von Münchner Löwe | Mai 26, 2025 | basketball, Eishockey, NBA, NHL
Blick über den Teich NBA und NHL
Abermals ein fast unglaublicher Comebacksieg der New York Knicks, und eine weitere Demosntratkion der Stärke der Oilers, das waren die Conference-Finals-Spiele von Sonntagnacht.
Indiana Pacers – New York Knicks 100:106 (2:1)
Wahrscheinlich sind viele Zuschauer in Europa kurz vor der Pause um etwa halb vier Uhr morgens doch ins Bett gegangen. Denn was sollte noch passieren angesichts des großen Vorsprungs der Pacers, der bis zu 20 Punkte betrug. Zumal so wenig klappte bei den Knicks, und sich die beiden Schlüsselspieler wie Karl-Anthony Towns und Jalen Brunson obendrein noch in Foulproblemen befanden. Wer dann heute morgen nur noch das Ergebnis kontrollierte, dürfte ein trauriges Erwachen gehabt haben.
Denn die Knicks machten mal wieder Knicks-Things. Wie in den beiden Auftaktspielen bei den Boston Celtics kamen sie im dritten Viertel langsam ran, egalisierten die Partie im Schlussabschnitt und zeigten sich in der Schlussphase nervenstark. So feierten sie in Indiana erneut einen spektakulären Comeback-Sieg und ließen sich auch in der Serie am Leben.
Eine sehr aggressive Abwehr und ein am Ende unglaublicher Towns ebneten die Wege zum nicht mehr erwarteten Erfolg. Wichtige Hilfe erhielt er von Jalen Brunson, sonst der Mann der letzten Minuten.
Bester Mann
Karl-Anthony Towns: Zumindest der Karl-Anthony Towns des 4. Viertels, nachdem es offensiv zuvor überhaupt nicht für ihn gelaufen war (4 Punkte). Doch jetzt explodierte er im besten Sinne, übernahm Veranwortung. 20 Punkte schaffte er im Schlussabschnitt, versenkte 3 von 4 Dreiern und insgesamt 6/9 Würfe. Dazu schnappte er sich auch noch 8 Rebounds, unfassbare Zahlen für 11:24 Minuten Einsatzzeit.
Stark trotz der Nederlage
Myles Turner: Legte 19 Punkte auf und zeigte erneut seine Stärke beim Block (2).
X-Faktor
Nervenstärke: 16-mal traten Knicks-Profis im Schlussviertel an die Freiwurflinie, 15-mal verwandelten sie. Überhaupt waren sie mit 27/30 Versuchen sehr stark an der Linie.
Zahlereien:
5 von 25 Dreier trafen die Pacers, ein unterirdischer Wert. Dabei war das Shooting bisher die große Stärke von Indiana in der Serie (mehr als 40 Prozent).
9 Spieler setzte Knicks-Trainer Tom Thibedeau mehr als 10 Minuten ein, ganz gegen seine Gewohnheit. So hatte etwa Josh Hart, sonst absoluter Viel-Spieler am Ende noch viel Kraft.
Ausblick
Die Pacers haben ein déjà-vu. Auch in der letzten Play-off-Runde gegen die Cleveland Cavaliers verloren sie das erste Heimspiel nach 2 Auswärtssiegen. Sie ließen sich dadurch nicht beeindrucken und gewannen die folgenden beiden Partien.
Auf der anderen Seite haben die Knicks schon des Öfteren ihre Nervenstärke gezeigt, auch in der unglaublichen Erstrundenserie gegen die Detroit Pistons.
Letztlich sehe ich kleine Vorteile für die Pacers.
Ansetzungen
Di., 02:20: Minnesota Timberwolves – Oklahoma City Thunder (1:2)
Mi., 02:00: Indiana Pacers – New York Knicks (2:1)
Edmonton Oilers – Dallas Stars 6:1 (2:1)
Was für ein Statement-Sieg der Kanadier. Angeführt vom überragenden Conor McDavid ließen die Oilers Dallas keine Chance und siegten letztlich ungefährdet. Neben McDavid traf auch Zach Hyman doppelt, Zudem entwickelt sich die Abwehr zur fast uneinnehmbaren Festung, und was aufs Tor kam wurde zur Beute von Goalie Scottie Skinner (22 Paraden).
