Vorteil Wildcard

Auch am zweiten Tag der Divisional Series dominierten die Auswärtsteams. Jedes der Wildcard-Teams kann jetzt also zu Hause schon alles klarmachen.

Orioles – Rangers 8:11 (0:2)

Nein, es war nicht der Tag der Pitcher. Insgesamt gab es 25 Hits und 13 Walks (11 von den Orioles). Es begann gut für die Orioles, die bei Loaded Bases im ersten Inning zwei Spieler ins Ziel brachten. Doch die Rangers antworteten prompt. Im 2. und 3. Inning sammelten sie 9 Runs, darunter mit einem Grand Slam von Mitch Garver im 3. Inning. Insgesamt schaffte er 5 RBIs. Danach gelang den Orioles nur noch Ergebnis-Kosmetik, darunter war ein 3-Run-Homerun im 9. Inning durch Aaron Hicks. Einen Rekord der besonderen Art schaffte Corey Seager mit gleich 5 Walks. Damit fliegen die Rangers mit einer 2:0-Führung zurück nach Texas.

Astros – Twins 2:6 (0:1)

Jetzt haben also auch die Twins ihren Auswärtssieg geschafft. Spieler des Tages war Carlos Correa mit 3 Hits und 3 RBIs sowie erneut starkem Defensiv-Plays. Correa war es auch der im 1. Inning mit einem Double für den ersten Run sorgte. Er ist, was RBIs und Doubles betrifft, jetzt Dritter in der MLB in der Post Season.

Kyle Farmer legte mit einem Two-Run-Homer in 2. Inning nach, bevor erneut Correa im 5. Inning doppelt punktete.

Wenigstens Yordan Alvarez von den Astros hatte im 8. Inning ein persönliches Erfolgserlebnis, als er den Ball über den Zaun drosch. Schon im ersten Spiel hatte er 2 Homeruns geschafft.

Kepler wieder mit einem Hit bei 4 At Bats. In der Pitcher Order ist er nur noch Nummer 8.

Programm heute

00:07: Braves – Phillies (0:1)

03:07: Dodgers – Diamondbacks (0:1)

Auswärtsteams stark

Blick über den Teich, MLB

Drei Auswärtssiege und nur ein Heimerfolg – das ist die doch recht überraschende Bilanz der ersten Spiele der Divisional Series.

Orioles – Rangers 2:3 (0:1)

Ein ausgeglichenes Match, das letzt.lich der starke Bullpen der Rangers entschied. Starting Pitcher Andrew Hearney hielt zwar nur 3.2 Innings durch und ließ dabei einen Run und 2 Hits zu, doch danach ließ nur noch sein unmittelbarer Nachfolger Dane Dunning in 2 Innings 2 Hits und einen Run zu. Der Rest erledigte den Orioles Pitchin-Staff ohne große Probleme, wobei es bis zum Ende spannend blieb. Josh Jungs Homerun im 6.- Inning zum 3:1 brachte die Vorentscheidung, mehr als der Anschlusspunkt durch Ryan Mountcastle RBI Double wollte den Orioles nicht mehr gelingen. Auch der Orioles-Bullpen überzeugte, doch SP Kyle Bradish ließ 7 Hits und 2 Runs (bei 9 Strikeouts zu.

Astros – Twins 6:4 (1:0)

Mann des Tages war Yordan Alvarez, dem gleich zwei Homeruns gelangen. Mit ihrem ersten Schlag überhaupt gingen die Astros durch José Altuves Homerun in Führung. Nach 6 Innings lagen die Astros 5:0 in Führung, als Justin Verlander das Feld verließ. Der Astros-Pitcher hatte anfangs durchaus Mühe, rettete sich zweimal in den ersten drei Innings durch ein Double Play aus durchaus heiklen Situationen. Danach fing er sich und dominierte 3 Innings.

