Was so übrigbleibt

Ski-Klassiker in Wengen, Biathlon in Ruhpolding und viel (Transfer-)Wahnsinn im Fußball.

 

Nächster Schweizer Weltcup-Sieger

 

Franjo van Almen ist diese Saison der Durchbruch bei den Alpinen geungen Nach zwei zweiten Abfahrts-Plätzen in Gröden und Bormio fuhr er am Freitag im Super-G in Wengen zu seinem ersten Weltcup-Sieg. Das ist mittlerweile schon unglaublich, was die Eidgenossen vor allem in den Speed-Disziplinen für eine Auswahl haben. Da kann ich dem Teamchef nur viel Glück wünschen, jeweils nur vier Fahrer für die WM-Rennen in Abfahrt und Super-G zu mominieren. Möge er die richtigen auswählen (die Konkurrenz hofft eher nicht darauf).
Van Almen profitierte ,it seiner frühen Startnummer 3 allerdings auch von einer nachlassenden Piste, gerade im eher flachen und doch entscheidenden Mittelteil gab es schnell hindernde Schläge. Das allein allerdings kann den enttäuschenden 7. Platz von Marco Odermatt nicht erklären, der einen wilden allerdings auch fehlerbehafteten Ritt am Lauberhorn hinlegte.
Zweiter wurde Vincent Kriechmayr mit gerade mal einem Zehntel Rückstand vor dem Schweizer Stefan Rogentin und dem Kanadier James Crawford. Am Samstag steht die traditionelle Lauberhorn-Abfahrt auf dem Programm, mit 4,2 Kilometern die längste im Weltchupzirkus.

Die Frauen sind ebenfalls auf einer absoluten Traditionsstrecke am Start, auf der Tofana in Cortina, wo 2026 auch die Olaympischen Ski-Wettbewerbe ausgetragen werden. Lindsey Vonn hatte beim Training einen Sturz. Schwerwiegende Verletzungen hat sie offenbar nicht davongetragen. Im 2. Trainingslauf ließ sie es ruhig angehen, mal sehen wie mutig sich die Amerikanerin morgen und übermorgen auf ihre Lieblingsstrecke stürzt. Favoritinnen sind die Etablierten wie Sofia Goggia, Lara Gut-Behrami und Federica Brignone

 

Preuß zurück in der Erfolgsspur

 

Nach dem missglückten Heimauftritt in Oberhof schaffte sie im noch heimischeren Ruhpolding im Einzel einen hervorragenden zweiten Platz und verteidigte die Weltcup-Führung vor der am Donnerstag siegreichen Lou Jeanmonnot. Ein Schießfehler kostete sie den Sieg, aber so dürfen Biathletinnen und Biathleten nicht rechnen. Die Laufform stimmt, nur Elvira Öhberg war in der Loipe noch ein bisschen schneller.
Die deutschen Staffel-Männer schafften heute den ersten Podestplatz der Saison. Sie wurden Dritte hinter Frankreich und Schweden. Das klar favorisierte Norwegen leistete sich insgesamt drei Strafrunden und kam nur noch auf Rang 4 heran.
Am Samstag folgt die Frauen-Staffel und am Sonntag die beiden Massenstarts.
Apropos Biathlon: Der Weltverband gab bekannt, dass der Saisonstart 2025 in München in München erfolgen wird. Im Oktober im Olympiapark, allerdings auf Skirollern.

 

Mega-Vertrag für Haaland, Marmoush im Anflug

 

Der Norweger verlängerte seinen Kontrakt bei Manchester City vorzeitig bis 2034 (!). Dem Vernehmen nach („The Athletic“)  kassiert er pro Woche 600.000 Euro, das beläuft sich auf ein Gesamtvolumen von 310 Millionen Euro. Nehme ich die absurden verträge in Saudi-Arabien aus (Neymar, Ronaldo), dürfte das Rekord für einen Fußballprofi sein. Der sich allerdings im Vergleich zu Basketball- und Baseball-Superstars wie ein armer Schlucker vorkommen muss (haja …).
Trotz der Haaland-verlängerung verdichten sich die Anzeichen, dass City mit Omar Marmoush einen weiteren Top-Angreifer verpflichten wird, und zwar schon jetzt im Januar. Laut „Kicker“ wird der Ägypter heute nicht im Kader von Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund stehen. Offenbar ist den Verantwortlichen der Hessen die Gefahr zu groß, dass eine Verletzung den auf mindestens mit 80 Millionen Euro taxierten Wechsel verhindern könnte. Sportlich wäre das eine herbe Schwächung der Eintracht, die allerdings in der Vergangenheit gezeigt hat, dass sie gerade für Offensiv-Positionen immer wieder Weltklassespieler findet.

 

Zverev schlägt sich bestens

 

Der Hamburger ist bei den Australian Open als einziger der Top-Spieler nach 3 Spielen noch ohne Satzverlust, ließ in seinen Partien Louis Poille, Paolo Portero-Martinez und Jacob Fiernley (zugegeben nicht die härtesten Brocken) keine Chance. Das spart Kraft, die er sonst bei Grand Slams in ermüdenden Vier- oder Fünfsatzpartien in den ersten Runden vergeudete. Jetzt wartet der Franzose Ugo Humbert, auch eine lösbare Aufgabe, zumal Zverevs Aufschlag glänzend funktioniert. Ebenfalls mehr ode weniger souverän das Achtelfinale erreicht haben in der unteren Hälfte Carlos Alcáraz und Novak Djokovic. Jannik Sinner bestretet erst huete Nacht sien Drittrunde-Spiel gegen Marcos Giron. Asgeschieden ist dagegen schon Vorjahresfinalist Daniil Medwedew gegen den amerikanischen Qualifikanten Tien.
Bei den Frauen ist von den Deutschen nur noch Eva Lys im Einzel dabei. Die kam nur als Lucky Loserin ins Hauptfeld, weil eine andere Spielerin ihre Teilnahme abgesagt hat. 15 Minuten vor der Abreise hat sie angeblich ewrst von ihrem Glück erfahren. Danach gewann sie zwei Partien gegen Birrell und Gracheva und hat heute Nacht gegen die Rumänin Jaquelin Christian auch keine unlsbare Aufgabe. Alle Mitfavoritinnen sind noch im Rennen. Das mit Spannung erwartete Duell der Mütter entschied die Schweizerin Belinda Bencic gegen die Japanerin Naomi Osaka für sich.

Und sonst?

