von Münchner Löwe | Feb. 12, 2024 | Allgemein, basketball, bundesliga, Darts, Fußball, Olympia, Schwimmen, ski alpin, Wintersport
Vorbemerkung. Zum Super Bowl und all den Begleiterscheinungen (Swift, Usher etc) mache ich hoffentlich noch heute einen gesonderten Text. Auch so war im Sport einiges los.
Sabally, die Sportlerin des Jahres.
Ich weiß, es ist erst Februar, und bestimmt wird gerade Olympia einige deutsche Olympiasiegerinnen bringen, na ja hoffentlich, nicht wahr, Emma Hinze?, aber für mich ist die Leistung, mit der die Basketballerin Satou Sabally ihr Team erstmals zu Olympischen Spielen geführt hat, fast schon monumental zu nennen.
Sie war extrem gehandicapt, konnte mit ihrer linken Wurfhand aufgrund einer Schulterverletzung nicht werfen, und dennoch biss sie auf die Zähne im Hexenkessel von Belem, um dem deutschen Team gegen Gastgeberin Brasilien zu helfen. Sie stand praktisch die gesamten 40 Minuten auf dem Feld, wurde mehrfach von den Gegnerinnen übel an ihrer verletzten Schulter angegangen. Ich sah ihr die Schmerzen an. Gerade bei Freiwürfen und beim Spielaufbau war ihr Handicap deutlich anzusehen. Teilweise mit ihrer rechten Hand versuchte sie sich an der Linie, traf nur 7 von 20 Würfen – ein eigentlich indiskutabler Wert. Außerdem konnte sie nicht vernünftig mit beiden Händen dribbeln, und so fabrizierte sie 8 Turnover.
Und doch half sie unendlich, mit ihrer Präsenz, mit ihren Rebounds. 20 Punkte und 11 Rebounds standen letztlich zu Buche. Da wollte jemand unbedingt nach Paris.
Es war – parallel zum Super Bowl auf dem 2nd Screen – eine extrem hektische Partie mit Fehlern ohne Ende auf beiden Seiten mit ziemlich grauenhaften Wurfquoten. Den Deutschinnen kam natürlich zu Gute, dass schon vor dem Anwurf feststand, dass sie sich eine Niederlage mit bis zu 7 Punkten Rückstand leisten konnten im Dreiervergleich mit eben Brasilien und Serbien, deren Spielerinnen draußen zuschauten und am Ende ebenfalls jubelten, weil durch den deutschen Sieg auch sie das Frankreich-Ticket lösen durften.
Toll, dass Magenta den Sportfans dieses Ereignis frei Haus lieferte. Die Endphase war nix für schwache Nerven, die Brasilianerinnen führten plötzlich mit 4 Punkten, doch dann kassierte die am Brett überragende Silva ihr 5. Foul, das sie aus der Partie nahm, und obendrein noch ein technisches Foul dazu. Der Gamechanger.
Ganz am Ende hatte ich nur noch Angst, dass es zu einer Overtime kommen könnte, weil dann die Brasilianerinnen gegen extrem erschöpfte Deutschinnen – drei Spiele hatten 35 und mehr Minuten auf dem Buckel – noch mal 5 Minuten gehabt hätten, um die acht Punkte Vorsprung herauszuholen. Dieses Thema wurde überhaupt nicht angeschnitten, was mich immer noch ratlos zurücklässt. War es nicht von Belang, weil trotz Overtime, das Ergebnis punktemäßig untechnisch gesprochen eingefroren wird? Oder hatte dieses Problem niemand auf dem Zettel? Denn auch die Brasilianerinnen spielten bei ihrem letzten Ballbesitz bei zwei Punkten Rückstand nicht auf einen Zweier. Und das nach gefühlt mehreren tausend Auszeiten
Sei es, wie es ist: Erstmals sind also die deutschen Basketballerinnen bei Olympia dabei. Dieses Erlebnis wird ihnen keiner nehmen können. Dann sind hoffentlich auch alle Spielerinnen bei besten Kräften. Vor allem meine Sportlerin des Jahres Satou Sabally.
Ein Biathlonfest – für Französinnen und Norweger
Seit Mittwoch läuft also die Biathlon-WM, im fantastisch stimmungsvollen Nove Mesto vor jeweils etwa 40 000 lärmenden Zuschauern im Stadion und an der Strecke. Schade nur, dass das Wetter bisher so gar nicht mitspielt, statt Wintertraumland Nebel und Regen. Und schade für die Gastgeber, dass ihr Team derzeit der Musik hinterherläuft. Ihre grandiosen Fans hätten unbedingt eine Medaille und mehr verdient.
Wobei – das „Hinbter der Musik laufen“ gilt prakitsch für alle Länder. Die intonieren Französinnen und Norweger in schon furchteinflößender Art und Weise. Fünf Wettbewerbe hat es bisher gegen, die Mixed-Staffel und 4 Einzelwettbewerbe. Die Medaillenbilanz:
Frankreich: 3-Gold (Mixed-Staffel, Julia Simon Sprint und Vefolgung), 1x Silber (Justine Braisaz-Bouchet Sprint), 2x Bronze (Braisaz-Bouchet Verfolgung, Lou Jeanmonnot Sprint). Dazu noch ein 4. Platz von Sophie Chaveaux im Sprint und in der Verfolgung. Julia Simon sorgte dabei mit ihrer unfassbaren Schießeinlage beim 1. Stehendschießen in der Verfolgung in gerade 17 Sekunden für mein Highilight der 1. Woche.
Norwegen: 2x Gold (Sture Lagreid Sprint, Johannes Tignes Boe Verfolgung, 3x Silber (Mixed-Staffel, JT Boe Sprint, Lagreid Verfolgung), 2x Bronze (V.S. Christiansen Sprint und Verfolgung). Dazu im Sprint Platz 6 und 7 durch Tarjej Boe und Johannes Dale und Platz 4, 5 und 8 in der Verfolgung durch Dale, T. Boe und Endre Strönsheim.
Italien holte Siber durch Lisa Vitozzi in der Verfolgungund Schweden staubte Bronze in der Mixed-Staffel ab, aber nur, weil Norwegen und Frankreich kein zweites Team ins Rennen schicken durften.
Und die Deutschen? Laufen hinterher, schießen zu oft daneben – und schimpfen. Auf sich selbst, die Umstände und auch noch offenbar nicht perfekte Ski. Franziska Preuss versemmelte durch ihre Strafrunde in der Mixed-Staffel eine durchaus im Bereich des Möglichen liegende Medaille. Alle 4 Einzelrennen liefen durchwachsen, weil vielleicht verwachst. Zumindest hatten sie keine Wunderski unter den Füßen wie noch zu Beginn der Saison. Platz 6 für Franzi Preuss im Sprint mit nur einem Schießfehler war noch das beste Ergebnis. Die Männer belegten sowohl im Sprint als auch in der Verfolgung ziemlich geschlossen Plätze zwischen 12 und 20. Das könnte sich zumindest für eine Staffelmedaille ausgehen. Ansonsten spricht wenig dagegen, dass sich ab morgen in den verbleibenden 7 Wettbewerben die französisch-norwegischen Festspiele fortsetzen bei hoffentlich besseren Wetter.
