Das war die Woche, die war

Vorbemerkung: NBA und NHL mache ich in einem gesonderten Text. Sonst wird es uferlos.

Klage der Woche

Die hat Toni Polster angestrengt. Es geht um 3 Länderspieltore, mit der er seine Bilanz von jetzt 44 aufstocken will. Das Problem ist, dass er diese bei nicht offiziellen Länderspielen erzielte 2 gegen Liechtenstein, eines gegen Tunesien, so etwas gab es zu seinen Zeiten nicht nur in Österreich. Das will Toni Doppelpack nicht auf sich sitzen lassen, 47 klingt halt besser als 44, mit denen er übrigens bereits Österreichs Rekordtorschütze ist und mittelfristig auch bleiben dürfte (darauf kommt es ihm angeblich nicht an). Klagegegner ist übrigens der Österreichische Fußball-Verband, der sich wiederum auf FIFA-Regeln beruft, die in einem ähnlichen Fall schon mal gegen eine Spieler (Romelu Lukaku) entschied.. Und zumindest die Liechtensteinpartie auf einen besseren Kartoffelacker bei Vaduz war eher ein Kraut-und-Rüben-Spiel als ein Ländermatch. So wurde unter anderem ein Spieler erst aus- und dann wieder eingewechselt, was sämlichen Regeln wiederspricht.
Das ficht die Anwälte nicht an, no na, ist ja auch nicht ihr Geld, das verpulvert wird, im Gegenteil. Die Herren Anwälte sagen, es würde doch Spaß machen, „ein bissl Rechtsgeschichte“ zu schreiben.
Am Freitag war der erste Verhandlungstag, mindestens ein weiterer ist für Mai anberaumt. Toni, hierzulande auch bekannt als Sänger mit den Thekenschlampen („Toni lass es polstern“) ist übrigens gerade 60 Jahre alt geworden und hat eine ziemlich ernste Krankheit überwunden. Manche leben danach bewusster, manche verbringen eben die Zeit im Gericht, obwohl es ihm dort überhaupt nicht gefällt. Wie es ausgeht: Hier in diesem Kino. Und ein vergnüglicher Text aus dem österreichischen Kicker vom Januar

https://www.kicker.at/die-seltsame-drei-tore-klage-des-toni-polster-987152/artikel

Erfolgreich in Europa

Besser hätten die Europacup-Spiele für die deutschen Vertreter kaum laufen können. Dortmund und Bayern setzten sich in der Champions League gegen Atlético Madrid und ein wirklich auf der ganzen Linie enttäuschenden FC Arsenal durch und stehen im Halbfinale. Dort treffen die Dortmunder auf Paris St. Germain und Bayern auf Real Madrid. Die Hinspiele sind nächste Woche jeweils in Deutschland. Gerade die Dortmunder werden es sehr bedauern, dass sie nicht zuerst auswärts spielen dürfen, denn das Westfalenstadion ist in einem Rückspiel für mindestens ein Tor gut. Siehe die Partie gegen die Madrilenen, als sie den Schock eines schnellen Ausgleichs nach der Pause gut wegsteckten und angefeuert von einem jetzt endlich nicht mehr ziemlich lethargischen Publikum die Spanier förmlich überrannten.
In der Europa League kam Leverkusen zu einem 1:1 bei West Ham mit einiger Mühe weiter. Mal wieder erzielte der Werkclub ein spätes Tor. Jetzt bekommen sie es mit der AS Rom zu tun, die Wiederholung des Halbfinals vom Vorjahr. Auf Roms Trainerbank sitzt allerdings nicht mehr José Mourinho. Es ist also mit Danilo de Rossi ein weitaus offensiveres Rom zu erwarten als die Maurertruppe vom Vorjahr.
Die internationalen Erfolge bringen es mit sich, dass Platz 2 in der Nationen-Jahreswertung greifbar nahe ist und somit ein weiterer Champions-League-Platz für die Bundesliga. Sollte Dortmund die Champions League gewinnen und nicht unter die besten 4 kommen, würden nächstes Jahr gar sechs deutsche Mannschaften an der reformierten Königsklasse teilnehmen. Das wäre des Guten aber schon arg viel.

Bayern auf Trainersuche

Und die wird noch sehr luschtig. Ein Kandidat nach der Absage des alllgemeinen Lieblings Xabi Alonso war auch Julian Nagelsmann, doch der ist  nicht mehr auf dem Markt (wenn er es denn je war). Der erst im März 2023  von den Münchnern gefeuerte Trainer hat offenbar großen Gefallen an seinem Job als Bundestrainer gefallen und wird diesen Job zumindest bis 2026 und die WM in Amerika ausüben. Angeblich gibt es für den DFB eine Klausel, bei einem Vorrunden-Aus bei der Heim-EM den verlängerten Vertrag ohne große Abfindungen einzukassieren. Die jetzt am höchsten gehandelten Kandidaten sind offenbar in England tätig. Roberto de Zerbi, mit Lob unter anderem von Pep Guardiola überhäufter Coach von Brighton und Unai Emery, der Aston Villa vielleicht sogar in die Champions League führt und mit dem Team auch noch im Halbfinale der Conference League steht. De Zerbi gilt als höchst innovativ, hat allerdings noch keinen großen Club in einer Top-Liga gecoacht, nichts für ungut Schachjor Donezk. Unai Emery hat bereits internationale Meriten, holte mit dem FC Sevilla dreimal die Europa League und schaltete mit dem FC Villarreal 2022 die Bayern im CL-Viertelfinale aus. Allerdings scheiterte er beim FC Arsenal. Wenn ich tippen müsste, würde ich bei ihm landen obwohl Bayern nicht in der Europa, sondern in der Champions League spielt. Sonstige mehr oder weniger seriös gehandelte Kandidaten: Zinedine Zidane (wäre extrem charmant und spannend, aber die Sprache …), Ralf Rangnick (eigentlich bei Österreichs Nationalteam unter Vertrag und im Wort), Hansi Flick (will angeblich nicht mehr in Deutschland trainieren), Roger Schmidt von Benfica und neuerdings sogar Lucien Favre, der ja mit dem neuen Sportvorstand Max Eberl in Gladbach bestens und lange zusammenarbeitete (kann ich mir kaum vorstellen).

Vorentscheidung im Abstiegskampf …
Nach der auch rechnerisch fixen Meisterschaft für Bayer ist im Abstiegskampf mehr als eine Vorentscheiung gefallen. Der 1. FC Köln verlor am Samstag zu Hause gegen den Letzten Darmstadt 98 und hat mittlerweile 5 Punkte auf Platz 16. Die wohl allerletzte Chance gibt es nächste Woche beim Duell mit dem 15. Mainz 05. Im rheinischen Karnevalsduell spricht aber so gut wie alles für die formstarken Mainzer.
Die können sogar auf die direkte Rettung hoffen. Sie sind punktgleich, aber 9Tore vor dem 16. Bochum und sind klar in der besseren Form. In der Verlosung ist vor allem noch der 1. FC Union, gerade mal 2 Punkte vor Mainz/Bochum. Der Rest dürfte einigermaßen gesichert sein.

