Das war die Woche die war

Erst am Dienstag, shame on me. Aber der Feuerzeugwurf in der Försterei war mir einen eigenen Eintrag wert, und danach verließen mich die Kräfte …

 

Der Bayern-Angstgegner heißt Mainz

 

Kaum zu glauben: Das 1:2 der Münchner war die vierte Niederlage beim FSV in den vergangenen fünf Auswärtsspielen in der Bundesliga. Und sie war mehr als verdient, denn der Auftritt des Rekordmeisters war der mit Abstand schwächste in der laufenden Spielzeit.
Sehr engagierte Mainzer (oft auch über die Grenzen hinaus) nahmen den Bayern  nach einer duchaus ansprechenden ersten Viertelstunde den Schneid. Die beiden Tore des Koreaners Lee waren eher Slapstick, dass der eingewechselte Vorlagengeber Armando Sieb eine Münchner Leihgabe ist, ist das i-Tüpfelchen. (Auch) eine Erklärung des dürftigen Auftritts: Den Bayern fehlten 9 (erweiterte Stammspieler, das können nicht mal sie kompensieren. Und bei Lichte betrachtet haben sie bis auf Harry Kane und Jamal Musiala keinen  Ausnahmespieler mehr, der den Unterschied ausmacht. Gut für die Münchner, dass für sie nur noch ein Spiel am Freitag gegen RB Leipzig auf dem Programm steht, denn das Team geht sichtlich auf dem Zahnfleisch.
Die Herbstmeisterschaft ist dennoch sicher, aber Mister Bayer Leverkusen macht gerade einen viel besseren Eindruck. Verspircht Spannung fürs Titelrennen 20256.

 

Dennis Schröder jetzt ein Warrior

 

Zu den Perversionen der NBA gehört es, dass die Spieler ohne jedes Mitspracherecht (die allermeisten zumindest) von einem Team zum anderen transferiert werden. Noch perverser ist das Tanking, also das absichtliche Verlieren. Die Personalie Dennis Schröder verdeutlicht beide Perversionen aufs Deutlichste. Gerade hat er in Interviews geäußert, wie wohl er sich und seine Familie bei den New Jersey Nets fühlen und in der Stadt New York, da heiß es für ihn Kofferpacken und ab ans andere Ende der USA nach San Francisco zu den Golden State Warriors. Die Begründung: Dennis Schröder hat zu gut gespielt und mit den Netsz u viel gewonnen. Es „droht“ sogar die Qualifikation für die Play-offs, zumal im schwachen Osten. Dabei wollen die Nets doch eher verlieren, um 2025 in der neuen Draft-Lotterie sich als eines der ersten Spieler einen ganz, ganz tollen Collegespieler zu schnappen.
Nun muss ich mit dem bestens alimentierten Dennis Schröder kein Mitleid haben. Zumal er mit den Warriors um Steph Curry ein vielleicht sogar titelreifes Team vorfindet, in das er mit seinen Spielmacher-Qualitäten bestens passt. Golden State empfängt ihn mit offenen Armen, gerade die WM 2023, als Schröder das deutsche Team als Kapitän zum WM-Sieg führte unter anderem auch mit einem Erfolg über die USA, hat bei Trainer Steve Kerr Eindruck gemacht. Also eine Win-Win-win-Lösung für alle Beteiligten. Pervers bleibts trotzdem.

 

Odermatt siegt, Vonn fährt Probe

 

Die Abfahrtspiste Birds of Prey in Beaver Creek ist eine meine Lieblingsstrecken im Ski-Kalender (vielleicht ein bisschen zu kurz). Am Wochenende durften hier endlich auch die Frauen ran, und die Steilstücke waren für sie durchaus eine Herausforderung. Sie meisterten das glänzend, am besten am Samstag die Österreicherin Cornelia Hütter (Abfahrt) und am Sonntag die unglaubliche Italienerin Sofia Goggia im Super-G, die gerade mal ihr Comeback nach einer schweren Beinverletzung bestritt. Die Speed-Queen ist wieder da.
Apropos Speed-Queen: Diesen Titel hatte lange Jahre unbestritten Lindsey Vonn inne. Die Amerikanerin arbeitet sukzessive an ihrem Comeback. Nach den FIS-Rennen in Copper Mountain, wo sie ihre Abffahrtstauglichkeit zeigte, bezwang sie die Birds of Prey als Vorläuferin, und sie war offenbar im Super-G gerade mal etwa 2 Sekunden hinter der Siegerin (inoffiziell gestoppt). Am Wochenende in St. Moritz, längst nicht so herausfordernd, will sie dann bei zwei Super-Gs offiziell wieder ins Weltcup-Beschehen eingreifen.

Die Männer waren bereits wieder in Europa, bestritten in Val s’Isere Riesenslalom und Slalom. Im RS siegte Marco Odermatt nach zuletzt 3 Ausflällen, was ihn sichtlich erleichterte. Das Rennen im 2. Durchgang war für mich irregulär, da die besten, also später startenden  Fahrer eine fast unfahrbare Piste und schlechte Sicht vorfanden. Die Gunst der Stunde nutzte der Österreicher Patrick Feurstein, der auf Platz 2 seinen ersten Podestplatz fixierte. Schön für ihn, es ist halt Freiluftsport.
Im Slalom kam Henrik Kristoffersen endlich mit seinem Ski-Material bestens zurecht und siegte vor seinem norwegischen Landsmann Ali McGrath und Luc Meillard aus der Schweiz. Nur noch eine Frage der Zeit ist es, bis Lcas Pinheiro Braaten, diesmal Fünfter, ganz oben aufs Siegertreppchen steigt bei seinem Comeback nach einem Jahr Pause. Dagegen läuft es für Linus Straßer überhaupt nicht. Der Skilöwe schied im 2. Lauf aus und wartet auch nach dem 3. Rennen auf einen Podestplatz in dieser Saison.

 

Manchester United macht United-Things

 

Fußball-Fans werden oft gefragt, warum sie sich das antun: viele dahinmäändernde Spiele sich live anschauen, in denen wenig bis nichts passiert. Da reiche doch eine Zusammenfassung. Diese Anklage hat oft gute Gründe, seufz, umso schöner ist es dann, wenn es noch besseres Anschauungs-Material zur Exculpation gibt; wie am Sonntag die letzten fünf Minuten beim Manchester-Derby City vs United. 87 Miinuten war es das vor sich hin määndernde Spiel, durchaus mit einigen Nettigkeiten wie dem Führungstor für City. Es folgte die tolle Schlussphase. Ausgleich United und nicht einmal 2 Minuten später Siegestor United mit einem irren Treffer. Und plötzlich ward aus dem Normalo-Spiel eines für die Geschichtsbücher.
Wem das bekannt vorkommt: Der FC Bayern kann von derlei United-Nachspielzeiten ein. trauriges Erinnerungs-Lied singen. Man sage nur: Barcelona, 1999, Solkskjaer, und jeder Fan wird seufzend (jeder Nicht-Fan lächselnd) Bescheid wissen und einem vemeintlich sicheren Champions-League-Triumph hinterhertrauern. Damals war es Usus für Manchester United, späte Spiele zu gewinnen, die gute alte Fergie-Time. Jetzt lebte Sir Alex wieder auf im Etihad. City dagegen und der zunehmend verzweifelte Pep Guardiola versinken fast schon im Premier-League-Mittelmaß.

