Meter mit 12:36,73 Minuten die zweitbeste je gelaufene Zeit. Insgesamt schafften in diesem Rennen 13 der ersten 16 eine pewrsönliche Bestzeit.
In Stockholm riss Stabhochspringer Armand Duplantis die neue Weltrekordmarke von 6,25 Meter dreimal nur ganz knapp.

Was war mit Nelli los?
Die Ausnahmegolferin Nelli Korda verpasste den Cut bei den US Open: Eine 80er-Runde zum Auftakt ließ sich auch von ihr nicht mehr korrigieren. Den Sieg sicherte sich letztlich die Japanerin Yuka Saso. Schon 2021 hatte sie die Open gewonnen, damals startete sie noch für die Philippinen.
Apropos Golf: Bei den European Open in Hamburg gewann der Engländer Canter 2 Schläge vor Lawrence und Wiesberger. Und in Toronto siegte der Schotte MacIntrye.

Das war die Woche, die war

Wochenende der Endspiele

Was für ein Überangebot an Sport, und das auch noch bei schönem Wetter. Ich versuche einen Überblick mit Mut zur Lücke. Und Trainerspekulatius (Kompany zu Bayern, Flick zu Barca etc) beleuchte ich dann ab mrgen wieder ausführlicher.b

Bayer Doublekusen

Nach der ernüchternden 0:3-Niederlage im Europa-League-Finale gegen ein in allen Belangen überlegendes Atalanta Bergamo, schaffte Leverkusen wenigstens das Double und bleibt damit national die gesamte Saison ungeschlagen. 1:0 hieß es am Samstag im Beliner Olympiastadion, und kaum ein Pokalsieg der vergangenen 30 Jahre verdient das Wort „glanzlos“ mehr als dieses. Ein relativ frühes, sehr sehenswertes Tor von Granit Xhaka, danach vergab Bayer einige Chancen , das Ergebnis zu erhöhen. So etwas wie Spannung kam deshalb auf, weil kurz vor der Pause Okilon Kossunou die Gelb-Rote Karte sah und Bayer eine ganze Halbzeit zu zehnt spielen musste nach dieser anstrengenen Saison. Doch die hoffnungslos überforderten Lauterer kamen niemals wirklich gefährlich das von Lukas Hradecky gehütete Tor, und so durfte der Kapitän den zweiten Pokal innerhalb einer Woche in die Luft stemmen. Es war der zweite Pokalsieg der Leverkusener, auch beim ersten Mal siegten sie 1:0 im Finale, 1993 gegen die Hertha-Bubis. Nebeneffekt. Neuling Heidenheim darf in die Qualifikation für die Conference League, Hoffenheim direkt in die Europa League.

United rettet die Saison
In der Premier League am Ende nur Achter, bescherte Manchester United seinen Fans einen mehr als versöhnlichen Saison-Abschluss. Im Cupfinale zu Wembley gewann United etwas überaschend mit 2:1 gegen den Lokalrivalen und Meister City. Garnacho und nach einem schrecklichen City-Manchester, in das auch der deutsche Torwart Stefan Ortega seine Aktien drin hatte, und Mainoo trafen für United, ehe Doku in der 87. Minute die Partie noch mal spannend machte.

Barca obenauf
Zumindest bei den Frauen. In einem extrem stimmungsvollen Finale der Champions League in Bilbao setzte sich Barcelona gegen Angstgegner Olympique Lyon mit 2:0 durch, der erste Sieg über die französinnen überhaupt. Aitana Bonmati, wer sonst?, und die eingewechselte frühere Weltmußballerin Alexia Putellas erzielten die Tore in einer äuperst unterhaltsamen Partie.

Tschechien schafft Heimtriumph
Bei der Eishockey-Weltmeisterschaft siegte die Auswahl in einem aufregenden, von Abwehr geprägten Finale gegen die Schweiz mit 2:0. Es war der insgesamt 13. Titel für Tschechien/CSSR, während die tapferen Eidgenossen auch ihr drittes WM-Finale verloren. David Pastrnak mit einem sehenswerten Schuss aus der Drehung sorgte für die Entscheidung. Er war erst nach dem Play-off-Aus seiner Boston Bruins zum letzten Vorrundenspiel und die K.-o.-Runde zu den Tschechen gestoßen; es war sein erster Scorerpunkt der WM. Ein Schuss ins leere Tor zum 2>:0 gegen nie aufgebende Schweizer, die durchaus ihre Chancen noch hatten, machte dann alles klar.
Die Deutschen scheiterten etwas unglücklich im Viewrtelfinale an der Schweiz. Ausfälle wie Tim Stützle, Moritz Seider und Leon Draisaitl waren nicht zu kompensieren. Aber insgesamt war es ein äußerst achtbares Turnier mit 5 zum Teil sehr klaren Siegen. Die Zitterei um den Klassenerhalt scheint erst mal der Vergangenheit anzugehören.

