Luka einfach magic

Blick über den Teich, NBA und NHL

Ein Top-Top-Top-Basketballspiel und ein Eishockey-Thirller hinterher. Ich habe den trüben Samstagvormittag bestens unterhaltend verbracht. Relive versteht sich und ohne mich vorher gespoilert zu haben.

Minnesota Timberwolves – Dallas Mavericks 108:109 (0:2)

Ihr wollt jemanden die Faszination Basketball näherbringen. Zeigt dieses Spie! Ich bin immer noch hin und weg von diesem grandiosen Spektakel, das alles bot, was das Herz begehrt. Wunderbare Angriffszüge, großartige Verteidigungsaktionen, Spannung bis zum buchstäblich letzten Wurf – und das vor einer tollen Kulisse, die bis zum Schluss leidenschaftlich mitging und am Ende zum größten Teil leiden musste und hoffen muss, aber auch noch hoffen darf.
Schon das erste Viertel war an Tempo und Spielwitz kaum zu überbieten. Minnesota fast immer leicht in Führung, setzte sich im zweiten Viertel auf bis zu 18 Punkte ab. Doch die Mavs blieben dran, angeführt von Luka Doncic, von dem noch die Rede sein wird. Zur Pause führten die Wolves mit 12, nur vermeintlich komfortabel.
Erst mal hielt die zweistellige Führung, doch Mitte des 3. Viertels begannen die Mavs, an ihr zu knabbern, am Ende des Abschnitts waren es nur noch 7.
Das 4. Viertel bot dann unvergleichliche Spannung mit mehreren Führungswechseln. Die vorzeitige Vorentscheidung schien beim 108:103 in der Schlussminute für die Timberwolves gefallen, doch dann folgte der große Auftritt der großen 2 der Mavs. Erst versenkte Kyrie Irving einen Dreier, die Wolves produzierten durch Anthony Edwards einen haarsträubenden Ballverlust, und 3 Sekunden vor Schluss verwandelte Doncic den nächsten Dreier aus Mittelposition im Zurückfallen, so wie er das am liebsten mag. Remember Dirk, gerade in Dallas.
3 Sekunden, da kann noch viel passieren, gerade wenn man wie die Wolves mit Naz Reid einen an diesem Tag vortrefflichen Schützen in ihren Reihen weiß. Der Ball kam dann auch zu Reid, der drückte mit der Schlusssirene ab – und traf nur den Ring, einmal, zweimal, dann sprang die Kugel raus. In and out, wie der Basketball-Jargon das so hübsch-schlimm nennt.
Und der zweite ganz knappe Auswärtssieg der Mavs war perfekt.

Mann des Tages
Luka Doncic: Schlichtweg fabulös, was der Slowene zeigte und nicht nur zur Show, sondern als es wirklich drauf ankm. Am Ende legte er 32 Punkte, 10 Rebounds und 13 Assists aus, das 5. Triple Double in diesen Play-offs. Und einige dieser Assists waren nicht nur ein Weitergeben an einen Schützen, der dann halt traf, sondern messerscharfe Zuspiele an den eigenen Mann vorm gegnerischen Korb, perfekt getimt. Einer war schier unwirklich über das gesamte Feld, nur um Millimehter über den Verteidiger zu eigenen Mann – natürlich auch Glück dabei.

Stark trotz der Niederlage
Naz Reid: Die Bezeichnung „tragischer Held“ hat selten besser gepasst. Der beste sechste Mann hatte ein fast goldenes Händchen verwandelte 7 von 9 Dreiern, eine unglaubliche Quote. Im Gedächtnis bleiben wird allerdings sein ganz knapp verpasster Wurf am Ende aus vermeintlich guter und auch freier Position, der den Wolves-Sieg bedeutet hätte. Erstaunlicherweise nahm er außer den 9 Dreiern nur 4 Würfe aus dem Feld, von denen er lediglich einen verwandelte.

x-Faktoren
Daniel Gafford und Dereck Lively: Die beiden Center waren die idelae Ergänzung im Spiel de Mavs, vor allem unter dem Korb immer eine Bedrohung. Gafford sammelte 16, Lively 14 Punkte, unsgesamt trafen sie 14 ihrer 16 Würfe, profitierten natürlich auch von tollen Zuspielen.

Und sonst?
– Kyrie Irving wieder normal: Sprich – lange wenig zu sehen vom Co-Star der Mavs, um dann im letzten Viertel mächtig aufzudrehen. Dort verbuchte er 13 seiner 20 Punkte, traf 4 von f Dreier und servierte 3 astreine Assists.
– die unsichtbaren 2: So nannten die TNT-Reporter im zweiten Durchgang Karl-Anthony Towns und Anthony Edwards. Superstar Edwards schaffte im 3. Viertel nur 2 Punkte. Towns im vierten gar keinen und Edwards auch nur 6, dafür zwei furchtbare Ballverluste, als er das Spielgerät unbedrängt einfach wegwarf. Der dritte unsichtbare Mann war der im ersten Spiel so brillante Jaden McDaniels, der insgesamt gerade mal 2 Punkte beisteuerte.