 

Und sonst

 

  • Bundesliga: Den Feuerzeugwurf von Berlin, der den Bochumer Torwart traf, habe ich gestern schon „gewürdigt“. sollte der VfL am Grünen Tisch die 3 Punkte erhalten, sieht er im Abstiegs-Schneckenrennen wieder Land. In diesem sind vor allem noch Holstein Kiel, Heidenheim und St. Pauli involviert. Stand heute würde ich den hamburgern die besten Chancen auf Rettung zubilligen.
  • Internationaler Fußball, Unfassbare Siegersserie. Atlanta Bergamo hat das zehnte Spiel in Folge in der Serie A gewonnen (Vereinsrekord ausgebaut) und die Tabellenführung verteidigt. Inter gewann am Montag in beeindruckender Manier mit 6:0 bei Lazio.
    Spitzenclubs schwächeln:  Der FC Barcelona hat in der Primera Division den brillanten Start schon fast verspielt. Die 0:1-Heimniederlage gegen Aufsteiger Legranes war der vorläufige Höhepunkt einer Abwärtsspirale. Noch ist Barca Tabellenführer, weil auch Real Madrid viele Punkte lässt. Team der Stunde ist Atlético mit zuletzt 6 Siegen in Folge. Am Samstag empfängt Barca das Team von Trainer Diego Simeone. Eine weitere Pleite, und die Spitze ist futsch.
  • Wintersport: Skispringer Pius Paschke ist auf seine alten Tage (sorry) weiter in bestechender Form. Er gewann beide Wettbewerbe auf der Großschanze von Titisee-Neustadt und siegte zusammen mit Andreas Wellinger auch im Team. Souverän führt er den Weltcup an.
    Nicht viel schlechter ergeht es Franziska Preuß. Die Biathletin gewann den Sprint in Hochfilzen und wurde in der verfolgung Dritte hinter Lou Jeanmonnot und Vanessa Voigt. Auch sie führt den Weltcup an.
  • Handball: Triumph für Norwegens Frauen bei der Europameisterschaft. Im Wiener Finale gewann das zurzeit mit Abstand beste Team der Welt (zuletzt dreimal Olympiasiegerin) klar gegen Dänemark. Von der absoluten Spitze ist die deutsche Mannschaft doch noch ein Stäck weit entfernt. Da bleibt bis zur Heim-WM Ende 2025 noch einiges zu tun, will man wenigstens in den Medaillenkampf eingreifen. Norwegen erscheint mir unbezwingbar.
    In der Männer-Bundesliga baute MT Meldungen die Tabellenführung durch zwei klare Siege gegen HSV Hamburg und in Gummersbach auf zwei Punkte aus. Dahinte ein dichtes Vefolgerfeld mit Hannover-Burgdorf, den Füchsen Belin, SC Magdeburg, dem THW Kiel. Extrem viel Spannung ist angesagt in der vermeintlich besten Liga der Welt.

Das wird die Woche, die wird

Zwei Pokalendspiele im Achtelfinale

 

Zwei Top-Schlager gibt es bereits in der Runde der besten 16 Teams. Heute empfängt Tabellenführer FC Bayern Bayern  den Deutschen Meister Bayer Leverkusen. Die Münchner müssen auf Top-Torjäger Harry Kane verzichten, werden also ohne echten Mittelstürmer ihr Glück versuchen. Bayer hat zwar schon in der Bundesliga 7 Punkte Rückstand, allerdings auch erst eine Niederlage hinnehmen müssen und zuletzt zweimal gewonnen. Der Liga-Schlager endete vor gut einem Monat mit 1:1. Mal sehen, ob Xabi Alonso sein Team diesmal offensiver afgieren lässt.
Morgen kommt es zur Partie RB Leipzig vs Eintracht Frankfurt. Für die Sachsen fast schon die letzte Titelchance, nach dem Katastrophen-November. Die Eintracht im Hoch. Beide Teams sind Pokalspezialisten. Sollten die Bullen verlieren, dürften die Tage von Trainer Marco Rose gezählt sein.
Die sonstigen Partien fallen erheblich ab. Der letzte verbliebene Drittligist Arminia Bielefeld empfängt heute (18.00) den SC Freiburg. Außerdem kommt es zum namhaften Zweitligatreffen zwischen dem 1. FC Köln und Hertha BSC (Mi., 18.00).

 

Die Speedfahrer greifen ein

 

Nach etlichen Slaloms und einem Riesenslalom stehen für die Männer die erste Abfahrt und ein Super-G an – sowie am Sonntag ein Riesenslalom. Ich mag die Traditionsstrecke „Birds of Prey“ in Beaver Creek sehr. Die frauen haben Pause, weil di Rennen im kanadischen Tremblant wegen Schneemangels abgesagt wurden und auf die Schnelle kein Ersatzort gefunden wurde. Gut für Mikaela Shiffrin, die dadurch vorerst keine technischen Wettbewerbe vepasst nach ihrer Sturzverletzung von Killington.

 

Abschluss der Formel 1

 

Die Königsklasse beendet ihre Mammut-Saison mit dem Rennen in Abu Dhabi. Max Vestappen steht bereits als Einzelweltmeister fest. Offen ist noch der Konstrukteurstitel, in dem McLaren mit einem vermeintlich komfortablen 19-Punkte Vorsprung auf Ferrari führt. Die Scuderia braucht schon 2 Podestplätze, um überhaupt noch theoretische Chancen zu haben.

 

Deutsche Handballerinnen unter Druck

 

Bereits das letzte Vorrundenspiel der EM ist ein Do-or-die-Spiel. Wenigstens reicht dem Team in der Innsbrucker Olympiahalle (remember Eishockey-Bronze bei Olympia 1976) gegen Island ein Remis, um in die Sechser-Hauptrunde aufzusteigen. Draußen ist bereits Co-Gastgeber Österreich nach zwei Niederlagen gegen Norwegen und Slowenien. Die Hauptrunde der besten 12 Teams aufgeteilt in 2 Gruppen wird dann am Donnerstag fortgesetzt.

Und sonst?