  • Transfer-Gerüchte im Fußball: Der FC Bayern  geht die Torwartfrage, also die irgendwann tatsöchlich eintretende Nachfolgeregelung für manuel Neuer, offensiv an. Offenbar stehen die Münchner unmittelbar vor einer Verpflichtung des Kölners Jonas Urbig (22), der als größtes deutsches Torwart-Talent gilt. Allerdings war er zuletzt beim Zweitligisten 1. FC Köln nicht mehr erste Wahl, sondern nur Ersatz hinter Martin Schwäbe. Das befeuert natürlich die Wechsel-Gerüchte. Offenbar sind die Münchner auch nicht vollends von den bisher als Neuer-Nachfolger ausgeguckten und sogar verpflichteten Alexander Nübel überzeugt, der bei Stuttgart und auch im Nationalteam nicht immer brillierte, um es noch freundlich auszudrücken.
    Dass der ohnehin ins Auge gefasste Wechsel von Uhrig zu den Bayern jetzt schon erfolgt (noch ist ein kleines Fragezeichen wg der Ablöse), hängt damit zusammen, dass zum einen Manuel Neuer tatsächlich dem Alter Tribut zollt, vor allem aber die Ersatzmänner Sven Ulreich (wg privater Angelegenheiten) und Daniel Peretz (verletzt) derzeit nicht einsatzfähig sind.
    Tedesco gefeuert: Die Nachricht kommt wahrlich nicht überraschend. Der belgische Verband hat Domenico Tedesco von seinen Aufgaben suspendiert, wie es so hübsch heißt. Das eher schwache Abschneiden bei der EM und jetzt in der Nations League, als die „Roten Teufel“ gegen Italien und Frankreich chancenlos waren und nur mit Mühe den Abstieg in die 2. Leistungsklasse verhinderten, war das eine: Dass er aufgrund von Unstimmigkeiten auf Thibault Courtois verzichtete, für mich der beste Schlussmann weltweit, war nicht förderlich. Offenbar gibt es auch mit dem neuen Sportdirektor Vincent Mannert unterschiedliche Auffassungen, und wer hat wohl in einer solchen Konstellation das Nachsehen? Ein Nachfolger steht noch nicht fest: Er muss mit dem immer noch hochgeschätztem Team zum einen die Nations-League-Relegation gegen die Ukraine schaffen, vor allem aber auch die WM-Qualifikation für 2026, in der Wales wohl der stärkste Gegner sein wird.
  • Arsenal beschwichtigt die Fans: Das Aus im FA Cup zu Hause gegen Manchester United tat sehr weh, da ist der Sieg im Nordlondon-Derby gegen Tottenham Hotspur sehr lindernder Balsam. Die Gunners drehten noch vor der Pause einen 0:1-Rückstand, verplemperten aber im 2. Durchgang beste Konterchancen und strapazierte unfreiwillig das Nervenkostüm aller Beteiligten. Die Spurs ihrerseits haben auf Platz 14 jeglichen Kontakt zu deninternationalen Plätzen verloren, haben aber (noch) genug Abstand auf die Abstiegszone.
    Manchester United, im Pokal siegreich bei Arsenal, verhinderte mit Mühe eine Blamage gegen den abgeschlagenen ´Letzten Soiuthampton. Erst ein ganz später Hattrick von Amad Diallo (81./90./90+4) stellte die Weichen auf Sieg.
  • Dreikampf in Italien: Ohne zu spielen, darf sich die SSC Neapel als Siegerin fühlen. Denn die beiden Meisterschafts-Konkurrenten Inter (vs Blogna) und Atalanta Bergamo (vs Juventus) kamen nicht über Heim-Unentschieden hinaus. Napoli fhrt jetzt mich 3 Punkten Vorsprung auf Inter (das ein Spiel weniger hat) und vier auf Atalanta.
    Beste Stimmung also in Neapel? Im Prinzip schon, aber der von Cwitscha Kwarazchelia forcierte Wechsel zu Paris Saint Germain, der unmittelbar bevorstehen soll, bringt natürlich Unruhe. Der Georgier war mit insgesamt 25 Torbeteiligung maßgeblich beteiligt am Meistertitel für Neapel 2023 (die Feier mit den lautesten Kanonenböllern klingt mir immer noch in den Ohren). Kvaradona wurde er liebevoll genannt in Anlehnung an Diego Maradona, aber jetzt folgt er dem Ruf des Geldes, soll das fünffache bei PSG verdienen (11 statt 2 Millionen /Jahr). Das nimmt er lieber, als in Napoli (vielleicht) zur zweiten unsterblichen Legende zu werden.

 

 

 

 

Das war die Woche, die war

Vorab: Die NFL und die Wildcard-Spiele gibt es erst morgen nach der letzten Partie.

 

Bayern und Bayer fast im Gleichschritt

 

Winterpause kann ich die kurze Unterbrechung in der Fußball-Bundeslgia kaum nennen. Tabellenführer Bayern München und der erste Verfolger Bayer Leverkusen sind gut aus den Startlöchern gekommen, siegten mit mehr oder weniger souveränen Leistungen bei komplizierten Auswärtspartien in Mönchengladbach und Dortmund. Gladbach gilt ja als eine Art Angstgegner für die Münchner. Ein Elfmetertor entschied zugunsten der Gäste im Borussen-Park, nachdem der einschussbereite Olise im Strafraum etwas gehalten und auch etwas getroffen wurde. Felix Zwayer zeigte sofort auf den Punkt und auch der VAR zeigte keinen Impuls einzugreifen. Zumindest die Zeitlupen suggerierten, dass Olise schon sehr dankbar zu Boden sank, abe eine wirkliche Fehlentscheiung war es sicher nicht. Zwayer bot dennoch seine  übliche schwache Schiedsrichterleistung mit haarsträubend unheitlicher Zweikampfbewertung. Gladbach scheute lange das letzte Risiko, bayern verschleuderte am Ende riesige Konterchancen, deshalb geht der Sieg in Ordnung..
Die Leverkusener dagegen profitiertenim Dortmunder Westfalenstadion von der Krankheitswelle, die die BVB-Defensivabteilung befiel. Schliotterbeck, Süle, Anton, Can – sie alle fehlten, und deshalb tue ich mich etwas schwer, die Dortmunder allzu hart zu kritisieren, zumal nach wilde Anfangsphase (1:3 nach 20 Minuten) die Partie offen gestalteten. Dennoch: Für Trainer Nuri Sahin dürfte es eng werden, wenn aus den beiden Auswärtspartien in Kiel und Frankfurt nicht mindestens ein Auswärtssieg herausspringt.
Von den Teams im unteren Tabellendrittel konnte allein der 1. FC Heidenheim punkten miteinem Sieg gegen den 1. FC Union. Die Beliner hatten ja schon während der Woche eine Niederlage am Grünen Tisch erfahren müssen, weil die DFB-Richter dem Einspruch des VfL Bochum stattgaben und die Partie bei den Eisernen mit 2:0 werteten. Im Dezember war VfL-torwart Patrick Drewes in der Schlussphase von einem Feuerzeug getroffen worden und konnte nicht mehr weiterspielen. Das Gericht sah keine offensichtliche Schauspielerei, ganz anders als Union-Präsident Dirk Zingler und einige sogenannte Experten, die von „absoluter Frechheit“ sprachen. Die Berline haben einen Einspruch angekündigt, aber mich würde letztlich wundern, wenn das erste Urteil nicht Bestand hält.

