von Münchner Löwe | Feb. 17, 2025 | Allgemein
Dortmund und Bayern im Schongang?
Diese Woche stehen die Rückspiele der Zwischenrunde in den europäischen Fußball-Wettbewerben an. Borussia Dortmund (3:0 bei Sporting Lissabon) und Bayern (2:1 bei Celtic) haben für ihre Heimspiele gute Ausgangspositionen. Al sehen, wie sie es angehen.
Auch Real Madrid geht mit dem Bonus eines 3:2-Auswärtssieges ins Rückspiel gegen Manchester City.
Das Programm im einzelnen. In Klammern: Hinspiel
Dienstag
18:45: AC Mailand – Feyenoord (0:1)
21:00: FC Bayern – Celtic (2:1)
21:00: Atalanta – FC Brügge (1:2)
21:00: Benfica – AS Monaco (1:0)
Mittwoch
18:45: BVB – Sporting (3:0)
21:00: PSG -Stade Brest (3:0)
21:00: Eindhoven – Juventus (1:2)
21:00: Real Madrid – ManCity. (3:2)
Am Donnerstag darauf spielen Europa und Conference League. Der 1. FC Heidenheim hat das Hinspiel in Kopenhagen nach 0:1-Rückstand mit 2:1 gewonnen.
Franzi Preuß bleibt auf Medaillenjagd
Bisher läuft es glänzend für die Deutsche bei der Biathlon WM in Lenzerheide. Nach Bronze in der Mixed-Staffel wurde sie im Sprint Zweite und triumphierte am Sonntag in der Verfolgung, als sie bei 20 Schüssen ohne Fehler blieb und auch in der Loipe gut zrechtkam. Am Dienstag steht das Einzel an, am Donnerstag die Single-Mixed-Staffel und am Wochenende die Staffeln sowie die Massenstarts. So toll es für Preuß läuft, so enttäuschend ist bisher das Abschneiden der deutschen Männer. Johannes Tignes Boe dürfte weiter das Maß aller Dinge sein, den es zu schlagen gilt.
Und sonst?
- Bundesliga: Im Titelrennen ist die größte Spannung raus nach dem glücklich ermauerten 0:0 der Bayern bei Bayer Leverkusen. Am Sonntag erwarten die Münchner Eintracht Frankfurt, das Platz 3 festigte (So., 17:30).
Im Abstiegskampf punktet der VfL Bochum weiter fleißig, jetzt geht es zum VfL Wolfsburg. Etwas für Unfall-Glotzer wird das sogenannte Topspiel am Samstagabend zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Union.
- 2. Bundesliga: Der HSV bleibt eine besondere Wundertüte und der Wundertüten-Liga. Am Freitag wartet das Heimspiel gegen den erstaunlichen 1. FC Kaiselsautern, der Zweite spielt gegen den also den Dritten.
- Internationaler Fußball: In England kommt es zum Schlager zwischen Meister ManCity und dem Tabellenführer FC Liverpool. Bei den Reds ist ein wenig die Leichtigkeit verlorengegangen, aber die Ergebnisse stimmen noch einigermaßen. City geht es in der Meisterschaft nur noch um einen Champions-League-Platz. Sollte das Pep-Team am Mittwoch in der Königsklasse bei scheitern, geht es den Rest der Saison eh nur noch um Schadensbegrenzung.
- Handball: Die HBL ist eng wie noch selten. Derzeit trennen die ersten 6 gerade mal vier Minuspunkte. Nächster Schlager am Sonntag, wenn die Füchse Belin die SG Flensburg-Handewitt erwarten.
Während der Woche internationale Spiel in Champions League und EHF-Cup.
- Basketball: Atempause in Liga und Pokal, denn die nächsten EM-Qualifikationsspiele stehen an. Die deutschen Weltmeister (ohne die NBA-Weltmeister) müssen am Donnerstag in Montenegro und am Sonntag gegen Bulgarien antreten. Zwei Siege – und die Qualifikation wäre perfekt.
- Eishockey: Acht Spiele sind es in der DEL noch im Grunddurchgang. Zurzeit am besten drauf ist RB München. Seitdem dort Don Jackson wieder an der Bande steht, eilen die Roten Bullen von Sieg zu Sieg. Der direkte Play-off-Platz ist damit gesichert, den auch Ingolstadt, Berlin und Mannheim (praktisch) fix buchen können.
- Wintersport: Nicht mal eine Woche nach dem Ende der WM geht es für die Alpinen weiter. Die Frauen bestreiten ab Freitag in Sestriere 2 Riesenslaloms und einen Slalom. Die Männer am Samstag und Sonntag in Crans Montana Abfahrt und Super-G.
Langläufer und Skispringer pausieren hingegen im Hinblick auf die Nordische Ski-WM ab nächster Woche in Trondheim.
- US Sport: Nach der Unterbrechung für All-Star-Wettbewerbe geht es in NBA und NHL ab der Wochenmitte weiter. Knapp zwei Monate sind es noch jeweils bis zu den Play-offs, da kann noch einiges passieren.