Bayer Meisterkusen
Das war schon ziemlich meisterlich, was die Leverkusener am Samstag beim 3:0 gegen Bayern abfackelte. Ich hab mich ja gestern schon länger darüber ausgebreitet.
https://blickueberdenteich.de/was-vom-tage-uebrigblieb-4/
Für die Presse steht der Hauptschuldige bei den Bayern fest – Thomas Tuchel. Wegen der Umstellungen, tatsächlich sehr gewagt, seiner ganzen Art und einfach halt so und weil sich die Medien so hübsch auf ihn eingeschossen haben, wie Sky-Experte Didi Hamann. Es droht tatsächlich eine titellose Saison, und dann wird es für Tuchel schwer. Zumindest offiziell halten sich die Verantwortlichen reichlich bedeckt, aber eine Niederlage am Mittwoch in der Champions League bei Lazio … – das würde die Lage eskalieren lassen. brandherde gibt es auch so genug. Kimmich, de Ligt und natürlich Thomas Müller.
Leverkusen dagegen überzeugte mal wieder – und jetzt haben sie auch den Afrika-Cup und die damit verbundenen Abstellungen überstanden – mit der besten Rückrundenbilanz aller Bundesligisten. Ein weiterer Stolperstein ist aus dem Weg geräumt, der nächste wartet allerdings beim erstaunlichen Neuling Heidenheim, der seit acht Spielen unbesiegt ist. Der Abstieg dürfte bei aller Vorsich zumindest diese Saison kein Thema mehr sein. Immerhin sind es jetzt schon elf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 (Köln) und gar 15 (!) auf Mainz und Darmstadt, die dem direkten Abstieg kaum noch nentgehen dürften. Zumidest zurzeit ist das da unten wenig dramatisch.
Ein viel zu früher Tod
Es blieb gestern bei all dem Super-Bowl-Bohei bei mir fast fast unter dem Radar: Marathon-Weltrekordler Kelvin Kiptum ist bei einem Auto-Unfall in seiner kenianischen Heimat ums Leben gekommen. Er wurde nur 24 Jahre alt. Im Oktober 2023 hatte er in Chicago in 2:00,35 Stunden einen unglaublichen Weltrekord aufgestellt, in seinem gerade mal 3. Marathon. Die Zukunft stand ihm weit offen. Alle Experten trauten ihm zu, dass er als Erster unter regulären Bedingungen unter der 2-Stunden-Marke bleiben würde. „Kenia hat ein Juwel verloren“, schrieb Sportminister Namwamba
Und sonst
– Zwei Siege für die Schweiz im Riesenslalom durch Lara Gut -Behrami in Soldeu und Marco Odermatt in Baska
– Eien Slalom-Absage in Baska wg strömenden Regens. Bei den Frauen sicherte sich in Abwesenheit der diese Disziplin dominierenden Petra Vlhova und Mikaela Schiffrin, die Schwedin Anna Swenn-Larson vor der Amerikanerin Paula Moltzan. Lena Dürr nutzte die Gunst der Stunde nicht und landete nach verbremsten 2. Lauf für ihre Verhältnisse „nur“ auf Platz 6. Die Torpform vom Dezember ist leider dahin.
– Die Skispringer sind im Amerika zu Gange. Stefan Kraft gewann gestern sowie tags zuvor mit dem österreichischen Team (0,2 (!) Punkte vor Deutschland.) und hätte wahrscheinlich auch das 1. Springen gewonnen, doch im 2. Durchgang stürzte er als Führender ab.Philipp Raimund schaffte am Sonntag als Zweiter sein bestes Weltcup-Ergebnis.
– Die Schwimm-WM begann gestern mit den Becken-Wettbewerben. Über 400 Meter Freistil holten sich Isabell Gose und Lukas Märtens jeweils Bronze. Der mir völlig unbekannte Chinese Pan Zhan Lee stellte als Startschwimmer seiner am Ende siegreichen Staffel in 46,80 Sekunden einen Weltrekord über 100 Meter Freistil auf. Angelina Köhler (nicht verwandt nicht Sara Köhler-Wellbrock) stellte im 100-m-Schmetterling-Halbfinale in56,11 Sekunden einen deutschen Rekord auf und hat heute beste Chancen auf Gold.
Es fehlt allerdings ein gehöriger Teil der Weltelite wegen der Olympischen Spiele in Paris im Sommer. Ein mehr als unglücklicher Termin, der der vorgeblich zweiten olympischen Kernsportart überhaupt nicht gerecht wird. Folgerichtig schweigt das deutsche Fernsehen inklusive aller Streams. eurovisionsport.com ist Dein Freund für die Endlauf-Sessions jeweils ab 17 Uhr.
– Luke Littler startet durch. Der 16-jährige englische Vizeweltmeister mischt die Darts-Welt weiter auf. Er verlor am Donnenrstag bei der 2. Veranstaltung der Premier League, wo die 8 besten Spieler aufeinandertreffen, erst im Finale ganz knapp mit 5:6 gegen den dreifachen Weltmeister Michael van Gerwen
– Und last but not Least. Zwei Gastgeber-triumphe beim Asien-Cup und beim Afrika-Cup. Qatar bezwang im Finale am Samstag Jordanien mit 3:1, die Elfenbeinküste am Sonntag mit 2:1 gegen Nigeria. Das Siegestor erzielt mit gedankenschneller Reaktion Dortmund-Profi Sebastien Haller, der einen scharfen Ball ins Tor verlängerte. Wenn das kein Auftrieb für die Rückrunde beim BVB gibt nach der so schweren Hinrunde.
von Münchner Löwe | Feb. 6, 2024 | Allgemein, basketball, bundesliga, Darts, Fußball, NFL, Schwimmen, Sonstiges, Wintersport, WM, Wochenvorschau
Pokal, Teil III und IV
Das vom DFB zerstückelte Viertelfinale wird diese Woche komplettiert. Heute das schon das für mich vorweggenommene Finale zwischen Tabellenführer Bayer Leverkusen und dem Dritten VfB Stuttgart. Der Sieger, egal wer es ist, muss als klarer Favorit auf den Pokalsieg gelten. Morgen will Regionalligist 1. FC Saarbrücken gegen Borussia Mönchengladbach sein Pokalmirakel fortsetzen und nach Bayern München und Eintracht Frankfurt den driten Bundesligisten in Folge rauswerfen. Für Gladbach ist der Pokal dagegen die Chance, eine eher sehr trübe Saison aufzuhellen. Fortuna Düsseldorf und der 1. FC Kaiserslautern haben sich ja letzte Woche in den Zweitliga-Duellen bei St. Pauli und beim 1. FC Kaiserslautern die Halbfinaltickets besorgt. Sky ist dabei, direkt nach der Konferenz und mit wahrscheinlich epischer Nachbereitung u. a. mit Loddar.
