von Münchner Löwe | Okt. 24, 2023 | MLB, NFL
Blick über den Teich, MLB und NFL
MLB
Die Astros sind raus, die Phillies müssen in Spiel 7. Der Montag war mal wieder den Auswärtsteams von den Rangers und Diamondbacks vorbehalten.
Astros – Rangers 4:11 (3:4)
Christian Javier war bis dato der überragende Pitcher der Post Season und schien der wichtigste Trumpf der Astros im Entscheidungsspiel gegen die Rangers zu sein. Doch das war ein Trugschluss. Gleich 3 Earned Runs musste er im ersten Halbinning hinnehmen. Gerade einen Spieler hatte er ausgemacht, dann hatte Manager Dusty Baker genug und erlöste ihn. Zwar antworteten die Astros noch im ersten Inning mit einem Run, doch der zurzeit wohl heißeste Spieler Ardolis Garcia trat im 3. Inning auf den Plan und befördete den Ball über den Zaun. Noch einmal verkürzten die Astros gegen den wackelnden SP Max Scherzer durch einen Homerun von Alex Bregmann, doch im vierten Inning beseitigten die Rangers mit 4 Punkten die letzten Zweifel am Sieg, darunter zwei RBIs von Garcia. National Love legte mit einem Two-Run-Homer zum 10:1 nach. Wenigstens kam Astros José Altuve noch zu seinem Homerun, und Yordan Alvarez zu seinem RBI. Doch garcia krönte seine überragende Serie gegen die Astros mit einem Homerun, dem 7. in der Post Season. 15 RBIs in einer Serie, die er allein gegen die Astros schaffte, sind Rekord für die ALCS, folgerichtig wurde er zum MVP der Serie.
Phillies – Diamondbacks 1:5 (3:3)
Auch in der Partie zuvor war das vermeintliche Pitching Ace am Ende der Gelackmeierte. Immerhin schaffte Aaron Nola 4.1 Innings, in denen er allerdings 4 Runs, davon 3 im 2. Inning, hinnehmen musste. Tommy Pham und Lourdes Gurriel gelangen dabei Homeruns. Brandon Marsh verkürzte im 2. Inning auf 1:3, doch Ketel Martes Triple brachte mit zwei Singles im 4. und 7. Inning die Punkte 4 und 5.
Die Phillies fanden gegen das Pitching kein Mittel. Backs SP Merrill Kelly ließ in 5.0 Innings nur 3 Hits und einen Run zu. Auch der Bullpen gab sich keine Blöße. Jetzt kommt es heute Nacht ab 02:07 ernewut in Philalphia zum entscheidenen 7. Spiel.
NFL
In einem sehr unterhaltsamen MNF mussten die 49ers bei den Vikings die zweite Niederlage in Folge hinnehmen. Einen Unterschied machten die Quarterbacks aus, Routine schlug Jugend. Während bei den 49ers Brock Purdy zwei Interceptions bei nur einem TD-Pass produzierte, war es bei Kirk Cousins genau umgekehrt. Insgesamt warf er für 378 Yards, obwohl wichtige Ballfänger wie Richard Jefferson gar nicht dabei waren. Klarer Fall von Jinx meinerseits, nachdem ich die Niners vor zwei Wochen noch über den grünen Klee gelobt hatte.
Die Eagles dagegen konnten ihre Niederlage von voriger Woche dagegen wettmachen. Den Sieg gegen die Dolphins machten sie allerdings erst im 4. Viertel klar. Wide Receiver AJ Brown war mit 137 gefangenen Yards, darunter der letztlich entscheidende Touchdown kurz vor Schluss.Die Eagles sind jetzt in der NFC alleine vorne, weil auch die Lions nach ganz schwache Leistung mit 6:38 bei den Ravens den Kürzeren zogen.
Auch in der AFC gibt es nur noch ein Team mit einer Niederlage. Es sind die Chiefs, die Titelverteidiger. Dahinter geht es in allen Divisionen ganz eng zu. Und die AFC North zeigte mit 3 Siegen in 3 Spielen, die Bengals waren spielfrei.
