Zu dumm zum Gewinnen – und das zweimal

Blick über den Teich, NFL

Also Kansas City Chiefs gegen die San Francisco 49ers. Es ist alles andere als mein Traumfinale, der Super Bowl in zwei Wochen. Aber schon die gesamten Play-offs zieht es sich durch, dass meistens das Team verloren hat, dem ich die Daumen drücke. Aber gerade am Sonntag haben die unterlegenen Teams Baltimore Ravens und Detroit Lions ihr Grab, wenn ich ds so dramatisch nennen darf, selbst geschaufelt. Zu dumm zum Gewinnen, zwei Teile

Teil I. Baltimore Ravens – Kansas City Chiefs 17:10 (17:7)

Ein merkwürdiges Spiel, das mich am Ende ratlos zurücklässt. Die ersten beiden Drives der Chiefs führten gleich zu zwei Touchdowns. War das wirklich die gefürchtete Ravens-Defense? Die Ravens brachten ihrerseits in der 1. Halbzeit außer einen schönen TD wenig bis nichts zustande und konnten von Glück sprechen, dass sie zur Pause nicht höher als mit 7:17 zurücklagen, weil die Chiefs u. a. in einem Drive auf TD anstatt sicheres Fieldgoal spielten und dabei per Fumble den Ball verloren.

Baltimore hatte also noch alle Chancen, aber mit einer Melange aus Pleiten, Pech und Pannen verhinderten sie praktisch selbst ein Comeback. Ein verschossenes Fieldgoal, ein Fumble an der 1-Yard-Linie statt des vermeintlich sicheren Touchdown und ein zwar behänder, aber manchmal auch reichlich wirrer Quarterback Lamar Jackson, der manchmal kreuz und quer lief und trotz reichlich Zeit keine Anspielstation fand oder sich schlicht nicht traute, seine Ballempfänger in eine 1 zu 1 Coverage zu schicken. Ein Patrick Mahomes hätte sicher den einen oder anderen Pass mehr gewagt, aber das bleibt meine unbewiesene Theorie.

Die Chiefs brachten ihrerseits offensiv gar nichts mehr zu Stande und kamen nicht einmal auch nur in die Nähe eines Fieldgoals, aber ihr Vorsprung reichte zum Einzug in den Super Bowl, der die Titelverteidigung möglich macht. Warum sie sich in dieser vermeintlich so superstarken AFC mit eigentlich nie überragenden oder auch nur überdurchschnittlichen Leistungen durchsetzen können, gehört zu den Rätseln des Footballs, die ihn halt auch so spannend und für die Fans so rasend machen. Denn das beste Team der AFC stellen sie mE auf keinen Fall, aber wie sagte schon Fußball-Trainer Hermann Gerland? Immer Glück ist auch Können.

Teil II. San Francisco 49ers – Detroit Lions 34:31 (7:24)

Eine Halbzeit lang lief es gigantisch für die Lions und „laufen“ kann hier wörtlich genommen werden, denn alle 3 Touchdowns erzielten sie nach Läufen. Und auch sonst liefen Montgomery, Gibbs und Co fast wie das Messer durch warme Butter durch die SF-Defense. Und Quarterback Jared Goff fand auch seine Ballempfänger wie Amon Ra St. Brown. Der Defense gelang es darüberhinaus, die 49ers einigermaßen in Zaum zu halten, gerade auch Christian McCaffrey.

Allen Beteiligten musste klar sein, dass die Partie zwar auf einem guten Detroiter Weg war, aber noch längst nicht entschieden. Die 49ers begannen mit einem Fieldgoal, die Lions brachten in ihrem ersten Drive den Ball bis zur 28-Yards-Linie – und es folgte die folgenschwere Entscheung von Headcoach Campbell, nicht auf das (durchaus machbare) 45-Yards-Fieldgoal zu setzen, das wieder einen Drei-Score-Abstand hergestellt und überdies die Partie wieder beruhigt hätte, sondern den 4. Down und2 auszuspielen. Das ging schief, und danach für die Lions erst mal alles. Zunächst gelang 49ers QB ein langer Wurf, der mit mehr Glück als Verstand kurz vor der Endzone Brandon Aiyuk fand anstatt intercepted wurde, weil er vom Helm eines Detroiter Verteidiger abprallte. Es folgten Touchdown und unmittelbar danach ein Fumble von RB Gibbs und ein weiterer Touchdown der 49ers zum 24:24 und relativ kurz danach ein Fieldgoal von San Francisco zum 27:24.

