von Münchner Löwe | Nov. 18, 2025 | Allgemein
Deutschlands Fußballer sind bei der WM dabei, Sinner ist Weltmeister und Mikaela Schiffrin eine Klasse für sich
Fußball-Gala statt WM-Zittern
Was war das Wehklagen groß nach dem mauen 2:0 der deutschen Nationalmannschaft am Freitag in Luxemburg. Die WM sei in Gefahr, und sogar wenn „wir“ uns qualifizieren sollten: „Was zur Hölle wollen wir da?!“, rauschte es durch den Blätterwald.
Und jetzt – 4 Tage und gerade ein Spiel später: „Wir können wirklich Weltmeister werden!“, titeln dieselben Blätter nach der 6:0-Gala gegen die Slowakei. Ein tatsächlich imposanter Auftritt in Leipzig gerade in der 1. Halbzeit, der durchaus zu Hoffnungen Anlass gibt.
Zwischen Euphorie oder Depression, Himmel oder Hölle: Auch nach gut 2 Jahren Amtszeit mit Julian Nagelsmann als Bundestrainer ist die deutsche Mannschaft überhaupt nicht einzuschätzen. Die Wahrheit liegt, wie so oft im Leben, in der Mitte, wobei für mich die positiven Aspekte letztlich überwiegen: nämlich die sehr kreative Offensive, zumal sie mit dem langen Nick Woltemade in der Mitte auch einen im Wortsinn trefflichen Abnehmer gefunden hat.
Julian Nagelsmann verblüffte ja wieder alle Experten und die gefühlten 80 Millionen Bundestrainer, als er Leroy Sané ins Aufgebot holte und ihn sogar zweimal in die Startelf beorderte. Wirklich?? Diesen Sané??? Der Bayern-Versager, der aus reiner Geldgier in die türkische Liga abwanderte, die doch nur knapp besser ist als jene von Gibraltar???? Sané strafte alle Kritiker Lügen, war schon in Luxemburg einer der ganz wenigen Lichtblicke (neben dem zweifachen Torschützen Woltemade). Am Montag in Leipzig war er dann der beste unter vielen guten, der tatsächlich sein Riesen-Potenzial auf den Rasen brachte und plötzlich laut „Kicker“ „außerhalb jeder Diskussion“ steht. So schnell geht das.
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass der Rückenwind des 6:0 zum Jahres-Abschluss und die nach dem 0:2 vom September in Bratislava letztlich souveräne WM-Qualifikation unendlich gut tut. Wobei wahrscheinlich von den unmittelbar Beteiligten niemand auf die Idee kommt, gleich vom Titel zu sprechen. Zumal das 48er-Irrsinnsturnier noch dazu im riesigen Amerika so viele Unwägbarkeiten bereithält. Die immer noch nicht sattelfeste Abwehr wird schon demütig machen.
Eines hoffe ich inständig: Dass keine neuerliche Neuer-Torwart-Diskussion aufflammt. Auf Oliver Baumann war zuletzt immer Verlass (zuletzt 4 Spiele ohne Gegentor und das war vor allem dem Schlussmann zu verdanken, der viele Abwehrschnitzer ausbügelte). Sollte Baumann gesund bleiben, besteht nicht der geringste Anlass, einen Wechsel auf der Torwart-Position vorzunehmen! Nicht für den derzeit verletzten Marc-André Ter Stegen und erst recht nicht für Manuel Neuer! Andererseits ist Nagelsmann für alle Sauereien/Merkwürdigkeiten gut, siehe die absurde Ausbootung von Angelo Stiller, zuletzt einer der Besten im Team.
Sinner jubelt, Alcáraz allerdings auch
Würdiger hätte das Tennisjahr nicht enden können (ich lass jetzt mal den Daviscup diese Woche außen vor). Im Endspiel der ATP Finals, der inoffiziellen Weltmeisterschaft jedes Jahres, trafen in Turin die beiden mit Abstand besten Spieler aufeinander. Diesmal behielt Jannik Sinner in einem zeitweise sehr intensiven, allerdings auch recht fehlerbehafteten Match gegen Carlos Alcáraz die Oberhand. Während der Woche hatten die beiden gezeigt, dass sie der Konkurrenz meilenweit enteilt sind; was auch die Tatsache belegt, dass Sinner und Alcáraz zurletzt alle großen Finals bestritten hatten (Paris/Alcáraz, Wimbledon/Sinner, Flushing Meadows/Alcáraz und eben jetzt Turin).
In seiner italienischen Heimat war Sinner den entscheidenden Hauch besser als sein Gegner, den allerdings offenbar auch eine leichte Oberschenkelblessur behinderte. Er hat seine Lektionen gerade aus der Pleite in New York gelernt, spielt variabler und streut vermehrt Netzangriffe in sein Spiel. In der Halle, wo kein Wind und keine Sonne und andere Wetter-Widrigkeiten stören, ist er nun seit 2 Jahren unbesiegt.
Andererseits hat auch sein Kontrahent Grund zum Jubeln: Der Spanier Alcáraz schließt das jahr als Nummer 1 der Weltrangliste ab, obwohl er (wie bisher jedes Jahr) im Herbst nicht mehr richtig auf Touren kam. Natürlich profitiert er in dieser Hinsicht auch von der dreimonatigen Dopingsperre, die Sinner im Frühjahr ausfasste.
Dem Rest bleibt die sehr vage Hoffnung, dass Sinncaraz schon den Zenith ihres Könnens erreicht haben. Doch bei Lichte betrachtet ist das sehr unwahrscheinlich, da die beiden mit 24 und 22 jahren noch sehr jung sind und sich gegenseitig anstacheln. Mich würde es nicht wundern, wenn Sinner und Alcáraz im Jahr 2026 alle 4 Grand-Slams bestreiten würde, einen anderen Sieger als die beiden in einem dieser großen Turniere kann ich mir gerade nur sehr undeutlich vorstellen.
Ach Zverev
Womit ich beim klar besten deutschen Spieler bin. Alexander Zverev verpasste mit der Niederlage gegen Felix Auger-Alliasime das Turiner Halbfinale. Dennoch beschließt er 2025 als „Best of the rest“ als Weltranglisten-Dritter. Und doch wird der Hamburger enttäuscht sein, vor allem mit seinen Auftritten bei Grand-Slam-Turnieren mit dem Tiefpunkt des Erstrunden-Ausscheidens in Wimbledon. Dass er jetzt einen unnützen Kleinkrieg gegen Chefkritiker Boris Becker scharmützelt, scheint wenig hilfreich. Wie viele andere Experten auch moniert Becker, dass Zverev einen fast undurchdringbaren Familien-Kokon gesponnen hat; dass vielleicht auch deshalb sein oft zu passives Spiel kein Update erfährt. Dazu sei anzumerken, dass sich Boris Becker himself mehr oder weniger deutlich als der Chefberater des Zverev-Clans angeboten hat, natürlich auch, um selbst im Gespräch zu bleiben.
Tatsache ist aber auch, dass sich Zverev allen Tipps von außen verwehrt: Papa Alexander und Bruder Mischa sind weiter die Hauptansprech-Partner. was immerhin zu Platz 3 der Weltrangliste reicht, aber halt nicht zu einem Grand-Slam-Triumph. Vergessen scheint jedenfalls Zverevs eigener Hilferuf nach dem Turnier in Wimbledon, als er nach dem Aus gegen Arthur Rinderknech andeutete, endlich auf fremde Hilfe zurückzugreifen. Ob es dafür allerdings genügt, dass er für 10 Tage nach Mallorca gefahren ist, um dort Tipps und Tricks von Toni Nadal zu erhalten – das wage ich zu bezweifeln.
