von Münchner Löwe | Sep. 24, 2024 | NFL
Blick über den Teich, NFL III
Nach dem 3. Spieltag sind immerhin noch 5 Teams ungeschlagen. In der AFC die Buffalo Bills, Pittsburgh Steelers und Kansas City Chiefs, in der NFC die Minnesota Vikings und Seattle Seahawks. Auch wenn es für Prognosen in Richtung Play-offs oder sogar darüberhinaus noch viel zu früh ist.
Positive Trends
Die Chiefs muss man halt auch schlagen
3 Spiele, 3 Siege, aber dreimal hätte es auch genau umgekehrt laufen können, zum Teil sogar m1üssen. Aber irgendwie zog der Titelverteidiger sich jeweils aus der Schlinge, hielt die Baltimore Ravens und Atlanta Falcon am Spiel-Ende in der eigenen Red Zone ohne Touchdown-Punkte, schaffte gegen die Cincinatti Bengals einen mirakulösen 4. Versuch über 16 Yards. So sehn Sieger und Titelkandidaten aus: in der Crunchtime sich zusammenreißen.
Josh Allen makellos
Der Quarterback der Buffalo Bills gehört seit Jahren zu den besten der Welt. Doch agierte er oft zu fehlerhaft, produzierte unnötige Ballverluste. Ganz anders diese Saison, obwohl ihm mit dem abgewanderten Stephon Diggs der beste Receiver abhandengekommen ist. Auch ohne echte Nummer-1-Anspiel-Station findet er genug Empfänger. Noch keine Interception hat er geworfen, keinen Ball verloren, das hat es bei ihm noch nie gegeben nach 3 spieltagen. Das durchschnittliche Rating ist bei unglaublichen 133,7, nahe der Perfektion. Dass er erst zweimal gesackt wurde, liegt an seiner Stärke, aber auch an der vorzüglichen OLine. Mal sehen, ob die auch gegen bessere Gegner als heute Nacht die Jacksonville Jaguars gilt.
Effektiver Sam Darmold
Dier Spielmacher der Minnesota Vikings ist einer der vielen Quarterbakcs, die sich lange Jahre zwar in der NFL halten, mal als Starter, mal auf der Bank. Diese Saison ist bei ihm der Knopf aufgegangen. 8 Touchdown-Pässe gelangen ihm und auch schon acht Big Plays über 20 Yards. Mit Richard Jefferson hat er aber auch vielleicht den besten Receiver in seinem Team, der nicht nur mit Samthandchen die schwierigsten Bälle aus der Luft pflücktpflückt, sondern danach auch noch sehr viele Yards am Boden gutmacht. Weil auch die Defense stimmt, dürften die Vikings in der NFC ein gehöriges Wort mitreden.
Die Enttäuschungen
Ach Cinci
3 Niederlagen nach 3 Partien, darunter zu Hause gegen die New England Patriots und Washington Commanders. Das hätten auch die größten Pessimisten unter den Bengals-Fans nicht erwartet. Die Partie heute Nacht gegen die Commanders war ein negatives Desaster. 6 Drives startete Washington,f ünfmal schafften sie einen Touchdown, einmal ein Fieldgoal. Nicht ein ewinziges Mal mussten sie punten. Da half es den Bengals nicht, dass sie in der Offensive ebenfalls viel produzierten und ebenfalls nicht einen Ball verloren. Ein bisschen weniger efffizient waren sie halt unter anderem mit einem veschossenen Field Goal.
Cowboys unter Beschuss
Nach dem 19:44-Debakel gegen die New Orleans Saints setzte es am 3. Spieltag gegen die Baltimore Ravens die 2. Heimniederlage in Folge. Die fiel mit 25:28 noch einigermaßen glimplich aus, denn nach dem 3. Viertel führten die Ravens schon mit 28:6, bevor die Texaner alles oder nichts spielten. Diese 15 Minuten sind aber das einzige Pflaster für die klaffenden Wunden in Football-Town.