Alles Pana, oder was?
Nicht nur die Fußballer hatten ein großes Endspiel in Berlin, sondern auch die Basketballer, die in einem Final-4-Turnier den Euro-League-Sieger ermittelten. Der kommt dieses Jahr aus Griechenland, besser gesagt Athen. Panathinaikos entschied das Finale gegen Real Madrid am Ende klar für sich. Real traf zwar im ersten Viertel zu 36 Punkten (wohlgemerkt: in nur 10 und nicht wie in der NBA 12 Minuten), danach trafen sie platt gesagt keinen Lieferwagen mehr. Bei den Griechen schwang sich im 4. Viertel Kostas Slukas mit 4 getroffenen Dreiern (insgesamt 24 Punkte und Topscorer) zum Matchwinner auf, unter den Augens seines Landsmannes Giannis Antetokuonpo und Scottie Pippen, der Chicago-Bulls-Legende, tags zuvor übrigens auch beim Pokalfinale.

Flensburg jubelt
Über seine Handballer, die sich die European League, den zweitwichtigsten Titel in Europa, durch einen 36:31 im deutschen Duell gegen die Füchse Berlin. Für die SG Flensburg-Handewitt war es der erste Titel seit 5 Jahren und ein Trost für die eher enttäuschende Bundesliga-Saison, wo man die Qualifikation zur Champions League oder gar den Meistertitel klar verpasste.

Und sonst?
– Steht Fortuna Düsseldorf vorm Aufstieg in die Bundesliga. Ins Relegationsrückspiel heute Abend gehen die Düsseldorfer mit einem 3:0-Vorsprung. 3 Assists gab der überragende Christos Tsolis. In der Relegation zur 2. Liga trennten sich Jahn Regensburg und Wehen-Wiesbaden 2<.2.
– Bereits sicher aufgestiegen ist der FC Southampton in die Premier League. Im „Lukrativsten Endspiel Europas“ (der Sieger darf mit einem Umsatzplus von 160 Millionen Euro rechnen) gewannen die Südengländer mit 2:0 gegen das von Daniel Farke betreute Leeds United.
– Charles LeClercs verbannt sein Monte-Trauma: Der Monegasse gewinnt im Ferrari zum ersten Mal den Großen Preis von Monaco vor David Piastri und Carlos Sainz jr.. Das Rennen war zumindest im zweiten Anlauf äußerst unspektakulär ohne Überhol-Manöver. Beim ersten Mal gab es einen Massenchrash mit den beiden Haas von Hülkenberg und Magnusson und Perez, dessen Red Bull sich in seine Bestandteile zerlegte. Der Mexikaner selbst blieb ungeschoren. Weltmeister Max Verstappen wurde nur Sechster und schimpfte wie andere Fahrer auch über das extrem langweilige Rennen. Weil alle Fahrer Reifen schonen mussten, waren die Rundenzeiten 4 Sekunden langsamer als üblich.
– Altmaier zur Geisterstunde: Lange zu tun hatte der deutsche Tennis-Profi in der 1. Runde der French Open, ehe er gestern Nacht nach mehr als 5 Stunden im Matchtiebreak des 5. Satzes sich gegen den Serben Laslo Djere durchsetzte. Gleich sechs Matchbälle benötigte er dabei. Für die Deutschinnen Tatjana Maria, Laura Siegemund, Eva Lys und Jule Niemeier ist das Turnier bereits beendet.
Heutiges Highlight: Gerade spielt Sascha Zverev gegen Rafael Nadal.

