Tag der Superschützen

Blick über den Teich, NBA

Das erste Team steht mit den Timberwolves in der 2. Runde. Einige Scharfschützen standen im Blickpunkt.

Philadelphia 76ers – New York Knicks 92:97 (1:3)
Was für ein Fight! Das Ergebnis 92:97 sagt schon alles. Jeder Ballbesitz war umkämpft, leichte Körbe praktisch ausgeschlossen. Dazuz eine fanatische Stimmung in Phillie, mit einer lautstarken Knicks-Fraktion. Das war schon was fürs Basketballherz.
Die Sixers lagen drei Viertel vorn, aber nie höher als mit 9 Punkten. Immer wenn ich glaubte, sie wärden sich absetzen, kamen die Knicks wieder heran. Und im Schlussabschnitt errangen sie die Führung. . Problem bei den Sixers. Von der Bank kommt praktisch nichts. Warum Bobby Hield nicht spielt, würde ich aber schon gerne mal wissen.

Mann des Tages
Jalen Brunson, der das Zeug zum Franchise-Spieler hat. 47 Punkte, Team- und Karriere-Bestwert für Play-off-Partien, dazu 10 Assists. Immer ein Gefahrenherd – praktisch ohne Pause.

Stark trotz der Niederlage
Mal wieder Joel Embiid und Tyrese Maxey. In mancen Szenen hat man schon gesehen, dass er nicht völlig fit ist und paar Drives zum Korb nicht wagt.

🇩🇪Deutsche Brille👓
Isiah Hartenstein legte zwar in der Offensive diesmal nicht so spektakuläre Zahlen auf, ist aber mit seiner Große und seinem Einsatz ein enorm wichtiger Faktor.

Ausblick
Die Serie wandert zurück nach NY in den Garden. Ich glaube nicht mehr so richtig an eine Wende, ddafür scheint mir die Tiefe der Sixers nicht tief genug. Und wenn ich ehrlich bin, kann ich auf die furchtbare Orgelbegleitung in Philadelphia verzichten …

Dallas Mavericks – Los Angeles Clippers 111:116 (2:2)
Historisches lag in der Luft, denn die Mavericks waren drauf und dran einen 31-Punkte-Rückstand mitte des 2. Viertels noch zu drehen. Sie führten sogar im Schlussabschnitt, mussten sich dann doch den Clippers beugen, die im Dallas-Hexenkessel die Nerven behielten, auch weil Luka Doncic mit 5 Fouls belastet in der Defensive nicht mehr wirklich eingreifen konnte. Bis dato war er in der Verteidigung so engagiert, wie ich ihn selten gesehen habe. Die Clippers konnten dagegen den Ausfall von Kawhi Leonard gut kompensieren.

Mann des Tages
Hat diesmal 2 Köpfe, die beide 33 Punkte sammelten: Paul George brillierte in der ersten Halbzeit mit 26 Punkten, hielt sich danach aber seltsam zurück.. James Harden war Garant dafür, dass die Partie für die Clippers nicht gänzlich aus dem Ruder lief.12 von 17 Versuchen traf er und war von den Mavs kaum zu stoppen.

Stark trotz der Niederlage
Kyrie Irving brachte die Mavs erst wieder auf Kurs. Im ersten Viertel ohne Punkt, war er danach von den Clippers überhaupt nicht m,ehr zu stoppen und brachte es letztlich auf 40 Punkte. Eigentlich hätte er am Ende jeden Ball bekommen müssen, doch es ist halt ein Mannschaftssport mit Luka Doncic. Und der traf halt nur einen von 9 Dreierversuchen.

🇩🇪Deutsche Brille👓
Maxi Kleber durfte für die Mavs 22 Minuten ran. Er nahm einen Wurf und traf für 3 Punkte. So was nennt man effizient, aber warum eigentlich nicht öfter? Daniel Theis spielte erneut nicht. Die Clippers-Center Ivica Zubac und Mason Plumlee genießen den Vorzug, und gerade Plumlee steuerte in der hektischen Schlussphase wichtige Punkte bei.

Ausblick
Die Clippers haben wieder den Heimvorteil zurück. Ich sehe die Chancen trotzdem weiter bei 50 zu 50. Wäre halt günstig für die Mavs, wenn sie den Anfang nicht wieder so verschlafen wie bei den Niederlagen in Spiel 1 und 4. Leonard wird wohl in Spiel 5 fehlen, aber er war bisher eh nicht der wichtige Faktor in der Serie.

Indiana Pacers – Milwaukee Bucks 116:113 (3:1)
Schon vor dem Anwurf lagen die Bucks fast schon aussichtslos zurück. Neben Giannis Antetokuonpo fehlte auch der 2. Superstar Damian Lillard. Und sehr früh im Spiel wurde dann auch noch Bobby Portis mit gleich zwei technischen Fouls nach einer Rangelei mit Andrew Nembhard von der Partie ausgeschlossen. Und doch hielten die Bucks die Partie lange offen, führten zur Pause sogar mit 3 Punkten. Doch da auch Khris Middleton angeschlagen war und die Kräfte langsam weniger wurden bei den Gästen, kamen die Pacers immer besser in Fahrt und sicherten sich letztlich ungefährdet den Sieg

Mann des Tages
Myles Turner ist der X-Faktor der Serie, der mit seinen Dreiern (7 von 9) die Bucks vor unlösbare Aufgaben stellte. Insgesamt punkteten 6 Spieler zweistellig. Tyrese Haliburton spielte zwar auch nur 32 Minuten, kam jedoch auf 24 Punkte, aber für ihn magere 4 Assists.

