von Münchner Löwe | Jan. 15, 2024 | Allgemein, basketball, EM, Fußball, Handball, NBA, NHL, Wintersport
Kildes Glück im Unglück und viele Ciskussionen
Es hätte alles so schön sein können; ein grandioses Skiwochenende in Wengen. Kaiserwetter, also strahlender Sonnenschein, und eine diesmal sehr anspruchsvolle Lauberhorn-Abfahrt. Marco Odermatt gewann am Donnerstag in der leicht verkürzten Abfahrt sowie am Donnerstag als auch am Samstag – heweils vor dem unglaublichen Cyprien Sarrazin, der am Freitag mit einerm Traumlauf den Super-G gewann. Die beiden fuhren in der eigenen Liga an den drei Tagen. Die Österreicher erlebten ein Speed-Desaster ohne Podestplatz. Am Samstag starteten nur 4 Ösis zur Abfahrt, wann hat es denn das zuletzt gegeben? Wenigstens im Slalom rettete Manuel Feller, der nach Adelboden vor einer Woche auch den zweiten Schweizer Klassiker für sich entschied. Über die Deutschen decken wir nach Linus Straßers Ausfall den Mantel des Schweigens. Ich fürchte, dass wir Thomas Dreßen nicht mehr in Topform wiedersehen auf den Strecken.
Doch beherrschendes Thema waren die Stürze, die die beiden wohl letzten Kontrahenten Odermatts im Kampf um den Gesamtweltcup betraf. Alexis Pintaurault zog sich einen Kreuzbandriss zu, Alexander Kilde eine Schnittverletzung am Bein sowie eine ausgekugelte Schulter zu. Gott sei Dank nicht der befürchtete Beinbruch. Und lieben Trost erfuhr er schnell, denn die an diesem Wochenende pausierende Ski-Ikone Mikaela Shiffrin eilte umgehend zu ihrem Freund ans Krankenbett.
Schnell kamen Diskussionen über das offenbar zu kräftezehrende Programm auf. Drei Speedrennen auf dieser anspruchsvollen Strecke sind schon extrem zehrend. Und das Problem ist, ddass man mit angezogener Handbremse keinen Blumentopf gewinnt. Also riskieren die Fahrer alles, und dann passieren eben diese Stürze.Angeblich war Kilde ja verkühlt; das hat ihn nicht daran gehindert nach mehr als zwei Minuten völlig entkräftet das Schluss-S voll anzugehen, obwohl er kurz vorher nur mit Mühe und Glück einen Sturz verhindern konnte.
Aber was wäre die Alkternative, um zumindest diese Dreierpacks zu verhindern, die ja nicht im Kalender stehen, sondern nur aus Nachholrennen resultieren. Der Vorschlag von Renn-Chef Waldner ist radikal: Ausgefallene Rennen werden nicht nachgeholt. Kann man sicher überlegen, aber dann lohnt es sich noch weniger, die Speedrennen ernsthaft anzugehen. Jedes Rennen ist ja auch eine mittlerweile zumindest für die Spitzenfahrer finanziell lohnende Angelegenheit. Von den praktisch auf null schwindenden Chancen der Speedfahrer auf den Gesamtweltcup. An den Strecken selbst wird man wohl kaum was machen können, vielleicht insgesamt eine etwas „fahrbarere“ Präparierung, also nicht überall blankes Eis. Dieses allerdings sorgt für einigermaßen faire Bedingungen für alle.
Eines alledings scheint mir unumgänglich. Denn Rennkalender so zu gestalten, dass komplette Ausfälle am unwahrscheinlichsten Sinn, vielleicht auch immer mit einem Ersatztag an Ort und Stelle. So ein Irrsinn wie die Rennen am Matterhorn gehört abgeschafft. Zwei Jahre, 0 von acht (?) geplanten Rennen, es geht dort halt nicht. An den Traditionsterminen in Wengen und Kitz wird man kaum rütteln können. Jetzt geht es in Kitz weiter ebenfalls mit vollem Programm: hoffen wir das Beste.
Wird man so Meister?
Ab dem Wochenende rollt auch in Deutschland wieder der Fußball, zumindest in der Bundesliga. Bayer Leverkusen gewann durch ein schön herausgespieltes Tor in der 4. Minute der Nachspielzeit. Solche Spiele muss man gewinnen, dann kann es mit der Meisterschaft klappen. Allerdings fehlen unter anderem mit Victor Boniface und Tapsoba sehr wichtige Spieler wg des gleichzeitig ausgetragenen Asien-Cuö/Afrika-Cup.Dass die Afrikaner wegen des Klimas im Winter spielen müssen, leuchtet ja noch ein, aber warum in Asien? Die Bayern sind zwar auch, aber längst nicht so heftig betroffen. Die Pflichtaufgabe am Freitag, ganz im Zeichen von Franz Beckenbauer, haben sie souverän mit 3:0 gewonnen gegen Hoffenheim, dazu verkündeten sie mit Eric Dier von Tottenham den ersten Neuzugang im Winter.
Ansonsten war es ziemlich mau am letzten Spieltag der Vorrunde. Zwei recht spannende Transfers: Timo Werner wechselt zu Tottenham und zeigte am Sonntag bei ManUnited ein ansprechendes Debüt. Und Leo Bonucci beendet sein wenig ruhmreiches Kapitel bei den Eisernen.