Die Überraschungen
Andy Dalton: Nach den beiden verheerenden Offensiv-Leistungen der Carolina Panthers mit dem völlig überforderten Quarterback Bryce Young setzte das Team in Spiel 3 auf Routinier Andy Dalton. Der 36-jährige Routinier führte sein Team tatsächlich zu einem 36:22-Erfolg bei den Las Vegas Raiders und erzielte 3 Touchdown-Pässe. Im den zwei ersten hatten die Panthers, schon vergangene Saison die Lachnummer der Liga mit nur einem Sieg, nur einen Rush-Touchdown und insgesamt 16 Punkte geschafft.
Die Giants: Auch das bis dato sso desaströse Team aus New York feierte den ersten Saisonsieg mit dem 21:15 bei den insgesamt grauenhaften Cleveland Browns. Giants und Panthers bestreiten ja im November das München-Spiel in diesem Jahr, vielleicht wird Not vs Elden nicht ganz so schlimm wie befürchtet.
Aron-Ra St. Brown
Der Receiver der Detroit Lions fing seinen ersten Touchdown in der Saison und insgesamt Pässe für 75 Yards. Das reichte zum knappen 20:13-Erfolg bei den Arizona Cardinals
Und sonst?
- Spektakel in San Francisco: Die ersatzgeschwächten 49ers verloren ihr Heimspiel gegen die nicht minder ersatzgeschwächten Los Angeles Rams mit 24:27, nachdem sie im 4. Viertel noch mit 24:14 geführt hatten. Bei den 49ers fehlten absolute Stars wie Christian McCaffrey, George Kittle, bei den Rams Super Receiver Cooper Kupp und fast die gesamte OLine. Ein magisches Spiel lieferte Ersatz-Receiver Jauan Jennings, der drei Touchdowns für die 49ers fing und einen unfassbaren Catch im Schlussabschnitt fabrizierte.
- Defensivschlacht in New Orleans: Von wegen Punkte-Festival zwischen den Saints und den Philadelphia Eagles. 15:12 gewannen die Gäste nach einem wahren Abnutzungskampf. Eagles-Runningback Shaqon Barkley war mit 2 Lauf-Touchdowns un insgesamt 147 Rushing Yards de Matchwinner. Die Defense hielt der bisher so fulimanten Saints-Offense stand und ließ zur einen Touchdown und 2 Fieldgoals zu.
von Münchner Löwe | Sep. 17, 2024 | NFL
Blick über den Teich, NFL
Das war „meine“ NFL, so wie ich sie mag. Unvorhersehbar, voller Überraschungen. Erkenntnisse, die ich und Leute, die sich viel besser auskennen, gerade gesammelt habe, sind das Papier nicht wert beziehungsweise die Podcast-Zeit. Ich kann das an meinen eigenen Tipps immer ganz gut ablesen, die oft, aber nicht immer, der Mehrheit entsprechen. Am ersten Spieltag hatte ich 14 der 16 Sieger richtig vorhergesagt, am zweiten waren es nurmehr 7 von 16. Bei manchem Spiel lagen bei espnpigskin mehr als 90 Prozent der Mit-Wetter daneben. Der gemeinsame Tippfehler: Es wird von einem desaströsen Auftritt auf eine desaströses geschlossen und umgekehrt, gerade zu Saisonbeginn. Overreaction, denn auch schwächere Teams haben per se gute Footballspieler.
Zwei Konstanten allerdings scheint es weiter zu geben
1. Die Carolina Panthers sind nach wie vor unterirdisch. Nach dem 10:49-Desaster gegen die New Orleans Saints verloren sie zu Hause mit 3:26 gegen die Los Angeles Chargers. Ein Netrating (Punktverhältnis) von -60 nach 2 Spieltagen – das ist rekordverdächtig. Was für eine traurige Ansammlung, die armen Zuschauer in Charlotte ertragen müssen auch diese Saison. Ob weiterhin 70 000 in die heimische Arena pilgern wie am Sonntag, wage ich zu bezweifeln, zumal die Wege für Schlachtenbummler zu weit sind.
