Das wird die Woche, die wird

Fußball-Europapokal, Masters-Turniere in Asien, und die Formel 1 in Singapur, das sind die Höhepunkte de nächsten Woche und natürlich die MLB-Play-offs.

Vorbemerkung: Donnerstagnacht steige ich in den Zug nach Budapest. Es warten 10 hoffentlich unterhaltsame Tage in Budapest und Wien auf mich. Je unterhaltsamer dort, je weniger hier (was mir in Sachen MLB wahrscheinlich schwerfallen wird).

 

Eva Lys auf der Erfolgswelle

 

Endlich ohne körperliche Beschwerden (ihr verdammtes Immunsystem), überzeugt die zurzeit beste deutsche Tennisspielerin (ja, ich weiß, dass Tatjana Maria in der Weltrangliste besser dasteht) beim Masters in Peking, in dem sie heute Morgen durch einen großartigen Erfolg gegen die allerdings gesundheitlich sichtlich angeschlagene McCartney Kessler das Vietelfinale erreicht hat. Zuvor hatte die 23-Jährige schon die ehemalige Wimbledonsiegerin Lena Rybakina aus dem Turnier genommen.
Zum ersten Mal in ihrer Karriere steht Lys damit bei einem 1000er-Turnier im Viertelfinale, und die Erfolgsreise muss dort noch lange nicht beendet sein, obwohl jetzt mit Coco Gauff ein harter (und normalerweise unbezwingbarer) Brocken wartet. Doch die amerikanische French-Open-Siegerin schwankt gerade ziemlich in ihrer Form.
Das Turnier ist top-besetzt, auch wenn die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka fehlt. Noch dabei sind neben Gauff auch Wimbledonsiegerin Iga Swiatek, Mirra Andreewa und Amanda Anisimova.

Auch Männer spielen in Peking, allerdings nur ein Teil der Weltelite, weil viele Topspieler für die Parallel-Veranstaltung in Tokio genannt haben. Jannik Sinner hat allerdings für Peking genannt und hat gerade durch einen Sieg gegen den Australier Alex DeMinaur das Finale erreicht, in dem er auf den Sieger Leander Tien/Daniil Medwedew wartet. Meddy spielt zwar eine Katastrophensaison für seine Ansprüche, für Siege gegen Alexander Zverev wie jetzt im Viertelfinale reicht es allemal.

In Tokio wiederum zieht Carlos Alcáraz fast ungehindert seine Bahnen, obwohl er gegen Christian Ruud im Halbfinale sogar einen Satz abgeben musste. Im Finale trifft der Spanier auf Taylor Fritz, der ihn jüngst beim Rod-Laver-Cup erstmals bezwingen konnte. Allerdings gilt diese Partie nicht für die offizielle Match-Statistik (was wiederum einiges über den Unwert dieser Zirkus-Veranstaltung aussagt).

Wenn dann die Pekinger und Tokioter ihre Turniere abgeschlossen haben, vereinigen sie sich fürs Masters in Schanghai, das morgen beginnt; in der 1. Runde allerdings noch ohne die 32 gesetzten Spieler, die ab Freitag eingreifen werden.

 

Bayern-Premiere auf Zypern

 

Zumindest ist es sehr lange her, dass die Münchner auf der Mittelmeer-Insel ein (Pflicht)spiel bestritten. Zuletzt laut fussballdaten.de (alles weiß auch ich nicht auswendig) 1990 gegen Apoel Nikosia. Damals firmierte die Champions League noch unter Europapokal der Landesmeister (der einzig wahren Königsklasse, wie viele meinen), und die Münchner setzten sich 4:0 und 3:2 (auf Zypern nach 0:1 zur Pause) durch. Tatsächlich erinnerlich war mir, dass es ein Treffen der Bayern 1972 mit Omonia Nikosia gegeben hat (9:0, 4:0).
Heute treffen die Münchner auf dem FC Paphos, gespielt wird allerdings in Limassol. Ich ergehe mich jetzt nicht in großen Analysen des Gegners (mit vielen Braslianern, also wohl nicht der totale Jausengegner), aber zumindest einen ihrer dürften die Bayern-Fans noch kennen. David Luiz war beim Finale dahoam einer jener Chelsea-Spieler, die den Münchnern die Party versauten. Ein wunderbarer Brasilainer mit tollen Locken, der beim Elfmeterschießen seinen Versuch Manuel Neuer bezwang (der rebvanchierte sich dann mit dem legendären 7:1 – lassen wird das).

In seiner unendlichen Weisheit (man könnte es auch dämliche Bayern-Hörigkeit nennen) hat sich Amazon Prime dazu entschlossen, dieses Spiel zur Top-Partie auszuwählen, das man überträgt. Obwohl gleichzeitig Eintracht Frankfurt bei Atlético Madrid antritt, was ein viel größeres und vor allem spannenderes Fußball-Spektakel verspricht. Sowohl die Eintracht (6:4 nach 6:0 in Gladbach) als auch Atlético (5:2 nach 1:2 im Madrider Stadtderby gegen Real) haben am Wochenende begeisternde Torgalas abgeliefert (die in Madrid das Grummeln um Trainer Diego Simeone nach eher schwachen Saisonstart erst mal verstummen ließ). DAZN wird sich freuen, dass ihnen Prime dieses Schmankerl überließ. Aber wahrscheinlich schauen tatsächlich mehr Zuschauer zu, wenn Bayern-Spieler eine Wand anstreichen oder sich auf der Wiens besaufen, als wenn Frankfurter ein Fußball-Topspiel bestreiten

Die anderen beiden deutschen Vertreter sind am Mittwoch (21:00/DAZN) im Einsatz, jeweils mit Heimpartien. Bayer Leverkusen empfängt die PSV Eindhoven (wo Neuzugang Malik Tillman vergangene Saison noch spielte), Borussia Dortmund die Basken von Athletic Bilbao, die ja wirklich alles Basken sind, zumindest die Spieler. Heimdreier dürften fest eingeplant sein, die de Unentschieden in Kopenhagen/Bayer und bei Juventus/BVB veredeln würden