Blick über den Teich, NHL und NBA
Nach ihrem Katastrophenstart rollen die Edmonton Oilers die NHL von hinten auf. Sie stehen jetzt bei zehn Siegen en suite, und 19 der vergangenen 20 Partien haben sie gewonnen und stehen schon auf einem Play-off-Platz in der Western Conference. Der Trainerwechsel hat sich also gelohnt. Vor allem Conor McDavid und auch Leon Draisaitl haben ihre Form wiedergefunden. Alle Teams haben jetzt etwa die Hälfte ihrer 82 Partien absolviert. Beste Teams im Westen sind die Winnipeg Jets und die Vancouver Canucks sowie im Osten die Boston Bruins und die NY Rangers. Aber da kann noch viel passieren, allerdings nicht bei allen Teams wie etwa die Sharks und die Blackhawks.
Auch in der NBA rückt die Saisonhalbzeit nahe. Bestes Team der Liga sind die Boston Celtics im Osten (vor den Milwaukee Bucks und den Philadelphia 76ers sowie die weiterhin erstaunlichen Minnesota Timberwolves (knapp vor den Oklahoma Thunder und TV Denver Nuggets. Gerade im Westen ist es verdammt knapp. Zurzeit wären sowohl die LA Lakers als auch die GS Warriors noch nicht einmal in den Play-Ins. Bei Golden State steht Draymond Green vor dem Comeback, die Kalifornier erwarten ihn trotz aller Fehltritte sehnlichst
Und sonst
– Österreichs Rodler haben bei der Heim-EM in Innsbruck-Igls 4 Titel eingesammelt. Allein im Doppelsitzer der Frauen gab es für die dominierende Rodelnation Deutschland einen Titel für Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal.
– ein Biathlonfest in Ruhpolding mit vielen guten Norwegern und Französinnen. Die Deutschen vorne dabei aber nicht ganz
– ein Handballfest in Deutschland. Tolle Stimmung auch bei Nichtdeutschen Partien, die das lineare Fernsehen noch nicht mal ignoriert – eine Schande auch angesichts der endlosen Wintersportstrecken bei ARD und ZDF. Dyn hilft mit dem faden Beigeschmack, dass Springer voll die Nationalitätenkeule schwingt. Mal sehen, wie weit es geht für die deutschen Jungs. Zumindest die Vorrunde ist geschafft.
Die Wochenorschau erfolgt morgen
Auf eines möchte ich jetzt hinweisen. Eilige können via DAZN oder nba-Pass heute eine volle Ladung NBA genießen, weil am Martin-Luther-Tag wie auch in der NHL schon zur Mittagszeit in den USA gespielt wird.
von Münchner Löwe | Jan. 9, 2024 | basketball, Fußball, Handball, NBA, NFL, NHL, Sonstiges
Ich inkludiere den Montag
Genie der Leichtigkeit – mit Tücken
Es ist eine, wenn auch irgendwie erwartbaren Nachricht: Franz Beckenbauert ist im Alter von 78 Jahren gestorben.Ich hatte noch das Vregnügen, ihn live Fußball spielen zu sehen im Münchner Olympiastadion . Was mich immer schon faszinierte, war die Leichtigkeit des Seins, die er am Ball ausstrahlte. Auch schwierige Dinge wie den zentimetergenauen Außenristpass über 30 Meter ließ er ganz einfach aussehen. Dazu kam ein veritabler Kampfgeist und Ehrgeiz. Bestes Beispioel dafür war der grandiose Abwehrkampf im WM-Finale gegen die Holländer, als er sich der orangenen Übermacht mit allem entgegenwarf. Und doch war der an diesem Tag unglaubliche Sepp Maier letzt.ich der Garant des Sieges.
Und er hatte diesen nicht erlernbaren bayerischen Charme, der viele weit über den Rasen einfing. Dies alles brachte ihm auch einige Neider, die ihn wahrscheinlich trotzdem für seine Spielweise bewundert haben. Auf jeden Fall konnte sich der Franz Dinge erlauben, die andere in große Schwierigkeiten gebracht hätten. Ich erinnere an seinen unsterblichen Satz, der Herrgott freut sich über jedes Kind, als er auf einer schon berüchtigten Weihnachtsfeier mit seiner späteren vierten Frau Heiddi eben dieses Kind gezeugt hatte.
Beckenbauer schien ein Glückskind, dem alles gelang, sogar ein Torwandtreffer von einem vollen Weißbierglas aus. Und er hatte noch zwei ganz große Momente, den WM-triumph von Rom als Trainer (samt dem legendären einsamen Gang über den leeren Rasen. Und zumindest hierzulande hatte er sich unsterblich genmacht, als er nicht nur die WM 2006 nach Deutschland holte mit unglaublicher Kleiun- und Lobby-Arbeit (und einiger wohl illegaler Zuwendungen; die Summen, die hier im Raum stehen, sind allerdings von grotesker Winzigkeit angesichts der aktuellen Entwicklungen im Fußball), sondern auch davür sorgte (natürlich nicht allein), dass dieses Turnier zu einem vollen Erfolg wurde und sogar das Wetter sich von seiner besten Seite zeigte, zumindest meistens. Sogar dafür machten ihn viele verantwortlich.
Dass dieses Glücklskind am Ende so viel Tragik erfuhr, gehört vielleicht zu einer griechischen Tragödie. Der frühe Tod seines Sohnes Stefans und die Ermittlungen wegen dubioser Zuwendungen setzten ihn sehr zu. Und am Ende erfuhr er die Krankheiten, gegen die er doch eigentlich immun schien. Wirklich schwere Verletzungen hatte er ja nie, er wirkte bis noch vor sagen wir zehn Jahre wie das blühende Leben. Klar gab es auch objektive Kritikpunkte, wie seine oft ziemlich gedankenlos vorgebrachten Kommentare, und er konnte sich schon selbst praktisch in einer Woche selbst widersprechen. Firlefranz war ein treffender Ausdruck.
