von Münchner Löwe | März 11, 2025 | Allgemein, Wochenrückschau
Norweger geben Anzug-Betrug zu – ein bisschen
Über den Anzug-Skandal der norwegischen Skispringer bei der WM in Tronheim habe ich am Sonntag schon berichtet.
https://blickueberdenteich.de/anzugsskandal-ueberschattet-ein-fantastisches-skifest/
Nachdem das Norge-Team es zunächst mit Ausreden versucht hat, kam jetzt das Bekenntnis. Sportdirektor Jan-Erik Aalbu gestand die Manipulation und sprach wörtlich von „Betrug“. Allerdings will man die verbotenen Anzüge nur beim letzten Springen verwendet haben, als das gesamte Team disqualifiziert habe, darunter der Zweite Marius Lindvik.
Da sind doch große Zweifel erlaubt: Vielmehr reagiert Norge nach dem bekannten Drehbuch,nach dem alle ertappten Sünder in. Politik, Sport und Gesellschaft vorgehen: nur das zugeben, was nicht mehr abzustreiten ist. Hier war die „smoking gun“ das versteckt aufgenommene Video, das einen Betreuer beim Umnähen filmte. Für mich klingt das unglaubwürdig, dass die Springer erst beim letzten WM-Wettbewerb, als die Norweger vorher schon Medaillen satt abgeräumt haben, die verbotenen Anzüge verwendet haben. Ebenso unglaubwürdig ist die Aussage der Springer, die nichts von den veränderten Anzügen bemerkt haben wollen. Die bemerken doch nach hun deten Sprügen jede winzige Kleinigkeit am Material. Und das Team will sie ohne Hinweis aufs veränderte Material in einen entscheidenden Wettbewerb gelassen haben? Wers glaubt, wird selig. Verwiesen sei diehjenigen auch auf die norwegischen Trolle oder ierzulande aufs Christkind und Osterhase. Die gibt es sicher auch …
So bleibt ein Riesenschatten aufs Skifest. Insgesamt 7 Goldmedaillen holten norwegische Springer und Kombinierer bei der WM in Trondheim, sie alle müssen mit einem Sternchen versehen werden. Das mag gegenüber dem fantastischen Kombinierer Jarl-Maguns Riibe (3 Gold, 1 Bronze) ungerecht sein, doch gerade die Springer aus Norge hatten einen geradezu märchenhaften Aufschwung, für den es jetzt eine fragwürdige Begründung gibt.
Ohne Diskussion dagegen die Langläufer, deren Wettbewerbe vor grandioser Kulisse im Gedächtnis bleiben werden. Schade, dass das 6-Gold-Kunststück von Johannes Klaebo ebenso überschattet wurde wie die großartigen schwedischen Landläuferinnen, die alle 6 Wettbewerbe für sich entschieden. Auch beim abschließenden 50-Kilometer-Marathon, bei dem Frida Karlsson im Endspurt die Nase vorn hatte vor den Norwegerinnen Heidi Weng und Therese Johaug, die zum Abschluss ihrer so erfolgreichen Karriere zwar ohne Titel blieb, aber 4 Medaillen mit nach Hause nimmt.
Und doch war eine Schwedin eine große Unglücksrabin: Ebba Anderson war beim 50er in der vierköpfigen Spitzengruppe mit dabei: Als sie kurz vorm Ziel zum Endspurt ansetzen wollte, verhakten ihre Skier mit denen einer Konkurrentin; sie stürzte und musste ihre Hoffnungen auf ihr 4. WM-Gold begraben. Dementsprechend traurig war sie im Ziel, allerdings werden sie ihre 3 Goldenen sehr schnell getröstet haben.
Albtraum aller Tototipper
Da sage noch einer, die Fußball-Bundesliga sei vorhersehbar (wie ich es selbst schon oft tat): Der 25. Spieltag wurde zum Desaster vermeintlicher Favoriten und erneut aller Heim-Mannschaften. Zwischen den beiden Champions-League-Duellen gegeneinander traten sowohl Tabellenführer Bayern München (gegen Bochum) und Meister Bayer Leverkusen (gegen Bremen) mit einer B-Elf an – und verloren mehr oder weniger sang- und klanglos zu Hause mit 2:3 (nach 2:0-Führung) respektive 0:2. Damit bleibt es bei den 8 Punkten Vorsprung der Münchner auf Leverkusen. Bei der Werkself verletzte sich zu allem Überfluss auch noch der beste Spieler Florian Wirtz nach rüdem Einsteigen von Mitchell Weiser (nur Gelb!) schwer am Knöchel und fällt für mindestens 4 Wochen aus. Er wird also nicht beim Rückspiel Bayer vs Bayern dabei sein können, damit dürfte auch der letzte Hoffnungsschimmer verloschen sein, dass die Werkself durch ein Wunder den 0:3-Rückstand aus dem Hinspiel aufholen könnte. „Wirtzlos“, kalaurte der Spiegel über diese Partie am Dienstag.
Das Besondere an diesem Spieltag: Erneut gab es nicht einen einzigen Heimsieg, obwohl unter anderem auch Borussia Dortmund (vs Augsburg/0:1) und Eintracht Frankfurt (Union/1:3) vor heimischen Publikum antraten. Zwei Spieltage hintereinander ohne einen einzigen Heimerfolg – das hat es in der bald 62-jährigen Geschichte de Bundesliga noch nie gegeben.
Zverev im Formtief
Nach der (lächerlich kurzen) 3-Monats-Dopingsperre von Jannik Sinner ab Anfang Februar durfte Alexander Zverev sich seriöse Hoffnungen machen, bis spätestens Mai die Nummer 1 der Tennis-Weltrangliste zu übernehmen. Doch dieses Unterfangen ist durch ein Formtief zur Unzeit in sehr weite Ferne gerückt (noch ist es nicht unmöglich zu erreichen). Nach der schon schwachen Süd-Mittelamerika-Tour mit frühem Ausscheiden in Buenos Aires, Rio und Acapuulco war auch beim Masters in Indian Wells bereits in der 1. Runde Schluss. Und das, obwohl sein Gegner Tarik Griekspoor alles tat, um diese Partie nicht zu gewinnen. Bei eigenem Aufschlag verhühnerte der Holländer 5 Matchbälle in aufsehenerregend dilletantischer Art und Weise. Ein Tiebreak im letzten Satz musste her, und den entschied Griekspoor dank Zverevs gütiger Mithilfe dann doch für sich. Zurück bleibt ein völlig ratloser Zverev, der durch seine zunehmend katastrophaleren Auftritte nicht gerade Selbstvertrauen für die nächsten Turniere in Miami, Monte Carlo und München gesammelt hat.
„Lucky Lys“ hatte erneut Glück: Wieder scheiterte Eva Lys zwar in der Qualifikation, rückte aber durch die kurzfristige Absage einer Spielerin nachträglich ins Hauptfeld als Lucky Loserin. Diesmal konnte sie allerdings ihre Chance nicht nutzen und verlor relativ sang- und klanglos in ihrem Auftaktmatch gegen eine durchaus als schlagbar zu nennende Caroline Dolehide. Diesmal hatte Lys ja auch mehr Zeit, sich unnütze Gedanken übers Siegen zu machen …
Früh ausgeschieden ist auch Novak Djokovic. Der Serbe unterlag in der 1. Runde dem Holländer Botan de Zandschulp, sein zweites Erstrundenaus in Folge.
Good Bye DEG, oder retten sie die Ravensburger Spiele?
Zum Abschluss der Saison der Deutschen Eishockey Liga gab es für die Düsseldorfer EG ein böses Erwachen. obwohl die Rheinländer ihr letztes Spiel mit 3:0 gegen Wolfsburg gewannen, blieben sie Letzter, weil gleichzeitig auch die Augsburger Panther mit 3:2 gegen Iserlohn siegreich blieben. Damit steht der Abstieg des Traditionsclubs zumindest sportlich fest. Ein Hoffnungsschimmer bleibt jedoch: nämlich, dass es keinen Zweitliga-Meister mit Lizenz für die 1. Liga gibt. Diese Hoffnung ist allerdings ziemlich klein, denn von allen seriösen Aspiranten haben allein die Ravensburg Towerstars keine Lizenz fürs Oberhaus beantragt. „Ravensburger Spiele“ (liebe Grüße an meine Patentante Dorle) sind also in der Albierstadt plötzlich äußerst beliebt …
Im Titelrennen finden erst mal die Play-Ins ürs Vietelfinale statt, in denen Nürnberg (vs Schwenningen) und Straubing (Frankfurt) mit 1:0 Siegen in Führung gegangen sind. Spiel 2 findet heute Stand, ein eventuell notwendiges Spiel 3 am Donnerstag, bevor am Sonntag das Viertelfinale beginnt.
Und sonst?