Ausblick
Die Mavs kehren mit 2:0 Siegen zurück nach Dallas, das hätten wohl die größten Optimisten kaum zu hoffen gewagt. Entschieden ist nach diesen beiden Siegen Spitz auf Knopf zwar noch nichts, aber der Druck für die Wolves ist jetzt enorm. Sie können ja bei den Nuggets nachfragen, wie man nach zwei Heimniederlagen auswärts zweimal gewinnt, die das ja selbst gegen Minnesota geschafft haben. Alle Vorteile also bei den Mavs.

Die dritten Spiele (MESZ)., 02:00

So., 02:30: Indiana Pacers – Boston Celtics (0:2)
Ein Fragezeichen von mir aus der Ferne in punkto      des  angeschlagenen Tyrese Haliburton
Mo., 02:00: Dallas Mavericks – Minnesota Timberwolves (2:0)

New York Rangers – Florida Panthers 2:1 1. OT (1:1)

Ein Abnutzungskampf, der nach insgesamt 74:01 Minuten sein Ende fand. Barklay Goodrow erzielte im Madison Suare Garden den umjubelten Siegtreffer für die Rangers, die damit die Serie ausglichen. Zuvor war es die Partie der beiden russischen Goakies Igor Schesterkin (Rangers) und Sergej Dobrowski (Panthers) gewesen, die 26 respektive 28 Schüsse entschärften.
Die Rangers sind Spezialisten für Verlängerungen: Die Bilanz in diesen Play-offs ist 3:0. Sie wird übrigens im Format 5 gegen 5, also ganz normal, gespielt und nicht wie bei der WM im Micky Mouse Format 3 gegen 3, das eine völlig andere Sportart ist.

Meine 🇫🇮 Finnen
Anton Lundell verbuchte den Assists für den Ausgleich der Panthers Kapitän Alexander Barkow scheiterte mit einer Riesenchance am grandios reagierenden Schesterkin.

Ansetzung heute:
02:00: Dallas Stars – Edmonton Oilers (0:1)

Was so übrigbleibt

Einen Tag pausiere ich, und schon überrollt mich das Sportgeschehen. Bayers Serienende, Bayern Trainersuche, Eishockey-WM, Basketball-Play-offs. Und am Wochenende volles Programm mit Pokal, Motorsport in Indy und Monte and so on

Serientäter vorgeführt

Nichts ist aus Bayer Leverkusens perfekter Saison geeworden. Im Europa_league-Endspielin Dublin fand die Werkself mit Atalanta Bergamo ihren Meister. Chancenlos war der Deutsche Meister gegen das Dauerpressing der Italiener, der sie zu ungeahnten und folgeschweren Fehlern zwang. Sicher: Bayer hatte nicht den besten Tag, aber das lag halt an der von Trainer Piero Gasperini glänzend eingestellten Bergamasken, die ihren ersten internationalen Titel holten. Mann des Spiels war Antionio Lookman mit drei blitzsauberen Toren.
Bayer bleibt der Trost der Meisterschaft und das Pokalfinale am Samstag in Berlin, wo es gegen den 1. FC Kaiserslautern haushoher Favorit ist. Bergamo kann in der Serie A noch Vierter werden und somit der AS Roma die Champions League kaputtmachen.

Fündige Bayern?

Die unendlich anmutende Trainersuche hat des FC Bayern hat den nächsten angeblich sicheren Kandidaten hervorgebracht. Vincent Kompany soll  sich mit den Münchnern einig sein, jetzt müssen die „nur“ noch mit Kompany derzeitigem Club FC Burnley einig werden. Dieses „nur“ kann aber noch ein bösartiger Stolperstein werden, denn der Absteiger aus der Premier League hat mit dem Ex-HSV- und Ciy-Profi noch einen Vertrag bis 2028, offenbar ohne Ausstiegsklausel. Es ist also auf jeden Fall eine Ablöse fällig, kolportiert wird gerade, dass Burnley so 20 Millionen Euro (Pfund?) aufzurufen gedenkt, und die Verzweiflung der Münchner, endlich zu Potte zu kommen, macht die Sache bestimmt nicht einfacher. Zumal der Tegernsee (Hoeneß) schon grollt, mit Ablösen für Trainer nach den unguten Erfahrungen mit Nagelsmann (25 Mios an RB Leipzig) bitte (=unbedingt) bitte sparsamer umzugehen.
Unterhaltsame Fortsetzung folgt, gerne auch hier zu verfolgen.