Shiffrin in der eigenen Slalom-Welt
Nach dem Slalom von Levi hatte Mikaela Shiffrin vor allem ein Problem: Wie nennt sie bitte ihr Rentier, das sie als Prämie erhalten hat? Es ist nämlich schon ihr neuntes, das sie in ihrer Karriere für ebenso viele Triumphe in Finnland bekommen hat. Nach einer Nacht hatte sie den Geistesblitz: Winkie soll sie heißen, so war der Spitzname der Frau Mama in der Kindheit.
Im Slalom zuvor sahen wir wieder die „alte“ Mikaela (immerhin schon 28 …), die die übrige Weltspitze um mehr als 1,5 Sekunden distanzierte, also eine halbe Ewigkeit: spritzig vom ersten Tor an, extrem sicher auf dem Ski, angriffslustig. Der schwere Sturz von Killington vor einem Jahr, als sie sich eine Torstange in den Bauch rammte, scheint tatsächlich überwunden. Wer will sie in dieser Form im Slalom schlagen?, lautet die Frage ohne schlüssige Antwort.
Fortan, so scheint es, geht es im Slalom nur noch um Platz 2, und da mischen erfreulicherweise zwei Deutschinnen kräftig mit. Die junge Emma Aicher, die in Levi als Dritte (noch hinter der Albanerin Lara Culturi) zum ersten Mal überhaupt im Weltcup auf ein Slalom-Podest fuhr, und die erfahrene Lena Dürr, die auf Platz 4 landete (und mal wieder den 2. Durchgang etwas verbremste).
Aicher wiederum lässt die deutschen Skifans vom Gesamtweltcup träumen, wenn sie ihre grandiose Form in den Speed-Disziplinen Abfahrt und Super-G vom März (2 Siege, ein 2. Platz) über den Sommer gerettet hat.
Bei den Männer gab es eine Premiere: Lucas Pinheiro Braathen schaffte als erster Brasilianer einen Weltcup-Sieg: im Skifahren und soweit ich recherchieren konnte, im Wintersport überhaupt. Lucas Pinheiro ist natürlich kein gebürtiger Brasilianer, als Lucas Braathen gewann er für Norwegen bis 2023 fünf Weltcup-Rennen, bevor er sich mit dem Verband zerstritt und anach einem Sabbatical die Staatsbürgerschaft seine Mutter annahm. Den Tränen war er nahe nach „der schwierigen Zeit“. Für die Skifans ist seine Rückkehr (die schon 2024 erfolgte) ein Segen.
Und sonst?
- Handball: Paukenschlag des SC Magdeburg: Im Speitzenspiel der Männer-Bundesliga gewannen die Bördestädter klar bei der SG Flensburg-Handewitt. Vielleicht schon die Voerentscheidung im Titelrennen, obwohl noch nicht mal ein Saisondrittel absolviert ist. Aber wer soll den Champions-League-Sieger stoppen? Eine perfekt eingespielte Truppe ohne jede Schwäche und auch breit genug aufgestellt, damit sie etwaige Ausfälle kompenieren kann. Auch das Monsterprogramm scheint fast spurlos vorüberzugehen, denn in der Champions League hat der Titelverteidiger ebenfalls alle 7 Spiele gewonnen.
- Basketball: Zwei unglückliche Niederlagen kassierte der FC Bayern in der Euroleague. Tragische Figur in Paris und Efes war jeweils Spencer Dinwiddie: In Paris vergab er in seinen Freiwurf zum Ausgleich; vielleicht sogar absichtlich, weil er auf den Rebound spekulierte?. Auch in Efes landerte sein potenziell siegbringender Wurf nur am Ring. Damit sind die Münchner nach einem 3-Siege-Zwischen-Spurt wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. De Weg mindestens in die Play-Ins (Rang 10) ist in dieser extrem fordernden 20er-Monsterliga noch sehr lang und steinig.
- Motorrad: Ausnahmsweise keinen spanischen Sieg gab es zum Saison-abschluss de MotoGP in Valencia. In de Höle des Espana-Löwen gewann der Italiener Marco Bezzecchi. Als Weltmeister stand schon länger Marc Marquez fest, der für das Rennen in der Heimat verletzungsbedingt pausieren musste. Die Gastgeber hielten sich am Sonntag mit Siegen in der Moto2 (Izan Guevara) und Moto3 (Adrian Fernandez) schadlos.
- Eisschnelllauf: Der Amerikaner Jordan Stolz hatte in Salt Lake City einen starken Weltcup-Auftakt und gewann die Rennen über 1000 und 1500 Meter. Aus deutscher Sicht erfreulich: Der gerade mal 18 jahre alte Finn Sonnekalb katapultierte sich über 15000 Meter mit Junioren-Weltrekord (1,41,33 Minuten/bleichzeitig deutscher Rekord) in die Weltspitze.
von Münchner Löwe | Nov. 2, 2025 | Allgemein, MLB
Blick über den Teich, World Series
* ich weiß natürlich, dass diese Überschrift eine schamlose Übertreibung ist. Die ich aber angesichts der kriegs(ähnlichen)-Handlungen von Trump gegen Venezuela passend und witzig finde; sie ist im übrigen auch nicht völlig aus der Luft gegriffen. Ihr werdets lesen und verstehen, hoffe ich.
Toronto Blue Jays – LOS ANGELES DODGERS 4:5/11 Inn. (3:4)
Der Countdown in Toronto hatte begonnen, und er war bei 2 angelangt. 2 Outs fehlten im 9. Inning also nur noch, und die heimischen Blue Jays würden die 4:3-Führung verteidigen. Damit diese unglaubliche 7. Partie dieser noch unglaublicheren World Series gegen die Dodgers gewonnen haben und die Stadt und ganz Kanada würde den ersten WS-Triumph nach 1993 feiern. Knisternde Erwartung: Am Schlag stand Miguel Rojas, der nominell schwächste in der Line Up der Dodgers, der den Ball nur selten trifft und erst recht nicht satt. Dafür ist er ein umso besserer Verteidiger, wovon noch die Rede sein soll. Und was tat Miguel Rojas – der Nicht-Homerun-Schläger. Drosch den Ball über den Zaun: Homerun, Ausgleich, die Siegesfeier fiel (erst mal) aus.
Doch im unteren 9. Inning hatten die Blue Jays erneut die Chance: Bases loaded, 1 Aus: am Schlag Dalton Varsho: der trifft den Ball, flach, durchaus gefährlich: aber er rollt in Richtung von Miguel Rojas,dem so großartigen Verteidiger und wahrscheinlich noch voller Adrenalin ob seiner offensiven Heldentat ein paar Minuten zuvor. Rojas klaubte den Ball nicht nur mühelos auf, sondern beförderte ihn auch mit einem perfekten Wurf zur Homebase. Wo er um Sekundenbruchteile rechtzeitig im Handschuh seines Catchers Will Smith landete, bevor der heranstürmende Isiah Kiner-Falefa die Homebase erreichte: ein bisschen mehr nach rechts oder links, ein bisschen weniger hart – und Kiner-Falefa hätte den sieg- und World-Series-bringenden Punkt geschafft.
Will Smith wiederum war es im 11. Inning vorbehalten, mit seinem Home Run den letztlich tatsächlich entscheidenden Punkt zu schaffen. Denn auf diesen Punkt hatten die Blue Jays tatsächlich und endgültig keine Antwort mehr.