- 2. Bundesliga: Die in der vergangenen Woche schwächelnden vermeintlichen (?) Top-Favoriten HSV und 1. FC Köln fanden in die Erfolgsspur zurück und gewannen 3:1 gegen Fortuna Düsseldorf respektive 1:0 in Ulm. Ob das wirklich eine Trendwende ist und die beiden in Richtung Aufstieg durchstarten, ist allerdings mehr als ungewiss. Die 2. Liga bleibt völlig unvorhersehbar, noch nicht einmal das Unerwartete darf ich ohne Einschränkung erwarten.
In der 3. Liga nimmt sich Aufsteiger Energie Cottbus gerade eine Auszeit vom Gewinnen: Das 1:2 in Saarbrücken war die dritte Niederlage des Aufsteigers, weswegen die Lausitzer ihren vermeintlich komfortablen ersten Platz verloren. Vielleicht wurden auch nur die tatsächlichen Kräfteverhältnisse zurechtgerückt: Ein Aufstieg in die 2. Liga käme wahrscheinlich viel zu früh fürs Team von Pele Wollitz.
- Internationaler Fußball: Die Meisterschaft des FC Liverpool ist kaum noch zu verhindern. Nach dem schmucklosen 3:1 gegen Nachzügler Southampton haben die Reds mittlerweile 15 (!) Zähler Vorsprung (ein Spiel mehr) auf den FC Arsenal, das in vor allem in der 2. Halbzeit einer spektakulären Partie bei Manchester United nicht über ein 1:1 hinauskam.
InItalien tobt der Zweikampf an der Spitze weiter: Inter und Napoli siegten ohne Glanz gegen Monza und Florenz. Verfolger Atalanta beeindruckte beim 4:0 bei Juventus, doch die Februar-Formdelle auch mit dem Ausscheiden in der Champions League dürfte die Meister-Hoffnungen der Bergamasken vereitelt haben.
In spanien wurde die Partie des Tabellenführers FC Barcelona wegen des völlig unerwarteten Todes vom Teamarzt kurz vor dem Anpfiff abgesagt.Überrraschend Federn ließ Atlético beim 1:2 in Getafe, während Real mühsam mit 2:1 gegen Vallecano die Obehand behielt.
- Ski alpin: Gleich 2 Siege in Kvitfjell heimste der Italiener Dominic Paris ein, der die 1. Abfahrt und den Super-G gewann. Weltmeister Franjo von Allmen triumphiert3 in der 2. Abfahrt und wahrt die theoretische Chance auf ie Kleine Weltcup-Kugel, an der allerdings sein Schweizer Landsmann Marco Odermatt schon mehr als eine Hand drauf hat.
Fantastisch läuft es für Federica Brignone: Die Italienerin triumphierte im Riesenslalom in Are. Der Gesamtweltcup dürfte ihr kaumnoch zu nehmen sein, im Riesenslalom kommt es zum Abschluss in den USA zum Showdown mit der Neuseeländerin Alice Robinson.
Im Slalom gab es einen sehr überraschenden Sieg der Österreicherin Katharina Truppe, der im reifen Sporlteralter von 29 jahren ihr erster Weltcuptriumph gelang und darob Tränen der Freude vergoss.. Sie gewann vor Landsfrau Katharina Liensberger und Mikaela Schiffrin, die als Führende des 1. Laufes den 2. Durchgang verbremste und damit Weltcuperfolg Nummer 101 verpasste. Mit ihrem 156. Podestplatz stellte die Amerikanerin allerdings einen nächsten Rekord auf. Ihre Gratulation an Truppe war herzl,ich und glaubwürdig zugleich.
Die Deutsche Lena Dürr vermurkste zum wiederholten Mal den 2. Lauf mit großartiger Ausgangsposition und fiel von Platz 2 mit der schwächsten Laufzeit aller Starterinnen bis auf Rang 7 zurück. Nachlassende Piste hin oder her, das ist mittlerweile ein gewaltiges Kopfproblem der 33.Jährigen aus Germering.
- Wintersport: In Lake Placid wird die Bob-WM wie erwartet zu einer deutschen Angelegenheit. Francesco Friedrich führte einen Dreifach-Erfolg vor Jhannes Lochner und dem jungen Adam Ammour an und sicherte sich seinen insgesamt 15. WM-Titel. 3 Hnderstel Vorsprung rettete er sichließlich nach 4 Läufen vor seinem verhassten Erzrivalen. Im Monobob der Frauen holte Laura Nolte Silber hinter der Amerikanerin Kaxsha Love, die auf ihrer Hausbahn 17 Hunderstel Vorsprung herausfuhr -ein Wimpernschlag.
Nächste Woche dann der Frauen-Zweier und Männer-Vierer.
In Lake Placid fanden auch die WM-Rennen der Skeletonis statt. Das erfolgsverwühnte deutsche Team musste sich mit Bronze für Alex Jungk begnügen. Die Titel gingen an Holland (Kimberley Bos), Goßbritannien (Matt Weston) und die USA (Team).
Der Biathlon-Weltcup machte nach einer Woche Pause in Nove Mesto Station. Bei frühlingshaften Temperaturen verlor Franziska Preuß auf Verfolgerin Lou Jeannmonnot einige Punkte, behielt aber ihre Gesamtführung mit noch 36 Zählern Vorsprung. Spannung vor den letzten beiden Wochenenden in Pokluca und Oslo ist garantiert. Noch enger geht es bei den Männern zu, wo die beiden Norweger Johannes Thignes Böe und Sture Lagreid gerade mal 5 Punkte trennen. Was für ein Showdown bahnt sich da in 2 Wochen am Holmenkollen ab.
- Leichtathletik: Ohne großen Höhepunkt ging die Hallen-EM in Apeldoorn zu Ende. Vielleicht die beste Leistung zeigte die Schweizerin Katoundji über 60 Meter Hürden in 7,67 Sekunden. Große Sieger waren die holländischen Gastgebe mit insgesamt 7 Titeln. Die haben die Heim-Titelkämpfe wohl als einuige durch die Bank ernst genommen.
Olympiasiegerin Yemisi Ogonleye musste sich mit Silber begnügen hinter der überragenden Holländerin, die die Kugel auf die Weltjahresbestweite von 20,6 wuchtete, immerhin 42 Zentimeter jenseits der Bestweite der Deutschen. Sehr zufrieden dürfte Dreispringer Max Heß. Der schaffte mit 17,43 die zweitbeste Weite seiner Karriere und musste sich nur dem überagenden Italiener (gebürtigen Kubaner) Andy Hernandez (17,71) geschlagen geben.
Eher süßsauer nahm Malaika Mihambo ihr Weitsprung-Bronze mit 6,88 Metern zur Kenntnis, als ihr nur ein vernünftiger Versuch gelang. Auch hier siegte mit Larissa Iapichino eine Italienerin, die auf 6,94 Meter kam.
- US Sport: Alexander Ovetchkin von den Washington Capitals kam dem NHL-Tore-Rekord von Wayne Gretzky (894) um zwei weiteren Treffer näher. Mittlerweile hält der Russe bei 886 Treffern. In dieser Saison hat er noch 18 Spiele, um den Rekord zu brechen. Quasi im Vorübergehen schaffte er seinen 1600. Scorerpunkt und passierte als 11. Profi übehaupt den sogenannten Milestone.
Die Caps führen die Eastern Conference ähnlich souverän an wie die Winnipeg Jets im Westen. Beide Teams haben 92 Punkte auf dem Konto, das Fernduell um Ligaplatz 1 (und Heimvorteil für die gesamten Play-offs ist eröffnet.
- Rugby: Zu guter Letzt ein Blick auf die Six Nations: Dort siegte Frankreich im Spitzenspiel bei Irland dank einer weitgehen überagenden Leistung mit 42:27, wobei den Gastgebern erst ganz am Ende durch 2 Versuche noch eine Ergebnis-Korrektur gelang. Spannung vor dem letzten Spieltag ist wegen der Rugby-Punkte-Arithmetik noch gegeben: Frankreich führt mit 16 Punkten vor England (15) und Irland (14). Die Equipe Tricolore braucht also beim Heimspiel am Samstag im Stade de France einen Erfolg mit mindestens 4 Versuchen (dann gäbe es einen Zusatzpunkt zu den 4 Siegpunkten), um sich aus eigener Kraft den Titel zu sichern. Irland (in Italien) und England (in Wales) lauern nur auf einen. Ausrutscher.
von Münchner Löwe | Feb. 25, 2025 | Biathlon, bundesliga, Fußball, ski alpin, WM, Wochenrückschau
Mit einem Tag Verspätung, die Nachwehen einer langen Wahlnacht und der Aufarbeitung. Willkommen im Merz-Land, seufz. Mehr Worte will ich hier dazu erst mal nicht verlieren, zu bitter oder sarkastisch wären meine Gedanken.