 

Die unfassbare Lindsey Vonn

 

Als die Skifahrerin im Herbst verkündete, sie wolle mit ihren 40 Jahren und nach 5 Jahren Rennpause ein Weltcup-Comeback starten, da schüttelten einige Experten den Kopf nd zweifelten an der Hirngesundheit der Amerikanerin. So wetterte Markus Wasmeier (er sei stellvertretend für äunliche Schweizer Stimmen genannt): „Das grenzt an Vearschung. Ich würde mich schämen, chancenlos zehn Sekunden hinterherzufahren.“Nun hinterhergefahren ist Lindsey Vonn in St. Anton tatsächlich, allerdings nicht um zehn Sekunden. Am Sonntag fehlten ihr beim Super-G als Vierte jur 1,24 Sekunden auf die sensationelle Landsfrau Lauren Macuga (und nur 32 Hundertstel auf die Drittplatzierte Federica Brignone). Und zwar mit Startnummer 31 auf sichtlich ramponierter Strecke. „Das war ein wilder Ritt“, bekannte Vonn. „Ich bin noch nicht bei hundert Prozent“, warnte sie die Konkurrenz vor weiteren Großtaten; vielleicht schon dieses Wochenende in Cortina, wo sie auf der von ihr so geliebte Tofana in Abfahrt und Super-G 12 ihrer 82 Weltcupsiege einfuhr. Wahrscheinlich war die Aussicht, dass dort 2026 auch die Olympia-Rennen stattfinden, mit ausschlaggebend für ihre Comebackpläne.
Am Samstag hatte Lindsey Vonn mit hoher Startnummer 32 schon Platz 6 belegt und in dem extrem engen Rennen (die ersten 30 trennten gerade anderthalb Sekunden) war sie gar nur 58 Hundertstel hinter der Siegerin Brignone geblieben. Die Bilder aus St. Anton zeigten, dass Lindeyy Vonn nichts verlernt hat von ihrer Abfahrtskunst, die sie als einige der ganz wenigen Frauen wirklich beherrscht. Ich sehe auf Sicht allein Sofia Goggia als ebenbürtig, was technisches Können und Mut betrifft. Die Frage bleibt halt, ob Lindsey Vonn auch einen ganzen Winter durchstehen kann mit all der Reiserei fern der Heimat. Und natürlich ist auch sie nicht vor Stürzen gefeit.
Auf jeden Fall gilt für Markus Wasmeier und all die anderen Kritiker, die nur einen Werbegag sahen: eine ernsthafte Entschuldigung ist jetzt schon fällig.

 

Ohne Glück beim Heimspiel

 

Als strahlende Gesamt-Führende war Franziska Preuß zum Heim-Weltcup nach Oberhof gereist. Noch nicht mal die obligatorische Erkältung/Grippe/Entzüdung hatte sie befallen. Doch ereilte die Deutsche das Biathlon-Schicksal. Bei gruseligen Verhältnissen (Regen) und extrem wweicher Piste schaffte sie im Sprint nur den 28. Platz. Sie kritisierte deutlich Reegelung, nach der die besten erst relativ weit hinten starten dürfen. „Jeder wusste doch, dass es wie die Hölle regnet.“ Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass die nur 5 Minuten vor ihr gestartete Justine Braisaz Bouchet der Deutschen 1 Minute in der Loipe abnahm und diese zudem auch drei Strafrunden kassierte.
Auch in der Verfolgung verfehlte sie drei Scheiben und konnte sich nur auf Platz 20 vorarbeiten. Das Maß der Dinge bei den Biathlon-Frauen bleiben die Französinnen: Am Dinnerstag siegte Paula im Sprint, am Samstag Lou Jeanmonnet-Laurent. Erstaunliches geschah in der Single-Mixed-Staffel, die völlig überraschend die Finnen (Suvi Minkkinen/Tero Sepäle) für sich entschieden, als erstes Suomi-Team überhaupt.

 

Und sonst?

  • Internationaler Fußball: Frühes Arsenal-Aus im FA-Cup. Die Londoner mussten sich in der 1. Runde, in der die Erstligisten dabei sind, zu Hause Manchester United nach Elfmeterschießen beugen. Der deutsche Nationalspieler Kai Havertz war in der Entscheidung der einzige Fehlschütze. Das ist nicht mehr mein Fußball: Der Engländer Harry Kane ist unfehlbar, ein Deutscher scheitert vom Punkt.
    Barca-Gala in Dschiddah: Dort fand der spanische Super-Cup statt. Im Finale demontierte Barcelona Real Madrid gleich mit 5:2 (nach 0:1-Rückstand). Balsam für alle katalanischen Seelen und bestimmt auch für Trainer Hansi Flick, der nach einigen Ligapleiten schon in der Kritik stand. In Saudi-Arabien war das Sturmtrio Yamal, Lewandowski und Raphinha kaum aufzuhalten. Erst die Rote Karte für Barcas Torwart Woychech Szeszny wegen einer Notbremse stoppte den Angriffswirbel.
  • Wintersport: Mit einem großartigen 2. Lauf schaffte Marc Odermatt noch den Sieg beim Riesenslalom in Adelboden. Am Koenichsbärgli fing er seinen Schweizer  Landsmann Luc Meillard noch ab. Als Dritter aufs Siegerpodest stürmte der Italiener Luca Aliprandini mit Laufbestzeit im 2. Durchgang
  • Basketball: Debakel für den FC Bayern. In der Euroleague gingen die Münchner am Freitag bei Olympiakos Piräus mit 69:112 unter und sind nach der 3. Niederlage in Folge nurmehr Zehnter. Am Sonntag zeigten sie sich in der Bundesliga gut erholt und siegten bei den aufmüpfigen Heidelberger klar mit 87:59.

Das war die Woche, die war

Über den Jahreswechsel wie gehabt die Darts-WM und Vierschanzentournee, dazu viel Hallen- und Wintersport. Und der Abschluss der regular season in der NFL

 

17 Jahr, und schon so erfolgreich

 

Luke Littler hat es geschafft. Als Favorrit gehandelt, sicherte sich der erst 17-jahrige Engländer schon bei seinem zweiten Antreten im Ally Pally den WM-Titel im Darts. Letztes Jahr verlor er noch das Finale gegen Luke Humphries, dieses Jahr setzte er sich letztlich klar mit 7:3 gegen den dreimaligen Weltmeister Michael van Gerwen durch. Mit 4:0 Sätzen führte er schon, auch weil van Gerwen seine Chancen zum Auschecken nicht nutzte, danach gab er sich scheinbar ohne Nerven keine Blöße. Erst nach dem entscheidnden Pfeil brach es aus ihm, heraus; er musste kurz die Bühne verlassen und war danach sichtlich angefasst und überwältigt vor Freude. Auch weil der offenbar enorme Druck endlich von ihm abgefallen war, weil nichts anderes als der Titel von ihm erwartet wurde (englisches Understatement at its best/worst). Ich muss jetzt nicht der größte Darts-Kenner sein (bin ich auch nicht mehr), um zu prognostizieren, dass dies nicht Littlers letzter WM-Titel war. Im Gegenteil: Er wird die nächsten Jahre bei praktisch jedem wichtigen Turnier der Mann sein, den es zu schlagen gilt.
Van Gerwen immerhin meldete sich nach einem für ihn schwachen Jahr immerhin mit dem WM-Einzug zurück. Abschreiben würde ich den Holländer keineswegs, auch wenn er im Finale zuweilen recht alt aussah. 35 Jahrte ist er jung, bei seinem ersten WM-Triumph 2014 war er mit 24 damals der jüngste Weltmeister nach PDC-Version (kein Wunder, weil ansonsten eigentlich nur Phil Taylor im Ally Pally triumphierte und einmal Raymond van Barneveld.

 

Neuer Stern am Slalom-Himmel.

 

Vor einer Woche feierte die 18-jährige Zrinka Ljutic ihren ersten Weltcupsieg, am Sonntag ließ sie beim Slalom in Kranjska Gora gleich Nummer 2 folgen. Ja, die Top-Fahrerinnen Petra Vlhova und Mikaela Shiffrin warenerneut nicht dabei, aber erneut war die Kroatin (fast) eine Klasse für sich. Nur Wendy Holdener mit zwei tollen Durchgängen hielt den Abstand unter einer Sekunde. Zeitgleich waren die beiden nach dem ersten Durchgang, die Schweizerin legte fulminant vor (ich hätte nicht geglaubt, dass diese Fahrt noch zu toppen ist), aber Ljutic legte noch einen drauf.
Lena Dürr schied nach bis dato schon wackliger Fahrt im 1. Durchgang aus, Emma Aicher verlor nach großartigem 1. Durchgang als Fünfte die Nerven und beendete ihren fehlerhaften Lauf fast zwangsläufig vorzeitig.