Jetzt heißt es also Abschied nehmen, und das gilt natürlich nicht nur für die Bayern-Famile, sondern für jeden Fußballfreund. Seine unschlagbaren Sprüche sind zum Teil ja deutsches Allgemeingut wie das von ihm hoffähig gemachte „Schaun mer mal“. Und mir bleibt aus tiefen Löwenherzen ein „Danke Franz“.
Noch ein Wort zur ARD-Doku gestern. Ich fand es tatsächlich unpassend, das gestern wie geplant praktisch unbearbeitet zu senden, aber das ist sicher Geschmackssache. Die Doku selbst fand ich nicht so prickelnd. Kaum neue Bilder, nichts Überraschendes. Natürlich schade, dass sich Beckenbauer selbst nicht äußern wollte oder konnte. Aber für die Jüngeren und nicht sklavischen Fußballfans sicher ein schönes Eintauchen. Und das eine oder andere schöne Erinnerungsstückchen war anatürlich auch dabei.
Odermatt, wer denn sonst?
Ryoko Kobayashi hat die 4-Schanzentournee gewonnen mit dem bisher einmaligen Kunststück, in vier Springen viermal Zweiter geworden zu sein (bei 4 verschiedenen Siegern). Am Ende war Andreas Wellinger, die deutsche Hoffnung, chancenlos. Ihm bleibt der Trost des Heimerfolgs in Oberstdorf wie dem Österreicher Stefan Kraft der von Bischofshofen. Also letztlich ein ergebnis, mit dem alle gut leben können.
Für mich sehr ärgerlich ist die Tatsache, dass die Tournee der Frauen nicht und nicht zustandekommen will. Die Nonchalance, wie wir vertröstet werden, finde ich grotesk. Hier liegt vieles im Argen
Apropos Skispringen: Allen Ernstes erwägt der Verband Springen in der saudiscghen Wüste und in Rio von dann mobilen Schanzen. Ich persönlich halte davon wenig bis nichts. Schon die Mattenspringen im Sommer holen mich nicht ab und sind beim Überangebot im Sport für mich obsulet.
Marco Odermatt wird der neue und alte Weltcupsieger. Wenn er gesund bleibt, ist das wohl keine allzu gewagte Prophezeiung. Im Riesenslalom ist er unschlagbar, in Abfahrt und Super-G jederzeit mindestens ein Top-3-Kandidat. Schade, dass sich Marco Schwarz saisonbeendend verletzt hat; das wäre vielleicht noch spannend geworden.Jetzt stehen die Klassiker in Wengen und Kitzbühel an. Bei den Frauen ist Cortina wohl der Höhepunkt des Abfahrtskalenders, das parallel zum Kitz-Wochenende ausgetragen wird. Dauemndrücken für Sofia Goggia, heißt es da für mich: Wenn sie heil durchkommt, wird sie gewinnen, aber das ist bei ihrer extrem riskanten Fahrweise keineswegs sicher.
Zverev, der Dauerspieler
Er schien Mausetot, doch biss sich durch und führte Deutschland zum Erfolg im United Cup. So bog er ein paraktisch verlorenes Spiel gegen Hurkacz und war auch im Mixed gemeinsam mit Laura Siegemund zur Stelle, um den entscheidenden Punkt zu holen. In der Form wird er bei den Australian Open sehr zu beachten sein. Schön, dass Angie Kerber zurück ist nach der Geburt ihrer Tochter. Wenn sie ein bisschen Glück mit der Auslosung hat, kann sie bei den Australian Open das eine oder andere Spiel gewinnen.
Das wird die Woche, die wird
Heimspiel der Handballer
Am Mittwoch beginnt die EM der Männer, die tatsächlich zum ersten Mal in Deutschland stattfindet. Standesgemäß mit einem Eröffnungsspiel im Düsseldorfer Fußballstadion vor ausverkauftem Haus und einer Weltrekordmenge von 50 000 Zuschauern. Was Tipps betrifft, habe ich so gar keine Aktien, erst recht, was das deutsche Abschneiden betrifft. Da kann alles passieren vom Vorrundenaus bis zum Halbfinale (und sogar noch mehr?) Ein Armutszeugnis ist, dass bis auf die deutschen Spuiele und das Finale das Turnier ausnahmslos bei Dyn stattfindet. Für die ist es natürlich toll, und wird zumindest für diesen Monat einige Abonnenten bringen, aber dass wieder das „normale“ Fernsehpublikum außen vor bleibt, ist schon traurig. Aber offenbar Zeitgeist. Alle Verbände nehmen das, was sie kriegen können. Warum sich die etablierten Sender hier so geziert haben, erschließt sich mir nicht. Mal sehen, ob und wie das gesamte Turnier im Lande ankommt
Deutschlands Fußball erwacht wieder
Am Freitag beginnt die Rückrunde. In der 1. Liga aber noch mit dem letzten Hinrundenspieltag. Bayer oder Bayern, lautet wohl die Meisterfrage, und hier dürfte der Afrika- respektive Asiencup eine gar nicht unwichtige Rolle spielen. Gerqde die Leverkusener müssen sehr wichtige Spieler abstellen. Und mit Boniface (Bayer) u sowie Guirassy (VfB) sind schon zwei Schlüsselspieler verletzt, bevor es überhaupt losgegangen ist. Der Bayer-Kader scheint allerdings ziemlich breit aufgestellt. Ich würde es ihnen gönnen, auch weil sie den attraktivsten Fußball spielen.