Match des Tages war dabei Browns @Colts, das die Browns nach langem Hin und her mit einem Touchdown 19 Sekunden vor Schluss für sich entschieden.
von Münchner Löwe | Okt. 16, 2023 | MLB, NFL
Blicxk über den Teich, NFL und MLB
NFL
Es ist wiecer Zeit für eine Feier in Miami. Jedes Mal, wenn in einer NFL-Saison auch die letzte Mannschaft die erste Niederlage erlitten hat, trifft sich das Team der Dolphins, das 1972 nach einer perfekten Saison den Super Bowl gewonnen hat, zu einem netten Beisammenseit. Das ist jetzt also 51 Jahre her, die Herrschaften sind also zwischen Mitte 70 und Ende 80.
Am Sonntag war es wieder soweit. Da verloren die bis dato ungeschlagenen Eagles gegen die Jets und 49ers gegen die Browns.Gerade die Niederlage der 49ers kam für mich nach den bisher doch sehr überzeugenden Leistungen überraschend, aber diesmal erwischte der bisher so grandiose Quarterback Brock Purdy einen ziemlich gebrauchten Tag und warf nur für 125 Yards, davon gut 40 Yards im letzten Drive, der auch zu einem Touchdown führte..Trotzdem hätten sie das Spiel gewinnen müssen, aber Moody vergab sechs Sekunden vor Schluss ein Field Goal aus 41 Yards, für einen NFL-Kicker normalerweise kein Problem.
Die Eagles einen furchtbaren Tag. Jalen Hurts warf drei Interceptions, dazu kam noch ein Ballverlust durch einen Fumble. Trotzdem lagen sie bis kurz vor Schluss vorn, ehe die Jets nach nach einer Interception und einem Lauf durch Hall kurz vor Schluss doch noch iohren ersten und letztlich entscheidenden Touchdown schaffte. Es war der erste Sieg der Jets über die Eagles überhaupt.
Und sonst? Wissen die Bengals immer noch nicht, wie sie gegen die Seahawks gewinnen konnten, denn in praktisch allen Stats außer eben den Punkten lagen die Seahawks vorn, etwa mit 381 zu 214 Total Yards. Aber sie brachten den Ball in der Schlussphase trotz bester Position nicht in die Endzone. Sie wagten zweimal einen (letztlich) erfolglosen) 4. Down anstatt dem sicheren Fieldgoal-Versuch. Es bringt aber relativ wenig, die Punkte virtuell hinzuzurechnen oder den Field Goal hinterherzutrauern
Und der Spieltag bedeutet? (für ein Playoff Picture ist es allerdings viel zu früh)
NFC: Neben den 49ers und Eagles haben auch die Lions eine 5:1-Bilanz und zeigten bei den Bucks eine gute Leistung. Stark war der deutsch-amerikanische Ballfänger Amon Ra St. Brown, der einen formidablen Touchdown schaffte und mit 124 Yards bester Receiver seiner Mannschaft war. Das könnte nach langer Durststrecke wirklich die Saison der Lions werden.
Die AFC North wurde als stärkste Division eingeschätzt, und dieser Prognose wird sie bisher mehr als gerecht. Drei Teams haben mit 3:2 einen positiven Rekord, und die Bengals (3:3) haben zuletzt zweimal gewonnen, einmal sehr überzeugend und einmal recht glücklich gegen die Seahawks. In der Conference führt der Weg nur über die Chiefs, auch wenn sie nicht immer überzeugten.
MLB
Astros – Rangers 0:2 (0:1)
Die Conference League begann mit einem Shutout der Rangers, die damit in den Play-offs weiter ohne Niederlage sind.. Die Astros verzweifelten am starken Pitching und Fielding der Rangers. Jordan Montgomery ließ in 6.1 Innings nur 5 Hits und einen Walk zu. Der Bullpen in 2.3 gar nur zwei Walks.
Auch die Astros vpitchten stark und ließen insgesamt nur 6 Hits zu. Doch ein Single von Jonah Heim im 2. Inning und ein Homer von Leody Tavaras im 5. Inning brachte den Rengers die entscheidenden zwei Runs.
Die Astros hatten durchaus ihre Chancen. Die letzte vereitelte Evan Carter mit einem Catch direkt an der Wand, womit er sogar ein Double Play herbeiführte.
