Deutsche Fußballfrauen beamen uns zurück in die 80er-Jahre

Die Viertelfinali der Fußball-EM der Frauen sind gespielt, mit zum Teil bemerkenswerten Partien mit allem, was diese Sportart so faszinierend und (je nach Ansicht) wunderbar oder grauenhaft macht.

 

Ein Sieg der Leidenschaft und des Herzblutes

 

Ein Kapitel für sich schrieb die Partie Deutschland gegen Frankreich, die uns in längst vergangen geglaubte Zeiten zurückbrachte. Schon die Vorzeichen waren klar: Hier ein teilweise begeistendes Team von les Bleues, dort eine Mannschaft, die nach einem mehr als ernüchternden 1:4 in der Vorrunde gegen Schweden die Wunden leckte. Und spätestens nach dem vorsätzlichem Haareziehen von Kathrin Hendrich gegen eine französische Spielerin samt Rot und (recht glücklich) verwandeltem Elfmeter in der 13. Minute schienen alle Messen doch gesungen. Wer jetzt übrigens meint, Haareziehen sei typisch Frau, den verweise ich gerne auf eine Szene von vor einer Woche, als im Finale der Club-WM Joao Neves (PSG) Chelsea-Spieler Marc Cucuralla das gleiche Delikt beging. https://www.ran.de/sports/fussball/klub-wm/videos/fifa-klub-wm-cucurella-im-fokus-neves-sieht-rot-nach-haare-ziehen
Was dem langhaarigen Spanier nicht zum ersten Mal passierte.

Deutsche und Aufgeben?, denktste! Denn sie besannen sich wie zu besten Zeiten   auf die deutschen Tugenden (die Dauer-Motzki Matthias Sammer schon vergessen glaubt) und lieferten einen tollen Kampf bis über die Schmerzgrenze hinaus. Eine schöne Ecken-Variante brachte das 1:1 durch Sjoeke Nüsken, und die Verteidigung wehrte alle Angriffe der Französinnen mit riesigem Herzen ab. Wobei es ihnen die bemerkenswert einfallslosen Gegnerinnen auch recht einfach machten. Glück kam hinzu bei zwei Abseitstreffern der Equipe tricolore (eines davon haarscharf). Auf der anderen Seite scheiterte Nüsken mit einem ganz schwachen Elfmeter und prolongierte die Serie von absurd schwachen Versuchen vom Punkte bei diesem Turnier.

Also Verlängerung, immer noch 10 gegen 11. Die gefährlichste Szene der Französinnen entschärfte die deutsche Schlussfrau Ann-Katrin Berger mit einer Monsterparade, als sie eine veunglückte Kopfball-Abwehr von Janina Minge von der Linie kratzte: sicher der beste Save des Turniers und vielleicht einer der besten in der EM-Geschichte (Männlein und Weiblein).

https://www.sportschau.de/fussball/frauen-em/weltklasse-parade-berger-verhindert-dfb-rueckstand,fussball-frauen-em-berger-parade-100.html

Mit etwas Glück (eine Französin traf in der Schlussminute der Verlängerung nur die Oberkante der Querlatte, an die Berger den Ball guckte) retteten sich die Deutschinnen ins Elfmeterschießen, und dort avancierte Berger endgültig zur Matchwinnerin. Nicht nur hielt sie 2 Versuche, sondern sie traf auch selbst vom Punkt, als sie selbstbewusst als 5. Schützin antrat und eiskalt verwandelte. Offen bleibt nur, ob ihr die auf einer Trinkflasche aufgemalten Hinweise halfen (Wer dachte da nicht an Jens Lehmanns Zettel 2006 gegen Argentinien, der im Fußball-Museum ausgestellt ist). Und wie es sich für ein deutsches Team im Elfmeterschießen gehört, waren die Schützinnen fast unfehlbar. Sechs verwandelten souverän, nur die extra dafür eingewechslte Sara Däbritz wollte es zu gut machen und zielte etwas zu hoch. Die französische Torhüterin jedenfalls berührte keinen Ball (außer, wenn sie ihn aus dem Tornetz holte).

So viele Parallelen zu den 1980ern und vor allem zur Nacht von Sevilla 1982, als die deutschen Männer sich gegen eine vermeintlich übermächtige Equipe Tricolore durchsetzten. Wieder diese unfassbare Leidenschaft, eine glänzenden Torfrau (die allerdings nicht der Gegnerin die Zähne ausschlug wie einst Toni Schumacher Patrick Battiston. Wobei: Haareziehen ist auch nicht die feine Art).

Apropos Haareziehen: Ich hatte riesiges Vegnügen in einem anderen Blog die Partie zu verfolgen, wo alle denkbaren und undenkbaren Haarwortspiele gemacht wurden. Mir persönlich fiel sofort „Asterix der Gallier“ ein, als der gefangenengenommene Miraculix den Römern statt des Zaubertranks ein Haarwuchsmittel braute (samt tausend Sprüchen über Haare).

