Comeback der Mets und Ohtani kommt in den Playoffs an

Blick über den Teich, MLB

Die vier Division Series sind absolviert, und sie haben viele Facetten des Baseballs gezeigt. Inklusive, dass auch das beeindruckendste Pitching nichts bringt, wenn die Offensive nicht hilft und der Bullpen kollabiert

AMERICAN LEAGUE

Cleveland Guardians – Detroit Tigers 7:0 (1:0)
Entschieden, bevor es richtig losging: Das nennt man wohl einen schwarzen Tag eines Starting Pitchers. Den erwischte Tyler Holton von den  Tigers, der zu Beginn 3 Hits und 2 Runs kassierte und aus dem Spiel genommen wurde, ohne dass er einen gegnerischen Batter ausgemacht hatte. Das Drama wurde vollendet, als sein Ersatz Reese Olsen gleich einen 3-Run Homerun zuließ von Clevelands Lane Thomas, der sein Team mit 5:0 in Führung brachte. Für Olson besonders ärgerlich, weil er danach vortrefflich warf und in 5 Innings nur 2 weitere Hits zuließ. Selbst brachten die Tigers allerdings gar nichts zu Stande; Spätestens der 2-Run-Homer von Clevelands David Fry im 6. Inning beseitigte letzte Zweifel am Sieg de Gastgeber.

New York Yankees – Kansas City Royals 6:5 (1:0)
Walks in the Balllpark: Ein wildes Spiel im Yankee Stadium mit insgesamt 5 Führungswechseln, in dem die Yankees das bessere Ende für sich hatten, auch weil ihre Pitcher ab dem 7. Inning nichts mehr zuließen. Bezeichnend vielleicht das 5. Inning, als die Royals-Werfer gleich 4 Walks fabrizierten, davon 2 bei geladenen Bases, was den Yanks 2 Runs einbrachten. Insgesamt verzeichneten die Royals-Pitcher 8 Walks, entschieden zu viel. Alex Verdugo entschied die Partie im 7. Inning durch ein RBI-Single. Er wurde dann auch zu Spieler der Partie gewählt, dabei war sein Einsatz bis zuletzt ungewiss.Aaron Judge dagegen hatte keinen guten Tag, blieb bei 4 At Bats ohne Hits (3 Stikeouts) und forcierte nur, na klar, einen Walk.

NATIONAL LEAGUE

Philadelphia Phillies – New York Mets 2:6 (0:1)
Statistiken sind gemein: Das wird Zach Wheeler ungern bestätigen. Der Starting Pitcher der Phillies hatte 7 ganz starke Innings, in denen er nur einen Hit und keinen Run zuließ. Kaum war er vom Mound, begann das Elend der Gastgeber. Die folgenden Pitcher Matt Hoffman und Jeff Strahm kassierten innerhalb kürzester Zeit 4 Hits, 1 Walk und 5 Runs – die Partie war völlig gekippt und Kyle Schwarbers Homerun im 1. Inning nur noch von statistischen Wert. Wheeler verlor ohne Zutun den verdienten Sieg für seine Bilanz, der ohne Run Support der Offensive bei schwachem Werfer-Ersatz hal auch sehr schwer ist.
Die wundersame Reise der Mets geht dagegen erst mal weiter. Fortsetzung vielleicht schon heute.

Los Angeles Dodgers – San Diego Padres 7:5 (1:0)
Schlagabtausch mit einem Helden: Fraglos gehört Shohei Ohtani zurzeit zu den 3 besten Spielern in der MLB,wahrscheinlich ist er sogar der beste. Jetzt durfte er sein Können erstmals in einem Play-off-Spiel zeigen, und wer geglaubt hätte, das mache ihn nervös, sah sich schnell enttäuscht. In seinem zweiten At Bat drosch er den Ball mit einem 3-Run-Homer über den Zaun und egalisierte für die Dodgers den 0:3-Rückstand. Welcome in October, brüllten die Reporter. Das beeindruckte die Padres erst mal wenig, und gingen im 3. Inning erneut mit 5:3 in Führung. Noch einmal antworteten die Dodgers, drehten die Partie im 4. Inning zum 6:5-Führung, die sie noch auf 7:5 ausbauten. Ab dem 7. Inning hatten beide Teams ihr Offensiv-Pulver verschossen und brachten jeweils nur noch einen Hit zu Stande.