Anmerkung am Rande: Die NHL hatte die Partie zur selben Zeit wie das WM-Finale USA gegen Schweiz (1:0 OT) angesetzt, ein deutliches Zeichen, wie wenig Wert sie diesem Turnier beimisst, obwohl so viele NHL-Profis gerade auch im Finale mitmachten.
Leon, der Profi
Statistisch war Leon Draisaitl nur am letzten Tor per Assist beteiligt, aber ein unermüdlicher Kämpfer un d sich auch für Defensiv-Arbeit nie zu schade.
Meine Finnen
Die Stars-Suomis waren alle unproduktiv, Mikko Rantanen gab wenigstens einen Assist zum 1:2. Roope Hintz musste nach dem heftigen Stockschlag von Nurge (nur 2 Minuten, absurd!) in Spiel 2 aussetzen.
Ausblick
Alles spricht jetzt für die Oilers, aber sie Stars habe in den Serien zuvor gezeigt, dass sie sich von Rückschlägen erholen können. Allerdings müsste die Offensive wieder auf Toren kommen, und da wäre eine Rückkehr von Roope Hintz hilfreich.
Ansetzungen
Di., 02:00: Florida Panthers – Carolina Hurricanes (3:0)
Mi., 02:00: Edmonton Oilers – Dallas Stars (2:1)
von Münchner Löwe | Mai 25, 2025 | basketball, Eishockey, NBA
Blick über den Teich, NBA und NHL
Was für eine Wölfe-Schau in Minneapolis. Die Minnesota Timberwolves überrannten Oklahoma City Thunder und stellten im Conference Final auf 1:2 Siege. Dagegen stehen. die Florida Panters nach dem nie gefährdeten 6:2 vor ihrem dritten Einzug ins Stnley-Cup-Finale
NBA
Minnesota Timberwolves – Oklahoma City Thunder 143:101 (1:2
Nicht wiederzuerkennen waren die Wolves nach den beiden letztlich enttäuschenden Auftritten in Oklahoma. Extrem aggressiv (sogar der lange und unbewegliche Rudy Gobert verzeichnete zwei frühe Steals) in der Abwehr und zielsicher im Abschluss lagen sie von Beginn an in Führung. Anthony Edwards war kaum zu bremsen und legte allein im 1. Viertel 16 Punkte auf.
OKC hatte dem wenig entgegenzusetzen. Shai Gilgeous-Alexander (vom Publkum böse ausgepfiffen) hatte einen gebrauchten Tag wie allerdings das gesamte Team. So stand es nach dem 1. Viertel 34:14, nach dem 2. Viertel gar 72:41.
Ein winziger Hoffnungsschimmer kam auf, als die Thunder zu Beginn des 3. Abschnittes schnell 6 Punkte gutmachten, doch ein Dreier von Lou Dort prallte nur ean den Ring. Von da an gab es kein Halten mehr, und im Schlussabschnitt durfte auf beiden Seiten vor allem die 2. Garde ran.
Bester Mann des Siegers
Anthony Edwards: Brillierte 3 Viertel, bevor er die wohlverdiente Pause bekam. 30 Punkte, 9 Rebounds und 6 Assists legte er auf. Er traf von draußen (5/8 Dreier) aber auch nach sehr schönen Moves zum Korb.
Doch praktisch jeder der Gastgeber konnte sich erheblich steigern.
Stark beim Verlierer
Fällt aus: Man ergab sich willenlos ins Schicksal
X-Faktoren
Die endlich aggressive Verteidigung der Wolves entschied die Partie.
Rookie Terrence Shannon (Wolves) gab eine tolle Talentprobe (Viertels) zum Ende des 1. Viertels, als er in nur 4 Minuten 9 Punkte sammelte.