Programm heute
22:37: Astros – Texans (0:1)
2:07: Phillies – Diamondbacks (0:0)
von Münchner Löwe | Okt. 10, 2023 | NFL
Blick über den Teich, NFL
Nach dem 5. Spieltag Prognosen über die Endphase der Play-offs oder gar des Super Bowls zu tätigen, ist sehr mutig, wenn nicht gar irre. Zu viele Unwägbarkeiten lauern auf die Teams wie zum Beispiel Verletzungen von Schlüsselspielern, die leider viel zu häufig auftreten.
Ich tue es trotzdem, zu beeindruckend erscheinen mir in der NFC die Leistungen der Eagles und vor allem der 49ers. Die galten eh schon als Favoriten ihrer Conference, und den Vorschusslorbeer haben sie bisher bestätigt. Sie sind als einzige der gesamten NFL nach dem 5. Spieltag noch ohne Niederlage und zeigten zum Teil schon sehr beeindruckende Leistungen.
Es ist vor allem die Asgeglichenheit von Defense und Offense, die diese Teams heraushebt, wobei die Eagles auch das nötige Glück für sich beanspruchen konnten. Das Maß aller Dinge sind die 49ers. Quiarterback Brock Purdy zeigt noch bessere Leistungen als in seinem beeindruckenden die EaglesRookie-Jahr, als er erst durch eine Veletzung gebremst wurde. Er hat mit George Kittle, der am Sonntag drei Touchdownpässe fing, Brandon Ayuk und Deebo Samuel herausragende Passempfänger. Christian McCaffrey (sehr hübsch: „RunCMC“) ist einer der besten Runnig Backs der Liga, und es gibt gute Alternativen, die ganz anders laufen. Und die Defensive zeigt auch keien Schwächen, bringt den gegnerischen Quarterback regelmäßig unter Druck.
Auf der anderen Seite die Eagles – seit 15 Saisonspielen (ohne Play-offs) ungeschlagen. Ähnlich beeindruckend ist Quarterback Jalen Hurts, Running Back D Andre Swift und Wide Receiver AJ Brown und Dallas Goedert. Noch schaffen sie es aber nicht, über 60 Minuten ihre Klasse voll auszuspielen, sondern zeigen immer wieder Schwächen.
Wer kann denn überhaupt gefährlich werden. Da sind die Lions, die trotz einiger Ausfälle in der Offensive wie Wide Receiver Amon Ra St. Brown 42 Punkte gegen die Panthers (okay es waren „nur“ die Panthers, die als einziges Team der Liga ohne einen Sieg dastehen), zustande brachten und auf jeden Fall ein Play-of-Kandidat sind. Aber auch die Cowboys sind trotz der Klatsche in San Francisco weiter zu beachten.
Und die AFC? Die Chiefs halten zwar bei 4:1 Siegen, doch von absoluter Dominanz kann nicht die Rede sein. Sie wirken verwundbar (auf ganz hohem Niveau), sind aber wohl doch das zu schlagende Team. Dahinter? Kann mE alles passieren, naja fast. Außer denb Chiefs und den Dolphins haben alle Teams mindestens schon zwei Niederlagen und auch die 2:3-Teams darf man nicht abschreiben. So zeigten etwa die Bengals um Quarterback Joe Burrow und Wide Receiver Ja Marr Chase endlich eine Leistung, wie ich sie mir schon von Anfang an erhofft habe. Das war bei den Cardinals ein ganz anderer Auftritt wie bis dahin. Chase fing 15 Pässe (Franchise-Rekord) für 192 Yards und 3 Touchdowns. Das Ringen in der AFC Nord dürfte wie allgemein erwartet ein ganz enges und attraktives Rennenwerden. Auch die anderen Divisionen sind heiß umkämpft, der Westen mit den Chiefs vielleicht (?) ausgenommen.
