Doppelter Dallas-Jubel

Blick über den Teich, NBA und NHL

Zweimal mussten sich die NBA-Conference-Sieger im Osten und Westen geschlagen geben. Die New York Rangers gewannen zum zweiten Mal iin Folge in der Overtime.

NBA

Boston Celtics – Cleveland Cavaliers 94:118 (1:1)

Es wurde der erwartete klare Sieg, allerdings für das unerwartete Team. Denn die Cavaliers zzeigten eine blitzsaubere Leistung und zerlegten die Celtics in deren Halle in der zweiten Halbzeit förmlich. Denn zur Pause hatte es noch 54:54 geheißen. Damit gelang den cavs der Auswärtssieg, der ihnen in der 1. Runde in Orlando noch versagt blieb. Mitentscheidend war die miserable Dreierquote der Celtics (8 von 35).

Mann des Tages
Donovan Mitchell – mal wieder. Doch der brauchte gar keine Ausnahmeleistung, damit die Cavs den Überraschungssieg beim haushohen Favoriten einfahren konnten. In der 1. Halbzeit nahm er nur 6 Würfe, die lediglich zu 6 Punkten führten. Doch insgesamt punkteten gleich 6 Cleveland-Profis zweistellig, und doch machte der im zweiten Durchgang wieder wie aufgedrehte Mitchell (23 Zähler) den Unterschied.

Stark trotz der Niederlage
Jayson Tatum: Er wehrte sich am am meisten gegen die Pleite mit 25 Punkten und 7 Rebounds. Doch Hilfe fand er keine. So versiebte Jaylen Brown alle 6 Dreierquote und dmr bisher so starken Derrick White (1 von 8) erging es nicht viel besser.

X-Faktoren
Evan Mobley und Chris LeVert, die beide 21 Punkte sammelten (Mobley in der 1. Halbzeit 15. Und Darius Garland verwandelte in Durchgang 2 3 von 3 Dreier.

Ausblick
Wie in Runde 1 gegen Miami Heat haben die Celtics das 2. Heimspiel verloren. Doch anders als die Heat mit ihrer unfassbaren Dreierquote brauchten die Cavaliers gar keine außergewöhnlich gute Trefferquote. Allerdings werden die Celtics wohl nicht noch einmal so furchtbar von draußen treffen, ansonsten ihre große Stärke. Aber einen Kristaps Porzingis könnten sie jetzt schon gut brauchen.

Oklahoma City Thunder – Dallas Mavericks 110:119 (1:1)

Auch die Mavericks konnten also ein Spiel in OC klauen. Eine ziemlich seltsame Partie, ein Auf und Ab. Die Mavs führten bis ins 3. Viertel die gesamte Partie mit bis zu 14 Punkten. Den machten die Thunder binnen küzester Zeit wieder wett, und als alle auf den Zusammenbruch der Texaner warteten, zogen sie wieder unwiderstehlich davon und ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Erstaunlich:

Mann des Tages
PJ Washington versenkte insgesamt 7 Dreier, davon 5 in der 1. Halbzeit. Dass er am Ende sich sein 6. Foul leistete und fortan zusehen musste, war unerheblich. Das ist genau der Input, den die Stars Luka Doncic (selbst glänzend mit 29 Punkten und 10 Rebounds und Kyrie Irving (nur 9 Punkte) brauchen.

Stark trotz der Niederlage
Shai Gilgeous-Alexander mit 33 Punkten. (Nicht so) kleiner Schönheitsfehler: Ihm gelang nur ein erfolgreicher Dreier. Überhaupt war die Dreierquote (10 von 30) überaus bescheiden bei den Thunder.

X-Faktor
Tim Hardaway. Bisher praktisch unsichtbar in den Play-offs, waren es vor allem seine Punkte, die Dallas im 3. und 4. Viertel auf die Siegesstraße brachten.13 seiner 17 Punkte sammelte er da mit einer Wurfquaote von 57 Prozent.

Ausblick
Viel wird darauf ankommen, wie fit Luka Doncic ist. Gut, er hat immer einen etwas leidenden Gesichtsausdruck, aber er bekam schon viel ab. Jetzt warten jedenfalls zwei heiße Spiele in Dallas, und die Thunder sollten tunlichst mindestens eine davon gewinnen.

