Das war die Woche, die war

Barca verzaubert, Braaten comebackt, und Verstappen randaliert.

Hansi Catalán

Zum FC Barcelona habe ich ein äußerst zwiespältiges Verhältnis. Eigentlich mag ich die Katalanen lieber als Real Madrid (wobei das je nach Team-Zusammenstellung gewecheeslt hat in den veganfgenen Jahrzehnten. Das Barca mit Johan Cruyff und später mit Pep, Xavi, Iniesta und Messie hat mich fasziniert und teilweiise verzaubert. Doch diese Liebe hat durch das unanständige Finanz-Gebahren einen herben Dämpfer erlitten. Diese Tricksereien, um das ohnehin nur sehr lax genahdelte Financial Fairplay auszuhebeln und das Wetten auf die Zukunft war so gar nicht meins. Und jetzt? Spielen sie wieder  Fußball, in den man sich wieder verlieben muss.
Diese Woche war dann der Ritterschlag nach dem fulminanten Saisonbeginn. 5:1 vs Sevilla, 4:1 ves Bayern und am Samstag das 4:0 bei Real nach einer fast perfekten 2. halbzeit. Ex-Bundestrainer, hier verspottet und geächtet nach der missratenen Graugans-WM, hat sein Topos gefunden. Ein Reservoir höchstbegabter Akteure und vorne seinen alten Bayern-Torschützen Robert Lewandowski, der unter ihm regelrecht aufblüht. Mag die Verteidigung vogelwild erscheinen (zumindest vs die Bayern), diese Art Spektakel-Fußball will der Barca-Afficionada sehen.
Bei Real dagegen läuft noch nicht alles zusammen. Das war schon in der 1. Halbzeit gegen den VfB Stuttgart zu sehen, als sie fast chancenlos mit 0:2 zurücklagen und eine unwirkliche Aufholjagd in der 2. Halbzeit einiges vertuschte. Doch vor allem gegen Barca wurde offenbar, dass einiges noch nicht zusammenpasst. Kylian Mbappé wirkt bei all seiner Klasse immer noch wie ein Fremdkörper, Jude Bellingham wie ein Schatten seiner Debüt-Saison. Das Metronom Toni Kroos fehlt an allen Ecken und Enden, und die Abwehr ist auch nicht sattelfest. Wenn dann der zurzeit beste Torwart der Welt Thibault Courtois verletzt ausfaällt bibt es auch niemanden,der das kompensieren kann.
Dieser Missstand (auf hohem Niveau) kann Mister Carlo Ancelotti natürlich noch kompenieren, obwohl es mit der Meisterschaft schon eng werden dürfte.

Brasilien gewinnt Ski-Duell gegen Holland

Den Müttern sei Dank, Lucas Braaten und Marcel Hirscher können bei den Alpinen ein Comeback starten, ohne dass es in Norwegen und Österreich Knatsch um Startplätze gibt. Den gibt es in Brasilien (Braaten)  und Holland (Hirscher) eher nicht. Was war das für ein Aufmarsch in Sölden beim traditionellen Saisonbeginn Ende Oktober in Sölden. Hirscher hier, Braaten, der sich nun auch Pinheiro nennt, dort, Ländermatch-Stimmung Holland vs Brasilien. Während ich bei Hirschers Rückkehr nach 5 Jahren mit immer noch nicht sicher bin, ob das ganze nicht nur ein Werbegag für seine Skier und Kleidung und sonstige Geschäftsfelder ist, sehe ich Braaten (sehr) bald als echten Sieges-Kandidaten für Riesenslalom und Slalom. Er hat ja auch nur ein Jahr pausiert.  Mit Startnummer 41 carvte der extravagante Braaten auf Platz  4 hinter drei norwegischen Landsleuten, die den Leichtsinns-Ausfall des RS-Giganten Marco Odermatt nutzten. Und dabei ist dieses Jahr Aamodt Alexander Kilde gar nicht dabei. Immerhin: Hirscher kam in den zweiten Durchgang, das Skifahren hat er also nicht verlernt.
Viel weniger Trubel war dagegen bei den Frauen. Weltcup-Titelverteidigerin und Sölden-Vorjahressiegerin Lara Gut-Behrami konnte nicht starten. Die nach dem 1. Durchgang führende Mikaela Shiffrin hatte einen völlig missglückten 2. Lauf und wurde nur Fünfte. So siegte Federica Brignone, mit der in diesem Jahr sehr zu rechnen sein wird.
Die Deutschen? Slalom-Spezielitin Lena Dürr wurde gute Zehnte, Alexander Schmid belegte Platz 16 – ausbaufähig.

Plötzlich Diskussion um Neuer

Tatsächlich: Nach dem eher unglücklichen Saisonstart ist Torwart Manuel Neuer auch in der breiten deutschen Öffentlichkeit  nicht mehr heilig. Er gewinne keine Spiele mehr, befand Lothar Matthäus nach der 1:4-Pleite in Barcelona, sl Neuer keinen Balll zu fassen bekam. Das Timing ist offenschtlich nicht mehr so super wie einst. Sogar gegen Bochum verpasste er beim Herauslaufen den Ball. Der Zahn der Zeit oder nur momentane Formschwäche? Bei den Bayern selbst ist Neuer offiziell zumindest kein Thema. Das wird schon wieder, beruhigt Sportvorstand Max Eberl. Interessant wird die Personalie Neuer auf jeden Fall bleiben, denn sein 20 Mio+/Jahr-Vertrag läuft 2025 aus. Die Frage: Ob und zu welchen Konditionen(Dauer, Gehalt) wird verlängert mit dem Vereins-Heiligtum?

