von Münchner Löwe | Jan. 20, 2025 | Wochenrückschau
Ligasiege der Top-Teams, der nächsgte Schweizer Skisieger und (wenigstens zum Teil tolle Spiele bei den Australian Open.
Bayern und Bayer im Gleichschritt
Beide Teams sind mit 3 Bundesliga-Siegen ins neue Jahr gestartet. Schon jetzt scheint klar, dass nur die Münchner oder (weniger wahrsdheinlich) die Leverkusener im Mai die Meisertschale in die Höhe recken.
Einen glänzenden Start hatten auch Eintracht Frankfurt und VfB Stuttgart. Die Hessen landeten ebenfalls 3 Erfolge. Mal sehen, wie sich der rührselige Abschied ihres Toptojägers und -Vorbereiters Omar Marmoush auswirkt. Ich denke, die Eintracht wird besser zurechtkommen als Marmoush bei seinem neuen Club Manchester City.
Ach Dortmund
Sie wollten angreifen im neuen Jahr, und stehen nach 3 Niederlagen schlechter da als je zuvor (naja seit 2015), Zu viel Unvermögen kam auch noch Pech dazu wie eine Krankheitswelle, die die gesamte Stamm-Abwehr abräumte. Oder ein heftiges ziehen an Gittens im Frankfurter Stadion, dass Schiedsrichter Daniel Schlager nicht mir dem durchaus möglichen Elfmeter bedachte. Trainer Nuri Sahin steht im Blickpunkt, und derzeit ist seine beste Arbeitsplatz-Garantie das dichte Programm. Schon morgen wartet das Gastspiel in der Champions League beim FC Bologna: In der Königsklasse ist trotz einiger Delle sogar ein Top-8-Platz und die direkte Qualifkation fürs Achtelfinale möglich.
St. Paulis unfassbare Schwabenserie
Ich hatte mich ja festgelegt, dass allein die beiden Aufteiger Kiel und St. Pauli sowie Bochum und Heidenheim den Kampf um den Klassenerhalt unter sich ausmachen. Besagte Teams sind auch im Tabellenkeller zu finden, allerdings auch Hoffenheim, der 1. FC Union. St. Pauli schaffte das unglaubliche Kunststück und gewann mit dem 2:0 bei Heidenheim auch den vierten Auswärtsauftritt im Ländle – zuvor in Stuttgart, Freiburg und Hoffenheim. Am heimischen Millerntor haben die Hamburger dagegen nur einmal gewonnen. Liegs am Schwaben-Trainer Alexander Blessin, den Maultaschen (Entschuldgung für diese flache Synergie). Blöd für St. Pauli. Mehr Württemberg-Teams sind in der Bundesliga nicht mehr vertreten.
Schweizer Skifest im Schweizer Wengen
Strahlender Sonnenschein, der herrliche Blick auf die Bergriesen Eiger, Mönch und Jungfrau. Was begehrt das Skiherz mehr. Die Schweizer Anhänger wurden darüberhinaus mit zwei Speed-Erfolg belohnt. Ein neuer Sieger im Super-G(Franjo van Almen) und ein altgedienter (Marco Odermatt, der mit seinen Abfahrtstriumph am Samstag zum insgesamt dritten Mal am Lauberhorn gewann.
Erzrivale Österreich hatte zwar einen Teilerfolg durch den 2. Platz von Vincent Kriechmayr im Super-G. Doch am Samstag stürzte er schwer in der Abfahrt, der Rest des Austria-Teams belegte nur die hinteren Platze. Kriechmayr kam sogar noch glimplch davon mit einer schweren Bänderdehnung. Zwar ist sein Auftritt am Hahnenkamm nächste Woche unmöglich, doch er hofft für die Heim-WM in Saalbach wieder fit zu werden.
Im Slalom sind dagegen die Norweger das Maß alerdinge und schafften am Sonntag durch McGrath, Haugen und Kristioffersen einen dreifach-Erfolg (vor 3 Schweizern und 2 Österreichern. Der Münchner Linus Straßer hielt in den Flach-Passagen mit der Weltspitze mit, verlor aber im Steilen zu viel Zeit. Er belegte letztlich zwar nur den 13. Platz, aber sein doch recht kleiner Abstand von 81 Hundetstel lässt hoffen.
Auch bei den Frauen in Cortina gab es Heimfestspiele. In der Abfahrt siegte die Italienerin Sofia Goggia, die einmal mehr zeigte, dass sie praktisch unschlagbar ist, wenn sie mit ihrer mutigen Fahrt durchkommt. Am Sonntag war im Super-G Federica Brignone eine Klasse für sich un siegte vor den Schweizerinnnen Lara Gut-Behrami und Corinne Suter. Lindey Vonn plumpste auf den Boden der Tatsachen zurück. nach einem schweren Fehler im Schlusshang nur Platz 20 in der Abfahrt, im Super-G schied sie aus. 2Das Kunstknie hat gehalten“, gab die 40-jöhrige Amerikanerin Entwarnung.
Zverev bisher souverän
Der Hamburger rennt ja immer noch einen Grand-Slam-Sieg-Erfolg hinterher. Bisher sah das sehr gut aus, was er vei seinen vier Siegen bei den Australian Open fabrizierte. Das Wichtigste: Er hat seine Partien relativ mühelos und in relativ kurzer Zeit gewonnen, hat also im Gegensatz zu einigen anderen Turnieren viel Kraft gespart. Ob das am Ende reicht, ist natürlich damit nicht gesagt. Zumindest die morgige Aufgabe im Viertelfinale scheint lösbar (obwohl de Amerikaner nicht zu unterschätzen ist), danach würde De Sieger des Schlagers Carlos Aláraz vs Novak Djokovic warten, die ebenfalls morgen aufeinandertreffen. Und da ist ja noch der Titelverteidiger Jannik Sinner: Er trifft am Mittwoch auf den Lokalmatadoren Alex Di Minaur.
Die wundersame Lucky-Losedr-Reise der Eva Lys fand erwartungsgemäß am Montag ihr Ende. Iga Swiatek erwies sich im Achtelfinale als mindestens eine Nummer zu groß. Lys hatte trotzdem ihren Spaß (ich habe jede Minute genossen). Zu Glück und Zufriedenheit hat sie auch allen Anlass. In der Qualifikation ausgeschieden, als Nachrückerin ins Hauptfeld gerutsche und dort 3 Siege; die ihr einen Sprung in die Top 100 verschaffen (und damit manch mühsame Qualifkation ersparen) und nicht zu verachten 250.000 Dollar (womit die Jahresspesen schon gedeckt sind.
Handballer auf dem Weg
Wie erhofft und auch erwartet, hat das deutsche Team die Vorrunde der Männer-WM mit 3 Siegen abgeschlossen. Alles war alerdings nicht Gold, was da ergebnismäßig glänzte. Eine klare Steigerung muss her, soll das anvisierte Ziel „mindestens Medaille“ erreicht werden. Morgen werden wir vielleicht schon schlauer sein, wenn die Deutschen auf den klaren Turnier-Favoriten Dänemarktreffen, noch dazu im dänischen Herning. Eine Niederlage würde allerdings nicht das Ende aller Träume bedeuten, Siege gegen die anderen Hauptrundengegne Italien und Tunesien scheinen machbar.
Ansonsten hat sich die Vorrunde ehe wie Kaugummi hingezogen. 32 Teams sind schlicht zu viel angesichts des Leistungsgefälles. Die beiden anderen Gastgeber Norwegen und Kroatien erlitten allerdings schon heftige Rckschläge. Norge ist nach zwei Niederlagen gegen Brasilien (!) und Portugal praktisch schon aus dem Medaillenrennen, Kroatien (ohne Superstar Dubnjak) unterlag Ägypten.
Und sonst?