Vizeweltmeister draußen

Die deutschen Eishackler haben das Halbfinale bei der WM in Tschechien dieses Mal verpasst. Das 1:3 gegen die Schweiz, zuletzt ein Lieblingsgegner, war trotzdem aller Ehren wert. Hier die Schweizer mit absoluten NHL-Stars wie der grandiose Verteidiger Roman Josi oder der gegen Deutschland zweimal erfolgreiche Nico Hischler, dort die Deutschen, wo die ibei der WM 2023 so überragenden Moritz Seider und Tim Stützle fehlten, von einem Leon Draisaitl, der mit den Edmonton Oilers im NHL-Halbfinale steht, will ich gar nicht erst reden.
Die Schweiz wird morgen im Halbfinale auf Kanada treffen, das sich gegen die Slowakei deutlich mit 6:3 durchsetzte. Das andere Semifinale bestreiten Tschechien (1:0 gegen die USA) und Schweden (2:1 OT gegen Finnland, seufz).

Alba marschiert

Die Berliner stehen nach 3 souveränen Siegen gegen die Telekom Baskets Bonn im Halbfinale der BBL, wo sie auf die Niners Chemnitz treffen, die sich gegen Rasta Vechta mit einiger Mühe mit 3:1 durchsetzen. Heute können die Bayern in Ludwigsburg (2:1) und Würzburg gegen Titelverteidiger Ulm (2:1) nachziehen. Ein Siel 5 würde jeweils am Sonntag stattfinden.
Zumindest die europäischen Basketball-Fans werden mit mehr als einem Auge nach Berlin schauen, wo in der Arena am Ostbahnhof das Final Four der Euroleague stattfindet. Heute im Halbfinale Panathinaikos – Fenerbahnce und Olympiakos – Reaal Madrid. Finale und vorher Spiel um Platz 3 am Sonntag.

Wagner kann auch Judo

Wahrscheinlich auch der Basketball-Franz. Auf jeden Fall sicherte sich die Ravensburgerin Anna Maria Wagner in der Kategorie -79 kg zum zweiten Mal den WM-Titel nach 2021 und ist Deutschlands erste Doppelweltmeisterin. Gleichzeitig sicherte sie sich in der beinharten nationalen Qualifikation den Platz für Olympia. Wie ich mir von einem Experten sagen ließ, viele Grüße an Elias Frank, ist die Klasse die dichteste bei den Frauen, auch international.

Und sonst? (Vorschau und Rückschau)
Hammerlos für Zverev: Der Hamburger hat bei den French Open ab Sonntag die zweifelhafte Ehre, gleich zum Auftakt den 14-maligen Champion Rafael Nadal zu fordern, der ja in diesem Jahr auf Abschiedsturnee ist. Auch wenn der Spanier nicht mehr in Topform ist, rein körperlich – Nadal auf Sand und das auch noch im Wohnzimmer Roland Garros, das ist ein Kapitel für sich. Einzig Robin Söderling 2009, wofür ihn der spätere Turniersieger Roger Federer auf ewig dankbar sein müsste) und zweimal Novak Djokovic konnten ihn überhaupt auf der Pariser Asche bezwingen. Zverev war vor zwei  Jahren im Halbfinale (vielleicht?) dicht davor, bevor er seinen schweren Bänderriss erlitt. Zumindest stimmt seine Form, wie der Turniersieg beim Masters in Rom belegt.
Bochum praktisch abgestiegen: Im Relegations-Hinspiel kassierte der VfL eine empfindliche 0:3-Niederlage zu Hause gegen Fortuna Düsseldorf. Schwer vorstellbar, dass sie das am Montag in Düsseldorf drehen können.
Littlers Durchmarsch: Bei seiner ersten Teilnahme an der Premier League im Darts und in seiner ersten Profisaison überhaupt gewann der 17-Jährige souverän. In einem hochklassigen  Endspiel am Donnerstag in London setzte er sich in einer Neuauflage des WM-Finals gegen Weltmeister Luke Humphries mit 11:7 Legs durch. Er schaffte einen Schnitt von 105 (Humphries auch tolle 102)
Motorsport satt: Es stehen am Sonntag an: die Klassiker Indy 500 und der Grand Prix von Monaco. Außerdem MotoGP in Barcelona und DTM am Lausitzring.
Pokalteilnehmer gesucht: Wie immer am Pokalwochenende gibt es den sogenannten Tag der Amateure mit den Landespokalendspielen zu verschiedenen Anstoßzeiten in allen Verbänden. Die ARD ist wie immer live dabei.
Manchester-Derby: Pokalfinale auch in England wie immer in Wembley zwischen den Manchester-Clubs City und United. City kann das Double fixieren, United mit einem Sieg die desaströse Saison retten, der dann auch die Europa League Qual für die nächste Saison bedeuten würde.