Verstappen überspannt den Bogen

Nach dem Wildwest-Rennen in Austin, in dem nur sein WM-Konkurrent Lando Norris bestraft wurde, hat es jetzt den Weltmeister erwischt. Wieder drängelte der Holländer Norris von der Piste, wollte den Crash provozieren. Am Sonntag in Mexiko  half kein Weltmeister-Bonus, er wurde für zwei klare Übertretungen mit zweimal 10 Sekunden bestraft, die er allerdings auf einmal „absitzen“ durfte. Das warf ih weit zurück, und mehr als der 6. Platz sprang nicht mehr heraus. Zwar verlor Verstappen weitere 10 Punkte auf Verfolger Norris, doch der Vorsprung beträgt immer noch 42 Punkte. Sein Glück: Ferrari hat plötzlich wieder das beste Auto im Feld, nach Charles LeClerc siegte diesmal Carlos Sainz jr. Um wirklich viele Punkte auzuholen, braucht Norris allerdings Siege, die jetzt noch schwerer werden.

Bronnie James – der Unterhaltungs-Gag

Jetzt ist es also passiert: Das erste Vater-Sohn-Spiel in der NBA. Zur Auftaktpartie der Los Angeles Lakers gegen die Minnesota Timberwolves durfte Bronnie 3 Minute an seite von Daddy LeBron ran. Er schnappte sich sogar einen Rebound und warf einmal (erfolglos) auf dem Korb. Doch in den beiden Partien danach gegen die Phoenix Suns und Sacramento Kings ward Bronnie nicht mehr gesehen. Alles nur ein Unterhaltungs-Gag gerade im Hollywood-LA? Wo die Medien gerade in der endlos scheinenden regulären Saison nach Superstories nur so dürsten? Es scheint so, und ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

Frankreich schlägt stark auf

Giovanni Mpetsi Perricard gewann als Qualifikant das Tennis-Turnier in Basel. (Nicht nur) im Finale gegen Ben Shelton beieeindruckte er durch eine famose Aufschlagleistung. Es war der 2. Turniersieg für den 21-Jährigen, der schon in dea Halle von Lyon triumphiert hatte und das erste Mal auf sich aufmerksam machte.Genau rechtzeitig ein neuer Nationalheld vor dem Heim-Turnier in Paris-Berdy, für das er eine Wild Card erhielt.
In Wien gewann Jack Draper das Finale gegen den Russen Katschanow. Auch der Brite feierte seinen 2. Turniersieg. Zuvor hatte er die Wimbledon-Generalprobe von Halle/Westfalen gewonnen.
Olympiasiegerin Qinwen Zheng aus China gewann in Tokio, die Serbin Olga Danilovic in Guangzhou.

Und sonst?

  • Fußball-Bundesliga: Kaum werden die Gegner schwächer, funktioniert die Bayern-Torfabrik. 5:0 gewannen die Münchner beim völlig überforderten VfL Bochum, dre auf dem schlechtesten Weg zu Start-Minus-Rekorden ist. Auch die Ruhr-Rivalen haben große Probleme. Bei Borussia Dortmund wird das Wehklagen lauter hach dem 1:2 beim FC Augsburg, und Trainer Nuri Sahin coacht nur noch auf Bewährung. Sein Kapitän Emre Can dürfte das erste Opfer sein. Zu offenkundig furchtbar war die Szene beim deprimierenden 2:5 in Madrid, als er wie ein müdear Ackergaul Vini jr. hinterherlief und die Aufholjagd einfach einstellte wegen Hoffnungslosigkeit.
    In der 2. Liga läuft es wenig rund für die vermeintlich großen Namen: Schalke blamierte sich bei 3:4 gegen Fürth bis auf die Knochen, beim 1. FC Köln dominiert nach dem 1:2 gegen Paderborn schon die nächste Trainerdebatte, und de HSV versenkte den zuletzt guten Eindruck durch ein 2:4 in Elversberg. Der 1. FC Nürnberg hingegen wird zum Trainer-Kryptonid. Vor einer Woche musste Fürths Alexander Zorniger nach dem 0:4 im Frankenderby gegen, am Sonntag erwischte es Aufstiegs-Coach Joseph Enohs nach der 3:8-Torflut gegen die Clubberer.
  • Internationaler Fußball: Spitzenspiel in England ohne Sieger: In einer abwechslungsreichen Partie trennten sich der FC Arsenal und FC Liverpool 2:2. Mo Salah erzielte für Pool in der 81. Minute den Endstand nach einer fantastisch überlegten Vorarbeit von Darwin Nunez.
    Torreiches Derbi Italia. 4:4 zwischen Inter und Juventus – das ist nicht mehr mein destriktiver Fußball in der Serie A. Der eingewechselte Kenan Yildiz wurde zum Turiner Helden durch seine beiden ziemlich späten (71./81) zum 4:4-Ausgleich nach 2:4.
    Am Sonntag gab Mats Hummels sein Debüt in der Serie A für die AS Rom. Unglücklicher hätte es kaum verlaufen können, denn nach gerade mal 4 Minuten unterlief dem Ex-Dortmunder ein Eigentor. Tröstlich, dass es das 1:5 bei der Florentina bedeutete, also nicht spielentscheidend war.
  • Nationale Ligen: In der HBL ist die MT Melsungen jetzt allein an der Tabellenspitze. Das Team überwand auch die schwere Auswärtshürde Leipzig mit einem 28:27, während Hannover-Burgdorf beim HSV Hamburg einen Zähler einbüßte. Meister SC Magdeburg kann allerdings mit einem Spiel weniger noch zu Meldungen aufschließen.
    Die Basketballer von Ratiopharm Ulm haben die strapaziöse Reise vor einer Woche nach Oregon und das Gastspiel bei den Portland TrailBlazers an die Westküste der USA offenbar überwunden und kehrtengegen Rasta Vechta in die Siegesspur zurück. Mit 4:1 Siegen führen sie die BBL an. Bayern München vermied um Haaresbreite eine Heimpleite gegen Würzburg.
  • Internationale Ligen: Der FC Bayern Basketball bleibt in der EuroLeague im neuen SAP Garden auch im 3. Heimspiel ungeschlagen. Gegen das hocheingeschätzte Olympiakos setzten sich die Münchner 84:80 durch. Alba Berlin ging bei Baskonia mit 57:80 unter.
    In der Handball-Champions-League setzte es für die deutschen Vertreter Pleiten. Die Füchse Berlin verloren in einer Partie ohne erkennbare Defensive gegen Paris mit 38:40, der SC Magdeburg musste sich beim FC Barcelona mit 26:32 geschlagen geben.
  • Weltsport: Spannend bleibt es in der MotoGP. Francisco Bagnaia gewann den Grand Prix von Thailand und verkürzte den Rückstand aus José Martin auf 17 Punkte.Zwei Rennen stehen noch an in Sepang/Malaysia und Valencia.In der Moto3 ist dagegen alles klar: Der erst 18-jährige Kolumbianer David Alonso sicherte durch seinen überlegenen Sieg den Titel.
    Der Iron Man wurde dieses Jahr wieder auf Hawaii ausgetragen. Der Deutsche Patrick Lange setzte sich nach 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kiilometer Radfahren und abschließenden Marathonlauf überlegen mit neuem Streckenrekord von 7:35,53 Stunden durch. Als 11. hatte er den Marathon angegangen, für den er nur 2:37,11 Stunden brauchte. Nächstes Jahr wird wieder gewechselt. Da sind die Frauen auf Hawaii dran, während die Männer rund um Nizza starten.