2. Die Kansas City Chiefs gewinnen weiter Spiele, die sie eigentlich nicht gewinnen können. Irgendwelche magischen Kräfte helfen ihnen dabei. Diesmal ein extrem ineffizienter Gegner: Die Cincinatti Bengals kamen zwar relativ leicht übers Feld, doch in der Red Zone wandelten sie ihre Überlegenheit in zu wenige Touchdowns. Dennoch hätten sie das Spiel gewinnen müssen weil sie mit zwei Punkten führten und die Chiefs in der letzten Minute einen 4. Versuch und noch 16 Yards zu gehen hatten – fast ein Ding der Unmöglichkeit. Allerdings nicht, wenn die Refs bei einem relativ ungenauen Zuspiel auf Pass Interference (Behinderung) entscheiden – mindestens umstritten. Das folgende Field Goal brachte die Entscheidung
Die größten Überraschungen
1. 96 Prozent hatten auf einen Erfolg der Philadelphia Eagles gegen die Atlanta Falcons getippt. Zu unterirdisch war der Auftritt Atlantas im ersten Spiel, als gar nichts zusammenlief. Und die Eagles werden zusammen mit den 49ers (später mehr) am häufigsten als NFC-Superbowl-teilnehmer gehandelt. Sie taten sich extrem schwer, führten trotzdem und kassierten in der absoluten Schlussphase doch noch den Touchdown für die Niederlage.
2. Ziemlich ähnlich verlief die Partie des Top-Favoriten (98 Prozent) Baltimore Ravens gegen die Las Vegas Raiders. Die Ravens mühten sich, verschafften sich durch individuelle Klasse und endlich gefundenes Laufspiel doch eine Führung und kassierten zunächst spät (3:56 vor Schluss) einen Touchdown zum Ausgleich und ganz zum Schluss noch ein Fieldgoal zur Niederlage.
Überragende Saints
Das 47:10 gegen die Carolina Panthers zum Auftakt hatten die Experten noch mit der katastrophalen Schwäche des Gegners begründet. am Sonntag legte das Team nach, brillierte beim 44:19 bei den Dallas Cowboys. Wobei sie es in der 2. Halbzeit nach einer 35:16-Pausen-Führung eher gemächlich angingen. Die vorher durchaus gelobte Cowboys-Abwehr erwies sich als extrem löchrig gegen Big Plays, musste in der 1. halbzeit gleich 3 Touchdowns aus mehr als 45 Yards hinnehmen – extrem selten.
Amon St. Ra Watch
Der Deutsch-Amerikaner im Dress der Detroit Lions fing 11 Pässe für 119 Yards (sein 10. 100+-Yard-Spiel in de NFL) und bestätigte seinen Ruf als einer der besten Receiver der Liga. Die, na klar, überraschende 16:20-Niederlage gegen die Tampa Bay Buccaneers konnte er allerdings nicht verhindern. Kurz vor Schluss musste er das Feld mit einer Beinprellung humpelnd verlassen. Offenbar nichts Ernstes, er wird am Sonntag gegen die Cardinals wieder dabei sein.
Und sonst?
- Kyler Murray spielte beim klaren 41:10 seiner Arizona Cardinals gegen die LA Rams, noch so eine Überraschung, das perfekte Spiel. Er schaffte ein Quarterback-Rating von 158,3 – mehr geht in diesem Ranking, das mehrere Faktoren umgasst(Pässe, weite Pässe, vollendete Pässe, Touchdown-Pässe, Interceptions und sonstige Ballverluste umfasst.
