Darkside in de Moon – ein Sprung zurück in die 70er

Die Ankündigung der mir sehr bekannten Konzertagentur war verlockend wie nichtssagend. Im Münchner Circus-Krone-Bau werde „Darkside in the Moon“ geboten. Mehr war zumindest auf die Schnelle nicht zu eruieren. Ein Revival von Pink Floyd oder gar eine Wiedervereinigung von Roger Waters und David Gilmour, das erschien mir doch sehr unwahrscheinlich.

Und doch: Allein die Ankündigung, diese legendäre Platte werde in irgendeiner Art zur Aufführung kommen, machte mich neugierig genug, damit ich bei besagter Agentur eine Karte orderte und mich am Dienstagabend zum nahegelegenen Circus Krone aufmachte.

Darkside in the Moon – den Älteren und höchstwahrscheinlich auch allen jüngeren Musikliebhabern muss ich nicht viel erklären. Wohl nicht nur in meinem Musik-Kanon eine der Top-10-Platten. Erst auf Vinyl, nachgeordert auf Vinyl, weil die Erste völlig zerkratzt. Auf CD und später auf CD remastert. Mit dem ikonischen Prisma-Cover, das leider nur auf der LP richtig zur Geltung kommt.

Das Publikum war erwartungsgemäß im, sagen wir, gesetzten Alter. Junggebliebene vor allem in den 50ern bis 70ern zumindest auf den Sitzplätzen im Rondell. Und dann standen sie da, die Künstler und Künstlerinnen  eines internationalem Ensembles, aus Frankreich, Italien und dem United Kingdom (wohl nicht Ukraine, wie ich bei der Vorstellung der Bandleaderin zuerst zu hören glaubte).Nach einer (sehr) kurzen Einführung zum Entstehen dieses Werkes spielten sie die Platte, alle Lieder in der Reihenfolge der LP/CD – und zwar in der extended Version, also mir sehr lange vorkommenden (nicht nachgestoppt) Instrumental-Passagen. Herausragend für mich dabei das wunderschöne und doch so traurige „The Great Gig in the Sky“, wo eine helle Frauenstimme wie ein Instrument ohne Text eingesetzt wird. Hier zeigten die beiden Sängerinnen hohe Klasse, und die tolle Akustik tat ihr Übriges. Großartig natürlich (!) auch mein persönlicher Liebling das ineinander übergehende „Brain damage/Eclipse“ zum Ende.
Alles unterlegt mit einer Flut von zum Teil psychedelischen Bildern.

Das allerdings nicht das Ende des Konzert war, das wäre schon arg kurz geworden. Und so folgten als Zugabe die Klassiker „Another Brick in the Wall“ und „Wish You Were Here“ sowie zwei Lieder, die ich nicht erkannt habe (und auch nicht Shazam), Schande über mich !?

Eine Konzertpremiere für mich: Zum ersten Mal schwenkte ich eine Handy-Taschenlampe, so lange ist es offenbar schon her, dass ich ein Rock-Konzert bersuchte, sehr großer Seufzer. Aber nicht nur deshalb: Der Trip ins Ungewisse hat sich sehr gelohnt.

Matchbälle für Indiana und Edmonton

Blick über den Teich, NBA und NHL

 

Zweimal Spiel 4, und zweimal konnte das führende Team zu Hause auf 3:1 stellen. Dementsprechend gut steht es für die Indiana Pacers (vs New York Knicks) und die Edmonton Oilers (Dallas Stars)

 

Indiana Pacers – New Yorlk Knicks 130:121 (3:1)

 

