Das war die Woche, die war

Barca verzaubert, Braaten comebackt, und Verstappen randaliert.

Hansi Catalán

Zum FC Barcelona habe ich ein äußerst zwiespältiges Verhältnis. Eigentlich mag ich die Katalanen lieber als Real Madrid (wobei das je nach Team-Zusammenstellung gewecheeslt hat in den veganfgenen Jahrzehnten. Das Barca mit Johan Cruyff und später mit Pep, Xavi, Iniesta und Messie hat mich fasziniert und teilweiise verzaubert. Doch diese Liebe hat durch das unanständige Finanz-Gebahren einen herben Dämpfer erlitten. Diese Tricksereien, um das ohnehin nur sehr lax genahdelte Financial Fairplay auszuhebeln und das Wetten auf die Zukunft war so gar nicht meins. Und jetzt? Spielen sie wieder  Fußball, in den man sich wieder verlieben muss.
Diese Woche war dann der Ritterschlag nach dem fulminanten Saisonbeginn. 5:1 vs Sevilla, 4:1 ves Bayern und am Samstag das 4:0 bei Real nach einer fast perfekten 2. halbzeit. Ex-Bundestrainer, hier verspottet und geächtet nach der missratenen Graugans-WM, hat sein Topos gefunden. Ein Reservoir höchstbegabter Akteure und vorne seinen alten Bayern-Torschützen Robert Lewandowski, der unter ihm regelrecht aufblüht. Mag die Verteidigung vogelwild erscheinen (zumindest vs die Bayern), diese Art Spektakel-Fußball will der Barca-Afficionada sehen.
Bei Real dagegen läuft noch nicht alles zusammen. Das war schon in der 1. Halbzeit gegen den VfB Stuttgart zu sehen, als sie fast chancenlos mit 0:2 zurücklagen und eine unwirkliche Aufholjagd in der 2. Halbzeit einiges vertuschte. Doch vor allem gegen Barca wurde offenbar, dass einiges noch nicht zusammenpasst. Kylian Mbappé wirkt bei all seiner Klasse immer noch wie ein Fremdkörper, Jude Bellingham wie ein Schatten seiner Debüt-Saison. Das Metronom Toni Kroos fehlt an allen Ecken und Enden, und die Abwehr ist auch nicht sattelfest. Wenn dann der zurzeit beste Torwart der Welt Thibault Courtois verletzt ausfaällt bibt es auch niemanden,der das kompensieren kann.
Dieser Missstand (auf hohem Niveau) kann Mister Carlo Ancelotti natürlich noch kompenieren, obwohl es mit der Meisterschaft schon eng werden dürfte.

Brasilien gewinnt Ski-Duell gegen Holland

Den Müttern sei Dank, Lucas Braaten und Marcel Hirscher können bei den Alpinen ein Comeback starten, ohne dass es in Norwegen und Österreich Knatsch um Startplätze gibt. Den gibt es in Brasilien (Braaten)  und Holland (Hirscher) eher nicht. Was war das für ein Aufmarsch in Sölden beim traditionellen Saisonbeginn Ende Oktober in Sölden. Hirscher hier, Braaten, der sich nun auch Pinheiro nennt, dort, Ländermatch-Stimmung Holland vs Brasilien. Während ich bei Hirschers Rückkehr nach 5 Jahren mit immer noch nicht sicher bin, ob das ganze nicht nur ein Werbegag für seine Skier und Kleidung und sonstige Geschäftsfelder ist, sehe ich Braaten (sehr) bald als echten Sieges-Kandidaten für Riesenslalom und Slalom. Er hat ja auch nur ein Jahr pausiert.  Mit Startnummer 41 carvte der extravagante Braaten auf Platz  4 hinter drei norwegischen Landsleuten, die den Leichtsinns-Ausfall des RS-Giganten Marco Odermatt nutzten. Und dabei ist dieses Jahr Aamodt Alexander Kilde gar nicht dabei. Immerhin: Hirscher kam in den zweiten Durchgang, das Skifahren hat er also nicht verlernt.
Viel weniger Trubel war dagegen bei den Frauen. Weltcup-Titelverteidigerin und Sölden-Vorjahressiegerin Lara Gut-Behrami konnte nicht starten. Die nach dem 1. Durchgang führende Mikaela Shiffrin hatte einen völlig missglückten 2. Lauf und wurde nur Fünfte. So siegte Federica Brignone, mit der in diesem Jahr sehr zu rechnen sein wird.
Die Deutschen? Slalom-Spezielitin Lena Dürr wurde gute Zehnte, Alexander Schmid belegte Platz 16 – ausbaufähig.

Plötzlich Diskussion um Neuer

Tatsächlich: Nach dem eher unglücklichen Saisonstart ist Torwart Manuel Neuer auch in der breiten deutschen Öffentlichkeit  nicht mehr heilig. Er gewinne keine Spiele mehr, befand Lothar Matthäus nach der 1:4-Pleite in Barcelona, sl Neuer keinen Balll zu fassen bekam. Das Timing ist offenschtlich nicht mehr so super wie einst. Sogar gegen Bochum verpasste er beim Herauslaufen den Ball. Der Zahn der Zeit oder nur momentane Formschwäche? Bei den Bayern selbst ist Neuer offiziell zumindest kein Thema. Das wird schon wieder, beruhigt Sportvorstand Max Eberl. Interessant wird die Personalie Neuer auf jeden Fall bleiben, denn sein 20 Mio+/Jahr-Vertrag läuft 2025 aus. Die Frage: Ob und zu welchen Konditionen(Dauer, Gehalt) wird verlängert mit dem Vereins-Heiligtum?

Verstappen überspannt den Bogen

Nach dem Wildwest-Rennen in Austin, in dem nur sein WM-Konkurrent Lando Norris bestraft wurde, hat es jetzt den Weltmeister erwischt. Wieder drängelte der Holländer Norris von der Piste, wollte den Crash provozieren. Am Sonntag in Mexiko  half kein Weltmeister-Bonus, er wurde für zwei klare Übertretungen mit zweimal 10 Sekunden bestraft, die er allerdings auf einmal „absitzen“ durfte. Das warf ih weit zurück, und mehr als der 6. Platz sprang nicht mehr heraus. Zwar verlor Verstappen weitere 10 Punkte auf Verfolger Norris, doch der Vorsprung beträgt immer noch 42 Punkte. Sein Glück: Ferrari hat plötzlich wieder das beste Auto im Feld, nach Charles LeClerc siegte diesmal Carlos Sainz jr. Um wirklich viele Punkte auzuholen, braucht Norris allerdings Siege, die jetzt noch schwerer werden.