Stark trotz der Niederlage
Brook Lopez wehrte sich, solange die Kräfte hielten. 27 Punkte, 9 Rebounds. 12 von 18 vVersuchen landeten zwischen der Reuse, davon 3 von 5 Dreiern. Malik Beasley, in die Startformation gerückt, legte für ihn großartige 20 Punkte auf.

Ausblick
Es geht wieder nach Milwaukee, aber der Einsatz von Giannis und Lillard ist höchst ungewiss. Wenn erneut beide fehlen, dürfte sich das Ganze schon in Spiel 5 entscheiden. Ich bin kein Fan der Bucks, aber das ist schon ein wenig schade für die Serie.

Phoenix Suns – MINNESOTA TIMBERWOLVES* 116:122 (0:4)
Die Suns bäumten sich noch mal auf und hätten die vis fast zuletzt äußerst spannende und unterhaltsame Partie auch gewinnen können. Doch das Super-Dreigestirn Booker-Durant-Beal war nur ein Zweier, weil Bradley Bealeinen gebrauchten Tag hatte. Natürlich ist nie ein einzelner Spieler „Schuld“ an einer Niederlage, doch zwei furchtbare Ballverluste in der absoluten Schlussphase und ein unsinniges 6. Foul, das seinen Auftritt beendete, waren der Genickbruch für die Suns. Schade – ein 5. Spiel und noch mehr hätte diese Serie durchaus verdient gehabt.

Mann des Spiel
Anthony Edwards war der Beste unter vielen Guten bei den Wolves und erzielte brillante 40 Punkte, traf dabei 7 von 13 Dreiern.

Stark in der Niederlage
Bisher konnte Devin Booker seinen Stempel nicht so aufdrücken. Jetzt sammelte er 49 Punkte, traf 13 von 21 Würfen und 20 von 21 Freiwürfen. Auch Kevin Durant glänzte mit 33 Punkten, aber auch hier gilt: die Bank, die traurige Bank …

Analyse der Serie
Auf verdienten Aufstieg in die 2. Runde der Timberwolves gibt es hoffentlich keien zwei Meinungen. Sie sind sehr variabel, lästig in der Verteidigung und haben mit Anthony Edwards einen überragenden Spieler in Top-Form. Der Weg der T-Wolves muss noch nicht zu Ende sein, auch wenn (höchstwahrscheinlich die Denver Nuggets) schon eine Herausforderung sind.

Und die Ausgeschiedenen?
3 Stars, ein guter Center mit Jusuf Nurcic und vielleicht noch ein Eric Gordon (mal so, mal so): Diese Rechnung kann nur aufgehen, wenn alle Stars in Top-Form sind und diese auch aufs Parkett bringen. Theoretisch denkbar, aber in der Praxis ist es halt schiefgegangen.

 

 

 

 

Die Fabelhaften Wagner-Boys

Blick über den Teich, NBA und NHL

NBA

Orlando Magic – Cleveland Cavaliers 112:89 (2:2)
4. Spiel der Serie, 4. deutlicher Heimsieg. Und diesmal war es die Show von Franz Wagner, der jegliche Zurückhaltung ablegte und klar seine beste Play-off-Leistung zeigte. Dabei sah es zur Pause überhaupt nicht gut aus für die Magic, sie lagen 49:60 zurück. Doch ein überagendes 3. Viertel drehte die Partie komplett, die Cavs trafen nichts, die Magic viel, also 37:10 und mehr als die Vorentscheidung.

Mann des Spiel
Unzweifelhaft Franz Wagner mit für ihn grandiosen Zahlen: 37 Punkte, 13 Rebounds, Wurfquote 13 von 17, und er traf sogar zwei seiner 3 Dreierversuche. Überhaupt war die Dreierquote der Magic für ihre Verhältnisse überragend mit 12 von 26.

Stark trotz der Niederlage
Center Jarret Allen bereitete den Magic gerade in der 1. Halbzeit viel Kopfzerbrechen und sammelte letztlich 22 Punkte und 9 Rebounds. Donovan MItchell war diesmal kein Faktor und leistete sich gar 6 Turnover

🇩🇪Deutsche Brille👓
Neben Franz trumpfte auch sein älterer Bruder Moritz auf, gar nicht so wegen seiner Zahlen, sondern weil er immer viel Energie von der Bank bringt.

Ausblick
Die Magic brauchen unbedingt einen Auswärtssieg. Die Frage wird sein, ob sie ihre Heimstärke jetzt auch nach Cleveland bringen. Dann sehe ich schon fürs 5. spiel gute Chancen. Doch der Heimvorteil der Cavs wiegt gerade in dieser Serie schwer.

New Orleans Pelicans – Oklahoma City Thunder  85:106 (0:3)
Fast schon eine Demonstration und diese Asgeglichenheit: Die Thunder dominieren die Serie gegen die Pelicans fast nach Belieben.Die 1. Halbzeit war ja noch ausgeglichen, doch dann hatten die Pels nichts mehr entgegenzusetzen.Stück für Stück bauten sie den Vorsprung in der 2. Hälfte aus, am Ende resignierten die Pels, die Zion Williamson nicht ersetzen können. Und dann musste auch noch der zweite Big Man Jonas Valenciunas früh raus.

Mann des Tages
Um hier nicht immer Shai Gilgeous-Alexander zu erwähnen: Jalen Williams legte ebenfalls eine starke Partie hin mit 21 Punkten, 9 Rebounds und 5 Assists. dabei erlitt er im 1. Viertel eine Kopfverletzung, die ihn aber offenbar nicht behinderte.