Donald Trump und alle US-Amerikaner können also aufatmen. Die Trophäe bleibt in den USA; ebern weil ein Mann aus Venezuela zwei absurd gute Momente seines Sportlerlebens in einem Spiel vereinigte. Die Dodgers wiederum schafften ein Kuststück, das zuletzt den New York Yankees gelang: die Titelverteidigung.
Viele Heldengeschichten …
Allein diese elektisierenden World Series hatte so viele Geschichten zu erzählen: so viel Unglaubliches, zuvor noch nie (sehr selten) Gesehenes.
- der unfassbare Rookie-Pitcher der Blue Yays Trey Yesavage, der im 5. Spiel gleich 12 Strike outs warf und die Dodgers-Stars wie Lehrbuben aussehen ließ. Er war auch Teil dieses Game-7-Thrillers, als er im 7. Inning 3 Schlagmänner ausmachte, allerdings im 8. Inning den Homerun von Max Muncy zum 4:3 hinnehmen musste.
- Will Klein: im legendären 18-Inning-Thriller des Spiel 3 der entscheidende Mann, als er als letzter Werfer der Dodgers 4 unglaubliche Innings warf und keinen einzigen Run zuließ. Vorher und nachher ward er nicht mehr gesehen.
- Shohei Ohtanis Monsterspiel 3: 9-mal trat er an zu einem At Bat: 2 Homeruns, 2 Doubles, fünfmal ließen ihn die Toronto Werfer freiwillig (viermal) und fast freiwillig per Walk auf die erste Base.
- Addison Barger: im 1. Spiel trat er als Einwechselspieler an und schlug einen Grand Slam (Homerun mit geladenen Bases). Noch nie gab es so etwas in World Series, die immerhin ihre 120. Auflage erlebten.
- der malade Bo Bichette: kaum laufen konnte der Toronto-Profi, als er nach einer gut einmonatigen Verletzung zu den World Series zurückkam. Was ihn nicht abhielt, im 7. Spiel einen 3-Run-Homer über en Zaun zu dreschen.
- Miguel Rojas: sein Homerun war erst der zweite in einem 7. Spiel der World Series, der im 9. Inning einen Ausgleich bedeutete. Zuletzt hatte es das 1960 gegeben …
- Will Smith: entscheidender Homerun, was will man mehr? Vielleicht diese Geschichte. Namensvetter ist nämlich nicht nur de berühmte Schauspieler, sondern ein Relief(Ersatz)-Pitcher, der von 2021 bis 2023 mit 3 verschiedenen Teams (Atlanta Braves, Houston Astros, Texas Rangers) die World Series gewann. Damit steht seit 5 Jahren ein Will Smith in den Siegerlisten.
… aber nur ein Supermann
Und doch verblasst all das im Vergleich zu Yoshinobu Yamamoto. Dem Pitcher gelang im 2. Spiel der World Series ein Complete Game. In seinem 2. Start (Spiel 6) absolvierte er 6 fast fehlerfreie Innings, in denen er nur einen Run zuließ. Wahrscheinlich hätte er sogar noch ein Inning mehr werfen können (Pitchcount erst bei 90 oder so), doch Team-Manager Dave Roberts dachte vielleicht tatsächlich schon an das 7. Spiel. Wo sprichwörlich „jede Hand, jeder Arm gebraucht wird.
Also auch jene des Japaners, obwohl dieser erst tags zuvor geworfen hatte. Im 9. Inning kam er auf den Mound, mit einem Aus im Rücken, aber auch 2 Mann auf Base. Er überstand das 9. Inning (auch dank der starken Defensivleistungen nicht nur von Rojas, im 10. Inning eliminierte er (immer einen gegnerischen Homerun und damit die Niederlage vor Augen) drei letztlich hoffnungslose Schlagmänner, im 11. Inning schließlich ließ er zwar Vladimir Guerrero per Double und Barger per Walk auf Base, provozierte aber auch mit seinem Wurf, dass Alejadro Kirk in das spiel-, serien- und trophäenentscheidende Double Play schlug.
Statistisch war das dann der 3. Sieg für ihn in den World Series, und angesichts dieser famosen Leistung konnten die Journalisten einfach nicht anders und wählten ihn zum MvP der World Series – trotz Landsmann und Super-Superstar Shohei Ohtani.
Gewinner Baseball
Was Besseres als diese World Series hätte dieser Sportart nicht passieren können: Schon die Ansetzung LA vs Toronto, USA vs Kanada in diesen Trump-Zeiten (51. Bundesstaat und so). Und das Team Kanada forderte nicht irgendein doofes Provinzteam, nichts für ungut, Milwaukee Brewers oder Philadelphia Phillies, sondern mit den LA Dodgers das meistgehasste und reichste und mit Superstar überbesetzte Team der National League. Tatsächlich drückte ganz Kanada den Blue Jays die Daumen, wie Staatspräsident Mark Carney in einem ersten Kondozenschreiben in einem Schreiben versicherte, in dem er trotz der Niederlage den Stolz aller Kanadier übermittelte. (Wahrscheinlich gibt es ein paar Besitzer von kanadischen NHL-Clubs, die insgesamt heilfroh sind, denn die warten ebenfalls seit 1993 auf einen Stanley Cup Triumph für Kanada. Mein Trost: Mit einem Sieger ausgerechnet aus Los Angeles wird auch Trump nicht wirklich glücklich sein …
Und dann diese unfassbare Serie, mit Drehungen und Wendungen wie selten gesehen: Matchfolge 1:0, 1:1, 1:2, 2:2, 3:2, 3:3, 3:4 aus Sicht der Jays. In sieben zum Teil epischen Partien.
(Ein bisschen) Deutschtümelei
Die deutschen Zuschauer durften teilhaben, nicht nur diejenigen, die den League Pass besitzen. Erstmals seit Ewigkeiten gab es (bei Sportdigital+) alle Post-Season-Spiele in deutscher Sprache, die World Series mit dem großartigen Axel Goldmann am Mikrofon. Nicht zu unrecht lobte er seinen Sender hinterher (und meinte sehr verient auch sich selbst).
Und doch gäbe es noch einiges zu vebessern: Goldmann kommentierte alleine, von irgendwo in einem Kabäuschen (das wir nie sahen) – vielleicht sogar von daheim? Wie wäre es, wenn sich nächstes Jahr Goldmann (oder ein anderer) mit einem Kollegen und dazu vielleicht sogar einem Experten (warum eigentlich nicht Phillies-Profi Max Kepler?) in einem vorzeigbaren Studio zusammensetzt, wo dann die ewigen Inning-Pausen vernünftig mit Analysen und Geschichten/Geschichtchen überbrückt werden?
Und noch eins, liebes, besser liebgewonnenes Sportdigital1+: Es gibt Menschen, die diese Spiele relive sehen wollen am nächsten Morgen; weil sie sich nicht die Nächte um die Ohren schlagen wollen (oder Werbe-Pausen überbrücken). Es wäre dann sehr hilftreich, wenn Eure Baseball-Übertragungen nicht nur auf 3 Stunden angesetzt wären und danach das Relive schnöde abbricht …
von Münchner Löwe | Okt. 31, 2025 | Allgemein
Blick über den Teich, NBA
Gut eine Woche spielen die Teams jetzt und haben 4 oder 5 Partien absolviert. Noch viel zu früh für eine teifschürfende Analyse, aber zumindest ein paar Trends vermag ich auszumachen.