… Und im Aufstiegsrennen der 2. Liga
Holstein Kiel (beim HSV) und St. Pauli (bei Hannover) gewannen ganz wichtige Auswärtsspiele. Ihr Vorsprung auf den Dritten Fortuna Düsseldorf beträgt 6 bzw 5 Punkte bei noch 4 Spieltagen. Die Fortuna selbst kann für die Relegation planen angesichts von 6 Punkten Vorsprung und dem klar besseren Torverhältnis auf den HSV. Der hat mit einer erneut schwachen Rückrunde jetzt höchstwahrscheinlich schon zum 6. Mal trotz des höchsten Budgets den Wiederaufstieg verpasst. Nächstes Jahr also das 7. Jahr, verflixt oder doch erfolgreich?, Zweitliga-Dino halt. Mal sehen wann sie die Uhr anschmeißen.
Im Abstiegskampf der 2. Liga ist der VfL Osnabrück nicht mehr zu retten. Kaiserslautern, Rostock, Wehen-Wiesbaden und vielleicht noch Braunschweig machen die Plätze 14 bis 17 unter sich aus, wobei Braunschweig gerade mit Abstand die beste Form zeigt.

Endlich Struffs Turniersieg

Mehr als 10 Jahre hat Jan-Lennard Struff auf einen Turniersieg auf der ATP-Tour warten müssen, im eiskalten und regnerischen München schaffte er ihn endlich mit durchwegs überzeugenden Leistungen. Am Samstag gegen Holger Rune spielte er vielleicht so gut wie noch nie in seinem Leben. Sascha Zverev kam mit den Bedingungen überhaupt nicht zurecht und schied bereits im Viertelfinale ziemlich sang- und klanglos aus gegen die Nummer 92 Cristian Garin.
Ebenfalls ein Premierensieg gelang Christian Ruud. Der Norweger gewann das Finale von Barcelona und sicherte sich erstmals ein 500er-Turnier. Im Endspielk revancierte er sich gegen Stefanos Tsitsipas für die Finalniederlage eine Woche zuvor in Monte Carlo. Diese beiden sind bisher in der Sandplatzsaison dominant.
Beim grandios besetzten Turnier in Stuttgart (von den Top Ten fehlte nur Maria Sakkari) gewann Lena Rybakina gegen die Überraschungsfinalistin Marta Kostyuk. Trotz der Niederlage: grandios, was die Ukrainerin in diesen für ihr Land so furchtbaren Zeiten leistet.

Scottie Scheffler weiter überragend

Nur der einsetzende Regen verhinderte schon gestern den nächsten Turniersieg des amerikanischen Golfprofis in Hilton Head Island, Den holte vollendete er dann aber am Montag. Die gerade im Golf unfassbare Bilanz seiner letzten 5 Turniere:: 4 Siege, 1 zweiter Platz hinter Stephan Jaeger. Vor einer Woche hat er ja auch das Masters überlegen gewonnen. Das Turnier-Doppel Augusta/Hilton Head schaffte 1985 ein gewisser Bernhard Langer … Jaeger kam diesmal auf den geteilten 18. Platz, der Österreicher Sepp Straka schaffte mit Platz 5 sein bestes Ergebnis des Jahres.

Eisbären auf Titelkurs

Die Berliner gewannen gestern das dritte Spiel der DEL-Finalserie bei den Fischtown Bremerhaven und führen in der Serie mit 2:1. Das entscheidende Tor erzielte Veilleux nach 37:54 in der 2. Overtime, also nach fast 100 Minuten Spielzeit. Morgen in Berlin dann Spiel 4.

Titelverteidiger schon draußen

Seit Samstag läuft die Snooker-WM in Sheffield, die ich in meiner vergangenen Wochenvorschau schmählicherweise unterschlagen habe. Titelverteidiger Luca Brecel aus Belgien ist schon raus, er verlor mit 9:10 gegen Gilbert. Da auch der hochgewettete Chinese Zhang schon gescheitert ist, ist das Ganze eine fast komplett britische Angelegenheit. Ronnie O´Sullivan kann den 8. Titel gewonnen. Er machte sich vor dem Turnier sehr beliebt in Sheffield, als er das Cruicible Theatre als nicht mehr zeitgemäß für eine derart große Sportveranstaltung kritisierte. Das kann man ja durchaus so sehen, aber die vorgesehene Alternative Saudi-Arabien oder Katar stößt nicht nur Traditionalisten sehr sauer auf.

Unruhe bei der DFL

Gerade werden die Fernsehrechte für 4 Jahre ab 2025 versteigert. Beziehungsweise sollen versteigert werden. Denn nachdem DAZN das Verfahren hart kritisierte und sich benachteiligt fühlt, angeblich hat die DFL viel zu kurzfristig eine Bankgarantie verlangt, stoppte die DFL das Verfahren. Wie es weitergeht, steht in den Sternen.

Und sonst?

– Der SC Magdeburg vor dem Handballtitel: Das Team siegte beim Dritten SG Flensburg-Handewitt und nahm damit die schwierigste Hürde zum titel. Die Bördestädter sind punktgeleich mit den Füchsen Berlin (Unentschieden gegen THW Kiel), haben aber eine Partie weniger bestritten und haben auch den direkten Vergleich mit den Füchsen. Ich sehe angesichts des Restprogramms niemmanden, der ihnen noch entscheidende Punkte abknöpfen kann.
– auch im Volleyball kämpft eine Berliner Mannschaft um den Titel. In der Finalserie liegen die Volleys für mich völlig überraschend mit 1:2 gegen den VfB Friedrichshafen zurück, die sich im Halbfinale ja nur ganz knapp gegen Giesen durchgesetzt hatten und  besten Tage doch eigentlich hinter sich haben. Den ersten Matchball haben die Volleys am Samstag zu Hause abgewehrt. Jetzt müssen sie morgen bei den Häflern antreten.
– Pogacars Soloritt: Der Slowene sicherte sich im Alleingang den Radklassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich, das vierte sogenannte Monument und der letzte Frühjahrsklassiker und bestätigte seine Favoritenstellung mit fast 2 Minuten Vorsprung. Die Vorentscheiung fiel, als sein härtester Konkurrent Matthew van der Poel stürzte. Der Holländer, zuvor Sieger bei den Monumenten Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix kam zwar noch mal ans Hauptfeld ran, doch als dann Pogacar antrat, hatten er und sein Team kräftemäßig nichts mehr zuzusetzen. Pogacar peilt ja dieses Jahr das Doppel Giro und Tour an. Die Chancen dazu hat er allemal, auch weil niemand wirklich weiß in, welchem Gesundheitszustand die vermeintlich härtesten Konkurrenten für die Tour, Jonas Vingegaard und Remko Evenepoel, nach ihren schweren Stürzen vor zwei Wochen zurückkommen, wenn sie die Tour überhaupt in Angriff nehmen
– Manchester-Finale im FA Cup. Während City sich mehr recht und schlecht gegen den Pokalspezielisten Chelsea mit 1:0 durchsetzte, kam es bei United gegen den Zweitligisten Coventry zu einem unerwarteten Spektakel. 3:0 führte United bis eine Viertelstunde vor Schluss, dann brach das Team völlig auseinander und kassierte noch 3 Tore. Ein viertes von Coventry in der Nachspielzeit wurde vom VAR wegen einer Millimeter-Entscheidung (wirklich abseits?) zurückgenommen. Letztlich entschied das Elferschießen für United, und die Hoffnung aufs internationale Geschäft auch nächstes Jahr (vielleicht mit einem Trainer Thomas Tuchel?) lebt.