NHL

Carolina Hurricanes – New York Rangers 2:3 OT (0:3)

Wieder extrem knapp, wieder das bessere Ende für die Rangers, die jetzt alle Trümpfe in der Hand halten. Artemi Panarin erzielte nach 1:43 Minuten in der Verlängerung das entscheidende Tor. Erstaunlich, wie viele Overtime-Partien sich dann so schnell entscheiden (bereits das 6. innerhalb der ersten 2 Minuten, wenn ich mich nicht verzählt habe). Und ein anderer Russe brachte im Rangers-Tor Carolina zur Verzweiflung, Igor Schesterkin wehrte insgesamt 45 Schüsse ab. Überhaupt erstaunlich viele Russen in den NHL-Kästen.

Meine 🇫🇮 Finnen
Sebastian Aho steuerte den Assist zum 2:2 bei.

Ausblick
3:0 – das ist schon ein beruhigender Vorsprung. Allerdings waren alle Spiele Spitz auf Knopf. Die Hurricanes müssen von Spiel zu Spiel denken.

Dallas Stars – Colorado Avalanche 5:3 (1:1)

Nachdem den Stars im ersten Spiel eine 3:0-Führung nicht zum Sieg reichte, dachten sie sich offenbar, sie müssten ein 4:0 vorlegen, das sie kurz vor Ende des 2. Drittels erzielten. Und dieser Treffer war auch eminent wichtig, denn im dritten Drittel erzielte Colorado 3 Treffer und war drauf und dran, noch den Ausgleich zu schaffen, ehe Esa Lindell ins leere Avalanche-Tor traf.

Meine 🇫🇮 Finnen
Ein Fest für die Suomi-Spieler auf beiden Seiten. Dallas-Kapitän Roope Hintz  legte 4 Punkte auf (1 Tor, 3 Assists), Verteidiger Miro Heiskanen traf zweimal mit Schlagschüssen und Lindell eben ins leere Tor. Für die Avalanche eröffnete Joel Kiviranta mit seinem Tor die Aufholjagd, Artturi Lehkonen wurde ein Assist gutgeschrieben.

Ausblick
Alles offen, würde ich sagen. Das beste Westteam Dallas kann auch in der Höhe von Denver bestehen und sich den Heimvorteil zurückholen

 

Die Oilers und ihr Torwart …

Blick über den Teich, NHL und NBA

Die Oilers verblasen einen 4:1-Vorsprung in Vancouver, die Knicks gewinnen trotz großer personeller Sorgen auch das zweite Spiel gegen die Pacers

NHL

Vancouver Canucks – Emonton Oilers 5:4 (1:0)

Was für eine überflüssige Niederlage, mit denen die Oilers ins westkanadische Duell gestartet sind. Sie begannen so souverän, führten zwischenzeitlich 2:o und 4:1 und nach dem 2. Drittel noch 4:2. Doch im Schlussabschnitt brach die ohnehin löchrige Verteidigung völlig auseinander, und diesmal war Goalie Stuart Skinner alles andere als ein Fels in der Brandung. Erst verkürzte J.T. Miller, dann entschied ein Doppelschlag von Nikita Zadorow und Conor Garland innerhalb von 39 Sekunden die Partie. Skinner machte bei einigen Toren eine reichlich unglückliche Figur. Den Siegestreffer ließ er aus spitzem Winkel durch die Beine rutschen.Der Schlussangriff der Oilers ohne Torwart wurde abgewehrt.

Draisaitl-Watch
Zwei Assists konnte der Kölner verbuchen. Im 2. und 3. Drittel pausierte er längere Zeit offenbar wegen Krämpfen, also hoffentlich nichts Gravierendes.

Florida Panthers – Boston Bruins 6:1 (1:1)

Wer 1:0, der stets verliert, lautet der blöde Sportspruch, der doch auf so viele Spiele anwendbar ist. Diesmal traf es die Bruins, die früh in Führung gingen und dann in ein Debakel schlitterten. 6:1 hieß es am Ende für die Panthers, die damit nach dem 1:5 im ersten Spiel die Serie ausglichen. Spieler des Spiel war Alexander Barkov mit je 2 Toren und Assists. Als schon längst alles entschiedn war, mussten einige Spieler auf beiden Seiten noch ihr Mütchen kühlen: Bei gleich vier Rangeleien verteilten die Refs insgesamt 17 Strafen. Zündstoff für die nächsten Spiele ist angelegt.

Meine 🇫🇮 Finnen
Captain, my Captain. Alexander Barkow hatte wesentlichen Anteil an der Wende mit seinen 4 Scorerpunkten. Eero Luostarinen fügte ein Tor hinzu, Anton Lundell einen Assist.

