Das wird die Woche, die wird

Tennis in Cincinnati, 1. DFB-Pokalrunde, Beginn der Premier League.

 

Wer wird Cincinnati Boy und Girl

 

Das zweite Masters des amerikanischen Sommer-Doppels geht in die entscheidende Phase. Nachdem sich Frauen und Männer in Kanada noch geteilt haben (Frauen in Montreal, Männer in Toronto), sind sie jetzt in einer umgebauten und hochgelobten Anlage in Cincinnati wiedervereint. Alle schwärmen von den Bedingungen dort, und noch ist auch die Hitze in Ohio erträglich. Die FavoritInnen hier wie dort sind alle noch im Wettbewerb vertreten: Bei den Männern scheinen Sinner und Alcáraz nahezu unangreifbar, auch die Toronto-Finalisten Shelton und Khatchanov gaben sich keine Blöße, ebensowenig Alexander Zverev.
Auch die Frauen scheinen sich nach dem Favoritensterbven von Montreal erholt, die Sabalenkas und Swiateks und Gauffs siegten mühelos. Nicht allerdings ist Montreal-Sensationssiegerin Valerie Mboko und-Finalistin Naomi Osaka.Eine tolle Überraschung gelang der jungen Deutschen Ella Seidel, die ihre viel höher eingeschätzte Fast-Namensnichte Emma Navarro bezwang und jetzt auch gegen McCartney (was für ein Vorname!) Kessler nicht chancenlos ist.

 

Bielefeld weiter auf Pokal-Mission?

 

Die Fans der Arminia kommen aus dem Jubeln kaum noch heraus. Nach dem Aufstieg und den Einzug ins Pokalfinale geht der Erfolgslauf in der neuen Saison munter weiter. Nach zwei äußerst überzeugenden Erfolgen gegen Düsseldorf und in Kiel grüßen die Ostwestfalen schon wieder von der Tabellenspitze. da kommt die 1. Pokalrunde gerade recht, wo in einer Neuauflage des Viertelfinals im März Werder Bremen an die Alm kommt (Freitag, 20.45). Für mich wäre es keine Überraschung, würde Bielefeld auch dieses Mal gewinnen (fast frage ich mich eher,wie denn das Pokalfinale so schnöde verloren gehen konnte).
Weiteren Upset-Alarm für Erstligisten sehe ich in Rostock (Hoffenheim), Dresden (Mainz) und vielleicht sogar in Essen (Dortmund).
Grundsätzlich ist die 1. Runde für Bundesligisten immer heikel, weil diese im Gegensatz zu 2. bis 4. Liga noch keine Pflichtspiele absolviert haben.

Dieses Wochenende nicht ins Geschehen eingreifen werden wie gehabt der Pokalsieger VfB Stuttgart und Meister Bayern München. Für diese Clubs steht am Samstag (20:45) im Neckarstadion das Supercup-Finale an.

 

Wer stoppt den FC Liverpool?

 

Dieses Wochenende beginnt auch die neue Spielzeit in der englischen Premier League mit der Begegnung von Meister FC Liverpool gegen den Außenseiter FC Bornemouth. Nach dem souveränen Titel sind die Reds erneut klarer Favorit, zumal sie sich mit 3 heruasragenden Bundesliga-Profis verstärkt haben: Florian Wirtz und Jeremy Frimpong kamen von Bayer Leverkusen, Hugo Ekitiké von Eintracht Frankfurt. Zudem scheint der Wechsel von Alexander Isak von Newcastle United nur noch eine Frage der Zeit zu sein.
Die Premier League ist mittlerweile mt großen Abstand die schillerndste nationale Liga der Welt, auch weil hier am Besten gezahlt wird. So spielt ein Granit Xhaka lieber für den Aufsteiger (und damit natürlichen Abstiegskandidaten) FC Sunderland denn für deutschen Spitzenclub Bayer Leverkusen (sicher nicht weil die nordenglische Stadt so wunderschön wäre (das Stadion allerdings und die Stimmung dort sind toll). Auch Top-Angreifer Benjamin Sesko spielt lieber für Manchester United (trotz dessen katastrophensaison (24/25) als für RB Leipzig (naja, das ist auch sehr viel klangvoller).
Als Meisterschschafts-Favoriten sehe ich neben den Reds auch den FC Arsenal, das sich mit Grökeres einen heruasragenden Torjäger geangelt hat und (natürlich) auch Ex-Champions Manchester City mit Trainer Pep Guardiola.

Anmerkung: Vielleicht raffe ich mich noch zu einem ausführlichen Vorbericht auf

 

Und sonst?

