Zu dumm zum Gewinnen – und das zweimal

Blick über den Teich, NFL

Also Kansas City Chiefs gegen die San Francisco 49ers. Es ist alles andere als mein Traumfinale, der Super Bowl in zwei Wochen. Aber schon die gesamten Play-offs zieht es sich durch, dass meistens das Team verloren hat, dem ich die Daumen drücke. Aber gerade am Sonntag haben die unterlegenen Teams Baltimore Ravens und Detroit Lions ihr Grab, wenn ich ds so dramatisch nennen darf, selbst geschaufelt. Zu dumm zum Gewinnen, zwei Teile

Teil I. Baltimore Ravens – Kansas City Chiefs 17:10 (17:7)

Ein merkwürdiges Spiel, das mich am Ende ratlos zurücklässt. Die ersten beiden Drives der Chiefs führten gleich zu zwei Touchdowns. War das wirklich die gefürchtete Ravens-Defense? Die Ravens brachten ihrerseits in der 1. Halbzeit außer einen schönen TD wenig bis nichts zustande und konnten von Glück sprechen, dass sie zur Pause nicht höher als mit 7:17 zurücklagen, weil die Chiefs u. a. in einem Drive auf TD anstatt sicheres Fieldgoal spielten und dabei per Fumble den Ball verloren.

Baltimore hatte also noch alle Chancen, aber mit einer Melange aus Pleiten, Pech und Pannen verhinderten sie praktisch selbst ein Comeback. Ein verschossenes Fieldgoal, ein Fumble an der 1-Yard-Linie statt des vermeintlich sicheren Touchdown und ein zwar behänder, aber manchmal auch reichlich wirrer Quarterback Lamar Jackson, der manchmal kreuz und quer lief und trotz reichlich Zeit keine Anspielstation fand oder sich schlicht nicht traute, seine Ballempfänger in eine 1 zu 1 Coverage zu schicken. Ein Patrick Mahomes hätte sicher den einen oder anderen Pass mehr gewagt, aber das bleibt meine unbewiesene Theorie.

Die Chiefs brachten ihrerseits offensiv gar nichts mehr zu Stande und kamen nicht einmal auch nur in die Nähe eines Fieldgoals, aber ihr Vorsprung reichte zum Einzug in den Super Bowl, der die Titelverteidigung möglich macht. Warum sie sich in dieser vermeintlich so superstarken AFC mit eigentlich nie überragenden oder auch nur überdurchschnittlichen Leistungen durchsetzen können, gehört zu den Rätseln des Footballs, die ihn halt auch so spannend und für die Fans so rasend machen. Denn das beste Team der AFC stellen sie mE auf keinen Fall, aber wie sagte schon Fußball-Trainer Hermann Gerland? Immer Glück ist auch Können.

Teil II. San Francisco 49ers – Detroit Lions 34:31 (7:24)

Eine Halbzeit lang lief es gigantisch für die Lions und „laufen“ kann hier wörtlich genommen werden, denn alle 3 Touchdowns erzielten sie nach Läufen. Und auch sonst liefen Montgomery, Gibbs und Co fast wie das Messer durch warme Butter durch die SF-Defense. Und Quarterback Jared Goff fand auch seine Ballempfänger wie Amon Ra St. Brown. Der Defense gelang es darüberhinaus, die 49ers einigermaßen in Zaum zu halten, gerade auch Christian McCaffrey.