  • Fußball-Bundesliga: Der 13. Spieltag beschert den Top-Teams auf dem Papier machbare Heimpartien gegen Teams im Abstiegskampf. Der FC Bayern ist gegen den 1. FC Heidenheim genauso Favorit wie der Zweite Frankfurt gegen den FC Aufgsburg und BLeverkusen gegen St. Pauli (alle Sa., 15.30). Spannung verspricht das borussenduell Gladbach vs BVB, in dem die Dortmunder ihre furchtbare Auswärtsbilanz aufpäppeln wollen.
    Apropos Bundesliga: Diese Woche endet die Fernsehrechte-Versteigerung für die Saisons 2025/26 bis 28/29. Die DFL will die Ergebnisse am Freitag bekannt geben. Einiges ist ja schon durchgesickert, aber ich werde mich erst zu Offiziellem äußern, auch weil erst dann insgesamt feststeht, wer welche der insgesamt 14 Pakete erworben hat.
  • Internationale Ligen: In der Premier League gibt es einen Doppelspieltag, also die englische Woche, die Dienstag/Mittwoch sowie Samstag/Sonntag ausgetragen wird. Am Mittwoch gibt es die Schlager Newcastle United vs Liverpool und Arsenal vs Manchester United. Am Samstag sticht das Merseyside-Derby zwischen dem FC Everton und dem FC Liverpool. Letztmals im Goodison Park, weil in der nächsten Saison Everton das neue Stadion bezieht.
    In Spanien hat der leicht schwächelnde (Noch?)-Tabellenführer FC Barcelona am Dienstag die Auswärtspartie auf Mallorca vor der Brust.  Noch heikler ist die Aufgabe am Mittwoch für Real Madrid bei Athletic Bilbao, wahrlich kein Selbstgänger im feurigen San Mames. Nicht viel einfacher werden für die beiden Topteams die Partien bei Betis (Barca) und FC Girona (Real).
    Atalanta Bergamo ist derzeit das Team der Stunde in Italien mit zuletzt 8 Siegen und dem Sprung auf Platz 2 hinter Napoli . Zum Lombardentanz bitten die Bergamasken bereits am Freitag den AC Mailand.
  • Mannschaftssport: Im Eishockey gibt es die ersten Partien des Viertelfinals der Champions League, die nach dem Modus Best of 3 entschieden werden. Zwei deutsche Vertreter sind am Start, jeweils gegen Schweizer Teams. Fischtown Bremerhaven heute in Genf, also Auswärtsnachteil, obwohl sie in der Vorrunde die bessere Bilanz hatten; die Eisbären Berlin morgen in Zürich.
    Basketball: Erneut ein Doppelspieltag in der Euroleague: Bayern München muss heute nach Istanbul gegen Efes und empfängt am Donnerstag Baskonia. Alba mit 2 Auswärtspartien morgen in Bologna und am Freitag bei Monaco. Am Wochenende folgt das nationale Pokal-Viertelfinale, in dem Alba am Sonntag bei den Bamberg Baskets antritt und der FC Bayern am Montag Vechta empfängt, gegen das die Münchner gerade am Sonntag zu Hause verloren. Mal wieder eine seltsam-gedrängte Terminplanung gerade für Alba: Hallenproblematik oder was?
    Die HBL könnte kaum spannender sein, zumal die Meisterschaft ohne Play-offs entschieden wird. Tabellenführer Melsungen ist in Wetlar gefordert, das punktgleiche Hannover-Burgdorf empfängt am Freitag die Rhein-Neckar Löwen. Für die Topteams SC Magdeburg und Füchse Berlin gibt es Champions League (SCM in Nantes, Füchse vs Sporting).
  • Wintersport: Weltcups, wohin das Auge reicht: Biathlon in Kontiolahti, Skilanglauf in Lillehammer, Skispringen in Wisla, Rodeln in Innsbruck, Bob/Skeleton in Altenberg. Eurosport und auch die ARD (koan Presseclub am Sonntag) sind praktisch überall live oder als Aufzeichnung dabei. Wers braucht …
  • US Sport: Am Freitag wird in der NBA die Vorrunde des Cups beendet. Einige Teams sind schon fertig und müssen zB wie die Celtics warten, ob sie noch überholt werden. Ich erspare mir das Ausrechnen der einzelnen Szenarien.
    In de NFL steht der 14. Spieltag an, an dem dann die letzten Teams (unter anderem die Bills und Ravens) ihre Bye Week haben ohne Partie. Spannend zu sehen wird sein, auf welch absurde Art  und Weise die Kansas City Chiefs ihre Partie bei den LA Chargers diesmal gewinnen. Ein Sieg durch ein Safety in letzter Minute fehlt noch.

 

 

 

Das war die Woche, die war

Schlager in der Bundesliga und Premier League, ein Riesenschreck um Mikaela Shiffrin und sehr erfolgreiche deutsche Wintersportler. Anmerkung: Zur Vergabe der Fernsehrechte (bisher nichts offiziell, sondern nur allerdings fast bestätiogter Spekulatius) und (wie gewöhnlich) dem US Sport mache ich gesonderte Teile.

 

Spitzenspiel endet Remis – und alle sind leidlich zufrieden

 

Vor der Partie Borussia Dortmund gegen Bayern München entbrannte sich ein erstaunlich ernst geführter Streit, ob diese den Clasico oder Klassiker genannt werden darf oder ob dafür die gemeinsame große Vergangenheit nicht zu kurzfristig gewesen sei. Ein Klassiker sei zeitlos, sagten die Kritiker dieser Bezeichnung. Dortmunds Noch-Geschäftsführer Aki Watzke blaffte, nur Ignoranten würden nicht sehen, das es in Deutschland kein größeres Spiel gäbe. Nun denn: Die gut 80 000 Zuschauer im natürlich ausverkauften Westfalenstadion sahen eine gutklassige, keineswegs aber mitreißende Begegnung. Der BVB ging nach einem rasanten Lauf von Jamie Gittens in Führung. Dabei war der junge Flitzer reichlich allein bei seinem Run gegn das Tor von Manuel Neuer, der zudem mit dem Herauslaufen zögerte. Schlecht sah es zudem für die Bayern aus, als Harry Kane nach eine halben Stunde vom Platz humpelte. Sie hatten danach durchaus Chancen duc´rch Thomas Müller und Leroy Sané, aber erst Jamal Musialas Kopfball brachte ihnen kurz vor Schluss wenigstens den Ausgleich. Einen Punkt gewonnen, resümierte Trainer Vincent Kompany. Gegen ein absolutes Spitzenteam nicht verloren, befand Dortmunds Nuri Sahin.
Tatsächlich haben die in der Bundesliga noch unbesiegten Bayern nach dem 11. Spieltag 4 Punkte Vorsprung auf Eintracht Frankfurt (und das ungleich bessere Torverhältnis). Die Hessen wiederum gewannen nach ihrem mühsamen 2:1 in Midtyiland souverän mit 4:0 in Heidenheim. Dritter ist jetzt Meister Leverkusen, das gegen den 1. FC Union mit 2:1 besiegte.