Yankees in arger Bedrängnis

Blick über den Teich, MLB

 

Los Angeles Dodgers – New York Yankees 4:2 (2:0)

Nach der dramatischen Partie 1 mit Extra-Inning und Walk-off-Grand-Slam war das 2. spiel der World Series fast Business as usual.. Die Entschedung fiel schon im 3. Inning, als den Dodgers 2 Homeruns in Folge durch Teodoscar Hernández und Freddie Freeman zur 4:1-Führung gelang. Freemans 2. Homerun im 2. WS-Spiel. Der Anschluss im 9. Inning kam zu spät. Dabei hatten da die Yankees bei geladenen Bases durchaus die Chance, das Ruder gänzlich herumzureißen.

Dodgers Werfer Yoshinobu Yamamoto erwischte einen Sahnetag. In 6.1 Innings ließ der Japaner nur den Single Homerun von Juan Soto sowie zwei Walks zu. dementsprechend groß war der Jubel sogar bei den r(für Worrld-Series-Verhältnisse) eher reservierten Dodgers-Fans. Ein wenig blutet da mein Herz, was für einen unglaublichen Lärm Fans etwa in Philly, Cleveland und San Diego veranstaltet hätten. In LA war es ganz nett. Großer Jubel zumindest in einer zugeschaltenen Bar in Tokio über ihren famosen Werfer.

Doch die Freude der Dodgers erhielt einen herben Dämpfer. Shohei Ohtani nämlich verletzte sich beim versuch, eine Base zu stehlen, so schwer an der Schulter, dass er das Spielfeld verlassen musste. Das unnötige Risiko beim Stand von 4:1 im 7. Inning hat sich nicht gelohnt. Jetzt war es gar totenstill im Dodger Stadium. Immerhin geben sich die Verantwortlichen verhalten optimistisch, dass Ohtani nicht länger ausfällt. Näheres steht zurzeit noch nicht fest.

Spieler des Spiels
Yoshinobu Yamamoto: Diesmal lieferte die Wundertüte am Mound Außergewöhnliches ab.

Stark trotz der Niederlage
Juan Soto: Erzielte 2 der 4 Hits und hatte auch die beiden Runs.

Star Watch
Shohei Ohtani: Vor seinem Aus hatte der designated Hitter auch nicht einen Super-Tag. Kam allein durch einen Walk auf BAse, bevor er seinen verhängnisvollen Steal versuchte.
Aaron Judge: Unterbot sogar noch seine bisher dürftigen Play-off-Leistungen. 4 At Bats, 4 Outs, dabei dreimal durch Strike Outs.

Ansetzungen (MEZ)
Di. 01:08: Yankees -Dodgers (0:2)
Mi., 01:08: Yankees -Dodgers
Do., 01:08: Yamnkees – Dodgers (wenn nötig)

 

Wenigstens Freddy Freeman liefert

Blick über den Teich, MLB

Los Angeles Dodges – New York Yankees 6:3 (1:0)

Erwarte das Unerwartete. Ein Pitcher-Duell zu Beginn der mit Powerhittern übervollen Line Ups – damit war nicht unbedingt zu rechen. Aber in den ersten 4 Innings gaben weder John Flaherty (Dodgers) noch Gerrit Cole einen Run up. 0:0 nach dem 4. Inning stand es im ersten Sorld-Series-Game zuletzt im Jahr 2000, wie Fox überrascht vermeldete. Beide Werfer hatten die Sache voll im Griff, das sollte sich auch nicht mehr groß ändern. So benötigten die Dodgers einen Sacrifice Fly im 5. Inning für ihren ersten Run. Die Yankees antworteten fast postwendend durch einen 2-Run-Homer von Giancarlos Stanton. Der Ausgleich der Dodgers im 8. Inning durch einen weiteren Sacrifice Fly.
Die Extra-Innings mussten die Entscheidung bringen, und die Karten für die Yankees schienen sehr gut nach der erneutenFührung. Doch im unteren 10. Inning luden die Dodgers die Bases. Freddy Freeman, der nach seiner Beinverletzung wieder fit wirkt trat bei 2 Outs an die Platte und ließ LA mit seinem Homer jubeln. Es war der erste Walk-off-Grand-Slam in der Geschichte der World Series. Wie gesagt: Erwarte das Unerwartete.

Star Watch
Aaron Judge: Holte gewaltig aus, doch er traf den Ball nicht. 3 Strikouts bei 5 At Bats sind zu viel, fügen sich aber in die diesjährige Post-Season-Bilanz fast nahtlos ein. Ein Single brachte er dann doch zu Stande bei einem weiteren Ground Out.
Juan Soto: Deutlich besser mit einem Hit und 2 Walks, aber letztlich brauchen die Yankees mehr von ihm.
Shohei Ohtani: Auch er hatte einen ziemlich gebrachten Tag und schaffte wie Judge nur einen Hit bei 5 At Bats.
Mookie Betts

Spieler des Spiels
Freddy Freeman: Er schlug ja nicht nur den Grand-Slam zum Sieg, sondern schaffte zuvor auch ein Triple. Erstaunlich genug, dass ihn seine angeschlagenen Beine so weit trugen.

