Götterdämmerung der Wagners

Blick über den Teich, NBA und NHL

CLEVELAND CAVALIERS* – Orlando Magic 106:94 (4:3)

Es bleibt dabei, die Serie ohne Auswärtssiege. Dabei sah es20 Minuten hervorragend aus für die Magic, führten sie doch mit 18 Punkten. Das Publikum murrte, Pauolo Banchero traf, wie er wollte, und sogar die Dreier fielen für Orlando-Verhältnisse richtig gut. Da konnen sie es sogar verschmerzen, dass sich Franz Wagner am Punkten nur unwesentlich beteiligte. Doch noch vor der Pause fanden die Cavs den Schalter und konnten den Rückstand auf 10 senken – ein Witz angesichts der Überlegenheit der Magic.
Das gab Selbstvertrauen, das Orlando völlig flöten ging. Franz Wagner traf auch die einfachsten Würfe nicht, die Cavs rissen die Initiative an sich und Donovan Mitchell war überhaupt nicht mehr zu stoppen. Fast wehrlos ergingen sich die Magic in ihrer Niederlage und dem Ausscheiden. Das Erreichen ist der Play-offs ist für sie sicher schon ein Erfolg, aber sie müssen unbedingt ihre Lehren aus dieser fulminanten Auswärtsschwäche ziehen.

Mann des Tages
Donovan Mitchell hat schon die gesamte Serie gezeigt, dass er der beste Spieler dieser Serie ist, vielleicht sogar mit Abstand. Es gab für Orlando gerade in de 2. Halbzeit kein Abwehrmittel gegen ihn. Am Ende standen 39 Punkte und 9 Rebounds für ihn zu Buche.

Stark trotz der Niederlage
In der ersten Halbzeit schien Paolo Banchero im Alleingang bezwingen zu können. 24 Punkte sammelte er, Aber gerade im entscheidenden 3. Viertel blieb er blass und kam nur auf 4 Zähler. Und da von den Teamkollegen keine Hilfe kam, nahm das Unheil seinen Lauf.

🇩🇪 Deutsche Brille 👓
Ein extrem ernüchternder Abend gerade für Franz Wagner. Genau einen Wurf aus dem Feld verwandelte er, keinen einzigen in der zweiten Halbzeit bei 9 Versuchen. Seine Bemühungen mit Gewalt das Steuer herumzureißen, waren bedauernswert. Die Cavs luden ihn geradezu zum Werfen ein. Ein desaströses Spiel, vielleicht das schlechteste in 3 Jahren bei Orlando, vor allem weil er ja der zweitbeste Punktesammler des Teams ist. Auch sein Bruder Moritz hatte nicht den besten Tag. Er verwandelte wenigstens einen Dreier. Ansonsten kaum ein Faktor. Aber das Team ist in der 2. Halbzeit kollektiv untergegangen. Eine Wurfquote von 25 Prozent ist indiskutabel.

Analyse der Serie
7 Spiele, 7 Heimsiege, und das, obwohl die Hallen in Cleveland und Orlando jetzt nicht als besonders gefürchtet gelten. Letztlich entschied der beste Mann die Serie, der grandiose Donovan Mitchell.
Die Magic werden wiederkommen, um ein Jahr älter, erfahrener. Mit klugen Verstärkungen, gerade auf der Spielmacher-Position, haben sie die Zukunft vor sich.

Eastern Conference, Ausblick 2. Runde

Boston Celtics (1) – Cleveland Cavaliers (4)
Die vermeintlich klarste Serie. Hier die Celtics, die bis auf den einen Ausrutschter nahezu mühelos sich gegen die Miami Heat durchsetzten. Keiner ihrer 4 Siege war auch nur im Entferntesten gefährdet. Dort die Cleveland Cavaliers, die die Magic nur mit Mühen niederrangen. Ihre Heimstärke dürfte gegen die Celtics nicht helfen, bestenfalls zu einem einzelnen Erfolgserlebnis. Kristiam Porziongis fehlt den Celtics zwar, doch sie können diesen einen Ausfall locker verkraften
Celtics in 4

New York Knicks (2) – Indiana Pacers (6)
Hier wird es schon deutlich knapper zugehen. Die Knicks haben bei der aufregenden Serie gegen die Philadelphia 76ers vielleicht mehr Kräfte und auch Nerven gelassen, aber auch enorm viel Selbstvertrauen bekommen. Und jetzt hatten sie ja wenigstens eine kleine Pause. Für die Knicks wird wichtig sein, neben Jalen Brunson noch einen zweiten verlässlichen Schützen zu haben, vielleicht Donte DiVicenco? Interessant wird sein, wie  Isaiah Hartenstein mit de viel höheren Tempo de Knicks zurechtkommtDie Pacers konnten gegen die Milwaukee Bucks sich letztlich mit ihrem Tempospiel durchsetzen, profitierten aber sehr vom fehlenden Giannis Antetokunpo und dem am Ende nicht mehr voll-fitten Damian Lillard. Allerdings wird sich ein Tyrese Haliburton insgesamt steigern müssen und ein Pascal Siakam mehrere Sahnetage haben wie in Spiel 1 gegen die Bucks. Die Pacers scheinen mir zwar den breiteren Kader zu haben, dennoch auch aufgrund des Heimvorteils
Knicks in 7 Spielen.