 

Tourneesieg an Österreich (okay Pferde/Apotheke, ihr wisst schon)

 

Erst am Montagabend kann ich die Klammer dann streichen, aber so viele Pferde können gar nicht vor einer Apotheke kotzen, als dass nicht ein Austria-Springer am Ende der Vierschanzentournee die Nase vorn hat. Ja, es würde mich schon sehr wundern, wenn nicht das Tournee-Podest gänzlich rot-weiß-tor wäre und auch der letzte Tagessieg in Bischofshofen an das Team Austria ginge. Zu überlegen zeigen sich Stefan Kraft, Jan Hörl und Daniel Tschofenig.
Und wer von den Dreien wird der erste Tourneesieger aus Österreich nach 10 Jahren? Eine Glaskugel, denn ganze 1,3 Punkte, das ist nicht mal ein Weitenmeter trennt das Trio. Für den Führenden Stefan Kraft spricht, dass er die meiste Erfahrung hat und sich zur Tournee gewaltig gesteigert hat. Für den Zweiten Hörl (0,6 Punkte zurück) spricht seine Konstanz und die Tatsache, dass Bischofshofen für ihn ein Heimspiel ist. Für Tschofenig spricht die Unbekümmertheit. Der Gesamtweltcup-Führende ist diese Saison zum regelmäßgen Siegspringer gereift. Um es mal flapsig zu sagen. Wenn ich die Wahl zwischen Kraft und Tschofenig hätte, würde ich den Hörl nehmen.
Dahinter geht es also aller Wahrscheinlichkeit nur um Platz 4 und die Ehre des Besten des Restes. Pius Paschke als Sechster ist mit seiner Vorstellung bisher sicher nicht vollends zufrieden, war er doch vor der Tournee der dominierende Mann. Ein Tagessieg würde die Enttäuschung lindern. Gregor Deschwanden aus der Schweiz und Daniel Forfang (Norwegen) sind dafür besser als erwartet.

 

Bye, bye Bengals

 

Es kam wie. befürchtet und nervt trotzdem. Die zweite Garde der Kansas City Chiefs schenkte das letzte Spiel bei den Denver Broncos ab und kassierte eine 0:38-Pleite. Die ihnen Nullkommajosef ausmacht, weil sie Platz 1 und das Freilos in der 1. Play-off-Runde schon sicher hatten, allerdings die eh nur wagen Play-off-Hoffnungen Hoffnungen „meiner“ Cincinnati Bengals beerdigten. Zu spät kam das Cinci-Team in Fahrt, die fünf Siege am Ende sind letztlich für die Katz. Dass wir uns nicht falsch verstehen:  Es ist völlig legitim und letztlich verständlich, dass die Chiefs in einer Partie, in der es bei ihnen um nichts mehr geht, wichtige Leute nicht einsetzen. Aber diese Wehr- und Lustlosigkeit der zweiten Garde war nur noch lächerlich.
Nun denn: die Broncos sicheten sich durch den Erfolg den letzten Play-off-Platz in der AFC. Gleiches schafften die Tampa Bay Buccaneers in der NFC, die dazu allerdings einige Football-Götter brauchten.Sie sicherten sich ihren Sieg gegen die New Orleans Saints erst in der absoluten Schlussphase. Die Atlanta Falcons verloren dazu noch in der Overtime (als sie schon wussten, dass sie keine Chance mehr haben würden) gegen die Carolina Panthers
Zum ersten Mal überhaupt holten sich die Detroit Lions den 1. Platz in der NFC und haben damit nächstes Wochenende ebenfalls frei. Sie gewannen das „Endpiel um Platz 1“ gegen die Minnesota Vikings letztlich klar mit 31:9. Vikings-Quarterback hatte einen schwachen Tag, brachte nicht einmal die Hälfte seiner Passversuche an den Mann. Die bittere Folge. Da sie eben auch in der Nord-Division hinter den Lions Zweiter sind, müssen sie als zweitbestes Team trotzdem reisen (nämlich zu den Los Angeles Rams). Diese haben zwar satte vier Siege weniger auf dem Konto, aber halt ihre ungleich schwächere Division West gewonnen und daher Heimrecht.

Ich nehme hier meine Wochenvorschau vorweg und nenne die Termine der Wildcard-Spiele nächstes Wochenende (deutsche Art, also Gastgeber zuerst und MEZ). Eine längere Vorschau gibt es voraussichtlich am Freitag.

AFC
Freilos: Kansas City Chiefs
Sa., 22.30: Houston Texans vs Los Angeles Chargers
So., 02:00: Baltimore Ravens – Pittsburgh Steelers
So., 19:00: Buffalo Bills – Denver Broncos

NFC
Freilos: Detroit Lions
So., 22.30: Philadelphia Eagles – Green Bay Packes
Mo., 02:00: Tampa Bay Buccaneers – Washington Commanders
Di., 02:00: Los Angeres Rams – Minnesota Vikings

 

Norge feiert Doppelsieg

 

Nämlich bei der Tour de Ski, die am Sonntag traditionell mit dem Anstieg zur Alpe Cermis endete. Theres Johaug war wie erwartet am Berg eine Klasse für sich und distanzierte ihre Landsfrau Astrid Sling letztlich um 47 Sekunden. Johannes Klaebo dagegen musste am Berg leiden, verlor mehr als eine Minute auf Tagessieger Sinten Hagstad Krüger (sieh an, ein Norweger …), rettete aber den Vorsprung von mehr als einer Minute zum Gesamtsieg. Großartig schlugen sich der Österreciher Mika Vermeulen un d der Deutsche Friedrich Moch. Vermeulen wurde hinter Krüger Tageszweigter und holte auch Gesamtrang 2. Als Diritter auf der Alpe Cermis schob sich Moch nach verpatztem Tourstart noch auf Rang 6 vor.

 

Und sonst?