NBA

Zunächst die erwartete Wahl von Nikola Jovic zum MvP klar vor Shai Gilgeous-Alexander,  Luka Jokic und Giannis Antetokuonpo. 4 Nicht-US-Amerikaner, bevor Jalen Brunson auftaucht. Der Serbe wurde zum dritten Mal in den vergangenen 4 Jahren gekürt. Er sammelte bei den 99 stimmberechtigten Jouranlisten 79 erste Plätze, 18 Zweite und 3 Dritte.

New York Knicks – Indiana Pacers 130:121 (2:0)

Zur Pause hätte ich wenig auf die Knicks gesetzt: Zu überlegen agierten in den ersten 24 Minuten die Pacers. tyrese Haliburton hatte seine warum-auch-immer-Zurückhaltung des ersten Spiels abgelegt, kam auf 22 Punkte und verwandelte 5 Dreier. Insgesamt regnete es Punkte auf beiden Seiten (73:63 für Indiana.
Und dann kam Jalen Brunson zurück, den ein schmerzender linker Fuß im gesamten 2. Viertel zum Pausieren gezwungen war, was den Knicks offensichtlich nicht gut tat. Für ihn sprang immerhin OJ Anonoby ein, der mit seinen 22 Punkten den Rückstand noch in erträglichen Grenzen hielt. Brunson übernahm sofort das Kommando, war absolut von der eh anfälligen Abwehr ncht zu stoppen. Zwar musste im 3. Viertel Amunoby verletzt raus, aber diesen Ausfall kompensierten die Knicks. Brunson schaffte ja nicht nur 24 Punkte in der 2. Hälfte, er ist der von allen geachteten (Knicks bzw gefürchtete (Pacers) Führungsspieler. Allein seine Anwesenheit versetzt Leistungsgrenzen.

Mann des Tages
Jalen Brunson, OJ Amunoby oder doch Josh Hart. Der spielte diue kompletten 48 Minuten durch und sammelte starke 19 Punkte sowie 15 Rebounds.Aber das ganze Team und das grandiose Publikum im Garden hatten ihren Anteil.

🇩🇪 Deutsche Brille 👓
Isaiah Hartenstein war einer der Felsen in der Brandung. Weil sein Ersatz Mitchell Robinson verletzungsbedingt fehlte (und wahrscheinlich die Saison, aber auf jeden Fall in dieser Serie, auch nicht mehr zurückkehrt), musste er Extraschichten schieben. 39:03 Minuten stand er auf dem Parkett für einen schwergewichtigen Riesen enorm viel. Doch er warf sich unverdrossen ins Getümmel, legte 14 Punkte, 12 Rebounds und 8 Assists auf. Hartensteins starke Vorstellungen gerade jetzt in den Play-offs sind ein perfektes Bewerbungsschreiben fürs deutsche Olympiateam. Weltmeister hin oder her, an ihm gibt es für Bundestrainer Gordie Herbert kein Vorbeikommen. Er nimmt zwar keine Dreier (was sich sogar bis Indiana herumgesprochen hat, so einsam ließ man ihn fern vom Korb gewähren), doch diesen Makel macht er unter anderem mit Kampfgeist, seiner Übersicht und Nervenstärke (4 von 4 Freiwürfen) und diesmal auch Disziplin (nur 1 Foul) mehr als wett. Auch ein Weltmeisterteam kann und muss man verbessern.

Stark trotz der Niederlage
Tyrese Haliburton ließ zwar in der 2. Halbzeit nach, doch 34 Punkte und 9 Assists sind schon ein Pfund. Deutliche Schwächen allerdings in der Defensive, die Pacers-Krankheit.

X-Faktor
Donte DiVecenzo. Ich mag ihn einfach, diesen italo-amerikanischen Scharfschützen. Nicht zuletzt seine wichtigen Dreier im 2. Durchgang (4 von 7/20 Punkte) und sein nimmermüder Einsatz brachten die Knicks zurück

Ausblick
Mit 2:0 Siegen im Rücken fahren die Knicks nach Indiana. Doch die Veletztenliste ist langsam besorgniserregend. Julian Randle, Bojan Bogdanovic und Mitchell Robinson fallen sicher aus, hinter OJ Amunoby steht erst mal ein dickes Fragezeichen, und dann muss man sehen, wie Jalen Brunson seinen Parforceritt überstanden hat. Aber vielleicht springen dann fast notgedrungen Spieler ein, die bisher kein Faktor waren

Ansetzungen heute

01:00: Boston Celtics – Cleveland Cavaliers (1:0)
03:30: Oklahoma City Thunder – Dallas Mavericks (1:0)

DAZN schweigt heute, aber TNT über den League Pass ist eh viel besser.