Pacers schon im Tank-Modus?
Im Gegensatz zu vielen Experten habe ich den Indiana Pacers eine vernünftige Saison (samt Play-off-Aussichten) zugetraut trotz des Ausfalls von Tyrese Halburton und des Weggangs von Myles Turner. Doch ein unglaubliches Verletzungspech zum Sgtart lässt meinen Optimismus dahinschwinden. Von der vermeintlichen Starting Five fehlten zuletzt: Andrew Nembhard, Obi Toppin, Bennedict Mathurin (und TJ McConnell). Einzig Pascal Siakam und Aaron Nesmith waren zuletzt dabei, viel zu wenig. Die Folge: als einziges Team neben den indiskutablen Brooklyn Nets und New Orleans Pelicans noch sieglos.
Die Kings: gute Spieler, kein Team und erst recht kein Ergebnis-Team
„Meine“ Mannschaft: Aber eigentlich bin ich jetzt schon so weit, dass ich die Saison abschreibe. Ich sehe durchaus gute Spieler (Sabonis, Schröder, LaVine, die zum Teil auch richtig schönes Basketball zeigen. Aber leider null Winning mentality, die Puzzleteile passen nicht zusammen. dem Gegner reichen ein paar gute Minuten, um die Kings völlig auseinanderzunehmen.
1:4 lautet die Bilanz: In jeder dieser Partien hatten sie sehr gute Phasen, sogar beim Titelträger Oklahoma City Thunder. Doch am Ende fehlte auch hier die Konzentration, das Dagegenhaltenwollen, aber schlicht und ergreifend auch defensive Qualität. Wahrscheinlich werden die Kings ein paar höchst erstaunliche Siege landen, aber sehr viel mehr (weniger erstaunliche) Niederlagen. Ich kann nur noch positiv überrascht werden.
Die Thunder-„Pferde“:
Sprich: nur so hoch springen, wie es sein muss. ein gefährliches Unterfangen, denn schon zweimal musste der Titelverteidiger in die Overtime, und sogar gegen die Kings lag man noch bis ins vierte Viertel zurück. Und doch: eine makellose 5:0-Bilanz auch ohne Co-Star Jayden Williams und zuletzt Chet Holmgren, dafür mit einem alles überragenden Shai Gilgeous-Alexander.
Bulls – top im Osten
Noch ist es viel zu früh, an die glorreichen 90er mit Jordan und Pippen und Kukoc und Rodman zu erinnern, aber ich sehe ein durchaus wettbewerbsfähiges Team, gerade im schwachen Osten. 4 Siege (0 Niederlage) stehen erst mal in der Bilanz immerhin auch gegen höher eingeschätzte Teams wie die Magic, Pistons und Hawks. Was das Wert ist, wissen wir nächste Woche angesichts der kommenden Aufgaben zweimal Knicks, 76ers, Bucks und Cavaliers. Extrem gut gefällt mir Josh Giddey (ders allen Kritikern zeigen will) und Matas Burzelis (top-talentiert) sowie der unverwüstliche Nikola Vucevic.
Wemby-Zirkus on Stage
Die San Antonio Spurs waren das dark horse. Extrem jung, extrem talentiert. Und bisher sehr erfolgreich (5:0). Dank des Außerirdischen Victor Wembanyama, der aufregende Zahlen auflegt (31 Punkte, 12,8 Rebounds, 4,8! Blocks). Alles natürlich noch auf kleiner Grundlage basierend. Doch die Spurs sind eben nicht nur Wemby. Im Team sind auch auregende Spieler wie Stephon Castle, Darius Vassell und Rookie Dylan Harper. Wohin das führt bleibt abzuwarten.
Und sonst
- Überragender Markkanen: auch dank des Finnen stehen die Utah Jazz it einer 2:2-Bilanz da (die beiden Niederlagen waren zudem extrem knapp und unglücklich). Markkanens Meisterstück. Gegen die Suns legte er gleich 51 Punkte auf.
- Wagner-Spiele: Solide, würde ich sagen, noch keine Festspiele. Mal fällt der Dreier besser, mal gar nicht. Ob man sich drauf verlassen kann? Insgesamt sind die Orlando Magic etwas harzig gestartet.
- Triple Jokic: 4 Spiele, viermal ein Triple Double (zweistellige Werte in 3 Kategorien). Im Schnitt sind das dann nach 4 Partien. 20,3 Punkte, 14,4 Rebounds, 11,3 Assists, dazu kommen 2 Blocks/Spiel. Schöne Momentaufnahme und wahrscheinlich nicht nur die.
Der NBA-Cup
Ab heute geht es in ausgesuchten Partien um eine zweite Trophäe, die dann im Dezember in Las Vegas überreicht wird. Der Modus ist der gleiche geblieben, das heißt. Insgesamt 6 Gruppen à 5 Teams (je drei pro Conference). Die Gruppensieger steigen ins Viertelfinale auf und auch der „beste“ Gruppenzweite jeder Conference. Da könnte durchasu das Korbverhältnis entscheiden, ansonsten völlig irrelevant.
An 8 Spieltagen (die kommenden 5 Freitage, zweimal Dienstag und einmal Mitwoch) gibt es die direkten Duelle (mit einem besonderen Parkettboden, von ausgesuchter Hässlichkeit, wenn ihr mich fragt. Am 9/10. Dezember die Viertelfinale (je 1. vs 4. und 2. vs 3.) und das Final Foul in Las Vegas mit den Halbfinaeli (13. Dezember und Finale (16. Dezember). Alle Partien bis auf das Finale zählen auch für die reghuläre NBA-Saison.
Folgende Gruppen wurden nach (vermeintlicher) Stärke ermittelt aufgrund der letztjährigen Saison.
East, Gruppe A
Cavaliers
Pacers
Hawks
Raptors
Wizards
Gruppe B
Celtics
Pistons
Magic
Nets
76ers
Gruppe C
Knicks
Bucks
Bulls
Heat
Hornets
Gruppe B scheint sehr prickelnd, weil die als schwach eingestuften Sixers sehr gut in die Saison gekommen sind
WEST, Gruppe A
Thunder
Wolves
Kings
Suns
Jazz
Gruppe B
Lakers
Clippers
Grizzlies
Mavs
Pelicans
Gruppe C
Nuggets
Rockets
Warriors
TrailBlazers
Spurs
Gruppe C scheint die „Hammergruppe zu sein“, während ich jetzt schon rein nach Gefühl dem 2. der Gruppe A (Thunder/Wolves) sehr gute Chancen einräume angesichts der 3 anderen Kontrahenten. Gott sei Dank gibts auch in der NBA Überraschungen
von Münchner Löwe | Okt. 29, 2025 | Allgemein
Der Anruf kam am Dienstagnachmittag von meinem sehr guten Freund F. Ob ich nicht Lust hätte, am Abend mit in den SAP Garden zu gehen zum Euroleague-Spiel FC Bayern gegen Real Madrid. F. , selbst fanatischer Basketball-Fan, weiß um meine Zuneigung für diesen Sport. Wir haben schon sehr oft drüber geredet.