Zurück zum Spocht: Die Deutschinnen treffen am Mittwoch auf den klaren Favoriten Spanien. Tags zuvor duellieren sich England und Italien

 

Elfmeterschießen aus Absurdistan

 

Und damit bin ich bei der 2. bemerkenswerten Viertelfinal-Partie, genauer gesagt, dem Elfmeterschießen zwischen England und Schweden, das nach dem 2:2 nach Verlängerung (die Schwedinnen hatten schon 2:0 geführt) nötig wurde. Ich kann es nicht anders sagen: Ein schlimmeres Duell vom Punkt habe ich noch nie gesehen. Nicht nur, dass nur 5 von insgesamt 14 Schüssen erfolgreich waren, sondern viel mehr die (Entschuldigung!) mehr als dilettantische Art, wie zahlreiche Versuche derart schwach in die Hände der gegnerischen Torfrau geschoben wurde, kaum dass der Ball die Torlinie erreicht hätte, ließ mich mehr und mehr staunend und (ich gebe es zu) laut lachend zurück. Zur tragischen Heldin avancierte die schwedische Torfrau Jennifer Falk: Die hielt zwar vier Elfer, versagte aber selbst vom Punkt, als sie den Ball bei ihrem Versuch, der das Match zu Gunsten Sverige entschieden hätte) weit übers Tor drosch.

Am Ende durften also die Engländerinnen jubeln trotz ihrer England-typischen 4 Fehlversuche im Elferschießen.

 

Viertelfinale

Norwegen – Italien 1:2

Das entscheidende Tor erzielte die Squadra Azzurra eine Minute vor Schluss

Schweden – England 5:4 n. E.
Spanien – Schweiz 2:0
Lange wehrte sich die Gastgeberinnen gegen übermächtige Ibererinnen, doch zwei fein herausgespielte Treffer entschieden das Spiel zugunsten der Spanierinnen um die brillanten Bonmati und Putellas

Frankreich – Deutschland 6:7 n. E.

 

Halbfinale

Di., 21:00: England – Italien in Genf/ZDF und DAZN
England ist Titelverteidiger und hat sich von Spiel zu Spiel gesteigert. Italien steht zum ersten Mal seit 28 Jahren in einem EM-Halbfinale

Mi., 21:00: Spanien – Deutschland in Zürich/ARD und DAZN
Bei Olympia 2024 setzte sich das deutsche Team im Spiel um Platz 3 mit 1:0 durch

Böses Spiel mit Marc ter Stegen

Marc-André ter Stegenist ein herausragender Torwart, 2009 absolvierte er für Borussia Mönchengladbach sein erstes von insgesamt 108 Bundesligaspielen, 2014 wechselte er zum berühmten FC Barcelona. Dort avancierte er nach etwas schwieriger Anfangszeit (Claudio Bravo war Stammtorwart) zur unbestrittenen Nummer 1, wurde 2024 Mannschaftskapitän. Mehr als 400 Spiele hat er  für die Katalanen absolviert, zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist allerdings mehr als fraglich, ob ein weiteres hinzukommt.
Denn der FC Barcelona, dieser selbsternannte Weltclub und noch viel mehr, plant nicht mehr mit ihm. Und tut alles, um den teuren Keeper (geschätzte 18 Millionen Gehalt per annum) loszuwerden – trotz eines Vertrages, der 2023 um 5 Jahre verlängert wurde, also noch bis 2028 läuft. Das mit mehr als 1 Milliarde verschuldete Barca muss sparen.

Sparen nach Barca-Art bedeutet: Zunächst verpflichtete der Club den hochbegabten Schlussmann Joan Garcia für 40 Millionen vom Lokalrivalen Espanyol, setzte ter Stegen also einen starken Konkurrenten vor die Nase. Das kommt vor, und ter Stegen gab sich sportlich und wollte den Kampf um den Stammplatz im Tor aufnehmen, den er zu gewinnen glaubte. Doch dann der nächste Rückschlag: Trainer Hansi Flick bedeutete ter Stegen, dass er nur noch Nummer 3 wäre. Das geschah ohne Leistungsabgleich und im Zweifel auf Geheiß der Vereinsspitze, die Flick nicht verärgern wollte und deshalb kuschte. Nummer 2 hinter Garcia sei vielmehr Wojciech Szczesny, also jener 35-jährige Pole, den Barca nach ter Stegens schwerer Patallasehnen-Verletzung 2024 aus dem Ruhestand geholt hatte und der den Deutschen ordentlich, allerdings auch nicht überragend vertreten hatte. Jetzt darf der passionierte Kettenraucher noch ein Jahr anhängen wahrscheinlich ausschließlich auf der Bank; nur damit Barca ter Stegen vergraulen kann, um sich das Gehalt zu sparen (insgesamt mehr als 54 Millionen Euro). Dabei zeigte sich ter Stegen fit, als er im April von de Verletzung wiederkam, war unter anderem bester Deutscher bei den beiden Nations-League-Niederlagen gegen Portugal und Frankreich, verhinderte gar Schlimmeres. Jetzt wurde er verbannt hinter einem Auslaufmodell, darf auch nicht mehr mit der 1. Barca-Mannschaft trainieren.