Bronnie James – der Unterhaltungs-Gag

Jetzt ist es also passiert: Das erste Vater-Sohn-Spiel in der NBA. Zur Auftaktpartie der Los Angeles Lakers gegen die Minnesota Timberwolves durfte Bronnie 3 Minute an seite von Daddy LeBron ran. Er schnappte sich sogar einen Rebound und warf einmal (erfolglos) auf dem Korb. Doch in den beiden Partien danach gegen die Phoenix Suns und Sacramento Kings ward Bronnie nicht mehr gesehen. Alles nur ein Unterhaltungs-Gag gerade im Hollywood-LA? Wo die Medien gerade in der endlos scheinenden regulären Saison nach Superstories nur so dürsten? Es scheint so, und ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

Frankreich schlägt stark auf

Giovanni Mpetsi Perricard gewann als Qualifikant das Tennis-Turnier in Basel. (Nicht nur) im Finale gegen Ben Shelton beieeindruckte er durch eine famose Aufschlagleistung. Es war der 2. Turniersieg für den 21-Jährigen, der schon in dea Halle von Lyon triumphiert hatte und das erste Mal auf sich aufmerksam machte.Genau rechtzeitig ein neuer Nationalheld vor dem Heim-Turnier in Paris-Berdy, für das er eine Wild Card erhielt.
In Wien gewann Jack Draper das Finale gegen den Russen Katschanow. Auch der Brite feierte seinen 2. Turniersieg. Zuvor hatte er die Wimbledon-Generalprobe von Halle/Westfalen gewonnen.
Olympiasiegerin Qinwen Zheng aus China gewann in Tokio, die Serbin Olga Danilovic in Guangzhou.

Und sonst?

  • Fußball-Bundesliga: Kaum werden die Gegner schwächer, funktioniert die Bayern-Torfabrik. 5:0 gewannen die Münchner beim völlig überforderten VfL Bochum, dre auf dem schlechtesten Weg zu Start-Minus-Rekorden ist. Auch die Ruhr-Rivalen haben große Probleme. Bei Borussia Dortmund wird das Wehklagen lauter hach dem 1:2 beim FC Augsburg, und Trainer Nuri Sahin coacht nur noch auf Bewährung. Sein Kapitän Emre Can dürfte das erste Opfer sein. Zu offenkundig furchtbar war die Szene beim deprimierenden 2:5 in Madrid, als er wie ein müdear Ackergaul Vini jr. hinterherlief und die Aufholjagd einfach einstellte wegen Hoffnungslosigkeit.
    In der 2. Liga läuft es wenig rund für die vermeintlich großen Namen: Schalke blamierte sich bei 3:4 gegen Fürth bis auf die Knochen, beim 1. FC Köln dominiert nach dem 1:2 gegen Paderborn schon die nächste Trainerdebatte, und de HSV versenkte den zuletzt guten Eindruck durch ein 2:4 in Elversberg. Der 1. FC Nürnberg hingegen wird zum Trainer-Kryptonid. Vor einer Woche musste Fürths Alexander Zorniger nach dem 0:4 im Frankenderby gegen, am Sonntag erwischte es Aufstiegs-Coach Joseph Enohs nach der 3:8-Torflut gegen die Clubberer.
  • Internationaler Fußball: Spitzenspiel in England ohne Sieger: In einer abwechslungsreichen Partie trennten sich der FC Arsenal und FC Liverpool 2:2. Mo Salah erzielte für Pool in der 81. Minute den Endstand nach einer fantastisch überlegten Vorarbeit von Darwin Nunez.
    Torreiches Derbi Italia. 4:4 zwischen Inter und Juventus – das ist nicht mehr mein destriktiver Fußball in der Serie A. Der eingewechselte Kenan Yildiz wurde zum Turiner Helden durch seine beiden ziemlich späten (71./81) zum 4:4-Ausgleich nach 2:4.
    Am Sonntag gab Mats Hummels sein Debüt in der Serie A für die AS Rom. Unglücklicher hätte es kaum verlaufen können, denn nach gerade mal 4 Minuten unterlief dem Ex-Dortmunder ein Eigentor. Tröstlich, dass es das 1:5 bei der Florentina bedeutete, also nicht spielentscheidend war.
  • Nationale Ligen: In der HBL ist die MT Melsungen jetzt allein an der Tabellenspitze. Das Team überwand auch die schwere Auswärtshürde Leipzig mit einem 28:27, während Hannover-Burgdorf beim HSV Hamburg einen Zähler einbüßte. Meister SC Magdeburg kann allerdings mit einem Spiel weniger noch zu Meldungen aufschließen.
    Die Basketballer von Ratiopharm Ulm haben die strapaziöse Reise vor einer Woche nach Oregon und das Gastspiel bei den Portland TrailBlazers an die Westküste der USA offenbar überwunden und kehrtengegen Rasta Vechta in die Siegesspur zurück. Mit 4:1 Siegen führen sie die BBL an. Bayern München vermied um Haaresbreite eine Heimpleite gegen Würzburg.
  • Internationale Ligen: Der FC Bayern Basketball bleibt in der EuroLeague im neuen SAP Garden auch im 3. Heimspiel ungeschlagen. Gegen das hocheingeschätzte Olympiakos setzten sich die Münchner 84:80 durch. Alba Berlin ging bei Baskonia mit 57:80 unter.
    In der Handball-Champions-League setzte es für die deutschen Vertreter Pleiten. Die Füchse Berlin verloren in einer Partie ohne erkennbare Defensive gegen Paris mit 38:40, der SC Magdeburg musste sich beim FC Barcelona mit 26:32 geschlagen geben.
  • Weltsport: Spannend bleibt es in der MotoGP. Francisco Bagnaia gewann den Grand Prix von Thailand und verkürzte den Rückstand aus José Martin auf 17 Punkte.Zwei Rennen stehen noch an in Sepang/Malaysia und Valencia.In der Moto3 ist dagegen alles klar: Der erst 18-jährige Kolumbianer David Alonso sicherte durch seinen überlegenen Sieg den Titel.
    Der Iron Man wurde dieses Jahr wieder auf Hawaii ausgetragen. Der Deutsche Patrick Lange setzte sich nach 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kiilometer Radfahren und abschließenden Marathonlauf überlegen mit neuem Streckenrekord von 7:35,53 Stunden durch. Als 11. hatte er den Marathon angegangen, für den er nur 2:37,11 Stunden brauchte. Nächstes Jahr wird wieder gewechselt. Da sind die Frauen auf Hawaii dran, während die Männer rund um Nizza starten.