Dallas, wohin man schaut

Blick über den Teich, NBA und NHL

4 Conference Finals, jeweils Ost und West, forden uns Mitteleuropäer entweder in der Nacht oder relive am morgen. Für alle Fans von Dallas, nicht unbedingt der Serie wirklich anstrengend, denn die Stadt ist als einzige mit 2 Vertretern – Stars und Mavericks – dabei.

NBA

Minnesota Timberwolves – Dallas Mavericks 105:108 (0:1)

Gleich das erste Spiel in Minnesota haben die Mavs geklaut und damit den Heimvorteil. Bis zum vierten Viertel wogte die Partie hin und her, ehe ein 13:0-Lauf die Texaner im 97:89 in Führung brachte. Aber auchndas war noch nicht die Entscheidung. Die Wolves gingen ihrerseits mit 4 in Führung, ehe die Mavs den Sack zumachten.

Mann des Spiels
Luca Doncic: Drei Viertel war es ein eher mediokres Spiel des Slowenen, doch als es darauf ankam, war der Spielmacher zur Stelle: 15 Punkte, 2 von 3 Dreier und tatsächlich auch engagiert in der Veteidigung.

Start trotz der Niederlage
Jaden McDaniels: Eine fulminante erste Hälfte mit  19 Punkten und 5 von 6 Dreiern. Das konnte  er nicht halten, aber der Forward war bester Punktesammler seines Teams.

x-Faktor
Kyrie Irving: Bisher war es ja so, dass er erst nach der Pause auftauchte, diesmal war es genau umgekehrt. In der ersten Hälfte legte er 24 Punkte auf,  so viele wie in der 2. Runde gegen die Thunder insgesamt bei 6 Spielen. Danach tauchte er erst mal ab, steuerte im gesamten 2. Durchgang nur noch 5 Punkte bei, traf bei 9 Versuchen nur noch ein einziges Mal. Dennoch half er mit seiner Energie und guter Defense.

Und sonst?
– Blieb Anthony Edwars seltsam blass mit nur 19 Punkten
– krasses Missverhältnis bei der Freiwurfquote: Maves 16/17,         Wolves 11/18 (einer wohl mit Absicht daneben)

Ausblick
Dass es spannend würde, war fast allen Experten klar. Es würde mich wundern, wenn dieser eine Auswärtssieg die Serie schon entscheiden würde, weil nur Nuancen ihn ermöglichten und das Spielglück auch auf die andere Seite fallen kann. Allerdings sind jetzt die Wolves in Spiel 2 heute Nacht schon zeimlich unter Druck

Boston Celtics – Indiana Pacers 126:110 (2:0)

Nach der für die Pacers so unglücklichen Niederlage in Spiel 1 erst in der Verlängerung, war es diesmal eine klare Sache. Letztlich entschied ein 20:0 Lauf der Celtics Ende des 1. und Anfang des 2. Viertels die Partie, die aus einem 5-Punkte-Rückstand einen 15-Punkte-Vorsprung machten.Und genau dieser Abstand hielt +/- 5 die gesamte Partie

Mann des Tages
Jaylen Brown: Von Beginn an voll da mit 7 ganz schnellen Punkten. Am Ende legte er 40 Zähler auf, Karriere-bestwert in Play-offs.

Stark trotz der Niederlage
Pascal Siakam: 28 Punkte, Wurfquote 13/17 – Werte des Kameruner Winter-Neuzugang, die sich sehen lassen können.

x-Faktor
Jrue Holiday: Sehr stark in der Verteidigung vor allem gegen Haliburton. Und dazu 15 Punkte bei 6/7 Würfen. Deswegen haben die Celtics ihn geholt.

Und sonst?
Tyrese Haliburton angeschlagen und deshalb längst nicht auffällig wie gewohnt. 10 Punkte und in de 2. Halbzeit nur 2 bei 3 Würfen überhaupt. Sein Start in Spiel 3 ist fraglich

Ausblick
Die Serie geht jetzt nach Indiana. Die Celtics sind in den diesjährigen Play-off auswärts noch unbesiegt. Den Pacers helfen letztlich nur zwei Siege. Was ohnehin schwer genug ist, aber ohne   Haliburton in Bestform fast unmöglich. Zumal die Celtics wohl auf Kristaps Porzingis wieder zurückgreifen können.

Ansetzung heute
02:30: Minnesota Timberwolves – Dallas Mavericks (0:1)

NHL

New York Rangers – Florida Panthers 0:3 (0:1)

Eine Shutout-Niederlage für die Rangers im Madison Square Garden, darüber müssen sie erst mal hinwegkommen. Letztlich entschied ein Eigentor von Alexis Lefreniere 3:48 vor Schluss, der mit dem Stock einen eher harmlosen Schuss ins Tor lenkte (offiziell wird der Treffer Carter Verhaege zugesprochen). Florida beschränkte sich auf einfaches, aber effektives Spiel. Und hinten wehrte der starke Sergej Dobrowski alle 24 Schüsse zu seinem 2. Play-off-Shutout ab.