  • Internationaler Fußball: In der Premier League musste Tabellenführer FC Liverpool Federn lassen. Die Reds trennten sich am Sonntag nach einer atemberaubenden Partie mit 2:2 von Erzrivalen Manchester United. Der Vorsprung auf Platz 2, den  FC Arsenal trotz des 1:1 bei Brighton and Hove Albion inne hat, beträgt beruhigende 6 Punkte, zumal Pool noch ein Nachholspiel in der Hinterhand hat.
    Während Meister Manchester City mit dem 4:1 gegen West Ham den zweiten Sieg in Folge feierte, verlor der FC Chelsea über die Weihnachtstage gehörig an Boden, holte in insgesamt vier Partien gegen Tabellen-Nachzügler nur 2 Pünktchen.
    Das italienische Super-Cup-Finale wird zum Mailänder Stadtderby Inter vs Milan. Es findet deshalb natürlich in Mailand im saudischen Riad statt wie schon die Halbfinali, in denen sich Inter gegen Atalanta und Milan gegen Juventus durchsetzte.
    In Spanien wiederum schaffte Real Madrid durch ein Tor in der Nachspielzeit durch Jude Bellingham einen 2:1-Erfolg beim Vorletzten FC Valencia und übernahm zumindest vorübergehend die Tabellenspitze vor dem Lokalrivalen Atlético, das eine Partie weniger bestritten hat. Vini jr, FIFA-Fußballer des Jahres (nicht zu verwechseln mit dem Ballon d’Or), flog nach einem Schubster gegen den Valencia-Schlussmann vom Platz und konnte unter anderem von Tony Rüdiger anschließend nur mit Mühe von weiteren Handgreiflichkeiten gehindert werden.
  • In de DEL gab es mal wieder ein Freiluftspiel: Gastgeber Löwen Frankfurt fertiogten im Waldstadion die Adler Mannheim gleich mit 5:1 ab. 45.000 Zuschauer waren gekommen. An der Tabellenspitze wird es spannend: Nach 5 Siegen in Folge haben die Eisbären Belin nur noch einen Punkt Rückstand auf den ERC Ingolstadt – bei einer Partie weniger.
  • Erstaunliches in der BBL: Alba Berlin, in der Saison bisher die große Enttäuschung, schlug im Schlager Meister FC Bayern Basketball. An der Tabellenspitze sind gleich vier Teams siegleich mit 9:4: Ulm, Bayern, Heidelberg und Würzburg. In der Euroleague veloren sowohl Alba (vs Monaco) als auch Bayern (bei Real Madrid).
  • Tennis: Von mir letztlich nicht beachtet holten sich die USA den Nations Cup in Sydney (je eine Frau, ein Mann und ein Mixed-Doppel). Im Endspiel besiegten die Amerikaner dank Coco Gauff und Taylor Fritz gegen Polen mit Iga Swiatek und Hubert Hurcacz.
    In Adelaide feierte Reilly Opelka nach langer Verletzungspause ein starkes Comeback. Unter anderem besiegte er im Viertelfinale Novak Djokovic. Erst im Finale gegen Jiri Lehecka stoppte ihn eine neuerliche Verletzung. Dennoch will er bei den Australian Open ab Sonntag starten.
    Außerdem holten sich Turniersiege: Aryna Sabalenka in Brisbane, Clara Tauson in Auckland und Alexandre Muller in Hongkong,

Was so übrigbleibt

Ich will jetzt keinen nachträglichen Wochenrückblick mehr veranstalten, abe drei Themen möchte ich noch aufgreifern.barca, die Verletzung von Moe Wagner und Lindsey Vonns Rückkehr.

 

Barcas Niedergang

 

Was wurde Neu-Trainer Hansi Flick gehypt nach den ersten so fantastischen Spielen des FC Barcelona. Dem Traumstart in der Primera Division mit 10 Siegen in 11 Spielen, dem triumphalen 4:0 bei Real Madrid imneuen Bernabéu. Dem (zu) klaren 4:1 gegen seine ex Bayern München in der Champions League. Diese Eurphorie ist einer, nunja, Ernächterung gewichen, um es noch freundlich auzudrücken. Gleich drei Heimpleiten in Folge drüccken mindestens so aufs Gemüt wie die damit verlorene Tabellenführung. Jetzt wird das extrem offensive und aggressive Verteidigungskonzept in Frage gestellt, weil offenbar auuch die nicht so begabte Ggnerschaft wie Legranes und Las Palmas (von Atlético ganz zu schweigen)den Schlüssel gefunden hat. Das 1:2 zu Hause gegen Atlético, dem ersten Sieg von Diego Simeone bei Barca überhaupt, war die saure Kirsche auf dem Kuchen. Grundsätzlich eine tolle Leistung, Riesenchancen, die ein Robert Lewandwoski zu Saisonbeginn im Schlaf verwandelt hätte; und dann ein absurdes Kontertor in der Nachspielzeit, das die Niederlage besiegelte und Atletico an die Spitze hievte.
Veloren ist sicher och nichts, aber die Leichtigkeit fehlt. Viel zu kauen in der spielfreien Weihnachtszeit.

 

Der Fluch der guten Tat?

 

Was ist sie toll, die ZDF-Dokumentation über die Wagner-Brüder im Basketball: Moritz und Franz zogen aus Berlin, um  die NBA und Basketball-Welt zu erobern. Doch Glück hat sie den Hauptdarstellern nicht gebracht, sondern eine verletzungsbedingte Zwangspause. Mag die äußerst seltene Bauchmuskelverletzung von Franz in absehbarer Zeit heilbar sein (wobei dieser Zeitraum, wie das Beispiel des Orlando-Vereinskollegen Paulo Banchero zeigt, noch gut einen Monat oder sogar mehr dauern kann, bedeutet der Kreuzbandriss von Moritz das Saison-Ende und wahrscheinlich auch das Aus für die EM im Sommer 2025. Besonders ärgerlich, weil die beiden bis dato jeweils die beste Saison in der NBA spielten. Während Franz seinen Mega-Vertrag für die kommenden Jahren sicher hat, kann sich Moritz jetzt nicht für einen ähnlich gut dotierten Kontrakt (na ja) empfehlen. Noch ärgerlicher ist für ihn und das Team, dass er seinen Orlando Magic mit seiner Energie und seinem Siegeswillen sehr fehlen wird. Ob und wie lange sie das kompensieren können (zumal erst mal eben auch ohne Banchero und Franz), bleibt abzuwarten.
Es gibt ja diesen Fluch der guten Tag. Titelhelden bei EA Sports durften den Kreuzbandriss oder andere schwere Verletzungen fast schon als gesichert abhaken. Wer aufs Cover der 11 Freude kam, den ereilte auch fast sicher eine veletzung oder ein veritables Formtief wie es gerade Eintracht Frankfurt durchlebt

Sie hat es getan, tatsächlich

 

Lindey Vonns  großen Ankündigung folgte das ansprechende Debüt. Nach 5 Jahren Pause und im Alter von 40 und mit künstlichem Kniegelenk  begab sich die ehemalige Speed-Queen in St. Moritz wieder als offizielle Starterin auf eine Piste. Sie belegte im Super-G den famosen 14. Platz, gerade mal 1,18 Sekunden hinter der Siegerin Cornelia Hütter. In zwei Teil-Sektoren kam sie bereits unter die besten Fünf.
Vielleicht ein bisschen verstummt sind ob dieser außergewöhnlichen Leistung die vehementen Kritiker des Comebacks wie Markus Wasmeier („Das ist Verarschung“), Franz Klammer („Vollschuss“) und der Schweizer Garde um Pirmin Zurbriggen („zu gefährlich“. Vonn wies die Vorwürfe schonvorher zurück (Sind die alle schlauer als die besten Ärzte der Welt, die Grünes Licht gegeben hätten?).
Natürlich weiß Lindsey Vonn um das Risiko ihres Tuns, das aber jeder Skifahrer auf sich nimmt, zumal in den schnellen Disziplinen. Und natürlich ist aucn Vonn vor Stürzen nicht gefeit. Aber  die Amerikanerin beteuert, schmerzfrei zu sein, die Prothese behindere sie auch nicht.
Die Fahrt von Vonn (der 2. Super-G fiel dem Wind zum Opfer), dass sie nichts velernt hat. Ihr großes Ziel hat sie klar formuliert. Olympia 2026, wo die alpinen Wettberbe auf der Tofana stattfinden, einer Strecke, die ihr auf den Leib geschneidert ist und zu ihren Lieblingen (neben Lake Louise) gehört, wo sie unzähliche Triumpfe feiete. Ich wünsche ihr von Herzen, dass sie gesund bleibt, dann ist sie auf jeden Fall eine Bereicherung für die alpiinen Frauen.

