von Münchner Löwe | März 11, 2024 | bundesliga, Fußball
Die Erwartungen an das Premier-League-Spiel zwischen dem FC Liverpool und Manchester City waren schon enorm. Meisterschaftsduell und noch dazu vielleicht die letzte Begegnung der die Fußballwelt im vergangenen Jahrzehnt extrem prägenden Trainern Jürgen Klopp und Pep Guardiola.
Und was passierte? Ein fanrtastisches Fußballerlebnis mit allem, was dazugehört. Gänsehautstimmung, elektrisierende Spannung von der ersten bis zur letzten Minute. Grandiose Einzelleistungen, Aussetzer, wunderbare Verteidigungen. Bestes Anschauungsmaterial, um irgendjemanden zu erklären, warum ihr dem Fußball frönt. Und dann als Thrill, wie es sich zuz einem guten Drehbuch halt gehört, am Ende eine mehr als strittige Entscheidung. Elfer oder nicht für Pool. Der Schiri sagte nein nach Konsultation des VAR. Für mich war der Tritt des City-Verteidigers strafstoßwürdig, aber der Schiri wollte diese rassige Partie halt aktiv nicht entscheiden: Und noch eine Pointe.Ansonsten zeigte Mr. Oliver eine vorzügliche Leistung Wenn Pool und City sich streiten, freut sich der Dritte, nämlich der FC Arsenal, der jetzt die Tabellenführung innehat knapp vor Liverpool und ManCity.Es geht weiter mit viel Spannung: in drei Wochen trifft City auf Arsenal.
Natürlich gab es auch Helden: tragische wie Liverpools Stürmer Luis Diaz, der ein unglaubliches Pensum absolvierte, aber im Abschluss eher unglücklich agierte. Oder City-Torwart Ederson, der nicht nur den Elfmeter zum Ausgleich nicht nur durch eine überflüssige Aktion verursachte, sondern sich dabei auch noch verletzte und ausgewechselt werden musste. Sein Vertreter Stefan Ortega, aus der Bundesliga wohlbekannt, machte seine Sache hervorragend. Er und noch mehr der fantastische Verteidiger Kyle Walker, an dem ja die Bayern vor der Saison so baggerten, retteten letztlich das Remis. Die packenden Duelle Diaz vs Walker waren allein das Zuschauen wert.
Letztlich kann Jürgen Klopp trotz des Ärgers über den verweigerten Elfmeter („Was hat der denn im Kaffeee gehabt?“)mit dem Punkt zufrieden sein. Unglaublich, welche Spieler er bei der Verletztenflut der Reds (u. a. fehlten Alisson, Trent Alexander Arnold, Diogo Jota, Konaté und Thiago) aus der eigenen Jugend ausgegraben hat. Ein Quansah, ein Eliot, ein Bradley spielten fast fehlerfrei, dabei mutig und abgeklärt. Guardiola dagegen zeigte durch eine grandiose Variante, dass man Eckbälle sehr wohl trainieren kann. Nicht nur die flache Hereingabe von Kevin de Bruyneauf John Stones überraschte die Pool-Abwehr, entscheidend war das perfekte Freiblocken von Ake, der die Verteidger neutralisierte.
Was bleibt, sind durchweg positive Erinnerungen an ein fantastisches Fußballspiel. Und auch ein bisschen Wehmut, dass Klopp erst mal dem Fußball Lebewohl sagt. Apropos: Ich hätte absolut nichts dagegen, wenn er auch aus den zig Werbespots verschwinden würde; was zuviel ist ist zuviel.
Die Fans mit ihrem infernalischem Lärm, aber Gott sei Dank aktionsabhängig und nicht nur monotones Singen, hatten erheblichen Anteil daran, dass dieses Spiel zum Spektakel wurde. Und Anfield zeigte, dass „Youll never walk alone“ hier zu Hause ist und nur hier und vielleicht noch im Glasgower Celtic Park. Immer wieder tatsächlich Gänsehaut, sogar an einem PC.
Gut eine Stunde danach der deutsche Kontrapunkt. Bayer Leverkusen gegen VW, äh, VfL Wolfsburg. Nur eine Mannschaft, angreifen will. Aber wenig inspiriert trotz aller Klasse schienen die Leverkusener mir. Dienst nach Alonso-Vorschrift. Schön, dieses Ballkreiseln, aber wenig Zug zum Tor. Eines fiel dann doch nach einer wunderbaren Kombination. In der 2. Halbzeit dasselbe Bild, vielleicht mit noch weniger Tordrang. Und der VfL? Eine makaber schlechte Leistung. Okay, gut verteidigt, aber was Eigenes, gar was Produktives? Bestenfalls Ansätzchen, aber nie zwingend. Der DAZN-Reporter brachte es auf den Punkt: Der VfL spielt, als würde er noch auf ein Rückspiel hoffen. Man akzeptierte also die knappe Niederlage, und erst der fulminante Direktschuss von Florian Wirtz brachte wenigstens noch ein bisschen Leben in die eingeschlafene Partie.