Stark trotz der Niederlage
Brandon Ingram, lange verletzt, legte durchaus solide Zahlen auf. 19 Punkte (7/14).

Ausblick
Die Serie dürfte durch sein. Den Pelicans fehlen die Mittel gegen die Thunder. Und ein Shai kann immer noch viel zulegen. Vielleicht können die Pels den Sweep verhindern, mehr ist aber nicht drin.

Miami Heat – Boston Celtics 84:104 (1:2)
Da war schlichtweg nix zu holen für die Heat, die nie an ihren Glanztag von Spiel 2 anknüpften.. So genügte den Celtics eine durchschnitlliche Leistung, um die Dinge wieder geradezurücken. Diesmal traf Miami eben nicht so überragend jenseits der Dreierlinie, und Boston hat enorm viele Waffen.

Mann des Spiel
Jason Tatum oder Jaylen Brown, das nimmt sich wenig im ohnehin sehr ausgeglichem Team. Tatum sammelte mehr Rebounds, Brown hatte die bessere Wurfquote. Und weil ich Tatum lieber mag …

Stark trotz der Niederlage
Am ehesten hielt noch Bam Adebayo dagegen, während ein Tyler Herro doch enorm abbaute im Vergleich zu Spiel 2.Der Center verbuchte 20 Punkte und 9 Rebound, davon 5 am offensiven Brett.

Ausblick
Die Celtics haben jetzt wieder alle Trümpfe in der Hand. Wahrscheinlich war Spiel 2 eher ein Betriebsunfall.

Los Angeles Lakers – Denver Nuggets 119:108 (1:3)
Hurra, die Lakers  leben noch, und wie. Diesmal brachten sie ihre Führung auch über die Zeit. Diesmal bekamen LeBron James und Anthony Davis die nötige Hilfe. 6 Spieler hatten 9+ Punkte, und sogar ein Hachimura traf einen dreier, den ersten dieser Serie. Bei den Nuggets kam dagegen von der Bank praktisch nichts, da reichen halt Jokic, Murray und Porter jr. nicht aus

Mann des Spiel
Anthony Davis. Immer präsent auf dem Parkett mit 25 Punkten und gleich 23 Rebounds. Lebron James auch stark (wieder mal 30 Punkte in einem sogenannten Elimination-Spiel, aber mE nicht so gut in der Abwehr.

Stark trotz der Niederlage
Nikola Jokic tat, was er konnte mit 33 Punkten und je 14 Assists und Rebounds, und auch Michael Porter Junior (27 Punkte) leferte mehr als sonst.

Ausblick
Die Lakers wissen jetzt, dass sie auch gegen die Nuggets gewinnen können (zuletzt 7 Niederlagen am Stück – und das, obwohl Jokic einen guten Tag hatte. Ob sie den Coup in der Höhe von Denver aber gleich zweimal wiederholen können, wage ich zu bezweifeln.

Ansetzungen heute:
19:00: Philadelphia 76ers – New York Knicks (1:2) DAZN
21:30: Dallas Mavewricks – Miami Heat (2:1) DAZN
01:00: Indiana Pacers – Milwaukee Bucks (2:1)
03:30: Phoenix Suns – Minnesota Timberwolves (0:3)

NHL
Sowohl die New York Islanders (gegen Carolina Hurricanes) als auch die Tampa Bay Lightning (Florida Panthers) vermieden das Ausscheiden ohne Sieg. Die Islanders brauchten dafür zwei Verlängerungen. den entscheidenden Treffer erzielte Mathew Barzel nach 81:25 Minuten mit seinem zweiten Tor der Partie.
Im Florida-Duell setzten sich die Lightning gleich mit 6:3 gegen die Panters durch. Brendan Hagel erzielte zwei Tore und leixstete einen Assist.
Die Boston Bruins schafften in Toronto den zweiten Auswärtssieg in Folge und führen nunmehr die Serie mit 3:1 an. Die Dallas Stars schafften einen äußerst mühevollen 3:2-Sieg in Overtime. Sie erspielten sich dabei Chancen zu Hauf, scheiterten aber immer wieder am überragenden Goalie Logan Thompson, der 43 Schüsse abwehrte. Wyatt Johnson traf mit seinem zweiten Treffer entscheidend.

Auswärtssiege bestätigt

Blick über den Teich, NBA

Die Dallas Mavericks und die Indiana Pacers haben nach ihren Auswärtssiegen bei den Clippers und den Milwaukee Bucks auch das 3. Spiel zu Hause gewonnen. Vor dem Aus stehen die Phoenix Suns, denen gegen die Minnesota Timberwolves sogar ein Sweep droht

Indiana Pacers – Milwauklee Bucks 121:118 OT (2:1)
Was für ein Thriller in Indy, da kommt kein Autorennen mit. Die Partie begann ja zumindest für deutwsche Nachteulen zu einer noch einigermaßen vernünftigen Zeit (23.30). Wer dann nach dem ersten ganz klaren Viertel für die Pacers sich doch zur Nachtruhe begab ohne Relive-Absicherung, hat einiges versäumt undn dürfte ein böses Erwachen gehabt haben. Im 1. Viertel spielten die Pacers die Bucks (ohne Giannis) in Grund un Boden und führten mit 18 Punkten. Noch dazu war Damian Lillard angeschlagen. Doch Schritt für Schritt kam Milwaukee näher, obwohl sie die Dreier nicht trafen (am Ende 33%). Doch sie hatten einen Khris Middleton, der eine unglaubliche Partie hinlegte und mit seinem Dreier Sekündchen vor der Schlusssirene die Overtime fixierte. Auch dort war er kaum zu stoppen. Fast tragisch für ihn, dass er am Ende den entscheidenden Wurf verfehlte.