Doch noch war natürlich nichts verloren für die Lions, und sie kamen bis zur gegnerischen 30-Yards-Linie. Wieder klare Field-Goal-Range (zum möglichen Ausgleich), doch wieder ließ Campbell den 4. Versuch ausspielen, und wieder ging es schief. Im Gegenzug dann ein TD der 49ers und die Entscheiung.

Danach wurde natürlich über die ausgespielten 4. Downs diskutiert. Zumindest die erste Entscheidung habe ich überhaupt nicht verstanden, einfach weil sich ein 3-Score-Abstand sehr gut anhört und die Nerven beruhigt. Klar, Campbell hat schon die gesamte Saison mit unerwarteten Plays Erfolg gehabt. Und dass danach bei zwei Plays alles schiefgeht, was schiefgehen kann (aber das ist halt auch part of the game), kann man dem Coach nicht anlasten. Aber das was wäre wenn bleibt, wie bei so vielen Teams, die es letztlich nicht geschafft haben, siehe Bills, siehe Packers, siehe, siehe, siehe …

Jetzt also Chiefs vs 49ers. Für mich sind die Teams  ziemlich gleichwertig und leider für mich ist es letztlich egal, wer gewinnt. Ich kann mit beiden Siegern gut leben und leide mit keinem Team über Gebühr. Vielleicht setze ich ein kleines Sümmchen, damit ich ein bisschen mehr fiebere … Ein bisschen mehr wünsche ich es den 49ers, weil sie insgesamt die klar bessere Saison gespielt haben. Mehr dazu in zwei Wochen. Den Pro Bowl in einer Woche werde ich wenn überhaupt nur sehr marginal verfolgen, wie immer in den vergangenen Jahren.

 

Eine Überraschung, aber welche?

Blick über den Teich, NFL und NBA

NFL

Nach einem bisher ohnehin fantastischen Sporttag mit einem großartigen Finale der Australian Open, stehen ab 21 Uhr noich die beiden Conference Finals istatt. Zweimal empfängt die Nummer 1 der Conference League die Nummer 3. Ich tippe mal, dass es einen Auzswärtssieg gibt. Aber beide Spiele können mE so oder so ausgehen.

So., 21.00: Baltimore Ravens – Kansas City Chiefs

Die für mich beeidnruckendste Leistung der Divisional Finals vor einer Woche lieferte die Defense der Ravens gegen die Houston Texans ab. In der 2. Haslbzeit ließ sie gegen die vorher so starke Offense der Texans gar nichts mehr zu. Es ist nicht zu erwarten, dass die Ravens heute defensiv sehr viel schlechter sind. Aber es ist halt Patrick Mahomes auf der Gegenseite mit manchmal brillanten Spielzügen. Wichtig wird wieder sein, dass seine Ballempfänger seine Würfe auch fangen, gerade auch bei Big Plays über 20 Yards. Dann sehe ich die Chiefs, deren Defense der der Ravens kaum nachsteht, durchaus chancenreich. Wichtig wird ihr Laufspiel und hier vor allem der bisher in den Play-offs so starke RB Pacheco.

Die Ravens können ihrerseits auf Quarterback Lamar Jackson vertrauen, der überzeugend gezeigt hat,d ass er nicht nur toll laufen kann, sondern auch präzise werfen. Wenn er das wieder so zusammenkriegt wie gegen die Texans, sehe ich die Ravens auch dank des Heimvorteils knapp vorn

Vorteil Ravens

Mo., 00.30: San Francisco 49ers – Detroit Lions

Ich fand die 49ers nicht so überzeugend wie die Ravens, wenn dieser Quervergleich gestattet sei. Wenn die Packers es in San Francisco ein bisschen effizienter gestaltet hätten, wären sie in CF eingezogen. Aber dafür haben die 49ers Christian McCaffrey, der mit seinen Läufen und Fängen eine ganze Abwehr auseinandernehmen kann. Und QB Brock Purdy hat jetzt auch in einem Play-off-Spiel gezeigt, dass er wenig Fehler macht. Die Lions dagegen sind auf eine Mission: Den ersten Super Bowl ihrer Geschichte zu erreichen. Die Offense produziert regelmäßig 24+ Punkte und dürfte der SF-Defense einiges Kopfzerbrechen bereiten. Quarterback Jared Goff hat seine Fehlerquote minimiert und einige Anspielstationen für mittellange und auch ganz lange Würfe.