Das war die Woche, die war

Zum Auftritt der deutschen Fußballler habe ich mich ja schon gestern sehr lobend geäußert.

https://blickueberdenteich.deDamit soll es hier zum gut sein.

Der Tag des Carlos Sainz

Erstaunliches geschah beim Großen Preis von Australien in der Formel 1 in Melbourne. Max Verstappen schied aus, bereits nach 3 Runden war Schluss für den Holländer. Zuletzt war ihm das vor 2 Jahren passiert. Und so schlug die Stunde von Carlos Sainz, der bisher auf ein, vorsichtig ausgedrückt, unglückliches Jahr zurückschau. Im Januar erfuhr er, dass Ferrari ab der kommenden Saison nicht mehr plant, sondern lieber mit Lewis Hamilton. Kurz vorm zweiten Rennen in Saudi-Arabien musste er mit einer akuten Blinddarm-Operation ins Krankenhaus statt auf die Piste. Jetzt der letztlich souveräne Sieg, obwohl er offenbar noch an den Nachwirkungen litt, wen wundert es. Auf jeden Fall ein starkes Zeichen, und dieses wird auch nicht geringer, weil Charles LeClerc im zweiten Ferrari auf Weisung der Scuderia keine Angriffe fuhr, sondern sich mit Platz 2 begnügte.

Die allgemeine Ehrerbietung ist dem Spanier, Sohn des zweifachen Rallye-Weltmeisters Carlos Sainz sr, gewiss. Bei Ferrari werden sie sich frgen, ob es nicht vorschnell war, Sainz nicht weiter zu vertrauen, denn

– zum einen mag Leclerc der schnellere Fahrer sien, baut aber mehr Fehler in seine Qualifyings und Rennen

– zum anderen mehren sich die Zweifel, ob Nachfolger Hamilton sich wirklich noch mal aufraffen kann zu einstigen Spitzenleistungen. Zurzeit kurvt er reichlich unambitioniert in seinem Mercedes herum. Anderererseits ist die Rote Göttin noch mal ein echter Motivationsschub.

Sainz selber hat sich eindrücklich für ein Cockpit eines Spitzenteams empfohlen. Mercedes, Red Bull und auch das kommende Audi-Team sind  Kandidaten

Zumindest den Zahlen nach ist jetzt die Formel 1 wieder spannend. Die ersten 4 Verstappen (51), Leclerc (47), Perez ((46) und Sainz (40) trennen gerade mal 11 Punkte.

Quai im Windschatten fuhr Nico Hülkenberg auf Platz 9 und schon zum zweiten Mal in die Punkte.

Zwei weitere Kugeln für Odermatt

Gut, besser Odermatt. Der Schweizer Skiprofi holte zum Saisonabschluss in Saalbach-Hinterglemm zwei kleine Kristallkugeln in der Abfahrt und Super-G. Am Freitag genügte hm ein 5. Platz, um sich die Wertung zu sichern. Luc Meillard führte dabei einen Schweizer Dreifach-Erfolg an. Und wie es zu dieser Saison mit Wetterkapriolen bestens passt, fiel am sonntag die Abfahrt, also das letzte Rennen, aus. Somit hatte der Franzose Cyprien Sarrazin keine Chance mehr, den Schweizer abzufangen

https://www.bluewin.ch/de/sport/ski/von-kleinen-etwas-groesseren-und-grossen-kristallkugeln-2136575.html

Dass im letzten Rennen sich noch was dreht, musste tags zuvor Odermatts Landsfrau Lara Gut-Behrami erfahren. Auf der technisch wenig anspruchsvollen Piste kam die Schweizerin als 17. nicht einmal in die Punkteränge der besten 15. Und Conni Hütter nutzte mit einer verwegenen Fahrt die Gunst der Stunde und fing die Schweizerin mit ihrem Sieg noch ab.

Lara Gut-Behrami wird es verschmerzen, denn am Freitag gewann sie mit dem 7. Platz die Super-G-Wertung. Allerdings wurde es auch hier spannender als erwartet, denn bei einem Sieg von Federica Brignone hätte sie sie nicht mehr viele Plätze verlieren können.

Einen tollen Job machten die Veranstalter, die trotz Warmwetters eine gute Piste hinzauberten, die allerdings gerade zu Mittagszeit unter der Wärme litt. Dass dann ausgerechnet Schneefall und Wind das letzte Rennen unmöglich machten, ist ungerecht. Aber die WM 2025 dort kann kommen.

Ein Sieg-Flug zum Abschied

Der Slowene Peter Prevc hat schon vor einiger Zeit sein Karriere-Ende angekündigt, und seitdem fliegt er wie beflügelt. Dieses Wochenende standen  in Planicka also seine letzten Wettkämpfe an, also zu Hause vor seinen Fans. Und Prevc verabschiedete sich stzandesgemäß am Freitag mit seinem insgesamt 24. Weltcupsieg. Gut er sprang am Sonntag noch mal, und wurde 6. aber ich will das mal nicht so eng sehen. Prevc gewann einmal Olympa-Gold im Mixed, im Einzel Silber und Bronze in Sotschi. Dreimal wurde er Skiflugweltmeister, einmal gewann er den Gesamtweltcup und einmal die 4-Schanzentournee. Der Name Prevc bleibt der Skiwelt erhalten. Sein jüngerer Bruder Domen (wurde am Sonntag Zweiter hinter dem überragenden Daniel Huber) und die Schwester Nika, die sich mit 18 schon den Gesamtweltcup holte, halten die Familienfahne offen.
Die Deutschen, so glänzend in die Saison gestartet, werden froh sein, dass es jetzt vorbei ist.