- Verletzungen: Die Gehirnerschütterung von Dolphins-Quarterback Tua Tagliavola habe ich am Freitag schon thematisiert. Bös erwisschte es die San Francisco 49ers, die in den nächsten Wochen auf ihre Offensiv-Cracks Christian McCaffrey, vielleicht der beste, weil vielseitigste Angreifer der NFL überhaupt, und Deebo Samuel verzichten müssen. Ein kaum zu kompensierender Verlust, wie schon die Niederlage bei den allerdings auch starken Minnesota Vikings zeigte. Leichte Entwarnung dagegen bei Vikings Super-Receiver Richard Jefferson, der im 3. Viertel in der Partie gegen die 49ers das Feld verlassen musste wegen eine Oberschenkelverletzung. Er könnte sogar schon am Sonntag gegen die Houston Texans wieder auflaufen. Wie wichtig er ist, zeigte er mit einer grandiosen ersten Halbzeit, als er einen Touchdownpass von Sam Darmold über 97 Yards fing und dabei etwa 50 Meter nach dem Catch lief und einen Niners-Verteidiger äußerst schlecht aussehen ließ.
von Münchner Löwe | Sep. 13, 2024 | NFL
Blick über den Teich, NFL
Nicht nur verloren sie im Thursday Night Game zu Hause in Miami klar gegen den Divisionskonkurrenten Buffalo Bills mit 10:31, viel schlimmer wiegt der Verlust von Star-Quarterback Tua Tagovailua. Der zog sich bei einem haarsträubenden Spielzug im 3. Quarter eine Gehirnerschütterung zu, offziell seine vierte, wahrscheinlich sind es noch einige mehr, die nicht erkannt wurden oder gar verheimlicht. Ich kann es leider nicht anders sagen: Dolphins Headcoach Mike McDaniel hat Tua in einen sehr gefährlichen Laufspielzug gehetzt, angesichts dessen Vorgeschichte fast unverantwortlich. Tua zerschellte regelrecht an Bills-Safety Lamar Hamlin, der nur seinen Job machte, als er ihn aufhielt. Ausgerechnet Hamlin, der vor gut anderthalb Jahren während eines NFL-Spiels kollabierte und um sein Leben kämpfen musste und gerade erst sein Comeback gefeiert hatte. Schon vor knapp zwei Jahren gerieten die Dolphins und Tua ins Kreuzfeuer der Kritik, als er nur 2 Wochen nach einer Gehirnerschütterung wieder spielte und erneut schwer am Kopf getroffen ist.
Natürlich ist Football ein Kontaktsport, und schwere Zusammenstöße bleiben nicht aus. Aber warum am 2. Spieltag so ein gefährlicher Spielzug angesagt wird, bleibt für mich rätselhaft. Klar kann es natürlich auch sein, dass Tua auf eigene Faust den Lauf genommen hat. Aber schon die gesamte Spielzeit zuvor setzte McDaniel eher auf Lauf als auf Pass, trotz der beiden grandiosen Receiver Hill und Waddle.
Laut ersten Bulletin muss Tua jetzt 6 Wochen pausieren. Aber seine 4. schwere Kopfverletzung muss ihn nachdenklich machen, ob er diesen Sport wirklich weiter ausüben will. Ausgesorgt hat er schon mit seinen erst 26 Jahren. Tagovailua hat ja schon nach seinem annus horribilis einen Rücktritt in Betracht gezogen und einiges getan, um weitere Gehirnerschütterungen zu vermeiden (Jiu-Jitsu-Training). Aber die lassen sich im Football nicht gänzlich vermeiden trotz verbesserter Helme und Ausrüstung. Es gibt leider erschreckende Fälle von Spätfolgen: Unter anderem ist die Zahl der Selbsttötungen bei Football-Profis unverhältnismäßig hoch.
von Münchner Löwe | Sep. 10, 2024 | Fußball, NFL, Radsport, Tennis
Es war eine wunderbare Woche in Kressbronn am Bodensee. Und tatsächlich mal weitgehend sportfreie Tage, da fernsehlos und nur mit Laptop bewaffnet. Hat gut getan, gerade nach dem olympischen Marathon nach der Heim-EM. Ein paar Sachen sind dann doch hängengeblieben, allerdings eher nachgelesen als geschaut, schon gar nicht live.