Mikaela Shiffrin – allein im 100er-Club
Da war sie wieder, die wunderbare Slalom-Artistin Mikaela Shiffrin, der ich seit 12 Jahren bewundernd zuschaue. Sestriere, 2. Duchgang. Als Beste des 1. Laufes stand die Amerikanerin im Starthäuschen und legte dann auf der schon reichlich ramponierten Piste einen fabulösen Lauf in den sulzigen Schnee, der sehr an ihre besten Zeiten erinnerte. Die noch gar nicht so lange her sind, bevor sie sich Ende November in ihrer Fast-heimat Killington bei einem Riesenslalom-Sturz eine Stichverletzung zuzog. Seitdem war sie nicht mehr die Alte, auch nach ihrem Comeback Ende Januar, stand sie ungewohnt unsicher auf dem Ski, wackelte gar nicht Shiffrin-Like. Noch tags zuvor hatte sie im Riesenslalom im 1. Lauf den 33. Platz belegt und erstmals seit 2012 (!) den 2. Durchgang verpasst. Tiefe Verzweiflung hatte sie gepackt.
Jetzt also der Triumph, der 100. im Weltcup, was noch die ein (alpiner) Skifahrer geschafft hat. Hochemotional reagierte sie, vergoss Tränen der Freude, der Erleichterung. Sie selbst ist ja ihre schärfste Kritikerin, die auch nach vielen Siegen noch einiges auszusetzen hatte, weil dieser Rechtsschwung oder jene Haarnadelkombination nicht perfekt gelungen war nach ihren Maßstäben. Jetzt war nur noch Glück. Und an diesem Glück werden wir hoffentlich noch lange teilhabendürfen (mindestens bis Olympia 2026, allein um uns an wunderbarem und für objektive Augen perfektes Skifahren ergötzen zu dürfen.
Wer es nicht gemerkt haben sollte: Ich bin absoluter Shiffrin-Fanboy, obwohl ich es normalerweise nicht so habe mit Seriensiegern. Zu den Ausnahmen gehört auch das Tennis-Genie im Ruhestand Roger Federer.
In Shiffrins Schatten fuhr Emma Aicher als Sechste zu ihrem besten Slalom-Ergebnis, Lena Dürr landete auf Rang 7 und war nicht wirklich zufrieden.
Brignone feiert Doppel-Heimsieg
Nicht nur Mikaela Shiffrin durfte in Sestriere jubeln, sondern auch Federica Brignone. Die Italienerin gewann auf der Olympiastrecke von 2006 gleich 2 Riesenslaloms und führt jetzt im Gesamt-Weltcup klar vor der Schweizerin Lara Gut-Behrami, die einmal den zweiten Platz belegte. Nur diese beiden kommen realistischerweise für die Große Kristallkugel in Betracht. Brignone hat auch den Riesenslalom-Weltcup im Blick, muss hier allerdings auf die sehr konstante Neuseeländerin Alice Robinson (in Sestriere einmal Zweite, einmal Dritte) 40 Punkte aufholen.
Die Männer bestritten Abfahrt und Super-G in Crans Montana, dem WM-Austragungsort 2027. Es war auf einer eher leichten (langweiligen?) Strecke ohne große Herausforderung (deshalb umso schwieriger zu gewinnen) wieder mal eine Stärke-Demonstration der Schweizer Gastgeber. Abfahrts-Weltmeister Franjo van Allmen führte in der Abfahrt den Dreifachtriumph vor Marco Odermatt und Alexis Monney an, im Super-G hielt sich das Ski-Genie Odermatt schadlos und siegte vor Monney und Dominic Paris, tatsächlich: kein Schweizer, sondern stolzer Italiener.
Da geht sie dahin, die Spannung
Zumindest im Meisterrennen de Fußall-Ligen in Deutschland und England. Da beseitigten die jeweiligen Tabellenfühhrer Bayern München und FC Liverpool praktisch die letzten Zweifel am Titelgewinn. Die Münchner siegten (zeitgleichund deshalb zumindest bei mir überschattet) gegen Eintracht Frankfurt fast locker mit 4:0. DieHessen erinnerten mit einem fast hasenfüßigen Aufritt an viele Gastspiele von Borussia Dortmund, als diese zum vermeintlichen Gipfeltreffen in der WM-Arena aufkreuzten. Balsam für die Seele der Münchner, wo die Laune nach dem ermauerten 0:0 in Leverkusen und dem fast glücklichen 1:1 am Dienstag in der Champions League gegen Celtic Glasgow doch arg gelitten hatte.
Und Liverpool? Ich hatte ja nach dem 2:2 am Mittwoch bei Aston Villa geargwöhnt, dass es noch knapp werden könnte. Und was passierte? Der letzte ernsthafte Verfolger Arsenal verliert zu Hause gegen West Ham United, und die Reds gewinnen sehr souverän beim Meister Manchester City, das allerdings meilenweit von der Bestform entfernt ist. Jetzt haben die Reds wieder 9 Punkte Vorsprung auf die Gunners (bei einem Spiel mehr).
Bauchweh verhindert weitere Großtaten
Die so erfolgreiche Biathlon-WM der Franziska Preuß endete am Wochenende mit 2 leichten Enttäuschungen. In der Frauen-Staffel konnte sie als Schlussläuferin nichts mehr ausrichten, und das deutsche team verpasste eine Medaille. Im Massenstart kämpfte sie trotz großer Bauchschmerzen, wie sie hinterher erzählte, lange zumindest um Medaillen mit. Am Schießstand lief es bei nur einem Fehler auch prächtig, aber in der Loipe war sie weit weg von guter Laufform. So reichte es „nur“ zu Rang 7.
Dafür gewann das bis dato heftig kritisierte deutsche Männer-Team doch noch eine Medaille. Die Staffel riss sich zusammen, war am Schießstand sehr gut und eroberte noch Bronze, was nach den Einzelleistungen nicht zu erwarten war.
Der große Sieger der WM war Frankreich, das insgesamt 6 Titel und 13 Medaillen holte. Vor allem das Frauen-Team ist der Konkurrenz meilenweit voraus, zu sehen bei dem unglaublich überlegenen Triumph der Staffel. Wahrscheinlich hätte auch eine zweite Staffel um die Medaillen mitgekämpft. Unfassbar stark in Spitze und Breite.
Die Norweger räumten bei den Männern ab. Johannes Tignes Boe gewann seine WM-Titel Nummer 21 bis 23 und ist damit alleiniger Redordsieger. Die Konkurrenz wird aufatmen, wenn er wie angekündigt seine Karriere nach diesem Winter beendet. Nachfolger und Kronprinzen in Norge gibt es allerdings mehr als genug.
Und sonst?
- Wembanyama veletzt: Saisonaus für grandiosen Profi im Dress der San Antonio Spurs. Der Franzose leidet an einer Venen-Thrombose in der linken Schulter. Da kann ich für ihn nur hoffen, dass das keine chronische Verletzung ist, sonst könnte die so vielversprechende Karriere des 2,21-Meter-Mannes gehörig leiden.
- Bundesliga: Borussia Dortmund atmet ein bisschen auf: Das 6:0 gegen ein allerdings zusammenbrechendes 1. FC Union gibt Anlass zur Hoffnung, dass die Westfalen vielleicht doch noch in den Kampf um Champions-league-Plätze eingreifen kann.
Im Abstiegskampf setzte der VfL Bochum das nächste Achtungszeichen mit dem 2:2 beim VfL Wolfsburg. Zumindest Platz 16 scheint machbar, das hätte ich vor Jahresfrist klaum noch für mögllich gehalten.
- 2. Bundesliga: Kann es tatsächlich sein? Der HSV ist nach dem überzeugenden 3:0 gegen den 1. FC Kaiseslautern Tabellenführer und auf dem besten Weg zurück ins Obehaus. Naja, die für die Hamburger heiklen Monate März und April kommen noch und damit einige Partien, die man noch versemmeln kann
- Internationaler Fußball: Anders als in England und Deutschland ist in Spanien Hochspannung im Titelkampf angesagt. Die ersten Drei Barcelona, Real und Atlético Madrid trennt gerade mal ein Punkt. barca scheint seine Formdelle überwunden zu haben, bei Real zaubert der alte Luca Modric wie zu besten Zeiten (was für ein Tor vs Girona) und Atlético ist halt Atlético mit unangenehmen Fußball.
- Europäische Wettbewerbe: In der Champions-League-Zwischenrunde setzten sich Borussia Dortmund gegen Sporting und der FC Bayern gegen Celtic mehr oder weniger souverän durch. Ein Debakel erlebte Manchester City, das 1:3 bei Real Madrid im Rückspiel spiegelt die Unterlegenheit nicht im Entferntesten wider. Da geht eine Ära zu Ende.
Im Achtelfinale kommt es zu deutschen Duell Bayern München vs Bayer Leverkusen, der BVB bekommt es mit OSC Lille zu tun, das erscheint durchaus machbar.