Natürlich weiß der Club um ter Stegens Dilemma. 2026 steht die Fußball-WM an, und es wäre für den Nationalttorwart nach heutigem Stand das erste mal, dass er ein großes Turnier als  Stammtorwart fürs deutsche Team bestreiten könnte.. Zwar ist er seit 2012 Nationalkeeper, doch an Manuel Neuer gab es 12 Jahre lang kein Vorbeikommen. Zunächst war Neuer tatsächlich klar besser, in anderen Turnieren wollte sich die Trainer erst Löw, dann Flick keinen Stress  machen, die eine (sportlich wohl verdiente) Degradierung Neuers mit sich gebracht hätte. Um allerdings den Nummer1-Status fürs Turnier in Amerika zu behalten, braucht ter Stegen Spielpraxis. Die er bei Barca auf keinen Fall erhält, wie ihm klar bedeutet wurde. Absitzen des Vertrages kommt also eher nicht in Frage, die wirklichen Spitzenclubs sind allerdings auf der Torwartposition schon mehr oder weniger stark besetzt. Galatasaray, bei dem ein Geldscheißer offenbar seine Hinterlassenschaften abgelegt hat, zeigt Interesse; das wäre halt nur türkische Liga, allerdings auch ambitionierte Champions League und ein Wiedersehen mit Leroy Sané Trotdem sicher ein Downgrad.

„Mes que un club“ steht stolz auf der Barca-Homepage. Mehr als Fußball, natürlich nur im Guten. Barca betrachtet sich als Herz und Sprecher der Katalanen, oft auch des überbordenden Katalanismus, der die Separation von Spanien anstrebt. Er galt als das Gute in der Franco-Zeit, wo die Schiris Real Madrid gerne bevorzugten.
„Mes“ galt auch lange Zeit für Großzügigkeit, für Erhabenheit. Als die anderen Vereine schon längst ihre Trikotbrust kommerziell an die meistbietenden verhökerten für zweistellige Millionenbeträge, war das blaurote Trikot erst blank, dann durfte Unicef kostenlosfür seine Dienste werben.
Vorbei, vergessen: Jetzt wirbt Barca für kolportierte 70 Millionen für ein Streamingportal, das ist sehr viel „mes“. Doch Barca und die Finanzen, das ist mittlerweile eine äußerst übelriechende Geschichte. Mehr als 1 Milliarde Euro Schulden hat der FC Barcelona mittlerweile angehäuft, abstruse Gehälter einerseits (alle netto gezahlt), riesige Ablösesummen, und jetzt kommt auch noch der Aus-/Umbau der heiligen und so großartigen Spielstätte Camp Nou in die gigantischste, größte und (natürlich beste( Spielstätte Europas hinzu. Insgesamt 1,5 Milliarden Euro wurden dafür veranschlagt (neben dem reinen Stadion für 105.000 Zuschauer, ein Hotel, eine Basketball-Arena, Büros und ein Fancenter). was so eine moderne Arena halt so braucht). Camp Nou neu ist allerdings im Verzug, die Baukosten sind explodiert, erst 2026 ist die Arena vollständig fertig.
Damit Barca überhaupt eine Lizenz erhält, hat es sein Tafelsilber verkauft. Viele Logen in der neuen Super-duper-Arena sind schon bis über 20 Jahre im Voraus verkauft, ebenso Werbeeinnahmen bis übers Jahr 2040 hinaus.
Sogar der sehr nachsichtige spanische Verband achtet mittlerweile auf Finanzgebaren. Neue Spieler werden nur genehmigt, wenn die Summen nur durch Verkaufe anderer Profis gedeckt sind. Wahrscheinlich nur deshalb scheiterte der Wechsel des Hochbegabten Nico Williams von Athletic Blilbao, weil Barca dem Spieler keine Spielgarantie geben konnte.

Barca war immer ein Sehnsuchtsort der Fußball-Romatiker. Seit Johan Cruyff in den 70ern spielte und seit den 90ern das neue Barca erschuf mit dem berühmten Tiki Taka in diesem wunderschönen Camp Nou; das dann Pep Guardiola mit Superspielern wie Xavi und Iniesta und Busquets zur Perfektion trieb, garniert mit dem unerreichten Genie des Lionel Messi. Jetzt ist das das stolze „mes“ einem traurigen „mes“, also eher einem „menys“ gewichen. Wo verdiente Spieler vergrault werden, wenn es dem allmächtigen Präsidenten Laporta gefällt (wie Ilkay Gündogan 2024 ebenfalls als Kapitän, der immerhin bei ManCity und Pep Unterschlupf fand=. Jüngsten Gerüchten hat Pep Interesse an ter Stegen gezeigt, dann würde sich das üble und falsche Spiel für ter Stegen würdevoll schließen.