Ich muss zu meine Schande gestehen, dass ich von den am Sonntag beendeten Paralympics nichts gesehen und auch nur wenig gelesen habe. Ich bewundere die Sportler sehr, aber ich kenne sie eben nicht und kann sie mit ihren verschiedenen und unübersichtlichen Schadensklassen kaum einordnen. Ich bin auch Olympia-müde wie so viele andere. Vielleicht würde es helfen, wenn sie vor den Olympiern ihre Spiele abhalten dürften. Dann hätten sie die Ehre, die fantastischen Sportstätten als Erste zu benutzen, und allein die Neugier darauf würde mich zum Einschalten bringen.
Das ging ja gut los für die deutschen Fußballer
Sprich, der Start in den WM-Zyklus, getarnt durch die Nations League. Und da gelang den Nagelsmännern durchaus ein gelungener Start beim 5:0 gegen Ungarn. Die Torwartfrage hat Julian Nagelsmann ja schon vorher beantwortet mit der Inthonisierung des Kronprinzen Marc-André ter Stegen. Der ist erst mal in der Vorhand, was den Platz im Kasten bei der WM betrifft. Der Abgang der etablierten Kroos, Müller, Gündogan und Neuer ist aufgefangen worden, schon heute in Amsterdam bei den Holländern wird sich zeigen, wie resistent die Mannschaft tatsächlich ist. In Glanzform befindet sich schon Jamal Musiala, der einen treffer selbst erzielte und drei vorbereitete.. Insgesamt war das ein sehr stimmiger Auftakt, nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Bella Italia
Die Azzurri waren vielleicht die größte Enttäuschung bei der Europameisterschaft mit dem frühen Achtelfinal-Aus. Damals fehlten allerdings auch wichtige Spieler, und was die können, haben sie gleich beim 3:1 im Pariser Prinzenpark gegen Frankreich gezeigt. Nicht einmal von einem Blitzgegentor nach nur 15 Sekunden ließen sie sich schochen, erzeielten selbst drei wunderbare Treffer und nahmen hochverdient die 3 Punkte mit. Gestern legten sie nach und siegten gegen Israel mit 2:1. Die Partie fand in Budapest statt wg des Gaza-Krieges. Frankreich rehabilitierte sich mit einem starken 2:0 gegen Belgien.
Ansonsten in der Nations League:
– Cristiano Ronaldo erzielte seinen 900. Pflichtspieltreffer
– San Marino gewann gegen Liechtenstein mit 1:0 und damit seit 10 Jahren wieder ein Länderspiel.
– Österreich erreicht in Slowenien ein 1:1 und verlor am Montag 1:2 in Norwegen. EM-Kater bei derer Rangnick-Truppe
Sabalenka und Sinner siegen in New York
Das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres ging an die Favoriten. Jannik Sinner setzte sich im Finale klar in 3 Sätzen gegen Taylor Tritz durch, der bei seinem Parforceritt ins Endspiel nichts mehr zuzusetzen hatte. Ihm bleibt der Trost, als erster Amerikaner seit Andy Roddick 2005 das Endspiel der US Open erreich zu haben. Auch Sabalenka gewann ihr Finale gegen eine Amerikanerin, nämlich Jessica Pegula. Die Weißrussin gab im gesamten Turnier nur einen Satz ab und war letztlich nie gefährdet. Wie im vergangenen Jahr siegten die beiden Gewinner des Masters in Cincinatti. Damals hatten Coco Gauff und Novak Djokovic triumphiert, die dieses Jahr früh scheiterten.