 

  • Leichtathletik: Diamond League in Silesia (16. August).
  • Golf: 2. von 3 Finalturnieren in der Fedex-Wertung mit den Top 50 im Cape Valley Club.
  • Motorrad: WM-Läufe in Spielberg in MotoGP, Moto2 und Moto3

 

 

Das wird die Woche, die wird

Andere Sportarten standen zuletzt im Mittelpunkt, doch jetzt rückt König Fußball und die neue Saison (zumindest in Europa) wieder in den Vordergrund. Dazu Masters-Tennis in Nordamerika.

 

Zverev weiter auf Mission Wiedergutmachung

 

Auch der Satzverlust gegen den Australier Alexej Popyrin konnte den Deutschen nicht stoppen. Er steht bereits im Halbfinale des Masters von Toronto und trifft dort in der Nacht zu Donnerstag auf den Russen Karen Khatschanow, der nach eher verhaltenem Jahresbeginn in Topform ist und zuvor auch in Wimbledon die Runde der besten Vier erreicht hat. In der unteren Hälfte werden heute Nacht bei den Partien Rublew gegen Fritz und De Minaur gegen Shelton die beiden anderen Semifinalisten ermittelt.
Genau so weit sind die Frauen beim Pendant in Montreal. Die Sensations-Kanadierin Victoria Mboko und Lena Rybakina sind schon im Halbfinale, heute Nacht kommen Madison Keys/Clara Tauson und Elena Switolina/Naomi Osaka dazu.

Die Finals sind schon für Freitag angesetzt, weil schon das nächste Masters in Cincinnati wartet. Dort werden bei den Männern auch die Topleute Jannik Sinner und Carlos Alcáraz wieder ins Geschehen eingreifen, die sich für Toronto eine  schöpferische Pause nahmen. Erneut abgesagt hat allerdings Novak Djokovic seine Teilnahme. Grand Slam oder nix, heiißt offenbar die Devise des 38-Jährigen, denn schon Ende August warten die extrem kräftezehrenden US Open. Ansonsten hat die komplette Weltelite gemeldet.
Nach de Kanada-Trennung sind Frauen und Männer in Cinci wieder vereint. Auch die Frauen werden praktisch mit der kompletten Weltelite am Start sein.
Zurzeit läuft noch die Qualifikation, unter anderem mit Ella Seidel , Laura Siegemund sowie Jan-Lennard Struff.

 

Königsklasse schon im Gange

 

Die Topclubs können sich noch schonen, aber die Qualifikation im Kampf um die Geldtöpfe ist bereits im vollen Gang. Diese und nächste Woche (jeweils Dienstag und Mittwoch) steht die 3. Runde an (Hin- und Rückspiele), unter anderem mit namhaften Paarungen wie das „Öresund-Derby“ Malmö-Kopenhagen,  RB Salzburg vs FC Brügge und vor allem OGC Nizza vs Benfica.

Wer nicht genug hat, darf sich am Donnerstag in der Qualifikation der Europa und Conference League was Hübsches aussuchen. Wie wäre es mit dem schwedisch-norwegischen Knaller Häcken vs Bergen (Do., 19 Uhr).

 

Heimclubs bereits unter Druck

 

Vor dem 2. Spieltag der 2. Bundesliga ist die Ausgangslage klar: Von den 9 Heimmannschaften müssen 8 eine Auftaktniederlage des vergangenen Wochenendes kompensieren. Wer erneut verliert, steht schon gewaltig unter Zugzwang. Einzig Eintracht Braunschweig kann zu Hause gegen Greuther Fürth einen Auswärtssieg vergolden, das einzige Duell zweier Auftaktgewinnen. Namhafte Partie sind selbstredend wieder dabei wie Nürnberg gegen Darmstadt (Freitag, 18:30), der Ostschlager Dresden – Magdeburg (Sa., 13:30) und die Partie Lautern – Schalke (Sa., 20:30). Interessant, dass die DFL die Partien nicht auf die vermeintlich attraktiveren Erstligazeiten angesetzt hat, obwohl das Oberhaus noch pausiert. Um die Fans nicht zu verwirren?