Vorbei ist das europäische Abenteuer für den 1. FC Heidenheim nach der 1:3-Heimniederlage in der Conference League gegen den FC Kopenhagen. Vielleicht besser für die Ostalbstädter, dass sie sich jetzt auf den Abstiegskampf konzentrieren können.
- Handball: MT Melsungen verteidigte die Tabellenführung der HBL durch ein schmuckloses 35:29 gegen Stuttgart. Beeindruckend der Heimerfolg der Füchse Berlin im Verfolgerduell mit der SG Flensburg-Handewitt.
- Basketball: Die deutschen Männer haben durch Siege in Montenegro und gegen Bulgarien wie erwartet die EM-Qualifikation geschafft. Der Weltmeister wird sich im Sommer allerdings gehörig steigern müssen, kann dann aber auch auf die NBA-Profis um Franz Wgner und Dennis Schröder zurückgreifen.
- Tennis: Turniersiege feierten der der argentinische Titelverteidiger Sebastian Baez in Rio (nachdem die Woche zuvor der Brasilianer Joao Fonseca in Buenos Aires triumphierte), Alexander Rublew in Doha sowie die erst 17-jährige Russin Mirra Andreewa, die in Dubai erstmals ein 1000er-Turnier für sich entschied und in der Weltrangliste nunmehr schon Zehnte ist.
von Münchner Löwe | Feb. 18, 2025 | Biathlon, bundesliga, Fußball, NHL, Wintersport, Wochenrückschau
Wieder etwas verspätet, aber die für mich wichtigsten Ereignisse, die Ski-WM und den Fall Sinner, habe ich ausführlichst beleuchtet
Fantastische Franziska
Biathletin Franziska Preuß hat ihre überragende Saison bei der WM in Lenzerheide gekrönt. Drei Rennen, drei Medaillen, lautet die bis dato makellose Bilanz. Ihr Verfolgungs-Gold, als sie bei bei vier Schießübungen und 20 Schüssen fehlerlos blieb, war unfassbar eindrucksvoll. Was es ausmacht, wenn eine Sportlerin endlich mal nicht mit Krankheiten und/oder Verletzungen zu kämpfen hat wie jetzt die sfrüher so erkältungsgefährdete Franziska Preuß, „unsere“ neue „Gold-Franzi“ (ältere Schwimm-Fans werden sich erinnern …).
Höchstwahrscheinlich vier Auftritte hat Franziska Preuß noch in dieser Woche, doch selbst wenn sie keine weitere Medaille gewinnt (was im Biathlon schnell passieren kann, sie kann jetzt schon zufrieden sein mit der Bilanz.
Bei den Männern gibt es mit Johannes Tignes Böe eine noch imposantere Gestalt: 22 WM-Goldmeidaillen hat er nun insgesamt gesammelt, mehr als der große Ole Einar Björndalen, sein norwegischer Landsmann. Auch er hat noch 4 Auftritte, die Sammlung zu erweitern. Zumindest die deutsche Konkurrenz muss er bei all den Unwägbarkeiten dieser Sportart nicht fürchten, traurig was diese bisher in Loipe und am Schießstand fabrizierten.
Zum Titel gemauert
Nein, die Meisterschaft des FC Bayern in der Fußball-Bundesliga steht rechnerisch noch nicht fest, aber wer glaubt ernsthaft daran, dass die Münchner ihren 8-Punkte-Vorsprung auf Bayer Leverkusen (plus dem klar besseren Torverhältnis) noch verspielen? Ein duckmäuserisches 0:0 in de BayArena reichte. Bavarian Catenaccio ohne eigenen Torschuss, in dieser Form wohl noch nie gesehen. Bayer hochüberlegen, aber eher chancen-tödlich als eiskalt vor dem Tor, auch weil Treffsichere wie Schick und Boniface nur zusehen durften.
Leistung mau, Stimmung bestens. Zumal die Bayern während der Woche mit dem 2:1-Sieg bei Celtic Glasgow im stimmungsvollsten Stadion der Welt (da muss ich noch hin!) auch die Tür ins Achtelfinale der Champions League weit aufgestoßen wurde. Das schaffte auch Borussia Dortmund mit ddem 3:0 bei Sporting Lissabon. Dagegen schaut es beim BVB in der Bundesliga nur noch trostlos aus. 0:2 beim VfL Bochum, Trostlose Tristesse
Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen
Der Club ist ein Depp! So lautet eine landläufige, liebevoll-verzweifelte Weisheit über den 1. FC Nürnberg. Der es als bisher einzige Verein geschafft hat als amtierender Meister (1969) abzusteigen und auch noch als amtierender Pokalsieger (2008) abzusteigen. Der komfortabelste Ausgangspositionen verspielt, wie beim legendären Abstieg 1999, als man eigentlich gar nicht absteigen konnte. Leidende Club-Fans wie Radiolegende Günter Koch („Ich melde mich vom Abgrund“) pflastern den Weg der Franken.
Der Club ist ein Depp: Daran musste ich denken, als die Franken letzte Woche die Entlassung von Olaf Rebbe bekannt gaben. Jener brillante Sportdirektor, der es zuvor in dre Transferperiode geschafft hat, Millionen und Abermillionen in die notleidende Vereinskasse zu scheffeln, was in dieser gebeallten Form noch nie ein Zweitligist geschafft hat. Mit dem Husarenstück, nein buchhalterischen Kunststück einen ausgeliehenen Spieler nach England zu verkaufen, dabei 7 Millionen Plus zu machen. Und der ausgeliehene Profi spielt weiter bis Saisonende für Nürnberg.
Anstatt Olaf Rebbe Kränze zu flechten aus Hochachtung und Dankbarkeit über sein Transferkunstwerk, das ganz im Sinne der Vereinsführung war, erfolgte die Trennung wegen Unstimmigkeiten über die Zukunft und Ausrichtung. Persönliche Animositäten zwischen Club-Führung und Sportdirektor, trifft es besser. Veletzte Eitelkeit oder was auch immer ritten Joti Chatzialexiou und die anderen Clubberer zu diesem Irrsinnsschritt, einen der fähigsten Kaderplaner (auch Diamantenauge genannt) zu feuern. Mitr und vielen anderen bleibt absolutes Staunen, totale Ungläubigkeit, die eben nur einen Grund hat: Der Club ist ein Depp.
Der unfassbare Noriaki Kasai
Auf dem ersten Blick ein völlig normales Ergebnis. Bei Heimspringen in Sapporo hat Noriaki Kasai als 47. die Qualifikation geschafft. Aber dann: Der Noriaki Kasai??? Mit 52 (!) Jahren??? Ist tatsächlich bei einem Wettbewerb unter die besten 50 Skispringer dieser Welt gekommen? Staunen und voller Hochachtung schaue ich aufs Ergebnis: Einige Landsleute hat er hinter sich gelassen und auch den Österreicher Michael Müller. So dass ganz Verwegene schon drauf spekulieren, er könnte sogar bei der WM ab nächster Woche in Trondheim mitmachen – in Norwegen also, dem Mutterland des Nordischen Skisports. Was für eine Krönung einer unglaublichen Karriere – ode will Kasai nächstes Jahr noch mal ran? Gar bei Olympia???
1988 (!) hat Noriaki Kasai sein erstes Weltcupspringen in Sapporo absolviert: Also vor 36 Jahren, da waren seine jetzigen Kontrahenten noch nicht mal geboren, und die Mauer stand auch. Sapporo war sein 579. Weltcupspringen – natürlich Rekord! Welch eine Disziplin muss Kasai haben, welch ein unglaubliches Gefühl für die Lüfte, weil der Absprung natürlich kaum mehr vorhanden ist. Es bleibt absolute Hochachtung. Origato Kasaisan!
Kanada vs USA – ein Stellvertreter-Kampf auf Eis
Die sogenannten Allstar-Weekends sind eigentlich ein Freudenfest. Die besten Spieler der Liga kommen zusammen, messen sich mehr oder weniger ernsthaft. Das führte vergangenes jahr zu einem absurden Basketballspiel in Indianapolis mit fast 400 Punkten.
Jetzt hatte die NHL eine famose Idee. 4 Länder sollten mit ihren besten Eishockey-Teams de Liga die beste küren, also Kanadier, US-Amerikaner, Schweden und Finnen. Und so trafen in Montreal Kanadier und Amis aufeinander. Nach der Trumpschen Forderung, Kanada wäre doch ein toller 51. Bundesstaat der USA, war die Stimmung, nun ja, vergiftet. Die US-Hymne wurde kautstark ausgepfiffen, und auf dem Eis? Gab es in den ersten 9 Sekunden gleich drei zünftige Raufereien. Diese gehören tatsächlich zum Eishockey wie de Puck, sind aber eher folkloristische Unterhaltung, diesmal allerdings mit bitterem Ernst ausgetragen. Und zumindest die US Boys hatten diese Kämpfe schon vorher geplant, minutioös die Kämpfenden ernannt. Das teilten sie nachher unverblümt mit, stolz ihre geschwollenen Gesichter in die Kameras zeigend.