Klare Heimsiege und eine Aufholjagd

Blick über den Teich, NBA und NHL

Dramatik geht anders, zumindest gestern Nacht in der NBA. Die NHL bot dagegen zwei Overtime-Thriller

NBA

Boston Celtics – Cleveland Cavaliers 120:95 (1:0)

Es gibt wohl keinen klareren Favoriten in der 2. Play-off-Runde, und dieser Favoritenstellung wurden die Celtics nach etwas Anlaufschwierigkeiten gerecht. 40:34 hieß es nach dem 1. Viertel für Boston, das im Angriff (fast) alles traf und in der Verteidigung viel zuließ. Jalen Brown (15) und Dennis Mitchell (14) punkteten außergewöhnlich. Im 2. Viertel übernahmen dann die Defenses und ließen insgesamt nur noch 34 Zähler zu (19:15 Celtics). Zehn Punkte Vorsprung zur Pause verhießen noch Spannung, doch die Celtics ließen die Cavs nicht mehr herankommen und bauten die Führung kontinuierlich aus.

Mann des Tages
Zur Abwechslung bei den Celtics mal wieder Jaylen Brown, der 32 Punkte auflegte und 6 Rebounds schnappte. Jaon Tatum hielt sich dagegen ziemlich zurück.

Stark trotz der Niederlage
Donovan Mitchell: Wer sonst, könnte ich bei den Cavs rhetorisch fragen. 33 Punkte sammelte er. Evan Mobley bot auch eine gute Partie mit 8 von 12 Feldwürfen und insgesamt 13 Rebounds.

X-Faktor
Payton Pritchard: Von der Bank brachte er neue Impulse und brachte es auf 16 Punkte. Dabei versenkte er 4 Dreier (bei 10 Versuchen).

Ausblick
Ich lehne mich jetzt aus dem Fenster, naja, und gebe den Cavs praktisch keine Chance aufs Weiterkommen. Vielleicht ein Sieg, aber schon der wird sehr schwierig.

Oklahoma City Thunder – Dallas Mavericks 117:95 (1:0)

Eine Partie, die zunächst hin- und herwogte, aber letztlich doch einen klaren Sieger fand. Ein schönes Bild waren die vollbesetzten Tribünen mit Blöcken abwechselnd in Weiß und Blau. Die sahen ein völlig ausgeglichenes 1. Viertel (23:23) und zur Pause ein 62:53 des Heimteams. Shai Gilgeous Alexander hatte da schon 19 Punkte auf dem Konto. Nach wieder ausgeglichenem 3. Viertel brachte ein 17:2-Lauf anfangs des Schlussabschnittes die Entscheidung.

Mann des Tages
Shai Gilgeous-Alexander: Wieder mal kaum zu stoppen. Das wird für die Mavs ein Knackpunkt sein.

Stark trotz der Niederlage
Kyrie Irving: Wieder mal im 1. Viertel nur körperlich anwesend. Wie wäre es, wenn Chefcoach Hason Kidd mit ihm vor der eigentlichen Partie ein knackiges Trainingsspielchen simulieren würde? Wie immer steigerte er sich und müsste noch viel mehr Verantwortung übernehmen. Luka Doncic war offenbar nicht völlig fit. Sein Dreier hat ihn verlassen (1 von 8). Fahrig bei den Freiwürfen (6 von 10).

X-Faktoren
Aaron Wiggins und Jalen Williams: Auch die Thunder haben ihre Quartalsarbeiter. Wiggins hatte ein fulminantes 2. Viertel mit 12 Punkten, Williams steuerte 10 seiner 18 Punkte im letzten Abschnitt bei.

🇩🇪Deutsche Brille 👓
Maxi Kleber fällt mit seiner Schulterverletzung für den Rest der Saison aus.

Ausblick
Für die Mavericks sehe ich nur mit einem Doncic wenigstens in Normalform überhaupt eine Chance. Auch an den Brettern auf beiden Seiten ,üssen sie mehr bringen. Es kann nicht sein, dass die reboundschwachen Thunder hier ein Plus von 13 haben (52:39).