Mann des Tages
Myles Turner, sonst eher im Schatten eines Siakam und Haliburton, legte eine tolle Partie hin mit 29 Punkten und 9 Rebounds. Er traf 4 von 10 Dreiern und sprang für den diesmal reichlich unauffälligen Pascal Siakam in die Bresche.

Stark trotz Niederlage
Die Untertreibung des Tages, denn Khris Middleton spielte vielleicht seine beste Partie in den Play-offs. Am Ende legte er 42 Punkte, traf 16 seiner 29 Würfe und angelte sich 10 Rebounds. Lillard spielte sichtlich angeschlagen, kam trotzdem aufn 28 Punkte

Ausblick
Auf keinen Fall schreibe ich die Bucks ab. Wenn Giannis zurückkommt und Damian Lillard einigermaßen fit ist, ist in dieser Serie alles möglich. Doch der kleine Vorteil liegt jetzt eben bei den Bucks

Dallas Mavericks – Los Angeles Clippers 101:90 (2:1)
Angesichts ihrer Möglichkeiten war es eine indiskutable Leistung des Star-Ensembles aus Kalifornien. Fast sinnbildlich war der furchtbare Auftritt von Russell Westbrook, der gerade mal einen Freiwurf traf, aber keinen seiner 7 Versuche aus dem Feld. Er kassierte zunächst ein technisches Foul und um 3. Viertel wurde er rausgeworfen – völlig zu Recht, acu wenn in den Play-offs eine härtere Gangart erlaubt ist. Schrecksekunde bei den Mavs, als Luka Doncic Ende des ersten Viertels mit schmerzverzerrtem Gesicht das Parkett verließ. Doch er kam wieder, hielt sich aber zurück und traf auch nur 3 seiuner 14 Dreier. Und doch war der Sieg spätestens im 3. Viertel besiegelt.

Mann des Tages
Kyrie Irving, der in der 2. Halbzeit das Heft des Handelns an sich riss und nach der Pause 19 seiner 21 Punkte markierte.

Stark trotz der Niederlage
Am ehesten noch Ivica Zubac, der sich als einziger Clipper gegen die Niederlage stemmte. Die Offensiv-Zahlen von Harden stimmen zwar, aber er leistete sich auch 5 Ballversuste und vertidigte nicht wirklich lustvoll. Und von einem Paul George ist noch am Positivsten anzumerken, dass er das gesamte letzte Viertel mit 5 Fouls auf dem Konto überstand.

🇩🇪Deutsche Brille 👓
Maxi Kleber durfte wenigstens 15 Minuten ran und trafseinen einzigen Wurf, und das auch noch als Dreier. Wieder nur auf der Bank saß Daniel Theis, der Himmel weiß warum, denn zumindest als Ersatz für Zubac kann er mE mehr einbringen als Mason Plumlee. Aber Coach Tyronn Loo verzichtet ja unverständlicherweise auch auf PJ Tucker und weitgehen auf Bones Hyland.

Ausblick
Meine Zweifel an den Clippers sind nicht weniger geworden, und das ist noch sehr vorsichtig ausgedrückt. Mir fehlt der Glaube, dass sie sich noch mal zusammenreißen.Theoretisch ist es natürlich möglich, dass Leonard, George und Harden alles einreißen.

Phoenix Suns – Minnesota Timberwolves 109:126 (0:3)
Für mich machen die Timberwolves bisher den stärksten Eindruck aller Teams in den Play-offs. Offensiv und defensiv schaut das schon sehr gut aus. Dass sie die vermeintlich so haarige Hürde Phoenix Suns bisher so souverän nehmen, überrascht wohl nicht nur mich. Sie sind extrem variabel und schwer auszurechnen (6 Spieler punkteten zweistellig. Sie kommen letztlich mit einer 7er-Rotation aus, und wenn alle Stricke reißen, dann übernimmt Anthony Edwards. Bis zur Pause konnten die Suns, frenetisch angefeuert von den Fans, noch einigermaßen mithalten, doch ein für sie deprimierendes 3. Vier. tel brachte die Entscheidung. Dabei kamen die Top-Stars Kevin Durant, Devin Booker und Bradley Beal alle auf 20+ Punkte.

Mann des Tages
Anthony Edwards legte 36 Punkte, 9 Rebounds und 5 Assists auf. Und der Auftritt ist sogar noch verbesserungswürdig, denn er traf nur einen seiner 5 Dreierversuche (insgesamt 12 von 23).

Stark trotz der Niederlage
Besagtes Top-Trio Durant, Booker und Beal enttäuschte nicht, aber es fehlte halt der Kick. Und Beal kam erst richtig in Fahrt, als alles zu spät war. Und im 3. Viertel sind sie alle untergegangen.

Ausblick:
Für die Suns wird es jetzt erst mal darum gehen, wenigstens ein Spiel zu gewinnen und noch mal nach Minneapolis zu dürfen. Aber ein 0:3 hat eben noch kein Team in 150 Versuchen aufgeholt, und ich sehe nicht, wie sich das gegen dieses Minnesota ändern kann.