Ansetzungen heute
22.08: Philadelphie Phillies – New York Mets (0:1)
02.03: LA Dodgers – San Diego Padres (1:0)

 

Transferurteil des EuGH: Aufreger oder doch nur Sturm im Wasserglas?

Wenn sich ordentliche Gerichte mit Sport beschäftigen, ist die Aufregung meist groß. Die Verbände pochen auf ihre Eigenständigkeit, in die man sich bitte nicht einzumischen hat. Wie wunderbar das klappt, sehe ich regelmäßig bei der internen Aufarbeitung von Skandalen, die gerne unter den Teppich gekehrt werden. Schlimmstenfalls kann man ja den allzu eifrigen Ermittler seiner Aufgaben entbinden. Und welcher Verband hat schon gerne Doping-Sünderunter seinen Spitzensportlern. Doping??? Hilft bei uns doch nicht weiter, argumentieren besonders gern Fußballer und Tennisartisten, obwohl das Gegenteil längst bewiesen ist.
Geradezu Magenkrämpfe bekommt der Fußball und seine Verantwortlichen, wenn sich der Europäische Gerichtshof mit Urteilen einschaltet, was selten genug vorkommt. So 1995, als der Belgier Jean-Marc Bosman das damalige Transfersystem aushebelte. Seitdem gehören die damals auch bei Vertragsende üblichen Transfersummen, die nach einem komplizierten Schlüssel errechnet wurden und Wechsel erscwerten wenn nicht unmöglich machten, der Vergangenheit an.

Und jetzt? Droht ein zweiter Fall Bosman, der die Existenz der Vereine bedroht. So las es sich zumindest in einigen Berichten auch seriöser Zeitungen. Was war passiert (arg verkürzt:? Der Franzose Lassana Diarra hatte 2013 bei Lok Moskau einen 4-Jahres-Vertrag abgeschlossen. Ein Jahr später kam es zu Unstimmigkeiten, und Diarra quaittierte den Dienst. Lok klagte und erhielt auch Recht. Diarra wurde zu 10 Mio Schadenersatz verurteilt. Wohlgemerkt: Zu diesem Zeitpunkt war Russland trotz des Einmarsches auf die Krim 2014 ein geachtetes Mitglied der Fußball-Familie und kommender Gastgeber der anstehenden WM 2018.
So weit, so schlecht. Lassana Diarra  begab sich auf Vereinssuche, doch weil jeder mögliche Interessent automatisch in die Haftung genommen wurde nach FIFA-Recht, also die 10 Mio gesamtschuldnerisch aufbringen muss, fand sich kein Verein, obwohl der belgische Erstligist Charlerloi großes Interesse zeigte.. Gegen diese Gesamtschuldner-Regelung ging Diarra vor, und der Fall landete jetzt vorm EuGH. Dieser erklärte die Klausel für unzulässig und befreit den interessierten Verein auch von der Beweislast, dass er den Spieler, in diesem Fall Lassana, nicht zum Vertragsbruch ermuntert oder dahingehend beeinflusst hat. Nicht-Handeln zu beweisen ist, wie wir alle wissen, eine der schwierigsten Übungen.

Das erste Geschrei war riesig, ohne dass wir bisher eine Urteilsbegründung kennen. Jetzt könne jeder Spieler jederzeit den Verein wechseln. Vertragsbrüche seien programmiert, und die Vereine könnten die möglichen Ablösesummen nicht mehr in ihren Bilanzen aufführen. Bosman 2, wehklagte es.

