Der Tag des Justin Fields

Blick über den Teich, NFL, MLB und NBA

NFL

Was wurde über Justin Fields gelästert. Der Quarterback der Chicago Bears könne zwar hervorragend laufen, aber nicht vernünftig werfen. Dieses Urteil hat er in der Nacht zum Freitag erst mal konterkariert mit einer tadellosen Vorstellung. Beim 40:20 seiner Bears bei den Commanders warf er vier Topuchdownpässe und insgesamt für 282 Yards ohne Interception. Nicht schlecht für einen, der angeblich nicht werfen kann. Schon im 1. Viertel schaffte er 115 Yards, Bestwert der Bears seit zig Jahren.Schon in der vergangenen Woche zeigte er gegen die Broncos eine tadellose Leistung mit 4 Touchdownpässen und sogar 335 Yards. Dass die Bears das Spiel verloren, lag also weniger  an ihm. Offenbar hat ihn jetzt der Trainer, auch auf sanften Druck auch von Fields selbst, von der Leine gelassen, er dankt es mit großartigen Leistungen

Mann des Tages war allerdings DJ Moore, dem grandiose 230 Receiving Yards und 3 Touchdowns gelangen. Solche Abnehmer wünscht man sich als Quarterback, zumall wenn sie wie Moore nach dem Catch mit dem Ball noch einige Yards hinzufügen.. Die Bears schafften also endlich ihren ersten Saisonsieg, für die Play-offs wird es wahrscheinlichnicht reichen, aber für attraktive Spieler allemal.

MLB

Jetzt stehen die Ansetzungen der jeweils ersten drei Spiele der Divisional Series fest

Samstag

19.00: Orioles – Rangers

22:40: Astros – Twins

00:07: Braves – Phillies

03:20: Dodgers – Diamondbacks

Sonntag

22:07: Orioles – Rangers

02:03: Astros – Twins

Montag

00:07: Braves – Phillies

03:07: Dodgers – Diamondbacks

Dienstag

22:07: Twins – Astros

02:03: Rangers – Orioles

Mittwoch

Diamondbacks – Dodgers und Phillies – Braves sind noch nicht exakt terminiert. Das erste Spiel ist um 22 Uhr.

NBA

Zumindest die Springerpresse meldet, dass Pro7 Maxx jeweils am Sonntag um 19 oder 21 Uhr ein Spiel aus den USA übertragen will. Nur dieses eine Spiel pro Woche. Für mich ergibt das überhaupt keinen Sinn, denn jedes Team bestreitet pro Woche drei oder vier Spiele. Man kann also mit diesem einen Spiel die Saison nicht im Ansatz verfolgen. Im Gegensatz zur NFL, wo der Sonntag der Hauptspieltag und es eben pro Woche für jedes Team nur ein Spiel gibt. Man wollte halt auf den deutschen Euphoriezug aufspringen, und sicher gibt es Menschen, die bei einem Raptors-Spiel mit Dennis Schröder oder gar die Magic mit den Wagners schauen wollen, wie sich die Weltmeister schlagen. Aber was ist, wenn sie nicht dabei sind, wass bei 32 Teams eher wahrscheinlich ist? Ansonsten ist so ein einziges Spiel nämlich reine Unterhaltung ohne großen sportlichen Wert. Und spätestens, wenn es gegen Ende der Partie zig Auszeiten und Freiwurforgien die Partie bis ins Unerträgliche strecken, sieht Otto Normalseher, wie mühselig es ist, ein NBA-Spiel live zu verfolgen. Relive heißt deshalb für mich das Zauberwort (übrigens im gesamten US Sport), da kann man die Werbeblöcke hübsch überspringen. Bin echt gespannt auf die Quoten, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie an die von attraktiven Spielfilmen heranreichen.