Doch die Entscheidung musste warten. Bei 2 Aus und 2 Mann auf Base beförderte erst Jorge Polanco dann Royce Lewis gegen Releive Pitcher Hector Neris den Ball über den Zaun, und es stand nur noch 4:5. Nach Max Keplers Double hatten die Twins plötzlich die Führung auf der Platte, doch Bryan Abreu beseitigte die heikle Situation. Den Twins bleibt nur die Erkenntnis, dass sie punkten können, ein schwacher Trost, aber immerhin.

Braves – Phillies 0:3 (0:1)

Ein tolles Pitching-Duell (6 Hits Rangers, 5 Hits Phillies), das letztlich die bessere Effizienz der Phillies entschied. Bryson Stott brachte die Phillies im 4. Inning durch einen RBI Single in Führung, die Bryce Harper im sechsten Inning mit einem Homerun ausbaute. Bei geladenen Bases im achten Inning erkannten die Refs nach Videobeweis auf Behinderung von Braves-Catcher JT Realmoto an Sean Turner, der den Phillies den 3. Punkt brachte.Die Bravas brachten ihrerseits im 8. Inning Läufer auf die Ecken bei nur einem Aus, doch ein Double Play vernichtete die Chancen. Somit blieben die Braves erstmals in dieser Saison bei einem Heimspiel ohne jeden Punkt.

Dodgers – Diamondbacks 2:11 (0:1)

Im Prinzip war die Partie nach dem ersten Halbinning entschieden, in dem die Diamondbacks gleich sechs Runs gelangen. Dodgers Pitchers Clayton Kershaw flogen die Bälle nur so um die Ohren, und wurde bereits nach 0.1 Innings und 35 Pitches erlöst. Im 2. Inning legten die Backs 3 Runs nach. Mit diesem Vorsprung im Rücken legte Arizonas Pitcher Merril Kelly ein starkes Play-off-Debüt hin und ließ in 6.1 Innings nur 3 Hits und 2 Balls zu. Will Smith verhinderte mit seinem 2-RBI-Triple wenigstens den Shutout der Dodgers.

Programm heute

22:07: Orioles – Rangers (0:1)

02:03: Astros – Twins (1:0)

 

 

Der Tag des Justin Fields

Blick über den Teich, NFL, MLB und NBA

NFL

Was wurde über Justin Fields gelästert. Der Quarterback der Chicago Bears könne zwar hervorragend laufen, aber nicht vernünftig werfen. Dieses Urteil hat er in der Nacht zum Freitag erst mal konterkariert mit einer tadellosen Vorstellung. Beim 40:20 seiner Bears bei den Commanders warf er vier Topuchdownpässe und insgesamt für 282 Yards ohne Interception. Nicht schlecht für einen, der angeblich nicht werfen kann. Schon im 1. Viertel schaffte er 115 Yards, Bestwert der Bears seit zig Jahren.Schon in der vergangenen Woche zeigte er gegen die Broncos eine tadellose Leistung mit 4 Touchdownpässen und sogar 335 Yards. Dass die Bears das Spiel verloren, lag also weniger  an ihm. Offenbar hat ihn jetzt der Trainer, auch auf sanften Druck auch von Fields selbst, von der Leine gelassen, er dankt es mit großartigen Leistungen

Mann des Tages war allerdings DJ Moore, dem grandiose 230 Receiving Yards und 3 Touchdowns gelangen. Solche Abnehmer wünscht man sich als Quarterback, zumall wenn sie wie Moore nach dem Catch mit dem Ball noch einige Yards hinzufügen.. Die Bears schafften also endlich ihren ersten Saisonsieg, für die Play-offs wird es wahrscheinlichnicht reichen, aber für attraktive Spieler allemal.

MLB

Jetzt stehen die Ansetzungen der jeweils ersten drei Spiele der Divisional Series fest

Samstag

19.00: Orioles – Rangers

22:40: Astros – Twins

00:07: Braves – Phillies

03:20: Dodgers – Diamondbacks

Sonntag

22:07: Orioles – Rangers

02:03: Astros – Twins

Montag

00:07: Braves – Phillies

03:07: Dodgers – Diamondbacks

Dienstag

22:07: Twins – Astros

02:03: Rangers – Orioles

Mittwoch

Diamondbacks – Dodgers und Phillies – Braves sind noch nicht exakt terminiert. Das erste Spiel ist um 22 Uhr.