Das Eishockey-Verhältnis Kanada – USA ist ohnehin nicht das Beste, und jetzt ist es total vergiftet. Die Kanadier begreifen sich als das wahre Eishockey-Land. Sie verachten die US-Amerikaner, die diese Sportart gekapert hätten und landestypisch überkapitisiert über-entertainisiert hätten. Unvergessen der Aufschrei der gesamten Nation, als 1988 the „Great One“ Wayne Gretzky dem Gelde folgte und in Los Angeles (!) bei den Kings (sic) anheuerte. Warmes Kalifornien statt (zumindest im langen Kanada-Winter) eiskaltes Edmonton – ein Affront.
Jetzt also Trumps Anneketions-Pläne: vielleicht erratische Match-Illusion, vielleicht auch völlig Ernst gemeint, wer weiß das schon bei dem Irren im Weißen Haus.
Und weil es so schön war in Montreal, trifft man sich ein zweites Mal im Leben. Bereits in der Nacht zum Donnerstag, diesmal in Boston, wenn Kanadier und Amerikaner das Endspiel bestreiten und die insgesamt vierte Partie innerhalb einer Woche. Von Schonung, wie sonst bei den All-Star-Events, wird da keine Rede sein. Da wird ohne Ende gekämpft, wahrscheinlich bis aufs Blut. Die Teams werden ihre helle Freude haben, wenn ihre müden Stellvertreter-Krieger zurückkehren.
von Münchner Löwe | Feb. 11, 2025 | bundesliga, Fußball, Wintersport, WNBA, Wochenrückschau
Etwas spät, dafür ziemlich kurz (naja): Aber das Wichtigste aus meiner Sicht (Ski-WM, Super Bowl, NBA Trades) habe ich ja schon in gesonderten Texten behandelt.
Bayern (fast schon) Meister
Die Münchner gewannen ihre Pflichtaufgabe mit etwas Mühe gegen Werder Bremen mit 3:0. Alle Tore fielen erst nahc der Pause, davon zwei Elfer von Harry Kane, der weiter in der Bundesliga ohne Fehlschuss vom Punkt ist (bei nunmehr 29 Versuchen).
Der einzige verblieben Konkurrent Bayer Leverkusen büßte dagegen beim 0:0 zwei weitere Punkte ein. Meistertrainer Xavi Alonso setzte nach dem Pokathriller gegen Köln (3:2 nach Verlängerung) auf starke Rotation. Ohne Wirtz und andere Topspieler blieb Leverjusen die gesamte Partie sehr harmlos, daran konnte auch der eingewexchselte Wirtz nichts mehr ändern.. Vor dem Gipfeltreffen in der BayArena am Samstag trennen die beiden Clubs 8 Punkte, die ganz große Brisanz ist raus.
Völlig missglückt ist das Trainer-Debüt von Nico Kovac bei Borussia Dortmund. Der BVB verlor in der eingenen Arena gegen den VfB Stuttgart mit 1:2. Engagiert waren die Westfalen ja, aber nicht effizient. Ausgerechnet der Ex-Stuttgarter Waldemar Anton leitete die Niederlage mit einem Eigentor ein.
Mein Aufreger: Mal wieder mein Lieblings-Schiedsrichter Felix Zwayer. Seine schlimme Leistung im Abstiegsduell Hlstein Kiel gegen VFL Bochum „krönte“ er gemeinsam mit den Viedeo-Schiedsrichter als er ein Tor der Kieler wieder aberkannte, weil er eine harmlose Situation vorher im Mittelfeld nachträglich als Foul bewertete. Ich bin ja echt Fan des Videobeweises, aber der soll wirklcih nur einschreiten, wenn es eine „klare!“ Fehlentscheiung auf dem Platz gegeben hat.
Rodel-WM – eine deutsch-österreichische Angelegenheit mit internationaler Beteiligung
7 Wettbewerbe standen in Whistler Mountain auf dem Programm, fünf Titel gingen nach Germany, zwei nach Austria. Dazu 7 respektive 3 Medaillen. Für den Rest der Welt blieb insgesamt viermal Edelmetall, das sich die USA (2), Lettland und Kanada (je einmal Bronze) aufteilten. Man merkt, welche 2 Nationen als mittlerweile einzige das Rodeln professionell beteiligen. Die Ösis mit Berater und Kufengott Hackl Schorsch waren angesichts der Vorleistungen nicht mal hundertprozentig zufrieden mit der Ausbeute. Eine Sportart macht sich überflüssig …
Und sonst?
- Internationaler Fußball: Doppeltes Pokal-Aus für die Tottenham Hotspur. Zunächst am Donnerstag in Ligacup-Halbfinale gegen den FC Liverpool, dann im FA Cup beim 1:2 bei Aston Villa. Liverpool war denn im FA Cup auch für die einzig wirkliche Überraschung beteiligt. Mit der B_Elf angetreten, verlor der klare PL-Tabellenführer mit 0:1 beim Letzten der 2. Liga Plymouth. Ein erster Rückschlag für Klopp-Nachfolger Arne Slot.
Madrid-Derby Remis. Im Bernaubeu Stadion trennten sich Gastgeber Real und Atlético mehr oder weniger friedlich mit 1:1. Real hatte in der Woche Aufsehen erregt, als man nach einer vermeintlichen Fehlentscheidung es für nötig hielt, einen offenen Beschwerdebrief in Richtung Verband zu verfassen, in dem Real die „eklatante“ Benachteiligung beklagte. Ausgerechnet Real Madrid, das seit Jahrzehnten von den Schiris eher sehr zuvorkommend behandelt wird, um es noch sehr vorsichtig auszudrücken.
In Italien schließlich setzt sich der Titel-Zweikampf zwischen SSC Neapel und Inter Mailand fort. Beide schwächelten allerings am Wochenende: Napoli spielte zu Hause gegen Udinese nur 1:1, Inger verlor ein Nachholspiel bei der Florentina gleich mit 0:3, revanchierte sich aber am Montag daheim mit 3:1.
- Hallensport: Nicht mal eine Woche nach dem WM-Finale mussten die Handballer wieder in der Bundesliga ran. Meister Magdeburg verlor den Schlager beim THW Kiel und damit fast alle Titelchancen. Mit Mühe setzte sich Tabellenführer MT Melsungen gegen Leipzig durch und wahrte seinen 4-Punkte-Vorsprung auf das Trio Berlin Füchse, Kiel und Hannover-Burgdorf.
Der FC Bayern Basketball verbesserte durch 2 Heimsiege gegen Milano und Villeurbanne seine Situation in der Euroleague und ist jetzt Sechster, was die direkte Qualifaikation fürs Viertelfinale bedeuten würde.8 Spieltage sind noch zu absolvieren, ein kleines Polster (3 Siege) auf Platz 11 (Real Madrid) ist schon vorhanden. Alba Berlin ist dagegen abgeschlagen Letzter und ohne Chance aufs Weiterkommen.
- Erfreuliches für die Eishockey-Frauen: Die setzten sich in einem nervenaufreibenden Qualifikationsturnier gegen Ungarn, Österreich und die Slowakei durch und dürfen zum zweiten Mal nach 2014 zu Olympia.
- Tennis:Turniersiege feierten Denis Schapovalov (im Finale gegen Casper Ruud) in Dallas, Carlos Alcáraz in Rotterdam (vs Alex Di Minaursowie Belinda Bencic (zum ersten Mal als Mama) in Abu Dhabi (Ashlyn Krüger) und Anastasia Potapova (Laura Bronzetti) in Cluj. Dort, in ihrer rumänischen Heimat, beendete Simona Haep ihre erfolgreiche Karriere, in der sie Grand-Slam-Siege in Paris und Wimbledon feierte. Eine lange heftig diskurierte Dopingsperre (sie wurde gesperrt im Gegensatz zu Iga Swiatek und Jannik Sinner) sowie Verletzungen zwangen sie mit 33 jahren zu diesem Schritt.
von Münchner Löwe | Feb. 4, 2025 | bundesliga, Fußball, Handball, WNBA, Wochenrückschau
Dänemark – die Handballmacht
Dänemark – und dann lange nicht, aber dieser Rest ist sehr eng zusammen: So könnte das Resümee der Handball-Weltmeisterschaft der Männer lauten. Die Dänen sicherten sich im Osloer Finale durch einen klaren Sieg gegen Kroatien zum vierten Mal hintereinander die Weltmeisterschaft, und wer dieses junge Team durchs Turnier zaubern sah, kann sich nicht vorstellen, dass nicht in den nächsten Jahren noch einige große Titel folgen werden. Ein unglaubliches Reservoir an Klassespielern fügt sich da zusammen, bestens angeleitet vom Trainerstab um Nicolai Jacobsen. Dass nach dem Olympiasieg der Ex-Welthandballer Mikkel Hansen und der beste Torwart des vergangenen Jahrzehnts Niklas Landin (trotz eines Andreas Wolff) ihre internationale Karriere beendet haben -es fiel nicht auf. Die Nachfolger um den Berliner Fuchs Mathias Gisdel (Spieler des Turniers) und Schlussmann Emil Nielsen stehen bereit für die nächste Dekade. Wahrscheinlich wäre eine Auswahl der Daheimgebliebenen (es durften halt nur 15 Spieler nominiert werden) immer noch stark genug.