Ich halte es gerne mit Außenseitern, und die Lions sind sicher der größte Außenseiter der verbliebenen vier Teams (die Chiefs als Außenseiter zu benennen, sit angesichts ihrer Erfolgsgeschichte schwierig). Und dann ist da noch der deutsch-amerikanische Wide Receiver Amon Ra St. Brown. Er wäre der erste deutsche Skill-Spieler, der einen Super Bowl erreicht. Die deutsche Keule ist mir eigentlich fremd, aber das wäre schon eine gewaltige Sache und würde vielleicht Football heirzulande einen weiteren Push geben. Deshalb mit viel Herz und (hoffentlich) ein bisschen Hirn tippe ich

Vorteil Lions

Noch kurz zur NBA

Die Partie GS Warriors gegen LA Lakers ist echt sehenswert. Wer wich die Spannung erhalten will, möge aufhören zu lesen

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Zweifache Overtime und erst zwei Freiwürfe von LeBron James entscheiden 1,2 Sekunden vor Schluss die Partie. Es ging hin und her: Steph Curry mit ein paar grandiosen Dreiern. LeBron immer noch unglaublich für seine 38 Jahre. Das hat schon viel Spaß gemacht, obwohl ich eher keines der beiden Teams im Conference Final sehe und auch nicht sehen will. Mehr zur NBA-Woche morgen oder übermorgen

Was vom Freitag übrigblieb

Zwei wichtige Halbfinals mit deutscher Beteiligung, zwei Niederlage. Sowohl Sascha Zverev bei den Australian Open als auch die Handballer bei der Heim-EM in Köln haben den Kürzeren gezogen.

Beide schnupperten am Sieg. Zverev war gegen Andrihj Medwedew mit 2:0 Sätzen vorn. Im Tiebreak des 3. Satzes lag er bei eigenem Aufschlag mit 5:4 vorn, doch mit zwei magische Returns wehrte der Russe diese grandios ab und holte sich kurze Zeit später den Durchgang. Einer war ein Returnstop, der so wahrscheinlich nicht geplant war,

Danach war der Tank bei ziemlich leer vielleicht auch wg des Fiebers, das ihn in der Nacht zuvor heimsuchte. Medwedew dagegen servierte jetzt bärenstark und ließ praktisch keine Chancen mehr zu.

Jetzt trifft der auf Jannik Sinner, der den zehnfachen Melbourne-Sieger Novak Djokovic aus dem Turnier nahm. Mit einer fulminanten Leistung. Der djoker hatte nicht einen einzigen Breakball, was ihm in einer Grand-Slam-Begegnung anscheinend noch nie passiert ist. Er selbst sprach von seiner schlechtesten Leistung ever bei einem GS-Turnier. Maßlos übertrieben, finde ich. Und auch ein bisschen abwertend gegenüber Sinner. Aber in einem Halbfinale von Melbourne hat er bestimmt schon sehr viel besser gespielt.Diesmal war das ganze Turnier ein ziemlicher Kampf und Krampl.

Ich favorisiere jetzt Sinner. Aber ich persönlich mag auch Medwedew und seine ganze Art sehr. In dem Sinn hoffe ich einfach auf ein tolles Spiel und hoffentlich sehr viel spannender als das Frauenfinale, das Sabalenka ohne viel Gegenwehr gegen die zwar bemühte, aber überforderte Zheng für sich entschied. Keinen Satz hat die Weißrussin während des gesamten Turniers abgegeben, während die Mitfavoritinnen wie Swiatek und Pegula früh scheiterten.

Gestern Abend konnten die Handballer gegen den haushohen Favoriten Dänemark von einer Sensation träumen, führten sie doch zur Pause mit zwei Toren Vorsprung. Doch die Dänen ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, glchen schnell aus und übernahmen die Führung. Zu viele Unkonzentriertheiten im Angriff, (viele Stürmerfouls), und nach der Pause war der vorher überragende Keeper Andi Wolff zwar noch stark, aber halt nicht mehr außerirdisch. Letztlch war der dänische Sieg klar und verdient.

Im zweiten Halbfinale stand Schweden praktisch schon im Finale. Nach schwacher erster Halbzeit dreihten sie die Partie und führten bei abgelaufener Uhnr mit einem Tor Vorsprung. Es gab noch einen Freiwurf für die Franzosen, aber der bringt normalerweise (wir reden hier von mehr als 99 Prozent) nichts ein. Diesmal schon. Elohim Prandi drischt den Ball direkt an der Mauer vorbei via Unterkante ins Tor. Also Verlängerung, in der Frankreich sich die sichtlich konsternierten Schweden klar durchsetzt.