Stark trotz der Niederlage
Jazz Chisholm: Mit 2 gestohlenen Bases schafft er es im 10. Innig von 1 nach 3  und ermöglichte erst die Führung und den vermeintlichen Sieg.

Ansetzung heute:
02:08: Los Angeles Dodgers – New York Yankees (1:0)
Für die Yankees wirft Carlos Rodon, für die Dodgers Yoshinobu Yamamoto. Von grausig bis super ist bei beiden alles drin.

Dodgers gegen Yankees – Traumfinale oder wahrgewordener Albtraum?

Bevor ich auf die heute Nacht beginnenden World Series eingehe, ein kurzer Blick in die NFL. Auch dort herrscht der VAR-Sinn, sprich die nachträgliche Überprüfung beziehungsweise Nicht-Überprüfung in einem New Yorker Keller beherrscht die Diskussion.
Was war geschehen? Im Donnerstags-Spiel zwischen den LA Rams und Minnesota Vikings steht es 28:20 für die Gastgeber, die Vikings haben an der eigenen 5-Yard-Linie den Ball und knapp gut eine Minute Zeit, mit einem Touchdown + Two-Poinz-Conversion noch auszugleichen. Ein extrem schwieriges, aber nicht völlig unmögliches Unterfangen. Doch bevor der Drive in Fahrt kommen konnte, war er auch schon wieder beendet. Quarterback Sam Darmold wurde in der eigenen Endzone niedergerissen – Safety, zwei weitere Punkte für die Rams und Ball-Besitz. So weit, so sehr schlecht, aber die Vikings-Enttäuschung wich schon nach der ersten TV-Wiederholung Fassungslosigkeit und Wut. Denn Darmold wurde am Gesichtsgitter umgerissen: Das ist absolut und ohne Ausnahme auch ohne jegliche Absicht verboten, weil es für den Betroffenen extrem gefährlich ist und schwere Verletzungen daraus relultieren können. Keiner der 7 Refs hatte etwas gesehen, zumindest flog keine Gelbe Flagge, die eine Strafe anzeigt. Und das (für mich völlig) Erstaunliche. Derlei Regelverstöße können nicht überprüft werden: weder die Vikings noch ein Unparteiische am Video (der in den letzten 2 Minuten einer Halbzeit eingreift) durfte intervenieren. Die Partie war verloren, und es ist ein geringer Trost, dass die Vikings höchstwahrscheinlich auch so als Unterlegene vom Feld gegangen wäre.

Soviel dann auch zum Thema, dass der Videobeweis in anderen Sportarten so viel besser funktioniert als im Fußball

                      Blick über den Teich, MLB

Los Angeles Dodgers gegen New York Yankees in den World Series – das ist für viele der heilige Gral des Baseball. Das Nonplusultra. Die zwei berühmtesten Teams, die zwei bekanntesten Logos (auch in Deutschland sehr oft gesehen), die besten Spieler, das meiste Geld, die großartigsten Legenden, der feinste Promi-Auftrieb (und es sind A-Promis, Leute, die Weltweit jeder kennt), Geschichten ohne Ende aus der gemeinsamen Vergangenheit, denn diese Finalserie hat es schon oft gegeben, gerade in den 50ern, zuletzt allerdings schon 1981.
Für mindestens genauso viele ist die Endspielserie Dodgers vs Yankees die Wahl zwischen Pest und Cholera. Viel Ehr, viel Hass. Denn gehasst, oder sehr, sehr ungeliebt, werden beide Teams mit mindestens genaus so großer Leidenschaft. Das offenbar unendliche Geld, mit der die besten Spieler gelockt werden, die Anmaßung, ja Arroganz der Owner, des Staffs. Wenn nur eines der Teams die World Series erreicht hat, konnten sich die fans wenigstens hinter dem jeweiligen Gegner versammeln, das fällt jetzt weg, gewinnen wird auf jeden Fall ein Übel. Und all diese Geschichten, diese Legenden-Sagen, haben die Baseball-Fans schon zum Überdruss gehört und gesehen.

Freund und Feind sind sich allerdings einig: Geboten wird aller Wahrscheinlichkeit Baseball auf höchstem Niveau, weswegen denn auch die Gegner zähneknirschend zusehen werden. Und mit dem Zwiespalt: will man möglichst ein tolles Spekakel oder oder eine schnöde 4-Spiele-Serie ohne Höhepunkt und damit schnell vergessen. Wie es der Zufall will, sind die zwei absoluten Baseball-Stars dabei, Shohei Ohtani bei den Dodgers, Aaron Judge für die Yankees, die Rekorde en masse aufstellten. Und auch die jeweils ersten Adjutanten, wenn ich sie so nennen darf, sind Spieler der absoluten Extraklasse. Juan Soto hat in seinem eersten Yankee-Jahr das Flaggschiff wieder auf Kurs gebracht, Mookie Betts für die Dodgers oft das vollendet, was Ohtani begonnen hat. Und auch sonst ist in den Line Ups jede Menge Leben. Hier Kiké und Teoscar Hernández (Dodgers), dort der Yankee Mike Stanton, der gebürtige Kalifornier, der als Kind auf der Dodger-Tribüne stand und die ganz großen Powerhitter wie Barry Bonds, Makr McGuire und Mike Piazza bei ihren Trainingsschwüngen bewunderte.

Da fällt das Pitching doch ziemlich zurück. Bei den Dodgers hat sich ja vor und während während der Saison ein Klassewerfer nach dem anderen verletzungsbedingt abgemeldet. Team-Manager Dave Robertsjhat schon in einigen Play-off-Partien auf das sogenannte Bullpen-Spiel gesetzt. (fast in jedem Inning ein neuer Werfer). Ein echtes sogenanntes Pitchin Ass ist eigentlich nur Gerrit Coe auf Seiten der Yankees, die überhaupt auf der Werferposition besser besetzt sind. Die Dodgers müssen hoffen, dass ihre Werfer mehr gute als schlechte Tage haben.
Sogar das Undenkbare wurde angesprochen: Dass das Multi-Talent Shohei Ohtani im Notfall auf den Pitcher-Mound zurückkehrt. Der Japanear hat in den vergangenen jahren noch für die LA Angels gezeigt , dass er ein Ausnahmewerfer ist, doch eine komplizierte Armverletzung verhindert das Werfen – eigentlich.. Doch Dave Roberts schloss das kategorisch aus; es bleibt also bei Werfer-Comeback 2025. Schaun mer mal, wenn im 10. Inning eines 7. Spiels plätzlich ein starker Werfer benötigt wird.