- Bundesliga: Das bemerkenswerteste Spiel fand in Bochum statt. Innerhalb nur einer Viertelstunde in der 2. Halbzeit egalisierten die Gastgeber ein 0:3 gegen RB Leipzig. Dreifacher Torschütze innerhalb einer Viertelstunde: Myron Buado. Der könnte einechter VfL-Hoffnungsträger sein für die Bochumer, denen die Punkt am Tisch aus der Partie bei Union sichtbar Auftrieb gegeben haben. Und Trainer Dieter Hecking weiß mit seinen 60 jahren halt, wie der Hase läuft.
- Internationaler Fußball: Einsam seine Kreise zieht weiter der FC Livepool in der Premier League: Beim 2:0 in Brentford benötigten die Reds allerdings die Nachspielzeit, ehe Daniel Nunez mit 2 Treffern das 2:0 herstellte.
Das Spitzenspiel der Serie A entschied die SSC Neapel mit einem spektakulären 3:2 bei Atalanta Bergamo für sich. Einzig nennenswerter Kontrahent ist Inter Mailand, das sich äußerst mühsam mit 3:1 gegen Empoli durchsetzte.
Atlético erlitt in der Primera Division eine überraschende 0:1-Niederlage bei Legranes und musste die Tabellenspitze an den Madrider Lokalrivalen Real abgeben. Weiter nicht in Ergebnis-Form ist der FC Barcelona, das beim 1:1 in Getafe erneut Punkte ließ. Die ernüchternde Bilanz der letzten 10 Spiele: 12 Punkte statt der möglichen 30.
- Wintersport: DDie österreichischen Skispringer beherrschen weiter das Geschehen. Tourneesieger Daniel Tschofenig siegte auf der Großschnze in Zakopane und gewann tags zuvor mit seinem Team auch den Mannschaftswettbewerb. beim Einzel profitierte er allerdings auch vom Missgeschick des nach dem ersten Durchgang klar Führenden Ante Lanisek, der seinen zweiten Sprung verhaute.
- American Football: Hier nur ganz kurz die Ergebnisse, für mich nervend genug:
Kansas City Chiefs vs Houston Texans 23:14
Detroit Lions vs Washington Commanders 31:45
Philadelphia Eagles vs LA Rams 28:22
Buffalo Bills – Baltimore Ravens 27:25
Conference Finals: So., 21:00: Eagles vs Commanders
Mo., 00:30: Chiefs vs Bulls
von Münchner Löwe | Jan. 6, 2025 | basketball, Darts, NFL, Radsport, ski alpin, Tennis, Wintersport, WM, Wochenrückschau
Über den Jahreswechsel wie gehabt die Darts-WM und Vierschanzentournee, dazu viel Hallen- und Wintersport. Und der Abschluss der regular season in der NFL
17 Jahr, und schon so erfolgreich
Luke Littler hat es geschafft. Als Favorrit gehandelt, sicherte sich der erst 17-jahrige Engländer schon bei seinem zweiten Antreten im Ally Pally den WM-Titel im Darts. Letztes Jahr verlor er noch das Finale gegen Luke Humphries, dieses Jahr setzte er sich letztlich klar mit 7:3 gegen den dreimaligen Weltmeister Michael van Gerwen durch. Mit 4:0 Sätzen führte er schon, auch weil van Gerwen seine Chancen zum Auschecken nicht nutzte, danach gab er sich scheinbar ohne Nerven keine Blöße. Erst nach dem entscheidnden Pfeil brach es aus ihm, heraus; er musste kurz die Bühne verlassen und war danach sichtlich angefasst und überwältigt vor Freude. Auch weil der offenbar enorme Druck endlich von ihm abgefallen war, weil nichts anderes als der Titel von ihm erwartet wurde (englisches Understatement at its best/worst). Ich muss jetzt nicht der größte Darts-Kenner sein (bin ich auch nicht mehr), um zu prognostizieren, dass dies nicht Littlers letzter WM-Titel war. Im Gegenteil: Er wird die nächsten Jahre bei praktisch jedem wichtigen Turnier der Mann sein, den es zu schlagen gilt.
Van Gerwen immerhin meldete sich nach einem für ihn schwachen Jahr immerhin mit dem WM-Einzug zurück. Abschreiben würde ich den Holländer keineswegs, auch wenn er im Finale zuweilen recht alt aussah. 35 Jahrte ist er jung, bei seinem ersten WM-Triumph 2014 war er mit 24 damals der jüngste Weltmeister nach PDC-Version (kein Wunder, weil ansonsten eigentlich nur Phil Taylor im Ally Pally triumphierte und einmal Raymond van Barneveld.
Neuer Stern am Slalom-Himmel.
Vor einer Woche feierte die 18-jährige Zrinka Ljutic ihren ersten Weltcupsieg, am Sonntag ließ sie beim Slalom in Kranjska Gora gleich Nummer 2 folgen. Ja, die Top-Fahrerinnen Petra Vlhova und Mikaela Shiffrin warenerneut nicht dabei, aber erneut war die Kroatin (fast) eine Klasse für sich. Nur Wendy Holdener mit zwei tollen Durchgängen hielt den Abstand unter einer Sekunde. Zeitgleich waren die beiden nach dem ersten Durchgang, die Schweizerin legte fulminant vor (ich hätte nicht geglaubt, dass diese Fahrt noch zu toppen ist), aber Ljutic legte noch einen drauf.
Lena Dürr schied nach bis dato schon wackliger Fahrt im 1. Durchgang aus, Emma Aicher verlor nach großartigem 1. Durchgang als Fünfte die Nerven und beendete ihren fehlerhaften Lauf fast zwangsläufig vorzeitig.
Tourneesieg an Österreich (okay Pferde/Apotheke, ihr wisst schon)
Erst am Montagabend kann ich die Klammer dann streichen, aber so viele Pferde können gar nicht vor einer Apotheke kotzen, als dass nicht ein Austria-Springer am Ende der Vierschanzentournee die Nase vorn hat. Ja, es würde mich schon sehr wundern, wenn nicht das Tournee-Podest gänzlich rot-weiß-tor wäre und auch der letzte Tagessieg in Bischofshofen an das Team Austria ginge. Zu überlegen zeigen sich Stefan Kraft, Jan Hörl und Daniel Tschofenig.
Und wer von den Dreien wird der erste Tourneesieger aus Österreich nach 10 Jahren? Eine Glaskugel, denn ganze 1,3 Punkte, das ist nicht mal ein Weitenmeter trennt das Trio. Für den Führenden Stefan Kraft spricht, dass er die meiste Erfahrung hat und sich zur Tournee gewaltig gesteigert hat. Für den Zweiten Hörl (0,6 Punkte zurück) spricht seine Konstanz und die Tatsache, dass Bischofshofen für ihn ein Heimspiel ist. Für Tschofenig spricht die Unbekümmertheit. Der Gesamtweltcup-Führende ist diese Saison zum regelmäßgen Siegspringer gereift. Um es mal flapsig zu sagen. Wenn ich die Wahl zwischen Kraft und Tschofenig hätte, würde ich den Hörl nehmen.
Dahinter geht es also aller Wahrscheinlichkeit nur um Platz 4 und die Ehre des Besten des Restes. Pius Paschke als Sechster ist mit seiner Vorstellung bisher sicher nicht vollends zufrieden, war er doch vor der Tournee der dominierende Mann. Ein Tagessieg würde die Enttäuschung lindern. Gregor Deschwanden aus der Schweiz und Daniel Forfang (Norwegen) sind dafür besser als erwartet.
Bye, bye Bengals
Es kam wie. befürchtet und nervt trotzdem. Die zweite Garde der Kansas City Chiefs schenkte das letzte Spiel bei den Denver Broncos ab und kassierte eine 0:38-Pleite. Die ihnen Nullkommajosef ausmacht, weil sie Platz 1 und das Freilos in der 1. Play-off-Runde schon sicher hatten, allerdings die eh nur wagen Play-off-Hoffnungen Hoffnungen „meiner“ Cincinnati Bengals beerdigten. Zu spät kam das Cinci-Team in Fahrt, die fünf Siege am Ende sind letztlich für die Katz. Dass wir uns nicht falsch verstehen: Es ist völlig legitim und letztlich verständlich, dass die Chiefs in einer Partie, in der es bei ihnen um nichts mehr geht, wichtige Leute nicht einsetzen. Aber diese Wehr- und Lustlosigkeit der zweiten Garde war nur noch lächerlich.