Weitere Top-Partien des 2. Spieltages der Champions League diese Woche

Di., 21:00: FC Chelsea – Benfica (es spielt der Clubweltmeister!, Ehre wem Ehre gebührt …)
Mi., 21:00: FC Barcelona – PSG/TV (gespielt wird im Estadio Olimpico)
Mi., 21:00: AS Monaco – Manchester City (Adi vs Pep)

 

Die beiden anderen Europapokale finden wie üblich am Donnerstag statt, ebenfalls mit dem Modus der 36er-Tabelle. In der Europa League wollen der SC Freiburg (beim FC Bologna/18:45) und der VfB Stuttgart (beim FC Basel) ihre Heimsiege von vergangener Woche veredeln.
Zum Auftakt der Conference League begeben sich auch die Mainzer auf einen Zypern-Trip und spielen bei Omonia Nikosia (und so schließt sich der Kreis mal wieder zi den Bayern …).

 

Ja, greift der Max noch mal ein ins Titelrennen

 

Gemeint ist der vierfache Formel-1-Weltmeister Verstappen, dessen Red Bull gerade so richtig ins Rennen gekommen ist und zuletzt zweimal gewonnen hat. Noch haben die McLarens von Oscar Piastri und Lando Norris einen komfortablen Vorsprung auf den Holländer (69 respektive 56 Punkte), aber jetzt in Singapur noch so ein desaströses Wochenende der Papayas, und der Gierschlund Verstappen riecht tatsächlich noch mal Lunte. Noch gibt man sich bei McLaren gelassen und hat auch allen Anlass dazu, aber im Sport hat es schon ganz andere Aufholjagden gegeben.

Es ist ein Nachtrennen auf dem Stadtkurs von Singapur mit durchaus heiklen Stellen. Unwägbar wegen der vielen Unfälle, die shon so manche Renntaktik über den Haufen geworfen haben. Unvergessenn das sogenannte Crashgate, als Nelson Piquet jr. mit Absicht in die Leitplanken fuhr und eine Gelbphase provozierte, um Renault Teamkollegen Fernando Alonso den Rennsieg zu sichern. Das Ganze stank von Anfang an, flog dann auch offiziell auf und gilt als eien der größten Skandale in der an Skandalen reichen Geschichte der Formel 1. Soweit wird es wohl nicht kommen, aber wenn etwa Verstappens RB-Teamkollege Tsunoda „günstig“ in die Leitplanken fliegt.. Der winkelige Kurs mit vielen mittelschnellen Kurven gilt als McLaren-freundlich, im Gegensatz zu den Hochgeschwindigkeitsstrecken Monza und Baku, wo Verstappen gerade triumphierte.
Interessant wird noch sein, ob McLaren schon eine Teamorder ausgibt. Bisher haben das alle Verantwortlichen ausgeschlossen, und tumindest in diesem Rennen dürften sie die Finger davon lassen.

 

Das ewige Duell schon in der Wild Card

 

Am heutigen Dienstag beginnen die Play-offs der MLB, endlich nach der nicht enden wollenden Saison. 4 Wildcard-Partien stehen an je nach dem Modus Best of 3 in einem Ballpark. Die jeweiligen Sieger treffen dann in den Divisional Finals (Best of 5) auf 4 Teams mit Freilos. Das sind in der American League die Toronto Blue Jays und Seattle Mariners und in der National League die Milwaukee Brewers und Philadelphia Phillies.

Klar im Mittelpunkt des Interesses steht das Duell der New York Yankees gegen die Boston Red Sox. Diese Begegnung der beiden Ostküstenteams hatte lange den Ruf, die heftigste Rivalität zweier Sportteams überhaupt zu sein: Wahrscheinlich immer schon völlig übertrieben (Boca Juniors vs River Plate!) höchstwahrscheinlich auch sehr verklärt durch Vergangenheit, weil eben die MLB sehr früh (nämlich schon seit 1870)  eine professionelle Liga hatte und viele dieser Rivalitäten bis in die 20er-Jahre des vorigen Jahrhunderts zurückreichen (Googelt mal „Babe Ruth“ udn „Wechsel“.
Für ein packende Duell zweier Teams, die sich nichts gönnen, reicht es allemal. Unzumutbar früh, wie höchstwahrscheinlich die Fans der Mannschaften denken. Aber die Saison verlief hier wie dort nicht optimal, wobei den Yankees gerade ein Sieg fehlte, um sich die Division zu sichern.
Ich sehe absolut keinen Favoriten, Kleinigkeiten werden entscheiden. Vielleicht der zurzeit weltbeste Baseballspieler Aaron Judge (Yankees) mit mehrern Homeruns oder doch dear brillante Pitcher der Red Sox, der heugte auf den Mound darf (ganz Boston hofft, dass er die New Yorker mit seinen Würfen zur Verzweiflung bringt.

Eine Vorschau zu den anderen Serien verkneife ich mir und belasse es wie bei mir schon gewohnt beim Verstandes- und Herzenstipp. 3. Spiel würde immer dann notwendig, wenn die ersten beiden Partien gesplittet werden. Die genauen Ansetzungen hängen dann natürlich davon ab, wie viele Serien in Spiel 3 gehen

 

American League

 

Cleveland Guardians – Detroit Tigers

1. Spiel: Di., 19:08:
2. Spiel: Mi., 19:08
3. Spiel Do., tba (falls erforderlich)

🧠 Guardians (die 15-Spiele-Aufholjagd gegen die Tigers)
❤️ Tigers (Motor City brauch den Sport)

 

New York Yankees – Boston Celtics

1. Spiel: Mi., 00:08:
2. Spiel: Do., 00:08
3. Spiel: tba (falls erforderlich)

🧠 Yankees (aus Aberglauben für die Nichtgeliebten)
❤️ Red Sox (all but Yankees)

 

National League

 

Chicago Cubs – San Diego Padres

1. Spiel: Di., 21:08
2. Spiel: Mi., 21:08
3. Spiel tba Do./Fr-früh (falls erforderlich)

🧠 Cubs (Heimvorteil im Wrigley Field)
❤️ Padres (Auswärtsnachteil im Wrigley Field)

 

Los Angeles Dodgers – Cincinnati Reds

1. Spiel: Mi., 03:08
2. Spiel: Do., 03:08
3. Spiel: tba, aber sicher Freitag früh (falls erforderlich(

🧠 Dodgers (Ohtani!, Freeman!
❤️ Reds (Cincinnati ist Münchens Partnerstadt, und weil die Football-Bengals so verheerend sind zurzeit …)

 

Und sonst?