Ansetzungen heute:
01:00: New York Knicks – Indiana Pacers (0:0)
04:00: Denver Nuggets – Minnesota Timberwolves (0:1)

NHL
Die Dallas Stars habe als letztes Team die 2. Play-off-Runde erreicht. Das beste Team der Saison brauchte im 7. Spiel eine weitere Energie-Leistung um Titelverteidiger Las Vegas Knights auszuschalten. Immerhin schafften sie das Kunststück, 2 Heimniederlagen zu Beginn zu kompensierenRadek Faksa traf in der 1. Minute des 3. Dritels zum entscheidenden 2:1. In der 2. Runde treffen die Stars auf die Colorado Avalanche.

Bereits ein Stück weiter sind die New York Rangers, die im ersten Zweitrundenspiel gegen die Carolina Hurricanes mit 4:3 gewannen. Mika Zibanejad war mit 2 Toren und 1 Assist gefeierter Mann des Tages

Ansetzung heute
02:00: Florida Panthers – Boston Bruins (0:0)

 

Statement der Wölfe

Blick über den Teich, NBA und NHL
Ein aufregendes Spiel 1 in Denver und ein Overtime Thriller in Spiel 7 zwischen den Boston Bruins und den Toronto Maple Leafs. So kann man relive den Sonntagvormittag verbringen …

NBA

Denver Nuggets – Minnesota Timberwolves 99:106 (0:1)

Die Wolves begannen, als wollten sie die Halle in Denver ganz einreißen. Anthony Edwards traf, wie er wollte, die Veteidigung nervte Nikola Jokic. 16:4 stand es. Doch die Nuggets sind halt nicht umsonst der Titelverteidiger, und aus der ersten Serie gegen die Lakers sind sie Rückstände gewohnt, die sie dann ja meist aufgeholt haben. So auch jetzt, wobei ich schon bedenklich fand, wie schnell der Rückstand schmolz. Schon im ersten Viertel war er dahin, doch die Wolves hatten genug Klasse, um nicht völlig einzubrechen, was bei so einem jungen und play-off-unerfahrenen Team Team durchaus möglich ist. Sie profitierten allerdings auch davon, dass die Schützen der Nuggets im 2. Viertel wie sie selbst ziemlich kalt waren.
Im 3. Viertel übernahm dann Karl-Anthony Towns das Kommando, und bei den Timberwolves tauten Spieler auf, die bis dato praktisch keine Rolle spielten. Mike Conley etwa gelangen zwei wichtige Dreier.
Im Schlussabschnitt wogte das Geschehen hin und her, bis Edwards wieder in der Erste-Hälfte-Modus zurückfand. Außerdem brillierte Gobert als Verteidiger gegen Jokic. Aber die Entscheidung brachte einer, der bis dahin kaum in Erscheinung getreten war. Naz Reeds Dreier und ein Monsterdunk.

Mann des Tages
Anthony Edwards: Der Hype um ihn ist groß, und er wäre unermesslich, würde er für ein Medien-Team wie die Lakers spielen. Er ist ja der einzige US-amerikanische, WM-Teilnehmer, der auch füs Olympia-Team nominiert wurde (Jalen Brunson anywhere?). 43 Punkte legte er auf, 14 davon im vierten Viertel. Der Mann, auf dem Verlass ist, vielleicht manchmal fast zu sehr, wenn die anderen abtauchen.

Stark trotz der Niederlage
Nikola Jokic: Trotz der starken Wolves-Verteidigung schaffte er 32 Punkte, 9 Assists und 8 Rebounds, Wurfquote 44 Prozent. Doch wie es ausieht, muss er noch gewaltigere Zahlen auflegen

X-Faktor
Naz Reed: Als Kings-Anhänger war ich ja nicht sehr erbaut davon, dass er und nicht Malik Monk zum besten 6. Mann der Saison gewählt wurde. Drei Viertel blieb er blass (2 Punkte), im vierten, also als es darauf ankam „explodierte“ er mit 14 Punkten. Vor allem sein Dreier übers Brett und ein brachialer Offensiv-Rebound-Dunk ließen die Partie in Richtung Wolves kippen. Außerdem war großartig, wie Rudy Gobert gegen Jokic verteidigte.

Ausblick
Die Wolves haben also schon beim ersten Versuch in Denver sich den Heimvorteil geschnappt. Sie haben eine schwere Phase überstanden, als sie innerhalb kürzester Zeit einen Zwölf-Punkte-Vorsprung einbüßten. Beim Titelverteidiger, in einer fanatischen Stimmung. Und sie haben gezeigt, dass ihre mangelnde Erfahrung nicht der große Nachteil sein muss.
Aber es war halt auch nur ein Sieg von vier notwendigen, und die Nuggets werden ihre Lehren ziehen. Spiel 2 in der Nacht zu Dienstag ist allerdings für sie jetzt schon fast ein Muss. Der Druck liegt klar bei ihnen. Doch wenn es ein Team gibt, das dem standhalten kann, dann die Nuggets.

Ansetzung heute
19.00: Cleveland Cavaliers – Orlando Magic (3:3) Pro7Maxx, DAZN und NBA-Pass. Die Wagner-Brüderzur Prime Time in Deutschland, was will man mehr.