Allen Beteiligten musste klar sein, dass die Partie zwar auf einem guten Detroiter Weg war, aber noch längst nicht entschieden. Die 49ers begannen mit einem Fieldgoal, die Lions brachten in ihrem ersten Drive den Ball bis zur 28-Yards-Linie – und es folgte die folgenschwere Entscheung von Headcoach Campbell, nicht auf das (durchaus machbare) 45-Yards-Fieldgoal zu setzen, das wieder einen Drei-Score-Abstand hergestellt und überdies die Partie wieder beruhigt hätte, sondern den 4. Down und2 auszuspielen. Das ging schief, und danach für die Lions erst mal alles. Zunächst gelang 49ers QB ein langer Wurf, der mit mehr Glück als Verstand kurz vor der Endzone Brandon Aiyuk fand anstatt intercepted wurde, weil er vom Helm eines Detroiter Verteidiger abprallte. Es folgten Touchdown und unmittelbar danach ein Fumble von RB Gibbs und ein weiterer Touchdown der 49ers zum 24:24 und relativ kurz danach ein Fieldgoal von San Francisco zum 27:24.

Doch noch war natürlich nichts verloren für die Lions, und sie kamen bis zur gegnerischen 30-Yards-Linie. Wieder klare Field-Goal-Range (zum möglichen Ausgleich), doch wieder ließ Campbell den 4. Versuch ausspielen, und wieder ging es schief. Im Gegenzug dann ein TD der 49ers und die Entscheiung.

Danach wurde natürlich über die ausgespielten 4. Downs diskutiert. Zumindest die erste Entscheidung habe ich überhaupt nicht verstanden, einfach weil sich ein 3-Score-Abstand sehr gut anhört und die Nerven beruhigt. Klar, Campbell hat schon die gesamte Saison mit unerwarteten Plays Erfolg gehabt. Und dass danach bei zwei Plays alles schiefgeht, was schiefgehen kann (aber das ist halt auch part of the game), kann man dem Coach nicht anlasten. Aber das was wäre wenn bleibt, wie bei so vielen Teams, die es letztlich nicht geschafft haben, siehe Bills, siehe Packers, siehe, siehe, siehe …

Jetzt also Chiefs vs 49ers. Für mich sind die Teams  ziemlich gleichwertig und leider für mich ist es letztlich egal, wer gewinnt. Ich kann mit beiden Siegern gut leben und leide mit keinem Team über Gebühr. Vielleicht setze ich ein kleines Sümmchen, damit ich ein bisschen mehr fiebere … Ein bisschen mehr wünsche ich es den 49ers, weil sie insgesamt die klar bessere Saison gespielt haben. Mehr dazu in zwei Wochen. Den Pro Bowl in einer Woche werde ich wenn überhaupt nur sehr marginal verfolgen, wie immer in den vergangenen Jahren.

 

Eine Überraschung, aber welche?

Blick über den Teich, NFL und NBA

NFL

Nach einem bisher ohnehin fantastischen Sporttag mit einem großartigen Finale der Australian Open, stehen ab 21 Uhr noich die beiden Conference Finals istatt. Zweimal empfängt die Nummer 1 der Conference League die Nummer 3. Ich tippe mal, dass es einen Auzswärtssieg gibt. Aber beide Spiele können mE so oder so ausgehen.

So., 21.00: Baltimore Ravens – Kansas City Chiefs

Die für mich beeidnruckendste Leistung der Divisional Finals vor einer Woche lieferte die Defense der Ravens gegen die Houston Texans ab. In der 2. Haslbzeit ließ sie gegen die vorher so starke Offense der Texans gar nichts mehr zu. Es ist nicht zu erwarten, dass die Ravens heute defensiv sehr viel schlechter sind. Aber es ist halt Patrick Mahomes auf der Gegenseite mit manchmal brillanten Spielzügen. Wichtig wird wieder sein, dass seine Ballempfänger seine Würfe auch fangen, gerade auch bei Big Plays über 20 Yards. Dann sehe ich die Chiefs, deren Defense der der Ravens kaum nachsteht, durchaus chancenreich. Wichtig wird ihr Laufspiel und hier vor allem der bisher in den Play-offs so starke RB Pacheco.