von Münchner Löwe | März 3, 2024 | basketball, bundesliga, Fußball, NBA
Nix für die Heimteams
Schon die Ansetzungen ließen es erwarten, dass es für die Heimteams in der Fußball-Bundesliga schwer weren würde, denn sie bekamen es mit den ersten 6 der Tabelle zuz tun. Die Bilanz vor den Sonntagsspielen liest sich entsprechend: 5 Auswärtssiege, 2 Unentschieden, davon eines ausgerechnet die Bayern. Bemerkenswert ist der indiskutable Auftritt der Darmstädter gegen den FC Augsburg, wo es nach einer halben Stunde 5:0 für die Gäste stand nach zum Teil indiskutablen ABwehrfehlern, die ich ein einer solchen Häufigkeit noch selten gesehen habe. Am Ende stand es „nur“ 0:6. Ein Einpeitscher kletterte in den Innenraum und redete lautstark mit wahrscheinlich nicht sehr freundlichen Worten auf die versammtelten Profis ein, die den Anstand hatten (oder zu feige waren?) sich nicht einfach vom Acker zu machen.
Der merkwürdige Pfiff
Es war ein stimmungsvoller und auch ergreifender Abend im Mestalla-Stadion zu Valenciaq. Zuerst gedachten alle der Opfer des furchtbaren Wohnungsbrandes, dem 11 Menschen zum Opfer fielen. geehrt wurden Feuerwehrleute, Sanitäterinnen, die durch beherztes Eingreifen noch Schlimmeres verhinderten. Das Mestalla mit seinen steilen Tribünen ist immer wieder toll anzusehen, die Stimmung einzigartig.
Das Spiel hatte es in sich. 2:0-Führung der Gastgeber, dann traf Vinicius jr zweimal, seine sportliche „Rache“, nachdem er vor Jahresfrist ekelerregend rassistisch beleidigt wurde. Und dann schwang sich Schiedsrichter Senor J. Manzano zum Hauptdarsteller der dramatischen Schlussphase auf: Jude Bellingham hatte per Kopf den vermeintlichen Siegtreffer der Madrilenen erzielt, doch während (!) der Flanke dorthin ertönte der Schlusspfiff. Heftige Proteste, zu heftig für Manzano, der Bellingham Rot zeigte. Schiris haben es unbestritten schwer, aber warum machen sie sich das Leben mit so obskuren völlig überflüssigen Pfiffen das Leben doppelt und dreifach schwer? werde ich nicht mehr verstehen.
Insgesamt fand ich Real nicht unverwundbar. RB Leipzig muss am Mittwoch im CL-Rückspiel nur mutig sein, dann ist man nicht völlig chancenlos.
Apropos Endphase: Mit einem Tor buchstäblich in letzter Sekunde durch DArwin Nunez gewann der FC Liverpool bei Nottingham Forest und bleibt Tabellenführer in der Premier League.
40 000 Punkte
Als ob es ein Drehbuchautor geschrieben hätte: Dass LeBron James diese Saison die 40000 Punkte-Marke schaffen würde, war klar. Einen würdigeren Rahmen hätte es kaum geben können. Samstagabend in der heimischen Arena der LA Lakers gegen den Titelverteidiger Denver Nuggets. Zehn Punkte brauchte er vor dem Tip off: Zum letzten Mal, dass er weniger als 10 Punkte in einer NBA-Partie erzielte, war 2007 (!) und vor mehr als 1300 Spielen. Im zweiten Viertel schaffte er es dann nach einem schönen Spin-Move. Was ich danach schön fand: Das Spiel ging einfach weiter, keine Konfettis, keine Ansprache. Das war noch anders, als er vor einem Jahr den Punkterekord von Karim abdul-Jabbar geknackt hatte. Und dann hatte der drehbuchautor noch die makabre Idee und ließ die Lakers nach 46 Minute ausgeglichener Partie am Ende völlig zusammenbrechen, sodass die Nuggets mit 124:114 klar gewannen.
von Münchner Löwe | Feb. 27, 2024 | Allgemein, bundesliga, Fußball
Eines vorweg. Ich schätze Marcel Reif als Sportkommentator über die Maßen, fand ihn lange Jahre den besten der deutschen Zunft. Auch seine Meinungsfreude mag ich sehr, und meist bin ich mit ihm ziemlich kompatibel. Richtig berührend fand ich seine rede im Bundestag, wo er über seinen Vater und das 3. Reich sprach.
Aber schon die Tatsache, dass er ausgerechnet das springer-Medium sich erwählte, um zweimal in der Woche seine Meinung zum Fußball-Geschehen unter die Leute zu bringen, fand ich befremdlich. aber sogar das war zu ertragen, weil er sich auch vom unerträglichen Matthias Brüggelmann und Co nicht den Schnabel verbiegen lässt.
Um so ratloser, ja erschüttert (im Wortsinn) bleibe ich nach seiner fast schon fundamentalistischen Kritik an den Kritikern und ihre Weise ihrer Kritik des von der DFL geplanten Investors: nämlich die geworfenen Tennisbälle und anderes während eines Fußballspiels, die dieses bis zu einer halben Stunde unterbrachen.