NHL
Spiel 7 und dann auch noch Overtime, nichts für schwache Nerven. Allerdings war der Spuk schnell vorbei. David Pastrnak traf schon nach 1:54 Minuten, als die Scheibe von der Bande zu ihm zurückprallte. Hampus Lindholm als Assistgeber hatte das angeblich genauso geplant. Der 30-jährige Schwede hatte schon den 1:1-Ausgleich Mitte des dritten Drittels erzielt, nachdem sein Landsmann William Nylander die Leafs in Führung gebracht hatte.
Damit kein kanadisches Team mehr im Osten. Großer Seufzer

Showdown in Cleveland und Dallas

Blick über den Teich, NBA und NHL

Insgesamt 4 sechste Spiele standen diese Nach an, je zwei in NBA und NHL. In der NBA sicherten sich die Dallas Mavericks die Serie, während im Osten die Orlando Magic gegen die Cleveland Cavaliers ein Spiel 7 erzwangen.
Das schafften auch die Las Vegas Knights in der NHL gegen die Dallas Stars. Hier sicherten sich die Vancouver Canucks bei den Nashville Predators den Einzug in die 2. Play-off-Runde.

NBA

Orlando Magic – Cleveland Cavaliers 103:96 (3:3)
Es bleibt die Serie der Heimsiege. 6 von 6. Dabei mussten die Magic dieses Mal wirklich hart kämpfen und lagen noch im 3. Viertel mit zeitweise bis zu 9 Punkten zurück. Doch das Publikum wollte nicht aufgeben und zwang die heimische Mannschaft zu einer Energieleistung und den Gegner in die Knie.

Mann des Tages
Zweigeteil. Im ersten Viertel war Franz Wagner unstoppable, wie man so hässlich sagt mit 14 Punkten. Doch als es drauf ankam war mal wieder vor allem auf Paulo Banchero Verlass, der am Ende 27 Punkte auflegte, davon 10 im Schlussabschnitt.

Stark trotz der Niederlage
Donovan Mitchell bot die nächste Galavorstellung und blieb für die Magic.Verteidung ein nicht zu verteidigendes Monstrum. 50 Punkte sammelte er am Ende. davon alle (!) 18 der Cavs im 4. Viertel. Absolut outstanding, dieser Vortrag.

🇩🇪 Deutsche Brille 👓
Wie gesagt: Im ersten Viertel schien Franz Wagner alles einzureißen. Doch er beruhigte sich schnell wieder und fügte seinen 14 Punkten „nur“ noch 12 dazu. Im ersten  traf er 5 von 8 Würfe, danach nur noch 2 von 8. Und sein Dreier (1 von 5) bleibt die große Achillesferse. Sein Bruder Mo schaffte nur 2 Punkte, sammelte aber immerhin 5 Offensiv-Rebounds.

X-Faktor
Das war auf Magic-Seite sicher Jalen Suggs. der unter anderem gleich 6 Dreier verwandelte für insgesamt 22 Punkte.

Ausblick
Jetzt also Schowdown in Cleveland. Der Heimvorteil spricht eindeutig für die Cavs. In keiner Serie waren die Unterschiede zwischen Heim- und Auswärtsvorstellungen der beiden Teams dermaßen eklatant. Wenn die Magic überhaupt eine Chance haben wollen, müssen sie den brillanten Donobvan Mitchell irgendwie aufhalten. So recht will ich nicht dran glauben, so sehr ich es den Wagner-Boys wünschen würde.

DALLAS MAVERICKS* – Los Angeles Clippers Clippers 114:101 (4:2)
Den ersten Matchball für die 2. Runde ließen sich die Mavs nicht mehr nehmen. Auch wenn die Clippers in einigen Phasen ihr enormes Können zeigten, insgesamt machten sie nicht den Eindruck, sich mit allen Kräften gegen das Ausscheiden zu wehren. Zeitweise richtig lustlos agierten sie gegen die durchgehend aggressive Verteidigung der Texaner. Auch wenn ein Kawhi Leonard fehlte, von Superstars wie Paul George und James Harden muss einfach mehr kommen und nicht nur (allerhöchstens)) Durchschnitt.

Mann des Tages
Mal wieder das Duo Kyrie Irving und Luka Doncic, das in der gesamten Serie mehr gemeinsa als 56 Punkte pro Partie auflegte.Und wie sich die Bilder gleichen: Irving brauchte mal wieder enorm lange Anlaufszeit, bevor er auf Touren kam. In der 1. Halbzeit standen für ihn 2 Punkte zu Buche, in der 2. gleich 28. Luka Doncic glänzte mal wieder als Ballverteiler (13 Assists), doch diesmal verließ ihn sein Distanzwurf (1 von 10 Dreiern, indiskutabel). 28 Punkte legte er dennoch auf

Stark trotz der Niederlage.
Norman Powell und Ivica Zubac wehrten sich mit all ihren Möglichkeiten. Powell, Die Stars blieben vergleichsweise blass. Und bis auf seinen sehr kurzfristigen Energie-Anfall im 3. Viertel blieb ein Russell Westbrook quasi unsichtbar.