Nun denn: die Broncos sicheten sich durch den Erfolg den letzten Play-off-Platz in der AFC. Gleiches schafften die Tampa Bay Buccaneers in der NFC, die dazu allerdings einige Football-Götter brauchten.Sie sicherten sich ihren Sieg gegen die New Orleans Saints erst in der absoluten Schlussphase. Die Atlanta Falcons verloren dazu noch in der Overtime (als sie schon wussten, dass sie keine Chance mehr haben würden) gegen die Carolina Panthers
Zum ersten Mal überhaupt holten sich die Detroit Lions den 1. Platz in der NFC und haben damit nächstes Wochenende ebenfalls frei. Sie gewannen das „Endpiel um Platz 1“ gegen die Minnesota Vikings letztlich klar mit 31:9. Vikings-Quarterback hatte einen schwachen Tag, brachte nicht einmal die Hälfte seiner Passversuche an den Mann. Die bittere Folge. Da sie eben auch in der Nord-Division hinter den Lions Zweiter sind, müssen sie als zweitbestes Team trotzdem reisen (nämlich zu den Los Angeles Rams). Diese haben zwar satte vier Siege weniger auf dem Konto, aber halt ihre ungleich schwächere Division West gewonnen und daher Heimrecht.
Ich nehme hier meine Wochenvorschau vorweg und nenne die Termine der Wildcard-Spiele nächstes Wochenende (deutsche Art, also Gastgeber zuerst und MEZ). Eine längere Vorschau gibt es voraussichtlich am Freitag.
AFC
Freilos: Kansas City Chiefs
Sa., 22.30: Houston Texans vs Los Angeles Chargers
So., 02:00: Baltimore Ravens – Pittsburgh Steelers
So., 19:00: Buffalo Bills – Denver Broncos
NFC
Freilos: Detroit Lions
So., 22.30: Philadelphia Eagles – Green Bay Packes
Mo., 02:00: Tampa Bay Buccaneers – Washington Commanders
Di., 02:00: Los Angeres Rams – Minnesota Vikings
Norge feiert Doppelsieg
Nämlich bei der Tour de Ski, die am Sonntag traditionell mit dem Anstieg zur Alpe Cermis endete. Theres Johaug war wie erwartet am Berg eine Klasse für sich und distanzierte ihre Landsfrau Astrid Sling letztlich um 47 Sekunden. Johannes Klaebo dagegen musste am Berg leiden, verlor mehr als eine Minute auf Tagessieger Sinten Hagstad Krüger (sieh an, ein Norweger …), rettete aber den Vorsprung von mehr als einer Minute zum Gesamtsieg. Großartig schlugen sich der Österreciher Mika Vermeulen un d der Deutsche Friedrich Moch. Vermeulen wurde hinter Krüger Tageszweigter und holte auch Gesamtrang 2. Als Diritter auf der Alpe Cermis schob sich Moch nach verpatztem Tourstart noch auf Rang 6 vor.
Und sonst?
- Internationaler Fußball: In der Premier League musste Tabellenführer FC Liverpool Federn lassen. Die Reds trennten sich am Sonntag nach einer atemberaubenden Partie mit 2:2 von Erzrivalen Manchester United. Der Vorsprung auf Platz 2, den FC Arsenal trotz des 1:1 bei Brighton and Hove Albion inne hat, beträgt beruhigende 6 Punkte, zumal Pool noch ein Nachholspiel in der Hinterhand hat.
Während Meister Manchester City mit dem 4:1 gegen West Ham den zweiten Sieg in Folge feierte, verlor der FC Chelsea über die Weihnachtstage gehörig an Boden, holte in insgesamt vier Partien gegen Tabellen-Nachzügler nur 2 Pünktchen.
Das italienische Super-Cup-Finale wird zum Mailänder Stadtderby Inter vs Milan. Es findet deshalb natürlich in Mailand im saudischen Riad statt wie schon die Halbfinali, in denen sich Inter gegen Atalanta und Milan gegen Juventus durchsetzte.
In Spanien wiederum schaffte Real Madrid durch ein Tor in der Nachspielzeit durch Jude Bellingham einen 2:1-Erfolg beim Vorletzten FC Valencia und übernahm zumindest vorübergehend die Tabellenspitze vor dem Lokalrivalen Atlético, das eine Partie weniger bestritten hat. Vini jr, FIFA-Fußballer des Jahres (nicht zu verwechseln mit dem Ballon d’Or), flog nach einem Schubster gegen den Valencia-Schlussmann vom Platz und konnte unter anderem von Tony Rüdiger anschließend nur mit Mühe von weiteren Handgreiflichkeiten gehindert werden.
- In de DEL gab es mal wieder ein Freiluftspiel: Gastgeber Löwen Frankfurt fertiogten im Waldstadion die Adler Mannheim gleich mit 5:1 ab. 45.000 Zuschauer waren gekommen. An der Tabellenspitze wird es spannend: Nach 5 Siegen in Folge haben die Eisbären Belin nur noch einen Punkt Rückstand auf den ERC Ingolstadt – bei einer Partie weniger.
- Erstaunliches in der BBL: Alba Berlin, in der Saison bisher die große Enttäuschung, schlug im Schlager Meister FC Bayern Basketball. An der Tabellenspitze sind gleich vier Teams siegleich mit 9:4: Ulm, Bayern, Heidelberg und Würzburg. In der Euroleague veloren sowohl Alba (vs Monaco) als auch Bayern (bei Real Madrid).
- Tennis: Von mir letztlich nicht beachtet holten sich die USA den Nations Cup in Sydney (je eine Frau, ein Mann und ein Mixed-Doppel). Im Endspiel besiegten die Amerikaner dank Coco Gauff und Taylor Fritz gegen Polen mit Iga Swiatek und Hubert Hurcacz.
In Adelaide feierte Reilly Opelka nach langer Verletzungspause ein starkes Comeback. Unter anderem besiegte er im Viertelfinale Novak Djokovic. Erst im Finale gegen Jiri Lehecka stoppte ihn eine neuerliche Verletzung. Dennoch will er bei den Australian Open ab Sonntag starten.
Außerdem holten sich Turniersiege: Aryna Sabalenka in Brisbane, Clara Tauson in Auckland und Alexandre Muller in Hongkong,
von Münchner Löwe | Dez. 30, 2024 | Allgemein, Wochenrückschau
Viel Wintersport, die NFL biegt in die Zielgerade ein. Außerdem fliegen weltmeisterliche Darts-Pfeile im Ally Pally
Bormio zu heftig?
Um es gleich zu sagen. Die Stelvio-Abfahrt in Bormio ist meine liebste im Kalender. Ich finde sie noch attraktiver und auch schwieriger als Hahenkamm in Kitzbühel (als Nicht-Österreicher darf ich das schreiben). Doch der Grat zwischen schwierig zu fahren und zu schwierig zu fahren ist äußerst schmal. Und wenn dann am Renwochenede ein halbes Dutzend der besten Skifahrer der Welt ins Krankenhaus müssen mit zum Teil zumindest saisonbeendenden Verletzungen, wirft das natürlich kein gutes Licht auf die Strecke.
Gerade weil mein absoluter Downhill-Liebling Cyprien Sarrazin sich bei einem Trainingssturz so schwere Kopfverletzungen zu gefügt hat, dass er zeitweise in ien künstliches Koma versetzt werden musste, ist meine Freude an der Abfahrt doch getrübt. Das Hauptproblem ist: Jeder Rennfahrer riskiert alles, muss eben halt alles riskieren, um ganz vorn dabei zu sein. Das Material wird bis zur Grenze des Erlaubten ausgereizt (Sarrazin fährt seit letztem Winter mit eine künstlichen Karbonschiene am Schienbein, um noch mehr Druck auf die Skier geben zu können). Natürlkch könnten und sollten die Streckenbauer, setzter und -Präparierer. die Pisten sicherer machen, aber hundertprozentige Sicherheit wird es im alpinen Skisport nie geben. So zog sich Mikaela Shiffrin im Riesenslalom eine offenbar schwere Unterleibsverletzung zu (weil sie sich an einer Stange aufgespießt hat, die sie zu einer längeren, vielleicht sogar saisonbeendenden Pause zwingt.