Dass das extrem lästig war gerade auch für Stadionbesucher im Winter, konzediere ich sofort. Womit ich allerdings echte Probleme habe, dass dMarcel Reif allen Kritikern absprach, sich ernsthaft über die Zukunft des Fußballs Gedanken machen. Und dass viele vor allem die Art der Entscheidung kritisierten, nämlich das wohl entscheidende Votum von Martin Kind entgegen der klar formulierten Interesssen seines Vereins Hannover 96. Das „Wohl“ schreibe ich, weil die DFL mit voller Absicht eine geheime Wahl abhielt. Gewählt sei gewählt, und man könne eine Wahl doch nicht so lange wiederholen, bis einem das Ergebnis gefalle. Tja, im Prinzip stimmt das schon, doch
1. hat es vor der letztlich angegriffenen Abstimmung bereits eine Abstimmung gegeben, in der der Investor eben nicht die erforderliche Mehrheit der Delegierten fand
2. Die Wahl formal rechtmäßig sein muss. Siehe gerade Berlin, wo nach zweieinhalb(!) Jahren wiederholt wurde. Nun mag man juristisch drüber streiten, ob eine Stimme des Delegierten entgegen die Interessen des Vereins formal gültig ist oder nicht, moralisch steht das Ganze auf extrem tönernen Füßen. Und genau das haben die Entscheider (ein)gesehen und dass sie den Protest deshalb nicht aussitzen könnten.
In der Sendung nach der Entscheidung blieb Reif bei seiner Meinung: Die Fans haben die Bundesliga in die finanzielle Steinzeit zurückgebeamt, aber ohne Investor sei die Liga nicht mehr konkurrenzfähig, höchstens mit Nolland oder Portugal, aber bestimmt nicht mit der Premier League. Das mag stimmen, aber auch mit Investor wäre das nicht der Fall. Und schaue ich mir gerade die europäischen Wettbewerbe an, stehen insgesamt 5 Bundesligaclubs im Achtelfinale von Champions und Europa League, und außer RBL haben alle mehr oder weniger gute Chancen aufs Viertelfinale.
Richtig geärgert habe ich mich, dass Marcel Reif durchklingen ließ, dass der nächste Protest nicht lange auf sich warten lässt, weil die Protestler jetzt Rückenwind haben, mehr und mehr einfordern und es ja noch genug Tennisbälle gibt. Natürlich, viele wollen gar keine Änderungen, aber dieser Protest war deshalb erfolgreich, weil er
1. sehr gut koordiniert war
2. Es nicht zum Äußersten, also Spielabbruch kam, weil alle Beteiligten die Grenzen kannten und einhielten und außerdem die Unparteiischen sehr gut die Problematik handhabten
3. und am Wichtigsten: die Aktiven Protestler in der Sache und auch in der Art die Mehrheit der Schweigenden und ihr stilles Zustimmen hinter sich wussten.
Weil eben viele zwar durchaus auch finanziellem Fortschritt nicht abgeneigt sind, aber halt Bauchweh mit dem Investor haben. Wobei dieser bis dato kaum bis gar nicht beleuchtet wurde, und da gäbe es ziemlich kritische Punkte zu beleuchten.
Insgesamt also kein Ruhmesblatt von Marcel Reif. Ud es war leider erwartbar, dass dies ganz im Springerschen Sinn war, warum auch immer.
von Münchner Löwe | Feb. 23, 2024 | bundesliga, Fußball
Die Ereignisse haben mich überrollt. Da wollte ich einen hübschen Text schreiben, warum ich (offenbar) der Minderheit angehöre, die es für sinnvoll erachtet hätten, wenn Thomas Tuchel auch noch in der nächsten Saison Bayern-Trainer wäre, da kam die Meldung, dass zum Saison-Ende Schluss ist. Und zwar erst am Ende der Saison und nicht sofort, was angeblich mehr als die Hälfte aller Teilnehmer in einer Befragung befürworteten.
Ich versuche zu ergründen, was hinter genau dieser (Mittel)-Entscheidung stecken könnte.
Zuletzt also drei Niederlagen in Folge, ein ziemlich zerrüttetes Verhältnis zumindest zu den (vermeintlichen) Führungsspielern Thomas Müller und Joshua Kimmich. Wachsender Unmut. Nach menschlichem Ermessen ist die Meisterschaft weg, der Champions-League-Triumph ist zwar denkbar, doch den hat wohl niemand ernsthaft im Visier. Und mindestens Platz 4 in der Bundesliga, also die erneute Qualifikation für die Champions League, dürfte auch kein Problem darstellen angesichts von 10 Punkten Vorsprung auf Platz 5 und gar 17 auf Platz 6.