Klassiker in Wengen
Die Lauberhorn-Abfahrt ist sicher nicht die schwerste im Jahr, doch vor allem wenn die Sonne scheint, sind die Bilder aus dem Berner Oberland unschlagbar. Auf uns wartet ein volles Programm ab Donnerstag mit 2 Abfahrten, einem Super-G und einem Slalom. Die Frauen haben Speedrennen in Alpenmarkt-Zauchensee
Und sonst?
Tennis in Australien. Und unserer Zeit in der Nacht zu Montag beginnen schon die Australian Open. Ohne Rafa Nadal, der verletzt absagte nach seinem Comeback in Brisbane. Wer schlägt Novak Djokovic, ist die große Frage, wobei ich hinter seine Fitness ein allerdings sehr kleines Fragezeichen setze. Gar kein Geld würde ich auf die Siegerin setzen, da ist das Rennen mE total offen.
Die Biathleten sind in Ruhpolding zu Gange bei hoffentlich schönerem Wetter als zuletzt in Oberhof. Die Skispringer messen sich in Wisla. Leider sind dieses Jahr die Polen noch nicht wirklich in Form gekommen, aber die Stimmung dürfte trotzdem toll sein.
US-Sport
– für die Footballfans beginnt mit den Play-offs die schönste Zeit des Jahres. Mehr dazu mein Beitrag gestern und ein weiterer hoffentlich am Freitag oder Samstag. 6 Spiele stehen jedenfalls von Samstag bis Montag an.
– NBA und NHL nähern sich der Halbzeit ihrer regulären Saison. Noch ist es hier wie dort für Play-off-Vorhersagen in der Gesamtheit zu früh. Ein paar Teams sind sicher dabei, ein paar sicher draußen, aber der Großteil ist noch eine sehr invalide Masse.
Die großen Fußball-Ligen setzen ihre Runden fort.
Die Basketballer sind international und national in der Pflicht. Für Bayern und Alba schaut es in der Euroleague allerdings ziemlich trübe aus. Die Play-offs (erste Acht) sind doch schon ziemlich weit entfernt.
Und last but not least im Snooker das Masters im Ally Pally. Immer wieder faszinierend zu sehen der Unterschied zwischen Darts und Snooker am selben Ort, vor allem was das Publikum betrifft …
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von Münchner Löwe | Jan. 1, 2024 | Allgemein, basketball, Darts, Fußball, Handball, Tennis, Wintersport
Noch gibt es Nachwehen der kleinen Weihnachtspause, aber die Sportfans kommen schon auf ihre Kosten.
Triumph für England, aber wer?
Schon vor dem Halbfinale der Darts-WM ist klar: Der Weltmeister im Ally Pally wird aus England kommen. Als letzter „Internationaler“ wusste sich reichlich überraschend Michael van Gerwen im Viertelfinale Scott Williams beugen. Die große Frage am Dienstag (und vielleicht auch am Mittwoch im Finale?) lautet: Schafft der 16-jährige Luke Littler (den Namen kann man auch nicht erfinden) den ganz großen Coup? Nerven kennt er offenbar nicht, dieser Teenager, der gut auch als 30-Jähriger durchgehen könnte.
Ansonsten sind noch Rob Cross nach seinem Comebacksieg und Luke Hubphries/Dave Chisnell dabei, doie gerade am Werk sind.
Heimtriumph in Bischofshofen?
Der zweite große Titel des Jahres wird am Samstag in Bischofshofen vergeben, wo traditionell am Dreikönigstag die 4-Schanzentournee zu Ende geht. Zur Halbzeit führt Andreas Wellinger hauchzart vor Ryoko Kobyashi. Dahinter folgen 3 Österreicher. Gute Chancen also für einen Co-Heimsieg, also einen Triumphator aus Deutschland oder Austria.
Entscheidung für die NFL-Play-offs. Am Wochenende kommt es zum 18. und letzten Spieltag der NFL.9 Teams (5 der NFC, 4 der AFC), haben das Play-off-Ticket sicher. Es gibt also noch einige Spannung, und die Rechenkünstler unter uns gehen schon in Stellung. Könnte ziemlich kompliziert werden.
NHL und NBA mit dem kompletten Programm
Klettertour der Langläufer.
Am Sonntag endet auch die Tour de Ski, das Etappenrennen der Skilangläufer. Wie immer bildet der Anstieg zum Alpe Cermis. Wahrscheinlich wird es wieder Bilder von völlig erschöpften Athleten gegeben.
Und sonst
– Die Alpinen setzen die Saison am Wochenende fort. Die Männer mit Rieseslalom, Slalom in Adelboden, leider ohne Marco Schwarz, der sich bei der Abffahrt in Bormio einen Kreuzbandriss zuzog;, die Frauen mit Slalom/Riesenslalom ind Kransgar Gora.Wer schlägt Mikaela Shiffrin?, lautet dort die Frage.
– Die großen Fußball-Ligen setzen ihre Saison fort, nur nicht in Deutschland. In England steht für die Proficlubs am Wochenende die 1. Pokalrunde statt.
– In Deutschland spielen dafür Basketballer und Eishackler in ihren Ligen.