Überhaupt die Bank: Starke Verbesserung zeigte vor allem Naz Reed, der auch endlich einen Dreier versenkte, nachdem er n den ersten beiden Partien gleich 12 Versuche verballerte.
Zahlereien
13 Ballverluste leistete sich OKC in der 1. Hälfte, davon SGA allein 4.
143 Punkte sind Play-off-Rekord der Minnesota Timberwolves
Hartenstein Watch
Der OKC-Center ging mit unter. 6 Punkte, 4 Rebounds sind für ihn unterdurchschnittliche Werte.
Ausblick
Trot des Debakels sind die Thunder noch in der Vorderhand. Allerdings bedarf es einer gewaltigen Leistungssteigerung, wenn sie Dienstagnacht das 2. Spiel im Target Center gewinnen wollen. Die Wolves ihrerseits sind in der Serie angekommen. Jetzt wissen sie, wie es geht.
Ansetzungen
Mo., 02:00: Indiana Pacers – New York Knicks (2:1)
Di., 02:30: Minnesota Timberwolves – Oklahoma City Thunder (1:2)
NHL
Florida Panthers – Carolina Hurricanes 6:2 (3:0)
Mit einer vor allem in 3. Drittel famosen Leistung haben die Panthers zu ihrem dritten Stanley-Cup-Finale weit aufgestoßen. In allen Belangen waren sie besser; vor allem der wieder sehr starke Torwart Sergej Dobrowski und der gleichsam effektive wie effiziente Sturm.
War die Partie in den ersten beiden Dritteln noch ausgeglichen (1:1), brach es zu Beginn des Schlussabschnitts über die Gäste herein, als Florida. Hier zeigte sich die ganze Klasse des Titelverteidigers vorne und hinten
Meine 🇫🇮
Hatten großen Anteil am Sieg der Panthers. Niko Mikkola eröffnete den Torreigen und ließ noch das 3:1 folgen. Kapitän Alexander Barkov erzielte das 4:1 und 5:1 und gab einen Assist. Je eine Vorlage verbuchten auch Anton Lundell (Panthers) sowie Jesperi Kotkaniemi und Sebastien Aho (beide Hurricanes).
Ausblick
Mir fehlt die Fantasie, wie die Canes das noch drehen wollen. Zu übelegen erscheinen die Panthers, die jetzt in ihrem Play-off-Modus angelangt sind. Sie werden auch versuchen, die Serie früh zu beenden, um Kräfte fürs Finale zu sparen.
Ansetzungen
So. 21:00: Edmonton Oilers – Dallas Stars (1:1)
Di., 02:00: Florida Panthers – Carolina Hurricanes (3:0)
von Münchner Löwe | Mai 24, 2025 | Allgemein
Blick über den Teich, NBA und NHL
Die Auswärtsmannschaften sind auch in den Conference Finals gut unterwegs. Während die Indiana Pacers bereits das zweite Spiel im New Yorker Madison Square Garden für sich entschieden, schafften die Edmonton Oilers einen überzeugenden Shut-out-Sieg bei den Dallas Stars
NBA
New York Knicks – Indiana Pacers 109:114 (0:2)
Nach dem Overtime-Sieg, der allen Beteiligten Nägel und Nerven gekostet haben dürfte, schafften die Pacers im zweiten Spiel einen fast souveränen Erfolg im Garden. Dank des besseren Team-Basketballs und einem überragenden Pascal Siakam führten sie 2:45 Minuten vor Schluss mit 110:100, der Endspurt der Knicks, der sie bis auf einen Zähler heranbrachte, kam zu spät.
Fast Totenstille danach im zuvor tobenden Madison Square Garden, der vielleicht sogar das letzte Saisonspiel gesehen haben könnte.
‚
Bester Mann der Sieger
Pascal Siakam: Wahrscheinlich die beste Partie des Kameruners im Dress der Pacers, seit er im Februar 2024 von den Toronto Raptors gekommen war. Von Beginn an war er voll auf der Höhe und für die ersten 11 Punkte der Gäste verantwortlich. Natürlich konnte Siakam diese Perfektion nicht durchhalten, doch am Ende standen für ihn 39 Punkte auf der Anzeigentafel, und auch in der entscheidnen Phase war er zur Stelle.