Spitzenspiel der Bundesliga
Samstagabend um 18.30 Uhr ist es soweit. Da kommt es nicht nur dem Namen nach zum Topspiel der Woche zwischen dem Ersten Bayer Leverkusen und dem Zweiten FC Bayern, die sich vom Rest der Liga schon um 10 Punkte und mehr abgesetzt haben. Gewinnt Bayer, hätten sie danach 5 Punkte Vorsprung auf die Münchner, das wäre schon eine Vorentscheidung. Die meisten Afrika- und Asienspieler sind zurück, doch gerade die Bayern haben viel Verletzungspech: Serge Gnabry, Kingsley Coman und Anthony Davies fallen sicher aus. Bei den Leverkusenern fehlen unter anderem Boniface und Palacios. Sky, wahr
Tolle Stimmung bei den Biathleten garantiert – und live im Fernsehen
Morgen beginnen mit der Mixed-Staffel die Biathlon-Weltmeisterschaften im tschechischen Nove Mesto. Zuletzt war der Ort 2013 Gastgeber, und die Stimmung war grandios mit 30 000 Zuschauern, obwohl die hochgewetteten Gastgeber nicht wie erhofft abschnitten. Das dürfte dieses Jahr nicht anders sein, obwohl die Tschechen höchstens Außenseiter an den Start bringen. Insgesamt stehen 12 Wettbewerbe auf dem Programm, je 5 bei Frauen und Männern sowie zwei Mixed-Staffeln. Bei den Männern sind die Norweger in allen Wettbewerben Favorit, jeder des Teams kann gewinnen. Bei den Frauen haben die Französinnen sehr überzeugt. Doch gerade im Biathlon kann viel passieren. Die deutschen Hoffnungen liegen vor allem bei Benni Doll, allen Staffeln sowie Franzi Preuss, wenn sie gesund ist und bleibt. Das Wetter ist wenig winterlich mit Plusgraden. Und für Biathleten besonders problematisch dürfte der zurzeit heftig blasende Wind sein. Das kann das Ergebnistableau natürlich gewaltig durcheinanderwirbeln, und das erweiterte Favoritenfeld ist ohnehin groß.
In der Süddeutschen ist heute ein bemerkenswertes Interview mit Magdalena Neuner. Sie gibt darin Einblicke über ihr Seelenleben während ihrer Karriere, und ich begreife ein bisschen, warum sie bereits mit 25 Jahren bei noch voller Leistungsfähigkeit ihre Karriere beendet hat. Wahrscheinlich hinter einer Bezahlschranke, aber:
https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/sport/magdalena-neuner-interview-depressive-phasen-humor-biathlon-wm-e633940/
ARD und ZDF sowie Eurosport übertragen jeden Wettbewerb in aller Ausführlichkeit. Wie es sich für eine WM in einer spannenden Sportart gehört. Morgen Mixed-Staffel (17.20), Freitag Sprint der Frauen (17.20), Samstag Sprint der Männer (17.05= und Sonntag Verfolgung Frauen (14.30) und Männer (17.05).
Wenig Stimmung bei den Schwimmern – und das deutsche Fernsehen bleibt stockdunkel
Seit vergangenen Samstag läuft die Schwimm-WM, die Beckenschwimmer greifen allerdings erst am Samstag ins Geschehen ein. Bisher gab und gibt es die Freiwasser-Wettbewerbe, die Springdisziplinen und Kunstschwimmen. Die doch hoffnungsvollen Freiwasserspezialisten Leonie Beck und Florian Wellbrock scgwammen im olympischen 10-km-Wettbewerb klar an den Medaillen vorbei. Zuschauermassen blieben aus, eher blieb die Schwimmfamilie in Karar unter sich.
Das deutsche Fernsehen inklusive Eurosport und aller Live-Streams ignoriert die WM nicht mal. Klar es ist die dritte innerhalb von anderthalb Jahren, und viele Athleten lassen die WM sausen wg Olympia-Vorbereitung. Aber die WM ist eine tolle Chance sich noch für die Spiele Ende Juli zu qualifizieren. Außerdem sind zumindest die Endlaufzeiten (jeweils ab 17 Uhr, wenn ich das richtig sehe) eigentlich perfekt. Ein an Armut nicht zu übertreffendes Armutszeugnis der Sender, die im Wintersport praktisch alles übertragen. Wo sind da One, ZDF info und dergleichenVielleicht erbarmt man sich und bringt im Anschluss ans Biathlon wenigstens eine Zusammenfassung.
Wers trotzdem live oder relive sehen will. Unter anderem Orfsport+ (wirklich schade, dass es sowas in D nicht gibt) überträgt alles, und wer kein VPN zuschalten will, für den ist wenigstens im Stream eurovisionsport.com
https://eurovisionsport.com/
die richtige Adresse. Alles live und relive, auch jetzt schon
Super Bowl in Vegas
Die San Francisco 49ers treffen auf die Kansas City Chiefs, Kickoff ist Montag unserer zeit um 00.30 Uhr (RTL und DAZN). Sportlich werde ich noch einen gesonderten Text schreiben. Ansonsten ist vor allem spannend, ob es Superstar Taylor Swift, die Freundin von Chiefs-titht End Travis Kielce, nach ihrem Konzert in Tokio rechtzeitig nach Vegas schafft. Die Swifties mögen Flightradar oder Ähnliches anwerfen um auf dem neuesten Stand zu bleiben …
Darts in Berlin
In der Halle am Ostbahnhof findet am Donnerstag der 2. Spieltag der Premier League statt mit den Lukes Weltmeister Humphries und Suppertalent Littler. Am 1. Spieltag in Cardiff war Michael Smith überragender Sieger. Wieder wird nach dem Modus Viertelfinale, Halbfinale und Finale gespielt. Wers nicht nach Berlin schafft. Sport1 und DAZN übertragen.
Und sonst?
– Fußball-Spitzenspiel auch in Spanien. Der Sensationszweite FC Girona muss zu dem (zu erwartenden Ersten Real Madrid. Gewinnen die Katalanen, würden sie wieder die Tabellenführung übernehmen. Leider zeitgleich mit Bayer vs Bayern, da hilft nur der 2nd Screen oder relive bei DAZN.
– die Alpinen versuchen ihr Glück in Bansko/Bulgarien, wo Samstag und Sonntag Riesenslalom und Slalom anstehen. Die Frauen fahren Riesenslalom und Slalom in Soldeu/Andorra. Allerdings ohne Sofia Goggia, die sich gestern bei einem Trainigssturz das Bein gebrochen hat. Der nächste Lang-Ausfall. Ob Mikaela Shiffrin nach ihrem heftigen Sturz vor zehn Tagen in Cortina startet, ist offenbar noch nicht entschieden.
– Skispringer und Langläufer sind in Nordamerika zu Gange. Die Langläufer in Canmore, bekannt von Olympia 1988, long, long away. Die Skispringer in Lake Placid (Olympia 1932 und 1980), noch longer away.