Eine zeitweise wilde Partie, die lange Spitz auf Knopf stand. Im ersten Viertel waren beide Teams unfassbar treffsicher. 42 Punkte schaffte in einem ausgeglichenen Play-off-Spiel, Team-Rekord und überaus untypisch für die als verteidigungslastige Eastern Conference. Aber wenn halt 6/8 Dreier der Pacers fallen, davon alle drei Versuche von Tyrese Haliburton.Die Knicks ihrerseits ließen sich nicht lumpen und hielten glänzend dagegen. Auch deren Dreierquote war mit 50 Prozent (5 von 10) klar überdurchschnittlich.
Im 2. und 3. Abschnitt kühlten beide Teams ab, gerade die Dreierquote sank rapide. Der Vorsprung der Pacers schwankte zwischen 5 und 10 Punkten, eine Parallele zuim gestrigen Match Wolves gegen Thunder. Mitchell Robinson hatte im 3. Viertel einige starke Offensiv-Rebounds (alle 5 in diesem Abschnitt), aber auch seine üblichen Foul-Probleme, weswegen er im Schlussviertel nicht mehr eingesetzt wurde.
Im 4. Viertel setzten sich die Pacers auf bis zu 15 Punkte ab; die Knicks trafen jetzt zwar wieder ihre Dreier, aber das war letztlich zu wenig.

Letztlich entschieden Kleinigkeiten die Partie. So hatte die grundsätzlich sehr solide Knicks-Abwehr wiederholt unerklärliche Aussetzer in der Zulordning, die den Pacers einige leichte Körbe gestattete

 

Bester Mann der Pacers

Tyrese Haliburton: eine all-star-würdige Leistung des Spielmachers. 32 Punkte, 15 Assists und 12 Rebounds lieferte er ab, und er leistete sich keinen einzigen Ballverlust, produzierte aber deren 4 bei New York. Begann perfekt bei den Dreiern (3/3), dieses Level konnte er dann doch nicht halten (2/9), aber das war auch der einzige Makel eines tollen Auftritts.
Glänzend unterstütz wurde er von Pacal Siakam, ein dankbarer Abnehmer seiner Anspiele. 30 Punkt sammelte der Kameruner.

 

Stark trotz der Niederlage

Jalen Brunson: Der Guard rieb sich auf gegen die Pacers-Abwehr, die ihn sehr früh attackerte, manchmal sogar in der eigenen Hälfte. Fand trotzdem immer wieder einen Weg zum Korb und kam letztlich auf 31 Punkte. Allerdings übertrieb er manches Mal das Einzelspiel. Es fehlte den Knicks an einer Alternative für den Ballvortrag.

 

X-Faktoren

Bennedict Mathurin: Bisher in der Serie (und in den gesamten Play-offs!) absolut kein Faktor, schwang er sich zu ungeahnten Taten auf. Am Ende hatte er 20 Punkte auf dem Scoreboard stehen, weil er auch von der Freiwurflinie sehr stark war (10/11). Diese Bank-Alternativen haben die Knicks nicht, die in der Offensive praktisch mit 6 Spielern auskommen mussten.

 

Ausblick

Die Statistik spricht eindeutig für die Pacers. Mehr als 95 Prozent der Teams schafften nach einem 3:1 den Einzug in die nächste Runde (den Titel). Nur 13-mal schaffte der Gegner ein Comeback, zuletzt die Denver Nuggets 2020 in der Bubble von Florida.
Doch die Knicks sollte niemand abschreiben, sie sind ein Meister der Comeback-Siege. Sehr hilfreich wäre es natürlich, wenn die 2. Garde (Miles McBride, Landry Shamet) mal in die Gänge käme wie gerade Mathurin.

 

Ansetzungen

Do., 02:30: Oklahoma City Thunder – Minnesota Timberwolves (3:1)
Fr., 02:00: New York Knicks – Indiana Pacers (1:3)

 

Edmonton Oilers – Dallas Stars 4:1 (2:1)

 

Es bleibt dabei: Das Tor der Oilers ist nach dem Treffer-Gewitter im dritten Drittel der ersten Partie wie vernagelt. Wieder kassierte der glänzende Goalie Scottie Skinner nur ein Tor. Jason Roertson bezwang in im 2. Drittel zum 1:1 in Übverzahl und egalisierte die Führung der Oilers.
Diese hatte Leon Draisaitl ebenfalls im Powerplay erzielt und zwar aus seiner Lieblings-Position rechts außen aus vermeintlich spitzem Winkel. Noch im 2. Drittel nutzte Corey Perry ein weiteres Überzahl nach sehenswerter Kombination zur erneuten Oilers-Führung.