Deutsche zeigen in Miami auf

Zumindest die Tennis-Männer. Dominik Köpfer steht beim zweiten Masters der Saison im Achtelfinale, wo er morgen auf Daniil Medwedew trifft. Sascha Zverev, Yannick Hanfmann und Jan-Lennard Struff sind auch noch im Rennen. Die deutschen frauen sind alle schon draußen – genau wie Holger Rune, der gegen Fabian Marozsan 1:6, 1:6 unterging.

… und in Montreal
Dort gewann das Eiskunstlaufpaar Minerva Fabienne (was für ein schöner Vorname) Hase/Nikita Wolodin Bronze hinter den Lokalmatadoren Stellato-Dukek/Deschamps und Miura/Kihara aus Japan. Die übrigen Weltmeister: Ilia Malinin (USA) mit 6 Vierfachsprüngen, Kamaro Sakomoto (ohne Vierfachsprung, aber sehr ausdrucksstark) sowie das Tanzpaar Madison Chock und Evan Bates (USA).

Hier Malinins Kür
https://www.ardmediathek.de/video/sportschau-wintersport/die-rekordkuer-von-ilia-malinin-in-voller-laenge/das-erste/Y3JpZDovL3Nwb3J0c2NoYXUuZGUvOTlhYTBiM2EtOWFiNS00NTM2LTg5YzItY2I0NDM2YmNlZmY0
und die von Sakomoto
https://www.sportschau.de/wintersport/eiskunstlauf/kuer-damen-wm-montreal-sakamoto-gold-100.html

Und sonst
– Die DEL-Play-offs sind voll im Gange. Fischtown Bremerhaven und RB München stehen nach 4:0-Sweeps gegen Ingolstadt und Wolsburg bereits im Viertelfinale. Die Eisbären Berlin führen 3:1 gegen die Adler Mannheim, und zwischen den Straubing Tigers und den Schwenninger Wild Wings steht es 2:2.
– chancenlose Bayern: die Basketballer zumindest in der Euroleague, wo sie die Partien in Valencia knapp (68:70 mit der Chance des letzten Wurfs vergeben) und gegen TelAviv klar (74:89) verloren. Die Chance aufs Play-In ist damit noch noch theoretischer Art. Wenigstens in der BBL hielte sich die Münchner schadlos und gewannen bei den Hamburg Towers vor mehr als 11 000 Zuschauern mit 81:80 nach Verlängerung. Damit sind sie jetzt alleiniger Tabellenführer einen Sieg vor Chemnitz und Alba Berlin.

Die Wochenvorschau folgt

Was vom Tage übrigblieb

Vertane Chance, deprimierende Saison

Das letzte Pokalviertelfinale konnte tatsächlich gespielt werden. konnte tatsächlich gespielt werden im Saarbrücker Ludwigspark trotz des vielen Regens. der herunterfiel, aber eben nicht am Tag vor der Partie des 1. FC Saarbrücken und Borussia Mönchengladbach.. Während der Partie: Dauerregen und Gladbacher Fohlen, die damit und dem immer schlechter werdenden Geläuf überhaupt nicht zurechtkamen. So siegten die Saarbrücker letztlich verdient gegen einen maßlos enttäuschenden Kontrahendten, der jetzt vor den Scherben einer deprimierenden Saison steht.

Aber was für eine Chance war das im Pokal. Viertelfinale bei einem Drittligisten un d bei einem Sieg wäre der 1. FC Kaiserslautern auf em gar nicht mehr so uneinnehmbaren Betzenberg auch eine machbare Hürde gewesen. Das Pokalv´finale wäre ein dickes Trostpflaster gewesen – perdu. Gut in Saarbrücken haben zuvor auch die Bayern und Eintracht Frankfurt verloren, aberje weiter dieser Wettbewerb fortschreitet, desto mehr konzentrieren sich die Clubs, die Fahrt nach Berlin wird ja immer konkreter.

Was bleibt, ist tiefer Frust. Der einzige Trost ist, dass mit Köln, darmstadt und Mainz dieses Jahr drei Teams so unterirdisch mies punkten, dass wenigstens der Abstieg kein Thema mehr ist. Jetzt haben die Spieler neun Partien Zeit, sich zu präsentieren. Die Gladbacher verantwortlichen werden sich aber auch ernsthaft fragen müsen, ob sie mit Trainer Gerard Seoane wirklich ds große Los gezogen haben. Seine Hilflosigkeit gestern gab dazu wenig Gründe.

Und Saarbrücken: Schwebt weiter auf der Pokalwolke, die ja auch extrem einträglich ist. Gute 3.3 Millionen Euro sind sicher, und im Halbfinale wartet mit Kaiserslautern auch ein machbarer Gegner. Das andere Halbfinale bestreiten Bayer Leverkusen und Fortuna Düsseldorf – in der BayArena. Wer wetten will …

Geteiltes Saisonfinale der Alpinen

Erst heute ist mir ein Irrtum meinerseits bewusst geworden. Das Saisonfinale der alpinen Skifahrer wird dieses Jahr an zwei Wochenenden ausgetragen und nicht wie bisher von Mittwoch bis Sonntag. Das bedeutet im Klartext, dass amSamstag und Sonntag, jeweils die Riesenslaloms und Slaloms stattfinden und nachste Woche am Freitag die Super-Gs und am Samstag die Frauenabfahrt und am Sonntag die Männer-Abfahrt. Der Teamwettbewerb wurde gestrichen. Den Vorteil dieser Änderung erkenne ich nicht – im Gegenteil. Es war ja der Charme dieser Veranstaltung, dass in geballter Form sich an viert Tagen en sute die jeweils besten 25 (+ einige mit anderer Qualifikation wie 500 Punkte, Europacupgewinner, Juniorenweltmeister) Läuferinnen und Läufer in den einzelnen Disziplinen maßen und dazwischen der doch immer wieder unterhaltsame Teamwettbewerb ausgetragen wurde. Da stürzte sich schon ein Abfahrer in den Stangenwald und umgekehrt. Jetzt die strikte Trennung Speed und Technik. Für die reinen Techniker ist die Saison spätestens am Sonntag beendet, während die reinen Speedfahrer dann zwei Wochen zum Nichtstun verurteilt sind und für sie eben die Saison noch eine Woche später endet. Und richtig peinlich, weil so evident geldgierig ist die Idee, Frauen und Männer die Abfahrten an gesonderten Tagen bestreiten zu lassen, bei einem Starterfeld von jeweils etwa 30 FahrerInnen.