– die deutschen Ligen mit vollem Programm. Bei den Handballern steht am Donnerstag mit Füchse Berlin vs Flensburg-Handewitt ein echtes Spitenspiel an. Verliert Flensburg, hätte man bereits 6 Punkte Vorsprung – also schon sowas wie die letzte Chance für die Norddeutschen. Die Basketballer sind wie so oft national und international beschäftigt. In der Euroleague steht diesmal nur ein Spieltag an. Der FC Bayern hat 3 Siege Rückstand auf Platz 10, der noch zu den Play-Ins berechtigen würde, Alba sogar acht, bei noch neun Spieltagen ein eher aussichtloses Vorhaben.
– NBA und NHL mit vollem Programm
Da kann man nur sagen: puh und Mut zur Lücke
–
von Münchner Löwe | Feb. 5, 2024 | Allgemein, bundesliga, NFL, NHL, ski alpin, Tennis, Wintersport
Es war eine eher ruhige Woche nach dem Wahnsinn zuvor mit Australian Open, Handball-EM und vielem anderen mehr. Der frühlingshaft warme Winter ghat das Wintersportprogramm ziemlich durcheinandergebracht und noch mehr beeinflusst.
Bereit zum Showdown – die Bundesliga
Bayer oder Bayern – das ist schon länger die Frage beim diesjährigen Meisterrennen in der Fußball-Bundesliga. Diesen Samstag entledigten sie sich ihrer vermeintlichen Pflichtaufgaben mehr (Leverkusen in Darmstadt) oder weniger (München gegen Gladbach). Neuers Patzer blieb lsetztlich ungestraft. Für viele Experten war es ja auch nicht der Patzer des sankorsankten Neuer, sondern des nicht aufmerksam genug gewesenen Thomas Müller.
Dahinter bleibt der VfB Stuttgart die positive Überraschung. Das 3:1 beim SC Freiburg fand ich schon sehr beeindruckend, begünstigt natürlich durch zwei frühe Tore. Denis Undav zeigte sich erneut in Glanzform, steuerte 1 Tor und 2 Assists bei. Wer war noch mal dieser Guirassy? Im Ernst. Der in der Hinrunde so extrem treffsichere Stürmer aus Guinea wird nach dem Ausscheiden seines Teams beim Afrika-Cup sehnlichst zurückerwartet. Dort blieb er reichlich unauffällig.
Im Abstiegskampf schaffte der 1. FC Köln mit dem 2:0 gegen bemerkenswert lustlose Frankfurter einen Befreiuungsschlag. Auf Platz 16 liegend haben sie jetzt 4 Punkte Vorsplrung auf Darmstadt und Mainz, also die direkten Plätze zurück in die 2. Liga.Und die Geißböcke sehen Licht sogar wieder nach oben, wo zumindest Union, der FCA und Bochum in Reichweite erscheinen. Der neue Trainer, auch von mir recht kritisch beäugt, hat Leben zurück ins Team gebracht. Da sieht trotz der Zwangspause in Sachen Transfers (sie wurden bestraft, weil sie zuvor gegen Transferregeln verstoßen und dann die Gefahr der daraus folgenden Bestrafung nicht ernst genug genommen haben.
Und sonst? Der BvB rumpelt weiter, kommt aber zu diesmal beim eher glücklichen 0:0 in Heidenheim; der Neuling seinerseits sammelt Punkt für Punkt (4 Unentschieden in diesem Jahr). Für den BVB heißt es: die Champions-League-Plätze erreichen – egal wie. Mit Jadon Sancho kann es noch luschtig werden.
Bestes Team der Rückrunde ist, ich lese und staune, Werder Bremen, als einziges Team in 3 Partien mit 3 Siegen. Auffällig sind die vielen Unentschieden: Neben Heidenheim hat auch Wolfsburg in der Rückrunde 3 Remis auf dem Konto und Hoffenheim 2.
Skifahrer zum Nichtstun verurteilt
Zumindest die Speedspezialisten: In Garmisch fielen die beiden Frauen-Rennen Abfahrt und Riesenslalom dem Warmwettereinbruch zum Opfer, der den wenigen Schnee gänlich aufsog. Auch in Chamonix fielen die beiden geplantn Männer-Abfahrten aus. Nur der Slalom fand statt, und der brachte gleich ein historisches Ergebnis. Didier Yule fuhr von Platz 30 des 1. Durchgangs noch zum Sieg und holte auf den Führnden fast Clement Noel fast 2 Sekunden auf. Der Franzose schaffte im 2. Durchgang nur die 28. Zeit, derr zweitplatzierte Haugin nur die 29. Die Wärme hatte die Piste zunehmend ruiniert – letztlich eine Farce. Bemerkenswert: Die ersten 29 Plätze trennten gerade 1,24 Sekunden – an etwas kann ich mich nicht erinnern.
Nach seinen beiden Siegen in Kitz und Schladming kam Linus Strasser nur auf Platz 14 (und schimpfte wie ein Rohrspatz über die „zu leichte“ Piste. Im Slalom-Weltcup hat er jetzt 164 Punkte Rückstand auf den Führenden Manuel Feller aus Österreich.
Und leider ganz frisch eine Verletzung von Sofia Goggia, die sich bei einem schweren Trainingssturz offenbar das Bein gebrochen hat. Der Verletzungswinter, siehe voriger Text, setzt sich fort
https://sport.orf.at/#/stories/3121952/
Wer braucht All-Star-Games – ich weniger
Es klingt doch ganz nett: Die besten Spieler der NHL und NFL treffen zusammen und zeigen im Wettkampf ihre Künste. 14 Eishockey-Spieler am Samstag in Toronto in einem sogenannten Skill-Wettbewerb, in der sie ihre Schnelligkeit, Schussgenauigkeit und Puckbehandlung zeigen. Mittlerweile ist die NHL dazu übergegangen, den Sieger in einer Gesamtwertung zu küren (und nicht wie früher, wenn ich mich recht erinnere, einzeln). Das machte die Sache extrem ermüdend und langwierig und war von mir nur mit einem sehr schnellen Fast Forward zu bewältigen. Am Ende war Conor McDavid der verdiente Sieger. Gerade im Hindernis-Parcours deklassierte er seine „Konkurrenten“. Am Sonntag traten 4 Teams (je 2 Goalies und 10 Feldspieler) zunächst im Halbfinale, dann im Endspiel gegeneinander an, die früher wie beim Tip und Tap ausgewählt wurden. Gespielt wurde 3 gegen 3 ohne Checks – und damit eher sinnfreies Eishockey.
Die Footballer hatten im sonnigen Orlando eine schöne Zeit. Ams Samstag hatten auch sie Skills, Quarterbacks warfen auf bewegliche Ziele, Wide Receiver fingen Bälle, mussten dabei von einem Sprungbrett ins Wasser springen, und dann spielten sie eine Art Völkerball. Weia
Zum eigentlichen Spiel trafen NFC und AFC am Sonntag aufeinander, allerdings im Flag-Football, also körperlos. Diese Variante wird ja 2028 in LA olympisch sein, also wirft die NFL die Werbemaschine an. Sieht für mich ganz nett aus, aber egaler könnte mir ein Ausgang des Spiels nicht sein.