Und nachdem ich das alles aufgeschrieben habe, platzt die Meldung hinein, dass ter Stegen eine erneute Operation an seinem Knie plant. 4 Monate Pause würde das bedeuten und höchstwahrscheinlich das Ende aller WM-Träume als Torwart auf dem Feld. Das wäre eine allzu traurige Pointe eines üblen Spiels.

Frauke Brosius-Gersdorf und das Verfassungsgericht – ein Versuch der Einschätzung

Vorbemerkung: Diesen Text habe ich am Dienstagabend geschrieben, damit ich meine Gedanken über diesen in der deutschen Geschichte einmaligen Vorgang ordne. Jetzt gebe ich ihn frei , nachdem ich ihn nach einer Nacht überschlafe noch mal überdacht und korrigeiert habe.

Da saß die zurzeit wohl heißdiskutierteste Person des Landes bei Markus Lanz. Frauke Brosius-Gersdorf hat ein schreckliches Wochenende hinter sich, wie sie freimütig bekannte. Der in Morddrohungen gipfelnde Hass gegen sie persönlich hat sie mitgenommen. Und doch versuchte sie, ihre Position klarzumachen: nämlich dass sie keine linke Aktivistin sei, sondern sie mit ihren rechtlichen Ansichten in der Mitte der Gesellschaft sei.
Ein beispielloser Shitstorm vor allem rechtsradikaler Medien und Online-Portalen wie das AfD-nahe Nius hatte vergangenen Freitag letztlich ihre Wahl zur Verfassungsrichterin verhindert. Eigentlich schien diese eine Formsache, weil der Wahlausschuss am Montag zuvor mit einer Zweidrittelmehrheit (und damit zwingend mit mindestens 4 der 5 Stimmen der Union) ihre Wahl (sowie die von zwei weiteren KandidatInnen) abgesegnet hatte. Normalerweise winkt dann der Bundestag die Kandidaten durch, manche Abgeordnete sicher mit Bauchweh. Aber normalerweise werden grundsätzliche Bedenken schon früh nach Bekanntgabe der Kandidaten geäußert, also in diesem Fall ab Anfang Juni. Und es gab Bedenken: so große sogar, dass ein Kompromiss geschlossen wurde. Die SPD gab die Zusage, dass Brosius-Gersdorf nicht in einigen Jahren Senatsvorsitzende werden würde, wie es der Stellenplan eigentlich vorsah.

Ein Aspekt fehlt mir ohnehin völlig in der Diskussion: Nicht nur haben mindestens 4 der 5 Union-Mitglieder im Wahlausschuss sich für die Kandidatin ausgesprochen. Auch in der Union-Fraktion gab es  eine klare Mehrheit für Brosius-Gersdorf. Laut Spahn waren es “bis zu 60” von insgesamt 208, die sich dagegen ausgesprochen haben. Der Rest, also mehr als 140, hätten die Kandidatin durchgewinkt (und sei es mit der Faust in der Tasche). Nur weil die AfD so zahlreich im Bundestag sitzt, hätte dies vielleicht nicht gereicht.
Leider höre ich von den offenbar gemäßigten Unionisten überhaupt nichts mehr. Gedächtnisverlust? Maul- und Klauenseuche? Umgedreht worden unter Androhung von Waterboarding? Sehr traurig.
Und ein Markus Söder fordert die Kandidatin zum Rückzug auf, obwohl (nach allem was ich gelesen habe) die CSU-Fraktion geschlossen für Brosius-Gersdorf gestimmt hätte, zumindest niemand laut protestiert hat..

 

Die Rolle des Jens Spahn

 

Dass ein Fraktionsvorsitzender wie hier Jens Spahn von der Union erst am Tag der Wahl merkt, dass er nicht die erforderlichen Stimmen zusammenbekommt, hat es in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie gegeben. Was ist da so schrecklich schiefgelaufen, dass eine Juristin mit bestem Ruf (trotz durchaus umstrittener Ansichten) jetzt wie eine linksradikale Agitatorin, ja wie eine Schwerverbrecherin gehandelt wurde und auf jeden Fall ihren guten Ruf erst mal (hoffentlich nur erst mal) verloren hat. Maßgeblich beteiligt waren wie gesagt die AfD und rechtsradikale Online-Portale: Ich hab mal bei Nius geschaut, was die so hetzen, es ist wirklich kaum zu ertragen. Ziel der AfD ist es nachweislich, dass sie einen Keil zwischen SPD und Union treibt, und diese Richterwahl war offenbar genau die richtige Gelegenheit. Und so hagelte es nachweislich falsche Vorwürfe, etwa, dass sie Abtreibungen bis zur Geburt für rechtmäßig hielte (Beatrix von Storch). Vor allem die Union-Bundestag-Mitglieder wurden zudem mit E-Mails überflutet (größtenteils KI-generiert), die diese von einer Nichtwahl überzeugen wollten. Das Fass zum Überlaufen brachte dann ein Plagiatsvorwurf des bekannt-berüchtigt-umstrittenen Plagiatsjägers Weber, der Ungereimtheiten/Gemeinsamkeiten  ihrer Doktorarbeit und in der Habilitation ihres Mannes entdeckt haben wollte. Am Tag der Wahl wurden diese offengelegt, so ein Zufall aber auch. Erst zu diesem Zeitpunkt will Spahn erkannt haben, dass er nicht die erforderlichen Union-Stimmen für die Kandidatin erhalten würde. Begründet wurden sie dann tatsächlich mit den durch nichts bewiesenen Vorwürfen, die Weber noch am Vormittag explizit nicht als Plagiats-Vorwurf verstanden lassen wollte. Das half auch nichts mehr. Nach Rücksprache mit der SPD wurde die gesamte Richterwahl abgesagt(also auch der beiden anderen KandidatInnen), und das am letzten Sitzungstag vor der Sommerpause.