Die Ravens können ihrerseits auf Quarterback Lamar Jackson vertrauen, der überzeugend gezeigt hat,d ass er nicht nur toll laufen kann, sondern auch präzise werfen. Wenn er das wieder so zusammenkriegt wie gegen die Texans, sehe ich die Ravens auch dank des Heimvorteils knapp vorn

Vorteil Ravens

Mo., 00.30: San Francisco 49ers – Detroit Lions

Ich fand die 49ers nicht so überzeugend wie die Ravens, wenn dieser Quervergleich gestattet sei. Wenn die Packers es in San Francisco ein bisschen effizienter gestaltet hätten, wären sie in CF eingezogen. Aber dafür haben die 49ers Christian McCaffrey, der mit seinen Läufen und Fängen eine ganze Abwehr auseinandernehmen kann. Und QB Brock Purdy hat jetzt auch in einem Play-off-Spiel gezeigt, dass er wenig Fehler macht. Die Lions dagegen sind auf eine Mission: Den ersten Super Bowl ihrer Geschichte zu erreichen. Die Offense produziert regelmäßig 24+ Punkte und dürfte der SF-Defense einiges Kopfzerbrechen bereiten. Quarterback Jared Goff hat seine Fehlerquote minimiert und einige Anspielstationen für mittellange und auch ganz lange Würfe.

Ich halte es gerne mit Außenseitern, und die Lions sind sicher der größte Außenseiter der verbliebenen vier Teams (die Chiefs als Außenseiter zu benennen, sit angesichts ihrer Erfolgsgeschichte schwierig). Und dann ist da noch der deutsch-amerikanische Wide Receiver Amon Ra St. Brown. Er wäre der erste deutsche Skill-Spieler, der einen Super Bowl erreicht. Die deutsche Keule ist mir eigentlich fremd, aber das wäre schon eine gewaltige Sache und würde vielleicht Football heirzulande einen weiteren Push geben. Deshalb mit viel Herz und (hoffentlich) ein bisschen Hirn tippe ich

Vorteil Lions

Noch kurz zur NBA

Die Partie GS Warriors gegen LA Lakers ist echt sehenswert. Wer wich die Spannung erhalten will, möge aufhören zu lesen

f

f

f

f

Zweifache Overtime und erst zwei Freiwürfe von LeBron James entscheiden 1,2 Sekunden vor Schluss die Partie. Es ging hin und her: Steph Curry mit ein paar grandiosen Dreiern. LeBron immer noch unglaublich für seine 38 Jahre. Das hat schon viel Spaß gemacht, obwohl ich eher keines der beiden Teams im Conference Final sehe und auch nicht sehen will. Mehr zur NBA-Woche morgen oder übermorgen

Das war die Woche, die war

Gigantisches Kitz

Ich hätte ja nicht geglaubt, dass Wengen und Bormio diese Saison noch zu toppen sind, aber Kitz bleibt Kitz und das Maß aller Dinge. Und Cyprien Sarrazin aus Frankreich ist der neue Downhill-Star. Er krönte seinen märchenhaften Durchbruch diese Saison mit gleich zwei Abfahrtssiegen. Die Fahrt vom Samstag war nahe der Perfektion

https://www.sportschau.de/wintersport/ski-alpin/video-fahrt-sarazin-100.html

Steile Behauptung: Was Besseres hat noch nie ein Skifahrer in den Schnee gezaubert. Gänsehaut pur beim Live-Schauen, weil Zittern bis zum Schluss, ob das auch gutgehen kann. . Die Bilanz der 5 Speedrennen in Wengen und Kitzbühel. 2. Abfahrt, Sieg Supe-G, 2. Abfahrt, 1. Abfahrt, 1. Kitz. Und außer dem Ski-Genie Marco Odematt sind alle anderen um Welten abgehängt.

Im Slalom dann der große Wurf des Linus Strasser. Auf dem GAnsernhang, auf dem er praktisch das Skifahren gelernt hat, aber bisher im Weltcup nie wirklich reüssiert hat, siegte er mit einem Traumlauf im 2. Durchgang. Ein Titel für die Löwen, der Münchner Löwe freut sich.

