von Münchner Löwe | Mai 22, 2025 | basketball, Eishockey, NBA, NHL
Blick über den Teich, NBA und NHL
Eine unglaubliche Schlussphase bei New York gegen Indiana, und die Edmonton Oilers erleben ein grausames Schlussdrittel bei den Dallas Stars.
NBA
New York Knicks – Indiana Pacers 135:138 OT (0:1)
Was für eine Aufholjagd der Pacers, besser gesagt von Aaron Nesmith. Schaut euch auf Youtube die Schlussphase an, auch wenn man das Ergebnis kennt, nur noch Gänsehaut.
Mitte des 4. Viertels lagen sie noch mit 15 Punkten zurück, dann begann die große Zeit des Flügels, bis dahin eher unauffällig unterwegs. Sechs Dreier in Folge erzielte er und brachte die Pacers praktisch im Alleingan heran. Ganz am Schluss hieß das Motto: Irgendwie den Ball zu Nesmith bringen, der versenkt ihn schon. Und so waren die Pacers bei ihrem letzten Angriff 2 Punkte hinten, als der eigentliche Star der Pacers auf den Plan trat, und zwar absolut filmreif. Er drückte an der Dreierlinie ab, der Ball sprang vom Ring senkrecht in die Luft und direkt in die Reuse. Kurz jubelten die Pacers sogar über den vermeintlichen Sieg, aber Haliburton stand mit einem Zehennagel auf der Linie, also nur 2 Punkte und Overtime.
In den 5 Minuten wechselte die Führung mehrere Male, ehe die Pacers das bessere und glücklichere Ende für sich verbuchten.
Bester Mann der Sieger
Tyrese Haliburton: Am Ende sammelte er 31 Punkte und 11 Assists. Er verlor nie den Überblick und leistete sich nur 2 Ballverluste. Allerdings geriet auch er wie alle Pacers arg in Bedrängnis, als die Knicks im 3. Viertel aufdrehten.
Stark beim Verlierer
Jalen Brunson (43 Punkte) und Karl-Anthony Towns (35 Punkte, 12 Rebounds). Unglaubliche Zahlen Das Problem war, dass sie das Spielin der 2. Hälfte fast alleine tragen mussten, Unterstützung kam da nur noch von OJ Amunoby (11 Punkte). Erschwerend kam hinzu, dass Brunson früh im 4. Viertel sich das 5. Foul einhandelte und deshalb in der Defense vorsichtig zu Werke gehen musste.
X-Faktoren
Aaron Nesmith: Letztlich natürlich der Mann der Partie, die Dreiershow erinnerte an Teamlegende Reggie Miller, selbst eine Nemesis der Knicks. Allein diese 3 Dreier in den letzten 90 Sekunden waren der reine Wahnsinn.
In der Overtime hatte zwar Nesmith das Pulver verschossen, dafür traten Andrew Nembhard (7 Punkte) und Obi Toppin (4) in Erscheinung. Toppin gelang letztlich die spielentscheidnde Aktion, als er einen Abpraller mit einem spektakulären Tip-In-Dunk ins Netz stopfte.
Ausblick
Wenn diese Serie so weitergeht, brauchen die Leute in New York und Indiana Beruhigungspillen. Jegliche Vorhersage verbietet sich eigentlich: Eines scheint allerdings klar: Die Knicks brauchen vor allem in den entscheidenden Phase neben Brunson/Towns Unterstützung. Schwer genug gegen das glänzende Team (im Wortsinn: Team) der Pacers wird es ohnehin.
Ansetzungen
Fr., 02:30: Oklahoma City Thunder – Minnesota Timberwolves (1:0)
Sa., 02:00: New York Knicks – Indiana Pacers (0:1)
NHL
Dallas Stars – Edmonton Oilers 6:3 (1:0)
Ein Spiel lässt sich nicht auf der Bank gewinnen. Diese Eishockey-Weisheit mussten die Edmonton Oilers beim ersten Conference leidvoll erfahren. Anfang des driten Drittels kassierten sie in knapp 5 Minuten gleich 3 Tore in Unterzahl, vorbei war der schöne 3:1-Vorsprung, den sie sich in den 40 Minuten zuvor heruasgearbeitet hatten.
Entgegenzusetzen hatten sie nichts mehr, Dallas traf zwei weitere Mal (Lindell dabei ins leere Tor). Eine letztlich überflüssige Niederlage, nicht mehr in einer Best-of-7-Serie, allerdings auch nicht weniger, weil die Oilers halt einen Auswärtssieg brauchen.
Neben den zumindest im Schlussdrittel exzellenten Überzahlspiel können sich die Stars auf mehrere Spieler verlassen:3 Linien teilten sich die Treffer auf. Dagegen lastet arg viel Offensiv-Last auf den Schultern von Conor McDavid und Leon Draisaitl.
Leon, der Profi
1 Tor und 2 Assists, lautete die starke Bilanz von Draisatl, der jetzt bei 20 Play-off-Punkten hält. Alledings mitschuld am ersten Treffer der Stars, als er die Scheibe nicht kontrolieren konnte
Meine 🇫🇮
Alle fünf auf Seiten der Stars trugen sich in die Scorerwertung ein. Miro Heiskanen traf im PP zum 2:3 und gab noch einen Assist für Mikael Granlund zum Ausgleich. Mikko Rantanen und Roope Hintz hatten ihren Schlläger beim 4:3 im Spiel, und Esa Lindell vollendete ins leere Tor weit aus dem eigenen Drittel zum Endstand.