Stark beim Verlierer
Jalen Brunson: In der Vorschau hatte ich noch geschrieben, dass die Knicks keinen Superstar hätten. Das muss ich revidieren. Was Brunson gerade für die Knicks abliefert, ist das allerhöchste Regal. Den 43 Punkten in Spiel 1 folgten 36 Punkte und 11 Assists. Wenn er auf dem Parkett war (39 Minuten) lief praktisch jeder Angriff über ihn. Er übernahm Verantwortung, nahm viele schwierige Würfe, vielleicht zu viele? Das Problem war sicher nicht Brunson, sondern eher die fehlende Unterstützung von Co.-Star Karl-Anthony Towns, der gerade in der entscheidenden Phase abtauchte und im Schlussviertel nicht einen Korb aus dem Feld erzielte.
X-Faktor
Miles Turner: Drei Viertel war der Center fast nicht zu sehen mit nur 3 Punkten und 1 Rebounds (die 2 Blocks möchte ich nicht unterschlagen). Das änderte sich im 4. Viertel, als er aufdrehte, 4 von 6 Würfen traf zu insgesamt 13 Punkten. Wenn man so will, der Matchwinner, den Trainer Rick Carlisle auch das gesamte Schlussviertel auf dem Court ließ.
Zahlereien
0, Punkte, 0 Rebounds, 1 Assist: Das war die trostlose Bilanz von Bennedict Mathurin von den Pacers. Eine Leistung, die ihn nicht für mehr Einsatzzeit prädesteniert als die ohnehin recht geringen 10:43 Minuten.
-20: Das war der +/–Wert von Towns, mit Abstand der schwächste bei den Knicks.
45:08 Minuten stand Mikal Bridges (Knicks) auf dem Parkett. Trotz deser Belastung hatte er ein starkes Schlussviertel mit 10 Punkten.
Ausblick
2 Auswärtssiege, jetzt spricht fast alles für die Pacers, zumal sie sich in den Play-offs bisher als sehr heimstark erwiesen, nur eine Niederlage gegen die Cavs. Für mich ist ein Sweep jetzt sogar wahrscheinlicher als das die Knicks die Serie noch drehen. Wünschenswert aus neutraler Sicht wäre natürlich, wenn die Knicks noch mal in den Garden dürften, dazu brauchen sie halt mindestens einen Sieg.
Ansetzungen
So., 02:30 Minnesota Timberwolves – Oklahoma City Thunder (0:2)
Mo., 02:00: Indiana Pacers – New York Knicks (2:0)
NHL
Dallas Stars – Edmonton Oilers 0:3 (1:1)
Was für ein Auftritt der Kanadier nach dem destaströsen Schlussdrittel in Spiel 1. Ein bärenstarkes 2. Drittel brachte die Entscheidung, als den Oilers nicht nur 2 Tore zum 3:0 erzielten, sondern 13:5 Schüsse auf den Kasten von Jake Oettinger abfeuerten. Diemal warfen sie den Vorsprung im 3. Drittel auch nicht durch dumme Strafen weg. Goalie Scottie Skinner tat das Übrige und entschärfte 25 versuche der Stars zu seinem 3. Shutout in diesen Play-offs.
Leon, der Löwe
Leon Draisaitl verbuchte einen weiteren Assist zum 1:0 im Powerplay. Stand 19:16 Minuten auf dem Eis, der zweithöchste Stürmerwert der Oilers hinter Conor McDavid.
Meine 🇫🇮
Blieben harm- und glücklos. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Roope Hintz nach einem Stockschlag und musste das Eis früh im 3. Drittel verlassen. Noch ist unsicher, ob er Spiel 3 bestreiten kann.