Bei den Frauen triumphierte Sara Hector in der Slowakei im Riesenslalom. Ski-Gigantin Mikaela Shiffrin lag ohne erkennbaren Fehler 1,5 Sekunden zurück. Sie hielt sich ihrerseits im Slalom schadlos. Da war Lokalmatadorin Petra Vlhova leider nicht mehr dabei, die sich im Riesenslalom einen Kreuzbandriss zugezogen hat.

Eine Feier für den Kaiser – mit einem Misston

Am Freitag hat der FC Bayern in einer Trauerfeier im WM-Stadion ihrem größten Fußballer Franz Beckenbauer gedacht. Die ergreifendste, weil persönlichste Rede hielt Uli Hoeneß. Nur die Kritik am Spiegel hätte er sich verkneifen können Die von Vereins-Chef Herbert Hainer war unterirdisch, weil selbstdarstellend (ja, wir haben es begriffen: Der FC Bayern ist das größte und tollte und erfolgreichste, was die Welt je gesehen hat).

Noch ein Wort zu Beckenbauer und die Kritik an seinen Kritikern, die seine Rolle im sommermärchen hinterfragt haben. Man darf das gerne kritisieren, aber die form war weit überzogen. Mehr oder weniger wurde praktisch namentlich der Spiegel für seinen Tod verantwortlich gemacht. Dabei hat er nur das gemacht, was ein investigatives Magazin eben so macht. Es hat die Frage gestellt, wo 10 Millionen Franken abgeblieben sind (ich verkürze das jetzt mal). Diese Frage zu stellen, ist mehr als legitim, und die sehr spätlichen Antworten vom Kaiser „ich weiß gar nicht, was ich alles unterschrieben habe“, waren der Aufklärung nicht gerade dienlich.

Ich halte es da mit Günther Jauch bei RTL. Die WM von der FIFA und deren Delegierten zu bekommen, kostet halt was. Und wenn es wirklich nur um die 10 Millionen Fränkli geht: Das war es doch allemal wert, dieses Sommermärchen.

Was nun Bayern

Am Tag, als sich München gegen die AfD und Rechtsradikalismus erhob, cih war dabei, erlebte der FC Bayern ein sportliches Fiasko. 0:1 hieß es gegen den SV Werder, bis dato das schwächste Auswärtsteam der Liga. Die Leistung war unterirdisch, dabei habe ich nur die angeblich besten 30 Minuten gesehen. Ohne jeden Mumm, ohne Ideen. Jetzt knall es, und büßen muss es am Mittwoch im Nachholspiel wohl der 1. FC Union. Leverkusen dagegen gewinnt weiter. Wieder Sieg auswärts, wieder Siegtor in der Nachspielzeit. Nich dusel, sondern Lohn unermüdlicher Arbeit. Doch jetzt kommen die Verletzten. Weltmeister Palacios ist erst mal raus.

Die Handballer leben noch

Am Samstag im Spiel gegen Österreich waren die deutschen Handballer praktisch ausgeschieden, als sie 12 Minuten vor Schluss mit gleich fünf Punkten in Rückstand lagen. Doch mit einer Energieleistung und reichlich Glück (Austria markierte gleich 3 Stangentreffer), rettete man sich zu einem Remis, das alle Chancen offen lässt.

Trauer um Bernstein

Völlig überraschend ist Hertha-Präsident Kai Bernstein im Alter von nur 44 Jahren gestorben. Ich übertreibe wohl nicht: Er hat einem mausetoten Verein wieder Leben eingehaucht. Dementsprechend groß ist die allgemeine Trauer und das Entsetzen. Besonders schön fand ich die Bekundungen der Anhänger des Karlsruher SC, die mit den Herthanern eine Fan-Freundschaft pflegen, offenbar eine echte und nihtnur eine papiernere.

Und sonst?

– Ein grandioser Turniersieg des 42-jährigen Tischtennisprofi Timo Boll praktisch gegen die gesamte Weltelite

– beide deutschen Hockeyteams ein Olympia-Ticket

-Schiri und VAR-Geschenke für Real Madrid

https://www.youtube.com/watch?v=3OcObi3xCMg

Das wird die Woche, die wird

Wer stoppt den Djoker?