Ansetzungen
Fr., 02:00: Carolina Hurricanes – Florida Panthers (0:1)
Sa., 02:00: Dallas Stars – Edmonton Oilers (1:0)
von Münchner Löwe | Mai 19, 2025 | basketball, Eishockey, NBA, NHL
Blick über den Teich, NBA und NHL
Ganz stimmt die Überschrift nicht, denn die New York Knicks waren schon einmal NBA-Champion, allerdings im Jahr 1972, weit vor meiner Zeit. Streng genommen werden auch die Seattle SuperSonics als Titelträger geführt, der Vorgänger der Oklahoma City Thunder. Das war 1979, also auch vor meine Zeit.
Zweimal gab es am Sonntag ein siebtes Spiel, je eines in NBA, beide wurden zu einer ganz klaren Sache und nicht nur ich stellte mir die Frage, warum es die Oklahoma Thunder gegen die Denver Nuggets und die Florida Panthers bei den Toronto Mapla Leafs so spannend gemacht haben. Die Antwort, my friends, kent nur der Wind …
NBA
OKLAHOMA CITY THUNDER – Denver Nuggets 125:93 (4:3)
Ein Viertel konnten die Nuggets um Nikola Jokic sehr gut mithalten, erarbeiteten sich sogar einen 111-Punkte-Vorsprung gegen in der Abwehr nicht existenten Gegner, der zudem die Dreier nicht traf. Doch schon am Ende des ersten Durchgangs begann die Aufholjagd, weil jetzt die Defense erwachte und extrem zupacktede Vorsprung war so schnell dahin wie der Schnee in der Sonne. Ab dem 2. Viertel gab es kein Halten mehr, und ein 18:6-Run zu Ende der Halbzeit beseitigte(fast) alle Zweifel.
Die noch Zweifelnden (oder gar Hoffenden) begruben diese Zweifel/Hoffnungen im 3. Viertel, als die angeschlagenen Nuggets gegen die jetzt unfassbar abwehrstarken Thunder kein Mittel mehr fanden. So konnen die Gastgeber am Ende ihre besten Kräfte schonen.
Angeschlagene Nuggets, sagte ich: Wäre es nicht ein Spiel 7 in den Play-offs gewesen, hätten Michael Porter jr (Schulter und Aaron Gordon (Oberschenkelzerrung) mit Sicherheit gar nicht gespielt und der erkältete Jamal Murray höchstwahrscheinlich nicht. Aufgrund des kargen Kaders von Denver mussten sie mitmachen, doch jeder sah, dass das Trio nicht auf der Höhe der Schaffenskraft war
Bester Spieler der Sieger
Shai Gilgeous-Alexander: Nach verhaltenem Beginn (nur 4 Punkte im 1. Viertel) schwang sich de Kanadier zm Primus inter pares auf. Am Ende hatte er 35 Punkte zu stehen, klarer Höchstwert der Partie.
Stark trotz der Niederlage
Nikola Jokic (20 Punkte, 9 Rebounds, 7 Assists) und Christian Braun (19 Punkte): Die letzten Gesunden der Starting Five. Doch selbst sie leiferten bestenfalls Durchschnittliches, zumal Braun früh in Foulprobleme geriet. und dementsprechend zurückhaltend agieren musste.
X-Faktor
Alex Caruso: Als er nach knapp 6 Minuten ins Spiel kam, war das auch ein Zeichen. Denn plötzlich verwandelte sich die bis dato so lethargische Verteidigung in die vo allen Gegnern so gefürchtete hetzende Masse, die den Gegner zu unzähligen Ballverlusten treibt (bei den Nuggets waren es am Ende satte 22). Zudem hate Thunder-Coach Mark Daigneault den großartigen Einfall und stellte den schnellen Caruso dem zwar 15 Zentimeter größeren, aber längst nicht so wendigen Nikola Jokic auf die Füße. Diese Rolle führte Caruso geradezu brillant aus, Jokic kam längst nicht so zur Geltung wie in den Spielen davor.
Dazu war Caruso auch in der Offensive ein steter Unruheherd mit sehr schlauen Entscheidungen. Keinen einzigen Ballverlust leistete sich der Routinier, erzielte gerade am Anfang auch wichtige Punkte.
🇩🇪 👓
Isaiah Hartenstein war der „Leidtragende“ von der Umstellung und hatte längst nicht so viele Einsatzminuten wie gewohnt. Am Ende stand er nur 17 Minuten auf dem Parket und legte dabei 19 Punkte und 7 Rebounds auf, davon starke 4 in der Offensive.
Ausblick der Sieger
Die Reifeprüfung gegen die erfahrenen Nuggets haben die Thunder bewältigt, jetzt geht es ab der Nacht zu Mittwoch gegen die Minnesota Timberwolves. Dabei genießen sie erst mal Heimrecht, anderseits haben die Wolves den Vorteil der weitaus längeren Pause. Für mich ein Irrwitz, dass die NBA nicht Eastern und Western Conference getauscht hat, um den Thunder einen Tag mehr Ruhe zu vergönnen. Insgesamt sehe ich aber die Thunder als recht klare Favoriten
Und die Verlierer?
Es hat sich gezeigt, dass ein Nikola Jokic nicht einmal in seiner Ausnahmeform den ganz hohen Play-off-Ansprüchen genügt. Es fehlt der zweite Topstar (wie es Murray war beim NBA-Triumph 2023), vor allem aber fehlt eine verlässliche und breiter aufgestellte Bank. So war Julian Strawther, der die 6. Partie „rettete“, diesmal fast ein Totalausfall, ähnlich erging es Peyton Watson und auch Russell Westbrook. Hier ist das Management gefordert, vor allem aber auch beim Lösen der Frage, ob Interims-Coach Adelman auf Dauer verpflichtet wird.