 

Wer will Liverpool besiegen?

 

Während die Partie Dortmund vs Bayern leidlich gut unterhielt, riss mich zumindest die erste Halbzeit beim Premier-League-Spiel FC Livepool vs Manchester City förmlich vom Sofa. Was die Reds da an einem Tempospiel mit zahlreichen schönen Kombinationen auf den Rasen der Anfield road zauberten, sucht derzeit in Europa seinesgleichen. Da greift ein Rädchen ins andere, Schwchstellen kann ich kaum ausmachen. Der Halbzeitstand von 1:0 spiegelte die Überlegenheit gegen den hoffnungslos überforderten englischen Meister nur unzureichen wieder. Schon während der Woche hatte Pool in der Champions League beim 2:0 nur wenig Chancen gelassen.
Natürlich – die Saison ist noch lange. Aber in der Liga haben die Reds jetzt schon 9 Punkte Vorsprung auf die punktgleichen FC Arsenal und FC Chelsea, ManCity, denen Weltfußballer Rodri an allen Ecken und Enden fehlt, findet sich gar auf Platz 5 wieder, wann hat es das bitte zuletzt gegeben?

 

Akia statt Jubiläumssieg

 

Alles schien gerichtet für Mikaela Shiffrin zum 100. Weltcupsieg. Nach dem 1. Durchgang des Riesenslaloms in Killington führte sie souverän. Doch im Skifahren reicht eine kleine Unachtsamkeit zum Desaster: eine Unebenheit warf die Amerikanerin in die Luft, die nicht reagieren konnte und äußerst unsamt auf dem pickelharten Schnee aufschlug. Benommen blieb sie legen und musste letztlich mit dem Akia talswärts geschafft werden. Praktisch gleichzeitig und in Sichtweise vollführte man die Siegerehrung, als sei nichts geschehen: Die Fis und die Ausrichter zeigten mal wieder ihr einmaliges Taktgefühl in dere´lei Dingen. Sara Hector, die letztlich gewann, fasste es richtig zusammen: „Es ist so traurig, Mikaela so stürzen zu sehen. Es bricht mir und allen hier das Herz“, sagte die Schweding nach ihrem 6. Weltcup-Erfolg.
Shiffrin gab zwar noch am Samstagabend Entwarnung, es tue „nur“ alles weh. Es hat sie dann allerdings doch schlimmer erwischt: Die Ärzte Diagnostizierten eine tiefe Stichwunde am Unterleib. Man rätsele noch, wie es dazu kam. Ein Start am Sonntag in ihrer Spezialdisziplin Slalom an gleicher Stelle kam also nicht in Frage. Es triumphierte nach einem spektakulären 2. Lauf die Schweizerin Camille Rast vor den zeitgleichen Wendy Holdener und Anna Swenn-Larsson. Lena Dürr verspielte zum xten Mal eine Halbzeitführung und landete letztlich auf Platz 4, gerade mal 3 Hundertstel hinter dem 2. Platz. bei Eurosport gab es eine witzige Text-Bild-Schere. Man sah extatisch jubelnde Schweizerinnen, und Wolle Nadvornik kommentierte: „Ist das bitter.“ Der deutsche Blick allüberall.

 

Staffeln im Viererpack

 

Das war wirklich nicht einfach, am Wochenende den Überblick zu behalten beim Bíathlon-Auftakt in Kontiolahti. Staffeln, wohin man schaute: Single Mixed (1 Mann, eine Frau), Mixed (2 Frauen, 2 Männer), tags darauf erst Männer (4) dann Frauen (auch 4). Gefühlt waren dann doch immer die gleichen Nationen vorn. Schweden, Frankreich und Norwegen machten jeweils die Podestplätze unter sich aus, nur einmal in der Single Mixed, oder war es doch die Mixed, schob sich ein junges deutsches Team auf Platz 3.

 

Deutsche Überflieger

 

Ich selbst habe Skispringen nicht verfolgt, aber die deutsche Erfolgsbilanz ist aufsehenerregend. Im finnischen Ruka gewannen am Samstag Pius Paschke und am Sonntag Andreas Wellinger jeweils auf der Großschanze. Schon am Wochenende zuvor hatte Paschke mit einem ersten und einem zweiten Platz überzeugt. Allein die Österreicher um Weltcupsieger Stefan Kraft können da mithalten.
3 Siege in den ersten vie Springen, so gut sind die Deutschen noch nie in eine Saison gestartet. Wieder mal werden sehr früh große Hoffnungen auf einen Tourneesieg geschürt. Doch den jagen die Deutschen seit 2002 hinterher, zu Weihnachten kommt regelmäßig der Formabbau (besser gesagt: Die anderen Nationen holen auf). Schaun wir mal, wies heuer wird bzw Anfang Januar.

 

Früher Rückschlag der Handballerinnen

 

Schon am 2. Spieltag der EM in Österreich, Ungarn und der Schweiz kassierte das Team gegen Holland die erste Niederlage – und die fiel mit 22:29 deftig aus. Das ausgegebene Ziel Halbfinale scheint in dieser Form außer Reichweite, weil Norwegen,  Dänemark, Schweden und Frankreich noch eine Ecke stärker einzuschätzen sind als die Oranjes. Jetzt kommt es morgen schon zum „Endspiel“ gegen Island, um überhaupt in die Hauptrunde einzuziehen.

 

