Cavs und Celtics klare Favoriten

Blick über den Teich, NBA

 

Die Conference Semifinali im Osten stehen fest mit zwei ganz klaren Favoriten.

 

(1) Cleveland Cavaliers – (4) Indiana Pacers

Alles spricht für die Cavaliers: die weit bessere Saisonbilanz, der sehr überzeugende Durchmarsch in der 1. Runde gegen die Miami Heat mit der insgesamt größten Differenz bisher in einer Serie überhaupt (+122 in 4 Spielen). Der breitere Kader (Ty Jerome von der Bank) und der beste beste Mann (Donovan Mitchell). Muss überhaupt gespielt werden? Dämliche Frage, ich weiß, und die Pacers haben durchaus ihre Möglichkeiten, den Cavaliers wehzutun. Ihr enormes Tempo, eine sehr ausgeglichene Starting 5 und mit Tyrese Haliburton einen der besten Spielmacher der Liga, in Glanzform sogar der beste. In der Saison lautet die Bilanz immmerhin 3:1 für die Pacers.

 

Auf die es ankommt

Bei den Cavs ist das unzweifelhaft Donovan Mitchell, der beste der sehr guten Spieler, der gerade in den Play-offs noch mal etwas zuzuseten hat. In der Verteidigung scheint Evan Mobley eine Bank, gerade zum besten Verteidiger der Liga gewählt.
Die Pacers setzen auf auf Tyrese Haliburton, assistiert von Pascal Siakam, der sich allerdings gehörig steigern muss. In der Verteidigung ist Miles Turner eine Bank, der beste Schussblocker der Liga hinter Ausnahmetalent Victor Wembanyama

 

X-Faktoren

Beide Teams haben einen breiten Kader, und die Trainer sind auch bereit, vielen Spielern Einsatzzeiten zu gewähren. Ty Jerome von den Cavs hat sich in der 1. Runde den inoffiziellen Titel als bester Einwechselspieler verdient. Bei den Pacers bin ich auf TJ McConnell gespannt.

🧠 Cavs: In allen relevanten Statistiken ist Cleveland besser. Das Dreigestirn Mitchell, Garland (wenn er enn fit ist) und Mobley dürfte den Ausschlag geben. Wenn nicht, hilft die Super Bank
❤️ Cavs: Ich hab sie einfach liebgewonnen wegen ihrer zum Teil fantastischen Auftritte in der Saison. Dabei habe ich überhaupt nichts gegen die Pacers. Letztliuch aber sehe ich auch nur die Cavs als ebenbürtig mit den Celtics, die ich jetzt nicht so prickelnd finde.

 

(2) Boston Celtics – (3) New York Knicks

Hier sehe ich die Favoritenrolle zu Gunsten der Celtics fast noch größer als in der Cavs-Pacers-Serie. Obwohl wahrlich nicht in Bestform, haben sie sich in der 1. Runde letztlich klar gegen die Orlando Magic durchgesetzt. Die Knicks ihrerseits benötigten gegen die Detroit Pistons auch viel Glück (und die Refs?) in den jeweiligen Schlussphasen. Mal sehen, wie sie die intensive, kraft- und nervenaufreibende Serie überstanden haben. Das Hauptproblem: Von der Bank gibt es praktisch Null Unterstützung. Und das intensive Spiel ist recht foulgefährdet (Karl-Anthony Towns!).

 

Auf die es ankommt

Jayson Tatum hat sich diese Saison klar zum besten Spieler der Celtics aufgeschwungen. Er ist derjenige, der in den heiklen Phasen den Ball bekommt und meist etwas sehr Sinnvolles damit anzufangen weiß. Glänzend assistiert wird er von Jaylen Brown und Payton Pritchard, der Super Dreierschütze von der Bank kommend.
Bei den Knicks dreht sich alles um Jalen Brunson, Matchwinner in Spiel 6 gegen die Pistons und insgesamt wieder in überragender Play-off-Form. Ihn müssen die Celtics stoppen, sonst könnte es bitter werden. Towns, OJ Amunoby und Mikal Bridges müssen mehr (Schuss)-Verwantwortung übernehmen. Wenn sie treffen, ist einiges drin.