Das war die Woche, die war

Koan Titel

Erstmals seit 2012, als die Bayern in Champions League, DFB-Pokal und Meisterschaft jeweils Zweite wurden, schaut dieses Jahr also keine Trophäe heraus. Die letzte Chance vergaben die Münchner durch das 1:2 bei Real Madrid am Mittwoch. Ausgerechnet mit die beiden besten Akteure auf dem Platz patzten entscheidend. In der 89. Minute ließ der bis dato überragende Manuel Neuer, der zwei sog. „Unhaltbare“ entschärft hatte, einen harmlosen Ball nach vorne prallen, und Joselu verwertete. Sekunden vor Schluss, pfiff der bis dato gute Schiri Machiniak eine verheißungsvolle Aktion der Münchner wegen vermeintlichen Abseits ab, die den Ausgleich hätte bedeuten können. Der Ball landete tatsächlich im Tor, allerdings machte vor allem Real-Torwart Lunin keinerlei Abwehrgestalten nach dem Pfiff. Der absolut vorschnell war, denn in Zeiten des VAR sind die Unparteiischen strikt angehalten, in kniffligen Szenen mit Pfiffen abzuwarten, damit die Situation notfalls am Bildschirm kontorlliert werden kann. Die Geschrei vor allem in München ist riesig. Bei allem verständlichem Ärger: Gerade Überschriften „Schiri-Versager“, „Skandal-Schiri“ „Größter Torraub seit Wembley 66“ schießen doch weit übers Ziel hinaus. Den Vogel schoss die tz ab, die 4 vermeintliche Fehlentscheidungen jeweils zu Ungunsten des FCB fand, um dann scheinheilig zu konstatierenman wisse, ob diese Fehler auch spielentscheidend waren. Erbärmlich, bei aller auch von mir zugestandenen Parteilichkeit.

Besser als die Münchner machten es die Dortmunder, die auch in Paris mit 1:0 gewannen. Mats Hummels köpfte das Goldtor, das den BVB ins Endspiel von Wembley am 1. Juni gegen Real brachte. Und der neben Hummels überragende Abwehrmann Nico Schlotterbeck erhält zur Belohnung ein EM-Ticket, wie die 20 Uhr-Tagesschau, offenbar händeringend nach relevanten Themen suchend, exklusiv vermeldete. Gibt in dieser vollkommen heilen Welt ja keine Krisenherde, gibt es doch?

Und auch in der Europa League ist ein deutsches Team beteiligt. Bayer Leverkusen rettete in letzter Minute gegen die Roma die niederlaglose Saison mit Stanisics Tor und trifft im Endspiel in 2 Wochen auf Atalanta Bergamo.

Nordclubs steigen auf.

Der FC St. Pauli und Holstein Kiel machten am vorletzten Spieltag den Bundesliga-Aufstieg auch rechnerisch perfekt. Pauli kehrt nach 2011 ins Oberhaus zurück, Holstein ist Bundesliga-Neuling und erstes Team aus Schleswig-Holstein. Den Kielern genügte ein 1:1 zu Hause gegen Düsseldorf, das eine für norddeutsche untypisch ausgelassene Feier zur Folge hatte. Eine schier unglaubliche Leistung, weil die Mannschaft vor der Saison einen enormen personellen Aderlass vekraften musste. Pauli dagegen war nach dem im letzten Jahr verpatzten Aufstieg Mitfavorit und schaffte es letztlich souverän trotz unerklärlicher Aussetzer.
Fortuna Düsseldorf haderte mit den Unparteiischen, die ihnen einen klaren Handelfmeter versagten. Darf sich aber mit der Relegation täuschen

Kölner Wunder

Auf wen die Fortuna dort trifft, ist völlig ungewiss. Die Abstiegsfrage ist der letzte richtige Spannungsmoment in der 1. Liga. In die der 1. FC Köln sogarnoch eingreifen kann. Mausetod schien das Team nach dem frühen 0:2 zu Hause gegen Union. Doch ein völlig überflüssiger Foulelfer und zwei nicht mehr für möglich gehaltene Treffer in der Schlussphase erhielten die Chancen am Leben. Ein echtes Wunder. Ein zweites werden sie allerdings brauchen, nämlich einerseits einen Sieg beim souverän geretteten Aufsteiger 1. FC Heidenheim und gleichzeitig eine Niederlage des 1. FC Union zu Hause gegen den SC Freiburg. Die Breisgauer ihrerseits brauchen einen Sieg fürs internationale Geschäft und wollen ihre scheidende Trainerlegende Christian Streich nicht mit einer Niederlage in den vorläufigen (?) Ruhestand schicken.

Richtig aufregend wird der Kampf um den Relegationsplatz 16, besser gesagt, ihn zu vermeiden. Durch das klare 3:0  gegen unterirdische Dortmunder hat der FSV Mainz plötzlich gute Karten auf den sicheren Klassenerhalt. Ein Punkt n Wolfsburg reicht. Den braucht auch der VfL Bochum, um sicherzugehen. Union kann sich nur noch direkt retten, wenn sie gewinnen und Mainz und Bochum verlieren. Durchaus möglich, dass das Torvehältnis entscheidet, doch die Höhe der Ergebnisse bächsten Samstag sind irrelevant.