Und sonst

  • Bundesliga: Einen Befreuungsschlag im Abstiegskampf gelang dem FC St. Pauli, der mit dem klaren 3:1 gegen Mitaufsteiger Holstein Kiel auf Platz 15 rückte. Die Hamburger feieten ihren ersten Heimsieg seit dem Wiederaufstieg. Finster sieht es für den VfL Bochum aus, das nach dem 0:1 in Bochum qweiter nur 2 Punkte hat. Ist der Trainer-Effekt um Dieter Hecking etwa schon verpufft?
    Seinen schwarzen November komplettierte RB Leipzig mit dem 1:5 zu Hause gegen den VfL Wolfsburg. Schon nach einer Viertelstunde stand es 0:3. Die November-Bilanz: in der Bundeslgia 3 Niederlagen und ein 0:0 gegen Gladbach, dazu zwei CL-Pleiten, die praktisch schon das Aus bedeuten. Sollte am Mittwoch gegen Frankfurt das Pokal-Aus hinzukommen, wären die Tage des Leipzigers Marco Rose auf der Leipzige Triainerbank trotz aller Heimatgefühle wohl gezählt.
  • Internationaler Fußball: Schock in Florenz. In der Partie der Fiorentina vs Inter brach Edouardo Bove (Florenz) in der 17. Minute zusammen. Man reagierte schnell, reanimierte den Spieler noch auf dem Feld und transportierte ihn ins Krankenhaus. Von dort kam noch am Sonntag die erste Entwarnung. Bove sei bei Bewusstsein. Eine akute Beschädigung des Nentralen Nervensystems könne ausgeschlossen werden. Hoffen wir das Beste. Die Partie wurde ohne große Umstände abgebrochen und soll zu einem späteren zeitpunkt fortgesetzt oder neu angesetzt werden.
    Sensation in Spanien: Tabellenführer FC Barcelona kassierte gegen Nachzügler Las Palmas eine 1:2-Niederlage. Zwar behielten die Katalanen Platz 1 in der Primera Division, doch Real Madrid (2:0 vs Getafe) hat noch ein Nachholspiel in der Hinterhand und könnte Barca überflügeln. Erste Risse im Flick-Kosmos?
    Riesenjubel bei Botofogo: Der brasilianische Traditionsclub sicherte sich zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Copa de Libertatores, das europäische Pendant zureuropäischen Champions League. Das Team besiegte im Finale gegen die Landsmaänner aus Mineiro mit 3:1. Dabei spielte man ab der ersten Minute nach einer frühen Roten Karte  in Unterzahl. Bei Botofogo wirkt übrigens Michael Gerlinger als Chief Officer, lange Chefjustiziar beim FC Bayern. Der international tätigen Eagle Football Group gehört neben Botofogo unter anderem auch Olympique Lyon an, der wg Überschuldung der Zwangsabstieg droht. Können da Quersubventionen vielleicht noch helfen?
  • Handball: Die MT Melsungen gewann das Spitzenspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt klar mit 33:24 und ist punktgleich Spitzenreiter mit Hannnover-Burgdorf (in Lemgo 31:22). SC Magdeburg entledigte sich der Pflichtaufgabe Bietigheim souverän. Viel wichtiger war für den Meister, dass er in der Champions League mit einem Kampfsieg gegen den FC Barcelona in die Erfolgsspur zurückfand. Zumindest die Zwischenrunde ist wieder in Reichweite.
  • Basketball: Keine gute Woche für den FC Bayern. Die Münchner waren beim Euroleague-Spiel bei Roter Stern Belgrad chancenlos und verloren mit 77:101. Am Sonntag folgte in der BBL gegen Vechta die erste Heimniederlage. Alba verlor zu Hause gegen TelAviv und auch gegen Ludwigsburg. Dabei brachten die Hauptstädter im 2. Viertel das Kuststück fertig, ganze 4 Punkte zu erzielen.
  • Formel 1: Weltmeister Max Verstappen gewann auch das Vorletzte Saisonrennen. In Katar siegte der Holländer vor Charles Leclerc aus Monaco und dem Australier Oscar Piastri. Spannennd ist noch die Konstrukteurswertung: McLaren (640)  führt vor dem letzten Rennen in Abu Dhabi vor Ferrari (619) Red Bull (590) kann sein Abo auf diesen Titel somit nicht mehr verteidigen.

Das wird die Woche, die wird

Champions League – und erste Entscheidungen?

 

Der 5. Spieltag und damit die 2. Hälfte der Vorrunde steht an. Noch immer scheiden sich die Geister, ob das neue Format mit nur einer 36er-Gruppe besser oder schlechter ist als die 8 Gruppan á 4 Teams. Jedenfalls könnten erste Entscheidungen fallen. So ist RB Leipzig bei Inter Mailand fast schon zum Siegen verdammt, um die Chance aufs bloße Weiterkommen zu wahren.nach bisher 4 Niederlagen in 4 Partien (Heute, 21 Uhr). Zur selben Zeit bestreitet Bayern München ein Heimspiel gegen Paris St. Germain, zumindest auf dem Partie das letzte wirklich heikle Aufeinandertreffen, weil danach die vermeintlichen Leichtgewichte Schachtjor Donezk (in der Arena AufSchalke), Feyenoord und Bratislava warten.Die gesamte Verteidigung machte zuletzt einen sehr guten Eindruck und kassierte keinen Treffer in den vergangenen 6 Spielen.
Machbare Aufgaben haben vor allem Bayer (vs RB Salzburg, der VfB Stuttgart (bei RS Belgrad(Mi., 18.45) und Borussia Dortmund (bei Dinamo Zagreb/21.00).
Schlager des Spieltags ist die Partie zwischen dem noch velustpunktreiem FC Liverpool und Real Madrid. Liverpool kann mit einem Sieg wahrscheinlich schon den direkten Einzug ins Achtelfinale fixieren.

 

Wiedersehen mit Cucurella, hoffentlich ohne Pfiffe

 

Am Donnerstag gastiert der FC Chelsea in der Conference League beim 1. FC Heidenheim. Im Kader de Londoner und wahrscheinlich auf dem Feld steht Marc Cucurella, jener lockenköpfige Spanier, dessen nicht geahndetes Handspiel bei der EM hierzulande so viel Aufsehen erregte. Der Verteidiger wurde von den deutschen Fans im Halbfinale und Finale gnadenlos niedergepfiffen, ich bin gespannt, wie das Heidenheimer Publikum reagiert. Ansonsten könnten die Unterschiede der kaum größer sein. Hier ein Sensationteam mit äußerst bescheidenen Mitteln, dort ein mit Fantastilliarden reichlich planlos zusammengestelltes Ensemble, das verzweifelte an Erfolgstage anknüpfen will.

In der Europa League will Hoffenheim den Rückenwind mit dem neuen Trainer Christian Ilzer nutzen und sich mit einem guten Ergebnis bei Sporting Braga der K.-o.-Runde nähern. Gleiches gilt für Eintracht Frankfurt bei Midtiyland (beide Do., 21.00).

 

Viel Wintersport für die, die es mögen

 

Was habe ich sie (nicht!) vermisst, die epischen Wintersport-Wochenendtage bei ARD und ZDF und Eurosport, in dem hintereinander weg die Rodler rodeln, die Bobfahrer Bob fahren, sie Biathleten biathleten laufen und schießen, die Skifahrer abfuhren oder lanfgliefen oder sprangen oder crossten, die Eisläufer schnell oder voller Kunst laufen. Die Vor- und Nachmittage hatten endlich einen Sinn.
Im Ernst: Ich habe mich dem fast entsagt und werde (außer den Alpinen, teilweie Biathleten  und ausgesuchten Wettbewerben das Ganze nur sehr partiell verfolgen. Jedem das Seine, und da gibt es auf Eis und Schnee mehr als genug.
Die Alpininnen bestreiten am Wochenende in Killington/USA einen Slalom und Riesenslalom. Die große Frage dabei: Schafft Mikaela Shiffrin quasi zu Hause ihren 100. Weltcupsieg, es wäre passend für die Ausnahmesportlerin. Ansonsten: Nordischer Skisport in allen Facetten in Ruka und Biathlon ebenfalls in Finnland (Kontiolahti) mit gleich 4 (!) Staffelwettbewerben. Mixed, Single Mixed, Frauen, Männer.