 

  • Bundesliga: 6. Spieltag mit dem Schlager Eintracht Frankfurt vs FC Bayern (Sa., 18:30). Wenn die Münchner auch im Waldstadion gewinnen, wer soll sie dann überhaupt stoppen? Dortmund – Leipzig (Sa., 15:30), das Duell der zuletzt je viermal siegreichen Teams und zurzeit härtestenBayern-Jäger!
  • Europäische Ligen, England: Der FC Liverpool ist nach der 1. Niederlage bei Crystal Palace erneut in London gefordert, wenn der Meister auf Club-Champions FC Chelsea trifft (Sa. 18:30).
    Italien: Juve vs AC Mailand, de 4. gegen den Ersten, und die Club-Namen sagen eh alles.
    Spanien: FC Sevilla vs FC Barcelona (So., 16:15. Heißes Pflaster in Andalusien für den noch unbesiegten Tabellenführer. Real muss tags zuvor gegen Villarreal die Derby-Pleite tutmachen, sonst wird es auch für eine Legende wie Xabi Alonso auf der Trainerbank ungemütlich.
  • Basketball: In der Nacht zu Samstag findet das 1. von höchstens 7 Finale der WNBA statt. Sicher dabei sind die Phoenix Mercury mit Satou Sabally. Heute Nacht ermitteln die Las Vegas Aces und Indiana Fever den Gegner. Gewinnen die Aces, wäre das 1. Finalspiel in Vegas, bei einem Indiana-Erfolg hätten die Mercury. zunächst Heimvorteil. Wem sie wohl die Daumen drücken?

 

 

 

Was so übrigbleibt

Blick über den Teich, MLB

 

Das Play-off-Rennen spitzt sich 3 Partien vor Saisonende zu. Jedes Team hat also noch eine Dreierserie gegen einen Kontrahenten. Im Wesentlichen geht es um folgende Fragen:

  1. Wer gewinnt die American League, East?

    Das ist von großer Bedeutung, weil der Divisionssieger Freilos in der 1. Play-off-Runde erhält, der Zweite dagegen eine nervenaufreibende und kräftezehrende Wildcard-Serie (best of 3) bestreiten muss (wenigstens zu Hause). Derzeit sind die New York Yankees und Toronto Blue Jays gleichauf. Die Kanadier haben allerdings den besseren direkten Vergleich. Das Restprogramm nimmt sich nicht viel: Die Yankees spielen zu Hause dreimal gegen die Baltimore Orioles, die Blue Jays ebenfalls zu Hause dreimal gegen die Tampa Bay Rays.
    🧠 Yankees (es sind die Yankees!)   ❤️ Blue Jays (es sind die Yankees!)

  2. Wer gewinnt die American League, Central?
    Hier sind die Auswirkungen womöglich noch heftiger: Platz 1 sichert Heimrecht in den Wild-Card-Spielen, Platz 2 könnte das Verpassen de Play-offs bedeuten. Cleveland Guardians und Detroit Tigers gleichauf, und die Guardians haben den direkten Vergleich. Die Guardians haben die nominell einfachere Aufgabe mit 3 Heimspielen vs die Texas Rangers, während die Tigers bei den Boston Red Sox antreten müssen, mit denen man im direkten Duell um einen Wildcard-Platz kämpft🧠 Guardians (diese Aufholjagd)      ❤️ Tigers (Motor City und vor allem Motown-Music, seufz)
  3. Wer holt die Wild-Card-Plätze in der American League?Ein Vierkampf um 3 freie Plätze, wobei der Sieger der AL Central auf jeden Fall den Nr. 3-Spot (und Heimrecht in der WC-Serie) hat: Derzeit führen in dieser Wertung die Red Sox mit einem Sieg vor Guardians/Tigers und einem weiteren vor den Houston Astros. Das Restprogramm:
    Red Sox: Drei Heimspiele gegen die Tigers
    Guardians: 3 Heimspiele gegen die Rangers
    Tigers: Drei Auswärtsspiele bei den Red Sox
    Astros:  Drei Auswärtsspiele bei den LA Angels🧠  Guardians, Red Sox, Astros (es sind die ewigen Astros!)     ❤️ Tigers, Guardians, Red Sox (All but die                                                                                                            ewigen Astros)
  4. Wer gewinnt die American LeagueWichtig, weil Heimvorteil bis in die Conference Series. Entweder die Seattle Mariners oder der Sieger der Eastern Division. Die Mariners brauchen dabei auf jeden Fall einen besseren Rekord als Blue Jays oder Yankees. Recht unwahrscheinlich, weil sie derzeit um einen Siegzurückliegen gegen beide Teams.
    Restprogramm der Mariners: 3 Heimspiele gegen die LA Dodgers

    🧠 Yankees (siehe oben).         ❤️ Mariners (Best Baseball-Publikum)

  5. Wer holt den letzten offenen Wildcard-Platz in der National League?Ein Dreikampf um einen Platz: Die NY Mets führen um einen Sieg gegen die Cincinnati Reds und um ein weiteres gegen die Arizona Diamondbacks (denen ich deshalb nur noch theoretische Chancen gebe). Die Reds hätten den direkten Vergleich gegen die Mets, die Daimondbacks gegen Reds und Mets.Restprogramm
    Mets: 3 Auswärtsspiele bei den Miami Marlins
    Reds: 3 Auswärtsspiele bei den Milwaukee Brewers
    Diamondbacks: 3 Auswärtsspiele bei den San Diego Padres

    Brewers und auch Padres klar stärker als die Marlins, aber diese müssen sich nicht schonen für die Play-offs und können (vielleicht müssen!) bei ihrem Heimabschied frei aufspielen.