Bei Sinner habe ich leider immer noh ein sehr ungutes Gefühl, weil er aus seiner Dopingsache praktisch ungeschoren davongekommen ist, obwohl diese zum Himmel stinkt.
https://blickueberdenteich.de/tag/sinner/
Roglic in den Bergen stark
Der Slowene entriss in der letzten Vuelta-Woche mit vielen anspruchsvollen Anstiegen Ben O´Connor noch das Rote Trikot des Gesamtführenden und brachte es letztlich sicher nach Madrid. Es war bereits sein 4. Triumph bei der Spanien-Rundfahrt, der damit zum Rekordsieger avancierte. Allerdings fehlten die Topfahrer Tadej Pogacar, Jonas Vingegaard und Renco Evenepoel. Trotzdem ein toller Erfolg des Bora-Rennstalls, bei dem sich dieses Jahr Red Bull eingeklingt hat.
Das Lederei fliegt wieder
Mit Erfolgen der beiden Super-Bowl-Teilnehmer Kansas City Chiefs (vs Baltimore Ravens) und San Francisco 49ers (vs New York Jets. Bei denen feierte Aaron Rodgers quasi mit einem Jahr Verspätung sein Debüt, nachdem er sich am 1. Spieltag der vergangenen Saison beim 4. Spielzug die Achillessehne gerissen hatte. Ein bisschen rostig wirkte er noch, er ist mit 40 Jahren auch nicht mehr der Jüngste, aber die Klasse blitzte einige Male auf.
„Meine“ Cincinatti Bengals erlebten eine überraschende Heimpleite gegen New England Patriots im Neuaufbau, die seit ewigen Zeiten (1999, um genau zu sein) ihr erstes NFL-Match ohne Headcoach Bill Belichik an der Linie bestritten. Das könnte für mich und die Bengals ein trauriges Jahr werden, hoffentlich nicht ganz so furchtbar wie in den späten 90ern und 2000ern
Große Überraschungen gab es ansonsten nicht. Die Dallas Cowboys siegten klar bei den Cleveland Browns. Der Erfolg geriet fast zur Nebensache, denn zuvor hatte Quarterback Dak Prescott einen Rekordvertrag unterschrieben. Für die nächsten 4 Jahre erhält er insgesamt 240 Millionen Dollar. Mit 60 Millionen/Jahr übertrifft er alles bisher Dagewesene, ohne dass die Joe Burrows, Lamar Jacksons dieser NFL-Welt am Hungertuch nagen müssen.
Wer hier übrigens die MLB vermisst, der sei auf morgen vertröstet. Und auf das Goodie bei „Und sonst?“.
Und sonst?
- Handballer wieder im Club-Einsatz: Während Meister SC Magdeburg und Vize Füchse Berlin mit souveränen Siegen starteten, gab es für den ambitionierten THW Kiel gleich einen Dämpfer. Der Rekordmeister unterlag bei den Rhein-Neckar Löwen mit 27:32. Kein Beinbruch bei den Heimstarken Mannheimern, aber ein Traumstart sieht anders aus
- Homerun-Kunststück: Pavin Joe Smith von den Arizona Cardinals war bisher nicht als Hit-König bekannt. Am Sonntag bei den Houston Astros erwischte er einen Traum-Abend und schlug gleich drei Homeruns, die ihm insgesamt 8 RBIs einbrachten, Teamrekord eingestellt. Er hatte sogar die Chance zu einem 4. Homerun und den überaus seltenen Homerun-Circle (Solo, 2Run, Three-Run, Grand Slam), doch mit einem Mann auf Base wurde er per Strikeout ausgemacht..