 

X-Faktoren

Bei den Celtics wird viel davon abhängen, wie die Dreier fallen. Das war die riesige Stärke in der Saison, doch gegen die Magic waren die Zahlen ehe ernüchternd, sowohl was Anzahl als auch Trefferquote betrifft. Doch wehe, Pritchard, Tatum und Co. treffen …
Die Knicks brauchen die Bank, denn die Starting Five wird ihre Pause brauchen. Vielleicht Mitchell Robinson wenigstens in der Defensive

🧠 Celtics: ch sehe nicht, wie die Knicks das schaffen wollen. Höchstens wenn die Wurfquoten der Celtics im Keller sind, sehe ich eine kleine Chance. Es wird auch eine Kraftfrage, gerade bei Brunson und Amunoby.
❤️ Knicks: Dabei würde ich ihnen den Einzug in die nächste Runde wünschen. Die intensive Serie gegen die Pistons war genau was für den Basketball-Fan. Die Celtics sind mir fast zu klinisch mit ihrer Dreierschießerei, und sie haben ja letztes Jahr schon gewonnen.

Ansetzungen der Serien (MESZ soweit bestätigt und ohne Gewähr)

Cavs – Pacers
Mo., 00:00 (Cleveland)
Mi., 01:00 (Cleveland)
Sa., 01:30: (Indiana
Mo., 02:00: (Indiana)

Celtics – Knicks
Di., 01:00: (Boston)
Do., 01:00 (Boston)
Die nächsten beiden Spiele sind in der Nacht zu Samstag und Sonntagabend/in der Nacht zu Montag (13/05) in New York.

 

Wende ohne den Superstar

Blick über den Teich, NBA

 

(4) DENVER NUGGETS – (5) Los Angeles Clippers 120:101 (Endstand: 4:3)

 

Die Wende zu ihren Gunsten leiteten die Nuggets ausgerechnet da ain, als ihr Superstar Nikola Jokic auf der Bank saß, ansonsten eine für sie desaströse Zeit. Zu Beginn des 2. Viertels schafften sie den Tornaround und verwandelten einen 5-Punkte-Rückstand in einen Vorsprung. Als dann Jokic zurückkam, hatte er auch seine Wurfschwäche überwunden und versenkte sofort einen Dreier. Danach gab es kein Halten mehr, und die bis dato ausgeglichene Partie mutierte zum Blow out. : Punkt für Punkt zogen die Nuggets davon. Zur Pause führten sie mit 11, nach dem 3. Viertel gar mit 27 Punkten. Der Rest war Schaulaufen respektive Kräftesparen.

 

Bester Mann

Die Starting Five: Alle 5 Spieler hatten 15+ Punkte auf dem Konto. Hervorheben würde ich Christian Braun, der seine mit Abstand beste Partie der Serie abieferte und gerade im 1. Viertel die Nuggets im Spiel und den Rückstand mit 9 Punkten in Grenzen hielt.

 

Stark in der Niederlage

Am ehesten noch Kawhi Leonard, der sich lange Zeit als einziger gegen die Niederlage stemmte. Der Rest ging hoffnungslos unter.

 

Ausblick der Sieger

Die Nuggets bekommen es mit dem Liga-Primus Oklahoma City Thunder zu tun. Offen gestanden fehlt mir die Fantasie, wie sie 4 Spiele gegen sie gewinnen können. Andererseits: Jokic, Murray und Co haben die Play-off- und Titelerfahrung, die OKC noch abgeht. Und wenn der Serbe so richtig abgeht …

 

Und die Verlierer

Die Clippers haben eine weit bessere Saison gespielt, als viele Experten und auch ich ihnen zugetraut habe. Blutauffrischung tut dem alten Team Leonard 33, Harden 35, Powell 31) dennoch Not, allerdings haben sie wenige Draft Picks in den nächsten Jahren. Es könnten schwierige Jahre werden.

 

Ansetzungen

Leider gibt es Sonntagabend unserer Zeit keine Partie. So viel zum Thema, dass die NBA sich um den europäischen Markt kümmern will.