 

Golfen für Millionen

 

Die Fedex-Ausscheidung beginnt schon, der der dreiwöchige Abschluss der US-Turnierserie, in der der Sieger am Ende 20 Millionen Dollar gewinnt. 3 Turniere zum Abschluss, beim ersten in Memphis sind 70 Profis dabei, beim zweiten 50 und zum Abschluss wie gehabt dann nur noch 30, die dann je nach Punktestand mit einem Handicap starten. Die Wertung führt derzeit klar der Amerikaner Scottie Scheffler vor dem Nordiren Rory McIlroy und dem Östereicher Sepp Straka an. Mit dabei zum Auftakt sind auch die Deutschen Stephan Jäger und Matti Schmid, der als 70. gerade noch ins Feld rutschte.

 

Und sonst?

 

  • Radsport: Polen-Rundfahrt und Vuelta die Burgos
  • Basketball: Die EM-Vorbereitung nimmt langsam Formen an. Der deutsche Kader ist benannt (ohne Isaiah Hartenstein und Moe Wagner, mit Dennis Schröder und Franz Wagner. Wenn ich das richtig sehe, hat das Team noch keine Testspiele auf dem Programm, Das Team trifft am Freitag (20.05) in Ljubljana und am Sonntag (17:30) in Mannheim auf Slowenien mit einem angeblich sehr fitten anstatt fetten Luka Doncic. (Danke neuronal für den Hinweis). Magenta wird übertragen

Das wird die Woche, die wird

Schwimm-WM, Beginn der 2. und 3. Liga und Tennis in Kanada, das sind wohl die Höhepunkte der Sportwoche.

 

Summer Time in Singapur

 

Im Vorfeld der Schwimm-Weltmeiserschaften stellte Summer McIntosh drei großartige Weltrekorde auf. Jetzt steht zu erwarten, dass die junge Kanadierin in Singapur einige WM-Titel holt und höchstwahrscheinlich die erfolgreichste Starterin wird (zumindest was die Einzeltitel betrifft). Den ersten hat sie schon am Sonntag souverän geholt über 400 Meter Freistil, als sie der Konkurrenz keine Chance ließ. Das männliche Gegenstück ist der Franzose Marchand, mal sehen welche Strecken sich der viermalige Olympiasieger ausgeguckt hat, ob wieder das einzigartige Doppel 200 Meter Schmetterling/200 Meter Brust dazugehört.
Die Deutschen haben ihr Beckengold schon sicher Lukas Märtens über 400 Meter Freistil holte und damit seinen Olympiasieg über dieselbe Strecke bestätigte.

 

2. Liga – völlig offen

 

Am Freitag geht es also in Deutschland mit Profifußball wieder los, und wie gehabt macht die 2. Liga den Anfang. Zwar sind die absoluten Quotenbringer HSV und 1. FC Köln in Richtung Oberhaus entschwebt, dennoch darf der Fan wieder eine enorm ausgeglichene Liga erwarten, in der Überraschungen an der Tagesordnung sind. Mindestens ein halbes Dutzend Vereine rechnen sich mehr oder weniger gute Aufstiegs-Chancen aus. Ich persönlich bin sehr gespannt auf Hertha BSC. Auch Fortuna Düsseldorf habe ich auf dem Zettel. Die Bundesliga-Absteiger Bochum und Kiel müssen sich erst mal an den doch anderen Fußball im Ungterhaus gewöhnen. Dark horses gibt es genug, beim 1. FC Nürnberg (mit Trainer Miro Klose) angefangen und beim erst in der Relegation ganz knapp gescheiterten SV Elversberg noch längst nicht aufgehört.

 

Auch die 3. Liga beginnt: Meine Münchner Löwen haben eine unfassbare Vorbereitungszeit hinter sich, in der sich Eigner Hasan Ismaik vermeintlich „endgültig“ verabschiedet hat; jetzt heißt es: April, April, der Verkauf (besser gesagt: die Übereignung der Anteile) ging schief. Gegenseitige Schuldvorwürfe zwischen der alten Vereinsspitze (zu früh herausgeplatzt?), Ismaik und dem offenbar doch nicht so potenten Käufer fliegen hin und her. Die Aufbruchsstimmung der Münchner, ausgelöst durch die promienten Neuzukäufe im Sturm (Kevin volland, Florian Niderlechner) ist verflogen. Am Freitag dann der Auftakt bei Rot-Weiss Essen und nach der fast erwarteten Niederlage die nächste traurige Saison in der Mittelmäßigkeit.