Ansetzung heute:
02:00: New York Knicks – Indiana Pacers (1:0)

NHL

New York Rangers – Carolina Hurricanes 4:3 2. OT (2:0)

Wahrlich nichts für schwache Nerven. Zweimal führten sogar die Gäste (2:1, 3:2), jeweils konnten die Rangers ausgleichen. Vincent Trocheck erzielte nach 7:24 Minuten in der 2. Overtime (87:24) den Siegtreffer

„Meine“ 🇫🇮Finnen
Erklärung: Seit ich mich für Sport interessiere, habe ich ein Faible für finnische Sportler. Vielleicht wegen eines Eishockeyspiels bei der WM  1975 in München zwischen den damals übermächtigen Sowjets und den Suomis, das Finnland erst nach langem Kampf mit 4:8 verloren. Gerade bei Eishockey-WMs (ich bin realistisch) habe ich immer zu Finnland gehalten, auch gegen Deutschland. Und so schaue ich eben bei den NHL-Boxscores immer nach den finnischen Zahlen.
Sebastian Aho steuerte für die Hurricanes Assists zu allen drei Treffern bei. Allerdings ließ er in der Overtime eine erstklassige Chance aus.

Dallas Stars – Colorado Avalanche 3:4 OT (0:1)

Unterschiedliche Vorzeichen. Die Dallas Stars haben gerade eine newrvenaufreibende 7-Spiele-Serie gegen die Las Vegas Knights hinter sich, die Avalanche eher einen Spaziergang gegen die Winnipeg Jets. Trotzdem ging Dallas im 1. Drittel mit 3:0 in Führung, doch damit war ihr Pulver verschossen. Das Team aus Denver holte Tor um Tor auf. Nathan McKinnon schaffte ganz am Anfang des 3. Drittels den Ausgleich. In der Overtimewar es dann Miles Wood, der nach einem unwiderstehlichen Solo Goalie Jake Oettinger überwand.

„Meine“ 🇫🇮Finnen
Mikko Rantanen markierte 2 Assists für die Avalanche, Miro Heiskanen einen für die Stars. Der Verteidiger sah alledings beim entscheiden Treffer reichlich schlecht aus, als es sich von Wood überspurten ließ.

Ansetzungen heute:
01:30: Florida Panthers – Boston Bruins (0:1)
04:00: Vancouver Canucks – Edmonton Oilers (0:0)

 

 

 

Wemby wie erwartet

Blick über den Teich, NBA, NHL und MLB

NBA

Während der Post Season werden traditionell die Saison-Auszeichnungen verkündet, die auserwählte Journalisten vergeben. Rookie des Jahres wurde wie allgemein erwartet der Franzose Victor Wembanyama. Er kam mit tonnenschweren Erwartungen zu den San Antonio Spurs, und auch wenn er nicht wie wie von manchen geglaubt „außerirdisch“ spielte, so hat er mit seinen Zahlen und vor allem den sich stetig verbessernden Leistungen die Erwartungen übererfüllt. Geschenkt, dass die Spurs nie den Hauch einer Chance für mehr als einen der drei letzten Plätze hatte, er also nicht den Druck des Gewinnen-Müssens verspürte.
Wembanyama wurde von allen 99 Abstimmenden auf den 1. Platz gesetzt. Das schafften zuvor 6 Profis, zuletzt Karl-Anthony Towns 2016. Nicht aber Michael Jordan, der aber auch in einem Jahrgang mit Hakeem Olajuwan war. Chad Holmgren erhielt 98-mal den zweiten Platz. Beide sind meiner Meineung nach keine „echten Rookies“. Wemby hatte zuvor in der französischen ersten Liga schon reichlich Profi-Erfahrung gesammelt, Holmgren spielte in der vorvergangenen Saison zwar keine einzige Partie für die Thunder, war aber im Kader, trainierte mit den Profis und atmete schon NBA-Luft. Platz 3 ging an Brandon Miller von den Charlotte Hornets, der den einen zweiten Platz abstaubte, vor Jaime Jaquez von den Miami Heat.

NHL

Nach den New York Rangers (gegen die Carolina Hurricanes) haben auch die Boston Bruins (bei den Florida Panthers) Spiel 1 der 2. Runde in der Eastern Conference gewonnen. Nach dem 0:1 durch Tkachuk drehten sie auf und gewannen mit 5:1. Das sah schon ziemlich geschmeidig aus. In den Conference Finals hoffen sie ja auf einen Doubleheader New York – Boston in NBA und NHL, jeweils im TD Garden zu Boston und im Madison Square Garden. Und ich hab nachgeschaut: New York Yankees und Boston Red Sox bestreiten in der MLB erst ab 14. Juni wieder eine Serie – im Fenway Park.