Unterschiedlicher könnten die Einzelwettbewerbe bei Frauen und Männern kaum laufen. während bei den Männern sich die Top-gesetzten keine Blöße gaben und nahezu geschlossen im Viertelfinale stehen, ist das Frauenfeld bereits sehr ausgedünnt. Bereits vorm Viertelfinale steht fest, dass im oberen Tableau eine Spielerin ins Finale kommt, die noch nie ein Endspiel bei einem Grand Slam erreicht hat. Wer das sein wird: Ich werfe eine Münze und sage Noskova, eine bis dato mir nahezu unbekannte Tschechin. Die andere Finalistin werden wohl Coco Gauff und Alyna Sabalenka unter sich ausspielen, aber was weiß ich schon?

Bei den Männern scheint sich Novak Djokovic nach Anfangsproblemen gefangen zu haben. der Sieg führt nur über den Tschechen. Jannik Sinner (potenziell im Halbfinale) und Carlos Alcaraz scheinen mir die härtesten Konkurrenten.

Gleich zwei deutsche Doppel stehen im Viertelfinale. Außerdem Laura Siegemund mit Barbora Krejikova im Frauendoppel. Sie ist auch im Mixed noch im Bewerb wie auch Tim Pütz. Its your Time, Eurosport – und sei es über discovery.

Deutschland vorm Halbfinaleinzug

Gerade eben haben die deutschen Handballer mit einer vor allem in der 2. Halbzeit guten Vorstellung Ungarn mit 35:28 besiegt. Damit genügt ihnen zum Halbfinaleinzug aller Wahrscheinlichkeit nach ein Unentschieden gegen Kroatien, das die letzten 3 Spiele allesamt verloren hat. Dort würde am freitag Dänemark warten, eine vermeintlich unbezwingbare Größe mit Weltklassespielern auf praktisch jeder Position – und zwar meist im Doppelpack.

4 NFL Teams kämpfen um den Super Bowl.

Nach den aufregenden Divisional Finals, siehe voriger Text, stehen am, Sonntag die Conference Finals an Favorisiert sind jeweils die Baltimore Ravens (vs die KC Chiefs) und die SF 49ers (gegen die Lions).

In der NHL und NBA geht es jetzt in die 2. Hälfte der regular season

Und sonst?

– die alpinen Männer kommen nach Garmisch, wo allerdings keine Abfahrt auf dem Programm steht, sondern am Wochenende „nur“ zwei Super-Gs. Zuvor das Schladming-Doppel, nämlich Riesenslalom am Dienstag und das Slalomspektakel am Mittwoch.

– Die Frauen im Stress am Wochenende in Cortina mit Doppelabfahrt Freitag/Samstag und Super-G am Sonntag

– Endlich Skifliegen, nämlich in Bad Mitterndorf. Für mich ein ästhetischer Höhepunkt, wenn sie so dahingleiten, aber natürlich immer mit der Gefahr eines wchweren Sturzes

– Skilanglauf in Goms/Schweiz (wers braucht …)

– Fußball allüberall. Bayern am Mittwoch gegen Union und am Samstag in Augsburg, wo man schon die eine oder andere Pleite hat hinnehmen müssen. Wird eklig. Leverkusen zu Hause vs Gladbach. Schaut gut aus gegen schwächelnde Fohlen, aber siehe Bayern vs Werder …

– Teamsport allüberall: Basketball national und international, DEL, VBL etc. Für jeden was dabei, aber übertreibt es nicht

 

 

Die Einsamkeit des Football-Kickers

Blick über den Teich, NFL

Das Wochenende der Divisional Round ist für viele der Höhepunkt des Football-Jahres. Und die diesjä#hrigen Partien haben größtenteils gehalten, was ich mir von ihnen vesprochen habe. Drei Spiele wurden erst in der absoluten Schlussphase entschieden. Disclamer: Bei drei der 4 Partien  hätte ich mir einen anderen Sieger gewünscht – nur bei den Lions nicht.