 

Absagenflut in Toronto

 

Wie immer sind die kanadischen Masters-Turniere im Tennis aufgeteilt. Diesmal die Männer in Toronto und die Frauen in Montreal. Während die Frauen mit Ausnahme von Aryna Sabalenka praktisch mit der kompletten Weltspitze am Start ist, mussten die Toronto-Veranstalter eine Absage nach der anderen hinnehmen: Jannik Sinner, Carlos Alcáraz, Novak Djokovic und ein gutes Dutzend ander Profis haben zwar gemeldet, werden aber nicht antreten. Das ist ein Debakel und sollte Folgen haben, dass eine solche Absage nicht ohne Weiteres und vor allem ohne jede Folge möglich ist.
So ist tatsächlich Alexander Zverev an Nummer 1 gesetzt, er trifft zum Auftakt auf den mir völlig unbekannten Australier Walton (Nr. 88). Trotz der Absagen ist das immer noch ein erlesenes Feld unter anderem mit Taylor Fritz, Ben Shelton, Holger Runde und Daniil Medwedew.
Bei den Frauen kam es zum Start zum Duell der beiden Deutschinnen Tatjana Maria und Laura Siegemund (die sich über die Qualifikation ins Hauptfeld spielen musste, weil bei der Nennung ihr Viertelfinale von Wimbledon noch nicht eingepreist war). 3:28 Stunden beharkten sich die beiden (37 und 35 Jahre alt), ehe Siegemund sich im Tiebreaker des 3. Satzes durchsetzte. Sie trifft nun auf Madison Keys: Gegen die Australian-Open-Siegerin hatte sie in Wimbledon klar die Oberhand behalten.

 

Deutsche Finals

 

Von Donnerstag bis Sonntag gibt es in Dresden die verschiedensten nationalen Meisterschaften von der Leichtathletik über Turnen bis zum 3×3-Basketball und Sportklettern. Alles nahe beieinander und terminlich so abgestimmt, dass die ARD  4 Tage nahezu komplett bis zum Abend übertragen kann. Das Prinzip hat sich bewährt in den vergangenen Jahren, und der Zuseher finden sportliche Perlen, die ihm sonst vielleicht entgehen würden. So stellt sich Coastal Rowing vor, immerhin 2028 in LA olympisch, eine Mischung aus Strandlauf und Rudern (sehr vereinfacht und wahrscheinlich falsch ausgedrückt).

 

Und sonst?

 

  • Formel 1 in Ungarn: Und die Frage, ob der McLaren von Lando Norris oder der McLaren von Oscar Piastri die Nase vorne hat. Der Rest ist bestenfalls Staffage. Es ist das letzte Rennen vor de dreiwöchigen Sommerpause, in der dann Transfers/Nichttransfers die Spekulationen beherrschen. Max Verstappen: wirklich zu Mercedes???
  • Motorsport: Rallye Finnland, früher die 1000-Seen-Rallye. Eine Hochgeschwindigkeits-Rally mit Tausenden Sprüngen (bis zu 50, 60 Meter weit). Vorbei allerdings die Zeiten, wo mit Sicheheit ein Finne gewann, die ganz großen Suomi-Zeiten sind trotz eines Kalle Rovenperä vorbei).
  • Leichtathletik: Die Trials in Eugene/Oregon, also die WM-Ausscheidung de Leichtathleten ab Donnerstag. Gesetzt sind nur die Titelverteidiger aus dem Jahr 2023, ansonsten gilt: Top 3 erreichen oder in Tokio Mitte September zusehen.

Das wird die Woche, die wird

In eigener Sache: Am Donnerstag (das Wetter, seufz) fahre ich noch mal an den Bodensee. Ob und wie ich Sport genieße, weiß ich noch nicht. Entscheidung in der Tour, Beginn der Hartplatz in Amerika und die Formel-1-Ardennenfahrt in Spa – das sind die großen Höhepunkte der Woche. Den Frauenfußball habe ich schon beleuchtet.

 

Pogacar einsam – bis nach Paris?

 

Nach dem Ritt über die Pyrenäen über 3 äußerst anspruchsvolle Etappen hat sich das Feld der Tour de France. Ganz vorne Tadej Pogacar, mehr als 4 Minuten dahinter Jonas Vingegaard, und dahinter führt der deutsche Jungprofi Florian Lipowitz das übrige Feld an und überdies die Wertung des besten Jungprofis, das ihm das Weiße Trikot bescherte. Eine Vorentscheidung gewiss, aber es warten noch schwere Aufgaben. Schon am Dienstag nach dem Ruhetag folgt der Schlussanstieg zum sagenumwobenen Mont Ventoux. Wenn es da wirklich heiß wird (bis zu 40 Grad sind da möglich), spendet der kahle Berg mit seinem Mondkratern keinerlei Schatten.