Ansetzungen
Mi., 02:30: Oklahoma City Thunder – Minnesota Timberwolves (0:0)
Do., 02:30: New York Knicks – Inciana Pacers (0:0)
Fr., 02:30: OKC – Wolves
Sa., 02:30: Knicks – Pacers
Eine ausführliche Vorschau mit allen Terminen gibt es morgen.
NHL
Toronto Maple Leafs – FLORIDA PANTHERS 1:6 (3:4)
Einen 1:3-Serienrückstand aufzuholen, ist das Eine, die Serie dann auch für sich zu entscheiden das Andere. Diese schon oft elebte Erkenntnis machten jetzt auch die Maple Leafs, die mit 2 tollen Siegen erst die 7. Partie gegen die Panthers ermöglichten. In dieser gingen sie allerdings gegen den Titelverteidiger unter, und das in eigener Halle.
Nach noch torlosem und zeimlich ausgeglichenem 1. Drittel brach es über die Leafs herein. 3 Tore in 6 Minuten brachten die Panthers auf die Siegesstraße. Von der sie auch nicht der Anschluss zu Beginn des Schlussabschnitts abbringen sollte – im Gegenteil. Nicht mal 47 Sekunden stellte Eero Luustarainen den 3-Tore-Abstand wieder her. Zwei weiteree Treffer amchten dann die Niederlage zum Debakel
Meine 🇫🇮
Punkteten fleißig. Luusturainen verbuchte neben seinem Treffer 2 Assists, Anton Lundell traf einmal (zum 2:0), Kapitän Alexander Barkov assistierte zum 1:0 und 5:1.
Ausblick
Die Panthers treffen im Ost-Finale auf die Carolina Hurricanes, wobei die Hurricanes in den ersten 2 Spielen (Nacht zu Mittwoch und Freitag) Heimvorteil haben. Im 2-Tages-Rhythmus geht es dann weiter bis zum möglichen Showdon Spiel 7 am 2. Juni.
Im Westfinale treffen wie im Vorjahr die Dallas Stars und die Edmonton Oilers mit Leon Draisaitl aufeinander. Die erste Partie in der Nacht zu Donnerstag in der American Airlines Arena zu Dallas.
Ansetzungen
Mi., 02:00: Carolina Hurricanes – Florida Panters (0:0)
Do., 02:00: Dallas Stars – Edmonton Oilers (0:0)
Fr., 02:00: Hurricanes – Panthers
Sa., 02:00 Stars – Oilers
von Münchner Löwe | Mai 16, 2025 | basketball, Eishockey, NBA, NHL
Blick über den Teich, NBA und NHL
High noon in Oklahoma City, bedröppelte Mienen in Washinton, Hoffnung in Winnipeg. Die Conference Semifinals in NBA und NHL biegen in die Zielfgeradeein oder sind schon beendet
Denver Nuggets – Oklahoma City Thunder 119:107 (3:3)
Als die Thunder knapp 3 Minuten vor Ende der 1. Hälfte auf 12 Punkte davongezogen waren, hätte ich diese Wendung nicht mehr für möglich gehalten, trotz der unglaublichen Aufholjagden, die es in diesen NBA-Play-offs schon gegeben hat. Was folgte, war ein 12:0-Lauf der NUggets gegen zunehmend kopflose Thunder, und nicht mal ein irrer Buzzerbeater von Lu Dort vor der Pausensirene beruhige die OKC-Seele. Sie gestalteten zwar das 3. Viertel weitgehend ausgeglichen, doch ein weiterer Einbruch zum Viertelende brachte die Entscheidung für die Nuggets, die den zweistelligen Vorsprung souverän bis zur Schlusssirene verwalteten.
Bester Mann der Sieger
Ein Trio stach heraus: Jamal Murray brillierte vor allem im 1. Viertel, als er gleich 11 seiner 25 Zähler auflegteNikola Jokic hatte mal wieder die besten Stats (29 Punkte, 14 Rebounds), und Christian Braun hatte mit 23 Punkten einen herausragenden Abend, vor allem auch in der Defensive.
Stark beim Verlierer
Shai Gilgeous Alexander: Allerdings mit Einschränkung. Zwar gelangen dem Kanadier 32 Punkte (Bestwert der Partie), handelte sich aber bereits in der 1. Halbzeit 4 Fouls ein, wodurch er in de Verteidigung doch sehr eingeschränkt war und auch länger als gewollt pausieren musste.
X-Faktor
Julian Strawther: Genau für solche Vorstellungen habe ich diese Rubrik eingeführt. Ende des 3. Viertels schlug seine Zeit, als er binnen 90 Sekunden 2 Dreier und einen Zweier versenkte und wesentlichen Anteil daran hatte, dass sich die Nuggets entscheidend absetzten. Im Schlussabschnitt gelangen dem bisher in den Play-offs kaum in Erscheinung getretenen Spielmacher 7 weitere Zähler; den hatte offenbar niemand bei OKC auf dem Zettel (höchstwahrscheinlich auch nicht das eigene Team, wenn es ehrlich ist).
Zahlereien
28 Fouls leisteten sich die Thunder-Spieler, un nicht nur SGA, sondern auch Isaiah Hartenstein und Alex Caruso mussten sehr vorsichtig sein, denn bei 6 personal fouls ist man draußen aus der Partie.. Zum Vergleich: Die Nuggets kamen mit 16 aus.