- Tennis: Die Südamerika-Serie bei den Männern wird in Rio fortgesetzt. Besonderes Augenmerk gilt natürlich dem brasilianischen Jungstar Joao Fonseca, der gerade in Buenos Aires sein erstes ATP-Turnier gewonnen hat. Alexander Zverev ist an Nummer 1 gesetzt. Außerdem spielen die Männer in Doha (u. a. mit Alcáraz, De Minaur, Djokovic) und die Frauen in Dubai, wo praktisch die gesamte Weltelite am Start ist.
von Münchner Löwe | Feb. 16, 2025 | ski alpin
Alpine Ski-WM in Saalbach, XI
Zum Abschluss das erste Slalom-Gold der Männer für die Schweiz seit 75 (!) Jahren, und Linus Straßer vom TSV 1860 München holt doch noch eine Medaille für Deutschland.
Slalom der Männer
1. Durchgang
Cer vierfache Saisonsieger Clement Noel zog die im Slalom fast immer günstige Nummer 1 und legte gleich eine Zeit hin, an die niemand mehr herankommen sollte. Ihm am nächsten kam noch der Schweizer Loic Meillard, der Rest hatte schon mehr als eine halgbe Sekunde Rückstand: Das Trio Atle Mc Grath, Timon Haugan(beide Norwegen) und Straßer trennten gerade mal 13 Hundertstel. Der Rest mit Manuel Feller an der Spitze (1,26) hatte schon praktisch keine Medaillenchance mehr.
2. Durchgang
Wie immer bei Großereignissen: volle Attacke. Der Österreicher Dominic Raschner knallte als 22. Platzierter (also Startnummer 9) eine Gesamt-Bestzeit hin, die lange Bestand halten sollte, und keiner kam ihm zweiten Durchgang auch nur annähernd an seine Laufbestzeit.Sein Landsmann Manuel Feller übernahm dann vor den letzten fünf Startern die Führung, aber seine Zeit war nicht das Top-Top-Ergebnis. Es begann das deutsche zittern. Linus Straßer hatte einen saehr feinen Lauf, ließ aber wie im ersten Durchgang etwas Zeit liegen. Trotzdem Platz 1, und jetzt begann das Zittern um die Medaille. Timon Haugan, zu fehlerhaft. Atle McGrath, sehr feien Klinge und besser als der Skilöwe. Doch klar un terboten von Loic Meillard, zeitweise auf der ramponierten Piste wie auf Schienen unterwegs.
Vor dem letzten Starter Noel führte der Schweizer vor McGrath und Straßer, es war klar, würde der Franzose einigermaßen runterkommen, bliebe Straßer nur Blech. Fast ein schlechtes Zeichen für den Franzosen: Sein Trainer hatte den Kurs ausgeflaggt. Noel begann zittrig, doch sein Vorsprung hielt bis zur 1. Zwischenzeit, dann nur eine kleine Unachtsamkeit – eingefädelt, Aus, das Los des Slalomfahrers. Des einen Pech war der anderen Glück. Meillard bejubelte sein erstes Einzelgold bei einem Großereignis, McGrath und Straßer über ihre ersten Medaillen. Und Deutschland fährt nicht ohne Edelmatall nach Hause. Die Ski-Nation Schweiz feiert dagegen ihr erstes Slalom-WM-Gold der Männer seit 75 Jahren, man will es kaum glauben.
Ergebnis
Gold: Loic Meillard (SUI) 1:54,02
Silber: Atle McGrath (NOR) +0,26
Bronze: Linus Straßer (GER). 0,56
4. Manuel Feller (AUT) 0,79, 5. Timon Haugan (NOR) 0,89, 6. Dave Ryding (GBR) 1,51, … 13. Henrik Kristoffersen (NOR/TV) 2,08
Die Medaillengewinner
Loic Meillard: Der Schweizer gehört seit gut fünf Jahren zur Weltspitze in Slalom und Riesenslalom, doch ein echter Siegfahrer ist er nicht. Erst vier Weltcuprennen gewann der 28-Jährige und erst einen einzigen Slalom im März 2024. Er kehrt reich medaillenbeschert aus Saalbach zurück mit zweimal Gold (Slalom, Team-Kombi) und Bronze im Riesenslalom
Atle McGrath: Gehört der relativ jungen norwegischen Garde an wie Haugan, Alexander Steen Olsen und Lucas Braathen (jetzt Brasilien). Drei Weltcupsiege berbuchte der Sohn des ehemaligen amerikanischen Skirennfahrers und einer norwegischen Langläuferin.
Linus Straßer: Bisher war es nicht die Saison des „Ski-Löwen“. Vergangenes Jahr hatte er noch die Slalom-Klassiker in Kitz und Schladming gewonnen, bis dato blieb er 2025 ohne Podestplatz, allerdings zeigte er zuletzt aufsteigende Form (Laufbestzeit in Schladming, ehe sein eigener Trainer den 2. Lauf verhunzte mit einem ihm nicht behagenden Kurs). Sein zweites WM-Brone nach Team 2021), bei Olympia 2022 wurde er sogar Zweiter.