Verrücktes NBA-Spiel

In LA empfingen die Clippers die Minnesota Timberwolves, und am Ende gewannen die Gäste klar und eindeutig. 118:100. Und was ist daran verrückt? Na ja, der Spielverlauf: Die Clippers führten nämlich schon mit 22 Punkten vorsprung, ehe sie in der 2. Halbzeit völlig einbrachen und insgesamt nur 37 Punkte zusammenkratzten. Zeitweise lagen sie gar mit 22 Punkten vorn – ein Swing von 44 Punkten.

Und sonst
– Der fC Arsenal im Elfmeterschießen gegen Porto und der FC Barcelona mit einem 3:1 gegen Napoli haben das Viertelfinale der Champions League erreicht. Arsenal war überlegen, aber Porto hatte durchaus auch seine Chancen. Die Londoner zum ersten Mal seit 2006 unter den besten Acht.
– Zverev weiter, Kerber raus. Im Duell der Mamas und Freundinnen verlor Kerber klar gegen Caroline Wozniacki. Sascha Zverev brauchte drei Sätze gegen den in dieser Saison so starken Australier Alex de Minaur. Jetzt trifft er auf Carlos Alcaraz, auch nicht ganz einfach …

Das war die Woche, die war

Unaufhaltsam Richtung Meisterschaft

Auch wenn die Bayern ihre Form offenbar wiedergefunden  haben (ist das 8:1 gegen Mainz allerdings ein Maßstab?), Bayer Leverkusen lässt sich nicht beirren und nahm auch die Hürde VfL Wolfsburg beim ungefährdeten 2:0 souverän. Spektakulär ist es nicht, was Bayer da grade spielt, aber halt sehr erfolgreich.

Großen Spaß macht weiter der VfB: Die Schwaben spielen einfach tollen Fußball, und es drängen sich einige Spieler für die Nationalmannschaft auf – allen voran Denis Undav und Waldemar Anton, aber auch Chris Führich und Mittelstädt. Bin gespannt, wie das der Bundestrainer zu lösen gedenkt.

Unten im Keller bleibt es beim Schneckenrennen zwischen Köln, Mainz und Darmstadt. Ein Team von denen kommt in die Relegation: Und egal wer in der 2. Liga Dritter wird, etwa der HSV?, ist mit Sicherheit nicht chancenlos. St. Pauli kann schon für die 1. Liga planen, und alles spricht auch dafür, dass Holstein Kiel als erstes Team aus Schleswig Holstein ins Oberhaus kommt.

Letzte Zuckungen im (Kunst)schnee

Es ist Mitte März, und ganz langsam neigt sich die Wintersportsaison dem Ende entgegen. Mein Highlight war die fulminante Rückkehr von Mikaela Shiffrin. Nach sechs Wochen Pause bestritt sie in Are wieder einen Slalom und gewann ihn mit standesgemäßen 1,24 Sekunden Vorsprung auf die Zweite Ljutic und Michelle Gisin.Lena Dürr verfehlte das Stockerl um eine Hundertstelsekunde, Emma Aicher wurde glänzende Siebte.
Zum Nichtstun verurteilt waren mal wieder die Männer. Riesenslalom und Slalom in Kransjska Gora fielen einem Wärmeeinbruch samt Dauerregen zum Opfer. Somit hat Linus Straßer in der Slalomwertung auch seine theoretischen Chancen auf die kleine Kristallkugel verloren. Die holt sich völlig vedient der Österreicher Manuel Feller.

Vorbild Raw Air

Was ist das für ein,  Rumgeeiere, ob und wie sich die 4-Schanzentournee auch den Frauen öffnet, was wirklich an der Zeit wäre. Das noerwegische Gegenstück ist die Raw Air in Norwegen mit drei Stationen unter anderem am Holmenkollen und das Skifliegen in Vikersund. Die Frauen sind voll dabei. Die gleichen Wettbewerbe, und auch von der Flugschanze dürfen sie sich wagen. Und sie erhalten für ihre Darbietungen das gleiche Preisgeld. beschämend, dass das vor allem die Österreicher nicht hinbekommen, obwohl ihre Frauen nicht minder erfolgreich sind als die Männer. Das Besondere an der Raw Air: Hier fließen auch die Qualifikationssprünge in die Gesamtwertung ein. Bei den Frauen führt die Norwegerin Eirin Maria Kvandal vor Katharina Schmid und Eva Pinkelnig, bei den Männer Stefan Kraft vor Ryoyo Kobayashi und Jan Hörl.

Vorentscheidung für Magdeburg?

Am Sonntag trafen in der Handball-Bundesliga der Zweite SC Magdeburg und der Erste Füchse Berlin aufeinander. Am Ende hatten die Magdeburger die Nase vorn und gehen jetzt als Tabellenführer und Favorit in die letzten Spieltage. Hier gibt es ja keine Play-offs, anders als etwa im Basketball und Eishockey. Ich plane mal ein pro und contra Play-offs, was ja auch für die Fußballer immer wieder als Thema aufploppt.
In der Champions League der Männer haben der THW Kiel und Magdeburg direkt das Viertelfinale erreicht.

Angie rockt Indian Wells

Nach ihrer Babypause und dem doch zurückhaltenden Comeback in Australien kommt die Tennisspielerin immer besser in Fahrt. In Indian Wells erreichte sie als ungesetzte Spielerin das Achtelfinale und eliminierte dabei die weit höher  eingestuften Jelena Ostapenko und Veronika Kudemertova. Jetzt kommt es zum Duell der befreundeten Mamas gegen Caroline Wozniacki, die wie die Kerberin polnische Wurzeln hat. Bei den Männern ist Sascha Zverev noch im Wettbewerb. Jan-Lennard Struff musste sich erwartungsgemäß Jannik Sinner geschlagen geben.