🇩🇪 👓
Isaiah Hartenstein war diesmal nicht so auffällig. Im Rahmen seiner Möglichkeiten hielt er Jokic gut in Schach. 8 Punkte bei keinem Fehlversuch verbuchte er und 6 Rebounds
Ausblick
Spiel 7 in OKC, und die Spielplanmacher (wahrscheinlich eher das Fernsehen) gewähren einen Tag Extrapause und uns Europäern einen Leckerbissen zu bester Sendezeit (Sonntag, 21:30). Einen Tipp wage ich nicht bei diesen Unwägbarkeiten, doch viel spricht für die Nuggets (allerdings halt nicht der Heimvorteil): Sie haben Erfahrung, sie haben die 7. Partie gegen die Clippers in der 1. Runde gewonnen, das Team funktioniert, vor allem auch der Co-Star Jamal Murray trotz einiger merkwürdigen Entscheidungen. Und Superstar Jokic gefällt mir in der Serie erheblich besser als Thunder Superstar Gilgeous-Alexander.
Und die Thunder? Die müssen hoffen, dass ihr Co-Star Jalen Williams aufwacht, dass sich Shai (und auch Hartenstein) dumme Fouls) verkneifen. Sie haben ja auch nicht umsonst mit Abstand die beste Bilanz, sammelten in der regulären Saison gleich 18 Siege mehr als der Gegner.
Ansetzungen
Sa., 02:00: New York Knicks – Boston Celtics (3:2)
So., 21:30: Oklahoma City Thunder -Denver Nuggets (3:3)
Washington Capitals – CAROLINA HURRICANE 1:3 (Endstand: 1:4)
Das beste Team im Osten der regulären Saison darf in den Urlaub fahren. Dort werden sie wahrscheinlich eher ihre Wunden lecken denn ausgelassen feiern, denn mit einem Ausscheiden gegen Carolina haben sie bei allem Respekt nicht gerechnet. Andrej Schewnikow erzielte 1:59 Minuten vor Schluss den vorentscheidnen Treffer zum 2:1, dem Seth Jarvis einen Schuss ins leere Tor folgen ließ.
Nichts wird es also mit dem 2. Stanley Cup für Alex Owetschkin, dem Tor-Rekordhalter der NHL.
Die Hurricanes warten jetzt auf den Finalgegner. Gegen die Florida Panthers hätten sie Heimvorteil, gegen die Toronto Maple Leafs müssten sie zunächst auswärts antreten (ebenso in einem notwendigen 7. Spiel). Dass sie auswärts bestehen können, haben sie gegen den Conference Primus eindrucksvoll bestätigt.
Winnipeg Jets – Dallas Stars 4:0 (2:3)
Im Gegensatz zu den Capitals konnte der West-Primus das Play-off-aus erst mal abwenden. Das am Ende so klare 4:0 spielgelt allerdings nicht wider, wie verbissen die Partie über weite Strecken war. Die Jets waren zwar übelegen, scheiterten aber wiederholt am grandiosen Torwart Jake Oettinger, der 31 von 34 Schüssen entschärfte.
Erst im 3. Drittel fiel die Entscheidung zu Gunsten der GastgeberNicolaj Ehlers Oettinger zum 2:0 überwand, im 2. Drittel hatte Mark Scheiffele getroffen. Namenstnikow und erneut Ehlers (ins leere Tor) erhöhten danach.
In der Offensive blieben die Stars weitgehend harmlos, und was aufs Jets-Tor kam wurde zur sicheren Beute des diesmal sehr sicheren Keepers Connor Hellebuyck (22 Paraden).
Die Dallas stars setzen jetzt auf den Heimvorteil in Spiel 6 in der American Arena (auch die Heimstätte der Mavericks). Dann hoffe ich, dass „meine Finnen“ nicht so blass agieren wie diese Nacht.
Ansetzungen
Sa., 02:00: Florida Panthers – Toronto Maple Leafs (3:)
So., 02:00: Dallas Stars – Winnipeg Jets (3:2)
von Münchner Löwe | Mai 15, 2025 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Die Warriors ohne Curry sind raus, die Celtics ohne Tatum haben noch eine Chance.
(2) Boston Celtics – (3) New York Knicks 127:102 (2:3)
Das konnte ja nicht gutgehen für die Knicks. Anders als in ihren 3 siegreichen Partien lagen sie diesmal am Beginn schon zweist3ellig zurück, sondern gestalteten die ersten beiden Vierteln völlig ausgeglichen (59:59). Die Celtics fanden auch ohne ihren verletzten Star Jayon Tatum (Achillessehnenriss) schnell ins Spiel, Derrick White übernahm zunächst das Dreierwerfen (4/4), vor allem Jalen Brunson und Josh Hart hielten gut dagegen.
Die Entscheidung fiel im 3. Viertel, als die Celtics auf 15 Punkte davonzogen, vor allem deshalb, weil den Knicks offensiv gar nichts mehr gelang (nur 15 Punkte insgesamt). Brunson verzettelte sich in einigen Offensivaktionen und seltsam schwachen Abschlüssen, vor allem aber beging er in seinen 9 Minuten Einsatzzeit satte 5 Fouls. Diesmal gab es kein märchenhaftes Comebacvk; die Celtics spielten das Ganze routiniert zu Ende.
Mann des Spiels
Derrick White: Wie in Spiel 4 ein toller Start mit 4 Dreiern, doch diesmal baute er nicht so sehr ab in in der Begegnung in New York. Am Ende standen 34 Punkte zu Buche, glänzend seine Dreier-Bilanz von 7 aus 13.