Verdammtes Handgelenk

Dies behindert Dominic Thiem seit 3 Jahren so stark, dass er jetzt entschied: am Ende der Saison ist Schluss, und zwar beim Heimturnier im Oktober in Wien. Drei jahre ist es her, als er bei einem Rasenturnier auf Mallorca so große Schmerzen in der rechten Hand hatte, dass er sich operieren lassen musste. Knapp ein Jahr später kehrte er zurück, aber er fand nie wieder in seine grandiose Form zurück, die ihn zum zweitbeten Sandplatzspieler der Welt hinter Rafael Nadal werden ließ. Der Spanier war es auch, der einen Triumph des Österreichers bei seinem Lieblingsturnier in Roland Garros verhinderte, zweimal im Endspiel. Dafür schaffte er den Erfolg bei den US Open 2020, allerdings wegen Corona vor leeren Rängen. Im Endspiel rang er Alexander Zverev nieder, der immer noch auf einen Grand-Slam-Erfolg wartet.
17 Turniere hat er gewonnen, und gerade gegen die Großen Drei Federer, Nadal und Djokovic hat er eine tolle Bilanz, konnte jeden der Drei mindestens fünfmal bezwingen. Schade um einen großartigen Sportler, vielleicht nicht immer optimal betreut, weil er wohl zu sehr an seiner Familie hing, die ihn für meine Begriffe zu sehr einschränkte.

Der Djoker sucht die Form

Ein frühes Aus ereilte Novak Djokovic am Sonntag in Rom. Dort unterlag er völlig überraschend dem Chilenen Alejandro Tabilo mit 2:6 und 3:6. Nochnie hatte der Djoker in Rom gegen einen schlechter platzierten Spieler (32) verloren. Für Rafa Nadal geht die Abschiedstournee relativ erfolglos weiter. Gegen Hubert Hurkacz sah er in der 2. Runde beim 1:6 und 3:6 kein Land.

Kepler trifft und trifft

Der einzige Deutsche in der Major League Baseball schaffte die zweite komplette Woche mit mindestens einem Hit pro Spiel. Insgesamt jetzt 14 Partien hintereinander, persönlicher Bestwert. Sein Durchschnitt beträgt in dieser zurzeit 0.325, das ist schon echte Klasse und um Längen besser als das, was er bisher produzierte (ca 0.250). Seine Minnesota Twins haben sich nach durchwachsenem Start bis auf einen halben Siege an Divisionsanführer Cleveland Guardians herangekämpft.

Und sonst

– Ein Turniersieg für Golfprofi Rory McIroy in Charlotte. Er siegte mit 5 Schlägen Vorsprung auf Xander Schauffele. Gelungene generalprobe fürs PGA Championships, dem 2. Major des Jahres.
– (erst mal?) vepasste Meisterschaft. Sturm Graz vergab den Mattchball in Österreich durch ein 2:2 beim Linzer ASK. Nächsten Sonntag haben die Steirer allerdings zu Hause gegen Austria Klagenfurt die zweite (und viel) bessere Chance, brauchen aber einen Sieg.
– Tadej Pogacar auf dem Weg zum Giro-Sieg. Bester am Berg, Bester im Zeitfahren. Der Slowene ist in seiner eigenen Liga. Nur großes Pech (Sturz, Krankheit) kann den Sieg bei der Italien-Rundfahrt und damit Teil 1 des Doubles /Giro/Tour verhindern.

Das wird die Woche, die wird

Vorbemerkung und Edit

Diese Woche ist wieder ESC-Zeit. Dienstag und Donnerstag die Qualifikation, die Deutschland und anderen großen Ländern (Italien, Großbritannien, Frankreich und Spanien) als Financiers des Ganzen erspart bleibt. Am Samstag dann die Entscheidung. In der ARD erstmals seit Jahrzehnten ohne Peter Urban. Die große Frage mal wieder. Wie desaströs wird der deutsche Beitrag (gewertet)?

Zurück zum Spocht

Wilson vor der Krönung

Noch heute Abend wird das WM-Finale im Snooker beendet. Kyren Wilson geht mit einem 15:10 gegen Jak Jones  in die letzten Frames. 18 muss der neue Titelträger gewinnen.