Ausblick
Jetzt stehen 2 Spiele in Edmonton an, davon eines am Sonntag zur besten europäischen Sommerzeit (21.00). Insgesamt gesehen, sind die Oilers bisher das bessere Team, das desaströse 3. Drittel in Spiel 1 mal ausgeklammert. Ob sich das so fortsetzt? Es würde mich allerdings ncht überraschen, wenn die Stars bei den Oilers ebenfalls zu einem Sieg kommen.
Ansetzungen
So., 02:00: Florida Panthers – Carolina Hurricanes (2:0)
So., 21:00: Edmonton Oilers – Dallas Stars (1:1)
von Münchner Löwe | Mai 23, 2025 | Olympia
Die Stadt München und der Freistaat Bayern haben die Bewerbung für die Sommerspiele jetzt offiziell auf den Weg gebracht. Zwar muss der Stadtrat das Ganze noch nächst Woche absegnen, abe das scheint eine Formsache zu sein, weil Union, die SPD und auch die Grünen ihr Ja signalisierten. Am Dienstag jedenfalls stellten OB Dieter Reiter und Ministerpräsident Markus Söder das Konzept vor. Die Wettbewerbe sollen vornehmlich in bereits bestehenden Sportstätten stattfinden oder stationär errichteten Arenen. Die Bewerbung gilt für die Spiele 2036, 2040 oder 2044.
Was ich da so lese, gefällt mir auf dem ersten Blick: Leichtathletik im Olympiastadion, Dressurreiten vorm Schloss Nymphenburg, Freiwasser im Starnberger See, Bogenschießen vorm Schloss Oberschleißheim. Dazu Revival von Olympia 72 (Schießen in Garching-Hochbrück, Rudern/Kanu auf der Regatta-Strecke von Oberschleißheim). Die (noch nicht gebaute) Multifunktions-Halle in Freising soll für die Beckenschwimm-Wettbewerbe umgestaltet werden so wie das in Paris geschah. Paris ist eh ein Vorbild, als die Stadt für die Wettbewerbe integriert wurde. Kopieren will niemand, abe Anleihe nehmen, so schaut das Konzept für mich aus.
Allerdings muss auch ein neues Olympisches Dorf her. Das soll in München-Daglfing entstehen und nach den Spielen als Wohnsiedlung herhalten, samt verlängerter U-Bahn-Strecke dorthin.
Doch das offizielle Plazet von Stadt und Land ist nur die kleinste Hürde von noch sehr vielen auf dem Weg zu einer Olympiastadt gewesen. Insgesamt wird es 4 deutsche Interessenten geben, neben München sind das Berlin, Hamburg und die Region Rhein-Ruhr, die ebenfalls ihre Bewerbungen abgegeben haben. In all diesen Regionen gibt es im Herbst eine Bürgerbefragung. Sollten die Bürger alle vier Bewerbungen gutheißen (was absolut nicht gesichert erscheint), liegt die Entscheidung beim Nationalen Olympischen Komittee, dem DOSB, das im Zweifel in Abstimmung mit der Bundesregierung/dem Bundestag etc die Auswahl trifft. Wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es es eine Entscheidung: Der erwählte (im Hinterzimmer ausgemauschelte?) Kandidat darf sich dann für die Spiele 2036, 2040 und 2044 bewerben. Ob es nach einem (wahrscheinlichen) Scheitern 2036 (vs Mumbai!) noch zu einem Wechsel kommen kann (etwa wenn vom IOC bedeutet wird, dass diese Kandidatur völlig chancenlos ist auch bei erneuten Versuchen), ist eines der vielen Unklarheiten. Unklar ist auch, nach welchen Kriterien der nationale Bewerber ausgehandelt wird, wer da überhaupt abstimmen darf.