Im Schlussabschnitt hatten die Stars im Schlussabschnitt nichts mehr zuzusetzen. Nur noch 4 Schüsse fabrizierten sie. Am Ende sorgten Kasperi Kapanen und Adam Henrique mit zwei Schüssen ins leere Tor für ein letztlich zu hohes Ergebnis für die Kanadier.

 

Draisaitls Watch

Der Sturmführer der 2. Linie besserte sein Play-off-Konto um ein Tor und einen Assist (zum 3:1) auf. Wieder stand der Kölner mehr als 20 Minuten auf dem Eis und leistete wertvolle Defensivarbeit.

 

Meine Finnen

Ausgerechnet Kasperi Kapanen erzielte den einzigen Suomi-Treffer. Ausgerechnet weil er der einzige Finne im Oilers-Dress ist, während gleich 5 Landsleute bei den Stars spielen (Roope Hintz war auch wieder dabei). Bei denen hatte einzig Mikael Granlund einen Assist.

 

Ausblick

In der NHL sind Comebacks nach 1:3 nicht ganz so selten. Doch die offensiv so mauen Vorstellungen der Stars machen den Texanern wenig Hoffnung auf eine Wende. Gut möglich, dass Endmonton schon in der 5. Partie in Dallas den Sack zumacht.

 

Ansetzungen

Do., 02:00: Carolina Hurricanes – Florida Panthers (1:3)
Fr., 02:00: Dallas Stars – Edmonton Oilers (1:3)

 

 

 

Das war die Woche, die war

Stuttgart rettet mit Pokalsieg die Saison

 

Ende gut, fast alles gut, werden sie im Ländle sagen. Der neutrale Fußballfreund dagegen wird sich fragen, was passiert wäre, wenn denn der Arminen-Schuss nicht an die Querlatte gedonnert wäre, sondern ins Tor und zur Führung der Bielefelder.
Danach konterten die Stuttgarter die Arminia genauso gnadenlos wie gekonnt aus. Beim Stand von 4:0 musste man schon das Schlimmste für den Zweitliga-Aufseiger befürchten, als zwei schnelle Treffer in der Endphase zum einen das Ergebnis verschönten und zum anderen die Schwaben noch mal gehörig ins Schwitzen brachten.
Übrig bleibentrotz der Niederlage euphorische Arminen-Anhänger, die ihr „Once-in-the-Lifetime“-Finale in der Hauptstadt feierten, wobei es offenbar weitestgehend friedlich bleibt.
Erschreckend allerdings die chaotischen Zustände am Einlass, wo die Fans mehr als 2 Stunden warten mussten und zum Teil den Anpfiff (und die tolle Show davor) versäumten. Eine organisatorische Panne ersten Grades, die Gott sei Dank nicht in einer Katastrophe endete. Hier sind DFB und Veranstalter und Stadt gefragt, das minutiös aufzuarbeiten. Immerhin will sichu Berlin für Olympia bewerben.

 

Anachronismus bleibt Anachronismus

 