Ärger der Woche I

Clasico in Madrid gegen Barca, und Real siegte durch ein mal wieder sehr spätes Bellingham-Tor mit 3:2. Barcas Ärger entlud sich auf den Schiri besser gesagt, auf das System. Denn nach einem Barca-Schuss deutete viel darauf hin, dass der Ball hinter der Linie war. Klarer Fall für die Torlinientechnik, doch – Überraschung, Überraschung: Die gibt es nicht in der so reichen Primera Division – und wahrscheinlich nicht nur ich will das kaum glauben. Die „normalen“ Fernsehbilder brachten kein endgültiges Ergebnis, sodass die ursprüngliche Entscheidung Nicht-Tor weiter Bestand hatte. Damit ist das Meisterrennen in Spanien zugunsten von Real entschieden. Und das Sensationsteam Girona dürfte sicher einen CL-Platz haben, allergrößten Respekt.

Ärger der Woche II

Zu enge Trikots: Als gäbe es in den USA keine Sexismus-Debatte, stattete Nike das US-Olympia-Team der Frauenmit besonders aufreizender Kleidung aus. Sehr zum Missfallen der Sportlerinnen, die sich vor allem an dem besonders hohen Beinausschnitt stoßen. Nike verteidigt sich, dass dieses Outfit nur eines von vielen Möglichkeiten sei, aber die Frage bleibt halt, warum so etwas überhaupt entworfen wird. Man mache sich sein eigenes Bild.
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/us-nike-outfit-athletinnen-sexismus-leichtathletik-kritik-olympia-paris-100.html

Die Wochenvorschau und NBA folgen

Das war die Woche, die war

Was für eine Woche mit Sport satt und das auch noch an einem so sonnensatten Wochenende, die sich zumindest für München erst mal für einige Zeit verabschieden dürfte. Ein Überblick über die großen und kleinen Dramen ohne den geringsten Anspruch auf Vollständigkeit

Scottie Sheffler souverän

Wirklich spannend wa es nicht, zumindest nicht am Ende, angesichts der Dramen, die es am letzten Tag schon gegeben hat und mit Scottie Sheffler gab es in Augusta auch noch einen logischen Sieger, der in diesem Jahr eine Klasse für sich ist. Mit 3 Schlägen Vorsprung ging er auf die letzten 9 Löcher und spielte diesen Vorsprung souverän nach Hause. Und da seine Frau mit den Wehen gnädigerweise wartete, musste er auch nicht vorzeitig abreisen, wie eres für diesen Fall angekündigt hatte.Am Ende hatte er 4 Schläge Vorsprung auf den Dänen Ludvig Aberg, der die Geschichte des Turniers schrieb. Anffang 2023 war er noch Amateur und in der Weltrangliste irgendwo auf Rang 3000. Es folgte ein kometenhafer Aufstieg, der mit der, durchaus diskutierten und diskutablen, Nominierrung für den Ryder Cup in Italien einen ersten Höhepunkt hatte. Er hat schon Turniersiege auf der europäischen Tour und PGA-tour. Das Masters war sein erstes Major-Turnier überhaupt. Von dem werden wir hoffentlich noch sehr viel schönes Golf sehen. Stephan Jäger zerlegte es ziemlich in der 2. Runde und verpasste den Cut. Insgesamt wieder ein wunderbar anzusehendes Turnier, und die einzelnen Bahnen mit all ihren Tücken sind mittlerweile mir gute Bekannte, die ich Jahr für Jahr gerne wiedersehe..

Bayer auch rechnerisch Meister

En letztlich beeindruckendes 5:0 beseitigte die letzten Zweifel, die es aber höchstens bei pathologischen Pessimisten gab. Und obwohl es alle wussten, war die Riesenfreude über den ersten Meistertitel überhaupt im ganzen Stadion greifbar. Manche konnten es kaum erwarten und stürmten schon Minuten vor Schluss das Feld, konnten aber zurückgedrängt werden. Als Florian Wirtz Sekunden vor Schluss den Fehler machte und noch ein wunderschönes Tor erzielte, gab es kein Halten mehr, und der Schiri machte das einzig Richtige und pfiff die Begegnung ab. Und da waren sie alle auch viele der Granden der 2000er-Jahre, die mehrmals den Titel so nah waren und doch immer wieder so tragisch scheiterten wie 2000 in Haching oder das dreifache Vizekusen 2002. Und auch wenn ich Reiner Calmund mit seinen of Endlos-Reden in Talkrunden oft schwer zu ertragen finde: Ihm gönne ich diesen Titel wwirklich von Herzen, denn er war schon bei Bayer, als  dieses in den 70ern ein eher tristes Dasein in der zweiten Liga fristete.
Für Bayer geht die Hatz weiter mit besten Aussichten. Am Donnerstag wird im Londoner Olympiastadion ein 2:0 gegen West Ham verteidigen in Der Europa League. Und schon ziemlich greifbar ist tatsächlich die Saison ohne jede Niederlage, auch wenn in der Bundesliga noch happige Gegner wie Dortmund und Stuttgart warten. Aber jetzt sind alle Mann an Bord

Im Tabellenkeller hat Mainz 05 dagegen dem Abstiegskampf neuen Pfeffer gegeben mit einem beeindruckendem 4:1 gegen Hoffenheim. Plötzlich sind wieder Mannschaften in Gefahr, die fast schon als gerettet galten. Die Mainzer trennt nur ein Punkt von Platz 15 (Bochum), zwei (Wolfsburg) und 3 von Union. Hier hat sich mal ein Trainerwechsel so was von gelohnt. Der Däne Bo Henriksson hat eine Art Wunderheilung vollbracht

Europäisches Spektakel

Vor allem in der Champions League, wo es am Dienstag und Mittwoch 4 faszinierende Spiel mit insgesamt 18 Toren gab. Vor allem das 3:3 zwischen Real und ManCity bot schönen Angriffsfußball. Bayern schuf sich mit dem 2:2 bei Arsenal eine gute Ausgangsbasis fürs Rückspiel, auch Dortmund hat zu Hause nach dem 1:2 gegen Atlético noch alle Chancen. In der Europa League war vor allem das 3:0 von Atalanta Bergamo beim FC Livepool aufsehenerregend. Für Pool wie auch für Arsenal könnte es eine schwarze Woche werden, denn beide verloren am Sonntag ihre Premier-League-Heimspiele gegen Crystal Palace und Aston Villa. und einen herben Rückschlag im Meisterschaftsrennen erlitten.