Letztlich keine Überraschung: Handball ist in Dänemark die Sportart Nummer 1, jeder dänische Junge und jedes Mädchen spielt ab frühester Kindheit. Die Hallen sind offen, und die besten Talente werden spätestens ab dem 15. Lebensjahr in Förderschulen zusammengezogen. Es geht dabei eher um die Entwickklung des Sportlers, des Menschen, des Zusammenlebens, der Freundschaftund nicht um frühe Titel. Erstaunlich genug, dass die Frauen nicht ähnlich überlegen sind, aber die Norwegerinnen, die ein ähnliches Konzept verfolgen, machen es zurzeit halt noch ein bisschen besser.
Und wie die Dänen ihre Sportart, ihre auch nicht-dänischen Sportler lieben, zeigte sich in einer ganz bemerkenswerten Szene am Ende des Finals. Da standen sie Spalier für den Kroaten Domagoj Dubnjak, der sich in der Vorrunde verletzt hatte. Die gewährten ihm die letzte Aktion und noch ein Tor. Nicht gönnerhaft war das, sondern geprägt durch eine tiefe Respektbezeugung für einen der ganz großen ihrer Handballzunft. Denn auch Dänen wissen: Es braucht gute Konkurrenz. Hier fällt mir die Tischtennismacht China ein, wo europäische Spitzenspieler wie Jan-Ove Waldner und Timo Boll sehr viel bekannter sind als hierzulande und dort bei aller Rivalität auch sehr verehrt.
Während es sich also die Dänen hoch oben auf dem Thron scheinbar unbehelligt gemütlich gemacht haben, tobte der Kampf Best of the Rest. Kroatien, beflügelt durch die Heimspiele in der schäumenden Zagreber Halle, zogen ins Endspiel ein, das leider nicht dort, sondern in Oslo stattfand. Alle K.-o.-Partien ab dem Viertelfinale ohne dänische Beteiligung waren extrem spannend und wurden erst mit dem letzten Angriff entschieden. Die Deutschen scheiterten bereits im Viertelfinale nach Verlängerung am Überraschungsteam aus Portugal – trotz einer unfassbaren Leistung ihres Torhüters Andi Wolff, der auch schwierigste Bälle hielt, auch mit seinem „Signature Move“, der Fußspitze über Schulterhöhe. Platt gesagt: Deutschland braucht mehr Wölffe …
Bayern weiter vorn, aber …
Die vermeintlich beste Nachricht für die Münchner gab es schon am Freitag. Da war ihnen die Losfee in der Champions League hold , ersparte ihnen in der Zwischenrunde Manchester City und zog Celtic Glasgow. Wer gerade die trostlosen Leistungen von City verfolgt und andererseits die fantastische Atmosphäre im Celtic Park kennt, wird noch sinnieren, ob das wirklich so ein Glückslos ist. Am Samstag gab es dann gegen Aufsteiger Holstein Kiel, das nicht wirklich beruhigend war. 4:0 führten die Bayern nach 50 Minuten, am Ende hieß es 4:3, weil Holstein Kiel plötzlich das Angreifen fand und riesige Löcher in der Abwehr. Zwei Tore fielen in der Nachspielzeit, und wäre es noch 5 Minuten gegangen, wäre wahrscheinlich noch der Ausgleich gefallen. Dementsprechend sparsam sahen die Gesichter seitens der Verantwortlichen auf der Tribüne und der Profis/Trainer aus. Immerhin: Der 6-Punkte-Vorsprung auf Meister Bayer Leverkusen (3:1 vs Hoffenheim hielt.
Der Spieltag war geprägt von zwei Aufregern. Der eine bei der bis zur Nachspielzeit eher dahindümpelnden Partgie Werder Bremen gegen Mainz 05, ehe sich Schiedsrichter Martin Petersen zur Hauptfigur aufschwang. Innerhalb von Sekunden schmiss er zwei Bremer mit Gelb-Rot vom Platz, erst Niklas Stark wegen Spielverzögerung (extrem pedantisch, aber nicht falsch und ein Zeichen gegen die elendige Zeitschinderei)), danach Kapitän Marco Friedl wegen zu heftigen Meckerns und vor allem Schiri-Betatschen (mE muss der Österreicher froh sein, dass er nicht glatt Rot sah). Die Partie exkalierte, nach dem Schlusspdfiff ssah auch noch der tobende und beleidigende Werder-Trainer Ole Werner Rot. Sie alle werden am Freitag beim Gastspiel in München fehlen, dazu auch Siegtorschütze Leo Bittencourt, der sich am Oberschenkel verletzte.
Mein persönlicher Aufreger war der Auftritt des Dortmunder Interims-Trainer Mike Tullberg. Nach dem eher glücklichen und zugegebener maßen sehr wichtigen 2:1 beim 1. FC Heidenheim rastete der Coach völlig aus. Wie von Sinnen rannte er in die Fankurve, deutete wiederholt auf sich und ließ sich wie Jürgen Klopp feiern. Wie Jürgen Klopp allerdings, nachdem er die Meisterschaft geholt hatte und nicht den ersten Bundesligasieg. Die Reaktionen waren gespalten. Die einen fanden die Aktion toll, die anderen weit drüber. Ich persönlich fand es extrem egomanisch auch angesichts der Tatsache, dass Thunberg jetzt wieder ins zweite Glied rückt (U-19) und Nachfolger Niko Kovac ein ohnehin schweres Amt noch schserer gemacht wird.. Angesichts der exaltierten dänischen Trainer (Henricksen, Svensson) drängt sich bei mir ein Verdacht auf: Wer die dänische Gelassenheit nicht hat (um das Modewort Hygge zu vermeiden), der muss die Handballszene leider verlassen und sich dem Fußball zuwenden.
Tel zu Tottenham – oder etwa doch nicht?
Am Montag endete die Transferperiode im europäischen Fußball, der sogenannte Deadline Day. Der große Moment der Transfer-Journalisten, die gibt es wirklich. Wer wissen will, wie es da zugeht, den verweise ich auf den Live-Ticker der „11 Freunde
https://www.11freunde.de/bundesliga/transfers-der-deadline-day-im-liveticker-ich-bin-ein-youngster-holt-mich-hier-raus-a-db014017-0c5c-47bb-8747-f83be8b72d6e
Jetzt hat sich der Pulverdampf verzogen. Die wichtigsten Transfers (oder Nichttransfers)
– Mathis Tel per Leihe zu Tottenham (wenn ich das Ende des ewige Hin und Hers richtig deute)
– Micky Batshuay von Galatasaray zu Eintracht Frankfurt. Wem der Name irgendwie bekannt vorkommt: Vor ein paar Jahren sorgte der Stürmer
für Furore beim BVB und galt als ganz heißer Scheiß, vevor er verglühte und entschwand
– André Silva per Leihe von RB Leipzig zu Werder Bremen. So toll er in Frankfurt traf (wie so viele), so sehr glich er bei Red Bull einer
Platzpatrone
– 3 Spieler verstärken Borussia Dortmund, na hoffentlich verstärken sie auch: Diant Ramaj von Ajax Amsterdam, Carney Chukwuemeka und
Daniel Svensson (jewils leihweise) vom FC Chelsea und FC Nordsjaelland
– international: Joao Felix von Chalsea zu Milan (Leihe) und Marco Asensio von PSG zu Aston Villa. Die Villans verpflichteten auch Marcus
Rashford von Manchester United, gaben dafür Jhon Duran zu Al Nasr ab, dem das absurdeste Statement der Woche gelang:
„I grew up watching Al Nassr. Its a dream club.“ Anstatt beschämt zu schweigen und die Kohle abzufreifen …
Im Windschatten des Deadline Days verrlängerte Manuel Neuer seinen Vertrag bei Bayern München um ein weiteres Jahr. Da dürften die diversen Ersatztorhüter (Urbig, Peretz, Ulreich) beim FCB zum „Althans“ (Sepp Maier einst über Walter Junghans). werden.
Und sonst?