Jeder Formel-1-Fan und -Experte weiß: Die Königsklasse des Motorsports hat in Monte Carlo nichts mehr zu suchen. Sie ist dem engen Stadtkurs entwachsen. Und doch: Der Formel-1-Kalender ist ohne den Abstecher ins Fürstentum schlicht undenkbar. Hier ist der Glamour echt und auch sichtbar (im Gegensatz zum Beispiel von Las Vegas).
Nur das Rennen stört, könnte ich frei nach Udo Lattek über den Kölner Fußball im Kölner Stadion lästern. Überholen ist schlicht und ergreifend nicht möglich. Die brillante Idee der Veranstalter, dass das Rennen durch zwei obligatorische Boxenstopps aufgehübscht und spannender gemacht werden könnte, erwies sich als Rohkrepierer, wie hinterher viele Fahrer recht unverhohlen kundtaten. Im Gegenteil: Es wurde noch schlimmer, weil manche Fahrer mit Absicht langsam fuhren, damit der Teamkollege durch den Boxenstopp besser dran sein könnte.
Im Rennen ohne gelungenes Überholmanöver siegte Lando Norris im McLaren vor Charles LeClerc (Ferrari) und Oscar Piasti (ebenfalls McLaren), der seine WM-Führung verteidigte. Weltmeister Max Verstappen zeigte die Absurdidät der neuen Regelung und bog erst in der vorletzten Runde zu seinem 2. Boxenstopp ab. Als wolle er alle, die diese großartige Boxenidee hatten und durchsetzten,  verhöhnen und Norris nicht mehrere Führungsrunden zum Sieg gönnen

 

Meister-Jubel in Neapel und Graz

 

Erst am letzten Spieltag wurden die Meisterschaften in Italien und Österreich entschieden. Während Napoli mit dem ungefährdeten 2:0 früh alles klar machte im Fernduelle mit Inter, musste Sturm Graz bis zur letzten Sekunde zittern in einem außergewöhnlichen Herzschlagfinale. Am Ende reichte Sturm ein 1:1 gegen den Wolfsberger AC zur Titelverteidigung. Hätten die Steirer verloren, wären sie auf Platz 3 abgestürzt und der WAC Meister geworden. Am Ende trennten die ersten 4 lediglich 3 Punkte, da schaut der deutsche Fan sehr neidisch hin (sofern er den österreichischen Fußball denn überhaupt wahrnimmt).

 

Djokovic im Club der Hunderter

 

Ehre, wem Ehre gebührt. Der (von mir nicht geliebte) Serbe Novak Djokovic feierte in Genf seinen 100. Turniersieg. Es wird ihm egal sein, dass dieses Turnier nicht das Schillerndste seiner großen Sammlung ist – eher im Gegenteil. Aber nachdem ihm Jakob Mensik in Miami den Titel im Finale wegschnappte und er danach kein Match mehr gewann, dürfte der Erfolg Balsam für die geschundene Seele sein. Im Finale siegte er in drei Sätzen hartumkämpfen gegen Hubert Hurcacz, nicht gerade als Sandmann bekannt.
Und schon gibt es einige Experten, die ihm für die French Open viel zutrauen. Im vergangenem Jahr musste er im Viertelfinale kampflos aufgeben.

 

Schweizer Märchen ohne Happy End

 

Was war das für eine fantastische Eishockey-WM der Eidgenossen. Nach de Auftaktniederlage gegen Tschechien übefuhren die Schweizer die Konkurrenz, beendeten in der K.o.Runde die ebenfalls wundersamen Erfolgsreisen erst gegen Österreich, dann gegen die unglaublichen Dänen, die ihrerseits Rekordweltmeister Kanada eliminiert hatten.
Doch im Finale war Schluss mit der Herrlichkeit gegen die USA. Die hatten sich für ihr erstes WM-Finale seit 1960 (!) qualifiziert und waren letztlich das glücklichere Team. Nach torlosen 60 Minuten entschied die Verlängerung und das reichlich unwüdige 3 vs 3, das mit normalen Eishockey in etwa so viel zu tun hat wie Hallenfußball mit Fußball. Tage Thompson erzielte letztlich den entscheidnnden Treffer nach 2:02 Minuten in der Overtime. Insgesamt sicher nicht unverdient und doch so traurig für die Schweizer, die jetzt 4 WM-Finalis in den vergangenen 12 Jahren verloren haben.

 

Und sonst?