NBA

Zumindest die Springerpresse meldet, dass Pro7 Maxx jeweils am Sonntag um 19 oder 21 Uhr ein Spiel aus den USA übertragen will. Nur dieses eine Spiel pro Woche. Für mich ergibt das überhaupt keinen Sinn, denn jedes Team bestreitet pro Woche drei oder vier Spiele. Man kann also mit diesem einen Spiel die Saison nicht im Ansatz verfolgen. Im Gegensatz zur NFL, wo der Sonntag der Hauptspieltag und es eben pro Woche für jedes Team nur ein Spiel gibt. Man wollte halt auf den deutschen Euphoriezug aufspringen, und sicher gibt es Menschen, die bei einem Raptors-Spiel mit Dennis Schröder oder gar die Magic mit den Wagners schauen wollen, wie sich die Weltmeister schlagen. Aber was ist, wenn sie nicht dabei sind, wass bei 32 Teams eher wahrscheinlich ist? Ansonsten ist so ein einziges Spiel nämlich reine Unterhaltung ohne großen sportlichen Wert. Und spätestens, wenn es gegen Ende der Partie zig Auszeiten und Freiwurforgien die Partie bis ins Unerträgliche strecken, sieht Otto Normalseher, wie mühselig es ist, ein NBA-Spiel live zu verfolgen. Relive heißt deshalb für mich das Zauberwort (übrigens im gesamten US Sport), da kann man die Werbeblöcke hübsch überspringen. Bin echt gespannt auf die Quoten, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie an die von attraktiven Spielfilmen heranreichen.

Alles schon entschieden

Blick über den Teich, MLB

Von wegen Spannung. Alle vier Wild-Card-Begegnungen sind bereits nach dem jeweils zweiten Spiel durch. Je zweimal setzte sich das Heim- und das Auswärtsteam durch.

Rays – Rangers 1:7 (0:2)

Auch im zweiten Spiel lief für die Rays wenig zusammen. Immerhin schafften sie diesmal einen Run, allerdings erst im 7. Inning beim Stand von 1:7. Die Entscheidung fiel im 4. Inning, als erst Adolis Garcia ein Homerun gelang, Josh Jung mit einem Triple und Evan Carter mit einem Two-Tun-Homerun nachlegten. Diese Führung erhöhten sie im 5. und 6. Inning.

Twins – Blue Jays 2:0 (2:0)

Ein brillantes Pitching vor allem von Starter Sonny Gray ebneten den Shutout-Sieg der Twins. Gray ließ in fünf Innings gerade mal zwei Walks zu. Selbst taten sich die Twins mit insgesamt nur 7 Hits (einen davon durch Max Kepler) schwer, doch im 4. Inning brachten sie zwei Punkte aufs Scoreboard, nämlich durch ein Single von Carlos Correa und ein Groundout in ein Double Play bei keinem Out, das Kepler zum Run nutzte.

Einen heiklen Moment hatten die Twins zu überstehen, als die Jays zwei Out Läufer auf den Bases 2 und 3 hatten. Doch Gray mit einem geistesgegenwärtigen Pickoff auf die zweite Base eliminierte Vladimir Guerrero. Die Entscheidung hielt auch dem Video Call stand.

Brewers – Diamondbacks 2:5 (0:2)

Wie sich die Spiele gleichen. Wie in der 1. PartieDie Entscheiduzbng  gingen die Brewers früh in Führung, diesmal mit 2:0 im 1. Inning, „nur“ 2:0, weil Backs-Starting-Pitcher Zac Gallen riesige Probleme hatte und mehr als 30 Pitches benötigte. Und  wieder gelang es Milwaukee nicht nachzulegen, und das sollte sich rächen. 4 Innings brachten die Diamondbacks keinen Hit zu Stande, doch im 5. Inning verkürzte  Alek Thomas mit einem Homerun. Im 6. Inning schafften die Backs dann die komplette Wende mit 4 Runs. Dem hatten die Brewers nichts mehr entgegenzusetzen, und das (für mich) doch überraschende Aus war besiegelt.