Es gibt also nicht mehr viel zu gewinnen und noch weniger zu verlieren, die Zeit für den sofortigen Wechsel würde sich also anbieten. Doch offenbar sehen die Verantwortlichen keinen idealen Kandidaten, der sofort verfügbar ist (und sich den FC Bayern antun will und erst recht nicht mitten in der Saison). Zinedine Zidane wäre frei, doch der spricht kein Deutsch, laut Stellenausschreibung aber unabdingbares Kriterium. José Mourinho wäre auch frei und lernt angeblich auch Deutsch, aber Mourinho und Bayern, so viel Popcorn gibt es nicht für dieses Theater. Abgesehen davon ist Mourinho nach etlichen Fehlversuchen (ManUnited, Roma) nicht vermittelbar und seine zynische Defensiv-Spielweise bei Bayern erst recht nicht.
Also wartet man: und zwar auf Xabi Alonso, den designierten Meistertrainer von Bayer Leverkusen, an dem er wesentlichen Anteil hätte. Ja, er war bei Bayern, aber erst in der Endphase seiner fantastischen Fußballer-Karriere. Warum soll Alonso zu den Bayern wechseln, auch oder vor allem wenn er mit Bayer Meister wird. Hier kann er vergleichsweise ruhig arbeiten, die Entscheidungswege sind kurz, Geld ist zwar nicht im Übermaß da, aber doch mehr als reichlich für seriöse Wünsche. Und die Mannschaft selbst ist noch längst nicht am Ende ihrer Entwicklung. Und sogar wenn Alonso Bayer und Leverkusen zu eng werden sollte, wofür es keinelei Anhaltspunkte gibt: Ihm stehen alle Türen offen, und die zwei Ex-Vereine, mit denen er seine wichtigsten Triumphe gefeiert hat, werden früher (FC Liverpool) oder später (Real Madrid) einen neuen Trainer brauchen, und da steht Alonso ganz oben auf der Liste.
Mich würde es also extrem wundern, wenn Xabi Alonso zu den Bayern als Trainer wechselt, erst recht schon zur nächsten Saison.
Das Gute am Weitermachen mit Tuchel: Er kann jetzt ohne Rücksicht auf Befindlichkeiten und Namen seine Vorstellungen bringen. Und die Spieler sind befreit, sie sehen ein Ende ihrer Leidenszeit. Also eine lahme Ente, die trotzdem Beine machen kann.
Außerdem wüsste ich erst mal keinen Namen, der auf all die Begehrlichkeiten und Befindlichkeiten wirklich passt. Zumal der FC Bayern sich gerade nicht als Trainer-Verein darstellt. das war er eigentlich noch nie, aber seit dem Abgang von Pep Guardiola 2016 gleicht der Trainerstuhl eher einer Drehtür. Es haben sich namhafte Männer versucht, wenn ich das noch richtig zusammenkriege …: Carlo Ancelotti, Niko Kovac, Hansi Flick, Julian Nagelsmann und eben jetzt Thomas Tuchel. Keiner mehr als zwei Jahre. Sie alle sind mehr oder weniger gescheitert wegen Erfolglosigkeit (jede Saison neben der gottgegebenen Meisterscxhaft, aber ohne die Champions League gilt ja schon als Misserfolg und wenn schon, dann scheitere man wenigstens an Manchester City oder Real Madrid, aber bitte nicht gegen Villarreal oder Atlético Madrid. Und sogar mit Erfolg wie Hansi Flick, der 7 Titel holte, aber entnervt von der Geschäftsführung (damals noch Salihamidzic und Kahn) das Weite suchte, und die schien mit der deutschen Nationalmannschaft auch sehr attraktiv, zumindest bis Katar 2022 …
Die Geschäftsführung, und da komme ich zum eigentlichen Problem. Auf die kann sich nämlich niemand verlassen bzw kann sich niemand darauf verlassen, dass sie auch wirklich etwas zu sagen hat. Und das liegt an der grauen Eminenz des Vereins, des Patrons, ohne den nichts geht. Nämlich Uli Hoeneß und seinen willfährigen Domestiken und viel mehr Karl-Heinz Rummenigge. Die können nicht loslassen. Gerade Uli Hoeneß. Seine Verdienste um den Verein wird niemand bestreiten. Er führte den Club zur absoluten Spitze in Europa und damit auch der Welt. Dass die Bayern den anderen zumindest deutschen Clubs so haushoch überlegen sind, liegt auch an Hoeneß. Und spätestens seit das neue Stadion abbezahlt ist und die Bayern Alleineigentümer sind (ein Münchner Löwe kann da nur seufzen angesichts von so viel blauer Unfähigkeit und Hochmut), fließt das Geld praktisch von alleine. Die Megafirmen streiten sich um Anteile, die Champions League und damit 70+x Millionen/Jahr sicher) ist praktisch garantiert. Und genau der Umstand, dass auch schwerwiegende Fehler in der Transferpolitik ohne sportlichen Niedergang einhergehen können, macht für Fehler anfällig. Man nehme die drei gegenwärtigen Innenverteidiger deLigt, Kim und Upamecano, die insgesamt mehr als 200 Millionen Euro gekostet haben, sehe ich das Abwehrverhalten (wahrlich nicht nur dieser drei) an, und versteht, was ich meine. Sicher: Jeder für sich ist ein sehr guterSpieler und für sich allein der Transfer sogar sinnvoll trotz des Preises. Aber eine Mannschaft ist halt viel mehr als nur die Summe aller Einzelspieler. Und keiner hat bei den Bayern einen echten Leistungssprung gemacht, was auch an den dauernden Trainer- und Systemwechseln liegt
Und warum dann Tuchel noch ein weiteres Jahr? Zum einen bin ich der Meinung, dass Konstanz gerade auf dem Posten des Cheftrainers extrem wichtig ist. Zum anderen wird niemand die Fachkompetenz von Tuchel ernsthaft in Zweifel ziehe, okay die Kimmichies schon. Natürlich gilt das nur, wenn die Forderungen des Trainers erfüllt werden, und sei es die ominöse und von ihm erfundene „Holding Six“, die es zu verpflichten gilt. Mit dem ab März wirkenden Sportdirektor Max Eberl kommt auch ein frischer Wind in den verein, der Hoeneß und Rummenigge hoffentlich wieder in den verdienten Ruhestand als wohlwollende, aber nicht eingreifende Beobachter zurückbläst. Ich fände es halt sehr spannend und letztlich auch erfolgsversprechend, wenn Tuchel mal machen dürfte. Und by the Way, die Münchner haben zurzeit in der Liga mehr Punkte gesammelt als in den vergangenen Jahren zum gleichen Zeitpunkt, und nur wg Bayers unwirklichen Erfolgslauf ist man aus dem Meisterrennen.