  • Relegation: Im „Dorfico“, wie die Relegation zwischen Heidenheim und Elversberg spöttisch wie letztlich zutreffend genannt wurde, setzte sich der Bundesliga-16. von de Ostalb durch. Dramatischer hätte es nicht sein können, denn der Siegtreffer fiel erst in der letzten Minute der Nachspielzeit. Es waren dem Vernehmen nach zwei höchst vergnügliche und unterhaltsame Fußball-Spiele.
  • England: Am letzten Spieltag ging es „nur“ noch um die 3 verbliebenen Champions-League-Plätze nach Meister Liverpool und dem Zweiten FC Arsenal. Die höchst profitablen Tickets sicherten sich Manchester City, Newastle United und der FC Chelsea. Aston Villa vergab alle Chancen mit einer desaströsen Vorstellung bei Manchester United, darf sich aber mit einem Europa-League-Platz trösten. Nottingham Forest bleibt schließlich nur die Conferece League, aber wär hätte das dem Team vor der Saison zugetraut?
  • Handball: Die SG Flensburg-Handewitt sicherte sich die European League, den zweitwichtigsten internationalen Wettbewerb. Im Finale in Hamburg gewannen die Norddeutschen souverän gegen Montpellier, nachdem sie im Halbfinale gegen die MT Melsungen eine Verlängerung gebraucht hatten

 

Thunder machen Riesenschritte Richtung Finale

Blick über den Teich, NBA und NHL

 

Was für ein grandioses Basketballspiel haben die Timberwolves und Thunder gestern Nacht abfgeliefert. Am Ende hatten die Thunder das bessere Ende für sich. Und die Carolina Hurricanes  holen die NHL-Serie gegen die Florida Panthers noch mal nach Raleigh.

 

Minnesota Timberwolves – Oklahoma City Thunder 126:128 (1:3)

 

Ein echter Nailbiter, eine Partie Spitz auf Knopf. Und irgendwie ein Spiel zwischen dem Hasen (Wolves/schräges Bild) und den Thunder. Denn fast die gesamte Partie lagen die Gäste knapp vorn, aber eben immer vorn. Sie konnten sich ihrerseits zwar nicht absetzen, gerieten aber nicht ein einziges Mal in Rückstand. So blöd es klingt: Trotz der hohen Punktezahl machten beide Verteidigungen einen großartigen Job. Erwähnt sei hier stellvertretend Lou Dort von OKC, der wie eine Wand stand, bis er in Foulprobleme geriet.

So viele Geschichten

– Zum einen der Vergleich der jeweiligen Top 2: Hier das OKC-Duo infernale Gilgeous-Alexander/Jalen Williams, das 40 respektive 34 Punkte auflegte. Dort die sehr blassen Edwards/vor allem: Randle mit 16/5 (!)Zählern.
– Dafür glänzte die überragende Wolves-Bank, die satte 64 Punkte sammelte, also mehr als die Starting Five.
– Oder die unglaublich anmutende Zahl von Offensiv-Rebounds: Beide Teams hatten am Ende 19-mal am offensiven Brett den Ball erobert. OCK schaffte gar das seltene Kunststück und sammelte mehr Offensiv- als Defensiv-Rebounds.

Am Ende siegten wie im Märchen die Igel. Mit einer wie so oft in der Schlussphase unbefriedigenden Freiwurf-Show (die einen foulen, um die Uhr anzuhalten, die anderen foulen, um Dreier zu verhindern. dass es dann noch etwas Streit um noch zu spielende Zeit gegeben hat, hat dieses fulminante Spiel nicht verdient.

 

Beste Spieler der Sieger

Shai Gilgeous-Alexander: Wahrscheinlich das beste Play-off-Spiel in der noch jungen Karriere des Kanadiers, auf jeden Fall das beste in einer engen Partie. 40 Punkte sammelte er und gab 10 Assists und 9 Rebounds. Er behielt in der Schlussphase an der Freiwurflinie die Nerven, versenkte 7 von 8 Versuchen (der eine Fehlversuch hätte sich allerdings fast gerächt).
Nicht viel schlechter Jalen Williams 34 Punkte. Gerade im Schlussabschnitt raubte er den Wolves-Spielern und -Fans mit unglaublichen Treffern  trotz Bedrängnis den letzten Nerv.