- Triumph für Thierry Neuville: Der Belgier gewann die Rallye Akropolis und baute seine WM-Führung auf Odd Tänak auf 34 Punkte aus..
von Münchner Löwe | Juni 25, 2024 | NFL
Die deutsche Stimme des Footballs
Das ist eine sehr traurige Nachricht. Günter Zapf, die Reporter-Legende im US Sport, ist überraschend im Alter von nur 66 Jahren gestorben. Günter Zapf war die deutsche Stimme des Footballs, er hat mich wie so viele Football-Fans in den 90er-Jahren via Sky, damals Premiere, angeleitet, für die Sportart begeistert. Er war ja darüber hinaus ein Pionier des Footballs, hat bereits in den 70ern für die Munich Cowboys gespielt als beinharter Cornerback. Auch deshalb war er Fan der Dallas Cowboys. Sogar das konnte ich ihm verzeihen, obwohl ich die Cowboys nicht leiden konnte, weil ich zum damaligen NFC-Erzrivalen San Francisco 49ers hielt. Zusammen mit Andreas Renner und Florian Berrenberg war Günter Zapf wöchentlich bei den Football-Spielen zu hören, als es eben noch nicht so einfach war, sich über US-Kanäle zu versorgen, außer man wohnte im AFN-Bereich. Die markante Stimme, sein fundamentales Wissen, seine Liebe zum (Football)-Sport und sein Humor – sie werden nicht nur mir enorm fehlen. Neben Football hatte er vor allem auch für Wrestling ein Faible (das mir allerdings bis heute völlig abgeht). Aber auch im Baseball war er zu Hause, bis vergangenes Jahr noch bei ausgewählten Partien der MLB bei Pro7maxx zu hören.
Ich hatte das Vergnügen, Günter Zapf persönlich kennenzulernen. 2001 in Tampa/Florida, als die Berlin Thunder (damals NFL Europe) Berliner und Brandenburger Journalisten für eine Woche in ihr dortiges Trainings-Camp einluden. Wir haben uns sehr nett bei einem Bankett im Bucs-Stadion unterhalten, sein Humor war allgegenwärtig. Bis zuletzt war er regelmäßiger Gast in der Big Show und den Sofa Quarterbacks, wo er seinen Frust über seine längst nicht mehr so erfolgreichen Cowboys ausließ, vor allem der allmächtige Präsident Jerry Jones bekam sein Fett weg. Ansonsten auch hier: durch und durch profundes Wissen, immer aber gepaart mit einem Augenzwinkern.
Günter Zapf wird fehlen: mir, der wachsenden deutschen Football-Gemeinde, woran er großen Anteil hatte, und natürlich auch den Wrestling-Fans. Und jeden, der mit ihm arbeiten durfte, mit dem begeisterten Golfer eine Runde drehte, der Familie und den Freunden.
RIP, Günter Zapf.
von Münchner Löwe | Apr. 12, 2024 | Allgemein, basketball, NBA, NFL
Tod zweier Sportlegenden
Gestern erreichten uns die Nachrichten, dass sowohl OJ Simpson und Akebono von uns gegangen sind. Der gebürtige Hawaiianer Akebono war der erste ausländische Sumoringer, der in Japan den Status eines Großmeisters erhielt, die größte Ehre, die dieses Land vergeben kann. In seiner Glanzzeit brachte Akebono bei 2,03 Metern Größe mehr als 4 Zentner auf die Waage. Und vielleic ht zm ersten Mal nahm die Sportwelt echtes Interesse für diese ur-japanische Sportart auf. Akebono-Kämpfe waren ein Straßenfeger., weit über Japan hinaus. Jetzt ist er mit 54 Jahren gestorben an Herzversagen, und man braucht wohl kein Medizin-Studium, sein enormes Gewicht als eine der Ursachen zu benennen.
Von OJ Simpson nahm die nicht-amerikanische sportwelt so richtig Notiz, als er im Huni 1994 sich eine fast unwirkliche Verfolgungsjagd mit der Polizei auf US-Highways lieferte. Ihm wurde Mord an seiner Ex-Frau Nicole und deren Freund vorgeworfen, die blutüberströmt leblos gefunden wurden. In einem spektakulären Indizienprozess wurde er freigesprochen, in einem Zivilprozess allerdings zu Schadenersatz in Höhe von mehr als 30 Millionen Dollar verurteilt.