Ich sehe riesige Unterschiede. Keineswegs erlaubt das Urteil Vertragsbruch ohne zwingenden Grund. Klar werden manche Spieler aus für sie vermeintlich ungünstigen Kontrakten jetzt vielleicht besser herauskommen, aber ohne jede Entschädigung wird das nicht vielen gelingen (bis der nächste Profi vielleicht auch das aushebelt). Schon jetzt müssen sich ja Spieler erklären und sinken schnell in der Gunst, wenn sie mit vollem Einverständnis aller Beteiligten zu einem vermeintlich oder tatsächlich besseren Verein wechseln, siehe gerade Waldemar Anton, der von den Stuttgarter Fans vehement ausgepfiffen wurde, als er dort für den BVB antrat. Klar, das wird sich legen, aber in Zukunft wird noch genauer hingeschaut, mit welchen Mitteln ein Profi seinen Wechsel forciert. Und der abgebende Verein bekommt erstens die Entschädigung und kann zweitens in die Verträge eine Ablösesumme hineinschreiben, die auch im Fall einer vorzeitigen Vertragsauflösung gilt. Und bis diese Klausel auf Rechtmäßigkeit bis zur letzten Instanz geklärt ist, werden einige Jahre vergehen.
Szenarien, dass interessierte Vereine auf Teufel komm raus einen Spieler aus einem Vertrag holen und gegebenenfalls auch alle Strafen bezahlen, sind zwar nicht ausgeschlossen, dürften sich aber auf wenige Fälle beschränken. Vielleicht aber bin ich auch zu blauäugig und unterschätze immer noch die Riesengier von Fußball-Profis und ihren Beratern. On verra.

Schwarzer Tag für Sabrina Ionescu

Blick über den Teich, WNBA und MLB

Die Basketball-Frauen bestritten diese Nacht ihre dritten Spiele im WNBA-Halbfinale, in der MLB beginnt heute das Viertelfinale bzw. die Divisional Finals.

WNBA

Die Liga hat vor dem 3. Spieltag einige Ehrungen bekannt gegeben. MvP wurde wie im Vorjahr A´ja Wilson von den Las Vegas Aces. Rookie of the Year wie allgemein erwartet Caitlin Clark von den Indiana Fever, die 65 von 66 Stimmen erhielt. Die Deutsche Leonie Fiebich (New York Liberty wurde in All-Star-Team der Rookies gewählt, als einzige der Starting Five ist sie in den Play-offs noch dabei.

Las Vegas Aces – New York Liberty 95:81 (1:2)
Das Team aus New York hat die erste Niederlage in der Post Season erlitten. Die Partie beim Titelverteidiger konnten die Frauen in der sehr unterhaltsamen ersten Halbzeit noch einigermaßen ausgeglichen gestalten, brachen aber im 3. Viertel regelrecht ein, als ihnen nur 6 Punkte gelangen. Einen rabenschwarzen Tag erwischte Scharfschützin Sabrina Ionescu, die insgesamt nur 4 Zähler beisteuerte. Sie nahm überhaupt nur 7 Würfe, von denen sie gerade mal einen traf (als alles schon entschieden war).
Die Deutsche Leonie Fiebich hat jenseits der Dreierlinnie auch schon mal besser getroffen 2/6), immerhin gelangenen ihr im 2. Viertel 7 Zähler.
Bei Las Vegas trumpften vor allem Jackie Young (24 Punkte) und A´ja Wilson (19, 14 Rebounds auf.

Connecticut Sun – Minnesota Lynx 81:90 (1:2)
Damit haben sich die Lynx den Heimvorteil in der Best-of-5-Serie zurückgeholt. Das Team lag von Beginn an in Führung, ab dem 2. Vietel auch zweistellig. Connecticut kam nie bedrohlich heran.
Napheesa Collier war Top-Scorerin mit 26 Punkten und beeindruckte mit 11 von 19 verwandelten Würfen. Auf der anderen Seite schwächelte Connecticut von der Dreielinie traf nur 3/20 Versuchen. Marisa Mabrey hätte es bei einer Quaote von 1/10 irgendwann lieber bleiben lassen.