Mo., 00:00: Cleveland Cavaliers – Indiana Pacers 0:0
Mo., 02:30: Houston Rockets – GS Warriors (3:3)
Di., 01:00: Boston Celtics – New York Knicks (0:0)
Di., 03:30: Oklahomo City Thunder – Denver Nuggets (3:3)

 

In eigener Sache: Ich fahre für gut eine Woche an den Bodensee. Dort habe ich zwar WLan, aber hoffentlich auch schönes Wetter, also nicht so viel Zeit für diesen Blog. Zuvor werde ich heute aber noch eine Vorschau der Conference Halbfinals im Osten wagen.

 

 

Green früh im Green-Modus

Blick über den Teich, NBA

 

(7) Golden State Warriors – (2) Houston Rockets 107:115 (3:3)

 

Mit einer reifen Leistung erzwangen die jungen Rockets ein 7. Spiel und den Showdown Sonntagnacht in Houston. Fast die gesamte Partie lagen sie in Führung, die Warriors blieben zwar lange in Reichweite, aber ein verheerendes viertes Viertel (nur 1 von 13 Dreiern) besiegelte die Niederlage.
Draymond Green setzte früh ein Zeichen mit dem für ihn obligatorischen technischen (flagarant) Fouzl, als er einen Gegenspieler im wahrscten Sinne an der Gurgel packte. Doch sen Team erhörte den Weckruf nicht. Sie produzierten wie auch die Rockets mehrere Ballverluste, schön anzuschauen war das nicht immer, zumal die Warriors in eigener Halle schon in den ersten 12 Minuten kalt blieben (3/10).
Das sollte sich zunächst nicht wesentlich bessern. Die Partie blieb fahrig, die Rockets versäumten es sich entscheidend abzusetzen. Steph Curry hatte zwar starke Szenen, aber von den anderen kam zu wenig. Im 3. Viertel taute dann Play-off Jiommy Butler auf, er und Curry hielten mit je 10 Punkten die Führung der Rockets in Grenzen.

Die Entscheidung fiel Mitte des vierten Viertels. Binnen gut 4 Minuten machen die Warriors mit einem 15:0-Lauf alles klar. Sie selbst trafen, wie sie wollten, die Warriors nicht mal gute Bekannte. Der Rest war Schaulaufen, während das Publikum schon vor der Schlusssirene in Scharen geradezu fluchtartig die Halle verließ.

 

Bester Mann

Fred van Vleet: Erneut mit starken Stats (29, 8, 8). Vor allem aber gibt der Routinier, der mit den Raptors 2019 den Titel holte, der jungen Truppe halt.

 

Stark in der Niederlage

Steph Curry und Jmmy Butler mit 29 und 27 Punkten durchaus in ihrem Rahmen, wenngleich nicht außergewöhnlich. Auch sie gingen im Schlussabschnitt unter.

 

X-Faktor

Steph Adams: Der Neuseeländische Center glänzte vor allem in der Verteidigung, wo er es Butler und auch Curry sehr schwer machte mit seiner Körpergröße, die ihm 3 Blocks ermöglichten. Ein Freiwufspezialist wird er nicht mehr, weshalb ihn die Warriors gleich zu 10 Veruchen an die Linie schickten. Immerhin 6 verwandelte er, für ihn ein überdurchschnittlicher Wert.

 

Ausblick

Spiel 7, da kann alles passieren, und ich wage keinen Tipp. Allerdings brauchen die Warriors unbedingt eine bessere Quote als zuletzt und neben Curry und Butler noch einen verlässlichen Punktesammler. So könnte es auf Brandin Podziemski ankommen.
Die jungen Rockets müssen ihre Nerven zusammenhalten, was in den beiden vergangenen Spielen sehr gut gelang. Sie haben klare Größenvorteile, die sie ausspielen müssen.

 

Ansetzungen

So., 01:30: Denver Nuggets – Los Angeles Clippers (3:3)
Mo., 00:00: Cleveland Cavaliers – Indiana Pacers (0:0)
Mo., 02:30: Houston Rockets – Golden State Warriors (3:3)

 

Drama für die Pistons

Blick über den Teich, NBA

 

Zumindest ein Spiel 7 wird es in der 1. Play-off-Runde geben, das die LA Clippers mit einem Sieg gegen die Denver Nuggets eerzwangen. Mit viel Pech, aber auch Unvermögen sind die Detroit Pistons an den New York Knicks gescheitert.