In Deutschland überträgt nur der Bezahlsender sport1+ alle Spiele live, allerdings nur im amerikanischen Original-Ton. Zu empfangen etwa über waiputv, wofür man ein kostenloses Probe-Abo für einen abschließen kann. Für all jene, die sich das Spektakel live ansehen wollen (bei sport1+, mlb.tv oder sonstwo), sei eigens darauf hingewiesen, dass anders als in Europa in den USA die Sommerzeit erst am Sonntag in einer Woche endet. Ab Spiel 3 heißt es also: nicht erst 2 Uhr morgens, sondern schon um 1 Uhr einschalten!

Apropos Fernsehen: Ein Gewinner steht auf jeden Fall jetzt schon fest. Der übertragende Sender Fox erwartet Rekord-Quoten beim Spiel der Legenden, das bedeutet Millionen- und Aber-Millionen Werbeeinnahmen und zufriedene bBesitzer und Verantwortliche. Auch das ist nicht für jedermann Grund zum Mit-Jubeln für den Trump-Sender.

World Series, best of 7 (MESZ bzw. MEZ)

Sa., 02:08: Dodgers – Yankees
So., 02:08: Dodgers – Yankees
Di., 01:08: Yankees – Dodgers
Mi., 01:08: Yankees – Dodgers
Do., 01:08: Yankees -Dodgers *
Sa., 01:08: Dodgers – Yankees *
So., 01:08: Dodgers – Yankees *

* wenn nötig

Thunder, Wolves oder doch Mavs, Thunder?

Saisonvorschau NBA, Teil 3, Western Conference

Im Westen geht die Post ab, höchstwahrscheinlich auch dieses Jahr nach dem irren Rennen um Platz 1 im Frühjahr und die Play-off-Spitze. Fast jedes West-Duell hat es in sich. Abschreiben würde ich nur die Blazers und die JazzI. Ich teile Play-off-Aspiranten in 3 Stärke-Klassen, die natürlich nicht in Stein gemeißelt sind.

I. Gruß vor der Spitze

Oklahoma City Thunder

Schon in der vergangenen Saison hatten sie den Nummer-1-Spot, und das junge Team ist bestimmt nicht schwächer geworden. Durch extrem kluges Verhandeln ist die mittelfristige Zukunft dank einiger Top-Picks in den kommenden Jahren ohnehin golden, und die können auch schon jetzt für Trades eingesetzt werden.

Top-Stars
Shay Gilgeous-Alexander ist einer der aufregendsten Spieler der gesamten Liga, der alles kann und mit seinen 25 Jahren auch noch Steigerungspotenzial hat und Erfahrung sammeln wird. Chet Holmgren, zweitbester Rookie hinter Victor Wembanyama,  und Jalen Willams haben ein tolles Jahr hinter sich. Beide sind noch längst nicht ausgereift.

X-Faktoren
Den ohnehin starken Kader haben die Thunder mit dem 2,13-Meter-Center Isaiah Hartenstein und Spielmacher Alex Caruso perfekt ergänzt und Schwächen am Brett und Spielaufbau kompensiert. Riesenpech für den Deutschen Nationalspieler (hoffentlich bald im Team), dass er wegen eines Handbruchs erst mal ausfällt. Caruso bringt mit seinen 30 Jahren die nögtge Erfahrung und Spielschläue ein.

Problemfelder
Die Jugend: Segen und Fluch zugleich: Denn es ist eben nicht gewiss, dass die Talente wie Holmgren den nächsten Leistungssprung schaffen. Und zunächst wird Coach Mark Dagneault das Centerproblem ohne Hartenstein lösen können. Vielleicht sogar durch eine Neuzugang.

🇩🇪 👓
Nach seinen bärenstarken Play-offs für die Knicks hat Isaiah Hartenstein den üppigen 81-Dollar-Vetrag für die kommenden 3 Jahre mehr als verdient. Die Verletzung wirft ihn natürlich zurück, und jetzt muss der langjäjhrige Ergänzungsspieler auch eine gewisse Erwartungshaltung erfüllen. sehe allerdings beste Chancen, dass ihm das gelingt. Gnädigerweise hat DBB-Kapitän Dennis Schröder seine Rückkehr ins Team schongutgeheißen.

Minnesota Timberwolves

Der zweite andere Teil des großen Trades im Herbst. Karl-Antony Towns ist zu den Knicks, von denen kamen Julian Randle und Donte DiVicenzo. Zerschlagen ist damit das Riesenduo Gobert und Towns, dafür ist mehr Schnelligkeit und auch Entlastung im Spielaufbau (Randle) sowie Wurfstärke (DiVicenzo). Ob das so klappt, wie sich das Trainer Chris Finch vorstellt, bleibt abzuwarten.

Top-Stars
Anthony Edwards wird ja schon als neuer Michael Jordan gehandelt. Etwas vorschnell gewiss, aber er hat unfassbares Potenzial und wird sich in allen Facetten des Spiels noch steigern. Wenn er will, kann er sogar richtig gut verteidigen. Rudy Gobert ist immerhin zum Defensivspieler des Jahres gewählt worden, in den Play-offs allerdings hätte ich mir mehr Offensive von ihm gewünscht (den einen Zirkusdreier lasse ich mal außen vor).

X-Faktoren
Die unfassbar agile Defense mit dem Anker Gobert bliebt das Prunkstück. Hier sticht vor allem Jaden McDaniels hervor. Und bei Donte DiViicenzo bin ich wirklich gespannt, ob er seine Gala-Play-off-Form von New York nach Minnepaolis herübegerettet hat.