MLB

Apropos Baseball. Ganze Spiele habe ich bisher kaum gesehen, auch nur einige Zusammenfassungen. Nach gut einem Monat riskiere ich trotzdem mal einen Seitenblick aufs Geschehen. Die Teams haben +/- 35 Spiele absolviert, also gut ein Fünftel. Keine Details, keine tiefschürfenden Divisions-Analysen, aber schon mehr als ein Trend, wohin es laufen könnte.

American League

Divisionsführende
East: Baltimore Orioles (23:11), Middle: Cleveland Guardians (23:12), West: Texas Rangers (20:16)

Vergleich zur vergangenen Saison
Stark verbessert sind vor allem die New York Yankees (21:13) und die Kansas City Royals (21:15) und auch die Boston Red Sox.
Negativ vor allem die Astros, immerhin Finalist in den World Series (verloren gegen die Rangers) sind regelreicht abgestürzt. Es begann ja schon mit 4 Heimpleiten gegen die Yankees. Wird schwer, noch in die Post Season zu kommen.

Sehr gut dabei
Die Minnesota Twins und Seattle Mariners sind den Guarduians respektive Rangers dicht auf den Fersen

Form
Die Twins hatten bis Sonntag einen Lauf von 9 Siegen en suite. Last ten 9:1 Siege.

Bodensatz der Liga
Die Chicago White Socks (8:27)

National League

Divisionsführende
East: Philadelphia Phillies (25:11); Central: Milwaukee Brewers (20:14); West: LA Dodgers (24:13)

Vergleich

Die schwachen Teams 2023 haben sich bisher nicht wesentlich verbessert
Hinter den Erwartungen sind sicher die Arizona Diamondbacks (15:20), die San Francisco Giants (15:21 und die Miami Marlin (10:27)

Sehr gut dabei
Die Atlanta Braves (20:12) und Chicago Cubs (21:15)

Form
Gut die Phillies (9:1) und Dodgers (8:2). Schwach die LA Angels (2:8) und Cincinatti Reds (2:8)

Bodensatz der Liga
Die Colorado Rockies (8:26)

MLB Stats
Shohei Ohtani (Dodgers) liefert für seinen neuen Club. 11 Homeruns in 36 Spielen und ein Schlagdurchsnitt von 0.370

Kepler Watch
Der Berliner hat in seiner kurzen Verletzungspause (bis 24. April) offenbar seinen Schlagrhythmus gefunden. Er steht jetzt bei einem für ihn hervorragenden Schnitt von 0.311 und beförderte den Ball zweimal über den Zaun.

 

Götterdämmerung der Wagners

Blick über den Teich, NBA und NHL

CLEVELAND CAVALIERS* – Orlando Magic 106:94 (4:3)

Es bleibt dabei, die Serie ohne Auswärtssiege. Dabei sah es20 Minuten hervorragend aus für die Magic, führten sie doch mit 18 Punkten. Das Publikum murrte, Pauolo Banchero traf, wie er wollte, und sogar die Dreier fielen für Orlando-Verhältnisse richtig gut. Da konnen sie es sogar verschmerzen, dass sich Franz Wagner am Punkten nur unwesentlich beteiligte. Doch noch vor der Pause fanden die Cavs den Schalter und konnten den Rückstand auf 10 senken – ein Witz angesichts der Überlegenheit der Magic.
Das gab Selbstvertrauen, das Orlando völlig flöten ging. Franz Wagner traf auch die einfachsten Würfe nicht, die Cavs rissen die Initiative an sich und Donovan Mitchell war überhaupt nicht mehr zu stoppen. Fast wehrlos ergingen sich die Magic in ihrer Niederlage und dem Ausscheiden. Das Erreichen ist der Play-offs ist für sie sicher schon ein Erfolg, aber sie müssen unbedingt ihre Lehren aus dieser fulminanten Auswärtsschwäche ziehen.

Mann des Tages
Donovan Mitchell hat schon die gesamte Serie gezeigt, dass er der beste Spieler dieser Serie ist, vielleicht sogar mit Abstand. Es gab für Orlando gerade in de 2. Halbzeit kein Abwehrmittel gegen ihn. Am Ende standen 39 Punkte und 9 Rebounds für ihn zu Buche.

Stark trotz der Niederlage
In der ersten Halbzeit schien Paolo Banchero im Alleingang bezwingen zu können. 24 Punkte sammelte er, Aber gerade im entscheidenden 3. Viertel blieb er blass und kam nur auf 4 Zähler. Und da von den Teamkollegen keine Hilfe kam, nahm das Unheil seinen Lauf.