– Die Handballer haben letzte Testspiele vor der EM in Deutschland. Die Deutschen treffen dabei auf Portugal.
– Tennis satt in Down under mit „normalen“ Turnieren sowie dem United Cup der Nationen. Deutschland muss dabei hoffen, dass Frankreich gegen Italien nicht gewinnt, aber auch nicht 0:3 verliert. Angie Kerber bestritt die ersten Spiele nach der Geburt ihrer Tochter. Auch wenn sie zweimal verlor, zeigte sie sich in beachtlicher Form.
von Münchner Löwe | Jan. 1, 2024 | Allgemein, Darts, Fußball, NFL, Wintersport
Der Sport ruht traditionell zu Weihnachten. Allerdings nur ein bisschen. Und damit zum Wochenrückblickk inklusive Neujahrsspringen
Blick über den Teich, NFL
Der vorletzte Spieltag ist Geschichte, und es hat zwar einige Entscheungen gegeben, aber für den letzten Spieltag nächste Woche gibt es noich genug Spannung.
AFC
Die Baltimore Ravens haben Platz 1 in der Conference sicher nach einer sehr beeindruckenden Vorstellung gegen dien Miami Dolphins. Also haben sie ein Freilos in der 1. Play-off-Runde. In dieser Verfassung sehe ich in der AFC keinen ernsthaften Konkurrenten, aber es sind halt K.o.-Spiele.
Sicher in den Play-offs sind auch die die Miami Dolphins und die Kansas City Chiefs sowie die Cleveland Browns. Höchstens theoretisch sind noch die Bills zu verdrängen. Die Jaguars brauchen einen Sieg gegen die Panthers, um die AFC South zu gewinnen. Dahinter kommt es Samstagnacht zu einem direkten Duell zwischen den Colts und den Texans um Platz 2. Der Sieger ist ziemlich sicher dabei, der Verliere rist raus. Die Steelers, sehr beeindruckend beim Sieg in Seattle, müssen bei den Ravens gewinnen und dann rechnen. Denkbar ist etwa ein Dreiervergleich bei 10:7 zwischen den Bills (vs Dolphins), Colts/Texans und den Steelers. Der Rest ist raus. Schade um „meine“ Bengals, die bei den wahrhaft nicht überragenden Chiefs durchaus Chancen hatten, diese abe nicht nutzen konnten.
NFC
Die San Francisco 49er haben Platz 1 sicher und ein Freilos. Sicher in den Play-offs sind auch die Dallas Cowboys, die Philadelphia Eagles sowie die Detroit Lions und LA Rams. Im Süden geht es noch um den Divisionssieg. Die Buccaneers haben es mit einem Sieg am Sonntag bei den Panthers in der Hand. Die Packers sind mit einem Sieg gegen die Bears sicher dabei. Saints, Saints und Seahawks müssen gewinnen und dann hoffen.Vikings und Falcons haben nur noch theoretische Chancen.
Ach Arsenal
Die nächste Niederlage in einem London-Derby. Erst gegen Westham, gestern gegen Fulham. Heute Abend kann der FC Liverpool mit einem Sieg gegen das taumelnde Newcastle United die alleinige Tabellenführung übernehmen. Aston Villa bleibt vorne dran. ManCity müht sich ohne Haaland und de Bruyne zum nächsten Sieg.
In Italien zeichnet sich ein Meisterschaftszweikampf zwischen Inter (45) und Juventus (43) ab.Napoli hat den Anschluss schon verloren und muss für einen Platz fürs internationale Geschäft froh sein.
Sensationeller Teenager
Auch im neuen Jahr geht der Siegeszug des 16-jährigen Luke Littler bei der Darts-WM weiter. Nach dem souveränen 5:0 gegen Brendan Dolan steht er bereits im Halbfinale morgen. Dort trifft er auf Rob Cross, der sich nach 0:4-Satzrückstand noch mit 5:4 gegen Chris Dobey durchsetzte. Heute Abend spielen noch Michael van Gerwen (vs Scott Williams) und Luke Humpphires (vs Dave Chisnall).
Wellinger zur Halbzeit vorn
Andreas Wellinger führt nach dem Sieg in Oberstdorf und Platz 3 heute in Garmisch zur Halbzeit der Vierschanzentournee, allerdings nur mit 1,8 Punkten Vorsprung auf Ryoyo Kobayashi. Kraft führt als Dritter mit bereits 25, 2 Punkten Rückstand ein Österreicher-Trio an. Titelverteidiger Granerud hat zweimal das Finale verpasst. Bester Norweger isgMartin Lindvik als 7.
Norweger vorn, Carl ganz groß
Bester schaut es für die Nordmänner bei der Tour de Ski aus. Nach der 3. Station. Nach der 3. Etappe in Toblach führt Harald Östberg Amundson vor zwei Landsleuten.Friedrich Moch ist als Sechster mit gut einer Minute Rückstand bester Deutscher.
Bei den Frauen führt Jessie Diggins vor der sehr starkjen Victoria Carl, bei der in diesem Jahr auch in den Distanzrennen der Knopf ganz aufgegangen ist. Katherina Hennig kämpft noch mit den Nachwirkungen einer Erkältung und belegt Platz 16.
Die Wochenvorschau und einen scheuen Blick über den Teich gibt es entweder heute Abend oder morgen Nachmittag.