 

EASTERN CONFERENCE

 

(6) Detroit Pistons – (6) NEW YORK KNICKS 113:116 (Endstand: 2:4)

 

Was für eine dramatische Serie, was für unglaublich aufregende Spiele. Die 6. Partie der beiden in Detroit war das Sahnehäubchen, obwohl jeder neutrale Basketball-Fan gerne noch einen Nachschlag gehabt hätte in Form eines Deciders im Madison Suare Garden.
Dabei lief erst mal alles für die Knicks, die im ersten Viertel trafen, wie sie wollten. Doch auch wegen der Einwechslung von Malik Beasley und Dennis Schröder kamen die Pistons Punkt für Punkt heran. Beasley brachte die Gastgeber gar mit seinem sechsten verwandelten Dreier per Buzzerbeater vor der Pause in Führung.
Die hielt im 3. Viertel nicht lange, in der die Knicks abermals davon zogen. Der Vorsprung betrug zu Beginn des 4. Viertels 11 Punkte.
Das Publikum verstummte schon etwas verzweifelt, da starteten die Pistons die nächste Aufholjagd und glichen dank eines 11:0-Runs innerhalb von knapp 3 Minuten erneut aus. Jetzt tobte die Halle, und die Pistons sahen schon wie der Sieger aus. als sie 50 Sekunden vor Schluss mit 2 Punkten in Führung lagen. Doch erst glich Mikal Bridges nach Offensiv-Rebound und Dunk aus, dann versenkte der überragende Jalen Brunson einen Dreier 5 Sekunden vor Schluss. Eine letzte Chance, doch der in der 2. Halbzeit nicht mehr so auffällige Beasley ließ einen Pass durch die Hände gleiten. Spiel vorbei, Serie vorbei.
Eine Serie, die zum Klassiker werden könnte, so umkämpft war sie, gerade die Partien in Detroit. Alle 3 für die Knicks, die insgesamt 6 Punkte mehr holten als der Gegner.

 

Bester Mann

Jalen Brunson: Es gab ja Zweifel, weil er im Spiel zuvor erneut umgeknickt war. Dier Guard ließ sich nichts anmerken, erzielte 40 Punkte, darunter den großartigen Dreier zum Sieg.

 

Stark in der Niederlage:

Malik Beasley: Seine 6 Dreier in der 1. Halbzeit hielten die Pistons überhaupt im Spiel. Am Ende hatte er ein Plusminus von +17, der beste Wert aller Spieler auf dem Parkett.

 

🇩🇪 👓

Mit seinen 7 Punkten und 5 Assists hatte Dennis Schröder großen Anteil an der Aufholjagd im ersten Durchgang. Vor allem aber glänzte der Nationalmannschaftskapitän in der Defense, wo der dem überragenden Brunson das Leben sehr schwer machte, sonst hätte dieser wohl 50+ Punkte erzielt.

 

x-Faktor

Die Rebounds. 43:36 lautete das Verhältnis für die Knicks. Vor allem in der Schlussphase hatten sie ganz wichtige Offensivrebounds, die letztlich die partie entschieden.

 

Ausblick der Sieger

Die Knicks bekommen es ab Sonntag mit den Boston Celtics zu tun, und der Titelverteidiger ist auch klarer Favorit. Chancenlos sehe ich die New Yorker nicht. Das Hauptproblem ist (neben der Stärke der Celtics) vor allem die praktisch nicht vorhandene Unterstützung der Starting Five von der Bank. Es wird also die Frage sein, wie die Kräfte halten und ob gerade ein Karl-Anthony Towns nicht in Foulprobleme kommt.