Der Zwiespalt bleibt und s für mich nicht aufzulösen. Die Abfgahrt und der Super-G am Wochenende waren zwei fantastische Rennen, die den fahrern alles abverlangt haben. Es gab zwei erstaunliche Premierensieger: Der Schweizer Alexis Monney gewann die Abfahrt, den Super-G sicherte sich ebenfalls überrasschend der norwegische Shooting-Star Fredrik Moeller, der diese Saison schon starke Ergebnisse hatte, vor dem Österreicher Vincent Kriechmayr und dem erneut unglaublichen Monney. Die Schweizer Speedfahrer dominieren: In beiden Rennen kamen vier Eidgenossen unter die ersten Sechs. Ein Achtungszeichen des gerupften deutschen Teams setzte Simon Jocher mit Rang 13 in der Abfahrt.
Die Frauen bestritten traditionsgemäß zwischen den Jahren Riesenslalom und Slalom am Semmering. Federica Brignone gewann den RS souverän vor der Schwedin Sara Hector und Alice Robinson aus Neuseeland.. Eine Klasse für sich war im Slalom die Kroatin Zrinka Ljutic, die bei ihrem ersten Weltcupsieg überhaupt 1,75 Sekunden Vorsprung auf Lena Dürr aus Germering hatte. In Abwesenheit der beiden absoluten Slalom-Dominatorinnen der vergangenen Jahre Mikaela Shiffrin und Petra Vlhova fand Dürr erneut ihre Meisterin. Emma Aicher als Achte schaffte das direkte WM-Limit, aber die Allrounderin braucht mal ein absolutes top-Ergebnis
Österreichs Adler fliegen weeeiiit
Pius Paschke durfte und darf sich auch noch Hoffnungen auf den ersten deutschen Sieg bei der Vierschanzentounee machen, führt er doch als einer Reihe von top-Resultaten auf seine alten Tage (34) die Weltcup-Wertung an. Doch das erste Springen auf der Schattenbergschanze in Oberstdorf zeigt: Der Sieg führt nur übers Team Austria. Dieses feierte durch Stefan Kraft, Jan Hörl und Daniel Tschofenig einen Dreifach-Erfolg. Schon bei der Generalprobe vor einer Woche in Engelberg belegten Österreichs Athleten bei zwei Wettbewerben fünf von sechs möglichen Podestplätze. Die Form ist zudem stark steigend.
Pius Paschke enttäuschte keineswegs, wahrte mit Platz 4 und 13 Punkten Rückstand auf Kraft die Chance auf den Gesamterfolg. Aber der wird kompliziert, Wie es aussieht, muss er über sich hinauswachsen, denn auf einen Komplettausfall sollte er nicht hoffen, und das will er wahrscheinlich auch nicht. Was auffällt und zu denken gibt aus deutscher Sicht: Außer Paschke schafften es lediglich Karl Geiger und Andreas Wellinger in den 2. Durchgang, in dem Geiger mit einem großartigen Versuch noch auf Platz 8.
Weltmeister Humphries raus
Das Favoritensterben im Ally Pally fand am Sonntag den vorläufigen Höhepunkt. Bereits nach dem Achtelfinale muss Weltmeister Luke Humphries seine Dartspfeile einpacken. Er unterlag Peter Wright, wie immer mit auffälliger Haarpracht und Schlangen-Tattoo, und kann somit seinen Titel nicht verteidigen.
Die zahlreichen deutschen Fans im Ally Pally müssen ohne nationalen Favoriten auskommen. Als Letzter scheiterte ebenfalls im Achtelfinale Ricardo Pietreczko, der beim 0:4 gegen den Engländer Nathan Aspinall keine Chance hatte, abe auch an die guten Vorstellungen der vergangenen Runden nicht herankam. Top-Favorit Luke Littler ist dagegen ebenso noch im Rennen wie Michael van Gerwen.
Schaffen die Bengals das Play-off-Wunder
Vor dem 17. und vorletzten Spieltag der NFL wurden die Chancen dafür mit 5 Prozent taxiert. Die sind immerhin nach einem absurden Overtime-Sieg gegen die Denver Broncos nicht auf Null gesunken. Eine derartige Overtime habe ich noch nie gesehen. Etwa Zwei Minuten vor Schluss hatte Bengals-Kicker Cade York beim Stand von 24:24 die Chance auf ein game-winning Field Goal, er setzte den Ball an die Stange. Ein echtes Drama für York, der erst während der Saison den enttäuschenden Evan McPherson als Kicker abläste. Doch die Benglas brauchten unbedingt einen Sieg, um die theoretische Chance zu wahren. Tatsächlich hielten sie den Broncos-Angriff in Schach und ließen nur drei Versuche und einen Punt zu. Danach führte der überagende Joe Burrow Cinci übers Feld. Diesmal verließen sie sich nicht auf ein Field Goal. Vielmehr bediente Burro Ty Higgins in der Endzone zum Touchdown und den Sieg.
Um tatsächlich noch in die Play-offs zu rutschen, müssen sie nicht nur gegen den Erzrivalen Pittsburgh Steelers gewinnen, sondern auch auf eine Niederlage der Broncos gegen die Chiefs hoffen , die vielleicht/wahrscheinlich in zweiter Besetzung spielen. Und damit nicht genug: Zudem dürfen die Miami Dolphins nicht bei den New York Jets gewinnen. Gegen die Jets, diese entsetzliche Trümmertruppe. Die Chancen leigen jetzt bestenfalls bei 6 Prozent
In brillanter Manier haben sich mal wieder die Indianapolis Colts um ihre Play-off-Chancen gebracht. Sie verloren nach einer absolut indiskutablen Leistung vor allem in der Defensive bei den New York Giants mit 33:45. Nieman war wahrscheinlich mehr ob dieses Sieges erstaunt als die New Yorker selbst. Drake Maye brachte 4 Touchdown-Pässe an den Mann. Der Sieg kam gar ungelegen für die Giants, die jetzt nicht mehr dass allerschlechteste Team der Liga ist: die zweifelhafte Ehre, die mit dem Nummer-1-Draftpick belohnt wird.
Immer noch spannend ist das Rennen um den 1. Platz in der NFC: Die Minnesota Vikings bezwangen dank eines formidablen Sam Darmold die Green Bay Packers, die es am Ende allerdings noch mal erstaunlich spannend machten. Ebenfalls im Rennen sind die Philadelphia Eagles und die Detroit Lions, die allerdings heute Abend noch bei den ersatzgeschwächten San Francisco 49ers (zum letzten Monday Night Game der Saison) antreten. Nächsten Sonntag kommt es dann in Detroit zu direkten und entscheidenden Duell.
Weihnachtszeit – schlecht für manchen Fußball-Trainer
Der 1. FC Union jedenfalls hatte den Schuldigen für die sieglose Zeit parat und feuerte Trainer Bo Svensson, der erst seit Saisonbeginn die Wuhlheider trainierte. Der Nachfolger steht schon fest. Heute gaben die Eisernen bekannt, dass künftig Steffen Baumgart das sportliche Sagen hat. Der gebürtige Rostocker hatte 2002 bis 2004 für die Köpenicker als Stürmer und sich in die Herzen der Fans gespielt. Kurios: Sportdirektor Horst Heldt hat Baumgart schon einmal als Trainer verpflichtet. 2021 holte er ihn zum 1. FC Köln, wo Baumgart zunächst eine durchaus erfolgreiche Zeit hatte. Gleich die ersten Spiele werden jetzt für Baumgart und Union wegweisend. Nach der Winterpause geht es gegen die Kellerkinder 1. FC Heidenheim und FC Augsburg.