Ansetzungen heute
19.00: Orlando Magic – Cleveland Cavaliers (1:2)
21:30: New Orleans Pelicans – Oklahoma City Thunder (0:2)
00.00: Miami Heat – Boston Celtics (1:1)
03:30: Los Angeles Lakers – Denver Nuggets (0:3)

 

Embiids Glanztag

Blick über den Teich, NBA

Die Nuggets stehen vorm Sweep, die Magic und Sixers machen ihre Serien spannend

Orlando Magic – Cleveland Cavaliers 121:83 (1:2)
Glanzvolle Heimpremiere in Play-offs  für die meisten Spieler der Magic. Der Erfolg gegen die Cavaliers stand letztlich nie in Frage. Während sich Orlando vor heimischen Publikum gegenüber den ersten beiden Spielen extrem steigerte, fiel Cleveland am Ende richtiggehend auseinander. Vor allem ihre Dreierquote war mit 8 von 34 erschütternd. Die Magic sind in dieser Disziplin auch kein Überteam (13 von 37), hatten aber insgesamt eine gute Wurfquote ((51,1 Prozent)eine gute

Mann des Spiels
Paolo Banchero war der beste unter vielen Guten und legte 31 Punkte und 14 Rebounds auf. Magic-Rekord für ein erstes Play-off-Spiel zu Hause und damit besser als ein Shaquille O´Neal. Großartig auch Jalen Suggs mit 24 Zählern.

Stark trotz der Niederlage
Am ehesten noch Center Jared Allen mit 5 von 6 Treffern aus dem Feld und 8 Rebounds

🇩🇪 Deutsche Brille 👓
In seinem ersten Play-off-Heimspiel kam Franz Wagner auf 16 Punkte und 8 Assists. Bestwert des Teams bei der +/–Bilanz mit +32. Mo Wagner diesmal nicht so auffällig mit nur 2 Punkte und immerhin 6 Rebounds.

Ausblick
Bisher 3 letztlich klare Heimsiege. Die Magic müssen jetzt auch Spiel 4 für sich entscheiden. Dann traue ich ihnen den notwendigen Auswärtssieg in Cleveland zu.

Philadelphia 76ers – New York Knicks 125:114 (1:2)
Diese Serie galt im Osten als die spannendste und hochklassigste, und wie es aussieht, werden die Erwartungen sogar übererfüllt. Bei knapper Führung von den Knicks zur Pause brachte ein nahezu perfektes drittes Offensiv-Viertel die Vorentscheidung. Für eine Play-off-Partie unglaublche 43 Punkte sammelten sie Sixers in diesen 12 Minuten. 17 ihrer 22 Würfe fanden das Ziel, davon 9 von 12 Dreierversuchen. Die Knicks hielten tapfer dagegen, doch die Sixers trafen auch die unmöglichsten Würfe

Mann des Spiels
Joel Embiid. Obwohl er an seiner halbseitigen Gesichtslähnmung leidet und auch an den Nachwirkungen seiner Knieverletzung. Was der Center ablieferte, war schlicht atemberauben. In besagten 3. Viertel traf er 4 von 4 Dreiern und 7 seiner 8 Würfe.. Am Ende standen für ihn 50 Punkte (Karriere-Bestwert in Play-offs) und 8 Rebounds. Aber es war die starke Mannschaftsleistung, die den Erfolg brachte.

Stark trotz der Niederlage
Jalen Brunson ist das Herz und de Kopf der Knicks und wehrte sich fast bis zuletzt. Er legte 39 Punkte und 13 Assists auf. Insgesamt lesen sich die Zahlen gut, aber diesmal halt nicht gut genug

🇩🇪 Deutsche Brille 👓
Isaiah Hartenstein hatte ein problematisches Spiel, weil er schnell in Foul-Schwierigkeiten kam. Deswegen nur 25 Minuten Einsatzzeit. Joel Embiid ist ja auch ein Meister darin, seinen Gegnern Fouls anzuhängen, wobei nicht jeder Pfiff für mich nachvollziehbar war. Starbonus halt. Immerhin verbuchte Hartenstein solide 14 Punkte, konnte aber nicht so aggressiv verteidigen wie üblich.

Ausblick
Die Frage stellt sich, ob die Sixers eine derartige Glanzleistung wie im 3. Viertel wiederholen können. Embiid jedenfalls scheint trotz seiner Handicaps der Mann zu sein, den es zu stoppen gilt. Aber gerade die erste Halbzeit, als Phillie „normale“ Werte hatten, zeigte die Klasse der New Yorker. Eine echte Prognose wage ich nicht.
Noch eine Anmerkung: Die Orgelbegleitung der Sixers bei Heimspielen ist mit Abstand die nervigste der Liga. Aber das ist wahrscheinlich der Sinn der Sache, die Gäste bis aufs Blut zu reizen.

Los Angeles Lakers – Denver Nuggets 105:112 (0:3)
Wie sich die Bilder gleichen. Erneut führten die Lakers zu Pause, lagen zwischenzeitlich mit 10 Punkten vorn. Um dann wie in den beiden ersten  Spielen stark nachzulassen. LeBron James und Anthony Davis sind auf die gesamte Partie schlicht zu wenig, vor allem wenn ein DÁngelo Russell nicht einen Punkt beisteuert bei auch nur 7 Wurfversuchen. Die Frage stellt sich, ob das so gewollt ist vom Coach oder es sich aus dem Spiel her ergibt. Und wenn dann ein James nur einen von 6 Dreiern trifft …
Die Nuggets dagegen zeigen, dass sie ein extrem homogenes Team vorne und hinten sind mit Nikola Jokic als Leuchtturm.

Mann des Spiel
Tatsächlich aber nicht Jokic, sondern erstaunliche Aaron Gordon, einer der X-Faktoren im Spiel der Nuggets. Er legte 29 Punkte auf und sammelte 15 Rebounds, davon 5 in der Offensive. Überhaupt waren die Nuggets an den Brettern klar überlegen (51:38).