Beide Serien werden am Sonntag fortgesetzt.

MLB, Divisional Series, Best of 5
Ganz viele Leute hoffen ja auf World Series 2024 zwischen den New York Yankees und den Los Angeles Dodgers. Der meiste Star-Appeal, die tollste Promi-Aufmarsch, die größten Medien-Märkte und damit das höchste Rating. Doch vor dem Traum-Finale (für mich wäre es eher Pest gegen Cholera😅) stehen Divisional und Conference Finals an, und da lauern Stolpersteine, auf die ich sehr hoffe.

AMERICAN LEAGUE

19.08: Cleveland Guardians – Detroit Tigers
Die Guardians sind fast unbemerkt (Achtung: Übertreibung) als zweitbestes Team der AL in die Play-offs einbezogen. Sie bestechen durch tolles Pitching, gerade der Bull Pen ist an guten Tagen fast unschlagbar.
Gutes Pitching ist auch die Grundlage des Laufs der Tigers, die in den beiden Wild-Card-Partien bei den Houston Astros nur 3 Runs zuließen. Gerade auf die Starting Pitcher wird es ankommen und hier vor allem auf Tarik Skubal, der in Spiel 2 am Montag auf den Mound treten dürfte.
Ich traue den Tigers eine Überraschung zu
🧠 Tigers.  ❤️Tigers

00:38: New York Yankees – Kansas City Royals
Die große Frage lautet: Kann das tolle Royals-Pitching auch Aaron Judge und Juan Soto einbremsem, die hintereinander an die Platte treten und in der Saison schon viel Unheil beim Gegner angerichtet haben. Das verhalf letztlich den Yankees letztlich zur besten Bilanz der AL. Was für die Royals sprechen könnte. Sie haben mit dem Einzug ins Divisional Final ihr Saisonziel übererfüllt nach dem furchtbaren Jahr 2003. Und das anspruchsvolle New Yorker Publikum, das letztlich mit nichts anderem zufriedenzustellen ist als mit Titel Nummer 28,  könnte unruhig werden wenn es nicht so läuft und ihr Team gar in Rückstand geraten sollte. Dann sind im Yankee Stadium auch schnell Buhs und Pfiffe zu vernehmen. Das Pitching der Yankees hinter Gerrit Cole ist vielleicht der Knackpunkt, wo die Royals angreifen können. Sie brauchen aber mit Sicherheit mehr Extra Base Hits als gegen die Baltimore Orioles.
🧠Yankees   ❤️Royals

NATIONAL LEAGUE

22.08: Philadelphia Phillies – New York Mets
Auf dem Papier haben die Mets keine Chance, aber warum sollten sie diese nicht nutzen. Sie schweben ja auf der Euphorie-Welle und haben mit starken Schlagmännern wie Francisco Lindor und Pete Alonso auch das Rüstzeug, den vermeintlich übermächtigen Phillies und sogar den außerordentlichen Pitchern um Zach Wheeler wehzutun. Andererseits ist die Line Up der Phillies durch die Bank (Play-off-Aufblüher Bryce Harper, Alex Bohm, Kyle Schwarber) für Hits und Homeruns gut, sie haben auch Play-off-Erfahrung und wissen, dass sich das Titelfenster für einige Stars langsam schließt. Das fanatische Publikum in Philadelphia, manchmal nahe der Unfairness, könnte auch einiges ausmachen.
🧠Phillies.  ❤️Mets