Wembley lockt

In aller Kürze (mehr in der Rückschau) PSG  – BVB (Di., 21.00/0:1) und Real- FCB (Mi., 21.00/2:2). Sucht euch die Favoriten aus. Für mich zwei Duelle auf Augenhöhe, wo Nuancen oder saublöde Fehler entscheiden.
Außerdem in der Europa League: Bayer – Roma (2:0) und Atalanta – Olympique (1:1) und Conference League Piräus – Aston Villa (4:2) und FC Brügge – Fiorentina (Mi!, 18.45)

Letzte Entscheidungen?

Mit einer Niederlage am Samstag gegen den 1. FC Union wäre der 1. FC Köln direkter Absteiger. Sollten die Berliner gewinnen und Mainz gegen Dortmund velieren, wäre Mainz sicher auf Platz 16.
Den Bundesliga-Aufstieg können St. Pauli und Holstein Kiel mit Unentschieden auch rechnerisch festmachen.
Sturm Graz kann in Österreich Meister werden mit einem Sieg beim LASK oder einer Niederlage von RB Salzburg

Aufschläge in Rom

Nach Madrid folgt das nächste Masters auf Sand bis Sonntag in einer Woche. Ihre Teilnahme abgesagt haben allerdings Jannik Sinner und Carlos Alcaraz .Dafür ist Novak Djokovic als Nummer 1 am Start. Andrej Rublew, Daniil Medwedew und Felix Auger-Alliasime haben zwar genannt, hinter dem Fitnesszustand gibt es aber kleine Fragezeichen.
Bei den Frauen ist erneut praktisch die komplette Weltelite am Start.

Heiß aufs Eis

Eishockey-WM in Tschechien (Prag und Ostrau) ab Freitag mit dem alljährlichen Problem, dass etliche Topspieler noch bei den gleichzeitig stattfindenden NHL-Play-offs beschäftigt sind. Von den Deutschen trifft es allerdings nur Leon Draisaitl, alle anderen deutschen NHL-Profis sind schon raus. Abgesagt haben allerdings Moritz Seider und Tim Stützle. JJ Peterka ist wie Torwart Philipp Grubauer Marco Sturm dabei. Vergangenes Jahr wurde Deutschland Vizeweltmeister. Es wird sehr schwer, diesen Erfolg zu wiederholen.Pro7 hat die Free-TV-Rechte und will zumindest die deutschen Spiele auch zur Prime Time zeigen.

Und sonst
– das Halbfinale der Basketball Euopa League wird komplettiert. Real Madrid ist bereits durch. 5. und entscheidende Spiele gibt es bei Barca – Olympiakos, Panathinaikos – Maccabi Tel Aviv und AS Monaco – Fenerbahce.
– Die Handball-Bundesliga pausiert wegen WM-Qualifikation. Deutschland muss in der 2. Stufe noch nicht eingreifen.
– 2. Runde der Play-offs in NBA und NHL. Erwähne ich hier nur, weil ich das Ganze ja ausführlichst begleite.
– der Giro: Top-Favorit Tadej Pogacar fährt schon in Rosa.
– Last but not least, vor allem was den Unterhaltungsfaktor betrifft: die ewige Trainersuche beim FC Bayern München. Namen kursieren zu Hauf, ich selbst habe nicht den Hauch einer Idee, wer das letztlich macht.

 

Das war die Woche, die war

Tod eines Trainer-Giganten

Für mich hat Cesar Luis Menotti vielleicht als erster nicht-deutscher Trainer bleibenden Eindruck hinterlassen. 1978 war das, als er Argentinien in seinem Land, in dem die Militär-Junta furchtbare Verbrechen beging an kritischen Geistern, zum WM-Titel führte. Den Aufschrei gegen dieses Regime habe ich nicht mitbekommen, wollte ich vielleicht nicht mitbekommen. Und so drückte ich den Argentiniern die Daumen, die grandiose Atmosphäre in den Stadien, wo vor der Partien das Unmengen von Papierschnitzeln in die Höhe warf, die nur notdürftig vom Spielfeld geräumt wurden. Ein Brauch, der in den folgenden Jahren auch in der Bundesliga und anderen europäischen Ländern gepflegt wurde

Auf der argentinischen Bank saß ein kettenrauchender, schlanker, ja dünner Mann. El Flacco, der Dünne, wurde er genannt. Er ließ mitreißenden Fußball spielen. Im Endspiel gegen Holland verhinderte nur der Pfosten in der schlussminute Rob Rensenbrinks Siegtreffer für Oranje.

Später fiel er mir durch extrem intelligente Interviews auf, die weit über den Fußball hinausgingen. Er liebte nicht nur seine Zigaretten, sondern auch den Tango, den Wein, die argentinische Lebensart, von der er auch in seine europäischen Stationen nicht lassen wollte. In Barcelona verlegte er das Training extra auf den späteren Abend.