 

Football satt beim Truthahn satt

 

Am Donnerstag feiern die USA Thanksgiving, und das bedeutet nicht nur für Millionen von Truthähnen das Lebensende im Ofen (der Präsident darf einen begnadigen), sondern auch sehr viel Football. Wie es die Tradition seit Jahrzehnten gebietet, haben die Detroit Lions und Dallas Cowboy Heimspiele. Die Lions ununterbrochen seit 1934, die Cowboys seit 1966. Und seit einiger Zeit kommt noch ein Abendspiel (das reguläre Thursday Night Game)  hinzu mit wechselnden Gastgebern. Dieses Jahr treffen die extrem starken Lions auf die Chicago Bears, die eine wechselhafte Saison hinter sich haben. Eher ein bedeutungsloses Spiel erwarte ich  zwischen den so schwachen  Dallas Cowboys (trotz des Überraschungssieges zuletzt bei den Washington Commanders) gegen die fast indiskutablen New York Giants vor sich (so katastrophal haben das die Spielplan-Gestalter mit Sicherheit nicht erwartet). Attraktiv dagegen dürfte die Nachtpartie (unserer Zeit) zwischen den Green Bay Packers und Miami Dolphins werden, in der sich beide Teams berechtigte Chancen auf die Play-offs machen dürfen.
Tags darauf, also am Black Friday, spielt ausnahmweise ebenfalls die NFL (ansonsten gehört der Football am Freitag den Colleges). Die Kansas City Chiefs empfangen zur besten deutschen Sendezeit um 21 Uhr die Las Vegas Raiders. Der Spieltag komplettiert sich dann wie gehabt mit Spielen am Sonntag und Montag. Dabei empfangen die Cincinatti Bengals im Divisionsduell die Pittsburgh Steelers und die Buffalo Bills die San Francisco 49ers, die allerdings gerade eine ziemliche Formdelle durchleben.

NHL und NBA spielen weiter ihre regulären Partien ihrer ellenlangen 82er-Saison. Wobei die NBA am Donnerstag Thanksgiving-Pause macht

 

Verstappens Ehrenfahrt, I

 

Der Holländer kürte sich am Sonntag in Las Vegas zum vierten Mal in Folge zum Weltmeister, jetzt können seine beiden Ehrenfahrten beginnen. Und wir Zuschauer dürfen uns auf spannende Rennen freuen, in der wieder der Einzelsieg und nicht taktisches Punkten im Vordergrund steht. Ich sehe vier Teams mehr oder weniger gleichauf vorne, dass verheißt viel Aufregung in Katar, zumal es auch noch um den Erfolg in der Konstrukteurswertung geht, den den Teams fast so viel bedeutet wie die Einzelwertung. Hier hat McLaren zurzeit die Nase vorn, aber Ferrari ist in Lauerstellung, vielleicht auch ncoh RedBull dank der fahrerischen Ausnahmestellung von Verstappen.

 

 

Und sonst?

  • Fußball-Bundesliga: Topspiel ist die Partie zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern, auch „deutscher clasico“ genannt. Der BVB ist zu Hause noch makelllos, die Münchner überhaupt noch ohne Bundesliga-Niederlage. Im Abstiegskampf kommt es zum Duell der Aufsteiger, in dem St. Pauli Heimrecht vs Holstein Kiel hat (Fr., 20.30)
  • Internationale Ligen: In der Premier League steht am Sonntag der absolute Schlager zwischen Tabellenführer FC Liverpool und Manchester City an. City hat zuletzt in der Meisterschaft dreimal verloren, darunter 0:4 (!) zu Hause gegen Tottenham. Pool könnte sich mit einem Erfolg an der Anfield Road schon um 11 Punkte vom Pep-Team absetzen. Der FC Arsenal ist am Samstag im London-Derby bei West Ham gefordert, Chelsea hat ein heikles Heimspiel vs Champions-League-Teilnehmer Aston Villa vor sich.
    Zur ungewöhnlichen Zeit (Sa., 14.00) empfängt der FC Barcelona Las Palmas in der Primera Division. Auch Verfolger Real Madrid hat ein Heimspiel gegen den FC Getafe
  • Basketball: Ein stimmungsvolles Auswärtsspiel erwartet den FC Bayern bei Roter Stern Belgrad, wo er seine ausgezeichnete Position 3 verteidigen will. Die Beogradska-Halle hat Platz für mehr als 20 000 Zuschauer, die nicht gerade für ihre Zurückhaltung bekannt sind.. In der Euroleague gibt es auch den spanischen Clasico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid.
  • Handball: Im extrem spannenden Meisterschaftsrennen der HBL empfängt am Freitag Tabellenführer MT Melsungen den Dritten SG Flensburg-Handewitt, das nur einen Punkt weniger auf dem Konto hat. Meister SC Magdeburg wird versuchen, mit einem klaren Heimsieg gegen Bietigheim aus der Formdelle herauszukommen.

 

 

Das war die Woche, die war

Zum Auftritt der deutschen Fußballler habe ich mich ja schon gestern sehr lobend geäußert.

https://blickueberdenteich.deDamit soll es hier zum gut sein.

Der Tag des Carlos Sainz

Erstaunliches geschah beim Großen Preis von Australien in der Formel 1 in Melbourne. Max Verstappen schied aus, bereits nach 3 Runden war Schluss für den Holländer. Zuletzt war ihm das vor 2 Jahren passiert. Und so schlug die Stunde von Carlos Sainz, der bisher auf ein, vorsichtig ausgedrückt, unglückliches Jahr zurückschau. Im Januar erfuhr er, dass Ferrari ab der kommenden Saison nicht mehr plant, sondern lieber mit Lewis Hamilton. Kurz vorm zweiten Rennen in Saudi-Arabien musste er mit einer akuten Blinddarm-Operation ins Krankenhaus statt auf die Piste. Jetzt der letztlich souveräne Sieg, obwohl er offenbar noch an den Nachwirkungen litt, wen wundert es. Auf jeden Fall ein starkes Zeichen, und dieses wird auch nicht geringer, weil Charles LeClerc im zweiten Ferrari auf Weisung der Scuderia keine Angriffe fuhr, sondern sich mit Platz 2 begnügte.