Die Hetzerei und falschen Beschuldigungen gingen übers Wochenende ekelhaft weiter, wobei auch hochrangige (katholische) Kirchenvertreter wie der Bischof von Bamberg sich der rechten Hetzerei anschlossen (schon vorher hatte dieser gehetzt). Die Union fordert eine Rücknahme der Kandidatur, die SPD beharrt auf ihr. Im Fokus der Vorwürfe steht vor allem Jens Spahn, der mit der Maskenaffäre ohnehin schon bis zur Unterkante Oberlippe im Sumpfe steckt. Ich sehe das so:

  • Entweder er hat den Unmut von den ungefähr 50 Abweichlern unterschätzt oder gar nicht wahrgenommen (weil er mit seiner Maskenaffäre so beschäftigt ist?), die aus „Gewissengründen“ (vornehmlich wegen der Ansichten zur Abtreibung) eine Wahl nicht vornehmen könnten. Dann hat er seinen Laden nicht im Griff, denn genau das ist die Stellenbeschreibung eines Fraktionsvorsitzenden. Freies Madat hin oder her, das hier als Begründung herhalten muss.
  • Oder: Er hat die Stimmung erkannt, aber die Wahl mit Absicht zu so einem späten Zeitpunkt torpediert. Aus rein egoistischen Gründen (um vielleicht in der Fraktionals glorreicher Verhinderer dieser angeblich unzumutbaren Frau dazustehen). Oder gar, um die ganze Koalition zu sprengen, damit er nach den folgenden Neuwahlen als Kanzler eine Schwarz-blaue Koalition anführt. Nicht nur ich halten letztgenannte Vermutung keineswegs für abwegig, sondern gar nicht so unwahrscheinlich (ich formuliere es noch vorsichtig, weil ich nur Indizien, keine Belege habe).

 

Frauke Brosius-Gersdorf bei Lanz

 

Angesichts der nicht enden wollenden Vorwürfe sah sich die Kandidatin genötigt, von sich aus die Öffentlichkeit zu suchen, was extrem ungewöhnlich ist (und ihr vielleicht auch auf die Füße fällt). Am Dienstagvormittag mit einem Schreiben, in dem sie ihre Positionen klar benannte. Später bei Lanz. Dort sahen wir eine sichtlich angefasste (wen wunderts), aber auch sehr gefasste Frau. Hervorragend geführt durch gute Fragen des Moderators (vielleicht die beste Lanz-Sendung seit Jahren!) glänzte sie gerade mit ihrer sachlichen Begründung der umstrittenen Standpunkte.

  • Das AfD-Verbot? Habe sie nie gefordert, aber wohl das vom Grundgesetz vorgesehene Verfahren, wenn Anhaltspunkte vorliegen. Dieses sei dann zwingend, dabei bleibe sie.
  • Der Schwangerschaftsabbruch? Eine Legalisierung noch im 9. Monat habe sie nie gefordert, im Gegenteil. Sie plädiere allerdings tatsächlich nicht nur für Straffreiheit in den ersten 3 Monaten, sondern sogar für die Rechtmäßigkeit des Tuns. Bedeutet: Abschaffung des §218. Und diese Rechtmäßigkeit sehe auch der Koalitionsvertrag vor. Dort nämlich heißt es, dass die Krankenkassen in Zukunft einen solchen Eingriff bezahlen bezahlen sollen. Dies allerdings sei eben nur dann verfassungsrechtlich zulässig, wenn der Eingriff nicht rechtswidrig ist.
  • Die Menschenwürde des Ungeborenen: Könne bis zur Geburt nie den gleichen Standard wie Menschenwürde der Schwangeren sein. Weil eine Abwägung zweier Leben nicht möglich sei dann auch bei Lebensgefahr für Kind Und/oder Frau nicht gestattet sei.
    Anmerkung von mir: Diese Abwägung von Menschenleben ist auch in anderen Fällen nicht möglich. Sogar wenn ein Flugzeug in feindlicher Absicht in Richtung eines vollbesetzten Stadions fliegt, darf es nach herrschender Meinung nicht abgeschossen werden (um Abertausende Menschenleben zu retten zum Preis der Flugzeuginsassen). Das ist die Juristerei, die ich liebe. 