Zum Bodensatz der Liga möchte ich die Patriots negativ herausheben. Was die zeigen, ist unterirdisch. Zuletzt setzte es zwei Blowouts (3:38 bei den Cowboys und 0:34 daheim gegen die Saints. Völlig ungewohnt für die erfolgsverwöhnten Pats, und sogar ein Bill Belichek scheint ratlos, wer hätte so etwas vor Jahren wagen zu schreiben?
von Münchner Löwe | Okt. 6, 2023 | MLB, NBA, NFL
Blick über den Teich, NFL, MLB und NBA
NFL
Was wurde über Justin Fields gelästert. Der Quarterback der Chicago Bears könne zwar hervorragend laufen, aber nicht vernünftig werfen. Dieses Urteil hat er in der Nacht zum Freitag erst mal konterkariert mit einer tadellosen Vorstellung. Beim 40:20 seiner Bears bei den Commanders warf er vier Topuchdownpässe und insgesamt für 282 Yards ohne Interception. Nicht schlecht für einen, der angeblich nicht werfen kann. Schon im 1. Viertel schaffte er 115 Yards, Bestwert der Bears seit zig Jahren.Schon in der vergangenen Woche zeigte er gegen die Broncos eine tadellose Leistung mit 4 Touchdownpässen und sogar 335 Yards. Dass die Bears das Spiel verloren, lag also weniger an ihm. Offenbar hat ihn jetzt der Trainer, auch auf sanften Druck auch von Fields selbst, von der Leine gelassen, er dankt es mit großartigen Leistungen
Mann des Tages war allerdings DJ Moore, dem grandiose 230 Receiving Yards und 3 Touchdowns gelangen. Solche Abnehmer wünscht man sich als Quarterback, zumall wenn sie wie Moore nach dem Catch mit dem Ball noch einige Yards hinzufügen.. Die Bears schafften also endlich ihren ersten Saisonsieg, für die Play-offs wird es wahrscheinlichnicht reichen, aber für attraktive Spieler allemal.
MLB
Jetzt stehen die Ansetzungen der jeweils ersten drei Spiele der Divisional Series fest
Samstag
19.00: Orioles – Rangers
22:40: Astros – Twins
00:07: Braves – Phillies
03:20: Dodgers – Diamondbacks
Sonntag
22:07: Orioles – Rangers
02:03: Astros – Twins
Montag
00:07: Braves – Phillies
03:07: Dodgers – Diamondbacks
Dienstag
22:07: Twins – Astros
02:03: Rangers – Orioles
Mittwoch
Diamondbacks – Dodgers und Phillies – Braves sind noch nicht exakt terminiert. Das erste Spiel ist um 22 Uhr.
NBA
Zumindest die Springerpresse meldet, dass Pro7 Maxx jeweils am Sonntag um 19 oder 21 Uhr ein Spiel aus den USA übertragen will. Nur dieses eine Spiel pro Woche. Für mich ergibt das überhaupt keinen Sinn, denn jedes Team bestreitet pro Woche drei oder vier Spiele. Man kann also mit diesem einen Spiel die Saison nicht im Ansatz verfolgen. Im Gegensatz zur NFL, wo der Sonntag der Hauptspieltag und es eben pro Woche für jedes Team nur ein Spiel gibt. Man wollte halt auf den deutschen Euphoriezug aufspringen, und sicher gibt es Menschen, die bei einem Raptors-Spiel mit Dennis Schröder oder gar die Magic mit den Wagners schauen wollen, wie sich die Weltmeister schlagen. Aber was ist, wenn sie nicht dabei sind, wass bei 32 Teams eher wahrscheinlich ist? Ansonsten ist so ein einziges Spiel nämlich reine Unterhaltung ohne großen sportlichen Wert. Und spätestens, wenn es gegen Ende der Partie zig Auszeiten und Freiwurforgien die Partie bis ins Unerträgliche strecken, sieht Otto Normalseher, wie mühselig es ist, ein NBA-Spiel live zu verfolgen. Relive heißt deshalb für mich das Zauberwort (übrigens im gesamten US Sport), da kann man die Werbeblöcke hübsch überspringen. Bin echt gespannt auf die Quoten, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie an die von attraktiven Spielfilmen heranreichen.
von Münchner Löwe | Okt. 3, 2023 | NFL
Blick über den Teich, NFL
Es war ein Spieltag der Aufholjagden, manche von Erfolg gekrönt, manche nicht. So lagen die Broncos bei den Bears bereits mit 7:28 zurück, doch dann besann sich Russell Wilson seiner alten Klasse bei den Seahawks und führte seine Mannschaft mit insgesamt drei Touchdownpässen zum Sieg. Ein Field Goal aus 51 Yards besiegelte die Niederlage für die Bears. Es war vielleicht das beste Spiel von Wilson, seit er im vergangenen Jahr von den Seahawks zu den Broncos gewechselt war und so viel Kritik einstecken musste.