    🧠 Ich wage keine Vorhersage (Löwen-Männer sind halt Feiglinge!)
    ❤️ Diamondbacks (Mein Team vor der Saison: Und es es wäre das unfassbare Comeback eines Teams,         das sich selbst aufgegeben hat und deshalb im Juli die besten Spieler (Suarez, Naylor) weggab).

 

 

Si tacuisses

 

Ich denke, das ist der größte, es ist nicht Raub, das würde ich nicht sagen. Aber es ist der größte moralische Schaden, der einem Menschen zugefügt werden kann (Mounir Nasraoui, Vater Lamine Yamal)

Miserables Verlieren im Sport, da macht keiner den Spaniern etwas vor, zumindest anlässlich persönlicher Ehrungen. Die halten sich tatsächlich für etwas Besseres, zumindest im Fußball, wo alles um sie zu kreisen hat, wobei ich zwischen Barca (Mes que un Club) und Real (DIE Königlichen) nicht den geringsten Unterschied mehr mache. Und um es gleich anzumerken: Was der national-besoffene deutsche Fan immer noch gegen Mark Cucurella (Handspiel! Kein Elfer! EM-Betrug!) veranstaltet, ist an Peinlichkeit und Erbärmlichkeit nicht zu übertreffen (nicht dass ich von Bayern-Fans was anderes als totales Deppentum erwarten würde).

Der wunderbare Fußballprofi Lamine Yamal vom FC Barcelona hat also nicht den Ballon d’Or gewonnen. Anstatt dem Sieger Ousmane Dembélé vom Champions-League-Sieger Paris St. Germain zu gratulieren, wütete Papa Yamal wie ein abservierter Liebhaber. Einfach nur peinlich und abstoßend, aber vielleicht hatte er eine Wette laufen, dass er noch viel schlechter verlieren kann als die Verantwortlichen des Erzrivalen Real Madrid. Diese  blieben mit dem gesamten Team vor einem Jahr beleidigt der Ehrung fern, weil nicht ihr Spieler Vinicius Junior ausgezeichnet wurde, sondern Rodri von Manchester City, ein Spanier wohlgemerkt! Und das, obwohl bei der Veranstaltung zum Beispiel ihr Trainer Carlo Ancelotti als Coach des Jahres ausgezeichnet wurde. Funfact: Besagter Vinicius Junior spielt derzeit im Team höchstens eine Auswechselrolle.
Zurück zu Yamals Sugar-Daddy. Anstatt auf den Knien zu danken, dass sein mittlerweile 18-jähriger Sohn ein fußballerisches Ausnahmetalent ist, diskreditiert er ihn auf schamlose Weise. Denn natürlich fällt ein derartiger Arroganz-Anfall und das Verächtlich-Machen des tatsächlichen „Siegers“ Dembélé auch auf Lamine Yamal zurück. Und wenn der Daddy-Trottel (sorry!) dann noch großmäulig ankündigt, nächstes Jahr werde der Sohn „auf jeden Fall!“ die Wahl gewinnen, dann schadet er ebenfalls extrem: Zumal die Wahl 26 ohnehin allein durch die WM im Juli dvor beeinflusst werden wird.

P. S. Für mich hätte Mittelfeldmann Vitinha die Wahl verdient gehabt. Nicht nur der brillante Taktgeber von PSG, sondern auch von Nations-League-Sieger Portugal.

Guardians und Diamondbacks in der Aufholjagd

Blick über den Teich, MLB

 

9 oder 10 Partien sind in der MLB noch zu spielen (von 162), und doch sind stehen erst 3 von insgesamt 12 Teams in der Post Season fest. In der American League hat noch kein einziges  die Play-offs (respektive Wild-Card-Spiele) fix erreicht.
Bevor ich die allgemeine Situation  beleuchte, ein Blick zu den aktuellen Partien. Spieler von gestern Nacht, aber auch der größte Pechvogel, war Brandon Pfaadt von den Arizona Diamondbacks. Der Pitcher warf gegen die San Francisco Giants neun brillante Innings, ließ nur einen Hit und einen Walk und folgerichtig keinen Ru zu. Und doch ging sein Team letztich als Verlierer vom Platz. Denn auch die Backs vermochten es nicht, auch nur einen Run auf die Anzeigentafel zu bringen (was auch an der außerordentlichen Leistung von Justin Verlander lag. Der Veteran zeigte wahrscheinlich seine beste Leistung im Giants-Dress und kassierte in 7 Innings nur 3 Hits und keinen einzigen Run.
0:0 stand es also nach 9 Innings  (auch nach 10), ehe die Giants-Offensive im 11. Durchgang wie bei der berühmten Ketchup-Flasche überhaupt nicht meh aufzuhalten war und gleich 5 Runs aufs Scoreboard brachten.

 

AMERICAN LEAGUE

 

East

Die Toronto Blue Jays verteidigen hartnäckig ihren Vorprung auf die New York Yankees und Boston Red Socks. Die Yankees schienen auf der Überholspur, doch jetzt klappt das Pitching plötzlich überhaupt nicht mehr. 4 Siege müssten sie noch aufholen auf das einzige kanadische Teams der Liga, das scheint auch aufgrund der Konstanz von Toronto schwierig. Immerhin gewannen sie tzueltz zwei High-Scoring-Spiele gegen die abgeschlagenen Minnesota Twins mit 10:9 (nach 10:1-Führung) und 10:5. Damit hielten sie ihrerseits die Red Sox auf 2-Spiele-Abstand.