- Bundesliga: Ach Gott, der Abstiegskampf: Das Trio Heidenheim (12 Punkte), Kiel (10) und Bochum (8) hat sich mit Niederlagen gegen Dortmund, Bayern und Freiburg weiter nach unten abgesetzt.
Der VfB Stuttgart musste nicht nur das Champions-League-Aus durch das gruslige 1:4 gegen Paris verkraften, sondern auch eine sehr bittere Bundesliga-Heimniederlage gegen Burussia Mönchengladbach
- Internationaler Fußball: Debakel für Manchester City: Der englische Meister verlor das Verfolgerduell beim FC Arsenal gleich mit 1:5, die höchste Liga-Niederlage, seitdem Ppe Guardiola dort Trainer ist (2016). Ein Desaster gab es auch für Brighton und dem jungen Coach Fabian Hürzeler, dsas bei Nottingham Forest gleich mit 0:7 unterging. Der FC Liverpool zieht vorne einsam seine Kreise, diesmal ein eher schmuckloses 2:0 in Bormemouth
In Italien setzt sich das Fernduell um den Scudetto zwischen Napoli und Inter fort. Während die Neapolitaner in der Nachspielzeit bei der Roma noch den Ausgleich kassierten, schaffte Inter ebenfalls in der Nachspielzeit noch das Unentschieden im Mailänder Stadtderby gegen Milan. Damit bleibt es beim 3-Punkte-Rückstand von Inter, den es im Nachholspiel am Donnerstag gegen die Fiorentina aufholen kann
Rückschlag für Real: Nicht nur verlor der spanische Rekordmeister bei Expanyol, sondern auch den deutschen Nationalverteidger Antonio Rüdiger durch Verletzung. Atlético (2:0 gegen Mallorca) und Barca (1:0 vs Alaves) finden wieder Anschluss.
- Wintersport: Während der Woche gab es die letzten Weltcups vor der WM ab heute in Saalbach. In Schladming gab es zwei norwegische Siege durch Alexander Steen-Olsen im Riesenslalom und Timon Hauge im Slalom. Linus Straßer belegte nach Laufbestzeit im 1. Durchgang den 4. Platz und ärgerte sich maßlos über den eigenen Kurssetzer Stefan Kogler, der die Tore seiner Meinung nach viel zu kompliziert für ihn gesetzt habe. Nicht das erste mal, wie sich herausstellte.
Die deutschen Skispringer im Formtief: Bei den Heimspringen in Winterberg gab es als beste Ergebnisse die ernüchternden Plätze 13 (Philipp Raimund/Samstag) und 12 (Andreas Wellinger/Sonntag). Pius Paschke verpasste am Sonntag gar den 2. DurchgangDie Siege holten sich der Norweger Johann Andre Forfang und der Österreicher Daniel Tschofenig, der die Weltcupwertung ganz überlegen anführt.
- Tennis: 1. Runde im Daviscup. Das deutsche Team ohne Alexander Zverev und Jan-Lennard Struff setzte in Vilnius sich ungefährdet gegen Israel durch. Österreich bezwang zu Hause Finnland, große Überraschungen blieben aus. Turniersiege holten sich Ekaterina Alexandrowa in Linz, Elise Mertens in Singapur sowie Felix Auger-Alliasime in Montpellier.
- Begonnen haben die 6 Nations im Rugby: Dabei deklassierte Frankreich Wales mit 43:0, Irland schaffte erst im Endspurt einen Erfolg über England und Schottland gewann gegen Italien mit 31:19
Die 2. europäische Garde trägt die EM aus, gleichzeitig auch WM-Qualifikation. Das deutsche Team ging dabei in Rumänien mit 10:48 unter. Die 2. Halbzeit endete dabei desaströs mit 0:35.
Football: Der ProBowl der NFL fand in Orlando statt, wie gehab ohne die Spieler der Super-Bowl-Teilneher aus Kansas City und Philadelphia, also noch mehr Muster ohne Wert. Das Team der AFC gewann gegen das der NFC mit 76:63, ein lächerlich hohes Ergebnis geschuldet dem Nicht-Verteidigen, das eigentlich dazugehört. Wems dennoch gefällt …
- Golf: Rory McIloy gewann das mit 20 Millionen dotierte Top-Turnier in Pebble Beach. Der nach der 3. Runde Führende Sepp Straka aus Österreich fiel noch auf Platz 7 zurück, trotzdem ein Top-Ergebnis.
von Münchner Löwe | Jan. 27, 2025 | basketball, bundesliga, Handball, NFL, Radsport, ski alpin, Snooker, Tennis, Turnen, Wintersport, Wochenrückschau
Es war viel los auf den Sportfeldern dieser Welt: Fußball-Ligen, Handball-WM, Australian Open, eine Menge Winntersport und die Conference Finals in der NFL
Bayern dem Meistertitel nahe
Die Münchner rehabilitierten sich mit dem 2:1 beim SC Freiburg zumindest ergebnismäßig vom eher unglücklichen =:3-Debakel in de Champions League bei Feyenoord. Harry Kane, der in Rotterdam auch die besten Chancen vergab, war diesmal erfolgreich. Seinen eher harmlosen Schuss ließ Freiburgs Schlussmann Noah Atobolu passieren, als er den Ball falsch berechnete. Am Mittwoch hate Feyenoroords Keeper mit unwirklichen Paraden viel bessere Abschlüsse abgewehr. Statistiker vermelden bei diesem tor übrigens Historisches für die Bundeslgia: Die Vorlage zum Treffer gab Eric Dier. Noch nie hat ein englischer Assistgeber einen englischen Torschützen bedient.
Gleichzeitig patzte Bayer Leverkusen: Die Werkself kam bei RB Leipzig trotz einer 2:0-Führung nicht über ein 2:2 hinaus, mal wieder patzte die Abwehr bedenklich. Der überragende Florian Wirtz gab die beiden Torvorlagen. Zumindest grenzwertig, dass der Schiri nicht abpfiff, als er vor dem 2:0 sekundenlang auf dem Knie von David Raum stand.
Apropos Schiedsrichter: Der übersah bei der Partie Dortmund gegen Bremen vor dem 2:0 des BVB eine klare Abseitsposition. Rami Bensebaini berührte zwar den Ball nicht, doch er irritierte mit seiner Bewegung zum Ball den späteren Eigentorschützen Marco Friedl. „Das hätte nicht gelten dürfen“, stellte der DFB in seltener Klarheit einen Schiri-Fehler fest. Am Ergebnis ändert sich nichts – Tatsachenentscheidung.
Apropos Dortmund: Der BFV reagiete nach dem blutleeren 1:2 beim FC Bologna und feuerte Nuri Sahin. Interimsweise saß gegen Bremen der bisherige U-19-Coach Mike Tullberg auf der Bank (und wird das auch am Mittwoch gegen Donezk tun). Der versuchte gleich, den Stars Feuer unter dem Hintern zu machen und mimte an der Seitenlinie das Rumpelstilzchen, wohlbekannt im Westfalenstadion seit den seligen Kloppo-Zeiten.
Favorit und Außenseiterin triumphieren
Jannik Sinner und Madison Keys sicherten sich bei den Australian Open die ersten Grand-Slam-Titel. Zu den Einzeln habe ich mich gestern schon ausgelassen. https://blickueberdenteich.de/zverev-verliert-auch-beim-dritten-mal-tennismaerchen-fuer-madioson-keys/
Im Doppel siegte bei den Männern das britisch-innische Paar Heliovaara/Patten, das sich in einem fantastischen Match gegen die Italiener Bolelli/Vavassori in drei Sätzen durchsetzten. Beschämend war die Kulisse: Weil die Veranstalter auf die indiskutable Idee kamen, diese Partie nach dem Frauen-Finale (nebst Siegerehrung) anzusetzen, vefolgten am Ende um 1.45 Uhrzeit nur noch eine Handvoll Zuschauer (davon einige sehr freudetrunkene Finnen) das Geschehen. Einen stinkenderen Mittelfinger in Richtung aller Doppelspezialisten ist kaum möglich. Dabei kassierte das Siegerpaar fast 500.000 Dollar, warum versteckt man die dann ins Nichts der Nacht?
Immerhin: Das Frauen-Finale fand dann schon am Sonntagnachmittag an. Die Tschechin Karolina Siniakova holte sich an Seite von Tayleor Townsend ihren bereits 10. Grand-Slamtitel im Doppel oder Mixed.
Rückkehr der Crazy Canucks
Als ich mich Mitte der 70er-Jahre für den Skisport zu interessieren begann, da waren die Crazy Canucks ein stehender Begriff. Verwegene kanadische Burschen, die sich ohne Rücksicht auf Verluste auf die schwierigsten Abfahrten wagten. Ken Read, Steve Podporsky und vielleicht der Irrste von allen. Hale Irwin. Durchaus erfolgreich, aber auch mit vielen Stürzen. Später dann auch ein Todd Brooker, der 1983 als letzter kanadischer Sieger auf der legendären Streif in den Annalen steht. Bis Samstag, als mit der Startnummer 20 James Crawford mit einem Parforceritt über Mausefalle, Steilhang, Hausbergkante und Co das Klassement noch mal völlig durcheinanderbrachte. Dem bis dato führenden Alexis Monnet blieb der Siegerjubel im Halse stecken. Die kanadische Partie perfekt machte der Drittplatzierte Cameron Alexander.