Tsitsipas – Tenniskönig von Monte Carlo

Der Grieche hat bisher ein lausiges Jahr hinter sich. Doch sein erster Auftritt auf Sand noch dazu bei seinem Lieblingsturnier hat ihn aufleben lassen. Er gewann gegen Sascha Zverev, er gewann gegen Katschanow und eine großartige Partie gegen den Jahres-Dominator Jannik Sinner, der allerdings am Ende am Bein gehandicapt schien. Im Finale schließlich ließ er vor einem Teil der Fürstenfamilie Casper Ruud, der sich zuvor gegen Djokovic durchgesetzt hatte, keine  Es war sein 3. Sieg in Monte Carlo. Die Sandplatzsaison kann kommen. Carlos Alcaraz dagegen, der Himmelsstürmer aus Spanien muss wegen einer Armverletzung erst mal passen.

Jubelnde Handballerinnen

Als bereits achtes Deutsches Team in einer Ballsportart sind sie bei Olympia dabei. Die Qualifikation zu Hause in Neu-Ulm geriet gegen Slowenien, Montenegro und Paraguay zum gefeierten Durchmarsch.

Blick über den Teich

Hier erst mal nur relativ kurz. In der NBA ist die reguläre Saison beendet. Es gab ja noch einige umkämpfte Plätze, wobei einige Teams das mit dem Kämpfen nicht so wirkloich ernst genommen haben. Das Wichtigste: Sieger der Western Conference sind die Oklhoma City Thunder. Platz 6 im Westen und direkt in den Play-offs sind die Phoenix Suns, die auswärts die Minnesota Timberwolfes demontierten. 7. New Orleans Pelicans, 8. LA Lakers, 9. Sacramento Kings, 10. GS Warriors. Im Osten schnappten sich die NY Knicks Platz nach einem großen Kampf gegen die Chcago Bull in de Overtime. Chicagos DeRozan warf den möglichen Sieg der Bulls an den Ring. Die Orlando Magic mit den Wagner.Brüdern wurden 5. und direkt in den Play-offs (vs Cleveland). Mehr und ein längerer Ausblick auf die Play-Ins/Play-offs in einem gesonderten Beitrag.

Ein Weltrekord auf einer Segelwiese

Im Diskuswerfen der Männer, man mag es kaum glauben. Der älteste, den es gab, vor fast 38 Jahren aufgestellt vom Potsdamer Jürgen Schult. Der Litauer Mykolas Alekna, 22-jähriger Sohn des Doppel-Olympiasiegers Virgilijus, schleuderte in Ramona/Oklahoma die 2-Kilo-Scheibe auf 74,35 Meter und damit 27 Zentimeter weiter als Schult.. Begünstigt durch perfekte Bedingungen mit einem Windkissen, auf dem der Diskus weit getragen wird. „Segelwiese“ nennen die Diskuswerfer eine solche Örtlichkeit etwas abschätzig. Und ddieses Ramona  ist ist das Paradebeispiel einer solchen Segelwiese. Eine Wurfanlage im Nirgendwo, sogar weit weg von dieser 500-Seelen Gemeinde. Aber sie hat schon ihren Ruf, um die besten Werfer der Zunft anzulocken. Gleich 11 warfen diesmal über 65 Meter.. Und bei den Frauen schaffte die Kubanerin Yaime Perez mit 73,09 Metern den weitesten Wurf seit 1989 geschafft.

Und sonst?

– Jubel in Magdeburg: Die Handballer gewannen das Final Four in Köln und sind damit Pokalsieger. Im Finale bezwangen sie MT Melsungen klar, das im Halbfinale immerhin die SG Flensburg-Handewitt eliminiert hatte. Magdeburg hatte seinerseits im Halbfinale die Füchse Berlin, auch der letzte Kontrahent im Meisterschaftskampf, bezwungen. Überschattet wurde das Final Four vom Dopingfall des Magdeburger Torwarts Nikola Portner, bei dem in einer Probe Spuren von Crystal Metzh gefunden wurden. Er wurde umgehend suspendirt. Es drohen 4 Jahre Sperre. Crystal Meth kann laut Experten die Reaktionsschnelligkeit  verbessern.
– Titel für Kanadierinnen: Im Dauer-Finale der Eishockey-WM hatten diesmal sie die Nase vorn. Ganz knapp siegten sie mit 6:5 in Overtime. Nach 5:16 Minuten fiel der Siegtreffer durch Danielle Serdachny.. Dritter wurde Finnland nach Sieg im Penaltyschißen gegen Tschechien. Die Deutschinnen schlugen sich sehr achtbar, verloren im Viertelfinale nur ganz  knapp mit 0:;1 gegen Tschechien und im Spiel um Platz 5 erst in Overtime gegen die Schweiz.

Das war die Woche, die war

Vorbemerkung: I mittlerweile exch war diese Woche auf der wirklich wunderschönen Insel Lanzarote. Absolute Reiseemphehlung, gerade der Nordwesten. Deshalb habe ich wenig gesehen, aber mich doch über das Geschehen auf dem Laufenden gehalten. Und manche Dinge konnte ich via Wlan und diverse Streams auch verfolgen., notfalls relive.

Bayer praktisch Meister

Bayer gewinnt, Bayern verliert. Jetzt sind es also 16 Punkte Vorsprung bei och 6 Spielen. Leverkusen kann also am Sonntag mit einem Sieg gegen Bremen bereits auch rechnerisch Meister werden. Vielleicht sind sie es aber schon tags zuvor auf der Couch geworden, wenn nämlich die Münchner zuhause gegen den 1. FC Köln verlieren. Das ist für mich gar nicht sooo abwegig, denn die Partie ist genau zwischen den beiden Champions-League-Spielen des FCB gegen Arsenal. Und die Unlust in der Liga ist mittlerweile mehr als deutlich, siehe das 2:3 am Samstag in Heidenheim nach 2:0-Führung. Tatsächlich muss man sich in München mehr um Platz 4 und die sichere CL-Teilnahme in der nächsten Saison sorgen. Den einen oder anderen Sieg werden sie schon noch benötigen.

Und der FC kommt mit bester Laune nach München. Am Samstag war der Club gefühlt bereits abgestiegen, als er kurz vor Schluss mit 0:1 gegen den VfL Bochum zurücklag und wirklich nichts auf eine Wende hindeutete. Doch die beiden eingewechselten Stürmer Stefan Tigges und Lucas Waldschmidt schafften die nicht mehr für möglich gehaltene Wende. Jetzt ist sogar der direkte Nichtabstieg nicht mehr völlig illusorisch bei nur 4 Punkten Abstand auf den taumelnden VfL und Platz 15. Einen Punkt Vorsprung auf die Kölner haben noch die Mainzer nach dem deutlichen Sieg gegen Darmstadt. Für die ist der Abstieg praktisch besiegelt.

Seltenes Doppel für Matthew van der Pool

Der Holländer gewann auch den Radklassiker aller Radklassiker Paris-Roubaix. Er verteidigte damit nicht nur seinen Titel als erster Profi nach Tom Boonen 2008/09, sondern auch das Doppel Roubaix-Flander-Rundfahrt in einem Jahr, was zuletzt Fabian Cancallara 2013 glungen ist. Wieder gewann er mit einem beeindruckenden Soloritt, und in dieser Form dürfte er auch bei den anstehenden Klassikern Lüttich-Bastogne-Lüttich und Amstel Gold Race klar favorisiert sein, zumal potenzielle Konkurrenten wie Wout van Aert und Primoz Roglic verletzungsbedingt passen müssen. Nach der Sturzserie in den vergangenen Wochen ging die Fahrt über die gefürchteten Pflastersteine offenbar glimpflich für alle Beteiligten aus. Nils Pollit wurde diesmal Vierter, eine weitere Top-Platzierung nach dem 3. Rang in Flandern.