„Ja, sehr kurzfristig“, entschuldigte F. sich, aber ich war schon vorgewarnt, dass ich damit rechnen müsse, eher dürfe. „Ich weiß selbst erst am Spieltag Bescheid.“ Das Spiel begann um 20 Uhr, „aber wir sollten schon um 18:15 Uhr da sein“, beschied F. Warum? „Vorher essen, in der Pause essen, nachher essen.“
Klang gut, war auch gut. Nachdem wir unsere Mäntel an einer Garderobe abgegeben hatten (ich zum ersten Mal, soweit erinnerlich, bei einem Sportereignis), fanden wir nach einiger Fragerei das richtige VIP-Stockwerk (von Dreien) und den richtigen Tisch. Auf dem schon eine Flasche Rotwein stand und eine Wasserflasche. Ein herbeigeeilter Kellner nahm aber gerne die Bestellung nnach alkoholfreiem Bier auf, der Brauerei-Sponsor machts möglich. Das Büffet richtete sich nach dem Gegner, also Tapas, ein spanischer Salat und auch ein wirklich guter Hauptgang. Viel Basketball-Prominenz (daran zu sehen, dass sogar mein 1,95-Meter große Freund eher einer der Kleinen war …
Dann auf die Hallen-Plätze. Ganz vorn, 1. Reihe (nein nicht wirkoich 1. Reihe, die ist den VIP-VIP-Vips vorbehalten und bekommt eine Sondezählung). Aber so exquisit habe ich noch nie gesessen beim Sport. Was ein normales Basketballspiel plötzlich zum Ereignis werden lässt. Die großen Kerls wirken in natura noch größer und athletischer: Den Vogel in dieser Hinsicht schoss ein 2,20 Meter Real-Riese ab („von einem Deutschen in der kapverdischen Heimat entdeckt“, wusste F.). Der Riesenkerl hatte ein sehr feines Händchen, allerdings ging ihm wie der gesamten Real-Mannschaft in der 2. Halbzeit die Luft aus. Was kümmerliche 27 Punkte belegen (nach deren 57 im 1. Durchgang). So schaffte die als Außenseiter gehandelten Münchner einen wichtigen Sieg, den 3. in 7 Partien. Allerdings stehen allein in der Euroleague 38 Spiele auf dem Programm, bevor es im April mit den Play-offs erst so richtig losgeht.
Die Halle war ausverkauft, auch weil angesichts der extrem vielen Heimspiele es auch Karten zum Sonderpreis von 20 Euro gab. Ein Einheizer machte Stimmung, in jeder Spielpause ohrenbetäubende Musik. Nicht wirklich mein Fall (um es sehr vorsichtig zu formulieren …), aber hinnehmbar. Stark verbessert waren die Mädchen aus einer Tanzgruppe (die hatten mich noch im vergangenen Jahr wenig beeindruckt.
Fazit (nach der Suppe zum Ausklang): Live-Basketball mit dem eher kleinen Spielfeld ist für mich und meine eher schlechten Augen ideal, da kann sogar ich die Spieler erkennen, groß genug sind sie ja ….
Ach ja: Ich persönlich ließ übrigens das Pausen-Essen aus, nicht so ein Großteil der VIPs, denn dieser Teil der Tribüne war zu Beginn des 3. Viertels praktisch völlig verwaist.
Lieber F. Vielen Dank für die Einladung. Gerne wieder und gerne auch wieder kurzfristig!
von Münchner Löwe | Okt. 25, 2025 | Allgemein
Anmerkung: Ich ignoriere die ersten Spiele. Zum zweiten gehe ich jetzt auch nicht auf den Wettskandal ein, der die Liga erschüttert: inwieweit, lässt sich noch nicht abschätzen, aber der Chefcoach der Blazers, Cauncey Billups scheint involviert und ist erst mal suspendiert.
Die folgenden Tabellen sind nach besten Wissen und Gewissen zusammengestellt, aber ich übernehme keinerlei Verantwortung für Wetteinsätze, die darauf basieren. Eine hübsche Spielerei und gerne auf Wiedervorlage im April VOR den Play-offs (Play-Ins). Ich bin selbst gespannt wie ein Flitzebogen.
Hier gilt natürlich noch mehr: Verletzungen bringen alles völlig (und zwar völlig!!) durcheinander.
An die aaas-Community, die hier mitliest. Könnt ihr ausnahmsweise Eure Vorstellungen hier zum Ausdruck bringen trotz Eures eigenartigen Schwurs, das möglichst zu unterlassen?
WESTERN CONFERENCE
- Oklahoma City Thunder
Ich sehe nicht, wer den Titelverteidiger stoppen soll. Das vergleichsweise junge Team wird sich noch verbessern und Shai ist der Ausnahmespieler, der den Unterschied macht
- Denver Nuggets
der Kader wurde sinnvoll ergänzt, so dass die Stars Pausen erhalten können. Und dann gibts halt noch den irrsinnig guten Nikola Jokic …
- Houston Rockets
Voraussetzung, dass sich Kevin Durant integriert, dann verbessert er das starke Team eindeutig. Der Ausfall von Spielmacher Fred van Vleet schmerzt: wie sehr er sich tatsächlich auswirkt, werden wir sehen
- Minnesota Timberwolves
Anthony Edwards ist zurzeit der beste US-Profi in der Liga (Tatum und Halibuton fallen ja aus). Ein sehr homogenes Team, das auch den Weggang von Nickell Alexander-Walker auffangen wird.
- Los Angeles Clippers
Das „bessere“ LA. Und auch das sympathischere trotz Steve Ballmer. Leonard, Harden, Beal, Zubac – zu ganz Hohem berufen?
- San Antonio Spurs
Die Wette basiert auf einen Außerirdischen: Victor Wembanyama kann die Liga zusammenschießen. Dazu Fox und Castle – wer soll sie eigentlich stoppen?
- Golden State Warriors
vielleicht das letzte Hurra des Steph Curry. Trainer-Guru Steve Kerr, weiß, was er tut und wird auch Jimmy Butler noch aufen bringen.
- Los Angeles Lakers
Doncic wirkt tatsächlich austrainiert wie nie. Und LeBron James macht Lebron-James-Things. Vielleicht nicht mehr so oft, nicht ganz so spektakulär. Aber der Rest muss mich noch überzeugen …
- Dallas Mavericks
Cooper Flagg, der Glücksfall für die Zukunft. Anthony Davis, die Wette auf die Gegenwart. Ein im Wortsinne „großes“ Team, aber reicht das?
- Sacramento Kings
der Wunsch als Vater des Gedanken, dass es für die Play-Ins reicht. Viel Klasse im Team, da ignoriere ich, dass sie eigentlich nicht zusammenpassen und nicht verteidigen können.
- Memphis Grizzlies
Tolle Spieler wie Morant und Jalen Jackson jr. Und ich als Finnen-Freund drücke Coach Tuomas Iisalo alle Daumen.
- New Orleans Pelicans
die Urgewalt Zion Williamson ist nict zu stoppen. Aber sonst schaut es im Big Easy nicht so freundlich aus.
- Portland TrailBlazers
ich erwarte eine Steigerung, abe für die Play-Ins wirds nicht reichen. Und hier dann eben doch: das noch unabsehbare Chaos um Chauncey Billups muss Spuren hnterlassen und Folgen zeitigen.
- Phoenix Suns
die hab‘ ich immer weiter runtergereicht … Einfach die Saison abhaken und die Sonne von Arizona genießen.
- Utah Jazz
Lauri (Markkanen) allein auf weiter Flur. Ansonsten ersetze ich die Sonne von Arizona durch die Berge von Utah.
EASTERN CONFERENCE
- Cleveland Cavaliers
Erneut bereit für große Taten. Überall (ein bisschen) besser aufgestellt als die Knicks. Mitchell besser als Brunson, Mobley besser als Towns usf.