Doch es gibt noch ein Nachspiel. Weil Prandi vor seinem Zauberwurf angeblich einen (verbotenen) Seitwärtsschritt gemacht hat, um an der Mauer überhaupt vorbeiwerfen zu können, haben die Schweden offiziell Protest eingelegt. Dieser wurde heute Morgen mit Verweis auf eine Tatsachenentscheidung abgewiesen. Letztlich die richtige Entscheiung, denn ein erfolgreicher Protest würde eine Protestflut nach sich ziehen. Trotzdem habe ich einen blöden Beigeschmack, denn die Fernsehbilder bestätigen eher die Schweden-Version. Warum die Schiris nicht den Videobeweis anforderten, wird ihr Geheimnis bleiben. Sonst gibts den bei dieser EM bei jedem strittigen Blödsinn.

Und noch kurz zu den Alpininnen nach Cortina. Eine Schlüsselstelle hat sogar die unvergleichliche Mikaela Shiffrin abgeworfen. Sie landete im Netz und musste mit dem Heli abtransportiert werden. Leichte Entwarnu8ng bei de ersten Stellungnahme. Offenbar keine schwere Knieverletzung oder Ähnliches und damit kein vorzeitiges Saisonaus. Es waren eh viele Stürze, vor allem an dieser Stelle, weil der Sprung zuvor sehr nahe vorm Netz erst endete.

Mehr zum Skifahren heute Abend. Jetzt muss ich raus in die Sonne, warm eingepackt allerdings.

Das nächste Matterhorn-Desaster droht

Gerade entbrennt im alpinen Skizirkus mal wieder die Diskussion über Überanstrengung der Protagonisten. Gerade der Dreierpack in Speedrennen vorvergangene Woche in Wengen und der Doppelpack von Kitz stieß auf herbe Kritik. befeuert wurden diese durch die schweren Stürze unter anderem von Alexis Pintaurault und Alexander Kilde, die ihre Saison beenden mussten. Zwei zusätzliche Rennen wurden notwendig, weil im November und Dezember bei den Speedfahrern zahlreiche Rennen ausfielen.

Gerade das neue Prestigeprojekt und Lieblingprojekt des Skipräsidenten Johan Eliasch, die Abfahrt nahe des Matterhorns über die schwez-italienische Grenze hinunter nach Cervinia, erwies sich als aufgrund des Wetters als nicht zu verantworten. Jeweils zwei Abfahrten waren bei Frauen und Männern geplant, alle fielen dem Wetter zum Opfer wie auch im Jahr zuvor. Das überraschte nicht einen einzigen Metereologen, der sich nur ein kleines bisschen mit dem Wetter im November im Dunstkreis des Matterhorns auskennt. Wenn schon, dann wenigstens im März oder so; aber damit kann man das Weihnachtsgeschäft eher nicht mehr ankurbeln

Und jetzt die Farce: Heute gab der Schweizer Skiverband bekannt, dass er weiter an den Doppelabfahrten Frauen/Männer zum gleichen Jahreszeitpunkt festhält.

https://sport.orf.at/#/stories/3121447/

Klar, Verträge wurden geschlossen, bis 2026, wie man liest. Doch diese lassen sich anpassen oder gar aufheben, wenn der Vertrags-Gegenstand, also die Abfahrten, sich chronisch ungeeignet herausstellen. Klar – alle hoffen auf spektakuläre Bilder – und die des einzigen Trainings, das einigermaßen regulär abgehalten werden konnte, waren schon sehr beeindruckend. Aber dafür

– erstens den gesamten Trainingszeitplan der Skifahrer in der Saisonvorbereitung durcheinanderzubringen und

– zweitens sie fast bewusst und gewollt ins Schweizer Hochgebirge zu schicken, von wo sie aller Wahrscheinlichkeit wieder unverrichteter Dinge abreisen

ist wenig förderlich.

Schön wäre es, wenn die großen Skinationen und noch besser große Skifahrer wie Marco Odermatt, Kilde,  Marco Schwarz und andere sich geschlossen gegen diesen Unsinn wehren würden und die Veranstaltung von vornherein boykottieren würden.

Das wäre vernünftig, aber ist ein Zirkus vernünftig?