Jetzt ist die Stimme, die so viel Kluges über Fußball, Gott und die Welt zu erzählen wusste, für immer verstummt. Es war erstaunlicherweise nicht so sehr die Lunge, die sein Leben im Alter von 85 Jahren beendete, sondern ein Sturz in seinem Haus und folgende Blutarmut. Nach Maradona ist er für mich der wichtigste Argentinier im Fußball.

Deutsches Finale winkt

Borussia Dortmund reist mit einem 1:0 zum Halbfinalrückspiel nach Paris, Bayern München war ein mindestens ebenbürtiger Gegner von Real Madrid. Am Mittwoch in der spanischen Hauptstadt geht es nach dem 2:2 wieder bei Null los, weil die Auswärtstorregel vor ein paar Jahren gekappt wurde. Alles ist in der Champions League also möglich. Ein rein deutsches Finale in Wembley wie 2013, aber auch eines ohne Beteiligung aus Germany.
Praktisch sicher im Finale der Europa League steht Bayer Leverkusen nach dem 2:0 in Rom. Das anvisierte Triple wird zunehmend konkret.

Köln am Abgrund

Da an der Tabellenspitze praktisch alles entschieden ist, konzentriert sich das Interesse auf den Abstiegskampf. Nach dem sicheren Abstieg von Darmstadt 98 sieht es auch für den 1. FC Köln sehr düster aus. 5 Punkte beträgt der Rückstand auf Platz 16, gar 6 auf Platz 15. Eine allerletzte Chance gibt es nächsten Samstag im Heimspiel gegen den 1. FC Union. Die Berliner ihrerseits kommen mit einem neuen Trainer. Nach dem 3:4 gegen VfL Bochum feuerten sie Nenad Bjelica, den sie erst im November als Nachfolger des glücklosen Urs Fischer geholt hatten. Bjelica hatte anfangs durchaus Erfolg, Union schien schon gerettet, aber eine zuletzt schwarze Serie mit nur 2 Punkten in 6 Spielen brachte Union in allerhöchste Gefahr. Und da man sich von Bjelica ohnehin zum Saisonende trennen wollte, zogen die Verantwortlichen halt ein paar Wochen vorher ie Notbremse.

Kiel und Pauli praktisch am Ziel

Nur noch theoretisch können diese beiden Teams von den ersten (direkten Aufstiegs)plätzen verdrängt werden. Zumindest verhinderte der HSV im Hamburger Derby am Freitag mit dem 1:0, dass die Paulianer im Volksparstadion den Aufstieg auch rechnerisch perfekt machen konnten. Pauli half aber mit einer seltsam lustlosen Leistung. Der HSV selbst liegt 4 Punkte und 13 Tore hinter Fortuna Düsseldorf und Platz 3. Nur Fantasten träumen da noch von der Relegation.

Turnier der Maladen

Zumindest das Endspiel des Tennis-Masters der Männer konnte zu Ende gespielt werden. In einem mitreißenden Dreisatz-Krimi gewann der Russe Andrej Rublew gegen den Felix Auger-Alliasime. Der Kanadier kam auch deshalb  ins Endspiel, weil gleich drei seiner Gegner entweder gar nicht erst antreten konnten (Jannik Sinner) oder die Partie aufgaben (die beiden Tschechen Jakub Mensik und Jiri Lehecka).
Auch Daniil Medwedew musste w.o. geben, wie die Österreicher die Aufgabe so charmant nennen (steht für walkover). Und die Spanier Rafael Nadal (wahrscheinlich bei seinem letzten Auftritt in Madrid) und Carlos Alcaraz waren von ihrer Bestform noch entfernt.

Das spektakulärere Tennis boten die oft im Schatten stehenden Frauen. Die Weißrussin Aryna Sabalenka erwies sich als besonders widerstandsfähig und sicherte sich den Turniersieg. Dabei gelang ihr das Kunststück, sowohl im Halbfinale gegen Lena Rybakina als auch im Finale gegen Iga Swiatek im Tiebreak des 3. Satzes zu gewinnen (gegen Swiatek wehrte sie gar einen Matchball ab.