Der 32-Jährige ist reiner Slalom-Spezialist, gewann 5 Rennen und wurde vergangene Saison Zweiter hinter Feller im Slalom-Weltcup.
Ski WM – meine Bilanz
Die Schweiz – Triumph beim Erzrivalen
Mit Abstand erfolgreichste Mannschaft war die Schweiz mit letztlich 12 – so viele wie noch nie und das in der Höhle des Österreichischen Löwen (schiefes Bild). Das kam nach der bisherigen Saison wahrlich nicht überraschend. 4 der 5 Männer-Entscheidungen verbuchten die Eidgenossen für sich, ausgerechnet der vermeintlich größte Favorit in einer Disziplin überhaupt (Marco Odermatt im Riesenslalom) gewann nicht. Der musste sich mit einer Goldmedaille im Super-G zufriedengeben, auch weil er freiwillig auf einen Start in der Team-Kombi verzichtete, weil er sich auf den Riesenslalom, blöd gelaufen.
Auch bei den Schweizer Frauen stach nicht jeder Trumpf. Allein die Slalomspezialistin Camille Rast raste zu Gold. Lara Gut-Behrami passten die Strecken nicht, kam am Ende nur zu Team-Kombi-Silber
Österreich – mehr als zufrieden
Sieben Medaillen – darauf hofften bestenfalls unverbesserliche Austria-Optimisten. Doch nach dem verpatzten Team-Mixed (Aus im Viertelfinale) lief es prächtig mit dem unerwarteten Titel für Stephanie Venier im Super-G und Medaillen in allen Speed-Disziplinen. Das i-Tüpfelchen setzte dann Raphael haaser mit dem völlig unerwarteten Triumph im Riesenslalom, nachdem er schon im Super-G geholt hatte – und das nur einen Tag nach dem Kreuzbandriss seiner Schwester Ricarda. Natürlich gab es auch hier Enttäuschte wie Manuel Feller, der ohne Medaille blieb, aber das ist unausweichlich bei einem Großereignis, wo nur die Medaillen zählen, gerade in einer Skination wie Österreich und de Schweiz.
Die DominatorInnen
Den ganz großen, alles überstrahlenden Superstar gab es nicht. Niemand gewann Titel in zwei Einzelrennen. Eifrigster Medaillensammler war Loic Meillard (2 G, 1 B). Zwei Titel holten auch Breezy Johnson (Teamkombi, Abfahrt), Camille Rast (Team-Kombi, Slalom) und Franjo van Allmen (Team-Kombi, Abfahrt). Zwei Einzelmedaillen sicherten sich Federica Brignone (Silber Super-G, Gold Riesenslalom), Loic Meillard (Gold Slalom, Bronze Riesenslalom), Raphael Haaser (Gold RS, Silber Super-G).
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Viele Erwartungen gab es nicht für das dezimierte Team. Pech hatte das Mixed-Team, das früh und reichlich unglücklich an der Schweiz scheiterte. Einen glänzenden Eindruch hinterließ die 21-jährige Emma Aicher mit drei prächtigen Fahrten in Abfahrt, Super-G und Team-Kombi-Abfahrt. Von den zwei Slolom-Trümpfen stach nur Linus Straßer, während Lena Dürr zu zaghaft blieb, Hoffnung macht die noch junge Riesenslalom-Garde der Männer, während es dort im Speed zappenduster aussieht.
Allgemeine Anmerkungen
Es war ein Skifest, das wahrscheinlich nur Österreich so feiern kann. Bestens besuchte Wettbewerbe, gute Stimmung auch genährt durch Austria-Erfolge, die vielleicht ein bisschen zu nationalistisch angehaucht gefeiert wurden.
Die Strecken waren selektiv, aber gerade im Speed nicht wirklich angsteinflößend und kaum Überwindung kostend. Es gab auch nicht die erinnerungswürdige Stelle. Auch spielte die Startnummer eine nicht unerhebliche Rolle.
Auffallend lang waren die Riesenslalom- und Slalomkurse. Auch deshalb waren die Abstände erstaunlich hoch, gerade auch in der Breite. So hatte die Zehnte im Riesenslalom schon 3,89 Sekunden Rückstand auf die Siegerin.
Und sonst?
Mikaela Shiffrin kam nach ihrer Stichverletzung im Bauch rechtzeitig zurück, war aber trotz Team-Kombi-Gold nicht auf der Höhe ihrer Kunst
Für sie in die US-Bresche sprangen Breezy Johnson, deren Abfahrts-Gold bei den Frauen am überraschendsten kam, und die junge Lauren Macuga mit Bronze im Super-G.
Die italienischen Männer blieben ohne Medaille, doch mit Gold für Federica Brignone und das Mixed-Team plus Silber für Brignone im RS werden die Azzurri leben können.
Die so starke Fraktion der norwegischen Techniker erreichten mit Bronze für McGrath das Minimalziel. Dafür sprangen im Super-G die überraschenden Bronze-Gewinner Kasja Eckhoff-Lie und AS Sejersted ein.