🇩🇪 Deutsche Brille 👓

Maxi Kleber hatte nur einen Kurzauftritt mit einem Dreier, ehe er nach einem ungestümen Angriff aufs Parkett knallte und dieses verletzt für den Rest der Partie verlassen musste. Wirklich schlimm scheint er sich aber nicht verletzt zu haben, sein Status wird zuzeit noch täglich abgefragt.. Daniel Theis erlebte die komplette Partie von der Bank aus.

X-Faktoren
Bei den Mavs die beiden im Februar gekommenen PJ Washington und Daniel Gafford. Gerade Washington mit seinen 3 Dreiern im 1. Viertel zeigte den Clippers, dass sie sich nicht alleine auf Doncic/Irving konzentrieren durften.
Bei den Clippers war es Norman Powell, der überraschende Top-Scorer.

Analyse der Serie
Mit Doncic und Irving haben die Mavs meines Erachtens das beste Duo in den Play-offs, das jede Verteidigung kirre machen kann. Die Verteidigung macht einen starken Eindruck. Ob das gegen die Oklahoma City Thunder reicht, bleibt abzuwarten. Die Rollenspieler sind gefragtals Entlastung. Ein gesunder Tim Hardaway, der die gesamte Serie ausfiel, wäre da ein wichtiges Plus.

Und die Verlierer?
3 Topstars (Leonard, George, Harden) und eine vermeintlich starke Bank – das schien das Patentrezept für erfolgreiche Play-offs, das krachend gescheitert ist. Erneut ist ein Dreigestirn mit Harden gescheitert (zuvor bei den New Jersey Nets mit Kevin Durant und Kyrie Irving). Das lag natürlich nicht nur am Bärtigen, muss aber doch zu denken geben. Dafür haben die Clippers jetzt Zeit. Zeit auch, um für die neue Halle ab nächster Saison ein schlagkräftiges Team aufzubauen. Ob Trainer Tyrene Lue der richtige Mann dafür ist, scheint mir ehrlich gesagt fraglich anhand seiner seltsamen Aufstellungen (wo war Powell eigentlich so lange). Angeblich sind die Lakers an ihm dran, wo LeBron James als großer Fürsprecher gilt.

NHL
2 Partien, insgesamt 110 Schüsse, aber nur 3 Tore und 2 Shutouts, das war die verteidigungslastige Bilanz der beiden Spiele der 1. Runde mit je einem Auswärts- und einem Heimsieg.
Durch das Tor des Schweizers Pius Suter nach 58:21 erkämpften sich die Vancouver Canucks gegen die Nashville Predators das Ticket für die 2. Runde. Die beiden Goalies Juuse Saros (Nashville) und Arturs Silovs (ein Finne und ein Lette) hielten herausragend mit ein paar schier unglaublichen Paraden.
Jetzt kommt es in der 2. Runde zum rein-kanadischen Duell der Canucks gegen die Edmonton Oilers. Ein kanadisches Team steht also sicher im Conference Finale

Wer dort der Gegner sein wird, steht noch in den Sternen. Noch in der ersten Runde kommt es in Dallas zu Spiel 7 zwischen den heimischen Stars und den Las Vegas Knights, die sich dieses 7. Spiel durch ein extrem umkämpftes 2:0 zu Hause verdienten. Erst der Schuss ins leere Tor von Mark Stone sicherte den Sieg, nachdem Noah Hanfin Vegas Mitte des dritten Drittels in Führung gebracht hatte. Auch hier verdienes sich die beiden Goalies Adin Hill (erst seine 2. Partie der Serie) und Jake Oettinger ein Sonderlob. Auf den Sieger dieser Serie warten die vegnügt zuschauenden Colorado Avalanche

Thrillla in Phila

Blick über den Teich, NBA und NHL

Was für ein Spiel in Philadelphia zwischen den 76ers und den Knicks. Unbedingt anschauen. Wer die Spannung erhalten will, möge bitte danach zurückkommen
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INDIANA PACERS* – Milwaukee Bucks 120:98 (4:2)
Die gute Nachricht für die Bucks war, dass Damian Lillard wieder aufs Parkett zurückkehrte. Die Schlechte, dass das trotz seiner am Ende 28 Punkte wenig half.die Bucks fanden gegen das Höllentempo der Pacers kaum ein Mittel, obwohl neben Lillard auch Bobby Portis und Brook Lopez 20+ Punkte auflegten. Den Hauptunterschied machten aber die Bankspieler. Während Bei den Pacers scorten Obi Toppin (21) und TJ McConnell (20) grandios, während alle Ersatzspieler der Bucks gerade mal 10 Punkte zusammenstotterten.

Mann des Spiels
Ich wähle das Duo Obi Toppin/TJMcConnell. Das sind die Rollenspieler, die man in einer solch engen Serie braucht.

Stark trotz der Niederlage
Damian Lillard war gleich wieder ein bestimmender Faktor. Allerdings war seine Dreierquote für seine Verhältnisse weit unterdeurchschnittlich (4 von 12)

Analyse der Serie
Kein Zweifel: Der Ausfall von Giannis Antetokuonpo war für die Bucks auf Dauer nicht zu kompensieren. Er fehlte vor allem als Rammbock vorn und hinten. Bei den Pacers lief auch nicht alles völlig rund, Tyrese Haliburton nahm sich auch verletzungsbedingt einige Pausen. Indiana ist zum ersten Mal seit 10 Jahren in einer 2. Play-off-Runde. Zuletzt waren sie fünfmal in Folge in Runde 1 gescheitert.