Apropos Tennis: Die von Verletzungspech so gebeutelte Sabine Lisicki hatte endlich mal eine gute Nachricht parat. Sie erwartet ein Kind. Offenbar war das nicht geplant, aber die Freude ist groß. Ich wünsche alles Gute für eine Tennisspielerin, die ohne ihre vermaledeiten Verletzungen bestimmt viel mehr erreicht hätte als „nur“ ein Wimbledonfinale.

Und sonst?

– Wer die Premier League und Pool vs City vermisst, den verweise ich auf den vorigen Beitrag. Grandioses Spiel
– die Biathleten traten in Soldier Hollow an. Die ARD übertrug Freitag und Samstag zur Primetime. Für Sportfans eine feine Sache, aber schon sehr bedenklich für ein angebliches Vollprogramm. Aus deutscher Sicht herausragend war die Frauenstaffel mit dem zweiten Platz hinter Norwegen – und das mit den ganz jungen Hüfperinnen Selina Grotian und Julia Kink, die kurzfristig als Schlussläuferin einspringen musste und ihre Sache glänzend machte.
– Zwei Langlaufklassiker am Holmenkollen über 50 Kilometer. Die Frauen dürfen diese Strecke jetzt auch in Angriff nehmen. Katharina Hennig belegte hinter den Schwedinnen Frida Karlsson und Ebba Anderson den 3. Platz. Bi den Männern gab es einen norwegischen Fünffacherfolg. Ein gar nicht so kleiner Wermutstropfen für die Puristen: Die Wettbewerbe fanden im Massenstart und nicht im Intervallstart statt.
– bei den Kombinierern war Jarl-Magnus Riiber einmal mehr eine Klasse für sich und siegte zweimal jeweils vor dem Österreicher Johannes Lamparter.
– Ein erst 19-jähriger Amerikaner setzt im Eisschnelllauf neue Maßstäbe. Nach seinen drei Titeln bei der Einzelstrecken-WM in Calgary sicherte er sich am Wochenende in Inzell den Vierkampf – mit neuem Weltrekord. Die Eislaufnation Holland hielt sich bei den Frauen mit einem Dreifacherfolg schadlos.

Die Wochenvorschau folgt

Was vom Tage übrigblieb

Unmögliches Unterfangen

Wie erwartet ist RB Leipzig im Achtelfinale der Champions League an Real Madrid gescheitert. das rückspiel in bernabeu erwies sich als zu hohe Hürde, noch dazu nach der 0:1-Hinspielniederlage in Leipzig.. Mehr als achtbar schlugen sich die Leipziger, das 1:1 ist aller ehren wert. Und doch herrschte am ende klar der Ärger vor über eine verpasste sensation. RB haderte einerseits mit der eigenen chancenverwertung und zum anderen auch an dem Unparteiischen-Gespann. Vor allem, dass Vinicius für seine Würge-Attacke gegen Willy Orban nicht die rote Karte sah, stieß sauer auf. Eine klare Tatlichkeit, für die nur ein Platzverweis nach sich ziehen konnte. Nicht aber im Bernabeu, erst recht nicht in eiunem Rückspiel einer K.o.-Runde in der Champions League.
Es bleibt Spekulatius, ob die Bullen gegen ein nummerisch dezimiertes Real tatsächlich auch weitergekommen wäre. tatsache ist allerdings, dass eben jener Vinicius nach seiner Tat die Führung in einer Art und Weise erzielte, die nur ein Ausnahmespieler wie er zustande bringt. Die zweierlei Maßstäbe, die in Bernabeu wahrlich nicht zum ersten Mal vehement beklagt wurden, brachte Verteidiger Benjamin Henrichs auf dem Punkt. „Hätte einer unserer Spieler so etwas gemacht, wäre er garantiert mit Rot vom Platz geflogen. Und ich erhebe die rhetorische Frage: Wo war eigentlich der VAR? Austreten? Eine Rauchen?

RB ist also ausgeschieden, und damit steht jetzt schon fest, dass Borussia Dortmund nächsten Sommer bei der aufgeblähten Club-WM teilnehmen wird. Warmer Geldregen ist garantiert, genau wie für den FC Bayyern und die anderen Großkopferten. Der Teufel macht halt auf den größten Haufen.

Sieg durchs Nichtstun

Quasi im eigenen Bett erfuhr Manuel Feller, dass er die Slalom-Weltccupwertung in diesem Jahr für sich entschieden hat. denn wie auch der Riesenslalom wurde der Slalom in Kranjska Gora abgesagt, weil Dauerregen die Piste weggespült hat und an ein Rennen nicht zu denken war. Da die beiden Rennen auch nicht nachgeholt werden (wie so viele andere auch in diesem vermaledeiten Winter), gibt es nur noch beim saisonfinale in Saalbach am Sonntag in einer Woche einen Slalom, Feller führt also uneinholbar. Damit hat der deutsche Ski-Löwe seine Chancen ohne eigenes Zutun verloren. aber um der wahrheit die Ehre zu geben: Diese Chance war eine höscht theoretische. denn Feller hätte in zwei Rennen schon zweimal ausfallen oder schwer patzen müssen, damit ihn Strasser noch hätte einholen können. Sehr unwahrscheinlich, weil Feller bisher als schlechtestes Ergebnis einen 5. Platz zu stehen hat. Abe halt nicht ausgeschlossen, und wenn die Nerven erst ins Spiel kommen …

eine zweite slalom-Meldung erfreut mein Herz. Lucas Braaten, der vor der Saison wegen unüberwindbarer Unstimmigkeiten mit dem norwegischen Verband seinen Rücktritt erklärt hatte, kehrt in den Skizirkus zurück. Nicht wirklich überraschend, und weil er auch eine brasilianische Mutter hat, kann er ohne große Schwierigkeiten für dieses Land starten. Baaten ist nicht nur ein überragender Skifahrer, sondern beherrscht auch das Entertainment. Genaus diese Typen braucht aber der Skisport ganz dringend, gerade jetzt,  wo der Streit zwischen zwischen Weltverbandspräsident Johan Eliasch und führenden nationalen Verbänden zu eskalieren droht und sogar von Abspaltung die Rede ist.

Und sonst?