Echter Daviscup – fast
Am Wochenende war für die Tennisspieler wieder Daviscup angesagt, und zwar tatsächlich mit Heimspiel-Atmosphäre. Die Deutschen gegen Ungarn in Tatabanya und gewannen auch ohne Sascha Zverev. Gespielt wurde allerdings nur nach dem Modus Best of 3 – deshalb das „fast“. Tatabanya wird dem „älteren“ deutschen Sport- und insbesondere Handballfan immer ein trauriger Begriff sein, den hier erlitt 1979 der damals wohl beste Spieler der Welt Jo Deckarm seine schwere Hirn-Verletzung. Toll, wie er auch fantastischer Unterstützung sein neues Leben führt.
Damit haben sich die Deutschen die Gruppenphase erreicht. Die findet im September statt und im November dann die Endrunde.
Überraschende Kontinentalturniere
Africa-Cup und Asien-Cup gehen in die entscheidende Phase. In Afrika steht Gastgeber Elfenbeinküste im Halbfinale: durch Siege vs Senegal (im Elferschießen) und gegen Mali (nach Velängerung) jeweils nach Rückstand und Ausgleich in letzter Sekunde. Im Halbfinale treffen sie am Mittwoch auf Kongo. Die zweite Partie bestreiten ebenfalls am Mittwoch Nigeria und Südafrika.
In Asien heißen die Begegnungen Jordanien gegen Südkorea und Iran gegen Katar. Im Viertelfinale gegwann der Iran in der 6. Minute der Nachspielzeit durch einen ziemlich zweifelhalften Elfmeter gegen Japan. Südkorea mit Trainer Jürgen Klinsmann siegte im Elferschießen gegen Australien.
Fußball in Europa
– Inter ist der italienischen Fußball-Meisterschaft ein großes Stück näher gekommen. Im Spitzenduell, auch Derbi d’Italia genannt, gewannen die Mailänder gegen Juve mit 1:0 und haben bei einem Spiel weniger 4 Punkte Vorsprung auf die Alte Dame und 8 auf Lokalrivale Milan.
– In Spanien spielten die Spitzenclubs Remis. Girona kam gegen San Sebastian nicht über ein 0:0 hinaus. Immer noch erstaunlich, so etwas über dieses Überraschungsteam aller Überraschungsteams zu schreiben. Real musste im Madrider Stadtderby enen ganz späten Ausgleichstreffer von Altéticos Llorente hinnehmen. Nächstes Wochenende empfängt Girona den Rekordmeister.
-Un din England kassierte der FC Liverpool eine völlig verdiente 1:3 Niederlage beim FC Arsenal. Pools Torwart Allison war dabei freundlichster Assistgeber für den 2:1-Führungstreffer der Londoner. 2 Punkte beträgt deshalb nur de Vorsprung der Reds auf Arsenal, ManCity lauert mit 5 Punkten Rückstand, aber noch zwei Spielen in der Hinterhand.
Die Wochenvorschau folgt
von Münchner Löwe | Jan. 30, 2024 | Allgemein, basketball, bundesliga, Darts, Fußball, Handball, NBA, NFL, NHL, ski alpin, Tennis, Wintersport
Nach den zahlreichen Highlights zuletzt gibt es diesmal nicht das ganz große Sportprogramm. Genug ist trotzdem für jeden dabei.
Zerfledderte Pokalrunde
Der DFB hat sich was Neues einfallen lassen. Die 4 Viertelfinals werden an vier Tagen ausgespielt, jeweils zur Prime Time um 20.45:. Diesen Dienstag und Mitwoch sowie nächsten Dienstag und Mittwoch. Mal schauen, wie das die Zuschauer annehmen, gerade weil gleich 4 Zweitligisten sowie der 1. Saarbrücken noch im Rennen sind. Das Programm
Die., 20.45: FC St. Pauli – Foruna Düsseldorf, ZDF und Sky
Mi., 20.45: Hertha BSC – 1. FC Kaiserslautern, Sky
Di., 6.2.: Bayer Leverkusen – VfB Stuttgart, ARD und Sky
Mi., 7.2.: 1. FC Saarbrücken – Bor. Mönchengladbach, ZDF und Sky
K.o.-Runde in Asien und Afrika
Langsam wird es erst mit den Kontinentalturnieren. Bisher hab ich persönlich kaum etwas gesehen. Heute komplettiert sich in der Elfenbeinküste das Vietelfinale. Die Gastgeber sind nach dem Sieg im Elferschießen gegen Senegal noch dabei. Mit-Favorit Ägypten ist raus, und damit sind einige namhafte Spieler wie Mo Salah (Liverpool) wieder für ihre Vereine frei. Stuttgart muss dagegen weiter auf Guirassy warten, denn Guinea ist noch dabei.
Auch in Asien ist derzeit Achtelfinale.Zurzeit spielt Saudi Arabien gegen das von Jörgen Klinsmann trainierte Südkorea (unter anderem mit dem Bayern Kim Min-Jae und Son Heung-Min von Tottenham. Wem die beiden Clubs die Daumen drücken, dürfte klar sein, zumindest wenn sie an sich selbst denken.
Viele Ausfälle bei den Alpinen
Die zwei Abfahrten der Männer in Chamonix fallen am Wochende ebenso aus wie die Abfahrt und Riesenslalom der Frauen in Garmisch. Wetterpech. Also bleibt nur der Slalom in Chamonix, einer von noch 6 ausstehenden. Schafft Linus Strasser den Triplesieg nach Kitz und Schladming?
Bereits heute fand in Kronplatz ein Riesenslalom der Frauen statt. In Abwesenheit von Petra Vlhova und Mikaela Shiffrin war Lara Gut-Behrami eine Klasse für sich und distanzierte die zeitgleichen Alice Robinson und Sara Hector ium 1,09 Sekunden.
Snooker goes Berlin
Die besten Spieler der Welt sind in der deutschen Hauptstadt. Schon in der 1., Runde hat sich der belgische Weltmeister Luca Brecel gegen den Inder Ishpreet Chadha verabschiedet.
Luke-Duell in Cardiff
Die Premier League der Darter beginnt mit dem 1. Spieltag in der walisischen Hauptstadt E kommt gleich zur Wiederholung des WM-Finales zwischen den Lukes Humphries und Littler. Außerdem: Peter Wrigt vs Rob Cross, Gerwin Price vs Nathan Aspinall und Michael van Gerwen vs Michael Smith. Insgesamt sind 15 Spieltage angesetzt. Es wird in Turnierform (Viertelfinale, Halbfinale und Finale) gespielt. Kan luschtig werden.
Und sonst
- Die europäischen Fußball-Ligen mit vollem Programm
- Die deutschen Ligen mit vollem Programm. Die Handballer bestreiten am Wochenende das Pokal-Viertelfinale. Alle Top-teams sind noch dabei.