 

Central

 

Plötzlich müssen die Detroit Tigers um den sicher geglaubten Divisionssieg bangen. „Nur“ noch 4,5 Spiele Vorsprung haben sie vor den Cleveland Guardians, die eine veritable Aufholjagd gestartet haben und zuletzt sechs Siege in Folge eingefahren haben und dabei 3 Partien gegen Detroit für sich entschieden (heute das Letzte der Viererserie).

 

West

Houston Astros und Seattle Meriners trennen gerade ein halbes Spiel (die Mariners haben eines weniger ausgetragen und wären heute mit einem Erfolg bei den Kansas City Royals gleichauf). Die Drei-Spiele-Serie in Houston der beiden Teams gegeneinander könnte die Entscheidung bringen. Zumindest haben die Astros mit 3 Siegen gegen die Texas Rangers einen weiteren Divisions-Kontrahenten auf Distanz gebracht. Die Rangers haben jetzt 5 Spiele Rückstand, das ist bei 10 Spieen kaum noch aufzuholen (aber schon passiert).

 

Divisionssieger (Top 2 mit Freilos) 

Wenn die Blue Jays nicht einbrechen, dürften sie als bestes Team der American League die Saison beenden, was Freilos für die 1. Play-off-Runde bedeutet. Ähnliches gilt für die Tigers im Rennen um den 2. Freilosplatz. Der  West-Sieger (Astros oder Mariners) dürfte nur der drittbeste Gruppenerste werden

Wild Cards (Drittbester Divisionssieger + 3 beste Teams danach)

Fast sicher dabei sind die New York Yankees bei 4,5 Siegen Vorsprung auf die Guardians. Dazwischen lägen die Red Socks sowie der West-Zweite. Sollten die Guardians also ihre 10 Spiele mit einer 8:2-Bilanz oder besser abschließen, können sie durchaus noch hoffen.
Nur noch theoretische Chancen haben die Rangers und erst recht die Royals.

 

NATIONAL LEAGUE

 

Hier sind die Verhältnisse deutlich klarer. 2. Conference-Sieger stehen praktisch fest, und es gibt „nur“ noch ein Gerangel um den letzten Wildcard-Platz

 

East

Die Philadelphia Phillies haben 12 Spiele Vorprung auf die New York Mets, das ist auch in der Theorie nicht mehr aufzuholen. Ein Spannungs-Moment bei den Phillies: Wird Kyle Schwarber doch noch Homerund-König?

 

Central

Die Milwaukee Brewers haben 5 Siege mehr als die Chicago Cubs. Das dürfte für den Divisionssieg reichen. Die Cubs haben schon einen sicheren Wild-Card-Platz und hier höchstwahrscheinlich Heimrecht. Die Cincinnati Reds bräuchten eine Superserie für die Wild Cards

 

West

Zweikampf zwischen den Los Angeles Dodgers und den San Diego Padres. Der Titelverteidiger aus LA führt mit 2,0 Siegen. Die Padres hätten  ihrerseits den WildCard-Platz sicher, sollten sie die Dodgers nicht mehr abfangen. Giants und Diamondbacks noch mit Wildcard-Hoffnungen. Gerade bei Arizona erstaunt mich das extrem, denn die schienen ihre Saison mit den Abgängen im Juli (Suárez, Naylor) schon abgeschlossen zu haben. Naja: Gegen die Giants (siehe oben) hätten sie die Hits schon brauchen können.

 

Divisionssieger

Die Brewers dürften das beste Team der Conference werden vor den Phillies. Dodgers/Padres müssten in die Wild Cards, als Divisionssieger wenigstens mit Heimvorteil.

 

Wild Card

Bei Lichte betrachtet, geht es nur noch um einen freien Platz, um den sich Mets, Diamondbacks und Giants sowie die Reds streiten. Dabei haben die Mets 1,5 Siege Vorsprung auf die Diamondbacks und je 2 auf Reds und Giants. Vor allem aber ist die Form gerade bei den zurückgekehrt; auch bei den Pitchern, zumindest einigermaßen.

 

Stats

 

Cal Raleigh von den Marines verbessert weiter seine Rekorde als Catcher und Switch-Hitter (er kann rechts wie links schlagen). Zurzeit hat er 56 Homeruns auf dem Konto, das sind drei mehr als Kyle Schwarber. Die beiden Superstars Shohei Ohtani (Dodgers/51) und Aaron Judge (Yankees/49) dürften in diesen Kampf nicht mehr eingreifen.
Judge führt dafür mit seinem Schlagdurchschnitt von 0.329, und Ohtani wird ja auch als Werfer eingesetzt und wird von Woche zu Woche stärker. Wird spannend, wie das die Dodgers-Crew in den Play-offs angeht.

Bei den Pitcher brilliert Pal Scenes von den ansonsten völlig chancenlosen Pittsburgh Pirates. Ein ERA von 2,03 (er kassiert auf 9 Innings hochgerechnet gerade mal zwei Runs) ist das Maß aller Dinge. In der zweiten maßgeblichen Statistik (von unendlich vielen) WHIP (Walks und Hits per Inning) íst er mit 0,96 Vierter: Dort „führt“  Tarik Skubal, den Überpitcher der Detroit Lions mit 0,86. Pitcher, die nicht mal einen Läufer pro Inning auf Base lassen, machen jeden Manager froh und beruhigt (und trotzdem „platzen“ sie auch manchmal).

 

Kepler Watch

Die Formkurve des Phillie-Profis zeigt weiter nach oben. In den vergangenen 7 Spielen hatte er einen Schlagdurchschnitt von mehr als 0.300 und schlug dabei 2 Homeruns. Ein sogenanntes Monsterspiel war dabei, als er vor einer Woche gegen die Mets gleich 5 RBIs beisteuerte, 5 Spieler also durch seine Schläge zur Homeplate brachte. Der Berliner könnte ein Faustpfand für die Play-offs werden, vor allem auch angesichts angeschllagener Batter. Konsequent wird er allerdings nicht gegen linkshändige Werfer eingesetzt, mal sehen, ob das in Play-offs durchzuhalten ist.