Der deutsche Kandidat darf sich dann mit der internationalen Konkurrenz messen. Hier ist dann alles noch unklarer/intransparenter, welche Entscheidung getroffen wird, weil hier viele politische, geographische Interessen/Meinungen eine Rolle spielen. Das geht schon los beim veränderten IOC mit der neuen Präsidentin Kirty Coventry, die im Juni die Geschäfte ausnimmt. Wie sie das handhabt, ist reiner Spekulatius. Ändert sich also etwa das Wahlverfahren?, keiner weiß es. Sicher ist, dass sich die Welt wandeln wird mit ihren Kriegen und sonstigem Wandel
Pro und contra München, habe ich getitelt. Das soll eine rein subjektive Einschätzung eines geborenen und hier lebenden Münchners sein und keine Bewertung, ob eine andere (deutsche) Bewerbung anderswo besser/erfolgsversprechender ist. Sondern nur: Profitieren München, seine Einwohner und nicht zuletzt ich persönlich mit meinen 61 Jahren (2044 wäre ich also 80, wenn noch am Leben). Manche Argumente gelten (sehr ähnlich) für jede deutsche Olympiastadt.
Pro
- Wie gesagt: Das Konzept mit weitgehend bestehenden Sportstätten und, wo nicht vorhanden/ausreichend, nur temporären Anlagen, gefällt. Kein Protz, soweit ersichtlich, und die Kosten sollen (!) im Rahmen bleiben.
- Der überlastete öffentliche Nahverkehr würde einen Boost erfahren. mit neuen U-Bahn-Linien, die 2. Stammstrecke erhielte Priorität und würde dann tatsächlich fertig, naja.
- Rein subjektiv: Ich liebe Sport und eben auch Live Sport. Begonnen hat diese Leidenschaft mit Olympia 1972, als ich als8/9-Jähriger (Ich hatte während der Spiele Geburtstag) dabei sein durfte. Noch mal als hoffentlich rüstiger 76- oder 80-Jähriger zu einem olympischen Wettbewerb in meiner Heimatstadt, das hätte was.
- Olympia in München (das gilt jetzt für jeden deutschen Teilnehmer) würde den Sport national aufwerten. Viele Mittel würden fließen, die Sportelite würde profitieren, aber eben auch die insgesamt brachliegenden Sprtstätten würden aufgehübscht (so meine hehre, vielleicht arg schönfärbende Hoffnung). Nicht zuletzt wäre es für jeden deutschen Leistungssportler ein riesiger Anreiz, bei heimischen Olympischen Spielen anzutreten. Mir selbst ist der Medaillenspielel völlig schnuppe, aber für jeden einzelnen Gewinner würde es mich schon sehr freuen.
- Ein bisschen flapsig gesagt: Olympia in Deutschland ist „einfach dran“. Die letzten Spiele waren 1972, seitdem hat das Land in zahllosen Weltmeister- und Europameisterschaften und anderen internationalen Großveranstaltungen gezeigt, das es glänzende Gastgeber sind. Sehr gute Organisatoren, die Deutschen sind begeisterungsfähig, und zwar allen teilnehmenden Ländern gegenüber. Ein echtes Sportland und insgesamt auch ein sehr offenes Land anderen Kulturen gegenüber (noch?). Die Stimmung wäre insgesamt prächtig, da habe ich keinerlei Zweifel. Vielleicht alles ein bisschen zu perfektionistisch, aber insgesamt nicht zu vergleichen mit den Grabes-Veranstaltungen, die es in anderen Ländern schon gegeben hat. sage ich jetzt etwas überheblich, man möge es mir verzeihen. Ach ja, die Bahn wird auch fahren, wann und wohin sie soll: ganz, ganz bestimmt
Contra
- Es ist bei jedem Groß-Projekt so gewesen, dass die tatsächlichen Kosten weitaus höher sind wie veranschlagt.
- Wenn die Stadt München und das Umland attraktiver sind, wird das eh schon exorbitant teure München noch teurer. Einige wenige profitieren finanziell, de Rest der Einwohner muss blechen, blechen, blechen (wenn er das übehaupt noch kann).
- Ich traue dem IOC (und deren Sportverbänden) nicht einen Millimeter über den Weg. Die Funktionäre werden die Stadt übernehmen, hier Verbote aussprechen, dort Luxus verlangen (vor allem für sich selbst). Was etwa bei den European Games 2022 gut genug wahr, wird den Olympia-Ansprüchen nicht genügen. Allein schon, weil die Dimensionen ganz andere sind. 10.500 Athleten werden kommen, jeweils etwa genauso viele Betreuer und Journalisten aus aller Welt. Mit den European Games, deren Charme ja auch das Nicht-Perfekte, das Provisorische ausmachte), also nicht im Ansatz vergleichbar.