    Dies bedeute nicht, dass das Ungeborene keine Rechte habe, im Gegenteil. Je weiter die Schwangerschaft fortgeschritten, desto mehr verschiebt sich die Waage von der Schwangeren zum Ungeborenen. Deshalb auch de straffreie Abbruch nur in den ersten 12 Wochen.

 

Mich hat der Auftritt voll übezeugt. Frauke Brosius-Gersdorf wäre ein Gewinn fürs Verfassungsgericht. Eine offenbar sehr kluge Frau, sehr überzeugend im Duktus (und manchmal vielleicht allzu sehr). Und eines ist außerdem zu beachten. Eine Rechts-Wissenschaftlerin (die unter anderem Möglichkeiten auslotet, Probleme frei aussucht, Fragen stellt, die dann in der Jurisprudenz diskutiert werden) hat völlig andere Aufgaben als eine Verfassungsrichterin, die ans Grundgesetz, also geltendes Verfassungsrecht gebunden ist und fallgebunden entscheiden muss.
Anmerkung: Was hätte ich als Student diese offenbar sehr kluge und verbindliche Frau gerne als Professorin im Verfassungs/Verwaltungsrecht gehabt und nicht den, den ich hatte … Wahrscheinlich hat sie auch Haare auf den Zähnen, wenn ihr was gegen den Strich läuft.

Aber nicht alle teilen diese Ansicht, das sei zugegeben. Die „Welt“ hetzt weiter, findet es indiskutabel und dem Ansehen einer Verfassungsrichterin unwürdig, dass sich FBG gegen Kritik wehrt. Dabei hat diese ausdrücklich betont, dass sie natürlich wisse, dass nicht jedermann ihrer Ansicht sei. Sie habe sich nur gegen die völlig unsachliche, mit Lügen behaftete Schmähkritik gewehrt und nur deshalb den Weg in die Öffentlichkeit gesucht.

 

Wie geht es weiter?

 

Zurzeit stehen sich Union und SPD unversöhnlich gegenüber, die Sommerpause dürfte der Jahreszeit entsprechend heiß werden. Bisher lehnt die Union sogar ab, dass sich die Kandidatin vor der Fraktion erklärt und sich den Fragen stellt. Die SPD kann die Kandidatin letztlich nicht zurücknehmen, ohne dass sie ihr ohnehin angeschlagenes Ansehen bei der Basis/Fraktion/Wähler völlig verliert. Brosius-Gersdorf hat betont, sie erwäge einen Rückzug, wenn sie das Ansehen des Verfassungsgerichts  oder die Koalition als gefährdet ansehe, vor allem angesichts was dann drohe.

Ich fürchte, auf einen „freiwilligen Rückzug aus persönlichen Gründen“ wird es hinauslaufen, weil die Union absolut unversöhnlich ist, wie auch gestern die indiskutablen und an Plumpheit/Voreingenommenheit nicht zu überbietenden Auftritte einer Doro Bär (die insgesamt nicht so viel Klasse hat wie Brosius-Gersdorf im kleinen Finger) oder des wie gewohnt sinnlos polternden bayer. Ministerpräsidenten. Eines ist allerdings auch klar: Ein Rückzug der Kandidatin wäre eine Katastrophe fürs Verfassungsgericht, weil sich dann die rechtsradikalen Hetzer als Gewinner fühlen dürfen und jeden weiteren Kandidaten mit nicht genehmen Ansichtenauf dieselbe schäbige Art und Weise verunglimpfen. Sollte es doch dazu kommen, müsste die SPD im Gegenzug den Untersuchungsausschuss gegen Spahn beantragen. Wenn dieser widerliche, unfähige und trotzdem kreuzgefährliche kreuzgefährliche Mensch nichts mehr zu sagen hätte, dann würde sich das Opfer vielleicht sogar lohnen.

 

 

 

 

 

Das war die Woche, die war

Wimbledon habe ich in einem gesonderten Text behandelt, Tour und Fußball-EM der Frauen schon in die Wochenvorschau gepackt. Ein übersichtlicher Rest bleibt dennoch.

 

Deutsche rennen wirklich gut

 

Am Freitag fiel in Monaco ein weiterer deutscher Uralt-Rekord. Mohamed Abdilaahi rannte die 5000 Meter in 12:53,63 Minuten und blieb damit gut eine Sekunde unter der bisherigen Bestleistung, die Olympiasieger Dieter Baumann 1997 in Zürich aufgestellt hatte. Der nächste deutsche Laufrekord über eine Mittel- oder Langstrecke, nachdem zuvor schon Frederik Ruppert (3000 Meter Hindernis) und Robert Farken (1500 Meter, Meile) ewig lang bestehende Marken verbessert hatten.
Ein Glanzlich in Monaco setzte 800-Meter-Olympiasieger Emmanuel Wanyonyi, der die 2 Stadionrunden in 1:41,44 Minuten bewältigte. Insgesamt blieben 6 Läufer unter der 1:43er-Marke. Auch Femke Bol stellte über 400 Meter Hürden mit 51,95 Sekunden eine Weltjahresbestleistung auf, blieb aber fast eine Sekunde unter ihrem Europarekord und anderthalb Sekunden unter dem Weltrekord von Sydney McLaughlin-Levronne (50,37).