Für die Amerikaner war Simpson allerdings einer der größten Sporthelden überhaupt, der im Football als Runnig Back aufsehenerregende Rekorde brach, die zum Teil immer noch Bestand halten oder zumindest in den Top 5 liegen. spektakulär war das Ganze für Europa und Südamerika vor allem auch deshalb, weil besagte Verfolgungsjagd am Tag des Eröffnungsspiel der Fußball-WM in den USA stattfand, so dass das Interesse naturgemäß besonders groß war. Um das Ausmaß der Prominenz zu erläutern, wurden Vergleiche mit den allergrößten des Sports, also Kategorie Beckenbauer oder Jordan bemüht. Heute würden wir in Europa aufgrund der rasanten Verbreitung des Footballs einen OJ Simpson bestens kennen.
Simpson kam dann doch noch ins Gefängnis wg eines bewaffneten Raubüberfalls, wurde 2007 vorzeitig entlassen und lebte seitdem ziemlich zurückgezogen.
Blick über den Teich, NBA
Jetzt sind es noch zwei Spieltage heute Nacht und am Sonntag, und in beiden Conferences gibt es noch ein Hauen und Stechen um Plätze. Meine Berechnungen sind bitte ohne Gewähr zu verstehen.
Western Conference
Sicher ist, dass die Sacramento Kings, die GS Warriors und die LA Lakers ins Play-In müssen, höchstwahrscheinlich auf den Plätzen 8 bis 10. Zurzeit haben sie dieselbe Bilanz von 45:35 Siegen. Für die Kings spricht, dass sie den direkten Vergleich gegen die Lakers für sich haben und den Dreiervergleich. Im Vergleich zu den Warriors hätten sie auch die bessere Conference-Bilanz, egal was passiert. Gegen sie spricht die eher malade Form (Malik Monk, mein bester 6th Man, geht enorm ab). Wenn sie beides Spiele gegen die Phoenix Suns und die Portland Trail Blazers gewinnen, wären sie somit auf jeden Fall Achter. und häten zwei Chancen. Sowohl die Warriors als auch die Lakers spielen noch gegen die New Orleans Pelicans, es könnte am Ende also sogar einen Vierer-Vergleich gegeben, wenn die Phoenix Suns die beiden Spiele gegen die Kings und Oklahoma City Thunder verlieren. Und der ganze Trouble dann wahrscheinlich nur, um in der 1. Play-off-Runde gegen den wahrscheinlichen Conference-Sieger denver Nuggets unterzugehen.
Und was macht DAZN, der liebe deutsche NBA-Sender: Zeigt Nuggets vs Spurs als Live-Spiel, also mit die unspannendste Partie überhaupt. Gott sei Dank gibt es den Game Pass, sogar, wenn ich es richtig lese, for free.
Eastern Conference
Auch hier steht es Spitz auf Knopf, vor allem in den Plätzen 4 bis 7.. Hier kommt die Besonderheit zum Tragen, dass die Orlando Magic bei einem Dreier-Vergleich auf jeden Fall das Pfund des Divisionssieges haben. Heute spielen sie zuHause gegen die Milwaukee Bucks ohne Giannis. Allerdings brauchen die auch noch mindestens einen Sieg, um Platz 3 gegen die NY Knicks zu behalten. Die Magic müssen also hoffen, dass die Indiana Pacers mindestens ein Spiel verlieren, dann gäbe es bei einer Niederlage am letzten Spieltag bei den Philadelphia 76ers den erhofften Dreiervergleich. Gegen die Sixers würden sie bei einer Niederlage am Sonntag den Zweiervergleich verlieren, was wiederum egal wäre, wenn die Pacers beide Spiele verlieren.
Ein Trost für den, der es nicht schafft: In den Play-Ins gibt es den Rettungsanker eines Spiels gegen die viel schwächer eingeschätzten Chicago Bulls oder Atlanta Hawks. Wenn allerdings Atlantas Trae Young heißläuft …
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