In der 2. Liga feuerte Hannover 96 Stefan Leitl und holte Andre Breitenreiter zurück, der mit Hannover bereits 2017 den Aufstieg geschafft hatte. Die Niedersachsen haben auch jetzt noch alle Chancen, stehen sie doch nur 2 Punkte hinter Platz 3. Trotzdem den Trainer zu entlassen, das muss auch nicht jeder verstehen.
von Münchner Löwe | Dez. 17, 2024 | bundesliga, Fußball, NBA, ski alpin, Tennis, Wintersport, Wochenrückschau
Erst am Dienstag, shame on me. Aber der Feuerzeugwurf in der Försterei war mir einen eigenen Eintrag wert, und danach verließen mich die Kräfte …
Der Bayern-Angstgegner heißt Mainz
Kaum zu glauben: Das 1:2 der Münchner war die vierte Niederlage beim FSV in den vergangenen fünf Auswärtsspielen in der Bundesliga. Und sie war mehr als verdient, denn der Auftritt des Rekordmeisters war der mit Abstand schwächste in der laufenden Spielzeit.
Sehr engagierte Mainzer (oft auch über die Grenzen hinaus) nahmen den Bayern nach einer duchaus ansprechenden ersten Viertelstunde den Schneid. Die beiden Tore des Koreaners Lee waren eher Slapstick, dass der eingewechselte Vorlagengeber Armando Sieb eine Münchner Leihgabe ist, ist das i-Tüpfelchen. (Auch) eine Erklärung des dürftigen Auftritts: Den Bayern fehlten 9 (erweiterte Stammspieler, das können nicht mal sie kompensieren. Und bei Lichte betrachtet haben sie bis auf Harry Kane und Jamal Musiala keinen Ausnahmespieler mehr, der den Unterschied ausmacht. Gut für die Münchner, dass für sie nur noch ein Spiel am Freitag gegen RB Leipzig auf dem Programm steht, denn das Team geht sichtlich auf dem Zahnfleisch.
Die Herbstmeisterschaft ist dennoch sicher, aber Mister Bayer Leverkusen macht gerade einen viel besseren Eindruck. Verspircht Spannung fürs Titelrennen 20256.
Dennis Schröder jetzt ein Warrior
Zu den Perversionen der NBA gehört es, dass die Spieler ohne jedes Mitspracherecht (die allermeisten zumindest) von einem Team zum anderen transferiert werden. Noch perverser ist das Tanking, also das absichtliche Verlieren. Die Personalie Dennis Schröder verdeutlicht beide Perversionen aufs Deutlichste. Gerade hat er in Interviews geäußert, wie wohl er sich und seine Familie bei den New Jersey Nets fühlen und in der Stadt New York, da heiß es für ihn Kofferpacken und ab ans andere Ende der USA nach San Francisco zu den Golden State Warriors. Die Begründung: Dennis Schröder hat zu gut gespielt und mit den Netsz u viel gewonnen. Es „droht“ sogar die Qualifikation für die Play-offs, zumal im schwachen Osten. Dabei wollen die Nets doch eher verlieren, um 2025 in der neuen Draft-Lotterie sich als eines der ersten Spieler einen ganz, ganz tollen Collegespieler zu schnappen.
Nun muss ich mit dem bestens alimentierten Dennis Schröder kein Mitleid haben. Zumal er mit den Warriors um Steph Curry ein vielleicht sogar titelreifes Team vorfindet, in das er mit seinen Spielmacher-Qualitäten bestens passt. Golden State empfängt ihn mit offenen Armen, gerade die WM 2023, als Schröder das deutsche Team als Kapitän zum WM-Sieg führte unter anderem auch mit einem Erfolg über die USA, hat bei Trainer Steve Kerr Eindruck gemacht. Also eine Win-Win-win-Lösung für alle Beteiligten. Pervers bleibts trotzdem.
Odermatt siegt, Vonn fährt Probe
Die Abfahrtspiste Birds of Prey in Beaver Creek ist eine meine Lieblingsstrecken im Ski-Kalender (vielleicht ein bisschen zu kurz). Am Wochenende durften hier endlich auch die Frauen ran, und die Steilstücke waren für sie durchaus eine Herausforderung. Sie meisterten das glänzend, am besten am Samstag die Österreicherin Cornelia Hütter (Abfahrt) und am Sonntag die unglaubliche Italienerin Sofia Goggia im Super-G, die gerade mal ihr Comeback nach einer schweren Beinverletzung bestritt. Die Speed-Queen ist wieder da.
Apropos Speed-Queen: Diesen Titel hatte lange Jahre unbestritten Lindsey Vonn inne. Die Amerikanerin arbeitet sukzessive an ihrem Comeback. Nach den FIS-Rennen in Copper Mountain, wo sie ihre Abffahrtstauglichkeit zeigte, bezwang sie die Birds of Prey als Vorläuferin, und sie war offenbar im Super-G gerade mal etwa 2 Sekunden hinter der Siegerin (inoffiziell gestoppt). Am Wochenende in St. Moritz, längst nicht so herausfordernd, will sie dann bei zwei Super-Gs offiziell wieder ins Weltcup-Beschehen eingreifen.
Die Männer waren bereits wieder in Europa, bestritten in Val s’Isere Riesenslalom und Slalom. Im RS siegte Marco Odermatt nach zuletzt 3 Ausflällen, was ihn sichtlich erleichterte. Das Rennen im 2. Durchgang war für mich irregulär, da die besten, also später startenden Fahrer eine fast unfahrbare Piste und schlechte Sicht vorfanden. Die Gunst der Stunde nutzte der Österreicher Patrick Feurstein, der auf Platz 2 seinen ersten Podestplatz fixierte. Schön für ihn, es ist halt Freiluftsport.
Im Slalom kam Henrik Kristoffersen endlich mit seinem Ski-Material bestens zurecht und siegte vor seinem norwegischen Landsmann Ali McGrath und Luc Meillard aus der Schweiz. Nur noch eine Frage der Zeit ist es, bis Lcas Pinheiro Braaten, diesmal Fünfter, ganz oben aufs Siegertreppchen steigt bei seinem Comeback nach einem Jahr Pause. Dagegen läuft es für Linus Straßer überhaupt nicht. Der Skilöwe schied im 2. Lauf aus und wartet auch nach dem 3. Rennen auf einen Podestplatz in dieser Saison.
Manchester United macht United-Things
Fußball-Fans werden oft gefragt, warum sie sich das antun: viele dahinmäändernde Spiele sich live anschauen, in denen wenig bis nichts passiert. Da reiche doch eine Zusammenfassung. Diese Anklage hat oft gute Gründe, seufz, umso schöner ist es dann, wenn es noch besseres Anschauungs-Material zur Exculpation gibt; wie am Sonntag die letzten fünf Minuten beim Manchester-Derby City vs United. 87 Miinuten war es das vor sich hin määndernde Spiel, durchaus mit einigen Nettigkeiten wie dem Führungstor für City. Es folgte die tolle Schlussphase. Ausgleich United und nicht einmal 2 Minuten später Siegestor United mit einem irren Treffer. Und plötzlich ward aus dem Normalo-Spiel eines für die Geschichtsbücher.
Wem das bekannt vorkommt: Der FC Bayern kann von derlei United-Nachspielzeiten ein. trauriges Erinnerungs-Lied singen. Man sage nur: Barcelona, 1999, Solkskjaer, und jeder Fan wird seufzend (jeder Nicht-Fan lächselnd) Bescheid wissen und einem vemeintlich sicheren Champions-League-Triumph hinterhertrauern. Damals war es Usus für Manchester United, späte Spiele zu gewinnen, die gute alte Fergie-Time. Jetzt lebte Sir Alex wieder auf im Etihad. City dagegen und der zunehmend verzweifelte Pep Guardiola versinken fast schon im Premier-League-Mittelmaß.