Meine 🇫🇮 Finnen
Anton Lundell stand bei allen Panthers-Toren auf dem Eis, allerdings jeweils ohne direkte Beteiligung

Ausblick
Die Rangers sehr unter Druck. Die Panthers wirken sehr gefestigt und sind auch bereit für sogenanntes dirty Hockey.

Dallas Stars – Edmonton Oilers 2:3 2. OT (0:1)

Conor McDavid traf nach nur 32 Sekunden in der 2. Verlängerung zum entscheidenden 3:2 für seine Oilers, die damit den Heimvorteil eroberten. Gerade in der Overtime gab es Chancen auf beiden Seiten, McDavid vergab eine Riesenchance, als er die Scheibe nicht über die Kelle des am Boden liegendenen Stars-Goalie Jake Oettinger heben konnte. Die Stars haderten, dass sie bei fünf Überzahlgelegenheiten keinen Treffer zu Stande brachten.
Die Oilers waren im 2. Drittel 2:>0 in Führung gegangen, die Tyler Seguin mit 2 Treffern für die Stars egalisierte

Draisaitl Watch
Der Kölner erzielte das 1:0 sein 9. in den Play-offs. Er schrieb damit auch im 14. Play-off-Spiel dieser Saison an und führt die Wertung mit 25 Zählern vor gleich drei Teamkollegen an. Weiter in eienr anderen Sturmreihe wie Sußerstar McDavid.

Meine 🇫🇮 Finnen
Esa Lindell mit -2 in der statistischen Wertung. Miro Heiskanen insgesamt 33:08 Minuten auf dem Eis so viele wie kein anderer Feldspieler. Stars-Kapitän Roope Hintz fehlte wegen einer Unterkörperverletzung. Sein Status wird nicht weiter mitgeteilt.

Ausblick
Die Oilers haben den Heimvorteil, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Stars haben gezeigt, dass sie auswärts fast stärker sind als zu Hause.

Ansetzung heute
02:00: New York Rangers – Florida Panthers (0:1)

 

 

Das war die Woche, die war

Viele Fußball-Entscheidungensind , ein umstrittenes EM-Aufgebot, ein starker Zverev, ein noch stärkerer Pogacar und rührseliger Abschied in Anfield.

City Meister, Sturm auch
Die Spannung in England hielt sich doch in argen Grenzen nach dem Sieg von Manchester City während der Woche bei den Tottenham Hotspur. Das Heimspiel gegen West Ham United war dann eher eine Pflichtüubung, die City mit 3:1 souverän bewältigte. Zum 4. Mal hinterander sind die Skyblues damit Meister, das hat in England noch niemand geschafft.

Eine Meisterserie endete dagegen in Österreich. Nach 10 Titeln in Folge musste Red Bull Salzburg diesmal Sturm Graz den Vortritt lassen. Das letzte Spiel wurde für Sturm zur Nervenprobe, denn lange stand es gegen denAustria Klagenfurt nur 0:0, was zu wenig gewesen wäre. Doch zwei Tore Tote von wüthrich nach einem Corner und Camara (jeweils der erste Saisontreffer) beseitigten die Sorgen, dass es Sturm so erginge wie der BVB im vergangenen Jahr. Grenzenloser Jubel und das sichere CL-Ticket. Salzburg half auch das 7:1 gegen den LASK nichts mehr. Sie müssen in der CL in die Qualfikation (ab 3. Runde).

Kölner Wunder blieb aus

Gleich mit 1:4 verlor der FC nach einer mehr als bescheidenen Leistung beim Aufsteiger 1. FC Heidenheim und muss in die 2. Liga. Dramatisch ging es im Fernduell gegen Platz 16 zu. Mainz schaffte einen letztlich souveränen 3:1-Erfolg und überholte sogar noch Gladbach. Union vermied die Relegation mit einem 2:1 gegen Freiburg. Der Siegtreffer fiel in der Nachspielzeit durch einen Elfer im Nachschuss. Platz 16 geht damit an den VfL Bochum, der auf Fortuna Düsseldorf trifft. Allerdings ohne Stammtorwart Riemann, der wegen ungebührlichen Verhaltens dsuspendiert wurde.

Auf Wiedersehen, Hansa

Die Rostocker verloren zu Hause gegen Paderborn und verblieben auf Platz 17. Ein paar Chaoten warfen mit Feuerwerkskörpern und sorgten für eine Spielunterbrechung. Diese Idioten wird niemand in der 2. Liga vermissen

Und sonst
– Preussen Münster steigt direkt in die 2. Liga auf, Regensburg spielt Relegation gegen Wehen-Wiesbaden
– Energie Cottbus  steigt als Meister der Regionalliga Nordost in die 3. Liga auf. Da freue ich mich schon ein bisschen, denn diesen Club habe ich während seiner Zeit in der 1. und 2. Liga als MOZ-Redakteur betreut.