Lipowitz etwa kennt den Ventoux noch gar nicht, zumindest nicht wettkampfmäßig. Vielleicht hat er wie Tausende Hobby-Radsportler den Berg privat bezwungen. Lipowitz ist jedenfalls die große Überraschung, wenngleich er sein immenses Können schon vergangenen Herbst bei der Vuelta und vor gut einem Monat beim Crerium Dauphiné gezeigt hat. Aber dass er jetzt beim absoluten Jahreshöhepunkt quasi ohne Schwäche durch Frankreich hetzt, das beeindruckt schon sehr und gibt für die folgenden Jahre zu den schönsten Hoffnungen Anlass, wenn denn die Pogacars und Vingegaards genung haben sollten.

Neben dem Ventoux wartet auf die Fahrer in der abschließenden Woche noch das Rendezvous mit den Alpen. Am Donnerstag geht es aufs Dach der Tour mit der Zielankunft auf dem Col de Loze (2304 Meter), nachdem die Fahrer zuvor schon den Col de la Madeleine erklimmen müssen. Tags darauf eine weitere Begankunft in La Plagne, der Wintersportstation.

Etwas Besonderes haben sich die Verantwortlichen für die Schlussetappe in Paris (nach einem Jahr Pause wegen Olympia) ausgedacht. Wie bei den Spielen führt die Strecke über den Montmartre. Ob hier allerdings Attacken geritten werden, wage ch zumindest im Hinblich aufs Gesamtklassement zu bezweifeln.

 

Tennis goes America

 

Den Beginn der US-Hartplatzsaison (mit einem Abstecher nach Kanada) macht wie gewohnt das Turnier in Washington. Sowohl Frauen als auch Männer schlagen in der US Hauptstadt auf. Bei den Frauen führt Jessica Pegula vor ihrer US-Landsfrau Elena Navarro und der Kasachin Lena Rybakina die Setzliste an. Am Start ist auch Tatjana Maria, die damit zum dritten Mal innerhalb von 3 Wochen den Atlantischen Ozean überquert (London-Newport-Hamburg-Washinton). Sie startet gegen eine Qualifikantin. Bei den Männern ist Taylor Fritz der nominelle Favorit vor Lorenzo Musetti und Holger Rune. Während Alexander Zverev noch pausiert, hat die deutsche Nummer 2 Daniel Altmaier gemeldet. Die Aufgabe gegen den Italiener Matteo Arnaldi ist Knifflig, scheint aber nicht unlösbar.

Auch in Europa ist noch einiges geboten: Die Männer haben Sandplatz-Turniere in Kitzbühel (Bublik, Baez) und Umag (Francisco Cerundolo, Darderi) vor sich, die Frauen messen auf >Hartplatz sich in Prag (Noskova, Srmakova). In Kitz haben Yannick Hanfmann und Jan-Lennard Struff die Qualifikationgeschafft, Justin Engel bekommt aufgrund seiner tollen Leistungen als Junior ein spezielles Startrecht.

 

Spa, die Wunderschöne

 

Nicht nur die Radsportler fahren bergauf und bergab, auch die Motorsportler. So trifft sich die Formel 1 am Wochenende in Spa-Franchorchamps jeder legendäre Kurs durch die belgischen Ardennen mit der berühmt-berüchtigten Eau Rouge (bergauf scheinbar in den endlossen Himmel), wo der begnadete Stefan Bellof bei einem Tourenwagenrennen tödlich verunglückte. Trotzdem ist Spa neben Montreal meine Liblingsstrecke im Formel-1-Kalender.
Klarer Favorit sind wieder die beiden McLarens von Oscar Piastri und Lando Norris, der mit den beiden Siegen zuletzt in Silverstone und Spielberg den Abstand auf mickrige 8 Punkte verkürzte. Eine Teamorder verbietet sich da, zumal der Abstand auf den Dritten Max Verstappen schon komfortable 69 Zähler beträgt.

 

Und sonst

 