🇩🇪 Deutsche Brille 👓
Ein extrem ernüchternder Abend gerade für Franz Wagner. Genau einen Wurf aus dem Feld verwandelte er, keinen einzigen in der zweiten Halbzeit bei 9 Versuchen. Seine Bemühungen mit Gewalt das Steuer herumzureißen, waren bedauernswert. Die Cavs luden ihn geradezu zum Werfen ein. Ein desaströses Spiel, vielleicht das schlechteste in 3 Jahren bei Orlando, vor allem weil er ja der zweitbeste Punktesammler des Teams ist. Auch sein Bruder Moritz hatte nicht den besten Tag. Er verwandelte wenigstens einen Dreier. Ansonsten kaum ein Faktor. Aber das Team ist in der 2. Halbzeit kollektiv untergegangen. Eine Wurfquote von 25 Prozent ist indiskutabel.

Analyse der Serie
7 Spiele, 7 Heimsiege, und das, obwohl die Hallen in Cleveland und Orlando jetzt nicht als besonders gefürchtet gelten. Letztlich entschied der beste Mann die Serie, der grandiose Donovan Mitchell.
Die Magic werden wiederkommen, um ein Jahr älter, erfahrener. Mit klugen Verstärkungen, gerade auf der Spielmacher-Position, haben sie die Zukunft vor sich.

Eastern Conference, Ausblick 2. Runde

Boston Celtics (1) – Cleveland Cavaliers (4)
Die vermeintlich klarste Serie. Hier die Celtics, die bis auf den einen Ausrutschter nahezu mühelos sich gegen die Miami Heat durchsetzten. Keiner ihrer 4 Siege war auch nur im Entferntesten gefährdet. Dort die Cleveland Cavaliers, die die Magic nur mit Mühen niederrangen. Ihre Heimstärke dürfte gegen die Celtics nicht helfen, bestenfalls zu einem einzelnen Erfolgserlebnis. Kristiam Porziongis fehlt den Celtics zwar, doch sie können diesen einen Ausfall locker verkraften
Celtics in 4

New York Knicks (2) – Indiana Pacers (6)
Hier wird es schon deutlich knapper zugehen. Die Knicks haben bei der aufregenden Serie gegen die Philadelphia 76ers vielleicht mehr Kräfte und auch Nerven gelassen, aber auch enorm viel Selbstvertrauen bekommen. Und jetzt hatten sie ja wenigstens eine kleine Pause. Für die Knicks wird wichtig sein, neben Jalen Brunson noch einen zweiten verlässlichen Schützen zu haben, vielleicht Donte DiVicenco? Interessant wird sein, wie  Isaiah Hartenstein mit de viel höheren Tempo de Knicks zurechtkommtDie Pacers konnten gegen die Milwaukee Bucks sich letztlich mit ihrem Tempospiel durchsetzen, profitierten aber sehr vom fehlenden Giannis Antetokunpo und dem am Ende nicht mehr voll-fitten Damian Lillard. Allerdings wird sich ein Tyrese Haliburton insgesamt steigern müssen und ein Pascal Siakam mehrere Sahnetage haben wie in Spiel 1 gegen die Bucks. Die Pacers scheinen mir zwar den breiteren Kader zu haben, dennoch auch aufgrund des Heimvorteils
Knicks in 7 Spielen.

Ansetzungen heute:
01:00: New York Knicks – Indiana Pacers (0:0)
04:00: Denver Nuggets – Minnesota Timberwolves (0:1)

NHL
Die Dallas Stars habe als letztes Team die 2. Play-off-Runde erreicht. Das beste Team der Saison brauchte im 7. Spiel eine weitere Energie-Leistung um Titelverteidiger Las Vegas Knights auszuschalten. Immerhin schafften sie das Kunststück, 2 Heimniederlagen zu Beginn zu kompensierenRadek Faksa traf in der 1. Minute des 3. Dritels zum entscheidenden 2:1. In der 2. Runde treffen die Stars auf die Colorado Avalanche.