Aber natürlich gibt es ein paar Tücken. Ein Rebuild der Mannschaft ist praktisch unmöglich. Das liegt an den 20 Millionen+x Euro/Jahr, die Spieler wie Kimmich, Goretzka und andere bis mindestens 2025 sicher verdienen. Ein Abgang vor Ablauf der Vertragszeiten ist also unwahrscheinlich. Aber sogar die Bayern haben nicht unendlich Geld, siehe auch oben, die Verteidiger … Und die paar Spieler, die den hohen Ansprüchen Tuchels an eine Holding Six stellt, sind äußerst rar und dementsprechend teuer, wenn sie denn zu haben sind.
Bayern trennt sich also von Tuchel, Stand jetzt zum Saisonende. Scheidet der FCB aber Anfang März gegen Lazio aus, dürfte sich das Thema dann schon erledigt haben. Oder gar schon bei einer Niederlage am Samstagabend gegen Red Bull Leipzig. Schaun mer mal, dann sehn wirs schon.
von Münchner Löwe | Feb. 19, 2024 | Allgemein, basketball, bundesliga, Fußball, Handball, NBA, Olympia, Schwimmen, ski alpin, Wintersport
Mut zu Lücke heißt meine Devise, sonst komme ich zu überhaupt keinem Ende mehr angesichts der Vielfalt der Geschehnisse.
Ach Tuchel
Eine Woche zum Vergessen der Bayern mit der Niederlage beim VfL Bochum gestern fast als negativen Höhepunkt. Okay, sie hatten diesmal sogar Torchancen und haben sogar 2 Tore erzielt und mit ein bisschen mehr Spielglück auch einen Punkt oder gar einen Sieg schaffen können. Aber insgesamt war das wieder extrem wenig nach der guten Anfangsviertelstunde. Und einige Spieler sind halt in einer veritablen Formkrise wie zB Harry Kane, der in der Verfassung der Hinrunde gestern mindestens 3 Tore geschossen hätte.Undfassbar sein Fehlschuss frei vor Riemann, der jedem Football-Kicker Ehre gebracht hätte. Er liebäugelt angeblich ja mit einer NFL-Karriere nach dem Fußball. Dazu die üblichen Tuchelschen Fehler. Warum um Himmelswillen kam Tel erst in der 79. Mnute. Der hat in seiner kurzen Eissatzzeit für extrem viel Alarm gesorgt genauso übrigens wie auch Sané, der ebenfalls viel zu spät zum Einsatz kam.
Thomas Müller und Joshua Kimmich bestätigten allerdings mit ihrer mehr als mauen Leistung nachträglich Tuchels Entscheidung vor einer Woche, sie bei Bayer nicht von Anfang an zu bringen.
Schaut man rein auf die Zahlen, stehen die Münchner mit 50 Punkte, einem zumindest zurzeit sicheren Platz 2 und einem tollen Torverhältnis gar nicht so schlecht da. Aber Bayer Leverkusen spielt halt eine fast unwirklich gute Saison. Aber jetzt geht halt gerade gar nicht mehr, und keiner symbolisiert das wohl mehr als Upamecano, der in 2 Spielen in Rom und Bochum durch völlig unsinnige Aktionen im eigenen Strafraum zwei Elfmeter verursachte und jeweils Gelb-Rot sah. Vielleicht ganz gut für ihn und die Münchner, dass er jetzt gegen RB Leipzig und später im Rückspiel gegen Lazio pausieren muss.