Problemfelder
Am ehesten noch auf der Spielmacher-Position, wo Mike Conley doch ein bisschen in die Jahre gekommen ist. Allerdings beeindruckend, wie gut er auf den Ball aufpasst und kaum Turnover produziert. Spätestens in den Play-offs: Reicht der Defensivspieler Rudy Gobert?

Denver Nuggets

Russell Westbrook kam neben Eric Godon als namhaftester Neuzugang, doch der Guard hat seine allerbesten Tage auch schon hinter sich. Ob die Nuggets tatsächlich noch mal in den Titelkampf eingreifen können, ist die große Frage und überhaupt nur mit einem absolut überragenden Nikola Jokic denkbar.

Top-Stars
Nikola Jokic: Außer Ultra-Fans anderer Teams wird ihm jeder Basketbalkenner bescheinigen, dass er der beste Spieler der Liga ist. Kann werfen (auch Dreier), kann rebounden, kann passen, kann verteidigen – alles auf höchstem Niveau. Zumindest in der Theorie ist der emsige und flinke Jamal Murray die ideale Ergänzung, so geschehen beim Titelfgewinn 2023. Doch der Kanadier hat nicht die beste Saison hinter sich, zunächst bei den Nuggets, im Sommer dann bei Olympia im Team Kanada.

X-Faktor
Vom 23-jährigen Christian Braun erwarten die Nuggets eine weitere Steigerung; er soll das Loch auf der Spielmacherposition stopfen. Bewährte Play-off-Kämpen sind Michael Porter jr. und der von den Suns gekommene Eric Gordon.

Problemfelder
Mit Kentavious Caldwell-Pope verließ ein ganz wichtiger Spieler das Team. Vielleicht nicht der ganz große Name, aber ein elementarer Baustein mit seiner Vieleitigkeit. Außerdem scheint mir die Kadertiefe nicht so groß wie bei anderen Top-Teams, da müsste ein Dario Saric einen enormen Sprung nach vorne machen.

Dallas Mavericks

Den Texandern gelang das Kunststück, als fünftbestes Team der Vorrunde ins ins NBA-Finale einzuziehen, wo dann die Celtics doch eine Klasse zu stark waren. Die in Texas ohnehin immer hohen Ansprüche werden nicht geringer sein, zumal mit Klay Thompson ein fantstischer wErfer hinzukam

Top-Stars
Luca Doncic ist ein Phänomen. Wirklich Austrainiert wirkt er selten, aber seine Ballfertigkeit, sein Auge, sein Dribbling sind einmalig. An guten Tagen wirft er auch die unmöglichsten Dreier in den Korb. Dass er nie ein Defensemonster wird, damit hat sich Trainer Jason Kidd abgefunden. Er wird schon froh sein, wenn der Slowene nicht mehr ganz so viel meckert und zumindest den Anschein des Verteidigungs-Willens zeigt. Kyrie Irving ist der ideale 2. Mann mit einem tollen Zug zum Korb.

X-Faktoren
Klay Thompson: Der Splash-Brother der Warriors (neben Steph Curry) jetzt bei den Mavericks, daran muss ich mich erst gewöhnen. An guten Tagen schießt der Scharfschütze aus allen Lagen alle Lampen aus, doch diese sind rarer geworden. Liegts am Alter (34), und kann die neue Umgebung neu beleben?

Problemfeld
Der meckernde Luka Doncic, der sich damit manchmal selbst aus dem Spiel nimmt. Die Centerposition scheint mir auch nichtdeal besetzt

🇩🇪 👓
Maxi Kleber will es noch mal wissen nach einem ziemlichen Sechenjahr. Einer der besten Verteidiger im Team, und an guten Tagen trifft er auch überdurchnittlich gut in den Korb.

II. Erste Herausforderer

Phoenix Suns

Das ewige Lied: Oft nah dran, aber nie wirklich mittendrin. Irgendwo hakt es immer. Wenn alle fit sind und ihr ganzes Können abrufen, dann allerdings Gnade den anderen.

Top-Stars
Die Dreierbande Kevin Durant, Devin Booker und Bradley Beal sucht ihresgleichen in der NBA. Gerade Beal allerdings hat ein verletzungs-intensive Jahre hinter sich, die 3 zusammen auf dem Court waren deshalb recht selten beisammen. Jeder für sich kann ein Spiel allein entscheiden, selbst Würfe kreieren. Durant ist dazu noch ein exzellenter Verteidiger.

X-Faktor
Grayson Allen: Ein Schütze vor dem Herrn, der die Großen Drei entlasten kann. Zu oft allerdings nicht entlastet hat.

Problemfelder
Hinter der Starting Five wird es doch schnell ziemlich dunkel, was die Kadertiefe betrifft. Ältergediente Profis, die aber selten den Unterschied ausmachen (Plumlee). Von Rookie-Spielmacher Tyus Jones sollte man bei allem Talent auch nicht allzu viel erwarten.

New Orleans Pelicans

Auch so ein Team, das alles hat. Power (Williamson), Defense (Alvarado) und Spielwitz (McMcullom, Ingram). Doch bisher passten die Puzzleteile nicht wirklich zusammen, weil das wichtigste in Person von Williamson zu oft ganz wegbracht.

Top Star
Zion Williamson: hatte eine tolle Saison inklusive 1 drei viertel gute Play-In-Spiele gegen die Kings und Lakers. Gegen LA musste er in der 2. Halbzeit das Spiel verlassen, und die Pels fielen fast auseinander. Weniger Abhangig muss das Team werden und doch doch von seiner Klasse profitieren

X-Faktoren
Mit der Verpflichtung des heiß begehrten Dejaunte Murray von den Hawks gelang den Südstaatlern ein echter Coup. In Bestform einer der besten Spielmacher der Liga, und die soll er in Louisiana wiederfinden nach einem eher trüben Atlanta-Jahr. Brandon Ingram kann an guten Tagen auch jede Abwehr vor große Probleme stellen. Wie gesagt, an guten Tagen, die er allerdings nicht immer hat. Herausragend ist die Defensiv-Bank mit Klette Alvarado und Herb Jones

Problemfelder
Zion Williamson und die Verletzungen – ein Thema, das ihn jede Saison vefolgt. In seiner Brachial-Spielweise unter beiden Körben nicht zu ersetzen.