  • Die Fußball-Teams fornieren sich langsam: Im Training sind bis auf die Club-WM-geplagten Bayern und Dortmunder schon längst alle Teams. Aber an allen Kadern wird noch fleißiog gebastelt. Die Stürmersuche bei den Bayern steht im Vordergrund, doch weder der Wechsel von Woltemade (Stuttgart) noch von Diaz (Liverpool) sind zuletzt nähergekommen. Allerdings dürfte der FC Liverpool nach de Verpflichtung von Etikite eher bereit sein, den wechswselwilligen Kolumbianer abzugeben.
  • Schwimm-WM in Singapur: Nach den Freiwasserwettbewerben (und dem Florian-Wellbrock-Gold-Quadrupel) haben die Schwimmer eine Woche Pause, ehe ab nächsten Sonntag die Beckenstrecken (insgesamt 42!) warten. Mal sehen, wie sich der Magdeburger von den Strapazen im mehr als 30 Grad warmen Meer erholt. In dieser Woche kommt es zu zahlreichen Entscheidungen im Wasser- und Artistikschwimmen, dazu Wasserball und Klippenspringen (Samstag, Sonntag).
  • Leichtathletik: Ab morgen beginnen die US Trials in Eugene/Oregon. Das Prinzip ist bekannt: Nur die ersten Drei jeder Disziplin fahren zur WM nach Tokio im September. Aufatmen können alledings die amtierenden Weltmeister, die ein persönliches Startrecht genießen unabhängig von Abschneiden in Eugene.

Das wird die Woche, die wird

Auf in die Pyrenäen

 

Am heutigen Dienstag ruht die Tour, nachdem sie gestern die erste Bergetappe hinter sich gebracht hat. Allerdings „erst“ im Zentralmassiv, ins Hochgebirge geht es dann diese Woche, nämlich in die Pyrenäen. Am Donnerstag steht die Klettertour noch nach Hautacam an, mit einem Schlussanstieg der Ehrenkategorie. Tags darauf das Einzelzeitfahren hoch nach Peyrasudes, mit der estrem steilen Flughafenrampe. Wo vor zwei Jahren der Österreicher Felix Gall einen Triumph nach einem Soloritt in der damaligen Königsetappe feierte. Den Abschluss des Pyrenäen-triples bildet der Höllenritt nach Superbagneres mit dem legendären Tourmalet quasi als Aufgalopp nach knapp der Hälfte.
Danach sind wir mit Sicherheit noch viel schlauer als jetzt schon. Tadej Pogacar hat zwar gestern sein Gelbes Trikot verloren an den Solokünstler Ben Healy, doch er zeigt sich in blendender Form. Jonas Vingegaard hat zwar beim ersten Zeitfahren rund um Caen mehr als eine Minute verloren, doch damit noch längst nicht die Tour. Auch Pogacar kann mal einen schwächeren Tag erwischen, und Gnade ihm, das passiert in den Pyrenäen oder nächste Woche in den Alpen.
Großartig schlägt sich der Deutsche Florian Lipowitz. Ich glaube, dass es nicht vermessen ist, wenn ich ihn in Paris in den Top 5, vielleicht sogar in den Top 3 einreihe. In den Bergen kommt er glänzend zurecht, auch beim Zeitfahren zeigte er auf. Aber natürlich kann gerade bei einem junngen Fahrer wie ihn (24 Jahre) immer ein Etappeneinbruch erfolgen.

 

Jetzt wird es ernst für die Fußball-Frauen

 

Nach dem Desaster gegen Schweden treffen die deutschen Fußballerinnen im Viertelfinale auf Frankreich. Nehme ich die bisher gesehenen Leistungen, sind die Les Bleues klare Favoritinnen. Sie haben ihre „Todesgruppe“ mit England und Hlland ohne Punktverlust übestanden und dabei fast gänzlich überzeugt mit schönen und erfolgreichen Fußball. „Fast“ deshalb, weil sie im Spiel gegen Oranje tatsächlich für kurze Zeit ins Schwimmen geraten sind, ehe die großartige Delphine Cascarino mit einer Vorlage und 2 Toren die Verhältnisse wieder geraderückte.
Die Deutschinnen dagegen enttäuschten bisher: Die Ausfälle von Giulia Gwinn und Lena Oberdorf sind nicht zu ersetzen, denn zurzeit ist das Team nicht mit Weltklassespielerinnen gesegnet. Das beginnt bei der Torhüterin Ann-Katrin Berger und hört beim chancen-vergebenenen Sturm nicht auf. Gerade die linke Abwehrseite schwächelte bisher bedenklich.
Und warum dürfen die Deutschinnen doch hoffen? Zum einen hatten sie gute Phasen wie die erste Viertelstunde gegen Schweden. Außerdem hat Trainer Christian Wück eine Woche Zeit zur Aufarbeitung, wobei ich den Coach bisher nicht als besonders krisenerprobt empfunden habe. Und seine Schönrederei nach dem Schweden-Spiel, als er fast alles auf die Rote Karte von Charlotta Wamser schob, empfand ich fast schon peinlich.
Vor allem aber: Die Deutschinnen lieben Frankreich als Gegner. Sie haben in der Vergangenheit nie eine wichtige Partie gegen den westlichen Nachbarn verloren.