02:38: Los Angeles Dodgers – San Diego Padres
Kaum zu fassen, aber Superstar (ich versuche ja, dieses Wort selten zu gebrauchen) Shohei Ohtani bestreitet heute Nacht sein erstes Play-off-spiel. Und damit ist schon die größte Bedrohung für die Padres benannt. Der Japaner trifft die Kugel gut und vor allem weit, und wenn er auf Base ist, wird der gegnerische Pitcher unruhig, weil dann jederzeit eine gestohlene Base droht. Aber auch Mookie Betts und Freddy Freeman haben tolle Werte.
Brauchen die Padres also im südkalifornischem Duell gar nicht anzutreten? Gemach, gemach: Zum einen ist San Diego zurzeit von allen Teams am besten in Form. Sie haben sowohl gutes Pitching als auch gutes Batting. Ein Luis Arraez ist kaum von der Platte zu bekommen und erst recht nicht per Strike out, treibt den gegnerischen Pitch Count in die Höhe. Außerdem haben die Dodgers trotz toller Saison-Bilanzen fast schon ein Play-off-Trauma, verloren etwa letztes Jahr völlig überraschend gegen die Arizona Diamondbacks. Deshalb:
🧠Padres.  ❤️

Was so übrigbleibt

Bayer nur auf Platz 15!

Alarm! So schlecht standen die Münchner seit ewigen Zeiten nicht mehr in einer Tabelle! Und auch nur wegen des guten Torverhältnisses, punktemäßig hat der FCB so wenige wie der 23. Atlético Madrid  nach dem 2. Spieltag der Champions League so wenige Schaue ich näher hin, ist allerdings Hoipfen und Malz noch NICHT verloren, nur halt dieses eine Spiel bei Aston Villa, bei dem der vor dem Tor herumirrende Manuel Neuer überhoben wurde und in seiner Analyse alles der Taktik zuschrieb, die tatsächlich eher Harakiri gleicht denn einer gesicherten Verteidigung. Was am Herumirren dennoch nichts ändert.
Besser steht der BVB da, mämlich auf Platz 1, mit 6 Punkten und 10:1 Toren. Was diese eine Tabelle mit 36 Teams  tatsächlich so interessant machen könnte: Mit Ausnahme der Engländer haben alle sogenannten großen Nationen schon echte Sorgenkinder (Leipzig, Girona, Milan).

Glänzend stehen die deutschen Teams in Europa und Conference League da. Sogar die kriselnden Hoffenheimer gewannen, und Heidenheim feierte in der Conf League im 2. Spiel schon den 2. Sieg. Betrüblich: Nicht einmal ihr eh nichtgroßes Stadion (15 000 Zuschauer) war ausverkauft (12 800).

Alcaraz schlägt Sinner

Dieses Duell wird auf absehbare Zeit die Tennis-Spitze beherrschen (ein droht allerdings eine Sinner-Sperre wg Doping-Affäre). In Peking beharkten sich die beiden im Finale mehr als 3 Stunden lang, ehe Alcaraz im Tiebreak im 3. Satz das auf höchstem Niveau befindliche Match mit 7:3 für sich entschied.

Bei den Frauen ist die an Nummer 1 gesetzte Aryna Sabalenka (Iga Siatek war nicht dabei) im Viertelfinale an Karolina Muchova gescheitert, die wieder mit äußerst variantenreichem Spiel verzückte.Ihre Rückkehr in die Top 10 ist nur eine Frage der Zeit, wenn sie gesund bleibt.

Falcons gewinnen NFL-Thriller

Das Team aus Atlanta gewann ein Offensiv-Spektakel (vor allem in der 1. Halbzeit) gegen die Tampa Bay Buccaneers mit 36:30 in Overtime. Zur Pause führten die Bucs schon 24:17. In der servierte Kirk Cousins seinen 4. Touchdown-Pass auf Kha-Darel Hodge und krönte eine fast makellose Leistung. 509 Yards erwarf er, Franchise-Rekord und Bestleistung eines über 36-Jährigen. Eine Diskussion über die ungerechte Regel, dass nach einem Touchdown in der Overtime der Gegner kein Angriffsrecht mehr hat, wäre mal wieder angebracht.