Tuchel fand die Niederlage sehr ungerecht. Witzig, dass er diesmal die expected Goals und so bemühte. Von denen war gerade bei der Bayer-Partie, als sie knapp über 0 lagen von ihm weniger die Rede … Offenbar darf er jetzt sogar im Amt bleiben auch mangels Alternativen und weil die Bayern nicht jedes Frühjahr den Trainer rausschmeißen wollen. Aber es knirscht schon gewaltig und die Tuchelsche Art, seine Spieler zu kritisieren wie zuletzt Tel trägt nicht gerade zur Verbesserung des Binnenklimas bei. Und dabei schließe ich Tuchels abgeblichen Satz „ihr seid nicht so gut, wie ihr denkt“ ausdrücklich gar nicht mit ein, weil der mir doch reiclich unbestätigt scheint
Bayer hat auch die hohe Hürde Heidenheim, zuletzt acht Spiele in Folge unbesiegt, genommen. Acht Punkte Vorsprung hat das Team, alle Trümpfe für den ersten Meistertitel in der Hand. Sie müssen nur bei ihrer Maxime Spiel-für-Spiel bleiben. Gerade das gerade aufploppende Thema „keine Niederlage in der Saison?“ darf für die Truppe überhaupt kein Thema sein. Da habe ich bei Trainer Alonso aber auch wenig Bedenken.
Mainz, wie es siegt und bangt
Ein sehr lebhaftes Lebenszeichen haben die Rheinhessen im Abstiegskampf von sich gegeben mit dem erkämpften 1:0 gegen den FC Augsburg. Trainereffekt mit dem gerade geholten Bo Hendrickson. Mal sehen, wie nachhaltig der ist. Jetzt geht es am Freitag nach Leverkusen. Erwähnenswert ist die Partie noch leider wegen dem attentat-mäßigen Foul von Augsburgs Pedersen, für das er vollkommen zu recht Rot sah und hoffentlich für lange Zeit aus dem Verkehr gezogen wird. Will niemand sehen.
Union und Bochum haben sich erst mal aus der größten Gefahrzone entfernt mit ihren Siegen in Hoffenheim und gegen Bayern. Köln, Mainz und Darmstadt kämpfen realistisch gesehen nur noch um den Relegationsplatz. Gladbach sollte aber mal wieder punkten, möglichst dreifach, um din den Strudel gar nicht erst zu geraten
Zu den Protesten mit Tennisbällen habe ich bereits gestern einen Text fabriziert.
https://blickueberdenteich.de/ein-versuch-ueber-tennisbaelle/
Hübscher Rekord, aber wen kümmert es?
All-Star-Weekend jetzt auch in der NBA, nämlich in Indiana aber in aller gebotenen Kürze. Am unterhaltsamsten war noch der Dreier-Wettstreit zwischen Steve Curry und Sabrina Ionescu von der WNBA, das Curry mit 29:26 für sich entschied. Ionescu sammelte dafür genau so viele Punkte wie der spätere Sieger Damian Lillard beim eigentlichen Dreier-Contest. Geradezu erbärmlich war der Dunk-Wettbewerb. Bezeichnend, das diesen mit Mac McClung ein Spieler gewann, der in der Saison in der NBA keine Rolle spielt.
Das eigentliche All-Star-Spiel Ost gegen West entschied der Osten mit 211:189 für sich. Erstes Mal über 200 Punkte, Verliererteam mit den meisten Punkten so viele Dreier wie noch sowie weitere Rekordeund und … Kurz reingeschaut, natürlich nur relive, sogar beifällig über Lokalmatador Tyrese Haliburtons Dreierserie und am Ende noch mal geschaut, wer denn gewonnen hat und MvP wurde. Damian Lillard und nicht Haliburton, was einige der Indiana-Pacers-Fans mit Pfiffen quittierten. So geht Fairness.
Frankreich und Norwegen top – die Deutschen ordentlich.
Gestern ging die extrem stimmungsvolle Biathlon-WM in Nove Mesto zu Ende mit den Massenstarts, die fast planmäßig eine Französin (Justin Braisaz Bouchet und ein Norweger (Johannes Tignes Boe) gewannen. Am Ende holten die Franzosen 6 Titel und die Norweger 4. Nur die Italienerin Lisa Vitozzi im Einzel bei den Frauen und die schwedische Männerstaffel brachen in die französisch-norwegische Titelphalanx ein. Boe hält nun bei 20 WM-Goldmedaillen, soviele wie sein Landsmann Ole Einar Björndalen. Julia Simon holte gleich 4 Titel
Die Deutschen gewannen am Ende 3 Medaillen, nicht schlecht aber angesichts der Vorleistungen dann doch enttäuschend. Das Gemurre über schlecht laufende Ski wollte die ganze Zeit nicht verstummen, aber auch am Schießstand lief keineswegs alles rund. Fantastisch ist natürlich die Geschichte der Sophia Schneider, die am Samstag schon im Bus nach Hause saß, ehe sie davon erfuhr, dass sie die kurzfristig erkrankte Franzi Preuß bersetzen müsste. Sie tat das sogar als verantwortungsvolle Schlussläuferin und sicherte ihrem Team die Bronzemedaille.