Crawford ist kein unbekannter, im Gegenteil: Vor zwei Jahren wurde er Super-G-Weltmeister. Aber auf Platz 1 der spektakulärsten Abfgahrt des Winters jätten ihn die wenigsten gewettet. Es war im übrigen ein faszinierendes Rennen, die Piste hart und mit Sicherheit sehr schwer, aber eben nicht unfahrbar. Anders als beim Super-G tags zuvor gab es keine schweren Stürze, der Hubschrauber kannte am Bodenbleiben.
Im Slalom dagegen feierte der beste Fahrer der Saison den nächsten Triumph. Clement Noel war erneut nicht zu schlagen, schlängelte sich zu seinem vierten Saisonsieg. Allerdings profitierte er vom Ausfall der beiden Erstplatzierten anch dem eersten Durchgang. Sowohl sein Sebastien Amiez als auch Terje haugen schieden im zweiten Durchgang aus. Vorjahressieger Linus Strasser kam auf Platz 5, gänzlich zufrieden wird der Skilöwe nicht sein, aber für ihn zählt dieses Jahr am meisten die WM.
Die Frauen trugen Abfahrt und Super-G in Garmisch aus. Federica Brignone triumphierte in der Abfahrt vor Landsfrau Sofia Goggia. Im Super-G war Lara Gut-Behrami nicht zu bezwingen. Die Deutsche Kira Weidle-Winckelmann belegte die Plätze 9 und 8. Die beiden Siegerinnen Brignone und Gut-Behrami dürften den Gesamtweltcup unter sich ausmachen. Wenn die Schweizerin Camille Rast eingreifen wollte, müsste sie sich auch an die Speeddisziplinen wagen.
Der Lindsey-Vonn-Ticker vermeldet: Ausfall in der Abfahrt, aber immerhin Platz 13 im Super-G.
Super Bowl wird mein Horror Bowl
Ich habe es befüchtet. Das Finale in der NFL in New Orleans bestreiten die von mir wenig geliebten Kansas City Chiefs und Philadelphia Eagles. Die Chiefs nutzten den heimvorteil im Arrow head Stadium (den sie wegen einiger absurder Siege in der regulären Saison innehatten) und bezwangen die Buffalo Bills in séiner sehenswerten Partie mit 32:29. Die Bills machten einfach zu viele Fehler: Zweimal ging eine 2-Point-Conversion schief, mehrere Male ganz kurze Versuche zu einem neuen first down. Zu einfallslos. Insgesamt ineressant zu sehen, dass beide Trainer vermehrt auch vierte Versuche ausspielen (was gut geht und manchmal eben auch nicht).
Die Eagles hatten kaum Probleme mit den Washington Commanders und fuhren über die Hauptstädter (apropos: USA, Hauptstadt, Weißes Haus, großer Seufzer) wie eine Dampframme hinweg. Am Ende hieß es 55:23. Sieben ihrer 8 Touchdowns erliefen die Eagles (laufende Adler), je dreimal trugen Runnigback Shaqon Barkley und Quaerteback Jalen Hurts das Ei über die Linie.
Handball-WM in der entscheidenden Phase
In den Viertelfinals ab morgen in Zagreb und Oslo gibt es doch einige Überraschungsteams. Dass Portugal und Braslien sich in der Hauptrunde gegen Schweden., Spanien und Norwegen durchsetzen würden noch dazu in Olso, hätten wohl die wenigsten erwartet. Sie begeistern durch ihr frisches, teilweise auch unkonverntionelles Spiel. Dazu würde ich auch die Ägypter zählen, die immerhin die hochgewetteten Isländer (und Slowenen) hinter sich ließen. Die Deutschen erlebten zwar in der Hauptrunde ein 30:40-Debakel gegen Dänemark, gewannen aber gegen Italien und Tunesien. Damit kommt es zu folgenden Viertelfinal-Paarungen
Di., 18:00: Kroatien – Ungarn (in Zagreb)
Di., 21:00: Frankreich – Ägypten (Zagreb)
Mi., 17:30: Dänemark -Brasilien (in Oslo)
Mi., 20:30: Portugal – Deutschland (Oslo)
Abschied und Anfang zugleich
Die Wege des Herrns sind gleichsam unergründlich wie die des Sports. Nehmen wir den Eishockey-Trainer Don Jackson Da planen die Eisbären Berlin eine schöne Abschiedsparty für ihren ehemaligen Erfolgscoach (5 DEL-Titel) und sie suchen sich die Partie gegen RB München aus, weil der „Stille Don“ auch dort erfolgreich war und dort als „Head of Coaching“ tätig ist. . So weit, so normal. Nun begab es sich, dass zwei Tage vor der Partie Red-Bull-Trainer Max Kaltenhauser von einem Tag auf den anderen den Bettel hinwirft. Große Not bzw Leere auf der Trainerbank, und wer könnte die besser füllen als Don Jackson. Also fuhr er nicht nur als Head of Coaching in die Hauptstadt, sondern als Chefcoach. Die Berliner schluckten wahrscheinlich, doch sie zogen die Ehrung anstandslos und offenbar auch stilvoll durch. Jackson revancierte sich auf seine Weise und gewann mit seinem neuen alten Team gegen sein ganz altes Team mit 3:2 nach Penaltyschießen. Und weil die Münchner so schön am gewinnen waren, auch das nächste Auswärstsspiel in Wolfsburg sogar mit 4:1.
Und sonst?
- Bundesliga: St. Pauli hat einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt geschafft. Die Hamburger gewannen gegen den 1. FC Union gleich mit 3:0 und sprangen auf Platz 13, noch vor den Belinern.
Der Wechsel von Omar Marmoush zu Manchester City ist perfekt. Ohne Marmoush kamen die Hessen zu einem 2:2 in Hoffenheim, der Hoffenheimer Ausgleich fiel erst in der Nachspielzeit. Etikite war für die Eintracht zweimal erfolgreich.
- Internationaler Fußball: Einsame Reds. Der FC Liverpool siegte klar mit 4:1 gegen Aufsteiger Ipswich Town. Weiter 6 Punkte Vorsprung auf Arsenal (mühsames 1:0 in Wolverhampton) bei einem Spiel weniger.
Barca in Torlaune. Nach dem Spektakel in der Champions League bei Benfica (5:4 nach 2:4) deklassierten die Katalanen Nachzügler FC Valencia mit 7:1. Schon zur Pause stand es 5:0, obwohl Robert Lewandowksi erst im 2. Durchgang zum Einsatz kam und einen Treffer beisteuerte.
Unbeirrbares Napoli: Die SSC überwand auch die komplizierte Hürde Juventus. Im heimischen Sau Paolo gewann der Meister von 2023 mit 2:1. Inter bleibt allerdings nach dem 4:0 in Lecce auf den Fersen und hat bei einem Spiel weniger drei Punkte Rückstand.
- Basketball: Das deutsche Euroleague-Duell zwischen Alba Berlin und dem FC Bayern wurde erst am Ende eine klare Sache der Münchner. Die auch jeden Sieg dringend brauchen im absurd engem Kampf um die Plätze. Zwischen Rang 3 und 14 sind es gerade mal 3 Siege, die Bayern sind zurzeit Neunter.
- Tennis: Tatjana Maria triumphierte beim Challenger-Turnier in Bengaloru/Indien In der Weltrangliste wird sie auf Platz 73 geführt, sie ist damit die beste Deutsche. Bei den Australian Open war sie noch in der 2. Runde gescheitert und konnte in Indien nachnennen.
- Wintersport: Deutsch-österreichische Siegerserie gestoppt. Beim Skifliegen in Oberstdorf gewannen der Slowene Timi Zajc und Johann Andre Forfang aus Norwegen. Bis dahin waren im Skisprung-Weltcup allse Saisonsiege an deutscheoder österreichische Springer gegangen, inklusive der Mannschaftswettbewerbe.
Preus verteidigt Weltcup-Führung. In Antholz belegte sie in Sprint und Verfolgung jeweils den dritten Platz. Die zweifache Siegerin Lou Jeanmonnot konnte den Rückstand allerdings weiter verkürzen. Ihr bestes Weltcup-Ergebnis schaffte Selina Grotian, die im Sprint Zweite wurde.
- Motorsport: Leider an mir vorbei rasten die Fahrer der Rallye Monte Carlo. Der Franzose Sebastien Ogier siegte in den Seealpen, unweit von seinem zu Hause.
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