 

  • Angie Kerber, Tatjana Maria und Yannick Hanfmann stehen in der 2. Runde des Turniers in Indian Wells.ausgeschieden sind dagegen Tamara Korpatsch Dominic Köpfer. Jan-Lennard Struff und Sascha Zverev greifen nach einem Freilos erst in der 2. Runde ins Geschehen ein.
  • Wieder mal abgesagt hat Rafael Nadal. Das mit Spannung erwartete Duell gegen Milan Raonic fällt damit aus. Statt gegen Nadal spielt Raonic gegen Sumit Naga. Kann auch niemand erfinden.
  • Der THW Kiel gewann in der Handball-Champions-Leaglue klar gegen Zagreb und steht damit sicher im Viertelfinale. Der SC Magdeburg könnte heute mit einem Sieg in vezprem das viertelfinale ebenfalls klarmachen.

Das war die Woche, die war

Mut zu Lücke heißt meine Devise, sonst komme ich zu überhaupt keinem Ende mehr angesichts der Vielfalt der Geschehnisse.

Ach Tuchel

Eine Woche zum Vergessen der Bayern mit der Niederlage beim VfL Bochum gestern fast als negativen Höhepunkt. Okay, sie hatten diesmal sogar Torchancen und haben sogar 2 Tore erzielt und mit ein bisschen mehr Spielglück auch einen Punkt oder gar einen Sieg schaffen können. Aber insgesamt war das wieder extrem wenig nach der guten Anfangsviertelstunde. Und einige Spieler sind halt in einer veritablen Formkrise wie zB Harry Kane, der in der Verfassung der Hinrunde gestern mindestens 3 Tore geschossen hätte.Undfassbar sein Fehlschuss frei vor Riemann, der jedem Football-Kicker Ehre gebracht hätte. Er liebäugelt angeblich ja mit einer NFL-Karriere nach dem Fußball.  Dazu die üblichen Tuchelschen Fehler. Warum um Himmelswillen kam Tel erst in der 79. Mnute. Der hat in seiner kurzen Eissatzzeit für extrem viel Alarm gesorgt genauso übrigens wie auch Sané, der ebenfalls viel zu spät zum Einsatz kam.

Thomas Müller und Joshua Kimmich bestätigten allerdings mit ihrer mehr als mauen Leistung nachträglich Tuchels Entscheidung vor einer Woche, sie bei Bayer nicht von Anfang an zu bringen.

Schaut man rein auf die Zahlen, stehen die Münchner mit 50 Punkte, einem zumindest zurzeit sicheren Platz 2 und einem tollen Torverhältnis gar nicht so schlecht da. Aber Bayer Leverkusen spielt halt eine fast unwirklich gute Saison. Aber jetzt geht halt gerade gar nicht mehr, und keiner symbolisiert das wohl mehr als Upamecano, der in 2 Spielen in Rom und Bochum durch völlig unsinnige Aktionen im eigenen Strafraum zwei Elfmeter verursachte und jeweils Gelb-Rot sah. Vielleicht ganz gut für ihn und die Münchner, dass er jetzt gegen RB Leipzig und später im Rückspiel gegen Lazio pausieren muss.

Tuchel fand die Niederlage sehr ungerecht. Witzig, dass er diesmal die expected Goals und so bemühte. Von denen war gerade bei der Bayer-Partie, als sie knapp über 0 lagen von ihm weniger die Rede … Offenbar darf er jetzt sogar im Amt bleiben auch mangels Alternativen und weil die Bayern nicht jedes Frühjahr den Trainer rausschmeißen wollen. Aber es knirscht schon gewaltig und die Tuchelsche Art, seine Spieler zu kritisieren wie zuletzt Tel trägt nicht gerade zur Verbesserung des Binnenklimas bei. Und dabei schließe ich Tuchels abgeblichen Satz „ihr seid nicht so gut, wie ihr denkt“ ausdrücklich gar nicht mit ein, weil der mir doch reiclich unbestätigt scheint

Bayer hat auch die hohe Hürde Heidenheim, zuletzt acht Spiele in Folge unbesiegt, genommen. Acht Punkte Vorsprung hat das Team, alle Trümpfe für den ersten Meistertitel in der Hand. Sie müssen nur bei ihrer Maxime Spiel-für-Spiel bleiben. Gerade das gerade aufploppende Thema „keine Niederlage in der Saison?“ darf für die Truppe überhaupt kein Thema sein. Da habe ich bei Trainer Alonso aber auch wenig Bedenken.

Mainz, wie es siegt und bangt

Ein sehr lebhaftes Lebenszeichen haben die Rheinhessen im Abstiegskampf von sich gegeben mit dem erkämpften 1:0 gegen den FC Augsburg. Trainereffekt mit dem gerade geholten Bo Hendrickson. Mal sehen, wie nachhaltig der ist. Jetzt geht es am Freitag nach Leverkusen. Erwähnenswert ist die Partie noch leider wegen dem attentat-mäßigen Foul von Augsburgs Pedersen, für das er vollkommen zu recht Rot sah und hoffentlich für lange Zeit aus dem Verkehr gezogen wird. Will niemand sehen.

Union und Bochum haben sich erst mal aus der größten Gefahrzone entfernt mit ihren Siegen in Hoffenheim und gegen Bayern. Köln, Mainz und Darmstadt kämpfen realistisch gesehen nur noch um den Relegationsplatz. Gladbach sollte aber mal wieder punkten, möglichst dreifach, um din den Strudel gar nicht erst zu geraten

Zu den Protesten mit Tennisbällen habe ich bereits gestern einen Text fabriziert.

https://blickueberdenteich.de/ein-versuch-ueber-tennisbaelle/

Hübscher Rekord, aber wen kümmert es?

All-Star-Weekend jetzt auch in der NBA, nämlich in Indiana aber in aller gebotenen Kürze. Am unterhaltsamsten war noch der Dreier-Wettstreit zwischen Steve Curry und Sabrina Ionescu von der WNBA, das Curry mit 29:26 für sich entschied. Ionescu sammelte dafür genau so viele Punkte wie der spätere Sieger Damian Lillard beim eigentlichen Dreier-Contest. Geradezu erbärmlich war der Dunk-Wettbewerb. Bezeichnend, das diesen mit Mac McClung ein Spieler gewann, der in der Saison in der NBA keine Rolle spielt.