 

Und die Verlierer

Den Detroit Pistons gehört die Zukunft. Das Team ist jung, und die meisten Spieler haben ihren Zenit noch (längst) nicht erreicht. Schon nächstes Jahr erwarte ich die Pistons mindestens in der 2. Runde, und dann wird auch endlich der erste Post-Season-Heimsieg seit 2008 fällig sein. Schön fände ich es, wenn Dennis Schröder als einer der Erfahrenen in Detroit bleiben würde (und endlich mal in einem NBA.Team seßhaft würde). Das entscheidet sich in den nächsten Monaten, für mich spricht nach den insgesamt starken Leistungen auch in den Play-offs aus beiderlei Sicht wenig dagegen, dass der Nationalmannschaftskapitän verlängert. Am Ende wird es eine finanzielle Frage.

 

WESTERN CONFERENCE

 

(5) Los Angeles Clippers – (4) Denver Nuggets 111:105 (3:3)

 

Nicht ganz so spannend ging es in der 2. Partie des Tages zu. Nach ausgeglichener erster Halbzeit setzten sich die Clippers im 3. Viertel entscheidend ab und erarbeiteten sich eine zweistellige Führung und sogar mehr. Diese hielt bis weit in den Schlussabschnitt, ehe die Nuggets (wohl echer aus Clippers-Schwäche) eine Art Aufholjagd starteten. Doch wirklich gefährdet schie mir der Clippers-Sieg zu keinem Zeitpunkt.

 

Bester Mann

 

Die Starting Five (außer Kris Dunn, der dort eigentlich nichts zu suchen hat)). James Harden, Kawhi Leonard und Norman Powell hatten alle 20+ Punkte, Ivica Zubac verteidigte insgesamt glänzend gegen Nikola Jokic (ausschalten konnte er den besten Basketballer der Welt natürlich nicht).

 

Stark in der Niederlage

Nikola Jokic: Der Serbe wehrte sich nach Kräften, aber er legte diesmal nicht die Monsterzahlen auf, die man von ihm gewohnt ist (wegen Zubac!).

 

Ausblick

In der Nacht zu Sonntag also der Showdown in Denver, also in 1600 Metern Höhe. Ob das noch ein Faktor ist, weiß ich nicht. Für Denver spricht natürlich trotzdem der Heimvorteil, für die Clippers vielleicht die Tatsache, dass sie etwas gleichwertiger besetzt sind.

 

Ansetzungen

Sa., 03:00: Golden State Warriors – Houston Rockets (3:2)
Ein eventuell notwendiges Spiel 7 fände am Sonntag (Ortszeit) in Houston statt.
So., 01:30: Denver Nuggets – Los Angeles Clippers (3:3)

 

 

Dreier – wer braucht die denn?

Blick über den Teich, NBA

 

Die Rockets bleiben nach dem Heimsieg gegen die Warriors im Titelrennen, die Lakers haben sich dagegen verabschiedet nach einer insgesamt enttäuschenden Serie gegen die Timberwolves

 

(2) Houston Rockets – (7) Golden State Warriors 131:116 (2:3)

 

Schon im ersten Vietel überrannten die Rockets die zeitweise desaströsen Warriors (5 Ballverluste) und legten 40 Punkte auf, in Play-offs ein irrsinniger Wert. Dies begünstigte natürlich die überdurchschnittliche Trefferquote von 64,7 Prozent der erfolgreichen Würfe. Bei en Warriors lief es erst etwas besser, als Steve Kerr der zweiten Garde eine Chance gab.
Ähnliches Bild im 2. Viertel: Die Rockets trafen nach Belieben, die Warriors suchten nach ihrer Form. So betrug der Vorsprung zur Pause satte 25 Zähler, und den sollten die Rockets im 2. Durchgang sicher verwalten. Den Warriors bleibt die Genugtuung, dass sie das letzte Viertel mit satten 12 Punkten Vorsprung für sich entschieden.

 

Bester Mann

 

Aus dem starken Kollektiv der Rockets (alle Startspieler punkteten zweistellig) ragte Fred van Vleet heraus. 26 Punkte standen für ihn zu Buche, erneut war er von der Dreierlinie stark (4/6).

 

Stark in der Niederlage

Am ehesten noch Moses Moody mit seinen 25 Punkten von der Bank kommend. Es stellt sich halt die Frage, ob er auch in engen Partien so zum Zug kommt.