- Sind die Deutschen wirklich so gute (gastfreundliche) Gastgeber: Zurzeit zeigt das Land ja eine ausländerfeindliche, ja rassistische Fratze. Keinerlei Willkommenskultur. Das Fußball-WM-Motto 2006 „die Welt zu Gast bei Freunden“ wäre heute der reine Hohn. Und vielleicht ist gar das Undenkbare Realität, dass ein AfD-Kanzler die Jugend de Welt willkommen heißt? Hatten wir ähnliches und noch viel schlimmer schon, 1936 in Berlin.
- Die Bahn wird eben nicht fahren …
- Die Unwägbarkeiten: Woher soll ich im Herbst 2025 bei der Abstimmung wissen, wie die Welt und ihr Zustand (Kriege, Regierung,, Umwelt) 2036 oder gar 2044 aussieht? Wie das IOC? Wie soll ich also seriös abstimmen? Mit Verstand geht das nicht, also rein nach Gefühl?
- Speziell ein Münchner Problem könnte das in Daglfing geplante Olympische Dorf werden. Nur dort scheint Platz für die vom IOC geforderten 16.000 Schlaf- und Wohn-Plätze zu sein.
Auf dem ersten Blick klingt das gut, denn das Gebiet ist ja als kommendes Wohngebiet ausgewiesen als städtebauliche Entwicklungs-Maßnahme. Doch genau die ist umstritten, es gibt schon organisierten Widerstand unter anderen von angrenzenden von Landwirten, die sich überfahren fühlen. Klagen gegen den entsprechenden Bebauungsplan sind bereits angekündigt, und vor einem zumindest erstinstanzlichem Urteil kann dieses Gebiet nur schwerlich als sichere Unterkunft angegeben werden. In einer Demokratie wie Deutschland kann der selbstverliebte Maximo Lider Markus Söder nicht einmacht so nach ordre de mufti befehlen …
Zusammenfassung
So sehr mich Olympische Spiele in München reizen und sicher auch begeistern würden. Die Nachteile überwiegen, vor allem die erwartete Kostenexplosion für die Bürger (und wahrscheinlich auch für die öffentliche Hand). Und mein Misstrauen gegen das IOC ist unendlich groß: Ich glaube demnach kaum, dass das „vernünftige Konzept“ Chancen hat, es wird Nachbesserungen hier und Neubauten dort verlangen.
Ein allerletztes: Paris 24 wird eh nicht zu übertreffen sein. Vielleicht sollte man es mit der Olympischen Idee einfach bleiben lassen …
von Münchner Löwe | Mai 23, 2025 | Biathlon, Eishockey, Fernsehen, Fußball
Ein Tor rettet die Spurs-Saison
Das Endspiel um die Europa League in Bilbao war für Fußball-Fans eine Zumiutung, aber das konnte den Tottenham Hotspur einerlei sein. Mit dem Minimal-Ergebnis von 1:0 gegen Manchester United (das Kacktor spiegelte das Niveau der Partie bestens wieder) sicherten sich die Nordlondoner ihren ersten Titel seit 2008 (!) und obendrein noch die Champions-League-Saison 25/26, etwa 100 Millionen Euro wert.
Auch als Spurs-Fan muss ich sagen: Das noch schlechrtere zweier schlechter Teams hat am Ende gewonnen, der Zuschauer bekam eine Ahnung bei diesem Grottenkick, warum United und Tottenham in der heimischen Liga so katastrophal abgeschnitten haben und gerade noch so (naja) dem Abstieg entronnen sind. Während sich für die Spurs noch alles zum Guten wendete (entsprechend riesig war die Feier), steht Manchester und ihr neuer Traine Ruben Amorin vor einem Scherbenhaufen. Kein Geld mehr, die Stars werden versuchen abzuhauen, auch weil sie sich international präsentieren wollen. Und doch wird auch hier der Spielbetrieb nicht eingestellt werden, so einen tabula rasa kann ja auch förderlich sein.