Zur tragischen Figur des Wochenendes avancierte Bills-Kicker Tyler Bass. Knapp zwei Minuten hatte er den Ausgleich im Krimi seiner Buffalo Bills gegen die Kansas City Cheifs auf dem Fuß, doch sein Field Goal Vesuch aus 44 Yards, für einen NFL-Kicker eine Selbstverständlichkeit, verfehlte weit das Ziel, und die Niederlage und das Aus waren besiegelt. Schon ein Spiel wegen eines vergebenen Fieldgoals zu verlieren ist hart, wie muss sich dann erst so eine nicht wiedergutzumachende Gelegenheit auswirken?

Die Spiele im Einzelnen

Baltimore Ravens – Houston Texans 34:10

Was für eine Demonstration der Ravens, die dem Überraschungsteam aus Texas letztlich nicht den Hauch einer Chance ließ. Vor allem die knallharte Defense stellte Rookie Quarterback CJ Stroud und seine Offense vor allem im zweiten Durchgang schier unlösbare Probleme. Sie ließ keinen Offensiv-Touchdown zu und insgesamt nur 213 Yards.. Einzig ein Punt Return brachte einen Touchdown. Ein vergebenes Field Goal kurz vor der Pause aus 49 Yards passte dazu. Im zweiten Durchgang brachten sie nicht einen einzigen Punkt auf die Anzeigetafel.

Im zweiten Durchgang kam dann auch die Ravens-Offense sichtlich in Fahrt. Lamar Jackson warf zwei insgesamt TD-Pässe und lief zwei weitere Mal in die gegnerische Endzone. Insgesamt schaffte er 100 Rushing Yards – Höchstwert seines Teams.

San Francisco 49ers – Green Bay Packers 24:21

Was für ein Thriller in der Bay Area. Die Packers hatten die Hand schon am Sieg. Nach einer insgesamt beeindruckenden Leistung führten sie 21:17 und hatten aus 41 Yards die Chance zu einem Field Goal, doch Kicker Carlson vergab. Die 49ers starteten ihrerseits den entscheidenden Drive. Sie benögigten also unbedingt einen Touchdown. Den besorgte 1:11 Minuten vor Schluss der überragende Christian McCaffrey – wer auch sonst. Eine Interception von Jordan Love nach einem Verzweiflungswurf beseitigte die letzten Zweifel am Sieg der Niners.

Ansonsten spielte Love wieder eine mehr als ordentliche Partie, wenn auch nicht so überragend wie vor einer Woche bei den Cowboys. Er warf für zwei Touchdowns und 194 Yards und zwei Interceptions. Brock Purdy bei den 49ers warf einen TD Pass und agierte grundsolide.

Detroit Lions – Tampa Bay Buccaneers 31:23

Großer Jubel in Detroit, die seint Äonen wieder mal ein Conference Final erreichten. Es war ein hartes Stück Arbeit gegen die Bucs im heimischen Dome. Nach dem dritten Viertel stand es 17:17. Die Lions legten im Schlussabschnitt zwei Touchdowns vor, den Bucs gelang nur noch ein TD. Ein letzter Drive endete ähnlich wie in San Francisco, mit einer Interception des wieder guten QB Baker Mayfield. Der Deutsch-Amerikaner blieb lange relativ unauffällig, doch am Ende brillierte er mit einem ganz wichtigen Catch zu einem First Down und einem Touchdown.

Buffalo Bills – Kansas City Chiefs 24:27

Das Beste kam zum Schluss – also die 4. Partie der Divisional Finals, nicht das Ende der Partie. Das Spiel der Bills gegen Titelverteidiger Chiefs hielt, was es versprach, hochklassigen Football. In der ersten Halbzeit dominierten die Offensivreihen mit insgesamt 30 Punkten.In der 2. Hälfte gelang den Bills nurmehr ein Touchdown – gleich im ersten Drive, danach übernahm die Chiefs-Abwehr das Kommando, auch weil einige Big Plays dser Bills hauchzart nicht zum Erfolg führten.