Kasai punktet
Der Skisprung-Weltcup in Sapporo brachte ein schier unglaubliches Ergebnis. Der 51-Jährige Noriaki Kasai schaffte es nicht nur ins nationale Kontingent. Er überstand beim 2. Springen auch die Quali sowie den 1. Durchgang und sammelte als 30. einen Punkt, immerhin vor Leuten wie den slowenischen Mansnchafts-Weltmeister Timi Zajc und dem Deutschen Pius Paschke. Es siegten die Österreicher Stefan Kraft am Freitag und Manuel Fettner am Samstag.
Und sonst?
1. Eine Schwimm-WM in Katar. Allerdings fehlte wegen Olympia im Sommer ein Großteil der Weltelite, sodass sie ein ziemliches Muster ohne Wert ist. Isabell Gose gewann drei Medaillen. Ihr faszinierendes 1500-Meter-Rennen mit einem Zweikampf gegen die am Ende knapp siegreiche Italienerin Quagliarella war nicht nur aus deutscher Sicht ein Höhepunkt. Gose ärgerte sich sehr über den verpassten Titel, denn bei Olympia kommt die vermeintlich unschlagbare Katie Ledecky wieder zurück. Der Chinese Pan Zhanle schaffte als Startschwimmer der 100-m-Staffel den einzigen Weltrekord der Veranstaltung. Zumindest ich kann die Leistungen und was sie für Paris bedeuten nicht wirklich einordnen.
2. Eine Eisschnelllauf-WM auf dem „Sahneeis“ von Calgary, mittlerweile auch schon 36 Jahre alt. Naja nicht das Eis, aber die Halle wurde für Olympia 1988 errichtet. Lief bei mir völlig unter dem Radar. Jordan Stolz aus den USA sammelte gleich 3 Titel über 500, 1000 und 1500 Meter, ein bemerkenswertes Triple. Und der Kerl ist erst 19 Jahre alt.
3. Ein Ösi-Sonntag bei den Alpinen. Die so gebeutelte Skination, noch kein (!) Abfahrtssieg bei den Männern diese Saison, schaffte 2 Erfolge durch Vincent Kriechmayr im Super-G in Kvitfjell und und Stephanie Venier im Super-G von Crans Montana. Kriechmayr holte am Samstag mit Platz 2 in der Abfahrt den ersten Podestrang in dieser Disziplin für Rot-Weiß-Rot. Die deutschen Männer praktisch inexistent. Beim Saisonfinale der besten 25 fehlen sie sowohl in der Abfahrt als auch bei den Männern. Und die Frauen haben auch nur eine Kira Weidle. Wenn die nicht nach vorn fährt wie am Sonntag mit Platz 9, sieht es zappenduster aus. Emma Aicher ist ja ein sehr hoffnungsvolles Talent, aber grade mal wieder nicht in Form
In Abwesenheit von Mikaela Shiffrin konnte sich Lara Gut-Behrami mit einem Sieg und einem 3. Platz in 2 Abfahrten sowie einem 6. Platz im Super-G absetzen. Premierenerfolg in der 2. Abfahrt für Marta Bassino. Und beim Super-G der Männer blieben die ersten 31 innerhalb von einer Sekunde. Der 31. blieb also mit nur 0,99 Sekunden ohne Punkt, das hat es im Weltcup noch nie gegeben.
4.In einem dramatischen Spiel verlor der SC Magdeburg mit 27:28 bei Hannover Burgdorf und kassierte in der Handball-Bundesliga die erste Niederlage. Spitzenreiter sind damit die Füchse Berlin mit 2 Punkten Vorsprung. Jetzt können sie ernsthaft von der Meisterschaft träumen, jetzt aber eine schwere Auswärtshürde bei Flensburg-Handewitt.
5. Und doch was zu feiern bei Bayern: nämlich den Pokalsieg der Basketballer mit zwei letztlich ungefährdeten Siegen im Final Four in München gegen Brose Bamberg und ratiopharm Ulm. In der Form auch klarer Meisterschafts-Favorit.
Ganz am Ende noch eine sehr traurige Nachricht: Der Kenianer Kelvin Kiptum, Weltrekordler im Marathonlauf, ist im Alter von nur 24 Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Er hätte dieses Jahr höchstwahrscheinlich die 2-Stunde-Marke geknackt. Verdammtes Autofahren in Kenia, ja ganz Afrika.
Die Wochenvorschau folgt …
von Münchner Löwe | Feb. 17, 2024 | bundesliga, Fußball, sportpolitik
Die gute Nachricht zuerst. Auch heute (Stand 18.30 Uhr) sind alle Spiele in der 1. und 2. Bundesliga beendet worden. Doch wieder flogen Tennisbälle, fuhren ferngesteuerte Autos sogar mit Pyrotechniküber den Rasen. Wieder standen einige Partien vor dem Abbruch, aber eben nur kurz davor, weil die Schiris Geduld zeigen und es auch von den Fans nicht zum Äußersten geht. 20 bis 25 Minuten scheinen gerade eine Schmerzgrenze zu sein. Für mich war das heute in einer ansonsten mal wieder recht lahmen Konferenz ein neuer Spannungsmoment. Der Übersicht allerdings ist es nicht dienlich, wenn die Spiele zu einem so großen Zeitunterschied abgepfiffen werden.