Es war insgesamt ein fantastisches Spiel, denn Baker Mayfield auf der anderen Quarterback-Seite erwischte einen Sahnetag. Spannend genug war es auch, denn erst mit ablaufender Uhr schaffte Koo mit einem Field Goal aus 51 Yards den Ausgleich für die Falcons. Zuvor hatte de Kicker zweimal danebengeschossen.

Debütspiel mit Hindernissen

Am Donnerstag eröffneten die Bayern den neuen SAP Garden auch für den Basketball. In der EuroLeague gelang ihnen ein spektakuläres 97:89 gegen Real Madrid und entschied dabei das letzte Viertel mit gleich 33:16 für sich. Sportlich lief also alles nach Wunsch, doch es hakte in der Halle. Der Tribünenumbau vom Eishockey zu Basketball verlief nicht nach Wunsch, und plötzlich hatten die Zuschauer auf den teuersten Plätzen schlecht Sicht. Vor dem 4. Viertel machte eine Anzeigentafel samt Shotclock (wie viel Zeit bleibt noch für einen Wurf?) über einem Korb schlapp, es wussten also Bayern-Offense und Real-Verteidigung nur über Umwege Bescheid. Was offenbar den bayern nicht schadete, siehe die 33 Punkte. Ein böser Brief an den Hallen-Eigentümer Red Bull dürfte trotzdem folgen.

 

New York Mets are doing Mets things

Blick über den Teich, MLB

Milwaukee Brewers – NEW YORK METS 2:3 (1:2)

Will sagen: warum einfach (in die Divisional Finals ziehen), wenn es auch kompliziert geht. Denn das gehört zur Corporate Identity der Mets-Franchise, manchmal Happy end, viel öfter unhappy. Noch im August wagte auch der optimistischste Fan nicht, vom Einzug in die Post season zu träumen. Ein grandioser September wendete das Blatt. Als die Qualifikation nach einer veritablen Siegesserie schon fast gesichert schien, nahm das Team sich eine Auszeit; NY benötigte die Nachholspiele bei den Atlanta Braves. Man gewann die erste Partie und verlor die zweite und ersparte sich somit den weiten Weg nach Kalifornien zu den San Diego Padres. Stattdessen der Kurztrip nach Milwaukee, wo die ausgeruhten Brewers warteten. Dort der Sieg in Spiel 1, natürlich Niederlage in Spiel 2.

Anstatt einen Ruhetag am Donnerstag zu genießen wie die anderen Wildcard-Siegerteams 2024, folgt ein nervenaufreibendes und kräftezehrendes Spiel 3 bei den Brewers. 0:2-Rückstand nach 2 Back-to-Back-Homeruns durch Jake Bauers (nicht zu vewechseln mit Jack Bauer) und Sal Frelick, wegen ihrer Schlagstärke wahrhaft nicht bekannt. Nur noch sehr geringe Sieg-Wahrscheinlichkeit (6 Prozent). Im 9. Inning tritt der bis dato sehr blasse Superstar Pete Alonso (bis dato 1 von 9 Hit in der Serie) auf die Platte und drischt einen 3-Run-Homerun über den Zaun. 3:2 und später folgt noch 4:2 nach einem weiteren Single durch Starling Marte. Etwas Stress muss noch sein im unteren 9. Inning, als die Brewers die erste Base besetzen bei nur einem Aus, doch ein grandioses Double Play war der Sieg gesichert, was auch die dauerredenden ESPN-Reporter erst mit Verspätung wahrhabten.

Auf nach Philadelphia, wo ab Samstag die Phillies zu einem Best-of-5-Tanz bitten.

Disclaimer.: Damit war meine Viererwette (ohne Geldeinsatz) auf die siegreichen Teams in den Wild Cards versaut. Ein weiterer äußerst wichtiger Zaunpfahl, kein Geld zu investieren. Am Ende gewinnt dann doch die Bank.