Erstaunliche Endspielpaarung im Snooker

Jak Jones gegen Kyren Wilson – auf dieses Duell wäre ich, aber wahrscheinlich die meisten Experten, nicht als letztes Duell 24 im Crucible Theatre gekommen. Noch heute Abend gibt es also einen neuen Weltmeister. Vor dem letzten Abschnitt führt Wilson mit 15:10, braucht also noch 3 Siege

Bayern ist doch noch Meister

Nämlich die Fußball-Frauen. Es passt zu den Kuriositäten des Sports, dass die Münchnerinnen den Titel ausgerechnet mit einem Sieg bei Bayer Leverkusen fixierten. Schon gibt es Spötter (?), die Erfolgstrainer wörle zu den Männern befördern (im doppelten Wortsinn) wollen. Denn die kassieren auf der Suche nach einem Tuchel-Nachfolger Korb für Korb. Apropos Körbe. Auch die Basketballer sind klar auf Titelkurs: Nach einem deutlichen Sieg gegen Dauerrivale Alba Berlin werden sie die Saison als Erster beenden. Den Titel müssen sie dann allerdings in den Play-offs holen.Und sonst?

– kein Sieg für Max Verstappen: In Miami wurde der Holländer tatsächlich mal auf der Strecke besiegt. Lando Norris im McLaren fuhr zu seinem ersten Grand-Prix-Sieg, profitierte von einer für ihn optimalen Safety-Car-Phase. Nach der Siegerehrung lobpreiste er den in der Box auftauchenden Donald Trump. So kann man es sich mit mir verderben.
– aber ein Sieg für Luke Littler: Der Vizeweltmeister gewann den Premier-League-Abend in Aberdeen
-Sturm Graz vorm Triumph: Selbst kamen die Steirer zwar nicht über ein Remis in Hartberg hinaus. Stunden später durften sie ausgelassen jubeln, weil der einzige Verfolger RB Salzburg mit 0:2 bei Rapid verlor.
– Meister auf dem Sofa: Dort saßen die Spieler von Real Madrid, als der FC Barcelona mit 2:4 beim FC Girona verlor. Zum ersten Mal seit Langem dürfte Barca damit nicht al mehr kataloniens bestes Team sein. Irgendwann werden sie schon mal hinter Espanyol platziert gewesen sein.

 

 

Das war die Woche, die war

Glücklich ungeschlagen

Erneut in der Nachspielzeit schaffte Bayer Leverkusen noch den Ausgleic h gegen einen großartigen VfB Stuttgart. Sie bleiben damit in der Saison ohne Pflichtspielniederlage, 46 Partien – and counting? Der Ausgleich war mehr als glücklich. Ein vollkommen überflüssiges Foul von Stenzel, man ahnte das Tor fürmlich, das letztlich Robert Andrich erzielte. Heftige Proteste beim VfB, das ein Foulspiel von Boniface und darüberhinaus auch noch ein Handspiel vor der Torerzielung monierte. Aber mein absoluter Schiri-Liebling (Achtung!Ironie) hatte bei bester Sicht nichts regelwidriges erkannt. Offenbar der VAR auch nichts und zwar so eindeutig, dass er Zwayer nicht zum Videostudium schickte. Mindestens unglücklich, dass er sich nicht selbst ein Fernsebild machte. Doch Schiri-Boss Fröhlich gab Zwayer die Absolution „alles richtig gemacht“. Kicker Note: 5,5) und „Bild (6) sahen es geringfügig anders. Und immer wieder stellt sich mir die Frage, was Zwayer gegen die Schiri-Verantwortlichen in der Hand hat, dass er solche Topspiele leiten darf (meist mit großem Ärger verbunden) und auch noch als einer von zwei Deutschen die Heim-EM (ver)pfeifen.
Wer Bayern Hoeneß-Absurdistan vermisst, sei auf die morgige Wochenvorschau oder sogar einen eigenen Beitrag vertröstet

Darmstadt abgestiegen, Köln fast

Nach einem fußballerisch insgesamt trostlosem Sonntag steht fest, dass Aufsteiger Darmstadt 98 durch das 0:0 gegen Heidenheim die Liga wieder verlassen muss. Der FC verpasste den Sieg bei Mainz 05 (lange hätte es für die Rheinhessen nicht mehr dauern dürfen) und hat 3 Spieltage vor Schluss fünf Punkte Rückstand sowie das schlechtere Torverhältnis. Zumindest die Gladbacher und Unioner werden nach ihrem unterirdischen 0:0 aufatmen, dass die Mainzer nicht gewonnen haben.

Muss Kiel zittern?