Die Grande Nation Frankreich blieb ohne jede Medaile – quelle desastre.
Auch Sara Hector
von Münchner Löwe | Feb. 16, 2025 | Tennis
Als ob die Welt da draußen mit dem Irrsinn im In- und Ausland, den Kriegen und Terroranschlägen nicht schlimm genug wäre, zerfetzte sich auch die vermeintlich so heile Sportwelt, die natürlich nie sehr heile war, in die Bestandteile. Nein, kein Ergebnis regte mich über die Maßen auf, diese Zeiten sind gottlob vorbei: Sondern die Einigung zwschen Jannik Sinner und dem Sportgerichtshof in der Dopingcausa des italienischen Tennisprofis. Das Strafmaß steht jetzt fest: Drei Monate muss Sinner pausieren, ab jetzt bis zum 4. Mai.
Ablasshandel der übelsten Form
Was ist passiert (in aller Kürze): Im März und April 2024 wurde Jannik Sinner positiv auf das verbotene Mittel Clostebo, getestet. Davon erfuhr die überraschte Öffentlichkeit im Juli, also gut 3 Monate danach. Sinner hatte als Begründung angeführt, sein Masseur habe ihn mit einer Salbe kontaminiert, die dieser wegen einer Schnittverletzung genommen hatte. Eine Salbe, auf der in großen Buchstaben „Doping“ steht und besagter Masseur massierte den wertvollen Sinner-Körper ohne Pflaster.
Das glaubte offenbar der Tennis-Weltveband und beließ es bei einer ganz kurzen Sperre (4 Tage, die jetzt tatsächlich angerechnet werden!) plus Geldstrafe und Verlust der Wetranglistenpunkte von Indian Wells, wo der erste positive Test erfolgte). Dagegen legte Weltdoping-Agentur Wada Einspruch beim Sportgerichtshof ein, wo der Fall seit Herbst bis jetzt lag. Unterdessen durfte Sinner sehr erfolgreich Tennis spielen, gewann unter anderem die Grand Slams US Open und Australian Open sowie das ATP Finals und den Daviscup.
Gestern die mit Spannung erwartete Entscheidung, und die besagt: Wada und Sinner haben einen Vergleich geschlossen. Demnach akzeptiert der Italiener eine dreimonatige Sperre, die am 4. Mai abläuft. In dieser Zeit darf er keine Turniere bestreiten und auch nicht in einem Verbandstraining teilnehmen. Im Gegenzug verzichtet die Wada auf weiteres Vorgehen oder gar weitere Strafen.
Ich bin darob gleichermaßen entsetzt wie empört, und dabei habe bzw hatte ich absolut nichts gegen Sinner, wie ich schon oft betonte. Denn das Mindeststrafmaß in vergleichbaren Fällen waren mindestens ein, wenn nicht sogar zwei Jahre. Auch wenn der Sportler keine vorsätzliche Einnahme nachgewiesen werden konnte. Der Grundsatz lautete: Auch das engge Umfeld muss sich der Sportler voll und ganz zurechnen lassen und eben die „Sauberkeit“ seines Körpers. Um eben die findigen Erklärungen, von vornherein abzuschmettern, die erwischte Sportler so haben für ihren dopingverseuchten Körper. Und wer könnte enger bei Sinner sein als sein Masseur.
Jetzt habe ich das Gefühl, dass sich Sinner in einem Ablasshandel der übelsten Form hat freikaufen können. Zumal auch der Zeitraum der Sperre für ihn überaus günstig liegt, die am 4. Mai endet. Er vepasst also nur das Masters-Doppel Indian Wells/Miami und den Anfang der ohnehin von ihm nicht so geliebten Sandplatzsaison. Bei seinem Heimspiel in Rom Mitte Mai darf er ebenso wieder antreten wie in Paris, er verpasst also nicht ein einziges Grand-Slam-Turnier, und nur die sind für Spitzenspieler wirklich von Bedeutung.
Ich hab die Korrespondenz in dieser Causa förmlich vor Augen: Achtung, das ist Fiktion!
WADA: Lieber Jannik. Saubblöd gelaufen, wir müssen Dich (man duzt sich im Sport, d. A.) bestrafen, um uns nicht komplett zum Vollhonk zu machen. Kannst Du uns entgegenkommen?
JS: Porca miseria: Eine Geldstrafe, aber mit großem Bedauern, ich könnte eine 2 Millionen Dollar zahlen und vielleicht noch eine Stiftung für Behinderte unterstützen, das macht sich immer gut. (Anmerkung d. A.: Sinner hat vergangenes Jahr mehr als 10 Millionen Dollar allein an Preisgeld verdient)
WADA: Wir fürchten, eine Sperre muss schon sein. Vielleicht 4 Monate, dann müsstest Du nur auf Paris verzichten.