Und der Verlierer?
Die Bucks müssen sich jetzt überlegen, wie sie weitermachen wollen. Das Team ist doch ziemlich in die Jahre gekommen. Drei Starter (Giannis nicht gerechnet) sind jenseits der 30, und die Bank ist zu dünn besetzt und war nie ein Faktor.

Philadelphia 76ers – NEW YORK KNICKS 115:118 (2:4)
Was für ein Abschluss einer insgesamt fantastischen Serie, mit Sicherheit die Spannendste der 1. Play-off-Runde. Spiel 6 brachte noch mal alles, was das Basketball-Herz erfreut. Daei schienen die Knicks mit den Sixders kurzen Prozess machen zu wollen, lagen im 1. Viertel schon mit 22 Punkten vorn. Das verwöhnte Publikum in Phillie buhte bereits. Doch die Sixers kamen zurück – und wie. Noch im zweiten Vietel hatten sie den Rückstand egalisiert. Im 3. Viertel lagen sie gar mit bis zu 10 Punkten in Front angetrieben vom jetzt fanatischen Publikum (und der so ungemein nervenden Orgelbegleitung). Doch die Knicks, namentlich durch Jalen Brunson, behielten die Nerven, glichen aus, gingen in Führung, die sie über die Zeit retteten.

Mann des Tages
Letztlich war es wieder jalen Brunson, der eine Monster-Serie gespielt hat. Er sammelte 41 Punkte und behielt vor allem im vierten Viertel im Hexenkessel die Nerven und zog den Sixers mit zwei tollen Dreiern den Zahn.

Stark trotz der Niederlage
Joel Embiid war Turm in der Schlacht, vorne und hinten. 39 Punkte und 13 Rebounds sammelte er, doch zunächst blieb die Hilfe vor allem von Tyrese Maxey aus

🇩🇪 Deutsche Brille 👓
Isaiah Hartenstein war ein ganz wichtiger Faktor bei den Knicks. Gerade als die Felle davonzuschwimmen drohten für die Knicks, war er mit seiner Ruhe zur Stelle. Am Ende schaffte er 14 Punkte und 9 Rebounds, dabei rieb er sich in der Verteidigung mit Embiid richtiggehend auf, der ihm mehrere Fouls anhing. ein weiteres Bewerbungsschreiben an den deutschen Bundestrainer Gordie Herbert.

X-Faktoren
Eine Rubrik, die ich hiermit einführe. Also so etwas wie die oft unbesungenen Helden. Bei den Knicks war es Donte DiVicenzo. Bisher trotz seines Siegdreiers in Spiel 2 mit seinen Versuchen eher unglücklich, hatte er endlich sein Visier richtig eingestellt und versenkte 5 von 9 Würfen. Insgesamt kam er auf 23 Punkte, 7 Assists. Eine besondere Bermerkung vedient sein unglaublicher Block gegen Embiid.
Auch die Sixers hatte einen besonderen Trumpf. Bobby Hield erhielt endlich Spielzeit, und in der zeigte er seine große Stärke des Scharfschützen. Seine Dreier erst ermöglichten die fulminante Aufholjagd. Am Ende fanden 6 seiner 9 Versuche das Ziel. Umso erstaunlicher, dass er im 3. Viertel überhaupt nicht zu Einsatz kam und ihm die Spielzüge der Sixers im 4. Viertel nur zwei Würfe gestatteten. Aber auch Nicolas Batum war mit seinen 16 Punkten (3 Dreier) ein Pfund der Sixers.

Analyse der Serie
Von vornereinwar klar, das das die Serie werden würde zwischen zwei erbitterten Rivalen, die in der Vergangenheit schon so manchen Strauß ausgefochten haben. Kleinigkeiten entschieden die einzelnen Partien. Allein die fast unwirklichen Spielenden in Partie 2 (für die Knicks ) und 5 (Sixers) boten viel Gesprächsstoff. Ein Faktor war sicher, dass Embiid nicht völlig fit war, aber das gehört halt leider zum Sport.

Und der Verlierer?
Die Sixers lecken jetzt erst mal ihre Wunden. Das Team ist aber jung genug, um auch in den kommenden Jahren ein ernsthafter Konkurrent zu bleiben. Aber Coach Nick Nurse wird sich mit seiner Spielerauswahl (wo blieb Bobby Hield so lange??)  schon einige Fragen gefallen lassen müssen

Ansetzungen heute
01:00: Orlando Magic – Cleveland Cavaliers (2:3)
03.30: Dallas Mavericks – Los Angeles Clippers (3:2) Kawhi Leonard wird wieder nicht dabei sein.