Infantino zerstört den Fußball

Was für ein Coup! Die Fußball-WM 2030 findet in sechs Ländern und drei Kontinenten statt. FIFA-Boss Gianni Infantino lobt sich für eine einmalige Völkerverbindung, doch das ist reiner Etikettenschwindel. Dem geldgierigen Schweizer geht es einzig und allein darum, den Schurkenstaat Saudi Arabien den Weg freizuschaufeln für die WM 2034. Denn Afrika, Europa und Südamerika sind dann erst mal „gesperrt“, und die WM 2026 findet in Nordamerika statt, das also auch ausfällt.Moral interessiert diesen Menschen und seine FIFA-Bande nicht im Geringsten. Schon haben die Asiaten verkündet, 2034 Saudi-Arabien bedingungslos unterstützen zu wollen, da kann auch Australien, wenn sie denn überhaupt wollten, nicht dagegen anstinken.

Wenn es dann wenigstens eine „richtig“ völkerverbindende WM wäre. Doch Südamerika wird mit drei Spielen abgespeist. Das Eröffnungsspiel, so viel steht jetzt schon fest findet in Montevideo statt, man feiert hier 100 Jahre WM, die eben 1930 in Montevideo stattfand. Eine weitere Partie in Buenos Aires und dann noch eine in Asuncion, das wars dann schon mit Südamerika, das danach nur noch in die Röhre schaut. Man darf davon ausgehen, dass diese drei Spiele jeweils mit dem Gastgeber stattfinden, es müssen also „nur“ drei Mannschaften für eine Partie aus einem anderen Kontinent herbeifliegen (samt den Fans, sofern sie diesen Irrsinn mitmachen). Dann fliegen alle sechs Länderteams nach Marokko, Spanien und Portugal, wo dann der Rest der WM stattfindet.

Schon eine WM in diesen drei Ländern erscheint mir mehr als problematisch, aber die sind wenigstens nahe beieinander, es gibt weitaus kürzere Wege als etwa 2026 zwischen Mexiko, den USA und Kanada. Doch dass praktisch eine Vorhut und der ganze Tross für genau Spiel über den Atlantik, respektive Pazifik fliegen müssen, ist auch ein Umweltfrevel sondergleichen. Interessiert bei der geldgierigen FIFA keine Sau. Und auch der DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat brav abgenickt, nichts anderes klonnte man von diesem Menschen ohne jeden Charakter, ohne jede Bindung zu den Fans und deren Belange, erwarten. Echte Fußball-Liebe. Hofft er, dass der südamerikanische Kelch an Deutschland schon vorbeigehen wird – was bei insgesamt 48 Teilnehmern nicht unwahrscheinlich ist – und einen anderen Verband trifft? So sieht echte Solidarität aus.

Handstreichartig kam das FIFA-Gremium zu seiner glorreichen Idee, denn eigentlich sollte die WM-Vergabe erst nächstes Jahr erfolgen. Das erinnert an die Olympia-Vergabe 2032 an Brisbane, die andere Kandidaten wie Rhein-Ruhr kalt erwischt hat. Übrigens ein netter Wettstreit, wennich ärger finden soll. Infantino oder Bach? Die Antwort fällt mir echt schwer, doch Infantino scheint noch ein bisschen skrupelloser zu sein als der IOC-Präsident, was eine echte Leistung ist

Die Fans? Egal. Die Umwelt? Egal. Der Fußball? Egal. Wichtig sind die Geschäfte, gerne auch mit Potentaten. So läuft das bei der FIFA. Man hat es sich wirklich kaum vorstellen können. Gegenüber Infantino wirkte sein skandalumtoster Vorgänger Sepp Blatter fußball-affin, ja wie ein Waisenknabe.

Schon die WM 2026 wird für mich und viele andere eine echte Herausforderung, wenn dann wie befürchtet ein Donald Trump wieder US-Präsident ist. Dann hätten wir ab 2018 folgende reizende Gastgeber. Krieg-Putins Russland 2018, Katar 2022, Trump-USA 2026, 2030, und dann Saudi-Arabien. Eine feine Gesellschaft.

Alles schon entschieden

Blick über den Teich, MLB

Von wegen Spannung. Alle vier Wild-Card-Begegnungen sind bereits nach dem jeweils zweiten Spiel durch. Je zweimal setzte sich das Heim- und das Auswärtsteam durch.