🇩🇪 👓
Daniel Theis wird gut zu tun haben, es überhaupt zu Minuten auf dem Court zu bringen. Fehlenden Einsatz wird dem Kämpfer vor dem Herrn niemand vorwerfen. An Nationalmannschaftsform kam er allerdings nur selten heran.

Golden State Warriors

Vom Meisterteam der 10er-Jahre sind nur noch Stephen Curry, Andrew und Draymond Green sowie Trainer Steve Kerr übriggeblieben. Der Neuaufbau ist in vollem Gange, und ein paar Spieler gegeben auch Anlass zu großen Hoffnungen. Und der Kader scheint erheblich tiefer zu sein als in den vergangenen Jahren.

Top-Stars
Steph Curry: Schon 36 Jahre alt, phhh. Fragt mal die Serben und Franzosen, die bei Olympia auf so gutem Weg waren, die vermeintlich übemächtigen USA zu schlagen, bis sie von einem  Dreier-Gewitter des besten Scharfschützen aller zeiten auf einem Basketballfeld erledigt wurden. Unnachahmlich, wie er Würfe findet und trift. Die Erfahrung kompensiert vielleicht nicht mehr ganz so fitte Knochen.

X-Faktoren
Brandon Podziemski hat ein viele überraschend starkes Rookie-Jahr hinter sich und kann tatsächlich der neue Franchise-Player werden (wenn denn ein Curry irgendwann doch aufhört zu treffen). Ein gewandter Spielmacher unglaublich abgeklärt für seine erst 21 Jahre. Auch Jonathan Kuminga dürfte ein Unterschiedsspieler werden.

Problemfelder:
Drayymond Green: Besser gefragt, wann rastet Draymond Green diese Saison? Wenn er seine Energie positiv einbringt, ist er ein Büffel in der Verteidiger und steter Antreiber, der auch nicht davor zurückschreckt, selbst einem Curry oder Kerr die Meinung zu geigen.

Los Angeles Lakers

Eher aus Respekt vorm alternden LeBron James schon in dieser Kategorie. Ob das Team, dem die Show oft genauso wichtig ist wie sportlicher Erfolg, wirklich ein ernsthafter Titelanwärter ist, möchte ich bezweifeln. Aber Show können sie dafür unschlagbar, siehe die rührselige Vater-Sohn-Geschichte Le Bron und Bronnie in einem Team. Da sind sie schon fabelhaft, die Laker Boys.

Top-Stars
LeBron James: 40 Jahre alt wird er im Dezember, und noch immer läuft ohne ihn gar nchts beim Club. So kam Neu-Coach JJ Redick kam auf sein Geheiß und eben auch der geliebte Sohn Bronnie (Geschichte ward gemacht). Sportlich längst überflügelt hat ihn Anthony Davis. Solange sein Körper mitspielt, mit der beste und veielseitigste Center der NBA.

X-Faktoren
Austin Reaves und Rui Hachimura: Wenn die Lakers überhaupt was im Kampf um obere Plätze zu tun haben wollen, brauchen sie viele Punkte und vor allem mehr Dreier der beiden. Distanwürfe waren das Manko der Lakers in der vergangenen Saison. Und dann ist da noch der genialische D´Andre Russell (mit neuer unaussprechlich hässlicher Blond-Frisur).

Problemfelder
Erst einmal Bronnie James, den so viele Experten NBA-Tauglichkeit (vorerst) absprechen. Trotzdem im Team, was Unruhe schafft bei so vielen Eitelkeiten. Vielleicht aber schon Anfang November kein Thema mehr, wenn die G-League beginnt und Bronnie James in das unterklassige Lakers-Team abgeschoben wird, wie es die Spatzen von den Dächern pfeifen.Und dann ist noch die Frage, ob Redick sein riesiges Basketball-Wissen in die Praxis umsetzen kann auf höchstem Niveau.

III. Die Hoffnungsvollen

Sacramento Kings

Mein Lieblingsteam. Vor letztes Jahr habe ich mein Herz an sie verloren mit ihrem spektakulären Tempo-Basketball. Das ist ein bisschen weniger geworden, aber ich bin recht hoffnungsvoll, dass sie mehr schaffen, als die Play-Ins.

Die Top-Stars
Domantas Sabonis: Vielseitiger Center, nach Jokic für mich der beste der Liga. Fliegt meines Erachtens immer noch ein bisschen unter dem Radar, obwohl er zuverlässig punktet, reboundet und auch passt. Meiste Triple Doubles. Dazu DeAaron Fox der Sprininsfeld gerade auch in der Chruchtime. Und Neuzugang DeMar DeRozan wird noch mehr Variationen in den Angriff bringen.

X-Faktoren
Malik Monk: Bringt unglaubliche Energie von der Bank, mit Naz Reed von den Thunder der beste 6. Mann. Als er zum Ende in der vergangenen Saison vergangenen Saison verletzt ausschied, ging es sichtlich bergab mit den Kings. Auf die Entwicklung von Keon Ellis und Backup-Center Alex Lin bin ich gespannt.

Problemfelder
Bleibt die Defensive. Sabonis ist auch nicht de allerbeste Verteidiger. Und die Abstimmung der beiden Ballhandler Fox und DeRozan könnte zu Unstimmigkeiten und Eifersüchteleien führen. Aber Mike Brown ist als Trainer erfahren genung, das zu managen.

Memphis Grizzlies

Die vergangene Saison war gelaufen, bevor sie überhaupt begonnen hat. Die lange Sperre für Ja Morant und unfassbares Verletzungspech, das fast das ganze Team betraf, war nicht zu kompensieren. Als Morant zurückkam, bekam man einen Eindruck, zu was die Mannschaft fähig ist, bevor eine sasison-beendende Verletzung jegliche Hoffnungsfüncken zerstieben lässt.