Und sonst
- Bundesliga: Den Feuerzeugwurf von Berlin, der den Bochumer Torwart traf, habe ich gestern schon „gewürdigt“. sollte der VfL am Grünen Tisch die 3 Punkte erhalten, sieht er im Abstiegs-Schneckenrennen wieder Land. In diesem sind vor allem noch Holstein Kiel, Heidenheim und St. Pauli involviert. Stand heute würde ich den hamburgern die besten Chancen auf Rettung zubilligen.
- Internationaler Fußball, Unfassbare Siegersserie. Atlanta Bergamo hat das zehnte Spiel in Folge in der Serie A gewonnen (Vereinsrekord ausgebaut) und die Tabellenführung verteidigt. Inter gewann am Montag in beeindruckender Manier mit 6:0 bei Lazio.
Spitzenclubs schwächeln: Der FC Barcelona hat in der Primera Division den brillanten Start schon fast verspielt. Die 0:1-Heimniederlage gegen Aufsteiger Legranes war der vorläufige Höhepunkt einer Abwärtsspirale. Noch ist Barca Tabellenführer, weil auch Real Madrid viele Punkte lässt. Team der Stunde ist Atlético mit zuletzt 6 Siegen in Folge. Am Samstag empfängt Barca das Team von Trainer Diego Simeone. Eine weitere Pleite, und die Spitze ist futsch.
- Wintersport: Skispringer Pius Paschke ist auf seine alten Tage (sorry) weiter in bestechender Form. Er gewann beide Wettbewerbe auf der Großschanze von Titisee-Neustadt und siegte zusammen mit Andreas Wellinger auch im Team. Souverän führt er den Weltcup an.
Nicht viel schlechter ergeht es Franziska Preuß. Die Biathletin gewann den Sprint in Hochfilzen und wurde in der verfolgung Dritte hinter Lou Jeanmonnot und Vanessa Voigt. Auch sie führt den Weltcup an.
- Handball: Triumph für Norwegens Frauen bei der Europameisterschaft. Im Wiener Finale gewann das zurzeit mit Abstand beste Team der Welt (zuletzt dreimal Olympiasiegerin) klar gegen Dänemark. Von der absoluten Spitze ist die deutsche Mannschaft doch noch ein Stäck weit entfernt. Da bleibt bis zur Heim-WM Ende 2025 noch einiges zu tun, will man wenigstens in den Medaillenkampf eingreifen. Norwegen erscheint mir unbezwingbar.
In der Männer-Bundesliga baute MT Meldungen die Tabellenführung durch zwei klare Siege gegen HSV Hamburg und in Gummersbach auf zwei Punkte aus. Dahinte ein dichtes Vefolgerfeld mit Hannover-Burgdorf, den Füchsen Belin, SC Magdeburg, dem THW Kiel. Extrem viel Spannung ist angesagt in der vermeintlich besten Liga der Welt.
von Münchner Löwe | Dez. 9, 2024 | Formel 1, Fußball, ski alpin, WNBA, Wochenrückschau
Neuer patzt, alles trotzdem gut?
Der FC Bayern muss den ersten Titel de Saison abschreiben. Gehörrigen Anteil an der 0:1-Niederlage gegen Bayer Leverkusen hatte Schlussmann Manuel Neuer, der schon nach einer guten Vietelstunde vom Platz flog, weil er als letzter Mann außerhalb des Strafraums Jeremie Frimpong zu Boden rammte. Im Eishockey oder auch Football wird man für eine derartige Abwehraktion gefeiert, im Fußballl gibt es den Platzverweis. An der Berchtigung hatte dennoch so manch Betrachter und Kommentator Zweifel wie Wolfi Fuss bei Sky: Für die meisten war das Rot völlig in Ordnung: Sowohl die Schwere des Fouls als auch die Notbremse hätten dazu gereicht.
Fast trotzig stellte sich die Neuer-Fraktion hinter den Schlussmann, den viele trotz vieler Aussetzer immer noch für den besten Torwart der Welt halten. Das könne passieren, und wie viele Spiele habe er durch sein offensives Torwartspiel gerettet. Tatsache ist jedoch: Neuer ist 38 Jahre alt, schlicht nicht mehr so (gedanken)schnell wie vor zehn Jahren. Ich bin gespannt, ob die Bayern mit dem Torwart den 2025 auslaufenden 20-Mio-Vertrag verlängern und wenn ja zu welchen Konditionen. Es gibt nämlcih auch Fans, die alles andere als glücklich sind mit ihrem Torwart.
Bundesliga as usual
Der 13. Spieltag brachte die Konstellation, dass die oberen Vier durchweg auf Abstiegskandidaten trafen. Sie entledigten sich ihrer Aufgaben mehr oder weniger souverän mit Ausnahme von Eintracht Frankfurt, das zu Hause gegen den FC Augsburg nicht über ein 2:2 hinauskam.
Im blickpunkt standen mal wieder die Schiedsrichterteams samt den VARs im Kölner Keller. Vor allem Florian Badstübners Auftritt bei der Partie Hostein Kiel gegen RB Leipzig (0:2) hinterließ Fragezeichen, um es noch höglich auszudrücken. Seine Pfeife bleib stumm, als Leipzigs Schlussmann Peter Gulacs im Strafraum einen Kieler in Rambo-Manier anspang und zu Fall brachte. Auf der anderen Seite genügte ihm ein hauchzarter zupfer eines Kielers gegen den dankbar fallenden Openda für den Elferpfiff. Eine derart unterschiedliche Zweikampf-Bewertung, in der zwimal dasselbe Team bevorzugt wird, das muss man auch erst mal hinbekommen: Und dann noc nicht einmal bereit zu sein, das Video zu bemühen. Bezeichnend, dass Badstübner hinterher zu keiner Stellungnahme bereit war. Das schlechte Gewissen?
Norris siegt – McLaren jubelt
Lando Norris gewann den insgesamt unspektakulären WM-Lauf von Abu Dhabi, den letztender Formel-1-Saison. Seine Punkte sicherte McLaren den Konstrukteurstitel vor Ferrari und Red Bull. Aufregung gab es nur ein der ersten Kurve, als Weltmeister Max Verstappen McLaren-Fahrer „abschoss“, weswegen der Teamtitel allein an Lando Norris hing. Der brachte allerdings den Sieg ohne Nöge nach Hause vor den beiden Ferraris es war das letzte Rennen vonvon Carlos Sainz und Charles Leclerc.
Es war das letzte Rennen von Lewis Hamilton im Mercedes, der mit den Schwaben immerhin sechs Einzeltitel holte. Der Brite wechselt zur kommenden Saison zu Ferrari, weswegen Sainz die Scuderia verlassen muss. Mehr Motivation und mehr Lust muss da Hamilton schon zeigen als zuletzt.
Odermatt schon wieder raus
In der vergangenen Saison schied der Schweizer Ski-Perfektionist erst im letzten Riesenslalom der Saison beim Abschluss in Saalbach aus. Jetzt ereilte ihn das Schicksal in beaver Creek bereitszum zweiten Mal en suite nach dem Out in Sölden. Ein beinahe grotesker Fehler gleich zu beginn des 2. Durchgangs wurde dem Schweizer zum Verhängnis. „Das ist mir noch nie passiert“, bekannte er. Dabei ist er glänzend in Form, gewann tags zuvor den Super-G an gleicher Stelle und wurde tags zuvor hinter seinem erstaunlichen Landsmann Justin Murisier Zweiter.
Auch im Riesenslalom gab es durch Thomas Tumler einen Schweizer Erfolg, der mit 35 Jahren seinen ersten Weltcupsieg überhaupt feierte. Er verhinderte das Sensationscomeback von Lucas Braaten, der nach einem Jahr Pause allerdings Platz 2 und den ersten Podestplatz für Brasilien überhaupt, mit Freudentränen aufnahm. Es dürfte schon in dieser Saison höchstens eine Frage der Zeit sein, wann der gebürtige Norweger ganz oben auf dem Treppchen zu finden sein wird.
Die Deutschen hatten wie erwartet mit der Spitze nichts zu tun. Alexander Schmid landete nach zwei sicheren Läufen auf Platz 12, Fabian Gratz fuhr mit einem starken 2. Lauf noch auf Rang 19 vor.