Zumindest beruhigt die Heimniederlage gegen Kaiselsautern nicht die Nerven. Andererseits ist der Vorsprung auf Fortuna Düsseldorf mit 5 Punkten nicht wirklich besorniserregend. st. Pauli machte es besserbeim hauchzarten 1:0 gegen Rostock und ist praktisch durch. Der HSV klammert sich an den Strohhalm Relegation, aber bei 4 Punkten Rückstand (und weit schlechterem Torverhältnis) muss da schon viel zusammenkommen.
Im Abstiegskampf ist Osnabrück so gut wie erledigt, 4 Mannschaften (Braunschweig, Lautern, Wehen-Wiesbaden und Hansa) machen wohl den 2. Fixabsteiger und den Relegationsplatz unter sich aus.

Zwei Titel für Berlin – aber einer ist höchstwahrscheinlich dahin

Die Eisbären haben den notwendigen 4. Sieg im DEL-Finale gegen Fischtown Bremerhaven geschafft und ihren 9. DEL-Titel eingesammelt. Da hat sich das ruhige Arbeiten nach dem Verpüassen der Play-offs vergangene Saison mal sehr ausgezahlt. Bremerhaven hat sich nach Kräften gewehrt in seinem ersten DEL-Finale überhaupt. Die ganze Stadt hat vom Erfolgslauf profitiert.
Im Volleyball geht der Titel doch noch an Abonnement-Meister Berlin Volleys. Nach 0:2-Rückstand und einem Krimi in Friedrichshafen gewannen sie das entscheidende 5. Spiel klar mit 3:0. Bei den Frauen dagegen sichete sich Stuttgart mit dem 3:0 in Schwerin auswärts die dritte Meisterschaft in Folge.

Im Handball dagegen müssen die Füchse Berlin jetzt den Titel mit einiger Sicherheit abschreiben. Sie verloren  mit bei MT Melsungen mit 28:30. Zurzeit sind sie zwar noch punktgleich mit SC Magdeburg, doch die haben zwei Spiele weniger und jetzt schon das klar bessere Torverhältnis. Zumindest Platz 2 und die CL-Quali scheint für Berlin aber abgesichert.

Blick über den Teich, NHL

Mit den NY Rangers steht das erste Team in der 2. Play-off-Runde nach einem Sweep gegen die Washington Capitals. 6 Serien stehen 3:1, darunter auch die der Edmonton Oilers bei den LA Kings. Die 4. Partie gewannen sie hauchzart mit 1:0 – der 1. Play-off-Shutout des vielgescholtenen Goalies Skinner.

Hirscher will wieder fahren

Nach 5 Jahren plant der Ausnahme-Skifahrer sein Comeback. Und zwar will er für Holland, dem Geburtsland seine Mutter, antreten, um keinem Österreicher einen Platz wegzunehmen. Zumindest der Weltcup wird kompliziert, weil er sich dafür erst qualifizieren muss in kleineren Rennen Wild Cards gibt es nicht. Das große Ziel ist die Heim-WM in Saalbach nächsten Winter. Es kann dort zu einem „Länderkampf“ Holland gegen Brasilien kommen, weil Lucas Braaten bei seinem Comeback für das Geburtland seiner Mutter antreten will.

Und sonst?

  • Nadal schlägt sich durch. Bei seinem Comeback nach langer Pause in Madrid hat der Spanier das Achtelfinale erreicht und immerhin Alex de Minaur bezwungen, gegen den er in Monte Carlo noch chancenlos war. Bei den Männern sind alle Favoriten noch dabei, auch Sascha Zverev und Jan-Lennard Struff. Der muss morgen in einer Neuauflage des Madrider Finales vergangenes Jahr gegen Carlos Alcaraz antreten. Für mich ist er dabei nicht chancenlos.
  • Francesco Bagnaia gewann die MotoGP in Jerez vor Spaniens Volkshelden Mark Marquez.
  • Toller Auftritt der Hindernisläuferin Gesa-Felicitas Krause bei ihrer Rückkehr nach der Geburt ihrer Tochter. In China löste sie mit glänzenden 9:16 Minuten das Olympia-Ticket.
  • Turniersieg der Beachvolleyballerinnen Sandra Ittlinger und Karla BorgerXiamen. Damit haben sie in der nationen-internen Olympia-Quali viele Punkte gemacht.
  • Brillanter Auftritt von Schwimmer Lukas Märtens bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin. Er kratzte am Weltrekord über 400 Meter von Paul Biedermann (zu seligen Ganzkörperanzugs Zeiten aufgestellt. Auch über 200 Meter Freistiil schwamm er Weltjahresbestleistung. Ein echter Hoffnungsträger für Paris