 

Das wird die Woche, die wird

Nach (hoffentlich entschuldigter) Schöpfungspause melde ich mich zurück: Zwischen den Jahren, das war früher für Sportfans die Zeit des Innehaltens, der mehr oder weniger liebevoll zusammengestellten Fernseh-Rückblicke aufs Jahr. Unvergessen das „ausgefallene Sportstudio“ mit dem fantastischen österreichischen Kabarettisten und gelernten (!) Box-Ringrichter Werner Schneyder (mit „y“, nicht dem mit „i“, den es im ZDF-Sport auch gab). Das einzige größere Live-Ereignis zum Jahreswechsel war lange die Vierschanzentournee, die wohl auch deshalb eine so große Bedeutung erfuhr, die bis heute anhält. Das hat sich dramatisch geändert, auch weil wir heutzutage ohne Umstände über die Grenzen fernsehgucken können (Fußball-Boxing-Day in England und Schottland) und sogar über den Teich zur NBA und NFL. Aber auch hierzulande haben die Ligen jenseits des Fußballs die Zeichen erkannt: volles Programm im Eishockey und Basketball generiert viel Interesse in der (noch?) fußballlosen Zeit.

 

Die Premier League im Stress

 

Als einzige der großen Fußball-Ligen spielt die Premier League während der Weihnachtstage durch: Mit dem Boxing Day am 26. Dezember beginnt ein haarsträubend dichtes Programm. Erstaunlicherweise ist für den 26. Dezember kein echter Schlager der Big Six untereinander programmiert im über den ganzen Tag verteilten Spieltag, der von 13.30 Uhr (ManCity vs Everton) bis 21 Uhr (Liverpool vs Aufsteiger Everton) reicht. Der FC Arsenal spielt gar erst am Freitag (21.00) vs Ipswich Town. Gleiches gilt für den nächsten Spieltag, der für Sonntag und Montag angesetzt ist.
Die Serie A hat einen Spieltag am Wochenende: Tabellenführer Atalanta Bergamo will seine unfassbare Siegesserie auf 12 Spiele ausbauen. Die Verfolger Napoli und Inter spielen vs Vendedig (So., 15.00) und in Cagliari (Sa., 18.00) Schlager des Spieltags ist die Partie zwischen Milan und der Roma am Sonntag in San Siro (So., 20.45).

 

Festtage der NBA

 

Für viele Basketball-Freunde beginnt die NBA mit dem 25. Dezember erst so richtig. Da nämlich terminiert die Liga über den gesamten Tag einen (vermeintlichen) Schlager nach dem anderen, die landesweit (und über DAZN eben weltweit zu 5 verschiedenen Tip-off-Zeiten terminiert sind. Es beginnt also heute unserer Zeit
18.00: San Antonio Spurs – New York Knicks (Wemby-Watch)
20.30: Dallas Mavericks – Minnesota Timberwolves (auch Pro7 Maxx)
23.00: Boston Celtics vs Philadelphia 76ers (wers braucht)
02:00: Golden State Warriors – LA Lakers (große Namen oder auch Curry vs James)
04:00: Phoenix Suns – Denver Nuggets (für die Nachteulen und Spätheimkehrer das Messen zwischen Kevin Durant und Nikola Jokic). Alles natürlich auch relive.

Am 2. Weihnachtstag (Freitagmorgen unserer Zeit) dürfen dann die anderen Teams ran, unter anderem das Floridaduell zwischen den Orlando Magic (leider ohne die verletzten Wagner-Brüder) gegen die Miami Heat. Das beste Welt-Team Oklahoma City Thunder ist bei den wiedererstarkten Indiana Pacers (zuletzt 2 Siege an der Pazifikküste bei den Sacramento Kings und golden State Warriors) gefordert.

 

NFL startet bereits am Mittwoch

 

Ich kann mich nicht erinnern, dass es Mitttwochspiele überhaupt schon mal gegeben hat. Möglich ist das jetzt auch nur, weil die vier involvierten Teams bereits am vergangenen Samstag tätig waren, also das Minimum an spielfreien Tagen haben.
Um 19 Uhr empfangen die Pittsburgh Steelers die Kansas City Chiefs. Beide Teams sind schon sicher in den Play-offs. Mit einem Sieg könnten die Chiefs schon vor dem letzten Spieltag nächste Woche den Sieg in der AFC klarmachen, der Freilos in der 1. Runde bedeuten würde. Die Stellers sind im Fernduell um den Divisionssieg mit den Baltimore Ravens. Die wiederum spielen um 22 Uhr bei den Houston Texans.

In der AFC sind die 7 Play-off-Plätze schon so gut wie vergeben. Nur noch arg theoretisch können die Denver Broncos und LA Chargers (hier: praktisch unmöglich) noch von den Cincinatti Bengals (Defense: großer Seufzer) und Indianapolis Colts abgefangen werden.
In der NFC gibt es noch ein wüstes Gerangel um den Number-1-Spot und das Play-off-Freilos zwischen den Detroit Lions, Minnesota Vikings und Philadelphia Eagles. Jeweils um Divisionssiege geht es in der NFC South zwischen den Tampa Bay Buccaneers und Atlanta Falcons (allerdings nur Fernduelle) sowie in der NFC West zwischen LA Rams und Seattle Seahawks, wo es am letzten Spieltag (So., 5. Januar) beim direkten Aufeinandertreffenin LA  vielleicht zum Showdown kommt.

 

Ski Heil

 

Die Männer-Speedrennen in Bormio kurz vor Jahresschluss gehören seit Langem zum festen Programm. Die anspruchsvolle und extrem fordernde Stelvio-Abfahrt gehört zu meinen Lieblingsstrecken im Kalender. Samstag (11.30) die Abfahrt, Sonntag (11.30) auf gleicher Strecke der Super-G.
Ebenso traditionell zwei technische Wettbewerbe der Frauen in Österreich, diesmal wieder am Semmering. Allerdings immer noch ohne die verletzte und wohl noch länger pausierende Mikaela Shiffrin, was meine Vorfreude trübt. Es stehen auf dem Programm: Samstag Riesenslalom und Sonntag Slalom (eine weitere Sieg-Chance für Lena Dürr, wenn ihr doch mal zwei herausragende Läufe gelängen).

 

Schanzenglück für Pius Paschke?

 

Kaum zu glauben, aber wahr: Seit 2002 und dem Grand Slam von Sven Hannawald wartet Deutschland auf einen Tourneesieger. Der nächste, der es aussichtsreich versucht, ist Pius Paschke, der mit seinen 33 Jahren plötzlich zum Siegspringer avancierte. Die große Frage lautet: Kann er seine Top-Form (das eher missratene Wochenende in Engelberg vor Weihnachten lasse ich jetzt mal außen vor) zu den 4 Springen in Oberstdorf, Garmisch, Innsbruck (DIE deutsche Klippe) und Bischofshofen hinüberbringen. Die Erwartungshaltung, der besondere Druck sind etwas Besonderes und mit den bisherigen Saison-Wettbewerben nicht zu vergleichen. Da nützt Paschke seine Erfahrung. Auch Andreas Wellinger und Karl Geiger sind in seinem Windschatten zu beachten.
Die schärfsten Konkurrenten kommen aus Österreich, und zwar in kompletter Mannschaftsstärke. Ob jung (Daniel Tschofenig) oder erfahren (Jan Hörl, Stefan Kraft) Team Austria steht bereit. Und traditionell wachen pünktlich zur Tournee auch Top-Springer wie der Japaner Ryoko Kobayashi und auch die Norweger wieder aus ihrem Winterschlaf auf.