JS: Kommt nicht in Frage. Aber lass mal überlegen, wie es am besten passt. Wie wäre es moi 3 Monaten, ab Februar. Dann könnte ich in Rom wieder spielen, das würde dem Turnier dort sicher sehr helfen. Schade zwar um Indian Wells und Miami, aber das ist eh nur in diesem blöden Amerika. Und wenn ich richtig rechne, bleibe ich sogar die Nummer 1 der Weltrangliste.
WADA: Gute Idee. Wir können sagen, dass wir mit der ganzen Härte sogar den besten Spieler der Welt sperren, der auf die von ihm heißgeliebten Turniere in Amerika verzichten muss und um seinen Platz in der Weltrangliste bangen muss.
JS: Und ich kann sagen, unter großem Wehklagen der WADA entgegengekommen zu sein. Ich bin mir zwar keinerlei Schuld bewusst, aber ich weiß, dass ich auch für mein Umfeld verantwortlich ist. Lasst uns entsprechende Erklärungen abstimmen.
Soweit, so schlecht. Für mich ist diese lächerliche Drei-Monats-Sperre sogar noch schlimmer als ein kompletter Freispruch. Wenn die WADA und der CAS sagen: Wir glauben Signore Sinner, dass er nichts gewusst hat, und er ist nicht für sein Umfeld verantwortlich, dann könnte ich damit leben und alle Sportler hätten einen Präzendenzfall. So ist der Wada dem CAS das Kunststück gelungen, ein bisschen schwanger zu werden, und alle Welt weiß: Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen, wenn sie nur tricky genug verhandeln mit den teuersten Anwälten, die nur sie sich leisten können. Ähnlich wie das im übrigen schon Ende letzten Jahres im Fall Iga Swiatek lief, die ebenfalls positiv getestet wurde und mit einer (noch) lächerliche(re)n Sperre davonkam.
Jetzt beginnt der Kampf um die Deutungshoheit. Hier das Relativieren, das „ist-doch-nicht-so-schlimm“, dort die Empörung, die hoffentlich nicht nur mich, sondern auch die Kistners und Seppelts dieser Welt packt, für die jeder Radsporter per se ob seiner Leistungen schon suspekt st. Apropos Leistungssteigerung: Dern unglaublichenLeistungssprung, den Sinner gerade letztes Jahr gemacht hat, seine deutlich verbesserten Fitness- und Kraftwerte möchte ich noch anmerken
„Der Fall Sinner stinkt zum Himmel“, schrieb ich im Juli, als die Causa bekannt wurde.
https://blickueberdenteich.de/der-fall-jannik-sinner-stinkt-zum-himmel/Jetzt weiß ich: Zumindest der Tennissport ist mit einer extrem stinkenden Kloake überzogen, die so schnell nicht wegzuwischen ist. Mir ist die Freude an dieser wunderbaren Sportart sehr vergällt.
von Münchner Löwe | Feb. 15, 2025 | Allgemein, ski alpin
Alpine Ski-WM in Saalbach, X
Slalom der Frauen
Der abschließende Wettbewerb bei den Frauen brachte noch mal ein alpenfreundliches Alpin-Ergebnis. Camille Rast und Wendy Holdener fuhren einen Schweizer Doppelerfolg heraus, Katharina Liensberger rettete für Österreich Bronze und gewann die mittlerweile 6. Medaille für Austria.
Das Rennen
1. Durchgang
Schon nach dem 1. Lauf gab es erstaunlich hohe Abstände. Die fast perfekt fahrende Camille Rast legte gleich 58 Hunderstel zwischen sich und der Zweitplatzierten KLiensberger. Einzig Mikaela Shiffrin, sichtlich nicht in avbsoluter Topform, und Holdener blieben als einzige noch innerhalb einer Sekunde. Lena Dürr, wie viele andere in Saalbach mit einer Erkältung kämpfend, verbremste wie die dreimalige Saisonsiegerin Zrinka Ljutic.
2. Durchgang
Würde eine de eher schlechplatziertenprominenten Fahrerinnen eine fulminante Aufholjagd starten? Eher nicht, sie fuhren ähnlich passiv wie in Durchgang aus und hatten mit der Entscheidung nichts zu tun. Adreja Slokar durfte sich als sechstletzte Starterin mit vorläufiger Laufbestzeit Hoffnungen machen, die zerstoben jedoch schon bei Paula Moltzan. Diese widerum wurde von Wendy Holdener abgelöst. Mikaela Shiffrin fuhr noch schwächer, als Shiffrin-Fan traue ich mich so etwas bei ihr kaum zu schreiben und fiel mit der am Ende nur zwölftbesten Laufzeit noch hinter ihre Landsfrau Moltzan zurück. Auch Lienberger ruckte und rüttelte, doch sie rettete mit 2 Hundertstelsekunden Vorsprung die Medaille.
Schon vor der letzten Starterin stand fest, dass der Sieg an die Schweiz gehen würde. Camille Rast im Starthäuschenoder die im Ziel Führende Wendy Holdener. Rast begann extrem stark und verwaltete letztlich sicher ihren Vorsprung auf die erfahrenere Landsfrau, die mal wieder auf dem 2. Platz landete.