Stark trotzt der Niederlage
Josh Hart: Bisher war der Dauerbrenner wenig auffällig bei den Siegen der Knicks, diesmal war der ihr Bester mit 24 Punkten und 7 Rebounds.
X-Faktoren
Luke Kornet: Der lange Mann ist ja der einzige bei den Celtics, der das Dreierschießen nicht mitmacht. Doch gerade sein Spiel unter dem Korb machte dieses Mal den Unterschied aus, und zwar auf beiden Seiten. Perfekt seine Wurfbilanz 5/5, noch gravierender gleich 7 geblockte Würfe und insgesamt 9 Rebounds.
Insgesamt schien mir das Spiel der Celtics ein wenig variabler, der Mann unterm Korb wurde öfter gesucht, und weil auch die Dreier überdurchschnittlich gut fielen (44,9 Prozent), war der Sieg letztlich ungefährdet.
Zahlereien
6/6 Freiwürfe verwandelte Mitchell Robinson. Ja, genau der Robinso, den ich vor 2 Tagen ob seiner Unfähigkeit von der Linie noch verhöhnt habe. Das Hack a Robinson der Celtics (absichtlich foulen und an die Linie schicken) hat sich diesmal nicht ausgezahlt. Wobei: Einen Schönheitspreis für den Wurf wird Robinson nicht gewinnen, aber wer tritt, hat recht.
Ausblick
Spiel 6 am Freitagabend Ortszeit im Madison Square Garden zwischen den Erzrivalen aus New York und Boston, mehr geht nicht! Die Knicks sind immer noch in Vorteil, wissen aber, dass sich auf Seiten der Celtics die Verletzung von Tatum nicht so dramatisch auswirkt wie von denen befürchtet. Wichtig für die Knicks wird sein, dass vor allem Brunson und Towns unnötige Fouls vermeiden, eine Binse. Zumindest die Partie im Garden sehe ich völlig ausgeglichen, ihr Ausgang hängt maßgeblich von der Dreierquote der Celtics ab.
(6) MINNESOTA TIMBERWOLVES – (7) Golden State Warriors 121:110 (4:1)
Fast 2 Viertel hielten die Warriors auch ohne Steph Curry gut mit, ehe ein Zwischenspurt am Ende des Abschnittes den Wolves eine 15-Punkte-Führung bescherte. Im 2. Durchgang fehlte es den Warriors schlicht an den Mitteln, den Sieg noch streitig zu machen (der Abstand wuchs auf mehr als 20 Punkte an). Der Schlussabschnitt war dann nur noch Schaulaufen, in der die Warriors gegen einen eher fahrlässigen Kontrahenten Ergebniskosmetik betrieben (38:28). Der Sieg der Timberwolves geriet aber zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.
Bester Mann der Sieger
Julius Randle stach aus einem sehr ausgeglichenem Team (6 der 8 eingesetzten Spieler punkteten zweistellig) noch hjaeraus und sammelte 28 Punkte mit der überragenden Wurfquote von 72 Prozent. Er hatte auch die längste Einsatzzeit.
Stark trotz der Niederlage
Branden Podziemski und Jonathan Kuminga kamen auf 28 respektive 26 Punkte und waren weitaus effizienter als die vermeintlichen Stars..
X-Faktor
Donte DiVicenzo: Guter Schütze, perfekt sogar bei den Zweiern (3/3). Und mit seinem Kampfgeist gelangen ihm 4 Steals und nervte die Warriors-Ofense
Zahlereien
0/4: Die traurige Dreierbilanz von Bobby Hield, von Warriors-Coach Steve Kerr eigentlich als Scharfschütze erhofft. Letztlich enttäuschte er ebenso wie Jimmy Butler, dessen besten Tage wohl wirklich gezählt sind.
Ausblick der Sieger
Egal ob gegen die Oklahoma City Thunder oder die Denver Nuggets – die Timberwolves gehen als Außenseiter ins Conference Finale, das sie wi im vergangenem Jahr erreicht haben. Als sehr gefährlicher Außenseiter, möchte ich allerdings angesichts der sehr ausgeglichenen und ziemlich fitten Truppe anmerken. Stark sowohl in Offensive (Edwards, Randle) und Defensive (DiVincenzo, Gobert) und eben mit einem Jahr mehr Erfahrung im Vergleich zu der Serie 2024 gegen die Dallas Mavericks.
Und die Verlierer?
Ich befürchte, eine große Ära nähert sich seinem Ende. Die Warriors haben das letzte Jahrzehnt geprägt, und vor allem de unglaubliche Dreierkönig Steph Curry hat eine ganze Sportart verändert. Doch jetzt sind die verbliebenen Meister (Curry, Green) in die Jahre gekommen, ebenso Jimmy Butler und Bobby Hield. Jetzt gilt es, einen guten Übergang zu schaffen, vielleicht mit den Säulen Podziemski und Kuminga. Mit einem wieder gesunden Curry reicht das dann vielleicht sogar für die Play-offs, aber als echten Meisterschaftsanwärter sehe ich das Team aus San Francisco die nächsten Jahre eher nicht.
Ansetzung heute
Fr., 02:30: Denver Nuggets – Oklahoma City Thunder (2:3)
Ansetzung morgen
Sa., 02:00: New York Knicks – Boston Celtics (3:2)
von Münchner Löwe | Mai 14, 2025 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA (NHL folgt)
(1) Cleveland Cavaliers – (4) INDIANA PACERS 105:114 (Endstand: 1:4)
Die Überraschung ist perfekt, das Debakel des Favoriten vollendet. Und für mich als Basketball-Fan bleibt eerneut die Erkenntnis, dass hohe Vorsprünge in der 1. Hälfte nichts besagen.