Caitlin Clarks Niederlage zum Abschied

Die College-Basketballerin ist ja so etwas wie der heißeste Scheiß zurzeit im (Frauen)-Sport. Dabei spielt sie „nur“ College-Basketball, aber das halt so erfolgreich wie bisher noch niemand, mit zahllosen Statistik-Rekorden, egal ob Männlein oder Weiblein. Plötzlich haben alle mitbekommen, dass auch die Studentinnen ihre March-Madness haben. Deren Finale war also gestern, in ihr Team aus Iowa musste sich trotz einer Glanzleistung von Clark (30 Punkte) dem favorisierten Team aus South Carolina geschlagen geben. Jetzt wechselt sie in die WNBA, und das Interesse an ihr wird der gesamten Liga einen enormen Schub geben. Mal sehen, wo das endet.
Heute Nacht dann das Finale bei den Männern, wie immer Pausiert deshalb an diesem Tag die NBA.

Und sonst?

– ein elektrisierender Titeldreikampf in der Premier League. Da der bisherige Spitzenreiter FC Livepool trotz klaren Chancenplus beim Erzrivalen Manchester United über ein 2:2 nicht hinauskam, musste er Platz 1 an den FC Arsenal aufgrund der um 9 Tore schlechteren Tordifferenz abgeben. Einen Punkt dahinter lauert Manchester City. 7 Spieltage sind es noch.
– Vorentscheidungen im DEL-Halbfinale. Sowohl Bremerhaven gegen München als auch die Eisbären gegen Straubing gehen mit einer 3:1-Führung in das morgige 5. Spiel der Best-of-7-Serien jeweils zu Hause. Die Endspielserie kann also morgen eingetütet sein. Allerdings sind die Partien bisher alle ziemlich knapp, sodass Spannung auf jeden Fall gewährleistet ist.
– Handball-Spitze im Gleichmarsch: Sowohl die Füchse Berlin (in Göppingen) und der SC Magdeburg (gegen Stuttgart)gewannen ihre Schwaben-Spiele. Eine Vorentscheidung könntenächstes Wochenende fallen. Da muss der SC beim Dritten Flensburg-Handewitt antreten und die Füchse zuhause gegen den THW Kiel. Sollten die Magdeburger auch diese Hürde siegreich bestehen, ist das höchste Hindernis aus dem Weg geräumt.
Verstappen wieder in der Erfolgsspur: Der Holländer gewann in Suzuka klar vor seinem Red-Bull-Teamkollegen Sergio Perez und Carlos Sainz und führt in de WM-Wertung.
– Deutsche Eishacklerinnen im WM-Viertelfinale. In der Gruppe B steht schon vor ihren beiden letzten Spielen fest, dass sie als eine der drei besten Teams die nächste Runde erreichen. Es geht also nur noch um die Platzierung und den Gegner dort. Der Gruppensieg würde ihnen im Viertelfinale USA oder Kanada ersparen und damit das fast sichere Ausscheiden. Die anderen Teams Finnland, Tschechien und Schweiz erscheinen an einem guten Tag nicht völlig außer Reichweite.
– Auch die Fußball-Frauen haben ein Erfolgserlebnis. Am Freitag gewannen sie zum Auftakt der EM-Qualifikation in Österreich mit 3:2 taten sich aber schwerer als erwartet, als sie schon mit 0:2 zurücklagen. Morgen geht es zuhause gegen Island.
– Beginn der Sandplatzsaison: Turniersiege gingen an Hubert Hurkacz (Estoril), Bryan Shelton (Houston) und Matteo Berrettini (Marakesch) sowie Camila Osorio (Bogota) und Danielle Collins (Charleston), die damit nach Miami vor einer Woche gleich ihr nächstes Turnier gewann. Was für ein Lauf für die Amerikanerin.

 

 

 

 

 

Das war die Woche, die war

Des Jägers Trophäe

Ganz am Ende dieser Sportwoche gab es dann noch eine aus deutscher Sicht erfreuliche Überraschung. Golfprofi Stephan Jäger gewann das Turnier in Houston und landete seinen ersten Turniersieg auf der PGA-Tour. De Triumph wurde nicht nur mit einer Trophäe und gut 1,5 Millionen Dollar Preisgeld versüßt, sondern auch mit einer Last-Minute-Einladung zum Masters diese Woche in Augusta, immer noch der Heilige Gral der Golfer. Dort ist er dann der einzige deutsche Starter, weil Bernahrd Langer auf sein persönliches Startrecht wegen eines Achillssehnenrisses verzichten muss.
Der Sieg war hochdramatisch. Nachdem er selbst auf dem letzten Loch den Siegputt knapp verfehlt hatte, hatte Scottie Sheffler seinerseits die Chance aufs Stechen. Doch er schob einen 1,5-Meter-Putt – für ihn eigentlich nur eine lästige Pflichtübung – daneben und verpasste somit die Chance auf seinen dritten Turnier-Erfolg in Serie, was es seit sieben Jahren nicht mehr gegeben hat. Dennoch muss er mit seiner Glanzform als Favorit für das Masters gelten. Jäger darf mindestens zwei Runden genießen ohne jeden Druck.

Sinners Demonstration

der Italiener gewann das Masters-Turnier in Miami und zeigte dabei grandioses Tennis. Vor allem im Halbfinale und Finale, als der Daniiel Medwedew und den dato sostarken Grigor Dmitrow dominierte. Bisher ist Sinner in diesem Jahr das Maß, hat 3 Turniererfolge auf dem Konot, davor Melbourne und Rotterdam, und überhaupt nur eine Niederlage in Indian Wells gegen Carlos Alcaraz kassiert. Mein Spieler des Turniers ist dennoch Dmitrow, der im Viertelfinale gegen Alcaraz nahe der Perfektion spielte (ein sehr großes Wort, ich weiß, und auch im Halbfinale gegen Sascha Zverev Herr auf dem Court ist. Die einhändige rückhand ist einfach eine Augenweide, wenn sie so funktioniert.
Jetzt beginnt die Sandplatzsaison. da werden die Karten neu gemischt, aber Sinner muss erst mal geschlagen werden. Und die echten Sandplatzwühler gibt es in dieser Form eh nicht mehr. Mal schauen, was noch von Novakl Djokovic kommt, nominell noch die Nummer 1, aber von seiner Bestform laut eigener Auskunft weit entfernt. Und der große Sandplatzspezialist war er auch nicht.