Die Chiefs ihrerseits hätten schon früher zumindest eine Vorentscheidung herbeiführen können, doch an der gegnerischen 2-Yard-Linie verloren sie durch einen Fumble den Ball und damit vermeintlich sichere Punkte.

Am Ende dann der dramatische Showdown. Beim Stand von 24:27 starteten die Bills an der eigenen 20-Yard-Linie zum entscheidenden Drive. Sie taten sich sehr schwer, um überhaupt Land zu gewinnen, und nach insgesamt 16 Plays hatten sie wenigstens die gegnerische 44-Yard-Linie erreicht, als Kicker Tylewr Bass zur Tat schritt, aber klar am rechten Pfosten vorbeischoss. Aus und vorbei.

Nächsten Sonntag kommt es also zu folgenden Partien

So., 21.00: Baltimore Ravens – Kansas City Chiefs

Mo., 00.30: San Francisco 49ers – Detroit Lions

Gespannt auf den Deutschen

Blick über den Teich, NBA

Kurz vor Beginn des zweiten Teils der Divisional Finals will ich noch meine kurzen Prognosen wagen.

So., 21.00 Detroit Lions – Tampa Bay Buccaneers

Die ziemlich heruntergekommene (Sport)-Stadt Detroit bangt mit den Lions. Die haben eine konkrete Chance, das Conference Final zu erreichen – ein langgehegter Traum. Nachdem Im Eishockey (Red Wings), Baseball (Tigers) und erst recht Basketball (Pistons) wenig bis nix gelang, sind jetzt die Lions die letzte Hoffnung, etwas stolz zu zeigen. Sie können vor allem auf eine formidable Offense bauen mit Jared Goff als umsichtiger Quarterback (möge er heute nicht einen seiner schwächeren Tage haben, die er durchaus einstreut, vor allem wenn er unter Druck gerät), dem tollen Receivercorps um den Deutsch-Amerikaner Amon Ra St. Brown und einem glänzend funktionierenden Laufspiel. Und auch die Verteidigung zeigte gegen die Rams vor einer Woche ihre Fähigkeiten, als sie in der Schlussphase gleich zweimal erfolgsversprechende Drives der Los Angeles Rams stoppte. Doch hier gibt es durchaus neuralgische Punkte.

Bei den Bucs ist der einstige Number-One-Pick Baker Mayfield (dasselbe gilt übrigens für Goff) durchaus zu beachten. Und auch er hat sehr gute Anspielstationen wie WR Mike Evans. Und gerade gegen kurzes Passspiel ist die Lions-Defense anfällig. Ich erwarte ein enges Spiel mit

Vorteil Lions

Mo., 00.30: Buffalo Bills – Kansas City Chiefs

Nominell die stärkste der 4 Spiele des Wochenendes. Zwei herausragende Quarterbacks mit Josh Allen und Patrick Mahomes. Für die Bills spricht der Heimvorteil und die besseren Receiver, die auch jederzeit ein Big Play über 40 Yards und mehr zünden können. Für die Bills spricht der Heimvorteil und die formstärkeren Receiver und die zuletzt großartige Form. Für die Chiefs die enorme Erfahrung, großes Steigerungspotenzial (was passiert, wenn die Receiver mal all ihre fangbaren Bälle auch fangen und sogar festhalten. Auch die Defense erscheint mir stärker. Und doch: Insgesamt war die bisherige Saison inklusive des eisigen Wildcard-Spiel gegen die Dolphins nicht wirklich überzeugend. Deshalb

Vorteil Bills

Warum denn nicht die Packers?