Die 4 Spiele des Viertelfinals ziehen sich übrigens gewaltig hin. Pro Tag steht immer nur eine Partie an, nämlich:

Mi., 21:00: Norwegen – Italien
Do., 21:00: England – Schweden
Fr.,  21:00: Spanien – Schweiz
Sa., 21:00: Frankreich – Deutschland

 

Golfelite kämpft um Open-Sieg

 

The Open Championship, und zumindest jeder Golf-Fan, weiß was gemeint ist. Nämlich das einzige Mahor-Turnier, das in Europa, genauer gesagt in Großbritannien ausgetragen wird. Dieses Jahr geht es in der 153. Auflage nach Nordirland (Royal Potrush Club), natürlich ein Links-Kurs auf dem Kurs des im Royal Portrush Cluban der Küste und damit schwer beeinflusst von Wind (und Regen?). Favoriten zu benennen, ist mir unmöglich, natürlich sind alle Blicke gerichtet auf den nordirischen Nationalhelden Rory McIlroy. Der Masterssieger scheiterte allerdings 2019 auf eben jenem Kurs bereits am Cut. -glänzend n Form ist auch der Amerikaner Scottie Scheffler, der Sieger der US Open (vor McIlroy). Dahinter lauern gut zwei Dutzend herausragende Golfprofis auf den großen Coup. Abschlagen werden ab Donnerstag auch die Deutschen Stephan Jöger und Matti Schmid sowie der Österreicher Sepp Straka.

 

Und sonst?

 

  • Die Schwimm-WM in Singapur. In dieser Woche allerdings noch ohne Beckenschwimmen, dafür die Disziplinen Springen, Synchron und Freiwasser. Die Letztgenannten müssen allerdings wegen der schlechten Wasser-Qualität erst mal warten.
  • Leichtathletik: Am Samstag trifft sich ein Teil der Elite beim Diamond-League-Meeting in London. Das Starterfeld ist erlesen, mal sehen, wo es eine Übertragung gibt. Vielleicht sogar in einem Stream bei ARD oder ZDF.
  • Tennis: Ein Teil des Trosses fliegt nach Amerika, ein Teil bleibt in Europa, und viele (vor allem TopspielerInnen) pausieren vor der anstrengenden Hardplatz Saison. Die Männer haben Turniere in Gstaad (Ruud, Bublik), Bastad (Cerundolo, Griekspoor) und Los Cabos (Rublew, Davidowich Fokina, Shapovalov). Alexander Zverev hat wie erwartet die Teilnahme in Gastaad abgesagt, trainiert lieber auf Mallorca, wo ihn Toni Nadal unterstützt). Die Frauen spielen in Hamburg (Alexandrowa, Yastremska). Auch viele Deutsche sind am Start, auch Tatjana Maria nach einen US-Abstecher nach Newport). Allerdings nicht Wimbledon-Viertelfinalistin Laura Siegemund und auch nicht Eva Lys, die wegen einer erneuten Rheuma-Attacke absagen musste. Schade, hier wären einige Punkte drin gewesen bei dem eher bescheidenen Feld.

 

 

Das wird die Woche, die wird

1. Tour-Woche, 2. Wimbledon-Woche, Frauen-EM und (tatsächlich!) die Club-WM

 

Pogacar schon auf der Lauer nach Gelb

 

Die Tour-Woche steht erst mal im Zeichen des Zeitfahrens morgen in Caen. Ein Kurs ohne große Erhebungen, also wie gemacht für die Rolleure im Feld.(Klarer) Favorit auf den Tagessieg ist Remco Evenepoel, der Zeitfahr-Olympiasieger und -Weltmeister. Zumal der vermeintlich härteste Konkurrent im Kampf gegen die Uhr, Fillipo Ganna, bereits in der 2. Etappe aufgegeben hat.
Doch für Evenepoel wird der Sprung ins Gelbe Trikot schwerer als geplant, den er bei Bekantgabe des Tour-Kurses sicher im Blick hatte. Denn auf der 1. Etappe verlor der Belgier 45 Sekunden auf Tadej Pogacar, und diesen Vorsprung aufzuholen, wird auch für den ausgemachten Zeitfahrer schwierig. Pogacar selbst hat als Gesamtzweiter nur 4 Sekunden Rückstand auf Gelb-Träger Matthew van de Poel. Für ihn gilt es, auf seinen wohl härtesten Konkurrenten Jonas Vingegaard nicht allzuviel Zeit zu verlieren, wenn überhaupt.
Doch schon heute steht eine knackige Etappe an, die mit ihrem Profil durchaus mit einem Ardennen-Klassiker ähnelt und mit einem heftigen Anstieg endet. Ansonsten sind in der Woche die Sprinter gefordert und gefragt. Nicht mehr dabei ist allerdings der zurzeit beste Spurter Jasper Philipsen, der gestern schwer stürzte und aufgeben musste.