Kader steht, Fragen bleiben

Tröpfchenweise haben mehr oder weniger bekannte Persönlichkeiten die nominierten Spieler für den deutschen EM-Kader bekannt gegeben. Eine nette Spielerei, nicht mehr, nicht weniger.
Viel wichtiger ist der Kader selbst: Es gibt wohl keinen Fußball-Fan, der vor einem Großereignis hundertprozentig mit den auserwählten Spielern konform geht. Diesmal blieben die ganz großen Überraschungen Aus. Die Diskussion entzündete sich hauptsächlich, ob es richtig ist, dass Julian Nagelsmann auf Mats Hummels und auch Leon Goretzka verzichtet. Ich hätte Hummels auf alle Fälle mitgenommen. Er ist auf jeden Fall formstärker als die berücksichtigten Nico Schlotterbeck und vor allem Robin Koch. Außerdem hat er Turniererfahrung und hat gerade in nervenaufreibenden Champions-League-Spielen gezeigt, dass eer vor allem in heiklen Phasen kühlen Kopf bewahrt. Und er ist noch torgefährlich. Nagelsmanns Begründung, Hummels sei schlechter für die Teamchemie und nicht so gut zu integrieren, wenn er nicht von Beginn an spielt, ist durch nichts belegt. Der Bundestrainer hat sich damit freiwillig eines echten Abwehrtrumpfes beraubt. Gerade wenn es gilt, einen Vorsprung über die Zeit zu retten, ist Hummels mit seiner Erfahrung, Zweikampf- und Kopfballstärke geradezu prädestiniert.
Und wenn jetzt ins Feld geführt wird, dass die jüngeren Turnier-Erfahrung sammeln für die WM 26, dann halte ich das, entschuldigung, für echten Blödsinn. Diese Heim-EM ist viel zu wertvoll und wichtig für den deutschen Fußball, um hier Vesuchballons im Hinblick auf später zu starten. Ich wünsche Tah und Rüdiger alles Gute und vor allem Gesundheit.
All das, vielleicht nicht ganz so zwingend, gilt auch für Goretzka.
Und damit komme ich zu einem Spieler, den ich auch sehr gerne dabei gesehen hätte. Torwart Stefan Ortega. Ich glaube, es ist nicht vermessen zu behaupten, dass er wesentlichen Anteil am Titel von Manchester City hat mit Glanzleistungen am Dienstag gegen Tottenham und zuvor in den Titelspielen gegen Arsenal und Liverpool. Und vor allem: Er ist der ideale Ersatztorwart, ist sofort zur Stelle, wenn er eingewechselt wird. Und angesichts der Leistungen des in Deutschland ach so unantastbaren Manuel Neuer, muss einem eh Angst und Bange werden. Schaut das Heidenheim-Spiel, wenn ihr euch gruseln wollt über eine Torhüterleistung.

Großer Abschied für Klopp
näheres hier
https://blickueberdenteich.de/juergen-klopp-so-geht-abschied/

Zverevs Statement

Der Hamburger gewann das Turnier in Rom und damit sein erstes Masters seit der Zwangspause aufgrund seines Bänderisses vor zwei Jahren in Paris. Er zeigte durchweg solides bis überdurchschnittliches Sandplatztennis. Natürlich hat er auch profitiert, dass Sinner und Alcaraz nicht dabei waren und Djokovic früh die Segel streichen ließ, aber diese Chance nutzte er in beeindruckender Weise. In dieser Form ist er für mich Mitv+favorit für die French Open ab Sonntag.
Bei den Frauen gewann Iga Swiatek und revanchierte sich im Finale am Samstag für die Niederlage gegen Aryna Sabalenka zwei Wochen zuvor in Madrid. Diese zwei stehen auf Sand über allen anderen oder können Lena Rybakina und Coco Gauff noch mal eingreifen?

Solo Pogacar
Dass der Slowene den Giro gewinnen würde, war für fast alle Experten klar. Die Art und Weise wie er das Feld dominiert, beeindruckte mich dann doch sehr. Auf schwierigen Bergetappen spielt er sich gerade mit der Konkurrenz, sein Team hat das Feld jederzeit unter Kontrolle, und auch im Zeitfahren wird ihm höchstens der ausgemachte Spezialist Ganna gefährlich, der aber für die Gesamtwertung keine Rolle spielt. 4 Etappensiege hat er schon eingefahren, und wenn er wirklich will, werden es in dieser Woche in den Bergen noch mehr.