Frohes neues Jahr
von Münchner Löwe | Dez. 29, 2023 | Allgemein, basketball, Fußball, NBA, NFL, NHL, Tennis
Von wegen stille Zeit. Mittlerweile gibt es auch zwischen den Jahren Sport satt. Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten, als die Vierschanzentournee praktisch das einzige nennenswerte Ereignis war, als der US Sport hierzulande noch nicht cdiese tragende Rolle spielte. Na dann.
Heimsieg bei der Tournee?
Am heutigen Freitag beginnt die Vierschanzentournee mit dem Springen in Oberstdorf. Und die Zeichen stehen wirklich gut, dass die Deutschen nach 22 Jahren und dem Grand Slam von Sven Hannawald wieder einen Gesamtsieger stellen könnten. Der Vorteil, ist, dass nicht ein einziger die Last des Gewinnens trägt, sondern der DSV gleich mehrere ganz heiße Eisen im Feuer hat. Die Qualifikation leif schon mal glänzend mit den Plätzen 1, 2 und 4. Spielverderber könnte Stefan Kraft aus dem Land des Co-Gastgebers Österreich werden. Und natürlich die üblichen Verdächtigen Kobayahi sowie die Norweger und Slowenen. Dagegen sehe ich bei den Polen eher Formkrise denn Sieganwärter, but who knows.
Mikaela in der eigenen Liga
Mittlerweile traditionell werden zwischen den Jahren bei den Alpinen Rennen ausgetragen, zwei Speedrennen für die Männer in Bormio, zwei technische Wettbewerbe in Österreich für die Frauen, diesmal Lienz. Mikaela Shiffrin setzte mal wieder Maßstäbe. Im Riesenslalom siegte sie nach fulminantem 1. Durchgang, obwohl im 2. Lauf eigentlich gar nichts mehr ging für die Spitzenfahrerinnen. Und heute im Slalom demontierte sie die Konkurrenz mit mehr als 2.3 Sekunden Vorsprung. Erfolg Nummer 93 and counting.Lena Dürr war Best of the Rest und fuhr zum dritten Mal in dieser Saison aufs Stockerl.
Fast so dominant wie Shiffrin zeigte sich Marc Odermatt in Bormio. In der Abfahrt am Donnerstag musste er sich als Zweiter mit gerade 9 Hunderstelsekunden nur dem Franzosen Cyprien Sarrazin beugen, der seinen 1. Weltcupsieg feierte. Endlich hat er mal seinen famosen Trainingsleistungen auch im Wettbewerb gezeigt. Heute kionnte niemand Odermatt das Wasser reichen. Er siegte im Super-G mit 0,98 Sekunden Vorsprung auf den österreichischen Überraschungsmann Raphael Hauser. Ein Trost für Austria, nachdem sich Marco Schwarz, wohl einziger Konkurrent für Odermatt im Kampf um die Gesamtwertung, in der Abfahrt einen Kreuzbandriss zuzog und die Saison beenden musste.
Ach, Arsenal
Beginnt Arsenal wieder zu schwächeln oder ist das 0:2 gestern Abend zu Hause gegen West Ham nur ein Patzer? Profiteur ist jedenfalls der FC Liverpool, der jetzt allein die Tabellenführung innehat. Die Umbruch scheint vollzogen, auch wenn es spielerisch bestiummt noch Luft nach oben gibt. Ein Lebenszeichen gab Manchester United von sich, das nach 0:2 das Überraschungsteam Aston Villa noch mit 3:2 bezwang. Gnadenfrist vor Teammanager ten Haag.
Blick über den Teich: Ungebremste Rekordjagd
In der NBA verloren die Detroit Pistons auch das Spiel Nummer 28 hintereinander. Noch eine Niederlage. Verlieren sie auch am Samstag gegen die Raptors, haben sie eine in der NBA einmalige Niederlagenserie alleine inne. Ein zweifelhafter Rekord. Pro7Maxx ist übrigens live dabei, wahrscheinlich eher wegen Weltmeister Dennis Schröder von den Raptors.
Derweil wird es für die Warriors im Westen immer finsterer. Sie verloren zu Hause gegen die Miami Heat. Jetzt haben sie eine negative Bilanz, und es schaut auch ziemlich grauslig aus, was sie da teilweise so aufs Parkett stümpern. Die Abhängigkeit von einem starken Curry, diesmal nur 13 Punkte und 2 von 8 Dreiern, ist frappierend. Und Draymond Green wird schmerzhaft vermisst (ich persönlich vermisse ihn allerdings gar nicht).
In den Conferences führen weiter die Celtics im Osten und die Timberwolves im Westen. Doch alles ist noch ziemlich eng beisammen.
Flacco wieder über 300 Yards
Mit einem 37:20 über die NY Jets haben die Cleveland Browns in der NFL das Play-off-Ticket gelöst, als bestes Wildcard-Team. Joe Flacco warf zum 4. Mal über 300 Yards. Allein in der 1. Hälfte schaffte er über 250 Yards, obwohl der beste Ballfänger Amari Cooper gar nicht dabei war. Nicht schlecht für einen 38-jährigen Notnagel.
Deutschland – England 0:4
Viermal gab es in der 3. Runde der Darts-WM das Duell Deutschland – England, viermal setzte sich der britische Vertreter durch. Ärgern durften sich vor allem Martin Schindler und Ricardo Pietreczko, die jeweils nach 3:1 Sätzen und guter Gewinnchancen noch mit 3:4 verloren.
Was steht zum Jahreswechsel an?
Um es kurz zu sagen:
– Darts-WM praktisch durchgehend vom Achtelfinale heute bis zum Finale am 3. Januar.