Das war die Woche, die war

Gigantisches Kitz

Ich hätte ja nicht geglaubt, dass Wengen und Bormio diese Saison noch zu toppen sind, aber Kitz bleibt Kitz und das Maß aller Dinge. Und Cyprien Sarrazin aus Frankreich ist der neue Downhill-Star. Er krönte seinen märchenhaften Durchbruch diese Saison mit gleich zwei Abfahrtssiegen. Die Fahrt vom Samstag war nahe der Perfektion

https://www.sportschau.de/wintersport/ski-alpin/video-fahrt-sarazin-100.html

Steile Behauptung: Was Besseres hat noch nie ein Skifahrer in den Schnee gezaubert. Gänsehaut pur beim Live-Schauen, weil Zittern bis zum Schluss, ob das auch gutgehen kann. . Die Bilanz der 5 Speedrennen in Wengen und Kitzbühel. 2. Abfahrt, Sieg Supe-G, 2. Abfahrt, 1. Abfahrt, 1. Kitz. Und außer dem Ski-Genie Marco Odematt sind alle anderen um Welten abgehängt.

Im Slalom dann der große Wurf des Linus Strasser. Auf dem GAnsernhang, auf dem er praktisch das Skifahren gelernt hat, aber bisher im Weltcup nie wirklich reüssiert hat, siegte er mit einem Traumlauf im 2. Durchgang. Ein Titel für die Löwen, der Münchner Löwe freut sich.

Bei den Frauen triumphierte Sara Hector in der Slowakei im Riesenslalom. Ski-Gigantin Mikaela Shiffrin lag ohne erkennbaren Fehler 1,5 Sekunden zurück. Sie hielt sich ihrerseits im Slalom schadlos. Da war Lokalmatadorin Petra Vlhova leider nicht mehr dabei, die sich im Riesenslalom einen Kreuzbandriss zugezogen hat.

Eine Feier für den Kaiser – mit einem Misston

Am Freitag hat der FC Bayern in einer Trauerfeier im WM-Stadion ihrem größten Fußballer Franz Beckenbauer gedacht. Die ergreifendste, weil persönlichste Rede hielt Uli Hoeneß. Nur die Kritik am Spiegel hätte er sich verkneifen können Die von Vereins-Chef Herbert Hainer war unterirdisch, weil selbstdarstellend (ja, wir haben es begriffen: Der FC Bayern ist das größte und tollte und erfolgreichste, was die Welt je gesehen hat).

Noch ein Wort zu Beckenbauer und die Kritik an seinen Kritikern, die seine Rolle im sommermärchen hinterfragt haben. Man darf das gerne kritisieren, aber die form war weit überzogen. Mehr oder weniger wurde praktisch namentlich der Spiegel für seinen Tod verantwortlich gemacht. Dabei hat er nur das gemacht, was ein investigatives Magazin eben so macht. Es hat die Frage gestellt, wo 10 Millionen Franken abgeblieben sind (ich verkürze das jetzt mal). Diese Frage zu stellen, ist mehr als legitim, und die sehr spätlichen Antworten vom Kaiser „ich weiß gar nicht, was ich alles unterschrieben habe“, waren der Aufklärung nicht gerade dienlich.

Ich halte es da mit Günther Jauch bei RTL. Die WM von der FIFA und deren Delegierten zu bekommen, kostet halt was. Und wenn es wirklich nur um die 10 Millionen Fränkli geht: Das war es doch allemal wert, dieses Sommermärchen.

Was nun Bayern

Am Tag, als sich München gegen die AfD und Rechtsradikalismus erhob, cih war dabei, erlebte der FC Bayern ein sportliches Fiasko. 0:1 hieß es gegen den SV Werder, bis dato das schwächste Auswärtsteam der Liga. Die Leistung war unterirdisch, dabei habe ich nur die angeblich besten 30 Minuten gesehen. Ohne jeden Mumm, ohne Ideen. Jetzt knall es, und büßen muss es am Mittwoch im Nachholspiel wohl der 1. FC Union. Leverkusen dagegen gewinnt weiter. Wieder Sieg auswärts, wieder Siegtor in der Nachspielzeit. Nich dusel, sondern Lohn unermüdlicher Arbeit. Doch jetzt kommen die Verletzten. Weltmeister Palacios ist erst mal raus.

Die Handballer leben noch

Am Samstag im Spiel gegen Österreich waren die deutschen Handballer praktisch ausgeschieden, als sie 12 Minuten vor Schluss mit gleich fünf Punkten in Rückstand lagen. Doch mit einer Energieleistung und reichlich Glück (Austria markierte gleich 3 Stangentreffer), rettete man sich zu einem Remis, das alle Chancen offen lässt.

