Blick über den Teich, NBA
San Antonio Spurs – Minnesota Timberwolves 126:97 (3:2)
Dass es so ein Kantersieg werden würde, war lange absolut nicht absehbar. Mitte des 3. Viertels war die Partie nämlich noch völlig (61:61), nachdem die Timberwolves fast spielend einen 15-Punkte-Rückstand aufgeholt hatten und die Spurs dabei sehr schlecht aussahen.
Ein Dreier von Champaigne beendete diessen negativ-Lauf, und so schnell, wie der Vorsprung dahinschmolz, son schnell wuchs er wieder an. Zum Viertel-Ende betrug er wieder 18 Punkte, und das war dann tatsächlich die Entscheidung.
Bester der Sieger
Victor Wembanyama: Der Franzose begann voller Wut nach dem Ausschluss in Spiel 4. Alleine in den ersten 6 Minuten sammelte der Center 16 Punkte und 5 Rebounds. Diese Schlagzahl konnte er zwar nicht durchhalten, doch die 27 Zähler am Ende waren der Topwert der Partie, dazu sehr starke 17 Rebounds, 5 Assists und (natürlich!) 3 Blocks.
Stark beim Verlierer
Ayo Dosunmo: Hielt 3 Viertel stark dagegen und hatte in diesem Zeitpunkt 16 Punkte, 9 Rebounds und 4 Assists. Anthony Edwards hingegen enttäuschte etwas (auf hohem Niveau). Er war zwar am Ende mit 20 Punkten Top-Scorer seines Teams, blieb aber doch weit unter den vorigen Leistungen zurück.
X-Faktoren
Keldon Johnson: Nicht nur wegen seiner 21 Punkte (8 davon in der entscheidenden phase des 3. Viertels), die er von der Bank aus kommend sammelte, sondern auch mit guter Verteidigung. Bisher die beste Partie des zum besten Einwechselspielers gewählten Prifis.
Der Dreier von Jerome Champaigne: Der die Partie wieder in die richtige Bahn lenkte. Es gibt natürlich nie eine entscheidenee Aktion in einem Spiel (außer ein Buzzerbeater, aber das war ein echter Gamechanger, der auch die zunehmend entsetzten zuschauer wieder aufweckte.
Ausblick
Erster Matchball der Spurs: Aber im Target Center zu Minneapolis hängen die Trauben hoch, und die Timberwolves werden sich bestimmt nicht kampflos ergeben: Das zeigten sie auch mit ihrem beeindruckenden Lauf Ende des 2. und Anfang des 3. Viertels.
Detoit Pistons – Cleveland Cavaliers 113:117 OT (2:3)
Da ist er! Der erste Auswärtssieg der Cavs in diesen Play-offs überhaupt (im 6. Versuch). Noch dazu in der für den Geegner schmerzvollsten Art, nämlich in der Overtime. In der dann plätzlich der bis dato eiskalte Donova Mitchel zum Matchwinner wurde mit sieben punkten.
Die Pistons hatten den klar besseren Start, erarbeiteten sich eine 15-Punkte-Führung im 2. Viertel (47:32). Doch die Cavaliers behielten die Ruhe und kamen noch vor der Pause auf bis zu 4 Zähler heran.
Der 2. Durchgang: nichts für schwache Nerven. Jeder Fehlwurf zerrte an den Nerven der heweiligen Fans – und davon gab es reichlich. Fünf Minuten vo Schluss führten die gastgeber mit 8 Punkte – weniger Fehler und bessere Aktionen. Die Cavs ließen sich nicht beiirren, kamen wieder heran und hatten sogar mit dem letzten Angriff die Chance auf den Sieg., doch Mitchells Sprungwurf wurde geblockt.
Also Verlängerung, und hier war Mitchell plötzlich in seinem Element. Zweier, Dreier, Zweier= 7 Punkte. Davon erholten sich die Pistons nicht mehr. Ihnen bleibt die Hoffnung der Revanche in Cleveland. Viel würde ich nicht drauf wetten!
Bester der Sieger
James Harden scheint es den Kritikern zeigen zu wollen, die ihm Play-off-Fähigkeit absprechen. 30 Punkte legte der Altstar auf. Nein, bestimmt nicht alles gelang nach Wunsch (Wurfquote 8 von 21, 6 Ballverluste), aber Harden übernimmt Verantwortung, und gerade weil Mitchell so lange schwächelte, war er umso wichtiger.
Stark trotz der Niederlage
Cade Cunningham: 39 Punkte, was soll ich da beckmessern? Etwa dass er in der Overtime nichts mehr zustandebrachte (2 Punkte bei insgesamt nur noch 2 Wurfversuchen). Der Mann war schlicht platt, kein Wunder nach 48 Minuten auf dem Parkett.
Als er noch bei Kräften war, agierte er zeitweise nach Belieben, war nie auszuschalten. Allerdings 6 Ballverluste sehr viel, gerade in so einer knappen Partie.
X-Faktor
Max Strus: Seine Dreier hielten die Cavs zunächst im Spiel. Insgesamt traf er 6 von 8 Distanzwürfen.
Bei den Pistons überzeugte zunächst Daniss Jenkins (schnelle 7 Punkte). Aber er konnte dieses Tempo nicht durchhalten.
Zahlereien
95:80 Wurfversuche aus Sicht der Pistons – eine sehr hohe Diskrepanz – erst recht angesichts des Ergebnisses.
Ausblick
Matchball Cavaliers! In eigener Halle! In der sie bisher in diesen Play-offs alle 6 Spiele gewonnen haben (zweimal schon gegen die Pistons). Viel spricht also dafür, dass Cleveland in die Conference Finals gegen die Knicks einzieht.
Und warum nicht alles? Ein Mr. Cunningham könnte einiges dagegen haben.
Ansetzungen
Alle haben offenbar einen Tag Pause nötig/verdient, deshalb geht es erst übernächste nach weiter.
Sa., 01:00: Cavaliers – Pistons (3:2)
Sa., 03:30: Timberwolves – Spurs (2:3)
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