Die allgemeine Ehrerbietung ist dem Spanier, Sohn des zweifachen Rallye-Weltmeisters Carlos Sainz sr, gewiss. Bei Ferrari werden sie sich frgen, ob es nicht vorschnell war, Sainz nicht weiter zu vertrauen, denn

– zum einen mag Leclerc der schnellere Fahrer sien, baut aber mehr Fehler in seine Qualifyings und Rennen

– zum anderen mehren sich die Zweifel, ob Nachfolger Hamilton sich wirklich noch mal aufraffen kann zu einstigen Spitzenleistungen. Zurzeit kurvt er reichlich unambitioniert in seinem Mercedes herum. Anderererseits ist die Rote Göttin noch mal ein echter Motivationsschub.

Sainz selber hat sich eindrücklich für ein Cockpit eines Spitzenteams empfohlen. Mercedes, Red Bull und auch das kommende Audi-Team sind  Kandidaten

Zumindest den Zahlen nach ist jetzt die Formel 1 wieder spannend. Die ersten 4 Verstappen (51), Leclerc (47), Perez ((46) und Sainz (40) trennen gerade mal 11 Punkte.

Quai im Windschatten fuhr Nico Hülkenberg auf Platz 9 und schon zum zweiten Mal in die Punkte.

Zwei weitere Kugeln für Odermatt

Gut, besser Odermatt. Der Schweizer Skiprofi holte zum Saisonabschluss in Saalbach-Hinterglemm zwei kleine Kristallkugeln in der Abfahrt und Super-G. Am Freitag genügte hm ein 5. Platz, um sich die Wertung zu sichern. Luc Meillard führte dabei einen Schweizer Dreifach-Erfolg an. Und wie es zu dieser Saison mit Wetterkapriolen bestens passt, fiel am sonntag die Abfahrt, also das letzte Rennen, aus. Somit hatte der Franzose Cyprien Sarrazin keine Chance mehr, den Schweizer abzufangen

https://www.bluewin.ch/de/sport/ski/von-kleinen-etwas-groesseren-und-grossen-kristallkugeln-2136575.html

Dass im letzten Rennen sich noch was dreht, musste tags zuvor Odermatts Landsfrau Lara Gut-Behrami erfahren. Auf der technisch wenig anspruchsvollen Piste kam die Schweizerin als 17. nicht einmal in die Punkteränge der besten 15. Und Conni Hütter nutzte mit einer verwegenen Fahrt die Gunst der Stunde und fing die Schweizerin mit ihrem Sieg noch ab.

Lara Gut-Behrami wird es verschmerzen, denn am Freitag gewann sie mit dem 7. Platz die Super-G-Wertung. Allerdings wurde es auch hier spannender als erwartet, denn bei einem Sieg von Federica Brignone hätte sie sie nicht mehr viele Plätze verlieren können.

Einen tollen Job machten die Veranstalter, die trotz Warmwetters eine gute Piste hinzauberten, die allerdings gerade zu Mittagszeit unter der Wärme litt. Dass dann ausgerechnet Schneefall und Wind das letzte Rennen unmöglich machten, ist ungerecht. Aber die WM 2025 dort kann kommen.

Ein Sieg-Flug zum Abschied

Der Slowene Peter Prevc hat schon vor einiger Zeit sein Karriere-Ende angekündigt, und seitdem fliegt er wie beflügelt. Dieses Wochenende standen  in Planicka also seine letzten Wettkämpfe an, also zu Hause vor seinen Fans. Und Prevc verabschiedete sich stzandesgemäß am Freitag mit seinem insgesamt 24. Weltcupsieg. Gut er sprang am Sonntag noch mal, und wurde 6. aber ich will das mal nicht so eng sehen. Prevc gewann einmal Olympa-Gold im Mixed, im Einzel Silber und Bronze in Sotschi. Dreimal wurde er Skiflugweltmeister, einmal gewann er den Gesamtweltcup und einmal die 4-Schanzentournee. Der Name Prevc bleibt der Skiwelt erhalten. Sein jüngerer Bruder Domen (wurde am Sonntag Zweiter hinter dem überragenden Daniel Huber) und die Schwester Nika, die sich mit 18 schon den Gesamtweltcup holte, halten die Familienfahne offen.
Die Deutschen, so glänzend in die Saison gestartet, werden froh sein, dass es jetzt vorbei ist.

Deutsche zeigen in Miami auf

Zumindest die Tennis-Männer. Dominik Köpfer steht beim zweiten Masters der Saison im Achtelfinale, wo er morgen auf Daniil Medwedew trifft. Sascha Zverev, Yannick Hanfmann und Jan-Lennard Struff sind auch noch im Rennen. Die deutschen frauen sind alle schon draußen – genau wie Holger Rune, der gegen Fabian Marozsan 1:6, 1:6 unterging.

… und in Montreal
Dort gewann das Eiskunstlaufpaar Minerva Fabienne (was für ein schöner Vorname) Hase/Nikita Wolodin Bronze hinter den Lokalmatadoren Stellato-Dukek/Deschamps und Miura/Kihara aus Japan. Die übrigen Weltmeister: Ilia Malinin (USA) mit 6 Vierfachsprüngen, Kamaro Sakomoto (ohne Vierfachsprung, aber sehr ausdrucksstark) sowie das Tanzpaar Madison Chock und Evan Bates (USA).

Hier Malinins Kür
https://www.ardmediathek.de/video/sportschau-wintersport/die-rekordkuer-von-ilia-malinin-in-voller-laenge/das-erste/Y3JpZDovL3Nwb3J0c2NoYXUuZGUvOTlhYTBiM2EtOWFiNS00NTM2LTg5YzItY2I0NDM2YmNlZmY0
und die von Sakomoto
https://www.sportschau.de/wintersport/eiskunstlauf/kuer-damen-wm-montreal-sakamoto-gold-100.html

Und sonst
– Die DEL-Play-offs sind voll im Gange. Fischtown Bremerhaven und RB München stehen nach 4:0-Sweeps gegen Ingolstadt und Wolsburg bereits im Viertelfinale. Die Eisbären Berlin führen 3:1 gegen die Adler Mannheim, und zwischen den Straubing Tigers und den Schwenninger Wild Wings steht es 2:2.
– chancenlose Bayern: die Basketballer zumindest in der Euroleague, wo sie die Partien in Valencia knapp (68:70 mit der Chance des letzten Wurfs vergeben) und gegen TelAviv klar (74:89) verloren. Die Chance aufs Play-In ist damit noch noch theoretischer Art. Wenigstens in der BBL hielte sich die Münchner schadlos und gewannen bei den Hamburg Towers vor mehr als 11 000 Zuschauern mit 81:80 nach Verlängerung. Damit sind sie jetzt alleiniger Tabellenführer einen Sieg vor Chemnitz und Alba Berlin.