 

Stark beim Verlierer

Dass Bank-Duo Nickell Alexander Walker (23 Punkte), Donte DiVicenzo (21). Die beiden waren vor allem mit ihren Distanzwürfen sehr effizient (jeweils 5 von 8). Bester der Starting Five war übrigens Jaden McDaniels 22 Punkten und aufoperungsvoller  Abwehrarbeit.

 

X-Faktoren

Positiv: Chet Holmgren war die ideale Ergänzung zu SGA/J. Williams. Nicht nur wegen seiner 21 Zähler, sondern vor allem auch wegen seiner Defense (3 Blocks, 1 Steal).
Negativ: Julian Randle: ein fast unwürdiger Auftritt: Nur 5 Punkte (1/7 Trefferquote), dafür gleich 5 Ballverluste. Nicht viel besser war Anthony Edwards, der nur einen seiner 7 Dreier versenkte. „What if“, werden sie in Minnesota denken.

 

Zahlereien

21 Ballverluste leisteten sich die Wolves, „nur“ . Oft rannte ein Spieler blind in die OKC-Abwehr und fand dann keinen Weg mehr heraus.
Weniger als 80 Prozent der Freiwürfe landeten im Ziel, auf beiden Seiten: ein unterdurchschnittlicher Wert.

 

🇩🇪 👓

Isaiah Hartenstein spielte nur eine untergeordnete Rolle, kam in der Crunchtime gar nicht mehr zum Einsatz. Immerhin 7 Rebounds schnappte er, davon 4 am offensiven Brett.

 

Ausblick

Jetzt spricht fast alles für OKC. Den Wolves bleibt nur die Hoffnung, dass sich Edwards und Randall erheblich steigern (und die Bank ihre Top-Form behält). Aber normalerweise ist es unmöglich, diese starken Thunder dreimal hintereinander zu bezwingen und das auch noch zweimal in deren Halle.

 

Ansetzungen

Mi., 02:00: Indiana Pacers – New York Knicks (2:1)
Do., 02:30: Oklahoma City Thunder – Minnesota Timberwolves (3:1)

 

Florida Panthers – Carolina Hurricanes 0:3 (3:1)

 

Das letztlich klare Ergebnis täuscht. 58 Minuten lang war es eine ausgeglichene Partie, ehe zwei Treffer ins leere Panthers-Tor zu Gunsten der Gäste entschieden. Die Hurricanes hatten sich einiges vorgenommen, wollten nicht ohne Sieg aus der Serie ausscheiden. Nur 20 Schüsse ließ die extrem konzentrierte und disziplinierte Defense in den 60 Minuten zu, ein sehr niedriger Wert gegen so starke Sturmreihen, wie sie die Pantehers haben. Und was aufs Tor kam, wurde zur Beute von Frederik Andersen, der damit einen Shutout verbuchte.

Auf der anderen Seite bezwang Logan Stankoven im 2. Drittel mit einem fulminanten Schuss ins Kreuzeck den wieder formidablen Sergej Bobrowski. Der Finne Sebastian Aho und Jordan Staal legte in der Schlussphase nach, als der Russe das Tor zu Gunsten eines 6. Spielers verlassen hatte.

 

Ausblick

Noch haben die Panthers 3 Matchbälle. Doch der 4. Sieg ist in einer NHL-Serie oft der schwierigste. Andererseits wurde halt erst einmal ein 0:3-Rückstand komplett gedreht, und das war 1942, wer erinnert sich daran nicht in Deutschland …

 

Ansetzungen

Mi., 02:00: Edmonton Oilers – Dallas Stars (2:1)
Do., 02:00: Carolina Hurricanes – Florida Panters (3:1)

 

Das wird die Woche, die wird

Champions-League-Finale, French OIpen und Abschluss des Giros, das sind die internationalen Höhepunkte.