Eine Geschichte fürs Herz
schrieb das Turnier bei den Frauen. Es siegte Danielle Collins bei ihrem Heimturnier in Florida. Die Amerikanerin hat ihren Rücktritt zum Saisonende angekündigt. Sie hat eine große Leidenszeit hinter sich. Ein tennisball-großer Tumor musste vor knapp zwei Jahren aus ihrer Gebärmutter entfernt werden, muss Medikamente nehmen. Da verschieben sich die Perspektiven. Sie will noch eigene Kinder bekommen, doch die ohnehin nicht sehr große wahrscheinlichkeit sinkt von Jahr zu Jahr. Befreit von Druck, umso mehr angefeuert zeigte sie eine tolle Turnierleistung, in dem sie in 7 Partien nur einen Satz abgab

Bayers Meisterstück

Kurz durften die Bayern am Samstagnachmittag auf einen Ausrutscher der Leverkusener hoffen und damit vielleicht wieder so eine Art Meisterschaftskampf. 0:1 lag die Werkself gegen Hoffenheim zurück. Doch niemand geriet in Panik. Unermüdlich lanciewrte die Mannshaft einen Angriff nach dem anderen. Keine Heiktik, keine verzweifelt hohen Bälle mit der Hoffnung auf den Lucky Punch. Und so verwunderte weder der späte Ausgleich noch das noch spätere Führungstor von Patrik Schick. Offenbar ein großer Schlag für die Münchner, die danach ihr Heimspiel gegen Borussia Dortmund letztlich sang- und klanglos verloren. Ohne Esprit, aber auch ohne den letzten Willen; man sehe sich jeweils die Schlussphase der beiden Partien an und derkenne den Unterschied. Die Dortmunder selbst können die Punkte im Kampf um den 4. Champions-League-Platz bestens gebrauchen, zumal RB Leipzig überraschend über ein 0:0 gegen Mainz nicht hinauskam. Mats Hiummels zeigte eine großartige Verteidigerleistung, doch ihm kam halt auch zupass, dass er hinten auf die Angriffe warten konnte, sodass sein Schnelligkeits-Defizit nicht zum Tragen kam. Allerdings: Wenn er in den letzten Spielen, vor allem auch in der Champions League gegen Atlético, so gute Leistungen zeigt, ist er für die Nationalmannschaft veilleicht doch noch ein Thema.

Apropos Nationalmannschaft: Das Team bestätigte am Dienstag durch eine weitere gute Leistung die Gala in Frankreich. Wie sie den frühen Rückstand wegsteckte, war schon beeindruckend. ebenso, dass sie am Ende fast schon bedingungslos auf das Siegestor drängte. Dass dieses fiel, es lebe die Torlinientechnik, war der verdiente Lohn. Auf jeden Fall haben die beiden Auftritte bei allen Fans endlich Appetit auf die EM im eigenen Land gemacht. Forderungen eines Lothar Matthäus, jetzt „müsse“ der Titel her, sind allerdings wenig dienlich. Fränkische Folklore hat: deutsche Demut, was ist denn das?

DEL-Halbfinale komplett

Die Straubing Tigers lösten das letzte Halbfinal-Ticket durch einen 3:2-Erfolg gegen die Wild Wings aus Schwenningen. In den 7 Spielen gab es nicht einen einzigen Führungswechsel oder gar nur ein Ausgleichstor. Selten hat der Spruch, wer 1:0 führt verliert, weniger gepasst. Zuvor hatten sich die Bremerhaven Pinguins, Red Bull München und die Eisbären Berlin für die Runde der besten 4 qualifiziert.

Ab heute treffen jeweils in Best-of-7-Serien Bremerhaven auf München und Belin auf Straubing.

Blick über den Teich

  •  In der NHL haben die Edmonton Oilers Platz 4 in der Western Conference übernommen. Damit hättedie Play-off-Plätze sind im Westen praktisch vergeben, im Osten gibt es einen Dreikampfn sie in der 1. Play-off-Runde Heimrecht. Das war nach dem Katastrophen-Saisonstart wirklich nicht zu erwarten. Im Westen sind die Play-off-Plätze praktisch vergeben, im Osten gibt es einen dreikampf zwischen den Washington Capitals, Philadelphia Flyers und den detroit redwings um die Plätze 7 und 8.
  •  Die MLB hat ihr Opening Weekend absolviert. Titelverteidiger Houston Astros musste zu Hause gleich 4 Niederlagen gegen die New York Yankees hinnhemen. Außerdem noch ohne Niederlage sind die Detroit Tigers, Pittwsburgh Pirates und Milwaukee Brewers. Der einzige deutsche Profis fehlte zuletzt bei den Twins in der Aufstellung, nachdem er zum Auftakt bei den KC Royals bei 4 At Bats keinen Hit landete. Ihn plagt auch eine Beinverletzung, weswegen er mindestens bis morgen ausfällt.
  • Auch in der NBA stehen die P.ay-offs (und davor die Play-Ins) bald an (noch rund 8 Spiele für die Teams). Jeweils die ersten 6 Teams haben sich ein bisschen abgesetzt und wären sicher in den Play-offs. Im Westen haben die Hoston Rockets nach 11 Siegen in Folge gegen die Dallas Mavericks wieder verloren (Mavs Luka Doncic allein im ersten Viertel mit 22 Punkten) und jetzt 2 Siege Rückstand auf den 10. und letzten Platz der Play-Ins, den gerade die GS Warriors innehaben. Bei den Platzierungen kann es aber noch zu vielleicht sogar gravierenden Änderungen kommen.

Und sonst?

– Eine beeindurckende Leistung zeigte Mathieu van der Pool. Der holländische Radprofi siegte im Alleingang bei der Flndern-Rundfahrt, dem 2. Monument der Klassiker nach Mailand-San Remo. Es war sein dritter Sieg dort bei strömenden Regen, das gehört bei „Flanderns Schönster“ irgendwie dazu, und damit Rekordsieger neben 6 anderen Fahrern.Nils Pollit belegte den hervorragenden dritten Platz
– Ein zweiter Platz für das Beach-Volleyball-Duo Laura Ludwig und Louisa Lippmann in Brasilien. Damit verbesserte Karten im Kampf um ein Olympia-Ticket. Je Land und Geschlecht gibt es nur zwei Startplätze
– Vorentscheidung in Österreich: Die Fußballer von RB Salzburg gewannen das Spitzenspiel bei Zweiten Sturm Graz mit 1:0 und hat jetzt 5 Punkte Vorsprung auf die Steirer
– Torloses Spitzenspiel: Die Partie zwischen ManCity und dem FC Arsenal war zwar temporeich, aber ohne große Höhepunkte und Chancen. In der Premier League tobt weiter der Dreikampf zwischen dem FC Liverpool (2:1 vs Brighton/67 Punkte), Arsenal (65) und City (64). Direkte Vergleiche gibt es jetzt nicht mehr.

 

Das war die Woche, die war

Zum Auftritt der deutschen Fußballler habe ich mich ja schon gestern sehr lobend geäußert.

https://blickueberdenteich.deDamit soll es hier zum gut sein.