Souverän im Viertelfinale
Nach den beiden klaren Niederlagen des deutschen Teams zu Beginn der Eishockey-WM gegen USA und Schweden durfte man sich leichte Sorgen machen. Unbegründet, denn zumindest das Vietelfinale hat das Team danach durch klare Siege eindrucksvoll geschafft. Der Gegner dort steht noch nicht fest, Schweiz oder Tschechien, das ist die Frage, die erst heute Abend geklärt ist.
Für das bisher so fulminante österreichische Team hat sich das Viertelfinale dagegen durch das 2:4 gegen Absteiger Großbritannien erledigt. Der Sieg in buchstäblich letzter Sekunde und die Aufholjagd gegen Kanada zum 6:6 nach 1:6 werden als absolute Höhepunkte des österreichischen Eishockeys in erinnerung bleiben.

Und sonst
– begannen die Basketball-Play-offs mit Überraschungen. Vor allem die Heimniederlage des FC Bayern gegen Ludwigsburg kam unerwartet, konnte aber am Montag repariert werden. Allein Alba Berlin hat zwei Heimsiege auf dem Konto. Ab heute geht es in die dritten Spiele
– zu NBA und NHL verweise ich auf meine Blicke über den Teich: Hier nur soviel: Die Conference Finals stehen ab sofort auf dem Programm. Dallas ist die einzige Stadt, die noch in NBA und NHL dabei ist. Die Titelverteidiger Las Vegas (NHL) und Denver (NBA) sind raus.
– Max Verstappen hat mal wieder gewonnen. Doch Mc Laren ist seinem Red Bull ziemlich auf die Pelle gerückt. Könnte man vielleicht ein Auge drauf werfen zumal jetzt Monte Carlo ansteht
– Xander Schauffele der erste Major Sieg im Golf bei den PGA Championships. Er siegte mit einem Schlag Vorsprung auf Bryson DeChambeau. Vor 3 Jahren gab es ernsthafte überlegungen, ob der deutschstämmige Profi nicht fürs deutsche Olympia-Team antreten könnte. Die Idee hat sich dann zerschlagen, schade eigentlich.

 

Draisaitls Traum lebt

Blick über den Teich, NHL

Vancouver Canucks – EDMONTON OILERS 2:3 (3:4)

Die Edmonton Oilers mit Leon Draisaitl stehen im Conference Final des Westens. In Spiel 7 gewannen sie bei den Vancouver Canucks mit 3:2 und treffen nun auf die Dallas Stars
Zunächst verzweifelten die klar überlegenen Oilers schier am überragend haltenden Arturs Silovs. Der Rookie, eigentlich nur Ersatzmann war im ersten Drittel unüberwindlich, wehrte alle 13 Schüsse ab. Im zweiten Drittel netzten die Oilers dreimal ein und alles schien gelaufen. Doch nah zwei Toren der Canucks im Schlussabschnitt wurde es für viereinhalb Minuten noch mal eng, doch die Oilers brachten den Sieg über die Zeit.

Draisaitl Watch
Der Kölner schaffte einen Assist. Dagegen ging Conor McDavid völlig leer aus. Gut zu wissen für die Oilers, dass sie nicht allein von den beiden abhängig sind. Immerhin führt Draisaitls mit 24 Scorerpunkten vor den Mannschaftskollegen McDavid, Evan Bouchard und Ryan Nugent-Hopkins an

Ausblick
Zum zweiten Mal steht Leon Draisaitl mit den Oilers im Finale der Western Conference. Die Chancen gegen die Stars sehe ich 50 zu 50. Die Oilers haben gezeigt, dass sie ein Spiel 7 auch auswärts gewinnen können, und Dallas ist auch keine Heimbastion (in 7 Spielen vier Heimhiederlagen. Auswärts dagegen sehr stark (in 6 Spielen nur eine Niederlage).

Ansetzungen
Do., 02:00: New York Rangers – Florida Panthers (0:0) Korrigiert dank Uwe
Fr.,  02:00: Dallas Stars -Edmonton Oilers (0:0

Hochspannung mit etwas unbefriedigendem Ende

Blick über den Teich, NBA und NHL

Die Dallas Mavericks stehen als erstes Team im Westen in den Conference Finals. In der NHL erzwangen die Edmonton Oilers ein 7. Spiel bei den Vancouver Canucks