Phillies – Marlins 7:1 (2:0)

So etwas nennt man wohl kurzen Prozess, und die Effizienz der Phillies war beeindruckend, brauchten sie doch nur 7 Hits für ihre 7 Runs. Im 3. und 4. Inning kamen sie zu drei Punkten. Die Marlins durften im 5. Inning noch einmal hoffen, als sie bei einem Aus Läufer auf den Ecken hatten, doch Jesus Sanchez schlug in ein Double Play. Die Entscheidung besorgte dann Bryson Scott mit einem Grand Slam.

Wie geht es weiter?

Ab Samstag stehen die Divisional Series an, die im Format Best of 5 ausgespielt werden. Folgende Partien:

Orioles – Texans, 1. Spiel Samstag 19 Uhr

Braves – Phillies (noch nicht terminiert)

Astros – Twins (noch nicht terminiert)

Dodgers – Diamondbacks (noch nicht terminiert)

Ich wage mal eine Prognose:

Die spannendste Serie ist für mich Braves vs Phillies, weil die Philllies wieder in Play-off-Form sind. Die größten Upset-Chancen haben die Rangers, die doch sehr souverän gegen die Rays gewirkt haben. Klare Heim-Favoriten sind die Astros und Dodgers, but who knows …

Irgendwie fehlt mir, so blöd das klingt, mein Feindbild Yankees. So ist es mir am Ende (fast) egal, wer am Ende die World Series gewinnt. Aber da mir Sport nicht so viel Spaß macht, wenn ich nicht Partei ergreife, hier meine persönlichen Favoriten der Serien.

Orioles, Twins, Braves, Diamondbacks

 

 

 

 

Klapperschlangen überraschen

Blick über den Teich, MLB

Die ersten Spiele der Wild Cards sind rum, und es hat immerhin zwei Auswärtssiege gegeben. Vor allem der Sieg der Diamondbacks bei den Brewers hat mich überrascht.

Rays – Rangers 0:4 (0:1)

Die Rangers zeigten sich vom knapp verfehlten Divisionssieg gut erholt. Mann des Tages war Jordan Montgomery, der in 7 Innings nur 6 Hits und keinen Run zuließ. Dafür brauchte er nur 93 Pitches. Der Bullpen erledigte souverän den Rest. Die Rangers scorten im 2. Inning durch einen Sacrifice Fly und im 5. durch einen Wild Pitch, ehe Corey Saegers Single 2 RBIs und die Entscheidung herbeiführte. Die Rays schossen sich mit 4 zum Teil abenteuerlichen Errors selbst ins Knie.

Twins – Blue Jays 3:1 (1:0)

Erster Sieg der Twins nach 18 Post-Season-Niederlagen. Laut mlb.com sind die 19 Jahre dazwischen die längste Negativserien in allen Profiligen. Mann des Tages war Royce Lewis, der im 1. und 3. Inning jeweils einen Homerun schlug, was insgesamt 3 Punkte einbrachte. Sonst brachten die Twins offensiv wenig zu Stande (nur 5 Hits, einen davon durch Max Kepler). Aber sie konnten sich auf ihre Pitcher um Starter Pablo Lopez verlassen, die nur einen Run im 6. Inning und insgesamt nur 6 Hits zuließen. Das lag aber auch am formidablen Fielding, namentlich Carlos Correa, der ein paar großartige und wichtige Saves hatte.