Und noch eine gute Nachricht: Widerliche Fadenkreuzplakate, in denen eine bestimmte Person abgebildet wurde wie vergangene Woche Martin Kind von den eigenen 96er-„Fns“, hab ich nicht gesehen. So eine entwürdigende Entgleisung gibt es auch gar nichts zu beschönigen, wie das in der vergangenen Woche ein Fanvertreter im Doppelpass versucht hat. Auch wenn das kein Aufruf zum Mord ist, wie die Bild etwa geifert, eine strafwürdige schwere Beleidigung ist das allemal. Und das Gefasel, das Fadenkreuz sei nunmal das Kennzeichen des Protestes allgemein gegen die Professionalisierung des Fußballs, finde ich niur noch hanebüchen. Warum nicht zugeben, dass man damit weit übers Ziel hinausschießt und es zudem der Sachen absolut nicht dienlich ist.
Ansonsten kann ich die Proteste gut verstehen. Die Art und Weise, wie die DFL ihren Investor an Land ziehen will, ist immer noch sehr intransparent. Sie hat keine offene und nachvollziehbare Abstimmung gemacht, sondern eine Geheimabstimmung abgehalten. Doch diejenigen, die abgestimmt haben, hatten eigentlich jeweils einen klaren Stimmauftrag ihrer Vereine, und jetzt weiß niemand (zumindest offiziell nicht), wer wie abgestimmt hat und ob alle ihren Vereinsvoten gefolgt sind.
Dann ist es natürlich ultrablöd für die DFL gelaufen, dass die erforderliche 2/3-Mehrheit auf die Stimme gerade so erreicht wurde mit 24 Ja-Stimmen und zumindest sehr große Indizien dafür sprechen, dass zumindest Martin Kind nicht im Sinne seines Vereins Hannover 96 mit Ja gestimmt hat: Das wäre aber ein klarer Verstoß zumindest intern gegen die von der DFL angeblich so heilige 50+1-Regel (kein Investor oder Einzelperson oder Werbe-Gremien dürfen eine Mehrheit haben), diese bleibt dem Mutterverein.
Die Proteste zeitigen Wirkung. Einige Clubs drängen auf eine neue, dann transparentere Abstimmung. Juristisch scheint die DFL sogar auf sicherem Boden, weil sich das Innenverhältnis Kind/Hannover nicht aufs Außenrhältnis, also die Gültigkeit der Abstimmung, haben soll. Schon das finde ich offen gesagt zumindest strittig, denn im allgemeinen Vertretungsrecht, remember meine 1. Jura-Hausarbeit im Frühjahr 1985 (seufz) ist zumindest dann der Makel dann von Belang, wenn die andere Vertragspartei davon Kenntnis hatte. Und 1. wusste die DFL, also der Vertragspartner, wie die Meinung der 96-Mitglieder ist, sie wusste, dass ihr Vertreter Martin Kind ein Befürworter des Inverstors ist. Was sie nicht positiv weiß und offensichtlich auch nicht wissen wollte ist, wie letztlich Kind tatsächlich gestimmt hat. was ich nicht weiß, ob sich das so 1 zu 1 aufs Vertrags- oder Stimmrecht übertragen lässt
Klar muss doch jeden sein, dass der Investor, es ist ja nur noch ein Kandidat übriggeblieben, mit dieser Bürde ein riesiges Handicap hat, weil das Mandat nicht eindeutig ist. Und auch wenn es juristisch vielleicht sogar schwierig ist: Angesichts der immensen Bedeutung dieser Abstimmung, sie wirkt 20 Jahre nach, muss doch doch alles getan werden, damit nicht der Hauch eines Zweifels am richtigen Zustandekommen der Entscheidung dazu besteht, und damit meine ich nicht nur juristisch sattelfest, sondern auch moralisch. Und die habe nicht nur ich extrem große Zweifel.
Noch ein Nebengeräusch
Sky, dem derzeitigen Rechteinhaber der Konferenz, können diese zeitversetzt endenden Spiele überhaupt nicht gefallen. Bisher konnte man in der Pause vor und nach der Analyse, die aufgrund ihrer erbärmlich kurzen Dauer von höchstens 2 Minuten diesen Namen eh nicht verdient hat, einige Werbesports zeigen. Kann man ja immer noch, aber die Zuschauer können jetzt zu einem noch laufenden Spiel indie Einzeloption wechseln. Das werden sich die Werbepartner nicht mehr lang anschauen.
Interessant wird das vor allem deshalb, weil im Frühjahr die die Fernsehrechte ab 2025 vergeben werden. Da könnte ich mir vorstellen, dass, wenn nicht sogar schon geschehen, die Werbepausen ohne Konkurrenz zu laufenden Spielen zu geschehen haben. Zumindest ich als Firmen-Verantwortlicher würde mir das in den Vertrag einschreiben lassen.
Es bleibt also spannend. Vielleicht kann man ja wetten, wann die Proteste aufhören, ob die DFL einknickt, ob de letzte vebliebene Interessent auch noch abspringt ode ob es gar zu einem Spielabbruch kommt.
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