Die zeit „Zwischen den Jahren“, wie es so schön heißt. Im Blickpunkt stehen hauptsächlich die Vierschanzentournee (seit ich denken kann) und seit Neuerem Darts-WM. Dazu viel Liga-Betrieb und Wintersport.

 

Domen, der Dominator

 

Heute in Oberstdorf das erste Springen der Tournee, und es für die Gesamtwertung als auch fürs huetige Springen  einen klaren Favoriten. Domen Prevc, nicht nur klarer Weltcup-Führender, sondern auch souveräner Sieger der gestrigen Qualifikation. Der Slowene scheint sich nur selbst schlagen zu können, sogar mit dem sogenannten Grand Slam (Erfolge auf allen 4 Schanzen) spekuleieren einige Experten. Allerdings war die Tournee für Weltcup-Führende zuletzt nicht imme eine gute Veranstaltung.
Wenn Prevc gewinnt, wäre das etwas Neues. Sein älterer Bruder Peter Prevc steht schon in den Sieger-Annalen der Tournee.
Dort immer zu beachten: Ryoyo Kobayashi, der über die Jahre regelmäßig sehr gut springt und schon dreimal gewonnen hat. Natürlich auch die Ösgerreicher um Titelverteidiger Daniel Tschofenig, Weltcupsieger Stefan Kraft und Jan Hörl. Die deutschen Hoffnungen trägt vor allem Philipp Raimund, gestern zweiter in der Quali (mit gehörigem Abstand zu Prevc).

 

Achtelfinale im Ally Pally ohne Deutsche

 

4 Starter aus good old Germany haben bei der Darts-WM die 3. Runde erreicht, alle 4 verloren ihre Matches. Manche desaströs wie Martin Schindler und Ricardo Pietreczko. Neuling Arno Merk schlug sich beim 1:4 gegen Ex-Weltmeister Michael van Gerwen sehr achtbar, und Gabriel Clemens hatte bei hochklassigem Match gegen Luke Humphries schlicht das Pech, dass de Brite ein ganz kleines bisschen mehr Können und Glück hatte. Quervergleiche sind schwierig, aber ich würde mal behaupten, dass Clemens 75 Prozent der anderen Drittrundenteilnehmer geschlagen hätte.
Ganz klarer Titelfavorit ist neben Humphries Luke Littler. Der Weltmeister spaziert geradezu durch seine Matches, zeigt enorme Qualitäten bei allen Kriterien, die ein Dartsspieler so braucht (Durchschnitt weit über hundert, gute Checkquote). Natürlich kann auch de Titelverteidiger mal einen schlechten Tag haben, abe der Weg zur WM führt einige und allein über den 18-jährigen Engländer.

 

Hält Shiffrins Slalom-Serie

 

Gestern am Semmering brillierte die Amerikanerin im 2. Durchgang, als sie von Platz 4 mit überragender Laufbestzeit noch auf den ersten Platz vorfuhr und sich den fünften Sieg im fünften Rennen sicherte. Nächsten Sonntag steht in Kranjska Gora schon der 6. Slalom an, und selbstverständlich ist die Shiffrin wieder Top-Favoritin. Camille Rast aus der Schweiz ist ihr allerdings relativ nahe auf die Pelle gerückt; die Schweizerin ist reif für den ersten Saisonsieg. Vielleicht schon im Riesenslalom einen Tag zuvor auf gleiche Piste, wo das Favoritinnenfeld mit der dreifachen Saisonsiegerin Julia Scheib und Alice Robinson aus Neuseeland sowie der unverwüstlichen Schweidn Sara Hector größer ist.
Die Deutschinnen? Haben nach em Slalom-Desaster vom Semmering (Aicher raus, Dürr nur nur 17.) einiges gutzumachen.

 

Teamspirit im Tennis

 

United Cup nennt sich die Veranstaltung in 2 australischen Städten (Sydney, Perth), in dem in dem ab Freitag insgesamt 18 Mixed Teams in sechs Gruppen à 3 Mannschaften aufeinandertreffen und bis zum Sonntag in einer Woche einen Sieger küren. Der neueste Schrei der Vorbereitung auf die Australian Open ab 11. Januar, das schöne Sydney-Turnier für Frauen und Männer ist Geschichte.

Das deutsche Team mit Eva Lys und Alexander Zverev trifft in Sydney auf Holland und Polen. Es gibt ein Männer- und ein Frauen-Einzel sowie ein Mixed-Doppel, das die beiden Einzelspiele bilden.
Die Besetzung ist gut, aber nicht überragend. Bei den Frauen führen die Polin Iga Swiatek und Coco Gauff aus den USA das Feld an (keine Sabalenka), bei den Männern sind neben Zverev Taylor Fritz (USA) und Felix Auger-Alliasime wohl die prominentesten Namen (Sinner und Alcáraz fehlen dagegen). Insgesamt werden knapp 10 Millionen Dollar ausgeschüttet, dazu gibt es Weltranglistenpunkte (bei den Männern nach Wertigkeit der Gegner und der Runde).
Die Gruppensieger und je ein Gruppenzweiter pro Stadt erreichen das Viertelfinale. Großer Vorteil für die „Sydneys“: Dort finden Halbfinale und Finale statt, woe die „Perthies“ nach ihrenViertelfinali erst mal stundenlang hinfliegen müssen.
Favoriten? USA (Gauff, Fritz), Italien (Paolini, Cobolli) und Polen (Swiatek, Hurkacz). Eva Lys müsste schon über sich hinauswachsen, vielleicht wäre die ebenfalls gemeldete Laura Siegemund als Doppelspezialistin die bessere Option.

 

Und sonst?

 

  • Internationaler Fußball, England: gleich 2 Spieltage (Dienstag/Donnerstg und Samstag/Sonntag). Der Schalger Arsenal vs Aston Villa sticht heraus (Di., 21:15), wenn der Tabellenführer auf den Dritten trifft, der die letzten 8 Ligaspiele allesamt gewonnen hat (Vereinsrekord). Am Neujahrstag muss Verfolger Manchester City zum Überraschungsneuling FC Sunderland, während Meister Liverpool gegen Leeds United den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen bestätigen will.
    Spanien: Das Barcelona-Stadtderby zwischen Espanyol und Barca (Sa., 21:00) hat längst nicht die Brisanz von einem in Madrid oder Mailand. Barca zuletzt unschlagbar, der Vorsprung auf Real Madrid ((Sonntag vs FC Sevilla) beträgt schon 4 Punkte.
    Italien: Dreikampf an der Spitze zwischen den Mailände Clubs Inter und Miland sowie der SSC Napoli. Die Neapolitaner haben bei Lazio Rom (So., 12:30!) die schwierigste Aufgabe. Inter zu Hause vs Bologna und Milan (schon mit Niclas Füllkrug?) bei Cagliari eher mit Pflichtaufgaben.
  • Wintersport: Die mittlerweile rein italienische Tour de Ski hat schon begonnen, und bei den Männern führt erwartungsgemäß Johannes Klaebo. Bei den Frauen überraschte am Sonntag die Deutsche Coleta Radzek als Sprintzweite hinter der Norwegerin Skystad. Höhepunkt am Sonntag der Anstieg zur Alpe Ciermis, immer wieder für spekatkuläre Bilder gut.
  • Basketball: In der BB muss Tabellenführer FC Bayern am Mittwoch in Rostock antreten. Am Freitag folgt in der Euroleague die Heimpartie gegen Maccabi Tel Aviv. Damits den Münchnern nicht langweilig wird, steht am Sonntag noch die Partie in Braunschweig auf dem Programm.