Die Medaillengewinnerinnen
Camille Rast gelang diese Saison der Durchbruch, gewann zwei Slaloms und führt die Disziplinenwertung im Weltcup an. Endlich bestätigt sie den Vorschusslorbeer, den sie seit ihrem Juniioren-WM-Titel 2017 hat.
Wendy Holdener: die ewige Zweite, die so oft aufs Podest fuhr, ehe ihr 2023 in Levi der erste Weltcupsieg gelang. 2 Siege stehen zurzeit zu Buche, dazu 19 zweite und 17 dritte Plätze. Immerhin hielt sie sich mit WM-Gold in der Kombination 2017 und 2019 sowie der Mannschaft 2017. Ihre Saalbacher Bilanz: Dreimal Silber (Slalom, Teamkombi und Mannschaft).
Katharina Liensberger ist seit Jahren die beste Slalomfahrerin Österreichs, obwohl sie so manchen Irrweg nahm mit Privattrainer (was 2023 gar nicht klappte. Mit Platz 3 dürfte sie hochzufrieden sein, es ist ihre 5. WM-Medaille, 2021 holte sie gar Slalom-Gold in Cortina. Bei Olympia holte sie mit der Mannschaft Gold und Silber sowie Silber im Slalom 2022 in Peking.
Das Ergebnis
Gold: Camille Rast (SUI) 1:58,00
Silber: Wendy Holdener +0,46
Bronze: Katharina Liensberger (AUT) 1,32
4. Paula Moltzan (USA) 1,34, 5. Mikaela Shiffrin (USA) 1,37, 6Andreja Slokar (SLO) 1,53, 7. Katharina Truppe (AUT) 2,03, 8. Lena Dürr (GER) 2,45
Slalom der Männer, Sonntag, 09:45/13.15 Uhr, ZDF, ORF1, Eurosport1
Favoriten
Im letzten WM-Wettbewerb ist die Zahl der Sieganwärter am größten, auch weil hier eben sehr viel passieren kann und ein Ausscheiden praktisch eingepreist ist. Clement Noel ist mit 4 Saisonsiegen das Maß aller Dinge und könnte die bisher so ernüchternde französische Bilanz retten. Gleiches gilt für Linus Straßer, die letzte deutsche Medaillen-Hoffnung. Von den starken Norwegern sehe ich Timon Haugan als stärksten. Und schließlich Manuel Feller, der das österreichische Hoch mit der 7. Medaille krönen will und sehr gut in Form ist. Wenn er denn das Ziel sieht …
Aussichtsreiche Außenseiter
Der Rest der Norweger, insbesondere Henrik Kristoffersen und Atle McGrath. Nicht zu vergessen der gebürtige Norweger Lucas Pinheiro Braathen, der für das das Geburtsland seiner Mutter Brasilien startet. Die erste WM-Medaille für Südamerika?
Außerdem habe ich Loic Mellard auf der Rechnung, den Schweizer Teamkombi-Weltmeister.
Sehr zu beachten
Albert Popov: ich mag den verwegenen Stil des eher kleingewachsenen Bulgaren (auch deshalb meine Sympathie). Diese Saisond er erste Welcupsieg, 37 Jahre nach dem Triumph seines Landsmannes Petar Popangelov in Lenggries.
Kristofer Jacobssen: Wegen seiner unglaublichen Laufbestzeit in der Teamkombi, als er die gesamte Konkurrenz um mehr als anderthalb Sekunden distanzierte
WM 2023 in Courchevel
- Henrik Kristoffersen (Norwegen)
- AJ Ginnis (Griechenland)
- Alex Vinatzer (Italien)
Henrik Kristoffersen war jahrelang der schärfste Kontrahent von Österreichs Weltcup-Dauersieger Marcel Hirscher. Jetzt fährt er (wie auch Haugan) ein Skiprodukt, an dem Hirscher maßgeblich mitgearbeitet hat.
AJ Ginnis schaffte die erste Wintersport-Medaille für Griechenland überhaupt. Diese Saison konnte er wegen einer Verletzung noch gar nicht starten.
Alx Vinatzer gehört immer noch der erweiterten Weltspitze an, allerdings eher im Riesenslalom
WM 1991 in Saalbach
- Marc Girardelli (Luxemburg)
- Thomas Stangassinger (Österreich)
- Ole Gunnar Furuseth (Norwegen)
Drei ganz große Namen, die hier nur ganz kurz angerissen werden: Marc Girardelli war in den 80ern und 90ern der vielseitigste Skifahrer der Welt, konnte in allen Disziplinen Weltcuprennen gewinnen. Dreimal sicherte er sich den WM-Titel in der Kombination, dazu den Slalom in seinem Geburtsland, das er in den 80ern nach großen Streit mit dem österreichischen Skiverband verließ, woran auch Papa Helmut gehörigen Anteil hatte. Estaunlicherweise ohne Olympiasieg, nur zweimal Silber 1992 im Riesenslalom und Super-G.