Brewers – Diamondbacks 3:6 (0:1)

Nach 2 Innings stand es schon 3:0 für die Brewers, und wenig deutete auf einen Umschwung hin. Starting Pitcher Brandon Pfaadt musste schon nach 2.2 Innings und 7 zugelassenen Hits das Feld räumen. Doch zwei Back-to-back-Homeruns im 3. Inning brachten den Ausgleich, und im 4. Inning gingen die Backs sogar in Führung. Diese hielten sie dank des erstklassigen Bullpens, der in 6.1 Innings zur 5 Hits zuließ. Im 9. Inning sorge dann Christian Walker durch ein Two-Run-Double für die Entscheidung.

Phillies – Marlins 4:1 (1:0)

Letztlich ein ungefährdeter Sieg des letztjährigen Finalisten. Nach 4 Innings stand es 3:0. Etwas Spannung kam auf, als die Marlins im 7. Inning punkten konnten und danach Läufer auf 2 und 3 hatten. Doch José Alvarado rettete die Situation. Zuvor hatte Zack Wheeler 6.2 starke Innings mit 8 Strikeouts und nur einem zugelassenen Run gezeigt.

Ansetzungen heute

21:08: Rays – Rangers (0:1)

22:38: Twins – Blue Jays (1:0)

01:08: Brewers – Diamondbacks (0:1)

02:08: Phillies – Marlins (1:0)

Das war die Woche, die war

Ein bisschen Zittern musste sein

Mein Höhepunkt der Woche war ganz klar der Ryder Cup, obwohl ich nur den Schlusstag intensiver verfolgt habe. Im Nachhinein kann man es leicht sagen, aber die Spannung zwischendrin war schon ganz nett. Als plötzlich die Mitte des Tableaus nur noch Rot für Amerika aufleuchtete. Dass das Ganze dann durch einen von Rickie Fowler geschenkten Putt entschieden wurde, war irgendwie nicht passend. Zumal ein 90-cm-Putt bei dieser Anspannung erst mal gemacht werden muss.

Auf europäischer Seite war Viktor Hovland unglaublich. Und der Norweger steht erst am Anfang seiner Karriere, die eigentlich keine Grenzen kennt bei all den Unwägbarkeiten, die gerade Golf mit sich bringt, siehe zum Beispiel Morikawa, als nächster Woods gefeiert, aber doch (auf hohem Niveau) stagnierend.

Insgesamt war das Niveau erstklassig mit spektakulären Schlägen. Und doch sind das alles Menschen und kene Maschinen wie zum Teil haarsträubende Fehlschläge ins Wasser oder ins Gebüsch zeigen.

Das Format ist einmalig faszinierend, und es ist meines Erachtens ein großer Vorteil, dass es nur alle zwei Jahre stattfindet.

Ende eines Missverständnisses

Gerade mal zehn Monate durfte Max Eberl bei RB als Sportdirektor wirken, dann wurde er schnöde gefeuert. Es sei alternativlos gewesen, hieß es. Am fehlenden sportlichen Erfolg kann es nicht liegen. RB wurde Pokalsieger (wofür Eberl allerdings wenig konnte), und im Sommer hat er trotz der Abgänge von absoluten Schlüsselspielern wie Nkunku und Gvardiol eine aufregende, vielleicht sogar titelreife Mannschaft gezimmert. Aber es waren wohl menschliche Diskrepanzen. Der angeblich mangelnde Fleiß und die häufige Absenz via München erscheint mir da nur ein Vorwand. Dass der Rauswurf einen Tag vor der Partie gegen Bayern bekannt gegeben wurde, ist mehr als diskutabel, zumal nach allen, was man so liest nicht die Gefahr bestand, dass der Entschluss durchgestochen wird.

Um Eberl muss man sich keine Sorgen machen. Die Frage ist nur, wie lange die Schamfrist ist, bevor er bei den Bayerbn anheuert. Den dortigen Sportdirektor Christoph Freund wird es freuen.