 

Es geht rund im Ally Pally

 

Freitag bis Sonntag steht die 3. Runde an, danach geht es Schlag auf Schlag. Schon in der 2. Runde gab es für einige Favoriten ein böses Erwachen. Ex-Weltmeister wie Rob Cross und Gary Anderson mussten früh die Titel-Hoffnungen begraben. Insgesamt schieden gleich 14 der 32 Gesetzten aus – das hat es noch nie gegeben. Dagegen brillierte Wunderkind Luke Littler mit einem sagenhaften und einem bisher unerreichten 140er Average-Satz (2 Elf-Darter, 1-Zehn-Darter). In der Form führt der WM-Sieg nur über den 17-jährigen Engländer.
Ein böses Erwachen gab es für die deutschen Starter. Allein Ricardo Pietreczo ist noch im Wettbewerb und hat am Samstag mit Scott Williams eine durchaus lösbare Aufgabe in der 3. Runde. Das frühe Aus war vor allem für die ambitionierten und auch gesetzten Martin Schindler (vs Rydz) und Gaga Clemens (vs Owen) eine herbe Enttäuschung.

Und sonst?

  • Basketball: Sowohl BBL als auch die europäischen Wettbewerbe setzen ihren Liga-Betrieb fort. Ich wollte bei der Partie FC Bayern vs Panathinaikos (Freitag, 20.30) live dabei sein, aber der SAP Garden ist ausverkauft. Am Sonntag sind die Münchner in der BBL bei den Frankfurt Skyliners gefordert, wo sie ihre Tabellenführung verteidigen wollen.
  • DEL: Am Donnerstag und Sonntag steht ein Doppelspieltag an mit je sechs Partien. Der mittlerweile souveräne Tabellenführer ERC Ingolstadt empfängt RB München (Do., 16.30) und gastiert bei den Nürnberg Ice Tigers (Sa., 18.00).
    Wer vom Eishockey nicht genug kriegen kann: Nach der Weihnachtspause (tatsächlich!) öffnet dann auch die NHL mit vollem Programm wieder ihre Pforten.
  • Wintersport: Für mich an Bedeutung verloren hat die Tour de Ski, auch weil die Top-Leute sie ganz meiden oder nur partiell in Angriff nehmen. Die diesjährige Veranstaltung findet erstmals ausschließlich in Italien (Toblach, Val di Fiemme) statt (es gab mal ein Rennen im Münchner Olympiapark, seufz …). Höhepunkt wird dann am 5. Januar der Anstieg zur Alpe Cermis sein, wo die Läufer und vor allem Läuferinnen im Ziel wie erschlagen in den Schnee fallen. Ob dann deutsche Starterinnen wie die bisher eindrucksvollen Victoria Carl und Katharina Hennig vorn zu finden sein werden, bleibt abzuwarten. Ansonsten ist die Frage eigentlich nur, welcher der tausend Norweger am Ende vorn ist und welchen Vorspung Landsfrau Therese Johaug auf die Konkurrenz hat, wenn sie denn seriös durchläuft.
    Biathlon aufSchalke gehört mittlerweile zum Standard Ende Dezember, wo zahlreiche Spitzenläufer zwar nicht um Weltcuppunkte, aber um satte Prämien kämpfen. Auf das siegreiche Mixed-Team (Massenstart und Verfolgung) warten immerhin 36.000 Euro. Für Deutschland starten die Weltcup-Führende Franziska Preuß mit Philipp Nawrath und Vanessa Voigt mit Justus Strelow) Dabei sind auch die französischen Titelverteidiger Julia Simon/Fabien Claude. Die Fußball-Arena dürfte am Samstag ausverkauft sein.
  • Tennis: Am Freitag beginnt in Perth der United Cup der Mixed-Teams als perfekte Vorbereitung auf die Australian Open ab 12. Januar in Melbourne. Für Deutschland starten Alexander Zverev, Laura Siegemund und Doppelspezialist Tim Pütz. In der Gruppe treffen sie am Sonntag auf Brasilien und danach auf China (ohne Olympiasiegerin Qinwen Zheng). Die absoluten Topstars der Szene (Sinner, Alcaraz, Swiatek, Sabalenka sind zwar nicht dabei, gemeldet haben aber namhafte Profis wie Coco Gauff, Lena Rybakina, Maria Sakkari, Jasmine Paolini sowie Taylor Fritz, Stefanos Tstitsipas, Alex die Minaur und Felix Auger-Alliasime.

Das sind sie also, die sogenannten stillen Sporttage. Ich wünsche viel Vergnügen oder auch fröhliches Ignorieren.
Auf jeden Fall wünsche ich allen noch frohe und besinnliche Festtage und ein gutes Hinüberrutschen ins neue Jahr, das weltweit gesehen nur besser werden kann als das annus horribilis 2024.

 

 

 

Das war die Woche die war

Erst am Dienstag, shame on me. Aber der Feuerzeugwurf in der Försterei war mir einen eigenen Eintrag wert, und danach verließen mich die Kräfte …

 

Der Bayern-Angstgegner heißt Mainz

 

Kaum zu glauben: Das 1:2 der Münchner war die vierte Niederlage beim FSV in den vergangenen fünf Auswärtsspielen in der Bundesliga. Und sie war mehr als verdient, denn der Auftritt des Rekordmeisters war der mit Abstand schwächste in der laufenden Spielzeit.
Sehr engagierte Mainzer (oft auch über die Grenzen hinaus) nahmen den Bayern  nach einer duchaus ansprechenden ersten Viertelstunde den Schneid. Die beiden Tore des Koreaners Lee waren eher Slapstick, dass der eingewechselte Vorlagengeber Armando Sieb eine Münchner Leihgabe ist, ist das i-Tüpfelchen. (Auch) eine Erklärung des dürftigen Auftritts: Den Bayern fehlten 9 (erweiterte Stammspieler, das können nicht mal sie kompensieren. Und bei Lichte betrachtet haben sie bis auf Harry Kane und Jamal Musiala keinen  Ausnahmespieler mehr, der den Unterschied ausmacht. Gut für die Münchner, dass für sie nur noch ein Spiel am Freitag gegen RB Leipzig auf dem Programm steht, denn das Team geht sichtlich auf dem Zahnfleisch.
Die Herbstmeisterschaft ist dennoch sicher, aber Mister Bayer Leverkusen macht gerade einen viel besseren Eindruck. Verspircht Spannung fürs Titelrennen 20256.

 

Dennis Schröder jetzt ein Warrior

 

Zu den Perversionen der NBA gehört es, dass die Spieler ohne jedes Mitspracherecht (die allermeisten zumindest) von einem Team zum anderen transferiert werden. Noch perverser ist das Tanking, also das absichtliche Verlieren. Die Personalie Dennis Schröder verdeutlicht beide Perversionen aufs Deutlichste. Gerade hat er in Interviews geäußert, wie wohl er sich und seine Familie bei den New Jersey Nets fühlen und in der Stadt New York, da heiß es für ihn Kofferpacken und ab ans andere Ende der USA nach San Francisco zu den Golden State Warriors. Die Begründung: Dennis Schröder hat zu gut gespielt und mit den Netsz u viel gewonnen. Es „droht“ sogar die Qualifikation für die Play-offs, zumal im schwachen Osten. Dabei wollen die Nets doch eher verlieren, um 2025 in der neuen Draft-Lotterie sich als eines der ersten Spieler einen ganz, ganz tollen Collegespieler zu schnappen.
Nun muss ich mit dem bestens alimentierten Dennis Schröder kein Mitleid haben. Zumal er mit den Warriors um Steph Curry ein vielleicht sogar titelreifes Team vorfindet, in das er mit seinen Spielmacher-Qualitäten bestens passt. Golden State empfängt ihn mit offenen Armen, gerade die WM 2023, als Schröder das deutsche Team als Kapitän zum WM-Sieg führte unter anderem auch mit einem Erfolg über die USA, hat bei Trainer Steve Kerr Eindruck gemacht. Also eine Win-Win-win-Lösung für alle Beteiligten. Pervers bleibts trotzdem.