NHL
Die Toronto Maple Leafs haben gegen die Boston Bruins ein 7. Spiel erzwungen.. In einem von Defensivreihen und tollen Torhütern geprägten Partie gewannen sie äußerst mühevoll mit 2:1. William Nylander war mit seinen beiden Treffern der gefeierte Held, und nur ein Boston-Tor 0,2 Sekunden vor Schluss verhindete einen Shutout für Joseph Woll. In der Nacht zu Samstag fällt dann im TD Garden von Boston die Entscheidung

 

Viel Spannung im Osten

Blick über den Teich, NBA und NHL

NBA

Drei Spiele im Osten, zweimal Höchsspannung und ein für mich ein überraschend klarer Sieg der Milwaukee Buck, weil denen mit Giannis und Lillard die beiden Superstars fehlten

New York Knicks – Philadelphia 76ers 106:112 OT (3:2)
Die Sixers leben noch – und wie. In einem echten Thriller im Madison Square Garden schafften sie den nicht unbedingt erwarteten Auswärtserfolg, der die Serie zurück nach Philadelpha bringt. Es war eine Partie Spitz auf Knopf mit etlichen Führungswechseln. Niemals betrug der Vorsprung eines Teams mehr als 10 Punkte – im Basketball ist das nichts. Tyrese Maxey brachte die Sixers mit einem spektakularen Wurf weit hinter der Dreierlinie in die Verlängerung, in der sie dann das bessere Ende für sich hatten. Das wird vor allem Joel Embiid schwer beruhigen, der im Schlussabschnitt  zur tragischen Figur zu werden drohte. Nur zwei Punkte, dafür aber gleich 4 haarsträubende Ballverluste unterliefen ihm. Immerhin schaffte er ein Triple Double.
Die Knicks haben sich wenig vorzugwerfen im sehr stimmungsvollen Garden, der am Ende allerdings verstummte

Mann der Tages
Tyrese Maxey war überhaupt nicht aufzuhalten. Die Dreier fielen, er kann sich Würfe kreieren und zum Korb ziehen. 46 Punkte sammelte er, dabei versenkte er 7 Dreier bei nur 12 Versuchen. Diesmal ein großer Faktor war auchn Tobias Harris mit 19 Punkten und 8 Rebounds.

Stark trotz der Niederlage
Am Anfang hielt sich Jalen Brunson noch auffallend zurück nur 2 Punkte bei 4 Wurf-Versuchen), davon konnte im Verlauf der Partie keine Rede mehr sein. Am Ende legte er 40 Zähler auf. Unterstützung fand er vor allem in OG Anuoby und Josh Hart

🇩🇪Deutsche Brille👓
Isiah Hartenstein beschränkte sich weitgehend auf die Defensive und verrichtete dort gegen Embiid großartiege Arbeit (im Wechsel mit Mitchell Robinson

Ausblick
In der durch die penetrante Orgelbegleitung extrem nervenden Phillie-Halle gilt es jetzt für alle Beteiligten, die Nerven zu behalten. Ziemlich schwer wiegt für die Knicks der Ausfall von Scharfschütze Bojan Bogdanovic. Und sie warten sehnlichst darauf, dass Donte DiVincenco seinen Wurf findet. Die Sixers müssen auf einen einigermaßen fitten Embiid und einen weiteren Glanztag von Maxey hoffen. Mittlerweile haben sich beide Coaches für eine 7er-Rotation  entschieden.

Cleveland Cavaliers – Orlando Magic 104:103 (3:2)
Nach den 4 klaren Heimsiegen war es diesmal praktisch bis zu letzten Sekunde spannend. Franz Wagner hatte 3 Sekunden vor Schluss den Ausgleich in der Hand, doch der spektakuläre Block von Evan Mobley verhginderte vermeintlich sichere 2 Punkte. Dank eines im 1. Viertel unglaublichen Darius Garland (17 Punkte, 6 von 8 Dreiern) führten die Cavs 33:23, doch die Magic verkürzten nach und nach und gingen ihrerseits im 4. Viertel in Führung. Mal wieder blieb allerdings ihre Dreierquote unter 30 Prozent, und gegen Ende ließen sie zwei reichlich überflüssige Offensiv-Tebounds von Cleveland zu.

Mann des Tages
Letztlich war Donovan Mitchell mal wieder die Versicherung für Cleveland. 14 seiner 28 Punkte sammelte er im Schlussabschnitt, also als es drauf ankam. Mobley leistete in der Defensive wertvollen Beitrag, nicht nur wegen seines letztlich spielentscheidenden Blocks

Stark trotz der Niederlage
Paolo Banchero spielte herausragend, davon 16 im 4. Viertel sprechen für sich und den Nr-1-Pick der vergangenen Saison. Insgesamt allerdings trafen nur 3 Spieler der Magic zweistellig

🇩🇪Deutsche Brille👓
Nach der Gala von Spiel 4 war es diesmal nicht die Partie von Franz Wagner. Nur 3 von 11 Würfen fanden das Ziel und nur einer von 6 Dreiern. Auch Mo Wagner konnte sich nicht so einbringen wie sonst. Er erhielt aber auch nur 14 Minuten Einsatzzeit.

Ausblick
Wer schafft den Auswärtssieg, das ist die große Frage. Die Magic haben jetzt nur noch eine Chance und müssen in Orlando erst mal dafür sorgen, dass es zum Showdown kommt.

Milwaukee Bucks – Indiana Pacers 115:92 (2:3)
Viel habe ich erwartet, aber keinen Kantersieg der Bucks, dafür schien das Handicap der fehlenden Antetokuonpo und Lillard zu groß. Doch der Rest zeigte eine tolle Mannschaftsleistung, die gesamte erste Fünf punktete zweistellig.