 

Chelsea triumphiert, und Trump feiert mit

 

Die Club-Weltmeisterschaft fand endlich einen Sieger, und der heißt etwas überraschend FC Chelsea. Die Londoner überrannten im Finale in New York förmlich das favorisierte Paris Saint-Germain. Schon zur Pause hieß es 3:0 durch 2 Treffer von Cole Palmer, der auch das 3:0 brillant vorbereitete. Live vor Ort im MetLive Stadium war auch Donald Trump. Der wurde von FIFA-Boss Gianni Infantino unterwürfigst hofiert und ließ es sich nicht nehmen, bei der Siegerehrung den wahren Siegern die Schau zu stehlen (er blieb viel länger auf dem Podest als vorgesehen). Das weiß ich allerdings nur aus Berichten, selbst angetan habe ich mir nur das Spiel.
Damit ist ein Monat zusätzlicher Fußball auch vorbei. Zurück bleiben sehr erschöpfte Spieler, sehr reiche Vereine (Chelsea sackte insgesamt mehr als 100 Millionen Euro ein), ein zwiespältiges Publikum (in Deutschland wollte nur 1,7 Millionen das Endspiel sehen und damit gerade mal die Hälfte der Anzahl, die zum gleichzeitige Frauen-Vorrundenspiel Frankrech gegen Schweden einschalteten). Infantino allerdings zeigte sich hochzufrieden mit „seinem“ Turnier, das er höchstselbst aus de Taufe gehoben hat. Und ich muss es bei aller Skepsis zugeben: Zumindest in Südamerika war es tatsächlich ein großer Erfolg. Ich persönlcih alledings brauche es in etwa so dringend wie Zahnschmerzen (reingeguckt hab ich natürlich trotzdem 🦁).

 

Und sonst

 

  • Radsport: Isaac del Toro hat die Österreich-Rundfahrt für sich entschieden, die über 5 zum Teil sehr anspruchsvolle Etappen (14.000 Höhenmeter) führte. Der Mexikaner hatte den Giro als Zweiter beendet und war dort 11 Tage lang in Rosa gefahren.
  • Motorrad: Der Marquez-Festspiele fanden auch am Sachsenring ihre Fortsetzung. Der Spanier siegte erneut sowohl im Sprint als auch im Hauptrennen, das durch zahlreiche Stürze geprägt war. Er feietre seinen 69. Sieg in der Königsklasse und übertrumpfte damit den legendären Giacomo Agostini. Das Familienfest machte der jäüngere Bruder Alexis als Zwweiter des Hauptrennens perfekt.
  • Tennis: Nach ihrem schnellen Wimbledon-Aus machte sich Tatjana Maria auf nach Newport/USA, wo ein Challenger-Turnier auf Rasen anstand. Dort kam sie immerhin bis ins Finale, wo sie dann allerdings der Amerikanerin Caty McNally unterlag. Immehin sprang Maria in der Weltrangliste auf ihren Bestwert 36.

Das wird die Woche, die wird

Auf in die Pyrenäen

 

Am heutigen Dienstag ruht die Tour, nachdem sie gestern die erste Bergetappe hinter sich gebracht hat. Allerdings „erst“ im Zentralmassiv, ins Hochgebirge geht es dann diese Woche, nämlich in die Pyrenäen. Am Donnerstag steht die Klettertour noch nach Hautacam an, mit einem Schlussanstieg der Ehrenkategorie. Tags darauf das Einzelzeitfahren hoch nach Peyrasudes, mit der estrem steilen Flughafenrampe. Wo vor zwei Jahren der Österreicher Felix Gall einen Triumph nach einem Soloritt in der damaligen Königsetappe feierte. Den Abschluss des Pyrenäen-triples bildet der Höllenritt nach Superbagneres mit dem legendären Tourmalet quasi als Aufgalopp nach knapp der Hälfte.
Danach sind wir mit Sicherheit noch viel schlauer als jetzt schon. Tadej Pogacar hat zwar gestern sein Gelbes Trikot verloren an den Solokünstler Ben Healy, doch er zeigt sich in blendender Form. Jonas Vingegaard hat zwar beim ersten Zeitfahren rund um Caen mehr als eine Minute verloren, doch damit noch längst nicht die Tour. Auch Pogacar kann mal einen schwächeren Tag erwischen, und Gnade ihm, das passiert in den Pyrenäen oder nächste Woche in den Alpen.
Großartig schlägt sich der Deutsche Florian Lipowitz. Ich glaube, dass es nicht vermessen ist, wenn ich ihn in Paris in den Top 5, vielleicht sogar in den Top 3 einreihe. In den Bergen kommt er glänzend zurecht, auch beim Zeitfahren zeigte er auf. Aber natürlich kann gerade bei einem junngen Fahrer wie ihn (24 Jahre) immer ein Etappeneinbruch erfolgen.