Verzweifllungstat um Boateng

Ich hielt es ja für einen vespäteten Aprilscherz, aber Jerome Boateng scheint tatsächlich zum FC Bayern zurückzukehren. Ein Spieler, den Olympique Lyon in der vergangenen Saison für zu schlecht für die Ligue 1 befunden hat. Ein Spieler, der im Sommer keinen Verein fand (nur deshalb ist ein Wechsel jetzt überhaupt möglich). Ein Akt der Verzweiflung, der die katastrophalen Transferfehler der Münchner im Sommer, als man ohne große Not mehrere Verteidiger hat ziehen ließ, kaschieren soll. Warum kann man eigentlich nicht auf einen aus dem so gerühmten Nachwuchsinternat zurückgreifen, das muss für die betreffenden Spieler ein Schlag ins Kontor, ich formuliere es mal vornehm, sein. Manchmal hilft doch ein Schubser ins kalte Wasser. Ein Louis van Gaal hätte mit Sicherheit einen jungen ausgegraben wie damals Thomas Müller und Holger Badstuber.

Mammutsaison ist zu Ende

Gestern war es endlich soweit. Alle 30 MLB-Teams haben ihre 162 Spiele absolviert, übrig geblieben sind zwölf, die ab morgen den Weltmeister, die Amis mögen es zurückhaltend, ausspielen. Es geht bei Null los, die bisherige Saison gibt allenfalls Anhaltspunkte, weil vor allem die Pitcher-Rotation eine ganz andere sein wird. Aber die Offensive der Braves ist schon ziemlich furchterregend. Wenn ich mich festlegen müsste: Die nächste Konfettiparade findet in Atlanta statt.

In neuen Sphären

Einen geradezu unfassbaren Weltrekord im Marathon stellte die Kenianerin Tigst Assefa in Berlin auf. Und zwar am Sonntag vergangener Woche (gehört streng genommen also nicht mehr in diese Rubrik). Die Zeit lautet 2:11:53 Stunden. Inwieweit die neuen Wunder-Karbonschuhe geholfen haben, sei dahingestellt, es ist trotzdem unglaublich. Diese Schuhe scheinen aber der Gesundheit nicht dienlich zu sein, die Zahl der Knieverletzungen ist signifikant gestiegen. Ich bin gespannt, ob der Weltverband es gegen die Branchenriesen Nike et all es wagt einzuschreiten. Umfassende Untersuchungen sind allerdings ein Muss.

Aus für Satou Sabally

Die deutsche Basketballerin scheiterte mit ihren Dallas Wings an Titelverteidiger Las Vegas Aces, und zwar mit einem 0:3-Sweep. Zumindest die letzte Niederlage in Dallas war unnötig, führte Dallas doch fünf Minuten vor Schluss mit 61:53, bevor gar nichts mehr fallen wollte (zehn (!) Fehlwürfe en suite).. Sabally selbst spielte eine durchwachsene Serie, konnte an ihre großartige Saison, für die sie als am meisten verbesserte Spielerin ausgezeichnet wurde, nicht anknüpfen.

Ihre Schwester Nyara ist dagegen noch im Titelrennen mit New York Liberty. Sie selbst spielt allerdings nur eine untergeordnete Rolle.

Turniersieg für Zverev

Die Formanstieg von Sascha Zverev hält an. In Chengdu gewann er seinen 21. ATP-Titel durch einen Finalsieg gegen den aufstrebenden Russen Roman Safiullin, dem allseits eine gute Zukunft prophezeit wird.

Premiere auf Glas

Am Freitag fand in München eine außergewöhnliche Basketball-Partie statt. Die Akteure des FCBB und MHC spielten auf Glas, wohl erstmals in Europa. Die Reaktionen waren durchweg positiv, guter Grip. Und dann gibt es unzählige virtuelle Möglichkeiten. Die NBA schickte extra Abgesandte, das wäre doch was für die Show-Liga.