- International sind wie gehabt die Basketballer am Start. In der Euroleague steht Dienstag/Mittwoch sowie Donnerstag/Freitag ein Doppelspieltag an. Die deutschen Clubs FC Bayern basketball und Alba Belin brauchen allerdings schon veritable Siegesserien, um wenigstens die Play-Ins zu erreichen.
- NBA mit normalen Programm
- All-Star-Weekend der NHL in Toronto u. a. mit Leon Draisaitl und Pro Bowl NFC vs AFC in Orlando. Amon Ra St. Brown ist allerdings nicht dabei. Mit richtigem Football hat das wenig zu tun, aber vielleicht doch ganz nett anzuschauen.
- Wintersport unter anderem mit Skispringen in Willingen. Biathlon-WM dann ab nächster Woche.
- Tennisturniere in Linz (Kerber, Niemeier) Hua Hin (Maria), Montpellier (Marterer)
von Münchner Löwe | Jan. 29, 2024 | Allgemein, basketball, EM, Fußball, Handball, NFL, ski alpin, Tennis, Wintersport
Was für eine Woche mit einem pickepackevollen Programm. Höhepunkt waren sicher die Handball-EM und die Australian Open. Dazu noch die Skiflug-WM, viel Wintersport sowie die verschiedenen Ligen und Anderes
Vive la France
Die Handball-EM in Deutschland war insgesamt ein großer Erfolg. Der Publikumszuspruch war gigantisch, mehr als eine Million Zuschauer insgesamt sind schon ein Zeichen. Ob es so ein einmaliges Spektakel wie das Eröffnungsspiel im Düsseldorfer Fußball-Stadion braucht, sei mal dahingestellt. Ist schon was ziemlich event-mäßiges und für mich persönlich verzichtbar. Aber natürlich beste Werbung. Mich würde interessieren, ob man von oben in der Tribüne noch was Konkretes sehen kann. Ansonsten waren die großen Städte mit großen Hallen vertreten. Am Ende setzte sich Frankreich durch, hauchzart erst nach Verlängerung im Halbfinale gegen Schweden und im Endspiel gegen Dänemark. Gerade das Spiel gegen Schweden hinterlässt einen faden Beigeschmack, denn erst ein umstrittenes Freiwurftor nach Ablauf der Spielzeit brachte die Franzosen überhaupt in die Verlängerung. Die Begründung Tatsachenentscheidung, mit dem der schwedische Protest abgelehnt wurde, ist mE letztlich richtig, aber man muss den ganzen Ablauf modifizieren in diesen doch so seltenen Fällen ist mE ein Videobeweis zwingend.
Und die Deutschen? Letztlich war es ein Turnier mit Höhen und Tiefen. Alles habe ich nicht gesehen, aber die 1. Halbzeit im Halbfinale gegen die Dänen, von der Besetzung her die beste des Turnies, fand ich hervorragend. Aber es war auch viel Schwaches dabei, etwa beim noch glücklichen Remis gegen Österreich und auch im Spiel um Platz 3 gegen Schweden, mit dem die direkte Olympia-Quali vespielt wurde. Die Hauptrundenpartie gegen Kroatien lasse ich wg unbedeutend außen vor, auch wennn die zeigte, dass gerade spielerisch viel im Argen ist. Überragend war Andi Wolff, mit Recht zum besten Torhüter gewählt. Tolle Sache für ihn, nachdem es für ihn seit dem EM-Triumph 2016 nicht ganz nach Plan lief.
Forza Jannik
Es gibt einen neuen Grand-Slam-Sieger, und der heißt Jannik Sinner, der erste bei den Männern aus bella Italia seit Adriano Pannetta 1976 (!). Der Italiener spielte ein fantastisches Turnier, und diesmal behielt er auch die Nerven etwa im Halbfinale gegen Novak Djokovic, als er reichlich unglücklich den 3. Satz velor, anders als vor 2 Jahren in Wimbledon die Partie nicht wegwarf, sondern souverän nach Hause spielte. Nicht einen einzigen Breakball hatte der Djoker. Sicher nicht seine beste Leistung, aber er war im gesamten Turnier weit von seiner Bestform entfernt. Dämmern da die Tennisgötter? Gemach, gemach. Das Meisterstück schaffte Sinner dann im Finale gegen Daniil Medwedew, als er einen 0:2-Rückstand noch umbog. Dabei profitierte er allerdings auch von der zunehmenden Müdigkeit des Russen, der zuvor viel länger auf dem Platz stand, etwa beim Halbfinalthriller gegen Zverev.
Apropos Sascha. Der zeigte ein sehr wechselhaftes Turnier, benötigte einerseits viel Glück und zwei Matchtiebreaks im 5. Satz, um nicht früh rauszufliegen. Andererseits brillierte er im Viertelfinale gegen Carlos Alcaraz und zeigte in dieser Partie sicher seine beste Leistung seit deiner Rückkehr nach seinem Bänderriss im Juni 2022. Gegen Medwedew entschieden letztlich nur Kleinigkeiten zu seinen Ungunsten. Aber Zverev muss den Grand-Slam-Sieg wahrlich noch nicht abschreiben. Mindestens vier oder fünf Jahre auf höchtem Niveau traue ich ihm zu. Obs dann reicht, hängt dann von Kleinigkeiten und auch Unwägbarkeiten ab.
Das Turnier der Frauen war eigenartig, um es vornehm auszudrücken. Aryna Sabalenka war die logische Siegerin, das Halbfinale gegen Coco Gauff war die einzige Partie, in der die Weißrussin wenigstens etwas gefordert wurde. In der anderen Tableau-Hälfte verabschiedeten sich alle Favoritin sehr früh. So kam es zum Halbfinale zwischen Dayana Yastremska und Qinweng Zheng. Die Ukrainerin Yastremska musste vorher sogar in die Qualifikation und benötigte dort dreimal drei Sätze. Letztlich kam Zheng ins Finale und schaffte dabei das Kuststück, nicht eine einzige gesetzte Spielerin aus dem Weg räumen zu müssen. Das war kein Frauen-Turnier, das lange im Gedächtnis bleiben wird, außer bei den Protagonistinnen.
Im Doppel schlug die Stunde der Alten. Bei den Männern gewann der 43-jährige Rohan Bopanna an der Seite von Matthew Ebdon (36), die sich im Finale gegen Simone Bolelli (36) und dem Jungspund Andrea Vavassori (erst 28) durchsetzten. Der Inder ist damit Nummer 1 der Doppel-Weltrangliste. Die 38-jährige Su-Wei Hsih siegte im Frauendoppel mit Elise Mertens und im Mixed an der Seite von Jan Zielinski. Das bessert die Rentenkasse (entschuldigung) erheblich auf. Das gilt auch fürs deutsche Zufallsdoppel Yannick Hanfmann/Dominik Köpfer, das erst im Halbfinale gestoppt wurde.
Schwächelt Bayer etwa?