Mann des Tages
Bobby Portis: In Spiel 4 noch im ersten Viertel ausgeschlossen, trumpfte er groß auf mit 29 Punkten und 10 Rebounds sowie extremen Kampfeswillen. Da hatte jemand etwas gutzumachen – und das gelang glänzend. Auch Khris Middleton legte 29 Zähler auf, und Patrick Beverley führte klug Regie und glänzte mit 12 Assists.

Stark trotz der Niederlage
Letztlich erreichte kein Spieler Normalform. Gerade Pascal Siakam und Tyrese Haliburton gingen in der 2. halbzeit regelrecht unter.

Ausblick
Ohne Chance bei Matchball Nummer 1, und spätestens jetzt wissen die Pacers, dass die Bucks auch ohne ihre beiden Topstars brandgefährlich sind. Zumindest bei Lillard scheint eine Rückkehr in Spiel 6 nicht ausgeschlossen, das würde den ohnehin großen Druck auf Indiana vergrößern.

NHL
Matchball auswärts abgewehrt, das eint die Toronto Maple Leafs (in Boston) und Nashville Predators (in Vancouver). Sie gewannen jeweils mit 2:1 und bringen damit ihre Serie zurück nach Hause. Matthew Knees (für die Leafs in der Overtime) und Alexandre Carrier (für die Predators im 3. Drittel) waren die umjubelten Siegtorschützen.
Weitergekommen im jeweils 5. Spiel  sind dagegen die Colorado Avalanche (6:3 bei den Winnipeg Jets) und die Carolina Hurricans (6:3 gegen die New York Islanders). Schade vor allem für die eishockey-verrückten Fans in Winnipeg, die die Partie nicht nur in der Halle, sondern auch an öffentlichen Leinwänden verfolgten und wie erstarrt die Entscheidung für Colorado im letzten Drittel waren.

Im Westen viel Klares

Blick über den Teich, NBA und NHL

NBA

Das Tableau der 2. Play-off-Runde nimmt Formen an. Im Westen haben nach den Minnesota Timberwolves auch die Denver Nuggets und Oklahoma City Thunder das Ticket gelöst. Im Osten haben die Boston Celtics die Verhältnisse sehr zu ihren Gunsten geradegerückt.

Miami Heat – Boston Celtics 88:102 (1:3)

Die Anzeichen verdichten sich, dass für die das verlorene zweite Spiel ein Ausrutscher war, der gerade bei ihnen so gerne mal vorkommt. Letztlich gab es am Sieg von Boston nie vernünftige Zweifel, obwohl sie für ihre Verhältnisse eine schwache Wurfausbeute (gerade von der Dreierlinie) hatten.Nur Derrick White traf mehr als ein Drittel der Versuche

Mann des Tages
Folgerichtig Derrick White, der am Ende 38 Punkte auf dem Konto hate. 8 der 15 Dreier fanden das Ziel, insgesamt 15 der 26 Würfe. Dazu gewohnt eklig in der Verteidigung.

Stark trotz der Niederlage
Wieder mal Bam Adebayo mit 25 Punkten und 17 Rebounds, davon 4 am offensiven Brett. Doch er fand nur durch Tyler Herro und Caleb Martin echte Unterstützung.

Ausblick
Alles andere als ein Sieg im 5. Spiel im Bostoner TD Garden wäre höchst erstaunlich. zwar dürfte Kristaps Porzingis ausfallen, doch auch ohne ihn sind die Celtics klar favorisiert. Dann darf sich das Publikum von Miami ganz auf das Formel-1-Wochenende freuen und konzentrieren.

New Orleans Pelicans – OKLAHOMA CITY THUNDER* 89:97 (0:4)
Mit einem Sweep sind die Thunder über die Pelicans hinweggefegt, das war so nicht unbedingt zu erwarten. Zumindest die 4. Partie konnten die Pelicans ausgeglichen gestalten und durften im 4. Viertel beim Stand von 80:75 auf einen Sieg hoffen. Gerade in der 1. Hälfte war es ein reichlich zerfahrenes Spiel mit fürchterlichen Dreierquoten hüben wie drüben.
Die Qualität besserte sich zunehmend, und letztich entschied die Variabilität und bessere Breite die Partie für Thunder.

Mann des Tages
Wieder sehr beeindruckend war Jalen Williams mit einer Feldwurfquote von 52 Prozent. 24 Punkte und 8 Rebounds sammelte er für die Thunder. Und Shai Gileous Alexander? Hielt sich zurück mit „nur“ 24 Punkten. Aber er wird da sein, wenn es wirklich auf ihn ankommt.

Stark trotz der Niederlage
Endlich hatte CJ McCullum, den ich seit seiner Blazers-Zeit sehr schätze, ein bisschen seine Wurfseuche abgelegt und traf 9 der 16 Feldwurf-Versuche (allerdings auch nur 2 von 7 Dreiern). Er und Jonas Valenciunas allein, das war letztlich zu wenig.