Bereits ein Stück weiter sind die New York Rangers, die im ersten Zweitrundenspiel gegen die Carolina Hurricanes mit 4:3 gewannen. Mika Zibanejad war mit 2 Toren und 1 Assist gefeierter Mann des Tages

Ansetzung heute
02:00: Florida Panthers – Boston Bruins (0:0)

 

Statement der Wölfe

Blick über den Teich, NBA und NHL
Ein aufregendes Spiel 1 in Denver und ein Overtime Thriller in Spiel 7 zwischen den Boston Bruins und den Toronto Maple Leafs. So kann man relive den Sonntagvormittag verbringen …

NBA

Denver Nuggets – Minnesota Timberwolves 99:106 (0:1)

Die Wolves begannen, als wollten sie die Halle in Denver ganz einreißen. Anthony Edwards traf, wie er wollte, die Veteidigung nervte Nikola Jokic. 16:4 stand es. Doch die Nuggets sind halt nicht umsonst der Titelverteidiger, und aus der ersten Serie gegen die Lakers sind sie Rückstände gewohnt, die sie dann ja meist aufgeholt haben. So auch jetzt, wobei ich schon bedenklich fand, wie schnell der Rückstand schmolz. Schon im ersten Viertel war er dahin, doch die Wolves hatten genug Klasse, um nicht völlig einzubrechen, was bei so einem jungen und play-off-unerfahrenen Team Team durchaus möglich ist. Sie profitierten allerdings auch davon, dass die Schützen der Nuggets im 2. Viertel wie sie selbst ziemlich kalt waren.
Im 3. Viertel übernahm dann Karl-Anthony Towns das Kommando, und bei den Timberwolves tauten Spieler auf, die bis dato praktisch keine Rolle spielten. Mike Conley etwa gelangen zwei wichtige Dreier.
Im Schlussabschnitt wogte das Geschehen hin und her, bis Edwards wieder in der Erste-Hälfte-Modus zurückfand. Außerdem brillierte Gobert als Verteidiger gegen Jokic. Aber die Entscheidung brachte einer, der bis dahin kaum in Erscheinung getreten war. Naz Reeds Dreier und ein Monsterdunk.

Mann des Tages
Anthony Edwards: Der Hype um ihn ist groß, und er wäre unermesslich, würde er für ein Medien-Team wie die Lakers spielen. Er ist ja der einzige US-amerikanische, WM-Teilnehmer, der auch füs Olympia-Team nominiert wurde (Jalen Brunson anywhere?). 43 Punkte legte er auf, 14 davon im vierten Viertel. Der Mann, auf dem Verlass ist, vielleicht manchmal fast zu sehr, wenn die anderen abtauchen.

Stark trotz der Niederlage
Nikola Jokic: Trotz der starken Wolves-Verteidigung schaffte er 32 Punkte, 9 Assists und 8 Rebounds, Wurfquote 44 Prozent. Doch wie es ausieht, muss er noch gewaltigere Zahlen auflegen

X-Faktor
Naz Reed: Als Kings-Anhänger war ich ja nicht sehr erbaut davon, dass er und nicht Malik Monk zum besten 6. Mann der Saison gewählt wurde. Drei Viertel blieb er blass (2 Punkte), im vierten, also als es darauf ankam „explodierte“ er mit 14 Punkten. Vor allem sein Dreier übers Brett und ein brachialer Offensiv-Rebound-Dunk ließen die Partie in Richtung Wolves kippen. Außerdem war großartig, wie Rudy Gobert gegen Jokic verteidigte.

Ausblick
Die Wolves haben also schon beim ersten Versuch in Denver sich den Heimvorteil geschnappt. Sie haben eine schwere Phase überstanden, als sie innerhalb kürzester Zeit einen Zwölf-Punkte-Vorsprung einbüßten. Beim Titelverteidiger, in einer fanatischen Stimmung. Und sie haben gezeigt, dass ihre mangelnde Erfahrung nicht der große Nachteil sein muss.
Aber es war halt auch nur ein Sieg von vier notwendigen, und die Nuggets werden ihre Lehren ziehen. Spiel 2 in der Nacht zu Dienstag ist allerdings für sie jetzt schon fast ein Muss. Der Druck liegt klar bei ihnen. Doch wenn es ein Team gibt, das dem standhalten kann, dann die Nuggets.

Ansetzung heute
19.00: Cleveland Cavaliers – Orlando Magic (3:3) Pro7Maxx, DAZN und NBA-Pass. Die Wagner-Brüderzur Prime Time in Deutschland, was will man mehr.

NHL
Spiel 7 und dann auch noch Overtime, nichts für schwache Nerven. Allerdings war der Spuk schnell vorbei. David Pastrnak traf schon nach 1:54 Minuten, als die Scheibe von der Bande zu ihm zurückprallte. Hampus Lindholm als Assistgeber hatte das angeblich genauso geplant. Der 30-jährige Schwede hatte schon den 1:1-Ausgleich Mitte des dritten Drittels erzielt, nachdem sein Landsmann William Nylander die Leafs in Führung gebracht hatte.
Damit kein kanadisches Team mehr im Osten. Großer Seufzer