- New York Knicks
Beweist mir einfach das Gegenteil, Mr. Brunson und Mr. Towns et all. Nahe dran seid ihr auf jeden Fall. Und der Garden hat natürlich seine Vorteile zur „Rocket-Arena“ (ernsthaft?).
- Orlando Magic
vielleicht ein bisschen Deutschtümelei (Wagners, da Silva), aber wenn Desmond Bane wirklich einschlägt und die Dreier trifft …
- Milwaukee Bucks
Alles Giannis oder was! Kein Zweifel, aber irgendwann stößt auch „Greek Freak“ an seine Grenzen, und das sind die Top 3 …
- Atlanta Hawks
dieser Tipp bereitet mir mit am meisten Bauchweh. es ist die Wette, dass das Nicht-Verteidigen von Trae Young sich nicht ganz so grausam auswirkt. Und die auf einen gesunden Porzingis …
- Indiana Pacers
Ich sage: Haliburton und Turner werden nicht so sehr fehlen, wie viele Experten erwarten. Eine Wette auch auf Mathurin.
- Detroit Pistons
der aufhaltsame Aufstieg von Motor City. Ein bisschen Innehalten tut vielleicht auch ganz gut …
- Boston Celtics
immer noch viel Klasse (Brown, White, Green, Black) und außerdem der TD Garden. Voraussetzung ist natürlich, dass die Teamführung das Team auch gewinnen lässt und nicht tanken ansagt.
- Philadelphia 76ers
vom Potenzial (Embiid, George, Maxey) her sowieso. So brutal kann das Verletzungspech nicht noch mal zuschlagen.
- Toronto Raptors
mein Kanada-Bonus. Aber auch ein grundsolides Team, das durchaus positiv überraschen kann.
- Miami Heat
der Trainer-Effekt: Eric Spoelstra hat immer gute Ideen. Wie die, Norman Powell zu holen. Telente sind bei ihm auch gut aufgehoben. Und dann die glücklich machende Sonne von Florida …
- Chicago Bulls
die Stadt machts (nicht): nicht sonnig, sondern windig, deshalb hinter der Heat. In der Bundesliga würde ich urteilen: graues Mittelmaß (passt zum Wind).
- Charlotte Hornets
von den traurigen Drei am Ende noch das beste. Mit dem brillanten LaMelo Ball und den wunderbaren Hornissen-Fans.
- Washington Wizards
frankophil (Sarr, Coulibaly) und (tatsächlich!) vor die Nets gewürfelt.
- Brooklyn Nets
ohne Worte. Noch nicht mal die Würfel fallen für sie …
von Münchner Löwe | Okt. 22, 2025 | Allgemein, NBA
Die 8 Teams von Teil I sehe ich alle mehr oder weniger sicher mindestens in den Play-Ins (also Top 10). Jetzt kommen diejenigen, bei dennen die Bandbreite (sehr hoch bis weit unten) viel größer ist.
IV. Die Hoffnungsvollen
SAN ANTONIO SPURS
Das 3. Jahr mit dem Außerirdischen Victor Wmbanyama (Wemby), und nach 2 Saisons des Ausprobierens sind die Spurs auch bei en eigenen Fans ganz langsam in der Bringschuld, zumal das Team nach und rund um den 2,21-Meter langen Franzosen aufgebaut wurde. De’Aaron Fox kam schon im Februar von den Kings), mit Dylan Harper kam ein Top-Rookie (die Nr. 2 hinter Cooper Flagg), dazu ein Klasse-Center wie Luke Kornet. Alles scheint angerichtet mindestens für die Play-Ins Aber: Wird dies gelingen ohne Gregg Popovic auf der Bank (siehe Problemfeld)?
Der Star
Victor Wembanyama: Immer noch erst 21 Jahre jung ist das Ausnahmetalent, der keine Grenzen nach oben zu kennen scheint. Dem alles zugetraut wird, sogar ein Quadruple (zweistellige Werte in vier Kategorien). Wemby hat in der NBA schon manches Glanzlicht gesetzt, ist jetzt schon der beste Verteidiger (kein Angreifer bei Verstand versucht zB, gegen ihn und seine Krakenarme einen Sprungwurf.
Und doch regen sich bei mir leise Zweifel, ob es wirklich was wird mit der außerirdischen Karriere. Eine Thrombose setzte ihn seit Februar außer Gefecht, und die Frage darf gestellt werden: Hat sich dieses Problem jetzt erledigt mit OP ujnd Reha oder droht beim 2,21-Meter-Riesen mit den ewig langen Gliedmaßen immer wieder diese Gefahr.
De’Aaron Fox war Teil und sogar Herz der aufregenden Kings-Mannschaft seit 2022, die (wieder nach den grandiosen Nuller-Jahren im Arco Centre)) zu meinem Lieblingsteam wurde. Theoretisch bilden er und Wemby ein Traumpaar, doch Fox ist angeschlagen und muss für den Saisonbeginn passen.
X-Faktor
Stephon Castle: Hatte eine tolle Saison 2024/25. Setzt er diese Entwicklung fort, haben die Spurs bei aller Gesundheit ein Trio infernale plus Ergänzungen wie eben Rookie Dylan Harper, den erfahrenen Centern Luke Kornet und Kelly Olynik.
Problemfelder
Ohne Gregg Popovich: Nach dem Schlaganfall in de vergangenen Saison verkündete die 75-jährige Trainerlegende seinen endgültigen Rückzug. Wie sich das auswirkt, ist völlig offen, denn die Spurs waren 3 Jahrzehnte ohne „Pop“ auf de Bank undenkbar. Der mit seinen weisen Aussagen zum Weltgeschehen auch für die ganze Liga so wichtig war, nota bene.
Mitch Johnson genießt alles Vertrauen im Team und auch das von Popovic. Doch nun steht der ewige Assistent erstmals nicht nur interimistisch in der Verantwortung, und das mit einem Team, von dem viele erwarten, dass es in den nächsten Jahren ein echter Titelkandidat wird.
Memphis Grizzlies
Ein Team zwischen Genie und Wahnsinn: Das beginnt bei (dem einen) Superstar (Ja Morant, siehe dort) und endet noch längst nicht bei der Team-Führung, die im Frühjahr ganz kurz vor Saisonende den damaligen Chef- und Erfolgscoach Taylor Jenkins in die Wüste schickte und durch Tuomas Iisalo ersetzte. Der Finne ist in Deutschland wohlbekannt aus Zeiten bei den Telekom Baskets Bonn.
De Wahnsinn setzte sich im Sommer fort, als die Grizzlies mit Desmond Bane ihren besten Dreier-Schützen Richtung Orlando Magic ziehen ließen. Allerdings bekamen sie im Gegenzug mehrere sehr gute Picks, was sich alelrdings erst in den kommenden Jahren auswirken wird.
Und doch: Zugänge wie Ty Jerome (von den Cavaliers) und Kentavious Caldwell-Pope (Lakers) machen Hoffnung, dass es wenigstens mit Platz 10 etwas werden könnte.
Der Star
Ja Morant: Zumindest ist das der bekannteste Profi. Mit 1,88 Metern wahrlich kein Basketball-Riese, findet er mit seiner Schnelligkeit und Schlauheit und Wagemut immer wieder Lücken in den riesigen Verteidigungs-Wällen. Dem Typ schaut jeder Basketball-Fan sehr gerne zu. Nur leider ist Ja Morant auch der Wahnsinn sehr nah. Ein Waffennarr, der schon mal öffentlich mit Pistolen fuchtelt (was ihn schon eine harsche Sperre einbrachte), praktisch nicht lernwillig (Pistolen-Jubel bei einem erfolgreichen Korb.