Der Tag des Carlos Sainz

Erstaunliches geschah beim Großen Preis von Australien in der Formel 1 in Melbourne. Max Verstappen schied aus, bereits nach 3 Runden war Schluss für den Holländer. Zuletzt war ihm das vor 2 Jahren passiert. Und so schlug die Stunde von Carlos Sainz, der bisher auf ein, vorsichtig ausgedrückt, unglückliches Jahr zurückschau. Im Januar erfuhr er, dass Ferrari ab der kommenden Saison nicht mehr plant, sondern lieber mit Lewis Hamilton. Kurz vorm zweiten Rennen in Saudi-Arabien musste er mit einer akuten Blinddarm-Operation ins Krankenhaus statt auf die Piste. Jetzt der letztlich souveräne Sieg, obwohl er offenbar noch an den Nachwirkungen litt, wen wundert es. Auf jeden Fall ein starkes Zeichen, und dieses wird auch nicht geringer, weil Charles LeClerc im zweiten Ferrari auf Weisung der Scuderia keine Angriffe fuhr, sondern sich mit Platz 2 begnügte.

Die allgemeine Ehrerbietung ist dem Spanier, Sohn des zweifachen Rallye-Weltmeisters Carlos Sainz sr, gewiss. Bei Ferrari werden sie sich frgen, ob es nicht vorschnell war, Sainz nicht weiter zu vertrauen, denn

– zum einen mag Leclerc der schnellere Fahrer sien, baut aber mehr Fehler in seine Qualifyings und Rennen

– zum anderen mehren sich die Zweifel, ob Nachfolger Hamilton sich wirklich noch mal aufraffen kann zu einstigen Spitzenleistungen. Zurzeit kurvt er reichlich unambitioniert in seinem Mercedes herum. Anderererseits ist die Rote Göttin noch mal ein echter Motivationsschub.

Sainz selber hat sich eindrücklich für ein Cockpit eines Spitzenteams empfohlen. Mercedes, Red Bull und auch das kommende Audi-Team sind  Kandidaten

Zumindest den Zahlen nach ist jetzt die Formel 1 wieder spannend. Die ersten 4 Verstappen (51), Leclerc (47), Perez ((46) und Sainz (40) trennen gerade mal 11 Punkte.

Quai im Windschatten fuhr Nico Hülkenberg auf Platz 9 und schon zum zweiten Mal in die Punkte.

Zwei weitere Kugeln für Odermatt

Gut, besser Odermatt. Der Schweizer Skiprofi holte zum Saisonabschluss in Saalbach-Hinterglemm zwei kleine Kristallkugeln in der Abfahrt und Super-G. Am Freitag genügte hm ein 5. Platz, um sich die Wertung zu sichern. Luc Meillard führte dabei einen Schweizer Dreifach-Erfolg an. Und wie es zu dieser Saison mit Wetterkapriolen bestens passt, fiel am sonntag die Abfahrt, also das letzte Rennen, aus. Somit hatte der Franzose Cyprien Sarrazin keine Chance mehr, den Schweizer abzufangen

https://www.bluewin.ch/de/sport/ski/von-kleinen-etwas-groesseren-und-grossen-kristallkugeln-2136575.html

Dass im letzten Rennen sich noch was dreht, musste tags zuvor Odermatts Landsfrau Lara Gut-Behrami erfahren. Auf der technisch wenig anspruchsvollen Piste kam die Schweizerin als 17. nicht einmal in die Punkteränge der besten 15. Und Conni Hütter nutzte mit einer verwegenen Fahrt die Gunst der Stunde und fing die Schweizerin mit ihrem Sieg noch ab.

Lara Gut-Behrami wird es verschmerzen, denn am Freitag gewann sie mit dem 7. Platz die Super-G-Wertung. Allerdings wurde es auch hier spannender als erwartet, denn bei einem Sieg von Federica Brignone hätte sie sie nicht mehr viele Plätze verlieren können.

Einen tollen Job machten die Veranstalter, die trotz Warmwetters eine gute Piste hinzauberten, die allerdings gerade zu Mittagszeit unter der Wärme litt. Dass dann ausgerechnet Schneefall und Wind das letzte Rennen unmöglich machten, ist ungerecht. Aber die WM 2025 dort kann kommen.

Ein Sieg-Flug zum Abschied

Der Slowene Peter Prevc hat schon vor einiger Zeit sein Karriere-Ende angekündigt, und seitdem fliegt er wie beflügelt. Dieses Wochenende standen  in Planicka also seine letzten Wettkämpfe an, also zu Hause vor seinen Fans. Und Prevc verabschiedete sich stzandesgemäß am Freitag mit seinem insgesamt 24. Weltcupsieg. Gut er sprang am Sonntag noch mal, und wurde 6. aber ich will das mal nicht so eng sehen. Prevc gewann einmal Olympa-Gold im Mixed, im Einzel Silber und Bronze in Sotschi. Dreimal wurde er Skiflugweltmeister, einmal gewann er den Gesamtweltcup und einmal die 4-Schanzentournee. Der Name Prevc bleibt der Skiwelt erhalten. Sein jüngerer Bruder Domen (wurde am Sonntag Zweiter hinter dem überragenden Daniel Huber) und die Schwester Nika, die sich mit 18 schon den Gesamtweltcup holte, halten die Familienfahne offen.
Die Deutschen, so glänzend in die Saison gestartet, werden froh sein, dass es jetzt vorbei ist.

Deutsche zeigen in Miami auf

Zumindest die Tennis-Männer. Dominik Köpfer steht beim zweiten Masters der Saison im Achtelfinale, wo er morgen auf Daniil Medwedew trifft. Sascha Zverev, Yannick Hanfmann und Jan-Lennard Struff sind auch noch im Rennen. Die deutschen frauen sind alle schon draußen – genau wie Holger Rune, der gegen Fabian Marozsan 1:6, 1:6 unterging.

… und in Montreal
Dort gewann das Eiskunstlaufpaar Minerva Fabienne (was für ein schöner Vorname) Hase/Nikita Wolodin Bronze hinter den Lokalmatadoren Stellato-Dukek/Deschamps und Miura/Kihara aus Japan. Die übrigen Weltmeister: Ilia Malinin (USA) mit 6 Vierfachsprüngen, Kamaro Sakomoto (ohne Vierfachsprung, aber sehr ausdrucksstark) sowie das Tanzpaar Madison Chock und Evan Bates (USA).

Hier Malinins Kür
https://www.ardmediathek.de/video/sportschau-wintersport/die-rekordkuer-von-ilia-malinin-in-voller-laenge/das-erste/Y3JpZDovL3Nwb3J0c2NoYXUuZGUvOTlhYTBiM2EtOWFiNS00NTM2LTg5YzItY2I0NDM2YmNlZmY0
und die von Sakomoto
https://www.sportschau.de/wintersport/eiskunstlauf/kuer-damen-wm-montreal-sakamoto-gold-100.html

Und sonst
– Die DEL-Play-offs sind voll im Gange. Fischtown Bremerhaven und RB München stehen nach 4:0-Sweeps gegen Ingolstadt und Wolsburg bereits im Viertelfinale. Die Eisbären Berlin führen 3:1 gegen die Adler Mannheim, und zwischen den Straubing Tigers und den Schwenninger Wild Wings steht es 2:2.
– chancenlose Bayern: die Basketballer zumindest in der Euroleague, wo sie die Partien in Valencia knapp (68:70 mit der Chance des letzten Wurfs vergeben) und gegen TelAviv klar (74:89) verloren. Die Chance aufs Play-In ist damit noch noch theoretischer Art. Wenigstens in der BBL hielte sich die Münchner schadlos und gewannen bei den Hamburg Towers vor mehr als 11 000 Zuschauern mit 81:80 nach Verlängerung. Damit sind sie jetzt alleiniger Tabellenführer einen Sieg vor Chemnitz und Alba Berlin.