 

Auch der Tennis-Nachwuchs kämpft um Wimbledon-Krone

 

Zur Frauen- und Männerkonkurrenz habe ich schon geschrieben

https://blickueberdenteich.de/schneckles-erfolgslauf-geht-weiter-auch-gegen-sabalenka/

so schaue ich hier auf die Nachwuchs-Wettbewerbe („Boys and Girls“). Da haben die deutschsprachigen SpiererInnen vor einen Monat toll abgeräumt. Max Schönhaus gewann das deutsche Finale gegen Niels McDonald, bei den Girls triumphierte die Österreicherin Lilli Tagger. Alle Drei sind noch im Wettbewerb, mal sehen, wie weit sie kommen.
Im Doppel ist dagegen das an 3 gesetzte Paar Kevin Krawietz/Tim Pütz überraschend schon gescheitert. Hier haben die Briten noch einige Asse im Ärmel: 2 rein britische Doppel stehen im Viertelfinale, sowie die britisch-finnische Paarung Patten/Helisivuora, die die Australian Open für sich entscheiden haben.

 

Auch ohne Gwinn auf Viertelfinal-Kurs

 

Etwas mühsam sind die deutschen Fußball-Frauen ins EM-Turnier gestartet, heute können sie schon einen großen Schritt in Richtung Viertelfinale machen. Ab 18 Uhr treffen sie in Basel auf Dänemark, das die erste Patie knapp gegen die Schwedinnen verlor. Ein Sieg der Truppe von Christian Wück, und das Viertelfinale ist (so gut wie) sicher. Und auch wenn die Kapitänin Giulia Gwinn wegen ihrer Verletzung fürs gesamte Turnier ausfällt: Das müsste gegen die Däninnen, die zurzeit längst nicht mehr so stark sind wie vor ein paar Jahren noch, zu machen sein. Die 3. Partie findet dann. am Samstag gegen Schweden statt. Im Idealfall sind dann beide Teams schon für die Runde der besten Acht qualifiziert.
Große Spannung in der Gruppe D. Nachdem  England zum Auftakt gegen Frankreich mit 1:2 verlor, ist der Titelverteidiger unter Zugzwang. Eine Niederlage morgen gegen Holland, und das Viertelfinale wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verspielt. Selbst ein Remis wäre vielleicht zu wenig.

 

Fluminense gegen drei Europäer

 

Tatsächlich, jetzt interessiert mich die Club-WM doch: Im Halbfinale treffen heute Fluninense und der FC Chelsea aufeinander, morgen das vom Papier her namhaftere Duell zwischen den „Deutschen“-Bezwingern Paris St. Germain (FC Bayern) und Real Madrid (Borussia Dortmund). Beide Spiele im Metlife-Stadium in New Jersey ab 21 Uhr, wo dann auch am Samstag das finale stattfindet. Ich sehe beide Partien völlig offen. Bei PSG gegen Real trifft mannschaftliche Geschlossenheit (Paris) auf höchstem Niveau auf individuelle Brillanz einzelner Spieler andererseits (Madrid).

 

Und sonst

 

  • Motorsport: Zwei große Veranstaltungen in Deutschland. In Berlin gastiert die Formel E auf em Flughafen Tempelhof.
    Zuschauermassen werden auf dem Sachsenring erwartet, wenn die besten Motorradfahrer ihre Läufe austragen. Marc Marquez liebt die Strecke bei Hohenstein Ennstal und dürfte seine Siegesserie in der MotoGP verlängern, zumal der Start seinen Bruders und schärfsten Rivalen Alx Marquez noch ungewiss ist nach dessen handbruch.
  • Leichtathletik: Die Diamond League macht am Freitag Station in Monaco mit einem sicher erlesenen Feld in einem schmucken, aber nicht übermäßig vollen Stadion. Die ARD plant einen Livestream ab 20 Uhr.
  • Golf: Die besten Profis machen sich auf zur britischen Tour, die wie immer in Schottland startet. Gespielt wird auf dem Renaissance Club in North Berwick. Nächste Woche folgt der Höhepunkt (vielleicht des ganzen Golfjahres): The Open, 2025 in Royal Purtrash/Nordirland.