Dänemarks Eishockey-Sensation
2:1 bezwangen die Skandinavier das Team Canada bei der Heim-WM (zusammen mit Schweden) in Herning. Ein unfassbar anmutendes Ergebnis, zumal die Kandadier mit Superstars wie Sidney Crosby und Nathan McKinnon zur WMN erschienen waren. Nick Olesen vom tschechischen Erstligisten Cesce Budejovice düpierte 49 Sekunden vor Schluss Star-Goalie Jordan Binnington und verwandelte die Halle in ein Tollhaus, so viel dann auch zur dänischen Gelassenheit.
https://www.youtube.com/watch?v=F1UjC3Kl7oo
Der Sieg war keineswegs unverdient. Im Schlussdrittel feuerten die Dänen 22:10 Schüsse aufs Tor ab, ein unfassbarer Wert. Jetzt treffen sieam Samstag auf die Schweiz, allerdings in Stockholm, wo de Rest des Turniers ausgetragen wird. Die Eidgenossen ihrerseits gaben sich gegen Außenseiter Österreich nicht die geringste Blöße und siegten sicher mit 6:0.
Das andere Halbfinale bestreiten Schweden und die USA, die sich im Viertelfinale jeweils mit 5:2 gegen Tschechien und Finnland durchgesetzt haben.
Und sonst?
- Fernsehen: Die Telekom sicherte sich die Rechte an der Fußball-WM 2026. Ebenfalls im Paket sind die Frauen-WM 2027 in Brasilien und die U-20-WMs 2025 und 2027. Auch 2022 die Telekom alle WM-Spiele aus Katar gezeigt, allerdings gab es eine Sublizensierung für ARD/ZDF und RTL. Ob das dieses Mal wieder geschieht, ist noch offen. Klar ist nur, dass die deutschen Spiele sowie das Finale kostenlos angeboten werden müssen. Das kann bei der Telekom (Magenta) selbst geschehen oder eben bei frei zugänglichen (öffentlich-rechtlichen) Sendern.
Bezahlsender Sky sicherte sich die Rechte der 2. englischen Liga, vollmundig Championship League genannt. Die Premier League läuft schon bei Sky, und der Aufstieg von Wrexham samt der berüht´mten Eigentümer Ryan Reynolds und Rob McElhenney macht die Liga noch interessanter.
- Relegation: Bundesligist 1. FC Heidenheim trennte sich vom Zweitliga-Dritten SV Elversberg 2:2 nach 0:2-Rückstand. Durchschnittlich mehr als Millionen Zuschauer sahen den „Dorfico“, das sind mehr als vergangenes Jahr beim Duell der Traditions-Clubs Bochum vs Düsseldorf. Und sie sahen ein weitaus unterhaltsameres und viel besseres Spiel als das tags zuvor im San Mames zu Bilbao.
- Nachträgliches Olympia-Gold: Erringt die deutsche Biathlon-Staffel bei den Spielen in Sotschi. Mehr als elf (!) Jahre dauerte es, bis die eigentlich siegreiche russische Staffel endgültig disqualifiziert wurde, weil Jewgenij UStjugow des Dopings überführt wurde. Das Verfahren lief seit 2018, erst jetzt werden rechtskräftig alle seine Ergebnisse zwischen 2010 und 1014 gestrichen, also auch sein Massenstart-old 2010 in Vancouver, weswegen der Zweitplatzierte Martin Fourcade 15 Jahre nach dem Wettbewerb zu einer nächsten Goldmedaille kommt, seiner insgesamt fünften. Indiskutabel, dass das so lange dauert – bei allem Verständnis für den Rechtsweg, den der Betroffene beschreiten darf und auch dürfen musste. Immerhin nett, dass alle nachträglich-neuen Olympiasieger noch am Leben sind …
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