DALLAS MAVERICKS* – Oklahoma City Thunder 117:116

Was für ein Thriller in Dallas, und danach hat es lange Zeit nicht ausgesehen. Vielmehr schienen die Thunder klar auf der Siegesstraße, als sie im 3. Viertel auf bis zu 17 Punkten davonzogen und Anfang des 4. viertels immer noch 9 innehatten. Doch die furiosen Mavericks, angetrieben von nicht minder furiosen Fans, kamen Punkt für Punkt voran. Es waren dabei gerade nicht die Topstars, die die Punkte erzielten, sondern PJ Washington (bis dahin überhaupt kein Faktor im Spiel und Derrick Lively, der erstaunliche 8 Punkte beisteuerte und dabei 3 von 3 aus dem Feld verwandelte. dagegen trafen die Thunde nicht mehr, und allein Shai Gilgeous-Alexander konnte es auch nicht richten. Und doch führten die Thunder vor dem letzten Ballbesitz der Mavs mit einem Punkt. Da wurde 2,4 Sekunden vor Schluss PJ Washington nach Ansicht der Schiedsrichter von Shai gefoult, und zwar bei einem Dreierversuch. Der Call hielt dem Videostudium stand, und Gilgeous-Alexander gab zu, das der Pfiff schon in Ordnung ginge und er am liebsten die Zeit zurückdrehen würde. Blöd gelaufen. Washington verwandelte die ersten beiden Freiwürfe zur Führung und zielte bei driten absichtlich vorbei, weil die Thunder keine Auszeit mehr hatten. Deren letzter Verzweiflungswurf weit aus der eigenen Hälfte ging klar vorbei.
Für mich schade, dass diese Serie nicht ein 7. Spiel bekommt, abe die Mavs werden heilfroh sei übers Weiterkommen und zwei Tage mehr Pause.

Mann des Tages
Luca Doncic: 29 Punkte, 10 Assists, 10 Rebounds – drittes Mal in Folge zweistellig in diesen Kategorien. Und immer das Herz und der Antrieb der Mavs. Das ist die eine Seite. Die andere Seite: gleich 7 zum Teil haarsträubende Ballverlust / Fehlpässe und wieder mal das ewige Meckern bei praktisch jeder Aktion gegen ihn. Dieses Mal kassierte er sogar ein technisches Foul, was ihn an weiteren Protesten nicht hinderte. Aber ihn mit einem zweiten Technischen rauszuwergfen, das wollten die Refs doch nicht.

Stark trotz der Niederlage
Shai Gilgeous-Alexander: So nah liegen Glanz und Elend beieinander. 36 Punkte legte er auf (persönlicher Rekord in Play-offs). Kurz vor Schluss gelang ihm das perfekte Zuspiel auf Chet Homgren, der mit einem krachenden Duk die Führung erzielte. Und dann das Foul während des Wurfes und auch noch jenseits der Dreierlinie. Dennoch: Der Kanadier hat eine fantastische Serie gespielt, und er ist mit 25 Jahren noch sehr jung.

x-Faktor
Dereck Lively: Unermüdlicher Arbeiter unter den Körben. 15 Rebounds (4 offensiv) sprechen für sich, dazu eben die Wurfsicherheit im lm letzten Viertel.

Analyse
Die Nummer 1 des Westens ist raus. Und zum Verhängnis wurde den Thunder die Reboundschwäche, also genau die Schwäche, weswegen ihnen so wenige Experten den Marsch in die NBA Finals und mehr zugetraut haben. Weniger erwartet war die plötzliche Schwäche eines Josh Giddey, der den Platz in der Startfünf verlor und von der Bank eine herbe Enttäuschung war. Wie zumindest in Spiel 6 die gesamte Reservebank.
Die Mavs sind breiter aufgestellt. Sie haben ein Top-Duo mit Doncic und Kyrie Irving, der auch diesmal erst in der 2. Halbzeit ablieferte und zwar mit 18 Punkten außergewähnlich. Egal ob Denver Nuggets oder Minnesota Timberwolves: Die Mavs werden Außenseiter sein, aber wenn sie eine Chance sehen, werden sie die auch nutzen.

Ansetzungen heute
Zweimal Spiel 7 – Basketball-Herz, was willst Du mehr

21:30: New York Knicks – Indiana Pacers (3:3)
Der Einsatz von Josh Hart und vor allem OJ Amunoby ist unsicher.
02:00: Denver Nuggets – Minnesota Timberwolves (3:3)

NHL

Edmonton Oilers – Vancouver Canucks 5:1 (3:3)

Nach 1:1 im ersten Drittel entschieden 2 Oilers-Treffer im zweiten Abschnitt innerhalb von 4 Minuten die Partie. Die Canucks prüften Stuart Skinner, wieder ins Oiler-Tor gerückt, mit nur 15 Schüssen. Conor McDavid leistete 3 Assists.

Draisaitl-Watch
Zwei Assistsleistete er. Selbst gab er nur einen Schuss ab. Kämpferisch wie immer in der Defensive.

Spiel 7 findet in der Nacht zu Dienstag (03:00 MESZ) statt. Das Conference Finale zwischen den New York Rangers und Florida Panthers beginnt erst in der Nacht zu Donnerstag, für die Teams also eine relativ lange Pause