– Vierschanzentournee von heute bis 6. Januar in Bischofshofen
– Tour de Ski
– NFL mit dem 17. und vorletzten Spieltag. Samstagnacht Cowboys gegen Lions. Volles Programm am Sonntag und das letzte MNF der Saison zwischen den Vikings und Packers.
NBA/NHL satt und jeden Tag.
Premier League am ganzen Wochenende. Die deutschen Ligen im Basketball und Eishockey
Nicht zuletzt Tennis mit dem United Cup und dem Comeback von Angie Kerber nach der Geburt ihrer Tochter. Sie vertrittt zusammen mit Sascha Zverev die deutschen Farben. Und nächste Woche fangen auch verschiedene Turniere Down under an.
Ich wünsche einen guten Rutsch ins neue Jahr.
von Münchner Löwe | Dez. 12, 2023 | Allgemein, basketball, bundesliga, Fußball, MLB, Olympia, Wintersport
Ich bitte um Verzeihung für den Tag Verspätung.
Warum so hasenfüßig
Letztlich erlebte der BVB eine Woche zum Vergessen. Dem ermauerten Remis in Leverkusen folgten das Pokalaus in Stuttgart und eine Heimpleite gegen Leipzig. Bei diesem Spiel fand ich zwei Dinge bemerkenswert. Die Dortmunder können es ja, wenn man sie nur lässt. Als sie ihre Fesseln abstreiften, zeigten sie fast ihre beste Leistung der Saison, und das zu zeehnt, doch davon gleich mehr. Mit in dieser Saison noch nie gesehenen kreativen Angriffsfußball schnürten sie in Unterzahl in Unterzahl am Ende der ersten Halbzeit und am Ende der Partie regelrecht ein. Plötzlich zeigten die Offensivspieler, dass sie nicht alles velernt haben. (Und wenn Adeyemi seine Fallerei im gegnerischen Strafraum endlich bleiben lässt …) So blöd es klingt: Der Auftritt müsste trotz der Niederlage Mut machen, mehr als so mancher blutleerer Sieg. Und Trainer Terzic muss sich ernsthaft fragen lassen, warum er mit seiner überhaupt nicht zum BVB und seinem Publikum passenden Hasenfußball die offensiven Talente so brachliegen lässt.
Ach der VAR
Womit wir beim Platzverweis für Mats Hummels wären: Nach dem unbestrittenen Foul von Hummels war die erste Entscheidung des Schirisklar. Elfmeter für RBL und Gelbe Karte für Hummels, womit dieser gut bedient war. Alle konnten einigermaßen damit eben, Proteste blieben aufgrund der Eindeutigkeit des Vergehens aus. Und dann kam der VAR, der aus dem Kölner Keller was zu monieren hatte. Das Foul könnte außerhalb des Strafraums gewesen sein, insistierte er. Was folgte war eine minutenlange Prüfung, ehe der Schiri seine ursprüngliche Entscheidung auf eine „klare“ Fehlentscheidung revidierte. Also nur Freistoß, dafür aber Rot für Hummels. Offenbar zählt bei derlei Fouls der erste Kontakt, egal ob der entscheidend füür den Sturz ist oder nicht, was in dieser Form auch ziemlicher Unsinn ist. Aber selbst wenn dem so ist und Hummels tatsächlich mit dem Knie knapp außerhalb des Strafraums berührt hat, was zumindest die öffentlich zugänglichen Bilder nicht eindeutig belegten: Diese Millimeter-Pusselei, entfesselt vom VAR widerspricht seinem Existenzrecht. In derlei Fällen müsste die ursprüngliche Entscheidung zählen. Klar: Wenn hinterher etwa beim Abseits und den kalibrierten Linien eine Millimeterentscheidung falsch getroffen wurde, ist der Ärger groß. Aber ich glaube, wenn das einigermaßen kommuniziert wird (warum zur Hölle geht das etwa im Rugby und Football), können alle damit leben, besser zumindest als jetzt. Der VAR soll dann einschreiten, wenn auf gut deutsch die Entscheidung zum Himmel stinkt. Das Thema wird mich und lle Fans weiter begleiten …
Mikaela zum 91.
Ein Wunder. Am Freitag und Samstag fanden in St. Moritz die ersten Speedrennen der Alpinen, besser Alpininnen statt. Und gerade die Abfahrt am Samstag zeigte, wie schön das sein kann. Strahlender Sonnenschein, eine großartige Kulisse. Mikaela Shiffrin ließ sich inspirieren und gewann ihre 4. Weltcup-Abfahrt und holte sich Sieg Nummer 91 (and counting). Tags darauf war das schöne Wetter weg und die nächste Absage folgte. Am Tag vor Shiffrin gewann Sofia Goggia mit einer waghalsigen Fahrt bei diesiger Sicht im Super-G. Die Italienerin beherzigt wie keine andere den alten dummen Spruch „Sieg oder Krankenhaus“. Na ja, dieses Jahr gibt es keine Großveranstaltungen, die sie verpassen könnte. Ihr zuzuschauen, lässt mich jedenfalls nie kalt. Und nein: Ich warte nicht darauf, dass sie stürzt, wie der Fendrich so schön-hässlich singt (tut er das noch?)