 

 

 

 

Die Mets bangen, die Royals hoffen wieder

Blick über den Teich, MLB

 

Ungefähr 125 Spiele haben die Teams jetzt absolviert, gut 35 stehen für sie noch an, bevor es in die Post Season geht, wo wie gehabt pro Conference nur noch sechs Mannschaften unterwegs sind. Einige Entscheidungen scheinen schon gefallen, aber der Kampf um die Play-off-Plätze und vor allem auch um die Setzung ist noch in vollem Gang.

 

AMERICAN LEAGUE

 

Eastern Division

Obwohl die New York Yankees eine Siegesserie gestartet haben (zuletzt 6:1), verteidigen die Toronto Blue Jays ihren 5-Spiele-Vorsprung auf die Bronx Bombers. Sie können sich dabei vor allem auf ihre Offensive verlassen, die verlässlich Runs produziert. Gerade in knappen Partien (21:14 bei 1-Run-Games) sind sie  effizient. Trotzdem setzen immer noch viele Experten ein Fragezeichen, ob das einzige kanadische Team bis in die Play-offs (und in ihnen) durchhält. Nach einem gewaltigen Zwischenspurt sind die Boston Red Sox wieder auf dem Boden der Tatsachen angelangt, allerdings immer noch in Reichweite zumindest der Yankees.
Tampa Bay Rays und Baltimore Orioles spielen nur noch um die Kosmetik.

 

Central

Der Divisionssieg scheint klar: Die Detroit Tigers haben mittlerweile 9 Spiele Vorsprung auf Rang 2. Tarik Skubal wirft weiter brillant (gestern Nacht 6.1 punktelose Innings gegen die Houston Astros), und auch die Offensive leifert ab.
Stärkster Verfolger sind nun die Kansas City Royals, die dank eines 8:2-Laufes die Cleveland Guardians überholt aben und noch im Wild-Card-Rennen sind.
Minnesota Twins und Chicago White Sox sind raus. Immerhin haben die Sox jetzt schon mehr Spiele gewonnen (45) als in de gesamten letzten Saison.

 

West

Immer noch ein spannender Zweikampf zwischen den Houston Astros und Seattle Mariners, die gerade mal 1,5 Spiele trennen. Allerdings sind beide gerade auf einem schwierigen Auswärtstrip (Detroit respektive Philadelphia). Aus den 4:6-Bilanzen können allerdings die Texas Rangers keinen Nutzen ziehen, die deutlich abgebaut haben und wie die LA Angels kaum mehr ins Play-off-Rennen eingreifen dürften. Dasselbe gilt erst recht für die Athletics (per Beschluss ohne Städtenamen in dieser Saison).

 

Conference/Wildcard

 

Die besten 2 Gruppensieger genießen in der 1. Play-off-Runde ein Freilos. Tigers und Blue Jays haben derzeit 5 bzw. 4,5 Siege Vorspung auf die Astros.
Im Wildcard-Rennen kämpfen 5 Teams um 3 freie Plätze, wobei auch die Teams dahinter (Rays, Angels) mit einem außergewöhnlichen Siegeszug noch eingreifen könnten. Die Royals haben gerade ein Momentum, allerdings halt auch noch 2,5 Siege Rückstand. Ob sich das noch ausgeht, bleibt abzuwarten.

 

NATIONAL LEAGUE

 

East

Die Philadelphia Phillies haben mittlerweile fast komfortable 5,5 Siege Vorsprung auf die New York Mets, das dürfte sich für den Divisionssieg schon ausgehen. Die Mets ihrerseits haben sich nach einer furchtbaren Bilanz Anfang August etwas gefangen (zuletzt auch 3 Siege), was im Wild-Card-Rennen auch unbedingt notwendig ist.
Für die nächste Saison planen können die Miami Marlin, Atlanta Braves und washington Nationals.

 

Central

Auch wenn die Milwaukee Brewers zuletzt zweimal verloren haben: Sie sind mit einer Bilanz von 79:47 das beste Team der gesamten MLB, und das relativ klar mit 5 Siegen Vorsprung auf Platz 2 (Tigers). Gleich mit 7 Spielen führen sie in der Division gegenüber den Chicago Cubs (die ihnen die beiden Niederlagen gestern Nacht in einem Doppelheader zufügten und sie heute und morgen noch zweimal fordern). Fast unbemerkt haben sich die Cincinnati Reds zumindest im Wild-Card-Rennen gut positioniert.

 

West

Titelverteidiger LA Dodgers und San Diego werden den Divisionssieg untereinander ausmachen (die Dodgers haben 2 Siege Vorsprung, der „Verlierer“ erreicht ziemlich siecher die Wild Cards. Einen netten Zweikampf bestreiten auch die San Francisco Giants und Arizona Diamondbacks – allerdings um den praktisch unbedeutenden 3. Platz in der Division. Abgeschlagen die Colorado Rockies, die allerdings nicht mehr ganz so katastrophal auftreten wie zu Saisonbeginn und bei jetzt 35 Siegen den Negativrekord (40) knapp vermeiden sollten.

 

Conference

Brewers und auch Phillies dürften die beiden besten Bilanzen haben, also sich das Freilos sichern. Schon etwas überraschend, wenn der Divisonssieger West in die Wild-Card-Runde müsste.

 

Wild Card

Wenn ich außergewöhnliche Aufholjagden (die immer möglich sind) ausblende, kämpfen 4 Teams um 3 freie Plätze (dazu noch die 3 Divisionssieger). Vor allem das Duell zwischen Mets und Reds dürfte bis zuletzt spannend bleiben; zurzeit trennt die beiden Teams gerade mal ein Sieg.

 

Stats

Mittlerweile hält Cal Raleigh von den Mariners bei 47 Home Runs, mit dem der Catcher immer noch die Liga anführt vor Kyle Schwarber (Phillies) und  Shohei Ohtani (Dodgers/je 44). Aaron Judge von den Yankees ist nach seiner Zwangspause wieder gut im Schlag und beförderte den Ball in den vergangenen 7 Partien dreimal über den Zaun.
Außerdem führt der Yankke-Star weiter die Wertung im Schlagdurchschnitt an. Die0.333 sind absolut herausragend, gerade weil er ja auch sehr viele Doubles oder gar Homeruns schlägt und eine diesbezügliche Statistik (OPS=On Base+Slugging) klar anführt.