Auch die Colts starteten eine veritable Aufholjagd zu Hause gegen die Rams.0:23 lagen sie zurück, doch in der 2. Halbzeit schafften sie drei Touchdowns. Der hochgedraftete Anthony Richardon zeigte eine bemerkenswerte Leistung mit zwei TD-Pässem und einen TD-Run. Belohnt wurde das Ganze allerdings nicht. Denn die Rams gewannen vor der Overtime den Münzwurf und nutzten den ersten Drive trotz eines sichtlich angeschlagenen Matthew Stafford zum Touchdown, der das Spiel beendete. Mir bleibt unbegreiflich, warum in einem solchen Fall der Gegner nicht noch die Möglichkeit zur Antwort hat, wie es mittlerweile bei einem Fieldgoal der Fall ist. Es kann doch nicht der Zufall Sieg oder Niederlage in dieser Art und Weise beeinflussen.
Erstaunlich spannend war die Partie zwischen den hochgewetteten Eagles und Außenseiter Commanders, in der die Eagles ebernfalls eine Overtime benötigten und hier sogar den ersten Ballbesitz der Commanders unbeschadet überstanden. Ändert nichts an meiner Einstellung, dass die OT-Regeln höchst ungerecht sind – und zwar ohne Not (und nur des Spektakls Willen?).
Vier Spiele, also fast ein Viertel, haben alle Teams jetzt absolviert, und nur noch die Eagles und 49ers sind ohne Niederlage geblieben. Sie sind auch (vielleicht neben den Cowboys) die haushohen Favoriten für die NFC-Championship. Für mich den besten Eindruck machen die 49ers, offensiv unter anderem mit einem unglaublichen Christian McCaffrey und vor allem auch defensiv. Auch die Lions konnten den Vorschusslorbeer bestätigen mit einer 3:1-Bilanz. Dabei zeigt der Deutsch-Amerikaner Amon Ra St.Brown mehr als ordentliche Leistungen mit bisher zwei Touchdowns, auch wenn der absolut überragende Auftritt bisher fehlt. Für die bisher sieglosen Bears und Panthers wird es eine lange Saison.
Die absolute negative Überraschung sind die Bengals. Nicht nur wegen ihrer 1:3-Bilanz, die zumindest statistisch gesehen eine Play-off-Teilnahme sehr schwierig macht. Nein, es fehlt an all der Inspiration, die das Spiel der Bengals in den vergangenen beiden Jahren so aufregend gemacht hat. Gerade Quarterback Joe Borrow ist ein Schatten seiner selbst, er wirkt allerdings auch nicht hundertprozentig fit. Gerade mal zweimal hat die einstige und hoffentlich baldige Touchdown-Maschine den Ball in die gegnerische Endzone befördert, sein bestes Rating ist 85, und zweimal lag es bei unter 60 – ein unterirdischer Wert. Er wird allerdings auch von seinem Receiving-Corps ziemlich im Stich gelassen. Außer Ja´Mar Chase ist da reichlich wenig auf dem Feld. Und 3:27 bei den Titans muss man erst mal verlieren.
Auch die Chiefs tun sich schwer. Gestern Nacht benötigten sie viel Glück und am Ende auch die Hilfe der Refs zu einem knappen Sieg bei den Giants. Wenigstens die 3:1-Bilanz spricht für sich. Ansonsten überzeugen in de AFC vor allem die Bills, aber auch die Dolphins und die Ravens. Kein Team in der AFC ist ohne Niederlage oder ohne Sieg. Das verspricht Spieltag für Spieltag viel Spannung, und sogar ich als Bengals-Sympathisant habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sich der Wind in Cincinatti noch dreht …
von Münchner Löwe | Sep. 7, 2023 | NFL
Blick über den Teich, NFL
Heute Nacht geht es los. Die NFL, die mit Abstand reichste Liga der Welt eröffnet ihre Pforten. Wie üblich beginnt der Titelverteidiger, also die Kansas City Chiefs (gegen die Detroit Lions mit dem deutschen Wide Receiver Amon Ra St. Brown). Und geht es nach den Wettquoten und vielen Experten, werden sie das auch im nächsten Jahr tun. Wie immer, ermitteln die Ersten der AFC und NFC die beiden Kontrahenten um den Super Bowl, der am 11. Februar in Las Vegas ausgetragen wird.