Die Frauen pausierten. Die vor eine Woche gestürzte Mikaela Shiffrin wird wegen ihrer Stichverletzung im Kauf, die immer noch nicht vollends geklärt ist, in diesem Jahr wohl keine Rennen mehr bestreiten.
Handballerinnen verpassen EM-Medaille
Die Auswahl verlor im Turnier in Österreich, Schweiz und Ungarn ihr 2. Spiel gegen Dänemark. Lange hielt sie gut mit, aber dann setzten sich die Dänen ab. Heute sind die Deutschinnen gegen Norwegen krasser Außenseiter. Es gibt zwar noch rechnerische Chancen aufs Halbfinale, doch sehr viel realistischer ist heute eine Niederlage gegen Norwegen, der klar besten Mannschaft der vergangenen Jahre. Es bleibt viel zu tun bis zur Heim-WM 25 in einem Jahr, es gibt aber durchaus Hoffnung.
Und sonst
- Bundesliga: Weiter trostlos läuft es für den VfL Bochum. Nach dem 0:1 zu Hause gegen Werder Bremen hat das Hecking-Team weiter nur 2 Punkte auf der Habenseite. Dem neuen Coach bleiben nur Durchhalteparolen. Nicht viel besser sieht es für Holstein Kiel aus, Mitaufsteiger St. Pauli gefällt mir trotz der Niederlage bei Bayer wesentlich besser.
- Internationaler Fußball: Spektakel in Tottenham. Nicht nur ich habe ja über den 40+-Kader des FC Chelsea gelästert, der trotz Aber-Millionen-Verpflichtungen so gar nichts auf die Kette bekam. Doch jetzt scheint es Trainer Enzo Maresca tatsächlich gelungen zu sein, ein schlagkräftiges Team zu formen. In einem wilden London-Derby gewann Chelsea nach 0:2-Rückstand mit 4:3 und ist mit 4 Punkten Rückstand der erste Verfolger vom FC Liverpool. Die Reds haben allerdings eine Partie weniger, weil das Stadtderby in Everton einem Sturm zum Opfer fiel. Dennoch finde ich es beeindruckend, wie Chelsea auftritt, das immerhin 2 Punkte vor dem wesentlich höher eingeschätzten FC Arsenal liegt.
In Italien gab es einen Führungswechsel. Atalanta Bergamo profitierte von einer völlig überraschenden Heimniederlage der SSC Neapel gegen Lazio. Inter und Fiorentina sind in Lauerstellung:
Nicht mehr gewinnen kann der FC Barcelona, der nur eine der vergangenen 5 Liga-Partien für sich entschied. Beim enttäsuchenden 2:2 bei Betis Sevilla flog Trainer Hansi Flick nach einer Schiri-Beleidigung vom Platz.Noch hat Barca die Tabellenführung inne, aber dahinter lauern Real und das zurzeit bärenstarke Atlético (5 Siege in Folge) mit einem Spiel weniger.
- Handball: Weiter Spitze in der Bundesliga ist MT Melsungen, das auch die Auswärtshürde Wetzlar nahm. Die Füchse Berlin feierten in der Champions League gegen Sporting den 3. Sieg in Folge und können sogar noch auf den direkten Einzug ins Viertelfinale hoffen. Meister SC Magdeburg muss nach einer erneuten Niederlage in Nantesgar ums Achtelfinale bangen.
- Basketball: Das in der Liga strauchelnde Alba Berlin musste auch im nationalen Pokal die Segel streichen. Bei den Brose Baskets, die auch schon sehr viel bessere Zeiten gesehen haben, veloren die Haupfstädter mit 67:80. Außer Bamberg stehen überraschenderweise auch die Frankfurt Skylyners und der Mitteldeutscher BC im Final Four, das heute mit der Partie FC Bayern gegen Rasta Vechta komplettiert wird. Die Münchner wiederum behielten in der Euroleague ihre weiße Heimweste und feierten schon den 7. Sieg im 7. Spiel im neuen SAP Garden.
von Münchner Löwe | Dez. 2, 2024 | Allgemein, Fußball, ski alpin, Wintersport, WNBA, Wochenrückschau
Schlager in der Bundesliga und Premier League, ein Riesenschreck um Mikaela Shiffrin und sehr erfolgreiche deutsche Wintersportler. Anmerkung: Zur Vergabe der Fernsehrechte (bisher nichts offiziell, sondern nur allerdings fast bestätiogter Spekulatius) und (wie gewöhnlich) dem US Sport mache ich gesonderte Teile.
Spitzenspiel endet Remis – und alle sind leidlich zufrieden
Vor der Partie Borussia Dortmund gegen Bayern München entbrannte sich ein erstaunlich ernst geführter Streit, ob diese den Clasico oder Klassiker genannt werden darf oder ob dafür die gemeinsame große Vergangenheit nicht zu kurzfristig gewesen sei. Ein Klassiker sei zeitlos, sagten die Kritiker dieser Bezeichnung. Dortmunds Noch-Geschäftsführer Aki Watzke blaffte, nur Ignoranten würden nicht sehen, das es in Deutschland kein größeres Spiel gäbe. Nun denn: Die gut 80 000 Zuschauer im natürlich ausverkauften Westfalenstadion sahen eine gutklassige, keineswegs aber mitreißende Begegnung. Der BVB ging nach einem rasanten Lauf von Jamie Gittens in Führung. Dabei war der junge Flitzer reichlich allein bei seinem Run gegn das Tor von Manuel Neuer, der zudem mit dem Herauslaufen zögerte. Schlecht sah es zudem für die Bayern aus, als Harry Kane nach eine halben Stunde vom Platz humpelte. Sie hatten danach durchaus Chancen duc´rch Thomas Müller und Leroy Sané, aber erst Jamal Musialas Kopfball brachte ihnen kurz vor Schluss wenigstens den Ausgleich. Einen Punkt gewonnen, resümierte Trainer Vincent Kompany. Gegen ein absolutes Spitzenteam nicht verloren, befand Dortmunds Nuri Sahin.
Tatsächlich haben die in der Bundesliga noch unbesiegten Bayern nach dem 11. Spieltag 4 Punkte Vorsprung auf Eintracht Frankfurt (und das ungleich bessere Torverhältnis). Die Hessen wiederum gewannen nach ihrem mühsamen 2:1 in Midtyiland souverän mit 4:0 in Heidenheim. Dritter ist jetzt Meister Leverkusen, das gegen den 1. FC Union mit 2:1 besiegte.
Wer will Liverpool besiegen?
Während die Partie Dortmund vs Bayern leidlich gut unterhielt, riss mich zumindest die erste Halbzeit beim Premier-League-Spiel FC Livepool vs Manchester City förmlich vom Sofa. Was die Reds da an einem Tempospiel mit zahlreichen schönen Kombinationen auf den Rasen der Anfield road zauberten, sucht derzeit in Europa seinesgleichen. Da greift ein Rädchen ins andere, Schwchstellen kann ich kaum ausmachen. Der Halbzeitstand von 1:0 spiegelte die Überlegenheit gegen den hoffnungslos überforderten englischen Meister nur unzureichen wieder. Schon während der Woche hatte Pool in der Champions League beim 2:0 nur wenig Chancen gelassen.
Natürlich – die Saison ist noch lange. Aber in der Liga haben die Reds jetzt schon 9 Punkte Vorsprung auf die punktgleichen FC Arsenal und FC Chelsea, ManCity, denen Weltfußballer Rodri an allen Ecken und Enden fehlt, findet sich gar auf Platz 5 wieder, wann hat es das bitte zuletzt gegeben?