Girardelli gewann 46 Weltcuprennen, fünfmal den Gesamtweltcup, dreimal Slalomweltcup, zweimal Abfahrt und einmal RS sowie viermal Kombination.
Thomas Stangassinger gehörte zu den stärksten Fahrern eines starken österreichischen Slalomteams. Sein Höhe´punkt sollte 1994 folgen, als er in Lillehammer Olympiagold im Slalom eroberte.Er gewaann zehn Weltcuprennen (alle im Slalom) und sicherte sich einmal den Slalomweltcup.
Ole Gunnar Furuseth war der erste Norweger in. de alpinen Weltklasse (nochvor Kjetil Andre Aamodt und Lasse Kjus).9 Weltcuprennen gewann er (3 RS, 6 Slalom), zweimal holte er den Riesenslalomweltcup.
Vierter wurde übrigens Alberto Tomba. Das passte zu der lange eher schwachen Bilanz des italienischen Dauersiegers zu dieser Zeit (3-mal Olympiagold). Erst 1996 in der Sierra Nevada sollte Albertone WM-Gold in Slalom und Rieseslalom gewinnen
von Münchner Löwe | Feb. 14, 2025 | Allgemein
Alpine Ski-WM in Saalbach IX
Riesenslalom der Männer
So viel sind also meine Tipps wert … Aber Raphael Haaser hat bei seinem Heimspiel die Gunst der Stunde genutzt. Seine glänzende Form, die er mit seinem Silberim Superritt-G schon zeigte. Und zwei auf ihn wie maßgeschneiderte schnell gesteckte Läufe, vor allem jeweils im unteren Teil, wo er mit perfekten Fahrten den Erfolg ebnete.
Und wer gewettet hätte, dass Marco Odi Odermatt, ohne Medaille bleibt – Respekt oder Hasardeur.
Das Rennen
1. Durchgang
Die Überrasdhcung war, dass Marco Odermatt, nicht nur mein klarer Titel-Favorit, sich nicht an die Spitze setzte, sondern hinter den Zeiten von Loic Meillard und Timon Haugen blieb. Raphael Haaser blieb bis zur Mitte des Rennens eher durchschnittlich, bevor er im Schlussteil aufdrehte und den Rückstand auf erträgliche 62 Hundertstel reduzierte.
2. Durchgang
Die erste Richtzeit setzte der Deutsche Anton Tremmel. Als Neunter gestartet, legte er eine klare Laufbestzeit hin, die auch nachher selbst die Topleute und späteren Medaillengewinner klar verfehlten. Am Ende sprang Rang 12 heraus, ein großartiges, bisher noch ie erreichtes Ergebnis.
Als Erster der Medaillen-Aspiranten startete der nach dem 1. Durchgang Sechste Thomas Tumler. Der 35-jährige Schweizer kämpfte, schwankte zeitweise zwischen den Toren wie ein Ertrinkender, doch setzte er sich erst mal an die Spitze. Unmittelbar danach Raphael Haaser büßte zwar im oberen Teil seinen minimalen Vorsprung von 1 Hunderstel ein, doch ein rasanter Schlussspurt katapultierte ihn auf Platz 1, 23 Hunderstel vor Tumler. Nur große Österreich-Optimisten hofften da auf eine Medaille, von Gold ganz zu schweigen.
Doch danach: Alexander Steen Olsen, patzte, zu weit von den Toren weg und dann auch noch ausgeschieden. Marco Odermatt: eine mit Fehlern durchsetzte Fahrt, die ich so von ihm noch selten gesehen habe, vorläufig Platz 3. Loic Meillard. Oben souverän, doch ab der 2. Zwischenzeit verlor er kontinuierlich Zeit und blieb gar 51 Hundertstel hinter Haaser.
Nur Timon Hauge konnte also den Triumph des Österreichers verhindern. Normalerweise besser im Slalom, und dort hat er schon einige Male als Führender nach dem ersten Durchgang gepatzt. So auch diesmal, obwohl er gerade im oberen Teil seinen Vorsprung hielt. Danach jedoch erging es ihm die den fAhrern zuvor. Permanenter Zeitverlust, lag es vielleicht auch an der nachlassenen Piste? Am Ende gar nur Platz 7 – und keine Medaille für Norwegen.
Das Ergebnis
Gold: Raphael Haaser (AUT) 2:39,71
Silber: Thomas Tumler (SUI) +0,23
Bronze: Loic Meillard (SUI) 0,51
4. Marco Odermatt (SUI) 0,58, 5. Marco Schwarz (AUT) 0,78, 6. Tibaut Favrot (FRA) 0.86, … 12. Anton Grammel (GER) 1,30, 18. Fabian Gratz 1,95
Die Medaillengewinner
Noch nie hat Raphael Haaser ein Weltcup-Rennen gewonnen, ganze viermal erreichte er einen Podestplatz, aber nie im Riesenslalom. Seine Karriere war aber auch von zahlreichen Verletzungen geprägt, auch zum Anfang dieser Saison musste er einige Zeit passen. Warum ihm gerade jetzt der Knopf aufging? „Wenn ich das wüsste, wäre ich schon früher ganz oben gestanen“, befand er.