Die AFC
Eigentlich schade, dass es unmöglich ist, dass zwei AFC-Teams ins Finale kommen können. Die ist zumindest der Papierform nach der NFC haushoch überlegen, zumal jetzt auch noch Aaron Rodgers von den Packers zu den Jets gewechselt ist. Sicher eine Verstärkung, auch wenn seine allerbesten Zeiten wohl vorbei sind. Meine Favoriten, und jede Verletzung kann das zur Makulatur werden lassen.
Die Chiefs muss man erst mal schlagen mit dem zurzeit überragenden Quarterback Patrick Mahomes. Die Offensive hat großartige Waffen mit Travis Kelce, auch wenn der langsam in die Jahre kommt. Allerdings hat er sich offenbar gerade eine Knieveletzung zugezogen und ist zumindest für den Saisonstart fraglich. Ich bin ziemlich gespannt auf die Broncos. Nach dem Trainerdesaster um Nathaniel Hackett, der nicht einmal eine Saison durchhalten durfte, ist jetzt mit Sean Payton ein höchst erfolgreicher Coach an der Linie, der die Saints um Drew Brees zum Super Bowl 2009 führte. Kriegt er vielleicht sogar QB Russell Wilson wieder in die Spur? Man darf nach der Pre Season, auch wenn man die nicht zu hoch hängen sollte, Zweifel bekommen.
Die Chargers machen von sich reden, dass sie, dass sie den monströsesten vieler monströsen Quarterback-Verträge abgeschlossen haben. Sie zahlen Justin Herbert für die nächsten fünf Saisonen 48,4 Millionen Dollares per anno. Das ist so eine Sache, die ich zumindest bei diesen Summen nicht verstehe: Warum verzichtet der Mann nicht auf die eine oder andere oder auch mehrere Millionen und entlastet den Salary Cap für ein besseres Team. So was soll es ja schon gegeben haben.
Hinter den Chiefs sehe ich die Bengals und Bills praktisch gleichauf. Beide haben ihr erfolgreiches Team ziemlich zusammenhalten können. Die hochbegabten Quarterbacks Burrow und Allen sind ein Jahr erfahrener. Und beide können in den Play-offs in einer Partie auch den Chiefs sehr gefährlich werden. Die Bills werden aber noch an der klaren Play-off-Niederlage gegen die Bengals zu knabbern haben und sich in ihrer Division mit den hochambitionierten Jets und Dophins herumschlagen müssen. Und es gibt wohl auch einiges Theater, vor allem um Star-WR Stefon Diggs.
Mein Herz habe ich schon lange an die Bengals verloren, und das in sportlich furchtbaren Zeiten. Wegen der Münchner Partnerstadt Cincinatti oder dem hübschen Tigertrikot oder was auch immer? Das weiß ich nicht mehr. Allerdings sind sie in der wohl stärksten Division der gesamten NFL, müssen sich also bei jeder Partie reinhauen. So sind die Ravens, die Lamar Jackson für fünf Jahre an sich banden, kreuzgefährlich, wie schon die vergangene Saison gezeigt hat, als sie nur ganz knapp an den Bengals scheiterten. Mit Jackson ist das Laufspiel noch effektiver. Gespannt bin ich Odell Beckham, vor ein paar Jahren einer der heißesten Receiver, aber dann auch von vielen Verletzungen geplagt. Und auch die Steelers, für die eine negative Saison ein Fremdwort ist, sind jederzeit zu beachten.