 

Kampf um Europas Krone

 

Koan Finale dahoam für den FC Bayern, aber auf die Fans wartet mit Paris St. Germain vs Inter Mailand  eine durchaus spannende Partie ind der Münchner WM-Arena. Inter wat sich in der K.-o.-Runde als sehr resistent gezeigt. Unitalienisch gar nicht so abwehrstark, dafür mit viel Leidenschaft und sehr guten Angreifern. PSG ist der England-Schreck, hat  nach der durchwachsenen Vorrunde in der K.-o.-Phase nacheinander den FC Liverpool, Asoton Villa und uletzt den FC Arsenal eliminiert. Kaum ist ein echter Superstar mehr da (mit Grauen erinnert sei an die Troika Messi, Neymar und Mbappé blüht der Fußball auf wie der Pariser Frühling. Als frischgebackener Double-Gewinner auch mit deutlich mehr Selbstvertrauen als Inter, das am Freitag den Scudetto an die SSC Neapel verlor.

Ich sehe leichte Vorteile für PSG, ihr beim Torwart Donnarumma ist zurzeit vielleicht der beste der Welt, dazu tolle französische junge Spiueler wie Doué und Demélé, ja genau der Dembéßeund schießlich noch georgische Zauberer Kvarashkelia.

 

Quasi als Vorspeise bekommt der Fußball-Fan am Mittwoch das Conference-League-Finale serviert. In Breslau treffen der FC Chelsea und Real Betis Sevilla aufeinander. Die Londoner sind durch den Wettbewerb gecruist ohne jede Schwierigkeiten, Betis konnte im Halbfinale die Fiorentina ausschalten. Egal, wer gewinnt, ich tippe auf Chelsea: Den Titel wird das Team nicht verteidigen. Chelsea spielt nächstes Jahr Chmapions League, Betis in de Europa League.

 

Sabalenka und Alcáraz die Favoriten

 

Seit Sonntag laufen die French Open, das zweite Grand-Slam-turnier des Jahres. Klarer Favorit bei den Männern ist der Titelverteidiger: Carlos Alcáraz hat die beiden Masters-Turniere in Monte Carlo und Rom gewonnen (zus Hause in Madrid musste er verletzungsbedingt passen). Er zeigt das abwechslungsreichste Tennis und hat auch den absoluten Siegeswillen.
Stark zu beachten ist auch Jannik Sinner, der in Australien gewann. Seine dreimonatige Doping-Pause hat ihm offenbar nicht geschadet, schon beim ersten Auftritt in Rom zeigte er sehr gutes Sandplatztennis. Ein Finale zwischen den beiden in zwei Wochen würde mich (und einen Großteil der Experten) nicht überraschen.
Hinter diesen „Großen Zwei“ wird es schon sehr viel unübersichtlicher. Lorenzo Musetti hat eine sehr gute Sandplatz-Saison hinter sich, auch wenn er keinen Titel holte. Christian Ruud, immerhin schon zweimal im Pariser Finale, hat in Madrid sein erstes Masters-Turnier gewonnen.
Und dann sind da noch zwei große unbekannte. Alexander Zverev hat trotz des Triumphes in München eine äußerst durchwachsene Sand-Saison hinter sich, mit sehr vielen unnögtigen Niederlagen. Andererseits liegt ihm Paris, wo er letztes Jahr im Finale stand und recht unglücklich verlor. 2022 hatte er bei seinem großen Halbfinal-Kampf gegen Rafael Nadal viel Pech, als er sich alle Bänder im rechten Fuß riss
Schließlich die Frage: Was macht Novak Djokovic. Am Samstag feierte er in Genf seinen 100. Turniersieg auf der ATP-Tour. Allerdings waren es die ersten Siege auf Sand in diesem Jahr überhaupt und die Gegner überschaubar, nichts für ungut Hubert Hurcacz.