Trauer um Bernstein

Völlig überraschend ist Hertha-Präsident Kai Bernstein im Alter von nur 44 Jahren gestorben. Ich übertreibe wohl nicht: Er hat einem mausetoten Verein wieder Leben eingehaucht. Dementsprechend groß ist die allgemeine Trauer und das Entsetzen. Besonders schön fand ich die Bekundungen der Anhänger des Karlsruher SC, die mit den Herthanern eine Fan-Freundschaft pflegen, offenbar eine echte und nihtnur eine papiernere.

Und sonst?

– Ein grandioser Turniersieg des 42-jährigen Tischtennisprofi Timo Boll praktisch gegen die gesamte Weltelite

– beide deutschen Hockeyteams ein Olympia-Ticket

-Schiri und VAR-Geschenke für Real Madrid

https://www.youtube.com/watch?v=3OcObi3xCMg

Das wird die Woche, die wird

Wer stoppt den Djoker?

Unterschiedlicher könnten die Einzelwettbewerbe bei Frauen und Männern kaum laufen. während bei den Männern sich die Top-gesetzten keine Blöße gaben und nahezu geschlossen im Viertelfinale stehen, ist das Frauenfeld bereits sehr ausgedünnt. Bereits vorm Viertelfinale steht fest, dass im oberen Tableau eine Spielerin ins Finale kommt, die noch nie ein Endspiel bei einem Grand Slam erreicht hat. Wer das sein wird: Ich werfe eine Münze und sage Noskova, eine bis dato mir nahezu unbekannte Tschechin. Die andere Finalistin werden wohl Coco Gauff und Alyna Sabalenka unter sich ausspielen, aber was weiß ich schon?

Bei den Männern scheint sich Novak Djokovic nach Anfangsproblemen gefangen zu haben. der Sieg führt nur über den Tschechen. Jannik Sinner (potenziell im Halbfinale) und Carlos Alcaraz scheinen mir die härtesten Konkurrenten.

Gleich zwei deutsche Doppel stehen im Viertelfinale. Außerdem Laura Siegemund mit Barbora Krejikova im Frauendoppel. Sie ist auch im Mixed noch im Bewerb wie auch Tim Pütz. Its your Time, Eurosport – und sei es über discovery.

Deutschland vorm Halbfinaleinzug

Gerade eben haben die deutschen Handballer mit einer vor allem in der 2. Halbzeit guten Vorstellung Ungarn mit 35:28 besiegt. Damit genügt ihnen zum Halbfinaleinzug aller Wahrscheinlichkeit nach ein Unentschieden gegen Kroatien, das die letzten 3 Spiele allesamt verloren hat. Dort würde am freitag Dänemark warten, eine vermeintlich unbezwingbare Größe mit Weltklassespielern auf praktisch jeder Position – und zwar meist im Doppelpack.

4 NFL Teams kämpfen um den Super Bowl.

Nach den aufregenden Divisional Finals, siehe voriger Text, stehen am, Sonntag die Conference Finals an Favorisiert sind jeweils die Baltimore Ravens (vs die KC Chiefs) und die SF 49ers (gegen die Lions).

In der NHL und NBA geht es jetzt in die 2. Hälfte der regular season

Und sonst?

– die alpinen Männer kommen nach Garmisch, wo allerdings keine Abfahrt auf dem Programm steht, sondern am Wochenende „nur“ zwei Super-Gs. Zuvor das Schladming-Doppel, nämlich Riesenslalom am Dienstag und das Slalomspektakel am Mittwoch.

– Die Frauen im Stress am Wochenende in Cortina mit Doppelabfahrt Freitag/Samstag und Super-G am Sonntag

– Endlich Skifliegen, nämlich in Bad Mitterndorf. Für mich ein ästhetischer Höhepunkt, wenn sie so dahingleiten, aber natürlich immer mit der Gefahr eines wchweren Sturzes

– Skilanglauf in Goms/Schweiz (wers braucht …)

– Fußball allüberall. Bayern am Mittwoch gegen Union und am Samstag in Augsburg, wo man schon die eine oder andere Pleite hat hinnehmen müssen. Wird eklig. Leverkusen zu Hause vs Gladbach. Schaut gut aus gegen schwächelnde Fohlen, aber siehe Bayern vs Werder …

– Teamsport allüberall: Basketball national und international, DEL, VBL etc. Für jeden was dabei, aber übertreibt es nicht