Stark in der Niederlage
Anthony Davis. Wieder mehr als 30 Punkte und 15 Rebounds. Diesmal wusste auch Austin Reaves mit 22 Punkten zu überzeugen.

Ausblick
Für mich geht es letztlch nur noch um die Frage, ob die Nuggets sich die Serie in 4 oder 5 Spielen holen. Dass die Lakers in ihrer Verfassung jetzt 4 Spiele hintereinander gegen den Titelverteidiger gewinnen, glaubt wohl nicht mal der größte Fan.

Ansetzungen heute
23:30: Indiana Pacers – Milwaukee Bucks (1:1/DAZN) Die Bucks wahrscheinlich ohne Giannis.
02:00: Dallas Mavericks – LA Clippers (1:1)
04:30: Phoenix Suns – Minnesota Timberwolves (0:2)

 

Überraschung in Boston

Blick über den Teich, NBA und NHL

NBA

In der Nacht zu Donnerstag wurden die zweiten Spiele der acht Serien abgeschlossen. Die beiden Conference-Sieger hatten jeweils den Achten zu Gast, doch zur einer wurde seiner Favoritenrolle gerecht

Boston Celtics – Miami Heat 101:111 (0:2)

Von Beginn an war es ein enges Spiel, was auch daran lag, dass diesmal die Heat ihre Dreier sehr viel besser versenkten. Am Ende hatten sie insgesamt 23 verwandelt (Play-off-Teamrekord) bei nur 43 Versuchen. Und es war nicht der der eine Spieler, der heiß lief, sondern mehrere. Herausragend trotzdem Caleb Martin (5 von 6) und Tyler Herro (6 von 11). Im 3. Viertel konnten sich die Heat dann entscheidend absetzen auf bis zu 12 Punkte, und auch wenn die Celtics fast bis zuletzt nicht aufgaben, kamen sie nie mehr richtig heran. Für ihre Verhältnisse war die Dreierquote schwach (12 von 37). Auffallend noch die desaströse +/- Bilanz bei Kristian Porzingis (-32), Jalen Brown (-22 trotz 32 eigener Punkte) und Derrick White (-23), der erst im Schlussabschnitt mit zwei Dreiern und einem Dreipunktespiel (Zweier+Foul) richtig aufwachte.

Mann des Spiels
Schwer zu entscheiden bei der sehr ausgeglichenen Heat-Mannschaft. Tyler Herro (24 Punkte, 14 Assists) würde ich herausheben. Bam Adebayo war in der Defense hervorragend und am gegnerischen Brett immer eine Gefahr (21 Punkte)
Stark trotz der Niederlage
Jason Tatum machte zwar nicht so viele Punkte wie Jaylen Brown, war aber in der Defense verlässlicher. Er hatte ein +/- von +6. Schon ein signifikanter Unterschied zu Brown.
Ausblick
Spiel 2 muss die Blaupause für die Heat sein. Zu Hause können sie ihre schon gefürchtete „Heat Culture“, also besondere Play-off-Leistung, noch besser abrufen. Allerdings dürfte die Leistung in Boston schon fast das Maximum sein, während die Boston doch viel Luft nach oben haben, vor allem auch ein Kristian Porzingis, der in Spiel 2 überhaupt kein Faktor war.

Oklahoma City Thunder – New Orleans Pelicans 124:92 (2:0)
Nur gut die Hälfte des ersten Viertels konnten die Pelicans mithalten, auch wegen dem tollen Start von Jonas Velenciunas, der in den ersten 4 Minuten schon 11 Punkte aus sein Konto lud. Doch gegen die variablen und vor allem in der Defensive enorm schnellen und aggressiven Thunder hatte New Orleans dann kaum mehr etwas zu bestellen. Shai Gilgeous-Alexander hielt sich dabei im ersten Vietel noch vornehm zurück und kam „nur“ auf 7 Zähler. Umso treffsichere zeigte sich Rookie Chad Holmgren, der in der ersten Hälfte 20 Punkte beisteuerte. In der 2. Hälfte fielen die Pelicans dann zunehmend auseinander, am Ende kamen noch die Ersatzspieler hüben wie drüben zu Einsatzminuten, die sogenannte Garbage Time.

Mann des Spiel
Meine rein subjektive Meinung: Chad Holmgren mit am Ende 26 Punkten und 7 Rebounds. Was für ein toller Rookie, der allerdings wohl wegen Victor Wembanyama nicht Rookie of the Year wird. Also mein Trostpflaster, was ihn wahrscheinlich extrem freuen wird.
Stark trotz der Niederlage
Der unermüdliche Jonas Valenciunas und Herb Jones, der als einziger von der Dreierlinie eine Gefahr war (4 von 7), der Rest grausige 3 von 19
Ausblick
Mir fehlt die Fantasie, wie die Pelicans diese Serie gewinnen wollen. Wäre schön, wenn sie zu Hause zumindest ein Spiel gewinnen und zumit den Sweep verhindern. Dass sie dazu imstande sind, haben sie im knapp verlorenen Spiel 1 gezeigt.