Bei den Frauen scheint die Sache noch klarer: Hohe Favoritin ist die Weißrussin Aryna Sabalenka, die sich überspituzt gesagt, nur selbst schlagen kann. Ihe Hauptkonkurrentin dürfte Coco Gauff werden, die ihr zuletzt in Rom einen großen Final-Kampf lieferte. Titelverteidigerin Iga Swiatek hat ein grauenhaftes Jahr für ihre Verhältnisse, allerdings ist Paris „ihr“ Turnier, das sie bereits viermal gewann. Ein großes Fragezeichen setze ich hinter Australian-Open-Gewinnerin Madison Keys und zwar nicht nur deshalb, weil ihr der Sand so gar nicht liegt.

 

Roglic schon chancenlos?

 

Nach dem heutigen Ruhetag beginnt die letzte und entscheidende Woche des Giro d´Italia. Der von vielen als Favorit auserkorene Primoz Roglic hat seine Chancen wahrscheinlich schon vertan, einerseits durch Sturzpch, anderseits fehlt ihm offenbar auch die Form, denn schon an mittelschweren Bergen musste er abreißen lassen. Als Zehnter der Gesamtwertung hat er bereits fast vier Minuten Rückstand auf den Führenden Isaac del Toro. Der Mexikaner ist die große Überraschung, ob er allerdings das Rosa Trikot über die Alpen und Dolomiten samt höllisch schweren Bergprügungen bis ins Ziel bringt, ist die große Frage, zumal die Spitze noch recht eng beieinander liegt. Simon Yates (+1:20 Minuten), Juan Ayuso (1:26) und auch Richard Carapaz (2:06) sehe ich mindestens auf gleicher Höhe.

Und sonst?

  • Relegation: Im „Dorfico“, wie die Relegation zwischen Heidenheim und Elversberg spöttisch wie letztlich zutreffend genannt wird, geht es heute im Elversberger Rückjspiel um den letzten Bundesliga-Platz. Das Hinspiel in Heidenheim endete 2:2, fast glücklich für die Gastgeber, die schon mit 0:2 zurücklagen.
    Klarer scheint die Sache am Dienstag eine Klasse drunter: Alles spricht für Eintracht Braunschweig, das beim 1. FC Saarbrücken mit 2:0 gewann
  • Handball: „Endspiel“ um die deutsche Meisterschaft. Am Donnerstag empfängt Tabellenführer Füchse Berlin den punktgleichen Zweiten MT Melsungen. Die Füchse haben das klar bessere Torverhältnis, nach Lage der Dinge muss die MT gewinnen. Zumal nur einene Zähler dahinter Titelverteidiger SC Magdeburg lauert.So eine Spannung und Ausgeglichenheit würde ich mir mal für die Fußball-Bundesliga wünschen – und zwar nicht nur im Kampf um Platz 4 …
  • Basketball: Der FC Bayern und Ulm haben soubverän das Halbfinale der BBL erreicht. Dort warten sie auf ihre Gegner, die Chemnitz/Heidelberg und Braunschweig/Würzburg ermitteln.
  • Leichtathletik: Am Wochenende findet in Götzis/Vorarlberg das traditionelle Mehrkampfmeeting statt. Nur Siebenkämpferinnen und Zehnkämpfer, das ist der Reiz, der Veranstaltung, die ihr 50-jähriges Jubiläum feiert. . Die Besetzung ist wie immer exquisit. Genannt haben unter anderem die beiden Kanadier Damiean Warner (Olympiasieger 2022) und Pierre Lepage (Weltmeister 2023). Katarina Thompson-Johnson zweimalige Weltmeisterin und die Amerikanerin Anna Hall kämpfen um den Sieg.Der deutsche Rekordhalter und Silbermedaillengewinner von 24 Leo Neugebauer ist ebenso dabei wie der Schweizer Rekordhalter Simon Ehammer.  Das schmucke Mösle-Stadion ist ausverkauft, der ORF wird übertragen.
  • Formel 1: Zum Abschluss des Europa-triples findet der Große Preis von Katalonien in Barcelona statt. Eine der wichtigsten Teststrecken und deshalb allen wohlbekannt. McLaren hat das schnellste Auteo, Max Verstappen im Red Bull ist wohl der beste Fahrer. Überholen ist wohl einfacher als in Monaco, aber immer heikel.