Es hatte sich bei den Last-Minute-Siegen der Leverkusener in Augsburg und Leipzig angedeutet. Der Motor läuft nicht mehr so geschmiert wie noch in der Hinrunde. Und dann will eben mal nicht das Runde ins Eckige wie am Samstag gegen Gladbach, die den ermauerten Punkt bejubeln durften. Bayer steht immer noch glänzend da, ist weiter Tabellenführer, aber es fehlt die Leichtigkeit und Souveränität. Und jetzt sind die Bayern in Schlagdistanz, wenngleich die ihre eigenen Probleme haben, die der knappe Sieg in Augsburg nur schlecht kaschieren kann. Vielleicht bringt das direkte Aufeinandertreffen in zwei Wochen in der BayArena Klarheit. Wer steckt seine Ausfälle besser weg, dürfte eine der wichtigen Fragen sein. Nicht zuletzt die Abstellungen nach Asien und Afrika zu den Kontinentalturnieren dort spielen sicher eine Rolle, aber das durfte man ja erwarten und war bei der Kaderplanung hoffentlich eingepreist. Andere Mannschaften sehe ich nicht mehr im Titelrennen, auch wenn die Stuttgarter beim 5:2 gegen Leipzig eine tolle Leistung ablieferten und Platz 3 festigten.
Im Abstiegskampf sehe ich die drei unteren Plätze bereits vergeben. Köln, Mainz und Darmstadt dürften nur noch den 16. Platz als Ziel haben. Der Rest der Liga ist schon ein wenig enteilt, und selber fällt diesem Trio das Punkten doch verdammt schwer.
Was mir sonst noch wichtig war und auffiel
– die beiden Conference Finals in der NFL (siehe voriger Beitrag). Um den Super Bowl kämpfen in 2 Wochen die San Francisco 49ers und die Kansas City Chiefs, wahrlich nicht mein Traumfinale. Ich hätte den Detroit Lions in San Francisco den Fortgang ihrer Cinderella-Story und den erstmaligen Einzug in den Super Bowl gewünscht, aber wer solche Fehler macht …
– Mikaela Shiffrin verletzt: Die Amerikanerin stürzte bei der 1. Abfahrt in Cortina und musste ins Krankenhaus. Die erste Diagnose: Sie ist offenbar nicht schwer verletzt und könnte in diesem Winter noch zurückkommen. Ihren Start beim morgigen Riesenslalom am Kronplatz hat sie aber abgesagt, und die fürs Wochenende geplanten Rennen in Garmisch fallen dem warmen Wetter zum Opfer. In Cortina siegten die Österreicherin Stephanie Vernier, die Norwegerin Ragnild Mowinckel sowie Lara Gut-Behrami.
– Zwei eher maue Super-Gs in Garmisch bei den Männern mit den Siegern Nils Allègre und Marco Odermatt. Ziemlich kurze Strecke und kaum große Schwierigkeiten. Wenn ich da an die vorherigen Rennen in Wengen und Kitzbühel denke … Ein Skifest gab es während der Woche beim Riesenslalom und Slalom in Schladming. Im RS fuhr Odermatt von Platz 11 im 2. Durchgang noch zum Sieg, am nächsten Tag triumphierte der Skilöwe Linis Strasser im Slalom und vollendete als erster Deutscher das Doppel Kitz/Schladming als Sieger. Das Wetter war mies, und doch waren (fast alle) begeistert. Nur mein persönlicher Freund, Skipräsident Eliasch, maulte, es seien zu viele Zuschauer gekommen. Der Amerika-Lover rechnete vor, dass also insgesamt der ökologische Fingerabdruck bei den zwei Rennen größer sei als bei den nicht nur wegen ökologischen Irrsinns mehr als umstrittenen US-Trips.
– Stefan Kraft im Einzel und Slownien im Team holten sich die WM-Titel im Skifliegen am Kulm in Bad Mitterndorf. Kraft profitierte vom reichlich vekorksten Sprung des nach zwei Sprüngen führenden des Slowenen Timi Zajc. Und der eigentlich vorgesehene 4. Durchgang wurde wg Wetter gestrichen
– Die Rodelnation Nummer 1 heißt dieses Jahr Österreich (und nicht wie gewohnt Deutschland), die nach ihrer so erfolgreichen Heim-EM auch bei der WM am Wochenende in Altenberg mit 4 Titeln und 9 Medaillen am besten abschnitt und dabei noch im Teamrennen eine fast sichere Medaille, wenn nicht gar den Titel wegwarf. Deutschland kam „nur“ auf 3 Titel.
– Erwähnenswert im US-Sport sind die unglaublich anmutenden Punkteausbeuten von Luka Doncic 73 und Joel Embiid 70 in regulären NBA-Spielen. Beide sind damit in den Top Ten der ewigen Rangliste. Und in der NHL sammelte Leon Draisaitl seinen 800. Scorerpunkt. Seine Oilers haben 16 Spiele in Folge gewonnen und sind nur noch einen Sieg vom ewigen Rekord entfernt.
Die Wochenvorschau erfolgt morgen.
von Münchner Löwe | Jan. 22, 2024 | Allgemein, basketball, bundesliga, EM, Fußball, Handball, NBA, NFL, NHL, ski alpin, Tennis, Wintersport
Gigantisches Kitz
Ich hätte ja nicht geglaubt, dass Wengen und Bormio diese Saison noch zu toppen sind, aber Kitz bleibt Kitz und das Maß aller Dinge. Und Cyprien Sarrazin aus Frankreich ist der neue Downhill-Star. Er krönte seinen märchenhaften Durchbruch diese Saison mit gleich zwei Abfahrtssiegen. Die Fahrt vom Samstag war nahe der Perfektion
https://www.sportschau.de/wintersport/ski-alpin/video-fahrt-sarazin-100.html
Steile Behauptung: Was Besseres hat noch nie ein Skifahrer in den Schnee gezaubert. Gänsehaut pur beim Live-Schauen, weil Zittern bis zum Schluss, ob das auch gutgehen kann. . Die Bilanz der 5 Speedrennen in Wengen und Kitzbühel. 2. Abfahrt, Sieg Supe-G, 2. Abfahrt, 1. Abfahrt, 1. Kitz. Und außer dem Ski-Genie Marco Odematt sind alle anderen um Welten abgehängt.
Im Slalom dann der große Wurf des Linus Strasser. Auf dem GAnsernhang, auf dem er praktisch das Skifahren gelernt hat, aber bisher im Weltcup nie wirklich reüssiert hat, siegte er mit einem Traumlauf im 2. Durchgang. Ein Titel für die Löwen, der Münchner Löwe freut sich.
Bei den Frauen triumphierte Sara Hector in der Slowakei im Riesenslalom. Ski-Gigantin Mikaela Shiffrin lag ohne erkennbaren Fehler 1,5 Sekunden zurück. Sie hielt sich ihrerseits im Slalom schadlos. Da war Lokalmatadorin Petra Vlhova leider nicht mehr dabei, die sich im Riesenslalom einen Kreuzbandriss zugezogen hat.