Top-Stars
Ja Morant: Einer der Spieler, weswegen ich Basketball so liebe. Fantasiereich, effektiv, immer für die erastaunliche Idee gut. Natürlich Exzentriker und seine Waffenleidenschaft muss ich auch nicht mögen: Auch Desmond Bane hat ein Seuchenjahr hinter sich. Einer der besten Dreierschützen der Liga.

X-Faktoren
Zach Edey: Der Center dominierte im College beide Bretter, doch die NBA ist ein ganz anderer Schnack. 2,24 Meter bringt er jedenfalls schon mal Gardemaß mit, und das Wurfhändchen hat er auch. Luke Kennard ist ein famoser Distanzschütze, ohne Nerven auch in der Chrunchtime.

Problemfelder
Die große Frage lautet: Wie gut haben die ganzen Zurückkommer ihre zum Teil sehr schweren Verletzungen überwunden. Wenn sie an ihre alte Form zurückfinden oder gar noch besser werden, können sie den ohnehin schon starken Westen gehörig aufmischen als zusätzlicher Contender.

Houston Rockets

In der vergangenen Saison ging ihren ein bisschen die Luft aus und verpassten als 11. die Play-Ins. Ich traue dem recht jungen Team durchaus die Steigerung für die fehlenden Siege zu. Im Osten wären sie für mich klarer Post-Season-Kandidat, aber im Westen ist die Konkurrenz extrem.

Top-Stars
Alperen Sengun: Der Center war die Entdeckung der vergangenen Saison. Vor allem zu Beginn waren die Rockets lange auf Play-off-Kurs, ehe dem Türken auch wg Verletzungen die Kräfte ausgingen. Spielmacher Fred van Vleet ist mit seinen 30 Jahren mit Abstand der Älteste des Teams. Ein glänzender Spielmacher mit einem herausragendem Wurf, der sogar weiß, wie Champions geht (2019 mit den Toronto Raptors

X-Faktor
Reed Shephard ist der Nummer-3-Draft Pick (eines nicht allzu gut beleumdeten Jahrgangs). Wie alle Rookies wird er Zeit brauchen, um sich an die NBA zu gewöhnen.

Problemfelder

Bei aller Klasse: Es könnten die Ergebnisse, sprich Siege fehlen gerade in den West-Duellen. Geduld ist gefragt, denn die Zukunft liegt in Houston. Vielleicht sogar schon die ganz nahe, wenn die Dreierquote nach oben geht.

San Antonio Spurs

Die Hoffnung heißt Wemby: Nur deswegen in dieser Kategorie, denn nach Lage der Dinge wird es für die Play-offs nicht reichen.

Top-Stars
Victor Wembanyama: Der „außerirdische“ Franzose hat ein großartiges Rookie-Jahr hinter sich, (obwohl Phantasten wie ich angesichts des irrsinnigen Vorschusslorbeers sogar noch mehr erwartet haben). Er wird sich weiter steigern, zumal die Spurs mit Chris Paul einen außerordentlichen Spielmacher verpflichtet haben, auch wenn der 37-Jährige seine allerbesten zeiten hinter sich hat. Der wirkliche Star sitzt auf der Bank: Gregg Popovic, mehrfacher Meistertrainer, mit 75 Jahren junggeblieben. Sehr wichtige Stimme, vor allem auch zu allen relevanten Themen außerhalb des Courts (wie auch Warrior Steve Kerr). Und aus sportlicher enau der Richtige Coach für den Aufbau eines Wembanyama..

X-Faktoren
Jeremy Sochan Ierstaunliche Löwen-Frisur), Darius Vasell: Zwei hochveranlagte Spieler. Das Schöne für sie ist: Keiner (bei Verstand und Realitätssinn) erwartet eine Winning Season oder gar Play-offs, sondern „nur“ eine Steigerung.

Problemfelder
Sehe ich eigentlich keine, wenn denn alle Verantwortlichen die Ruhe bewahren und nichts Irrwitziges verlangen. Natürlich muss das Team auch bei Laune gehalten werden angesichts möglicher Niederlagenseren.

IV. Und sonst?

Vebleiben die LA Clippers, Utah Jazz und Portland TrailBlazers. Während ich die Utah Jazz trotz eines Lauri Markkanen (finnisches leises Seufz) und die Blazers ganz abschreibe, sehe ich bei den Clippers einen Hoffnungsschimmer und auch viel Interessantes

Los Angeles Clippers

Sie hatten großes vor mit den 3 Top-Stars Kawhi Leonard, Paul George und James Harden sowie tollen Ergänzugnsspielern. Platz 4 im starken Westen war auch aller Ehren Wert, bevor die Mavs dem Run ein Play-off-Aus bescherten. Und jetzt? Paul George ist weg, Leonard (mal wieder) verletzt und Harden wird auch nicht jünger. Niedergang zur Unzeit in der funkelnagelnneuen ultrateuren Super-Halle, die Besitzer Steve Ballmer errichten ließ.

Top-Stars
Immer noch James Harden und Kawhi Leonard, oder sind es nur nocht Alt-Stars. Leonard fällt erst mal auf unbestimmte Zeit aus (ganz schlechtes Zeichen). Und Harden legt auch nicht mehr die unglaublichen Zahlen auf , die ihn einst zum MvP und besten Punktesammler der Liga machten.

X-Faktor
Die neue Halle: War so hübsch gedacht; ein titelreifes Team in endlich eigener Spielstätte. Endlich nicht mehr Anhängsel der alles überstrahlenden Lakers. Wenn der Start wider Erwarten doch einige Siege bringt, kann hier natürlich viel Energie gezogen werden.

Problemfelder
Wo anfangen, wo aufhören? Neben den verletzungs-anfälligen George und Harden ist da erst mal ein signiikanter Substanzverlust zu sehen mit dem Abgang von Plumlle, Theis und auch Westbrook. Und die Zukunft wurde verscherbelt. Erst 2030 (!) verfügen die Clippers wieder über ihre eigenen Draft-Picks. Die Stars der Branche werden angesichts dieser Gemengenlage nicht gerade Schlange stehen, um nach LA zu wechseln, obwohl Strand und Aber-Millionen locken.

Das wars mit der Vorschau. Let the Games begin