Trotz der Verpflichtung von Rodgers sehe ich die Jets nicht ganz so stark, aber natürlich besser als zuletzt. Alles verlernt haben wird Rodgers nicht, und Tom Brady hat gezeigt, dass man auch im Alter noch vernünftig spielen kann. Kommt halt auch drauf an, wie er sich in der fremden Umgebung zurechtfindet. Immerhin trifft er mit WR Randall Cobb und Allen Lazard auf gute Bekannte. Aber insgesamt werden sie schon Mühe bekommen, in der Division East sich die Dolphins vom Leib zu halten. Die haben vielleicht das beste WR-Duo mit den pfeilschnellen Tyreek Hill und Jaylen Waddle. Die Frage wird halt sein, in welcher Form QB Tua Togavailoa nach seinen diversen Gehirnerschütterungen zurückkommt und ob er diese künftig vermeiden kann.
Die schwächste Division ist die AFC South. Da müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn die nicht die Jaguars um QB Trevor Lawrence für sich entscheiden würden. Vor allem, wenn sie konstanter werden als die vergangene Saison, als sie schwach starteten und dennoch die Play-offs erreichten. Die Titans trotz Running Back Derrick Henry habe ich weniger auf der Rechnung. Überraschen könnten am ehesten die Colts mit ihrem Rookie-QB Anthony Richardson. Allerdings ist die Offensive trotz eines Michael Pittman eher durchschnittlich. Aber für die mittlere Zukunft sieht es für die Colts nach düsteren Jahren wieder besser aus. Gespannt bin ich auf den Österreicher Bernhard Raimann in seiner zweiten Saison, der viel an Muskelmasse zugelegt hat und seinen Stammplatz erst mal sicher haben dürfte. Für die Texans kann es nach drei desaströsen Saisonen mit insgesamt 11 Siegen eh nur besser werden
Meine Divisionssieger
East: Bills
North: Bengals
South: Jaguars
West: Chiefs
Wahnsinnig originell, ich weiß
Wild Cards gehen an Ravens, Jets und Dolphins
NFC
Wer außer die Eagles? möchte man fast verschämt fragen. Die erreichten vergangenes Jahr den Super Bowl, wo sie sich nur unglücklich den Chiefs geschlagen geben mussten. Die Frage ist halt, ob Jalen Hurts seine grandiose Saison wiederholen kann. Sie mussten außerdem personellen Aderlass hinnehmen und haben ein weit schwierigeres Programm als in der vergangenen Saison. Also Haus und Hof würde ich nicht verwetten auf einen erneuten Super-Bowl-Einzug.
Denn da sind schon mal die Cowboys. Offensiv und defensiv ohne echte Schwäche, sieht man mal von den zig Ballverlusten ab. Wenn sie ihre PS auf die Straße bekommen und scheinbar sichere Siege nicht wie zuletzt verhühnern, müssten die Play-offs und vielleicht sogar der Divisionssieg sicher sein. Und noch ein Faustpfand haben sie mit Trey Lance in der Hinterhand, wenn Zak Prescott wieder mehr zum Gegner als zum Mitspieler wirft.
Der Divisionssieg dürfte für die Giants außer Reichweite sein. Vielleicht reicht es wieder zu einem Wild-Card-Platz, aber nur wegen der weitaus schlechteren Conference. In der AFC hätten sie nicht die geringste Chance.
Ziemlich gehypt werden ja die Lions, die Fans träumen von besseren Zeiten, ja vielleicht sogar ein Play-off-Sieg. Dazu ein schöner Beitrag von Lions-Fan und dem aus der SZ bekannten Jürgen Schmieder im aktuellen sports illustrated. Ob sie dann wirklich so gut sind, wird sich zeigen, wobei das Spiel bei den Chiefs nicht der Maßstab sein kann. Aber insgesamt scheinen sie auf einem guten Weg. Viel hängt natürlich von WR Jared Goff ab. Der fand in der vergangenen Saison vermehrt den Deutschen Amon-Ra St.Brown, der mit zahlreichen Catches und 6 Touchdowns den Durchbruch schaffte und weitere Großtaten ankündigte.
Die Vikings waren der Divisionssieger North der vergangenen Saison und haben jetzt den Umbruch eingeleitet. Alternde Stars wie Adam Thelen sind nicht mehr dabei. Ob da Star-Receiver Richard Jefferson glücklich wird, sei mal dahingestellt. In der Divisions-Wundertüte könnte es trotzdem zum ersten Platz reichen.