Hochzufrieden war auch Thomas Tumler, der erst in dieser Saison im reifen Sport-Alter von 35 den Durchbruch an die Weltspitze schaffte und im Dezember sein erstes Weltcuprennen gewann.„Schon mein Weltcup-Sieg war sensationell. Und heute in meinem wichtigsten Rennen der Saison auf dem Podium, sensationell.“
Loic Meillard wiederholte seinen Silber-Coup bei der WM 2023, und doch haderte er ein wenig. „Hier ist es immer gut gelaufen, und heute wieder. Es war ein sehr guter erster Lauf. Im Moment bin ich enttäuscht, es war mehr möglich. Aber nach dem Rennen bin ich sicher zufrieden.“ Kann er auch sein, denn immerhin hat er ja schon WM-Gold in der Team-Kombi gewonnen.
Marco Odermatt blieb letztlich nur Blech, und der beste Skifahrer der Welt war dementsprechend angefressen. „Oben ist es super gegangen, aber vor dem flachen Teil habe ich mit Fehlern zu viel Zeit eingebüßt. Besonders ärgerlich für den Schweizer, dass er extra auf einen Team-Kombi-Start verzichtet hatte, um sich auf den Riesenslalom zu konzentrieren. Jetzt bleibt ihm bei dieser WM nur das Gold im Super-G, für den Ehrgeizling sicher nicht das, was er sich vorgestellt hat.
Slalom der Frauen, Samstag, 09:45/13.00, ZDF, ORF1, Eurosport
Favoritinnen
Da Mikaela Shiffrin am Start ist, müsste die Sache klar sein. Doch zum einen ist sie nach ihrer Verletzung Ende November noch nicht bei hundert Prozent, zum anderen hat sich mit der Kroatin Zrinka Ljutic eine brillante Gegnerin herauskristallisiert, die diese 3 Weltcup-Slaloms teils sehr überlegen gewonnen hat und die Disziplinwertung anführt.
Mindestens medaillenreif
Camilla Rast: Die Schweizerin ist dieses Jahr zur Siegläuferin avanciert
Wendy Holdener: Rasts Landsfrau,mit beeindruckender Konstanz ist sie dieses jahr unterwegs und kann auch ganz vorne enden.
Lena Dürr: Kann alles, ist enorm schnell, nur leider verbremst sie manchmal den zweiten Durchgang
Katarina Liensberger: Österreichs größte (und normalerweise auch einzige) Medaillenhoffnung
Sehr zu beachten
Lara Culturi: Die Albanerin enttäuschte im Riesenslalom als 7. keineswegs und ist im Slalom noch stärker einzuschätzen.
Sara Hector: Mit Wut im Bauch, nachdem sie im Riesenslalom ohne Medaille blieb. Enorm verbessert im Slalom
🇩🇪 👓
Emma Aicher hat in den Speedrennen mehr als eine Talentprobe abgeliefert. Im Slalom ist sie etwa gleich gut einzuschätzen, aber hier scheint die Konkurrenz doch zu groß für einen absoluten Top-Platz.
Startliste (folgt am Abend)
WM 2023 in Courchevel
1. Laurence St. Germain (Kanada)
2. Mikaela Shiffrin (USA)
3. Lena Dürr (Deutschland)
Ohne despektierlich zu sein: Die Kanadierin Laurence St. Germain ist einer der vielen One-Hit-Wonder bei Großereignissen. Vorher und nachher ohne Sieg, ja nicht einmal mit einem Podestplatz. Und doch gönne ich ihr den Titel vom Herzen angesichts der finanziellen Schweirigkeiten ihres Verbandes.
WM 1991 in Saalbach
1. Vreni Schneider (Schweiz)
2. Natasa Bokal (Jugoslawien)
3. Ingrid Salvenmoser (Österreich)
Vreni Schneider, eine de erfolgreichsten Skifahrerinnen aller Zeiten. Von 1987 bis 1994 in technischen Disziplinen kaum zu bezwingen. Sie gewann bei Olympia und Weltmeisterschaften je drei Goldmedaillen und je dreimal in Slalom und Riesenslalom, dazu insgesamt 5 Medaillen.
Bei 55 Weltcuprennen triumphierte sie, nur Mikaela Shiffrin (99), Lindsey Vonn (82) und Annemarie Moser-Pröll (62) haben mehr auf dem Konto.
Dreimal sicherte sie sich zwischen 1988 und 1995 den Gesamtweltcup, sechsmal die kleine Kristallkugel im Slalom und fünfmal im Riesenslalom, wo sie zu Beginn ihrer Karriere sogar besser war.
Sie wurde zur Schweizer Schneesportlerin des 20. Jahrhunderts gewählt, mehr geht nicht in dieser Skination.
Ganz anders Natasa Bokal und Ingrid Salvenmoser, die die Gunst der Stunde nutzten. Bokal gewann immerhin 1 Weltcuprennen (1991), Salvenmoser fuhr je dreimal bei Weltcups aufs Stockerl
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