Bei den (Starting) Pitchern gibt es mE vor allem zwei aussagekräftige Statistiken: Der Earned Run Average (wie viele Runs lässt ein Werfer hochgerechnet auf 9 Innings zu) und das WHIP (Walks und Hits pro geworfenes Inning). Bei Letzterem brilliert Tarik Skubal mit unfassbaren 0,8t, und der Tigers-Pitcher lässt auch nur 2,32 Runs auf 9 Innings zu. Hier ist Paul Skenes von den Pirats noch besser (0.216). Mit diesem fantastischen wert bebuct der 22-Jährige allerdings nur 7 statistische Siege, was diesen Wert zur Farce macht ohne jede Aussagekraft.

 

Kepler Watch

Weiter kämpft der Berliner mit seinem Schlagdurchscnitt (etwas verbessert auf 0.211). Mittlerweile ist er auch aus der Standard-Line-Up gefallen, kommt alo auch gegen rechtshändische Werfer nicht mehr regelmäßig zum Einsatz.

 

 

Astros und Marines rüsten Offensive auf

Blick über den Teich, MLB

 

Jeden Juli teilt sich die MLB in 2 Gruppen, in die Käufer und Verkäufer. Nach 2 Drittel der Saison ist absehbar, ob ein Team noch Play-off-Chancen hat oder nicht. Die „mit“ schauen nach Lücken in ihrer LineUp oder bei den Pitchern, die „ohne“ wollen teure Profis für einen Nueaufbau loswerden, der sich mancherorts gefühlt Jahrzehnte dauern kann. Die Trade-Deadline, dieses Jahr am 31. Juli ist die Marke, bis zu der alle Änderungen abgeschlossen werden müssen, dementsprechend wild ging es auch heuer zu.

Die beiden zumindest vom Namen her spektakulärsten Moves schafften die Houston Astros und Seattle Mariners, beide in der American League West und in einem Zweikampf um den Divisionssieg verwickelt (in dem die Astros zurzeit mit 4,5 Partien vorne liegen. Die „ewigen“ Astros holten Carlos Correa, non den Minnesota Twins, die Mariners verstärkten ihre recht maue Offensive mit Eugenio Suüárezn von den Arizona Diamondbacks. Beide Top-Spieler kehrten zu ihrem Ex-Team zurück.

Ansonsten verstärkten sich viele Teams mit Bullpen-Pitchern (für die gehandelteln Start-Werfer wurde zu viel Gegenwert verlangt. Hier werden vor allem die National-Teams San Diego Padres und New York Mets sowie die New York Yankees als Gewinner der Tradezeit gehandelt.

 

Und so steht es

 

Fast 110 von 160 Partien haben die Teams jetzt absolviert, sie werden also bald ins letzte Viertel der Saison einbiegen. Noch immer kann viel passieren, aber einige Divisonssieger zeichnen sich jetzt schon sehr deutlich ab

 

AMERICAN LEAGUE

 

East

 

Dank eines enormen Zwischenspurtes haben die Toronto Blue Jays Platz 1 übernommen, und diese Führung verteidigen sie hartnäckig. Zurzeit beträgt der Vorsprung 3,5 Partien auf die leistungsschwankenden Yankees, die sich aber immerhin mit zuletzt 3 Siegen gegen den direkten Divisikonsrivalen Tampa Bay Rays etwas Luft verschafft haben. Im Rennen sind auch noch die Boston Red Sox, 5 Siege hinter den Jays.

 

Central

 

Hier scheint alles klar: Obwohl die Detroit Tigers zurzeit ziemlich schwächeln (4:6 in den letzten 10 Spielen), führen sie immer noch deutlich vor den Cleveland Guardians (9,0) und Kansas City Royals (9,5). Aufgegeben haben offenbar die Twins, die ihren besten Spieler Carlos Correa Richtung Houston sowie einige Pitcher abgegeben haben. Die Chicago White Sox sind zwar abgeschlagen, haben aber jetzt „schon“ 40 Siege gesammelt, 42 waren es 2024 in de gesamten Saison.

 

West

 

Wie gesagt: Die ohnehin schon starken  Astros und Mariners haben sich weiter verbessert (zumindest auf dem Papier). Die Play-offs dürfte für beide Teams eine klare Sache werden, der Divisonssieger hat gute Chance auf ein Freilos in der Wildcard-Runde. Dahinter lauern die Texas Rangers, die nach schwachen Saisonstart sehr gut ins Rollen gekommen sind.

 

Wild Card

 

Der „schlechteste“ Divisionssieger sowie hinter die drei besten Teams kommen in die Wil Cards, wo in 2 Best-of-3-Serien die beiden Play-off-Teilnehmer ermittelt werden. Insgesamt 11 Teams dürfen sich sehr gute Chancen (Blue Jays, Astros, Tigers) gute (Yankees, Red Sox), mittelgute (Mariners, Rangers, Guardians) oder eher geringe Chancen (Royals, Rays, LA Angels) machen.

 

NATIONAL LEAGUE

 

East

 

Immer noch ein äußerst spannender Zweikampf der New York Mets und Philadelphia Phillies um den Divisionssieg, wobei der Verlierer des Rennens ziemlich sicher in die Wild Cards darf. Ein halber Sieg trennt die beiden Kontrahenten. Der Rest ist abgeschlagen und darf für die nächste Saison planen.

 

Central

 

Eine ganz ähnliche Konstellation: Die Milwaukee Brewers und Chicago Cubs rittern um den Divisionssieg (der 2. kommt dann in die Wild Cards). Dahinter haben die Cincinnati Reds (-8.0) und St. Louis Cardinals (-10.0) bestenfalls noch Wildcard-Chancen.