Jalen Johnson jr.: Effektiver, ruhiger, das Herz des Teams. Zu ganz großen Taten fähig.
X-Faktoren
Zack Edey: Das 2,24-Meter lange Elend mit dementsprechenden Krakenarmen. Allerdings oft angeschlagen, so muss er auch jetzt für den Saisonstart passen.
Ty Jerome: Durchbruch-Season bei den Cleveland Cavaliers, doch die mussten ihn wegen Salary Cap ziehen lassen. Kann er diese Leistungen bestätigen oder gar verbessern, wird man in Memphis viele Loblieder auf ihn singen.
Problemfeld
Europäische Trainer wie IIsalo haben in der NBA einen schweren Stand. Reicht die Geduld der Vereinsbosse?
Banes Abgang: Hinterlässt eine Riesenlücke bei den Dreiern, die ich nicht kompensiert sehe.
SACRAMENTO KINGS
Würde ich auf Papier schreiben, wäre das jetzt übersät mit heißen Tränen (okay, ich übertreibe jetzt maßlos!). Aber im Ernst: Ich bin fassungslos, was aus meinem Lieblingsteam geworden ist. Ein erratischer Teambesitzer fuhrwerkt dort ohne Sinn und Verstand herum. Die viel zu frühe Entlassung von Trainer Mike Brown in der vergangenen Saison, das quasi kampflose Gehenlassen des besten Spielers De’Aaron Fox, kein vernünfige Team-Aufbau. Alles durchaus begabte und fähige Profis (Zach Levine, Domantas Sabonis), aber ohne Sinn und Vverstand zusammengestellt.
In diesen Wahnsinn wechselte der deutsche Nationalmannschafts-Kapitän Dennis Schröder (siehe 🇩🇪 👓, der dort nun Spielmacher Nummer 1 werden soll neben so vielen (Möchtegern-)Stars, die auch so genre den Ball haben: Zach Levine. Demar Drozan, Malik Monk, Keegan Murray. Und weil das nicht genügte, verpflichteten die Kings kurz vor Toresschluss auch noch Russell Westbrook, den Spielmacher-Veteranen. Einst brillant, immer noch ehrgeizig, aber: Was zum Teufel soll das!?
Wohin das führt? Keine Ahnung. Insgesamt ist die Truppe zu gut besetzt, um total abzufallen (im Hinblick auf künftige Top-Picks ist für viele Teams das absichtliche Verlieren leider eine seriöse Option). Aber dass sie vorne angreifen wie 2022, als die Kings erst in einer epischen California-Serie gegen die Warriors den Kürzeren zog, dafür fehlt es an Klasse gerade auch in der Verteidigung. Bei aller echten Wertschätzung, ja Zuneigung für Sabonis: ein Top-Defender wird der Litauer nicht mehr.
Der Star
Domantas Sabonis: Für mich einer der meist-unterschätzten Spieler der gesamten Liga. Dass er die meisten Rebounds pflückt, so what? Dass man mit ihm als Anspielstation vernünftigen Angriffsbasketball spielen kann?, pah! Im vorvergangenen jahr brach er den Rekord von Double-Doubles (zweistellig in 2 Kategorien), puh. Eingehackt wird auf seine tatsächlich nicht so großartigen Verteidigungs-Künste. Okay, hier spricht und schreibt ein Fanboy, aber ich bin trotzdem überzeugt, dass er ein echter Zugewinn sein kann. Allerdings muss der Litauer für den Saisonstart passen.
Zach Levine: Kam letztlich im Dreiertausch für Fox von den Chicago Bulls. Agiert ordentlich bis überdurchschnittlich, aber keineswegs überragend.
X-Faktor
Die Halle: Wenns läuft oder knapp wird: die stimmungsvollste der gesamten Liga. Hat vielleicht nicht den Charme der alten Arco-Arena (großer Seufzer), aber ein echter Ohrenschmaus und für den einen oder anderen Sieg gut.
Keon Ellis: Scharfschütze, Balldieb, lästiger Verteidiger: Und doch kriegt er nicht bedingungslose Vertrauen (weil er nur 1,98 Meter groß ist?)
Der begabte Kader: Und wenn Coach Doug Christie die magische Formel findet, dass all die Begabten großartig miteinander spielen, keiner dem anderen den Ball (oder gar Erfolg) meidet. Dann schießen sie durch die Decke
Problemfelder
Die langen Kerle: Verteidigen ist nicht so: Also kam die Team-Führung auf die brillante Idee und holte Dario Saric von den Nuggets. Der dort nie, nie, nie irgendein Faktor war und auch dann nicht zum Einsatz kam, wenn der Coach nur 5 fitte Spieler hatte. Nun also der Hoffnungsträger, Grund für weitere Tränen, oder? Zeigs mir, Dario!
Der begabte Kader: Eher wahrscheinlich, dass all die ballverliebten Jungs eher für sich selbst als miteinanderspielen. Doug Christie ist jetzt auch nicht die Riesen-Autorität als Coach
🇩🇪 👓
Dennis Schröder ist nun auf seiner 10. NBA-Station ein King, was hierzulande königliche Wortspiele geradezu herausfordert. Ein Kaiser wie ich kann darüber natürlich nur müde lächeln … Im Ernst: Nach dem sagenhaften EM-Triumph als Käptn ist Schröder voller Selbstbewusstsein und Tatendrang und will nicht nur seinen üppigen 15-Mio-Dollar/Jahr-Vertrag absitzen, sondern es der immer noch extrem kritischen, ja dem europäischen Basketball arrogant gegenüberstehenden US-Öffentlichkeit zeigen. Als King-Afficionado wünsche ich ihm so viel Erfolg wie mit dem deutschen Nationalteam.
PORTLAND TRAILBLAZERS
In den vergangenen Jahren steigerte sich das Team aus Oregon und kroch aus dem NBA-Nirwana wenigstens wieder in den Dunst der Hoffnungsvollen. Dieser Trend könnte sich fortsetzen, und vielleicht kam mit Jrue Holiday das entscheidende Puzzleteil. Der Meisterspieler der Boston Celtics fiel dort den Sparmaßnahmen zum Opfer. Portland war vielleicht nicht der Lieblingsort des Verteidigungs-Spezialisten, abe ein Holiday lässt sich nicht hängen, so zumindest die Hoffnung in Oregon. Mit seiner Erfahrung soll er aufregende Spieler wie Deni Avdija und Shaedon Sharpe noch besser machen. Ernsthaft von den Play-offs (Play-Ins) träumen sie dort nicht, eher hofft man auf weiteres Konsolidieren.
Der Star
Sheadon Sharpe: Hat eine tolle Saison hinter sich, als er 18,5 Punkte im Schnitt auflegte. Der Spielmacher ist mit seinen 22 jahren noch längst nicht am Zenith angelangt.
Jrue Holiday: Mit alle Wassern gewaschen ist der allerdings schon 35-Jährige. Ein extem guter Verteidiger, aber auch ausgestattet mit einem vernünftigen Wurf.
X-Faktor
Yang Hansen: Die Draft-Überraschung, die die Blazers im Juni aus dem Hut zauberten. Ein Chinese, 2,16 Meter lang, bewährt in der 1. chinesischen Liga, kennt also Profi-Basketball. Abwehrstark, aber auh offensiv vielseitig mit einem vernünftigen Wurf. Wenn denn der Spruch vom Rohdiamant seine Berechtigung hat, hatt beim erst 20-jährigen Center.