Rays – Rangers 1:7 (0:2)

Auch im zweiten Spiel lief für die Rays wenig zusammen. Immerhin schafften sie diesmal einen Run, allerdings erst im 7. Inning beim Stand von 1:7. Die Entscheidung fiel im 4. Inning, als erst Adolis Garcia ein Homerun gelang, Josh Jung mit einem Triple und Evan Carter mit einem Two-Tun-Homerun nachlegten. Diese Führung erhöhten sie im 5. und 6. Inning.

Twins – Blue Jays 2:0 (2:0)

Ein brillantes Pitching vor allem von Starter Sonny Gray ebneten den Shutout-Sieg der Twins. Gray ließ in fünf Innings gerade mal zwei Walks zu. Selbst taten sich die Twins mit insgesamt nur 7 Hits (einen davon durch Max Kepler) schwer, doch im 4. Inning brachten sie zwei Punkte aufs Scoreboard, nämlich durch ein Single von Carlos Correa und ein Groundout in ein Double Play bei keinem Out, das Kepler zum Run nutzte.

Einen heiklen Moment hatten die Twins zu überstehen, als die Jays zwei Out Läufer auf den Bases 2 und 3 hatten. Doch Gray mit einem geistesgegenwärtigen Pickoff auf die zweite Base eliminierte Vladimir Guerrero. Die Entscheidung hielt auch dem Video Call stand.

Brewers – Diamondbacks 2:5 (0:2)

Wie sich die Spiele gleichen. Wie in der 1. PartieDie Entscheiduzbng  gingen die Brewers früh in Führung, diesmal mit 2:0 im 1. Inning, „nur“ 2:0, weil Backs-Starting-Pitcher Zac Gallen riesige Probleme hatte und mehr als 30 Pitches benötigte. Und  wieder gelang es Milwaukee nicht nachzulegen, und das sollte sich rächen. 4 Innings brachten die Diamondbacks keinen Hit zu Stande, doch im 5. Inning verkürzte  Alek Thomas mit einem Homerun. Im 6. Inning schafften die Backs dann die komplette Wende mit 4 Runs. Dem hatten die Brewers nichts mehr entgegenzusetzen, und das (für mich) doch überraschende Aus war besiegelt.

Phillies – Marlins 7:1 (2:0)

So etwas nennt man wohl kurzen Prozess, und die Effizienz der Phillies war beeindruckend, brauchten sie doch nur 7 Hits für ihre 7 Runs. Im 3. und 4. Inning kamen sie zu drei Punkten. Die Marlins durften im 5. Inning noch einmal hoffen, als sie bei einem Aus Läufer auf den Ecken hatten, doch Jesus Sanchez schlug in ein Double Play. Die Entscheidung besorgte dann Bryson Scott mit einem Grand Slam.

Wie geht es weiter?

Ab Samstag stehen die Divisional Series an, die im Format Best of 5 ausgespielt werden. Folgende Partien:

Orioles – Texans, 1. Spiel Samstag 19 Uhr

Braves – Phillies (noch nicht terminiert)

Astros – Twins (noch nicht terminiert)

Dodgers – Diamondbacks (noch nicht terminiert)

Ich wage mal eine Prognose:

Die spannendste Serie ist für mich Braves vs Phillies, weil die Philllies wieder in Play-off-Form sind. Die größten Upset-Chancen haben die Rangers, die doch sehr souverän gegen die Rays gewirkt haben. Klare Heim-Favoriten sind die Astros und Dodgers, but who knows …

Irgendwie fehlt mir, so blöd das klingt, mein Feindbild Yankees. So ist es mir am Ende (fast) egal, wer am Ende die World Series gewinnt. Aber da mir Sport nicht so viel Spaß macht, wenn ich nicht Partei ergreife, hier meine persönlichen Favoriten der Serien.