Analyse der Serie
Wie befürchtet, war für die Pelicans der Ausfall von Zion Williamson nicht zu kompensieren. Gerade er hätte gegen die körperlich nicht allzu großen Thunder viel Unheil ausrichten können. Ob es dann zum Weiterkommen gereicht hätte, sei dahingestellt. Die Thunder haben keineswegs alles abrufen müssen. Jetzt können sie in Ruhe abwarten, wie sich ihr nächster Gegner, die LA Clippers und Dallas Mavericks, im direkten Duell aufs Blut bekämpfen. Das Hauptproblem wird sein, den Fokus aufrechtzuerhalten.

Und der Verlierer?

Als letztes Team in die Play-offs gerutscht, da durfte man in New Orleans realistischerweise nicht mehr erwarten, zumal ohne den besten Mann, den sie in Glanzform verloren und so vermissten. Mit Williamson sieht es für die nächsten gar nicht so schlecht aus.

DENVER NUGGETS* – Los Angeles Lakers 108:106 (4:1)
Und wieder war Murmeltiertag. Erneut hatten die Lakers lange geführt, und wieder haben sie das Spiel noch aus der Hand gegeben. Ein Treppenwitz, dass sie in 5 Spielen aus dem Titelrennen rausgegangen sind.
Knackpunkt dieser Partie war ohne Zweifel die Schulterverletzung von Anthony Davis im 3. Viertel, die ihn sichtlich behinderte, gerade beim Wurf, aber auch beim Rebounding. Damit fehlte der außerordentliche Imput eines der beiden Superstars der Lakers. LeBron James tat alles, vielleicht zu viel, auch zu viel Einsatzzeit, weil die Körner am Ende schwanden. Aber bei der Bank vertraute Chefcoach Ham leiber seiner Starting Five, die durchgehend zweistellig traf.Trotzdem waren sie drauf und dran, die Partie zu gewinnen, aber in der Schlussphase hatten die Nuggets zwei ganz wichtige Offensiv-Rebounds. Die Schulter von Davis?
Auch die Nuggets mussten sich allerdings hauptsächlich auf die Starformation verlassen. Jokik, Murray und Porter sammelten alle 25+ Punkte. Und erneut war es Jamal Murray mit dem entscheidenden Wurf.

Mann des Tages
Ich würfele, und die Augen zeigen auf Michael Porter jr. Imponierend, wie er seine Dreier versenkte. So einen 3. Mann, wenn ich ihn so bezeichnen darf, wünscht sich jedes Superstar-Duo (hier Jokic und Murray)

Stark trotz der Niederlage
Letztlich doch LeBron James. Er wollte nicht verlieren, und vielleicht wollte er manchmal ein bisschen zu viel des Guten. Aber was er immer noch leistet, nötigt mir höchsten Respekt ab, obwohl ich ihn nicht besonders gut leiden kann (diese finster Miene!). Mein Problem.

Analyse de Serie
In so gut wie allen fünf Spielen hätten die Lakers gewinnen können. Sie lagen insgesamt weitaus länger in Führung als die Nuggets. Doch viermal erwischte sie es im letzten Viertel. Zu Viel Last auf den Schultern von James und Davis. Zu wenig Entlastung gerade in den ersten Spielen von Rui hachimura und auch Austin Reaves.
Und die Nuggets? Meine leichten Zweifel an ihnen sind nicht verflogen. Natürlich ist ein Nikola Jokic praktisch nicht aufzuhalten, hat ein Jamal Murray keine Nerven, wenn es drauf ankommt und kann ein Michael Porter Junior allen Gegnern das Licht ausblasen. Aber reicht das gegen die Timberwolves? In meinem Play-off-Bracket tippte ich ja auf die Timberwolves. Der Verlauf der 1. Runde hat diesen Tipp eher verstärkt.

Und der Verlierer?
Die Lakers lecken erst mal ihre Wunden. Und die Off-Season wird äußerst spannend in LA. Bleibt James, was wird mit Anthony Davis, kommt ein dritter Star und wenn ja wer (Trae Young, Donovan Mitchell) und für welchen Preis bzw welche Spieler. Und darf Ham weitermachen? Nix Bestimmtes weiß man nicht. Wird auf jeden Fall aber luschtig.

Ansetzungen heute
01:00: New York Knicks – Philadelphia 76ers (3:1) Die stete Frage der Serie: Wie fit wird Joel Embiid sein
08:00: Cleveland Cavaliers – Orlando Magic (2:2). Wird Zeit für einen Auswärtssieg, sagen die Wagner-Brüder.
03:30: Milwaukee Bucks – Indiana Pacers (1:3). Die Bucks höchstwahrscheinlich ohne Giannis und Lillard. Fast ein Ding der Unmöglichkeit, die Serie zu drehen.

NHL

In ziemlicher Kürze. Den Dallas Stars ist das Kunststück gelungen, zwei Heimniederlagen gegen die Las Vegas Knights wettzumachen. Wieder war es sauknapp in Vegas, und erst der Schuss von Roope Hintz ins leere Tor entschied die Partie für Dallas.
Die Florida Panters stehen in der 2. Play-off-Runde. Im Florida-Duell gewannen sie gleich mit 6:1 gegen Tampa Bay Lightning. Allerdings stand es nach dem 2. Drittel nur 2:1, und am Ende erzielten die Panthers zwei Tore ins vom Torwart verlassene Gehäuse.