Packers ohne Aaron Rodgers – daran muss man sich auch erst mal gewöhnen. Schon die vergangene Saison war für seine Verhältnisse nicht berüht. Wunderbar seine Motzereien, wenn seine Anspielstationen den Ball verfehlten, und war er noch so ungenau gezielt Jetzt also Jordan Love, vor drei Jahren ein Nr.-1-Pick. Überragende Anspielstationen hat er nicht, dafür eine gut schützende O-Line. Ein Neuanfang ohne große Ambitionen für diese Saison. Gleiches gilt für die Bears. Man vertraut auf Justin Fields, warum auch immer und tauschte deshalb den Nr.1.Pick, der ihnen zugestanden war mit den Panthers gegen zwei First-Round-Picks und einen weiteren Top-Mann. Das werden schwere Zeiten
Eines steht für mich fest: Aus der South wird kein Team auch nur das Conference Finale sehen. Vier reichlich mausgraue Teams – trotz klingender Namen wie Buccaneers (mit ihrem wunderschönen Seeräuber-Stadion), Vielleicht steigern sie sich im Vergleich zur vergangenen Saison. Und wie alle in der South haben sie bei idealem Verlauf Chancen auf den Divisionssieg.
Auch die Saints haben weit bessere Zeiten (mit Drew Brees) hinter sich wie der neu verpflichtete QB Carr. Es gibt ein paar Lichtblicke wie Chris Olave, aber noch mehr Fragezeichen und viel Mittelmaß.
Den Panthers war also der Nr.1.Pick viel Tafelsilber wert. QB Bryce ist eigentlich zu klein und auch zu leicht, hat aber alles, was ein guter QB braucht heutzutage. Leider fehlen ihm kongeniale Anspielstationen, die Adam Thelen wohl eher mehr von früheren Zeiten her wäre.
Die Falcons setzen wohl wieder aufs Laufspiel, wo sie letztes Jahr überzeeugt haben. Die haben die Anspielstationen, aber wohl keinen Quarterback, der sie einzusetzen vemag. Oder straft mich Dennis Ridder Lügen? Vielleicht sind die Falcons der Enäugige unter Blinden.
Anders die Lage im Westen, allen Anschein nach die zweitstärkste Division, was aber allein an den Seahawks und 49ers liegt, während die Cardinals, zumal ohne Kyler Murray, und Rams, deren All-in-Saison vor zwei Jahren weiter bezahlt werden muss und extremes Verletzungspech dazukommt. Doch die 49ers und Seahawks sehe ich in den Play-offs, günstigenfalls noch mehr. Die 49ers haben vielleicht die beste Angriffsformation mit Anspielstationen wie George Kittle und Kyle Jusczyk, wo sogar ein Brock Purdy, der vielzitierte Mr. Irelevant als letzter Draftpick 2022, glänzen konnte. Jetzt kennt man ihn. Mal sehen, ob er es wieder hinkriegt und wie er seine Verletzung überwunden hat. Aber diegroßartige Anleitung von Trainerlegende Kyle Shannahan ist ihm gewiss. Erstaunlich, aber letztlich absehbar: QB Trey Lance, Nr.-3-Pick 2021, wurde an die Cowboys verhökert. Die NFL ist halt was anderes als College Football.
Die Seahawks haben einen großen Vorteil. Ihr Stadion. Es ist wahrscheinlich das lauteste nach Arrowhead in Kansas, und spätestens ab Oktober ist es im windigen und regnerischen Nordwesten der USA extrem ungemütlich. Das garantiert den einen oder anderen Sieg. Sie waren vielleicht die größte Überraschung, allerdings hat Geno Smith nach großartigem Beginn doch etwas abgebaut. Mal sehen, welchen Smith wir jetzt sehen. Und ob seine weiten Würfe nach vorne wieder so oft beim anvisierten Empfänger landen. Die sind mit Metcalf und Lockett sehr prominent. Für die Play-offs reicht es, und es gibt einen netten Zweikampf mit den Niners um den Divisionssieg.
Meine Divisionssieger
East: Cowboys
South: Falcons
North: Lions
West: Seahawks
Wild Cards: Eagles, 49ers, Giants
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