Daman Lillard: Auch wenn das Blazer-Urgestein diese Saison keine Minute lang spielen wird wegen seines Achillessehnenrisses. Die Rückkehr zu „seinen“ Blazers entfachte Euphorie. Diese Spielzeit soll er als Mentor für die Jungs auf der Blazerss-Bank helfen, nächstes Jahr wieder selbst eingreifen. Dort, wo er so grandiose Leistungen im Akkord ablieferte und die Blazers ein Play-off-Serientäter waren. In seiner gewohnten Umgebung, hahe demr Familie, den Freunden, dem Meer (und nicht im kalten, in jeder Hinsicht abweisenden Milwaukee, oh Graus).
Problemfeld
Recht wenige, da kaum ernsthafte Ambitionen, die enttäuscht werden können. Vieleicht, wenn Holiday keine Lust hat (keine Anhaltspunkte) oder wenn die Eigentümer doch aus hellem Wahn die Geduld verlieren mit dem konstanten Aufbau.
VI. Sehr viel Grau(en), wenig Hoffnung
NEW ORLEANS PELICANS
Eine Katastrophensaison, auch wegen unfassbarer Verletzungsprobleme. Ganz kleine Hoffnungsstreifen, dass es besser werden könnte (Zion Williamson ist nur noch dick und nicht fett). Trotzdem wäre für mich eine Play-off-Teilnahme höchst verwunderlich; die Pelikane werden nicht abheben und somit nicht die Möglichkeit haben, ihre Flugkünste zu zeigen.
Die in der Theorie in ihnen schlummern, siehe die Urgewalt des Zion Williamson, den Basketball-IQ von Dejaunte Murray, die Anführer-Qualitäten von Neuzugang Jordan Poole
Der Star
Zion Williamson: Die Urgewalt unterm Korb samt feinem Händchen. Mittlerweile geht der 25-Jährige in seine 7. NBA-Saison. 2019 war er der heißeste Scheiß der gesamten Liga, die Pels wurden beneidet für ihren Number-One-Pick. Ernüchternd die Bilanz: Nur in 2 der 6 abgelaufenen Spielzeiten absolvierte Zion mehr als 30 Partien, mehr ließen die Beschwerden auch durch sein Gewicht nicht zu. Wenn er denn auf dem Parkett stand, zeigte er regelmäßig seine Klasse und wurde zweimal ins Allstar-Team berufen. Zurzeit gilt er tatsächlich als spielfähig …
Dejaunte Murray, der Bessermacher: Wenn er auf dem Parkett stand, waren das wirklich flugkünstelnde Pelikane, die das Basketball-Herz erfreuten. Mit ihm 114 Punkte/Partie, ohne ihn (nach dem Achillessehnenriss: 102). Wird frühestens im Januar zurückerwartet, dann dürfte der Anschluss an die Play-off-Plätze schon verloren sein.
X-Faktor
Jordan Poole: Eigentlich ein Star. Muss sich aber erst finden nach erfolglosen Jahren im Basketball-Nirwana Washington Wizards. Gutes Ballhandling, gutes Auge, guter Wurf: Poole bringt viel mit, auch viel Engagement. Die große Frage, ob ers hinkriegt in Big Easy.
Problemfelder
Zion Williamson: Wann wird der Koloss wieder verletzt sein?
Geduld: Geht sie sogar im beschwingten Big Easy verloren. Dann droht eine weitere traurige Saison vor trauriger Kulisse.
PHOENIX SUNS
Vor Jahren wagten sie den Angriff auf den Titel, mit dem Super-Dreigestirn Kevin Durant, Bradley Beal und Devin Booker und ein paar extrem talentierten Basketball-Spielern. Zurückgeblieben ist ein trauriges Nichts, verloren in Streitigkeiten (Durant!), Irrsinns-Verträgen ohne Trade-Klausel (Beal!), sinnentlehrten Deals (Trade von Ayton). Die Folge: Sogar die Play-Ins wurden verpasst, was auch der schlimmste Pessimist bei diesem Star-Ensemble nicht für möglich gehalten hätte.
Also die Notbremse: Durant weg (mit eher lausigem Gegenwert), Beal rausgekauft aus seinem Irrsinns-Vertrag ohne Trade-Möglichkeit und abgeschoben mit Briefmarke auf dem Rücken zu den Clippers. Einzig Booker ist geblieben und die Hoffnung, dass es schlimmer nicht werden kann.
Aber auch die Realität, dass es wahrscheinlich nicht so schnell sehr viel besser wird. Gerade die für Durant von Houston gekommenen Spieler Jalen Green und Dillon Brooks sind zwar ordentlich, genügen aber eben nicht gehobenen Ansprüchen. Die Post Season erscheint da höchstens als Fata Morgana in weiter Ferne.
Der Star
Devin Booker: Ich liebe sein Spiel, seine Leichtigkeit, wie er Würfe sich selbst erschafft. Aber auch er fiel in ein Leistungslosch, als bei den Suns die Sonne unterging.
X-Faktor
Mark Williams: Der Center kam von den Charlotte Hornets. Sollte im Februar ein Laker werden, was sich wegen gesundheitlicher Probleme zerschlug. Bringt sehr viel mit, was ein Big Man so braucht: 2,13 Meter, gute Verteidigung.
Khamnan Maluach: Noch ein Center. Mit 2,18 Meter und 2,30 Metern Armspannweite extrem beeindruckend. Mit 20 jahren natürlich noch längst nicht am Ende sener Entwicklung.
Problemfeld
Die Erwartung: Macht das Publikum mit bei einem Team, vor 2 Jahren noch Titel-Kandidat, jetzt im totalen Neuaufbau mit der ganz geringen Aussicht auf einen Play-In-Platz. Besitzer Mat Ishbia ist nun auch nicht für seine Geduld bekannt, wie seine regelmäßigen Ausfälle bezeugen und die dauernden Änderungen auf der Trainerbank bestätigen.
UTAH JAZZ
Als ich zur NBA stieß (in den 90ern), waren die Utah Jazz ein heißer Kandidat auf den Titel (den zweimal die Bulls in den Finals verhinderten). All-time-Legenden wie Karl Malone, John Stockton waren im Staate der Mormonen die Superstars, angeleitet von schier ewigen Jerry Sloane auf der Trainerbank.
Davon sind die heutigen Jazz (Erklärung: einst war die Franchise in New Orleans beheimatet) himmelweit entfernt. Nach Meinung aller Experten werden sie im Westen mit Abstand das schlechteste Team sein. Die Frage ist nur, ob sie 20 Siege bei 82 Partien zusammenkratzen oder darunterbleiben.
Der Star
Lauri Markkanen: Bei der EM zeigte der Finne, welch großartiger Basketballer er ist. Ein Teamplayer mit großartigem Wurf. Der 28-Jährige, also in seiner besten Zeit, hat in so einem schwachen Team eigentlich gar nichts zu suuchen, weswegen auch die Trade-Gerüchte um ihn nicht verstummen
X-Faktor
Durchaus beachtlich war die Entwicklung von Keonte George. Mit 21 Jahren geht er schon in seine 3. Saison. Ohne jeden Druck, weil er nichts gewinnen muss, sondern nur an seiner Entwicklung arbeiten darf. Ruhe am Salzsee, es gibt tatsächlich auch beim größten Elend noch Lichtblicke
Problemfeld
Das ganze Team ist das Problem. Lasst sie einfach für ein paar Jahre in Frieden arbeiten.
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