Ansetzungen heute

Die jeweils dritten Spiele stehen an

01:00: Orlando Magic – Cleveland Cavaliers (0:2)
01:30: Philadelphia 76ers – New York Knicks (0:2)
04:00: Los Angeles Lakers – Denver Nuggets (0:2) DAZN (wie gnädig, dass ihr wieder hereinschaut)

NHL
Schwarze Tage für Kanadas Teams
Es setzte gestern und heute 4  Heimniederlagen, die die Ahorn-Teams gehörig unter Druck setzen. Gestern verloren die Winnipeg Jets gegen die Colorado Avalanche und die Vancouver Canucks gegen die Nashville Predators. Heute konnten die Toronto Raptors in Spiel 3 ihren Auswärtssieg gegen die Boston Bruins nicht bestätigen, sondern verloren mit 2:4. Und die Edmonton Oilers hatten gegen die ekligen Los Angeles Kings mit 4:5 in der Overtime das Nachsehen. Diese 4 Teams müssen jetzt zumindest einmal in der Fremde gewinnen, um weiterzukommen. Ich würde es ihnen angesichts der in Fanmeilen zu hauf mitfiebernden Fans so gönnen, egal ob in Winnipeg oder Edmonton.
Eine veritable Überraschung zeichnet sich auch noch ab. Die Dallas Stars, bestes Team der Western Conference, verloren auch ihr zweites Heimspiel gegen Titelverteidiger Las Vegas Knights. Jetzt folgen 2 Partien in der Wüste.
Mein Western-Conference-Halbfinale des Grauens wäre: Las Vegas, Los Angeles, Nashvillew und Colorado. Vor allem die ersten beiden und Eishockey kriege ich immer noch schwer zusammen.

Spiele heute
01:00: Tampa Bay Lightning – Florida Panthers (0:2) Sky
01:30: New York Islanders – Carolina Hurricanes (0:2)

 

Thrilla im Garden

Blick über den Teic, NBA

Die Montagsspiele in aller Kürze, weil schon lang her, aber doch bemerkenswert. Erneut nur Heimsiege, aber zumindest die in New York hätten die 76ers im Madison Square Garden bei den Knicks gewinnen müssen 96:94. Und die Lakers ebenfalls bei den Nuggets.

Cleveland Cavaliers – Orlando 96:94 (2:0)
Erneut eine enttäuschende Vorstellung der Magic, die einfach nicht ins Play-off-Rollen kommen. Wieder grauslig von der Dreierlinie (9:35). Von der Bank kam wieder außer von Mo Wagner wenig bis nichts.
Mann des Spiels
An Donovan Mitchell führt kein Weg vorbei. Er ist der dominante Spieler und macht bisher in der ziemlich mauen Serie den Unterschied aus.
Ausblick:
Jetzt zwei Heimspiele für die Magic. In ihrer Verfassung sind 2 Siege Pflicht, sonst ist spätestens in Spiel 5 Schicht im Schacht.

Denver Nuggets – Los Angeles Lakers 101:99 (2:0)
Am Ende war ausgerechnet der lange Zeit ziemlich blasse Jamal Murray, der den Nuggets mit seinen Wurf mit auslaufender Uhr (Buzzerbeater) den zweiten Sieg bescherte. Die Lakers hielten diesmal bis zm Schluss mit, auch dank LeBron James, den diesmal nicht die Kräfte verließen und allein im Schlussabschnitt 12 Punkte markierte. Diemal lag es vor allem Anthony Davis, der nach bis dato überragender Leistung keinen Punkt und nur einen Rebound zusammenbrachte. Im Spiel hielt die Lakers die gute Dreierquote von mehr als 43 Prozent, die Nuggets trafen dagegen nur 8 ihrer 34 Versuche jenseits der Linie.
Mann des Spiels
Nikola Jokic, dem das seltene Play-off-Kunststück gelang, jeweils 20+ Punkte und Rebounds beizusteuern udn dazu noch 10 Assists.
Stark trotz der Niederlage
Anthony Davis mit 32 Punkten und 11 Rebounds. Russell traf im ersten Durchgang 5 Dreier, aber von den anderen muss mehr kommen.
Ausblick: Wenn sich nicht noch ein vierter Spieler bei den Lakers findet, der vor allem James und Davis entlastet, sehe ich LA wenig Chancen. Wahrscheinlicher ist da fast schon ein Sweep.

New York Knicks – Philadelphia 76ers 104:101 (2:0)
Eis unfassbares Ende, das den Garden explodieren ließ. 12 Sekunden vor Schluss führten die Sixers mit fünf Punkten. Den Knicks gelang durch einen sehr Dreier von Brunson, der erst an den Ring und dann zwischen der Reuse landete, den Anschluss. Danach verhünerten die Sixers fast sofort den Ball. DiVincenzo versuchte einen Dreier, daneben, aber Isaiah Hartenstein sicherte den Rebound und passte im Liegen zu DiVincenzo. Zweiter Versuch jenseits der Linie, drin und Führung der Knicks. Die Entscheidung? Die Sixers hatten die Chance auf die Führung, doch Hartensteins grandioser Block verhinderte zwei sichere Punkte. Jetzt erst war es um die Sixers geschehen.
Mann des Spiels
Auch wenn andere Spieler noch bessere Zahlen aufgelegt haben: Ohne Isaiah Hartenstein wäre es nichts geworden mit dem Comeback-Sieg der Knicks. Im der 1. Hälfte noch sehr unauffällig, drehte er mit Fortgang der Partie immer mehr auf und hatte mit den oben beschriebenen Szenen zwei matchentscheidende Szenen. Ein bisschen deutsche Brille sei mir gestattet: Apropos deutsche Brille: In dieser Form wäre er auch für die Weltmeister für Olympia eine klare Verstärkung vorne und hinten. Das sieht Dre von Got Nexxt anders, der den Weltmeistern einen riesigen Bonus einräumt, zum Teil auch berechtigt. Aber erstens kommen die anderen Teams wesentlich stärker – zumindest vom Namen her und zweitens war auch reichlich Glück dabei auf dem Weg zum Titel, wenn ich an Bertrans knapp verfehlten Buzzerbeater denke aus einer Position, aus der er zuvor schon mehrere Bälle versenkt hat. Auch eine starke Mannschaft kann und muss weiter verstärkt werden.
Stark in der Niederlage
Joel Embiid und Tyrese Maxey legten jeweils über 30 Punkte auf. Dieses Duo kann sehr viel Unheil ausrichten, zumal Embiid beweglicher wirkte.
Ausblick: Der Garden-Vorteil für die Knicks ist erst mal weg, die Stimmung in Phillie wird nicht weniger fanatisch sein. Es würde mich nicht wundern, wenn die Sixers sich beide Heimspiele schnappen, vorausgesetzt natürlich, Embiid und Maxey bleiben fit. Und vielleicht mehr Unterstützung der anderen?