 

Ausblick

Die Warriors brauchen eine erhebliche Steigerung ihrer Starspieler Stephen Curry und Jimmy Butler, die beide einen eher furchtbaren Tag hatten. Gerade bei Curry ist das sehr wahrscheinlich.

 

(3) Los Angeles Lakers – (6) MINNESOTA TIMERWOLVES 96:103 (Endstand: 1:4)

 

Der erste Upset der diesjährigen Play-offs, also ein Weiterkommen des schechter gesetzten Teams. Dass die Timberwolves in der LA-Halle gewannen, ist eigentlich in diesen Basketball-Zeiten absurd. Denn ihre Dreierquote war eine absolute Katastrophe. Gleich 47-mal versuchten sie es aus der Ferne, ganze 7-mal waren die Spieler dabei erfolgreich. 14,7 Prozent Quote – da wäre mancher Oberligist ins Grübeln kommen. Beispielhaft Anthony Edwards. Der wagte (anders kann ich das gar nicht mehr nennen) es 11-mal, und traf nicht einmal in den Korb.
Und doch siegten sie am Ende fast komfortabel, weil die Lakers ihr hausgemachtes Problem absolut nicht in den Griff bekamen. Und dieses Problem heißt nach dem Trade von Anthony Davis: Länge unter dem Korb, vor allem auch unter dem eigenen Korb. 54:37 lautete am Ende das Rebound-Verhältnis, und der lange Rudy Gobert auf Wolves-Seite bedankte sich für die Lufthohein mit einem Dunk nach dem anderen. Lakers-Coach JJ Reddick wird sich schon fragen lassen müssen, warum er seinen Center Jaxson Hayes nicht eine Minute lang spielen ließ. Der hätte vielleicht wenigstens foulen können und den eher freiwurfschwachen Franzosen an die Linie schicken können …
Und so retteten sich die Wolves trotz des venagelten Korbs zum Sieg, obwohl die Lakers im 3. Viertel, ohnehin ihre Spezialität, kurz sogar in Führung gingen.

 

Bester Mann

Rudy Gobert: Der Franzose muss sich ja viel Kritik anhören. Nicht mehr zeitgemäß sei sein Spiel, nur auf tumbes Zerstören unterm eigenen Korb ausgelegt. Nun denn: Der „rückständige“ Gobert legte 27 Punkte auf (viele praktisch ungestört unterm Korb) und schnappte sich 24 Rebounds, davon 9 am offensiven Brett. Beides Top-Werte des Teams, wo sich im 4. Viertel noch Julius Randle mjit schwierigen Treffern letztlic h zum Matchwinner aufschwang.

 

Stark in der Niederlage

Rui Hachimura: Der Japaner zeigte eine exzellente Vorstellung, zum einen in der Verteidigung (gemeinsam mit Austin Reaves gegen Edwards), aber vor allem auch in der Offensive, wo er 23 Punkte sammelte, dabei 5 von 8 Dreier verwandelte.

 

🇩🇪👓

Maxi Kleber durfte zum ersten Mal für die Lakers ran. In 5 Minuten verwandelte er 2 Freiwürfe, scheiterte aber mit einem wichtigen Dreier.

 

Ausblick des Siegers

Die Timberwolves warten auf den Sieger der Serie Rockets/Warriors. Gegen beide Teams sehe ich beste Chancen, zumal sich ein derartiges Dreier-Desasgter nicht wiederhoen dürfte. Kommen die Warriors weiter, hätten sie zudem sogar Heimvorteil

 

Und die Verlierer?

Es wird nicht ohne Umbruch gehen, zumal LeBron James nicht älter wird. Unglaublich genug, welch großartige Leistungen er immer noch zeigt, aber auch er kann das Alern nicht besiegen. Klar ist, dass sich die Lakers auf dem Markt nach einem sehr guten Big Man umsehen werden (müssen!). Luka Doncic wird der Spieler sein, um den das Team aufgebaut wird. Die Lakers sind immer noch eine sehr feine Adresse, und der Pazifik nicht das Schlechteste zum Wohnen.