Geiger weckt Hoffnungen
In Klingenthal konnten die deutschen Skispringer ihre bis dato guten Mannschaftsergebnisse in erste Siege vewandeln. Beziehungsweise Karl Geiger konnte. Er gewann zweimal und lässt die Deutschen hoffen, dass es was werden könnte mit dem Triumph bei der 4-Schanzentournee, dem gefühlten Höhepunkt der Saison, da kein Großereignis … Jetzt muss Geiger erstens seine Form halten und zweiten irgendwie das offensichtlich so Besondere der Tournee ausblenden. Zweiteres erscheint mir der viel schwierigere Part. Vielleicht hilft das weitere Jahr Erfahrung?
Ohtanis Rekordcoup
Jetzt ist es endlich amtlich, für wen der vielleicht beste Baseballer in den kommenden zehn Jahren den Schläger schwingt. Shohei Ohtani unterschrieb bei den LA Dodgers, die damit die elitäte Konkurrenz aus Boston, New York, aber auch Toronto ausstachen. Damit muss Shohei nicht mal umziehen, denn bisher spielte er für die LA former known as Anaheim Angels. Für diese zehn Jahre erhält er 700 Millionen Dollar, wobei er laut Vertrag einen erheblichen Anteil erst nach Ablauf dieser zehn Jahre nach und nach erhalten soll, damit die jährliche Belastung für die Dodgers nicht zu hoch wird. Finanziell ist das Risiko für die Kalifornier ohnehin trotz der immensen Summe ziemlich gering, weil Ohtani wie kein anderer die Aufmerksamkeit der gesamten Baseballwelt und insbesondere natürlich in seiner japanischen Japan, wo er Voilksheld ist, auf sich zieht, was sich eben auch monetär auswirkt. Sportlich bleiben Fragezeichen. Aufgrund seiner erneuten Armverletzung wird Ohtani zumindest nächste Saison nicht pitchen können. Das macht ihn ja so besonders, dass er sowohl ein brillanter Pitcher als auch toller Batter ist. Jetzt fällt das eine erst mal (oder doch für länger oder sogar ewig?) weg, und auch das Schlagen muss sich noch zeigen. Doch wenn er das hinbekommt, haben die Dodgers eine furchteinflößende Line Up beim Schlagen.
Kotau vor Russland
Jetzt ist es (erst mal) offiziell. IOC-Präsident Thomas Bach und ein erlauchter Kreis von Ergebenen haben dem Start russischer und weißrussischer Sportlerbei Olympia Grünes Licht gegeben. Mit Einschränkungen: keine Flaggen, und Hymnen und auch kein Mannschaftssport. Außerdem soll jeder und jede durchleuchtet werden. Kriegsbefürworter sollen nicht starten dürfen. Es ist schon erstaunlich, welche Kehrwende hier das IOC vollzogen hat, obwohl der Tatbestand des entsetzlichen Angriffskrieges weiterhin zutrifft, vielleicht mehr denn je. Was für ein fatales Signal, dass man mit allem und jedem durchkommt, wenn man nur genug zahlt. Insofern schenken sich IOC und FIFA und die meisten Sportverbände nichts.
Und sonst?
Bemerkenswert bleibt der Pokal. Nur 3 Bundesligisten stehen im Vierterlfinale und die beiden besten Leverkusen und Stuttgart treffen dort aufeinander. Auf jeden Fall kommen zwei Zweitligisten in Halbfinale. Fun Fact. Von den acht Verbliebenen hat der VfB 1997 (!) den Cup gewonnen. Es wird für alle Fans unter 30 eine Premiere werden.
Und dann sind da noch die fußballerischen Spaßmacher aus England und vor allem Spanien. Girona gewann bei Barca in einer spektakulären Partie mit 4:2. Nicht nur sind sie damit bestes katalanische Team, sondern auch Tabellenführer in der Primera Division. Gironas Gegenstück in England ist Aston Villa. Das Birminghamer Team gewann diese Woche sowohl gegen ManCity als auch gegen Arsenal und steht auf dem 3. Platz. Remember Leicester 2015? Und Liverpool grüßt mal wieder von der Tabellenspitze. Noch hakt es spielerisch, aber es wird beser und besser …
Das wird die Woche, die wird
Heute und morgen der letzten Partien in der Champions League. Die Bayern stehen als Gruppensieger fest, die Leipziger als Gruppenzweiter. Dortmund ist sicher im Achtelfinale, kämpft gegen PSG um den Gruppensieg, das seinerseits gewinnen muss, um das Achtelfinale zu sichern. Union spielt heute gegen Real und braucht einen Sieg, um wenigstens noch den dritten Platz und damit die Europa League zu schaffen.
Auf die Ski-Männer wartet eine italienische Woche. Ab Donnerstag zwei Abfahrten sowie ein Super-G in Gröden sowie zwei Riesenslalom in Alta Badia. Danach noch ein Slalom in Madonna und zwischen den Jahren das Speedevent in Bormio. Schaun mer mal, wie das Wetter wird. Die Frauen messen sich in Val dIsere in Abfahrt und Super-G. Ansonsten Skispringen in Trondheim und Biathlon in Lenzerheide und vieles andere mehr.
Die deutschen Handballerinnen stehen im Viertelfinale der WM, treffen dort auf Co-Schweden. Auch Halbfinals und Finale und alle Platzierungsspiele finden diese Woche statt.
Voller Betrieb in den Bundesligen, Basketballer und Handballer auch international. US Sport satt, die NFL geht ins letzte Viertel (siehe voriger Beitrag)
Und last but not least die beiden britischen Sportarten. Im Snooker die Scotish Open, und im Darts ab Freitag die WM im Ally Pally mit mittlerweile 96 Startern.Vielleicht fallen mir noch ein paar Worte dazu ein
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