Bis zu 19 Punkte erarbeiteten sich die Cavaliers bis Mitte des 2. Viertels, doch dann übernahm Tyrese Haliburton und ließ die Halle von Minute zu Minute mehr vestummen. 4 schwierige Dreier nahm er und versenkte sie mit seiner unnachahmlichen und auch nicht nachamenswerten Wurfbewegung, sodass die Pacers bis zur Pause wieder auf 4 Punkte herankamen.
Das Drama schien dann seinen Lauf zu nehmen mit einem abenteuerlich schlechten 3. Viertel der Cavaliers, als sie in 7 Minuten nicht einen ihrer insgesamt 13 Versuche aus dem Feld trafen und in diesem Zeitpunkt einen 2:21-Run hinehmen mussten.
Doch Vorsprünge, ihr wisst schon. Mit Ty Jerome, der jetzt trotz seiner Verletzung als letzter Notnagel ins Rennen geworfen wurde, kam es zur nächsten Wende. Er verwandelte schnell 2 Dreier, und auch Donovan Mitchell fand urplützlich seinen Distanzwurf, nachdem er zuvor jenseits der Dreierlinie 8 Fahrkarten erworben hatte. So kamen die Cavs noch mal heran, als Mitchell gut 2 Minuten vor Schluss die Nerven versagten und er gleich 3 Freiwürfe in Folge verballerte. Mit Geschick und feinem Teambasketball brachten die Pacers den Vorsprung über die Zeit.
Bester Mann der Sieger
Tyrese Haliburton: Nicht nur, aber vor allem aufgrund seiner Dreier-Explosion im 2. Viertel. Insgesamt legte der Spielmacher 31 Punkte, 6 Rebounds und 8 Assists auf, und auch die 4 Ballverluste können die Bilanz kaum trüben.
Stark in der Niederlage
Trotz allem Donovan Mitchell, mit 35 Punkten der Top-Scorer der Partie. Aber seine Dreierschwäche, die sich schon die gesamte Serie hinzog, und vor allem die vergebenen Freiwürfe (nur 15/21) gaben letztlich mit den Ausschlag fürs Auscheiden. Allerdings war er am Ende auch gehandicapt nach eine kurzen Behandlungspause in der Kabine.
X-Faktor
Myles Turner: Zum einen wegen seinem insgesamt herausragenden Defensivspiel (4 Blocks), vor allem zwei ganz wichtigen Offensiv-Aktionen in der Schlussphase (starker Rebound, 1 Dreier).
Zahlereien
6/12 zu 6/6 Freiwürfe: So lautete die Bilanz von Cleveland und Indiana im Schlussviertel. Angesichts eine so knappen Partie ist so etwas halt entscheidend.
0/9 Trefferquote: Das ist die Bilanz von Max Strus und steht sinnbildlich fürs Ausscheiden der Cavs. Im so furchtbaren 3. Viertel probierte er es gleich sechsmal, als wolle er es erzwingen
Ausblick der Gewinner
Die Pacers sind zum zweiten Mal in Folge in Conference Final im Osten, das gelang ihnen zuletzt 2013/14. Sie werden auf jeden Fall erneut auswärts antreten, dürfen sich aber sowohl gegen die Kncks als auch gegen die Pacers sehr gute Chancen ausrechnen. Sie sind sehr eingespielt, allerdings kam zumindest in Spiel 5 relativ wenig von der Bank.
Und die Verlierer?
Die Cavs haben eine für sie fast märchenhafte Saison einfach weggeworfen (im wahrsten Sinne des Wortes). Sie waren im Osten das mit Abstand beste Team der regulären Saison, doch in dieser Serie kamen sie außer in Spiel 3 nie auf Touren. Das lag natürlich auch an de Verletztenmisere (Garland, Mobley, Jerome), die leider in den Play-offs immer eine Rolle spielt. Insgesamt passt das Team gut zusammen, große Umbrüche sehe ich nicht und sind auch überhaupt nicht notwendig, allenfalls Feinjustierungen.
(1) Oklahoma City Thunder – (4) Denver Nuggets
Was für ein fantastisches und bis zum Ende spannendes Spiel. Ihr wollt jemanden für Basketball und für die NBA begeistern, zeigt diese Partie mit sehr vielen Höhen, allerdings auch einigen Tiefen. Nicht zu vergessen waren auch die beiden wohl besten Spieler der Welt (Gilgeous-Alexander, Nikola Jokic) viel von ihrem sehr großen Können.
Die Nuggets hielten erneut sehr gut mit, und das ist noch untertrieben. Sie lagen nach einem Blitzstart von OKC (10:2) ab Mitte des 1. Viertels durchgehend in Führung, allerdings nie mit mehr als 12 Punkten.
Letztlich führte die klare Leistungssteigerung von SGA die Entscheidung herbei. das letzte Viertel ging mit 34:19 an die Thunder. Einmal mehr schwanden bei Denver ein wenig die Kräfte, auch weil ihre Bank dünner besetzt ist als die von Oklahoma. Und nicht einmal ein unglaublicher Jokic kann das alleine ausgleichen.
Bester Mann der Sieger
Shai Gilgeous-Alexander: 31 Punkte, allein 10 im Schlussabschnitt. Wenn ich etwas kritisieren darf, dann seine Ungefährlichkeit jenseits der Dreierlinie (nur 3 Versuche mit einem Erfolg).