 

Odermatt siegt, Vonn fährt Probe

 

Die Abfahrtspiste Birds of Prey in Beaver Creek ist eine meine Lieblingsstrecken im Ski-Kalender (vielleicht ein bisschen zu kurz). Am Wochenende durften hier endlich auch die Frauen ran, und die Steilstücke waren für sie durchaus eine Herausforderung. Sie meisterten das glänzend, am besten am Samstag die Österreicherin Cornelia Hütter (Abfahrt) und am Sonntag die unglaubliche Italienerin Sofia Goggia im Super-G, die gerade mal ihr Comeback nach einer schweren Beinverletzung bestritt. Die Speed-Queen ist wieder da.
Apropos Speed-Queen: Diesen Titel hatte lange Jahre unbestritten Lindsey Vonn inne. Die Amerikanerin arbeitet sukzessive an ihrem Comeback. Nach den FIS-Rennen in Copper Mountain, wo sie ihre Abffahrtstauglichkeit zeigte, bezwang sie die Birds of Prey als Vorläuferin, und sie war offenbar im Super-G gerade mal etwa 2 Sekunden hinter der Siegerin (inoffiziell gestoppt). Am Wochenende in St. Moritz, längst nicht so herausfordernd, will sie dann bei zwei Super-Gs offiziell wieder ins Weltcup-Beschehen eingreifen.

Die Männer waren bereits wieder in Europa, bestritten in Val s’Isere Riesenslalom und Slalom. Im RS siegte Marco Odermatt nach zuletzt 3 Ausflällen, was ihn sichtlich erleichterte. Das Rennen im 2. Durchgang war für mich irregulär, da die besten, also später startenden  Fahrer eine fast unfahrbare Piste und schlechte Sicht vorfanden. Die Gunst der Stunde nutzte der Österreicher Patrick Feurstein, der auf Platz 2 seinen ersten Podestplatz fixierte. Schön für ihn, es ist halt Freiluftsport.
Im Slalom kam Henrik Kristoffersen endlich mit seinem Ski-Material bestens zurecht und siegte vor seinem norwegischen Landsmann Ali McGrath und Luc Meillard aus der Schweiz. Nur noch eine Frage der Zeit ist es, bis Lcas Pinheiro Braaten, diesmal Fünfter, ganz oben aufs Siegertreppchen steigt bei seinem Comeback nach einem Jahr Pause. Dagegen läuft es für Linus Straßer überhaupt nicht. Der Skilöwe schied im 2. Lauf aus und wartet auch nach dem 3. Rennen auf einen Podestplatz in dieser Saison.

 

Manchester United macht United-Things

 

Fußball-Fans werden oft gefragt, warum sie sich das antun: viele dahinmäändernde Spiele sich live anschauen, in denen wenig bis nichts passiert. Da reiche doch eine Zusammenfassung. Diese Anklage hat oft gute Gründe, seufz, umso schöner ist es dann, wenn es noch besseres Anschauungs-Material zur Exculpation gibt; wie am Sonntag die letzten fünf Minuten beim Manchester-Derby City vs United. 87 Miinuten war es das vor sich hin määndernde Spiel, durchaus mit einigen Nettigkeiten wie dem Führungstor für City. Es folgte die tolle Schlussphase. Ausgleich United und nicht einmal 2 Minuten später Siegestor United mit einem irren Treffer. Und plötzlich ward aus dem Normalo-Spiel eines für die Geschichtsbücher.
Wem das bekannt vorkommt: Der FC Bayern kann von derlei United-Nachspielzeiten ein. trauriges Erinnerungs-Lied singen. Man sage nur: Barcelona, 1999, Solkskjaer, und jeder Fan wird seufzend (jeder Nicht-Fan lächselnd) Bescheid wissen und einem vemeintlich sicheren Champions-League-Triumph hinterhertrauern. Damals war es Usus für Manchester United, späte Spiele zu gewinnen, die gute alte Fergie-Time. Jetzt lebte Sir Alex wieder auf im Etihad. City dagegen und der zunehmend verzweifelte Pep Guardiola versinken fast schon im Premier-League-Mittelmaß.

 

Und sonst

 

  • Bundesliga: Den Feuerzeugwurf von Berlin, der den Bochumer Torwart traf, habe ich gestern schon „gewürdigt“. sollte der VfL am Grünen Tisch die 3 Punkte erhalten, sieht er im Abstiegs-Schneckenrennen wieder Land. In diesem sind vor allem noch Holstein Kiel, Heidenheim und St. Pauli involviert. Stand heute würde ich den hamburgern die besten Chancen auf Rettung zubilligen.
  • Internationaler Fußball, Unfassbare Siegersserie. Atlanta Bergamo hat das zehnte Spiel in Folge in der Serie A gewonnen (Vereinsrekord ausgebaut) und die Tabellenführung verteidigt. Inter gewann am Montag in beeindruckender Manier mit 6:0 bei Lazio.
    Spitzenclubs schwächeln:  Der FC Barcelona hat in der Primera Division den brillanten Start schon fast verspielt. Die 0:1-Heimniederlage gegen Aufsteiger Legranes war der vorläufige Höhepunkt einer Abwärtsspirale. Noch ist Barca Tabellenführer, weil auch Real Madrid viele Punkte lässt. Team der Stunde ist Atlético mit zuletzt 6 Siegen in Folge. Am Samstag empfängt Barca das Team von Trainer Diego Simeone. Eine weitere Pleite, und die Spitze ist futsch.
  • Wintersport: Skispringer Pius Paschke ist auf seine alten Tage (sorry) weiter in bestechender Form. Er gewann beide Wettbewerbe auf der Großschanze von Titisee-Neustadt und siegte zusammen mit Andreas Wellinger auch im Team. Souverän führt er den Weltcup an.
    Nicht viel schlechter ergeht es Franziska Preuß. Die Biathletin gewann den Sprint in Hochfilzen und wurde in der verfolgung Dritte hinter Lou Jeanmonnot und Vanessa Voigt. Auch sie führt den Weltcup an.
  • Handball: Triumph für Norwegens Frauen bei der Europameisterschaft. Im Wiener Finale gewann das zurzeit mit Abstand beste Team der Welt (zuletzt dreimal Olympiasiegerin) klar gegen Dänemark. Von der absoluten Spitze ist die deutsche Mannschaft doch noch ein Stäck weit entfernt. Da bleibt bis zur Heim-WM Ende 2025 noch einiges zu tun, will man wenigstens in den Medaillenkampf eingreifen. Norwegen erscheint mir unbezwingbar.
    In der Männer-Bundesliga baute MT Meldungen die Tabellenführung durch zwei klare Siege gegen HSV Hamburg und in Gummersbach auf zwei Punkte aus. Dahinte ein dichtes Vefolgerfeld mit Hannover-Burgdorf, den Füchsen Belin, SC Magdeburg, dem THW Kiel. Extrem viel Spannung ist angesagt in der vermeintlich besten Liga der Welt.