Die Wochenvorschau folgt

Das war die Woche, die war

Unaufhaltsam Richtung Meisterschaft

Auch wenn die Bayern ihre Form offenbar wiedergefunden  haben (ist das 8:1 gegen Mainz allerdings ein Maßstab?), Bayer Leverkusen lässt sich nicht beirren und nahm auch die Hürde VfL Wolfsburg beim ungefährdeten 2:0 souverän. Spektakulär ist es nicht, was Bayer da grade spielt, aber halt sehr erfolgreich.

Großen Spaß macht weiter der VfB: Die Schwaben spielen einfach tollen Fußball, und es drängen sich einige Spieler für die Nationalmannschaft auf – allen voran Denis Undav und Waldemar Anton, aber auch Chris Führich und Mittelstädt. Bin gespannt, wie das der Bundestrainer zu lösen gedenkt.

Unten im Keller bleibt es beim Schneckenrennen zwischen Köln, Mainz und Darmstadt. Ein Team von denen kommt in die Relegation: Und egal wer in der 2. Liga Dritter wird, etwa der HSV?, ist mit Sicherheit nicht chancenlos. St. Pauli kann schon für die 1. Liga planen, und alles spricht auch dafür, dass Holstein Kiel als erstes Team aus Schleswig Holstein ins Oberhaus kommt.

Letzte Zuckungen im (Kunst)schnee

Es ist Mitte März, und ganz langsam neigt sich die Wintersportsaison dem Ende entgegen. Mein Highlight war die fulminante Rückkehr von Mikaela Shiffrin. Nach sechs Wochen Pause bestritt sie in Are wieder einen Slalom und gewann ihn mit standesgemäßen 1,24 Sekunden Vorsprung auf die Zweite Ljutic und Michelle Gisin.Lena Dürr verfehlte das Stockerl um eine Hundertstelsekunde, Emma Aicher wurde glänzende Siebte.
Zum Nichtstun verurteilt waren mal wieder die Männer. Riesenslalom und Slalom in Kransjska Gora fielen einem Wärmeeinbruch samt Dauerregen zum Opfer. Somit hat Linus Straßer in der Slalomwertung auch seine theoretischen Chancen auf die kleine Kristallkugel verloren. Die holt sich völlig vedient der Österreicher Manuel Feller.

Vorbild Raw Air

Was ist das für ein,  Rumgeeiere, ob und wie sich die 4-Schanzentournee auch den Frauen öffnet, was wirklich an der Zeit wäre. Das noerwegische Gegenstück ist die Raw Air in Norwegen mit drei Stationen unter anderem am Holmenkollen und das Skifliegen in Vikersund. Die Frauen sind voll dabei. Die gleichen Wettbewerbe, und auch von der Flugschanze dürfen sie sich wagen. Und sie erhalten für ihre Darbietungen das gleiche Preisgeld. beschämend, dass das vor allem die Österreicher nicht hinbekommen, obwohl ihre Frauen nicht minder erfolgreich sind als die Männer. Das Besondere an der Raw Air: Hier fließen auch die Qualifikationssprünge in die Gesamtwertung ein. Bei den Frauen führt die Norwegerin Eirin Maria Kvandal vor Katharina Schmid und Eva Pinkelnig, bei den Männer Stefan Kraft vor Ryoyo Kobayashi und Jan Hörl.

Vorentscheidung für Magdeburg?

Am Sonntag trafen in der Handball-Bundesliga der Zweite SC Magdeburg und der Erste Füchse Berlin aufeinander. Am Ende hatten die Magdeburger die Nase vorn und gehen jetzt als Tabellenführer und Favorit in die letzten Spieltage. Hier gibt es ja keine Play-offs, anders als etwa im Basketball und Eishockey. Ich plane mal ein pro und contra Play-offs, was ja auch für die Fußballer immer wieder als Thema aufploppt.
In der Champions League der Männer haben der THW Kiel und Magdeburg direkt das Viertelfinale erreicht.

Angie rockt Indian Wells

Nach ihrer Babypause und dem doch zurückhaltenden Comeback in Australien kommt die Tennisspielerin immer besser in Fahrt. In Indian Wells erreichte sie als ungesetzte Spielerin das Achtelfinale und eliminierte dabei die weit höher  eingestuften Jelena Ostapenko und Veronika Kudemertova. Jetzt kommt es zum Duell der befreundeten Mamas gegen Caroline Wozniacki, die wie die Kerberin polnische Wurzeln hat. Bei den Männern ist Sascha Zverev noch im Wettbewerb. Jan-Lennard Struff musste sich erwartungsgemäß Jannik Sinner geschlagen geben.

Apropos Tennis: Die von Verletzungspech so gebeutelte Sabine Lisicki hatte endlich mal eine gute Nachricht parat. Sie erwartet ein Kind. Offenbar war das nicht geplant, aber die Freude ist groß. Ich wünsche alles Gute für eine Tennisspielerin, die ohne ihre vermaledeiten Verletzungen bestimmt viel mehr erreicht hätte als „nur“ ein Wimbledonfinale.

Und sonst?

– Wer die Premier League und Pool vs City vermisst, den verweise ich auf den vorigen Beitrag. Grandioses Spiel
– die Biathleten traten in Soldier Hollow an. Die ARD übertrug Freitag und Samstag zur Primetime. Für Sportfans eine feine Sache, aber schon sehr bedenklich für ein angebliches Vollprogramm. Aus deutscher Sicht herausragend war die Frauenstaffel mit dem zweiten Platz hinter Norwegen – und das mit den ganz jungen Hüfperinnen Selina Grotian und Julia Kink, die kurzfristig als Schlussläuferin einspringen musste und ihre Sache glänzend machte.
– Zwei Langlaufklassiker am Holmenkollen über 50 Kilometer. Die Frauen dürfen diese Strecke jetzt auch in Angriff nehmen. Katharina Hennig belegte hinter den Schwedinnen Frida Karlsson und Ebba Anderson den 3. Platz. Bi den Männern gab es einen norwegischen Fünffacherfolg. Ein gar nicht so kleiner Wermutstropfen für die Puristen: Die Wettbewerbe fanden im Massenstart und nicht im Intervallstart statt.
– bei den Kombinierern war Jarl-Magnus Riiber einmal mehr eine Klasse für sich und siegte zweimal jeweils vor dem Österreicher Johannes Lamparter.
– Ein erst 19-jähriger Amerikaner setzt im Eisschnelllauf neue Maßstäbe. Nach seinen drei Titeln bei der Einzelstrecken-WM in Calgary sicherte er sich am Wochenende in Inzell den Vierkampf – mit neuem Weltrekord. Die Eislaufnation Holland hielt sich bei den Frauen mit einem Dreifacherfolg schadlos.

Die Wochenvorschau folgt