Stark trotz der Niederlage
Nikola Jokic: Da war es, das Monsterspiel, und die bloßen Zahlen geben die Ausnahmeklasse des Serben gar nicht komplett wieder. Die beeindruckend genug waren mit 44 Punkten, 15 Rebounds und 5 Assists. Die Trefferquote von 68 Prozent (davon 5/7 faszinierende Dreier zum Teil aus größter Bedrängnis) ist sogar für ihn außegewöhnlich.In der 2. Halbzeit spielte er die kompletten 24 Minuten. Eine Szene beeindruckte mich sehr, als er schlangengleich an Isaiah Hartenstein vorbeiglitt und elegant via Glas vollendete.
X-Faktor
Lou Dort: Besser gesagt Lou Dort im 4. Viertel, als der Guard drei ganz wichtige Dreier versenkte, die OKC erst herankommen ließen.
Zahlereien
1/15: Das war die trostlose Trefferbilanz der Nuggets-Spieler im Schlussabschnitt, rechne ich Jokic heraus. Von der Dreierlinie gingen 10 Versuche daneben.
🇩🇪 👓
Isaiah Hartenstein hätte ich ebenfalls als X-Faktor auswählen können. Allein wegen seiner aufopernden Defensivarbeit gegen Jokic. Aber auch in der Offensive war er effektiv (und effizient) mit 15 Punkten und 7 Rebound. Ein einhändinger Slamdunk nach Alley-Hoop-Anspiel ist jedes Posterbild wert.
https://www.nba.com/stats/events?CFID=&CFPARAMS=&ContextMeasure=FGM&EndPeriod=1&EndRange=7200&GameID=0042400225&PlayerID=1628392&RangeType=1&Season=2024-25&SeasonType=Playoffs&StartPeriod=1&StartRange=0&TeamID=1610612760&flag=3&sct=plot§ion=game
Ausblick
Geht es nach der Statistik und meiner Meinung (naja), spricht alles für die Thunder, das das Team, das das 5. Spiel beim Stand von 2:2 gewinnt, zu gut 80 Prozent die nächste Runde erreicht. Doch die Nuggets haben gezeigt, dass sie OKC weh tun können. Hilfreich wäre natürlich mehr Unterstützung von de Bank, damit der Starting Five nicht wie in dieser Serie so oft am Ende die Luft ausgeht.
Ansetzungen heute
Do., 01:00: Boston Celtics – New York Knicks (1:3)
Die Celtics müssen ihre Aufholjagd ohne Jayson Tatum angehen, der mit einem Achillessehenriss (die OP am Dienstag verlief offenbar erfolgreich) für den Rest der Saison (und noch viel länger) ausfällt. Das macht die Aufgabe natürlich noch schwerer gegen ein extrem verbissenes Knicks-Team, das zudem zeigt, dass es auch in sehr engen Phasen in der Schlussphase die Nerven behält. Wenn die Celtics überhaupt eine Chance haben wollen, müssen ihre Dreier besser fallen. Hilfreich wäre auch ein Plan B, aber den blieb Trainer Joe Mazulla bisher schuldig. Starke Spieler gibt es indes noch mehr als genug; Jaylen Brown, Derrick White und co werden allesamt mehr Verasntwortung übernehmen müssen, haben aber schon oft ihre Extraklasse gezeigt.
Do., 03:30: Minnesota Timberwolves – Golden State Warriors (3:1)
Auch hier fehlt dem zurückliegendem Team der Superstar. Steph Curry wird nicht rechtzeitig fit und fehlt auch das vierte Spiel in Folge.Ohneihn wird es für die Warriors schwierig bis unmöglich, noch eine Wende zu schaffen. Zumal die Timberwolves mit feinstem Team-Basketball nicht abhängig sind von Wundertaten eines einzelnen, die ihr Star Anthony Edwards trotzdem erbringen kann und schon erbracht hat.
Ansetzung morgen
Fr., 02:30: Denver Nuggets – Oklahoma City Thunder (2:3)
von Münchner Löwe | Mai 13, 2025 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
(3) New York Knicks – (2) Boston Celtics 121:113 (3:1)
Spiel verloren, Tatum verloren – schlimmer hätte es für die Celtics im Madison -square Garden kaum kommen können. Etwa 5 Minuten vor Schluss knickte der Star der Cetics böse um und musste mit dem Rollstuhl abtransportiert werden. Noch steht die Schwere der Verletzung nicht fest, doch schon in der Nacht zu Donnerstag steht die nächste Partie in Boston an.
Dabei hatte es für die Celtics glänzend begonnen. Schnell führten sie zweistellig, 64 Prozent der Dreierversuche fanden im 1. Viertel das Ziel, ein besserer Wert als bei den Freiwürfen (57,1), Derrick White war gar perfekt (4/4). Mit einer 11-Punkte-Führung ging es in die Halbzeitpause.
Doch die Knicks gaben sich nicht auf, warum auch eingedenk der beiden erfolgreichen Aufholjagden in den Spielen 1 und 2. Kurz vor Ende des 3. Viertels gingen sie gar in Führung. Danach ging es hin und her, bevor sich die Knicks absetzten, und Tatums Verletzung genau 2:58 Minuten vor Schluss besiegelte letztlich die Niederlage des Titelverteidigers.
Bester Mann der Sieger
Jalen Brunson: Seine 18 Punkte im 3. Viertel brachten die Wende. Und obwohl er in seinen gut 40 Minuten Einsatzzeit an praktisch jedem Angriff der Knicks beteiligt war, unterlief ihm nur ein Ballverlust. Am Ende hatte der Spielmacher 39 Punkte, 12 Assists und 5 Rebounds.