Eine Feier für den Kaiser – mit einem Misston
Am Freitag hat der FC Bayern in einer Trauerfeier im WM-Stadion ihrem größten Fußballer Franz Beckenbauer gedacht. Die ergreifendste, weil persönlichste Rede hielt Uli Hoeneß. Nur die Kritik am Spiegel hätte er sich verkneifen können Die von Vereins-Chef Herbert Hainer war unterirdisch, weil selbstdarstellend (ja, wir haben es begriffen: Der FC Bayern ist das größte und tollte und erfolgreichste, was die Welt je gesehen hat).
Noch ein Wort zu Beckenbauer und die Kritik an seinen Kritikern, die seine Rolle im sommermärchen hinterfragt haben. Man darf das gerne kritisieren, aber die form war weit überzogen. Mehr oder weniger wurde praktisch namentlich der Spiegel für seinen Tod verantwortlich gemacht. Dabei hat er nur das gemacht, was ein investigatives Magazin eben so macht. Es hat die Frage gestellt, wo 10 Millionen Franken abgeblieben sind (ich verkürze das jetzt mal). Diese Frage zu stellen, ist mehr als legitim, und die sehr spätlichen Antworten vom Kaiser „ich weiß gar nicht, was ich alles unterschrieben habe“, waren der Aufklärung nicht gerade dienlich.
Ich halte es da mit Günther Jauch bei RTL. Die WM von der FIFA und deren Delegierten zu bekommen, kostet halt was. Und wenn es wirklich nur um die 10 Millionen Fränkli geht: Das war es doch allemal wert, dieses Sommermärchen.
Was nun Bayern
Am Tag, als sich München gegen die AfD und Rechtsradikalismus erhob, cih war dabei, erlebte der FC Bayern ein sportliches Fiasko. 0:1 hieß es gegen den SV Werder, bis dato das schwächste Auswärtsteam der Liga. Die Leistung war unterirdisch, dabei habe ich nur die angeblich besten 30 Minuten gesehen. Ohne jeden Mumm, ohne Ideen. Jetzt knall es, und büßen muss es am Mittwoch im Nachholspiel wohl der 1. FC Union. Leverkusen dagegen gewinnt weiter. Wieder Sieg auswärts, wieder Siegtor in der Nachspielzeit. Nich dusel, sondern Lohn unermüdlicher Arbeit. Doch jetzt kommen die Verletzten. Weltmeister Palacios ist erst mal raus.
Die Handballer leben noch
Am Samstag im Spiel gegen Österreich waren die deutschen Handballer praktisch ausgeschieden, als sie 12 Minuten vor Schluss mit gleich fünf Punkten in Rückstand lagen. Doch mit einer Energieleistung und reichlich Glück (Austria markierte gleich 3 Stangentreffer), rettete man sich zu einem Remis, das alle Chancen offen lässt.
Trauer um Bernstein
Völlig überraschend ist Hertha-Präsident Kai Bernstein im Alter von nur 44 Jahren gestorben. Ich übertreibe wohl nicht: Er hat einem mausetoten Verein wieder Leben eingehaucht. Dementsprechend groß ist die allgemeine Trauer und das Entsetzen. Besonders schön fand ich die Bekundungen der Anhänger des Karlsruher SC, die mit den Herthanern eine Fan-Freundschaft pflegen, offenbar eine echte und nihtnur eine papiernere.
Und sonst?
– Ein grandioser Turniersieg des 42-jährigen Tischtennisprofi Timo Boll praktisch gegen die gesamte Weltelite
– beide deutschen Hockeyteams ein Olympia-Ticket
-Schiri und VAR-Geschenke für Real Madrid
https://www.youtube.com/watch?v=3OcObi3xCMg
Das wird die Woche, die wird
Wer stoppt den Djoker?
Unterschiedlicher könnten die Einzelwettbewerbe bei Frauen und Männern kaum laufen. während bei den Männern sich die Top-gesetzten keine Blöße gaben und nahezu geschlossen im Viertelfinale stehen, ist das Frauenfeld bereits sehr ausgedünnt. Bereits vorm Viertelfinale steht fest, dass im oberen Tableau eine Spielerin ins Finale kommt, die noch nie ein Endspiel bei einem Grand Slam erreicht hat. Wer das sein wird: Ich werfe eine Münze und sage Noskova, eine bis dato mir nahezu unbekannte Tschechin. Die andere Finalistin werden wohl Coco Gauff und Alyna Sabalenka unter sich ausspielen, aber was weiß ich schon?
Bei den Männern scheint sich Novak Djokovic nach Anfangsproblemen gefangen zu haben. der Sieg führt nur über den Tschechen. Jannik Sinner (potenziell im Halbfinale) und Carlos Alcaraz scheinen mir die härtesten Konkurrenten.
Gleich zwei deutsche Doppel stehen im Viertelfinale. Außerdem Laura Siegemund mit Barbora Krejikova im Frauendoppel. Sie ist auch im Mixed noch im Bewerb wie auch Tim Pütz. Its your Time, Eurosport – und sei es über discovery.
Deutschland vorm Halbfinaleinzug
Gerade eben haben die deutschen Handballer mit einer vor allem in der 2. Halbzeit guten Vorstellung Ungarn mit 35:28 besiegt. Damit genügt ihnen zum Halbfinaleinzug aller Wahrscheinlichkeit nach ein Unentschieden gegen Kroatien, das die letzten 3 Spiele allesamt verloren hat. Dort würde am freitag Dänemark warten, eine vermeintlich unbezwingbare Größe mit Weltklassespielern auf praktisch jeder Position – und zwar meist im Doppelpack.
4 NFL Teams kämpfen um den Super Bowl.
Nach den aufregenden Divisional Finals, siehe voriger Text, stehen am, Sonntag die Conference Finals an Favorisiert sind jeweils die Baltimore Ravens (vs die KC Chiefs) und die SF 49ers (gegen die Lions).
In der NHL und NBA geht es jetzt in die 2. Hälfte der regular season
Und sonst?
– die alpinen Männer kommen nach Garmisch, wo allerdings keine Abfahrt auf dem Programm steht, sondern am Wochenende „nur“ zwei Super-Gs. Zuvor das Schladming-Doppel, nämlich Riesenslalom am Dienstag und das Slalomspektakel am Mittwoch.
– Die Frauen im Stress am Wochenende in Cortina mit Doppelabfahrt Freitag/Samstag und Super-G am Sonntag
– Endlich Skifliegen, nämlich in Bad Mitterndorf. Für mich ein ästhetischer Höhepunkt, wenn sie so dahingleiten, aber natürlich immer mit der Gefahr eines wchweren Sturzes
– Skilanglauf in Goms/Schweiz (wers braucht …)
– Fußball allüberall. Bayern am Mittwoch gegen Union und am Samstag in Augsburg, wo man schon die eine oder andere Pleite hat hinnehmen müssen. Wird eklig. Leverkusen zu Hause vs Gladbach. Schaut gut aus gegen schwächelnde Fohlen, aber siehe Bayern vs Werder …
– Teamsport allüberall: Basketball national und international, DEL, VBL etc. Für jeden was dabei, aber übertreibt es nicht
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