Orioles, Twins, Braves, Diamondbacks

 

 

 

 

Klapperschlangen überraschen

Blick über den Teich, MLB

Die ersten Spiele der Wild Cards sind rum, und es hat immerhin zwei Auswärtssiege gegeben. Vor allem der Sieg der Diamondbacks bei den Brewers hat mich überrascht.

Rays – Rangers 0:4 (0:1)

Die Rangers zeigten sich vom knapp verfehlten Divisionssieg gut erholt. Mann des Tages war Jordan Montgomery, der in 7 Innings nur 6 Hits und keinen Run zuließ. Dafür brauchte er nur 93 Pitches. Der Bullpen erledigte souverän den Rest. Die Rangers scorten im 2. Inning durch einen Sacrifice Fly und im 5. durch einen Wild Pitch, ehe Corey Saegers Single 2 RBIs und die Entscheidung herbeiführte. Die Rays schossen sich mit 4 zum Teil abenteuerlichen Errors selbst ins Knie.

Twins – Blue Jays 3:1 (1:0)

Erster Sieg der Twins nach 18 Post-Season-Niederlagen. Laut mlb.com sind die 19 Jahre dazwischen die längste Negativserien in allen Profiligen. Mann des Tages war Royce Lewis, der im 1. und 3. Inning jeweils einen Homerun schlug, was insgesamt 3 Punkte einbrachte. Sonst brachten die Twins offensiv wenig zu Stande (nur 5 Hits, einen davon durch Max Kepler). Aber sie konnten sich auf ihre Pitcher um Starter Pablo Lopez verlassen, die nur einen Run im 6. Inning und insgesamt nur 6 Hits zuließen. Das lag aber auch am formidablen Fielding, namentlich Carlos Correa, der ein paar großartige und wichtige Saves hatte.

Brewers – Diamondbacks 3:6 (0:1)

Nach 2 Innings stand es schon 3:0 für die Brewers, und wenig deutete auf einen Umschwung hin. Starting Pitcher Brandon Pfaadt musste schon nach 2.2 Innings und 7 zugelassenen Hits das Feld räumen. Doch zwei Back-to-back-Homeruns im 3. Inning brachten den Ausgleich, und im 4. Inning gingen die Backs sogar in Führung. Diese hielten sie dank des erstklassigen Bullpens, der in 6.1 Innings zur 5 Hits zuließ. Im 9. Inning sorge dann Christian Walker durch ein Two-Run-Double für die Entscheidung.

Phillies – Marlins 4:1 (1:0)

Letztlich ein ungefährdeter Sieg des letztjährigen Finalisten. Nach 4 Innings stand es 3:0. Etwas Spannung kam auf, als die Marlins im 7. Inning punkten konnten und danach Läufer auf 2 und 3 hatten. Doch José Alvarado rettete die Situation. Zuvor hatte Zack Wheeler 6.2 starke Innings mit 8 Strikeouts und nur einem zugelassenen Run gezeigt.

Ansetzungen heute

21:08: Rays – Rangers (0:1)

22:38: Twins – Blue Jays (1:0)

01:08: Brewers – Diamondbacks (0:1)

02:08: Phillies – Marlins (1:0)

Boateng, ein Kampf um die Moral

Eigentlich wollte ich zum Fall Boateng rein sportlich argumentieren und die Vorwürfe der Körperverletzung, die er gegen seine Ex-Freundin begangen haben soll, außen vor lassen. Aber nachdem in den Medien die Bayern dermaßen verurteilt werden, Boateng auch nur mittrainieren zu lassen, möchte ich doch meine Gedanken dazu zusammenfassen. Es wird ein bisschen provokant, und ich lasse mich gerne auf eine Diskussion ein.