Die Wochenvorschau folgt

Das war die Woche, die war

Unaufhaltsam Richtung Meisterschaft

Auch wenn die Bayern ihre Form offenbar wiedergefunden  haben (ist das 8:1 gegen Mainz allerdings ein Maßstab?), Bayer Leverkusen lässt sich nicht beirren und nahm auch die Hürde VfL Wolfsburg beim ungefährdeten 2:0 souverän. Spektakulär ist es nicht, was Bayer da grade spielt, aber halt sehr erfolgreich.

Großen Spaß macht weiter der VfB: Die Schwaben spielen einfach tollen Fußball, und es drängen sich einige Spieler für die Nationalmannschaft auf – allen voran Denis Undav und Waldemar Anton, aber auch Chris Führich und Mittelstädt. Bin gespannt, wie das der Bundestrainer zu lösen gedenkt.

Unten im Keller bleibt es beim Schneckenrennen zwischen Köln, Mainz und Darmstadt. Ein Team von denen kommt in die Relegation: Und egal wer in der 2. Liga Dritter wird, etwa der HSV?, ist mit Sicherheit nicht chancenlos. St. Pauli kann schon für die 1. Liga planen, und alles spricht auch dafür, dass Holstein Kiel als erstes Team aus Schleswig Holstein ins Oberhaus kommt.

Letzte Zuckungen im (Kunst)schnee

Es ist Mitte März, und ganz langsam neigt sich die Wintersportsaison dem Ende entgegen. Mein Highlight war die fulminante Rückkehr von Mikaela Shiffrin. Nach sechs Wochen Pause bestritt sie in Are wieder einen Slalom und gewann ihn mit standesgemäßen 1,24 Sekunden Vorsprung auf die Zweite Ljutic und Michelle Gisin.Lena Dürr verfehlte das Stockerl um eine Hundertstelsekunde, Emma Aicher wurde glänzende Siebte.
Zum Nichtstun verurteilt waren mal wieder die Männer. Riesenslalom und Slalom in Kransjska Gora fielen einem Wärmeeinbruch samt Dauerregen zum Opfer. Somit hat Linus Straßer in der Slalomwertung auch seine theoretischen Chancen auf die kleine Kristallkugel verloren. Die holt sich völlig vedient der Österreicher Manuel Feller.

Vorbild Raw Air

Was ist das für ein,  Rumgeeiere, ob und wie sich die 4-Schanzentournee auch den Frauen öffnet, was wirklich an der Zeit wäre. Das noerwegische Gegenstück ist die Raw Air in Norwegen mit drei Stationen unter anderem am Holmenkollen und das Skifliegen in Vikersund. Die Frauen sind voll dabei. Die gleichen Wettbewerbe, und auch von der Flugschanze dürfen sie sich wagen. Und sie erhalten für ihre Darbietungen das gleiche Preisgeld. beschämend, dass das vor allem die Österreicher nicht hinbekommen, obwohl ihre Frauen nicht minder erfolgreich sind als die Männer. Das Besondere an der Raw Air: Hier fließen auch die Qualifikationssprünge in die Gesamtwertung ein. Bei den Frauen führt die Norwegerin Eirin Maria Kvandal vor Katharina Schmid und Eva Pinkelnig, bei den Männer Stefan Kraft vor Ryoyo Kobayashi und Jan Hörl.

Vorentscheidung für Magdeburg?

Am Sonntag trafen in der Handball-Bundesliga der Zweite SC Magdeburg und der Erste Füchse Berlin aufeinander. Am Ende hatten die Magdeburger die Nase vorn und gehen jetzt als Tabellenführer und Favorit in die letzten Spieltage. Hier gibt es ja keine Play-offs, anders als etwa im Basketball und Eishockey. Ich plane mal ein pro und contra Play-offs, was ja auch für die Fußballer immer wieder als Thema aufploppt.
In der Champions League der Männer haben der THW Kiel und Magdeburg direkt das Viertelfinale erreicht.

Angie rockt Indian Wells

Nach ihrer Babypause und dem doch zurückhaltenden Comeback in Australien kommt die Tennisspielerin immer besser in Fahrt. In Indian Wells erreichte sie als ungesetzte Spielerin das Achtelfinale und eliminierte dabei die weit höher  eingestuften Jelena Ostapenko und Veronika Kudemertova. Jetzt kommt es zum Duell der befreundeten Mamas gegen Caroline Wozniacki, die wie die Kerberin polnische Wurzeln hat. Bei den Männern ist Sascha Zverev noch im Wettbewerb. Jan-Lennard Struff musste sich erwartungsgemäß Jannik Sinner geschlagen geben.

Apropos Tennis: Die von Verletzungspech so gebeutelte Sabine Lisicki hatte endlich mal eine gute Nachricht parat. Sie erwartet ein Kind. Offenbar war das nicht geplant, aber die Freude ist groß. Ich wünsche alles Gute für eine Tennisspielerin, die ohne ihre vermaledeiten Verletzungen bestimmt viel mehr erreicht hätte als „nur“ ein Wimbledonfinale.

Und sonst?

– Wer die Premier League und Pool vs City vermisst, den verweise ich auf den vorigen Beitrag. Grandioses Spiel
– die Biathleten traten in Soldier Hollow an. Die ARD übertrug Freitag und Samstag zur Primetime. Für Sportfans eine feine Sache, aber schon sehr bedenklich für ein angebliches Vollprogramm. Aus deutscher Sicht herausragend war die Frauenstaffel mit dem zweiten Platz hinter Norwegen – und das mit den ganz jungen Hüfperinnen Selina Grotian und Julia Kink, die kurzfristig als Schlussläuferin einspringen musste und ihre Sache glänzend machte.
– Zwei Langlaufklassiker am Holmenkollen über 50 Kilometer. Die Frauen dürfen diese Strecke jetzt auch in Angriff nehmen. Katharina Hennig belegte hinter den Schwedinnen Frida Karlsson und Ebba Anderson den 3. Platz. Bi den Männern gab es einen norwegischen Fünffacherfolg. Ein gar nicht so kleiner Wermutstropfen für die Puristen: Die Wettbewerbe fanden im Massenstart und nicht im Intervallstart statt.
– bei den Kombinierern war Jarl-Magnus Riiber einmal mehr eine Klasse für sich und siegte zweimal jeweils vor dem Österreicher Johannes Lamparter.
– Ein erst 19-jähriger Amerikaner setzt im Eisschnelllauf neue Maßstäbe. Nach seinen drei Titeln bei der Einzelstrecken-WM in Calgary sicherte er sich am Wochenende in Inzell den Vierkampf – mit neuem Weltrekord. Die Eislaufnation Holland hielt sich bei den Frauen mit einem Dreifacherfolg schadlos.

Die Wochenvorschau folgt