Das eigentliche All-Star-Spiel Ost gegen West entschied der Osten mit 211:189 für sich. Erstes Mal über 200 Punkte, Verliererteam mit den meisten Punkten so viele Dreier wie noch sowie weitere Rekordeund und … Kurz reingeschaut, natürlich nur relive, sogar beifällig über Lokalmatador Tyrese Haliburtons Dreierserie und am Ende noch mal geschaut, wer denn gewonnen hat und MvP wurde. Damian Lillard und nicht Haliburton, was einige der Indiana-Pacers-Fans mit Pfiffen quittierten. So geht Fairness.

Frankreich und Norwegen top – die Deutschen ordentlich.

Gestern ging die extrem stimmungsvolle Biathlon-WM in Nove Mesto zu Ende mit den Massenstarts, die fast planmäßig eine Französin (Justin Braisaz Bouchet und ein Norweger (Johannes Tignes Boe) gewannen. Am Ende holten die Franzosen 6 Titel und die Norweger 4. Nur die Italienerin Lisa Vitozzi im Einzel bei den Frauen und die schwedische Männerstaffel brachen in die französisch-norwegische Titelphalanx ein. Boe hält nun bei 20 WM-Goldmedaillen, soviele wie sein Landsmann Ole Einar Björndalen. Julia Simon holte gleich 4 Titel

Die Deutschen gewannen am Ende 3 Medaillen, nicht schlecht aber angesichts der Vorleistungen dann doch enttäuschend. Das Gemurre über schlecht laufende Ski wollte die ganze Zeit nicht verstummen, aber auch am Schießstand lief keineswegs alles rund. Fantastisch ist natürlich die Geschichte der Sophia Schneider, die am Samstag schon im Bus nach Hause saß, ehe sie davon erfuhr, dass sie die kurzfristig erkrankte Franzi Preuß bersetzen müsste. Sie tat das sogar als verantwortungsvolle Schlussläuferin und sicherte ihrem Team die Bronzemedaille.

Kasai punktet

Der Skisprung-Weltcup in Sapporo brachte ein schier unglaubliches Ergebnis. Der 51-Jährige Noriaki Kasai schaffte es nicht nur ins nationale Kontingent. Er überstand beim 2. Springen auch die Quali sowie den 1. Durchgang und sammelte als 30. einen Punkt, immerhin vor Leuten wie den slowenischen Mansnchafts-Weltmeister Timi Zajc und dem Deutschen Pius Paschke. Es siegten die Österreicher Stefan Kraft am Freitag und Manuel Fettner am Samstag.

Und sonst?

1. Eine Schwimm-WM in Katar. Allerdings fehlte wegen Olympia im Sommer ein Großteil der Weltelite, sodass sie ein ziemliches Muster ohne Wert ist. Isabell Gose gewann drei Medaillen. Ihr faszinierendes 1500-Meter-Rennen mit einem Zweikampf gegen die am Ende knapp siegreiche Italienerin Quagliarella war nicht nur aus deutscher Sicht ein Höhepunkt. Gose ärgerte sich sehr über den verpassten Titel, denn bei Olympia kommt die vermeintlich unschlagbare Katie Ledecky wieder zurück. Der Chinese Pan Zhanle schaffte als Startschwimmer der 100-m-Staffel den einzigen Weltrekord der Veranstaltung. Zumindest ich kann die Leistungen und was sie für Paris bedeuten nicht wirklich einordnen.

2. Eine Eisschnelllauf-WM auf dem „Sahneeis“ von Calgary, mittlerweile auch schon 36 Jahre alt. Naja nicht das Eis, aber die Halle wurde für Olympia 1988 errichtet. Lief bei mir völlig unter dem Radar. Jordan Stolz aus den USA sammelte gleich 3 Titel über 500, 1000 und 1500 Meter, ein bemerkenswertes Triple. Und der Kerl ist erst 19 Jahre alt.

3. Ein Ösi-Sonntag bei den Alpinen. Die so gebeutelte Skination, noch kein (!) Abfahrtssieg bei den Männern diese Saison, schaffte 2 Erfolge durch Vincent Kriechmayr im Super-G in Kvitfjell und und Stephanie Venier im Super-G von Crans Montana. Kriechmayr holte am Samstag mit Platz 2 in der Abfahrt den ersten Podestrang in dieser Disziplin für Rot-Weiß-Rot. Die deutschen Männer praktisch inexistent. Beim Saisonfinale der besten 25 fehlen sie sowohl in der Abfahrt als auch bei den Männern. Und die Frauen haben auch nur eine Kira Weidle. Wenn die nicht nach vorn fährt wie am Sonntag mit Platz 9, sieht es zappenduster aus. Emma Aicher ist ja ein sehr hoffnungsvolles Talent, aber grade mal wieder nicht in Form

In Abwesenheit von Mikaela Shiffrin konnte sich Lara Gut-Behrami mit einem Sieg und einem 3. Platz in 2 Abfahrten sowie einem 6. Platz im Super-G absetzen. Premierenerfolg in der 2. Abfahrt für Marta Bassino. Und beim Super-G der Männer blieben die ersten 31 innerhalb von einer Sekunde. Der 31. blieb also mit nur 0,99 Sekunden ohne Punkt, das hat es im Weltcup noch nie gegeben.

4.In einem dramatischen Spiel verlor der SC Magdeburg mit 27:28 bei Hannover Burgdorf und kassierte in der Handball-Bundesliga die erste Niederlage. Spitzenreiter sind damit die Füchse Berlin mit 2 Punkten Vorsprung. Jetzt können sie ernsthaft von der Meisterschaft träumen, jetzt aber eine schwere Auswärtshürde bei Flensburg-Handewitt.

5. Und doch was zu feiern bei Bayern: nämlich den Pokalsieg der Basketballer mit zwei letztlich ungefährdeten Siegen im Final Four in München gegen Brose Bamberg und ratiopharm Ulm. In der Form auch klarer Meisterschafts-Favorit.

Ganz am Ende noch eine sehr traurige Nachricht: Der Kenianer Kelvin Kiptum, Weltrekordler im Marathonlauf, ist im Alter von nur 24 Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Er hätte dieses Jahr höchstwahrscheinlich die 2-Stunde-Marke geknackt. Verdammtes Autofahren in Kenia, ja ganz Afrika.

Die Wochenvorschau folgt …