Irrsinn der Woche

Es geht mal wieder um den VAR, diesmal in England. Nach einem Tor für Liverpool in der Partie bei Tottenham aberkannte der Schiedsrichter wg Abseits ein Liverpool-Tor, zu Unrecht. So weit, so schlecht. Der VAR schritt ein, und jetzt wird es kurios. Angeblich sah der VAR den Fehler, doch aufgrund eines Kommunikationsfehlers dachte der Schiedsrichter, seine Entscheidung würde bestätigt und setzte das Spiel mit Freistoß Tottenham fort. Erst jetzt wurde allen der grobe Schnitzer bewusst, doch ein zurück war nicht mehr möglich. Es blieb nach der Partie nur zähneknirschendes Entschuldigen. Dazu hätte ich noch eine Anmerkung: Wenn es wirklich eine dermaßen klar falsche Entscheidung war, die fast sofort bemerkt wurde: Warum geht der Schiedsrichter dann nicht zum Tottenham-Kapitän, erklärt die Sachlage und überlässt den Rest dem Fairnessgedanken der Spurs, die dann eben mehr oder weniger wehrlos einen Treffer zulassen. Predigen wir nicht immer Fairness, gerade in England?

Wem Football fehlt, den vertröste ich auf morgen nach dem MNF.

Das wird die Woche, die wird

Ah, endlich wieder Champions League

Der 2. Spieltag steht an mit dem Kracher Kopenhagen vs Bayern. Die Eisernen bekommen es bei ihrer Heimpremiere im ausverkauften Olympiastadion mit Sporting Braga zu tun. Am Mittwoch dann BVB vs Milan und Leipzig vs City. Der internationale Schlager der Woche ist Napoli vs Real (in der Union-Gruppe). Viel von der Meistereuphorie in Neapel, ich war live vor Ort, ist nach einem eher mauen Saisonstart und einigen Querelen nicht übriggeblieben.

Der Eiertanz geht weiter

So ganz langsam neigt sich die Vorrunde der Rugby-Weltmeisterschaft dem Ende entgegen. Überraschungen sind bisher ausgeblieben, dafür gab es einige extrem hohe Ergebnisse. Man erwägt ja für die nächste WM 2027 eine Aufstockung, ob das dienlich ist, wage ich zu bezweifeln, aber ich bin da nicht wirklich kompetent, um das beurteilen zu können. Die interessantesten Spiele aus meiner Sicht sind am Samstag Irland vs Schottland und am Sonntag Japan vs Argentinien.

Im Baseball wird es ernst

Nach der Monstersaison geht es jetzt erst so richtig los – erst mal mit vier Wildcard-Games (Best of 3). Die jeweils ersten beiden Partien sind bereits für heute und morgen angesetzt. Im vergangenen Jahr waren diese Serien zum Teil höchst unterhaltsam.

Zverev auf Punktejagd

Die Tenniselite Männlein und Weiblein (allerdings beileibe nicht vollzählig) trifft sich diese Woche in Peking. Die Männer spielen ab morgen das Halbfinale aus. Dabei trifft Zverev auf seinen diesjährigen Dauerkonkurrenten Daniil Medwedew. Er hat sich ja schon bis auf Platz 10 der Weltranglistevorgearbeitet und dieses Jahr keine Punkte mehr zu verteidigen. Das ATP-Finale ist also mehr als realistisch. Zurzeit liegt er im Race auf den 7. Platz. Die Frauen sind erst im Achtelfinale angelangt, auch mit einer Top-Besetzung umd Swiatek, Gauff und Sabalenka.

Gleichzeitig beginnt am Mittwoch schon das Masters in Schanghai. Dort ist bis auf Djokovic die komplette Weltelite am Start.

Volleyballer auf Paris-Mission

Bisher läuft die Olympiaqualifikation der deutschen Volleyball-Männer nach Plan. Gespielt wird in drei Achtergruppen, von denen sich jeweils die ersten Zwei direkt für Paris qualifizieren. Deutschland ist in der Italien-Gruppe. Dahinter scheint Brasilien der härteste Rivale. Auf die trifft man in der Nacht zu Mittwoch.

Und sonst?

Mittlerweile haben alle Ligen ihren Betrieb aufgenommen (bis auf die Volleyballer, versteht sich. Im Snooker stehen die English Open an, im Darts der World Grand Prix.