Stark bei Verlierer
Jayson Tatum: 42 Punkte, 8 Rebounds, 4 Assists und Steals sowie 2 Blocks. Vorne und hinten der stärkste Spieler der Celtics. Zumindest in der 1. Hälfte unterstützte ihn Derrick White glänzend mit 17 Punkten und 5 Dreiern.
X-Faktor
Mikal Bridges: Bisher hielt der Neuzugang sich mit dem Punkten eher zurück, diesmal schaffte er 23, davongleich 10 im 4. Durchgang.
Zahlereien
50/25: So lautete die Dreierquote der Celtics in der 1./2. Hälfte. Noch Fragen, warum sie verloren haben?
Ausblick
Seit 5 Jahren hat kein Team mehr einen 1:3-Rücksatand aufgeholt (damals die Denver Nuggets gleich zweimal beim coronabedingten Bubbleturnier in Disneyland). Schoin mit Jayson Tatum steht der Titelverteidiger an der Wand. Sollte er nicht mehr zum Einsatz kommen können, wird es ein fast unmögliches Unterfangen. Letztlich brauchen die Celticsw auf jeden Fall eine erheblich bessere Dreierquote. Die Knicks wirken auf mich viel leidenschaftlicher. Allerdings kommt ziemlich wenig Unterstützung von der Bank.
(7) Golden State Warriors – (6) Minnesota Timberwolves 110:117 (1:3)
Zweieinhalb Viertel war es eine absolut ausgeglichene Partie mit mehreren Führungswechseln und geteiltem Spielstand, dann entschied ein 17:0-Run der Wolves innerhalb von gut 4 Minuten die Partie und wahrscheinlich die ganze Serie.
Bei den Warriors wurde der verletzte Steph Curry und vor allem seine unglaublichen Dreier schmerzlich verletzt, und weder Jimmy butler noch Buddy Hield konnten in die Bresche springen.
Minnesota überzeugte durch schönen Team-Basketball, teilweise lief der Ball großartig durch die Mannschaft (nur wurde manchmal bei allem großartigen Kombinationsspiel der Abschluss verpasst).
Bester Mann der Sieger
Julius Randle: Der Forward spielt seine beste Plasy-off-Serie. Nach dem Triple Double in Spiel 3 legte er jetzt 31 Punkte auf. Kongenial war Anthony Edwards mit 30 Zählern un d der sehr guten Dreierquote 6 von 11..
Stark trotz der Niederlage
Jonathan Kuminga: Erneut kam er nur von der Bank, war aber erneut ein belebendes Element. 23 Punkte waren der klare Höchstwert im Team.
Zahlereien
34 Ballverluste leisteten sich die beiden Teams, 19 die Wolves, 15 die Warriors.. Manche waren extrem haarsträubend. Gerade Naz Reed zeichnete sich in dieser Disziplin aus, als der den Ball mehrere Male direkt und ohne Bedrängnis in die Hände des Gegners beförderte.
Ausblick
Ich sehe schwarz für Golden State. Noch mehr als die Celtics von Tatum hängen die Warriors von Steph Curry ab, und es ist immer noch nicht klar, ob er schon in Spiel 5 in der Nacht zu Donnerstag eingreifen kann (ohne ihn sehe ich absolut keine Chance im Target Center). Die Wolves haben die Auftaktniederlage gut überstanden und mit Anthony Edwards sowie Julius Randle zwei Spieler, gegen die die Warriors kein Mittel finden.
Ansetzungen heute
Mi., 01:00: Cleveland Cavaliers – Indiana Pacers (1:3)
In Spiel 4 wurden die Cavaliers von den Pacers von Beginn an förmlich überrannt und lagen teilweise mit mehr als 30 Punkten zurück. Wie sie sich von diesem Auftritt erholen, bleibt die große Frage. Ganz abschreiben möchte ich sie noch nicht, beim Spiel in eigener Halle sehe ich sie als leichte Favoriten.
Mi., 03:30: Oklahoma City Thunder – Denver Nuggets (2:2)
Im anfangs abenteuerlich schlechten Spiel 4 (insgesamt 25 Punkte im 1. Viertel sind negativer Rekord) und abenteuerlich grausamen Wurfquoten (insgesamt 1/25!) hat sich OKC mit Müh und viel Not den Heimvorteil zurückerobert. Wie wohl alle Basketball-Fans warte ich auf ein absolutes Top-spiel der beiden Topspieler der Liga. Sowohl Shai Gilgeous-Alexander (OKC) als auch Nikola Jokic spielen zwar ordentlich, aber alles andere als überragend. Aber gerade Denver bräuchte jetzt absolute Ausnahmeleistungen ihres serbischen Centers.
Ansetzungen morgen
Do., 01:00: Boston Celtics – New York Knicks (1:3)
Do., 03:30: Minnesota Timberwolves – Golden State Warriors (3:1)
Texaner haben Grund zur Freude – Nummer 1 und 2 der Picks gehen an die Mavs un d Spurs
Diese Nacht war die Draft-Lottery, und das große Los des Nummer-1-Picks zogen die Dallas Mavericks. Deren Chancen dafür lagen bei 1,8 Prozent. Das ganze Tanken, also absichtliche Verlieren, hat sich also für die ganz schlechten Teams nur bedingt gelohnt., denn der zweite Pick geht an die San Antonio Spurs, ebenfalls ein Team, das zumindest bis zur Verletzung von Victor Wembanyama ernsthaft um die Play-offs spielte. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr ist dieser Jahrgang extrem hoch bewertet, die Top-Talente könnten tatsächlich Franchise-Player werden, also ihr Team für die nächsten Jahre prägen.
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