Vorausschicken möchte ich, dass ich Gewalt gegen Frauen verabscheue und den Strafrahmen für derlei Taten, wenn es denn zu einer Verurteilung kommt, was selten genug der Fall ist, als viel zu niedrig ansehe. Das gilt im übrigen für alle Körperverletzungen, aber einen juristischen Diskurs möchte ich hier nicht führen, obwohl der sehr interessant werden könnte …

Die Fakten: Jerome Boateng wurde in zwei Instanzen für schuldig befunden, seine Freundin brutal misshandelt zu haben. Dieses Urteil wurde gerade vom Oberlandesgericht München wegen eines Formfehlers kassiert und der Fall an eine andere Kammer zurückgewiesen. Moniert wurde unter anderem, dass entlastende Anführungen nicht oder zu wenig berücksichtigt wurden und dass der Richter über einen Befangenheitsantrag gegen ihn selbst entschieden hat.. Boateng ist also nicht rechtskräftig verurteilt und hat demnach als unschuldig zu gelten. Im April soll die neue Verhandlung stattfinden. Übrigens hat auch die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt, sie sieht sogar eine gefährliche Körperverletzung. Die Strafe könnte noch höher ausfallen.

Jetzt stellt sich die Frage: Darf der FC Bayern angesichts der Vorwürfe, die ziemlich konkret und auch konkludent vorgetragen wurden, Boateng ins Team integrieren, womöglich verpflichten? Ein erster Impuls sagt nein, unter keinen Umständen. Und gerade ein FC Bayern hat doch eine Vorbildsfunktion. Spinnen wir diese Argumentation allerdings weiter, bedeutet das quasi ein Berufsverbot für Boateng, ich setze in diesem Fall Bayern mit allen anderen Vereinen gleich. Das ist noch nicht einmal bei einer rechtskräftigen Verurteilung im Sinne des Erfinders und des Gesetzgebers, also erst recht nicht davor.

Rechtlich gibt es nicht die leisesten Bedenken, dass die Verpflichtung von Boateng statthaft ist. Aber wie sieht es mit der Moral aus? Den Bayern wird ja vorgeworfen, alle moralischen Bedenken um des sportlichen Erfolges Willen über Bord zu werfen. In der Tat haben sie sich die Verantwortlichen nicht gerade glücklich geäußert, denn natürlich ist der Fall Boateng, der hohe Wellen schlug, nicht sein privates Ding, und die Verhandlung im April wird auch öffentlich sein.

Aber wie wäre es, wenn man genau andersrum argumentieren würde – und zwar ungefähr so. Bei uns hat sich Boateng nie etwas zu Schulden kommen lassen, er war stets zuvorkommend und beliebt bei der ganzen Mannschaft. Warum sollen wir ihn nicht bei uns aufnehmen, zumal er sich in den vergangenen zwei Jahren vorbildlich verhalten hat?  Dann müssen die Verantwortlichen eben abwägen, ob sie mit der öffentlichen Kritik leben können, die mE weit über das Ziel hinausschießt (natürlich wurden wieder die Fälle Hoeneß/Rummenigge ins Feld geführt). Das ist sehr heikel, erst recht wenn dann der Prozess tatsächlich ansteht. Mir persönlich wäre das Risiko zu hoch aufgrund des zu erwartenden Ballyhoos auch noch in der entscheidenden Phase der Saison, aber wenn die Bayern damit leben können …

Es werden ja auch die Spieler gar nicht so zwischen den Zeilen angeprangert, dass sie sich zum Fall Boateng nicht äußern wollen. Dabei ist das das Klügste, was sie tun können. Intern werden sie den Fall schon diskutieren und ob sie ihn dabei haben wollen oder nicht.

Ich persönlich sähe Boateng, wenn die Vorwürfe auch gerichtsfest zutreffen, am liebsten im Gefängnis, aber das gibt der Gesetzgeber halt nicht her. Doch wenn die Strafe verbüßt ist, dann hat Boateng wie jeder andere auch jedes Recht, wieder Arbeit, also einen Fußballverein, zu finden, und jeder Arbeitgeber, also die Vereine, jedes Recht, ihn wieder aufzunehmen und wieder einzugliedern. Boateng steht mit seinen 35 Jahren am Ende seiner Karriere. Aber soll ein sagen wir 23-Jähriger in einem ähnlich gestrickten Fall wirklich seine Karriere beenden müssen?