Blick über den Teich, NBA und NFL

Bevor ich mich in wahrscheinlich wieder ziemlich traurig-falsche Vorhersagen in den Divisional-Play-offs ergehe, richte ich einen kleinen Blick zur NBA. Dort haben in einer bis zuletzt spannenden Begegnung die Denver Nuggets bei den Boston Celtics 102:100 gewonnen. Ein Zweier-Versuch von Jason Tatum verfehlte das Ziel klar. Es war die erste Heimniederlage der Celtics zu Hause nach zuvor 20 Siegen, Franchise Start-Rekord in eine Saison. Warum ich das so erwähne? Mich würde es nicht wundern, wenn wir diese Partie in den NBA Finals sehen würden. Wobei die Minnesota Timerwolves weiter eine tolle Saison spielen

Ein Kunststück der besonderen Art schaffen gerade die Kings, die zuletzt 4 Niederlagen in Folge sammelten. Zwei davon nach jeweils hoher Führung in letzter Minute.. Dagegen haben die Suns zuletzt 4 Spiele gewonnen, ein Zeichen für einen Turnaround mit dem grandiosen Devin Booker (heute Nacht 52 Punkte bei den Pelicans), Kevin Durant und Brandley Bale.

Jetzt aber zur NFL

Wie vergangene Woche teile ich die Vorschau auf. 2. Teil morgen (höchstwahrscheinlich erst am Nachmittag)

Die Divisional Finals sind vielleicht das insgesamt spannendste Wochenende. Nach den Wetterkapriolen in der vergangenen Woche vor allem in Kansas City und Buffalo, lohnt vielleicht ein Blick auf die Wetterkarte, wobei Detroit überdacht spielt gegen Kansas City. In Baltimore und Buffalo ist es ziemlich frisch, aber offenbar trocken und ziemlich windstill. In San Francisco wird es beim heutigen Nachtspiel ziemlich sicher regnen.

Sa., 22.30: Baltimore Ravens – Houston Texans

Vielleicht die klarste Favoritenstellung des Wochenendes. Die Ravens haben von den verbliebenen Teams wohl die beste Defense und mit QB Lamar Jackson meinen MvP unter den Spielmachern. Der hat diese Saison gezeigt, dass er nicht nur fulminant laufen kann, sondern auch die Bälle durch die Luft zum Mitspieler bringt. Allerdings haben sie auch allen Druck, denn die Stadt und Region erwarten mindestens den Super-Bowl-Einzug, wenn nicht gar den SB-Triumph. Und in den Play-offs hat insbesondere auch Jackson schon mal Nerven gezeigt.

Und im Vorbeigehen werden die Tesxans mit Sicherheit nicht geschlagen. Gegen QB CJ Strout, dem höchstwahrscheinlichen Rookie of the Year, hilft nur große Disziplin und högschde Konzentration. Zumal die Texans nichts zu verlieren haben

Dennoch: Vorteil Ravens

So., 02.15: San Francisco 49ers – Green Bay Packers

Ich kann mir nicht helfen, aber ich sehe hier tatsächlich die Möglichkeit eines Upsets, also einer Überraschung. Warum? Die Packers haben mich beim Spiel bei den Dallas Cowboys extrem beeindruckt. Und Jordan Love spielte zuletzt auf einem herausragenden Level. Natürlich: Wenn die 49ers all ihre Waffen zusammenbekommen und ihre aggressive Abwehr auf den Rasen bekommen, wird es verdammt schwer. Aber von der überragenden Form zu Saisonbeginn habe ich zuletzt nicht mehr so viel gesehen (Klagen auf sehr hohem Niveau). Und ein Christian McCaffrey als Allzeckwaffe in der Offense ist schon ein sehr scharfes Schwert, dass die Packers-Defense zerlegen kann in alle Bestandteile. Aber wenn es den Packers gelingt, die Partie ausgeglichen zu gestalten und nicht zu früh zu hoch in Rückstand geraten, sehe ich große Chancen, denn auch hier liegt der ganze Druck beim Gastgeber.

Deshalb: Voeteil Packers