 

West

 

Trotz ihrer massiven Verletzungsprobleme bei den (Starting) Pitchern führen die Los Angeles Dodgers mit 3 Spielen vor den San Diego Padres. Bei den San Francisco Giants geht es nur noch um einen Wildcard-Platz, den dürften „meine“, seufz) Arizona Diamondbacks abgeschrieben haben. Die Colorado Rockies sind mit 28:80 Siegen das schlechteste Team der Liga. Nur wenn sie alle (!) restlichen 44 Spiele gewinnen, schließen sie die Saison mit einer positiven Bilanz ab. Vielmehr sehr viel wahrscheinlicher, dass sie an der 40-Siege-Marke scheitern, es wäre zum ersten Mal in der MLB-Geschichte.

 

Wild Card

 

Ich sehe 10 Contender um die insgesamt 6 Plätze. Tatsächlich ist in der Conference-Tabelle ein kleiner 3-Spiele-Abstand zwischen Rang 6 (zZ Padres) und 7 (Reds). Dahinter müssen Cardinals, Giants und Marlins auf einen mehr weniger großen Einbruch der Top 6 hoffen. Doch die scheinen mittlerweile sehr gefestigt und haben sich auchn noch verstärkt (oder die Verletzten kommen nach und nach zurück/Dodgers). In der Reihenfolge der ersten Sechs ist noch alles drin, und kein Divisionssieger steht auch nur ansatzweise fest.

 

Stats und Stars

 

Cal Raleigh von den Mariners führt weiterhin die Home Runs an, mittlerweile steht er bei 42, unfassbar für einen Catcher (und schon jetzt Rekord für einen sog. Switch-Hitter, der also rechts oder links schlagen kann). Dahinter die Superstars Shohei Ohtani (Dodgers/38), Aaron Judge (Yankees/37, zurzeit allerdings auf der Verletztenliste und zwar noch mindestens bis zum 5. August) und Kyle Schwarber (Phillies/37).
Apropos Ohtani: Er wird von den Dodgers ganz behutsam als Starting Pitcher herangeführt, hat vorgestern erstmals mehr als 50 Pitches (51) genommen). Bei den Werfern überragen Paul Scenes von den Pittsburgh Pirates, der auf dem besten Weg ist, alle Rekorde zu brechen. Auch Tarik Skubal (Tigers) und Zack Wheeler(Phillies) zeigen außergewöhnliche Leistungen.

 

Kepler Watch

Offensiv läuft es weiter äußerst bescheiden für den Berliner. Mit einem Schlagdurchschnitt 0.203 spielt der Right Fielder seine schwächste Saison. Wahrscheinlich allein seine defensive Konstanz (erst ein statistischer Fehler) hält ihn noch in der Line Up, und auch das könnte sich ändern, wenn etwa ein Alex Bohm wieder gesund ist.

 

Was so übrigbleibt

In eigener Sache: Am Donnerstag werde ich noch mal für knapp eine Woche nach Kressbronn am Bodensee fahren. Ich habe zwar WLan, aber vielleicht nicht so viel Zeit. Allerdings scheint das Wetter gruselig zu werden, so dass ich vielleicht länger als erhofft am Rechner verbringe.

 

Venus Williams (45) siegt fürs Geschichtsbuch

 

Vernus Williams darf beim Tennis-Turnier in Washington per Wildcard starten: Was ich als reinen Veranstaltungs-Gag abtat, ist tatsächlich schon eine Erfolgsgeschichte. Mit ihren 45 Jahren gewann sie in der 1. Runde sowohl im Einzel (gegen die US-Landsfrau Peyton Stearns/WTA-Nummer 35!) als auch im Doppel zusammen mit Heather Baptiste gegen Boucard/Ngonoue. Sie ist damit die älteste Siegerin in einem regulären WTA-Turnier-Spiel seit Martina Navratilova (2004 in Wimbledon). Dafür kann ich nicht genug Hochachtung bezeugen für die ältere der Williams-Sisters. In der 2. Runde trifft sie auf die Polin Magdalena Frech, Freche Wortspiele darf sich dann jeder selbst erfinden …

 

Pogacar weiter souverän

 

Auch der Mont Ventoux war für den Slowenen auf dem Weg zum Tour-de-France-Sieg kein unüberwindbares Hindernis. Er fuhr taktisch klug (und angeblich nicht 100-prozentig fit) weitgehend am letzten verbliebenen Konkurrenten Jonas Vingegaard und konnte seinen Vorsprung im Schlussspurt 2 weitere Sekunden auf 4:13 Minuten ausbauen. Einen großen Schritt in Richtung Podestplatz machte Florian Lipowitz. Der Deutsche verlor zwar weitere Zeit auf das Duo Pogacar/Vingegaard, konnte aber seinen Konkurrenten um Rang 3 weitere abnehmen. 2:01 Minuten beträgt jetzt schon der Vorsprung auf Platz 4: natürlich keine Garantie für die schweren Alpen-Etappen am Donnerstag und Freitag, aber doch ein Faustpfand. Zumal er von all den Top-Ten-Fahrern zwischen 3 und 10 die beste Form zu haben scheint nach mehr als 2 Wochen Plackerei.

 

Max Kepler mit dem 11. Homerun

 

Der Berliner drosch den Ball beim 4:1 seiner Philadelphia Phillies gegen die Boston Red Sox über den Zaun. Ein seltenes Erfolgserlebnis für ihn als Schlagmann. Sein Durchschnitt beträgt traurige 0.207 (in den letzten 7 Spielen gar nur 3 von 21 (0.143). Wenn ich bedenke, dass er gegen linkshändige Werfer gar nicht erst eingesetzt wird, weil er mit denen überhaupt nicht zurechtkommt, ist das jenseits von Gut und Böse. Fast ein Wunder, dass er noch einen Platz in der Line Up findet (er hat den schlechtesten Schnitt der derzeitigen 9 Phillies-Schlagmänner zu Beginn). Allerdings ist sein Fielding ohne Fehl und Tadel (nur 1 Error), das zählt natürlich auch.