 

Jetzt wird es ernst für die Fußball-Frauen

 

Nach dem Desaster gegen Schweden treffen die deutschen Fußballerinnen im Viertelfinale auf Frankreich. Nehme ich die bisher gesehenen Leistungen, sind die Les Bleues klare Favoritinnen. Sie haben ihre „Todesgruppe“ mit England und Hlland ohne Punktverlust übestanden und dabei fast gänzlich überzeugt mit schönen und erfolgreichen Fußball. „Fast“ deshalb, weil sie im Spiel gegen Oranje tatsächlich für kurze Zeit ins Schwimmen geraten sind, ehe die großartige Delphine Cascarino mit einer Vorlage und 2 Toren die Verhältnisse wieder geraderückte.
Die Deutschinnen dagegen enttäuschten bisher: Die Ausfälle von Giulia Gwinn und Lena Oberdorf sind nicht zu ersetzen, denn zurzeit ist das Team nicht mit Weltklassespielerinnen gesegnet. Das beginnt bei der Torhüterin Ann-Katrin Berger und hört beim chancen-vergebenenen Sturm nicht auf. Gerade die linke Abwehrseite schwächelte bisher bedenklich.
Und warum dürfen die Deutschinnen doch hoffen? Zum einen hatten sie gute Phasen wie die erste Viertelstunde gegen Schweden. Außerdem hat Trainer Christian Wück eine Woche Zeit zur Aufarbeitung, wobei ich den Coach bisher nicht als besonders krisenerprobt empfunden habe. Und seine Schönrederei nach dem Schweden-Spiel, als er fast alles auf die Rote Karte von Charlotta Wamser schob, empfand ich fast schon peinlich.
Vor allem aber: Die Deutschinnen lieben Frankreich als Gegner. Sie haben in der Vergangenheit nie eine wichtige Partie gegen den westlichen Nachbarn verloren.

Die 4 Spiele des Viertelfinals ziehen sich übrigens gewaltig hin. Pro Tag steht immer nur eine Partie an, nämlich:

Mi., 21:00: Norwegen – Italien
Do., 21:00: England – Schweden
Fr.,  21:00: Spanien – Schweiz
Sa., 21:00: Frankreich – Deutschland

 

Golfelite kämpft um Open-Sieg

 

The Open Championship, und zumindest jeder Golf-Fan, weiß was gemeint ist. Nämlich das einzige Mahor-Turnier, das in Europa, genauer gesagt in Großbritannien ausgetragen wird. Dieses Jahr geht es in der 153. Auflage nach Nordirland (Royal Potrush Club), natürlich ein Links-Kurs auf dem Kurs des im Royal Portrush Cluban der Küste und damit schwer beeinflusst von Wind (und Regen?). Favoriten zu benennen, ist mir unmöglich, natürlich sind alle Blicke gerichtet auf den nordirischen Nationalhelden Rory McIlroy. Der Masterssieger scheiterte allerdings 2019 auf eben jenem Kurs bereits am Cut. -glänzend n Form ist auch der Amerikaner Scottie Scheffler, der Sieger der US Open (vor McIlroy). Dahinter lauern gut zwei Dutzend herausragende Golfprofis auf den großen Coup. Abschlagen werden ab Donnerstag auch die Deutschen Stephan Jöger und Matti Schmid sowie der Österreicher Sepp Straka.

 

Und sonst?

 

  • Die Schwimm-WM in Singapur. In dieser Woche allerdings noch ohne Beckenschwimmen, dafür die Disziplinen Springen, Synchron und Freiwasser. Die Letztgenannten müssen allerdings wegen der schlechten Wasser-Qualität erst mal warten.
  • Leichtathletik: Am Samstag trifft sich ein Teil der Elite beim Diamond-League-Meeting in London. Das Starterfeld ist erlesen, mal sehen, wo es eine Übertragung gibt. Vielleicht sogar in einem Stream bei ARD oder ZDF.
  • Tennis: Ein Teil des Trosses fliegt nach Amerika, ein Teil bleibt in Europa, und viele (vor allem TopspielerInnen) pausieren vor der anstrengenden Hardplatz Saison. Die Männer haben Turniere in Gstaad (Ruud, Bublik), Bastad (Cerundolo, Griekspoor) und Los Cabos (Rublew, Davidowich Fokina, Shapovalov). Alexander Zverev hat wie erwartet die Teilnahme in Gastaad abgesagt, trainiert lieber auf Mallorca, wo ihn Toni Nadal unterstützt). Die Frauen spielen in Hamburg (Alexandrowa, Yastremska). Auch viele Deutsche sind am Start, auch Tatjana Maria nach einen US-Abstecher nach Newport). Allerdings nicht Wimbledon-Viertelfinalistin Laura Siegemund und auch nicht Eva Lys, die wegen einer erneuten Rheuma-Attacke absagen musste. Schade, hier wären einige Punkte drin gewesen bei dem eher bescheidenen Feld.