Akia statt Jubiläumssieg
Alles schien gerichtet für Mikaela Shiffrin zum 100. Weltcupsieg. Nach dem 1. Durchgang des Riesenslaloms in Killington führte sie souverän. Doch im Skifahren reicht eine kleine Unachtsamkeit zum Desaster: eine Unebenheit warf die Amerikanerin in die Luft, die nicht reagieren konnte und äußerst unsamt auf dem pickelharten Schnee aufschlug. Benommen blieb sie legen und musste letztlich mit dem Akia talswärts geschafft werden. Praktisch gleichzeitig und in Sichtweise vollführte man die Siegerehrung, als sei nichts geschehen: Die Fis und die Ausrichter zeigten mal wieder ihr einmaliges Taktgefühl in dere´lei Dingen. Sara Hector, die letztlich gewann, fasste es richtig zusammen: „Es ist so traurig, Mikaela so stürzen zu sehen. Es bricht mir und allen hier das Herz“, sagte die Schweding nach ihrem 6. Weltcup-Erfolg.
Shiffrin gab zwar noch am Samstagabend Entwarnung, es tue „nur“ alles weh. Es hat sie dann allerdings doch schlimmer erwischt: Die Ärzte Diagnostizierten eine tiefe Stichwunde am Unterleib. Man rätsele noch, wie es dazu kam. Ein Start am Sonntag in ihrer Spezialdisziplin Slalom an gleicher Stelle kam also nicht in Frage. Es triumphierte nach einem spektakulären 2. Lauf die Schweizerin Camille Rast vor den zeitgleichen Wendy Holdener und Anna Swenn-Larsson. Lena Dürr verspielte zum xten Mal eine Halbzeitführung und landete letztlich auf Platz 4, gerade mal 3 Hundertstel hinter dem 2. Platz. bei Eurosport gab es eine witzige Text-Bild-Schere. Man sah extatisch jubelnde Schweizerinnen, und Wolle Nadvornik kommentierte: „Ist das bitter.“ Der deutsche Blick allüberall.
Staffeln im Viererpack
Das war wirklich nicht einfach, am Wochenende den Überblick zu behalten beim Bíathlon-Auftakt in Kontiolahti. Staffeln, wohin man schaute: Single Mixed (1 Mann, eine Frau), Mixed (2 Frauen, 2 Männer), tags darauf erst Männer (4) dann Frauen (auch 4). Gefühlt waren dann doch immer die gleichen Nationen vorn. Schweden, Frankreich und Norwegen machten jeweils die Podestplätze unter sich aus, nur einmal in der Single Mixed, oder war es doch die Mixed, schob sich ein junges deutsches Team auf Platz 3.
Deutsche Überflieger
Ich selbst habe Skispringen nicht verfolgt, aber die deutsche Erfolgsbilanz ist aufsehenerregend. Im finnischen Ruka gewannen am Samstag Pius Paschke und am Sonntag Andreas Wellinger jeweils auf der Großschanze. Schon am Wochenende zuvor hatte Paschke mit einem ersten und einem zweiten Platz überzeugt. Allein die Österreicher um Weltcupsieger Stefan Kraft können da mithalten.
3 Siege in den ersten vie Springen, so gut sind die Deutschen noch nie in eine Saison gestartet. Wieder mal werden sehr früh große Hoffnungen auf einen Tourneesieg geschürt. Doch den jagen die Deutschen seit 2002 hinterher, zu Weihnachten kommt regelmäßig der Formabbau (besser gesagt: Die anderen Nationen holen auf). Schaun wir mal, wies heuer wird bzw Anfang Januar.
Früher Rückschlag der Handballerinnen
Schon am 2. Spieltag der EM in Österreich, Ungarn und der Schweiz kassierte das Team gegen Holland die erste Niederlage – und die fiel mit 22:29 deftig aus. Das ausgegebene Ziel Halbfinale scheint in dieser Form außer Reichweite, weil Norwegen, Dänemark, Schweden und Frankreich noch eine Ecke stärker einzuschätzen sind als die Oranjes. Jetzt kommt es morgen schon zum „Endspiel“ gegen Island, um überhaupt in die Hauptrunde einzuziehen.
Und sonst
- Bundesliga: Einen Befreuungsschlag im Abstiegskampf gelang dem FC St. Pauli, der mit dem klaren 3:1 gegen Mitaufsteiger Holstein Kiel auf Platz 15 rückte. Die Hamburger feieten ihren ersten Heimsieg seit dem Wiederaufstieg. Finster sieht es für den VfL Bochum aus, das nach dem 0:1 in Bochum qweiter nur 2 Punkte hat. Ist der Trainer-Effekt um Dieter Hecking etwa schon verpufft?
Seinen schwarzen November komplettierte RB Leipzig mit dem 1:5 zu Hause gegen den VfL Wolfsburg. Schon nach einer Viertelstunde stand es 0:3. Die November-Bilanz: in der Bundeslgia 3 Niederlagen und ein 0:0 gegen Gladbach, dazu zwei CL-Pleiten, die praktisch schon das Aus bedeuten. Sollte am Mittwoch gegen Frankfurt das Pokal-Aus hinzukommen, wären die Tage des Leipzigers Marco Rose auf der Leipzige Triainerbank trotz aller Heimatgefühle wohl gezählt.
- Internationaler Fußball: Schock in Florenz. In der Partie der Fiorentina vs Inter brach Edouardo Bove (Florenz) in der 17. Minute zusammen. Man reagierte schnell, reanimierte den Spieler noch auf dem Feld und transportierte ihn ins Krankenhaus. Von dort kam noch am Sonntag die erste Entwarnung. Bove sei bei Bewusstsein. Eine akute Beschädigung des Nentralen Nervensystems könne ausgeschlossen werden. Hoffen wir das Beste. Die Partie wurde ohne große Umstände abgebrochen und soll zu einem späteren zeitpunkt fortgesetzt oder neu angesetzt werden.
Sensation in Spanien: Tabellenführer FC Barcelona kassierte gegen Nachzügler Las Palmas eine 1:2-Niederlage. Zwar behielten die Katalanen Platz 1 in der Primera Division, doch Real Madrid (2:0 vs Getafe) hat noch ein Nachholspiel in der Hinterhand und könnte Barca überflügeln. Erste Risse im Flick-Kosmos?
Riesenjubel bei Botofogo: Der brasilianische Traditionsclub sicherte sich zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Copa de Libertatores, das europäische Pendant zureuropäischen Champions League. Das Team besiegte im Finale gegen die Landsmaänner aus Mineiro mit 3:1. Dabei spielte man ab der ersten Minute nach einer frühen Roten Karte in Unterzahl. Bei Botofogo wirkt übrigens Michael Gerlinger als Chief Officer, lange Chefjustiziar beim FC Bayern. Der international tätigen Eagle Football Group gehört neben Botofogo unter anderem auch Olympique Lyon an, der wg Überschuldung der Zwangsabstieg droht. Können da Quersubventionen vielleicht noch helfen?
- Handball: Die MT Melsungen gewann das Spitzenspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt klar mit 33:24 und ist punktgleich Spitzenreiter mit Hannnover-Burgdorf (in Lemgo 31:22). SC Magdeburg entledigte sich der Pflichtaufgabe Bietigheim souverän. Viel wichtiger war für den Meister, dass er in der Champions League mit einem Kampfsieg gegen den FC Barcelona in die Erfolgsspur zurückfand. Zumindest die Zwischenrunde ist wieder in Reichweite.
- Basketball: Keine gute Woche für den FC Bayern. Die Münchner waren beim Euroleague-Spiel bei Roter Stern Belgrad chancenlos und verloren mit 77:101. Am Sonntag folgte in der BBL gegen Vechta die erste Heimniederlage. Alba verlor zu Hause gegen TelAviv und auch gegen Ludwigsburg. Dabei brachten die Hauptstädter im 2. Viertel das Kuststück fertig, ganze 4 Punkte zu erzielen.
- Formel 1: Weltmeister Max Verstappen gewann auch das Vorletzte Saisonrennen. In Katar siegte der Holländer vor Charles Leclerc aus Monaco und dem Australier Oscar Piastri. Spannennd ist noch die Konstrukteurswertung: McLaren (640) führt vor dem letzten Rennen in Abu Dhabi vor Ferrari (619) Red Bull (590) kann sein Abo auf diesen Titel somit nicht mehr verteidigen.
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