Und damit zu den Spielen gestern Nacht, die dann endlich die ersten Auswärtssiege dieser Play-offs brachten.

Minnesota Timberwolves – Phoenix Suns 105:93 (2:0)
Das Ergebnis klingt klarer, als das Spiel lange Zeit war. Zur Pause stand es noch 51:50 für die Suns, doch im 3. Viertel setzten sich die Wolves ab und bauten die Führung kontinuierlich aus. Entscheidend waren die besseren Zweier und vielleicht auch der frühe Ausfall von Grayson Allen zu Beginn des 3. Viertels. Letztlich entscheidend war die viel bessere Bank
Mann des Spiels
Reichlich überraschend nicht eine der Bit Three (Gobert, Edwards, Towns), sondern Jalen McDaniels, der 25 Punkte sammelte, davon 10 im 4. Viertel
Stark in der Niederlage
Eigentlich niemand, auch keine von den Stars.
Ausblick
Die Hoffnung der Suns kann nur sein, dass ein Kevin Durant nicht wieder so einen für seine Verhältnisse schwachen Tag hat. Aber das ganze Team muss sich steigern und ihre prominente Namen durch Leistung bestätigen. Das Brett gegen die Timbewolves wrd aber mE zu dick zum erfolgreichen Bohren sein.

Milwaukee Bucks – Indiana Pacers 108:125 (1:1)
Da ist er, der erste Auswärtssieg. Und der war klar verdient wegen der bärenstarken Leistung der Pacers gerade im Schlussabschnitt, als zunächst gefühlt jeder Wurf ins Ziel fand (tatsächlich bärenstarke 4 von 6 Dreiern und 14 von 20 insgesamt aus dem Feld). Die Bucks spielen ohne Giannis vielleicht attraktiver und variabler, an den Brettern zu ersetzen auf beiden Seiten ist der Grieche aber nicht.
Mann des Spiels:
Pascal Siakam, der während der Saison von den Raptors kam. Jetzt hat er gezeigt, was er kann und wie er seinem Team hilft. 37 Punkte standen am Ende zu Buche, eine herausragende Wurfquote von 16 aus 23 (69,6 Prozent). In der Defensive war er der Prellbock und sammelte 10 D-Rebounds.
Stark in der Niederlage
Damian Lillard, der diesmal 34 Punkte auflegte. Wieder in der 1. Halbzeit unnachahmlich mit 26 Zählern und 6 von 11 Dreiern. Dann erneut schwächer, aber wenigstens mit Punkten. Allerdings ein Minus von 26
Ausblick
Die Pacers haben ihr Auswärtsspiel geklaut. Ohne Giannis (Spiel 3 ist äußerst fraglich bei ihm) wird es für die Bucks enorm schwer gegen das Tempospiel der Pacers, bei denen ein Tyrese Haliburton eine Abwehr ideenreich aushebeln kann und sogar noch Steigerungspotenzial hat.

Los Angeles Clippers – Dallas Mavericks 93:96 (1:1)
Auch die Mavs haben es jetzt zu Hause in der Hand. Trotz des am Ende knappen Ergebnisses (3 Clippers-Punkte mit der Schlusssirene) war der Erfolg ab Mitte des 4. Viertels kaum noch gefährdet. Entscheidend war auch, dass die Texaner diesmal den Start nicht so verschliefen wie in Spiel 1 und James Harden von den Clippers nicht so traf wie wollte (diesmal nur 2 von 10 Dreiern).
Mann des Spiels
Letztlich dann doch mal wieder Luka Doncic, der fast durchspielte und 32 Punkte und 9 Assists auflegte. Vor allem ab dem 2. Viertel kam auch der zweite Topstar Kyrie Irving in die Gänge
Stark in der Niederlage
Am ehesten noch Paul George, obwohl er schnell in Foulnöte kam. Kawhi Leonard war diesmal zwar dabei, blieb aber reichlich unauffällig. Bemerkenswert: Weder PJ Tucker noch Daniel Theis erhielten auch nur eine Minute Einsatzzeit.
Ausblick
Die Vorteile liegen klar bei den Mavericks, denn aus verschiedenen Gründen bringen die Clippers ihre PS nicht aufs Parkett und sind in den Leistungen ziemlich schwankend. Wenn sich das ändert, dann können die Clippers natürlich auch in Dallas nicht nur bestehen, sondern auch gewinnen.

Programm heute Nacht
Die jeweils zweiten Partien werden komplettiert
01:00: Boston Celtics – Miami Heat (1:0)
03:30: Oklahoma City Thunder – New Orleans Pelicans (erneut ohne Zion Williamson)
DAZN verzichtet erneut und steigt erst in der Nacht zu Freitag wieder ein. Vielen Dank auch, aber wir haben ja den League Pass, haben wir nicht?